1827 / 179 p. 2 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Sat, 04 Aug 1827 18:00:01 GMT) scan diff

“Viertelstunde beim König gewesen und daher klar, daß kein politischer Gegenstand von einigerWi-Ihcigkeic auch „nur beregt, geschweige denn zu einem gedeihliche'n-Be- „schlusse gebracht werden konnte. Im hiesigen Hafen sind in dem Zeitraum: vom 1. Januar bis 23. Juli d. J. nahe an 700 brittisckw und fremde Schiffe mehr eingelaufen, als in demselben Zeic- raume von 1826. Nur vom Zucker wurdet! in einer Woche 80,000 Pfd. Sc. Zoll entrichtet. Außer dem schon erfolgten bedeutenden Eingang westindischen Er_- zeugnisses, werden binnen etlichen Monaten an 300 Schiffe aus Westindien erwartet. Die .aus d'en Provinzen eingehenden landwirthschaft- lichen Nachrichten lauten fortdauernd im Allgemeinen sehr gut; das Gecr'eide verspricht fast überall eine reich- liche ?lerndte, Erbsen und Bohnen nicht so ganz gur. Die New-Times wollsn von einem zuverlässiZen

Correspondenren wtffen, daß derHerzog- vonWellmgcon seinen Lctblaquay enrlajseu habe, weil sich ergeben, daß er mec denjenigen Zeitungen, welche "letzthin mehrere wichtige Staatsgeheimnisse, so wie auch gewisse Privac- Unterredungen von sehr zarter Natur encyÜUc hätten, in Verbindung gestanden habe.

Die Neu-Yocker Zetc'uugen find“ mic Erörterungen und Documente:] übcr das Leben, den Charakter und das Benehmen des Generals Jackson angefüllt. Einige

Blätter hatten in ihrem Etfer far die dermalige Ver- waltuaxg und gegen die Ansprüche des Generals, eine Menge gehässéger Dinge gegen ihn aufgebracht; dies hat denn die natürliche Folge gehabt, seine Anhänger um so mehr für ihn aufzuregen, und Nachforschungen

“zu halten, welcbe höchst günstig für ihn smd, indem fie allen bösen Leumund gegen ihn als grundlos darstellen. Somit ist denn die Neigung des Publicums zu ihm sehr bedeutend vermehrt worden, und es !"ch;inc, als dürfe er stch bei der näch|cn Präfidenteu-Wayl stch„rn Erfolä“ versprechen. ,

" Ueber„Boston haben wir Briefe aus Carchagena bis zum 24. Péai erhalten; man sal) docholévacs An- kunft l_nit Sehnsucht entgegen.

' Kassel, 29. Zaki. Der Geburtstag Sr. K. H- odes Kurfürsten wurd]: gestern, mit feierlicher Festlichkeit mannichfäch und lebhaft begangen. Se. K. H. der“ Kurfürst hatten die. förmliche Gratulations-Cour abge- “lebnr, aber Mittags die Mitglieder des diplomatischen Korps und der U|?" Landesbehörden zu'cTafel in W11- belmshövc vereinigt“, woselbst in den Stuckmarmorsälen an zwei Tafeln, die eine von 50, die andere von 30 Gedecke", gespeist und die Gesundheit des durchlauchcig- ßen Landesherrn von dem Staatsminister v. Wilsleben, unter Pauken; und Trompetenschall und unter der Ein- skétnmung der treuesten und redlichsten Wünsche ausge,- bracht wurde. Die sämmtlichen Anlagen dieses herrli- chen Sommerscßes waren mit einer unzähligen Men- schenmenge bedechc, worunter auch eme große Anzahl ermder," welche der festliche Anlaß, vom herrlichsten Wetter begünstigt, herbeigezogen hatte; die Wassetkünße spielten urid die auf Befehl Sr. K. H. an mehrere der interessantesten Parthien vercheilcen trefflich": Mi- litärmustken erkZöhten die Lust dieses schönen Tages. Vor der Tafel ger'uheten Se. K. H. der Kurfürst dem

“neu ernannten Generalléeutenant und Gouverneur der Reßdenz, von Müller„ das Großkreuz des Hausordens vom goldenen Löwen, und dem Kommandeur des 2ten* Husaren-Regimentc Herzog von Sachsen-Meiningen, Oberst von Stein; den Militärverdéenstorden zu verlei- hen. Abends wurde die Oper: Oberoä, von Weber, mit ganz neuen und geschmackvollen Dekorationen, gegeben;

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Testen Lebehoch des Publikums We-elte hierauf den feierlichen 'S'eeg'erkranz, worin Sänger u mcc einstimmten Und am Schlu herrn mit einem herzlichen V lebhaften Ausdruck der die Hessen stets auszeicb

festen Treue und i b . . _. * erwiedern geruhmück nge ang S' K H bald

Nachrichten aus die Zurüskungen zu und ein Ungewöhnli Nähe der seltenen Feser. sieht eine Menge Fremder viele erwartet, können und aus einigen öffentlichenPlätzZn Zen: 1chlagen werken müssen. '

empfangen.

Fefigruß: .Htil

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dem Säkularfeske bereits ge

Ueberall ist schon Musik und es werdni ihrer

"Inland.“

Geschenks Sr. Exc. des Hrn. wofür Hochöemselben die aufri bühxt. _ Es „sind Vorbilder für Fabrikanten- archscekcomjche Verzierungen, Gcrächo, Gefäße U „nere Monumente, sowie für die Verzierung vo * eben und für die Wirkeret insbesondere, an Etufa *unter Glas und

„Y_orbiloer für Fabrikanten uad Handwerker,“ , Besetzt veS'Hru. I)? Bauwesen, von der herausgegeben ist, rerungsvläctern.

Gewerbe ist in d

technischen Deputation, fÜrGe Eine rege Sorgfalt für Fabrj'ken

des öffentlichen Unterrichts dabei Bedacht genommen

Unterrtchrs- neuer revender Beweis waßker Huld'für unser |? reger Zunahme befindliches Gymnaüum vorhanden, sind in dicken Tagen'zur Emrichrung eines chem Laboratorii und der chemischen und phifikalisck)en race der stäkttsckMn K.;ssc 380 R-Mr Üderqviesen- hat eine verheißene jäthiQe Gabe von 50 Rthlr einzige Bestimmung, daß für die ersten Jahre di terhaltungskostetx Ueser Anstalt uadDer cheusrän mit bestritten werden. _ Gewiß werden solche hu! Beweise für das unvsrkennbare Wohl unserer )' ger, von denselben nur in inni-gskerDankbarkeite

Minden. Im Kreis: Büren ““ist ein m- tigkeit zu spüren, theils in erweitertem Anbau ()

1500 Pfd. rother Kleesaamen, 250 Pfd. Luzecne!“ in diesem Jahre verbraucht, und, von Leßterem am bald nicht mehr, wait zur rechreu Zeit nieht mk haben war, im künftigen Jahre wird man fich auf ßere Vorräthe zeitig schicken- theils zeigt slch Fortschreiten im erweiterten Gebrauch o_er dort 1-0 theilhaften Kalkoüngung, für deren Zweck häu!)U zwei neue-Kalkbrennereien kürzlich angelegtwordeu "- Die SchaafveerdenzBesher klagen Über das k geringe Gewichc der diesjährigen Wolle und wolle Grund desselben in .der Kälte des lehren Winter“

das Haus war festlich erleuchtet und von einem zal)!- reichm Publikum erfüllt. Se. „K. H. der Kurfürst er- séieuen mit Höchskibrem Gefolge in der großen Log. und wurden mit Pauken und Trompeten und dem lau

den, welche die Transpiration des Viehes .theilweis cückgedrängt habe.

Die ,

nd Publikum im sse nochmals denk ivac begrüßten,

Marburg vom 25. d. zafolsc,

ch lebhaftes Treiben verkündj

daß die Swot sie kaum beherbergen

Elbxrfelo, 28. Juli. Die Gewerbschule Stadt erfreuc sch eines gestern angekommenen [ Mmistérs des 3 chttgste Dankbark Zimme

. auf Pappe gezogen, „sämmtlich au„ schönen und kostbaren Werke, das unter dem *

e'uiste'rs für Handel, Gewerbe “nebst allen damit verbundenen E

. “M' Zäscndung lebhaft zu «ken und [lesert den Betveés, wie sehr auf die BMW

AUch,VM dem hv't'wn Mimsterio der Gciftll and Mediziual-Angeieqenheicen :|

Fortschreiten labdwßthfchaftllcber Intelligenz u!"-

terkräucer - es sind 200 Scheffel Esparceccesa

eitszuskand

e u icht" über den Gs vom Enox-

[) dem Innern des Re 6

nd 5 ich Junk

reußen.-Königsbergz DexGesund- [XOatxkophc-t sei), so wie die Sterbllchkett am Juni, türlichen Grade erhalten. -- G u m b i n n en. Kran!- und Todesfälle unter Menschen habet" im Monat das gewöhnliche Verhältniß nicht uberschrsccen; lcen Fieber sind seltener geworden, dagegen vom en Wechsel der Tageshiße zu den oft kalten Aben- athaxrhe und_Brechdurchfäile entstanden. Von rkrankheicen kommen noch Scharlach und Masern, ößtenthejls gucartigem Verlaudse, vor. ! Westpreu ß en. --./M_artenwe-r dxr.“ Der dhejeszustand der Menschen hat sich. am Laufe des rs Juni bedeutend gebessert, und dee vorgekomme- rankhejcen bestanden in Wechselfiebern, deren At)- uch*schon beträchtlich im Abnehmen ist., Dre uenpocken haben fich_an einzelnen Orten h_es Ko- Schweher, Kulmer undGraudenzer Krexses g_e- nd m'eiftens bei schon ermachsenen Menschen, ']es hne |ck) wsicer zu verbreiten, _da durch schleumge ng Dem Uebel sogleich Gränzen geseßc wurpe. [. Brandenburg. -- Potsdam._ Kalte u:)d !fieder herrschen noch _tmmer'ziemlch) quemcm dürfen" iHrer Hartnäckigkeit wegen ettxes kcästcgen fahrens, da auch lxichc Rückfälle bei diesen Krank- eintreken." Die Masern-Epidemie im Dorfe Bies- kieoer-Barnimsckwn Kreises, hat aufgehört, _dage- a'eree soxche in"?)ocsdam noch sort. Eben. 10 ist Ws die, ScharlachfiebersEoidemie poet) mehr er- , vielmehr wurde die Krankheit als solche, o'der M ihren entfernten Folgen wiederholend' töKlsck). be Krankheit zeigte fich auch wiederum zu Stolpe feder-Barnimschen“Kreise, jedoch sind dort über ck nur 5, Kinder daran erkrankt und drei davonge- n- Uebrigens war der Krankheits-Charakcer häu- “7st mit rheumatischen und entzündli-cheu Zufä'llen "jopfes vergesell]"chafce.f. Die natürlichen. Pocken [W in Oderberg Über 9Personen verbreccet, von “2 an “dieser Krankheit gestorben _und 7 g-«Znesep Außerdem karnen im Angermündijchen Kretxe dre ' UOch an dem 11jährigen Söhne des Krügers zn ünkendor und an den „Kindern einer Tagelößner- ? öU UltCkieoei zum Ausbruch. Auch an Mitten- wurden 2 Personen davon befaüen und eben so sich in Zürec'b'og diese“Krankk)eit aufs Neue an chter eines Leinwsbers. - Franksurtt). Der: 'heitszustand Ser Meßschsn war im Moetrac-Ju,tn Seweinen gut nnd die Sterblichkeit uberc-xtc s das gewöhnliche Veryäxcniß. Die herr1chenden MM bestanden in Ryeamatiswen , besondexs und Ge|ck)cs[chmerzen, g-xllléhte, Krankhstten mec rämofen und ,in, Blutkongestionen nach dem Di? kalten Fieber kommen t:.och_ immer sehr *"; “außerdem zessen fich'noch hin Und wieder "PWM, Windpocken und Masern mic gucarcx-

rlauf. . Die Krankheiten

*." ;

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- . Pommern. -- Stettin. en Menscheu anlangend, ' so dauerten die Wech- ' den ganzen “Monat Juni hindurch fort, doch sie am Schmsse desselben" noch. Dagegen katncn . e Fteber, Daarrböen und selbst leichte Brechrub- 'r, und nicht gar selten waren nervdseundfauligte - Die Menschenblaxcern hörten im »Suaßiger auf, dauerten aber im Regemvalder noch sort rbr'eiteten fich am meisten in Gollnar, Naugard eises, wo bis jelzc 13 Menschen ein Opfer verse! urden. - Koeslin.- Die Sterblichkeit unter enschen hackeins ungewöhnlichen Phänomen ge- - Féeberkrankheiten grassiren noch allgemein, auch die Kinder und selbst erwachsene Perjvnen sehr

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an einem bösartigen Seickhusten. Skharlachfixber, Rö- thsln und Masern herrschen in verschiedenen Geqsndm des “Departements, namentlich auch in den Sxä-dcen Schläwe,'Neuxiettin, Bublé? und Leda. Zn erbm, Schlawer Kreises, hat fich eme koncagiöse Augenkrank- heit und zu Kolberg in einigen Famxlten das N=rve_n- ßeber geäußert, an weichem leßtern axel) einige Perso- nen verstorben find. --, Die natürlichsn Menschemblan ccm in Starkow, Rummelsburgekx in Fickerdorn, NM- stettiner, in Guntow, Schieveldein-er und m Bornzin, Stolpe? Kreises„haben aufgehört und find dagegen in Semerow, Sébieveldeinschen Kreises, zum Ausbruch ge- kommen. -- Stralsund. Dte KrankcxpzaW hac, be- soußers gegen (*:-en Ablauf des Mon.;ts Zum, sehr ab- genommen. Es find zwar'bei der herr1chenden „Kray!- -h'eits;Kon;*iitutcon keine auffaqende Veränderuygen ett)- getretcn und die katharrhalisch gafimschen 'erber mac leichten ct1xzündlichen Komplicationen noch cmmer-vor- hsrrxch-xnd, doch mchc mehr 111 :).-m Umfange, Yves m dem verflossenen Monate Mai. -- A::ch“haben dre son- stsqen epidemiséhen Krankheiten, als: Scharlachßebex, ?)?4secu, Rötheln, NesselaUsschlag und Weclysklfi'xder in, ihrer Hefcsgkett und Ausbreitung im Sanzanehr “mcb- gelassen Und nur die Masern sindjin e::nqeu Ortey noch ziemlich aUgemein, jedoch gutarctg. -- Von sonsée-

“gen ungewöhnlichenxKrankheiten unter den Menéchcn

sind überall, keine Nachrichten eingegangsn. . .

7. Schlesien. -- Breslau. Angemxm hter ver- breitete Krankheitsfvrmen waren rb-'umatljch;-entzünde liche aud rheumatisch gastrischqFéeßer, ofc mxt Unter- letbs- und Hämorrhoiden; Be]ch.verdcu alle? Art,. auch nichc selten bei den so häufigen Wech-sexfiehejm mu Be- sch.verden.in der MM, verbupdep. Drew m_rt_hen. man- nigfachscen Modifictrungen er1chest1enoe_Wechjelßxber führ- ten in mehreren Fällen_den Schlagfiuß und “0"th den Tvd herbei. Koliken, ]owohl yon gallichcen Anhéufum gen, als auch entzündliche, erschtenen häufig, auch «son- ders in den leisten kühlen Tagen desJunimonats mehxmats d'ie Brechrnhr, ja selbst der Fakt des schwarzen Erbre- chens kam bei einem [kacken 50jährjgen Manne“vor. ]Unter den Kindern ging der Ketchhusten häufig heru-Z. Auch Varicellen epschienen oft. Natükltche u:,ao modin- . circeÖPock-m waren noch immer zu Keen R..ff.lxmk§, "Breslauer Kreises. Das Schar-lachfieber wzr zu Ove?- Johnsdorf, Mänskerdergsxhen Krethö, und zu GTO", .K'loden, Guhrauschen Kretjes, m emer _Famme aaoge- brochen. Die Masern gingen im Wohlaujcven u:“.d BW“ lauer Kreise, zu Herrnstadc Und im Neymaxkcockxm Kreise epidemisch *hexum, jedoch meist g_utartt;3. _- 3:11 lefzt genannten Kreise waren zu Ks§c1chüß ann: dam HOfgesinde 12 Personen „am Nervec1n;der erkrankt. -- Liegnilz. Der allgememe KrankheUs-Chgrakxxr "Zac SastkisCk) nervös. WschMM-der wxren zwtar mchc ko bzg- ßg, als im "Mai, aber “immer noch é)a»fi-._;-:c, gls [ext mehreren varen zu dieser ngdec F““ gethoe» qr. Sie traten oft als nervös; gust 'e'-(He zteoxr Qäk- H; ;. fichtlicl) der Sterblichkeix „fau-o UT: Ukbcxjchcsic.:t14 Q,? gewöhnlichen VerhälcmfsUz 1:;chc_ Oran. _ OQlexx. Die Wechselfiever tht'en sort, np “_nmex wm,»? Jussu- breiten, besonders in jenen O:„xch.asxen, mark)»: 111 Ok!." Nähe der Flüsse und d_er. feuchten ]Ut!!pfi3€tiW.1k§s-k l:;- gen. Außer den Wechjelfisbern herrschen namantxxch ga- skrjsche Fieber, Konken, Digrrdöen,_und unter den Km- dern die Masern. chGrokz Screhltkzer, Plesser, Grocc- kauer, *Oppelner“ und Falkenoerger Kreexe wurden noch viele Personen theils von den natärkcechsu, chcxls v,?" den modificercen Pocken bsefalleu. . W.:)Wud der 001)». , öfters von schnellem W3ch1cl degletxecxn Tctnkpckalur der Atmosphäre find Nero-anufäll; vet'kcbledcncl Alr-c, Brust- katharrbe und Schw; y'c'xss-x öfter»! als gewdhn.sch vorge-

komnOeL. Posen. -- Po sen. Wechselficber herrschen