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Hiernach ist dem gedachten Hohen Minißerium das Recht der Beseduns d“ sebenzehnten Zöglingssteae ver- liehen worden.
Sr. Maj. der „König haben auch bei Gelegenheit der Vermählung Sr. K. H. des Prinzen Karl einen neuen Beweis des Wohlwollens gegen die Stiftung durch Verwilligung von 500 Rchlrn. aus Höchß Ihrer Chatoulle zu geben geruht.
Bonn, 31. Juli. „In dem auf der rechten Rhein- seite in unserer Nähe gelegenen Dorfe Geislar schlug gestern Abend gegen 6 Uhr der _Blih in eine michuchc gefüllte Scheune, die zu einem großen Bauernhvfe ge- hörte, Und in welcher sch an 40 Stück Rindvied be- fanden, wovon nur zwei Stück gerettet wurden. In wenigen Minuten standen, mehrere nahe liegende Häu- ser Und Scheunen in Flammen. Die Bewohner der umliegenden Dorfschaften und besonders die Studenten und Bürger von Bonn ]irömeen in großer Unzahl yer- bei. Ersterer allein sammelten sich nach und nur!) an 600 und alle chaten redlich das Jhkige zum: Werke der Rettung. Mehrere hochherzige Professoren bemerkt: man in ihren Reihen, das Ganze ordnend und durch das Beispiel eigener zweckmäßiger Thätigkeit zur heißm Ar
Weit entflammend. Doch die Wach des Feuers, welche ein starker Wind und Wassermangel nnr noch vergrö- ßerte, war schwer zu bändigen. Erst gegen 11 Uhr, .als bereits 16 Häuser und Schenna; in der Asche 1a- gen, gelang es den Anstrengungen der herbeigeeilten Menge, worunter sich dejonders die Studierenden mit ihren Professoren durch Kühnheie und Ausdauer aus; zeichneten, der Flamme Meister zu werden.
Merseburg, 28- IUU- Im hiessen Regierungs- Bezirk haben seit kurzem wiederum mehrere Personen die. unvorsichtig: Behandlung miizkranken Veehsmie dem Leben büßen muffin, Jm Dorfe Leißling, Weißenfelser Kreises, erkrankten den 12. v. M. drei“ Stück Rindvieh am Milzbrande. Die Eigenchümer derj'cldeti'hirlten die Krankheit für eine gewöhnliche Verstopfung “und tiefer.
xden Zimmermann Schmidt und den Einwohner Busch zum Beistaude herbei. Beide suchten-dem erkrankten Vieh dU-"(h Eingreifen in den Schlußdarm Linderung zu uerjchaffen, allein ohne Erfolg. Das Eine jener Stücke fiel, die beiden andern wnrden durch den Ein wohner Köhler _gescblachtec. Das Fleisch von den ich tern wurde verxchenkc und zum T:).il vrrspxisk. Unge, fähr.10 Tage nachher, als dies vorgefaiim War, er- krankte SCHMÖÖT- DU" herbeigerufene Arzt erkannte so- gleich eine entwicche Enrzündungsgexchwul| am rechten Aim fürxdie schwarze Blatter. Alle geleistete Hülfe biied jeroch schon fruchtlos Und der Kranke verjchied den Morgen darauf. Am 24. v.M. brach auch bei dem Busch die sxbwarze Blatter aus. Auch dieser Unglück- liche, ob er gleich sogieich ärz'ltche Hülfe [richte, konnte nicht gerettet werden. Das L=dcn Köyters„ welcheredkn- falls die Krankheit bekam, scheint erhxlten zu werden, da er sofort an der inficircen Stelle o'perirt worden ist* Aehntiche Unglücksfälle baden ßch noch „„ verßossencn bel, in Fche dec vorgenommenen allgemeinen „Im Monat im Querfur-cer Kreise ereignet. :Die Frau des M““- übrigens ohne SchWÜÜSUÜ ausgeführt ' Einwohners “Oslo.? in Barnstädt, Welcher den 25. 'Mai “|Abo“ SMI Verschwinden Wird. _ Im Kreise Und 7. v. M. zwei, Stück Rindvieh am P?ilzdranoe ver lame hkkksM s?“ einiger Zeit das Wechselfieber
einer über diese traurigen Erei ni e von, Regierung hitseldsk im heutigen„ Arudtodlateedueriks Beka_unmach-ng bemerkt dieselbe, daß das 0 .“ Ausxnhu des Rückenblun bei dem Aindoieh eiae nußiose Operation "ift, und daß das Reiki Schlußdaems mit den Händen dei erkrankten]- zur Zeit, wo der Milzbrand graffiti, leicht ck wird, auch sicherer mic-Salztränken und “Elysiie: wirkt xverderz kann. Es kommt bei dem Milzbrand Rindyuhs viel auf zeitiges Aderlasscn, aufdas S4 men in kaltem Wasser, und auf ein zureichende; . des Haarseil an. Das Haarseil wird an der ' Seite von der _Rückensäule herab mit einer jwri 3 langen Haarsuinadel gezogen, und ist hier wiki!“ ais qm Brysiiappcer (dem sogenannten Tritt). die art, dieses Haarjeii anzuwenden, verdiene eiae Schrift von 52 Seiten: der Milzbrand des Ho und de_ssen Heilung, von Dr. August Wöhie, 2x: Fix:;eadrs [Zei S'chellenderg 1822, welche eine sehr e und an des mit kra „ nachgelesen zu WSWS". z nken Vieh“ a
Berichte über dén Gesund ' .. _ etts : aus dem Innern des Reichhs veya?u
. „ ' Zuni. S in . [)(- Ißxich, Lleve, »Leég.ß-)- Köln. meisten „Zceijen lieren_viele Menschen an katbar * eyeum.aci|chrn, Wachtel; Und kalten Fieber". F Gemeindx Großalceudorf, Stoihheim und Ki des-erijeö thinbacv- haben [ich bei mehreren dum die natürlichen Pocken gezeigt, wogegen die' Pocken-Orduung bezeichneten Vocüchtsmaaßreg' Anwendung gebracht worden sind. - Düssel XrnVFdél'etlßeb“ Yann fort und erhalten sich in es un . on “ ' '
““ck"an uYgejährde'tk. :| der Gesundheitqußa _ iederrdein.“- Kohlen . Der G ÖUWUÜUW während des Monaco „Inini war im' zen befriedigend, und die entzündlichen Krankheiten den “weit seltener bemerkt, als bisher. Die B! sind ““O-nicht ganz verschwunden, meistens sind doch Varioiiden, die wenig Gefahr darbieten. “ D gteordneten Impfungs-Revißonen [ind mit großer tigkeit voilzogrn worden und _es sind, seit die Men diartern in einem großen Theile von Déutschla themen, auch sehr viele Nachimpfun9m bereits nirccr Personrn ge]chehe_n.- Das Nervenfieder, m der Gemeinde Uelmen - Kreis Cochem "" brochen war, hat nichk weiter umsch gegriffen". chen. Ansteckende Krankheiten haben im Laufe fioisenenoMonats nichr geherrscht; die mehrsien, heics-Erjcheinuiigen wqren nochimmer die Weeds und kstacrhaiijch-rheumatische Uebel. *; Trier. natürlichen Biactern- herrschen nur noch an ei Orten und es ist zu erwarten , daß dies gefährli"
Allgé
meine
x:"“reu'ßjschr Staats - Zeitung»
* «*
183.
„„Berlin, Mittwoch, den Seen Angusi 1827.
Amtliche Nachrichten. Kroiiik des Tages.
Se. Königliche Hoheit der Herzog von Cumber-
d sind nach Neu - Strclikz abgegangey.
Vorlesun gen
das mit dcm-22.'Oktober anfangende Winter-
1) Enryklopädie- der Forstwtffenschaft, 4 Tage die che.8 5-9 Uhr „_2) Forst- Einrichtung und Abschälzung, „dreimal die sche von 9 -- 10 Uhr Derselbe.
3) Staatswirthschafeliche Forstkunde, och: von,9 - 10 Uhr Derselbe. 4) Theoretisches und praktisches Examinatnrium," 6 unden die Woche, von 10 -- 11 Uhr Derselbe.
5) Forstrecdr, viermal wöchentlich- zweiTage von 9 Uhr, 2 Tage von 10 - 11 Uhr, Herr Doktor speyres. “ ; 6)_ Forstliche Bodenkunde, zwei „Tias? wöchentlich 10 -- 11 Uhr, Herr Professor Weiß.
7) Physiologie und Terminologie der Bäume und räucher, dreimal wöchentlich von 11 --12 Uhr, Herr oiessor H ayn . , - 8) Physik und Chemie mxt Anwendung auf forst- eGegenstände, einen Tag von 10 - 12 Uhr, einen 11 - 12 Uhr, 3 Stunden die Woche, Herr Pro- or Ma'or Tarte; 9),D1ie Lehre von den Kegelschnitten 6 Stunden, chemlich von 11- 12 Uhr, Herr Professor Ideler. 10) Algebra und ebene Trigonometrie, 6 Stunden chentiich, von 12 _ 1 Uhr Derselbe. * _ 11) Arithmetik'dis zu den Gleichungen des ersten aber: und“ Pla'nimetrir, HersDocenc Schneider- Stunden die Woche von
"e r z e i ck n i K . bei der Forst- Akademie zu Berlin für
Halbjahr 1827/28. Herr Ober-Forstrach Pfeil.
dreimal die
e.
Ötanische Garten und die übrigen Hülfsmirtel 'der Uni- versität, können durch die Studirenden der Forsk-Akade- mie benutzt werden. “ “-
, Im Bezirk der Königl. Regierung zu Coblenz ist an* die'Stelle des verstorbenen Kantons- pfarrers Gdbeizu Treis der bisherige Kaplan Leonhard Löhr ernannt; der katholische Pfarrer Löhr von Trier ist auf die Kantonspfarrei Lutzerath, drr dastge Pfarrer “Schmitz auf die Kantonspfarrei Ahrweiler, und der katholische Hülfspfarrer Jakob von Niedermendig “nach Hambuch vers-rht worden ; zu katholischen Hülfe- pfarrern wurden ernannt: für Dümyrlfeld, der dishe- rige Vieux Heinrich Ludwig “Schneider; für Lind der bisherige Kaplan Peter Schäfer und für Ellerbek Candidat derTheologiaFr. Zosel) „Roll; -
zu Erfurt ist die erledigte Pfarrstelle zu Reban- gm ,und Gerterode dem bisherigen Pfarrgehüifen Fu- dinandBekuhrs in Clettenberg übertragen .und de: Candidat der Theologie, Christoph Vogt aus Ruhla, zum Pfarrer in Bornhagen, im“K-rei[e 'Heisigenßadt, ernannt worden; -
zu Liegnih isk der Candidat der Theologie Deb- mel als evangelischer Pfarrer in Ketschdorf, Schönau- schen Kreises, bestätige: worden. „
Angekommen. Se. Exc. der wirkliche Geheime Staats-Minisier, Minister des Innern und der Po- lizei, von Schuchmann, aus Schlefien. .
Der Regierungs-Chef-Präfident, Staatsrath, Graf zu Dohna-Wundlacken, von Cöslin. _
Dürchgereisk. Der Kaiserlich Russsche Feldjäger Kusmin, ais Kourier von St. Petersburg über Brüs- sel nach London. -
4*_5Uhro - *
12) Die Lehre von der Kenntniß der Instrumente,
iveliiren und Theorie des Planzeichnens, 12 Stunden
lbken- starb 5?" 17- "v. ' m nachdem dcn 13. am Oder- SUM “"maß'" um slch- daß in der einzigen _B dchenilich von 2 -- 4 Uhr, Herr Forst; Commiffarius
arm eine röchlich harte Sreüe erichienen war, von der meikierei Austen über 160 Personen daran leiden. V“ ?ck dM UG “d".“ GEWUZLZM- mit einem schwarzen sonftmen Krankheit:) ist nichts bekannt geworden. uu r in .der r_ se einesZ adxiknopfs versehen, und K o n “ den,15. mit_geidliche:i_ Blaien dejeizt, bis an die Brust Dienstag: "7.1 T'lucßust.S§§chma Zp'erxhßuesel'e' «verbreitet thte. Em anderer dortiger Einwohner, Schxveizerfamilie,“ Singspiel in 3 Abtheil [m- welcher dei: /. eines der kranien Thiere todrgescochen Franz bearbeitet von Castel". Musik vom K.,apeu hatte, Yegc noch an der- 1chwaczen Blauer krank, Weigl. (Mile. Schrcyner: Emmeline' als Ga veßnoec sich aber auf dem Wege der Besserung. Zn Hr. La Roche: Richard Boll, als lehtéGaßi-oli
Gedruckt dei Feifter und Eisersdorff. Redacteur Iod
igend in der
assow.
In den Sommerferien wird unter Leitung des
ber“-“For rath Pfeil ein praktischer Cursus in der berförfteiTi Hammer |att finden, “* die Wirthscbafts- inrichtung und Abschähung derselben, so _wie technolo- sche Demonstrationen und andere praktische Aufgaben “_ sich„begreifend.
Auch wird „Herr Forst-Commiffariys Passow den
Das zoolog
ebrauch der Meß-Jnstrumence durch Aufnahme einer Nähe von Berlin zeigen.
ische und mineralische Museum, der bo-
Zeitungs";Öiärhrichteti. ,Au'slandy“
Paris, 1. August. Der Minister des Innern wird dem Vernehmen nach Se. Majestät auf der Reise nach Ryssel begleiten. .
Der Silzungs-“Saal der Deputirten-Kammer be- darf einer Reparatur und es entsteht daher die Frage: ob dessen jeßige Form beibehalten oder umgestaltet werden soll? In einem Artikel der Gazette de France wird die dermalige runde Form jenes Saals nebst der Redner- bühne und sonstigen Einrichtung für unpassend erklärt, Der jetzige Saal (heißt es darin) ist abgeschmackt, in- dem er theatralisch und wie ein Boudoir verziert isi,
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