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plündern und zu rauben; sie haben vorkurzem einen reichen Gutsbefißer gefangen genommen und erschossen, löst! er nicht zugeben wollte,] daß seine Schaafe fortges “crieöen würden., Drei bis viorhunderc Rebellen haben Oloc überrumpelt und diese Stadagebrandschaßt. Zn d'ex- Gegend von Berga treiben fich fortwährend Agenten des Aufrützrers Bozom herum; sie bieten bedeurendes Hanxgeld denjenigen an, welche sie anwerben, und auch der versprochene Sold ist bedeutend. Es werden, wie aus Barcelona gemeldet w'ird, zehn tausend Mann, welche die Regieruag zur Dämpfung der Unruhen abge- schickt haben soll, dort erwartet. - -
Zn Madrid hat seh das Gerücht verbreitet, daß die von den General Capitains der Provinzen und na-
mentlich aus Catalomen eingegangenen Beschwerden“
über die königlichen Freiwilligen die Folge gehabt bäc- ten, daß der General-Znspecxeur dieser Truppen, Herr - Carvajai, diese Srelie verlierenwürde. Auch soll die Rede, davon sein, dem Kriegsminister von Zamdrano, dem es an der'jeßc so nöcyigen Energie fehle,“;xinen Nachfolger zu geben. Endljch spricht man von bevor,» stehenden Veränderungen in der Besetzung der Stelle; von General-„Capirains der Provinzen. -
Der Herzog von San Carlos ist noch nicht nach"
Paris &bgegangen; er hält stel) gegenwärtig in La Gra; nja auf, wo der Hof Kc!) noch immer befinOek.
A mertka. Londoner Blätter enthalten Folgendes aus Lima 3. April: Drei Tage vor der Einschtffmag der Columbiscden Truppen hatte man Aufscwuß ['Wer einen unter denselben angezstcelten Plan erhalten, daß ste sta) der Hauptstadt bemächtigenwoüren. Eswurdcn 1ogleéch bon OeUa Vista bis Callao Posten- ausgestellt und der Plan solchergcßalc vereitelt.» Einige Colamb-isa'w Ba- tailkons-.gela119cet1 bis zum CaUao-Tßore; da sie abßr " fanden, daß BUstanwnce ihnen mehr gefolgt wax", kehr- UU ße naa) ihren Hauptquartieren um, wo derjelde ]o- gleich einige von iynen erschießen ließ. Die Civixos oder Sradcmjlizen haben sick) bei dieser Gelegenheit !eyc wa-Fer benommen. -- In Folge obiger Ereignisse wurde Bolivac's Gsliebte, gewöhnlich die Libertadora genannt, Genthin eines Engländers, Namens Thom, obgleich “fie sclvst aus Conbien gebürtigisr, verhaftetZ-wia auch der Pfarrer von Magdalena und noch anYrey -
Der Präsident, Großmarschall Santa-Cruz, wird M) nach Yrequipa begeben, um die Bewegungen des Generals Sucre zu bewachen, der dem Vßrnshmen nach eine feindselige Schung annehmen soll.
Seit der Adfayrc der Colnmbtschen Truppen sind General Urdaneta und Oberst Guexra hier angekommen, um" im Namen Bälivarö denOberbefehl zu übernévmenoz ste wurden jedoch schneU-zr, als ste dachten, nach Hauke gesanöt. Auch Sucre hatte den General Coxdova zu gleichcm Zwecke hix'l)er qesclmckr.
Am 1. d. ist der Räuber Mantélla, der das ganze Land so lange in Schrecken faßte, in den Straßen un scer Stadt' gefangen genommen und 24 Stunden dar-
auf erschossen worden.
Inland.
Cöékin, 11. August. Am 9. d. ?N- Wurde det' GM::QZZUU zu dem neuen SEUÜUKT: GebäWe auf der ijMjct) WU?,elmsst-adc gelegt; 91"? FÜUUÄMU- Uk anfäugltä) fÜr den orxcten Ausust bestimmt, aber wegen ejijgxx-xmncr unaijoxndvarer Hindecniffe dis dahin 1)-.xtt-.“ gUfZTsCÄJ-OÖOU werdcn m:"vsscn. Umgsbez: von den Zöglin- Zen dcs S-Zminars und zahlrcxchen Zuhörern, sprachen
'sreien Unterricht, freie Wohnung und außerdem mo
“gen Handlungsspeécher smd aufgemesseu, vom in'“
-_sen; vom ausländischen Getreide:-68“L. 5 Séb- 311
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Gedruckt bei Feistev nnd" Eisersdorff. - Redacteur Z01
bier die Herren S ul ät * [ Worte der Weihe. ck r he Causus und R""se
lieferung:
„Im Iqbre Christi 1827 am 9. August wurdeh der Grun-dstem zu einem neuen Seminargebäade R1 Se. Majestät, unser aüergnädigster Könis, chez, Wathlm ill., ließ es erbauen, damitcüehciZeLcyxer dae BUksjch)u1en Hinterpommerns därin gedildec-w“ möchten. Dre Anstalt selbst wurde schon zehn Ia porher zu Cd'slin gestiftet, und besteht gegenwärtig 32'Semmarcsten, einem Dicektok, zwei Lehrern, Hglfs-Lehrern und vier Repetenten; Nur gut vo reccexen Jünglingen in einem Alter von 18 bis 24“, gen ask „das Aufgahme gestartet; sie bleiben dann “zahre tm Semmar, und erhalten währeyd dieser
lt.che Gelduncerstüßung. Die Gegenstände des Un LMS. smd: Religion, Deutsche Sprache, Rech Schretben, Zeichnen, Raumlebre, Naturgesc1)ichte,' tuxlehre, Erdkunde, Geschichte, Singen, Orgelsp'
Vzolinspichn, Anweisung zum Sckzuihalten, verb ' mesc prakctjchen Lehrüdungen, und enOlich Garn Dee Grundlage alis? Unterweisung ist aber der , ZnsmgerrWt, näxhß ihm wird die meiste Zcit der slk, tmc Emjehluß des Gesanges" und praktischenk yungen getvtlémet. -- Später Enkel, der Du dieses jeff, wenn wn“ alle längst in Staub zerfallen find, 1, yankbar unser Strcbsn, durch Bildung tüchtigecVa/ 1chuüehrex das Reich Gottes auf Erden immerm zu verbrstten.“ .
„Königsberg, 18. Augu-H. Nach dem in un heutt-gen, Zerrung enthalcex-en Monatsberichte sind oerxvcchenen „Juli *hier eingelaufen 78 Schaffe un Bordmgx, “ausgegangen smd 83 Schiffe „„.-mo 80 oenge „mtc Getreide und Russ. Produkten.! In !* smd emgegangen 100 Scyrffs, mit StückZütern, .; ge_n Und Ballast beladen, und ausgegangen 89 5/7,- mte Getreide, Flachs und Holz beladen. Auf die'
schen Getreide: 344 Lasken14 Schkffchl Weizen,1 ?Rogcxen, 102 L.". 18 Sek). Gerste, 182 L. 34 Sch. ser, 6 L. 45 Gch. weiße-und 2 L. 34 Sch. "grain
WILL“ 2 Sch. Roggen, 153 L. 52 Sch. Gerste, 20 «ck Hafer, 31 L. 54 Sch. ' Erbsen. Abqe smd, nach dem Inlande: 4 L. Weiz-sn, 16 L. 31 Roggen, 2 L. 40 Seb. Gerste, 15 L. Erbsen; n„_ Unslande: 748 L. 12Z Sch. Weiz-xn, 1231 L. 4 Roggen, 671 L. 34Z Sch- Gerste, 1891 L. 25 S fer, 30 L. 454 SO- Erbsen. Aus Braunsberg * Lasten Flzchs und 5850 Schock leinen Garn vers
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Kön"igliche Schauspiele»
Dtensfag, 28; Aug. Jm Schauspielk)ause: „ SkUÜT'L,“ Trauerspiel in 5 Abrh., von- Schiller.
Wegkn Uupäßlichkeit der Mlle. Schechner ka ;()osdr; „Zpyigenia in Tauris,“ Heute nichts ver e1.
Mikttvoä), 29. Aug. Jm Opernhause: „Der rer,“ OW in 3 Abttz., nach Scribe. Mufik von ber'. (Hr. Cornet, erster Tenortst beim Stadt: zz.! Humourz: Rogger; “Mad. Cornet: Hemm WUÜTOULU- Hr. Blume: Baptist.)
Gruanüsx jdk;- leachkxmmet; cZewahrt die Vertierng ' . * ', 7 * * ' . , ' . _“ _ . - e n 0 gen e au ergameukgesct) jh , . - - S t t s . . t ck „ ;-- in emem hermetcsch erschlossenenGlase befinroijxytxeue d r e U ß [ fck e a a * - e 1 U n g- ; ;;
Allgemeine
* .
.I./?" 201.
Berlin, Mittwoch, "den 29sten August 1827.
Amtliche Nachrichten.
münze aufforderte, folgenden Auszug aus einer aweri-
kanischen Zcitschrift (IrnsriounQuarter-KLQSW) mit, *
' - ' worin es s1ch um “ein kürzlich=erschienenes Werk über Y
K r„o " i ! d es T a g e s' _ Amerika handelt: „Wir haben mehrfache Gelegenheit
Seine Kömgliche Hoheit der Prinz Augu | von gehabt, auf die Vorliebe des Verfassers für Hrn. Cam «»;
außen sind aus Schießen hier eingetroffen.
Angekommen- “Dkk Fürst MeksÖUSky- von einer verbindlichen Rede beehrte, hat verblenden lassen.
urt. . .Der Kaiserl. Oesterr.Kämmere-r, Graf von Esker- rungen über Hrn. Canning, als Über Loro Castelreagh den richtigen Punkt verfehlt hat. Niemand kann länge ' “'*'
9, aFo' Kourjer von ,Dresden „ Der Legqciynsyat_h'u11d diesseitige Geschäftseräger nen, daß er, Canning, einen sehr ausgebildeten Geiß, KMMUYÉ) *:??1fi1C11M Hofe,„Rictme1sler von Hä" ungemein viel politischen Seharfsmn und einen ekbabe- ' n, vou res au.
Zeztungs- Nachrichten. „ _ Aus'l a*,nd1.
* Paris, 22- AUL- GMA" haben S. M. einem auch seine Abneigung gegen die Institutionen und, die 'nisterrathe, welehem der “Dauphin beiwohnxe, präsi- 1- ""' DU Wk KUMM [)ÖU' WSSÜMMMM WiLOen, offiziellen Dokumente enthalten bündégere Beweise sei- agen, haben die Ehre gehabt, St". Majeftäcuvd Ihren ntglichen Hoheiten den Prinzen und Prinzessmnen- aus einer für eine Mahlzeit in Liverpool vorbereix gestellt zu werden. Unsre Zeitungen
rden zweiten Besuch des Königs bei der Ausstellung Seine MajEskät haben swb andern, Theilen seiner Correspondeuz vor'ßnden, solltest,
eb dik- Fabrikanten besonders gnädig gezeigt, die fran- wie uns scheint", hinreichend sein, e'inen amerikanischen ukce verarbeiten und einigen das Verspre- Schriftsteller zu hindern, ihn für einen Mann anzup'rei- ihk? FUNK?" dU bosuchen; aUch hüben S. sen, der unserem Lande wohl will. Andrerseits kann lk Ihre besondere Theilnahme für die Wöll- man Lord Castelreagh, was auch immer scineFeh1er ge- duktion, namentlich für die Erzielung der langen wesen sein mögen, keinesweges der Anmaßuryg gegen R;; [U- die bisher W" England bezogen wurde, zu erken- auswärtige Staaten beschuldigen. Sein höfiiches Wesen * _ Es ist bekannt, daß der König selbstmeh- und seine gemäßigte Sprache erwarben seinem Vater-
eerden der langwosligen Schaafrace gekauft und lande Freunde. Er hac„s1ch gegen die vereinigten Staa- er viele Laudwirthe vertheilc hat. “ ten stets freundlich und verbindlich gezeigt,“ und wie" Der ehemaligeDeputirte, Hr.Manuol, welcher fich glauben, kch seinen heftigen Liberalismus einen Namen gemacht Beschwerden in dem Verkehr mit ihm gefynden haben. €.. "1, und der durch denUmskand eine historische Person Zwar hat er nie eine große Vorliebe für “laberalz Insti- " , „ worden ist, daß ihn die Kammer, wegen ungebührli- tationen bekannt, aber er hat fie eben_so wenn; durch - k Asußerungen über die Königliche Familie, ausge; Spott zu verunglimpfen gesucht. In vielen Beziehun- ßen hat, ist vorgestern auf dem seinem Freunde Hrn- gen war Lord Castelreagh ein ausgezetchnetet;Staatsmannx;
fitte gehörenden Gute Maisons nach einer schmerzhaf-
* Krankßeit gestorben. _ Ein Theil der Equipagen Gr.Majestät sind bereits gleichlichem Talencegesprochem Der Verfasser glaubt, es
"ck St. Omer abgegangen; die Abreise des Königs bestehe zwischen Großbrittannien und den vereinigten
(1) dem Uebungslager steht also 111th bevor. Die Gazette theilt, als Parallele zu dem Schreiben, Verbreitung liberaler Grundsäße;
odurch Herr Dupin seine Mitbürger zur" Unterzeichs _ ung für die zu Ehren, Cannings zu prägende Denk- wir aber an die ]üngsten Maßregeln wegen des Handels
enthalten ausführliche Berichce der in-einigen seiner diplomatischen Schriften herrscht,
gewerblichen Erzeugnisse.
sche Prod ' “(heilt, . wiederho
gegeben.
ning und auf die Leichtigkeit aufmerksam zu machen“, womit slch derselbe darch die Aeußerungen dieses ges wandten Politikers, der die Vereinigten Staaten “mit
Wir glauben, daß der Verfasser. sowohl in “seinen Aeuße- ..
nen Charakter besikzc. Tan darf aber nicht, oder we; * _ nigstens dürfen Schriftsteüer, die nichc Engländer find, & nicht verkennen, daß Hr. Canning ein ausschließlich ;. !Britanischer Staatsmann ist, und daß er jede » . laubce oder unerlaudte Gelegenheit wahrnimmt, um
seine ungeeheilte Ergebenheit für Alles, was er für das ausschließliche Interesse Englands wichtig hält, wie „ ;:
/
Politik anderer Länder an den Tag zu legen. Unsere
ner Gesinnungen “gegen unser Vaterland, als man
teten Rede herleiten kann. Der hochtrabende Ton, * “*
die nur schwach verschleierten Sarkasmen, die fich in
daß'"“selten diplomatische Agenten Grund zu
er leitete vortrefflich das Unterhaus und hat be? einigen - Veranlassungen überEuropens politische Lage mtc unver-
Scaacen ein stilles Bündniß, zur Unterséüßupg und, er spricht vtel von
dem schönen Verhältniß der Mutter zur Tochter, wenn