1827 / 202 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung, Fri, 31 Aug 1827 18:00:01 GMT) scan diff

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rührern daran zu erinnern, daß die Königlichen Ver- ordnungen von 1757, welche die Todesstrafe gegen den Rädelsfühcer bei aufrührerischen Zusammenrotticungen aussprechen, noch in voller Kraft smd. Ein gleiches giit *von den zu, vorschiedenen Zeiten erlassenen Geseßen, Be- hufs Unterdrückung des Uebermuths derjenigen Unter- themen, welche es wagen würden, in die Rechte der ge- seßmäßtgen Souveränetäc einzugreifen. Sie wird alle diese revolutionaire Anmaßungen zu unterdrücken, und die Charte selbst gegen diejenigen, welche stch für ihre Vertheioiger ausgeben, zu vertheißigen wissen.“ -

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Berlin. Am 30. August feierte das Königliche medizintschchirurgiscke Friedrich-thhelms-Znstjruc, das unter der gnäxigen Fürsorge" Sr. '- ;ajestäc des Königs fortsährr, alljährlich der Armee voljständig auögebildece Aerzte zu liefern, zum ZZsten. Male den Tag seiner Sttxtung. Djs Gegenwart Sr. Exceuenz des Höck" General-L'chnants von HolzenO-oxff, S!“. C'xc. de_s H:", General-Ljsutenanrs von Schöler U., Sr. Exc. des Hm. General-Lieucenancs von Tippelskirch, der Hzrren Gg, nerale von Zaské und vo" Rohde, des Freiherrk1*2llexan- der von Hamboldc und vieler andern hohen Staatshe, amceu uno Gelehrten mußten demselben ale: erneuercer Beweis der Thetlnahme samer höchsten und hohen Gön- ner an seinen1.Gedeih2n, sehr aufmnncgrnd sem."

. Nachdem der Direktor der Anstalt, Herr General, Srab8ar'zc :c. Dr. von Wiebel, die in dem leßcen Jahre eingetretenen Veränderungen nachgewiesen, und eine summartsche Usyerfiche der in „der Ansralc bisher gebn, deten Militär-Acrzce gegeben hatte, hielten zwei Stu- dirend'e Voxccäge über Gegenstände aus der Botanik und'Cyicnrgiez und der Königl. Penüonaér-Arzr, HM“ Dr. vouKöhrtUg, über die plößlich eintretenden Lebens- gefahrcn und die dabei zu _leistsnde Hülfe. Zum Be- schluß hielt der Hexe Hofrath Professor [)r. Hufoland eine, die beste Methode des "Studiums der Medizin sehr gründlich erdrternde Rede.

Breslau, 26. Angusr. Heute, an dem Jahres- tag? der Schlacht an der Kaßb'acl), wurde das von der ges-mrmten Provinz dem verewigtcn Feldmarschall Für; sten von Blücher und der Armee errichtete Denkmal mic Tagesambruck) in aller Stall? enthüür. Der Platz, auf Welchem das Denkmal skxxhc(der bisherige Salzring), der seit Kurzem, von allen Buden befreit, einer der freuudltchsten Piäße unserer qupestadr isi, erhielt zu Folge Aljerl)öchsrer Genahmigung den Namen: Blücher, Plaß; In den gesammten hiestgen Karcher: geschah bei dem Kanzelvoptrag Erwähnung der demganzen preußj. schen Volke so wichtigen und unvergeßlichen Veranlas- srmg zu dem Denkmale. Das des Morgens um*8Ut)r eknziehende Husaren-RegiMenc Graf von Zicken, eine Truppéngattung, Welcher der verewigte Fürst immér be- sonders geneigt gewesen, markcharte, von Sr. Excellenz dem kommandUenden General, Grafen von Zieten, mir zahlreicher Suite, auf den Plaß geführt, im Parade: n1arsch 'vochi, das Standbxlo des alten Feldherrn zu begrüßen“, eben so später das neu mmxrßrte Grenadier- BataMon dec Bürgergarde nac!) abgehaltencr Parade mit klingsndem Spiel und fiiegenden Fahnen salurjrend. Der ?lncveU und-Bcifall desPudlikums sprach sich viel- fach denTag Über auf dem Platze in der zuströmendeu Volksmenge aus. Die vacerländische GestUj'chafc hatte

in dem Zwinger-Saal, uud die Loge Friedrich zum

“neu Zepter in ihrem Lokal Mittagsmaßle veran- -an“welchen, um den festlichen Tag zu begehen,

viele angesehene Personxnvom Milstair ""Wir-il rhei! nahmen. Abends im Theater wurde "“ck hcerzu von Bierei componirteu Ouvertüre ein: di

strte Scene, „die Schlacht an der Kahbach,“ m „* hung auf diesen Tag gegeben. Auch war deftig" unter der Direction'vcn Loos in Bern:“: mcisj entworfene und ausgeführte Denkmünze auf djxx-

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tung dieses Denkmals eingegangen. Das Mona dessen Bildhauer-Arbeic von Rauch, die Archi

aber von Langhxns ist, erscheint eben so groß;,

kunskxeich austfüöct. Die genannten Künstlern,“ dabei gut unterstüht. Die Statue isk in Bérljj'“ quutm: gegossen, von Vunrin céselirt, die übrigen Wkkkk aber von Coüé und von dem Bronzeur “; der hier beenoige. Der Steinmeß Sennewald s., die Arbeit und Politur des Granitz, der vom *- berg (einem der Vocbecge des Zobeenberges) entn' ist, und auf welchem sach die mir einer schwach“ zung überzogenen Bronzen, (die mit der Zeit:!" Patina bekommen können, welche die Luft giebt „msnehmen. Die Statue [| nach der frequ- Seite des Platzes, nämlich nach der Straßez von dem großen Ringe nach dem Königlichen“- ft'ihrt, gerichtet. Sie steht auf ,eéxvem Ptedesat- Granit, dessen Vorderseite vie vergyloek'e Insel"» 0111" 601"? FULL UGLULL UNT) YIM" rxägr. Vier freßsteyende Adler an* den vier Ecke“,“ gswmde, die se verbinden, tragend; uingebenWes stamenc und |ehen auf einer hervortretenden UM" deren Frieß mit vier ehernen Tafeln nnd _Löwensd] den Ecken bekxeidec ist. Die vordere Seite enw Inschrift: ' ' *, OLM .RLLDULÜKR b“QUL€ULJÜ ';“ UHU) ])]LMxUlJLk-W - DLL ZEULLZUÖU. Die drei übrigen Tafeln enthalten die dreiIah' des Krieges. Djs gedäche'e Unterlage ruht auf- Sockel von Werkstücken; von deren Sole bis zum tel der Statue das Ganze 26 Fuß 6 Zoll Prk die Statue aber allein ohne Plinthe 10 Fuß. mißt. “Brem: Platten, die eine Stufe bilden, ' das Denkmal, und smd an den Ecken durch Pfeiler geschüßc. Uebrigens muß hier noch mit render Anerkennung" erwähnt werden,daß alle [' Wer an dem Platze, sowetc nicht neu gebaut woe" heutigen Tag durch neuen Abpuß ihrer Häuser'_ und Ocm Plaxze hierdurch ein sehr heiteres AM geben haben. M e r s e b u r 9. Okt verstorbene Oberamtmaux hausen zu Ramsen," Bitterfelder Kreises, bat daselbst ein _Legatvon 300 Thlr. und der .Gt 200 Thlr. zur Anschaffung einer Feucrsprüße iu; Testamente ausgeseßt. - “_ ,

Königliche Schauspielßé;

Freitag, 31. August. Jm Opernhause: Aus,“, fachss Begehren: „Iphigenia in Touris,“ gros." in 4 Abthetl., von Gluck. (Mlle. Schcchner: Ipbj

' Sonnabend, 1. Scpr. Jm Schauspielhaus“. Ersrcnmale wiederholt: „Man kann sm) irren,“. spiel in 1 Auszug, von Steigentesch- Hieraus?“- na Diana,“ Lustspiel in 3 Abtheilungen, noch- Spamschcn des Don Augustin Momo, von West?

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Gedruokt bei Feiste'r u::d Eisersdorff. Redacteur M'

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