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auf Bogota ziehen werde. Das Geld x_ur Zahlung "".d Znstmdsekzung drk T_TUPPM war aber 10 knapp und [o weniq in den öffetrrltchetk_Cassen zu Cartagena, daß die Kaufleute verschceße" mußten und dafür Anweisung auf die eingehenden Zollgelder erhielten. Die „Hoffnungen auf Remesseu an die englischen Gläubiger schen-en ent fernter wre je. Dem englckchen Gesandten, Hrn. Cock burn warteten die englischen Kaufleute während semes kurzen Aufenthalts in Cartagena auf. Er soll, um neuer Instruktionen halber, erst wieder nach England kommen onen, da die bedeurmoen Acnderunqen in Columbien ihm solche, ehe er seine Gemndcschafc antrete, unum- gänglich zu erfordern schienen.
Nachrichten aus _LaqUayra vom 6. Juli zufolge, war Bolivar auf der Reise nach Bogota Tags zuvor aus Caraccas daselbst emgetroffen.
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,n l a n d. Verhandlungen
des ersten Provinzial-Land-Tages des Her. zogchums Schlesien, der Grafschachlalz und des Markgrafthums Ober-Lausiß.
(Fortseßung des in Nr." 222. dieser Zeitung abge- brochenen Artikels.)
Außer den Allerhöchsten Orts vera achtungen, Vorschlägen uno Beschlüssen, be|chästigce [W der Landtag mac 128 eingelaufenen Petéttonen. Dae Stände suchten einen bedeutenden Theil derselben dei Beantwortung der König!. Propofition/en zu benußen, von den übrigen wurden diejenigen Gegenstände, welche vielseitig und dringend nachgesucht worden, ausgewählt, gleichartige Macerten zusammmgestcat, Und besondern Aus|"chÜssen zur Bearbeitung übergeben, um ste in, um-„ fassende Petitionen zu vereinigen. Nur wenige, und auch diese nicht ohne vorhergegangene vollständige Prü fung, blieben dem nächsten Landtag zur Beschlußnahme vorbehalten, oder wurden den Einsendern zurückgeßeUc. Nachstehende Bicccn_wurden Sr. Maj. dem König zur allergoädigsten Berücksichtigung vorgelegt: 1) Den ver- bundenen Land““estheilcn durch angeordneten Ankauf von innländischen Remonce-Pferden für die Truppen, welche in Schießen ihr Standquartier haben, diejenigen Vor- theile zukommen zu lassen, deren fich die andern Pro, vjnzen zum ersprieß|ichen Gedeihen ihrer Pferdezucht bereits erfreuen. 2) Zam Ztveck vollständigerer, strtlechcr Und technischer Ausbildung der Gewerbtreibenden die unbeschränkte Gewerbefreiheic “in der Stadt und auf dem Lande durch angemessene Vorschriften zu,reg*e1n und zu beschränken. 3) „In Betreff der städtischen G» Werbeskeuer einige Abänderungen eintreten zu lassen. 4) Die" durch die Geseßgebung über“ die Gewerbefreiheir auf dem Lande verloren gegangenen Berechtigungen zu entschädigen. 5) EineRegulirungwegen Entschädigung für die Bank-Gerechti_gkeiten in kleinen Städten anzuordnen. 6) Zur Beseitigung der Controlle bei dem Betriebe der Branntweinbrennereien, ** die Branntweinsteuer, zu "fixi- ren, und die Grundsteuer, 'tvelche die Altberechtigcen noch gegenwärtig fürxihre Berechtigungen zahlenmüssen, bei der Maéschsteuer oder Servisabgabe zu kompenficen. 7) ,Die drückende_ Last der kleinen Städte Schlesiens und der Grafschaft Glaß, welche die Beitragsverpfléch- tung zum Schaden - Ersaß für die nach Kriegsmaxim"e von befreundeter Hand, angezündeten Vorstädte „Bres-
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nlaßten Begut-
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Gedruckt bei Feisker und Eisersdorfß
-laus ihnen auflegt, durch Bei
-7...Zuni 1821 und Dienst?!
“hervorgetretenen Uebelstän
hülse aus den Staats kassen zu ecleschteru._ 8) Den Üderhandnehmenden Brand; stiftungjcn durch Bejchleumgung der Untersuchung, rück- üchtslo|e Anwendung der Scrafges-«'ße in ihrer ganz,“ Strenge, und mögliche Pudltcität für Vollziehuug d,; Strafe, vorzubeUgen. 9) Etnen Entwurf zu Umm zeit, gemäßer" Land-Feuersozxecäcs-Reglement durch die Kö- mgltche Regierung ausarbeiten; und dem nächsten Land- tag zur Beraryung vorlegen zu lassen. 10) Zum Zw“; der Kredits Vecmeyrung fÜrHyvoeyeken, den Papeln,“ und D.posttal Behörden zu befehlen, in Zukunft die b;, treffenden Kapitalien nicht Mehr in StaatsdchlAWsCHejn, umzuseßen. 11) Zum ZKVLCk einer angemessenen Sr“, l_ung dec Dorfgertctzte, die Erhebung derZäylgelder dm. ]elben wieder zu gestatten. 12) Zur Vermeidung aun Zweifel über die gekeßliche Gülctgkeit der Provinzial; gesetze, Statutsn und Observanzen, die Vollendung uu] Emanirung des Provct1ztal-Geseßhuches anzuordnen, 13) Die bisher in den Gebirgskreisen bestandene Ein- rtchcung der Waisenkassen und deren Verwaltung unverän- dert fernerhin bestehen zu lassen. 14) Dem nächsten Landtag einen Entwucfzu emer verbessern:: I'axazc018c: vorzulegex 15) Zur zweckmäßcgern Eryébung der Klassensteuer ein Vrmehrung der Klassen, und einige angemessen era cece Abänderungen statt finden zu lassen. 16) DenGuw o_efißern Ode*r-Schleßens„ auf die bei den Dienst-Abl !uygen erforderlichen Kosten, 'zur Einrichtlmg der ver; anderten Bewircysc'haftung, einen entsprechenden Vor- schuß zu bewilligen. 17) Die bei der Allerhöchften drei- zehnten Proposition, für die Dienst Ablösung der Gärt- ner in Oher-Scyleüen aufgestellten Grundläße, auch1n den Kreijen Nieder-Schlestenx Anwendung snden zu lassen, in welchen gleiche Verhältnisse vorwalten. 18) Ju Beziehung auf die Gemeindeitstheilungsordnung vom blösungs.Ord„nung (16 601 gen. 19) Eine vollständiger r Zuziehung zu Wegebau» Mehreren bei dem _Bergweseu det] abzuhelfen. 21) In Be- 9 einige vo*rgeschlagene Moos,?- theben. 22) Eiye Erweiterung 8 wegen Benutzung fließender Acker-Kultur ausarbeiten, und ur Bégucachtung. vorlegen zu (Fortsetzung folgt.) _
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Königliche Schauspiele.
Freitag, 28. Sept. Zm Schauspielhause: „Di Vertrauten,“ Lustxpiel in 2 Abcheib, von A. Müllner. (Hr. Kriete,'vom StadcsT ner Bock, als Gastrolle.) Hierauf: „Der fiatterhaft Page,“ pantomimésches Ballet in “Z _Abcheilungen, ein gerichtet vom König!- Balletmeister Ticus._
Es' wird, ersucht, die zu r.heutigen Vprsteüung ba. reits gekauften Opernhaus-Billets, auch Abonnements- Billets, heute Abend von 5 Uhr an, _an der Kasse det „Schauspielhauses, gegen Schauspielhaus-Bil1ets mm tauschen zu woüen. ' »
Sonnabend, 29. Sept. Im Opernhause: ,',Do Juan,“ Oper in 2 Abtheib, mit Tanz. Musek'v Mozart. (Mlle. Henriette Sontag, Königl. Kommen" sängerin: Donna Anna, als erste Gastrolle.)
Billers zu den Logen des ersten, zweiten und drit- ren Ranges, zum Parterre und Amphitheacex, sind im Binec- Verkaufs- Büreau noch zu haben.
eine Abänderung zu genehmi Gleichstellung in Betreff de eintreten zu,lassen. 20)
treff der Gestade Ordnun kationen zum Geseß zu c des Vorfinths Reglement Wässer zur Wiesen; und dem nächsten Landtage 3 lassen.
Redacteur I o h"-
yeater zu Magdeburg: Gärt-
Allge.
xrc-u ßiskhe St“
meiÄne
aats - Zeitung.:
„)x-' 228," '
"Berlin, Sonnabend, den 29|en September 1827.
Amtliche Nachrichten. “.Kronik des“ Tages. *
. "Berlin, den 28. September.
Sk. Majestät haben heute durch den gls Koyréer USt. Pktersburg angekom'menen Ru-sßxch ".Katserl. dersten und Fügeladjutanten Fürsten Lab'anof dee frohe ckchricht erhalten, daß J.Maj. die Kaiserin am 0/21. M. von einem Prinzen- glücklsch entbunden worden :|.
Seine Durchlaucht der Fürst Reuß-Lobensk-e'ixn bersdorfs Heinrich der- 117€)(11., ist nach Leipzig “segänsen- . _
* kub116'3nc1u-m. “
* "Nachdem "an die ('n, Gemäßheit der Allerhöchsten abinets-Ordw vom 22. April d. J. (Gesekz Sammlung r. 1060.) gegen."?!usfertigung von Sechs Millioyen balern jn Kassen “Anweisungen zu" deponirende“ gletche umme in verzinslichen Staats-Papieren," von “d'er Mek'al-Staacs-“Kasss anderweitig 500,000 Thalejr ?" kaats;Schu[dscheiuen eingeliefert und diese auf.dte m nserer Bekanntmachung vom 23. v. ,Mtk. berects er- ähnce Art außer Cours-ge'seßt, auch in unserm Depo- orio verwahrlich niedergelegt worden snd, dagegen aber raleiche Betrag in Kassen- Anweisungen“ & 1 Thajer die Genelal-Staats-Kaxse abgeliefert wird; sq brm- 71 wir, der Allerhöchsten Bestimmung gemäß, m der "748? das Verzeichniß jener sehe, deponireen Staats- chuldscheine nach ihren NUMMern, Littern und Be- ägen, hiermit zur öffentlichen Kenntniß. *
Berlin, den 29. September 1827.
Haapt- Verwaltung der Staats; Schulden. von Schuss. Beelih. Rochow.
A"Scelkommen. Der Oberst und Flügeladjutant *" Majestät des Kaisers von Rußland, Fürst Laba- ow-Rostowski, als Kourier von St. Petersburg.
Abgereist. .Der General-Wkajor nnd Komman- eur der Zcm. Kavallerie- Brigade, von Sohr, nach kargard. - .
Durchgereisk._ Der Kaisers. Russische Feldjäger, ieutenant Wimmer, als Fourier von Londpn nach k- Petersburg.
„ _“ "Zeitungs - Nachrichten.
Ausland.
a'ris "22. Septbr. Ihre Königl. Hoheiten der erzY, diéHerzogin und Mademoiselle d'Orleans, so
wie der Herzog von Chartres haben gestern dem und Ihre KönigltcheHoheicen dem Dauphin, phme uud Madame,“ Herzogin von Bern;, so wie dem“['" Herzog von Bordeaux und Mademoiselle ihren Besuch abgestattet. Um 11 Uhr wurde in der Schloß KapeUe “zu St. Cloud, in Gegenwart des Königs und der Kö; ' uigitcven Familie eine Seelenmesse für den hochseeligen König Luowig )(7111. gehalten.
Der König hielt demnächsk Ministerrath, woran der Dauphin Theil nahm.
Unsere Blätter sindzgrößtentheéls noch 'mit Details über die Reise des Königs, die St. Maj. bei dieser Ge- legenheit Überall dargelegten Bewei ehcung seiner treuen Untertyauen,
se der Liebe _und Ver-
_-und die von St“. Mäjxstäc dabei geschehenen huldvollen Aeußerungen'an- gefülit. * Fr. 70-75 C. - Drei-
Fünfpkocencige Rente 101 proc. 772 Fr. 15-30 C. . Stockholm, 18. Septbr. Die Königin hat die Städte Lund,.Malmö, Kalmar und Karlskr'ona besucht. J. M.“ kamen gestern in érwünschcem Wohlsein, hieher urück. “ “ Briefe aus Abo- enthalten folgende Details" über die schreckliche Feuersbrunst, von der jene Stadt betroffen ' worden ist: Sieben“ Achtxheile der Stadt, über 900“ Häuser, Regen in der Adche. Die Hiße-war so stark, daß auch sogst braydfeste Gemächer vergingen. Auf der Südseite steht nur noch das Erzbischofshaus und das des Prof. Lagus; im Kloster einige Hütten; auf der kleinen Seite das Societäxshaus; das Schauspielhaus war das letzte, was dort brannte. AiZe Menschen, nebst dem Löschgeräche, Waren nach der Stelle geellc, wo das Feuer zuerst ausbrach, nichc ahnend, daß es auch schon. an den abgelegenskeu Stellen undauf der andern Seite des, durch die Stadt laufenden Wassers wüthete, wel- kher Strich nun ohne Sprühen, .Wajsergefäße, Karren, Pferde war und so sehr ,bald unem-Feuermeereglich, ohne daß jemand zu retten oder zu löschen bei der Hand war. Der Brand währte den ganzen Tag fort und nur eine unbedeutende Anzahl Häuser bei" der Schloß: und der Wasser-Gaffe blieben verschont. „Die Domkirche mit allem darin befindlichen, 'die akademischen und alle Gebäude der Krone snd vernichtet. „Ich,“ heißt es in einem "Briefe, „habe alles, ohne andre Ausnahme als einen Theil meiner Baarschafc und mein Silber, verloren; ich und meine Familie haben nun schon, nebst vielen tausend Andern mit nackten Kindern, den vierten Tag und Nachc unter dem freien Himmel auf dem Feld: und den Anhöhen um die abgebrannte Stadt her ge- ! en.“ - eg Madrid, 11. Sept. Gestern früh ist ein außer- ordentlicher Courier mic Depeschen aus S_arragojsa eim getroffen; nach Inhalt derselben sind dre Rebellen in
König _ der Dau-