Garde-Pionier-Bataiaon Major von Kran e, und Ei en = Bataillon (ltheres nur 2 Compagnien), sObex-ß - LiseutYZt
Schulz.
Im zweiten Treffen, Kavallerie, Artillerie und Train, unter ' Gen al- Lientenant Graf von Brandenburg 11., hielten die Stäbeerder Dwrfion i_vre der kombinirten Garde-Cavallerie-Brigade am rechten "Fluges; le tere bexehltgte der General-Major Freiherr von Los, Comman eur der 3.Garde=Kavalleri&Brigade; hierauf „ Ob Frei err von Brandenstein, ]. Garde-Dragoner-Regimeni, elTdstberst Zan Bro-
dem Commandeur der GardeKavallcrie-Divifion,
folgten das Garde-Kürasfier-Regiment,
zowski, 2. Garde-Ulanen-Regiment, Oberst von No ow und 2. Garde-Dragoner-Reginient, Oberst Freiherr von ZIlißLLeipe. Artillerie und Train_*ftanden unter Befehl des Obersten von Dreski); _es folgten fick) das Garde-Feld-Artillerie-Regiment, Corps-Artiilerie, Oberst vzm Scheliha, Garde-Feld-ArtillerixRegi- ment, Dwmons-Arnllerie, Major von Lyncker, Lehr-Batterie, chuptmann von Krueger, Garde-Train-Bataillon, Major von Ruchel-Kleist, Brandenburgisches Train-Bataillon Nr. 3, Major von Pfannenberg, ]edes der [eßtercn zu 16 Fahrzeugen. Die'Infanterie stand in Compagniefront-Kolonnen, die Ka- vallerie m Regimenis-Kownncn in EScadrons, NrtiÜerie und TrainS in Linie. e. Majeßät der KaiFser und Köni" e ienen um 11 Uhr bei dem rcckyten_F1ügel dcr Parade-AUZsteklstYi . Beim Erscheinen Allerhöckstderxelben Wurde im Ganzen, wäFrend dcs Abreiiens des crftxn Treffens durch Se. Majestät und die übri-
gen anwéxenden Königlichen Hoheiten von den Truppen brigade-*
Weise präsentirt, je nachdem Sich die Allerhö ten und 5
Herrickiaftenniäbcrien. Nachdem das erste TÄffen voerechTY Flugel ans m Augenschein genommen war, erfolgte die Besich- tigung des zweiten vom linken Flügel ab. Beim Abreiten der Fronten waren Se. Majestät mir von den Höchsten Herrschaften der Generalität nnd den betreffenden Vorgesetzten der Truppe begleitet. Nack) dem_Abreiten der Fronten erfolgte die Forma- tion Zinn Vorbeimamcky. Derselbe Wurde demnächst zweimal auSgesuhii und zwar bei der Infanterie zuerst in Compagnie- froni und dann in Regnnents-Kolonnen, bei der KaVaUerie zu- erst in halben und dann _in ganzen Eande im Schritt, Ar- tillerie zncm't 5114Geschu13en und dann zu 16 resp. 12 Ge- sSckxßex tm Schmit nnd Train zu 4, später zu 8 Wagen im
kl .
Nach dem zweiten Vorbeimarsch formirten :ck] die ein einen Truppentheile z_um_ Abmarsch und rückten demtxäckzft unterz klin: gendem Spiel m ihre Quartiere ab. Die Fahnen wurden nach der Parade "durch, eme Compagnie des 2. Garde-Regiments zu Fuß, dre sammtbch'en Standarten durch eine EScadron des Garde-Kurasßer-Regtments nach dem Palais Sr. Majestät des KaiseJ UÖiZd KdönLixlzsffttvieder abgebracht.
. ie ara e- „u ellung gewährte einen überaus im 0 nt Anblnk. Se. Ma1eftät der Kaiser und König wurden „Tria deer?! zahlreich versammexten Publikum sowohl bei der Ankunft wie bei der Abfahrt unt lebhaften Hurrahs begrüßt. ,
_ Morgen, den 27. d.*M., Vormittags 11 U r, ndet auf"de,m Bdrnftedter Felde bei Potsdam die diesjähYge Lroße Jru'h]a_hrsparade der Potsdamer Garnison vor Sr. Maxeftat dem Kaiser und König statt.
_ In der gestrigen (26.) Plenars un des Bundesrat s führte der StaatH-Viinister Delbrück denVVQTfiH. Vorgelegt wurixen Schreiden des Prcmdenten des Reichstags, betreffend: 8. die Beschluffe des Reichstag?- zu dem Geseßeniwurse über die Geld- mrrtel zur Umgestaltung der Festungen; b. den Beschluß des Reichstage.“- auf den Antrag der Abgeordneten Tellkampf 2c. über das Bankwesen; 0. den Beschluß des Reichstags auf den An- trag der legedrdneten Petersen 2c. über den Schuß der Fabrik- nnd Waarenzetchen; (1. den Beschluß des Reichstags über Peti- tionen "LULU des Apothekenwesens. Es wurde beschlossen über die geschaftliche Behandlung der Vorlagen des Präsidiums, be- treffend: 3. die Besteuerung der Zuckercouleur als Maizsurrogat 1). den Entwurf eines GeseHes über die Verlängerung der Wirk; sanikeii des GeseHcs wegen der Arisgabe von Banknoten, 0. den mri Schweden__ abgeschlossenen AddiWnal-Poftvertcag, (1. die Heberfieht der_Ausgaven und Einnahmen des Deutschen Reichs fur 1812. , Hieranf wurde ein Ansschußbericht erstaitet über den . Entwurs cines Geseyes uber den Antheil des ehemaligen Nord- dentschen Bundezs _an der französischen Kriegskostenentschädigung. Endlich kamen einige Eingaben zur Vorlage.
_ Im weiteren Verlauf der SiYun des Rei sta e ani 24. d. M,. x_vurde der §.158 des GeFeYes über dcihe Kriégs? leistungen, nne ihn dre freie Kommission ursprünglich vorgelegt hat, m der von derselben Kommisfion später modifizirten Gestalt angenommen, ]edoch als §. 311) an den Schluß des Geseßes gestellt. Dagegen wurde der von ihr vorgeschlagene §. 310, der d1e_Beschrenung des Rechtsweges bei Rechtsansprüchen gegen das Reick) zu regeln bezweckt, auf Wunsch des Präsidenten Delbrück abgekekxm, nnd statt deffelbcn folgender, von dem Abg. v. Ber- nuth enZKebrachterd §. 310 angenommen:
' „„"12511 _an erweitiger geseßlicberRe elun elfen in 57 e ' die Zulamgkeit dcs Rcchinveges und dengGertgchtJHstand fü;3 HgCnglxts weiche gegen das_Reick) auf Grund dieses Geseßes erhoben Werden, Welden Yrrxchrisieu, Welck)? ,für den Bundesstaat, in dessen Gcbiei dre Ansprnckze zn ersiiÜen sind, oder in dessen Gebiet die zur Ver- trctnng des _Retckw? berufene Höchste Reichsbehörde iHrc'n Siß hat maßgebend ?Zin Wurden, wenn die nämlichen Ansprüche gegen ihn Zu Ihren waren.““d' . B [) ,
* (nnn war _1e zweite erat ung des Ge e es über die
_ Kriegsleisnmxzen ge1chloffcn, und das Haus beschsäxtigte fick) bis 4 Uhr mn emer Anzahl von Petitionen.
_ In der heutigen (39) Sißun des Rei Sta es der am Tische decZ_Bunde§raths dcr RchichskanzlerchFürstgvon Bismarck, dcr Prandent des Reichskanzler-Amtes, Staats-Mi- mfter Yeldrnck, die StaatH-Minister Graf v. Raon, v. Kameke v. Sto_1ch ,n. (1. „Mitglieder des Bundesrathes mit zahlreichen Komm1ffarien Oerwohnten, wurde die auf der Tagesordnung “stehende erne „Beraihnng des Haushalt&EUts des Deutschen RUTH??? durch emen emgehenden Vortrag des Präsidenten Delbrück eingeleitet, der eine umfassende Darstellung des bereits zur Verxchdung gexangien und noch zur TiÉ-posttion stehenden Theile der ,irnnzofische'n Krtchentschädigung gab. An diese Dar: ftellung„knnps_te fich eme Uebersicht über die Ziffern der einzelnen (S_tatc; fur1813 und M charakteriftischen Ersckxinnngen im Ge- biet der Emnnhmvn und _Ausgaben, die fick) bei einem Vergleich mri dem1Vor1ahr herausnellen. Der Abg. Richter bedauerte den spaten E1ngang_ der ganzen Budgetvorlage und kritifirte einzelne Eiats, namentlich den der Marine, in einer längeren Rede die den Schluß des Blattes noch fortdauerte. '
_ Vorgestern fand bei dem Reichskanzler und der
,.
von Mitgliedern des Bundeöcaths und des Rei sta s, owie von Staats-Miniftern und Rüthen und HülfSarbeiteén d& RTichs- kanzler-Amtzx und des Auswärtigen Amts zahlreich besucht war.
_ Vis m 3. „Mai d. 3. waren in den Münzßätten des Deuts. en Reichs in Zwanzigmarkftücken 496,694100 Mark und m Zehnmarkstücken 126,662,630 Mark ausgeprägt worden.. In der. Woche vom 4. bis 10. Mai find ferner gepragt m Zwanzigmarkftücken: in Berlin 5,353,640 Mark, in Hannoyer 3,098,780 Mark, in Frankfurt a. M. 3,270,300 Mark, in Munchen 1,377,480 Mark, in Dresden 711.540 Mark, in Stuttgart 1,398,280 Mark, in Karlsruhe 401,580 Mark und in Darmstadt 300,000 Mark. Die Gesammt : AuSprägung stellt Föhn 511 eZ05b17J0 131? Ykiczi dJ Is. auf 639,268,330 Mark, wo-
_, , arm w igmar "ckenund 12, Mark in Zehnmarkstücken besteM kstu 6 662-630
_ _ Die seit län er als IahreSfrift schwebenden () :Unter- handlungen mit S xveden find, wie wir hören, Znßjehr so weit gediehen, daß dre Vollziehung des VertragSaktes in den nachsten Tagen zu erwarten ßeht. Das Porto wird auf den Saß von _21- Sgr. fur den einfachen Brief von 15 Grammen, die_Taxe sur Zeitungen, sonstige Drucksachen und Waarenproben ans den Saß von ? Groschen ermäßigt, und zugleich der Ge- nnchtssatz von 40 auf 50 Grammen erweitert.
_ In der großbritannischen Botschaft fand am Sonnta zur „Feier des Geburtsfestes Ihrer Majestät de? Kdntgtn von Großbritannien und Irland ein größeres Diner statt, zu we1chem zahlreiche Einladungen ergangen waren
_ _ Der Inspecteur des Militär-Veterinärwesens, Oberst- Lteu'tenant- 3 13 suite des Vrandenburgisckzen Kürasfier-Regiments (Kaiser Nikolgus 1. von Rußland) Nr. 6, von Diebitsch, hat sich m dienstlichen Angelegenheiten nach KarlSruhe begeben.
„_ _ Der Kaiserlich ruffisckze Militärbevoklmä ti te bei der
JR???) ?usYchenft BotscYSaft, l)Gekneral Graf Holgenistckgeff uo,1amonnaen "im“ '
Botschafts-Palais verstorben. Wh hiesigen WMWM
Posen, 23. Mai. Dcr neuernannte Ober .: Präident Gunther hat unterm 20. d. folgende Bekanntmachsnng erlasseIrT:
„ achdem Se. Majestät der Kaiser und Köni Aller nädi “t gcrubt haben, mzch zum Oder = Pxäßdenien der Prcévinz Pßsen g31u Znennen, hahe ich heute die" Gesthafte dieses Amtes übernommen. Océ) bringe dies hierdurch zur offentltchen Kenniniß.
Der Oher-Präfident. Gunther.
“ Bayern. Nürnberg, 24. Mai. Dem „Korr. v. u. f. D. zufolge, finden „heute zn München im Iustiz-Minifterium Beraihungen uber die Revision der bayerischen Advo katen- G eh u hr en o r d nn 11 g unter Zuziehung von Advokaten aus allen Kreisen statt.
Württemberg. Stuttgart, 22. Mai. Die erste „Rang- und Quartierliste des )(111. (Königl. Württ.) Armee; Zxxtps,“ seit der Neuorganisation ist soeben zur AUSJabe ge-
Sachfen. Dresden, 24. Mai. Nach den ente- aus Exns_ hier eingegangenen Nachrichiem ist__ das BefirYden des Ko ntgs fortdauernd em vo11kommen befriedigendes. Se. Majestät unternnhm am 21. d. M. emen Ausflug zu Wagen nach Nieder- lghnftem, mo nm Ausfluß der Lahn die Aussicht auf die Ge- lande des Rheine? „nnd ZWckzloß Stolzenfels fick) öffnet. _ Außer Sr. Mcqeßat weiltf gegenwärtig auch der Herzog ,Bernhard von S_achsezi-Metningen daselbst. Bride Hohe Herren 17th man haußg m vertrautem Gespräch mit einander verkehren.
Leipzig, 25. Mai. (W. T. B.) Die leute ier att- gehabte zahlreich besuchte Landesversammlu)ng 11er [?be- r nien Partei beschloß, in allen Wahlbezirken besondereKanZ d_1_daten aufzustellen. und genehmigte, daß Seitensdes proviso- rqchen Centralkomüe von Aufstellung eines besonderen Pro- gramms abgesehen wurde. “
Hessen. Darmstadt, 23. Mai. Der rin vo Wales knmmt heute mit Gefolge hier an und wir? bicsz mor? gen Yachmritag “zum Besuch bei dem Prinzen und der Prin- zesyin LUdWig verweilen.
_ Der Bericht des Ausschusses der Zweiten Kammer nder die von der Großherzoglichen Staatsregierung vorgelegte Stadteordnung liegt nunmehr in dem ersten Theii fertig Vor.D
_ _ " er Finanzausschuß hat eine Gr 1") nn des S u- gelde-Z sur axle Gymnasien des Landes in LTZtikZ'egLFUg gebr?ch§. Das "Ministerium erkennt die Zweckmäßigkeit der Erhöhung für die hnheren Klassen an. Für Besoldung der Volksschullehrer hat der Jmanzan-Zschuy die geforderten 201,518 fl. (gegen 134,518 11. Mr 1872, alsd 67,000 fl. mehr) zu bewilligen beantragt, von welcher Summe ]edock) nnr der wirklich nothwendige Betrag ver- au6gadt werden durfe. Hierbei hat er fick] auch 92an die Errich= tung eines dritten Lehrerseminars, vielmehr für eine Vereinigung derßbeiden bestehenden Seminarien in eine" einzige mit tüchtigen ZTUÉLU beseßte, fur alle Konfessionen bestimmte Anstalt achge- , d )en. ' ' '
Sachsen-Altenburg. Altenbur , 23. Mai an Bekanntmachung des Herzoglichen MinisteriYms, Abtheilnnnge-Z Innern, hat Se. Hoheit der Herzog selbigem zur bleibenden Erinnerung (m_die Vermählung Ihrer Königiickzen Ho- heit der _Prtnzessin Marie ein „Kapitai von 2000 Thlr. Mit der Bestimmung Überwiesen, die Zinsen desselben alljährlich am 19. April znr Ausstattung eines armen, qnt beleumundeten Brautpaares,“ abwechselnd aus dem Ost- und Westkreise, zn ver- wenden: Die Gabe sdll das erstemal am 19. April 1874 einem dem Oxtkreise (zugehörigen Brautpaare gewährt werden, und find Gesuche blÖ spatestcncs 1. März eines jeden Jahres einzureichen.
Lübeck, 22. Mai. Auf den vom Viir craus u e dem Senat cnigegengehrachten Antrag auf NiederZexzungsTiJer ge- meinsamen Kdmmnfion zur Revision der Verfassungs- Yrkxnde Wird. sick) der Senat in der am nächsten Montag stattfindendeanxMW der Bürgerschaft über dieselbe äußern. Der Senat. ruhmt die bestehende Verfassung, welche durch Ver- zneidung einer Aufnahme von rein doktrinären Saßungen bei ihrer ersten Kodifizirung ein stets einträchtigec3 Zusammengehen von Senat und Bürgerschaft und die Vermeidung jeglicher Kornpetenzkonfizite ermöglicht habe. Die Nothtvendigkeit ciner Versaffnngsrevnton dagegen wird bestritten, die Angemessenheit der Adandernngßeinzelner durch die veränderten Zeitverhältnisse nnd die gegenwartige politische Lage hinfällig gewordenen Be-
,_ Fürfiin von BiHmarck eine RckchEtagS=SoireZe statt, welcbe
legen, daß unter Benuhung der in den le ten 25 Ia ren e- uzachten Erfahrungen eine Revision der !ßxerfaffungs-YrkutJde emtrete, so Will der Sena; fur solchen Fall und in der Bar- aus[ ung, daß die wesentlichen Gxundsäße dieser gegenwärtigen bewa rien Verfaffung nicht 111 Frage gestellt werden, fich damit einverstanden erklaren und beantragen, daß behufs Revifion der YYÄungs-Zrkundjefi für Ti))ie f(rSeie und Hansestadt Lübeck eine in ame ommr an es enates u ' " niedergeseßt werde.“ nd der Burgerschaft
" Elfaß-Lothriugen. Straßburg, 23. Mai. DieV - thattgkert in hiesiger Stadt ift fortwährend eine außerordTrÜZ liche. Prafektur, Theater und Iustizpalast gehen ihrer Vollendung YLZY. JnsdeöneeZen Kdirche“l beginnen demnächst die Grund-
. a r en er a ten t ' besondere Schwierigkeiten. Haup mauer macht dabei
Oesterreich-Uagaru. Wien, 24. Mai. Der o fich geftern nach Schönbrunn zum Sommeraufenthalt HbegfebZtTt Der Prinz von Wales hat vorgestern Wien verla en. . . _ Mit dem Schnellzuge der Westbahn find der Züri? und FithlYstZ) von;x Mottrttfenegro heute Abend hier eingetroffen, e e en..ue a aus 's - pensier ein. g Part der Herzog von Mont-
. _ Die „Wien. Ztg.“ veröffentlicht den vom Ka" : migten Beschinß der Delegationen, den gcmeinsamYYZZYZ- voranschlaDg YurIYWchIahr 1874 betreffend.
_ '- a ei Hg-eseßblatt ent ält das G' 28. April 1873, „betreffend ein Uebereitkzkommen wegee'teiH UTE lassung mehrerer im Stadtbezirke Salzburg gelegenen ärarischen Objekte „an die Stadtgemeinde Salzburg; das Gesetz vom 16. Axxrti 1873, beirenend die Deckung des Bedarfes an Pfer- den [iet e_mer Mobiltfirung für das stehende Heer und die Land- wehr, dte _Knnd'machung des Ministeriums des Innern des Ackerban-Mtniftermuis und des Ministeriums für Landesverthei- digung vom 7. M91 1873, "betreffend die Wirksamkeit des Ge: ZZZZZMZ 16.,Aprtl 1873 uber die Deckung des Bedarfes an Landw?hr.el einer Mobiltfirung fur das stehende Heer und die
Peftl), 24. Mai. Das Abgeordneten aus ;)eute uber die Affaire Kohner, rücksichtlick) 12elcher UFZUYJFF; olgende motwtrte Tageszordnnng annahm: „In Anbetracht daß aus den durch den IumZ-Mmifter gegebenen Aufklärungen des Thatbestandecz erhellt, da das bei der HerauSgabe des fraglichen Weckxsels befolgte fehlerhafte Verfahren im Wege einer durch den Minister selhst gepflogenen Untersuchung sich nicht als Folge eines a'bsichtlrckzen,Linit-thßbrauches, sondern nur als ein durch den Minister mtßbtÜLgtes Versekzen herausstelite, die Schadlos- hastnng. aber, dnrch" dre Depontrung der fraglichen Geldsumme JUZ)? LFiechtLLlere21HdT§thatsächlich geleistet wurde, nimmt das
n () mi e s '
TageSordnung über.“ | r zur Kenntnis; und geht zur
_ Im Oberhaus e wurde heute die weite S " - net." Alle Funktionäre wurden für die ztvzeite SesfiecsxfzimivieerdTT gewahlt. „Alsdann verhandelte das Haus den Geseßentmnrf be- treffend dt;?" EScoeranebank und deren Statuten. ,
. ter ei mur e er Entwurf dahin abgeändert, da “d : garrs enKorrespondenz auch Ueberseßungen in anderenßSperraZYn beigegeben „werden konnen, so wie daß Titel und Zeichnung der YÜFLZYLYXZUZM kinliddungarisck) sein können. Anck) der die
' eanene arara ' "
dre Oberhausmüglieder präzifiét. g p[) wurde Mit Rucksicht auf Schiveiz. Bern, 24. Mai. (W. T. B. D' R ' -
rung des Kantons Tessin hat die angeküZidigteiei STYL;
lungen zu Gunsten der ve ol ten Kir e - - _ 500 Frcs. verboten. rf g ck) bei einer Geldstraxe von
Niederlande. Haag, 24. Mai. (W T. B e' ' gestrigen Bcrathung des Geseßentmnrfs über die BZWYÉUTTZ eines Kredits vqn 5T Miliionen zur Fortseßung der Expedi- tion gegen die Litchinesen richtete der Abg. NierÜaß in der Zweiten Kammer eine Anfrage an die Regierung, ob dre vor Kurzem, aus Singapore von privater Seite telegraphisck) gemeldete Nachrtcht, daß 100,000 Battaks im Anmarsche auf Yell1_(Ostposten von Sumatra) begründet sei. Der Minister fur dre Kolomen, Frgnsen van de Putte, erwiderte, daß er die Meldung weder bestatigen noch entkräften könne; zwei Tage bevor das, angegebene Tele ramm eingetroffen sei, habe die Rex gierung eme Depesche erha ten, in der jenes Gerüchts keine Er- mahnung geschehen ser. Aus der amtlichen Korrespondenz welchc uber die Angelegenheit von Delli vorliege, [affe fich kein Grund entnehmen, der den Bewohnern zur Unzufriedenheit oder uberhaupt zu Unruhen hätte Veranlassung geben können. _ Heute Hat die Zweite Kammer den für die Expedition gegen „Aich/nikgexorderten' Kredit von 51 Millionen mit ailen ge- gen Eine Stimme „bewilligt. Der Minister für die Kolonien zeigte (nr, _es sei _:hm “inzW1schen vom General-Gouverneur von Niederlandisch-Indien eme um zwei Tage später, als das bereits erwahnte Telegramni von Singapore datirte ielegraphisckze Nach- richt zngegangen, m welcher auch nicht einmal das Gerücht von einer Be12v_egi§12g_gege§ZJLDÉli erwähnt werde.
_ 5. „at. ( . „B.) Die in ver an ener Wo e - meldete Nachricht von der bevorstehender?z DTmissiotY d??- FZZZZTHM'XÉULstZUquH' Yi sich In diesem Umfange nicht
. e: e , er „“a :- initer e Vries allein “ um seine Entlassung gebetezn. s hat gestern Er_oßbritannien und Irland. London, 24. Mai. Der Prinz von Wales wird mit seinen Begleitern am 26. ds. von Wien'm Marlborough House zurückerwartet.
_ Dre Prinzessin Marie von Mecklenburg ist hier angekommen. Gleichzeitig ist auch die Prinzessin Felix“ Salm-Salm, von Bonn kommend, eingetroffen. “ . :- Großbritanniens Staatscinnahmen vom 1.Apri[ [ns 11. d. Mrs. betrugen amtlichem Llusweise zufolge 8,834,145 Lstr. gegen 9,499„623 L1tr. m. der entsprechenden Periode des Vorjahres, und die Llusgaben 1111 gleichen Zeitraums 10,339,478 Zstr. 'Die Bilanz deS Schaßamtes in der Bank von England ubersttegen ,leßten Sonnabend 81 Miklionen Lftr.
-_ Die Regierung dar der Kolonialregierung von Ca- nada__nnd der portugiesischen Regierung Waffen und JÖrxtionsvmrathe aus dem Woolwicher Arsenal käuflich über- '_ Unterdcm Vorfilxe des Prin enC ri tian von - tvtg-Hdlßein fand am 21. d.zM. iZ! EsiU) FernienFSchHFel das all1aer1ge Festdiner des Londoner Vereins der Freunde zur Unterstu'ßnng. hukfsbedürftiger Fremden (80618ÖF of 171161168 01 kczxxjczuerz OistrSZZ) tatt. Ueber 300 Gäste, dar- unter der „_ o1terre:chisch-ungaris e Botschafter, Graf Beust, der schw9dl1che Geiandte, Graf Hochschild, der Earl von
stimznungen Lugegebcn; _ „Sollte daher die Bürgerschaft _ so crkiart der (HMM schließlich _ entscheidenden Werth darauf
Lin1erick U 1" 11) waren znge " . . „& „_ _ _ gen. Der Vorfiyende hob na den ublichen Waiten 111 einer Rede hervor, daß der Verein i;?
“von Okstkkkejck)
* der Regierung zur Durchführung der organischen Gesetze noth- ' der auf die Regierungsform bezüglicßen Geseßentwürfe [)ob der . recht zu vernichten, wohl aber dasselbe zu reguliren. Die Politik * der. Regierung sei eine wesentlich konservative und verfolge vor * Allem das Ziel, den Interessen des Landes möglichst gerecht zu ,' “das Verlangen stelle,
: blik organifiren. Die Resultate der leßten Wahlen seien nicht * “so beunruhigend, als man gern glauben machen wolle; es komme
«chie zu reserviren; die Anderen verlangen eine konstituirende Na-
, wurf gemacht hat, daß ich die Radikalen unter meinen Schuß
; !
;
emu Jahre im Stande war, 129,299 Angehörigen ver-
Nationen Unterftüßun en angedeihen zu [affen und
hochbetagten Personen In reSpensionen zu zahlen. Für
nen seien im verwichenen Jahre 1596 Air., für Passage-
an Fremde, die in ihre Heimathzurückzukehren wünschten,
Lßr. verauSgabt worden, so daß die Bilanz troß der
„94ng reichen Schenkungen ein Defizit von 300 thr.
mfweise. Gleichzeitig theilte der Vorfißende mit, daß der Kaiser
seinen jährlichen Beitrag von 30 Lstr. auf 100
„, der König der Belgier seinen Beitrag auf 50 Lßr.
erhöht habe, und daß ferner der König von Schweden seine
Abßcht kundgegeben habe, in Zukunft dem Verein eme ]ahrltche
Unurftüyung von 100 Lstr. zu gewähren, Zum Schluß
wurde die Subskriptions- und Schenkungsliste vorgelesen, deren
Ertrag einschließlich des Jahresbeitrages der Königin von-Groß- britannien die Summe von 2645 Lstr. aufwies.
Frankreich. Ueber die Verhandlungen in den leßten SjßungenderNationalversammlnng, welche denRücktritt des“ räsidenten der Republik, Thiers und die Wahl “des arschalls Mac Mahon zum Präfidenten herbeiführ- ien, liegen folgende Nachrichten aus dem „W. T. B.“ vor:
Aus Versailles, 24.Mai. In der heutigen Vormiétags- ftßung der Nationalversammlung ergriff der Präsidentder Republik das Wort, und erklärte: Er übernehme jegliche Ver- antwortung für die Politik der Regierung allein. Er erinnerte daran, daß er nicht nach der höckzfien Gewalt geftrebt und daß er bei deren Ausübung die bitterften Erfahrungen ertragen habe. Die heutige Veranlassung sei eine besonders geeigneteund feier- liche, um über die Geschicke des Landes zu beschließen. Die Ansichten über die Regierungsform gingen auseinander. Die “Einen onten die Monarchie, die Andern die Republik, diese Verschiedenheit der Ansichten sei der Kernpunkt der heutigen Debatte. Die Republik habe eine große Majorität in den Muffen. Es bedürfe einer starken Regierung zur Fernhaltung von Anordnungen, aber nicht einer Parteiregierung. „Unsere Politik hat den Sieg über die Kommune, den außerordentlichen Erfolg unserer Nationalanleihe, die fast vollständige Befreiung des französischen Boden?- von der Okkupation, die Aufrechterhaliung der Ruhe und Ordnung als Resultate zu verzeichnen, eine Po- titik des Parieikampfes würde solche Ergebnisse nicht erzielt haben. Bei der (Hetheiltheit der Ansichten über die Frage, ob Republik, ob Monarchie, führe eine Fortdauer des provisorischen .Zu-Zander,?- zu den größten Unzufräglichkeiten. Er habe fick; aus Nothwendigkeit für die republikanische Regierungsform entschieden, denn eine monarchische Regierung sei thatsäch1ich unmöglich, da es nur einen Thron und drei Bewerber um denselben gebs: Er habe fick) mit neuen Ministern umgeben, weil dieselben eine bestimmte Partei ergriffen hätten. Es sei ein fest bestimmtes Prinzip auf Seiten
wendig. Unter dem Hinweise auf die konveriativen Grundlagen
Präsident Thiers hervor, es gelte nicht das allgemeine Stimm-
werden. Fern von Extremen veriange sie von der einen Partei das Opfer, daß fie für die Republik stimme, während fie an die andere Partei die Versammlung so lange tagen zu (affen, als nöthig sei, um Gesetze zu schaffen, welche die Repu-
immer vor, daß Nachwahlen schlechter ansfaUen, als allgemeine Wahlen. Das Mittel, um den gegenwärtigen Schwierigkeiten zu begegnen, liege nicht in der Aufrechterhaltung der Diktatur; man müsse auf durchaus legalem Wege vorgehen. Dikjaturen gereichten überhaupt immer den Völkern zum Verderben. Man müsse fich zwischen zwei Extremen entscheiden. Die Einen wollen die Republik nicht zur Konstituirung gelangen lassen, um fick) die Monar-
tionalversammlung, indem fie fick) dabei von der Hoffnung leiten lassen, daß eine soickze Versamminng ihre Theorien zur Geltung bringen werde. Dae": einzig gebotene Mittel liege in den Ge- setzen, welche die Regierung jeßt eingebracht habe. Der Prä- fident schloß: „Wenn mir der Herzog von Broglie den Vor-
nehme, so muß ich ihm erwidern, daß er seinerseits eine Schuß- herrlichkeit Übernommen hat, welche er ehedem mit Abscheu zn- rückgewiesen haben würde, nämlich die Schußherrliclzkeit Über das Kaiserthum“. (Ledhafter Beifall der Linken.) Die Sißung wurde darauf auf zwei Stunden vertagt. Nachdem in der Na mittagsfißung der Minister des Innern Casimir Périer in ähnli er Weise wie der Iustiz-Minister Du- faure gestern und der Präsident der Republik heute fich ge- äußert hatte, wurde die Diskussion geschlossen. Ernonl be- antra te eine TageSUrdnung des Inhalts: _ „ n Erwägung, daß die Form der Regierunß nicht zur Beratbung xtchi, und daßes darauf ankommt, das Land dadurch zu beruhigen, daß eine cnt1chicdkn konservative Politik durcnghends zur Geltung gebracht wird _ ipricht die Naiionalvcriammlung ihr Bedauern aus, das; die neuerlichen Veränderungen im Ministerium den konservativen Interessen diejenige Genugthuung nicht gewährt haben, Welche die1e zu erwarten dereckiiigi Waren.“ Eine vom Instiz-Minister Dufanre acceptirte einfache Tages- ordnung wurde darauf mit 362 gegen 348 Stimmen abge- lehnt. (Große Sensation). Ehe es über die Abstimmung über die von Ernoul beantragte TageSordnnng kam, brachte Broet noch folgende TageSordnung ein: „Die Versammlung geht zur Tagesordnung iißer, indem _sie den Erkjärnngen der Regierung veriraut und von derselben eine enixchieden koniervative Politik erivartet.“ _ , _ Die Versammlung sprach fick) jedocl) für die Prioriiat der Tagestxrdnnng von Ernoul ans. Ein Antrag auf nameniliclze Abstimmung wurde mit 375 gegen 343 Stimmen abgelehnt, und .es erfolgte darauf die Annahme des Antrages von Ernonl in gewöhnlicher Abstimmung mit 360 gegen 344 Stimmen. Baz ragnon erklärte darauf, das Interesse dex; Landes crheisckw, daß die Regierung ihre demnächstigen Entschließungen kundthne, es möge daher eine Abendfißung angeseßt werden, damit die Regie- rung inzwischen schlüsfig werde und die entsprechenden Mitthei- [nngen machen könne. Es wurde demgemäß beschlossen. "_ 25. Mai. In Folge des gestrigen VotumeZ der Nationalver- sammlung gaben Thiers und das gesammte Ministerium ihre Entla s 1“ n n g. In der gestrigen Abendfiyung wurde sofort zur [ eines neuen Präsidenten geschritten und Mac Mahon
mit 390 Stimmen zum Präsidenten der Republik pro- kiamirt. GrL-vr] erhielt eine Stimme. Die übrigen Miigliedcr der Versammlung enthielten fich der Abstimmung. Mac Mahon hat die Präsidentschaft angenommen. Das Ministerium wird bis
_ Ueber die Ubendfivung am Sonnabend wird ausführlich Folgendes berichtet: Der Justiz = Minifter Dufaure machte die Mitiheilung, daß nach Schluß der Nachmittagsfi ung sämmtliche Minister dem Präfidenien Thiers ihre Entla ung eingereicht Hätten, welche vom Präfidenten angenommen sei. Derselbe _ha e ihm außer- dem folgende Botschaft an die Versammlun uhergeben: „Herr Präsident! Ich habe die Ehre, der ? ationaiveUammlung meine Demission als Prasident der Republik zu überreichen; es bedxrf wohl kaum der Versicherung, daß die Regierung_ alle ihre Obliegen- heiten bis zu dem Augenblick erfüllen wird, wo_eme andere Regierung in regelmäßiger Weise an ihre Stelle getreten 1ein wird. Thiers, Mitglied der Nationalven'ammlung.“
Der Präfident der Versammlung, Buffet, verlas alsdann folgenden Antrag: „In Anbetracht der soeben erfolgten Demission des Herrn Tbiers als _Präfidenten der Republik beantragen die Unterzeichneien, daß die Veryammlung iofort zur Wahl seines Nachfolgers scbreite.
Changarnier, Broglie, Deiille, Beulé, Ernoul,
Baragnon, Kerdrel :c.“
_ Auf Antrag mehrerer Mitglieder der Linken, ertheilte der Prasident Buffet dem Iuftiz-Minifter Dufaure eine formekle Be: stätigung der von ihm überreichten Botschaft. _ Nach- dem Gcorge und Ioubert unter lebhaftem Beifal! der Linken gegen die Annahme der Demission Thiers ge- sprochen, verlas der Präfident Buffet einen von zahl- reichen Mitgliedern der Linken unterzeichneten Antrag, wonach “die Versammlung beschloß, die Demission des Präsidenten der Republik nicht anzunehmen. Der Antrag wurde mit 368 gegen 339 Stimmen abgeleYnt. (Lebhafter Tumult.) Der Präsident Buffet versuchte wieder 911, aber vergeblich, das Wort zu ergreifen. Nachdem die Ruhe wiederhergeftellt war, wurde zur Präsidentenwahl geschritten. Die Wahl ergab 390 Stimmen für den Marscha11 Mac Mahon, eine Stimme für Grévr), die übrigen Mitglieder enthielten fick) der Abstimmung; Marschakl Mac Mahon wurde zum Präsidenten der Republik proklamiri. _ Präsident Buffet sowie die Übrigen Mitglieder des Bureaus der Versammlung begaben fich zu Mac Mahon, um den- sekben von dem Beschluß der Versammlung in Kenntnis; znseßen. Nach der Rückkehr machterder Präfideni Buffet die Mittheilung, daß Marschall Mac Mahon nur mit Mühe fick) habe bereit finden lassen, die Präsidentschaft der Republik zu Übernehmen. Die gegenwärtigen Minister werden vorläufig noch die Geschäfte fortführen. Vor dem Gebäude der Nationalversammlung hatte fick) eine zahlreiche Menschenmenge angesammelt, welche die bei Schluß der Sitzung das Gebäude verlaffenden Deputirten mit dem Rufe: „Es lebe Thiers, es lebe die Republik!“ empfing. _ Die Menge zog alsdann nach dem Gebäude der Präfidentschast, zerstrenie fick) aber alsbald unter Hochrufen anf Thiers ohne irgend welchen sonstigen Zwischenfall. Bei Schluß der Abendfißung ging dem Präsidenten der Versammlung folgendes Schreiben Mac Mahons zu:
„Meine Herren Repräsentanten! Ich gehorckye dem Willen der Nationalversammlung, der Trägerin der Souveränität der Nation, wenn ich das Amt eines Präsidenten der Republik annebme. Eine schwere Verantwortlichkeit wird damit meinem PatriotiÖmus auferlegt, aber unter dem Beistande Gottes werden wir, gestüßt auf-“die Cr- gebenheit der Armee, die immer eine Armee des Gcseßes sein wird, und auf die Sympathien aller ehrlichen Leute, gemeinschaftlich das Werk der Befreiung unseres Landes und die Wiederherstellung der moralischen Ordnung in unserem Vaterlande voilenden uud dat-inne- ren Frieden und die Grundsäße, auf Welche die Geseüsckiast gegründet “st aufrecht erhalten. Darauf gebe ich Ihnen mein Work ais ehr- licÖer Mam? und Soldat.“ _
_ Aus Paris, 25. Mai, liegen folgende Nachrichten vor: ,
Nack] Schluß der gestrigen Tagesfiizung der National- versammlung erließen die Mitglieder der Union repu- bkicaine (äußerste Linke), 51 an der Zahi, folgendes Ma- ni'e“t:
s-“-„1Mitbürger! In der Lage, in welcbe Frankreick) durch die augen- dlickliclyc Politische Krifis verseßi ist, erscheint es durchaus nothwen- dig, da" die öffentliche Ordnung nicht gestört wird. Wir bejchwören Euch Mles zu vermeiden, Was Veranlassnn geben könnte, die Erre- gung zu steigern. Niemals machte fich meckr die Nothwendigkeii gel- tend, die Ruhe, Welche ein Zeichen der Stärke ist, zu bewahren. Bleibt ruhig, cs handelk fick) um das Wohl Frankreichs und der Re ublik.“
P Ein an den Straßen angeschlagenes Runds chreiben dec; Präsidenten Mac Mahon an die Präfekten lauter:
„Durch das Vertrauen der Natiorwlveriannnlung bin i_cb ioeben zur Präsidentschaft berufen wvrden. An den_bc11€henden Geießen und Institutionen wird dadurch nicht das Germgße geändert werden. Ich steHe ein für Aufrechterhaüung der _mzxteciellenOrdnung und zahie auf Ihre Wackxsamkeit und Ihr patrioinihes Zuiamnxenivirken. Die Bildung eines neuen Ministeriums Wird noch heute erfolgen.“ _ .
Hier und in Versailles find die 'Trupxen' zwar konngnirt, aber nicht da?: geringste Anzeichen ]prnhx xur “irgendwelchnBe-o wegung, die voilkommenste Ruhe' herr1cht hier und. ebenw in den Departements; (Ulck) scheint die chterunx; der hier und in Lyon, sowie in Marseille und anderenOrten 1tehenden Truppen volikommen sicher. _ Eine heute „ftattgehadte Versammlung von Mitgliedern der gemäßigten Linken richtetean die repnbkikanisckzen Blätter die Auffordernng, Mit Ruhe, Maßigung und mit Achtung vor den Geseßen zn Werke zu gehen; die'kon- servativen Blätter spenden der Wahl Mac Mahons Beifall; die repnblikanischen Blätter nehmen eme sehr reseryirte Haltiing ein; die radikale Partei ist auf geZen fie gerichtete rcpreinpe Maßregeln gefaßt. _ Die frnnzoxsisckzen Gesandten tn Bern und Athen haben um 1[)re Adbernsung gebeten._
Das „Journal officiel“ enthalt dte'amtlxche Bekannt- machung, daß Thiere; seine Entlassung_ 11911 der Nationalversammlung gefordert und die]e_ nt Folge dessen den Marschall Mac Mahon zum Prasidenten der Republik gewählt habe, von dem dte_ Wahl angenommen sei. _ Der Séine-Präfekt (Salmon Hat seine Demission gc- geben.
_ 26. Mai. „ , _ Namen der neuernannten KabinetsZnttglied-er. Ministerium ist folgendermaßen znsammenge1eßt:" .
Herzog von Broglie Minister des ?lncswartigen, Ernoul Instiz-Minister, Beule“: Minister de? Innern, „Magne Finnnz- Minister, Dampierre d'Hornm) Ma'ri'ne-Mnnjter, Bextbtaniimzter für Kultus und Unterricht, Deffeilignix Minister fur dneznirche Arbeiten, de la Bouillerie HandelS-Mrmfter, Ciffer) mtertmntiicher Kriegs-Minister. Auch die Ernennung Pchals zum Unter- Staatssekretär im Ministerium des Innern Wird vom „Journal
officiel“ pnblizirt.
Italien. Rom, 21. Mai. De_r Kriegs-Minisier hat für die drei Uebungslager, in welchen drei Divi-
Das- „Journal officiel“ veröffentlicht die Das
eintreffmi, und zwar die erste in Castiglione deUa Stiviore, die zweite im Lager von Somma, und die dritte im Lager San Maurizio. Bis Mitte Juli werden nur Linien - Infanterie und Bersaglieri erzieren, später wird auch Kavallerie und Artillerie zu ihnen sio en.
_ 24. Mai. (W. T. B.) Das Befinden des Papstes bat fick) soweit gebessert, daß derselbe heute einen Spaziergang in den Gärten des Vatikans machen konnte.
Rußland und Polen. St. Petersburg, 24. Mai. (W. T. B.) Der Schah von Persien wvbnie Heute einer Revue der Feuerwehr bei und empfing nach dericlben am Mit- tage das diplomatische Corps.
SchWeden und Nouvegeu. Stockholm, 21. Mai. Die Krönungsfeftlichkeiten find nnn beendet. Die große Promenade der Königlichen Familie durch den Thiergarten, welche am Sonntage stattfinden sollte, wurde wegen des ungün- stigen Weiters bis morgen, Christi Himmelfahrt, aufgeschoben; vorgestern gab der hiesige norwegische StaatÉ-ratl) Kierulf einen glänzenden Ball, an welchem Ihre Majestäten theilnahmen. Gestern reisten die außerordentlichen Botschafter und Gesandten, nachdem fie bei Ihren Majestäten und der verwittweten Königin Absckziedsaudienz gehabt hatten, von hier ab.
_ Beide Kammern des Reichstages haben sich in Betreff des Rechtes der Ausländer, in Schweden Grundbesitz zu erwerben, zu dem Veichluffe vereinigt, in einem nntert ("migen Schreiben bei dem Könige anzumelden, daß bei dem Rei stage Bedenken entftanden find über die Zweckmäßigkeit, Ausländern und besonders ausländischen Intereffentsckzaften, Handelsfirmen und Vereinignngen solcher ohne Abgrenzung zu gestatten, hier im Reiche Grundbefiy zu erwerben oder Bergbau zu betreiben, sowie anznhalten, daß Se. Majestät geruhen möge in Erwägung zu ziehen, ob und in welchem Maße fernere Bestimmungen zur Einscknänkung solcher Zugeständnisse oder sonstiger Vedingungennothwendig sind oder ais Zusäxze zit dem- jenigen gemacht werden müssen, was in dieser Hinsicht bereits durch die Königlichen Bekanntmachungen vom 5. Oktober 1829 und vom 12. April 1872 vorgeschrieben ist, und darüber dem Reichstage die Vorlage „zu machen, welche der König für noth- wendig erachtet, wobei der Frage über das Rechtdes Ausländers, in Schweden Wäider abzutreiden, ohne daß ein solches Recht mit Grundbefiß derbunden ist, eine besondere Llnfmerksamkeit zn widmen wäre. _ Auel) haben beide Kammern die Regierung bevollmächtigt, die am 18. Dezember 1872 zwischen den drei skandinavischenReichen abgeschlossene, aber von dem norwegischen Storthing verworfene Münzkonvention mit den erforderkichen Redaktions:Veränderungen zwischen Schweden und Dänemark 'abznsthließen, worauf dann Norwegen derselben beiireten mag, wenn es so für gut erachtet. Da der dänische ReichStag seiner Regierung eine gleicheV011machter1heiit hat, so ist das Zustande: kommen gesichert. Die damit in Zusammenhang stehenden Ver- änderungen in dem Bankreglemente find von dem schwedischen Reichsmge ebenfaüs erledigt.
Amerika. In New-York starb am 7.11. Jose An- tonio Paez, ehemaliger Präsident der Republik-Vene: zuela, in seinem 84. Lebensjahre. General Paez, einer In- dianerfamilie entsproffen, war in seinen jungen Jahren Viehhirt und trat im Jahre 1810 in die Insurgenien - Armee, um am Kampfe gegen Spanien iheilzunehmen. Im Jahre 1816 hatte Paez fich bis zum Vrigade-General emporgeschwungen und be- theiiigie fick) von da ab an aUen politischen Kämpfen seines Vaterlandes. Ms fick] Veneznela im Jahre 1830 von Columbia [ostrennte, wurde er zum Präsidenten der neugegründeten Re- publik gewählt und bekleidete dieses Amt bis zum Jahre 1838. Der Bürgerkrieg in der Republik übertrng ihm im Jahre 1846 das Amt eines Diktators; er wurde jedoch 1848 zur Flucht ge: zwangen und 1850 des Landes verwiesen, Der Verstorbene wandte fick) nach den Vereinigten Staaten, wo er ununterbrochen bis zum Jahre 1859 weilte. In diesem Jahre von der Legis- latur in die Heimat!) berufen, Übernahm er abermals das Amt eines Diktawks, und kehrte nach drei Jahren harter politischer Kämpfe nach New-York zurück, wo er starb. .
_ Ein Telegramm des „Bureau Reuter“ ach New-Yorf vom 22. d. M19". meldet: Sechshnndert Mann amerikanische Truppen unter General Mackenzie drangen 80 Meiien weit in mexikanisckzeH Gebiet Und griffen eineIndianerbande an, die jüngst einen EinfaUL'über die Grenze Texas versuck)te. Die Bandes- truppen tödteien 19 Indianer, verwundeten 19, nahmen 40 In: dianerweider gefangen und machten reiche Bente. DreiSoidnten wnrden geiddtet. Während die Truppen den Rio Grande iiber- schritten, wurde von den MLÜWUÉWÉYZ sie aefeuert.
Asien. Der „London and China Telegraph“ vom 1. April" dringt an der Spiße seiner Nachrichten an?: der jayanisckmi Post das Budget“ von Japan. Danach betragen die Einnahmen 65,831,362 Lftrl., darunter an Landstenern 59363625, 3011: einnahmen 1,191,171, ian indirekten Steuern 3,947 ,542 Und an ver: schiedenen Einnahmen 1329024. Dagegen'delnufen die AitsZaben fick) auf 62,371,574 Lstri. und zwar Kaiserlicher Panöhalt aut 450,000, Minister: :c. Gehalte anf 3,736,177, Ancigaben der Ministerien auf 10,831,735, öffentliche Arbeiten anf 4,500,000, Armee aus 7,717,643, Marine anf 1,638504, Absindnngen der Feudalhcrren anf 23862675, fiinVerickyedenes aut 7,001,07;_). Tiki“: ?lnfsteUung differirt betriichtltch von den' Angaben, die zin“ Zeit, als Generdi Wiklinmö die japanische Anleihe Ui Nordamerika auf den Markt brachte, im „Vlackwood“ ericknen, nnrd aber von dem Biaite, dem die Zahlen entnommen find, als zntreffend
angesehen.
Nr. 42 'der Annalen der Landwiriiisrhnft in _den Königliii) Preußischen Standen [iat 701gendeanHalt: Preußen: Erkenntnis; des Königlichen Gerxcknsboxes zur Enthtdung der Keni- Potenzkonflikte. _ Die kommunale Bciteucrung des Grmxdbeiißesnn Preußen betreficnd, Von Oekonomtc-Ratl) "Sterne'borg. _ Die Ge- neralvcrsammlunn dcs dcui1chcn Vereins landlnbcr Llcbextgeber.v_ VermiscdtcE: Zur Feststeslung ricHUger Fuiiermi1chungrn _ Vereins- Vcrsannnlnngcn.
_ Beschlüsse drs General-Audiioriats, veranlaknxdnxxh Anfraxien über die Auslegnnxeinzelner Bextimmungcn deIZÜixlztar- Strafgeseßbuchs fur das DeuNche Reich, können Von der Konrglicbcn Geheimen Ober-Hofbnchdrnckerei (R. v. Decker) in einem Enizclabdruik bezogen werden. .
_ Nr. 21 ch Justiz-Ministerialblatts für die Preu- ßische Gesetzgebung und Rechtspflege dat felgxndcn Inhalt: *)(slgemeine Verfügung vom 10. Mai 1873, _ betresgnd eme AP- änderung dcs Reglements vom 16. Juni 1867 (Imi, Mm11_t.'2_*1. S, 228) über die Civilversorgung nnd Civilmutellung der ,Miittar- Personen des Heeres und der Marine vom Jchwael abwartv.__ Allgemeine Verfügung Vom 12. Mai 1873, _ [*cireksend dcn Anxaez
sionen“ exerziere" sollen, ausführliche Bestimmungen getroffen:
zur Neu-Organisatmn der Regierung einstweilen die Geschäfte fortführen.
Die Divistonen sollen am 25. Inni am Ort ihrer Bestimmung
vrm 13. Mai 1873, __ Betreffend dis Y-zskßäftjgnng und Llnsieiinng
des Wcrtbstempels zur Auflassungserkärnng. _ LlslgNUkkUe Vcrfügung ,
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