Ne isser, Oßcroder, Ragniter, Schivelbeiner, Sens“- bu rgcr, Pr. Stargarder, Stahmer, Waldenburger K1'eis:Obligationcn. B urgsche, Emser, Greifswalder, P o s e n er Stadt-Obligationen. D an z ig e r Hupotheken-Vcrein, Pfandbriefe. L 11 b b e ck e , Kreis, Gewäffer=Reg1111rungs-Sozietäts- Obligationen. Magdeburg = Witt en bergesch e Eisenbahn- PrioritäW-Obligationen und Stamm:A ktien. N e u h a u s a. O., Wegeverband-Obligationen. P o m m e r 1" ck 2 Pfandbriefe. P r 1211- ßis ch e 41prozentige StaatZ-Llnleihe (16 1856. U nftr ut : Ver- band, Mühlhausen bis Merxleben.
Die Allgemeine Verloosungstabelle erscheint wö- chentlich einmal und ist zum Abonnementspreis von 15 Sgr: vierteljährlich durch alle Postan stalten zu beziehen, in Berlin auch bei der Expedition, Wilhelmstraße 32. Preis pro einzelne Num- mer 21: Sgr.
Yiehtamtliches. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 21. Juni. Beide Kaiserliche Majeftäten empfingen gestern den Besuch Ihrer Majestät der verwittweten Königin, _ Nack) Wien werden Ihre Majestät die Kaiserin - Königin zu begleiten die Ehre haben: die Ober-Hof- meisterin Gräfin Schulenburg, die beiden Hofdamen Gräfinnen von Münster und von Schimmelmann, der Ober : Hafnikister Graf Neffelrode, der Kammerherr Graf Magnis und der .Ka- binetG-Ratl) Brandis.
_ Ter Bundeleath hielt gcfiern Vormittag unter Vor- fiH des Staats-Ministers Delbrück die 36. P1enarfißung ab. In dcrselben wurden die Schreiben des Reick1stags:Präfidenten vor: gelegt, betreffeiid den (Heseßentmurx' Über die Kontrole des Reichs- hauskxalts für 1873 und betreffend die Einführung der Reichs- verfassung in Elsaß-Lothringen. Sodann wurde über die Regelung der Papirrgeldfrage berathen.
Gestern Abend fand unter dem Vorfiße des Reichs- kanzlers Fürsten v. Viszmarck die 37. Plenarfißung statt, in welcher der vom Reichstage angmorrmene Gesctzcntmurf wegen Errichtung eines Reichs=Eisenbahnamis und der Etat für das Reichs=Eisenbahnamt Gegenstand der Bcrathung waren.
_ Der Ausschuß des BundeSraths für Rechnungs- wesen hielt gestern eine Sißung. Heute traten der Bundesratk] und die vereinigten Ausschüffe für das Landheer und die Festun- gen und für Rechnungswesen zusammen.
_ Bei dem Bundes-Amte für das Heimathwesen stehen für Montag, den 23. d. M., folgende Termine an: 1) Ortsarmenverband Ahlen contra OrtSarmenyerband Alsfeld. 2) Ortsrarmenverbcmd des Gutsbezirks Schwiedt contra Orts- armenverband des Forstgutsbezirks Sckzwiedt. 3) Landarmen- verband Schlcfien-Glaß cootrz Ortsarmenverband Goldberg. 4) Ortsarmenverband Delmenhorst 0011113 Ortsarmenverband Neustadt bei Magdeburg. 5) OrtHUrmenverband des Gutsbezirks Klein-Beeren 0011113. Ortsarmenvcrband Luckenwalde. 6) Orts- armenverband Liebenwerda contra OrtMrmenverband des Ritter- guts Prestemitz. 7) Ortsarmrnverband Grabow a. O. 00111111 Ortsarmcnverband Püyerlin. 8) OrtSarmenvcrband Ietenburg 0011113 Ortsarmenverband Altona. 9) Ortsarmenverband BlUm- bera contra Ortsarmcnvcrband Nossen. 10) Ortsarmcnvcrband 6321711 (2011119. Landarmenverdand drs Fürstenthum Reuß j. L. 11) Ortsarmenverband Posen 001153 Ortsarmenvcrband Schwer- sens. 12) Ortsarmenverband Gehlonberf c0111r3 Ortarmenverband Friedenwalde. 13) Ortsarmenverband Att-Forst 0011er Orts- armsnverband Görlitz. 14) Landarmenverband Westpreußen 0011113 Ortsarmenverband Schloß (53011111). 15) Landarmenverbm dOber- Lausiß cootra OrWarmenverband GörliH.
_ Im weiteren Vcr1c1uf seiner gestrigen Sißang, die nach dreistündiger Unterbrechnng bis 11-1 Uhr Nachts währte, erledigte der Reichstag den Geserentwurf, betreffend die Ab- änderung des Zolltarifs in erster und zweiter Berathung. Abgese en von dem Antrage d:s Abg. Dr. Mohl, der aus Rückfi t auf das zur Zeit im Reichsatage noch nicht vertretene Reichsgebiet Elsaß-Lothringen bis zur Beschaffung ausreichsnder Enquéien drn Eintritt in die Diskuifion einer Tarifreform über- haupt ablehnte, standrn fick) zwei ges ch1off en? Systeme gegenüber: die Vorlage der vrrbündeten Regierungrn, wc1che vom 1. Oktober 1873 ab den Eingangson von Eisen, Stah1, Maschinen und Maschinenthei1en Überhaupt aufheben, dcn Ausgangszoü für Lumpen in Wegfall bringen und für eme Reihe von Artikeln, darunter Eiseii- und Stahlwaaren in gewisser Form, Neße, Soda u. 1". w. erhebliche Zollermäßigungen eintreten [affen wikl. Dieser Vorkage steUtc fick] der Antrag der Nbgg. v. Varnbü1er und 01. Hammacher entgegen, der die ZoUbefreiung mir für Roheisen aller Art, 111185 Brucheisen und Rohstahl see- wärts von der russischen Grenze eingeführt zulassen 111111, für (111€ übrigen Eisenzölle aber Ermäßigungen vorschlägt, An diesen letzteren Antrag schloß fick) das Amendement dcr Abgg. 1)r, Hammacher und Miquél, welches für die Dauer der Zoll- ermäßigung den Zeitraum bis zum 1. Januar 1877 vorschlägt, nach dessen Ablauf die völlige Befreiung vom Eingangszoll, we1che die Vorlage der verbündeten Regierungsn schon für den 1. Oktober 1873 anstrebt, in Kraft treten 1911. Mit diesem Zusaß fteUte der Antrag der Abgg. v. Varnbüler und 0x. Hammackzer den eigentlichen Kompromißamrag dar, auf deffenVoden dieim Reichstage vorhandenen Gegensäße die Verständigung suchen und finden konnten. Er wurde mit sehr großer Majorität angenommen, obwohl die Staats-Minister Delbrück und Camphausen wieder- holt die Dringlichkeit der von den verbündeten Regierungen an- gestrebten gründlicheren und rascher in Wirksamkeit tretenden Tcm'fform nachwissen. Ihre Vorlage erhielt die Stimmen der konservativen und der Fortschrittspartei, während die Mehrheit sich für den Kompromißantrag entschied, mit der Erweiterung durch die Anträge der Abgg. Krieger und Mosle, resp. 1)r. Braun, 1). Bunsen und v. Behr, daß die Zollermäßigung, der im Jahre 1877 die Zollbesteiung folgen sol], fick) auch auf FlUß-„zmd Seesckziffe nebst den dazu gehörigen Uten- silien, auf Weißdleck) und auf Netze aller Art, auch auf ge- bleichte und gefarbte, beziehen soll. Im Uebrigen wurde die RegierungSvor1age _genelim1gt, also auch die Aufhebung des Stärkezolles mit dem 1. Oktober 1873, gegen einen Antrag des Abg. von Besatz), und das Ermaßigung des Sodazolles auf 711 Sgr. gegen emen Antrag des Abg. von Goppelt, der eine Abgabe von 15 Sgr. pro Gentner vorschlug, beschlossen,
_jJn der heutigen (58) Sitzung des Reichstages, wel- cher am Tische des Bundesrathes d1e StaatH-Minister Delbrück, v. Kameke, v. Stosch und 1)r. Fansite“ nebst verschiedenen Kom-
miffarien beiwohnten, wurde zuerst der Freundschafts-, Handels: und Schiffahrts-Vertrag mit Persien in dritter Berathung nach kurzer Debatte genehmigt. Es folgte die zweite Berathung des Geseßentwurfs, betreffend die Bewilligung von Wohnungsgeld-Zuschüjsen an die Offiziere und Aerzte des Reichsherres und der Kaiserlichen Marine, sowie an die Reichsbeamten. Der Rafermt der Budget : Kommisfion, Abg. von Benda, sowie der Abg. von WedeU (Malchow) rechtfertigten die Kommisfionsvorsckzläge, letzterer besonders mit Hinweis auf die großen Dienstaufwandskosten der Offiziere, wäh- rend der Abg. LacZker dem gegenüber die Ungleichheit hervorhob, welche die Vorlage zwischen den Militär: und Civilbeamten, und zwar zu Gunsten der ersteren herbeiführe. Beim Sch1uß des Blattes wuroe die Diskussion über §. 1 und die zahlrei- chen dazu eingebrachten Amendements fortgeseyt.
_ Bis zum 31. Mai d. IH. waren in den Münzstätten des Deutschen Reichs in Zwanzigmarkftücken 550,227,180 Mark und in Zehnmarkstücken 126,662,630 Mark ausgeprägt worden. In der Woche vom 1. bis 7. Juni find ferner ge- prägt in Zwanziqmarkstückm: in Berlin 3,985,340 Mark, in Hannover 2,068„250 Mark, in Frankqu a.M. 2,256,260 Mark, in München 1,324,960 Mark, in Dresden 668,820 Mark, in Stuttgart 1,205,280 Mark, und in KarlSruhe 324,120 Mark.
Die Gesammt:Ausprägung steÜt fick) daher bis 7. Mai d. Is. auf 688,722,850 Mark, wovon 562,060,220 Mark in Zwanzigmarkstücken und 126,662,630 Mark in Zehnmarkstücken
' bestehen.
_ Dem Herzoglicl) sachsen=a11enburgischm Steuer: und Rentamte in Ronneburg ist die Befugniß zur Erkedigung von Begleitscheinen [. über die zur Begleitschein-Kontr01e aus dem Auslande in Ronneburg eingehenden Waaren des Artikels 25 erster Abtheisung des Vereinsontarifs beigekegt worden.
_ Nack) §§. 1 und 4 des GeseHes, betreffend die Be?- steuerung des Branntweins in Elsaß-Lothringen vom 16. v. Mts„ wird die Wirksamkeit des Reichsgeseßes vom 8. Juli 1868, betreffend die Besteuerung des Branntweins in verschiedenen zum Norddeutschen Bande gehörenden Staaten und Gebietstheilen vom 1. Juli d. I. ab auf Elsaß-Lothringen ausgedehnt. Nack) §. 2 des Eingangs genannten Geseßes wird von dem aus dem freien Verkehre des deutschen Zollgebiets nacl) E1sc1ß : “othringen eingehenden Branntwein eine Abgabe nur erhoben bei der Einfuhr aus Bayern, Württemberg, Baden und den Hohenzollernschcn Landen. Zwischen den übrigen Staaten des deutschen ZoUgebietes einer: und E11aß-Lothringen anderer- seits tritt daher mit dem 1. Juli d. I. ein völlig freier Verkehr mit Branntwein e'in und es 171111 gleichzeitig sowohl die Er- hebung der Uebergangsabgabe als auch die Gewährung der Ausfuhrvergütung fort.
_ Durch das Gcsey vom 24. März d. I., betreffend die Tagegesder und Reisekosten der Staatsbeamten, insbesondere durch die §§. 11 und 12 deffclben, sowie ferner durch die A(lcr- höchste Verordnung vom 19. Mai d. I., betreffend die Tagege1- der und Reisekosten der Mitglieder der Bezirks: und Veranla- gungs-Kommisfionen für die anderweite Regelung der Grund- steuer, smd die Vorschriften der AUerHöchsten Verordnung vom 4. Juli 1863, betreffend die durch die Ermittelung des Reiner- trages der Liegenschaften behufs anderweiter Regelung der Grund- steuer entstehenden Kosten in mehrfacher Beziehung abgeändert worden. In Folge dessen hat der Finanz-Minister die auf der letzteren Verordnung beruhenden Bestimmungen vom 17. Januar 1871 und vom 29. Januar 1871 über die Tagegeldsr und Reisekosten der Mitglieder der Bezirks- und Veran- lagungs-Kommissionen, sowie der F0rstsachverstän- digen durck) anderweitc Bestimmungen vom 6. Juni d. I. ersetzt.
Ferner haben durch §. 11 des erwähnten Geseßes vom 24. März 1873 die im zweiten 2111111158 des §. 6 der A6€r135chsten Verordnung vom 4. Juli 1863 festgesetzten Tagege1der und Reisekosten der Katasterinspektoren(Odergeometer) und der Veraiilagiingskommissare eine Aenderung dahin er: fahreU, daß vom 1. April d. J. 111) betragen: 1) die Tagcgelder täglich 4 Thlr., 2) die Reisekosten &. für die Meile auf Land- megen 1 Thlr. 15 Sgr., 1). für die Meile auf Eisenbahnen und Dampfschiffen 10 Sgr., 0. in drm Fa11e zu 1). aaßcrdem für jeden Zu: und Abgang zusammen 1 Thlr. Hiernack) modifiziren fick) die Ergangenen bisherigen Anordnungen, insbesondere der §. 1 der die Veranlagungskommiffare betreffenden Bestim- mungen vom 15. März 1871, während die iibrigen Vorschriften der letztsren Vestiinmungsn an fick) in Kraft bleiben und nur mitte1bar inforveit Aenderungen erfahren, als die bezüglich der Staatsdeamtsn bestehenden allgemeinen Vorschriften, auf welche im . 6 Berg genommen ist, durch das Gesetz vom 24. März 187 modifizirt worden find. *
End ick) Hat der Finanz-Minister im Attichluß an die vor- stehend gedachten Aenderungen auch bezüglich der Tagegelder und Reisekosten der geodätisckxn Techniker einige Ab- änderungen eintreten lassen; die dierälligeu abändernden Be- stimmungen find ebenfaUs in einer vom 6. Juni 11. Z.dati1*ten Verfügung zusammengefaßt. Eine Abänderung der Meilengelder- säHe der geodätischen Techniker hat _ mit Ausnahme bei Ver- setzungen derjenigen, welchen die Qualifikation als Feldmeffer beiwohnt _ nicht für geboten erachtet werden können, da dieselben in ihrem bisherigen Betrage den für Feld- meffer durch das allgemeine Jeldmeffer-chlement vom 2. März 1871 und den für Staatsbeamte von ähn- licher Rangßellung durch das Geseß vom 24. März 1873 fest: gestellten Reisekostensäyen bereits gleichkommen. Uebrigens findet nach Nr. 126 des Gebührentarifs vom 19. September 1868 die Abrundung der zur Liquidation zu fteUenden Reiseentfernungen auf Fünftelmeilcn (§. 6 des Geseyes vom 24. März 1873) für die Zeit vom 1, April d. I. ab auch auf die Reifen der geodätischen Techniker Anwendung.
_ Gestern Nachmittag versammelte |ck in einem der Kom- misfions-Sißungszimmer des ReichstaJSgebäudes der Gesammt- vorstand und der Verwaltungsausscbuß der Kais er - Wis- helms stiftung für deutsche Invaliden zur diesjährigen Generalversamm1ung. Der Gencral-Lieutenant z. D., von Borche, der im Auftrage des Vorst enden, Sr. Kaiserlichen und KöniglichenHoheit des ronprinzen, die Versammlung eröffnete, trug zunächst den Jahresbericht vor. Die Zahl der Zweigvereine hat danach im Wesentlichen eine Veränderung im Laufe des Vorjahres nicht crlitten; ihre Zahl in Preußen beträgt. ein- schließlich 8 Provinzial: und 4 BezirkSvereine, zur Zeit 294. Die JabreSreckznung weist nach, daß im verflossenen Jahre vom Centralfonds 194 invalide Offiziere und Beamte, und 2727 Invaliden vom Feldwebel abwärts, sowie 1056 Wiitwen und Angehörige derselben, zusammen 3977 Per- sonen mit 107,766 Thaler unterstüßt wurden, außer- dem noch mehrere Vereine mit 3810 Thlr. subventionirt wurden,
so daß unter Hinzurechnung der Verwaltungskosten mit 6501 Thlr. und nach Abzug der zurückgezahlten Beihülfen von 1498 Thlr. einc Gesammtausgabe von 116,578 Thlr. fich ergiebt, welcher eine Einnahme von 1,545,556 Thlr. (Bestand aus dem Jahre 1871 1,386„800Th1r., einmalige und laufende Beiträge 101,459 Thlr., Zinsen :c. 57,297 Thlr.) gegenübersteht. “ Es verbleibt mithin ein zinsiragend angelegter Bestand von 1,428,978 Thlr. Die jenseits des Oceans wohnenden Deutschen sandten im ver- gangenen Jahre eine Beifteuer von 10,160 Thlr. ein. _ An Stelle der ausgeschiedenen Mitglieder des Verwaltungsausfchuffes, derHerren Staats-Minifter 1)r. Hofmann, Ober-Präfident Günther, 131". Bamberger und StaatS-Minifter v. KönneriH wurden einftimmig gewählt die Herren Geheimer Regierungs=Rath Neidthardt, Oberst- Lieutenant z. D. Holder=Egger, Landesökonomie-Rath Rüther in Oldenburg und der 1ächfischeGenera1=Staatsanwa1t1)r. Schwarze.
_ Morgen findet in Potsdam auf Allerhöchftm Befehl Sr. Majefiät des Kaisers und Königs die Feier des diesjährigen Stiftungsfeftes des Lehr = Infanterie - Bataillons statt.
_ Der General-Lieutenant 3. D. Baeyer, Präßdent des geodätischen Instituts und des Centra1-Bureaus der europäischen Gradmessung, hat fick) zur WiederherfteIung seiner Gesundheit auf 4 Wockzen nach Pyrmont begeben, Nack) beendigter Kur beabsichtigt derselbe alsdann in der Provinz Kurhessen und in ElsasZ-Lothringen die Gradmeffungs-Arbeiten zu inspiziren.
_ Der Oberst und Chef des Generalstabes des Garde»- Corps Bronsart von Schellendorff hat eine mehrwöchent- liche Urlaubsreise nach WZLSÜUÖZU und der Schweiz angetreten.
_ Der Kreisgerichts:Direktor Weydemann in Pr. Star: gard ist gestorben.
Glogau, 18. Juni. Der General a. D. Wollenhaupt, früher Kommandant der Festung, ist in der Nacht von Dienstag zu Mittwoch verstorben.
Bayern. München, 19. Juni. Das neue Militär- Handbuck) für das Königreich Bayern ist nach dem Stande der Armee vom 9. Mai d. I. bearbeitet, und es find in dem- selben zum ersten Male die Offiziere der Reserve bei jenen Re: gim§ntern und Bataiüonen aufgeführt, welchen sie zugetheilt wor en.
_ Der Kriegs-Minifter Frhr. von Pranckh hat nicht einen dreimonatlichen, sondern einen dreimöchentlickzen Urlaub angetreten.
_ Der älteste bayerische Iustizdeamte, der Geheime Rath und erste Direktor des obersten Gerichtshofes J. X. 11. Molitor, ist um Quieszirung eingekommen.
Sachsen. Dresden, 20. Juni. Die Hsrzogin von Hamilton, geborene Prinzessin von Baden, ist nebst Tochter, der Erbprinzessm von Monaco, gestern Abend 10 Uhr 40üMinuten nack) BadenBaden abgereist.
Heffen. Darmstadt, 19. Juni. Die heutige „Darmft. Ztg.“ enthält folgendes Dankschreiben des Großherzogs:
Aus 1111211 Theilxn des Land??» gel,)en Mir die Nachrichten von den Festlichkeiten zu, mit WL1chEU DS]? 25. Jahrestag Meines chismngs- antritts gefeiert wordrn ist Stadt und Land bnbkn sich wUteifrrnd bemüht, diesen Tag zu einem unvergeßliihkn Frouden- und Ehrentag für mich zu machen.
Ich danke mit gerühriem Hsrzen für «1116 die Beweise warmer Thailnahme und 11791181.“ Anbängltckseit, die Mir enigegsngébracht mor- den sind. Ick) danke dafür um so innigcr, als Ich aus die1en Kund- gkbungcn die fr91)e Ueberzrugung schöpfen konnte, da:; Mein landes- väierlickycs chühen, Mir dic Lirbe_Mcinec treurn Unirrthanen zu gewinnen, nicht erfolglos gehlicbcn iji. Das Wohl Meinss Volkes war das UUVSkl'ÜckfL Ziel a11€r Meiner Regierunßbandlungsn in dcn verflrsfrn-cn fünfundzwanzig Jahren. Dicjes VUtrrl'en anerkannt zu wissen, giebt Mir für die Zukunft nsue Kraft und neuen Murk). Auch in den Jahren, “die Gott Meiner ngisrung noch Hinzufügen will, werde Ich nicht müde wcrden, mit Szinrr Hülfe danach zu trachten, dai;_d.1s G1üch_Mcines Landes wachse und die Zufricdsnheit Mxincs Volkes fick) 11191316! _
Darmstadt, drn 19. Juni 1873.
Ludwig.
_ Dir Antwort, welche der Großherzog drr Zweiten Kammer auf die durch ihre Deputation überreichte Adreffe er- thei1te, lautet nach der dem Kammer : Präsidenten überreichten schriftlichen Notiz wörtlich:
,Die warme lecilnavme des Landes an Meinem heutigen Fests gereicht Mir :«ur innigsn Bsfrisdigung. Einen BcWris diescr Theil- nahme sehe Ich insbesondsre aucb. in dcr von Jtmen Überreichten Akt:“ffe der Zweiten Kammer. Sagrn Sie der Zweiten Kamtnkr Meinen (*erzlichstsn Dank für ihrsn Glückwunsch!"
_ 20. Juni. In der gestrigen Sitzung der Zweiten Kammer der Stände wurde die Berathung des Kreisordnungs- entrmirfs fortgesth und bezüglich der Artikel 34 bis 67 zu Ende geführt. Es betreffen diese Artikel theils (34_39) die Sißun: gen und Beschkußfaffungen des Bezirksraths, theils (40_43) den Kreishaushalt, tßeils endlich (44-67) die Zusammenseßung, Kompetenz, Verwaltung, Besch1ußfaffung und das Verfahrcn des Kreisausschusses. Die meisten dieser Artikel wurden kon- form dem Entwurfs angenommen. Zu erwähnen ist von ab- weichenden Beschlüssen, daß ein Antrag der Abgg. Welcker, Schuchard und Königrr Annahme fand, wonach aktive Staats- beamte, Geistliche, Lehrer und KrciSangesteUte von der Wah1 in den KreiMussckwß ausgeschlossen sind, während der Ent- wurf bezüglich der ersteren nur Ministerialgenehmigung vor- behalten hatte, sowie das; ein Arnendement des Abgeordneten Freiherrn von chekind, wonach für Verhinderungsfälle des Kreisrathes das Ministerium des Innern einen Sterertreter für den Vorfiß im Kreisausschusse zu ernennen hat, gutgeheißen wurde, wogegen der Entwurf diesen Vorßß einfach _ auf den Krsisaffeffor übergehen ließ. Endlich wurde noch auf Antragunq des Abgeordneten Schuchard Artikel 53 dahin modifizirt, daß zur Beschlußfaffung des KreiSaussckzuffes einschließlich des Vor:- fiyenden die Anwesenheit von fünf und nicht blos von drel (System des Entwurfs) Mitgliedern erforderlich sei, während bezüglich der Einladungsart zur Sißung eine „rechtzeitige und schriftliche“ (Amendement Mey-Wolz) anftatt der von dem Ent- wurf vorgesehenen einfachen Einladung aller Kreisausschuß- mitglieder beliebt wurde.
Sacksen_=Weimar-Eifenack. Weimar, 20. Juni. Der Erbgroßherzog Carl August ?at fich, einer amtlichen Bekapntmachung der „Weim. Ztg.“ zu olge, mit der Prrtx- zess'tn Pauline von Sachsen-Weimar-Eisenach verlobt.. Dre erlauchte Braut ist die älteste Tochter des Prinzen Hermann von Sgchsen, zweiten Sohnes des Herzogs Bernhard, aus seiner Ehe mit der Prinzesfin Auguste von Württemberg, jüngsten Tochter König Wilhelms von Württemberg. Prinzesfin Pauline “rst ge- boren zu Stuttgart am 25. Juli 1852.
SachsemCoburg-Gotha. Gotha, 19. Juni. Der S_pezial-Landtag genehmigte am Schlusse der geftrigen Srßung resp. nach vollständiger Durchberathung des Staatskasse- États pro 1. Juli 1873 bis Ulk. 1874, das auf diese Zeit gil- tige Abgabengeseß. Die Herzogliche Staatsregierung ift insofern berechtigt, außer den in die Staatskaffen fließenden Abgaben, welche'im Etat mit aufgeführt sind, und namentlich auch außer den geseßlichen und tarifmäßigen Sporteln der verschiedenen Behörden, dre Grundfteuer i 9 Terminen, nämlich: September, Oktober, November, Dezem er, Januar, Februar, März, :*;pril und Mai, ferner 14 Einkommen: und Klaffenfte11er-Termine zu erheben. Der Landtag wurde sodann im Namen des Herzogs d;:rTch tden Staats = Minifter von Seebach auf unbestimmte Zeit v ag .
Oesterreich-ngarn. Wien, 20. Juni. Ihrer Ma- jestät der Deutschen Kaiserin smd Graf Alfred Potocki, der Ceremonienmeifter Graf Wilczek und der erste SiaUmeifter Fürst August zu Windischgräß als Ehrenkavaliere zugetheilt.
_ Der Großherzog, die Großherzogin, der Erb- großherzog, der Herzog Paul Friedrich und die Herzogin Marie von Mecklenburg-Schwerin reisen am 23. d. M. früh von Wien ab.
_ Der Fürst Karl von Rumänien trifft am 23. hier ein und wird der Fürst die Appartements im Jinanz-Minifterium beziehen.
Pefth, 19. Juni. Im 21bgeord11€tc11h.1use fand die Generaldebatte über das Budget statt. Die äußerste Linke er- klärte gegen das Budget, das linke Centrum dafür das Budget zu votiren.
_ _ 20. Juni. (W. T. B.) Das Unterhaus hat in seiner heutigen Sißung nach ein-cr von Seiten der äußersten Linken schr lebhaft geführten Grneraldebatte die Grundlagen des Budgets in dei: Spezialdebatte angenommen und zwar mit 210 gegen 25 Stimmen.
Großbritannien und Irland. London, 19. Juni. Der Schah hat heute um 1 Uhr in Begleitung des Großvezicrs und dreier Personen des Gefolges dem Prinzen 1). Wales, den Herzögen v. Edinburgh, Teck und Cambridge Bksuche gemacht und hierauf das diplomatische 63qu und später die Minister in Audienz empfangen.
Heute Abend wird der Schulz in Begleitung von sieben- zehn Personkn aus seinem Gefolge bei dem Prinzen v. Wales diniren. "
_ 20.311111 (W. T. B.) In der heutigrn Sitzung des Unter- 11a 111" es erklärte der Unterstaatssskretär 1111 Ministerium des Aus- wärtig,en,Viscount Enfield, er habe davon gehört, daß zwischethalien, Oesterreich und dem Deutschen Reiche einc Konvention wegen Aufhebung der Gepäckrevifion auf drn Grenzstaiionen abge- schlossen worden sei, amtlich sei ihm der W0rt1aut der bezüg- 1ichen Konvention aber nicht bekannt und sei er nicht in der Lage, fick) darüber auSzusprecHen, (11) Großbritannien eine eden solche Konvention mit Belgien und Frankreich abschließen werde.
Frankreich. Paris, 19.311111 Das „Journal officiel“ veröffentlicht folgende Ernennungen: Msgr. Pichenot, Bischof von Tarbes, zum Erzbischof von Chambery. Abbé Langenieux, General-Vikar 11011 Paris, zum Bischof von Tarbes. Abbé de la Done, ehemaliger Generak-Vikar der Diözese Auch, zum Bi- schof von Nevers. Abbé- BataiUe, Erzpricster und Pfarrer von St. Jacques in Douai, „zum Bischof von Amiens. Fsrnkr wur- den ernani: Hr. Broffelard, Präfekt 311 110110193, zum Direktor des Departements von Algerien im Ministerium des Innern, Hr. Merlei, ehemaliger interimi'tischer Präfekt, znm Präfekten von Main et Loire. Hr. von Cézampagnac, Direktor des Taub- stummen-Instituts in BordeWx, „zum Präfekten der HaUt-Loire. Hr. Graf von Malariic, Präfekt der Haute-Loire zum Direktor des Taubstummen-Instituts in Bordeaux. Außerdem snthält das amtliche Butt zahlreiche Ernenmmgen von Unierpräfektcn und Beförderungen in dcr KavaUerie. '
_ Gestern wählte das linke Crntrum Léon Sat) einstimmig zu seinem Präfidentsn. Zu Vizc:Präfidenten wur- den Scherer und Laboulatxe ernannt. kack) diesen Wahlen be- rieth man Über die Affaire Rane; im 2111ng6111911 waren die Mitglieder für die Verfolgung. Rane befindet sick] in London.
_ Die Zwanziger-Kommission parlamentarischer Initiative hat fick) zu Gunsten des von den protestantiscßen Te- putirten eingereichten Antrag-Betreffs d:s unbeschränft211 Vrr: einsrechts für die religiösen Ceremonien aUsgespr0chen.
_ Die Dezentralisations-Kommission bcsch1eunigt ihre Arbeiten. Sie will, daß das neue Gemeindegesey noch vor den Ferien voiirt werde.
_ Der Herzog von Chartres, Bruder des Grafen von Paris, bisher Major beim 3. reitenden Iäger-Regiment in Afrika, ist als Major zum 9. Iäger-Regiment verseßt worden, das in Versailles séine Garnison rat.
_ 20. Juni. (W. T. B.) Der Präfident des Civil: Gerichtshofes hat, zur theilweiscn Deckung der Kosten für Wieder- herstellung der Vendöme-Säule, die Beschlagnahme dcs gesammten Vermögens des .vormaligen Kommnnemitgliedes, Malers Courbet, verfügt.
_ Heute fand die bürgerliche, nicht kirchliche Beerdigung des DeputiUen Brousses statt. EineDeputation der National- versammlung begab fick) unter einer Kürasfier-Eskorte nach dem Sierbehausc. Von dort bis zum Kirchhofe gaben dem Verstor- benen nur dessen persönlichen Freunde das Ge1eite.
Versailles, 20. Juni. (W. T. B.) In der heutigen Sißung der Nationalversammlung wünschte der Dcputirte Le Royer eine InterpeUation an die Regierung zu richten Betreffs der vom Rhonepräfekten Ducros über die Civil-Beerdigung er- lassenen Verordnung. Die Interpellation wurde auf die nächste
. Dienstagsfißtmg festgeseyt.
Spanien. Madrid, 20. Juni. (W. T. B.) Eine Carlistenabtheilung ist von den Regierungstruppen bei Iuncosa in der Provinz Lerida geschlagen worden; der Verlust der Carlisten cm Todten beträgt 33. _ Ein Dekret der Re- gierung ordnet die Einsetzung einer Kommission an, die über die Mittel zur Reorganisation der Armee berathen und hinnen drei Monaten bezüglich: Vorschläge machen soll. _ Es J| das Gerücht von einer abermaligen Ministerkrisis ver- reitet. “
Italien. Rom, 20. Juni. (W. T. B.) Der König hat, der „Fankulla“ zufolge, gestern das Geseß über die reli- giösen Körpe chaften vollzogen. _ Der Kronprinz Hum- bert bcgiebt ck Ende August zum Besuche nach Wien. _ Die Deputirtenkammer war auch heute nicht beschlußfähig,
„ Rumänien. Jassy, 20. Juni. (W. T. B.) Der Furst Karl ist heute hier eingetroffen. Zu seinem Empfange
hatt? fick) eine zahlreiche VolkSmenge versammelt, welche den Jürften bei seiner Ankunft mit lauten Zurufen begrüßte. Unterwegs hat derselbe in Rugionaffa, wo die Wittwe des ver-
stattet. Rußland und Polen.
Oprrationen des Mangysckzlakschen und Orenburger Detackzements aux dem _Kriegssck) auplaß in C iwa hier eingelaufen: Oberst Lamakin blrichtck aus dem agec beiKitai, (etwa 70 Werft
nördlich Von Chiwa), drki Tagemärsche von der Stadt Chiwa, am „
21._Mai, das; 1611! Detachemcnt nach ungeheuren Anstrengungen tei 9113erordrntlicher Hitze, nachdem es mit großar Schneüigkeii durch den 1ür eine bxdcuxendc Truvvenabtbeilung bis jetzt für unpassirbar ge- haltenen th-U1t_ (Landstrich zwischen dem Kaspischen Meere und dem Aral-Sec) maryckyirt, sich am 14. Mai jrnfcit Kungrad mit dsn Trupvcn des Orenburgcr Detakbements vereinigt lyat.
Am 15. Mai 111151111111 die Truppen des kombinirten Teiachemcnts, "QÖDLm sie am Tage vorher einen Marsch von 50 Werft gemacht, Cl)od11)cili_ mit WaffkngWatt ein; der Feind, 'der 6000 Mann zählte und 6 Getchüßc mit sick) führte, erlitt Vcrlusie und ergriff die Fluckyt mit Zurücklafsung Links Gsschüßes, Bei uns sind zwei Soldaten vchUndct. _
_Noch vor diescr Affaire waren unsrr Flüchtling Kalbin und viele gngeielxne Männer und Llcltcsirn von dra Kirgisen und den chiwcü- ichen Turkmrnen [*sim Obersten Lomakin rrschienen. Jicielbrn crkxär- te'n 11,172 Unterwerfung und boten die Urbergabr dsr von ibnkn [IMU gchaticnkn Städte Kunja-Urgentsch, Porsn, Krknchrje und 5111171- Tag"?2 an.
11_11_20. Mai fand ein zweitcs 111151111?» Gefecht bsi dcr Einnahme der besejtigien Stadt J)1angy1(in dsr N31)? des [2111.11 Ufers dcs Amu-Darja, etwa 85 Werft von Clxiwa) statt. Die Jomu- den, 3000 Mann stark Wk 3 Gcschülzsn attakirten, unmittelbar nach dem Aufdruck) dcs Dctalbemenis vom Nachtlagsr, unscre Truyven nichrmüs, wurrsn abcr jedrsmal mitgxoszcn VrrlUstcn zurückgrworfen. Die Stgtt Mangyt ist grnrmmcn, zsrstört und eingräschsrt.
(Hoyt und 'Esundheitszustand dcr Truppsn smd ausgkzeichnci; Krank? Wb!) wrnkg vorhanden.
Zu uns gslangirn Gerüchten znfolgedai Grnrra1-IldjutantKanff- mann den Nmu-Darjn bei Schurachan überschr1itcn Und [*rfand fia) in Chanki (am linken Ufer dcs Amu-Tarjx, riwa 35 Werft östlich von drr Stadt (5,1)in zwei T-1gemärt'cbe von Chiwn.
_ Tie F1oti1le auf dem Aralsee, 1ve1ck1s bekanntlich in die Gewäffer des alten Oxus, cht Amu=Tarj11, eingelanfen ist, besteht [aut Angabe der „Börse“ aus 2 Dampfcrn und 3 andsrcn Fahrzeugen, welche zusammkn 13 vierpfündige Kanonen, 4 zehnpfündige Bombeiigesckstße und 2 sechspfündigeK11r0naden führen. Die Bemannnug besteht uns 3 Höheren Und 4 Endal- ternoffizieren, 1 Arzt, 2 Topographsn, 240 Matrosen Und Sol- daten, bewaffnet mit 337 gezogenen Gsxvehrsn 1111d 65 Rrvolvern, außrr dem sogenamiten Entersädeh wekchsn jeder Seemann trägt.
_ Der Schuh von Prrsicn 1011, der „R. W.“ zufolxzc, der russischen RegierUng gegenüber ch Wnnsct) geäUßcrt habexi, anch anf der Rückreise in die Heimatl) seinen Weg durck) RUB: [cmd zu Nehmen. In Folge dkffen treffe das Ministerium der Kommunikationen auch bereits die 115111igen Vorkehrimgen.
Schweden und Nortvegen. Stock1)o1m, 17. Juni Turck) Rundschreiben vom 12. d. M. 13115811 die betreffenden Behörden vom Könige den Befehl erhalten, bis zum 1. Novem- ber d. I. Bericht übcr die im Lande bef111d1ichen Grundstücke und Güter, 113216118 im Besitze 11011 Ausländern smd, ci113111€11den, sowie dabei den Tarmsrtl) der Befiixthümer UUZUZLÖSU und 11111- znzufiigen, 01) die Besitzer im Lande wohnen oder 111cht. Es 1'1111 ferner in de'n Berichte Aufschlnß darübkr gegeben werden, in welcher Weise das in fremdsm Bsfiß defindléchr Eigenthum be: wirthsckwftet Und tiamrntkick) wie dir Waldnngen beaufsichtigt und behandelt werden, gleichwie auch eine Mittheiwng über das Verhältniß zwisckxn den Besißern und ihren Arbeitern „(1911111117151 wird, damit man déi Beurtheikmg dsr Vortheile 1)de Nackztheilc bei dem Uebkrgange schmrdisckxn Eigenthums in fremde Hände 1061)? Verhältnisse in Erwägumg ziehen könne.
Christiania, 17. Juni. Trr Staatsrath Vogt ist hier in der vorig211§oche 13011 Stockholm angekommen. Derselbe wird den König auf fewer Reiss nack] Finnmarken 112131811911 und fick] in Levanger an Bord desTau1pfschiffes „St. Mas“ begeben.
_ Ans Dronthcim wird grmeldet, daß der König und * die Königin dort am 15. Juli Abends (nicht wie früher mit: *
gethci1t, am 16.) eintrcffen wrrden. Die Krönung findet am 18. statt. Am 19. ist große Cour, am 20. großer Ball, am 21.2111Smarsck) des Militärs, am 22. Manöver in Stjörcdal, am 22. wieder 231111, und am 25. findet die Nbrrise statt.
Dänemark. Kopenhagen, 18. Juni. .Die König: [iche Familie erwartet übermorgen auf Schwß Friedensburg den Besuch des Prinzen Inlius von Glücksburg, drr Hsrzogin Friederike von 21nha1t=Bernburg, Schwester des Königs, und drr Prinzessinnen Marie und Louise von Anhalt-Dcffau, Nichten der Königin. _ Die Fregatte „SjäUand“, mit welcher der Prinz Waldemar seine Reise antreten wird, bringt gegenwärtig Truppen nach Jütland zu den Lagerüdungen bei Haid, und vrrbleibt der Prinz während dessen auf Friedensburg. Binm'n Kurzem wird die Frrgatte jedoch den Prinzen in Hesfingör ab- hoken und dann mit ihm nach Drontheim zur Krönunr des Königs abreisen. Ueber Land wird ferner dsr Graf Moltke Bregentved nach Dronthcim zur Krönung gehen,
_ 20. Juni. (W. T. B.) Durch Erlaß des Justiz- Minifteriun'is werden, da die afiatische Cholera epidemisck) in Danzig aufgetreten sei, die geseß1ichenMaßregeln zur Verhütung dcr Einschleppung der C110lcra_ den aus Danzig anlangenden Schiffen gegenüber in Kraft ge1e§t
Amerika. Aus New : Yorkwird unterm 18.d. per Kabel ge: meldet : Ein Komite von weißen Und farbigen, beiden Parteien angehö- rigen Bürgern von Louisiana hat unter dem Vorsiy von General Beauregard Beschlüffe zu Gunsten des Friedens und der Einigkeit sowie der Aufhebung aller Unterschiede der Race und Farbe gefaßt. _ In Tenessee grejst die Cholera um fick). In Nashvixe starben am Dienstag gn dieser Krankheit 55 Per- sonen. Die Einwohner verlassen die Stadt und alle Geschäfte stocken. Das Vereinigte:Staaten-Kretsgerick31 in New-York hat "entschieden, daß den Amendemenis der Kdnstitution zufolge fich das Wahlrecht nicht auf Frauen erstreckt.
Nr. 24 des Ceniral-Vlatts für das" Deutsche Reich hat folgenden Inhalt: 1) Münznzexenx Nobz 111721: die“ Ausyrägun'g von Retcbs-(Holdmünzen. 2) Ju1t1z1pe1en:_ Verfugnng, deirefscyd die Einziehung der Sukkumbenzgelder m den aus dem rhemprkußücxxen Rechtögebieis an das Reichs*O1§er-L)ande1skzertcht gelangenden Kana- tivnß-Rekurisällen, vom 6. Ju1_11 1,73. 3) 39117 und “Steuerwesen: Bekanntmachung, betreffend Bemgmffe des Steuer- und Retzt-Amtcs in Ronneburg. 4) Konsulatweien: Ernenngng. 5) Marine,- und Schiffahrt: Verordnungen, betreffend dre Sch1ffahrts-Abgaben 111 den
„_ . . . : *. * '"" 91... ftorbenen Jursten Kufa ihren Wohtffis hat, emen kurzen Auf- , m..chung, [eirMc-D (“1.1 „131.11.
enthalt genommen und derselben einen Kondolenzbesuch abge- *
St. Petersburg, 18.311111 ? Gestern find auf telegraphischem Wege von dem Ober-Komman: * direnden der Kaukasus : Armee folgende Nachrichten über die ; „ „„ .
' [*Skm fur 1872. , 1868-1872. „ “ ungaräscbsn 391111251th 11111 dem Auslands und dm ZrUausfcbüffkn im
BuudcÖ-Sekstaatcn (Jorlchung 111»? Nr. 23); Kaifsrlicb ruiüscbs Ver- ordnung vom 2. April 1. J., bsir-xffcnd dis Umrcckonung vers icdeuer TragMbigkcits-Angabcv dcr ZMF: in „171111111113? sckchrr Lastcn; Yekannt- dsr Srestcuxrmanns-Prüfnngen für groüc Fahrt bsi dcn Nayigatirnssck'ulcn: Bkricbtigung Lines 332111er im Verzciäxujssc der kLUTUÜM Schiffsregistcr-Yehördm.
_ Die Nr. 25 des „Preußischen Handels-Arcbivs“ har folgendku Inhalt: GSWngbuyg: Ocstxrrsicb: Zollbeandlung mehrerer Waaren. Großbritannien: Aenderungen dss Zoümrifs. -- Statistik: Deutsches Reich: Baden: Jahresberichi dsr Handswkammcr in Mann- JxaRen: Handr1 und Schiffahrt von Gallipoli in Oesterreich: Waarsnverfkbr dss allgsmeinen österreichifch-
Fabre 1872. für 1872. Danzig.
Bisläsld.
Dänemark: Jahresbericht drs Krniutats zu Helüngör _ I)iitilxéimngrn: Crnbus. 2311kaer „1, W. Tilüt. Brombcrg. Brsslau. Glogau. IRagr-xburg. 531111? a.S. (5,5111. Altona. Kopenhagkn. Vsracruz. Miniatitlan.
,-
Knnft uud Wiffenschaft.
„ T1? xsxrrnrmiscb- gérdätischcn Arbeitrn 16-3 König- 11ch preußiiéésn gkrräiiÉckéen Jnstijuts im Jakre1871 11111“, nacbrcurdsr Truck rerielbxn von tem Präsidsntcn 112"- 10 65611 erwähn- ten Jr.!tnurs, Gcnsrxt-Léxutcnan: Or. Bry-Zr ZLULÜMZZT wordsn, 10 912th Lriyzig 121 W.Engclm.1nn cry'cdicnxn. Tie vrr1icgendc Pgblzkarwn entbäli dis Brstimmung dsr LängxnriFecsnzen zwijckysn Lx1pzig_und Mannk-Irjm unr ZwiicÖcn Bonn und Mannbsim, fernsr dieijcxtimmung dsr Prtxxéik r211 T11r11ch7 und (“is Bestimnmng sines Az1muths der 3111111111113 TUrlxÉ-Mannkrim. Tie onbncbiungsn wurden unter der 891ng ÖSÖ Tirsfros drr Sijrnwarte in Leivzig, 1)r. Bruhns, wiédrr rrn Or. T-iZHrZÖT 1111? O.". Löw xu-Fgeiübrt und im daran] irlgcndrn Winrsr 111 2:4..ka rsdu:ér: unk ws (HAWK von 131". Bruhns redißirt. Ti? (FZUK-Érunß, 11916: Puktifakicn 17T im Wefxntlichen dicéclbe, 1518 111 D?! Pxixt-Zkaxirx'. t?! xstrrnchZscH-géo- däti1ch€n Llrßs'iten vom Jakrz 1870. NZ! '"an €:1 rsx 531.4:rrx11mg dsr Beobacbigngm einig€ Asnrsrungxn TOTJLKJZTLMM. 22.1535 FIT::Ö “ziem- 11ch 11n1vc'ent1ick) ünd. _ Dkr 1813113211 M1“ ; *".11 ".: “" " Zeit 9111? drink, entléaltsnd die astronrméiIr-g;.=*Z"'I J.:hrc 1872: „Bcstimmnng dsr LZUI-IUÜFZZFUY ; «. dem Rugard auf_r-*r J11181 Rügsn, B6111n1121un11 r-x. * . 61111? 2131111111133? 11111 dcmielkkn Punktr 11111“ ETWZTTZULTLJ - Sckundcnpkndels“ *z'rng. *
Landtvirthschaft.
Berlin, 21. Juni. (Wollksricbrx) TÜJLZLKÖ ré-x ZUM? 111 WFÜM wäbrcnd dcs grstrigm TJZCÖ MTC iskr 151911751126 w,:r, "r "ist dir1c1b€ dock) noch nicht als abgsickziriirn ZU txrr.1ch*ksn, 2.1 1":er stünd- tick) nrue Qnaniiiätcn 11111 dcm L.x§s1*1*1.1ß rss Vikbxnxrers sintrcäcn. Das Gcsmnmtgswicßt rer 1115 jsßt rrrt rixxgctrrF-xnén Wollen bcläufi sich auf circa 110,000 Crr. Das (535711511 war auch, heut zicmlicb f(ott, wenngteicb die' Prrika 6111915 sckéwanktcn, Und manrbe gute Wollen mit 74 TW. abgesckxlciisn wx1rrsn. Hochfcins Wolle, Welche nur in vsrbältnißxnäßig 1361111981“ qunritär v'rrlmnden waren, wurdcn 11111110 bis 115 T1*1k. [*6311411. ersnfaUs 11611911 sick) die Preise auf dem Bcriincr Markt tür dis Prrruzkntsn günstiger als in Breslau und Pcfkn, Und dic grrszcn Mrngrn von Wollen, wclche [di-r angrfabrcn smd, 991111 ())-3199011561, dsn Bedarf inwoklt'0111111c11stem Maß? zu deckkn.
Si"itin, 16, Juni. Tic bruce zugriübricn W011en bstragen grgrn 11,600 Ctr. .Das vorjäßrige Laanmm ist srnacb 31611111ch cr- rcicht und das Z(bwnrg-srick't ist ZLJM rrrich F111r 3_5 Prozsnt 527191" ausgefaäcn. Ti? Wäsckye ist 1111211111e111cin2n [*cfri-cdigend. Dsr Markt eröffnete ichen trüb 5 11171 und 101139171 Faßrikanrcn, Kämmkr und Agenten 111111811 zu crmäsxégicn Prsiésn DVU 2 Bis 3 T1;1r„ wr- durcd 111 _kurzcr Zsit dic 521114511 Qu11iiäien [ékräUÉICkQUÜ warm. Mittrlwyllrn dagegen 911113911 1131)!" 11.111 Und nachdem Produzcntrn die Prciks gegrn vrrig-cs Jab): srmäßigt, wnrde 11111 7 11131 mit 2-3 bis 4 Tblr. [*illigrr und itrtt vcrkanft. Wenige 11911) vrrb1iebcns Prsicn 9111111711 1111811 daran 101136111111 Stundcn fort und um 611 111» war der 311.111! fast rr111'tänrig bxsndst. 51.111511 waxcn Fabri- knntcn, Spinner und 5351112161". anckxsckNikjlick) 111111“ 111111 1111“ fein? Wrslcn 72_73_74 TM., miittlfcm." 11211111 65_k,1'8 [wi gutsr Wäéckéx und ickvlcckét gxwascbrne LlZif'ltM kaum 60_62 Tbtr. Pro Str.:1'ür gUte Kammwoslcn Wurds Lkw.]?- melxr 1611111.
Stralsund, 13. Ztmi. Lis ZUÜWWU UM 280118 111111 1121112 [*rgonn-enen Markt bclicfen 11111 auf 7235 (*"tr„ auszerrxm wdrdcn am 231171111016 VSTWVZZU 1600 Str., 3111111151611 8.135 Str„ 8291 in 1872, 5880 in 1871, 7145 111 1870, 8493 111 1869. Die Wäiökén 11311011 311111 1361. 1r§itcm größsrsn Tbcilc 1111567ricrigend und 11.1111r11111ck) warsn dis 29211811 1118111 (drr wcnigsr 6111931117111'1. “Tn? Sriyurgkwicßi kann um r11rckichniiilich 5 Prr;-:11i größcr wis 1111 yrrigcn “3.1er angenommen werdcn. Vrr dcm Markts wurdcn ctwa 1500 (Ltr. 111 Prrisen vor: 64*_65Tk*1r.1*r.C1r.. 115111111111 9pCr. für Lriksn 1111? Tara kcniratxirt. L1*11*o'1*1 ric 3.111 dcr 7.1n1vc1'1'11dc11 F11*rika11ten und Händlsr gkringsr als irnst 111.11“, Organa de'! Markt mit 1131111715.“ Kauflnst und WUWL mit furzsn 11mterbrckch111ngrn 111 11.16“) und nach 21117115 erböbién Preifm [*is dicicn AOWD daz gnn'ze angebrachte Quantum gkräumt und damit dcr Markt [*r-ndigr. Bs- zalxlt wnrde jr 11.111) Qualität und WMQ)? von 61-67 Tlilr. por (Ltr., adzüglicb 9“- fiir Tara und L0ckc11 und nur rin paar feine vorzüglich gatgrratdene Prften [*Ldangcn 70 Thlr. „ver CU“.
Laudsbsrg, &. W., 14. Juni. _ngcn ch ungünstigen Wctirrs smd cinig-s Befißcr mit dcr Z(bnc nicbt fkrtig gcwrrrcn, rin? gröfwré 21113111)! bat schwarz 11eschrrcn, 10 daß das auf dem 2119111111111 züge- fäbrte Quantnm “Zchurwvlw 7_7-“000 (Fir. 19111113. Die Wäickxm wxrcn durchschnittlich gur 1md_drr Vrrkauf ging zu vorjäbrigcn Prsi- srn schnell von Statten. Dis Hauptkäqfér warrn Fabrikanrcn, die an- gelcgtcn Preise 65_7'.'.Z Thlr. 1111g€1v111chcn2 W065 Holt821_25Tsé1r. pr. Cir. Unverkaufi find 11111: einzelne mit Prriscn zu hoch gghawax und im 8.131,76 res Tach herangckommcnc Partisn.
Gemerbe und Handel.
L'éndon, 18. Juni. Ju rxr ?UÜCTTÜJJC Hat untrr drm Vorfikz des Earls von Carnarvon eins Konfcrcnz 1'11er D'Lc Mitts1 zur Ver- bcssyrung der Scid€nmanufaktur in England stattgrfnndcn. Die Versammlung stimmte in dcr Mrinung Überein, daß 51111111: 10112 Lohnvcrßältniffs in England gchu dic SsidenwürnwrzuÖt seien.
Aus dem Wolff'schen Telegraphen-Bureau.
München, Sonnabend, 21. Juni. Der König hat an den General v. d. Tann aus Veranlassung seines Geburtstages ein in den schmeichelhaftestcn Ausdrücken abgefaßtes Hand- schreiden gerichtet.
Braunschweig, Sonnabend, 21. Juni. Die amtlichen „Braunschweigcr Anzeigen“ macht heute bekannt, daß der Kammer-Dircktor v. Löhiieyscn, gegen welchen scincr Zeit eine DiEzi-1inaruntcrs11chung wegen Mißbrauchs seiner Stellung als Vorsitzender des Bergwerkskollegiums „ei11ge1citet worden, auf ' seinen Antrag in den Ruhestand verseßt. ist.
Paris, Sonnabend, 21. Juni, Vormittags. Dic zur Vor- berat'hung des Geseßcntwurfs über die Deccntralisation der Ver- waltung niedergesrßte parlamentarische Kommijfion hat heute be; _ schlossen, daß die verheiratbeten Wähler und die wahlberechtigten , Wittwer, welche Kinder haben, bei allen Munizipalwghlen eine ' doppelte Stürmix Yaben sollen. _ Die Einzahlungen auf die Anleihe beka'ufen 1ch bishw auf. 2780 Millionen.
Belgrad, Sonnabend, 21. Juni.
Die Regierung hat - den Bau der Eisenbahn von hier nach Alexinaß m Angrtff ge-
nomrnen. Ein zahlreiches Arbeiterpersonal ist bereits mit der Tracirung der Bahnlinie beschäftigt. '