1935 / 281 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 02 Dec 1935 18:00:01 GMT) scan diff

Reichö: und Staatsanzeiger Nr. 281 vom 2. Dezember 1935.

Nichtamtliches.

Deutsches Reich.

Der fran'ösische Botschafter Frangois-Poncet ist nach Berlin 5?1rückgekchrt und hat die Leitnng der Botschaft Wieder Übernonnncn.

Der spanische Botschafter Francisco Agramnonte 1) C ortijo ha't Berlin am 28. d. M. yerlassen. Wahrend feiner Aijescnl)cit führt Botschaftssekretar de Satorres die Geschäfte der Botschaft.

VerkehrZWesen.

Reickxsverkehrsminister: Inflation der Verkehrsmittel?

Die Verkehrs-Baupläne der nächsten Jahre. Der Glaube an die Zukunft.

- Bei einer Auseinanderseßunq mit denjenigsn, die angesichts des 111111 der Regierung Adolf Hitler betriebenen Ausbaus d_er Verkehrsmittel die Frage aufwerfen, ob nicht auf dtcsem (Y_qbtet dcs Guten zu vic! 9011111 1110100, gibt 1101 Rcickxs- nnd Prenßlsche Verkehrsminswr Freihcrr 111111 Elß-Riibcnack) in dcr_ „DentschLn Volkswirtschaxt“ eincn bedeutsamen Ueberblick über dre Verchrs- banpläne der nächsten Jahre. Er Wcist darauf hin, daß seit 1121." Machtcrqrcif111tg die chö1kcru11gsfzn1111111111). eincn starkcn 2111111211 erhielt, 11) daß die BcVölkcrnnquaU dcs Rkilhs jetzt [1111-67 Mil- 111111211 (191111111. Nnch aller Voranssicht Werde die gnnsttge 03111- wicklnng 111161111011 und auch die Lebenshaltung des Volkes ]1ck) Weiter hoben. _, Voi Votrakhtung der einzelnen Verkehrsmittel erklart der Minister, 02; 1111110 Verfchlt, 111151111611111211, 11013 die Reichsbahn ihren Höhepunkt Überschriften hätt? und daß ihre Entwicklung abgeschlosson sei. Sie bleibe nach wie vor das wichtigste Vcrkslzxs- Mittkl. Der Ausbau des Eisenbahnnetzes freilich könne im Wesentlichen 1115 abgeschlossM geltcn. Nene Strecken würden, ab- gesehen 11011 0011 Grenzchrkcn, 11111111 noch gebaut. Es seien (1110218 [1010115 in Angriff 9011011101600 Sonderanfgabcn, die in den nächsten Jahren 511 Endo geführt Werden müßtcn, d11l1ci 111111) dje Beseitigung der gefährlichstcn Ucbergänge und die Elektrtft- 31211111 .

21191 der Gcsamtgütcrbcwcgnng im Reich sei die Binncnskhi'ff- Labrt mit 22,8 % betciligt; damit dürfte der Beroeis erbracht sem, sie neben der Eisenbahn cin 1100001101905 Verkehrsinstrumcnt ei. Von den bei dcr 91211chtübcrnahme eingeleitet gejvesenen Krojektcn Erwähnt dLr Minister „das größte und unistrittcnsté Kanalprojekt“, dcn Mittcllandkanal, der u. a. auch fiir die Landesvcrteidigung Bedeutung hab's. Diese durchgéhende Wasscr- Ztraße vom Rhein und 131111 dEr Ruhr nach Berlin Werde im *deut- ck61! Verkehrsjvcscn erhebliche Umwälzungen bringen. Der Mittellandkanal Werde 1111111115sichtlich 1938 bis Magdcburg in Betrieb kommsn. Wsitcre vier Jahre erfordere die Fsrtigstcllnng dsr großcn .1111111111111'icke 111101: die Elbe. Im Zuge der Rhein- Main-Dona11-Vcrbi11d1111g sei die Donaustrecke zwischen chsns- burg und Passau bsreits wcsentlick) Vrbessert. Der Main Werde Von Aschaffenburg bis Würzburg aufwärts 1938 fertiggestellt; er solls dann Weiter bis Vcimberg kanalisiert Werden, von 1110 ein Kanal 111105 Nürnberg 1101111111 Werden soUe. Das eigene Wasser- 11111191111111111'11111111 des Reichs diene de'm Ausbau der natürlichen «11151118 Wcscr, Elbe und Oder, um die deutschczn Seehäfen Bremen, Hamburg, Stattin in bessßre Verbindung zum natür- ltck)§*1_1 Hinterland zu bringen. Für 1935 [01611 90 Mill. RM dmfi'tr 1101111111101. Die Übrigen Projcktc anf diesem Gebiete 1011111011 3111106111 znriickgcstkllt.

Was 0011 „1111000119011 (1111011110, so stehe hinsichtlich des Be- stamdos Deutschland 111 Europa 'th erst 1111 501111101 Stelle, [11 daß eine Yoße Entwicklung 11113 UAZ 1101111111059. Seitdem dsr Führer und 2101510113101 die Motorisiemtng proklatnißrt habe, verkenne niemand mc?r, daß der Kraftjvagcn Vorzüge besitze, die nur er dEr Wirtschat zu ictcn 1121111155113. Welchen “131013 er sick) bereits

erobert habe, ergebe sich daraus, daß der Gesamttvert 091" in Ge- brauch befindlichen KraftWa en auf 4,2 Mrd. RM gxschaßt Werdx, während das gesamte rolendx Matextal de_r Retchsbahn__m11 7,3 Mrd., die deutsche Handelsflotte 11111 Wenig mehr_ als uber 1 Mrd. RM und die de11tsche Binncnschtffahrtsflottx 1mt % Mrd. Reichsmark bejvertct würden. Der M1111ster' feiert dann das bisher einzi in der Welt beYehcnde große Pro ek_t des zusammen- ängenden Zkoßes deutscher 11tobahn0n und s ließt Mit. der Er- lärnng, die Sorge vor einer Inflation der erkehrsmntel gehe regelmäßig von solchen Menschen aus, denen der Glaube an Deutschlands Zukunft fehle.

Aus der BerWaltung.

Eine Reichszentrase zur Bekämpfung

von Rauschgiftvergehen.

ur ein eitlichen und wirksameren Bekämp'fUUg des unerLubten Vherkehrs, insbesonderx des Schmug els mit den de__m Opiumgeseß unterliegenden Betaubungsnittte 11,» Wird _gymaß einem Runderlaß des Reichs- 1zud Preußischen «)*111ienm1msters mit soßortigcr Wirkung eine „R61chs entrale z11r Bekämpfung von RanschgistVLrgehen“ errichtet. Die ufgaben__die:ser Reichszenirale überni111mt dre bisherige Zentrale zur Bekgmpfung vdon Rausch- qiftVergehcn dss Preußischen Landeskrzmznalamis' 1_n Berlm. Gleichzeitig Werden bei den Landeskr_11n11111l:(Pol1zer_-)Aerittern „Nachrichtcnsammelstellen über Ra11§chgtfxvergelen“ em 111115161. Die Ortspolizeibehörden melden den" Kachr1chte_n amm01ste 1311 alle Fälle unerlaubten Verkehrs mit Vetaulzu11gs1n11te1n, die mehr als eine rein örtliche Bedeutnng haben. Sie Haben dlL R01chszentrale n verständigen, sobald der Verdacht beteht, daß 'die strafbare „ätigkeit sick) nicht 1111! den Bereich des LandeskUmtnalamts be- schränkt, oder, daß es ich um Straftaxen geWerbs; oder Wohn- ?eitsmäßiger Täter handelt. Unter d1e Meldepflicht fa en auck) vestimmte Personengruppen, z.B. Axotheken-Cmbrecher, Rezept- Diobe nnd Rezept-Fäkscher, sowie Suchttge, d1euauf_ Grund des § 51 StGB. außer Verfolgung gesetzt sind, aber fur.e'1ne 211116115- unterbringnn, in Betracht kommen. Alle medtzmalpoltzetltch Wichtigen e sind dem Reichs esundheitsamt zu melden. Dre Reichszentrale führt Karteien 1": er alle in Betracht kommende_n Rechtsbrecbcr, eine Lichtbildersam1nlun_ dieser Personen sowie eine Sammlung Won Abzügen der ge a*lschten Rezepte. Wetter regelt der Minister den Verkehr mit dem AuZland und 1118 Zu- sammenarbeit mit dem Reichsgesundheitsamt.

Kunst und Wissenschaft. Spielplan der Berliner Staatstheater.

Dienstag, den 3. Dezember.

Staatsoper: D i 9 Z (1 u b e rflö t e. Musikalische Leitung: Blech. BMW: 1934 Uhr. “- .

Schauspielhaus: T h o m a s P a i n e. Schausptel von Hanns Fohst. Beginn: 20 Uhr.

Staatstheater Kleines Hans: D i e I u n g f e r n v o m B i 1 ck 1) f s b e r g. Lustspiel von Gerhart Hauptmann. Beginn: 20 Uhr.

ZWei Premieren in den Staatlichen Schauspielhäusern,

Am Freitag, 6. Dezember, im Schauspielhaus am Geydarmen- markt HL-bbels „Gyges und sein Ring“ unter der Spielleitung von Gust-af Gründgens mit Wérnsr Krauß (Kan-daulcs), Hilde Weißner (Rhodope), Claus, Clausen (Gyges). Bühnenbilder: TraUgott Müller. Musik: Mark Lothar.

Am Sonnabend, 7. Dezember, im Staatstheater (Kleines Haus) Wildes Komödie „Ein idealer Gatte“, neubsaVHeitet Von Karl Levbs untcr dcr Spielleitung von Hans Leibelt mit Viktor de Konm (Gorin ), Maria Bard (Mrs. Cheyel-ey), Marianne Hoppe (Mabel), Zlnnemarie Holtz (Lady Chil1ern) Elsa Wagner (Lady Markby), Otto Graf (Chiltern), Hans Leibekt (Caversham). Bühnenbilder: Edward Suhr.

Handelsteil.

Der Düsseldorfer Eisenhüttentag.

Hauptthemen: Rohstoff-Fragen und Gütesteigerung.

' N11chdcn1 die letzte Hauptversamnünng des Vereins deut cher Etsenhuxtenlente im Juni vorigen Jahres eine besondere ote" dnrch dte GrunNteinlegung zum Neubau des Kaiser Wilhelm- Jpstttuts fur Etsénforschung erhielt, steht der diesjährige Eisen- Yuttcittag 1111112 11111er_ dem Zeichen des 75jéibrigen Bestehens des "crems 1111d Lr Werhe dcs inzWiscben fertiggestellten Neubanes fur__das Eisenforschungsinstitut, Dies ist Wohl auch der Anlaß dgfnr, daß die Eisenhüttc11lenie aus allen Gauen des Reiches in d1esem Jahre in noch größerér Zahl als dies sonst schon allgemein aus Anlaß des Eisenhütteniages Üblich ist, nach Diisseldorf geeilt sind, um diese bedentsamen Tage mitznsrlcben. Wie stets, ist der erste Tag der Gesa111tvera1tstaltungen dcn Facharbeitern gewidmet. Oje 1111151111 lichen Aufgaben, die dem Eisénhüttenmann durch die heutige Zeit Ystellt Werden, spiegéln sich auch in den Ver- handlungen und 111111101311, die in Froei Gruppensißnngcn ab- gehalten Werden, wider. Sie beschäftigen sick) in erster Linie mit der Weiicstgcbcndcn Nußbarmacbung der deutschen Rohstoffe und ihxe bestmögliche 2111511111311110 sowie als gleich wichtig mit der Gntesteigernng der Erzcugnisse. Dementsprechynd Waren die Vor- träge am Vormittag in der Gruppe 1 vor allem auf die Fragen aus dLm metallurgischen Gebiat abgéstellt, während die Nach- mittagßsißnng (Gruppe 2) Arbeiten aus dem Gcbiete der Werk- stoffprüfung und -vcrwendu11g galt.

Als erster Redner in der von GMeraldircktor Dr. . SpriUgv-rnm, Dortmund, 110121101011 Gruppe 1 berichtete Dirékwr Dr. Ing. H. Bansen, Rheinhausen, iibcr „Motos!- 11110ische 211111105211 und Möglichkkiten zur Anpa 111119 an die Rol)- stofflage“. Wenn auch in der Eisen: und «tahlindustrie dcr Schrott einc große Rolle als ?lngangsstoff für die E17, eugung 11911011 Stahles odcr Eisens spiele, so umfasse das als S 1100 in den Schmelzofcn znrückkehrende Eisen nur einen Teil der Er- zeugung. Ter Rcstbedarf (111 0311110011111 müsse durch Eisen aus Erzen ergänzt Werden. und zjvar stehe in den armen deutschen Erzen eine größere Menge Eisen zur Verfiigung, deren berg- 1111'11111111119 Gewinnung technisch möglich sei. Weniger befriedigend sci dio Frage geklärt, wie wckzniscl) und wirtschaftlich die Trennung dcs Eise'n?» 0011 seinen unerwünschten Und 111iver1vertbaren Be- gleitcrm dnrchznfiihrcn sci. Hierfür seien mechanische und ther- mische 210151111011 entwickelt, (111 dercn Vcholkkommnung ge- 011191191 1110100. Bisher habe sich fiir die Stal)1€rze1tgung aus Erzcn der Weg 11061" das Rohe?" und das Hockxofcherahren (115 001“ 0111111111010 erwiesen. Da Lk Gehalt an Begleitelcntenten 1191111110 (5510115011 nicht überschrsiten dürfe, so bedürfe das Hock)- 1110111101'10111611 011111101 Abänderungen. 11111 die armen deutschen Erze 7,11 1101015011011. Vorschläge und bisherige Versuche ließen erhoffen, daß dieses Ziel erreicht jvsrde. Die Versorgung mit

dem für die Sck)lackenerzeugung notjvcndigen, in Deutschland aber nur unzureichend vorZT'mdknen Mangan mache eine Neueinteilung der u erzeugenden oheisensorten notwendig, ebenso eine'ent- sprecZende Anpassung der Stahlerzeugun„sverfahren. In dtesem Falle könne eine erhebliche Verminderun, er bisherigen Mangan- verluste und ein Für die deuts e EiJenwirtchaft' notwend1ger günstiger Mangan reiSlauf erziet werden. amrt seten auch Möglichkeiten eröffnet, die Mangananreicherung aus mangan- haltigen Eisenerzen Vorzunehmen.

In dem zweiten Vortrage s rack) Professor „Dr. “Fr. Koerber, Direktor des Kaiser WiFelm-Jnstituts fur Eisen- fo'rschung, Düsseldorf, iiber „Zur MetallurJie der Eisenbxglettex“. Der Vortrag gibt Ausschnitte aus den Ar eiten des Katser W11- helm-Jnstituts fiir Eisenforschnng, die auf dem Gebiete dxr metallurgischen Chemie während des leßten Ja re?- in Angrtff genommen Wurden. Anschließend beschäftigte sich rosessor Dix. K. Rummel, Düsseldorf, mit dem Einfluß betriewatrtschaftlicher Gedankengänge auf die Stoffwirtschaft der EisenhüttenWerke.

Die Nack1n1ittagssi1z11ng, die unter Leitung von Prof. 'Dr. P. G 11 0 r e 11 s , Essen, stand, Wurde eingeleitet Mit einem Bericht vyn Professor Dr. phil. F. Weber, Kaiser Wilbelm-Jnstitut fur Eisenforscbung, Diisseldorf, über den hkutigen Stand der Mxtall- physik und ihre praktische Nutznnkvendung. Im Anschluß hteran Ersfatiete Professor Dr. phil. G Masing, Berlin, einen, Vor- trag: „Was bringt dem Eisenhüttenmann die neuere Entjvtcklung in der T0 nik der Nichteisenmetakle?“ Die Eigenarttder ver- sckxiedenen ichteisenmetalle und ihrer Legierun en brmge zum Teil sehr starke Abkoeickzungen in iner technisckJen Behandlung Von derjenigen des Eisens, ähnele i 1: aber auch teilWeise. Das Mumininm z. B. Weiche in seiner metallurgischen Eigenart sehr stark vom Eisen (16, da es sehr unedel und seine Verbindungen alle salzartig seien. Eine Schlackenarbeit in dem bei der Eisen- 1111d Stahlerzengung üblichen Sinne sei hier deshalb unmöglich. Die metallurgische Behandlung des Aluminiums bestehe in der Hauptsache in der Beseitigung xdes aufgenommenen Wasserstoffes und der Oxydhänte. Das Kupfer habe viel mehr Ae nlichkeit mit dem Eisen, da seine Verbindungewebenfalls ha bmetallischen Charakter haben; abgesehen von der Beseitigung der Verunreini- gungen beßehe anch beim Kupfer die Hauptaufgabe der metaUur- gischen Be andlung darin, den Sauerstoff und Wasserstoff zu be- seitigen. Aehnlich ließen sich auch von der Erzeugung des Links und Nickel?» her Vergleiche auf die Arbeitsverfahren beim Eisen ziehen.

In den chxi letzten Vorträgen, in dieser Gruppx behandelten Direktor E. Kreissig, Uerdmgen, und Dtpl.-Jng. O.

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Paulßßn, Berlin, die Grundlagen des Leichtbaues. Direktor E. Kretsstgßeigte, daß die Wirkung der Getvtchtsverminderun erst 1n__z111e1ter_-Linie erstrebt werde, daß der Letchtbau vielMehr auptsachltch' eme notWendige Qualitätsverbesserung der Kon- traktion ?rztßlen Wolle. Die SchMiszung bringe die Möglichkei er Veerkltchung 1101101: Bauformen für die Hohlträgerbauar die im Sinne des Letchtbaues liegen. Vorausse un hierfiir se die Mixarbeit der Technylvgen, dur die die Werk toféeigenschafte Zqchgezuchtet werden.mußten, die dte günstigsten Wirkungen ver Ürgten. Abschließend ging der Vortragende aulx die Problem des Schalenbaues ein, die er als eine von der isherigen Kon Fraktionstechnik abWeichende BauWeise kennzei nete, die in erste inie dur Ela tizität und Gestaltung und ert in zjveiter Lini durch die estig eit bestimmt et.

Dipl.- ng. O, Paulßen, erlin, ging auf die Problemstellun- für die Anwendung des Leichtbaues im Hochbau und im lug zeugbau ein. Er _erklärte, da beim Fahrzeug-, Schiff- und lug eugbau das _ger1_nge (Hewi t in einem höheren Verkaufsprei Heinen 211121110111? rm NußyngSWert finde, da ja durch Erhöhun der Ladefahtgkett „auch die produktive Leistung je Stundenkilo meter oder Seemetle erhöht Werde, Beim Hochbau dagegen hab das Gewicht auf den ersten Blick keinerlei Beziehung zu NußnngsWert. Jm Hochbau seße sich in der Pra is also nur dan der Leichtbau durch, Wenn durch eine Gewichtser parnis auch ein Kostenersparnis in der Hersteüung des Bau1verkes erzielt Werde

Abschluß der Holztagung 1935.

Die vom Fachausschuß für Holzfragen und dem Ausschuß Technik in der Forsüvirtfchaft beim Verein deutscher Infenieure

und Deutschen Forstverein veranstaltete Holztagun 1935 cmd am Sonnabend mit den Fach'ißungen „Holz als aftstof“ und „Holzschuß“ ihren Abschlusz. Ueber „Die chemisch-physikalisckw- Grundlagen der Holzwergasung“ sprach Di [.:.Fn . Fink b e i ner- VDF, Darmstadt. Er zeichnete in keinem ortrag di Fortschritte in der HolzvergasUUÉ auf, die die Erzen ung eine teerfreien Gases ermöglichen. ie Erfahrung der eßten Zei lehre, daß auch in der Fra e des HolzgaSantriebes Fortschritte erzielt Wurden, die geeignet eien, die noch immer teiWeise vor- handenen Vorurteile u beseitigen und der Verjvendung des in der heimischen Forstwtrtschaft anfallenden Abfalkholzes neue Ab- 10 möglichkeiten U erschließen. In seinem Referat „Betriebser- aFrungen mit 015 im Verke r“ berichtete Betriebs-

fahrunYen mit dem bereits über 50000 Kilometer im In- und 211131011 gelaufenen Holzgasomnibus dcsKreises Stormarn. Von den sonst gehaltenen Vorträgen ist außer „Versuche mit Feuer- schutzmitteln zur Herabseßung der Brennbarkeit des Holzes“ 13011 Regierungsrat Dr. Metz und „Luftéchußdecken aus Holz“ von Dr.-Jng. Seidel besonders ein Re

Liese über „Heukiger Stand der Holzkonservierung“ zu erwäh-' nen. Im Interesse der deutschen Holzversorgung und der Scho-

eine besondere Beachtnng. Die Zrößken Erfahrungen über Holz-Lé- konservierung besißen die Reichs ahn und die Retchspost; liegen“ doch bei der Reichsbahn z. Zt. etkva 120 Millionen HolzschWellen.* Wenn für alle 171):Strecken jeßt Holzschwellen vorgesehen sind, so, beWeise dies die guten Erfahrungen bei der SchwelTenkonservie-Z run . Das Steinkohlenteeröl nach Reichsbahn- und Reichspost-Z Vor christ, mit dem sämtliche HolzschWellen und der größte Teil1 von Kiefernstangen und -masten getränkt Werden, schützt das hier-j mit durchtränkte Holz selbst noch nach ja rzehntelanéer freier- Lagerun? einwandfrei. Für mit Teeröl dur tränkte Te egraphen- xtangen ann nach Angaben der Reichspost mit einer Gebrauchsa auer Von 83 Jahren Yerechnet Werden. Neuere Konservierungs- mittel sind vor allem ie aus Flnorsalzkn und, Dinitropbe11olen„ Arsen und Biebromaten hergestellten Salz emische. Sie smd Weid, gehend unauStvasckxbar, so daß die MögltYykeii besteht, das bisher, nur aus dcm Ausland erhältliche Sublimat ür die ichtcnträn- kun durch diese Konservierungsmittel zu er eßen. ir beji cn,I mit )in sehr gute Möglichkeiten, um das ver ante Nußhol 10St- zehnielang zu schützen; Aufgabx der Wirtschaft sei es, sicZ ihrer 11 bedienen und damit die jahrlich lnsher durch Fäulnis ent- ?tehenden Holzverluste im Interesse der Erhaltung des Volksverxx mögens sorveit wie möglich zu verringern. . 1

Arbeitötagung im Hause des deutschen Handwerks.

Der Reichsstand des Deutschen HandWerks hat in den leizten'** Tagcn eine umfangreiche Arbeitstagung der Geschäftsführer sämtlicher HandWerks- und Gejverbekammern und Reichsinnungs- verbände veranstaltet. ReichshandWerksmeister Schmidt sprach unter anderem über die Zusammenarbeit mit den Dienststellen der Partei und des Staates. Er konnte auf Grund eines während der Tagung veranstalteten Empfangs beim Führer der Versa111111- lung die Grüße Adolf Hitlers 'Überbringen. Generalsekretae Dr. Schüler, der die Tagun leitete, erstattete einen umfang- reichen Täti keitsbericht. Au? der Tagung Wurden u.a. folgende Gebiete be andelt: EhrengerichtSbarkeit, Schulung, Meister- prüfung, ArbeitheschaffunY, VerWendung von AuZtamschstoffen, Weihnachtswerbung. Mit esonderem Dank Wurde ein Vortrag des Präsidenten des Staatlichen Materialprüfungsamtes, Ministerialrat Dr. Seidl, ausgenommen, der die ma.nnigf"achen ZHW lichkeiten" 'der Handwerksförderung durch Matertalpr11fung1 ar egte. ;

1

Berliner Börse am 2. Dezember.

Im Verlauf ziemlich freundlich.

Nach Erledi_u1(1§§] des Ultimo hat sich im Vexklauf der heuttgcn Börse eine gemisse eschäftslukt gezeigt. Haupttrager des Geschafts it zWar nach wie vor d1e Kuli fse, aber man konnte in verschtzydenen erten auch einige Anlagekäu e des Publikums bemerken, dte dem 1anzen Markt um so mehr eine Stütze gaben, als man darauf Zinwies, daß diese Käufe trotz des Weihnachtßmonats erfolgten. Die Börse eröffnete in recht ruhiger aber immerhin nicht un- freundlicher Grundstimmung. Bald naY Notierung der ersten Kurse nahm die Geschäftstättgkeit u, die „endenz Wurde zusehends rechét freundlich und erst gegen Ge äft ab. erschiedene Werte des Montanmarktes hatten heute etWas größere Umsätze zu ver eichnen, 50 Stahlverein (+ 1%), Mannes- mann (+ 1) und Hoeéch (+ %. Hiervon abgeseherx geWanne) Fnst Rheinstahl 1% %, Stolberger ink 1 % und Klocknex %931- nter Braunkohleniverten bemerkte man einige Anlagekaufe m Vubiag (+ 2%) und in Rheinische B'raunkohlen (+ 2). Unie Kalipapieren lagen nur SalzdeIurth hoher (+ 1). Das Jutercss der Prtvatkundschaft erstreckte si aber atxch cm'f verschtxdene W911 des Elektromarktes. So konnte man Kaufe 111 Ges urel und 1 ; Felten & Guilleaume (je + 1 , besonders aber in R. .E. (+ 134) bemerken. Ferner lagen iemens 1%, Schuckert % % 1111 21.63.03. 34 % höher. Aach für ZellstoJ Waldhof bemerkte ma- yerstärktes Interesse (+ 2). Von der ultsse Wurden Junghan (+ 134), Mua (+ ]) LMM Orenstein (+ %) gekauft. Sonst la noch Julius erger fet (+_1). . _ * Auch-am Kassamarkt ubernoog eme freu__ndltche Tendcn, Großbankaktien zeigten allordinch kaum Veranderungen. I““ Renten War Die Tendenz nicht (311117, einhcitlich, aber auch [112 zeigten sich vereinzelt kleine Beszerungen, Tagesgeld stel_lie [1 nach Erledigung des Ultimo a11f3cki bis 334. Am mternationac Devisenmarkt lag das englische Pfund Wieder etWas gebessert 1111-

ging in Berlin an 12,27); (12,26%)RM herauf. Der Dolla blieb wieder unverändert 2488111511). . .

WTIMMWMMWWWIWWWY ,

as direktor Dama?chke, Wands ek, über die praktischen Er-

erat von Prof. Dr.“

nung unseres Devisenvorrates beanspruche dieses Gebiet z. Zt.;

Reichs: und Staatsanzeiger Nr. 281 vom 2. Dezember 1935. S. 3

Die Treibstoffpreise.

Zur Zollerhöhung des Diesel-Treibstoffes teilt Direktor x, Werlin, Leiter der Fachgruppe „Kraftwagen und deren 1 storen“, 'folgendes mit:

Durch die Verovdnung des Reichsfinanzministeriums' vom 7, November 1935 ist für .Diesel-Treibstoff eine Zollerhdhung 1111 411121? auf 8RM plüs 20 % Tara-Zuschlag eingetreten. Ur- 1rijnglich hatte die einschlägige Industrie in einer Denkschrift ine A1tsgleichskasse vorgeschlagen. Der Preis sollte a11f*14RM [höht Werden und mit der Differenz auf 16 RM, Welche 'die „xejbstoffindustrie forderte, sollte die einheimische Produktion «stiitzt Werden. Allerdings hatte diese Regelung eine steuerltche r11n'1'ßigung für Lastkraftwagen zur Vorausseßung.

Das Reichsfiuanzministerium hat indes auf die zusätzliche Zunahme, die bei der Einfuhr von rund 1 Million Tonnen _10 Mil[.RM beträgt, wal)rscheinlich nicht verzichten können. 11 und für sich Wird sich bereits das Aufkommen aus der Kraft- . hrzcngsteuer, das im Steuerjahr 1933/34 212 Millionen betrng, jo die Entwicklung des laufenden Steuerjahres ergibt, voraus- 11111111) um ein Drittel verringern.

Durch die neue Zollregelung ist natürlich die Möglichkeit 051011511, den neuen EinfuhrpWis mit dem für die inländische Er- cngnng erforderlichen Preis ebenfalls auf eine Ebene zu bringen,

Deutschland ist nun einmal in der glücklichen Lage, eine cimische Rohstoffbasis (Steinkohle und Braunkohle) zu besitzen, 11111 Außnüßung im Wehrpolitischen und wirtschaftlichen miercsse eine zwingende Notivendigkeit ist. Hierzu gehört natürlich 1111) die Einsparung zusätzlicher Devisen fiir den durch die fort- )1ciwnde Motorisierung erforderlichen Mehrbedarf.

Während der Bedarf an Leichtkraftstoffen (Benzin, Benzol

nd Spiritus bereits zu einem Wesentlichen Teil aus der heimischen"

“150111111110 gedeckt Wird, beträgt die inländische Herstellung von- «161015! kaum ein Sechstel des Bedarfs.

Es ist klar, daß durch die neue Zollcrhöhnng die Rentabilität :es Dieselmotors gegenüber dem Benzinmotor etwas gcringer vird. Es darf aber dabei nicht außer acht gelassen Werden, daß 111“ Preisunterschied zwischen Benzin und Dieselöl immer noch "11191 50% beträgt, bei einem 30 %igen Nußeffekt des Diesel- 11111116.

Fiir einen Lastkraftwagen von 611130 3 Tonnen Nntzkraft ?*11'101 der Mehrpreis bei einer Strecke von 20011111 kaum mehr 013, 2,50 RM, Diese Gedanken muß man sich vor Augen halten, 111111 man die Frage der Zollerhöhung betrachtet.

S01vohl der Führer selbst als auch die Reichsregierung haben 11111) zahlreiche Maßnahmen vom ersten Tage der Machtergreifung 11 bewiesen, daß nichts unterlassen wird, die Motorisierung =c1ttschlands mit allen Mitteln zu fördern und lebensfähig ans- ,11111111011. Ihr Blick ist aber auf das Ganze gerichtet und von diesem vesichtsp"1111kt aus ist auch die neue Vérordnung anzusehen.

D1e Lage auf dem Warenmarkt.

Nach den Mitteilungen der Dresdner Bank in ihren leßten takislischen Uebersichten Weisen die internationalen Rohstoff- 1ii1*kte letzthin großenteils eine abWartende Haltung auf, da der '*cginn der nunme ri en Wirtschaftlichen und finanziellen Sank- 111111'11 gegen Italien ie Unternehmungskust der internationalen *erbmucher und insbesondere der Spekulation beeinträchtigte. [1111011195111 es bisher noch auf kaum einem Marktgebiet zu 101161011sxPreisrjickgän,en gekommen. An den internationalen 111119111narkten hat si die Geschäftsbelebnng zum Teil Weiter crélarkt, Wozu neben der, saisonüblichen Steigerung des Haus- 11111dkohle11bedarfs aucb die grösßere Nufnahmefähigkeit der Kohle -c1*[1ra1tchenden Industrien We entlich beitrug. Die internatto- 1111911 Eisen- und Stah'lansfuhrmärkte ?atten nach wie vor einen echt lebhaften Geschäfts ang auf u1vei en, Die internationalen _“1111tt1närkte behielten i re feste altung ebenfalls bei. An den 111011zationalen Metallbörsen lag Kupfer weiterhin stetig. Die Yat1stische Position des Weltku fermarktes hat sich erneut Wesent- 1ch,verbesert. Km Oktober Haben nach der inoffiziellen ameri- antsckxen tatisti die gesamten Weltvorräte wie-der abgenommen [11111151 die Weltproduktion er War als im Vormonat. 21111 EU Bleimärkten kam die u wärtsbeWegung der Notierungen 111111“ zum Stillstand, do konnte sich das erhöhte Preisniveau _Ut behaupten. An den ink- und Zinnmärkten hat sich wieder 1111 rccht unsichere Tendenz durchgesetzt. .

U irtschaft des Anstandes.

inzesheiten über das neu errichtete französische Stahlkartell. '

Paris, 30. November. Die der französischen SchWerindustrie nthstehende „Usine“ gibt nähere Einßelheiten über die Unter- zetchnung des neuen franzößschen Stahl artells bekannt. ZWei der dre1 neuen Schlichter Wer en von dem Blatt bereits genannt. EI handelt ich um Guilleaume und Lambert-Ribot. Die drei neuen Schli ter Werden sämtliche Vollmachten zur BYrenzung der'Stahlhertellung haben, und, Wenn nötig, auch die erkaufs- PTM festlegen. Die Schlichter Werden neue Saßungen aus- arbctten und eine Liste derjenigen ErzeUgnisse aufstellen, die unter Kontrolle gestellt Werden sollen, sojvie die Verkaufs-

chluß des Verkehrs ebbte das , jl;)edikngungen für diese Erzeugnixse festleéxen, Die einzelnen Stahl- ? 019 i

. sind nur dann nicht verp li tet, ch einer Entscheidung der SMtckUer zu unterWerfen, Wenn ich das Streitobjekt auf mehr 1115 20 % des Um aßes belaufen [ol1te. ' n allen übrigen Fällen 1011 _der Entscheitd er Schlichter bmdend ein, Eine Neuerung im „S111111kartell von 1935 gegenüber dem ertrage von 1932 tritt 11110 ern ein, als ebenfalls die Gußeisen-ManganeisenWerke mit 9111bczogen'1 jvorden sind. Um ein etWaiges AuZderreihetanzen Lszner Werke zu verhindern oder Wenigstens zu begrenzen, ver- JWTM sich die einzelnen Stahlwerke, diejenigen Werke znr «nhaltung der neuen Bestimmuanen anzuhalten, die nicht zur Unterzeichnung des neuen Kartels ein eladen waren, deren , ich aber im Besitz der nter eichnerwerke be- flndx't, Von den orbehalten, die von “den verschie enen am Kartell betctligten Werken gemacht Worden seien, nennt die „Usine“ u. a., daß man die Produktion der einzelnen Werke nicht unter die zur N"[rechterhaltung der notWendi en Arbeiten er orderliche Anzahl VM,! Birnen und Oefen bei den Zhomas- b w. artinsstatherken dxosscln werde. Man WerdY die Herste ung von halbfertigen 101011 nach der Herstellungsmenge von FertigWaren festseßen. Man werde dieGesamtproduktion gewisser Stalleerke begrenzen, NÖM man werde kein Verkau skontor fürSpezial tahl oder laufende Nebenprodukte errichten. an werde auch keine Unkosten des 0111-1145 auf Waren umlegen, die lediglich für den Inlandsmarkt estimmt seten. *

Aktienmehrheit

“Färsen:

Neuer Rekord der englischen Kunstseidenerzeugung.

Die englische K11nstrseidenerzeugun hat im Oktober einen ganz ungeWohnlichen Re ordtand errei 1, Mit einer «Ziffer von 12,54 Mtll. 1115. ltegt fsie no um 1,42 ill. 168. über er bisher höchsten Erzeugungszi fer vom Mai dieses Jahre?- und übersteigt die des Vormonats um 2,78 Mill. ]bI. In olge dieser anhaltend giinstigen Absaßentwicklung ikt bereits "th nach Berücksichtigung der Produktionsziffern der er ten zehn onate mit einer Gesamt- er eugung von 102,01 Mill. 168. die Produktion des Kalender- jaJres 1934 um nicht Weniger als 8,91 Mill. 165. überschritten. Ebenso Wie die Erzen ung hat sich auch der Absaß sehr befriedigend entw1ckelt und ist an? 119223001130. gegenüber 9186 8001115, im Oktober v. J. estiegen. Jeßt will man allerdings Anzeichen einer gewissen lbschwächnng der Nachfrage feststellen und die Zukunftsaussichten werden etWas Weni er günstig beurteilt, als noch vor einigen Wochen. Trotzdem,it aber die B2schä“ti ung der Kunstseide erzeugenden Industrie gesichert Wenn an eu- aufträge in geringerem Maße eingingen, da ei ast allen Pro- duzenten ein großer Auftragsbestand vorhanden 1st. In diesen Kreisen ist man auch sehr Werstchtlich gestimmt und glaubt mit Sicherheit erWarten zu dÜrZen, daß auch im neuen Jahr die Be- schäftigungslage sich nicht ändern wird.

Zur Lage der Sowjetwirtschaft.

Mangel an Facharbeitern. _ Außergetvöhnlicher Tiefstand des Lebensstandards.

Das Heft 33 des _Wirtsck10ftsblattes der Industrie- und Handelskammer zu Berltn enthält ejne aus ührlickze Darstellung dex Struktur und Lage der Soroxetwirts aft von SHndikus Dipl.-Kfm, Lorenz. Der Artikel beschränkt sich auf die Dar- stellung einiger besonders wissenswerter und einer breiteren Oeffentlichkeit Wenig bekannter Einleheiten der _sowjetrussischen Jndustriealisi-erung. .

Der mit den soW1etruésiHchen Verhältnissen bestens vertraute V'erfasstereist u. a. daran in, daß aus den nackten Planzifsern k91ne R11ck1chlüsse a11f“die Leistungsfähigkeit Lzogen Werden konnexx, ,soern man die Qualität der russisägxxn Erzeugnisse unberucksichtigt lasse. Für den ausländischen Beobachter seien vor alleyt die seit einigen Jahren in der ochtischen Tages- und Fqc pres1e erscheinenden sogenannten Selb tkritiken seYr aufschluß- ret . Aus thnen géhe ? W. 150113111“, da der Aus chuß in den sow]eiischen Fabriken vie fach 30 bis 75 %, teilw'eise sogar 100 % der gesamten Eréeugun ausmache. der außeror-dent iche angel (111 geeiqneten Facharbeitern bemerkbar. SchWLrwiegendc Folgerx ziehe im übrigen das Bestreben der Spezialisten nach sich, stch ngch Möglichkeit an' den Stellen festzusetzen, an denen sie nicht für Fehlschläge verant- 1vortlj1§ gemacht 1110115211 können. Die Wirts aft leide ferner erhebli unter dexn standigen Wexhsel der Beleg chasten, Wodurch es nahezu unmößchh sei, in den einzelnen Fabriken einen Stamm tüchtiger Fachar eiter zu halten. Es abe sich als unmöglich herausgestellt, dieser Zustände, die ihre rlsach-e in den teilWeise unerträglichen Lebens-' und Arbeitsverhätnissen finden Herr M Werden. Das Prinzip des qleichen LoZan sei in Weitgeéendem

aße aufgehoben Worden. An die Ste e' der Lohngleiéy eit sei d_er Lcistunqslohn in Gestalt untersxhiedlicher Arbeitslö ne und eines scharfen Akkordsystems getreten. Jm Gesamtynrcbschnitt betrage der Lohn heute nach 18jäZriger Sowjetherr1chaft nnr etiva ein Fünftel des Vorkriegslo nes. Lege man die Ent- Wicklung des Brotpreises zugxuxxde so zeige sich, daß der Reallohn nicht, WM im zWeiten Funixaöresplan voyesehen, um das Dopp_elte gestregen, sondern um das AnderthalHJache gesunken sei. Damrt habe der Lebexnsstand-ar-dper Bevölkerung Sowjetrußlands einen Tiefstand erreicht, den kem irgendWie mit Sowjetrußland vergleichbares Land der Erde aufqueisen habe.

Sehr nachteiliq mache sich

Berichte von auswärtigen Devisen: und Wertpapiermärkten.

Devisen.

Da11z1g, 30. 9101101111125 (D. N. B.) [211166 in Danziger

Gulden.] Banknoten: Polnische Loko 100 Zloty 99,80 G., 1002021, 100 Dexntsche Reichsmark -,- G., _,» B., Amerikanische (5- [115 100-Stücke) --,-* G., »,- B. Schecks: London »,» G., “,“ B. - AUSzahlungen: Warschau 100 Zloty 99,80 G., 100,20 B. Telcgraphiscbc: London 26,16 G., 26,26 B., Paris 34,93 G., 35,07 B., NEW York 5,3020 G., 5,3230 V., Berlin 213,03 (H., 213,87 B. . 213.1 e 11, 3021052111601. (D NB.) [Ermittelts Durchschnitjsfurse tm Prxvmtcxchtng, Vricfl. 2111250511 Amsterdam 364,41, Bsrlin 216,27, 231111101 90,90, Budapest _,«, Bukarest _,__, Kopen- hagen 118,43, London 20,60, Madrid 70,64, Mailmid 42,84, New York 538,20, OÖlo 133,31, Paris 35,52, Prag 22,09, Sofia -.-, Stockholm 136,82, Warschau 101,30, Zürich 174,16 »- Brikfl. Zahlung oder Scheck Nen) York 533,39.

Prgg, 30 2100011113217. (D. N. B.) Amsterdam 16,40, Berlin 973,25, Zurrcl) 782,50, 27le 600,50, Kopcnhagen 534,00, London 119,55, Madrid 330,75, Mailand 195.50, NewYork 24,231, 230112 159,50, S10ck501111617,00. Wiet1 569,90, P011111016 Noten 463,50. Belgrad 55,5116, Danzig 456,50, Warsch011 456,00.

, Budapest, 30. Nowember. (D. N. B.) .A025 111 Pc1rgö,] Wten 80,454, Berlin 136,30, Züricß 111,225, BelgMd 7,85.

80 n do 11, 2. Dezember. (D.N.B.- New York 493,25, 280115 74,91, Amsterdam 728,75, Brüssel 29,17, Italien -,-, Bsrlin 12,261, Schwetz 15,265, Spanien 36,13, Lissabon 1101/8, Kopen- hagen 22,40, Wien 26,37, Istanbul 615,00, Warschau 26,21, Buenos Ames in 15,00, Rio de Janeiro 412,00.

Parts, 30.2100211111613. 1D.N.B.) [11,05 Uhr; Sch1ußkuric.j Deutschland 612,50, London 74,87, New York 15,18, Belgicn 256,75, Spanien 207,25, Italien --,-, Schroeiz 490,75, Kopen- hagen -,-,„_ Holland 1027,50, Oslo »,_, Stockholm -,-, Prag 62,90, Rumanien »,», Wien »,«, Belgrad -,-. Warschau “,».

Amsterdam, 30, November. 1_D.N. B.) [An1tlich.] Berlin 59,40, _London 7,285, New York 14713/16, Paris 9,735, Brüssel 24,98„, SchWetz 47,77, Italien -,-, Madrtd 20,175, st 36,625, Kopenhagc'n 32,55, Stockholm 37,621. Wien -,_, Budapest -,-. Prag 611,50.

Züri ch, 2. Dezember. (T. N. B,) 111,40 Uhr.] Paris 20,38, Londqn 15,26, New York 309,50, Brüssel 52,325, Mailand +,“, Madrtd 42,25, Berlin 124,45, Wie11(2*kotcn)56,60, Istanbul 245,00.

Kop enhag en, 30. November. (D. N. V,) London 22,40, NZN? York 455,50, Berlin 182,85, Paris 30,05, AntWerpen 76,95, Zurtcb 147,15, Rom 37,15, Amsterdam 308,15, Stockholm 115,65, Oslo 112,70, Halsingfors 9,95, Prag 18,95, Wien -.-, Warschau

86,10. Stockholm, 30.1)kovembe1. (T.Ik.V.) London 19,40, Berlin 66,75, SchWeiz. Blöße 127,75,

158,75, Paris 25,95, Brüssel Amsterdam 266,75, Kopenhagen 86,85, Osw 97,60, Washington 32,50, Prag 16,60, Wien -,-,

394,00, Helsingfors 8,60, Rom Warschau 74,50.

_Oslo, 30.November. (DFZ. B1 London 19,90, Berlin 163,50, 2130113 26,80, New York 405,50, Amsterdam 274,50, Zürich 131,50, Helsingfors 8,90, AntWerpen 69,00, Stockholm 102,85, Kopen- hagen 89,25, Rom 33,30, Prag 16,95, Wien -,-. Warschau 77,00.

M oskau, 25. November. (D. N. B.) [In Tschermonzen.1 1000 enTZl. Pfund 569,53 G., 571,24 B., 1000 Dollar 115,43 G., 115,78 ., 1000 Rkichsmark 46,21 G., 46,57 B.

L o n_d () n, 30. Nchmber (D. N. B.) Silbcr Barren prompt 293/111- Silber fe_1n prompt 31,50, Silber auf Lisferung Barren 287/8, Stlbcr aux Lieferung fein 313/16, Gold 141/01

(Fortsetzung auf der nächsten Seite.)

Schlachtviehpreise an deutschen Märkten in der Woche vom 25. bis 30. November 1935. Durchschnittsvreise für 50 kx Lebendgewicht in RM.

Marktorte:

.-

Hannover

1

Mannheim München Stuttgari

Wuppertal

Magdeburg Nürnberg

Ochsen: VuUen:

40,0 39,0 33,0 24,0

40,0

Kühe:

Kälber: 66,5

61,0 50,5 53,0 45,0

33,0 45,5

Schafe:

SchWeine:1) & 1

a 2 _ 5 51,0 a 49,0 11 47,0 g' 1 52,0

53,0

15 “o_- S 0-6» O1-

(71:

s- S- S! €.;- O'! THNKW§OܧS1 ;"- S- “1 C! “.*-

Reichsdurcbsckmittspreiw

der Märkte

1935 9101361111161 11.-16. 13-23.

4.-9. 1 “25-30.

Ochsen, vollfieifcbige (b) . . . Kühe, vollfleiscbiae (5) . . . Kälber, mittlere (b) . . .

Schweine, ]00- 120 kg (0) . . .

Bezeichnung der Sch1achtwertklasfen siehe Monatsübersicht in 211.264 vom 11. 9101101111101 1935. - l) g] :

Berlin, den 80. November 1935.

15 15 15 15

1 40,1 67,9 .* 1,15 ]

41,2 40,4 68,1 51,6

41,0 40,3 67,6 51.6

41,2.) 40,1“) 65,3 511 „1;

) Fette Spockxaucn.

Statistisches Rcichsamt.