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Würde ihn sein geseßmäßiger Herrscher erhoben habe, die
löri e Acltun widerfahren zu lassen. ge) quie'fe ckausg Quebec bis zum 23. “und von Montreal
' bis zum 27. Mai melden, daß in diesem Jahre nicht so
Viele dorthin-ausgewandert smd, wie früher. Wahrscheinlich haben Mehrere erwartet, daß Herrn Hortons Auswande-
" rungs-Plan Beifall finden und ihnen so Unterstülzung ge-
währt werden würde; je.doch_ find aus _England, beionders aus der Grafschaft York icbon 300 Perionen aiigelangt. Der Courier bemerkc über Herrn Hortonsßiuswan- derungs-Project Folgendes: Nach Herrn Hortons Andeu- tung sollen die Auswanderer die ihnen zum Anbau und zur
' Ausstattung yorgeschossenen “Gelder pünktlich wiederbezal);
len; allein die bloße Erwähnung von ONillionen, als“ ver;
nischer Natur wären, in Schrecken setzen. . Dasselbe Blatt macht sehr bittere Ausfälle gegen die Z- errn . Fitzgerald widersetzt. Folgendes sind seitiLWorte: &aß maxi der Wahl des Hrn. V. Fiixg-srald von Seiten deer katixoli- schen Association widerstrebt, ist nicht nur unvertmnfttg, jon-
“ "dern sogar ichändiich, dcr Hr. Fingerald immer ein Freund
der katholischen Sache war und' sein Vater ihr séin Ver-
? mögen und seinen Stand aufgeopferc hat. -- »Man spricht
beiden Versammlungen der kachoiischrn Association ohne Rückficbt auf Rang, Stand und Talent von einem Zedrn in den gröbsten Ausdrücken. Man sagt Prrl, Vesey_ Fitz,- gerald und Wellington; in dem Dialekt Jack Cade's: „Heim!
- Buckingham! und Clifford! Allein diese verächtliche Vertrau- - lichkeit ist nicht absichcslos. Man bezweckt damtt die Ver-
nichtung aller Achtung vor Rang, Stand und Talenten. Wir werden auf diese_Wahl für Clare genau A_chcrmg geben, weil bei dieser Gelegenheit sich die Frage enticheideu muß, ob die Katholiken in Irland noch ferner unter dem Despotismus .und der uuumschränkcen Aufsicht der Asso- ciation stehen sollen, und ob fie zur Beförderung ihrer Zwecke andere Mittel alsdie bisher gebrauchter: anwenden werden. Hr. Shiri hat die Absichten der katholischen Affo- „ciation in der lekzren Versammlung derselben deutlick) genug aUSgesproci)en, indem er gesagt hat, .es sey ihr Zweck, „einen Beweis von der Macht abzulegen , welche sie in Händen habe.“ Wir danken der Association fiir diese Erklärung.
. Es können jetzt keine*JJTißverständniffe mehr über ihrr Pläné
obwalten. -Hrn. O'Contiel's Reden sind so unversxhämt und 'unleidlick) in ihren Ausdrücken, daß wir keine Worte finden, unsern Widerwillen dagegen auszusprechen. „ Got- teslästerisch,“ „schaudcrhafc,“ „gemein,“ „blutig“ und „unchristlic “ sind die wildesten Epitheta, welche er für das Englische Betragen und Gefühl kennt. Die Zusammensez- zung des Cabinecs, die Wiederherstellung der Constitution und die Vertheilung *desKirchcn-Eigenthmns -- der “Zubr- griff der königlichen, parlamentarischen und, geistlichen Macht - ist der Gegenstand seines bescheidenen Vrrlangrns. Und auch dieses sollen die Katholiken t-iici)c annehmen, sondern der Britischen.Frömmeiei mit Gewalt encringen! Indessen wird der Handschuh drs Prahlers nicht so leichr [)ingewor- fen. Sollten jedock) die Aufwieglrr wirklich das beabsichtigen, womit sie drohen, so wird ihnen das Volk von England mit einer Stimme antworten, welche sie in die Schranken der Bescheidenheir zurückweisen wird. - .
Der Dublin-Aövrriiser beri-chrer, daß Herr O'Counrl jetzt persönlich als Candidat fiir die Grafschaft Clare gegen Herrn Vesey Fikzgerald auftreten wird. Das angeführte Blatt meint, Herr O'Cotmei könne, wenn er gewählt würde, während der Parlaments-Ferien alle Rechce eines Parlaments,- Mitgliedes ausüben, und werde wahrscheinlich beim Wieder- anfange der Sikzimgen in das Unterhaus treten, mit der Absicht, seinen Silz dort einzunehmen und so die Frage we- .gen der katholischen Emanripation, auf eine ganz neue Weise zu vertheidigen. Dieser Entschluß des Herrn O'Connel hat zu Dublin viel Aufsehn gemacht.
Nach dem Limerick Chronicle ist es gewiß, daß-Hr. Ve- sey Filzgerald wieder zum Parlaments-Mitgliede für Clare gewählt werden wird, trotz dem,“ daß fich die katholische As- sociation, unter Anführung des Herrn O'Connel, alle er,- smnliche Mühe giebr, dies zu_verhindern. Der Globe lobt Herrn O'Connel's Betragen, da Herr Vesey Filzgerald wenn
' “gleich ein Verfechter der Emancipation , sich der Aufhebung
der Tesk- und CorporationwActe widersetzt und zu Gunsten des Fleckens East-Retford gestimmt habe.
. Die Dublin-Evening-Poft vom lekzten Sonnabend kün- digt Folgendes an: Am nächsten Dienstags werden wir emen iehr wichtigen, von dem ehrwürdigen ])1'. Doyle an
Einkünfte von einer so eben erst enrscandenexi _ ' Armen-Colonie würde uns, wenn wrr auch noch ]o sangur-
“ man noch mehr beabsichtigt.
„ befohlen.
den Herzog von Wellington gerichteten Brief unsernL vorlegen. Wir müßten uns sehr täuschen, wenn dies S ben nicht in England und Irland ,die größeske Sensatjo regen und für beide “Länder von sehr heilsamenFolgen ollce. - Ueber die in neueren Zeiten wieder öfter zur Spr gekommene Frage Wegen der'Aufhebung der Negerscw äußert sich der Courier folgendermaßen: Es ist krin Z., daß schon virl für diesen Gegenstand geschehen ist, und Aber die Frage ist, ob hiebei rasch oder mir Ueberlegung zu Werke geben kim; juglitia, ruak caolnm ist,. der strenge Ausspruch, Moralisten --'_- aber in weltlichen Dingen muß die Gere keit oft mit der Klugheit Hand in Hand gehen: m numsn Üb 05'17 Zi thprmiantiu. Wir müssen besonders die Ungerechtigkeit aufmerksam machen, welche darin daß man sich einer erhitzten Sprache gegen die weißen wohner der Colonien bediene, als wenn sie nur (Gegen der Verachtung und Verabscheuung wären.
Gestern begann der Verkauf der Bibliothek des Canning. _
An demselben Tage versammelten sich die Portugiis; Kaufleute, um noch einmal über die Einschmelzung der Miguel zu Ehren geschlagenen Medaille zu berathsch1 dsr „dagegen gerichtete Vorschlag des“ HrrrtrPinco war 12 gegen 6 Stimmrn verworfen, und dir Ciuichmelzun
Aus Santjago de Chili vom 2. März wird gem daß ein Pirat'uncer Spaniicher Flagge den Veriuch gx hatte, im Hafen von Coquimbo Schiffe zu kapern.
Ein „Brief aus Rangoon vom 24. Febr. meidet, Sir Archibald Cam bell, der ficham 13. Januar ami mein aufhielt, die &apicains Rowlandson und Moutm bestimmt habe,. als Gesandte nach Ava zu gehn, wahr' lich um die Auslieferung einiger Britischen Deserte bewirken. Zit Rangoon machte man große Anstalt dritten, im Frieden zu "Yan-da-bo bedingten Terminza Der Fürst von Jrawaddi wird aus Mangel an b Golde 10 Schiffslasten Zimmerbolz, jede von 600 To last, bezahlen.“
Der Brighton-Herald „meint„ der Herausgeber d-
'mes werde wegen seiner bitteren'“Bemerku:*-gett gez;-
Herzog und die Herzogin von St. Albans nächsim Gericht erscheinen müssen. . . Niederlande.
Brüssel, 27. Juni. Wir haben Zeitungen an kavia bis zum 29. Januar; sie enthalten umständli richte der Generale de Kock, van Gern, Holsman und rer über das, was zur Wiederherstellung der Ruhea Insel geschieht. Aus diesen Berichten geht hervor, d Rrbellen vor unsern Truppen nicht Stand halten, bei ihrer Annährung schnell die Flucht ergreifen. ?( scheint zugleich, daß sie auf ihre Plane, das Land ! ruhr zu erhalten, nicht verzichten; ka'um sind an Punkte auseinander gesprengt, als'fie sich _wieder sa Und an ein?:m andern erscheinrn. Ueberbies machen Banden eine Expedition nöthig. Bei jeder Geiegenb grn unsere Truppen Muri) und Taktik. Sonaci) „i) die Lage der Dinge in jener Colonie für uns zwar mn scblimmert, aber auch nicht sonderlich verbesserr.
.Der General-Commiffär hat durch eine „Bebanntm von 24. Januar die Bank“ von Java, deren Actien iiber eine“ Million Gulden betragen, für ronstiruirti und zum Chef derselben Hrn. de Haan, Präsidencrn d'. richts-Conseils in Samarang, ernannt. Zugleich, ist b-- sen worden, mit den Unterschreibungen bis zur Sum zwei TNillionen fortfahren zu lassen. 0
Nach Berichten von- Djorjokarra bis zum 17. war dort Alles ruhig. Oberst Cochius war benach worden, daß Dipo Negvro sick) begnügte, aus dem ' von WLataran Reiß zu ziehen, um die Aufrübrer zii ren, die in großer Anzahl in Banjoe-Oerist und DNS“ sammelt waren, und Kadoe und den Diskrikc von P zu beunruhigen suchen; .jedoch war nichts wichtiges do gefallen. Gerüchten zufolge bedrohte zwei „Banden,. von 1500, die andere von 800 INeuterern dir Distrikt Borodor und Probolingo mit einem Einfalle; es'wa reits die nöchigen Maaßregeln getroffen worden ihm zukommen. , .
Amsterdam, 28. Juni. Sowohl der Ueberfl Geldes, als die Schwierigkeit, es unter zu bringen- ursachc, daß von Zeit zu Zeit bedeutende EinkäUf Staatspapieren gemacht werden, welches deren szii her im Aufgehen erhielt. An geftriger „Börse hat“
, Nachricht aus England, daß die Fonds daselbst, weßen der
' Vorschläge des Fiztanz-Comicé's, um den Sinking-Fonds ein- zuziehen, um € pCt. gefallen waret); dieselbe hatte auf hiesi- gem Markt ebenfalls emen ungünstigen Einfiuß, obgleich Hol- ländische Staatspapiere sich noch ziemlich gut erhielten.
“ Seit dem jüngsten bedeutenden Verkauf von Zava-Kaffee ist es mit biesem Artikel zwar fester geworden, doch einen höhern Preis kann man nicht bedingen; für ord. Surinam und Berbtce zahlt man 26 . 27 Cent. und für gebrochnen 18.19 Cent., 40 Fässer sehr schöner Berbire smd zu 38:2,- Cent. und 70 Ballen zu 35 Cent. vergeben worden. Roher Zucker erhiilt sich sehr fest _und bleibt begehrt; es sollen 700 Kisten Prima-Sorte Havana verhandelt seyn, unter denen 3-00 Kisten fein blond zu Fl.527§ abgenommen sind; auch in Surinam war lebhafter Umsatz zu Fi. 38 bis Fi. 43. -- Die Frage für raffinirte Waare dauert fort, und das Vor- räthige geht zu vorigen Preisen leicht" von der Hand.
Am gestrigen Getraide-Markt wnrde schöner Polnischer Weizen nichr, wie früher, ausgeboten; geringe und rothe Sorten waren schwer anzubringen. Zn Roggen ging sehr wenig um. 129pfi'indiger rother Königsberger Weizen galt Fl. 215. 119.120pfündiger Preußischer Roggen Fl. 138.140.
D ä n e m a r _k.
Kopenhagen, 24. Jun. Diesen Torgen um LZ Uhr siane. Maj. der König mit“ dem Dampfboote Kiel wieder _im höchsten Wohlseyn in hiesiger Residenz eingetroffen.
. Am 30scen werden die Königl. Herrscbafcen Ihren Som- mer-Aufenthalc xu Friedrichsberg beziehen. , “ Deutschland. ,
Hamburg, 1. Juli. Diesen Morgen ist. der erste diesjährige Embdener Heeringsjäger, Schiff Ostfriesland, Capitän E. Pollmann mit 36 Tonnen neuer Heeringe hier angekommen. , _
- P o r t u g a [.
Mit Bezug auf die gestern im Supplement gegebenen „Nachrichten theilen wir aus'- dem im Courier enthaltenen nach London gekommenen Lissaboner Briefe vom 16. Jun. noch folgendes mit: Nach den Scharmützeln vom 9. und
.11. waren am Abend des leßreren Tages die Truppen zu
Leiria unter Waffen undin großer Unruhe, man erwartete *dort und im Kloster Alcobaca Dom ONiguels Ankunft, wel- cher, wie gesagt, sich ernstlich auf eine Flucht zur See vor- zubereiten scheint. *- Fünf von den Studenten, welche an der Ermordung der Professoren bei "Coimbra Theil genom- mext haben, sollten am nächsten Freirage gehangen “werdeii. -- “?*Das Verfahren der Agenten des ananten und der Apo- stolticbrt) _gegen die hier ansässtgen Engländer ist empöretid. Hr. William Young. ist unter dem Vorwande, er sey ein KES?!“ Und Spion,- eigentlich aber, weil er ein Engländer ist, unter 9b1cheulicher Behandlung aus einem Kerker in den an_dern geichleppt und zulekzt in das Castell von Liffabon cin- gejperrc worden, wo er sich noch befindet. T ü r'k e i. “ ' ' ' Pera, 29. Mai (Beschluß der Mittheilung in Rum. 171. dieser Zeicung, aus der Allgemeinen Zeitung.) Es war am 4. Mat, daß der Niederländiscbs Gesandte dem Reis-Effendi in P;.»rsoz: ieine Aufwartung machte; er. benulzte diese Gelegen,- heir,1agte mir der Dolmetscher, “um den Türkischen Minister mundlich' Über die politischen Angelegenheiten Europas und
“ über die gefährlich Stellung der Pforte aufzuklären; der
Reis-Effcndi driiékte dem Herrn Baron “van Zuylen seine Erkenntlichkeic für seine freundschaftlichen Gesinnungen cms, verharrte aber auf dem angenommenen Systeme, und ver- sxhaiizte sich [)incerdie Redlichkeit der Türkischen Regierung, die ehre Tractate stets gewissenhaft erfiilic habe; er erklärte ferner, daßdie Macht ihres religiöser: Glaubens der Pforte verbiete, die Stipulaionen des Traktats vom 6. Juli anzu- erkennen, äußerte aber zugleich, daß es für alle Theile nur angenehm sein müßke, dir Botschafter Frankreichs und Eng,- lands nach Konstantinopel zurückkehren zu sehen. So wenig drr zulekxc ausgedrückte Wunsch des Reis-C'ffendi durch irgend emen, den jelzigen politischen Verhältnissen entsprechenden Grund motivirc ward, und nur auf die freundschaftlichen Gesixmungen, welche seit undenklichen Zeiten zwischen den Regierungen Englands, Frankreichs und der Pforte Statt gsfgnden, gestüßc schien, so glaubte doch der Niederländische Geiandte diese gute Stimmung der Pforte benützen und sie ZitrKenntniß der andern Höfe bringen zu müssén. C'r schickte zu diejem Ende am 7. Mai seinen ersken Legations-Serretair nach dem Pforten-Pallasie, um von dem Reis-Cffendi in der üb- lichen Form noch einmal in Erfahrung zu bringen, ob es der
Pforte ängenehm seyn würde, die ihm mündlich“ gemachte
Erklärung gehörigen Orts mitgetheilt zu sehen, und welche
«Erläuterungen sie dabei gegeben wissen wolle, dq er (der
Niederländische Gesandte) an dem glücklichen Erfolge seiner Bemrchungen zweifle, so lange sah die Pforte mit dem Princip der Londoner Stipulationen nicht einzuverskeben ge- detzke. Die Antworc war, daß die Pfortr allerdings die Ruckkrhr der Botschafter nach der Hauptstadt wünsche, und daß die deni Hrn. Baron van Zuyien mündlich gemachte Eröffnung die wahren Abfichten 'der Pforte zur Wiederher- ftrllUirg des guten Einverständniffes mit. den besagten Höfen nicht verbannen lasse. Während die Pforte auf diese neuen diplomatljchen Eitileitungen einen großen Werth legte, und sich mtc“ mancherlei Hoffnungen schmeicheltr, betri-xb man in Pera dir Abfertigung der Courierr an die verschiedenen Höfe unter mmder gunstiger Ansicht. Denn wenn auch die Cabi- nette yon London uiid Paris eher zu bewegen seyn möchten, der Pforte den Schritt zur Ausgleichung zu erleichtern, so war doch kaum anzunehmen,-daß das Petersburger Cabinet gleiche: Stimmung zeige): rind_1eine Erklärung zurücknehmen würde, um ein verzyythlici) tiluioriscbes Versöhnungsfest zu feirrn. In den Europa!]cheneGeiandtschasts-Hotels ward jedoch nichts ver- absäumr, den Wunichrn der Pforte zu entsprechen, und zur Wie- drrhersieiiung der srcundscbaftlicben Verhältnisse mit den ver- etmgtrtrMächten- möglichst beizutragen. Couriere wurden nach Wien, Berlin, Paris und London abgeschickt, um diese Höfe von _dem Yorgegangenen zu unterrichtcn. Nun tra- fen aber die Ruisische Kriegserklärung und das Russische OIIanisest am 13 it) Konstaiicinoprl ein, und die Hoffnungen der Pforte, so wre die guten Absichten der Gesandten, dir vor einigen Tagen noch glückliche Resultate zu versprechen schienen, wurden durch diesen zwar nicht unerwarteten Zn,- ridentpunkr sehr verdunkeln Die Pforte betrug sich bei die- ser Nachrichc auf eine Weise, daß die fremden Diplomats:: fask die Ueberzeugung erhalcet: mußten, es sei ihr nichc Erni? den Kampf zu bestehen, und sie sei, refignirc unterzugehn. Der Großherr beschied *seinen Liebling, einen gebornen Sar- dimer, zu sich, um dessen Rath zu hörrn. Der feine Jta- liener, d_er den Charakter seines Herrn genau kennt, über- bot denjelben durch heroische Exklamationen; der Divan ward vrrsammelc, und der Wille des Pabischai), der Ge- wat die Gewalt entgegen zu soßen, demselben kund gemachr. DWZ ersten Kommunikationen, wriche die Dolmetscher der vrrichiedenen Missionen nach Eingang der Kriegserklärung in dem Pfortenpaliasre hatten, ließen jedoch 11ichc verkennen, daß man daselbst die Politik mit kälterem Blute zu behan- deln anfangen wollte, _und daß man sich mehr als früher mit dem Gedanken beschäftigte, die Botschafter Englands und Frankreichs zur Rückkehr nach Konsianrinopel » bewe- gen. Der Reis-C'ffendi war zuvorkommend, und zeigte sich ungewöhnlich gefällig gegen die Diplomaren in Pera; die
"anbefoisnr strenge Sperre des Bosphorus hinderte nichl, einen
Ferman für zwei Russische Kauffahrer zur Fahrt nach Odessa zu erbairen u. die Verfolgungen der Katholiken wurden in Bezug ausdir nocbgeringe iibrig gebliebene Zahl eingestellt. Die Euro- päiichcn Diplomaten Überiicßen sich daher! dem Glauben, die Pforte suche rium Ausweg, um mir Ehren ein schlecht be,- gonn'eties Spiel zu Ende zu bringen. Jeder hielt sich dahrr tür verpfiichtet, der Pforte die Mittel dazu an die Hand zu geben, die allein in dem Traktat: vom 6. Jiil. zu liegen ]chienrn. Ermabtmngcn imd Aiifförderimgxn ziir unvorziig; lichen imd unbeichränkien Annahme der Scipniationen _deffel- bey gingen alio ununterbrochen nach dem Pfortenpallaste. Die giixen Absichten des Niederländisrhen, Oejircicbischen und Preupiich-en Gesandtrn wurden von dem Rris-C'ffrndi auch nicht verkannt, und am 17. Mai erhielt der Dolmetscher des Baron van Zuylen ein: OJTitcheilmig, die mehrere Fra- grn-m Bezug auf den Traktat vom 6. Jul. und auf die ge- gemeitigen Verhältnisse der Mächte enthielt. Dir bedeu- tungsvollsie war eine, wodurch die Pforte wissen wollte, ob Frankreich und England die angeordneten Verfügungen Ruß- lands mißbilligenwürden, wenn sich dir Pforte mit ihnen über den Traktat vom 63:11. zu verständigen gedächte? Die Annahme des Traktats vom 6. Jul., war die Antworr des Barons van Zuylen, wird dir unmittelbare Wiederau- knüpfung der abgebrochenen Verhältnisse mit den beiden Mäch- ten nach sich ziehen, und muß auf alle übrigen Verhältnis": gir'icklici) einwirken. Es vergingen nach dieser Versi«indigur1g einige Tage, ohne daß von Seiten der Pforte die Frage weiter berührt wurde. Die Anstalten in der Hauptstadt und ihrer Umgebung deuteten die Absicht der Pforte an, durch die Erneuerung der Unterhandlungen Mißtrauen und Zwietracht unter die INächte zu bringen, um unter dem Schutze der einen oder der andern Krieg gegen Rußland füh- ren zu köimen. Die Nachricht, daß Brailow von den Rus- sen beschossen werde, gab der Hauptstadt ein noch kriegeri-
scheres Ansehen, und Huffein-Pascha, der bis dahin sich ge;