1828 / 184 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Vortheile für ihren Handel zu ziehen, fich in Englisckyen Hä- fen gleiche Rechte mic BrunchenUt1qutl)at1ctr zg “sichern, da.- gegen aber in den ihrigen voz: Brttxjchen Schmen größer; Abgaben zu nehmen, als von tbretx eig,;e_nen. In. Folge de)- sen erschien von Seiten der Axnertkantjchen Regtexung, die von ihr mit dem anspruchslo1enTitel: „Unter]cheidungs- Zölle“ ( (Liscx'inümztinzx-[)utiss) belegte Taxe auf Britische

Schiffe, die in ihre Häfen einliefen. Ja sie versagte sogar eine partielle Erleichterung in den Abgaben für Kauffahrthei- Schiffe, die direkt von England nach Amerika handelten, außer wenn sich diese verbindlich machen wollten, von_Ame- rika aus,nichc nach Bricisch-Wcstindijchen Kolonien zu 1egeln. Das hieß mit dürren Worten unseren Kaufleuten sagen: ihr sollt mic Unserer Republik nicht auf euren eigenen Schiffen handeln, wenn ihr euch nicht anheischig macht, mir Bal- *last abzusegeln, euren Handel mit euren eigenen Colonien aufzugeben und ihn uns zu überlassen. - Wir führen das nicht an, um Amerika einen Vorwurf zu machen, oder ihm auf irgend eine Weise etwas un_angenel)mes/zu sa- gen; es hat ein vollkommenes Recht, zu keinem Vortheil zu versuchen, in wie weit es die Britische Regierung und Na- tion zum Besten halten darf. Nicht von den vereinigten Staaten, wohl aber von Großbritanien, fordern der gesunde Menschenverstand und die Ehre der Nation eine hinreichende Garantie gegen den Erfolg einer Spekulation, die schlau an- gelegt, wie fie es ist, ganz für Amerika paßt. ,Unter diesen Verhältnissen diktirten die Klugheit und das Bewußtsein ei,- ge'ner Würde dem Britischen Parlament das Gesetz vom Juli cMonat 1825, welches die Bedingungen enthält, unter denen alle, nicht Colonien habende seefahrende Nateonen, “nach Britischen Colonien handeln dürfen; der vollziehenden Gewalt ward es Überlassen die Periode, die Art und Weise -und den ONaaßstab zu bestimmen, nach welchen sie es für gut finden möchte, dieses Geseß strenger oder nachschciger, gegen oder für einen Staat zu- handhaben, der dessen Be: dingungen nicht erfüllen möchte. Die Britische Regierung ließ den vsreinigren Staaten lange Zeit um ihre nachtheili- gen Verordnungen gegen Englands Hande; nach seinen Co.- louien zurÜckzunehmen, und erließ erst im Juli 1820", also 12 Monate nach Erscheinung oberwrwähnterPaklamenrsakte, nachdem fie gesehen [)atte, daßAmerika hartnäckig auf seinen JJTaaßregeln bestand, einen Gel)eimenraths-Besehl, welcher die RordamerWanischen Schiffe von Nn Bricisch-Wesc-anischen Colonieen ausschloß. Hr. G'allatén kam nach Europa," um mit Hr. Canning zu unrerhandeln und Anwrika die Privilegien wie; der zu. verschaffen, um die es sich selbsr gebrachthatfe. Die Art und Weise, wie Hr. Canning unser Interesse g-egen emen scharffinnigen Gegner wie Hr. Gallatin, zn vsrrheidigen wußte, giebt uns neuen Grund seinen unersekzlichen Vsrlusc “zu betrauren. Später setzte Hr. Gallatin seine Unterhand- lung mit dem edlen und ge:“skreichen Nachfolger Hrn. Can- ning"s fort, die sich indessen fast nur ans Angelcgsnßciten bezog, welche unserxm Gegensmnde fremd sind. Zu dem Briefwechsel während dieser Unterhandlung leuchtet ganzhe- sonders Amerika's OJTLßvergnéigen Über seine ?[Usschljeßung von unsern Colonieen hervor; es hatte nichr geglaubt, daß England Ernst machen würds, und sich geschk11eichch von ihm fortwährend begünstigt zu bleibsn, während es Englands Flagge am wenigsten begünstigte. 'Das komm' aber nicht angehen. -- Nachdem Hr. Gallaréu auf ein, so zu sagsn, DM.,PUls befählendes Schreißcn vom 4.Z:1[i “1827 an Lord Dudley keine Antwort erhalren harre, sandte er leßterem am 17te-n August ein zweites zu, mitderofficiellcn Anfrage: ob England, wenn Amorika seine Unkerscheidungs-Zölle zu- rückzöge, leßkercm seine Colonieen wécder eröffnen wolle, wo'r- auf indessen eine kräftig morivirce abschlägige Antworc er,- folgte. Hr. Gallatin bedauerte den schlechten Erfolg seines Anerbiekens und somit hatte ein Briefwechsel ein Ende, der sich durch den gegenseitig bsobachteten Ton von W2äßigung Un_d Urbanität bei so sehr widerstreitenden cheressen ganz bc1onders auszeichnere. _ _Sck)1vedet1 und Norwegen.

ChkFsttanta, 2. Jul. Gestern wurde im Odelsthinge das Aus1chuß-Bedenken über. die, vom Lagthinge empfohlne Einrückung des Wortes: deutlich, im Verantwortlichkeits-Ge- MHKEWOJM- welckxes dahin ging, eine Stelle beizufügen, worm dieses Wort [0 umschrieben würde, daß es nicht An- laß gäbe, es fYk gleichbsdeutend mic: buchstäblich- zu nehmen. Die Herren Schultz und Riddervold fanden diese Um- )ckU'SiblMg nicht genügend. Die Herren Hornemann, Foß, der Präsident und thdkz verrheidigcen sie als ge- eignete Uebereinstimmung zwischen beiden Thingen zu bewir- ken. Ste ward mit 29 gegen 28 Stimmen verworfen, und

M' Geseß-Vorschlag ging an das Lagthing zurück. - Alle

StrafbestimMungwegen Beiseicjelzuug der, dem König: „K. Hause schuldigen Ehrfurcht und den befreundeten M ten gebührenden Achtung waren mit überwiegender Mtb angenommen worden.

Dem Storchinge ward die K. Sanctiou des Wa soßes angezeigt. ,

Das Königl; Schwedisch ,- Norweg. Geschwader Admiral Nordemkiold ist am 27. Mai in Gibraltar ..

kommen. Deutschland.

Dresden, 9. Jul. Se. Königliche Hoheit der . Wilhelm von Preußen , Sohn Sr. Majestät des trafen gestern früh hier ein, stiegen im Hötel zum gol Engel ab , speiseten zu Mittag bei den Allerhöchste" schaften im Sommer-Hoflager zu Pillnitz, und sthten aufgehobener Tafel HöchstJhre Reise von da nach Tepljß

Bremen, 10. Jul. Die Ratißcationen des M' den drei freien Hanseestädten Bremen, Hamburg andy;- und den Verein.? Staaten von Nordamerika am 20. D ber 1827 abgeschlossenen Handelstraktaces smd am 2. d. I. zu Washington „ausgewechselt worden. Die Wes chen Punkte dieses Traktates' smd:

Freie Ein- und Ausfuhr von Waaren , aus und allen fremden Ländern, und unter gleichen Abgaben, m aus den beiderseitigen Häfen, nach den bei einem oder andern Theile bestehenden Geseßen. - Gleiche gegens Zölle, und gleiche gegenseitige Verbote mit andern fr Ländern bei Einfuhr gegenseitiger Landesprodukce und ; kate. -- Die Nationalität der gegenseitigen Schiffe- keinen Unterschied in den Abgaben. - Jedes Schiffi einer der drei Hansestädte von dem der Capitain ein ate, und “T- der BesalzungHanseacen oder Unterthanen der Deutschen Bundesstaaten sind, soll als ein Brem becker und Hamburger Schiff betrachtet werden. _ einem der beiden contrahirenden Thsile zugehörige Schi seine Ladung, sollen, ste mögen herkommen, von wo su len, als directe kommend, betrachtet werden. -- Die seitigen Kaufleute, Bürger und Schiffs-Capicaine dürs beiden Staaten ihre Geschäfte persönlich und frei betr in sofern sie sich nach den Landesgeseßen richten. genießen, wenn nicht immer die Vorrechte der CWM so doch wenigstens der am meisten begünstigten Nacionc

Bei Erbschaften, Schenkungen u. s. w. gen'xeße Fremden gleiche Rechte mit den Eingebornen. Wenn weglichss Vermögen hinterlassen wxrd, das Fremde ni . sikzen dürfen, so werden 3 Jahre zug-xßanden, um esz lisiren und abzugsfrei auszuführén.

Bei Streitfällen: sind die gegenseitigen Unterthan eigens Bürgevzu schÜk§en. -- Beide Theile verbinde wechselseitig, anderen Nationen keine bssondcren Bc gungen zuzugestehen, an denen nicht ein „Jeder gleiche theil har; ctwankge Compensationen werden gcmeinsch getragen. -- DSL" Vertrag ist für 12 Jahre und Üb noch 12 OJTonare zn? erwanigen Auskündigung. Wein den Hansestädten 11icht aufkändigt, für die bleibt Mk 1 in Kraft, wenn anck) die anderen zurücktretsn sollten.

Oesterreich.

Wien, 6.311!. '.)[m 21). Jun. um 11 Uhr*) trafen Zhro Majcsräc die Frau Erzherzogin OJTarisL Hcrzogin von Parma, in Salzburg ein, nachd-cm, Dieselben den Tag in Berchtesgaden zugebracht hack?“- 3§)j"cen “Mittags sslztcn Ihre) Majcscäc die Reise fort, "achtecen in Wels und tran am 2. Jul. im erwüt11ch Woylseyn in Baden ein, wohin sich Ihre OJTajCskäkk' Kaiser und die Katscrin bsreics am 28.31111. von Luxe begcben hatten.

I t a l i e n. &

„Florenz, 1. Juli. Die Luscbarkeiten des St.;i nis-Fesces sind so eben beendigc. Zn achc Tagen w drei Pferde- und ein Wagenrennen gehalten, denen! Kaiserl. und Königl. Hoheiten jn Gesellschaft des P Friedrich von Sachsen beiwohnten. Die Prinzessm B0 hat einen glänzenden „Ball gegeben und der Maquls reggiani den Hof zu einem höchst geschmackvollsn FT seinem von bunten Lampen reichbeleuchtecen Garten laden. Die Stadt feierte diesen Tag durch einen Ba Feuerwerk und ein Gondelfesc. Mehrere hundert ' leuchtete Barken, in denen auf dem Arno getanzt, ge) und gegessen wurde, die Ufer und Brücken des „Flusses Feuerwaffen erhellt, welche deren Formen kenntlich 11)“ gewährten einen magischen Anblick. Der Hof w“

* ;

;? Juni beschäftigte sich 'der große Rath des Kantons

..

Q

«„ Juli abreisen. DerPrinz Friedxich von Sachsen .ch über Genua und_Turm nach Matlayd zu begeben, Großherzog und öreGroßherzogin mtc. ihm zusam-

en werden. Nach-emem ememschaftlichen Aufent- on einigen Tagen wird der rmx über den Simplon eSchweiz nach Dreöden zurüchkehren; der Großher- ird hierher zurückkomme-n. unc) die Großherzogin ist.. en, dem Hofe pon Sardtmen emen Besuch zu machen. om, 28. Zum. In dem am 23|en _d. M. statt gx-

(jejzthin'bereits erwähnten) “Consskormm ist zwar dre rwartece CardinalszPromoxton nicht'erfolgt; unter km geschehenen Präconisattonen von Bischöfen find einige von besonderem Interesse. Nachdem der erz,- jche Stuhl von Freybyr und der _Bischofs-Siß von burg-beselzt waren, blte zur Erlxdtgung „der über die nisation der süddeutschen kacholi1chen Länder nur die 19 über dje Besetzung des Bisthums von Fulda und

Mainz übrig.) Für das erstere war der“ehemalige che Pfarrer in Caffel,_ geistlicher Rath von Mainz lagen. Seiner kanonixchen Einseßung'schien aber der d im Wege zustehen, daß dieser Geistliche früher die ömischen Hofe verworfenen Pragmacien unterschrieben

Vertrauliche Erklärungen darüber haben aber diese rigkeic aus dem Wege geräumt , und in Folge deren Riegger als Bischof von Fulda präconifirc worden. emalige Prince de Lion, Abbé d_e Rohan Chaboc, l-Vicar von Paris, ist als Erzbi1chof von Auch pu-

merkwürdiger ist die Ernennung des ersten Niederlän-

Bischofs, in Folge des vorjährigen Concordats, durch ebung des Hrn. Oudernard zum Btschof von Namur. at hiermit die beste Garantie , daß auch die übrigen s-Sikzx der Niederlande bald werden beseßc'seyn, und

führung des Concordacs nichts im Wege stehen werde.

er so achtungswertbe Abbé Gradwell, bisheriger Rek- Euglischen Collegi_un“1s in Rom,“ geht mit der Würde ischofs jn xxartibus, als Coadjutor und designirter

[ger, ,des in.London-refidirenden apostolischen (General-

anbdie Stelle, des ])1*. Poyncer in diesen Tagen nach

d a .

ie Hißq in der lekzcen Hälfte dieses Monats isc äu-

roß und drückend gewesen.

Schweiz. .“

s der Schweiz 5. Juli. Zu der dritten Sitzung

mit der BischumsYlngelegenheit. ' Er ertheilce der scripcions-Bu'lle vom 9. Wkat 1828, die mir den Wor- 1181' prxxanipua Rosiri „4110510131115 mania, beginnt, aoaium WHU"); sprach auch zum voraus dasselbe für [)eißénen Exhortations-Breven aus und ermächtigte den täglichen Rach, dem Exekutions-Brcve der Bulle, in demselben einige Berichtigungen dcr letztern enr- sein Werden, das Placer zu ercheilen. Anbei wur- it Beziehung auf den Grundvertrag zwischen den anständen, die Uebungen," Rechte, Freiheiten und mmen des Staats bewahrt und zugloéch aasgesprochen, em ()0110i1i11m 1.1'jätzntim1m, dessen in der Bulle Er,- ng geschieht, keine weitere Anerkennung verliehen , als dasselbe von jeher in der Eidgenosenschafc besaß, cs) , ([uoacl üo-mea 91; Facj-umsntalia. Hierauf wur- inige Züchtlinge begnadigt und dann zur Instruktion candesgesatidcschafc auf die bevorstehende Tagsatzung icten. Der Artikel 3, betreffend den Mißbrauch der * l)infichtlich der ausländischen Angelegenheiten und remdenpolizei, vereinigt mit dem ihm nahe verwandten [ 42, welcher den bekannten Antrag des vorörclichen tsrachs hinfichtlicy der Publizität der innern Angele- iten enthält, und welchen beiden Artikeln der tägliche eine unbedingte Zustimmung ertheilt l)a*tte, ward, in Folge desfallstgen Debatte, an eine zu dem Ende ernannte isfion verwiesen. -- In der fünften Sißung, am 28. , erstattete diese Kommisfion ihren Bericht. Die Ma- t trug auf unbedingte Verwerfung der beiden Artikel und eine Minorität auf unbedingte Annahme; eine FMlnoritätsch1ug einen ONittelweg vor. Ueber diese drei age waltece im großen Rath selbst eine sechsstündige leb- Dehatte und endlich ward durch Stimmchrheic der Antrag Wetten OJKinoricäc angenommen und demnach beschlos-

1 !

andern Verbesserungen des _ngthinges, insonderheit A l [ g e M e i N e U P r e U ß i " ck L U S c a a k s. * Z e i k U n g Nr“ 1845

kexrpresse und der Fremdenpolizei noch auf ein Jahr die Zu- stimmung zu ertheilen, jedoch mit der bestimmten (Erklärung, daß dteses das leßte Mal sei und daß Luzern durch" ein auf-

'zuftellendes Geselz [)infichtlich der Presse die nöthig en Vor-

sorgen treffen; hinstchtlich der Fremdenpolizei aber d.se besie- henden StaatY-Verträge und die Staaten- und Völkerrecht- lichen Grundjähe beobachten werde. Belangend den: An- trag des Vororts jyegen unzeitiger Publizität, so huidige Luzern dem Grundjaß, daß bei den Unkerhandlungen mir dem Auslande, bis dieselben zur Ratifikationsvorlegnng herangereifc seien, Geheimhaltung erfordert werde; dé: Standesgesandtschafc soll an' der Berathung der Mittel., um diese Geheimhaltung zu bewirken, Antheil nehmen, über das Resultgc aber das Referendum waiceu lassen.

. S p a n i e n.

* .and, 26. Juni. Der Graf von Figueira, welcher Seitens des rinzen Regenten von Portugal mit einer außer- ordentlichen endung an den hiefigeu of beauftragt wor- den, i heute Morgen hitselbst eingetro en.

* an versichert aus guter Quelle, daß an die Seta:

des bisherigen Gouverneurs von Cadix, Generals Aymerick,

welcher zum General-Capirajn der Balearischen Inseln er- nannt worden ist, der Maréchal de camp D. Salvador Me- lendez, zulelzc Gouverneur in Tolosa, kommen werde. Der_- selbewird als ein Ykatxn gerühmc,*welcher diesem wichtigen Posten in jeder Beziehung gewachsen sey. -

Der Graf Espanna ist von Barcelona abgegan en, uur“ die Rebellenhaufen, welche steh in Catalonien aufs eue ge- zeigt haben sollen, zu verfolgen .und zu vernichten.

P o r t u g a l. _

Ein Schreiben aus Lissabon, vom 21. Juni (im Con]?!- tutionel) enthält nächsk der (bereits bekannten) Nachrtchx von der durch ein Decret des Jnfanten auf den 23. Zum festgesetzten Eröffnung der Cortes , folgende Mittheilungen: »Man verfichert, daß die Zahl der De ucirten, deren Voll- machten verworfen wurden, wsilihre nstchten dem bestehen- den System nicht günstig waren, sich auf 21 belaufe, und daß der Minister des Innern, indem er neue Er::zennungen anordnete, die Candidaten selbst bezeichnet hat. Cm andere;; Dekret gewährt Amnestie für die konstitutionellen Unt_eroff1- ziere und Soldaten, die__unter die Fahnen Dom Miguels zurückkehren werden; die Offiziere sind davon ausgeschlossem C'tn drittes Dekret befiehlt die Seqü:|ratiot1 der Befißthü- mer der Conskitutionellsn, welche in diesem Augenblick die Waffen in der Hand haben. -- Die von Dom »))Tiguel nach den Inseln gesendeten Befehle haben die Wirkung hervor- gebracht, die man davon erwarten konnte; er" ist in Angra, der Hauptstadt der Azoren, zum König proclamirt_worden. Der Brasilianische Consul in dieser Stadt hat diepelbe au-

so eben angekommen ist. Madera ist, wic man sagt, der Ort , wohin sich Dom Miguel zurückziehen wird, wenn er nicht nach Spanien gehen kann. Zwei Schiff:, die dahin abzugehn im Begriff sind, find mir seinen und der Königin Schätzen beladen; zugleich schickt er ein ihm sehr ergebenes Batailion fort, von dem er sich ohne dringende Beweggründe 'nicht trennen würde. - Die Stadt Estremoz ist in einer schrecklichen Anarchie. Mehr als 50 Damen hohen Ranges sind verhaftet und durch Frauen aus dem niedrigen Volkx in das Gefängniß geführt worden. Ueberhaupt nxmmc dee Verfolgung gegen die Frauen in allen Städten ubexhand, wo die Absolutiscen .die Oberhand haben. Die Gräfxn von Rebierra, Ehrendame der Prinzexsm von Brasilixn, tsrxver- bannt worden, weil fie nicht für ihren unmünytgey Sohn die Acre unterzeichnen wollte, welche der Portugtefi1che_Adel an den anancen richtete, um ihn zur Entthronung 1emer

Nichte zu veranlassen.

Türkei und Griechenland._

Der Hamburgische Correspondenc enthält tm neuesten Blacko Folgendes; .

„Schreiben ausKonstantinopel 16. Zum. (DMC!) außerordentliche Gelegenheit.)

Die Pforte hat die Nachricht von dem Uebergang? ,der Russen über die Donau erhalten und schem; dgrußer mehr besonders betroffen. Indessen ist der Großvszlk UST "“ck

dkm Conclusum vom Jahr 1823 hinsichtlich der Druk-

Adricmopel aufgebrochen. Der Sultan, vou Zuverfichc auf

genblicklicl) verlassen um nach Lissabon zurückzukehren, wo er .