mit fortnahm. Am folgenden Tage zog ein Theil unseres Detaschements aus, u die Festung zu besehen, ungeachxet des ziemlich wohlgerich eten Kanonenfeuers derselben. Baijul Pascha konnte dem enischlossénen Andrangs der Russen nicht
widerstehen, sondern Wi», nachdem die Türkische Reiterei '
uuau altsam die Flucht ergriffen hatte, zur Uebergabe der FeskmfikZ) einen Unterhändler an den Befehlshaber des Derg- schements ab. P?it unbeschreiblichem Jiibel empfingen die Einwohner, größtentheils Armenier, die Sieger vo_r den Tho- ren der Stadt, und segneten Rußlands Bel)eri_'1cher,._durch dessen Waffen fie von dem Muselmännischen Joche befreit wurden, unter dem sie so lange geschmachtcx haben. Der Pascha, von Geburt ein Kurde, stammt aus emer bekaxmteit alten Familie, bei der sich die Gewalt iiber das Pajchalck von Bajazed fortgcerbc hat. Er tsk em hohir ichlankcr I)iann, noch ziemlich jung an Jahren, von cinnchmcndcr Gefichtsbildung. „ Tiefer Kummer sprach an's. seinen. Zügen, als er dem General entgegenritr, um ihm 1em Schickial zu unterwerfen. . * _ „. „ Seine beiden Höfe, oder vielmehr Befestigungen, die *," der Stadt liegen, zeichnen sich durch ihre Bauart aus. Dee äliere derjelben, der Wohnsitz seiner Familie m_id näxhsten Beamten, liegt auf der Höhe der-gewaltigen Folien, die 'ich über die Stadt ciheben; die neue Befestigung besteht i_tx ei,- nem schönen Pallaste aus“ weißen Steinen, nach Arabe]chcr Architektur. Der Bau soll, wie die Sage geht, “40 Jahre gewährt haben, und noch steht er“ nicht völlig vollendetda. Begonnen wurde er von“ dem Großvater dcs gegenwärngexi Pascha, von seinem Vater fortgesetzt und von ihm sxlbst ans- gegeben, aus dem Vorurtheile, weil seine beiden Vorgänger, deren prächtvolie Mausoleen daselbst stehen, dort gestorbxn smd. DieAusscht aus dem Pallaste auf die Stadt, die sich
amphitheatralisch auf den Bergen erhebt, isk_höchst malerisch.
Am 30. August (11. Sept.) fand auf dem öffentlichen Platze eine Kirchenparade statt, der die Einwohner und dir Pascha selbst mit dem größten Interesse heiwohnten. Die esammte hiefige Armeniiche Geistlichkeit nahm Theil an dem . odtenamce zum Gedächtnisse des hochseligen Kaiiers Alexan- der "Pawlowitsch, glorwürdigen Andenkens*,..und an dem Dankgebete für die Einnahme Bajazeds.
Zum ,Mittagsmahle, das der General in dem neuen Pal,- lasie des Pascha's gab, waren'außer diesem auch dessen an- gesehenste Beamte und unsere Officiere geladen, und als die "Gesundheit Sr. Majescätdes Kaisers bei'm Donner _des Geschützes ausgebracht wurde, tranken dieselb_e ,der Pasha Jm?) die“ Seinigen, nach I)iusclmätmischer Weije, mit Scher-
et . “' .. ' , Nach der Tafel wurde die Freude allgemein und schien gleich aufrichtig bei den Siegern und Besiegten. Abwech- selnd ertönten die schöne Feldmusik des Regiments theburg, die Lieder der Kosaken-Sänger und der schmetternde Hall der Türkischen Pauken , Trommeln und Hörner , _und National,- Tänze der Einwohner uiid der Russen beschlossen das Fesi.
In “der Festung fanden wir 1:2 Kanonen , zwei Roß- schweife, drei Fahnen und einen reichen Vorrath Artillerie- Mmiition, Flinten , Proviant u. s. w. Die Feinde zählten 10 Todte, wir: zwei, und einen Verwundeten. Der größte Versus? bestand auf beiden Seiten in Pferden, denn die Affaire vom 27. Aug. (8. Sept.) ist eher ein CavaUcriege- fecht- u nennen. _
Qn der. Stadt snd-200 Gefangene urückgeblieben, die der General in ihren Wohnungen aufzusYUchen nicht.fi'1r ge,- fahrlos hielt, weil früher eine Seuche in der Stadt gewü- thet hatte, daher er auch gleich bei „Besetzung des Ortes einen Tagesbefehl an die Truppen erließ, die Wohnhäuser nicht zu betreten. Die Soldaten , die sich während des ganzen Feld- zugs durch der) strengsten Gehorsam auszeichnen , haben auch diese Vorschrift pünktlich befolgt.“ '
-- ._Die Petersburgische Zeitung enthältFolgendes aus ONtiau: „Die hiesige Lcktische Zeitung, die sich schon so unbestimmbar große Verdienste um die Bildung der Letten erwarbz bat sxir dem 15. Nov. angefangen, eine Uebersetzung der Kriegsbeyichte zu geben, mit erklärenden historischen und sqchltchen, emleuchtenden Noten. Sehr einsichtsvoll fängt ste Mit dem Berxxhc vom Uebergange Über die Donau an, wodurch die Lettcichcn Leser nach und nach die ganze Gez- schtchte des Feldzugs erhalten werden , bis gegen die Zeit, da em neuer beginnen kann. Es giebt kein kräftigeres Mic-
ravttättsck) einher, und als sein Pferd getödtet und auch der ahnensiock zerschossen war, hob er„die zerschmetterte thne auf undent-fernte sich damet im Angesicht der Artillerie, die wegen Zäxtegkkmgkn Axtzahl Cavallcrte nur Infanterie zur Bedeckung
tel, der Volksklasse, welche die Rekruten zu kiefekn bat * Herz zu legen und begreiflich zu machen, daß die Sach? großen Vaterlandes auch die ihrige isi, als daß man su dcm Gange der Angelegenheit bekannt macht, der fie "- gemäß Opfer bringt. Sie wird fich dadurch geehrt th und |aatsbürgcrliche Würdigung ist ein Haupkquell dcs rigsten Patriotismus.“ .. - Aus Odessa vom 3. d(wird gémeldct: Eingeftern ; der Südküste der Krimm hier angekommener Reisender
:einen Strauß der herrlichsten Rosen und mehrere grüne
becr- ONandel und 'Oel-Zweige mitgebracht. Sämmt' Pflanzen hatte er unter freiem Himmel gepflückt, „ .
Odes sa , 13. Dec. Am Iten d. M. "lief der Stand Capitain Kanatof off, von Varna kommend, in Sch ein. Bei seiner breise befand sich dort, so wie auf uns ganzen Cantonirungs-Linie, Askesin dcm allerbesten Zusta' ein feindlicher Angriff auf Paraqui war lebhafvzurückgewj: worden. Mehrer? von unsern Schiffen kreuzen fortwäh likngs de_r Türkischen Küsten, von Varna an bis zum ; p orus. - * , ) Der General-Gouverneur Graf Woronzoff ist*ge' von seitin Reise _nach der Krimm“ hieher zurückgekehrt, *“ Se. Excellenz des Eisgangcs wegen den Bug bei Nicol nicht pasfiren konnten, so sahen ste sich genöthigt, ihrenis über Wosuesen'sk zu nehmen. -- . '
F r a u k r e i ch. “
Paris, 23. Dec. Der Messager des Chamb" sagt mit Bezug auf die gestrige Aeußerung des Con framxais über die Vollziehung der Verordnungen "vom- Juni: „Wir sehen „mit Bedauern, daß der Courrierz.“ geachtet aller Beweise vom “Gegentheile, nöch ik behauptet, daß die Verordnungen wegen- der kleinen &' narien nicht völlig in Ausführung gekommen seyen. was soll für diese Behauptung sprechen? die Ergebu * Episcopars in den Willen des Königs. Eine solche“ werfung soll nämlich , dem gedachten" Blatte zufolge,» durch geheime Zugeständniffe und durxh eine Ermäßigung- ursprünglictzcn Textes der Verordnungen Zu erlangeng syrseyn. Dieses Raisonnement scheint ims-sehr eins zu seyn. Könnte denn jene Beipfiichtuug der „Bis nach dem unbedachtsamen Widerstande derselben, nicht eine reiflichere Ueberl'egung, durch weise Nathschläge Seiten einer Macht, der das Episcopar sich zu wi nicht gewohnt ist, herbeigeführt worden seyn? Was der» nig gewollt, ist pünktlich vollzogen worden; dié-Re rung ist weder mit Härte noch mit Wilikühr verfahrenß der Widerstaüd der Geistlichkeit isi'bcsiegt worden;“sté? dei: Ueberzeugurig nachgegeben, und das vorgesteckte Ziel erreicht. Wir zweifeln keinen Augenblick, daß die, in d_ Beziehung von den Ministern den Kammern abzugeb» Erklärungeit auch den strengsten Anforderungen genügen den. Der Courrier sollte daher citi *für aliemalauf jene flüsterungen' verzichten, die weiter keine Folge haben, als ste die Gemächer beunruhigen.“ “ ** In der letztern Zeit, wo- in den öffentlichen BU häufig von Schiffs-Abcheilungen die Rede „gewesen ik- die Benennungen: Geschwader, “Division und YK" oft verwechselt worden. Der »))?essager des Chamb macht folgenden Unterschied: “Ein Geschwader mindestens aus neun Kriegsschi§cm welche unter einem . demselben Commando stehen. ' och bezeichnet man lich mit dem Worte, eine Abtheilung von neun Kriegs1chi welche zusammen segeln; es müssen“ aber alsdann immer.
*nige Linienschiffe dabei seyn.. Neun Fregatten würden z-
srrenge genommen , kein Geschwader seyn. Ein Geschw wird stets von einem Concre-Admiral, also von einem*“* eier, der unmittelbar über dem Schiffs-Capitain sreht-b, ligt. Ehemals nannte man sogar den Officier, der heu Tages Contre-Admiral heißt, Chef. d'Escadre. - . Division besteht mindestens aus drei und höchstens aus „„ Kriegssehiffen. “.Das Commando derselben gebührt dem ält- Schiffs- Capitain. Diejenigen Officiere, die man jetzt Sch! Capitain erster Klasse nennt, hießen unlängst noch DZ, sions- Chefs. _ Eine Abtheilung von 9 bis 17 Kk, schiffeti_l)eißc sonacl) ein Geschwader; eines von 3 U Kriegsjchiffen, eine Division; zählt die Abtheilung als 17 Kriegsschiffe, so nentt man sie eine Armee; sie,“ alsdann von einem Vice-I miral, d. h. 'von einem Öls. befehligt werden, der unmittelbar über dem Contre-Adm rangirt. Der Grad eines Vice-Admirals ist übrigens
höchste, zu welchem ein Officiey der Französischen Marine langen kann; det] Titel eines Groß-Admirals erhälcnnr Prinz „vom Ha M'. - Unter Flotte versteht man me
D"“
nd Kauffahrteischi e, welche unter der Bedeckung eZT-glxoßen Schiffe des Ltaats segeln. Das Diminutiv ess Wortes, Flotille, wrrd gebraucht weiin die Abthei- statt aus grdßernz nur aus kteinennyriegsjchiffen besteht. ,Die mit der Prüfung'des annzöchhen Zoll- und Han- ,Sysicms beauftragte Commijsion hac unlängst ihre Un-
„chung Über den Eisenhandel geschlossen; in der heutigen *
-ung wollte man sich-mir der Einfuhr des fremden Zmiers äfti en.
Einge große Anzahl Französischer Handels-Schiffe bege-
fich gegenwärtig nach Sati-Sehajiiati und anderen Hä- Biscayas, um daselbst Getreide zu laden und es nach nireich zu fz'threti. , , “ Die Siibicripttoti znr Abstellung der Bertele: m der [ptstadt hat bereits über 200,000 Fr. eingetragen. Selbst Provinzen steuern dazu bet; jo l)a_t kürzlich ein Grund- er zu Valenciennes 500 Fr.eing"c1andc. „ Man spricht'_ von der Aufhebung, mehrerer Militair- ißoncn; Rauew würde zu Paris, Evreux “zu Caön, “115 zu Lille ::.-1. w. gcschlagen werden. . Privac-Briese aus Toulon vom 16ten d. M. melden, die dortige HafeeyBehdrde.abermals für Rechnung der ierung mehrere Neapoiitaniichc und Schwedische Handels,- jffe gemiethec habe, welche zu einer neuen Expedition be,- twerden sollten. Zwölf derjclben wurden bereits befrach- Einige wollten wisseü, daß die Expedition nach Kandien “mmt sey, wohin „mehrere Regimenter eingeschiffc werden den (?), andere dagegen behaupteten (und dies ist wahr,- “nlicher), daß aufjeneuSchiffen die in Morea überfii'issige allerie nach Frankreich zurückgefü?rt werden würde.
'In der Gazette de France iest man zuweilen [ite-'
W:," mit dem Namen Colnet bezeichnete Artikel, „welche „'der Beziehung der Beachtung-wertl) smd. Auch heute “alt fie einen solchen über die kürzlich erschiencne SMS!“! Herrn VM Sevelingews: „Der Herzog-- von Rovigo in :iatur“ (eine Kritik der Memoiren dieses Letztern), wor- wjr uns einen Auszug vorbehalten.; .
Großbritanien undIriand. . London, 19. Dec. In dem (gestern erwähnten) Schrei- des Ministers des Innern an dFeLoxd-Lieutcnants in iehung auf die Neductionen' in dier Miliz, wird unter rm bestimmt, daß künftig bei „jednwin festem Solde |e- en Corps, 1 Adjutant, 1 Sergeant-Major, 1 Sergeant jéde'40 'Musik/“1 Troinmelschl-äger für 2 Compagnieen, einem "zweiten Trommelschläger für . jede Flanken-Compag- stehen soll; für Regimetiter-„die aus 8 Compagnicen und her bestehen, wird ein Tambour-Major-bewilligt. Die er-Reduction begriffenen Individuen beziehen ihren Sold bis zum 21. Juni »des nächsten Jahres. “ Ein hiesiges Abendblatt enthält Folgendes: Mic [eßten Posi'von Rio Janeiro ist ein Brief eines in .' Pedro's Umgebung befindlichen Portugiesischen Edel- ns anYlangc, dessen C'inzclnl)eiten_interessant sind. Nach,- der crfaffer desselben dex Ankunft des Lord Strang,- und des Unwillens gedacht, dcn Dom Pedro bei den u Mittheilungen des Gesandten geäußert habe, meldet daß der Kaiser öffentlich an seinem Hofe die Umstände “[Mit hat, welche'seinc beditzgce Vcrzichtleismng auf den tug'csischen Thron zu Gunsten seiner Tochter begleiteten. rr'iärte: „Als er zuerst von Oesterreich und England aufge- )rc worden , Dom INiguel zum Regenten Portugals zu nnen, habe er dagegen, wegen des Charakters seines ders, große Abneigung gczeigr. Da er indes; von Sei- esterreichs die Ecklärungirhaltcn, daß es fürDom Migucls ehmxn bürgen zu köiitU'U glaube, so habe er sich bewegen lassen, Aufforderungen seiner Aliiircen bci nstimmcn - ein Ent- [?_- den er jetzt aufrichti bereue.“ «Zei dem Abgange des [5 hatte über die von Ford Strangford gemachten Vor- 89 noch nichts Gewisses verlautet, allein man sagte sich Hof?, ste_seyen von einer Beschaffenheit, welche dem ex zu großer Unzufriedenheit Anlaß gebe; man äußerte “h- es sey- vorgeschlaqen worden, auf folgende Weise 1Vergleich zwischen den zwei Brüdern zu Stande zu gen: Dom Miguel solle dem Titel und der Würde eines Kö,- “ Mksqgen, wieder die Regentschaft übernehmen und seine te [)etrachen, allein unmittelbar darauf solle Dom Pedro Enksagungs-Acte pnblicireti, durch die er den Portugiesi- '„T[)ron an Dom JJDigucl, und an Dorina I)iaria da Na gemeinschaftlich Überlassc. Der Bi'iefstcllcr bemerkt rdem; wenn man aus dem Tone der Braslischen Zci- c" auf Dom Pedro's Gefinnungen schließen könne, so te man siündlick) eine Kriegserklärung gegen Dom Mi- erwarten. - Eine Subscription f.;» die Unterstützung
„gegeii jeden Angriff schüßen zu können.
schrieben, der vor dem
[der schönsten 'in England gleich kommt.
die Colonijien hinfähren;
(. _-i»
der Portugtefijchen Flüchtlinge, welche nicht bei der Marin odex der Armee im Dienst und deshalb o ne sichere Mittel zu ihrer Subfisieuz smd, war in Rio er ffnet worden, an der Spiße der Unterzeichneten stand der Name des Kaisers.“
V_on Ancona nach Korfu soll einmal wöschentlich ein Dampxboyc gehin, was die Verbindung zwischen England und Kdrsu erlctchern wird, da die Briefe von“ London nach Korfu m 10 Tagen kommen können. Auck) ist die Rede von
„einem Dampfboot, das zwischen London und Gibraltar, und
von einem andern, das zwijchen Korfu und Malta gehen soll. . WLan spricht von einer neuen chri|lichcn Secco, die sich in EnÖland gebildet haben soll, und als deren Stifter ein He_rr "_arns gezmnnt wird; ein Hauptgrntidsakz derselben ist, da[; glie xeligiöien Versammlungen ungesckzlich scyen , wenn ste mch; m eiiier Scheune gehalicn würden, weil unser Hei- land in einer joichen Scheune geboren sey. '
Zn Beziehung auf den Russisch-Ti'trkischen Krieg befindet sicbim Globe ein Anfsakx», der folgendermaaßen schließt: „Die meisten in öffentlicher: Blättern enchaitckxen Kriegs- Bertchce siiid zwar sehr umständiick) über' Ei'cignissc, die gar mcht statt fanden, aber sehr unbefriedigend, was die wahre Stellung der Armeen betrifft.; uns ist indessen kein Bericht vorgekommen, aus dem die Unmöglichkeit hecvorginge, Varna Die Nachrichten von allen nur möglichen Arten von Unglücksfäilen, welche die RUsscn betroffen haben sollen , smd in demselben Geiste ge- _ Fall von Varna sein Wesen trieb. nglückställe pflegen zwar in der Regel nicht allein zu kom- men, inde en übertreiben die Neuigkeics-C'rfinder in Deutsch- land _und etwas zu sehr.“ ,
Aus Hobart-Town in Bau Diemen's Land wird in eineni'Privar- Schreiben vom 19. Juni gemeldet: „Es isk hier jetzt so kalt, daß ich kaum die Feder halten kann. Der Anblick des Landes ist Übrigens sehr angenehm , da fast Al- les,.Hügcl i_md Thäler, mit Bäumen bedeckt ist; es fehlt niches als Cultur, um eine Landschaft sehen zu lassen , die , ' Fiir den Au enblick herrscht in der Colonie die größte Unthätigkcic. Gute chaafe
,gelcen sask'nichts,-nämlich Heerdenweise 7Z Shill. (o'hnge-
fähr ZZ Rchlr. Pr, Cour.) das Stück, und da'die Wolle im Allge- meinen beinahe gar keinen Werth hat, so läßt sich erwarten, daß die Schaafe noch wohlfeilcr werden. Da bisher, die Schaafszucht hier eine Hauptsache war, so leiden die Ein- wohner natürlich ganz außerordentlich; sie hoffen fich indessen durch den Wallfischfang, für,.den eine zu errichtende Gesell- schaft im Vorschlage ist, wieder zu erholen. Alle Mann- factur-“Artikel sind sehr theuer und kosten in der Regel noch einmal so viel als in England;“ “
Im Februar 1827 erhielt Capitain Stirlin , vom Kö- niglichcn Schiff Succeß, den Auftrag, die Westki sie von Neu- holland, nördlich vom Cap Lecnwin, zu uncersuchen, und dort eine bequeme Stelle zur Anlegung einer Colonie ausfindig zu machen. In Folge desselben untersuchte er die Küste auf eine Strecke von 500 Meilen und wählte zuletzt die Ufer des Schwanen-Fiusses in einer Breite von 320 4“ für die beabsichtigte Colonisarion. Die dortigen Einwohner waren an- fangs feindselig, wnrden aberzulekzt der Engländer beste Freunde; sie sind äußerst roh und unwissend, und nur mit Mäntcln von Kenguru's- oder Opossum's-Häuten bedeckt; ihre Waffen smd Speere mic Spitzen von Thierknochen. Das dortige Klima soll außerordentlich gesund seyn, und der Boden sehr zum Ackerbau geeignet; die chetation ist im Allgemeinen so
reich, daß Disteln und Farnkrächr eine Höhe von 12 Fuß erreichen. Die geologische Gcsellichafc hat vom Capitain
Stirling mehrere Exemplare von dortigen »))?incralicn erhal- ten. Vögel giebt es auch in s))?enge, und besonders zahlreich find die schwarzen Schwäne, von denen der Fluß seinen Na- men hat. An Fischen ist Ucberfiuß. Zwei Kriegsschiffe sollen Capt. Stirling-isr zum Gouver- neur der neuen Ansiedlung ernannt worden.
Die I)iorning Chronicle führt, Beispiele von der Willki'ii)r an, welchc zum Theil t1och in der Verwaltung der Bricischcn Befikznngen herrychr. Fairbaii'n, der Herausgeber des 50:1111 .Mi-jean Iiirortixcr in der Capsmdt, wurde von Herrn Huskiffon in einem Schreibet1 vom 1. Octoher 1820 bedeutet, daß er, vor Uebernahme der_Hcrarxgabe eincr Zei- tung, sick) dcn Anordmmgcw unterwerfen .:itiissc, welchek für diesen Zweig dci“ Presse _aus dem Cay bcsr.ztidctr. Natilkxlä) erkundigte jener sich bei iciner Ankunft daielbst, nach dreien, allein der Gouvernements - Secretaiwerilärre ihm“ nur der größten Unbesangcnhcit: allerdings icycti dix Abmbccn der Regierung Si". Maj. in .chch der pertodcjckwn Presse in der Colonie in einer Depciche ie; Vorgängers des Herrn
rankreich diese natürliche Eigenschafc des Unglücks"
.“ «7;
„. * **T _ - ,L. , ' „ .,“? - zÜ-x-Z? Its? ' ;„ . * ..