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.? Ind. Nicki bestätigt bat s die Annaöme, daß . bei „vexkürzxer rbeitözett die Inten ität der rbeit zunimmt, im Gegenteil wird «Zigemeixt übxr den * ückgang der Produktion geklagt, wobei_a„ller- dings die wirtschaftlichen und politischen Unruhen, namentlich zu Bkginn Xabrxs, die damit zusammenhängende Arbeits- Unlust, _der Maimalmangel, die qunkämpfe. die Bevorzugung der ttlobnarbeit vor der Akkordarbxt und die dauernd verse!) erbterien Lebensbedingyngxn zu berücksichtigen find. Gegen die ngreswende konnten bei stand! zunehmender Arbeitßlusi und immer ßarerer Rückkehr zum Akkoxdiy tem syiort wieder höhere Leistungen verzeichnet wexden. Zyverlasslges statistisches Material zum Belege daFüx rst zurzeit nock)_n_tcht zu erlangen. Immerhin lassen die zahlen- maßzgen Angaben einiger größerer Betriebe Rückschlüsse “ auf das Maß des Rüxkganges und der Steigerung der Produktion zu. So vexarbetiete tn emer _grö eren Werkzeu maschmenfabrik im letzten riedensiabr 1913/14 em 9 rbeitex durchs nittlick) 7270 kg Material _Eisen, Stabl._Bronzs Usw-s- „Dtese Zabl sank im ersien Kriegsjahr infolge der Eiyzixbung za _[reicber tücbti er Kräfte auf 5414 kg, durcb Weitere Einziehungen. tm Jahre 191 /16 auf 4614 ]:Z und im“ Jahre_ 1916/17 auf 4352 kJ. Die in diesem Jahre erfolgte Rück- kehr einer. großen Anzahl ArbettYr zur Erfüllung des Hindenburg- prograpims ergab fur 1917 eme Steigerung des verarbeiisten Materialsduf 0350 1x fur den Mann und das Jahr. Nach Rück- kebx samtltcbex Manns affen zu Beginn des Jahres 1919 häfte eine weitere Yufiyarisbeweguna erivartet werden können, es trat aber das Gegenteil xm. Von 5350 kg «sank die verarbeitete Menge anf 2216 RZ fur _den therter_ und das Jahr; ge enüber dem letzten erdenkxaer _1st mithin die Leistung des ? rbeiters trotz ver- sierte): Einrichtungen auf Weniger a1s ein Drittel zurückgxgan en. Zn eme_m der ?rößien gemischten Werke der Großeisenmdu trie tm Regierungsbez rk Düsseldorf satik infolge der Abschaffung der Akkordqrbeit im Januar 1.919 die Arbeitsleistung sckmcll ayf 30 0/0 der Friedensleisiun und erst als im August die Akkordarbett wieder eingeführt Wurde, effekte sie fir!) langsam, bis sie zu _Ende des Jahres dur_chschn_iiilicb wieder 70 % der Friedenskeisiung erreichte. Im allge- nxemen läßt sich mithin wobl sagen, daß erst, wenn es gelungen sein wird, die Arbeitssteude und Arbeitsintenfitat wettar zu steigern, die Qualität der Arbeit auf einen Höheren Grad zurückzufübreiz und por aUem dem Koblen-_ und Robstoffmanqel zu Üeyern, si za! en wrrd, ob ks der Industrie mög1ich ist, durch planmaßrgen Aus an er BetriebSanlagen. durck) Verbesserung der ArbxitsMittel und dxr ArbeitSmethoden, durcb Spezialifierit der Fabrikation, strqffe BetrteHSorg'anisation, rationeÜe und gerecbte ntlobnung der Arbeit hei einfichttger Mitwirkung der Arbetterschaft'die Einbuße: an ArbertSzeit auSzugleichen.
Arbeitsstreitigkeiten.
Die. Victoria - Versicherungs - Geselliébafien (21119. Vers1cherungs-A.-G. und Feuerverficberungs-A.-G.) in B crlin teilerx „W. T. _B.“ zufolge unt, *daß der Betrieb ibrer Direktionen Bßrlm ZW., Lindenstr. 20-25 auf Grund der erfolgten Einigung m1tder_Vertretung der_ Angestelltenschaft und den Organisationen beute wieder eröffnet isi. '
_ Gestern vormittag traten, wie" die „Verl. Börsen-Ztg.“ erfäöri, die Hxizer des S_lextrtzitatswwks in Bremen wegsn anLe-bltck'er Lobnfitertrgkeriezi in den An sstan d. Dkk Betrikb ist no - aufrecht erhalten. Die AktiengesellsÖaft Weser ist infolge ch Ausstands ohne Strom und mußte teiliveii'a den Betrieb siiÜcgen.
Nach einer von „WTB.“ übermittqlten Meldung des des„Telcgraaf“ aus London vom _19. d. M. War die Lage im Bergarbeiter- _ a_ u 5 st a n_d am zwe_tten Tage unverändert. Wfa Bergarbsiieriübrer
smd naÖ ibretx Bezirken zurüxk ekebrt. Die Fokus des Ausstandes mach _ücb bereits sebr em_ findlt bemerkbar. In Sek) otiland stehen __lee Eisen- und Stablfabri en stil]; 30 000 Metallarbeiter in Duck) a nt "md arbeitslos. In Y orks hire Wurde mit dem Löschen der Hoa“)- Öfen begonnen. n S t a ff_o : d sind 20 000 Metallarbeiter arbeits- Zos geworden. D e ArbxitSzett von 10000 Arbeitern in den Schu b- k'a [) r i k e n v o n L e t c e | e r Wurde eingeschränkt, damit der Beirieb aufrechterhalten werden kann. Die F o r d e'. r n n g c 11 auf Lohnerbökiungen von 180000_eng1ischcn FnHrleuten und Motortransp ortarbeitcrn drohen eblnfalw zu einem Ausstand zu führen; -- „Nieuwe Rotterdamsch Courant“ er- fährt, daß ungxfahr _ 50 000 Arbeiter der Ei s e n - u n d S ta H l i 11 du st 1: 1 e _ mfolge_ des Kobkenarbciierauöstands er- Mrbslos seien. Dte_ S ck) 1 f f s w e r f t € 11 würden den „Aus- stand nur. noch vierzehn Tage lang ausbasicn können. In R o r_d : Y_ o r_k s b z r 8 sieht der größte Tci1 der Eisen- und Stablfabxtkeu ocxeits still. Dcr _E t s e n b a [) n e r v e r b a n d v o 11 Y :) rk stimmte einer E n t s ck1_ics3u n g zu, in der erklärt wird, die Weigerung der Regiexung, d1€_ gerechten Forderungen der Ver : arbeiter anzunehmen, se_t em _ direkier Angriff auf das GeWer - schaftsryesen. Er_ wies sstne Vertreter an , fü 1: d e n Streik zu Fitmtxien. _- Der Bergarbeiterfübrer A s 1) to n erk1arie in einer in M a n ch (: ster“ gehaltenen Rede , wenn Lloyd George _die Vertrcisr der Bergiverkö- bksißer m_id Bexgwerksarbertxr zu einer Ausspruch zusammenberufe, so wuxdexi 15111 die Bergarbeiterfiihrer unwerzüglich alle Bürgschaften bezuqxicb der von ibn; verlangten erhöhten Erzeugung geben könnén. _-_DieHa1tung der E_tsenbabn- und Transportarbeiter ist immer noch ungewiß. Thomas hat bei der gestrigen B e = s“pre_chung der Eis_enkxabndelegierien seineganze Vered- sanikett aufgewandt, um die Eisenbahner vom Gedanken eines Sympathie- sireiks abzubringen. Wie „W. T. B.“ aus Brüssel erfährt“, sind die _B e rg leute des B eckens_ v ?" Charleroi wegen der Einführung der Er- werbssteuer bereits jekt m den A us stand getreten.
Wohlfahrtspflege.
Der _Deutsäye _Zentralausscbuß fiir die Aus- landsbilfe bat, Wie _„W. T. B.“ berichtet, eine Vereinbarung mit dem Zentralkomitee der deutschen Vereine vom Roten Kreuz _geiroffen, duxcb die ein enges Zusammenarbeiten der beiden Or antsatwnen gewahrleistet wird. Im Wesentlichen werden darna die_ Woblfahrtöausscbüffe, das find die ört- lichen Unterorganifatwnen_ des Zentralausschussxs, mit M Unterverteilun der auslandiichen Liebes aben m den kom- munalen Ver änden betraut. I;! _den Wo [fabrtSausscbüffc-„n wird besonders den Vertretungen der freien Wohlfahrtsplee und sklbsi- verständlich ach) dem Roten Kreuz der entsprechende »influß auf die Verteilung der LiebeSgaben gestc'hxrt. Jn_ den von_ den Wohlfahrts- ausschüffen gebildeten ArbeitsauMchüffen wird künftig das Rote Kreuz und, wenn möglich. auch der entsprechende rachnverem vom Roten Kreuz sowie eine Arbeitervertretung Siß un Stimme haben.
Die Quäker Werden, wie das enanxiie Büro erfährt, a_m ]. November mit der Einriclytung von “ peiiungen für die Studen tens chaft an den Universitäten und technischen HOST)- schulixn in Berlin, Bressau, Bonn, Dresden, _Zskrankfurt a. IN., Göttin en, Leipzig und Mannheim _beginnen. Die e Maßnahme, die: angefi ts der Notlage unserer studierenden Iug_end n_nt aufrrchti er Dankbarkeit zu be rußen ist, wird yon den Quakern tm engsten u- sammenarbeiten mit den örtlichen Ausschüssen durchgeführt, in denen der Rektor der betreffenden Hochschule und Vertreter der Studenten- schaft entsprechend mitwirken werden.
Verkehrswesen.
Anscßaltung selbstbescbaffter Apparate an das öxffentltcbe Fe_rniprechne . In der letzten Zeit find von der ostbebörde der vielen Sprech tellen a_n eséhaltete Apparate fest- geste t wordxn, die dem zuständigen Vermii lungöamt nicht gemeldet waren. Meist hatten die Svrecbstelleninhaber _s'xcl) eigene ?lpparate in mehr oder mmder sachverständi er Weise Heimlich an die Anzts- tun en qngkeicbaltet oder aus [ten lassen, um dadurch" ihre
_ precßmögstcb eiten unter Nichtzahlung der bestimmungömaßigen hven zu vermehren. Wenn auch leider unter den heutigen
*.!
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scbwwrigen Verkehrsverbasiniffen ber Fb M Y eu [
der ' auch der Verwalan erwüns ten _ chnelligkeit erledigen_ ey, so kann doch den Teiluebmexn u das Recht eingeraumt _werdeI mit Umgeb der-Vors niken zur lebstbtlfe.„zu„ s „ , -Au_„ liegt darinuÜne Gefahr sowohl für die_Amtsemnchtuugm und die Fernsprecbbeamtinnen, als auch für den Teilnehmexselbst, weil dadyrcb den ami1ichen'Ste11en die Mögltchkeu--xntzogen_ Wird," die obne ihre Mitwirkuit hergestellten Anlagen beti'iebsteckymsch zu prüfen. _ a_ den Ausiü rungsbestimmun en ur Jerzsprechgebubrenordnuzilg ist die Telegrapbénberwaltnng bei ins [tung von selbstbeschafften ppa__raten bercchtigt,"- den“ Anschluß obne Kündigung aufzubeben;_unter Umstanden wird- sogar strafrechtlich vorge augen." Da unberecbttgxe. Anladxn auf die Dauer nicht verborgen blei en, ist deshalb den Beteilt ten dringend anzuraten, daß sie den früheren Zystqnd _wtederbersie en oder die voxgenoimnenen Aenderungen unverzugltch ihrem Fernsprech'amt mit- téi en. '
anmeldungen- die Anträ e FZ viel t
Theater und Musik.
m ernßause wird" morgen, reii , „Der Waffen- schmiFd“, Zi? den Damen van Endert, von ZÖKY-Mülker und den erren Stock, Ziegler, Henke, qu1a und Lucke beseßt, ngeben. sikalischer Leiter ist der Kapellmeister Otto Urael Anfang bx. Jm Schauspielhause wird morgen „Peer "Gynt" m_it Gustav May in der Titelrolle und Margarete Schön als Solveig
aufgeführt. Anfang 62- Uhr. _ .
Mannigfaltiges. Unter Miiwirkung 'der zuständigen Behörden der Provinz wurde,
wie „W. TB.“ mitteilt, hier der Brandenburgische _Pro- vinzialverband des Volksbundes Dcut1cheKr1_egs-
räberfürsorge, e. V., gegründet. Der Volxsbund ist be- trebt, im Zusammenwirken mit den Behörden a_uf dWKfsYk _der deutschen Kriegs räder fördernd einzuwirken, Er Will den nge orrgen dsr Gafalkencn uskünfte über den .ustatid der Graber geber; u_nd ihnen bei der ErfüUung ibrer Wüns e_ 7111! Rat _und Tat behilflich sein. Aus dem Bericht über die bisherige_ Tatigkeit des Bundes geht hervor, daß der Volksbund mit der praktischen Arbeit _begonnen hat Und mit über 600 ausländischen Ottey m Frankxeicb, _Belgtxn, Italien, Polen, Litauen, Serbien, Rumanien und Stebenburgxnzm Schriftivecbsel sieht. Den Vorsitz des Brandenbyrgiscßen Provinziax: vsrbandes übernahm der Landesmrektor v on W 1 nterfxld t_. Die nächstliegende und wichtigste Aufgabe des Verbandßs ist die Ge- winnung von Mitgliedern in der gqnzen Proyinz und ihxe Fusammex- sckyließung zu Orngruppen. Aae. die bereit smd, hierbei e rencxmtltxb mitzuhelfen, werden gebeten, ihre Anschriften enzzusenden fur die Stadtbezirke Groß Berlins an Frau von Kunowskt, Charlottenburg, Dernburgsiraße 48, fiir denRegierungsbezirk otßdam an den Ober- regierungörat Dr. Erbslöb, Potsdam, für den egterungsbezirk Frank- furt, Oder, an den Pfarrer Warnecke, Franksurt, Oder.
So wie dsr Krieg den unbezäbmbaren Drang des DeutsÖen, m die_Fxr_ne zu schweifen. erheblich eingeschränkt hat und besonders zur Retsczctt nötigt, dem Guten, das so nahe liegt, fich Wieder zxtzu- wsndsn, so 1uchen auch diejenigen, die es übc'rnommen h_gben, thxe ;Zahörer durch Wort und Bild in der Welt Herumzufuhren, die ZYreud-c an der en eren deutschen eimat wieder zu beleben. , Vzm dlésen Gesichtspun en ging an _ der Direktyr der Urania Zwiessor Franz Goerke in joinem am Dienstag geha1tenxn 1chtbildervortra „Die schöne deutsche Stadt“ axis, in der _er das Cßarakjerbild der deutichen Stadt, das zugleich em Abbild des deutschen Wesens isi zeichnete, _und dabei ire so m_anni altigen und eigenartigen S önbezten zeigte. Er kn_ü te an seine "beten Vorträge „Die Schönheit der deutsihexi Lan _ und „Der Mensch und'die Natur“ cm, indem er rnit einem Seiten- bltck *auf_ den Weltkrieg darauf Hinwies, daß dem Menschen aUes _ge- geben ware, die Natur in ein Paradies zu verWandeln, wenn er “5 nicht selbst zum bittersien Feinde hätte. Dann begann der Vor- tragende seine Wanderung,. nicht ““als Geograph oder Ethnogrgph, sondern aW Schönheitssncber, wie er sagt?, _durch_deuische Stadte, indem er zeigte, irie die Baukunst d_ur _d:e_1eiveilige Lage, den be- sonderen Volkscharakter und durch die einwirkungen _des A_usla_ndes bedingt wird. Er führte die Zuhörer an der Hand treffUcber Lichtbilder durä) dic Hansastädte, naäh (“Zixddeutschland1 m den SÖwarzwasd, den Taunus, und legte den Gegensaß zwuckyen dem ernsieren und strengeren Baustil des Nordexis und der genußfroberen Architektur des Südens dar. Weiter ließ der Vortragende eine Neiße von Städtebildern am Rbein und seinan Ncbenflüffxn, im Harz, Thüringen, Sackyscxn und S?)!efien Horüberziebsn und zeigt:: Notbcnburg an der Tauber als klasfi ches Beispiel ciner mittelakierlich befestigten Skadi. Bot so der erste Teil en) Gesamibkd des_deutschen Skädtecharakiers, so führtc dex: zweite Teil mehr in die Einzelheiten des Stadtbildes; man sah die_ uralten Tora, Tortürme, Marktpläße, Rathäuser, Kirchen, malexriscbc St_raßen, Brnnnen u. a., wobei der Vortragende hervorhob, wrx sehr in Ansehung des guten Geschmackes und echten Kunstfinnes die _gute alte Zeit der unsrigen überlegen war. Mit einem _warmherztgen Apel], auch dem edemütigten Vaterlandc- die alia Liebe und Treue zu bewahren, «los; der Vortragende seine wit lebhaften Beifal1 aufgenommen Ausführungen.
Von vielen Wanderlusiigen wird bercchiigie Klage darüber e-
füHrt, daß der Zugang zu den Seen und Wa crläufen der [1-'
eitxeinheit häufig durch riVate Ansiedlung ge perrt ist. Der inister fii_r Vo_lkspwi)§1fabrthat jeßt in einem bametkens- wexten_ Erla die_Regterungöpraftdenten angewiesen, nacb Mögli keit auf eine rethaltunß_der_“luß- und Seeufer ür d e n W a n d e r v e r k e h r mzuwir en und insbesondere auch die Ver- unsiczliung dor Ufer _durcb unschöne Bauten und Reklameschilder zu verhindern. Wxnn bisbex auch das Rxcht der Allgemeinheit auf die Seeufer noch nicht geseßltä) festgeießt ist, so bietet doch die bisherige Gesetzgebung den Gemeinden bereits au§reichende Handhaben, um die Freihxcktung der Seeufer durcb Zlycbtsinienfesiseßung zu schüßen und die fur Ufenge erfqrderlichen lachen im Wege der Cnieignun zu krwsrben. Namentlrck) die Verunsialfunxzßgeseye sowie die or-
schriften des Wohnün Sgeseßes bieten da ür rechtliche Grundsaßxn. , ck
Es ist danacsx sehr wv [ möglich. durch Bauordnungen vorzus rei daß an besbmmd zu bezxickynendkn Seen im Interesse des eimat- scb_u__:3,es Bauten eme, bestimmte Entfernung von den Ufern haben um en.
, De_r Buyd der Er_neueruug gibt bekannt, da der eit- Punii ux zwei der von ihm erlassenen P r e is a u ss r ei e n ctwgs _ in a u s _g e s ck o b e n xvordcn ist, da der Berliner Zeitungs- sireik _die erbrxitung siekleniveise verzögert hat. Die le ten Tage fur die_ E'ULUÖUUZNY“ Bewerbungen sind nun: für Zia Preis- aussckyreiben nder _annerkleidung, rauenkleidung und Geselligkeit der 1. Dezember, 11 er industrielle F r a g e n der 1. Januar.
__ KonigsbeFi. r., 20. Oktober. (W. QB.) ute vor- mtitag_ hat das as erflu zeug ]) 43 der Deutchen Luft- reederei emen Probeflu? an der neuen zwischen „Köni- s- berg und den Rands aaten geplanten Luftverb n- d ung arigetreten. Das Flugzeu fliegt über Liban nacb Riga. An Bord _befmden sich u. a. Dr; dchüttel von der Deutschen Luft- reederei nnd der Oberbürgexmeister Friedenberg-Niga.
Hirschberg (SÖsesMLZ, 20. Oktober. (W. T. B Im anen Riesen ebir e it stak " Zöée von 1200 mgheruntger eingetretexi.er Schneefall Zl! zur
Mainz, _W. französischeanetuatmeevéru der Bei "ck11! „ck die laut ' von , _ . _rreadeantion und leben _ i2cher wangsaxb-eit„ 5a! R“?" MW.“:KMW t
! vovem un 1 : ren- ro
"“" tebob "servor, daß soche Apackpm eine (:
Ömver. _m. L:. B.) YÉZUZHWW
französische Armee werdeii müßten.
.KakssTub
f S ck i f f a b r t s - Ykosgkddes Andrsmg nme un en on _ bis einsch ießlich 2T d. M. v exl ä n gert werden. _ Dte'_ Aus- " .deren Mitt em großer sch nxeizertsch - r SchiffahrtS- und Wasserwixtschast- it dem Ergebnis der Gründau g eines sud- Wa_sse_rwirtschaftsverbandeß stand, ibi eine Uebersicht über sämtliche süddeutschen „ und schweizerisch-dxuti en Waffersiraßenpläne sowie über die ganze deutsche und schweizeriscöe Wafferbautecbnik. Sie ist veranstaltet vom Südwestdeutschen Kanal- verein und pom Rbeinschiffahrtsverband Konstanz. _ _
Lo n d o n , 19. Oktober. (W. T. B.) Laut Reuixnnexdung ver- sammelten sich Heute in London wiederum 2000 B e s ck) a f t ig u n g_ s- ' K u n d g e b u n g. Nachdem sie versucht hatten. eine an den Londqner GenossenschaftSrat zu senden, wurden fie olizet zerstreut. .
kongreß m
lose zu einer
R“»
se'rizt
a un Barmer T': mKnd-und “„ Nhßn-„näbre'nd Fuba. . angie“. ' «Tobadeix und ;Umdebunsßkisdeten- TQ
eien und mit aller SaengedesG ckck beftr
twiek, 21., Oktober. (W. 'T. B.) Heute ZUMFZZY ist ein von Konstanz kommender G 11 t e :.
wobei ungefähr 14 Wa en schwer beschädigt
bisher fesilgestellt ist, war en enva 30 Personen mehr oder weniger_ schwer ver nicht mit Sicherheit aufgeklärt. “ , ,
e, 20. Oktober. (W. T. B.) Die ursprünßkicb bis 19 er
eßt. Die Ursache des Unfalls ist noch
Oktober angeseßte „K arts :: u
und "Wasserkraftaussiellung _mußte . s und nglreirber bisher noch nicht zu erledigender
auswarts -- auch aus dem Auslande --
Lohnverhältni e
Nr. 18 des , Ministerialblatt! der Haiidess- und G e w e 1: be v e r w a l t u n g “ , heraudgegeben im preußischen Mi- nisterium für Handel und GeWerbe, vom 1. Oktober 1920 Hat folgendenInbalt: AllgemeineVerivaltungSangelegen- [) e t t e n : Dienstwobnngen; Umzugskosten der verseßten Beamten; Lohntarif für Lohnempfangxr bei Staatsbebörden in Groß Bérlin; _ _der 13er Staatsbebörden beschäftigten Hand- _ Rt tlimen fur die Ausführung von Dienstreisen; Kriegsteuerynngulagxn. -* H a nd e ls (: n g e „l e g e n b'e i t e n: Handel mit Arznxt - , Leben? - .und uttermitteln , Sämereien, und Wem ; _Seezeicben ; rnennung von Handels- richtern. - Gewerbliche Angelegenheiten: Herstellung, Aufbewahrung und Verwendung von Azetylen ; Materialprüfun von Dampfkesseln ; Handwerkslebrlmge auf der Werft- Saatsee; arif- verträge; Von Sch11chtungöausfchüffen festgesetzte Geldstrafen; Nack) der ReichsversicberunJordnung fesigesFte Ortslöhne " Vereinigung vvn Krankenkassen ' Wochenfßrsorge ; Wockyeniursorge; z3_)ri"1fung891:dnungen für Kassenangesieate. -- G ew e r b- i äh e U n t e r r r ck)
_ichtbild ; Schulgeld an Fachschulen. -- N i ck ta m 1 l i ch e 5: Bücher- au. „ -
errxcbnung der uSgabkn für ocbenbilfe und acbweisung der Auggaben für Wochenbilfe und
iSanqelegenheiten: Lehrgang übek das
cbaft' “
*7
Aeronautisches Observaiorium. Lindenberg, „Kr. Beeskow. 20. Oktober 1920. - Aufstieg von 51 a. bis 81- &.
* Relative Wx ;, Temperatur 00 FLOW“ Gnescbivkn'd oben unten k__e/:_t RTÖkUUQ Setundä“
Schau ielhaus
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Sicht 30 kw.
(Fortseßunq des Nichtamtlichen iti der Ersten uno ZwertenBeilage.)
*. “Theater.
(Unter den Linden.) Freitag: 184. Dauer- bezugsvorstellung. Der Waffenschmied. Anfang 7 Uhr. Sonnabend: Madame Butterfly. Anfang 7 Uhr.
. (Am Gendarmenmarkt.) Freitag: Katten-
Peer Gynt. Anfang 61 Uhr. Sonnabend: Maria Stuart. Anfang 61 Uhr. '
Frbrn. von
G e b o r e n :
. Zt. Berlin). '
(I ) H: Ye _ObexkathIerberrd F1:(Hr. quleFn HrZ))?(ézxyseiibxlg
ena. :. rmgenteur . ey er Herner. .. . . ener - leutnant 3. D. Philipp Wilhe Bayer (Köln).
Familiennachrickzten.
Verl obi: Frs. Margarete von Minckwiß mit Hrn. Oberst Ernsk Forstner (Gr. Schönebeck i. M. -- Frankfurt a. “O.). Eine Tochter. Hrn. Waldemar von Böttingen
Vexanbvorkkicber Wriftleiier: Direkior Dr. T v r o [. Charlottenburt-
Verantworklicb für den Ametaenteis: * er Vorsteher derWeicbäftsftelle. I V.: Rect'nunaSrai :. ever in Berlin.
Verlag der Geschäftsstelle (IV.: Meyer) in Berlin. Druck der Norddeutschen Buchdruckerei und Verlagßanstakk,
Berlin, Wilhelmstraße 32. ' .
* Vier Béila'gen (eiiiscbfießkttb Vörsenbeilaaes
«imd Crüe, Zweiie und Dritte Zentral-Haudelmai- „MW
. zum Deutschen Rei Nr. 2390 ,' * ' Nichtamtliches.
(Fortseßung aus dem Hauptblatt.)
Deutscher Reichsmg. 21. Sißung vom 20. Oktober, Nachmittags 2 Uhr. "(Veyicbt dieSNcocbri-cbtenbüws des Vevei-ns deukscber ZeituerSgex'Z.)
Auf der Tagesordnung steht zunächst der schleunige An- der Unabhängigen, A
ng von Sinowjew n'nd Lo Abg. Dr. Rosen eld (U. So .): Die Kl über poüzei“ Schikanen auch gfe enüber WIlzc'indern bildectMein uners * 1 at die Revolukion auch an'diesen * Ausländer Werden aus au wie unter
_25 Kapitel- Leider __cinderi nicht __das geringste geändert. acherlichen Grunden außgewiesen, Ick) erinnxreMan die Wißmarcks e USWeisungstaktik in den „80er : Jasxren, die S_cbnorrer- und Ver chwörer-Ausweisun _AuSweisung Jaurds', die AuSweisung eines der russi_schen Botschaft 1918._ Ganz besonders die Aqueisung _Joffss haf beWtLsLn, daß so_lche _läppiscbetz Polizeimaßnal sick) zxeben. Die Verbindung z
unter Bukow, ilferding 1907, '
schwerwre ende
wischen O_euts land . n und wir wuxden mit
„ Öafilicben Beziekmn H ein Auöländerrecht gescba der verlangt hat, da _ werden, wie wir wüns „en, _1m A _ eiierkeit.) Aux!) ; sie nicht_ wu: “
Konsequenzen nach und Rußland wäre nicht unterbrochen worde Rußland die _besten ' Es ist höch te Zeit Naumann war länder bei uns so behandeii le_mde bekxgndelt zu _Werden. (Sehr richtig! rechts; die Auslander Verdienen Menschenrechte, man da _ ein2n_ Hunddadonjagen. Die Deuksche kriminaUstische Vereinigung _ hat sich bereits im Nowember 1906 auf den Standpunkt gestell .Auöweisungen „von “Urteils erfolgen dürfen, das Heute noch qicht in Deutschland dur demokratische Parkei ging noch Weiter. _ Verlangi, nach dem AUZWt-„isungcn Von Ausländern aus einem" Bundesstaat nur auf Grund richierlichen Urteils erfolgen _durfen, imd L daß ein ReicthefLß das Recht der Auskänder regesx. Dieser sozial- ' demokratische Antrag trug die Unterschrift: Scheidsmann, Legien, . Heine und Noske, Die Vcrsucbe, ein Ausländerrecht zu schaffen, smd : leider gescheitert. Unter dem Kautschukbegriff, das; können die Aysländer durch Polizeiwiükür ausgewie en werden. D Ausländer mussen endlich so behandelt werden, wie es_ _ Recbksenxvfindon enkspricht. Die Ausweisuéig muß einem Gerichts- ; ubertragen werden.
olitischen und wirts
Ausländern nur „ Es ist traurig, kon tatieren zu mussen, d F eführt ist. Die alke sozial- '
ie hat einen (Hefe
ie „lästig“ sind, : dem modernen : Regierung von :
Arbeiterbeweguna .. unumschrankie aufzuhalten und dem
sie könnten nur durch en das Geseß- Das Regierung MÜ? ordern das_ Asylrechk- ung der russischen Kom-
Regierung, in EUgland _ Gefeße wie die Inländer unierständeii; Gerichtßurteil bestraft werden für Versxdße ge sind Gruydsäße eines Kulturstaaies; die de ' ck) endlrck) diesen Ruf erwerben: ir prote tieren gegen die empörende Beband «_ osorysky und Sinowjew. (Abg. von G “baum!) Sinowiew war ausdrücklich gestatte
HaUe teilzunehmen. Da ist, kann kein Wisaß zur reußischen Mr_mster S e ve ock) eine preußische Axigelege _ __ _ .nimmt die Reichsregierung keine Rucksicht auf d sein Wort, zu reden, aeHalÉen,
an unserm Parteitag m nternationale eingetreten usweisung sein. Die NeichSregierung bat den 1: i n 9 zur Ausweisung veranla L_, Das ist nbeit, aber wenn die Recht? da miterstehx, ie Selbständiqkeit ' öffentlichen die Reichsregißrunq _bat Die Presse dEr Nsckyten und dex Rerchö- errn v o n L i') b e [[ babeq die Llusweisung der sten verlangt. So kam die Negxcruxxg zur _Auneisung, einmal begründet Hat, Man sagt, sie Hatten sick) m unser? ltnisse eingemischt, aber Redner de_r DeyiscH-zn VolkSpariei Wahlkamp in Oesterreich keckgenommen. Line russischen Juden!) Auch dj_e Aus- rotesi heraus. Die Ausgewwsexien kcmirokxxert Zimmer verlassen. Auch Wenn sie emen werden ihnen die Heiligsten Menschen.- elepbonverkebr, auch mit ihrem AUSweisung war anch
er für die dritte
saßimlungen nicht ihr Wort 11ichf gsbalten. bürgerrat unter beiden Kommum die sie: nich Parteiverba
bei der D. VP,: Wir sind doch iibmng der _Auswei ung forderr zu_m P und diirfen nicht einmal ibi: gewissen Raum aufwäien m_ussen, recbie genommen. (Heiterkeit) JLder T_ ist ihnen Verboten. Dre_ _ i, da, sie DcutsÖland sowxeso wieder verlcxffen _ontexi. ck nur emen Tag die SiÖEYHeit ? Die Regisrung solkke bedsnken, daß diesozialistische Auöweisung ist, die auch_de_r „Vor- chnei. Wir sind grundsaizlick) gegen solche terroristisch211_ Maßnahmen als geistige Bewegungen
(Großes G§1ächter rechts.) ist eine geistige Bewegung. der ganzen YYY skoM"'d- s G M
ei m a er 1119 egena e.
rechts: Rufe:_ Schluß! 1) mit Polizeimaßnabznen gegen die Oeffentlicbkeit und U1on dux Arbeiter ionären buraerlrchen Re- Auftakt stärkerer Yerfyl- hindert die redolukionare riebenen Weg zu gehen, der zum
Rschtsvixrireter, große Dummdei (Nana! rechts,") Kon des R€ichs gefahrdeii _ _ _ Arbeiterschaft e_itiniutig gegen dre wäris“ als polikischen Fehler Auwaisnngen und lehnen
111111106 ab. mit Gewaltmaßnahmen zu der_folgen. Die kommunistische Weltauffaßung
Deutschnationalen un _ _ Schluß gemacht werden (sehr richiig! mit dem russischen Kysak Ausländsr. Wir alarmieren gsgen die Methodxn der reakt Die Auswsisixng 1st nur der gung der Arheiterschaft,_keme Ver Arbeiferscbaft, den historisch vorges SozialiSmus fuhrt. (Beifall b. d.
Minister der auswärtig Meine Damen und Herren! -
wie der Herr Vorr _ fa'agen und zum Schluß auf etwas allgemeinere
zym Kamp gierung au .
en Angelegenheiten Dr. Simons: Ick) Werde den umgekehrten Weg gehen edner; ick) Werde mit den einfachen Tatsachen an- Gssicßispunkke
Sie wissen, daß im vergangenen linkSJericbteter Parlamentarier ist, um die dortigen Ver- damals war in Aussicht ntgegengcsevtcn L
A 30. Au ust ,; m I ' Losowsky nach Nußxand weitere Hindernisse in den Weg zu legen.
Der Tatbestand ist folgender. [Sommer eine deutsche Kommission und Gewerkschafiler nacb Rußland gezogen bältniffe genauer kennen zu lernen. Schon genommen, daß eine Studienkommisfion von der e Seite auch “nach Deutschland zugeTassen werden sollte. kam die Anmeldung von drei russischen GEWerseHaftsfübrern, den lowitsch und Sergejew. Diesen drei Herren ; alfsbefugnis für vier Wochen -
Herren Losowsky, Anz: wurde die Einreise erlaubt und Aufentb _ erkeilt. Am 4, September kam dann unerwarteterweise von Christiania aus die Aufforderung, nack) DeUischlcuid zuzulassen. trag nicht übereinstimmte, wurde der Antrag abgelehnt.
elf russische Personen zur Einreise _ dies mit dem ursdrünglicßen An-
), Mik AuMabme der Radon der Herren Mi : im Wort- Wen MWS". *- * .., . ** -.- ". _
laut WWI
* “' 'Érsk'e Beilage
ckHanzeiger und,“ Preußischen StaatsanzeYTJ „„
Berlin, Donnerstag, den 21. Oktober
Am 13. Sepiember War dann eine Anzahl von denisÖM Gewerk- schafisführern unter der Leitung von Herrn Koenen bei mir, um mir auSeinanderzuseßen, daß mit der Erlaubnis für die drei Erstgenannten den Wünschen der dsutschen Gewerkschaftler nicbt gedient sei, da
-gerade diese drei nicht Spezialisten für bestimmte Fächer wären, über
die sie fich mit ihnen zu unkerba'lten gedächten: Textilarbeiier, Metall. arbeiter, Bergarbeiter, Angestellte. Vier von den Herren, die noch auf dem zweiten Antrag figurierken, wärenkdeSwegen unbedingt er- forderkich, damit die Verhandlungen iiberhaupt zu einem prakkischen Ende gefiihrt werden können.
Ich habe daraufhin den Herren gleich zugesagt, die Sache beim Kabinett vorzutragen, und das Kabinett hat beschlossen, diesen vier Herren wiederum die Einreise und den Aufenthalt für' vier Wochen zu gestatten. Infolgedessen ist auch die entsprechende Einreiseerlaubnis
erteilt worden. Dagegen wurde abgelehnt, noch einer Anzahl von anderen Personen, die als Hikfspersonal bezeichnet wurden, die Cin- ] reise zu gestatten, da das Kabinett von der Ansicht auSging, daß Per- sonen, die russisch kennen und russische Verhandlungen Verdolmetsckpen könnten, in Berlin genügend zur Verfügung stehen, (Sehr guk! und
Leider! rechts. -- Heiterkeit.)
Am 15. September War dieser Beschluß des Kabinetts gefaßt. Ziemlich gkeichzeitig kam das russische Schiff „Subotnik“ in den Hafen von Hamburg und brachte die ganze Gesellschaft .mit, auch die- _ jenigen, deren Einreise nicÖt erlaubt War. (Höri! Hört!) Die drei * Personen, denen die Einreiseerlaubnis zu-zrst erieilt wat, find, soviel ich Weiß, über Saßnixz eingsreist, Von den anderen wurde vier die Einreiseerlaubnis durch die Hamburgkr Hafenbehörde sofxrt ertsilt. _ Die übrigen wurden in Hamburg zurückgehalten. Diese sind später ' teils nach der TschechosloWakei übergeführt,teils nach Rußland zurück- " gebracht worden. In der Zwischenzeit aber _ das bak fick) leider etwas in die Länge gezogen - haben sie die Gelegenheit benutzt, um, soviel mir gesagt wvrden ist, in Hamöurg eine ziemlich lebhafte Agitakion zu betreiben (lebhaftes Rufe: Höri! HSM), eine Agiiaiion, die sick) aucs; in Besäylüffen von dortigen öffentlichen Versammlungen gekenn-
zeichnet hat.
_ Am 18. September ist diese Einreiseerlaubnis für die vier bereits ? Genannten erteilt worden. Es waren Lcdedeff, Kisileff, Larvrentieff und Antoschkin. (Zurufe rechts: Wie heißen sie deuisch? - Heiiér- keit,) - Ich weiß nicht, ob diese, Herren Doppelnamen haben. Ick) ; bezeichne sie hier grundsäßlich' nur mit denjenigen Namen, auf Grund Ü deren si? die Einreiscerlaubnis erhalten Haben.
Meine Damen und Herren! Bei der Erieiknng der Einreise- erlaubnis War zur Bedingung gemacht worden, daß gehalten wurde, was uns die deutschen Gewerkschaften in Aussicht gestelli Haben, daß disse Herren Verhandlungen ökonomischer, sozialer, wirtschaftlicher Art mik ihnen führen würden. Vom Kabinekt wo.: ausdriich1ich [36- schlossen, daß politische Reden in öffentlicßen Versammlungen nichi zugelassen werden würden. (Lebhafte Rufe: Höri! Höri!) Das [)at namentkich Herrn Losowsky nicbt abgehauen, iu verschiedmcn Orten Deutschlands politische Reden zu halten. Ick) erinnere an die Rede in der „Neuen Welt" und an die Rede in Bremen. Ich möchte an- nehmen, daß anch noch andsre Städte Zeugen politi§cher Reden des * Herrn Losowsky geworden sind. Jedcnfalls sal) ich mich genötigt, Herrn Losowsky eine Warnung zukommsn zu lassen, daß sein ferncrcr Aufenthalt in Déutschland nicht zulässig sei, wenn er fick) nicht «11 dis Bedingimgen ssiner Einreiseerlaubnis Hiesis. (Sehr richiig! rechts.)
Es wurde mir nun gesagt, daß Losowsky mik einigen andercn Herren ,die Einreiseerkaubnis nach Italien nächgesucht bäite, und das; darüber jeth verhandelt würde. Es wurde um eine Verläng-erung dEr Aufenthaltserlaubnis nachgesucht, die auch erteilt wurde, als fsst- gesteÜi war, daß tatsächlich VerHandlkngen schwcbtsn. Die Verlänge- rung wurde bis zum 14. Oktober gewährt, und Weil damals die Vor- Handlungen mii ÖA: iialieniscöen Regierung noch nicht abgaschloffen waren, wurden noch einige Tage zugegeben. Dies&Z Hin und Her ist in den Zeitungen zum Teil cntsteÜt wicdßrgegeben worden. Das Kabinett und das Aquäriige Amt baden in dieser Hinsicht nicmals in ihrer Absicht geWankt, den Leuten die Gelegenheit zu geben, weitcr nach Italien zu reisen und, wenn diese Erlaubnis verweigert werden sollts, die Niickke'br nach Rußland zu VékéMWffLn. Nun hat aber Losowsky die Vßrlängerung nur unter der Auflags erbakieji, er möge in Berlin bleiben, um dort die Entscheidung der italienischen Regie-' rung abzuwarten, die uns von dem iialienisckyen Botschafter für die
näxhsten Tage in Aussicht gestellt war. _
Stati desssn ist er aber nach Halle gegangen und hat damit auch disse zweite Bedingung wiederum rücksichtsws außer Acht gelassen. (Hört! Hört! rechis.) Infolgedessen hat das Kabineit beschlossen, bei der prsußischen Regixrung die Auöweisung Losowskys nacbzusuchcn, über deren Wert ici) denmächst noch einiges zu sagen [)abcn Werde. Ick) Möchte bemerken, daß M auf Wunsch gern bereit bin, durch Aus- züge aus den Reden, die in der „Neuen Welt“ und in Halle gehalten
worden sind, nachzuweisen, daß es 1141) dabei keineswegs um lediglich-
ökonomische, wirtschaftliche und soziale Angelegenheiten (Heiterkeit rechts), gehandext hat, sondern zum Teil um bochpokitischc Angelegen- heiten,
Nach der Rückkehr von Halle wurde über Lofowsky der Haus- arrest verhängt, damit er nicht in der Lage war, weiterhin die ihm
gestellien Bedingungen zu übertreten. Ich glaube, daß ich darauf _
nachher noch mit einigen Worten zurückkommen muß.
Es traf inzwischen die Nachricht der italienischen Botschaft ein, daß die Einreise in Italien verweigert würds. (Hört! Hört! rechts.) Infolgedessen [ag kein Grund vor, nunmehr der Rückfahrt des Herrn
(Heiierkeit) ,
Was Herrn Sinowjew anlangt, so liegt hier die Sache folgender- maßen. Am 4. Oktober meldete mir der inoffizielle Vertreter der Sowjetregierung, Herr Viktor Kopp, persönlich an, daß die Herren
* Sinowjew und Bucharin um Einreisserlaubnis nach Deutschland
nachsuchten, um sich an dem Parteitags der Unabhängigen zu bs- ieiligen. Ick) erwiderte ibm, daß das eine Sache nicht nur der aus- wärtigen, sondern auch der inneren Politik sei iknd daß das Kabinett
..»
seiten der Vertreter der Unabhängigen Partei mitgeteilt, daß _die gesamte Partei, und zwar beide Flügel, einmütig der Meinung ware, daß man “den beiden Russen die Einreise erlauben müsse, damit ste fich mit ihnen auf dem Parieiiage in HaUe über Moskau auFeinander- seßen könnten. Das Kabinett hat am 5. Oktober beschlossen, daß den beiden Russen die Einreise und der Aufenthalt für 10 Tage ge- stattet werden soUe, also bis zum vorausfichtlichen Ablauf, des Hallenser Parieitages. Es kam aber, wie wir von Reval aus am 9. Oktober hörien, nur Sinowiew. Seine 10 tägige Frist läuft an dem heutigen Tage ab. _ Meine Herren, die Rede Sinowjews auf dem Parieikage ist 14 durch die Blätter, und zwar damals nur durch die soziaLdsmokratischen
! und kommunistischen Bläiter, abcr ich gkaube doch ziemlich allgemein ', bekannt gewordert. Auch auf fie werde ich nachßer bei einigen _aU-. 7 gemeinen Ausführungen noch zurückzukommen baden. Sobakd diese
Rede bek nnt geworden war, babe ich sofort einen Zusammentriit des Kabinetks beantragf, und das Kabineii bat nach Kenntniönabme des Inhalts der Rede, soweit eine so1che vorlag - ein wirklich offizieües Stenogramm liegt ja nicht vor, WLU'UZsteUs der Regierung noch nicht -- beschlossen, Herrn Sinoszw zunäÖsi festzuhalten, sein Weiteres Auftreten zu Verhindsrn und seine Ausweisung in die Wege zu leiken. (Bravo! rechts.) Dieser Beschluß ist der preußiichen Regierung mitgeieilt worden, und der preußische Minister des Inncrn bat fick) mit dem Beschluß einverstanden erklärt und die entsprechenden Maßregeln geiroffen. Es ist nicht gelungen, Herrn Sinowjeiv noch vor derjenigen Veranfialtung festzunehmen, die am Vorigen Soimtag in der Hasenheidk abgehalten wurde. Er ist dort noch erschiénen, hat aber wegen hochgradiger Heiserkeit nicht sprechen können. Sonst
' würde ich wohl in der Lage sein, weiieres Material über die Art ; seiner poliiischen Ausführungen hier vorzudringen. Er ist in “VMS- ] arrest genommen worden in Gemeinschaft mit Herrn Losowsky. Auch k gegen ihn ist von dem Herrn preußischen Minister des Innern dt? : AuZweisun-g verfügt worédsn.
Ich möchie die Aufmerksamkeii darauf lenken, daß wir bei der Durchführung der Auöweisung verhälinisMäßig bxschränki sind. Ueber Landgrenzen ist die AuswUsung nichi möglich, wir sind auf den Wasser- weg angewiesen, und wegen der schlechten Belieferung des Restes unserer Schiffe mit Kohle sind wir außerordwülicl) spärlich_ mit Schiffsgelegenheit versehen. (Höri, Höri! rechis. - Lachen bei den Unabhängigen Sozialdsmokratcn.) Wir Haben versucht, die AUS-
, Weisung früher zu Vollziehsn, Es ist das aber nicht gelungen, und
ich habe mich mit Herrn Vikior Kopp Verständigk, daß die AUSreise am 23. stattfinden solXe. Dabei möchte ich aber doch bemerken, daß es nicht richiig ist, wenn Herr Dr. Rosenfeld bier gesagt hät, die beiden Herren wären ja von vornherein entschlossen gewesen, _:_mt diesem Wiki am 23. ngzufa1)an. Das ist nichf dcr FaÜ. (Hort, Hört!) Denn ick) bin ja ganz offizieÜ vom Haüéschen Parieiiag aus und von der Unabhängigen Parisi aus aufgeforderx worden, den Herren Losokay und Genossen einen weiteren Aufenthalt bis ]. Nd- vember zu gestatten (hört! hört), weil sie noch lange nicht fei'tis wären (Lachen rechts) mit ihren Besdreckxungen über g&werkfthaftlrcbe und ökonomische Angelegenheiken. Ich bin dabei - und habe das auch dem Kabinett gsgsnüber gesagt -- der Meinung geivesen, das;, Wenn die Herren fick) weniger mit Politik und mehr mit wirischa_ft- lichen und sozia1en Verhältnissen bescbästigi [)äiien, sie in dissen vier WWW 111211101? Auffassung nach donommon genug Zcik hatten, das Gswer-be außzuüben, WLZWLJM s'w nach Berlin gokommen Waren, und daß deSwegen kein Grund Vorlag, die Aufenthaltöcrlaudnis trois der Ueberireiungen der gegebenen Wcisungen bis zum 1. Nodember (LUS- zudehmen. Das nur zur Sieucr der iatsächliche11 Wahrheit.
Es wird nun geklagt über die Durckzfiibrurig der Festnahme.
Ia. meine Damen und Herren, man weiß ja, daß unter? Organe der Polizei nicHt immer den größten Aufwand Von Knigge entfalten, jrcnn si? mit solchen Herren zusammenkommxn, die fie festhalten soUcn. (Sehr gui! rechts.) Aber ich möchte doch eins fragen; Hat Herr Sinowjeff recht, sick) übsr diese Behandlung durch seinen poli- tischen Gegner - dann die gegenwärtige dcufsche Regierung ist, wie er seWst angefiibrt hat, sein politischsr Gegner - zu beklagen, wena «mn daran- denkt, wie Hsrr Sinochff seine politiscßen Gegner zu behandeln gewohnt ist. (Sehr richtig! reckyts.) Ick) habe iroßdc1n nach der Richtung das meinige getan. Ick) habe versucht, den Herren Privatlogis, das ihnen don anderer Seite vsrsckyafft werden sollte, zur Verfügung zu stellen. Wenn das bis jeßk noch nicht gelungen ist, so hängt das wohl damit zusammen, daß es jeizi in Berlin über- haupt außerordentlich schnoer ist, Privailogis zu bekommcw (Zuruf rechts: Privatlogis am Laternenpfabl! - Pfuirufe bei den Unabb. Soz. -- Abg. Lcdcbour: Das ist ein sehr gefährlicher Wunsch von Ihnen! - Weitere Zurufc von den Unabh. Soz.: Schämt Euch„ im Deutschen Reichstag solche Bcstialität auszusprechen! - Minister Dr. Simons versucht, seine Rede fortzuseßen. -- Weitere erregte Rufe von den Unabb. Soz. - Abg. Ledebour: Wer ist es denn ge- nossen? -- Abg. Dr. Mittelmann: Ich bin es gewssen! -- Glocke des Präsidenten.)
Minister der auswärtigen Angelcgenbkitmi Dr. Simons: Vksinc Damen und Herren! Zch'bin leider etwas heisst, und wenn ich mies) bei der Stimmung des Hauses nicht deutlich genug verständlich machen kann, so bitte ich um Entschuldigung.
Es wird immer darüber gesprochen - in den Zeitungen und auch Von Herrn Dr. Rosenfeld -, das; gar kein Grund für die Ausweisung vorgxlcqen habe. Ich _möchte doch darauf hinweisen,'daß hier ein normaler FaU der Alisweisung nicht vorliegk. Der normale Fall für
die Auéweisung liegt dann vor, wenn fich mit Zulassung der inneren
Behörden jemand im Inlande dauernd aufhält und nunmehr aus besonderen Griinden aus dem Inland herauögewiesen werden sol]. Hier aber liegt, streng genommen, nur der Fall vor, daß jemand vom Aus. land mit beschränkter Aufenthaltserlaubnis bereingelaffen worden ist und daß die Zeit für diese AufenthaltsZerlaubnis abgelaufen ist; (sehr richtig! rechtS) und wir haben die Zeit der Aufenthaltserlaubnis bei Herrn Losowski sogar wiederholt verlängert. An fich war also für die Ausweisung des Herrn Losowski überhaupt ein weiterec Grund gar nicht anzugeben, sondern es mußte nur der Bedingung der Einreise,-
darüber. zu bestimmen _haebe, Am gleichen Tage wuvde mi: von ] ersaubnjs ihr Recht geschehen. „Bei Herrn Sinowjm ': die Sache
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