1920 / 262 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 18 Nov 1920 18:00:01 GMT) scan diff

Westfczlen, ReFierun Münster 1440, Minden ZW, Arns- berg-HZM (Msiég' 110)“5e'rkh5)iuxeiovi31z7088§20“ ' "FZZ a [en , ' .. * Erfurt 2715 (z,us.'6e§n0t(1)?.s ag urg * Me urg In der Gesamtzahl von 70750 find die Boamtwn der siaatltchen OrtSpolizeiverwalUmgm m' Die Di 'em-z blS.31_lr Zahl von 85000 entfällt auf die uniformxrten Polizeibeamten der Weinbau. Außer diesen 86-030 uniformierten Polizeibeamten sind in Preußen 9100 Landjuger (Gendarmen) vorhanden. ,

Statistik und Volkswirtsäxafi.

Arbeitssireitigkeiten.

_ Mit großer Mabrbeit. haben sich, wie .W.T.B.' aus Brüssel erfahrt, Hic Yerßcsrtbette; deZBesitXenF voa sCbMeJ-i gegen ie or & ung es us an Sau. spre! ..,-ie Arbeit ist deshcxlb Zim wieder aufgenomaxigten worden. - Die Yngeite kten der Eisenbahn Gent-Ter- neuzcn imd i_rx den Ausstand getreten; sie verlangen Lobu- erböbung. „Dre (L_genbabzidtrektwn erklärt, sie könne fie nicbt bewilligen, da die beigiixbe'nxtaatseismbabnen ern Jahresdefizit von 350 Millionen Franken auswrejen.

Kunst und Wissenschaft.

_Jn schwerer Zeit wird in Leipzig e'm Insfitut Stricktet. das wok)! verdient, tn 'weitxn „Kreisen bekannt und unterstützt zu Werden: das .ReicbZWirxjcbaitsmuse'um“ (Insiibu für thscbe Volks- wirxick'ait). Semi: Grundlage büdet das Deutscbe Kriegswirtschafts- mmeiem, das 1917 mit Unterstützung des Deutschen Landwirtsckoafts- rars, drs Industrie: und Handelstags und des Gewerbe: und Hand- WkrkÉkQMLYkkags gegrüzidet wurde. Mit Hilfe der noch während des Krieges gesckzaffetirn grdßen Sammlungen sowie derjenigen, die auf Ver- anlasiimg dcr ZYUÖFregzemng überwietezi wurden, wird nunmehr von den zuständigen Wix'isxiscbastlern und Wirt1chastlern ein Museum aufgebaut, das in dsr Lage sem soll, em Bild der deutsében Volkswirtschaftin ibren „Hauptzweigen und von den Veranderungen, die ÖZU'Ö die Kriegswirfscbaft notwkndtg wareg, zu geben. Der Besucher wll Aufschluß erbalten über die Robsidne, [bre Herkunft und ihre Verarbeitung; er soU er- kennen, was aus_Deut1chland stammt und inwiefern wir vom Aus- Janda abengig jmd. Die Schwierigkeiten der Einfuhr, des Trans- portes und die Notwendigkeit der Bevorzugung deutschen Materials soxlyn gezcrgt Werden. In engxr Zusammenarbeit mit den ForsÖungs- imiitutkn qilrr „WirtschaftSzweige werden die Ergebnisse der Forschung, wbaid sie fur die Praxis Verwendbar Und, im Reichswirtschansmuseum

dargcsieklt werden. Verkehrsuwsen.

Mik Wirkung Vom 1. qnuax 1921 Werden die Fabrvreise gui der Stadt-_und injgbabn in Berlin laut „M.TB.“ m 001 Prize eri) öbt, daß die erste und zweite Zone des jexzigen Tarifs sorttaklet). Die jetzigen Säxze der dritten Zone _ 50 Z 'n dLr'_Z., 70:5 in der 2. chzffc -- werden künftig als Eineits- tarxiq beitrben. In gleicher „Weise werden Monatskarten künftig" nur 11003 zu dem Embeiissa e von 13,70 „76 in der .dritte'n und 19,50 „M in der zwei en Klasse (den jFi en Preiien der dritter Zone) a egeben. Jm Vorortver eFr müssen die Mtndkrifabrdreise mit den künfti en Einbeitssäßen auf der Stadt- und Ringbahn gvieicßgxbalten wergden. Vom 1. Januar 1921 Fallen dasbalb' aixcb bier dre unter 50 bezw. 70 ej liegenddn Einzelfabrkartcn sowie die Monatskarten, die Weniger als 13,70 bezw. 19,50 „M kosten, fort. Jty übrigen bleiben auf den Vorortbabnen die übrr den, enannten Mmdestsaßen liegenden Preise unberührt, so das: Einzeirei en anf Entfernungen von über 9 km und Reism auf Monatskarten über 7 15111 nicht verteuert Werden.

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Wie die „qurespondenz Hoffmann“ erfäbrt, wird uuntnebr mit den Bauarbeiten an den Strecken des Main-Donou- ka 11 als am Mczin und an drr Donau begonnen werden. Schon in allernäcbster Zeit_ werden zwei Staustufen zwischen Kneßgau und Bamberg in Angriff, genommen; die Grunderwerbsverbandlungen sind eingeleitet. Die Vergebung der Arbeitexi so]! so gefördert w-Zrden, das; der Baubetrieb m rößerem Umfang. erfolgen kann. AUÖ bei Würzburg urid Aschaffen urg find Vorarbeiten, im Gange“ an dcr Donau find bet Deggendorf die Niederwafferregulicrungen aui den Vkrsuchsftrecken schon eingeleiict.

Theater und Musik.

Jm Opernha u se findet morgen, Freitag, Abends 71T Uhr, das 111. Symphoniekdnze rt der Kapelle der S t a a t s o p e 1: statt. Das Mittagskonzert hierzu beginnt um 12 Uhr an demse1ben Tage. Dirigent ist M i l [) e l m F u r t w ä n? le r.

Jm S ck) a u s p ielba u s,e sind für mor en *Die Journa isten“ mit Dagny Servaes als Adelheid Ruyeck und ntoii'Edtbofer als Bolz angessßt. Anfan 7 Uhr. -- Die Karten, für die ,aus- gefallenen orsiellungen' Nr. 199 bis 203 Werden bis Sonnabend, den 20. November, Mittags 1 Uhr, an der Tageskasse drs Schauspielhauses zurückgenommxn.

Jm T h a l i a t l) e a t e r sind 111 der Erstauffübmn der Operette „Botschaftsrin Leni“ morgen, reitag, außer dem a , Hans i R i e s e, Josefine Joseffi, Ger a Busch -Len6, Elli Kreitb, Grete Liebreicb, Heinz Alexander, Hermann Blaß, Robert Meyn und Berthold Zidtsé TZ? (lychftigté Spielleiter ist Theo Stolzenberg, musikalischer

61 er r. rzy .

Im Theater in der Königgräßer Straße ist die Erstaufführung von August Strindbergs Schauspiel . r'au Mar it“ („Ritter Bengts Gattin“), mit Ludwig Hartan und Ki As en ach in den Hauptroüen, auf Mittwoch, den 24. November, fe tgeseßi worden. SpieÜeiter ist Svend Gade.

Maunigfaltiges.

Am 6. und 7. Dezember dieses Iabres findet in Hamburg die erste große öffentliche Tex ung des Bundes der Axis- la nddeut schen statt. Dtee Ta un , während deren viele iLProbleme des Auslanddeutsäptums beban el werden sollen, wird vom

andosverband Nordwestdeutscbland des Bundes veran'kialtet. Den

Eröffnungsvortrag hat der, ReichstagSabgeordnete Walkier Daucb übernommen. Herr Daucb lst der einzige Auslanddeutscbe im Reichs- tag; er wird nicht als Parteipolitiker, sondern als Auslanddeutscher sprechen. Skin Thema lautet: Die Bedeutung des Ausland- deutsckytums. Als ziveiter Referent des ersten Tages wird der Rechts- anwalt Dr.,.E i n b o r n (früher in Paris) über die EntsÉädtgung der Auslanddeuischen, die Steuergeseßgebung und den iederaufbau sprechen. Das Söhlußreferat an diesem Ta e hat Herr einricl) Sibmer-Hamburg, Heraußgeber der Zeiss rift .Export- told“, übernommen. .Er wird ein rogramm des We thundes der usland- deutschen _entivtxkeln und au die Noüvendigkeit straffer “Or (_misation der Deutjcben un Ayslande mit einer Zentrale in Berlin mweisen. Die Redner _des zweiten Kongreßtages werden in Kür e bekanntgegebox. Gewonnen ist unter anderm Dr. Walter Les ing (früher in St. PetersburcßZ, GFkauimann und Jurist, der über das Thema .Anölanddeuts um Wirtschaftöpolitik“ sprechen wird.

Nachdem am 18. September d. Y von der preußischen Staats-

regierung die Verordnung über die ildung von Studentenschaften erlaffen worden ist, hat nunmehr die Vertretung. der deutschen„Student'en„schaft (Hauptgeschäftsstelle Göttingen dem preußrschqn Ministxr ffir W:"senscbaft, Kuni und Volksbildung fur die Unixerstüßun der Be- strebun en der deutschen Studentenjcbaft ihren Bank aus-

K

wcbterbalteu babeundwe ienibrandererseits'daraUSer- wücbsm; sie erkenne dabei WYWM an, der erste Schritt „zur Reform derHoYskbulen damit begonnen habe, ie Studentenschaft als Ganzes dcm r'ganiSmus der Hochschule einquedem. Die deutsche Stndentenscbast hoffe, daß mit der neuen egelung des Studentmrechts nicht nur der Hochschule und der Stydentenjcbaft, Inder? aucbk dem g BVUYUFY M| WMYWM du

eror nung omme :: rer 1 eme er gemeinen politische Bedeutung bei. -

. Die Handelsbocbscbule Berlin veranstaltet in Ver- bmdung mit dem Deutscb-argentinisckyen Handexsverband eine_ V 5; r - traaYrei-be über Argentinien. Es sollen9Vortrage ubxr das Wurschaftslebm Argentiniens, seine Kultur, das Deutschtum in Argentinien, über Einwanderung und SichunZ u. a. m. von_ Sach- kxnnern gehalten werden. Die allgemein zug nglicbm Vortrage be- umen am Mitkvoch, den 24. November 1920, Abends 7 Uhr; _an ie foam six!) Ausspraäoen anschlisßen. Das Eintrittögeld betragt 10.-6 i_ür dre ganze VortragSreibe oder 2 .“ für den einzelnen Abend. Die Er_ntritiskarten werden gegen Entrichtung des Eintrittsgeldes m d_er Kane der Handelsbochscbule. Berlin () 2, Shandauec Straße ], taglich von 10 bis 2 Ubr und von 5 bis 9 Uhr 21st soww. ck den Vortragöabenden vor Beginn der Vorträge auSgegebeu.

Am “reitag, dem 26. November, 21me 8 Ubr. findet im Zoßen FeiZsaal der Gesellttkbaft der Freunde in Berlin, Potödamer Kaße 9, ein Vortrag des Gouverneurs Seiß über „Südwest- Yfttrika während des Krieges und nach dem Kriege“ a

Albeniiein, 16. November. (W. T. B.) Wie die „Alken- steiner Zeitrmg“ auibentiscb erfährt, Wurdqn in der Nacht zum 14. No- vember der deuticbe Besitzer Friedel und seine Frau in Zierlawkrn bei Soldan das Opfer eines r ä u b e r i 1 ck) e n U e b e r -

all_§_p91nischer regulärer Soldaten. Friedel wurde erscbonen, die Fray erstochen, die denung angeraubt. Die polnijcben Yehxöéxémbefaten bisher keinen Schrrtt zur Ermittlung und Bestrafung r a r.

Lünxburg, 16. odember. (W. T. B.) Wie die Blätter melden, und dem ges en Brande in Artlenburg (siehe Nr. 261 des .,.-N i:. St.:A“) vierzehn größere Gebäude, Wobn- bauser u_nd Scheunen sowie eine große Anzahl Stallungen zum Odier gefallen. Das Vieh konnte bis_ aui einige SÖWeine gerettet Werden; dagegen find viele landwirtickyasiliche. Maschinen und be- deutende Ernte: und NahrungSmittelv-ortäte vernichtet worden. Der Schaden ist sehr groß.

_KarlSrbe, 17. November. (W. T; B.) Die Presse- abteilung der badi1chen Regierung teilt mit: Heute vormitta kurz nach 8 Uhr wurden zwischen Station Blankenlock) und Bio tation Lgcbwald durcb Perjonenzug 737 von einer Axbeiterrotte steobrn StreckenarbeiterZetötet,zrveiandere1chwer und zwei leicht verxeßt. Die Arbeiter wo ren dem Güterzug 7034 auSwei-Fßen und traien m_ das GZEise des zur gleicbew eit die Strecke e- fgbrenden Perxxnenzugs 737. Der dre Auffi r führende Rotten- fxthrßr bFfiUrtHet 11ch ebenfalis unter den Getöteten. Eine Untrrsuchung : ringe

Auerbach (Vogtland), 16. November. (W.T B.) Der Bgudenffxbrker Max Hölz, über de enAufentbalt seit lange; Zeit ein gebetmm-Zvolles Dunkel schwebte, ii gestern abend ist auf: getaucht m Begleitung seines Freundes Gödel, mit dM er einerseit aux!) nacb „Böbmen entwichen war. Er erschien in der achten Stunde bßi dem biesißTn Fabrikanten rauz Knoll und vulcmgte von diesem dre . a *von 50000 . Knoll, der die Summe ni t zur

ugung ,atte, mußte ibm seine gesamte Barschaft in H5 e von mehrererz tausend Mark aushändigen, woran“: Hölz, mit seinem Be: gleitet m der Dunkelheit verschwand. Seine Identität ist durch mehrere Personm einipandfrei festgesteüt.

Cu xbav c n, 16. November. (W. T. B.) _ Dixi: Cuxhaveixer Fischdampfer . Senator «Hetdmanri' ist m der Nordxee infolge einer Kesselexpkofion g es un ke n. Die Mannschaft wurde durch den dänischen Schnelidampfer „Midun“ gerettet und nach Christiania gebracht.

Wien, 16. November. (W. T. B;) Heute veranstqkkeim der Deutsche VolkSrat und die Tirqler eretne „eme Trauerfeier für das verlorene Südtirol, drefich 311611161? großen Kundgebung für das Selbstbestünmungörechr Md die Freiheit der Deutschen Südtirols gestaltete.

E er, 16. November. (W. T. B.) u den Ereignissen

in der acht vom Sonnabend zu Sonntag s. Nr. 260 des „Reichs-

und Staatsanzeig.', erste Beilage) berickotci die „Prager ?lbegdzettung':

Nachts zogen von der Kaserne etwa'150 bewaffneteLe ionare auf den

Marktplay, hoben die Staiue Kaiser Josefs vom ocke! m_id be:-

sudelten sie. Die Bebblkerung wurde bei der Ankunft der Legwnare

dur Läuten sämtlicher Glocken, Trommelwirbel und Hdrnxignale a_uf-

ges reckt, kam aber zu spät. Beim Abzu gaben Legtonare Schaffe

ab, ohne jemand zu verleßen. Die evölkerun „durchzog mit

Fackeln und unter dem Gesang der „Wacht am _R em“ die Siadt,

riß an sämtlichen Gebäuden und am Babubofe die doppelkpracbigen

Aufschriften ab und vernichtete fie. Die,wieder ausgerichtete Statue

it den ganzen TTF über von einer dixlbundertköpfigen Menschen-

men e umlagert. m Monta hatten die Unruhen nock) em Narb-

spie An der Kreuzung der Hebam- und_ Babnbofösttaße kam es zu

Schießereien wischen Deutschen und eimgen. tschechtschen Sbldaten,

an denen an Offiziere beteiligt Wesen sem folien. Dabei wurde

eine Person durcb emen Revolversiibuß schwer verletzt,; Durch eme

andgranate wurden eine Person ebenfalls schwer und supi lUÖt ver-

eßt. Der Marktle ist aus Furcht vor neuen Angriffen auf dqs

Denkmal Josefs mit Gendarmerie besetzt. „Das Denkmal wurde Zint

Eisenbändern an dem Soxkel befestigt. Dre erregte Menge zerstorte

die Einrichtung der tschechtschen Schule.

Prag, 17. November. Das Tschechokskowgkische Pressebüro

verbreitet einen Bericht, nach welchem extern frub e_me Abord-

nung der undeter Frauen, Kinder un Soldqten m Prag an-

gekommen i , die angeblich bei den tfcbecbenfeindxicben Kundgebun en

in Eger mi handelt worden find. Weiter heißt es in dem 'S-

richt: Die ordnung veranstaltete auf dem Wenzel§vkaße eim;

Volksversammlung, in der das VoZeben der Deut]cben_ scharf

verurteilt wurde. Nach Schluß der ersammlung begab nch die

inzwischen auf 1500 Personen angewachsene MenÉe

zum deutschen Landestheater und besetzte es. 5

wurde das Lob?" swort ausgegeben, das alte, Deutsch Theater „sei

vom Volke siFlagnab-mt. Später kamen in das Theatebeunge

russische Legionäre uxd tichecbiscbe Scbgusvieicr

des Najionaltbeaters, die zusammen mit der Wache_dre Achgange

des Theaters be eßten und die Massen aus demsxlben hinaus-Oi drängten. Die ertreter dxr Srbauspielerscbaft erklarten, daß fie das Theater ge en Bescbädi ung fcbühen würden, und daß das Gebäude für Idas tsche is 8 Tbeater so 'laYe bescblathiabmt werde, bis entspreäzender ria geschaffen, sei. uf dem alkqn des Theaters wurde die Staa flagge ebtßt. Von bier Fog die Menge auf den Graben und sammelte fiY), etwa„3000 Per _onen stark, vordem DeutschetxHause, drang m dasselbe cm und warf die Statuen binau's. Die Cmabnunßewder Wache batten keinen olg. ?: liebes Einschreiten wat unmogitcb gxmacbt. Die Wache urde ßchunpft und bes 1er. Gleichzeitig er- schienen etwa 40 Personen m der Reda] ron der deutschen Zeitung Bo emia' imd „erzwangen vom Redakteur des - lattes das Versprechen, da'ß dre Zeitung voix morgen ab nicbt mehr erscheinen Werde, woran ich die Deputation entfernte. In der Redaktion und Adminiiratwn des „Prager TagblatteS'

esvrp “en und dabei bavorgeboben, daß die deutsche Studenten. kkbafi wise, welcbe ße W das neue Studenten-

wurde die Einrichtun durcheinandergew en. In der Deutschen Lese- und Redeballe gwurden die Vere' ' liothek sowie Schriften

UVeveiusausden mftemgevorfy,wasvoo “deren- gesammelten Men? juZlyd begrüßt “' _ . 'Ebenso wurden m der Turnhalle _ie Emncbxung und 'die Schrift:): das Ver- eins aus den Fenstern gewissen.“ WU, waren einige Soldaten anwesend. Auch im Handwerkerverem und tn der Schlaraffia wurdetx die Vereinzeinncbtungm beranescblmdert, ebenso in de:; Druckern der Tribün '. Studmtmbnm wurde durch euerßtscbes Em- grxifkn der das Eindringen verhindert. Um 6 br Abede um|e1lte eine etwa zweitausmdköpfige Mxnge, danuxter aucb &gionare, das neue Deutsche FW und WFWsMWAUbMQWbY Gle' " wurden 'arten zu einer 1 u OpYzMe verkaufte Braui.“ im Deutschen Landbstheater U!?echuft. Heute wiederholten sich detraßenk-unYebungen. Größere Gruppen durch5ogen die inneren Stadtteile , „entfernten bei verschiedenen Geschä1i1en die Firmentafeln. Naeh Mitteilungen der Prager Lokalkorrespondeuz kam es vor dem Parlameyt zu einem 3 us am 11: en | zwischen dgr VoLkSmenge und benitetier Polizei. Die Menge drang in das Stiegenbauß des Parlatzmzts em. .Naroduy Listy“ zufolge erklärte der , Mtnrsterprasrdent in der beuti en Konferenz _ der Obmänner des Senats. daß über dasScbi “al des Deutycben Landestbecrters Vrrbxmd- lungen schwebten. Die Schulbebörde oxdxiete eme Revision der deutsében Schulräume zur Beseitigung aller an Oester- reich und die Habsburger erinnernden Bilder an._ Aus der Volks- menge Wurdech eYiZeries ., ordméng 'ztum ,KYYrFfidkenwxnduÉtt dF: orderun na eingang er 5 errei i n en en an Filder en andi. Dort wurde ihr eine Prüfung der vorgebrachten Be- schwerden zugesagt. tag, 17. November. (W. T. B.) In Pilsen_ kam es aus laß derEgererEreigniffe zuKundgebungeu. DwMenge drang in die Drucksrei des „Pilsener Ta balts' em iznd machte das Erscbeinen der AULgabe für,_den 18. obember uztmöglich. rünn drangen etiva 100 tschecbncbe Studenten m die dortige

B Tische Te nische Forbschule; doch-“gelang es der Poüzei, die Ord-

nung wieder rzuste ea.

Amsterdam, 16. November. (W. T. B.) Bei einem Zu- sammenftoß des Rotterdamer und des Utrechter Zuges in der Näbe von Breukelen wurde eine erson getötxt, zwei wurde:: schwer und mehrere leicht verletzt. ie Sttsckazsk

gesperrt- Amsierdam, 17. November. (W. T. 23.) Wie_ aus Aberystwitb gemeldet wird, wurde der auFrangierte _lezÖte Kreuzer .Ametbyst“ in der Nacht zum Dienstgg 'wabrend eines heftigen Sturmes von seinen Scbleppern loög e_rr! s en und eine Strecke von 25 englischen_ Meilen fort;;„etrieben. Er eriet in der Cardigqnbucht auf Grund. In Ftrt_b of Forth UTE Zub einer der auSgelieferteu deutschen Zerstorer [os strandete ebenfakls. -

Palerm o, „17. November. (W. _T. B.) Infolge" eines heftigenWirbelsturms find,:ssiernTZilc derStadtuber- sch1vemmt wwrden. In Bag xria, Mtnlmen und anderen Orten wurden mehrere Häuser zerstört und auf den c"eldzxrn großer Schadweu angericbtet. In Misilmeri _wurden bishch el Lerchen geborgen. I:: Palermo mangelt es an Trinkwasser.

N:. 90 des „Zentralblatts der Bauverwaltung“ mit Nachrichten der Reichs: und Staatsbebörden, heraus 8 eben im preußischen Finanzministerium, vom 10. Nodember ] at fei- genden Inhalt: Amtliches: Erlaß Vom 22. Oktober 1920, betr. die anderweite Festseßung dss für eine Diensüvohnung „anzuregbnendai Vetta es. -- NiBtamtlicbes: Peter Josef Krabe,_ ein Meister der Stad ukunst. - Vermischtes: Feier des fünfzigjabrigen _Besiebens des Technifchen Hochschule Aachen. _ Verleibung der Wurde eines Doktan eniem's ehrenhalber. - Wettbewub für Entwürfe zun! Wiederaufxau und zu_ Cmaiterungsbauten des b. Soblernscben ons in Eltvilie. - Bautattgkeit in bayerischen Städxen. - Verdeuts ung von Multiplikator. - Bücherschau.

Aeronautisches Observatorium. Lindenberg, Kr. Beeskow. 16. November 1920. - Dracbenaufstieg Von 54 a bis SZ &.

Rclatide Wind TemperaW So FYYtig- Geschwind- obeu [ unten (,L/0 Richtung SIZE?“-

Seeböhe Luftdruck

LU W

122 747,8 9,0 93 SSW 7

500 715 9, 78 W SW 16

1020 670 7, 90 WSW 18

2470 560 - 1, ] 100 Wz-S 24 NEIL!!-

(Forifeßung des Nicbiamtlicben in 5er Erfien und Zweiten Beilage.)

“.

Theater. . (Unter den Linden.) Freitag: Mitiags 12 Ubr: SYmphonixMittagsMonzert. (Vortragsfoige wie am Abend.) - Abends 7.1 Uhr: 111. Shmphonie-Kouzert der Kapelle der StaaW-Oper.

Sonnabend: Madame Butterfly. Anfang 7 Uhr.

pjelhaus, (Am Gendarmenmarkt.) Freitag : 210. Dauer- bezungorsLe ung. Die Journalisten. Anfang 7 Uhr. Sonnabend: König Richard der Dritie. Anfang 7 Ubr.

Familiennachrichten.

Verlobt: Frl. Hedwig Kügler mit Hm. Dr. med. Otto Schoen- gartb (Breslau). “_ .

Gestorben: Hr. Hauptscbristkeiter Hermann _Bacbmann (Cbar- lottenburg). -, Hr. Gchéuner Schu1rai, Proseffor Dr. Emanuel Altmann ( Brieg). - Hr. Gsbeimer Bergrat Carl Beffkr éGiescheWald QS). - Hr. Kommerzienrat Heinrich Goeters Rheydt). _- Hr. Präsident der Oberpostdirektion Victor Freden- bagen (Schiverin 1. M.). -- r. Dr. phil. b. o. Dr.:Jn .

]:. Ignatz Stroof (Frankfurt a. .). _ H:. Victor Thyffen ( chen“)?

Verantwortlicher Scbriftleiter: Direktor Dr. T v r o [. Charlottenburg.

Vemnhvortückzéfür den Unzer enteil: Der Vorsteher der Geschäftsstelle echnungsrat e n g e r i n g m Berün.

Verlag der Geschäftsstelle (Mengering) in Berlin. Druck der Norddeurscben Buchdruckerei und Verlanöanstalt Berlin, Wilhelmstraße 32.

Fünf Beilagen (einschließlich Vörsenbeilages

und Erste, Zweite, Dritte, Vierte und Fünfte ZentraandelSremster-Beilaae sowie Nnmmeruverzeiehnis gezogener Pfandbriefe der Bayerischen Hypotheken- und WechsehBank in MMU-

Erste Beilage

zum Deutschen Reichsanzeigex nnd Preußischen Staatsanzeiger

Nr. 262. Nichtmntliches.

(Fortsetzung aus dem Hauptblafis .“ Preußische- Landesversammltmg.'

175. Sismag vom 15. November 1920. * N a ck t r a g.

Die Rede, die bei der Aussprache über den Haus- baltSplan der Handels- und Gewerbever- waltung für 1920 in Erwiderung auf Aus-führunggn der ngg. Dr. Kalle (D. B. und Cbrisdange (U. Soz. r.) dev Minister für Handel und erde F if ck) [) eck gehalten hat, hatte Lü“ enden Wortlaut:

I) 'm ier für Handel und Gewerbe Fischbeck: Meine Damen und Herren! Was zunächst die gestellten Anträge anlangt, so wünscht der «Herrn Abgsordneie Haberland, d.: die StaaÉSregierung fich hinsichtlich der Gewerbe: und Kauf- mannSgerickyte dafür einseßen niöcbte, daß die Frauen das aktive und passive Wahlrecbr bekommen, und daß die Grenze für den jährlichen Arbeitsberdienst in diesem Ge- seß auf 30000 Mark berau fgeseizt wird. Dieser [este Wunsch ist bercits übrrbolt; denn es ist ihm durcb eine Verordnung der Neicböregierung, die die Zustimmung des Reichskats und des Aus: schusses des Reicbsiags gefunden hat, bereits Rechnung getragen.

In bezug auf die Frage des aktiven und passiven Wahlrechts der Frauen will ich dem Herrn Antragsteüsr persönlich durchaus darin beistimmen, daß eine solche Lösung der Gerechtigkeit entspricht. Es war abér nicht möglich, dikse Frage in der Verordnung mit zu lösen, wei1 die Vrrordnung fick; in drm Rahmen der Uabergangswirfscbafr Hält und man 21110 solche prinzipielle Frage? wie die, ob dis Frauen das akiiVe und pasfide Wahlrecht haben sollen, naiürlicb nicbt unter disseu Gesichts- punkt bringen kann. Es ist aber ein Gessßentwurf :";er die Kauf- mann:?- und Griverbegsrichis _in Vorbsreiiung, und bei dieser G8- legenbeii wird die Frage weiter erörterr werdan. Naiürlicb kann fie nich ganz isoliert fiir sich betrachtet wrvdrn; denn mit ihr im Zusammenhang steht eiiie anders große Fragk, nämlicb die Frage der Zulassung drr Frau zum Rickyierami übrrbaupt. Jm Zusammrn- bang mit dissisr leßirn Frage wird auch diese Frage wegen der Zulassung zum Gewerbegericbt erledigi werdcn müffen. (Zuruf bei den U. Soz.: Was sagt die Vsrfaffung dazu?) -- Ich sagte ja schon, ich bin durchaus der Meinung, daß diese Fordrrung der Gcrrcixtigkeii eniipricbi. (Zuruf bei deR U. Soz.)

Was die Anträge zur Gewerb esteuer anlangi, so wünfckyen die Herren Abgeordneten Menzel (Steirin) und Gerwiscn, dasz un- MZÜIZZÖ ein Gessisenfwurf vorgelegr werden möchte, in dem zum Ausdruck kommt, daß die Zuschläge zur (Gewerbesteuer eine angemessene Höhe nicht überschreitcm dürfen. Ich bin mit den Herrsn Antragstellern der Meinung, daß fich auf diesem Wiek: mancherlei Unzuträglickykeiten herausgestellt haben, und daß tatsäch- lich in einer Reihe von Gemeinden Gewerbésteuern auferlegt worden find, die sowohl in ihrer Höhe wie auch nach der Art, wie sie konstruiert sind, eine außsrdrdentlicbe Last für das Gewerbe bedeui-M. Aber wenn man durch einen Geseycnrwurf diese Frage regeln will, so ist es ganz sekbstdcrständlicb, daß man nicht diesen einen Punkt für fich aUein Erbrie'm kann, sondern daß damii die ganze Frage der Gewerbssieuer und mit ihr die Frage drr Kommunalsteuern Über- baupt auf die Tageéordnung gssieili wird; denn man wird Feldst- derftändlicb, wenn man den Gemeinden bist Einnahmeqncücn nimmt, dafiir Ersaß bieten müssen, weil ja im Übrigen die Steuerqueilen für fie genau so wie für den Staat durch die neue Reichssteuergeseßgedung in hohem Maße beschränki find. Ob es aber noch möglich sein wird, in dieser Legislaturperiode eine so wichtige Frage wie die Frage der Werbesteuer und der kommunalen Besteuerung Überbaupi zu erledigen, möchte ich sebr bezweifeln. Wenn die Herren verlangen, "daß unverzüglich ein solcher Geseßenrwurf Vorgelegt werden soll, “so Möchte ich darauf erwidern: Wir find uns doch darüber einig, daß Wir die Verfassung, den (Fiat und die wichtigen dringenden Vorlagen, die Fonsi noch vorhanden smd, erledigen und dann sobald wie möglich an die Neuwahlen herangehen müssen. Es würde abr'r eine erheb- liche Heraussckyiebung der Wablen bedeitten, wenn wir ndch ein MÖLS Werk verabschieden wollten. Ick) glaube, man wird in- zwischen den Weg gehen können, den die Herren Abgeordneten Srbmedding und Genossen in ihrem Anfrage zeigen. Sie der- langen, daß die Aufficbtsbebörden angewiesen werdrn sollen, die Genehmigung zu neuen Zuschlägen zur Genderbesnxuer "mobi zu er- teilen, wenn sie eine angemessene Höhe übersébreiien, irisbesondere, Wenn fie den Fortbesth der Gewerbe zu stören gekignet smd. Auf das leßtere wird der Nachdruck zu legen sein. Was „angentéssene Höhe" ist, kann allerdings verschidden beurteilt wsrddn. Aber die Frage, ob der Fortbestand der Gewerbe etiva in Zwerfel g€st€llt ist, hängt doch mit dem Interesse der Gemeinden sehr zusammen, und wenn eine Gemeirvde in der Beziehung zu hohe Gewerbesteuern erhebt und den Fortbestand der betreffenden Gewrrbe in'Frage stellt, wirkt das am [eßten Ende auf fie selbst zurück; sie wirdda- durcb geschädigt, daß die betreffenden Gewerbe sicb aus der Gemeinde fortzieben oder zugrunde gehen.

Ick bin durchaus bereit, mit den Ministern des, Jnnerri und der Finanzen in Verbindung zu treten und gemeinsam niit ihnen in dreiem Sinne auf die Auffiebtöbehörden einzuwirken, Im ubrigecn glaube lib, daß es möglich sein wird, auf die Gemeindebehörden auch 111 der Werse einzuwirken, daß sie sich in Zukunft, sobald sie neue Steuerordnungcn erlassen, mii den Wirtscbaftsvertretungen, inöbesondere den Handels- kammern, in Verbindung seven und mit diesen gemeinschaftltch_ uber- segen, ob auch die geplanten Steuerordnungen ihrer Art nach fur das Gewerbe erträglich smd. _

Es smd in der Beziehung namentlich erhebliche Klagen klaut 9e- worden, daß jekt mancbe Gemeinden dazu übergegangen sind, eine rewe Kopffteuer einzuführen, indem die Steuer nach der ZFH! der M den Betrieben Beschäftigten aufgebaut ist, wodurch vielfach eme außer- ordentlich ungerechte Belastung für die betreffenden Gewrrbe entsteht- JKÖ 'n diesem Sinne zu wirken, bin irh sehr gern bereit„

Berlin, Donnerswg, den 18. November-

1920

Der Herr Abgeordncxe Haberland bat sicb dann mit der Frage der gewerbSmäßigen Stellenvermittlung be- schäftigt. Ick kann in der Beziehung mitteilen, daß Hierüber ein Reich5geseß ausgearbaiiei ist, das augenblicklich konnnissariscber Be- ratung unterliegt. Ick) glaube danaab, daß hier zeikgemäße Reformen demnächst Play greifen werden.

Wenn sicb Herr Habxzriand wéiier darüber beklagts, daß der Fonds für die Zwecke der B L rufs b eratu n g und äbnlicbsr Wohl- fahrtseinricbtungen im jeßigen Etat gekürzt sei, so beruf) diese Auf- fassung auf einem Irrtum. Allerdings ist der Fonds rer gekürzt, aber um deZ'willen, Mil die Angslegrnbeiien der grmeinnüßigen RechiZauSkunftSsteÜen don meinem Ministerium abgelöst und dem WoblfabrtSministerium überliagen find. Die Summen, dis stübsr in diesem Betrage für die Rscbisauskunfissieiien steckten, find jsßt loSgelöst und ersch€in€n im Etat des Woblfabrtsministeriums wiedrr. Eine Kürzung bat !;in also nicht Maß gegriffen.

Dann bai Herr Habcrsand Wünsch binfiÖtlicb des Eick)- wesens vorgebracbt. Wir wissen im Handelsministerium, daß swb mancbsrisi Reforan auf diesem Gebiete durcbfübren lassen können, sind auch scbon in Erörterungen darübrr eingeireiexn. Vor [ängerer Zeit babs "(ck aiif Ende des Monais eins K*cnferezrrz ddr EiÖZMLZ- direkioren einberufen, um eine Reibe? solcbsr Fragen prüfsn zu laffsn und edenfueil auf Grund der Prüfnngen eine Besserung des Eicbwesens durcbzufiibren.

Der Hkrr Abgsordneie Dr. Kalle “bai bsuis, äbnlicb wie der HC:]: legcordnrie Dr. Leidig im Ausschuß, an mich den Wanscb gériwiet, ick) möcbté mit den wirisäiaftlicbcn Verbändcn, dsn Jack)- derbänden, in [sbbaftere Verbindung freien und ibre In- teressen w ab rnebmrn. Ick wiedxrbole bier, “daß ick; “dazu gern bereit bin; absr die Salbe liegt docb so, das; dabri die Initiative zu einem w::séniiirbén Téil dcn den Vsrbänden ausgeben muß. Hcrr “„Dr. KÜÜL bai ja schon selbst darauf bingewirsen, woran es liégi, 'das; die wirtscbastlicbsn Vrrbänds bei uns in Preußen die[fach nur einc lose Füblung mit dem Ministerium, drm die Fürsorge für Handcl und Gswerbe obxiegi, unterbalten. .Die Verbände Haben größtenteils ibren Eis in Brrlin, und wenn fie Wünsche auf wiriscbaftlicbem Mbieie haben -- die Wirfscbnfiöangelrgenbeiirn werden in [aßter Instanz dom Re i ck enifckyikden -, dann gebsn di? Hmen gswöbnlicb direkt zum Réicé); das Hält sie allerdings nicht davon ab, däß sie, 17301111 ihre Wünsche nichi erfülit find, Hinterher darüber ungebdlien smd, daß der preußische Handelsminister sie nicbt genügand vertreten bat. WWU wir nicbt untrrricbiei smd don Um, was die Herren erstrebcn, können wir ihrs Interessen natürlicky aucb nicbt wabmebmen.

Herr Dr. Kaile bai Vorhin daran bingrwieian, daß ibm Br- schwerden aus einzelnem Jndusiridn zugegangen seien, denen di: Einfuhr von Rohstoffen nicbi gestattet wdrden sei, obwobk die daraus berzustsUcnden Waren ledigliab zum Export bestimmt gswesen wären. Ich kann ihm Versichern, daß mir auch da eine Beschwerde der be- treffsnden Kreise nicht zugegangen ist. Hätten fich die betreffenden Herren an mich gewandt, ich WÜTÖS gsm ihre WünsÖe wahrgenommen baden, weil ich aUerdings der Meinung hin, daß in einem solchen Fail der Jndnstrie nacb Möglicbkcit enigegsngrkommcn werdrn 111103.

Was dann die Wünsche des Herrn Abgeordnetrn Cb risiange anbeiriffi hinsichtlich der Vergebung von Aufträgen an Kupfer für die Eisenbahn, so bin icb selbstvrrständlicb nicbt in der Lage, diese Dinge im Augenblick zu prüfen. Sie: bäxigsn ja aucb nicbi dcn Einem Minisisrium, sondern drm RrickMisrnbab-n- ministerium ab. Ich bin ab;]: grrn bsreii, micb zu erkundigen imd ibm bcim Versetzt Lira? n.'ibere NuSkunft zu gebs»

Wann HLN“ Cbristange weiter gefragt bat, ob wir aucb wrib- liche Kräfte, berdorgegangen aus dem Arbeiterstandc, in dcr Gewerbeaufsicbt bescbäfiigen, so kann ich kiTiS Frage durchaus bejahen. Untér den 51 Yüstsntinnen, die wir bescbetigen, iii eine Anzahl früberer Arbeitsrinnsn, die, iüchiig und intelligent, fiÖ zur SteÜe der Aisistsntinrirn emdorgearbkitet haben urid braucbbare Dienste leisten. Die 12 Hilfskräfw aus dem Arbeiirrstande, die: wir neu anstellsn woÜen, find aUerdings Vorläufig nur männlicbé. Wir haben uns deSwegen mit dcn waerkscbaften in Vérbindung ge- seßt, die uns diese männiiclken KMU: in Vcrsckzixg gsbracbt baben.

Von dem Herrn Abgrordnrien Wigiow iii scdann die Frag»: der Unterstüßung dcr Mßssrn zur Sprache ZZKrQÉi. Es ist ge- wünscHi worden, daß dir Siaais- und RSiÖ-Frrgicrimg in iiärkrrrm Maße als bisber für diese Meffrv Mitisl flüssig macbsn mörkie, Vor

auch die allgemeine Usberzsugung der dEUlsÖcn JndUsirie und BLZ rcutschen Handcls -, daß es nicbt gut sei, das MrßMisn zu „zer- srliiiern, daß es richtig ssi, diE Lsipzigrr MTffL zu fördern und auf su: das Interesse zu konzentrirren. Nach dieser aligemxinen Usbsrzrugung wird man es dsrstehen könnrn, wenn Rricbs- und Staaisregierung nacb drm Krieg, als sicb bist und da die Städte rübrtrn, um Messen zu veranstalten, mit einer gewissen Vorsicht dorgingcn und Link! gewisse: Zurückhaltung übten. Das hat aber nicbt ctwa dazu geführt, das; man sich den neuen Messen feindlich cthegengesiéÜt l).“.t. Jm Gxgcntril, die Staatsregixrung bat sowrbl Königsberg wic Frankfurt a. Main und Breslau unterstüizi, inébesondere aucb durcb Hingabe von Geld- mikteln. Wir haben aber im übrigen abgewartrt, um die Ergebnisse zu prüfen. Aus den bis jekt gemachten Erfabrmchn babe ick) aller- dings den Eindruck, als ob unter den veränderten Verhältnissen unter der territorialen Umgestaltung des Reiches und der damit verknüpfien Aenderung dar wirischafilicbm Grenzen, bei dem Bedürfnis, mit den ncucn Staatsgebilden chicbunßcn anzuknüpfen, wkiter angefickt-s der Notwendigkeit, unsere Industrie zu spezialisieren, der Noiwcndigkeit, i'ie mehr auf QuaiitäiSarbeit umzustellen _ die Hrrren „Abgeordnete? Kalle und Hammer haben ja insbesondc-re darcwf bmgewwseii *, da]; sich durch alles das die BerechtiZung für dieie neuen Sonderbrgam- sationen auf dem Gebiete des Meßwesens berauögestellf._ Die Er- fabrungen, die wir mit den bisherigen drei neueki' Messewm Preuße'n gemacht haben, scheinen durcbaus günstige zu sem, und «17 habe die Ueberzeugung, daß die Reichöregierüng zu derselbrn Erkenntnis. ge- laugt ist. Wir find aucb bereits in Beraturigeii mit“ der Yetchs- regierung, um darüber ein Cindemsbmm herbeizufubren, wre in Zu-

kunft gemeinfckyaftlicb von Reich und von Staat diese neuen Messen finanziell unterstüßt werden können. Ich glaube, daß wir damit auch den Wünschen entgegenkommen, die in einer von “dsr Demokratischen Partei eingebrachter: Resolution nir-dsrgrlegt find.

Herr Abgeordneter Wiglow bat sodann von der Ueber- fremdungSgefabr für unsre Industrie gesprochen. Es ist ja kLkMUt, wie nach“ dem Friédensschlusse dirifacb das Ausland, angersizt durch den Umstand, das; Hier für wenige Dcilars oder Gulden eine ungeheure Menge von Mark erworben werden komien, sicb unssrer deutschen Aktien zu bemächtigen sucbte, um so in unser Er- wsrbsa und Wirtscbaftsleben einzudringen und Vorteils dadon zu tragen. Demgegenübrr rief di? gesamte Prsffs nach der Staats- und Reiibsregiérmig: sie solltsn dafür sorgen, "daß der Uebsrfremdung entgegengetreten würde. Das einzig praktisch wirksame Mittel nun, 'das auf dicsem Gebiete in Vorschiag gebracht wurde, ist die Au 5- gabe von Vorzugsaktien, Von Akiisn, die in den Händen der Verwaliurtg odcr ibr nabesicbender Konsortien bleiben mri: nun, namknisicb ivxnn sie: mit msbrfacbcm Stimmrecbt auögcrüstei smd, dabin wirksn, daß nicht die auélcindiscbkn AkrieUbsfiiZc-rr die deurscéen Jniereffen durch Majorifierimg verleßen könnew T):: but in rinrm €rb8b1ichen Maße P(aß gegriffsn, und wir sind uns [*Im rriton Augen- blick? an de;: Gefahr bswußi ngesen, die mii Liner solcbkn EinricbiUng verkniipft isi, daß edentueil Mißbrauck; mit einem solcbxn msbrfacben SiimnirLckIi getrieben werden kann, Wenn aber mm mii einem Muse dirsclbs Prcffe, die zuvor nach Mitteln gegen di? Usbsrfrrmdung Zerufr'n 13.1118, dir Regierung anrnft, fie müßte: JLZM dcn Mißbrnitcb dcs Mcbrsiitiimrsckiis drr Vorzugsakricn cinstbrsiiaii, so bat diese Press? biébrr verabiäamt, den Nachweis zu crbringcn daß folcbe Mis;- biäUllj-e dorgckommen find. Ick Habe bsi iM Handxiékammsrn des- wegen Umfragr gsbalien, das eingegangene Maierial ist aber durcbaus xirgajiv, Ick; farm noch Hinzufügen, dai“; MZ drn Krciicn dsr Akiirn- bäiißer, etwaiger Minoriiätsn, mir bisbcr krincrlsi grrifbare Be- s.i:wcxrdcn drÖwrgén zugegangcxi smd, daß di? VLMaiiungsii dioies Miitxél irgrndwis mißbräuckylicb aiisgenußi bäiicn. Aber ick) werde seibjidsrständlicki die Frage writer im AUgS kcbalfcn und, wcnn es 1141“ als notwendig berauöstslicn soliie, eingrOifcn. Tic Herrsn Ab- ZIO-rdneten Wigldw Und Tr. K:.[Tc babsn wciisr dir SÖädigUngen bs- bxndeli dis unserem soliden Handcl und namcmiiiab dM (Tm Ans- [aiidégLsÉaft betriligisn Gswsrbsirribdndrn durcb di: aUßrrcrdsniiiÖLn Srbwaiikungcn unsers: Valuta emvaébsem Herr Abgrord-nrier »igicw bar gefrägf, ob 85 ricbiig sei, dax"; mxn zur SiÖ-erung dss Handels des Airslaiidsgefcbäfis eiricii Ter m inb an d 61 in T cd i irn cinfiii'ret one. Die FLQJL iii zu bejaben. Ti: Vdrxrbcii-xn fiir die Eiri- iiibrimg (:.an soi-Éen Terminbxmdsis xn dCr YKTÜTTQT BSM siiid dcm Iiiirblui; nabe und die dieIdsZü-Ziiérrn Vdri-“Z'ixgd wrrdäii d&:rsxicbt d:: ROZisrung zur Prüfung imd Eniskbridung rdrixriS-Zi wsrdcn. Ick) bin mir der Gefabrrn wobl bswr-ßt, don déiikn Hcrr Abgeordneisr Wigidw gesprocbrn bat, dis mit der Einricbtung cinrs Terminbanchs in T:;isxn dsrbUndcn sind, Eimnal Lin aUßcrdkdcnriiibes Risiko, da:"; durcb dis QUÜJWTÖSUTÜÖCN Scbwankrmgkn drr W5brw1g§kur1e enisicben kann. Wir Hoffen aber, durcb Einricbtung einer Liqui- daiib n Hkasse, "dis mit disirr S'i::ri.biUng rxrkiiiidcn word::i soll, diefen Gefabrrn Mtgrgeiiwirken zU könncm. Sodarm wird 25" nicbt mlébiéibexi, dai; sicb uribcrnfriis E-[cmenic einzadräiigcn sUcixen, dic durch zügriirses Treibön 'die: b.:klagrnswxrtmi Skbwnnkrm-xcn nacb ci-cn imd unien UOÖ dcrmrbrsn köNnén. MM Nici) daiiigic-xxxxiiibcr wird mcm, wie irb boifx, Ab:“csiérmitxxl sind::i. Wir wxrdsn d.:iiir zu sdrgc'n Haben, daß iiiékssdkdrrr' TI Privzivublii'imi VKU dieixm Treiben fick ["NRWZL, das sicb b-Iuie dirikxcb 11771 fremd: Tedism rrißi, 9,1713 Un- bsiiimmert um den Kurs dEr :iU-Ziäridiscban ZablUUZHmittei die Mark hingibt imd auf dicir Weis: “cabiwi mirxrirk'x, dax"; ibr Wer: immer mehr bkrabgedrückt wird.

(Zimt sclcbrn Spskulaiion mm'; tia'rüriim ;pigkzMgcirrrrn wrrdcn. "Jm übrigrn giaubc ici; abs: drcb, daß wir im JUTTTTffS uriserer Zn- dustrir bandrln, wenn wir dar:!) 'ki-x Sikirckdxiß am Txxmimnurkt dcn Jmporisur sicbrrn, daß rr die frxmdcn beiixiimeiiiel fiir den Tag der Zablung für rinrn brstimmicn "ZIB 3.111: L*crfiizimg bar, Und ebenso de'n Expdrieixr, daß Cr die BMW? im Viark bsi dcr LicicrUng dcr Wakü erbäli, dir er sLiULL Kalkulation zu Griinde 9618.11 bai. Sine solckw Einfübrung ch T*Ldifxritcrmiiibaiidcls wird bdffcni1ich aucb nacb eincr andsrsn Ricbiung fiir unser Wirxswaiislcbrn nützlich skin. Sic wird den Statas dsr Reichsbank, dis chi in dcr Dcdiscn-

bcsorgung Ein: ganz brsonderr STLUung einnimmt, crixicbikrn, und das

dem Krieg haben wir aÜrrdings dis Ueberze'ugung grbabi __ das war ;“ wird für rmsxr Wirtscbaftslcbén nicbt obnr BdeUi-„mg skin.

Nun, mrine Harken, hat Herr Abgkordnrwr Midlad drs weiisren nacb dizm Stande dcr Verbomdlungen iibrr di: Einrickitng eincr Rkicky-erirtsckdaftsbdnk chra-xi. Ick) mr.,iz darauf Erwidcrn, d&ß das rrcnßiscbr Handrksministcriam dirckt mit dicser Frage seitens dLZ Rrichswirtschaftsministxriums nicbt befaßt wcrdIn isi. Der «Herr Rsiwswirtscbaftsmnistcr [)at in sciner Reda auf dem Bankiericxg gesagt, dis Absicht, eine solche R8ickswirtschaftsbaiik zu begründen, bestrbc nicht und babe niemals bcstanden. Abcr aus mancherlei Arußsrungcn, die in jüngstkr Zrii dock) don autoriiaiidcr Seite ergangen sind, geht hervor, daß man immer noch erwägt, mit Reiifbsbilfc ein Jusiiiut zu gründcn, aus dem unsere Jiidustrie Kapitalién zugeführt werdcn können. Es wird dadon gesprocbrn, daß die Geldér dcr Girozcntrale der deutschen Gcmcindcn, also insbesondere die Gelder der Sparkassen, dann die Ueberscbüsse dcr Kriegsgesekl- schaften, auch die Fonds der Arbeitslosenunierstüßung für diesen Zweck nutzbar gemacbt werden sollen.

Die Frage, ob unsere Industrie nicht in genüßcndcm Mzßc Kredit bekommen kann, ist dirk umstriiten, don don Linen bcjabt, Wi dxn andere““ vérncint. Es ist richtig, vielfach sind die Viitiel unsorcr Produzenien, unserer Industriellen in Lägcrn fesigrlegl, dic [MUL keinen Absaß finden können, Man hat daddn gcséxrochen, daß ein .K'c'iuferstrrik auSJLbroeben sei. Ick glaube nicbt an dicken Känferstrcik in dem Sinne, wie man sonst das Wort Streik gebraucht. Jil) glaube vielmehr, daß die Ursacbe darin liegt, daß die Waren zu txucr sind, gemessen an den Einkommensverbältnissen der Käufer, das; [61412172 einfach nicbt in der Lage find, die Ware zu kaufen. Da ist die Frage:

, ist es richtig, unter solchen Umständen diefe teuren Läger bestehen zu