1920 / 265 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 22 Nov 1920 18:00:01 GMT) scan diff

)

_Gegenständen des täglichen_ Bedarfs sowie

jegliche mittekbare oder unmittelbare Beteili-

gung an einem solchen Handel wieder gestattet. Frankfurt a. M., den 15. Noyember 1920.

Der Polizeipräsident. I. V. : H a m m a ck 2 t,

_"

Bekanntmatßung.

Das am 25. August 1920 gegen den Milcbbändser Friedrich Schulz inSandeguSgespro eneHandels- verbot mit Milch und dergl. wird mtt dem A 1an des 30. No- vember 1920 auf gehoben. _ Die Kosten der Veröffentlichung hat Schulz zu tragen.

Wandsbek, den 19. November 1920. *

Der Landrat des Kreises Stormarn. K n u 3 e n.

Bekanntmachung.

Auf Grund der Bekanntmachung zur FernhcxltunÜ unzuverlässger ersonen vom ndel Vom 23. September 1910 ( GBL. S. 603) e ich dem rothändler Josef Brandel_und seirzer hefrau *milie „Brande , ge . Löwy, _in Berlin, Kleine Andreasstraße 6, durch Verfügung vom heutigen Tage den Handel mit Gegenständey des täg lichen Bedarfs wegen Unzuverlässigkeit in bezug auf diesen Handelsbetrieb u n t e r s a g t.

Berlin, den 13. November 1920.

Der Polizeipräsident. Abteiltmg 97. He y [.

___-_

Bekanntmaäxung.

Auf Grund der Bundeßratsverordixung vom 23. September 1915, Betreffend die Fernhaltung unzuverlasfiger Personen vom _Hanxel (RGBl. S. 603), habe ich dem Kaufmann Heinrich Kloppenburg in Hombruch, Bahnhofstr. 25, durxl) Ver- fügung vom Heutigen Tage den Hgndle_ mrt Lebspßmttteln je g l 1 ch e r A rt wegen Unzuverläjsigkeit in bezug_auf dreien Handels: betrieb mit Wirkung vom heutigen Tage 11 n t e r] a g t.

Hörde, den 18. November 1920.

Der Landrat. I. V.: B üs ch er, KreiSobersekretär.

...-___

Bekanntmachung.

Auf Grund der Bundeskatsverordnung vom 23. September 1915, betreffend Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel, Wird dem Kaufmann Johann Bußeriu , Köln, Lucxus- straße 41, der Handel mit Gege'n_ständen des tägli en Bedarfs aller Art., insbe ondere Nahrungs- und Futtermitteln, untersagt. Unter diese'Untersagung fälLt auch die Tätigkeit als Angestellter in einem den _Handel mit Gegenständen des täglichen Bedarfs betreffenden Geschafte. - Die durch das Verfahren entstandenen baren Auslagen, insbesondere die Kosten für die Veröffentlichung des Handelöuntersagungsbeschlusses, smd von Bußerin zu tragen.

Köln, den 4. November 1920.

Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. B illstein.

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Bekanntmachung. Auf Grund der Bundesratsverordnung vom 23. September 1915, betreffend Fernhaltun unzuverläsfiger Personen vom Handel, wird dem Meßger Faerdinand Marcus, Köln, Persen- grqben 22/24, der Handel mit Lebens: und Futter- mrttsin aller Art untarsa t. - Die duréb das Verfahren Zntstarxdensn baren Auslagen, insbesgondere die Kosten für die Ver- Üntliéhung des Handclöyntersagungödeschiaffes, sind von Marcus zu “en.

Kökn, den 11. November 1920. Der Oberbürgc'rmeisier. I. V.: Dr. Billstein.

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Bekanntmachung. ,

§Yuf Grund der BundeSratsvcrordnung vom 23. November 1915, beixeffend Fernhaltunx unzuverläYger Personen vom Handel, wird dem Kaiisn1a1111„zobann *roßmann, Franz Groß- nzan_n sowie der Ehefrau des Franz Großmann, samtsub wohnhaft K, öln , Unter Hutmacher 7, der Hande! mit Lebens- und Futtermitteln axer Art untersagt. U_nier diese Untersagung fällt auch die Tatigkeit als An estelLter in sm_zem den Handel_ niit Lebens- und Futterm1tte1n betre enden Ge- schafte. - (Oly durch das Verfahren verursachten baren Ausla en, ins- besondere derosien für die Veröffentlichung des HandelsunterJagungs- beschwsses, smd von den Beteiligten zu tragen.

Kösn, den 13. Nowember 1920.

Der Oberbürgermeisier. I. V.: Dr. Billsiein.

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Bekanntmachung.

Dem Kaufmann Heinrick) Albrecht, bier, Zi ek- straße 1, ist durch Verfügung vom Heutigen Tage auf Grund deseg§1 der BundeSratSVerordnunq zur Fernbaltung un uverläsfiZer Personen vom Handel Vom 23. September 1915 (RGZM. S. 03) jed er andel mit Lebepsmitteln und sonstigen Gegen-

anden des tägTiÖcn Bedarfs untersagt worden.

Königsberg, den 12. Nobember 1920.

Polizeipräsidium. Wucherstelkc. N i t s ck).

Nichtamtliches.

Deutsches Reick).

Das Reichsknbinett hat, wie amilicherseits dur „Wolffs Telegraphenbüro“ mitgeteilt wird, beschlossen, der?? R91chSrat und dxm Reichstag eine Vorlage wegen Er- YÖYW der Kinderzulagen der Beamten zugehen zu

".“

_;Qer Yat de_s Vöxkerbundes lat vor einiger Zeit Be- Lchlu1se uber die fruheren deutéchen Kolonien gefaßt, ie der deuts m_ ReZerung Anlaß zum Einschreiten e-

eben haben. _ ie olffs_Telegraphenbüro“ mitteil Hat

der Rat in den Beschluffen auf den Standpun &

e 1, daß die Verteilung der Mandate über Jie

Kolonien und eb__enso die Festsetzung der Bedingun on für dix Mandaisausiibung Sache der alliierten Mäcite ist, wghrend demßVolerbund dabei nur eine unwesentli e und um formelle Funktion vorbehalten bleiben soll. Es it klar, daß dieser Siandpunkt das ganze Mandatsystem zum bloßen Sc_hein macht und in Watheit auf eine Annexion der_Kolonien purch die Sieger hnausläuft. Die deutsche Regtxrmig hat diese Veriexzung d Friedensvertrages in einer aufouhxltchen Denkschrift d_arge egt, die dem Generalsekretär des FWolkerbundcs mri; dem Ersuchen übermittelt worden ist, sie der 1th in Genf tagx-den Vollversammlung des Völker- bundes zu unterbreiten. In der DenWrift wird nachgewiesen, . ,die WM de

daß _bie MW. der Mandate

r .

*

Mandatsbedinguugen Sa e_ des Völkerbunbxs_ sekb ist, der allein die Verantwortung - Jr die vertra ;sma ige waltung der Kolonial ebiete trägt. Zugleich ist Mit a er Bestimmtheit zum Aueh gebra t worden, daß Deutschland den Anspruch erhebt, bei der endgü tigen Verteilung der Mandate selbst mit als Mandatar herangezogen zu werden. - . .. -

Nachdem im April d. I. der deutsch-franzöfische gemischte SchiengerichtShof gebildet worden ist, haben sich_ nun an laut Meldung des „Wos schen Tele, raphenbuxos“ der deutsch-en lische und er deutsZ-griechxsche ge- mischte _?iengerichtshof konstituiert. Diese ge- Artik 304 des Friedenswertrags __gebilbetxn S leds, erichtshöfe sind in der Hauptsache zustandig cL_"? Streitig eiten über Vorkriegsschulden, die nicht ixn AZSglei s- verfahren beigelegt werden könjen, für Streitigkeiten uber Bor- kriegsverträge, soweit nicht die Zuständigkeit der orYeiitlichen Gerichte der alliierten Staaten begrundet ist, fiir Entschgdigungs- anspruche der alLiierten Staatsan- ebörigen an das Reich wegen ihrer von deutschen KriegSmaßnaFmen betroffenen Privatrechts sowie für bestimmte Streitigkeiten auf dem Gebiet dxr gewerb- lichen S uHrechte. Näheres ergibt sich aus den Bestimmungen der Abs nitte 111 bis 711 des Teils )( des Friedensvertrags.

Der deutsch-englis e gemischte Schiengerich_ts- hof, dessen Zuständigkeit si auch auf die britischen_Domrnren, Kolonien und Protektorate erstreckt, hat Feinen„Si, m London; sein ständiges Sekretar'iat befindet slch dortse bst 8.97. 1 St. James Square 21. Gemäß den Bestimmungen _des Artikels 30441 des Friedensvertrages hat der deutsch-englis _e Schieds erichtsÉox sich seine Prozeßordnung selbst gegeben" :e ist durex? eine e anntmaclzung des ReichSministers des Aus- wärtigen vom 13. Novem er 1920 in Nummer 221 de_s Reichs- Gesßizblattes, ausgegeben am 15. November, veröffentlicht wor en.

Der deuts - riechis e emischt"e Schiengerichis Hof hat seinenchSLZZ und sYn Zäudiges Sekretariat in Paris, Avenue Malakoff 1 .

Im weiteren Verlauf der 1. Neichssiedluygßkon- ferenz im Reichsarbeiisministerium spracx), wre _ vom Neichßarbeitsministerium mitgeteilt wird, M istexialdirixitor Articus vom preußischen Landwirtschaftsministermm uber dre inanzierung der ländlichen Siedlung in Preußen. Verst iedene Länder onen fick) dem preußischen Vorbilde -- Gewährung billigen _und günstigen Dauerkredits _ aus StaatStnitteln durch staatliche Rentenbanken- -- ans ließen. An einen Vortrag des Regierun Srats Dr. enzel vom Rei Sarbeitsministerium Über ie VFW»?! Mixtel der Land eschakfuL und ihren Ausbau loß si eine eingehexide Aus pr Ze besonders 11er das orkcmere t im Reichcssiedlungs eseß, das von den meisten Seiten als ver- be_s1_ernngsbediir?tig erklärt wurde. Erörterungen über die Be- teiligung des Reichs an der Finanzierung der ländlichen Siedlung durch Baukostenzuschüffe und Mitte[ der produktiven Erwerbslosenfürsorge bildeten den ergebnißreichen “Abschluß der Verhandlungen.

Preußen.

Eine Verordnun der Jnteralliierien Kom- mis ion bestimmt für die Bewohner Obers lesiens heißer Ges lechter, die das 16. Lebens ahr erreicht aben, die (Fm- fiihrung einer Legitimations arte, die von der Ortsbehorhe nach einem vorgeschriebenen Muster in der Zeit vom 15._b1S 31. Dezember 1920 ausgestellt werden muß. Diejeziigen Personen iiber 16 Jahre, die seit dem 31.Juli1919 nicht_stan_dig im Abstimmungsgebiet ihren WohnsiZ hatten, erhalten d1_ese Legitimationskarte mir, wenn die rishehörde in Ue_berem- stimmung mit einer befoxxderen Kommission ihre Ausstellung beschließt. In jedem Kreise wird eine_ sol e beratende Kommission, die paritätisch z-usammengeseßt ist, ge ildet. Ihren Beratun en wird der Kreiskontrokleur als Vertreter_ _dcr Be- saßungsiehörde zugeteikt. Die Interakliierte Koxnmüßon ent- scheidet in den Fällen, in denen die Kommission ck Aus- stellung einer Legitimationskarte nicht befürwortet. Jede Person, der diese Karte verweigert Wird, hat das Abstimmun s- gebiet innerhalb 14 Tagen zu verlassen. Die Verordnmxg er Jnteralliierten Kommission 1"th Geld- oder Gefängniöstrafen für jeden fest, der den "Zivil- mkv Militärbchörden 1_1icht seine eigene, sondern eine fremde Karte vorzeigt oder seine Karte einem Dritten überläßt.

Nach einer Verordnun der Jnteralliierten Kommi ion vom 28. Oktober ist die nmendun des preußis en (Heseßes vom 31. März 1920 aufgeJoben, na dem die Gemeinden sowie sämtliche Dienststellen des öffentli en Rechts verpflichtet werden, freiwerdende Steklen mit Beamten zu be- setzen, die aus abgetretenen Teilen Preußens stammen.

Sachsem

Das Gesamtministerium hat den neuen Landtag für Dienstag, den 7. Dezember, einberufen.

- In dem Sirxit zwischen der ReichSreÉierunki und dem Freistaat Sachsen über die Frage der rtei ung von eli ionsunterricht an den Volksschulen hat das Nei Sgeri t nach einer Meldun des ,Wolffschen Tele- graphenbüros“ dahin entschieden, da die estimmung des säcl) ischen UebergangH-Schulgeseßes vom 22. Juli 1920, daß kün tig in den staatlichen Volksschulen kein ReligionSunterricht mehr erteilt werden, sokl, mit den Vorschriften der Reichsver- fassung in Widerspruch steht. In gleicher Weise lat das Reich?:- eri t auch die Verordnungen der Arbeiter- un Soldatenräte n amburg und Bremen durch die der Wegfal] des Religionsunierricbta in allen taatlichen Schulen vom Januar 1919 ab angeordnet ist, als mit der Reichsverfassung unver- einbar erklärt. Da nach_ Artikel 13 der Reichsver assung Reichsrecbt LandeSrecht bricht, steht durcb diee mt Gc- feßeskraft aus estattete Entscheidung deS eichWerichtS end ültig fest, die landesgeseßlichen Bestimmun en in Sa sen, Hamburg und Bremen über die gänzliche Abs a ng des eligtonSUnterrichts mit dem Inkrafttreten der Re chs- verfa ung ihre Wirksamkeit vexloren haben, und daß nunmehr in die en Ländern der ReliFonsunterricbt als ordent- licheS chrfack) i_n deri c-chulen gemäß Artikel 149 der eingefuhrt aufrechterhalten

Nei" Iverfaffung oder

wer en muß.

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Vester“ _,

?ie riftlich-soziale Vereinigmig-"hat einstimmig" beschlossen, mit er cBildung des neuen *"Kabinetts_t_1en Bundes- minister Dr. Mayr zu betrauen, der diese_ Mission annahm, Wie , Wal Telegraphenbüro“ m ldet, mird das Kabinett Lol arma enzusammengeseßtsein: undeskanzlerund Aeußeres:

is eriger Bundesminister Dr. Ma_yr, Inneres und Heer- wesen: Sektionschef Glanz von Ctcha, Kultys- und Unter- richt: Breisky, 2 inanzen: Sektionschef_ Griptm, Vo_1ks- ernährung: der bis erige Leiter dieses_M_m1stermms Grup- Verkehr: bisheriger VundeSmmr'ter Vesta, Justiz: Sekt onschef “Paltauf, Handel, Gewer'3e_ und Industrie: BundeSmimster Heins, Land- und * orstxmrtschaft: Bynpes- Xiixijc'Zer Haueis, Sozialverwaltung: „b Sherrger BundeSmxmster ? - . . Der Nationalrat hat mit 99 Stimmen der Christlich- Sozialen und Großdeutschen gegen_ 59 Strmznen der Sozial- demokraten die „Bundesregierung m der obigen _Zusan_1m_en- eßung gewählt. Das neue Kabinett 1th fick) aus vier chrlstlkch- ozialen Abgeordneten und sechs Beamten zusanimen. _

-* Die So ialdemokraten brachten im_ Naitonalrat eine dringli e nfrage über die Beplanie Einreise be- waf neter eimwehrleute auß ayern zu_m Tiroler Lan esséießen ein, in der erhinderung der Etyreise, allge- meine En waffnung der Heimwehren und Hmtanhaltung des Waffenschmuggels gefordert werden.

Bei der Beratung dieses Antrags wies Innern Broisky auf den bereits bekanpten Standpunkt der Regierung und deren Maßnahmen zur Verbmdérung des Waisen- scbmug els hin. Bezüglich der Forderung na_ch Entwaffxmn erklarte er, da?1 die Re ierung vor ganz kurzer Zett durch eme ots der Intera iierten Ugskilitärkommission auf die Notiveixdigkeit der Durch- führung der Entivaffnung der Bevölkerung un _Smne des Friedexis= vertrages aufmerksam gemacht woxden- sLt, uni; daß eme enxsprccbende Regierungsvorlage L_"ich m/der Yuöarbertung be nde. B züglich der Einreise von An 2 örÉen der Hermwebrorganisa_ on_en erklärte des Bundeöminister, da die renze gesperrt iind der Eintritt Bewaffneter nicht ugelaffen werden würde. Gegenuber der o_rdc- tun der Anika stekler nacb eventueller Beivaffnung de1_:_Ar eiter- schat zur erbei?übrung des Gleichgewichts hetonte des Minister, daß die Entwa ung aller Wehren im Gange se:-

Großbritannien und Irland.

Nach einer Meldung des „Daily E reß“ kann die Haltung Großbritankiens und FrankreiJs in der Frag_e der griechischen Thronfol e erst _nach de_m _ am nachsten Donnerstag erßolgenden Zu ammentritt der griechischen Kammer entschieden wer en.

- Das Kabinett hat der „Frankfurter Zeitunéz“ zufolge das Handelsabkommen mit Rußland angenommen.

Frankreitb. _ _

Um fick) ge en die Folgen zu schüßen, die sich 1: „die französischen nteressen im allgemeinen und die izruck- zahlung der französischen Forderungen im besonderen_ ei den Besprechungen über die wirtschaftlichen und Handeisbeziebungen zwischen der englischen Regierung und Sow1e_truß[and und aus den Konzessionen ergeben könnten, ine Ruj'zlakkd i_ien Engländern und Amerikanern einräumen mtl], kW .le isranziYFM Regierung nach einer Meldung des „Echo de PM? dem inisterium in London mitgeteilt, daß derart; 9, ohne-thxs Mitwirkung getroffene Uebereinkünfte __fie nich_t inden ihren späteren Einspruch nicbt einschranfeii koimten. _

- Die vereinigten Kammeraussehiisw fur Finanzen und auSwärtige Angelegenheiten verhandelten _vorgestern über die für Syrien und Cilicien verlangtet; _Jredrtßzn An- wesenheit des Generals Gouraud, des Mmaierpraftdenten Leygues und des Kriegsministers.

Der Gkneral G o u r a u 1) gab Aufklärungen über die E p_edition Frankreichs in Syrien und Cilicien seit November 1919._ :e Lage in Syrien fei seit dem Kampf won Damaskus und _seitdixn)_Emr1_: Feffal das Land Verkaffen babs, auSgezcichnct. Auch in Cxxtcten set die Lage gut. Die Eisenbahnlinie von Adana nack) McUma und Alcxandrettc sei für den Verkehr wieder eröffnet wvrden. Uebequl

üben die Einwohner ihrer Befriedigung dariiber Y_usdruck, daß dre Hrdnung wieder hergestellt sei. Der Ministervrasidßnt Z 0199 u es f Grund deren Frankreich in Syrien und

ber er,

erläuterte die Vorträge, an

.Cilicien sei, und zeigte, wie der amtlickye Sißungsbericht erklärt, welchc

ungeheure Bedeutung es habe, daß Frankreich sich in Syrien haltx. Auch in Ciiicien seien ibm wirtschaftliche Vorteile Vorbehalten; Dic Regierung Habe die feste Absicht, das Besaßungsbeer zu verringern, sobald die Austührung des türkischen FriedertSVertrags es gestalte.

Der Ministerpräsident erklärte auf eine Anfrage, dgß man die durch den Sturz von Venizelos geichaffene L__age 111 Griechenland nickt verkenne; er werde m_alier KurLe mrt Lloyd George eine nteii'edung haben und zwer_fte_ nicht aran, daß ein völliges Einverständnis zwischeii Fran reich_ und Eng- land iiber die nunmehr einzunehmende Haltung erzielt werden könne.

_Jtalien._

Der zwischen der italienischen uni) der südslgwische_n Regierung abges [offene Vertrag neht nach einer Mit- teilung des „Wolffs )en Telegraphenbüros“ un_te_r an_der_em_ vor, daß die Gren e durch eine emischte Kommxsston italienischer und südslawis )er Delegierter estgeseßt nxerden so11. Im Fglle von Meinungsverschiedenheiten ist ein Schiedsspruch des schweize- rischen BundeSpräsidenten vorgesehen.

- Der ,Corriere della Sera“ meldet apscheineny offiziös, daß die italienische Re ierun fick) an einer etwaigen Elzt- mischung in die griechis e Verßaxsuanrage ebensowenig beteili en würde wie seinerzeit an em _ orgehen Frankreichs glands, durch das König Konstantm aus Athen entfernt

Portugal. ,

Daß neue Ministerium ist laut Meldung des „WoXff- schen Telegraphenbüros“ nter Leitung von Alfonso Costa gebildet worden, der glei zeitig das Ministerium des Jnyern übernimmt. Minister des Aeußern ist Domingo Poreira, Finanzministex Cunha Loa.

Sthivekz.

Die _Völkerbundsvxrsammlung_sthe vorgestern vor- mittag die Aussprache uber den Bericht des General- sekretariatscbfxrt.

Der belßis Dele ierte, Senator Lafontaine entwickelte laut Bericht es „Wolff cbenTelegraphenbüroS“ seine Stellungnahme zunx Völkerbund. Neben dem Problem des wirtschaftlichen Wieder_aufbaus sei es besonders die Frage der Abrüstung, die für die _Welt geradezu eine Lebensfrage badenteanqesichts der Tatsache, da]: der Militarismus heute mehr verschlinge als vormals- Es seien nicht nur die Pazifisten, _die diese Abrüstung verlangxen, sondern _die Finanzleute und die Männer des Wirsschasts- lebens seien es, die * auf eine Herabsehung der militärischen AuSgaben dringen. Es mM eine intemationale Armee des

und wurde.

der BundeSminisiec des '

5

„1

-!

' erntete

_ ]chiffghrtskommix_§ion des Völkerbundes mit

Völkerbundes an die Stelle des nationakm Misibarismus kreten dj_e Mt mehr eiu_Jnsirumen_t der „Faßpolitik, sondern des Rechteé ck se_m musse. Es wax: sehr let t, die e internationale Armee heute für die Regung Akinemens zu bi_ „, und der Völkerbund würde eme gewalttge_ moralische Kraft gewmien wenn_ er sich zu einer soläxen Aktion Uliscbüeßen würde. In der Mustangsfrage sagte Lafontaine noch 11. a. wort ab: „Man muß _dm Volken: klarmachen, daß die Stunde der _Abrüsiung noch „nicht gekommen ist. Die Ver- fasser des Pqnsxr _ ktes baden das durchaus begriffen, da in dem betreffenden Artxke nur von der rgbseßung der Rüstun en, die ein M um eretchen soll, _die Re e tft." Im weiteren " erlaufe der Aus p_tacbe uber Bett tdes Generalsekretariats bezeichnete der kgnadtsche Pelegi R oixell__als Hauptaufgabe des Völkerbundes die Vexhtnderung kunft: er Kriege. In derRobstoff- vert_etl_ung stehe Kanada an el_n Standpunkte daß es fick) bier uzn eme mtxrne Frage handle _die nubt der Völkerkund, sondem jede emzelneNgiwn selbst _?u entiÖetden bqbe. Jenseits des Ozeans sei über die europarscbey Prix [eme btelfack) eme abweickpende Auffassung vor- chndm. _Amenka set sich aber durchaus klar über die Schwieri - erben,_ dre sicb der_Lösung entge enstckkten. Der Völkerbund mü„ e dxe wahrend des Krieges denVol e_rn gegebenen Versprechun en ein- losen, wenn er das V_ertrauen_ dieser Völker behalten wolJe. Als xeßterRedner sprach Ttttont-Jtalien. Er erklärte, das; die Ver- offentluBunYder Dokumente über den polnisch-litauischen Konflikt i' durch _ck Uebexsiedlun des SeYretariats nach Genf verzögert 5131]?- Er stimme mxt dem undespxasidenten Motta darin überein, daß Bet der 21qung _der Fnedensverträ e, soweit sie dem Vöskerbzmix anvertnaut ser , d (! größte nparteilichkeit und Gexecbtigkett zur Geltung kotztmen müsse. Sämtliche Ver- trzcge müßten wöxtltch veröffentlicht werden, weil gerade dadurch das _ iel des Völkerbundes. künftige Kriege zu vermeiden, ca_n besten etre: t werde. Die Auffaxsun des kanadischen DeTegterten m der Fra e er Robstoffver ei ung müff'e er beYauerrx. Wenn_ die ertreter aller Länder so sprechen würden, ware eme gememsaxne Arbeit überhaupt unmöglich. Tittoni __ starken Beifall _ als er betonte, im Völkerbund mußten vor _al[e_n Örngqn nicht die nationalen, sondern dre tnt_ernatronalcn Interessen ur Geltun kommen. Die Verteilung der Rohstoffe sei ?ür viele ölker gexadezu _e_ine Lebensfrage. Die Welt dürfe nach dem fürckoterltxben militän'scben Kampfe nicht einen noch furcht- bareren_ wirtschétltcbeix Kampf erleben, der den Wiederaufbau der Weltrvirtichaft upmögltck) machen würde. Gerade diejenigen Staaten, dre nach dem Kr:_ege ebenso _reicb oder noch reicher seien als vorher, müßten d€n Weniger begünstigten Staaten ißre Hilfe anbieten. Er schließe fick) dem Wunsche des Bundespräfidenten Motta an daß Amerika bald Mitglied des Bundes Werde. Was die Zulasf u n der anderen Staaten betreffe, so Halse er persönlich die An - fassung, daß der Völi'erkyund erst dann wirksam sei,_rvenn sämtliche Nationen der Welt m ibm vertreten seien. Datmt war die Aus- sprache über den Bericht des Generalsekretariats beendet.

Die 1. Kommission der Völ'kerbuanversammlung

wählte in i rer Sißung am 19. d. M. eine Unterkommisffon

zur Verhan lung des Reglements der Versammlung. Tie Einseßung von drei weiteren Unterkommisjionen wurde auf die nächste Sißung verschoben. Die 5. Kommission, die mit Prüfung der Frage der Zulassung 0011 neuen Mitgliedern zum Völkerbund etraxti ist, bkschästigie fick) vorgestern vor aUem mit der Frage, ob die Zulassung eineß neuen Staates die Anerkennung äs Faxe». dieses Staates durch jedes Mitglied des Völkerbundes zu be- deuten, habe.

Im Laufe der Erörkerung 1“)in Vikiani (Frankreich) die Be- deuiung dieser Frage mit dem Hinweis auf die bcsondxre Lage der Staaten hervor, die aus dem Zummmenbruck) des russixchen Reichss Lnkskanden sind.„ Nack) wciterer chatte wurde besckyioßcn, du; An- gkkéqenbeif einer juristischen Kommission zur Bericht- Zrstattung zu- überweisen. Im Verlauf_ der anéisprackye uber die Aufgaben der Kommisfion erklarten T_Ntl [e n (Australien) .und ein indischer Delegierter, daß dre _ Kom- mrsüon nicbt n_ur die InteresÉen des Völkerbundes, iondern auch die Jnieresten des die ufnabme verlangen5€n Staates beiücksiMiaen müsse. Schlie lick) wurden d rei Unier- kommissionen eingescßt. ie erste unter dem _Vorfiß vyn Po ul et (Belgien) bat fick) mit 591: Aufnabtne_vo_n anlqnd, Eit- laud, Litauen, Lettland und Luxemburg zu besähastrgen. Dre zweite Kommission unter dem Vorsiiz von Lord Cecil, der_u. a. Brcnxtmg (Schweden), Fostsr (Kanada) und Vivianr (FrgnkreicW (in_gckorén, Hat sick) mit der Anfnahme Oesterxeichs, Buiggriens, Albaniens u_1_1d Liechtensteins zu befassen. Die dritte Kommnßon unter dem Voxntz won Na ns en (Norwegen) Hat die Aufnahmegesucbe pwn Georgien, Armenien, Aserbeidschan, "der Ukraine und Costa Rica zu prnscn, Es wurde beschlossen, daß jede _Anmcldung auf Grund folgender Gesichtspunktezu priifensci: _ _ __ _

1. Wurde das Aufnahmegcjuch tn vorschmfckmaßtger Form em- gereicbt? _ _ _

2. War die Regierung, die das Gemcb gesielkt Hat, äs Furs oder 63 ckck) anerkannt und durch Miche Staatxn? _ _ _

3. Stellt der Gesuchsteüer eine Nation dar mit emxr _sia511en Regierung und endgiikiig festgese ten Grenze? Wie groß “ist ycrnc Oberfläche und saine Einwohrzerza [?

4. Hat er eine freie Regierungsform? _ _

5. Welches ist seine Haltung _nge1c_n sowohl in seinen Hand- lungen wie in scinen Erklärungen b1111_1cht[_1ch der eingxszangenen mier- nationalen Verpflichtungen i_md hinsichtlich der Bestimmungen des Völkerbundes in bezug auf dre Abrusiungsfrage?

Die 6. Kommission der Völkerbundßversanxtzilung, die ihre Sitzung öffentlich abhielt, behandelte'das Abrnyiungx probiem. _ _ _ _

Der norivegiscbe Delegierte LanLuc gab emen (m_sfubxlrÖen Historischen- Ueberblick über das Abrüf ngsproblenz. Dre lettenpe Idee der Bestimmungen des _a_kts liege darm,_ daf; kern Staat mehr ein solches mi ttarisöhes Uebergcxwicbt _e_rl_atigen dürfe, daß er dem anderen, gestüßt auf _seme mxlttarrschc Macht, seinen WiÜen aufzwingen _kö_nne. D19_Vorausseyung für jeden Fortsckyritt sei einc Wirklich gegenseinge, durch _dcn Völkerbund aus efübrte Kontrqlle. Zur Lösizn des ryhlems sex 8»? notjvendig, daß ie vom Rat emgeseth Zechms e K_ommrifion erganzt werde durch eme aus Männern der ohttk, der W_tffensch_aft und der Volkswirtsäyaft zusammengeseßte Kommission, dg die _Abrixstungsfxage in erster Linie eine politische und ökynomrscbe set; Dre Halfte dieser Kommisfion solle vom Rat und die andexe Halfte von dex Ver- sammlung gesielXt werden. Ferner _müffe_betm_ Genexalsekretartat i_zes Völkerbundes eine besondere Sektion fur die Abrustungsfrage em- sericbtet werden, die der Bedeutung des roblemßwitsprecbx. Der

Berichterstatter Mellin ton: oo (China) erklaxte, er ei uberzeu“ Rayon deu_z guten Fi DHB VöölxerbÉrFSrgtY,_1_1Ztt__x§x Abrüiunk 'eCrnt zuma en. regt e wienge darin„ ÜF grxße Staaten, wie Amerika und - land, dem Völker- bund nicht angehörten. _

-- Der Völkerbundsrat,_ der gestern i_iachmittaZ unter dem Vorü von Hymans und 113 _Amvesxnheix von alfoux und Léon our ems tagte, beschafttgte, steh m1t der Organi- sation der Volgksabstimmung in dem zwis en_Polen und Litauen ritti en Gebiet. Die Ehr! kett_ dieFer Abstimmung Y gesi ert werden durch ein internationq es militärisches enkontingent, wofür bereits _Bel ten, Spanien, rankre und Gro bxitannien _ ihre Mitzvir un? zugesagt ba en. Der Rat hesch ofz, unverziigli -die 111 (23211 anwesenden Mitglieder der permanenten Scknf a rts- __und Luft-

er Pru ung der

Kommission

kschmschen Du führung und

Verpflegung dieser rappen- U- '

' Jie Od uruck n Um ur Knußi'vothenÉnb.

Litauen.

Die von polnischer Seite gebrachte Meldung, daß die litauischen Truppen troH Vereinbarung den Ironiixbergang der Völkerbundskommission durch _ rtillerieseuer ge- hindert hätten, ist nach der Litamschen Telegrapben- agentur eine unverantwortlicbe Fälschung, die scho_n durch die Tatsachc widerlegt wird, da _ die mit dem französischen Oberst C ardtgm) an der Shixze seit mehreren Tagen auf der litauischen Seite tätig ist. Sie hat gegen die MißacYung ihrer Unverleßlichkeit von polnischer Seite einen scharfen roteft nach Warschau und nach Wilna gesandt, nachdem Zeligowskt die Bes ießung des KommisfionSquartiers bei (Hedroice wissentlich zuge affen hatte.

Ein polnischer Panzerzug griff, wie die oben

enannte Telegraphenagentur meldet, im AbsÉZnitt lopacza an. Ein Wagen entgleiste, die übrigen agen fuhren in Richtuu Landwarowo zurück. Am Freitag ?ltchxn die litauFchen Truppen den Durchbruch der itaizischen “Front voliständig aus. Sie eroberten S trwmty, oschalwa, Lowmiamz und Widsenischki urück, na men einen polnischen Brigade- und Regimentsstab geéangen un erbeuteten über 500 Gefangene, 2 Geschüße, 2 Maschinen- gewehre, 9 Minenwerfer, 150 Pferde, 7 Feldküchsn, 40 Wagen, uber B0 Gewehre und ein Auto. _ -- Einer Einladung derKontroleommission folgend, reist eine [rtquische Abordnung unter der Führung des litauischen Ministers des Aeußern und von Ententevertretern in Litauen zu Verhandlungen mit der Kontroklkommission ab.

-- Zu den Nachrichten, die von seiten der ostpreußischen Provizikzialverwaliung über die Grenzübertritte deutscher Ahtei ungen _bekanntgegeben wurden, wird von zuständiger Sylke 'dara11_f_ hingewiesen, daß die litauische Regierung keine Wer er in den Grenzgebieten unterhalten hat, was ja auch daraus hervorgeht, daß sämtliche Abteilungen unverzüglich uriickgesandt wurden. Die litauische Regierung legt besonderen

eri darauf, daß diese Feststelwng als ein Beweis der Achtung der deutschen Neutralität in weitesten Kreisen zur Kenntnis gelangt.

Finnland.

Nack) Verhandlungen, die der Präsident der Republik mit_§_Zertretern_ der Reichstagsfraktionen geführt hat, hat der Vrzmdont, w:o „Nordiska Preßcentralen“ meldet, sämtliche Mitglieder der Regierung erincht, ihre Rücktritts- gesuche zurückzunehmen. Die Minister erklärten, daß fie damit einverstanden seien, falls die Regierung vom Reichstage die nötigen Volimachten zur Durchfiißxnng der Maßnahmen erhält, die nach Aufhören des Kriegszujtandes zu treffen find.

Dänemark.

eOd? Ne iemmg batte vor einiger Zeit eine Kommission eingeyth, dre Mittel „44111? Bessexung der däniscßen Valuta erngägen soÜie. Wie das „Büro Nißau“ mitteilt, hat die Kommisston diesLr Tage eiiie Dcn_kschrift _vorZelegt, nach der die Mehrheit der Komnziinon x_zoricksagt, te_1[5 ie Einfuhr einer Rei 8 von Luxuswaren emzuichranken, teils die Ausfuhr durch Verscl är ng der bestehenden _Zucker-_ und Weizenrattonierung zu er öhen. Außerdem so_lle eme_Remfion der ZoUgesengbung vorgenommen werden. Emo größere Minderheit m der Kogn- misfion warnt eindringlich voi; Einfuhwerbolen und schlagt dagegen eine Erhöhung der ?okljäizx vor_._ _E_ine andere__Mmder- heit weist darauf hin, daß elbjt die _k-i_*aftigiien Beschrankungsn im Auslande nicht imstan e gewesen xeten, dre Valuta zu heben, und schlägt daher vor, keine einschneidenden Maßnahnxen zu treffen. Die Regiemmg erd heute eme Erklärungperoffent- lichen, in der es heißt:_ _ _

Das Gesamtministermm Hat die Denkicbrifx der Kommission unter Berücksichtigung der auswärtigxn Verhälinißc deSEandeS, der Besch1üffe dar internationalen Briixwksr Koniexerzz und an anderer SteUe gemaéßter Erfahrungen geprü t. D99_Mrnijterium ist zu dem Ergebnis ekommen, daß es aus außßnixoliiiichen, ontechni1chen und anderen ründen Über aupt nur ratltcl) _ser, zu EinsuHWSrbotCn in bedeutend gerinaerem [173117an zu schreiten, als es die Mclhr- za'lyl der Kommission Dor1ch1agi. DW Unannehmlicßkcttsn, _diE 101673 Weiteren Ei111chränknng€n mik sich) fizßrcn würden, köimtcn nicht aufgewogen Werden dnrch dsn Verbiixtmxémaßig wcni; bLYLutEnden Bsi- trag zur Besserung der Vaxutayerixahmffe. Da1_1_u_ Halt es das Mj. nisterium auch ni r für richtig, sick) mtt_der Verscharmng der_bestchenden Rationierung wi tiger Lebensmittel einverstanden zu erklaren. Das Ministerium bat fick) nicht der angeregten_bei?eutenden_ Erhöhung der ZollsäÉe anschließen könnkn. Dg dw Verhaltnisse cxus _s1cl) selbst Heraus einer iederaufrichtung des Gleickygewtckyts der agslapdtsckyen Zahlungs- verbältniffe zuzustreben scheinen, und da auch seithmseZung der Kom- mission auf dem Weltmarkx Preisbexahseßyngen stattgexiundcn Habxn und immer noch erfolgen, ist das Mmrstermm der Amicht, daß sich die Bestrebungen nunmehr darauf konzentxieren müßen, daß der 1chyn in voÜer Entwicklung befindLicbe Weltpreissturz auf natürliche chse den dänischen Verbrauchern zugute komme. Durch VcrHanYiitz ]cn nut dem Ausland wvl'ls man auch auf eine Vcrbeffcrupg der_daiii1x58n Er- werbsmöglichkeitcn hinarbaiksn. Zum_ Schluß xvxrd mitgeteilt, daß der HandclSminister und de_r LandwixtsckyaftStntmsier nach (T_ngiand reisen Werden, mn Möglickykeäcn für eine Besserung der gexwmcittgcn Umsaßverhältniffe zu erörtern.

Schweden. Die Re ierung hat einen Reichsmirtschafwrat aus zehn Mitgli ern ernannt.

Grieckxensand.

Das Kabinett bat die VolkSabstimmung über die Fra e der Rückkehr König Konstantins auf den 28_. No- vem er festgeseßt. Dcr Köni Konßantin hat _der Regierung telegraphisch mitgeteilt, da er as Exgebms der Volks- abstimmung abwarten werde, bevor er zuruckkehre.

Vorgestern statteten die Mitglieder des diylomati1chen Korps dem Ministerpräfidenten Rhallis eiiien _amilrchen Besuch ab. Nach einer HavaSmeldung betonten_dic O_iployiatezi jedoch, daß es sick) bei dem Besuch um eine reine oxmitchkett gehandelt habe und daß bishsr kein Grund zum ptimwmus

vorliege.

Die Prinzen Andreas und vaisioph von Erie en-

land, die Brüder K_önig Koystantins, smd vorgestern aus om .

nach Athen abgereist. Türkei.

schen Telegrapbenbüros“ sind bisher aus der Krim 24 imlpersynen und 81000 Sol- daten in Konstantinopel eingetroffen. Die ahl der Fluchtlinge dürfte auf 150000 steigen. Es find Ma tt_ahmeii getroffen, um 20000 Flüchtlinge nach Lemnos und die gleiche Anzahl nach Gallip '

L t [d n des „Wol au Me 11 g_ 000

1 zu senchn. __ _ __ "- Die armeniichen Streitkrafte haben sick)_zuruc_k- gezogen und Kurs aufge__geben. An der Oltyßront gcwn _sie

achdem die Tür en durch eme _

Unterki-

Dem amerikanischen Staatsdepartemx'nt is! eine Abschrift des beabfiYigtey Abiommens zinischen der britischen und der owxetregierung zugegangen.

ParlamentarischeENaäjrickxftui. G _ H 5 Dem Rei sta der ntwur eines ee e über VerscheruZ fiTJder Strafen gegen Schleich- handel, reistrei erei_ und verbote_ne Ausfuhr lebenswiZztiger Gegenstande nebst Begrundng und _der Entwurf eines Geseßes ur Sicherung einer ern- heitlichen Regelung der eamtenbesoldung zur Be- fchlußfaffung vorgelegt worden.

,-

Der preußixchen Landesvxrsammlung ist der Ent- wurf eines Ge eyes zur Abanixerung des CH_eseßes, betreffend die .Eröebung von Yrchensteuern UZ. den katholischenKirchen emeinYenamdGefamtverbanden, vom 14. Juli 1905 n | Begrundung zugegangen.

Statistik und Volkswirtschaft.

Arbeitssireitigkeiten.

Für die Landwirts aft VorYomn) ecns bxsiehi nun- mehr, nachdem, wie „W. . B.“ mitteilt, dre A r b e ! t g e b e r - gru pve des Pommerschen Landbunde_s nyd der Deutsche Landarbeiterverbgnd den Sckyixdsspruck des Yom NeichSarbeitsministerium emgesxßten _ S ch_1 1 ck11: n g_s - a u s 1 cl) u s s e s angenommen [yaben , em _th heiden Parteien bindendes Vertragswerkiältnis mit Wirkung bis _ Marz 1921, Hessen Allgemeinverbindltckyerklärung Vom Re i ck 6 a_r b e : ts m i n 1 st 2 r 1 um unverzüglich in die Wege geleitet werden Wird.

Jn Mag 1) eb_u r g ist gestern „W._ T. B.“ zufolge von tausend Vertretern der Deutichen AngesteUtenverbande der G e w e r k sci“) a fts-

,b u n d d e r A ng 6 | e l l t e n , ein parteipolitisch und religiös neu-

traler Einick2its56rband der männlichen und weiblichxn Angestelitezi dés Handels, dcr Tcckßnik, dss Bergbaues und der Burobetrtebe, Mit 350 000 Mitgliedern 9 cg nd et worden.

Aus K 6111 wird dem „W. T. B.“ ielsgrapbierk, daß am 20. d. M. die ganze Arbeiterschaft der Deußer Gasinotoren- fa b r i 15 Wegen Lohnstreitigkeiien geschlossen in den A u s fi (: n d ge- treten ist.

Wiener Blättern zufolge _bat bei den voxgesirigen Verbandsixngen mit dM Vertrctern der a11§1tändigen kgrn tnextfcs) - ste_ier- märkischen Eisenba'bnex die Regierung Zu gestand- " iss genmckxr, _wvrauf das Verhandlungskomitcc aÜe_ Pcrsonai- ausscbüffc in Villach und Kiiittclfeld angewiesen hat, die A r b e ti Voll aufzunehmen.

Wie „W. T. B.“ aus I n n s b r 11 ck erfährt, babsn die _V c r :- band lnnaen der Tiroler LandeSregierung m_tt dem Aussiandsimssöhnß der sozia_[demokratisch en_ Arbßrtxr- ? ck a f x und den GexverkösckiasiZorganisationcn zu cmem gunstrgen (Ergebnis gcfüßrt, so daß im Laqu des heutigxaTages der Z u J v er- kehr wiederaufgenommen werden youre. -

Die A u I 1“ p e r r u n g bei der großen nordbölxmisäycn T L_x t i [- firma Ignaz Klinger in Neustadt an d er Tafe[sick)_te isi, wic „W. T. B.“ aus Reichenberg mekdet, BUNT) einsn ergletch !) e e n “5 et ivordcn. Die Arbeit Wird in aÜOrna'kIHster Zeit auf-

genommen,

In Pa r i s fink, wie „W. T. B.“ eiiäbri, die _S i a (: ts : und Kommuna [arbeiter un d -b samten zu einem Kongrekß usammengetreten, um fich über den A UL ch [ der BeamtenTwexr" - Zchafterx an den Allg emeinen Ar eiterverb.and 111171“; zu wer en.

Kunst und Wissenschaft.

Ani Synnabqnd fand im Festsaak der Akademie der Wissenscßxxficn

d;: ._iwxiii; offe'niliik)? Vorkra-g aus jener Reiki: Von Vorirägcn ix_).ti, ÖW §)_„1F_rig11-Zdßr dsr Akadixmie in diesem Winter znr Förkcrung wimcn- , sÖgstltMr waxke Veransta1ten. Herr von Wilamowxiz- Mollendorss spvacb vor ,;ablrsichen Hörern iibcr das Tiiqma ,-Z€110**_Und botidamit Linen lichtvvllen und fesselnden Uebcrblick__i152r pte VisltgwnsNscknchie dsr Grieckyen des kkassisÖen Altsrtmns. Er fuhrte m der Haupismckye 011130 folgendes aus: Mögen die Vorstellungcn und Kultbandlungen _prirrxitiV-cr ?"römmigkcit dem Forscher auch manckxes jvertVOUc Matcrtgl bieten, eligion kd Religions cschichte begiqnen erst mit dem ZLttpUnkt, an dem ein Volk sich aus einem primitiven Ge_dc_11_)kcn- imd Formenkreis u lösen anfängt, und der Höhepunkt der relxgxxxxen (Cntivtcklzm der riechen wurde erst erreicht, nachdem das religro e Bkwußtssm 1ch [SMW Von den Vorstellungen und dem Kuli der __Volksreligwn getrennt atio. Ass Walcker, dsr verdiktxstmzch: Schulin S_ienzers, zy _Anfang des Vorigen Jabrbundcrjö Eine Gsicbickitc d€r_gr1€ch1schcn__i)iélig_wn_ schreibcn wollte Liang es ihm nur, die G?- FAME de_r Gotti'r _Grteéhcnlands darzuite en; als Kind _smncx Zext uchtc ?r ]Lne aus eindr gcmsinsamen indogertnanisckicn Goticrxamilie [)erzuletten und ihr Wesmi natursymbolifch u deuten. Diese Annahmen hthn Lich als_ Irrtümer erwiesen. Die «mex, Zeus Jovis, Diut mogen te gletckse Bßdcutung bach, sonst ist ibnkn niäjyts gemein am. In der WU1'50_[ dic1cr Wörter stcckt der Begriff „[Nicht-sn“. «9115 war abcr 11xsprüng1ich 11icki dcr_Lichtgott und dk]: Llymp urspriinglich chi: dm: Himmel. Der Olymp Hwitich war vielnikhr dcr Berg kicscs Nam-cns__m T_hkssaiicn, u-ni) evstspäfcrwurden dic Oiympicr „1cki111:1_1- lische“ Goßex tm Gegen-saß zu anxdkrcn. Der «[Z Kultus m Olympia galt demBlißgott,_ur_1*d danjan dresen_auch als Spender ds_s Gedeihens ebxke, kann man [)terin schon den Keim der Llamackyt, dre mcm ibm atcr zuschrieb, erkepnen. m übrigen waren der Zeus auf dem lymp 11:12 der Juptiey auf m Jdc: urs rünglicb Ortsgötter. Das Volx, das Vor den_Gr-iqchen das Land oimtc, harte ?öbcnkulf getrieben _und aucky dre Griechen vexseßicn die Gottbeii ilirer .*mdschaft au deri Ließ überragenden Ber ipfcl. Den Gott noch 136er zu er- _, ibm SML üxberroogenkde Stk ungzakarlei-bcn, a'ls einatqurrsek-er, der Über alien Bergen thront, gelcm erst dem i_7u_rch Schicksal und Be- Un Mögezetäyneten Stamm d_er onter. Béernen wird Zeus auÖ ztxm Familienoberbaupt der _Gotier. Aber_ ie Herrschaft fällt ibm 111031 zu, er muß sie fick) e_rstrertxn. Schon tn der Ilias begeanen wic emer Dreiteilunq des Gotterreicbs. Ueber der Erde bensxbt Zeus

' unter 1321: Erde ist das kultlose Reick) dss Hades, dic Hyrricbaft aui

dEr (Erdq Und im Wasxcr aber steht bei _osLidÖn, dar dic Erde Hält nnd Cie erjcküttert. Crit Huxel) Kampf nut le_Fm ErdengÖtt erlangt Zeus te Herr (Haft übxr dre _gan Welt. _er «„ist: osköalaube der ' c en annte kxme_1_"_11tltcheFor_i_zerung; die Gotter des Olymp üben rrscbaft, „wie's 1 yen gefallt __ mid der alte _Kuli war nicht fähig. _ schen zu e_us m_ St_n onl-trbes erbglims zu sehen. Die Dichier u-n-d spater [c Phckowp nwaren es_,die diesen M11 LU]?! Skal- tung des Volksglaubens verhandenxn Fortscbrrit der relißiösc111"*edankx11- welt berbeibertcp. _Ngcbdcm «YS zym rbronewdcn Ac::ichcr ge- wovden schlicßi kleb in ihm die telbcit dci: örtlichen & i:1*:*itcn zu einer Éiwbeit zuammen. unid slkzon bet 105 ist er nici): nur der «ck eber, sondern der „gerechte Hewi , . Zu_glci_ch mtt m die “chen die F*Zrdermm, sittlich zu handeln, da :e m Zeus dcn e- rcchten RiÖiCr uber fick) bciben, eme Forderung, die dcr alten Vo L- rcliaion uwbäanni WQDtchtor un-d Pbil-vioi*i*c11 MBM diesc («c'- danken weiikr 111113 Verne cn sie". *Die alte ar-icciiisiiic Pb-ilcioWic, die sick) lcdiglicb mit den (.!“scbcizmngcn dcr änsxcrcn N&W“ besaixiitiaic uud fich um dyn mnxrcn Mcmchen 110th kümmerte, sabios; sich frei- lich dadurch von dur Mr_torboit an dickex qxiqcn (?niimck'lixna aus; es sei denn daß dieNaiucpb-dlo et MWWM, imeEnax-doklss, YMMMMQ„ . _ WMW Ulic-

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