1829 / 154 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

200) 1300 Peruaner bei-Saraguro völlig geschlagen hätten und Gen. Lamar noch in Ztron mit vier Bataillonen und fünf Schwadronen, dem Reste der" 7700, mit welchen er in Columbéen eingefallen , stehe. Bolivar war am 8. März un',- ter allgemeinem Jubel in Pasto eingezogen. Obando soll die Amnestie angenommen haben.

Briefe aus Pernambuco melden "wiederholt, daß die Ruhe und gute Ordnung hergesteüc sey. '

Auf dem Getreide-Markr hatten fich ziemlich viel Käu- fer aus dem Znnern-ringefunden,- und schöner Weizen be- hauptete fich im Preise; so auch Gerste und Hafer.

Deutséhland.

Han1burg,_ 1. Juni. Die Gräfin von Nrssrlrode ist- mic dem Dampf1chiffe 1'11 Lübmk angekommen, so wie Baron vo11Stiegliß auf der Reise nach Hannover, und eine große Anzahl Reisender.

Vorgestern traf mit dem Dampfschiffe „Prinzessn Wil- helmine von Kopenhagen“ unter Andern der-K. Dänische Gesandte am Königl. Franz. Hofe, Herr von Zuel, nebst Gattin, in Lübeck ein. * ; .

_Das Dampfschiff „Georg 117.“ ist gestern Morgen aus St. Travemünde angekommen, und wird Mittwoch Morgen um 11 Uhr wieder seine Reise nach St. Perersburg antreten.

Spa-nien.

_- -- Madrid, 18. Mai„ Gestern Mitkag um 12 Uhr wurde von der, auf dem Hügel von Buen-Reriro, wo die Artillerie-Kaserne von der reitenden Garde-Arcillerie liegt, stationirten Batterie mit den, wegen des Ablebens der Kö- nigin angeordneten Trauer-Salven begonnen. Diese werden drei Tage hinter einander bei Tag und Nacht alle Viertel- stunden wiederholt. -- Die Leiche ist ohne allen Pomp, und nur unter Begleitung eines Detaschements Gardes du Corps gestern um Mitternacht von Aranjuez“ hierher gebracht wor- den, wo sie zwei Tage hindurch im Königlichen Pallast aus- gestellt, demnächsk aber 111 der Nacht vom 191111 und 20111311 mit großen Feierlichkeéten 11ach Galapajar und in der dar- auf folgenden Nacht nach dem Escuréal gebracht wird, wo die Beisetzung det: 21111111 erfolgen soll. - Das heutige Dia,- rio enthält zwei Verordnungen, deren eine die Hofcrauer auf 6 Monate feststellc (während der ersten; Hälfte die- ser Zeit wird tief getrauert); die zweite enthält die er,- wähnteu Verordnungen wegen des Transports der Leiche hieher und 11ach dem Escurial. Ueber die letzten qunden der Hochselégen Königin erfährc man Folgendes: Bes zum 10ten um ZZ Uhr Nachmittags war Sie 11och bet“ vollrm Bewußtseyn, und zeigte eine bewunderungswürdige “Resignation und Kraft der Seele. Um 5 Uhr Nachmittags trat wieder das Delirium ein, und währte bis um 11 Uhr Abends, während die Entschlafene fich im traurigsten Zustande befand. Jm höchsten Grade rührend und erschütternd soll der Augenblick gewesen sein, wo Sie von Ihrem Königlichen Gemahl Abschied nahm. Die Agonie war lang und fürch- terlich. 7- An welcher Krankheéc “dieses Muster Fürstlicher Fragen 1111 11och nicht vollendeten 25|en Lebensjahre, gestor- ben rst, läßt fich schwer bestimmen. Höchst merkwürdig ist, es, daß dte täglich zweimal erschienenen , von zwei Aerzten dex; Königs unterzeichneten Bulletins von derArt der Krank- hrtt mit keiner Sylbe Erwähnung thun, woraus denn natürlich dte Meinung entstanden ist, daß 'die Aerzte die Krankheit oder die Krankheiten, denndas Uebel mag wohl sehr complécérc gewe- sen seyn, selbst nicht gekannt haben. Die Bulletins“ selbst smd „als solchexm jedem Falle merkwürdig, und es dürfte sich schwerlich etwas Aehnliches aufweisen lassen.

Der Marquis von Valmedt'aro, Grand von Spanien der xrsten Klasse, ist, wie man sagt, von Sr. Katholische11 Majesxät beauftragt worden , den Trauerfall der Königlich- Sächstschen Familte anzuzeigen , weshalb fich derselbe unver- züglcch nach Dresden begeben wird. .

-- Das Journal des Débats meldet aus Madrid vorn 17. M01: „Der Staacs-Rath hac fich in mehreren St_[zu11g_en mcc der bea'bfichcigren Expedition gegen Mexiko beschäfctgt. Graf Ofalea hat über diese Angelegenheit Mit,- thetlungen yon hoher Wichtigkeic erhalten. Die Regierung erhält häufig von Herrn Zecr-Bermudez, dem Spanischen Gesandxen am Londoner Hofe, Depeschen, die sich auf die Portugtefischen Verhältnissx beziehen.“ ' *

Türkei..

D_er Oesterreichische Beobachter theilt folgendes Schrexben aus Konstantinopel vom 11. Mai mit: „Das mclitatrische Hoflagerdes Su1ta11s wird morgen aus „der „Kaserne von Rames-Tschifclék' nach Tarapia-(am-Europäi-

. «**-0,0!“ "'.-....-

-schen Gestade des Bosphoru? verlegt werden, wo berej» Alles ur Aufnghme Sr. Ho eit in Bereitschaft geseßt; Oer andschgkt-Schertfk- die Fahne des Propheten

,wrrd 1111 feterltchen Zuge eben dahin übertra en und in de., nahe bet .Tarapta gelegnen , Großherrlichen iosk von KalJ- der aufgestellt werden.“ Unter den Ursachen, wexche den S

tan zu dieser Verä11der1111 seénér Refiden ““bewogeü [,a-1,

"wird theils die Ungesund'e'it des Aufent alts 111 Ram“

Tschéftlik in der “_heißeren Jahreszeit", theils der Wan“ Sr. Hoheir, sich 111 der Nähe deerlorte zu befinden, aux geben. Dtese Flotte,. 6 Ltmetrschiffc- 8 Fregatten und C1 vetten, und ehen so „vtele Briggs und Goeletteu, stark, 111 fortwährßnd 111 der Bay von Bujukdere vor Anker, und 1111 tet nur auf g1111|ige11.Wénd, ,um ins Schwarz;? Meer an z11l_auf_cn *). Mehrere der auswärtigen bei der Pforte acer dtrtrten Gesandten , haben bereits dem Kapudan-Pascha

Bord seines Admiralsch'iffes SeÜmée von 110 Kanonen, u" _-

1,500 Mann Besatzung, “ihre Abschiedsbesuche ab e attet. Mehrere Rujsishe Kriegsschiffe kreuzen in dergITähe [) „Bosporus; ecmge Fregatten haben die erst unlängst auf. worfenen Yersch1111zungen am Vorgebirge von Karaburn 30 See1ne1len von der Einfahrt des Bosporus, an der E ropärschen, und bei Schilah, ungefähr in [eicherC'ntfernun von jener Meerenge, an der Afiatéjchen üste des Schwa. zen ONeeres, durch ihr Kanonenfeuer zerstört; andere hab mehrere aus den Asiatischen Häfen mit Getreide für Ko

'sra11tit1opel bestimmte Fahrzeuge weggenommen, oder fie gen.

thiget, s1ch-a11 die Küste zu werfen. - Der bislert' eKia'a-B oder Minister des Innern, Hadschi Said Efend1, 111an 1111121 suchen und 111 Betracht seines höhen Alters, 111 den Ruhestand ve- sekzc und der Defterdar Ali-Nedschib-Beé, Bruder drs bekannten tm vortgen W111ter gestorbenen Hußni-Beé, Zum Kiaja-B ern111111c“ wordrn. Die Stelle eines Defterdars oder Finan Mxxnskers erhtelc der bisherige Tersane Emini Sadik-Effendi d1ejer ward als Intendant der Admiralität durch den bisl) rtgen Zntendantrn der S'tückgießerei "Elhadsch-Ali-Beé, un Letzterer durch, 1111111 gewissrn Schakir-Effendi erscht. Seraskter Hussem-Pascha tsk zum Commandanten und P1

scha von Ruschcschu'ck, nebst Verleihung der Sandschacks vo Ttrhala und Mentesche, ernannt worden; an dessen Stell; hat der ehemalege Statthalter von Bosnien, Abdurrahman-Z Pasch0, das_„Cowm-mdo über die in der Gegend von Bur gas und Stupolcs-aufgeftellten Truppen erhalten, wo sei dem, bekanntltch mcßlungenen Versuche der Tüüken, fich die'-

ses letzteren Phaßes wieder zu! bemeiskern **), nichts weiter vorgefallen zu )eyn scheint; überhaupt hat hier, seit Abgang

der lelzzretxl Post,d v01215 Zékriegs-Ereigniffen weder aus Bulga-

rten, no ) von en a ans, 110 aus den 0 l“k '

2111111de115cl OIdTindeste Zerlautet. ck P scha . 6 M

„xur ) “ie am kten d. M. hier ein etro ene W011 PLZsk hat man sichere Nachrichten von For lssvorskehenden Ruckkehr der Botschafter von 4Großbrita11ien und Frankreich nach Konstantmopel erhalten; die Ernennung von Mihmaw dars oder Geleéts-Commissairen der Pforte, und zwar eines M1hmandars „von1 Range eines Kapidschi-Baschi für den 11eue11_Großbretat11schen Botschafter,";Hrn. Ro'berr Gordon, und e111rs Salachors , zam Empfang des bereits früher hier accredmrc gewesenen Generals Grafen Guéllemi11oc,w1rdé als nahe angekündtgt; die Absendung dieser Commissaire den Dardanellen wird jedoch erst beim Eintreffen der osfi len Ayzetge yon der A1111äherung jener Botschafter erfolgen Zt1zw1schen 1.11 gestrrn 12111 Perfischer Abgesandter, Namens AbdqllahMtrsa, 111 Skutari angelangt, wohin demselben sogletch rm Empfangs-Commiffair von Rang entgegengeschickk wordxxn tsk. [

In den ehren Tagen des Aprils war der Rus 1 e Vice- Admtral Graf vdn Heyden mit dem größeren 5211111? seine1' Florte - 5 „L1111enschiffe, 2 Fregatten, 1 Corvette und1 Brrgß -- her Tenxdoé 'augekomn'nn, während der Contre- Admtral Rtrord m1t etnem Linienschiff, zwei Fregatten 111114] mehrerenklrmeren Fahrzeugen fortwährend an der Südküse von Rumelten eruzt. Aus den Gewässern von Kandia bis _Budrun waren dee Russtschen Kriegsschiffe großentheils ver; 1chwundenz “mehrere 111 der lelzteren Zeit aus Alexandrien 11 Smyrna ct11gelaufene_Schiffe waren aus ihrer ganzen Fahrt * ketnem einztgen Rusfi1chen Kriegsschiffe begegnet. -

* U“ Janitscharen-Cohorten, die Reich und Re

*) In der Sxaats-Zejtg. vom-Z0. v. W ist bereits 111111111 111112611, daßV 11211t11c1lch§311611g11 dekrlTKkrrxésMnSFlottc etétchxngÖsZ- .- . c 111 rte“: 1111 11111-

treff der Vorfälle-zwéschen bcidcn-Flotten.g v ck p H

**) Vergl. dic1Staats-Zcétu11g vom 20. Mai.

- *11ltigkeit, wenn 111 mit dem Kaiserlichen Monogramm,

*, ortse'ßuandésgéstern abgebx'o,ch,éne]11 Aufsaßes

er deux Sultan Mährüud.

Wahr-isk es, daß *die Janitscharcn bereits so tief in der „entliehen. Meinung gefallen waren, daß kein rechtlicher ] uselmann sch mehr an ihre Spéßezustellen wagte, "und die hxjgen Abcheelungen der Türkischen Heeresmachc jeden An'- ag, geme111schafxlcche Sache mit ihnen zu machen, mit Un'- .ille11 verwarfen _ ebenfalls wahr, daß“ der Mangel an 1chtigen und einfiUKreickwn Anführernviel zu ihrer“ Nieder- "ge beigetragen hat - Thatsache ist es aber auch, daßMah- ud da durchgedrungen ist, 1vo_seéne Vorgänger alle scheiterten

Thatsache, daß der Sieg über die tausendköpfige Hydra eder das Werk des Zufalls noch des blinden Glücks, son,- rn eines seit Jahren wohl berechneten, "und mit ununter- -ochet1er Beharrlichkeit durchgeführten Planes war - Thar- che e11d11ch, daß der Sultan, alß die Empörung qusbrach, | bei seiner Ueberfahrc von Bejchik-Tasck) (Großherrliches ommer-Palais,_unfern der Stadt auf dem Europäischen fer des Bosphorus) nach Konffantinopel, in einem Kuhne 11 nur zwei Personen begleitet, dann bei Anordnung aller ,aaßregeln zur Bekämpfung der Rebellen, und zuletzt, uach llbrachcem Siege, indem er fich von hörhstens zwei bis drei ersonen umg'cben , völlig unbewaffnet, jeder Gefahr troz- nd, in allen, selbst den verdächtigsten Stadc-Bierteln,

igte, seltene U11erschrocke11heét, große__ Besonnenheit und 1ersch11ttecliche Festigkeit bewiesen hat 16). Am 17cm uli ward der Beschluß, den Namen der Zanitscharen im .nzen Osmanischen Reiche für ewig? Zeiten““aufzuhebeu, ihre iche11 zu vernichten und 1111 die Stelle dieser entarteten 111liz eine neu zu disciplinirende Armee unter demNameü s siegreichen muhamedanischen Heeres (1411511111111- 01155111'01-11111113111m0111j0) treten zulassen, im großen Rathe r Minister einstimmig angenommen, und der desfalsge ushebungs-Ferman 17) öffentlich verlesen. Von diesem Tage 1 hat fich der Sultan den Beinamen 0011137") (Sieger) bei- legt, welcher seitdem seinem Namenszuge (“l'uZ11ra)*9) igefügt wird 20). Daß bei diesem Kampfe, so wie

16) In welchem Sinne über das Verfahren und das Beneh- ; n des Sultans, während und nach der Krists,welche der Kampf ' gen die Rebellen herbeigeführt hatte, von Koxtstanténopel aus 111er nach Paris berichtet wurde, entnehmen wrr aus _des Gra- n Andreossy's lchrrcichem Werke: ()011511111111101110 01 10 [3051111000 * 11111100 110111111111 105 1111111705 1812, 13, 14 01; 26, 1)i11'15 15128, elches 6111111. 71. 11. 69011 nachstehende Stelle enthält: „005 1110 81111011 111111111101111 11 1111 50 110117101" (105 0111111705 1111101105 1'1155111011551111 111 1011110 11.11 (;"011701'1101110111 (105 0511101111, 11 111011110 101110 117110111710 (11111 011711171010 1101) ]“)"Z 101115 00111- 11110 11311" 111 11750170 11110 1111 111111051111 10 1110101111007 ,110 505 5501115, 01 505 11101111J01110115 0117015 1105 11511Z05 „001151101115. 10 11111J01110111 5111701111 110111115 1111115 511 [1015011110 11 1111171117, 105 05111115: „1111111015, 17-01'171111- 011 01110101101110111 (10 80115100111101110, 10 27. “11111826 01: (1711010510 11711101§1111§0 110 110150111105 ([111 7071110111 [1111011010001 311111111 1110111110111], 011 11'117011 1011111111110 [11111 110 l'é- 111111011, 110 1011110117, 117110117116, 110 0011111110 110115 00 11111100, 11110 [11115 105 j0111'5 110 01'150 11110 1011 710111 (10 ]);15501'. 1111111110110 111100 (1111 1011101110 (10 1'01111101151051110 11111 ]'111111110 111141101110; 51 00111 50 5011110111, 011 110 110111111112 53115 111j1151100 1111 10111501" 1011111111150 1111 11117 5011701111115 110111 11100 011011111110 11111 0111 110111115

10 1511111110 1"011011111100."" ' 17) Dieses wichtige Actcnskück thrde von dem damaltgcn aiserl. Kanzlci-Direktor und gegenwarttgen Mtntftxr „der aus- ärtégcn Angelcgcnhcitcn, Pertew-Esendt, der den Ruf etncs ganz rzügléchcn Stylisten gcntcßt, abgefaßt. , , _ 15) Siehe 0111110055)": U011511111ti1101110 01101305111101'0. 0111111. 67

_ 19) Alle 11115 der K11iserl.Staats-K1111zleé ergebende, von den _xaats-Sccretäircn und Minéskern paraphtrte Beratc (Anstellungs- WWW) und Fermane (Kaiserl. Befehle) haben nur Tdkltxznh Fraß [ersehen sind. Die Ertheilung de'ffclben ist einem der hohen Be- „te11der Pforte übertragen, welcher selbs dcm Mtntüer der aus- arttgen Angelegenheiten im Range „vorxzeh't und den Tttcl Yi- *' a ",d sci) 1 B a schi , Staats-Secrekaer fur den Namws'zug, fuhrt. hm 11"! ein Gchülfc, T11ghrakesch/ Tughraschrctber, zugc c- 11, welcher allen Ausstrttgungen das Monogramm oben 111 er .Wir des Bogens voransetzt, d. h. mrt der „Feder xnalt; Dcr

amenszug des jetzt regierendcn Sultans enthalt die kunstltch vcr-

luchen Worte: „Sultan Mahmud Chan, Sohn des Sultans

bdul Hamid Chan.“ * , 20) Das dringende Bcdürfnéß eincr äqzlichen Umbtldung égton an den Abgrund

es Verderbens gebracht hatten, und wie ein, böses Ge chwür an W Marke des Heeres 1111 ten, war schon sert mehr 11 s hundert Ihren von den Osmants cn Herrschern anerkannt wordetx. Meb- ere derselben versuchten sécl) an der"“schweren Aufgabe, dtcse Ne-

Um :t'ns Werk zu setzen.

Mahmud““de111 Ersten kömmt das Verdienst zu, diesen Gedan-

1“fr,üh'er,' beim Ausbruche der Griechischen Empör1111g zu

Konstantinopel im Jahre 1821, wo es fich für den Sul; ta'n umThron und Leben , für die Regierung um Beroah- rung ihrer Unabhängigkeit urid dic Erhalcupg dekReichs, ja in gewisser Beziehun selbst für die Nation um reiheét und Glauben, diebekden Zöchsken Güter, handelte, & tröme, von Blut vergossen worden sind, ist leider nur zu wahr; wer möchte sich aber darüber wundern, da uns die Geschichte al-

xcn zuerst aquefaßt, Mahmud demeweiten gebührt der Ruhm, thn zur Ausfuhrung gebra 1 zu haben.

Emo äxdrÉngxe Ucbcrxcht, der verschiedenen Versuche die Wtderfpen' tgkett dtcscr prtvtlegtrken Prätoréaner zu besiegen, Zürfte hter n,echt am unrechtext Orte stehen.

Mahmud 1. (rcgrcrte'ron 1730-1754) , dem es weder an Emstehten noch an FÜrgkctt ch Charakters mangelte, wagte es zuerst, den kühnen Gedanken , dtffe bewaffnete Macht nach neuen Grundsäßcn 111 rcgulrren , laut werdert zu lasset). Er ließ eine Abhandlung über dtcsen Gcgqnstand, 1111111“e dem Tttel: „Grundsätze derHcrrschaft in“dcr Ncguhrungder Volker“ drucker) rxnd ver- brctten, und mchrcre dre ercgskunsk betreffende Denkwhrtften (zus dem Jtaléänéscben 11117 Türktsche übersekzen. , Der Tod überetlte ck11, ehe er seine Aöslchk zur Ausführnn brmgen konnta ,

Der Graf von Bonneval, h'ct den ürken unter dem Namen Achwct Pascha „bekannt , vom Sultan Mahmud zum Pascha von zwet Roßschwetfcn und zum Befehlshaber der Bombardiere er- nannt„der, manche wesentltchc Verbesserung bet der Türktschen, Arxtllertc xtnführtc, und dessen Talente und Thä't'igkett der P orte Wett nühltchcr hätten werden können, wenn man thm mxhr- er- traucn gcschcykt hätte, soll schon damals versucht haben, cm Corps

'Albancscrxanf Europäische Weise zu exxrcéren; gewiß isi, daß die-

ser erste Vcrsuck) ohne 1111911 Erfolg blrcb. ' 1 _ ck

__ M11 1111pha 111. (rcgtcrte 175-1- 1774), em Furft von großem Getsic und ungewöhnlcchcr Charaktcrfiärke , dessen Untcrxtehmun- 91:11 111111“ fast alle an dem wrlden Ungehorsam und dchtdexspen- sitgkctt dcr Janitscharcxt sch111ertcn, wurde ohne Zwetfel dre Axt mit starkcrHand an dtc Wurzel des Uxbcls gelegt, ,und dre Ne- form des" Heeres nach dem „Plane, den chm der Frcthcrr yon Tott entworfen hatte, bewerkstelhgt haben , wenn ihn nkchtdtx 11111111“- terbrochenc Dauer der Krtcge „und tnneren Unruhen„dtc fernen Schatz erschöpft hatten,c und semc ganze Aufmerksamkctt erforder- ten, daran verhindert hatt'x- 1

Indessen gelang es 1h111 doch, mrt Totks Fyylfe, rtele sehr wesentliche Verbesserungen 1111310011101, welchc glcxchsam als dcr Grundstein dcs untrr dcr 1113113111 chtrrunZ anfgefuhchn Gebäu- des zu betrachten smd. In 1cnc Zett, fallt dre Grundung der neuen Stückgießerci nnd der 111athc1nat1schcn Schule , dre verbes- serte Befestigung der Dardanellen und dre Anlchmg ncuxr Schlös- ser im Bosphorus, die erste Bckanntsxhast dcr Turkc111ntt dxr 2111- wcndung dcs Bajoncts, nnd dte 111 1111111 Fo_lg111 hochü wtchttge Formérung cines Lehr-Baxatllotxs für dtc Arttcllextc. Zwettausend Artillcréäen, cinförmxjg umformtrt 11110 'rcgelmaßtg bxsoldet, wur- den, untcr Ober-Aufncht dcs Groß-chtcrs, dxm unmtttclbaren Be- fehle Totks untergeordnet, und btldcten ct'n etgcncs Corps, dcm„dcr Name Suratschés, d. l). dtc Schnrllcn, bctgclxgt wurde. Aus chm 11? später der Kern xdcr Topdkschts', Kandntcre, hervyrgcggqgcn, wclche hcut zu Tage noch dte „bcftexerktrtcn und dtscrplmrrten Truppen der Türktschchrmce smd.

Abdulhamrd (rcgterte 119111774 - 1789),*f_1“1r allxs Große empfänglich und seiner Leuxscltgkxtt wegen alxgemcm bcltebt, gber schwach und schüchtern, thrtlttx “dre Amichtxscmer Vorfahren uber die unerläßlichc Nothwcndrgkett, den Ucbermuth dcr Janttscharen unter das Joch des“ G_el)ors11ms zu beugen. Er war_dcr erste, der ihncwdas Thr'onbcneigungs:Geschenk vcrwcxgcrte, cm kühner seit Bajcstds. Zeiten unerhörter 211111111, und d1c gro cn Nted'xr- lagen, welche ihre chcrspcnsttgkett 1m„K1*1ege„mt Rußland (der durch den für dre Pforte „so nachthctltgcyeFrrcden von Kai- nard chi, am 5. Juli 1774 beeydtgt ward) hxrvcxfuhrtc, belehrt; xhn h'inlattglick) über das drtngende Bcdurfntß , eme gänzlrche Reform in der Armee etnzulexten; 111111) erzählt. man , daß der damalige Englische Botschafter, Rtttcr Arnslte, der dqs besondere Vertrauen des Dwaps enoß, dem Sultan, zuerst ,dxe Idee beigebracht haben soll , dteUb shcrßcgccxt uxtrxgexnzäßtgen Mtkt- zen durch regulaére, auf Europatscthcnc dxsctpltntrtßund exrr- cértc Truppen zu ersetzen. Wahrschetnltchcr 111, daß dteser M9- narch nur die Auchhnung und Yervollkonnnnung der anker set- nem Vorgänger durch Tott bcgrnndctcn neuen Ernrtchtung beab-

t' ti te. . . .: fck 9 Ausführung dteses Projektes spateren

“"den 11ll*o mußte die , © 3111111111111711111 bleiben , da Abdulhamtd wahrend ferner funf-

zehnjährigen Regierung üéxs mit Führxmgkvoy Krtcgcn,.m1t Unterdrückung der Unruhen m_Morea, met Baydtgung „der zu cl- loscn Lcw'cndiUciner anderen trrcgulatrcp Mtltz11111d mct Bex xn- pfung dcr Anmaaßungcn dcr Acgvpttschcq Emrrs hcschafttgt war. Er "beschränkte 1711) daher daraur, decencuen Etnrtchttzn- 111, so viel es die Umstände crlaubtctx, zu schuhen, und begun- 1g11gte besonders das Corps dcr Topdschts. * e '

Selim 111. (regtcrte von 1750-1807) kmtpftc *den fert Mustapha?" Tode abgerissenen Fadcn wieder an, u11d ward inder Ausft'xhrung scéncs Vorhabens" von _der FranzHfischcn Republik untcvßükzt,“ wcléhc ihm 1111 Jahrc1106 durchethrcn Bolschaftcx, den General Aubert Dixbayct, mehrere Feldstucke zum Geschenk