1829 / 164 p. 1 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

zuwohnen , weshalb auch bei dem Soyper an dessen Stelle der Königl. Ober-ONarschall und Staats-Minister, Herr Graf von der Gollz-Exc., an der zweiten Tafel, und dagegen an die Stelle dieses Leszrern der Königl. General der Infan- terie und Kriegs-Minister, Herr von Hake Exc., an der drit- ten Tafel die Honneurs machten. Auch der Wirkliche Ge- heime Staats- und “» .miscer der Geistlichen-, Unterrichts,- und Medicinal;Angelegenheiten , Herr Freiherr von Alten- stein Exc., konnte, tief gebeugc durch den (bereits von uns gemeldeten) (Verlust seines Sohnes, an der hohen Feier nicht Theil nehmen. *

Der in Nr. 161 der Staats-Zeitung aus Breslauer Blättern gegebenen Nachricht Über den Ausfall des jelzt been- digten Breslauer Wollmarkts können wir noch folgende er- läuternde Notiz hinzufügen: Um 29|en und Z0|en Mai, auch am 1|en Juni“ wurden in den allerfeinsten Wollen gute Verkäufe von 100 bis 125 Rthlr. pro Cenrner emacht; na,- mentlich offerirte man den bekannten und bewahrten Woll.- Producenten. gern und ohne Schwierigkeit die vorjährigen Preise und selbst cini e Thaler mehr. Nach wurde vorzüglich die achfrage nach den Wollen mittlerer und geringer Gattung lebhaft. Auch hier wurden nicht nur die vorjährigen Preise Zewährt, soiidern um 2 Rthlr. bis 6 Rthlr. pro Centner ubersti'egen. Dagegen begannen mit dem Zren Juni 'die bis zum 7cen anhaltend gewesenen Re- gengüs s e, durch welche der Markt zuerst an Käufern ver- ödete und einiger Abfail in den Preisen herbeigeführt ward.

-- Die im Regierungs-DYzartement Magdeburg veran- stalteten Sammlungen für die“ ewohner der überschwemm- ten Ufer-Gcgenden in Ost- und Wesi-Preußen haben, obgleich sie noch nicht für geschlossen erachtet werden können, schon jetzt einen Ertrag von-19,Z48 Rthlr. 20 Sgr. incl. 641 Rthlr. 15 Sgr. Gold und 25 Rchlr. in Staats-Schuldscheinen“ ge- währt, wozu der Stadtkreis Magdeburg allein 6869 Rthlr. 5 Sgr. beigetragen hat.

-- Ein "Schreiben aus Köln, vom 8. Juni melder: Die Dampf-Schifffahrt auf dem Rheine bildet sich immer mehr und mehr aus. Das Dampfschiff „die Stadt Köln“ legt seine Fahrten zwischen Antwerpen und hier mit großer Schnelligkeit zurück“, und die Segelschiffe haben Mühe, eine Ladung zusammenzubringen. Zn Rotterdam dürfen die Dampfschiffe noch immer keine Güter einladen, indessen las- sen die neuesten Berichte hoffen , daß ihnen unter gewiffen Bedingungen diese Erlaubniß ertheilt werden wird. von hier nach Mainz fahrenden Dampfschiffe setzen ihren Dienst ebenfalls regelmäßig fort. Die in Nr. 146 der Sraats-Zeitung erwähnte Ankunft des Schiffes „Johanna Cornelia“, welches in directer Fahrt von London" hier einge- tro .en ist, hat die Idee zu einer Rhederei-Gesellschaft er- we t, um Schiffe von London und Hüll _nach Köln fahren zu lassen. Man hofft, daß dieselbe sich wird ausführen las- sen. - Der Ertrag der bereits öftersrrwähnten Verloosung auserlesener Geschenke“ und weibiicher Arbeiten , welche von dem Zungfrauen-Verein hierselbft zum Besten der Unglück- lichen in den Weichsel-Niederungen veranstaltet worden ist, beläuft sich auf tausend Thaler. -- Seit der Mitte des März hat sich hier auch ein Verein zur sittlichen und bür- gerlichen Verbesserung der Gefangenen gebildet und fich dem Hauptherein zu Düsseldorf angeschlossen. Die Summe der jährlichen Beiträge aus Köln und anderen Städten, wie Krefeld, Mülheim am Rheine (1. a. ist bereits ziemlich be- deutend und verspricht noch größere Resultate.

-- In der Charlottenstraße ist man jetzt mit dem Ab- trage-i1 eines alten Wachtgebäudes beschäftigt, um an die- Stelle desselben , noch in diesem Jahre, die Fundamente zu einer Kaserne für dio- iefige Escadron Garde du Corps zu legen. Die alten Sc lle, welche fich zu beiden Seiten des Wachtgebäudes befinden, sollen im folgenden Jahre gleichfalls abgetragen, und auf dem Plaße, welchen sie jetzt einnehmen, neue Ställe für die genannte Escadron erbaut werden. Lexx.- tere werden fich in der“ Charlottenstraße bis zum Akademie- Gebäude, in der Dorotheenstraße aber bis zum Observato- rium erstrecken, und die ganze Anlage wird eine Länge von bei- nahe 800 Fuß erhalten. Die Ecke der Charlotten- und Do-

rotheeusiraße, wo fich früher das anatomische Theater kefand,

dem 2. Juni-

Die"

wird das Oeconomie-Gebäude einnehmen , und ein zweites, Geschoß des in der Dorotheenstraße belegenen Stüll-Gebäu;

des den Speise-Saal enthalten. -- Einen wesentlichen Vor-

irrußifchc Staats-Zettung.

zug wird das Kasernen-Gebäude dadurch erhalten, daß inan sämmtlichx Räume desselben mit erwärmter Luft, die in zwei “Oefen entwickelt wird, zu heizen beabsichtigt. Diee Heiz-Methode, welche schon vor zn'oeiJahren,“ in dem Schul- Gebäude der" Lehr-Abtheilung zu Potsdam, rnit unverkennba- rem Ruhen eingeführt warde, erhält hierdurch, abermals ihre Anßwendung auf'Kasernements , und sona'ch steht FU'hoffen, da , liebste Vollkommenheit erreicht, und jedes Vorurtheil, deren fich, wie bei jeder Neuerung , auch bei .dieser, mehrere Uhe- ben, besiegt werden wird. _

“Königliche Schauspiele5 Sonntag, 14. Juni. Jm Opernhause: Agnes von Ho,

._.-.

henskaiifen, lyrisches Drama in Z Aufzügen, von E. Raupach;-

?usik von Spontini.

Die Meldungen um Billers zu dieser Oper, welche bei der ersten und zweiten Vorsiclluug derselben nicht berücksichtigt werden*konnten, sind zur drittenVorstelluri'g Übertragen worden,

Montag, 15, Juni. Jm Opernhause: Die Schweizer,- Familie, Singspiel in Z Abtheilungen; Musik von Weigl, (Dlle. Nannette Schachner , Königlich “Bairrische Hos,- Sän erin: Emmeline, als Gastrolle.)

ie Meldungen um Billecszu den Gast-Darstellungi der Königl. Baierischen Hof-Sängerin Dlle. Nannccte Schech ner, sind möglichst berücksichtigt worden, und können diese Billers im Billet-Verkaufs-Bürrau in Emyfang genosvmen werden. Billers zum Parquec find in Folge obiger Meldun- gen aber nicht mehr zu haben.

Königssiädtsches Theater. Sonntag, 14. Juni. Graf Ory. Montag, 15. Juni. Der todce Gatte. Hierauf: Der verwunschene Schneiderxesell. '

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mit Benufzung aller bisherigen Erfahrungen, die mög,“

, 3/7 1117-5942; (,'-31er | “4/1 „„so/.“- (;ck-.:. 8T. - 301111115011. 4 95Z 95-3?- Lur- 11. Raum. (10. 4 105-Z - 912111151511111]. 18 5 102Z 10273; 3611108180110 (10. 4 1065 1061 171". KUZ], Qn]. 22 5 103€- 103Z 90mm. Vom. (10. 5 - 107F ]?ur111.01).m.1_.(). 4 95Z 947; “1117-1110 (10. (10 5 -- 107,“ W011m.1nd.§c]10. 4 "- 944,1 081pk. (10. (10. 5 -- ]501']. 814101701). 5 -- - Kiiclcsk.().(1,1(m|( -- 71

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Hierbei Nr. 35 des Allgemeinen Anzeigers.

Neueste Börsen-Rachrichten.

Frankfurt a. M., 10. Juni. Oesterr. Z- 11101311iq. 9872. Bank-Actien 1330. Partial-Oblégat. LMH. Loose

zu 100Fl. 162H. Alles Geld.

Gedruckt bei A. W. Hayn.

REMUS"? Io b n Mitredacteur Co ttrl-

107.

,Allgemeinr

1164.

Berlin, Montagxden 15kM“Iu11i

1829.

In Erwiederung auf die uns erer Abgabe des Blattrs, zugegangenen esweges der, der Spedttion der Zeitung ,n Grund hat, daß warten, um

Beschwerden ,

Amtliche" Nachrichre'n. Kronik des Tages."

Berlin, am 14. Juni.

Ihre Königliche Hoheiten der Prinz umd die Prinzessin [helm begaben Sich heute in die Hof: und Domkirche. ch|dieselben wurden an der Thür von dem Hofstaate und Hof- und Dom-Predigern empfangen. Die Liturgie der.- der Hof-Prediger 1)1'. Strauß, die Predigt hielt der f-Prediger ])r. Ehrenberg„

Des Königs Majestät" haben den Kreis-Deputircen und dschafts-Direktor von Maubeuge zum Landrath des ists Neisse, Regierungstezirks Oppeln , zu ernennen

het.

„Se. -?ajestät der König haben dem Prediger Wenz,- zu Wesirrhüsen, im Regierungs-Bezirk Magdeburg, das gemeine Ehrenzeichen erster Klasse zu verleihen geriihrt.

Seine Kaiserliche Hoheit der Großfürst Thrxonfol-

von Rußland ist von hier nach Sybillenorc abgereist. Seine Königliche Hoheit der Großherzog und Ihre 'ierliche Hoheit die Großherzogin von Sachsen.- imar sind nach Warschau abgegangen. ,

Bekanntmachung. ' Vom 1. Juli d. J. an hört die Reitpos'c von Berlin Konifz nach Dirschau und die daran gekm'ipfce dreispän- Schnellposi von Dirschau (Danzig) nach Königsberq in auf, und es wird dagegen eine neue vierspätmige Schnell- von „Berlin über Konifz und Dirschau nach Königsberg Pt“. (31 17106 701'58 in Gang geseizt.

Diese neue Schnelsposr geht ab von Berlin, wir

er die Reitpost, nnrags und Donnerstags ?. Uhr Nachmittags, „siekommt in Dirschau an e"skags; und Sonnabends 4 Uhr Nachmittags, uiid gelangt nach Königsberg ittwochs und Sonntags gegen 11 Uhr Vor-

. mittags. Sie geht aus Königsberg zurück Montags und Donnerstags 8 Uhr Morgens, kommt nach Dirschau . Dienstags und Freitags 2 Uhr Früh, und nach Berlin nnrrsiags und Sonntags gegen 5 UhrMorgens. Dir alle Bequemlichkeit gewährenden Wagen nehmen, Lk dem Conducteur, 8 Passagiere auf, von denen 6 im "ecru Und 2 im Cabriolet neben dem Conducteur sitzen. QW? Person zahlt 9 Sgr. pro Meile, incl. Postillon- "MW, und hat dafür 20 Pfd. Gepäck frei, kann aber ;Pf,d. Uebergewicht, gegen Bezahlung des tarifmäßigen ) rto s-_überhaupt also 50 Pfd. Sachen, in Felleisen ver- k- Mitnehmen. Außer den 8 Personen im Hauptwagen können noch 8 [NW- gegen Erlegung von 9 Sgr. pro Meile, in 2 be- 1?" Beichaisen, welche die Posthaiter von Station zu UW stellen, Beförderung finden. In besonderen Fällen, - zur Zeit der Messen und Wollmärkce, werden selbst k als 16 Personen zur Post angenommen. Diese Mehr-

in den beiden letzten Tagewvon Seiten mehrerxr , halten wir uns zu der Anzetlgle veranla t:

, . „sich unterzrehenden Posi-Behörde

wn“ selbst es fur Pütcht gehalten" haben , m den letzter: tntereffanten Tagen jedesmal den äußerften Zeitpunkt

wo möglich unsern Lesern noch die Ereignisse derselben aus amtlicher Quelle méttheilen zu können.

unserer eehrten Abonnenten we en ver- daß die diesfallig/e VeJspätung

zur Last fei t, sondern solche lediglich und allein darin

ahl muß fich aber gefallen lassen, erst 12 StundenZnach dem _(bgange der Schnellposi abzufahren, weil die Beichaisen die- jrr Post von der nächsten Station erst zurückkommen müssen. Reisende, die nach Danzig gehen, werden von Dirschau aus durch eine besondere Schnellpost nach Danzig befördert. Frankfurt a. M., den 10ten Juni 1829. Der General-Poftmeisker. Nagler.

Angekommen: Der Kaiserlich Russschc Vice-Gouver- neur von Curland, von Maydell, von Mietau.

A h_gereisr: Seine Durchlaucht drr General-Major und General-Gouverneur von Neu-Vorpommern, Fürst zu Put- bus, nach Stralsund.

Der Fürst Lynar, nach Schlesien. -

Seine Excellenz der General der Infanterie, von Ben- ckendorff, und

, Seine Excellenz der General-Lieutenanc Graf von Or- loff, General-Adjutanten Seiner Majestät des Kaisers von Rußland, und ,

Der (General-Major, General-Adjutant Seiner Majestät des Königs, Commandeur der 2ten Garde-Cavallerie-Brigade, Graf von Nostikz, nach“ Warschau. '

Seine Excellcuz der General-Lieucenant und Comman- deur der 5ten Division, von Brause, nach Frankfurt an der Oder.

Der Kaiserlich Russische General-Major, Flügel-Adjucanc Sr. ONaj. des Kaisers und militairischer Begleiter Sr. Kai- serl. Hoheit des Großfürsten Thronfolgers, von Mörder,"

nach Sybille'nort. Freiherr von Schmitz-

Der Regierungs - Präsident, Grollenburg, nach Leipzig.

Der Major und Flügel-Adjut..nt Sr, Maj. des Königs, von Lindheim, nach Weimar.

Der Kaiserlich Ruisiiche Feldjäger Siegmund, als Courier nach Sybiklenort.

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R n s: l a n d.

St. Petersburg, 6. Juni. Sr. Majestät der Kai- ser haben grruhek, dem Hof-Srallmeisrrr Kosens die mit der Kaiserlichen Krone verzierten Insignien des St. Annen-Or- dens zu verleihen.

Heute vor acht Tagen wurden hier, in Gegenwart des Ministers der Marine “und einer großen Anzahl von Gene.- ralen und anderen angesehenen Personen, die beiden Kriegs-

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Briggs „Paris“ und „Ajax“ von Stapel gelassen. ZumBe- fehlshaber der ersteren ist der Capitain-Lieutenant Gotofftzoff und der letzteren drr Capitain-Licntetmnc Potemkin ernannt worden.

Die bis jetzt in dcr Kaiserlichrm Münze aus Persien eingeliefertet: GQld-Srndnngen detragen 709 Pud an Gewicht, und die Sikdrr-SendUNJen 3000 Pnd.

Cin Theil des Gol-