1829 / 160 p. 3 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

bald, daß ck hier nicht mehr sicher sey, und suchte Flucht. Das nächste Beispiel ferner Meineidegab Dom Miguel, „indexn er jexten hbch| anstößigen Eid -- wenn man ihn n,ämltchxémen Eed nenxten kann -- in -der Gegen- wart des dxplomatischew Corps letskete, wobei er ein-GeWtffen dadurch zt; beschwichtxZen suchte, daß er etwas vor :ck hm mur- melte. Etzte solche Lt , dxe Menschen sowohl, gls Den, der alxe Herzen pruft, zu “betrkz en, _wird„ xmr noch zywetlcn “in Old-Bat- lay von Leuten ausgeg t, dte bet jenem Gerechtshofe den' CFarak- ter eixtes Zeugen in ubeln Ruf gxbracht haben. »- Noch, ätten ihn dxe Consttxutionnellen damaks uberwälttgen können, aber nu- läckltcher Wetse waren die Instructionen, w_e[che unsere Truppen n Léffgbon haben, der Art, daß ske Dom Mtguel gegen jede Irx- sm'rectton chüßext mußten.“ _ Der Redner zqg nun den Thetl aus, der _bmgltchey Tbron-Nede an, worm es heißt, daß Setne Majestät :mt dcm Haupte des Hauses Braganza in Unterhandlungen getreten, um einem Stande der Dtnge, der mit Portugals Ruhe, und Wohlfahrt tt_nvcrträglicy sey,„etn Ende,zu machen. „Hierbex bemerkte er, daß tm Allgemetnen dte Usurpatton Dom Mtguel's m Port:: al foverabschenk wordexx sey, daß man es nur den ngerungen o" cr dqn schlechten Dtsvostttonen dxs com- mandirxndcn Generals zuschretbexx MMZ; wcxm die Conßttution- nellen M Hcm lehtcn Kamp e ntcht d “Steg davon'getragetx. Zum Bewetsc, sagte er, wre chlccht es mxt der chhc Dom Mt- gucl's gestanden, möge das dxenen, daß „dtc Köntgxn Mutter stck) schon zur Flucht nach Spanten vorherettet und dee Sache ihres Sohnes“ aufgegeben habe. Erne unmtttelbare Folge jener uxtglück- [(ckck Verzögerungen, und„Fehlcr [crx das ewesen , daß dte con- ürtutéonnelien odcx ctgentltch royaltütschxn ruypcn Poxtugal ver- lasen mußten, bet xvclxher Gelegenhxtt thnen„etne,zwetfache Ehre zu Thetl w,urde: namltch von Spanxen auf um mcdrégx und in- solcntc Wetße behandxlt zuwerden, tanankretckxabcr eme ehren- volle Aufna me zu fmdcn. «(HNW Etntge von thnen seyen nach Englanßgegangen und waren tn Plymouth gelatxdctx; dort be- txugcn ste steh so mußerhast, daß dte Etnwohmxv tt_t cmxr öffent- lxchen Versammlung „thn_cn vonomnzene Gerechttgkett wcderfahren lteßcn, und den Köntg m exnex Btttschrtft ersuchten,dte getreuxn Unter- tyancn„dcr Donna Mgrta mecht qus Plymouth zu vertxetbcn. .Es haben M Bezgg auf dtcscFluchtltnge zwrschcn dcr Ncgterung und den Brastlcantschen Gesandten Unterhandlungcxt statt gefunden, deren er nur tttxgcrn,gedenéc; denn wiewohl drcc Bevollmächtigte Dom, Pedro's sack) hter besmdcn (Marqttts Barbacxna, außeror- dentltcher Botschafter, als Zöcglcitcr der jungen Köntgm, Marquis v. Palmella, Gesqndxer fur den Hoßvon Portugal, und Visconpe Itabayana,Brasrltamsckxr Botschafter xn England, habyman doch sem Recht,_ als Haupt edes auses Braganza, in jenen FäUex: „cmzuschreiten, odcxßals der naturch e Vorznnndzder jungen Königin aufzutreten, besirtttcn, und,so dre Functtoncn xcyer Gesandten annullirt. Ohne ParaUelc ser) cen solcher Fall. „Erne jutxgc KönigZU/Zé sagczc cx, :e t no Mt- nsrenn/ Hoch wrrd séc,als Königin anerkannt. Da aber den Rath,- geberxt, dre chr natärltchex Beschützer, thr Vatex und seine Ment- üer, thx gegeben „haben, xedcs Recht .der Oathschenkxmft verwei- gert wxrd,_ und src auf dtcsc Werse „ntcht ctxmml gmtltcheAnxrkcn- nung gcmcßcn „- muß man den Scepter nccht ctneSpiclcrctncn- nen, „pen man thk tn dtq Hfzxnd «geben hat?“, _ Er stellte dac- auef dxte Frage, ob es mch ' vic mehr dee Pfltcht Englands seyn wurdc, Portugal auf denselben szß herzußellcn , auf wclchcm'es slch, befunden habe, che Dom Mtgucl Wtcn verließ; cs s-xr) scene Patcht um so "mehr/ als es durch mancherlei Umstände die Portu- gtesen früher vxrlcttet habe, zu glaubcxt, „daß es die Engländer seycn, welchc dte Verlcxhung der Consntutton bewirkt haven- - Der chxxcr gedachte hterauf eitxer Corrcspondenz, die der Herzog von Wellmgton und der Marqmsxon Pglnxella, welchem Lcßtcrn er sehr viele Lobcserhebnngcn crthcxlte/ mrt cmcznlxcr gcfülxrt hahcm und zwar in Bezug darauf, daß dre Poxtngtcstschcn Fiüchx'lenge von Plymouth tlack) den wxsilcchen Thctlcn ÖM“ Landes'vcrsctzt werden sollten. Der Marqms protesitrtßsowohl gegen dxc Yer- schung als gegen 'die Trennungßcr Offictcrc von dcn“ Gemeenen. Endlich verlangte er, daß dxe Tyuypen txacl) Bxastlicn ge- sandt werden sollen, ,und daxm wclltgtc dre Negccruxtg em. Nach dem abcr, was txt Tßrccxra „vqrgcgangcn war/ wo dre gescß- lichen Bchßrdxn slch furßdte Köntgm Donna Marta cxklärtcn, und zwar übxrctnsttmmcnd mcf ÖM Bewohncrn Per Insel tm Allgcmci- nen, tyre dees aus Doccxmenten Mchznwetsen scx), beschloß Her Marants vyn Palmclla, dre Expedttxon xxicht nacb Brastltcn, son- derngmck) zencr Insel zu sxnden, und zetgtc dies dem Herzog von Wcllxngton an. „Wxnn tck) sagte,“ fuhr er fort, „daß Donna Marxa qnf dex Insel tm Allgxrmtnen atxerkannt wurde, so wxll tch d'amtt ntcHt laxtgncn, daß etxxc odxr em Paar (Hucxxéllxss, oder xxntge Bandéttt auf Terceira *nck) ftnden: nixhtsdeüowenégcr dgrf :ck do bchayptcn, oDaß“ sc!) Hort keine Parthet vorfany, von Per xtc!) cen Burgxrkrzcg bcfnrchch lteß. Was aher that dre; Regtcrung, naxßdcmghxz oer Marques von Palytclla ferne Absicht kund gcthqn? Ntxht wrsl „:ck ?das Recht der Mintßer, eine ürcnge Ncutxéalttät zwrschen kyrcgfnhxcndcn „Paxthetcn zu beobachten - wozu auch das gleört: daß M cmem dtcffettkgen Hafen keine P dttton ausrüsten darf„“ um eme fetnpl'éche Partheé in eincm neu- xralcn Hafen anzugretsen »- etwg Yxrctttg machen,. Doch das [äugne tek), Haß _dtc waffenlosen Poxtxtgteftscbxn Flüchtlmge untcr dre Ka: txgorte cmxr solchen- „Partys: zxt brmgen waren. Eben so gut kdnntyn wre Dom Mcgucl Yerbreten,„Trupp-:n von Ltffabon nach Mathxa _zn (enden. Hatte xtcl) Tercctra nicht für Donna Ma'céa erklart? Ourxte maxx es als!) Me:: Untcréhachx WehrM', dst-Zx ckzu-

Villa-Flvr sehr fein Heil in der

„kommk bicher zu einer befreundeten Regierung;

arthcé cine Expe-

ehen? Selbst wenn wir der Re ierun das, R rénge Neutralität zwéF err dgem Usuerr

en, eine der rechtmä i en Königxn, ."va ort'u *- _ '“ ur daß sie keine ruppenMusrüüung n“ MZK“: dMeiückj iebt *- hatte sie deshalb auch das Recht, jenen

IP

viele ,

frühexer Zeit “gegen ein o" monftröses Prtncép, sondern e nc ung

heuere Verletzung des Vblker-Nechts ,ist es auch

Wir konnten es zwar bestrafen, wenn die Neutralität äs

zu nennen. (Hörl

facto“ ',

brochen wurde, aber ein Ne t, die “Truppen-Macht unseres ;,

ten über den Ocean zu verfo gen,“ und ihr zu befehlen ( .«' nonenschußwexte yom Ufer, wo se .landen wolltez entéerßézix? ten, hatten wrr ntcht.- Es kann ntcht etwa dagegen ein ewen

werden, da die Amnestée-Acte Dom Pedro's uns eine

erech

gung verlie ; denn durch diese konnte der Kaiser nichts weiterck“

als seine Tochter mit dem ärZften Ehemanne, den es

giebt, mit dem, dessen „Dan

in E . noch vom Blute der treuestetkrk

loyalsien Unkerthancn beffeckt "isi," verbinden. Alle Vortheile Wa“

auf der Seite des Mannes, der die leßten "Hinrichtungen

in Ipo -'“

befohlen der Parthei welche sch als die Geißel Portu als- ,' sen; wÉhrend ein uxtschuldéges Kind, eine Königin Fu WM Alter, der Gnade des Usurpators; dadurch preis gegeben wurde,;

-; Der Redner gab darauf disc Furcht zu erkennen, da setxten Einfluß, in Portugal fur immer verloren habe, Mtguel und t

Engla enn D:,;

e Absolutiften. hielten fck an Spanien und W

séch dort .nach Beistand um.; die Const tutionnellen aber blickemxy

Frankreich, wo sie eine ehrenvolle, freundliche Aufnahme

IM-

haben. Nachdenx er alsdann noch derleytem énrichtun en énI gedacht und daher neuerdian ein sehr strenJZYUrtheil ülIer

guel abgegeben, trug Sir 4. Mackéntosh

arauf an, daß dem

Copixext und Auszüge der auf die Verhandlungen mit der jung'. Köntgtn von Portugal Bezug babenden Documente mitgeth'

werden sollen.

Es ist bereits (im vorgeskrigen Blatts der_ StaatsZZ'

tung) berichtet worden, daß und wie hierauf Hr. Peel'

Ereignisse bei Terceira erörterte.

Im Verlaufe seiner Re

sagte er unter Anderem: „Die zwischetr England und -P- tugal bestehenHeU Allianz-Tractaten enthalten weder a»- drüchlich noch tm Einverständniffe irgend einenArtikel, du den England berechtigt wird, fich in die gegenwärtigen inne

Streitigkeiten Portugals einzumischen ; Nichcsisk dart't

fick) der Beweis bYründen läßt, daß England durch seinb'

her beobachtetes hervorgehende moralische Pflicht verletzt babe.

erfahren irgend eine aus den Traccace DMV:

pflichtun en smd es überhaupt, welcheEnglat-d 6er“ sei

Allianz

bernommen hat;*davon besteht die haupksächlich'

darin, die Gebiets-Zntegrität und die Unabhängigkeit P

„tugals aufrecht zu erhalten. Doch entsteht weder

aus Ö

Geiste, noch aus dxm wörtlichen Ausdruck dieser TMM für Großbrttamen trgend eine Verpflichtung, die Kron-Sex

cesfion einer besondern Familie und Dynastie, oder

dasB

stehen einer besonders; politischen Institution in PortugaKauj recht zu erhalten.“ (Hört! hört!) - Erst seit dem Iahre18'20-

fuhr Hr. Peel fort, habe man von einer Seite behaupte

daß dergleichen Verpflichtungen für England existért

n wollex, en. D

Übereinstimmende Antwort aller Britischen Méniskerseyi

dessen immer gewesen: „Unsere Garantie erstreckt

sc!) "

dahin, daß keine„ fxemde Invasion stattfinden darf. Engla ha; daher auch komen Grund, seine militairische Macht, anoercn Zwecken, alsin sofern se auf die bezeichnete

Portugal angehen, zu verwenden, oder in die inner

en An.

legenheiten eines aUswärcigen Staates einzuschreiten.“ ** die'se Erkfärung des Lord Caslereagk) beim Congressevo Lacbach habeKsich späterhin auc!) Hr. Canning berufen. C'“ so habe dieser Minister auch , ais die Trennung Brafilien, von Portuga! zuStande kam, erklärt, daß England, im Fall? nes Krieges zwikckwn diesen beiden Staaten, stets neukral bs-éke“

werde.

Der Minister zog weiterhin abermals eine AW"

rung des Herrn Canning an (und zwar aus der berühmn' Parlaments-Rede in Bezug auf die Portugiefischen ANWe genheicen), woraus hervorgeht, daß Englandkeineswcsesikg“' eincn Anchor“! an der von Tom Pedro ausgegangenen

tugiesjschen Conskitution habe. Zwar war es Sir Cf). der dte Charte nach Portugal überbrachte, doch Nicht

Stua im Cb

rakter eines Britischen Diplomaten, denn sein eigencltéb' Auftrag als solcher war bereits zu Ende, soxxdern als *“

vollmächtégter des Königs von Portugal,. der ihm

die

rung der Separations-Verhandlungen eben'Falls übertrug

harre. - England und Oesterreich, sagte der Mini

ster W

terhin, Hätten dqöm'cl), daß se in Wien, ehe „Dom _Méguelb Regentschafctcrhtelt, gewisse von Dom PedrogewünxchtePU" fortscfxten, Femesweges auch die Verpflichtung übernommen, '

Rexhte de'r Königin zu garanciren. Wahr“ sey es- Meguel dre durch Vermittelung des Königs vonC'nglan

dÜß Do-

dundd BLW

UBS * ' auszuäb !? o M' Hafen" ; _ Puppen üb en Ocean zu folgen, sie efatxgen-zy nehmen und zu beßra wegen ihrer Treue gegen d ejemge,„ dte wir als. ihre legitime- herrscherm anerkennen? FHW!) Ntcht nyr sprechen Bei

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„“W“-Wau „isers von Oesterreich mit Dom Pedro-eingegangenen Ver- wdlichkeiten nicht erfülxchabe; doch wenn dieser Umstand uch einerseits dem indtvtduellen Charakter „Dom Miguel's, obald von seitzen Verbrechen und Lastern „dn Rede sey, zum a xheil geretchtez so habe doch anderersetts nur diePortu- , : Nation seme Verbrechen und Lasker zu controlliren; ner auswärtigen Mach; aber -Yoy1me es nicht zu, und Eng- und dürfte, wxnn es seerze'Poltctk durch Rückfichcen auf den di ' [len Charakter emrger Pexsotzen bestimmen ließ, den Einfluß, den es hesße, sehr bald verlteren. Der sehr ehren- Werthe Herr (Str I. M.) habe gesagt, daß „England und „Kerreich den "Dom Mtguel „hätten zwmgen sollen, das Amt eines Regenten und nachts wetter zu verwalten. Durch welche Mittel sollte dies aber geschehen?, Zwet Wege seyen nur ein- „schlagen geblieben: entweder v„oll_komm2ne Neycr'alicäc, oder“ die Eroberung Portugals für M junge Kömgm. Dom Mi- uel einen Rath zu ertheilen, ohne die Abfiecht , diejen Rath „zchigenfalls mit' Gewalt durchzuseßen, “wurde ganz unnükz wesen seyn; eine Drohung, ohne das Angedrohce auszufüh- („ würde fich mit der Würde der Englischen Krone nicht rtragen.- Lasse! man fick)“ in eine AllianZ mic qufilien ein, m dadurch die Succesfion der jungen K nigiu zu erlangen, owürde erstlich das Verhältniß rnit Portugal darunter lei- den, alsdann aber England den Krieg fast ganzalleit) füh- en müssen, da Brafiléen, zu entfernt vom Schauplalze, nur emen eringern Theildaran nehmen könnte.*- In Bezug auf das, was Sir *I. M.“ von dem Verhältniß der Regierung zu den drei Gesandten gesagx, erwiederte Hr. Peel, daß der Marquis . Palmella früher erklärte, seine Functionen, als Gesandter von Portugal , seyen zu Ende. Der Maxquis von Barba- cena sey, in Begleitung der jungen Königen, ganz unerwar- tet angelangt. Denn diese selbst sey von Brasilien ursprüng- ich nach Wien gesandt worden, um dort ihrem Erlauchten 'erwaudten, dem Kaiser von-Oesterreich, anvertranc zu wer- en. Keine Anzeige, fie nach England zu senden, sey dem Britischen Cabinette früher gemächt worden; der Englische Gesandte in Brasilien habe noch , 3 Wochen, nachdem die junge Königin abgereist war , in seiwen Depeschen einer sol- chetk Abschc nichr erwähnt. Erst nach seiner Ankunft in Gibraltar encschloß stck) der Maquis, ske [)écher- zu begleiten. Nun „konnte aber auch die Britische Regierung ihn mit Techhfragen: „Zu welchem Charakcer erscheinetz Six bei uns?“ -- Der Minister machte im weitern Verlaxtfe ]einer Rede bemerklicl), daß Dom €)?iguel in Portugal_ nicht in Folge auswärtigen Einflusses, sondern durch Bejchluß der Cortes regiere. C'inc Znsurrection gcgen ißn sey zwa? am;- gebrochen, jedoch mißlung'en „. ob durchzdéesen oder jener; Fehler, das habe man nicht zu untersuchen -- genug, daß Dom Miguel (La fagl-o die Regierung von Pochgal führe, und könne er (Hr. Peel) nicht glaubxn, das; England klug handeln würde, wenn es Dom Miguel vertreiben_ und _den Portugiesen vorschreihen wolxte, wer ihr Beherr1chcr 1eyn soU- (Hört!) (Daß darauf der eigentlicße Antrag des Sir *I. Mackéncosh , da Herr Peel dagegen nichts einwendete, nachdem noch“ mehrere Rédner sch hacken vernehmen lassen, durchging, haben wir bereits vorgeßern berichtet.)

Jm Oberhause kam am 2. Juni nichks von Bedeu- tung vor. Auf die Frage des ONaquis von Latxsdoww, ob es die Absteht der Mét1i|er-sey, die so nöchégen Papiere zur Beurtheilung des Ostindischeu Handels noch in dieser Sesson dem Parlamente vorzulegen, *ankwortere Lord Ellen- bprough, daß dies binnen wenigen Tagen geschehen werde, bxs wohin er noch einige interessante-Dokumente zu erhalten hoffe. Die zweite Lesung der Anatomie-Bikl, die heute_ an der Tages-Ordnung war, wurde auf Amtrqg des Lord Ca,!- kßorpe bis Freitag (d. 5. Juni) verschoben. Mehrere INZE- gteder kündigten an, daß "ie stch "der Lesung widersetzen wur- den; namentlich Graf v. „arewood, welcher erklärte, daß das Parlament gar kein Recht Habe, dergleichen Verfügu_u- gen zu erlassen.

London, 3. Juni. Vorgestern Abend gab der Prinz Leopold von Sachsen-Koburg eine Gesellschaft, die eine der glänzendften war, welche man in der letzten FSsk alle Mitglieder der Königlichen Familie waren zugegen. EMW Concerte, in welchem Dlle. Sontag und mehrere chr ersten Talente sangen, folgte ein Souper, nach welchem das

eseÜschast auseinander ging. "

Zeic gesehen hat. ,

l a “uk Allgemeinen Preußischen Staats-Zeitung Nr. 160.

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Gestern stattete der Herzog von Orleans Sr. Majestät dem Könige einen Besuch ab. _

Jm Hof-Iournal heißt es: „Man behauptet, es sey me der ann gewesen, den Herzog von Chartres mit der jungen, Königmkvon Portugal zu vermählen, wohl aber be- gbstchctge man eme Verbindung zwischen Leßterer und einem [üngern Sohne des Her ogs .von Orleans.“ _

Man spricht von eränderungen im Ministerium, die in Kurzem statt finden sollen. Unter Andern, heißt es, werde der Sprecher des Unterhauses, Sir Charles Manners, pensonért und zum Pair “erhoben , und Sir John Becker, der gegenwärtig den Poren eines General-Audécears beklei- det, wahrscheinlich sein achfolger werden; Hr.Abercrombie soll dagegen zum General-Auditeur bestimmt seyn. Auch fügt man hinzu, daß Lord Dudley und Herr Huskisso-n wieder kus Ministerium treten würden; Lord Grey aber soll sich

Im Unterhause kam heute neuerdings eine Discussion über die Korn-Gesekzc vor, wobei s1ch die Meinung kund gab, daß bis zur nächsten Sesséon unbezweifelt eine Aenderung darin stakc finden dürfte. - Die Unruhen in Spitalfields kamen ebenfalls zur Sprache. Herr Peel stellte dabei das schändliche Verfahren der dortigen Seidenweber an'das Licht: Viele, die nicht weniger als 35 Shill. wöchentlichen Arbeits- lohn erhielten, hatten steh- demunerachtet verleiten lassen, von der Arbeit zu gehen. Die Hoffnung wurde angesprochen, daß die Meister in Uebereinstimmung mit der Regierung handeln und fich jeder Drohung kräftig widersetzen werden.

Wie man vornimmt, ward in einer, vorgestern im Tri- nity-College gehaltemen Versammlung beschlossen, Hrn. Cg- vendisk) auf die Liste der bevorstehenden Parlamentswahl fur die Universitär Cambridge zu bringen; es hat stch htetxbe- reits ein Ausschuß gebildet, um seine Erwählung zu,“ letter:. Herr Cavendish ist der Enkel des Lord Geo. Cavendtsl) und muchmaaßlickxr Erbe des Titel:"; eines Herzogs von Devon- Herr Alderson, der fich auck) zur'Wahl- gemeldet hatte, hat fick) zurückgezogen.

Die leßten Privat-Nachrichcen aus Paris, [)eißk es in der Morning-Chronicle, sprechen davon, daß die Rüokkehr des Herrn von Chéxceaubriand dort Veranlassung zu einer Menge von Gerüchten gegeben hätte, wovon einige zwar

- weigern, irgend eine Stelle anzunehmen.

'nicht ohne Grund wären, der größte Theil aber durchaus

Kine Berückfichéégnng vet'déenc, worunter auch das Vorgehen zu zählen sey, als beabstchtégeder Fürst Polégnac, nach Frank- reich zurückzukehren. Soviel wir in Erfahrung haben brin- gen können, fährt gemeldetes Blatt fort, sind die bisherigen Differenzen zwischen dem Exminifter Herrn von Villéle und Herrn von „Chzkeanbréaxxd ausZeglichen worden;“ da indessen die Differeuzsn zwischen den beiden Partheien einen persön- lichen Charakter bereics angenommen hatten, so frägt es fick), ob diese Annäherung aUch wirklich aufrichtég»isk, was nur allein zu Eimé'keic in politischen sowohl als persönlichen VexhälcnissetprWren kann -- und was die gegenwärtige Verwalnxng am meisten fürchtek.

Der Examiner widerspricht dem hier in den lekxten, Tagen verbreitete Gerücht, als ob man beabstchtige die Flotte, des Admiral Malcolm zu verstärken, und verschert, daß nach seinen bei der Admiralität eingezogenen Erkundigungen, und nach Berichten aus den Seehäfen, nichks auf Anstalten die,- ser Art und noch weniger auf die daran geknüpfte Voraus- sclzung hindexxke, als sey es die Absichk der Minister, es zu einem Bruch mit Rußland kommen zu' lassen. _

Am [eßten Sonnabend traf der Brasilianische Gejandts,

von Dover kommend, hier ein.

Man behauptet als ganz gewiß, daß Sie Edwayd Co,- dréngcon vor Kurzem ein ihm vom Herzogs von Wellengton angebotenes Jahrgehalc von 800 Pfd. abgelehnt habe.

Vorgestern begann der vierteljährliche Thee-Verkanf Her

Oscindischen Compagnie mit einem Vorxach votx 7T- Mell. Pfund, mithin mit 20,000 Pfund wemger als tm vortgen Jahre. . Man schälzc den, durch die neultchen Uz1ruhen tn Man- chester verursachten Schaden an Maschinerten, anren 26. auf nicht weniger als [60,000 Pfd. St. Zn Spttalffelßs brachen die Unruhen leider am lelztetx Sonntag Aben_d rvze; der, und zwar mit vergrößerter HefttZÉet't, gus; es rst m- dessen zu hoffen, daß die verdoppelre T äctgkett der Behörden diesem Unwesen endlich ein Ende machen werde.