1829 / 172 p. 4 (Allgemeine Preußische Staats-Zeitung) scan diff

Dies geschah nach“ 4 Uhr Nachmitchgck

Ein e angener Bim-Bas_chi ,und mehrerexaudere der vorzüglichstYnf Ofscéere des femdlechen Heeres bekräfxi - ten eivstimmig, daß die Armee des Groß-Wesstrs m.: nur als vollkommen geschlagen, sondern auch als ,gänzltch aufgelöst zu betrachten sey, indem“ der.,WesfirFelbsk, nur von einer geringen Anzahl Reiterei beglettct, some Rettung zu_

finden vermochte.

Der von ilm eingeschlagene Weg diente aber hterzy ganz vorzüglich,) denn derselbe fä'l)rte_ Über 8 Werfte wett durch den Wald, und war von femdlcchen W'agen soovoll- kommen gesperrt, daß eine besondere ananterce-Abchetluxxg dazu angewendet werden mußcx, Hurch Wegräumung dte- ser Geqenstände unserer Artillerte emen- freien- Durchzug zu

verschaffen. .,

ver ck lich nach der Abfertiguyg dieses xnemes Aller- unteYanÉstY Berichts breche ich mrt allen me-men Truppey nach Morasch auf, in der Hoffnung, den “Groß-Wesfir mcc dem Ueberreske seines Heeres auf deesexn Punkte zu treffen_. Der Gott des Krieges schenke uns- semen Segetr.zur völlt- gen Vertilgung desselben.

Der Verluskbnserekfeiks in dieser blutixxen Schlacht in den) Murows

Jäger; Regtmente Und wie -es_ den Tr]. stüréten' fie sch anden Viele pferen in ihren Reihen den ruhmvollen Tod für Glauben,x-

leider auch“ nicht geringz Hauptsächlich ananterie-Regimente, M1 12ten _ Husaren ; Regimente_ Irkutsk.“ Mythtg, pen Ew. Kaiserlichen Majestät_ geztemc , das scharfe Feuer des Feindes, und freudevoll

W und Vaterland.

Unter der Zahl der Äerwundeten befinden sich die unter den Ge

benen der Oberst-Lieutenanc Remling, welxher das 12te Emen umständl,

neral-Majors Ohostehenke und Glasenap,

er-R iment jutsrim commaydirte. gBeriche?, unseren“ Verlust betreffend, wie auch das Be niß der, in dieser __ * sönlichen Auszeichnungen „werde ich _ Kaiserlichen Majéftät nächstens zu übersenden.

Zwei F gung des Feindes

sandt worden“ snd, lege ich Ew. Majestät zu'Füßen.

. S. SH eben erhaltxich- die zNachrichc “dg"- P durch w'elch'en der Feind seine“ Flacht genot1',1ménj

Walde _ noch 16 feindliche Kanonen aufgefunden worden find,

a neu Welche m'ir so eben von dem die V h ?ortselzenden General“ Grafen Pahlen „.

Bei-

M , , Ztaliänischen Schwefel-O.uellen, wiederholeghe Erschei-

S- -

mlich eine von freten Stücken plötzlich entstehende ZTiße Trübung des Wassers, als Folge eines im Innern der Erde vorgehenden Natyr-Prozesses, etwas NaKtheZiges hält, dre Veranlgffung zu jenem Ge- . e eben at. , _ TIEF bestätigt schimmer mehr, daß die Heuschrecken-

denkwürdigen Affaire statt gefundenexxx 1 durch den Einfluß der strengen Witterung nicht ver-

nicht erwängeln, *?

ter worden ist. In welcher Masse fie aber an einigen vorhanden ist, kann man. aus dem Umstande abneh- , daß im Birnbaumer Kresse allein bereits über Acht- Scheffel Heuschrecken-Eéer gesammelt worden snd.

„. Während des verflossenen Monats Mai find in Hafen von Pillau 102 SchiffeZ eingelaufen. Davon en 23 mit Stückgütern, 8 mit C'e'jen und Kohlen,„1 mic reide und 70 mit Ballast beladen. Ausgelaufen aus je- Hafen sind 138 S iffe, davon 113 mit“ Getreide, 13 Stückgütern, 5 mit _ck und 1 mit „Ballast beladen wa- - Zn Memel kamen während des Monats Mai 254 iffe an; davon 244 mit Ballast, 4 mit Gütern, 1 mit inkohten und 5 mit Häringen. Es verließen diesen Ha- 188 Schiffe; davon 150 mit Holz, 16 mit Saar, 15 Flachs", 6 mit Getreide und 1 mir Leder.

Kurze historische Notizen -

r die'SchiQksale derjenigen Engléschen und ottischen Pairs-Familécn, welche in den Re- utionen von 1715, 1745 und 1746 zu Gunsten Prätendenten aus dem Hause Stuart gegen ; Haus Hannover verwickelt gewesen sind.

:"? . "Soo |renge während der Regierungen der Könige Georg [. Georg 11. aus dem Hause Hannover die Rebellionen chottischen Adels geahndet wurden und geahndet wer- ußren, so sehr war man schon damals bemüht, den uldég leidenden Mitgliedern ihrer Familien die Mög- it zu erleichtern, die Familien-Güter, die eigentlich tléch durch die Confiscation der „Krone verfallen waren, tren, und durch billige Ankäufe den Bestß derselben den lechtern für die Zukunft zu fichern. Da nach dem Aus- 11 der Stuarts alle Besorgnis": ähnlicher Auftritte ver,- nden, so haben sich schon der verstorbene König Georg 111. vorzüglich der jetzige König Georg 17. alle ersmnliche : gegeben , den Opfern jener anfänglich irre geleiteten, doch achtungswürdégen Loyalität nicht allein ihre sämmt- Befilzungen, wo es nur irgend möglich war, wieder rschaffen, sondern auch die Auszeichnungen und Vor- wieder zu geben, deren Verlust den Mitgliedern dieser lieu um so Zschmerzlicher fallen mußte, als, große Na,- in die unterste Klasse herabsanken, und das Andenken erdienske ihrer Vorfahren um ihr Vaterland nothwen- n Vergessenheit gerathen mußte. Die folgende Aufzäh- der Familien, welche der Proscréption unterworfen ge- , wird die„besken Beweise unserer Behauptung liefern. Ormond, Englischer Herzog. Jacob Buttler, Herzog von Ormond in Irland, Graf Breknock in England, ward zum Heréxog von Ormond rland creirc 1682. Sein Groß-Sohn «zacob, 2ter Her- on Ormond , commandirender General der Britischen e unter der Königin Anna nach Marlborough's Sturze, al; Anführer der Anhänger des P'räcendenten unter egterung Georg's 1. seiner Stellen entlassen. Der Her- ok) nach Frankreich im August 1715," wo er allerdings gen Anthéil an den Vorkehrungen nahm, die in Frank- Und Lothringen für das Gelingen der vaafion des endenten in Schottland damals getroffen wurden. Er d*kshalb auch des Hochverrachs angeklagt, in contuma- verurtheélt, „seiner Titel verlustig erklärt, und seine r_ wurden confiscirt. Er starb in Frankreich 1745 ohne kommen. Der Bruder des Herzogs, Karl, Graf von "- kaufte großentheéls dt'e Familien-Ft'deicommiß-Güter l', und nach seinem 1758 erfolgten Ableben gelangten üter an seinen Vetter Johann Buttler von Kilcash. dem unbeerbten Tode des Letzteren kamen se an Wal-

unter von Gallychiken, Großsohn von Richard Butt,- ruder von Jacob BUMM, erstem Herzog von Or,-

lage' '.

r Allgemeinen Preußischen Staats-Zeitung Nr. 172.

mond. Der So u Walter's brachte seine Ansprüche auf die alte Grafen-W rde von Ormond , die seit dem Tode des zweiten Herzogs geruht hatte, in Anregung, und ward er auch vom Pgrlaryente nach 1785 als 16ter „Gra 'Ormond anerkannt (em Tttel, den die Familie seit 1328 füxrte). Der Sohn des 16cm Grafen, Walter, 17ter Graf, succedirte 1795, und ward zum Marquis von Ormond creirt. Er starb oßne Descendenz 1820 und seén-Bruder, Jacob Buttler, fo gte ihm als 18ter Graf Ormond. Dieser ward 1821 zum Pair von Großbritanien unter dem Titel Lord Butcler of Clan- thony erhoben, und ward ihm 1825 die Würde eines Mar- quis von Ormond in Irland wieder verliehen. ll. Derwencwater, Englischer Graf 1686.

Sir John Radcliffe hatte Marie Tudor, natürliche Toch- ter König Carl 11. von der Schauspielerin Davis, gehei- rathec. Von König Jacob 11. zu der Würde eines Grafen von Derwentwater Viscounr Radcliffe _und Laugier Baron Tyndale 1688 erhoben, war er einer der eifrigsken Anhänger König Jacob's ll. Als solcher begab er sich, in Verbindung mit dem Viscount Kenmure, den Grafen von Carnwath, Nithesdale und Winton, mit 200 Schottischen Reitern am 29. October 1715 zu, dem General Foster, der die Armee des Prätendenten commandirte. Aber schon am 22. November d. I. ward er von dem General Willes zu Prefton gefan- gen genommen. Der Hochverraths-Pro ward sogleich ge- gen ihn erhoben, und er schon am 27. anuar 1716'schuldig befunden. Am 8. Mär ward Graf Derwenrwater mit dem Viscount Kenmure auf owerhiu enthauptet, und wurden seine Güter zum Besten des Greenwich-Hospital confiscirc, wel- ches fich noch im Befiße derselben beftndet. ,

Sein dritter Sohn Charles Radcliffe, der schon 1715 in die Rebellion verwkkelt gewesen und des Hochverraths über; wiesen worden war, wagte dennoch im Jahre 1745, den Prä- tendenten nach Schottland zu begleiten. Hier erwartete ihn -dasselbe Schicksal, wie seinen Vater; denn er hatte das Un- glück, gefangen genommen zu werden, und da er bald über- wiesen war, so ward er auf Towerhill 1746 am 8. December enthauptet. InFrankreich hatte er Charlotte, einzige Tochter von Carl11., Grafen von Newburgh, geehelicht, die nach dem Tode ieres Vaters ])861'688 in 1181' oyxn Üilet war. Von dexser hmterließ er sieben Kinder, von denen der älteste Sohn setztey Mutter als Graf von Newbur [) in Schottland folgte. Dae ]üngske Tochter, Thomafine Rade iffe, aber Francis Eyre von Warkworth und Hessop heirathete. Jacob Bartholomäus Radcltffe Graf von Newburgh starb 1795, und folgte ihm sein Sohn Anton Jacob Radcliffe Grafvon Newburgh, der aber auch 1814 das Zeitliche ohne Descendenz verließ. " Diesem folgte nun sein Vetter F ranz Eyre, Sohn von Franz Eyre und Thomafine Radcliffe als Graf von Newburgh, der sogleich den Namen Radcliffe, Livingston annahm, und jeßt als Schotttscher Pair den Titel von Graf Newburgh Viscount Kinnaérd Baron Livingston führt.

111. Viscount Bolingbroke, Englischer Pair 1712.

Hemrich St. John Viscount Boléngbroke, der berühmte Minister der. Königin Anna, als eifriger Anhänger des Prä- tendenten verdächtig, floh bald nach der Thronbesteigung Kö- nig Georg 1. England und ging nach Frankreich 1714. Im August 1715 des Hochverraths von Sir Nelsert Wakpole angeklagt, jn oontumaciam verurtheilt, und seiner Güter und Titel verlußig erklärt. Erstere erhielt er indessen 1725 wieder. In Frankreich heirathete er eine Nichte von Mä- dame Mainceusa, von der er aber keine Kinder hinterließ“. Er,!"karb 1751 und fielen seine Güter der Familie des jetzi- gen Viscount Bolingbroke zu, die auch in seinem Titel suc- cedirte.

17. Lord Widdrington, Englischer Pair.

William Widdrington, Lord Widdrington of Blonkney, Sohn des im November 1643 creirten und in der Schlacht von Wigham todtgeschoffenen Lord Widdrington, hatte die Waffen für den Prätendenten 1715 ergriffen. Zu Preston am 22. November d. I. mit défn Grafen von erwencwa- cer gefangen genommen, ward er am 27. Jan. 1716 des och- verraths überwiesen und am 19. Febr. zum Tode verurt)eilr. Lord Widdrington erhielt indessen einen Aufschub der gegen ihn verhängten Execution, und so entging er der Todesstrafe und starb nächstdem eines natürlichen Todes als der Letzte

seines Geschlechts. (Fortsetzung folgt.)