werden können. Es sei also _im Interesse des Zustandekommens eines guten Gesexzes _eine nochmalrge Commissionsberathung wünschenZ- wertk) und nothwendtg.
Abg. Dr. Hammacher (nl,): Dem Anfrage des Vyrredpers auf Zurückvsrwetsung an die Commission schließe er FFH Unt seme'U politischen Frc'unden an; er Habe aber darin nicht echt,|daß dxe große Bedeutung der elektriscbc'n Technik den CommissionSmrtglaeden nicht bekannt gewesen sei. Diesen Vorjvurf weise er auf:? entschte- denste zurück. _ ' _ '
Abg. Graf v. Balkestrem (EMW): Namens ]emer Polxtxschsn cFreunde exkläre er, dax; auch sie sich dem Anfrage Schrader anschlosten. Die Gründe seien die Elben wie die seiner beiden Yorceßnex. Auch er Weise den Vorwurf des Abg. Schrader gkgen dre Mttgltcder der Commisfion zurück. _
Abg. Schrader (dfv): Er habe gesagt, das; yon der ngch Bedeutung der Elektricitäts-Jndustrie mcht bloß _de Comjmsßon, sondern ilökrhaupt die große Mehrzahl d_eZ.Publtku1ns .ezne voll- ständig irrigs Vorstéllung gehabt habe, well 1[)re große Auschxxnung erst dUrck) die e[ectrische Ausstellung in Frankfurt vor „Augen gejszzhrt sei. Er Habe also einen besonderen Vorrvurf gegen dlL Comnnnton nicht aussprechen onen. * " _ _
Abg. Graf von Arnrm (NP:)T„ Er mus]? ,bktnonen, daß dre Majorität der Commission fick) mtk [[)m vo[[stand[g uberzeugf Hab? mm der Bedsutung der Kraftströxxle und deermgLn x_uxuen Er- findungen, die man auf der Frankfurter Ausstellung gexehqzr hahe. Gerade dcsbalb baku: man fick) gesagt, daß das EYcktmcÜathessz sol 6 Schwierigkeiten bicten werde, daß man es. fur nothwendig era t€, das Regal möglichst bakd der Staatsrégterung zuzuwsyden und nicht zu warten, bis das Elektricitätsßesetz, welches gar kémen directen Zusammenhcmg mit dem Regal Ha ?, zum Absch[uß_„ebr_acht sei. Er bedauere, daß hier durch eme Plxnarßeratßung m tklar- gestellk wcrdcn könne, auf, we[che Einflüne HLS Verzogerun dex Beratbung znrückzafübren ser. Es seren Hauptxachlxck). dre Zscerr- citäthessÜschafte11, welche den Vkrsuck) mczchten, das Gesetz 11_10gl1chst [ange HinauZzuziehen, 11111 dadurch auf 1th Reck)n'u_n„g zu _kommcn. Er werde _cgen die ZurückWrwÉsung an dre Commnstyn strm_me1x._ _
Abg. (Ykhrader (dfr.): Nicht irgendwelche bßdepklxchen Entflizne, sondem dic: Interessent Liner großen Anzahl der wichtxgstxn Stadte wirkten dahin, das; seine Parker eme neue Berathung wimxche.
„Die Zurückverweisung__des Geseßentwurféo an die Cam- misston wird daraus beschloncn. " _
Die aUSJescßte Absttmmung uber das Geseß, beßeffcnd die Ausdehnung der Zollermäßiguygen, stellt der. Präjtdent dem Hause ]eßt vorzyxxehmen anhetm, obwohl die „Zusammen: stelUmg der Beschlüne npck) mcht gedruckt yorltegt. Nbg, Freiherr von Stumm wrdersprzcht; da dex Wtdxrspruck) cmes Einzelnen genügt, kam) dielefttmmung'mcht ersol en. Abg. Rickert beantragt, dre Stßung auf eme Halbe “_tunde zu verkq en, da bis dahin die Vertbcrlung erfolgt sem werde. Der .lntrag wird mit 105 gegen 103 Stimmen abgelehnt.
Schluß gegen 5 Uhr.
Haus der Abgeordneten. 7. Sißung vom Donnerstag, 28. Januar.
Der Sißung wohnen der Präsident des, Staats: Ministeriums, Reichskanzler Graf von Caprivi und der Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten Graf von
Zedlitz bei. Auf der Tagesordnun steht unächst die Wahl von Zuldencomntission.
zwei Mitgliedern der ““ taatss
Aus Antraa des YZF. Grafey zu Limburg-Stjrum werdM a_n SteÜe der bgg. Kohne und elle die Abgg. Lückhofs nnd Goldschmrdt durch Zuru gewählx. Ste nehmen pie Wahl daykend an und erklären, daß src 1rch auf Grund lhre? auf dxe Verfassung geleisteten EideZ auch für dteses Amt fur verpfltchtet Halten.
Es Folgt die wextcre Berathung des Volksschulgcseß: entwurss.
Abg. Graf z'u Lim b n r g = S tir'u m (cons .) : Der Abg. von Kardorff wünsche, das“, da?:porlicgende GMB nicht einseitig durch eine Vergewalti- gnng voxx Partexen, mit denen seine (des Redners) Partei vielfach zn- sammeggmgx, zu stande Homme, sondern daß die Mö lichkeit nicht (Uts- geschlo11ßn 1ci, das cheß zu schaffexz durch eine Berständi ung mit dsn errconservatiVen und Nationalltberalen. Was die er teren cm- lange, 19 erkenxje er an, daß inden Reden der Vertreter dieser Partei nicht?; Tiegel. n;)as seznex Partxj das Zustandebringen des Gesetzes mit ihnen 11_nmog[1ch erxchemcn lane, - anders stehe es dagegen mit 73611 Nationa[-' ltbexalen. WoUe maxi ein (Hefe zu stande bringen, über das große MetnungHVerxchtedenhexten der_rs ten, so seies sehr bedenklich, 85 gleich für. „nnannxbmbar“ zu erkTärcn. Wenn Herr Von Bennigsen im Reichstag exnc Rede Halte, worin Lr einen Appell richte an dte Frei- smmgen, nut thm zusqmmen zu geben, um dem dkutschen Bürger- tHan, wormger er dre ltberalen Parkeien Versiche, während er (Redner) erklaren müne, daß das Bürgerthum auch bei seiner Partei eine Vextretung finpe, - wenn also der Ab . von Bennigsen d€m liberalen Bürgerthym emen _ xößsrßn Einfluß s affen wolle, so Heiße das: wir woÜen mxt den FrLtB-sLmnigen zusammengehcn und, aUes auf Kosten der Cynservattycn, uns den ma“geb€nden Einfluß in den politischßn Korperschastez1 Verschaffen. _enn dcr Abg. Hobrecbt an demselben Ta"ge Hter eme Rede [)cxlte, m der er das Gesetz mit stärkstsn Aus- drucken Verdamme und 1a 6, e:? woÜe die LeHrer zu Heuchlern nnd Yugenpcrdrehern machc'n, ?(? [tkge es auf der Hand, daß Hier der Kamps um das Gesetz. x11cht vom Standpunkt des GesLTLS aus, sondern von dxxn dez"; poltttschsxt Kampfes um die Machk gefü ,rt wer- den_ solle. Frerltck) sel es sehr gefahrlxch, ein Geseß zu machen, das in seiner Wrrkung tm'Lande solcheYnzufricdenbkit erregen WerL, daß ein? schnZLrL Reactzon dagegen emtreten _müsse, denn das bedeute nichts wemgßr als emen neuen CulturkamPs, und Wer den alten wie er Von Anfang [durchgemacht habe, der séhe fich jedes Gesetz wiederholt darauf an,"ob Lm xxeuer Culturx'ampf daraus entstehen könne. Nack) genauer Yrufung mztsse er das m Bezukg_ auf das_Volkskxahnlgeseß verneinen.
"s werde zm Lande durchaus eme Unzufrieden ert erre en, sondern Hochstens ber den Wablen Emdruck machen, wo ja dis Öchlagwörter vqn Junßrthunxk Mucerthuzn und Prsis eben der Schule an die Ktrche"bayftg 16er. Fur .dte Confßssionaitéit der Schule komme h_aaptsachltch daSExamen der LeHrer und die ErtHeiÜtng de's Reli-
tons11ntxrrtchtes m Bstrackyt. Mit den Herren, welche die confessionelle
chule uberhaupt nxcht woÜten, Werde er kaum zu einer Verständigung kommsrx; dre Entjznckelung "Yer Dinge babe festgestellt, daß die große Mchrhmt der Beyoljéerknng swb ihre Religionsübungen nicht getrennt Von de_éx Confesswnalttat denkxn könne, und dann müsse au die Schule confeßwnelx yem. Man grcrfe nun in Bezug auf die Le rerprüfung Fest:?) das Recht des Conxnnffaxs des Bischofs an, das Zeugniß zu
ean fanden, wenn Yer Candtdat d1e Prüfnn in Religion nicht bes ebe, und daß," ,wenn kemx Verständigung zwis an dem Bischof und dem Oberng rhenten erzrelt jvßrde, der Lehrer das Attest erhalte, aber oHne ? a' [gung ztxm Erthetlen des Rßligionsu1tterrichts Nun handele 65 |ck Wk um um € Mertsch_en, Yte _fich zum Lebrerberu vorbil- deten, abe_r wer das 1 UL und kem glaztbtges Gemüth habe, so 8 lieber dcxvon blethn, er gebe den schwersten Kampfcn entgegen 11ndkönnesicher sem, unglucklrcl) 1: werden; es sct erade so, wie wenn Jemand Caval- lerit werden wo 2, der _das P e_r für ein efährlicbes Thier Halte. Ha“? der _Lebrer aber em glau iges *GemütY, „so könne ihm bei der qufuerchts pastren, denn er werde gefragt, ob er die Lehren ferner uche verste e und lebten könne und em'gutes Leben führe, und dann werde er eben bestehen; solche jungen Leute seien ja
meit un erti. Der zweite Punkt sei der, da untxr „Umstanden im fEinvefrnelxznten mit der Staatsbebörde der Zst.?) etstlwhe befugt ein solTe, den Re[igionSunterrichx in der Vqüsschule ]? l_xst _zu ertberlxn. YUM! thue nunso,als ob darineme Concedtruug' der W155106ÜUOU103 liege; dem sei nicht sq. Die mi55j0 0871911103, bedeutx,„da_ß von der Kirche jederzsitdie Befugnis; zum Crthetlen des Re[tgtonöyntex- richts ohne Angabe von Gründen, [edigltch 6x j11k0r1Z1Z1-133,6271501811le entzogen werden könne, und das könne zu chnflrctM „fabredx und sei unmöglich. Aber zuvörderst_werd§ der ohnehin sehr zu Anjprxch) Snommene Geistliche Ls fick; jebr' uberlegen, ob er dre LJst d&) ZTeligionsunterrichts dauernd auf stal) nehtyezt sol[e__: ohneuzwmgende Gründe Werds er es nicht tHun, und_d1e]e Grunde_ mu en dem Urtheil d'es Regierunßö-Präfidenfen untexlte en.. Also H1crna' Younxte dic Lehrerschaft in kerne unwürdi e' Abbmxgrgkett vonudér Gxtstlrchkett. Dem ordentlichen Lehrer, der Zenn? Pfltcht tbue, kynnx Nxßxnand- ö„U Leibe. Die beiden Punkte, w_egen deren manUgegen dre (xonsßmonalttgt der Schule, Wik sie das Geseß plane, atrxqmpfe, „berxchttgtcn _ck") nicht zu einem solchm1Widerstand. Axxders 1er _es bez_ugltch der Prtygx- schulen. Indiesem Punkte hege er ]chwere Bcdkztken. May muUe Cautelén schaffen, das; die Schule confess'ronel] blerbe unk; mcht fm; socialdemokmtischc ZWLcke mißbraucht Wkrde'. Von dcr p_olmsch'xn Partei sei verlangt, daß der Sprachunterricht_m der Volk§1chuleub8rhaupt polnisch sLin solle, und ferner, das; die Krets-Schyhnspectoren durchweg von der Confessiondckrihnsnunterstellten Schulén xem sollxen. Der [eßten Forderung könnß er entschieden nicht beitreten, dc_tm dt_e_ Krth-S “ul- inspectoren seien in erster Linie da, die Staatsmterenen, und nxcht die confesfioneÜen, 'zu waHan. Der erstkn Forderung abcr musse er mit dem entsch1edensten WideksPrUch ,erxtgschUtreten. Ju__ganz Prenßen sei die VOX-Zschuke dazu da, daß dtezKrndér_zu Preußnchxn Bürgexn anchöildet würden, und da Prxukzen em_ deutxcher Staat s1e, so müßten fie befäHigt werdkn, in diejcxm deut] ey Natwnalstaatc ihren bürgerlichen Pflichten zn genügsn. Darum „ersdre VolkIscbule dazu da, daß die Kinder dsutsch [ernthW Wenn Yle Kinder außxrbalb der rsglkmetttsmäßi cn Stunden polniychn Un_t€rr1cht erhalxendurften, so klinge das k(Janz armkos. Ein großsc Tbeck dsx katholischen, pol- nischext Geist ichkeit sei aber entjchiedexx gexonnen und_ ent- schlos1en, die Macht dsr katboäschßn Ktrch? tm _ Jutexßffe _des Polkntbums zu bennYen, sogar däzu, um „aux dentxche, Kathyltken zu drücksn, daß fis i re Kindér dM polmschetx_Uutkrrtcl)t_b€]9chkn ließczn. Es werde oft als eine unnüße Bxxüxchtung hmgmteUt, da diE Dankschkn zu GnnstM der Pokeu geychgdtgt Werdén könnten. A er hie Ernennung des gegenwärtigen Erzhnchofé; Haha 1xeue BL- sorgnisxe HsrvorgerUfen und zwar in der Rrchtmxg, da]; dress Er- nennung bei den Herren vvn der polnischxn Partet'Hoffnungen und Erwartungen erregt Habe, welche im Laufe der Dinge schwer _erzt- täuscht worden müßfeu. Anf allen Seiten sollte_man steh k_[9r 1em, daß weitergsHende Concesfionsn an die PAM einc ]chware _Gesahrdung des “riedens in diesen Landesthkilen unx _cme ,Krankung der déuts eanterLffen nxit fichbringen_würderx. «eme poltxtschsn rcunde und er seien der Anficht, Daß dieyeÉQGUW era-Z später as Vor- géfeken in Kraft treten sollte, aus wlgcndkn Gründkn. Als am Beginnßer vorigéxz Session die große Flush Von Gesetzep vorgkscgt Worden ]ei, sei von ]ciner PartGimerfUck) gewarnt wordex], emmal diLsLs Haus, anderersßits auch “die Verwaltungszcamten nicht „zu_ yeHr zu belasten. Aber es sei qesagt worden, man wümche dringLnd We Gesetze durch- zubringM. s zcige sich jetzt, daß die VSTFVÜÜUUJÖÖEHÖXDM _bis an die äu7*er_ske Grknze des Möglichen bekastczt xcikn mrt dsr Z(uösübrung jener 276136. Dicscs Geseß werde ihnen 111indcsten§ déMlöe Arbeit machen, wse jkne, und er habs di? s w2r€ Bésorgniß, daß das Ver- trauan und M Tüchtigkeit dEr Beördkn untsr dicskr Uebkrlastung [eiden würden, Wenn fis mit untergewrdneten, dür Sache nicht gerrvachscnen Kräften dic Geschäfte erledigsn sollten. DaHer bitte er, daß dieses Gyseß erst in Kraft treten mögs, wenn diE anderen Gksetzc, so weit durch;;eführt seien, da“ sie nicht die VeHördxn auskchließltch mckyr beschaftigtsn. SLM? 5 artei hoffe, da das ©81sz in dcr Commission in dem Sinne, wie dEr Abg. Von * uch namens der Fraction die Sthch) vertretkn habe, bkhaudklt Werden wcrde, (Lebhafter Bsifakk W Z,
Abg. Dr. von Jazdzewski (Pole) bezweifelt, daß der Vor- réonevim Namen s€_iner ganzen Partsi gesprochkn Habe, denn die Wangelisthe Generaljynode Habe Ver[angt,_ daß nicht nur die Loka[-, sondßrn anch dke KreiF-Schulinschtion conscss'wnell gsordnet fein soÜe. Das stimme VoUstandig mit den ordsrungen seiner Freunde übersiu. Daß einc Vylksschule obne diE «Folkssprache nicht dsnkbar_sei, werde Von allen Padagogen ansrkannf; diE deutsche Sprache wllc auch gslcrnt werden, aber in erftLr Linie stehe für die polnisxbßn Lanchtßeile das Polnische. Wenn die Volksschule unter staatllcber
Leitun aÜEZ erfüUe„ [vas fie erfüüsn soUY, dann sei die Gefabx, daß Livatschulen emgerichtst würden, mchf groß. Wenn die
Forderungen ssinsr Freunde aber nicht Erfüllt würden, dann ssien die Polen anf die Privatschulen angewiesen. Die Befürchturxgen, we[che der Vorredner an die Berufung des neuen Erzbischofs geknüpft Habe, seien unkxegründef. Durch diese Ykaßregsl Wkrde viÜmeHr die allgemeine Zusriedsnbeit beworgerufen. Abg. ])!"- Porfck) ((EUR,): Den Vorwurf dss Abg. Richter, da“ das Centrum verfaßungswidrig Handels, wenn es die Vorlage xm- ne me, weil diese nur ein Stück dcs Unferrickytöweseqs rchkk, mcht das ganze Schulwesen, müsse er aW unrichtig zurljckwelsen. Herr Zekle Habe im vorigen Jahre den Enfwurf für verfasjungsmäßi gebaltkn und in der Commisßon Habe Herr Knörcke sich ,in dsmsel en Sinne ausgesprochen. Beim Schulauf1ichtsg€sch und [761 den audkren Schu[- gesetzen Hätten sich die Zreifinnigen anal) nicht ablébyeyd verhalten und jeizt Wolltensie dem entrum den Vor1vurf_d?3 VerraYungsbruckycs machen! Ehe noch die Vorlage in Ausficht gestanden Ha 6, Habe der Ab?- Rintelen in einer Schrift über die vo “übrigen Commissions- verckandkungen ausgcführt, daß es wohl mögsicl) ei, das Volksschulwasen allein zu regeln, wenn ge_wiffe Bedmgun en erfülkt würden, namentlich die AufnaHme der Vorschriften über die' ebrerVOrledung und über die Privatschulen. Nur WSUU die [Lßteren Vorsckzristep in dem Entwurf blixben, Werde das Centrum Zur dsn Entwurf stimmen können. Mtt Leickytigkeit sey? sich der lbg. Richter über die Bestimmungen „ _ Hinweg; er meine, das sei eine Formel aus den funfztger Jackr€n. Sei denn dix Verfassung ein Saisonarükel? Sylke nicht gerade die Ver'asmng eine [Gx ju ysrysvunm MUMM sem? D_a könntün an andere Leute kommen und andkre ArtrYel der Verfaßung als Vérstaubt und vcraTtLt bczeichnen. Dic YM? habe dem ande allerdings vorgelogen, daß die Borsa c den unsche-“n des Centrums entspreche, und Propst Jahnel sole sich nach _ des Abg. Rtcht8r Mittkykilungen gegkn _ die Vorlage gngexproc-hen [)aßen. Propst Jaknel HabL diexe BcHauptung m Lrpsm (zu den Vorfi enden der Centrumsfraction erichteten Schrexöen jvtdcxxegt und er“lärt, daß er, wie cr glaube, a ein gcgen dxe Eingabe gestimmt habe, welchß an das Abgeordnetenhaus ertchtct werden wlle. DJ zeige sich, wi? der Kamp gsgen die Vo ksschulk v_on_der Press? mtt großer Verkogenheit gefü rt worde. Die „Frei- smnt c Zertnng“: stEYL es so dgr, als wmm der Propst Jaanl nur glgu 8, gegen, die Cmgabe gestunmt zu haben, während er glaube, dgß erKalletn Hag“? en gesttmmt babe. EZ sei eine Unwahrheit, daß disse Yorkage ledxzsül ) dmx Wßnschen dss Centrums entspreche. Nicht bloß dre evangcltckx Geyera'lxynode, sondern auch der jeder ultra- montatzen TcnYenz unwerdachtrge evangelische Schulcongreß sei für die confesßonelle L*oßöschule und confessioneue Lchrervorbildun cingetreten. Da sei es unerboxt, daß man den Leuten, welche den ntwurf nicht anau gelesexz hatten, vorrcde€ daß die Schule der katholischen Kirche ausgeltefcrt werde. (Zustrmmungim Centrum.) Es sei richtig, daß. der Enthxrf das bxstebende N&bt codificire; man könne darüber strexten, ob dress Bestimmungen überall] das Recht träfcn; aber daxuber bxauche chu kern _solches Gkschrei zu erheben. Der Abg. Rrchxer x_vurde fich em Verdtenst erworben haben, wenn er nicht bloß dje m dre Vorlage qufgcnotymenen Anträ e Rinteken erwähnt hättE, soydern aucb nachgewtexcxt hatte, Welche IZtträge nicht aufgenommen seren._ Der Cultus-Mtntster_von Goßler babe aus Ankaß dcs Windt- horst'xxhen _Schulanxrags erklart, daß die Schule schon ganz confessio- nell emgerthet fer; ch habe den Zustand geschildert, wre ibn dic Vorlage fest telle. Er (Redner) fordere die Herren, wekche behauptetcn,
der Vcrfaffun
daß die Schule in andere Bahnen gebrach_t werde, auf, das im ein eln
nachzuwei_sen. Was wollterx _die Herren_exgentlich? Die Einen WERT: die confejsionsloye, da-s' beqzt dtex reltgrynslose Volksschule, Andere wollten zwar den Re[xgwnöunterncbt cpqsesfiorzell gestaltet sehen, aber den anderex! Unkelrxckxt von chr Neltgton mcht heeinfluffen laffem Dazu müss: die Vcrsaffxzug geandert werden; Seren die Herren der Meinung, daß die Re[tgton odex das Cbrtstentlyym ein Gift sci, welches man nyr in möglickst klctyeq Dosen verabretchen _dürfe? Das CHristcntbum Wi für scme Parker dt;:„HauptFache; es muffe das Hérz des Kindes durchdringen, um es zu starke!) fur h§n_ schweren We des Lebens. (ZUstinmmng nn Centrum.) Em chrlftlxcher Vater ?Aube am besten stin Kind erziehen zu können, wenn er es dem SWsorgcr anvertraue, So sei die Kirche. dre Mutter der, Sebule Mvorden, Unsere ganz? Cxxstur würde nxcht vorhanden sem, wenn die Kirc'he nicht wäre. (Beifall r? ts'und im Centrum.) Der A?]ß.Ennech
wolle nur den eligionsunterricht „confessione . das Kammergericht Habe aber entschtedxn, daß _ destalctHZZ fessionckle Charakter der Volksschule auch m den mchsreügjösen
Untsrrichtögegknständen zu Tage trete. In per Sinmltanschulek,",U
die Kinder weder katholisch noch „evangcxtsch erzoge_n Werden, «?
confessionekken Anstalten werde kem Hax; Fegerl dte anderm Cou-
fesfionen eingesogen. Das Habe er auch er ebt;_ aber auf deu Wk
confesfionellen Univexütäten baöe ('r _gxscben, wxexunter der Maxx:
der Wisscnschaften den Schülern conéejswqeller *?ax; eingeflößt Werde. (Zustimnnmg im Centrum.) Der A g. Ylßhtcr )abe anerkannt, daß dm Religionsuntcrricht xigentltch dre Ger1tl:chcn ühernehmen müßten; seine Freundk Hätten nn vorigen Jahre aher 1m ent egengefetzten Sinnk gestimmt. Man Mrkxe es bald h_egxerfen, wie s Wer gefähx. lich es sei, Wenn eine Ge_neratwn obne chr11t[1chen Glauben heranwacbfe. Der moderne Unglaungei. schximmer als dqs_a[te Heidenthum. Mit dem Worte „Pfaffß“ 1er dle erch? und Reltgwn beyeitigt; die Moral beschränke fich aus das St_rasgcyeßbuch. Er begreife es, daß die Staatsregiemmg Hrer Ahhckse schaFen wolle. Seine Partei wolle der Staatsregierung Helfen, wenn dre Bkdenkey, die fie Habe, aus dem W€g§_geräumt w„ü_rden. Es wsrde a[s Kesährlicb hingestellt, daß der bischösllche Comnnstar _entscheiden sol]? ü er die Befähtgung Lines Candidatsn für di? Erthcckung de:? Religionsunterrichts. Das sei weni er, als bisher Geschz gewesen set. Herr_ von Goßler babe erklärt, ein CLhrer, der in Rexltgion durckzgßfaüün sci, sei für die Volksschule unbrauchbar, Das yei 1w_ch sch[immcr. (Widxrspruch links: Kein V-Zto.) ;“ür, die confesfionelLen Sckyulvorstande trcts auch der Evan LÜs L Hund ein. Was habe der Abg. Richter dagegen vor- gebra ,t? Cr Habe Witze _ge'macht über die Hausväter. Wenn ein Junker oder ein Psaffe solche Wi? gemacht hätte! (SeHr richtig! links.) Warum habs man diee Dinge nicht an- geführt gegxn die Einxkchtung der kirchlichen Vermögensvenvaltung? Dgs VolkachulgkseZ yei von gro“er Bkdkutung für unsere Verhält- nine. Dcr Abg. Nicht?): mein€ a erdingsr was Habe die Socialdemo:
kratie mit der Religion zu xhun? Er bxftreite, daß Jemand, der
bewußt g[äubig ssi, ein büwußtsr Socialdknwkrat sein könne. (Zu-
stimmung rechts.) DEU Abg. Richter habe Eine geistreiche Kritik der' Socialdemokratie geschrieben, welchc groß? Ankrkepnung finde. Aber ski es nichttyundexbar, daß er, der schärfste Bekämpser dec Socialdemo- kratie, _die 7chärftte Waffe gegen diese, die Schule, nicht anerkenns? Die Lösung des Rätbskls dkr socialkn Frage fänden die Armen nur in dem Glauben an ein Jenssits. Wezm die armsn Leute fich fa ten, der Kaiser Und seink mächti_ en Minister müßten sich eingnal vor _ oft, verantwortkn 1";er die Ma t, WekchL sie in dsr Hand hatten, so ]eien das Gedanken, di€_eine große Bedeutung hätten. Jreikich, wenn der Glaube an das Je'njcits verschwinde, dann seien solche » édanken nicht Vor- handen. Cr glaube, daß die moderne antflutk), wenn fie zurück-
geHaYten werden könne, nur durch das Hölzerne Krkuz, durch diese stärkste Waffe der Welt, zurückgedämmt WerLn könne. (Zustimmu rechts und im Centrum.) stöa[b_ liege ein staatlickyes Int € vor, die_Menschen so zu ziehen, daß tie Wüßtén, daß es im Jcnse'üß. einen Rlchkkr gebs. Es sei der Wunsch ausgesprockyen )vordeu, zu einer Verständigung zu "kommen. . Ob das möglich seén Werde bei“ den vorbgnyenén (Hegknsaßen, wisse er nicht. Man könne mit Ruhe und MaßTung discutiren. Wenn man fich klar machen Mrde, daß die Aßjvei )un en dks vorliegcxnden GLsLLZLs von dem bestehénden Re te nicht €r„eb[ich seien, dann werde eine Verständigung nicht aus- ges [offen sein. (Lebhafter Beifaü im Cenkrum und recht§.) Abg. von Eynern (nl,): Der Vorrednsr Habe in ]e'msn Aus- führungen über die SociaKdemokrafie nichr daran gedacht, daß die größten Reichtbümer sich in Händen befändexx, wekche der katho- [ischenKircbe nabeständen, in „Yen Händen der „Klöster und Kirchen. Der Besitzstand dcr protestantqchen Kiräye sei nn Vergleich hierzu verschwindend gering. Er HakJe ferner Zo extrem? Folgerungen auf- einandergebauf, da'* es sich mcht vßrlane; daraus einzugeben. Auf die Frage aber, 9 das Cbristenthum Gist_sei, das man in kkeinen Dosen gcben müße, sei es überHaupt unzvürdxg zu antworten, Eén Jrrfbum sei dem Vorredner be! der Zlnsübrung de'r Thesen des Evan- gelij: enBundeI mit untergclaufen ; cs_1ei darin von Mitwirkung derevan- gelis en Kirche die Rede ; der Vlbg7 Por] ck habe darans einfachchschastder Kirche gemacht. Er empfchse :bm, „Hierüber ch MFK chrenenen Artikck dLI rofesfors Beyschlag lm „Deutxchen ochen [alt“ du [essw Der leg. StöckLr Hgb8_ gesagt, nach der Rede deß Abg. Enneccerus sei eine Verständigung zwischen der ckanka .und der nationalliberalen Partei Unntöglicl); cr (Redner) wrsse mäß- was iHn berechtige, diese fichere Mcinun auszusprechen. Cs set tm Vorigkn Jahre ein'VolksscbulgesW durch erathen und in aUen Punkten eine Einigung erztelt worden. as Gesetz würde auch zu Stgnde ekommen sLiU, wenn ntcht der Einfluß ÖGZ verstorbenen Abg. WUW- orst d_azwi7chen gekommen wäre. So sei der Minister von (HOF? mit 1einetn EntWUrfe bei Seit? geschoben worden. _r damalige Entwurf habe dsr Kirche keine Herrschaft§r8chte em- eräumt, hsc heutige dagegen tbue es, und das sei eben der_ Unter- ?cbied zwiyéhen bßiden. Wenn der Abg. Graf zu Limburg-Smum es für umtxöglich HaltE, dLm Abg. Porsck) weitLW Conce1fi0nen zu machen, w nehme Lr_ (dener) das nicht so ernsthaft, denn man babe dixsen Satz sch0n öfter Von ihm c[)ört und es seien doch noch Con- ceffionen-gefolgt. Wenn er wüns 9, daß die Ausführung des Ent- wurfs Hinausgeschoben werde, so meine er, derselbe sollte ubexbauvt in dieskr Session nicht mehr beratben werden. Die Erregung „mfolge des CulturYamper in den Gémüthern des Volkcs klinge noch_7o „nach- da“ man -1'1ch auf den Erlaß eures SckyuldotationSgcsetzes bexcbranken
des Etats habe auch in den Éemäßigten Theilen dsr vaölkeumg den Widerstand egen die orlage „wachgerufen; Bqull habe sie nur in den Rei en des Centrums, nzcht bet Hen Conservatwen ge", funden. Dic conservatiVL Partei babe sertYLnt, wre die Rede dez? HCM! Von Buch beweise, ihre_ Stellung volUtändig gewechselt, sie, [?ck fich von dem Goßler'jchen Entwurf abgeweydet. CZ scheme also, daß fie fi der GS olgschaft des Abg. Wtydthorst anschheßen und die jvéscntli sten Re te des Staates an die Kirche ausliefern wolle. Von der großen Weltgeschichtlichen Bedeutun der Vorlage scheine der Minister noch keine-Ahnung zu haben, ons_t würdest fich "_jcht darauf beschränken, die Vorlage nur als Ausfiihrung de? Verfamm Stechtes und der Verwaltungspraxis zu bezeichnen. Es sei schon früßcr einmal gZsa t „worden; die Schlacht zwischen dem Protestantismus und Kat oltctSnxu-Z rpérdkx auf märkischem Sande eschlagen werdsn; er gsaubez dre Zext _dteser Schlacht nahe je,?k Zeran. Den Vorwurf müsse scme Part_ct_ src!) verbitten, daß die Krete des Bürgertbums die Volksschule; rehgwnslos machen wollten.“ In dieser Beziehung nehme er“ dte frerfinmgePartei in Schu? Die fret; finnige Partei beherrsche die Stadt Berlm, wo sei denn ie Religion aus_dem blühenden VolksscbsulrUcsen der Stadt Berlin entfernt wordetz? ( Wtderspruch rechts.) Ueber die Verfaffungßbestinjnxuxjgm bestünden so p_iel Meinungen als Jurtsten vorbapden s_ete_n. In den weite'sten Krenen werde memand glaubext, daß die Versasjung solche reactionären Ein- richtungen verlan e, wre sie der Entwurf enthalte. Aus allen Reden des Cultus-Minthers habe er mit seiner Partei fast gar keine BerührungSpunkte geßxnden; wenn auch der Minister den Wunsch
aussprxcbe, mit ihr zummmenzuarbeitcn, so stelle er si doch immer auf seme Auslegung der Verfaffung, an Welche man fi Halten solle
so 8. Die Rede des Hsrrn Cultus-Minifters bei der ersten Beratbmlg“