Mitglieder von 5 Gulden auf 12 Mark (7 Gulden). und ge- währt den Abgeordneten der Stadt Karlöruhe, die bisher gar keine Diäten bezogen, 6 Mark.
Schivarzburg-Nudolßadt. Rudolstadt, 1. Zaknar. Das neueste Stück der (Mseh-Sammlung bringt das mit dem Landtage vereinbarte Geseß, betreffend die Feststellung des Prozentsaßes für die zu erhebende Grund- und Gebäude- fteuer
Oesterreich-ngarn. Wien, 1. Januar. Die Kai- serin wird zum Besuche der Erzherzogin Gisela am 20. d.M. in Begleitung eines kleinen Hofstaates mittelst Separgtzugeß von Wien abreisen und bis zum 14. oder 15. Februar 111 Munchen verweilen. Erzherzogin Marie Valerie wird mit ihrem Hof- ftaaie bis zur Rückkunft der Kaiserin in Ofxn wqhnen. Der Aufenthalt des Hofes in Ofen dürfte fick) bis Mitte Februar
trecken. Ms Agram, 30. Dezember. In der heutigen Sihrmg drs Landtages brachte Derenesin einen Geseßerttwurf uber die Organisation des Septemvirats ein. Zum funften Abgedrd- neten für den ungarischen Reichstag wurde Vrbcmcfics gewahlt.
Pefth, 2. Januar. Das Konsortium für die neue un- garische Anleihe wird, wie der „Pesti Naplo“ ine1det, aztcl) die Ostbahn-Prioriiäten übernehmen und sol] der Mmrster-Prafi- dent deshalb nach Wienzu reisen beabfickztigen.
Großbritannien und Irland. London, 1. Januar. Der deutsche Botschafter am hiesigen Hofe, Graf Munster, hat fiel; in Begleitung seiner Töchter zu einem Besuch? dec3_Ear[s und der Gräfin von Roßlyn nack) Skaffington Vale m Lercefter- shire begeben. '
_ Nach dem soeben veröffentlichten amtlichen AUHMise über die StaaiSeinnahmen während des letzten Quartals und des abgelaufenen Jahres betrugen die Gesammtemnahmen während des Jahres 77,712,677 Lstrl. gegen 77,688,920 Lßrl. in 1872. Die Gesammteinnahmen während desselben fte11en fick) auf 17,765,040 Lftrl. oder 283,678 Lsirk. mehr als 111 dem entsprechenden Quartal dss Jahres vorher. ZdUe, Taxen und Einkommenstener ergaben danach auf Grund der ]üngsten Steuer- erlaffe und Reduktionen aUerdings eine Abnahme, aber "alle anderen Einnahmequellen, namentlich Acc1se urid Stempelgefalle, weisen einen erheblichen Zuwachs auf.
SchWeiz. Genf, 2. Januar. (W.T.B.) Als die hiesigen *
Alikatholiken gestern von denihnen Überlaffenen Kirchen Befiß ergreifen wollten, ist es in der Vorstadt Carouge zu Ruhe- ftörungen gekommen Und haben die Ultramomtanen unter Leitung eines gewissen Degrange ein Komite eingeseizi, welch€s detrr Yer- nehmen nach weitere Schritte bei den Bundesbehörden einleiten soll. Der Maire von Caronge hat angeblich seine EnElaffung eingereicht.
Frankreich. Paris, 1. Januar. Heute fand in Ver- sailles der große Neujahrcsempfang Statt. Vorher hatte Mac Mahon dem Präsidenten der Nationalversammlung, Herrix Buffet, seinen Besuch abgestattet, und zwar in seinem Mit zwei Pferden bespannten Galawagen, in welchem er den Schah von Perfien bei dessen Aufenthalt in Paris spaziren geführt hatte. Hinter dem Marschall fuhren in drei Wagen die Minister und einige hohe Staatsbeamte. Kürasfiere ritten dem Wagen voraus und eine andere Abtheilung dieser Truppe schloß den Zug gb. Präfidenr Buffet erwiderte um 1211 Uhr den Besuch des Prafi- denien Mac Mahon. Dem seinigen fuhr ein Wagen voraus, in welchem fick) die ersten Huisfiers der Nationalversammlmig be- fanden. Dann kam eine Abtheilung Dragoner. An den beiden Seiten seineH Wagens ritten zwei Dragoncr-HauptleUTe. Hinter dem Vuffetfthen Wagen kamen dann wieder Dragoner. Hierauf folgten vier Wagen mit den übrigen Mitgliedern des Vorstandes der Nationalversammlung, und eine weitere Abtheilung Dragoner sprengte hinter dem Birffetschen Zug her. Das Publikum vor dem präftdenischaftlichen Palais wurde von Polizei-Agenten in Ordnung gehalken. In dem sogenannten „00111'4'11011110111'“ be- fanden fick) Gensd'armen, um Spalier zu bilden. Nack) dem Präsidenten Buffet empfing der Marschall Mac Mahon die De- putirten, die fiel) aber nur in geringer Zahl einfanden. Als- dann wurden die Versailler Behörden, den Bischof von Versailles an der Spiße, empfangen. Dieselben wurden, wie auch die Übrigen hohen Personen, die sich zum Empfang ein- gefunden, von dem „11111'01111010111' (108 111115388000018“, Herrn Mallord, vorgestellk. Um 1 Uhr wurde das diplomatische Corps empfangen. Unter den Mitgliedern desselben ?bemerkie man den neuen Kardinal Chigi, den deutschen Botschafter Grafen Arnim, der von dem Grafen v. Wesdehlen und dem Major Bülow be- gleitet war, Lord Lyons, den Fürsten Orlow, den türkischen Botschafter und die Gesandten von Persien, Belgien, der Ver- einigten Staaien u. s. w. Nach dem diplomatischen Corps wur- den die hohen Staatsbeamicn und die Deputationen der ver- schiedenen Staatskörper empfangen: zuerst die Unter-Staats- Sekretäre, dann die Depuiationen des Staatsrathes, der Ehren- legion, des Kaffaiion-Zhofes, des Rechnungshofes, des obersten Unterricht?;rathes, des Instiiujs, des AppeUaiionshofe-Z, Gouver- neur und Unter-Gouverneur der Bank von Frankreich, die Depu- tation der Pariser Geistlichkeit, bei ivklcher aber der Kardinal- Erzbischof von Paris fehlte, die Deputation des Kapiteks von Saint Denis, die Deputation der Ceniralräihe der protsstan- tischen Kirche und des Konsistoriums der Israeliten, die Übrigrn Pariser Behörden und zuleßt die Generale und soriftigen Offi- ziere der Armee. Um 21/2 Uhr war der Empfang zu Ende.
_ Die Unterkommission für die Cadres der Armee hat gestern ihre Arbeit über die Zusammenseßnng der Ar- tillerie-Regimenter beendet.
Die Zahl der Regimenter wurde auf 38 festgesexzi und Werden 19 Brigadcn, eine für das Armee- Corps, 18 111 Frankrcick), 1 in Al- gerien, bildrn. „Daß xrste Regiméni einer jeden Brigads wird die Divx'sions - Artrklerte. liefern; das ziveiie die des Armee-Corps. Alle Regimenter werden ]edocl) auf gkrichc Weise gebildet werden, und jedes der1elb€n besteht aus 8 eld-Baiterien, 2 reitenden Baitcrirn und 2 Batterien sÖWLren'Geschußcs, „von denrn die eine fich im Depot be- findet, 2 Compagmen Tram, die bei der Mobilisation verdoppelt Wer- den können, im Ganzen also nur 12 Batterien und 2 Compagnien Train. Außrrdem wird jedks Rrgiment 12 Compagnien ArtiUerie-Nrbeiier und 5 Compagnicn Feuerwerker haben. Der Stab eines jeden Regiments besteht aus 1 Obersten, 1 Oberst - Lieutenant, 5 011818 ä'escaäran (V]?ajors), ] Major, 2 4111011311155 1133101", 1 Kapitän - Sébaßmeisier, ] Kapitän-Jnstruktor, 1 Lieutenant für die Kleidung, 1 Lieutenant- Adjunkt des Schaßmeisters. Aae Batterien nnd Compagnien des Trains haben 1 Kapitän-Kommandant, 1 zweiten Kapitän, 2 Liruie- nants und 1 Adjutant-Unieroffizier; die Arbeiter-Compa nien haben einen dritten Lieutenant ohne Adjutanten; die Feuerwerk“: ompagnien haben 4 Offiziere. Im Falle des_ Krieges er ("111 jede Baitxrre einen dritten Lieutenant, ivelcher der Re1erve entnommen wird. Was das erste Regiment einer jeden Brigade anbelangt, so wird der Oberst, ] Chek (l'esoaäron und 1 Adjutant-Ma'or mit den 4 eldbaiicrien der ersten Jnfanferie-Division; der Oberst-kieuienant, ] 1161111'650361'011,
,und hebt hervor, da
1 Adjutani-Ma'or mit den eldbatterien der zweiten Jusanierie-Divifion marschiren; ] 1181" (MM ron wird die zwei Baiterien 5. 0112731 befeh- ligen, die je nach dcn Bedürfnissen mit der Kavallerie detachirt werden; der vierte 01161 (105111117011 befehligt die in KriegSzeiten verdoppelten Com- pagnien des Trains, welcbe dem Ariilleriepark beigcgeben sind; der fünfte (11191 ä'sscaäron und der MaÉr leiten den Dienst im Depot. Was das Weite Regiment drs Armce- orps anbelangt, so mar1ch1rt dessen Stab mit den Reserven des Corpö; die Artillerie zu Pferde kann ganz oder theilweise mit der Kavallerie detachirt Werden. Der Oberst wird den Dienst der Batterien leiten, der Oberst-Lieuienant hat den Be ck! über den AriiÜerie-Park des Armee-Corpö. Ohne in die Einzel kiten [*e- treffs der Vertheilung des Trains und der Fußbatierien einzugehen, läßt die Uuter-Kommisfion zu, daß auf die von 4 auf 8 vermehrten Kompagnien des Trains einer jeden Brigade 5 bei dem Armee-Corps mit einer halbsn Batterie schweren Gefchüßcs detachirt Werden und die 3 übrtgen Compagnien dss Trains und die 3 halben Batterien schwe- ren Geschüßes im Innern und bsi den Belagerungs-Mannschafien vsr; wandt werden können. Hierbei darf aber nicht übersehen Werden, dax; die Besetzung der festen Pläße hauptsächlich der Artillerie der Terri- torial-Armee zufäÜi.
Spanien. Madrid, 2. Januar. (W. T. B.) Heute find die Cortes wieder eröffnet worden. Die vom Präsidenten Ca- stelar verlesene Botschaft konstatirt zunächst, daß die Regierung die ihr verliehene unbeschränkte Gewalt mit Umßcht angewendet und die Ordnung überall mit Strenge- aufrecht erhalten habe. Die endliche Unterdrückung des unheilvollen Aufstandes in Cartagena sei in nächster Kürze zu erwarten. Die Lage sei erschwert worden durch die gleichzeitig erfolgte Ver- mehrung und Ausbreitung der Carliftenbanden und die Be- kämpfung der [cHteren habe Um so größere Schwierigkeiten gehabt, als zu derselben die in der Armee ein eriffene Un- ordnung und DeSorganisation hinzugekommen sei. Bei dem gegenwärtigen Stande dieses Krieges mit den Carlisten müßten alle Partei-Unterschiede verschwinden zur Rettung der erst geschaffenen jungen Republik und des Volkes selber, es müßte vorübergehend auch die Ausübung der bürgerlichen Freiheit nock) ferner suSpendirt bleiben. Nicht eine Partei-Republik, sondern eine nationale, den Umständen fick) unpassende republikanische Regierung müffe das Augenmerk Aller sein. Vor Allem bedürfe es aber nicht der politischen und parla- mentarischen, sondern der militärischen HÜlf-Zmiitel zu Er- reichung dieses Ziels. Deshalb habe die Regierung auch die Re- organisation und die Schaffung einer nationalen Armee sick) an- gelegen sein lassen und das habe zu den Vortheilen und Siegen geführt, die die Armee errungen habe. Aber um mit dem Bürgerkriege ein Ende zu machen, sei es erforderlich, die Regie- rung zur sofortigen Eiriberufung neuer Reserven und zur Bildung einer Naiionalmiliz zu ermächtigen. Die Botschaft spricht fick] bei dieser Veranlassung lobend über die gute Führung der Frei- willigen-Regimenter aus und erwähnt darauf, daß die Kosten der Kriegführung während der Unterbrechung der Cortesfißungen einen Betrag von 400 Millionen Realm erreichten. Castelar geht darauf auf die Reformen über, deren. Einführung zunächst als dringend er- scheine Und bezeickzn'et als solche den unentgeltlichen, obligatorischen SchUkunterricht und die Abschaffung der Sklaverei in jeder Form sowohl in Spanien wie in den Kolonien. Der Chef der Exekujivgewalt fordert sodann die Ver- sammlung auf, eine Ztabile Regierung errichten zu helfen
die auswärtigen Mächte gegen die gegenwärtige republikanische Regierungsform keine Einwendun- gen mehr erheben würden, sobald dieselbe die nöthigen Garan- tien für die Nufrechterhaltun der deung und die ungeftörie Ausübung des Handels gWäer. Ea lar verheißt ferner die Vor- lage der auf die Virginiur- ngelegenheii bezüglichcn amtlichen Aktenstücke, aus denen fich ergeben werde, daß der Krieg mit den Vereinigten Siaaisn vermieden sei, ohne daß den Grundsäßen des VölkerrechteH Abdruck) geschehen wäre. Ueber den allge- meinen Charaktsr der gegenwäriigen politischen Lage spricht fick] die Botschaft günstig aus, da sichtlich die Ordnung fick) mehr und mehr wiederhersteüe und das Ansehen der öffentlichen Ge- walten und die Disziplin in der Armee fick) befestige. MCM könne daher der Hoffnung Raum geben, daß die Periode der Aufstände und bürgerlichen Unruhen geschlossen sei, da das Volk ]th einsche, daß es durch das allgemeine Stimmrecht Alles erreichen, aber durch den Bau von Barrikaden Nur den Rain und die Unehre des Vaterlandes herbeiführen werde. Die Bot- schaft schließt mit einem Aufrufe an (1116 [idrralen Parteien, die progressive Republik auf breitefter Grundlage zu errichten und darin alle Kräfte der GeseUscHafi zu vereinigen.
_ General Moriones hat seine Srellungen bci Santana verlassen Und nimmt 12151 seinyn Marsch auf Bilbao. Die Car- listcn [)adem dir Höhen Um Casicha beseßt; ein Zusammonstoß scheint bevorzustehen.
Portugal. Lissabon, 2. Januar. (W. T. B.) Heute hat die Eröffnung der (Tories stattgefunden. In der vom König? gehaltenen Thronredc WUrden die durchweg freund- schaftlichen Beziehmigeii der Regierung zu den auswärrigen Mächten erwähnt, sowie die fortschreitende Entwickelun , die du?- Land bei der herrschenden innerexa Ruhe nehme. Au wird die Erwartung angesprockzeU, daß eH gelingen werde, die Siaats- ausgaben mit den Staatseinnahmcn ins Gleichgewicht zu bringen. Das vorzugHweise freundliche Verhältniß zu der driiischen und zu der deutschen Reiche.?regierung wird besonders hcrvorgehoben.
Italien. Rom, 29. Dezember. Der König hat gestern Morgen den bisherigen franZöfischen Gesandten am hiesigen Hofe Fournier in Privatandienz empfangen.
_ Die Krankheit der Herzogin von Aosta soll fich, wie die „Jr. N.“ mittheilcn, in letzter Zeit sehr verschlimmert haben.
Türkei. Konstantiiropel, 20. Dezrmder. Am vori: gen Sonnabend Wdeé der österreichisch - ungarische Boi- schafter Graf Ludolf von dem Sultan im Palast zu Dokmabagtsche in Privataudienz empfangen. Graf Ludolf war begleitet von dem ersien Dragoman der Botschaft, KoScek.
_ 25. kOezember. Vorgestern ftarb ier General Schw ens- feuer (Rgmr Pascha), der sert dem Ia re 1838 als Instructeur (Telemdscl): Baschi) der türkischen ArtiUerie fungirt hat. Die Pforte veranstaltete ihm heute ein feierliches Leichcnbegängniß.
_ Said Abdul Rahman-el-Zaher, der außerordentliche Ge- sandte des Sultans von thschin, haiKonstantinopel ver- lassen, um nach Aischin zurückzukehren. Der Hauptzweck seiner Mission war, dem „Levant Herald“ zufolge, die Pforte zu veranlassen, den mufclmännischen Staat Atschin als einen Va- sallenftaat der Türkei anzuerkennen. Diese Miffion scheiterte aber. Die Pforte lehnte wiederhokt die fiir die Einwilligung in die Anträge der Aichinesen involvirte Vrrantwortlichkeit ab, und
der Gesandte wurde vom Sultan nicht empfangen. Aber da"
Said Abdul Rahman einer Sherifsfamilie angehört, wurde er mit dem Oéwanie-Orden 2. Klasse dekorirt und nahm ein Hand- schrciben des Großveziers an seinen Gebieter, den Sultan von Atschin, mit.
_ 2. Januar. (W. T. B.) Die Nachricht von der be-
abfichtigten Ernennung des russischen Botschafters Ignatieff
zum Botschafter in London entbehrt der Begründung. Dem
Vernehmen nach ist I natieff nur auf die Dauer von mehreren
kehrt dann auf seinen hiefigen Poften .
Wochen beurlaubt un zurück.
Schaveden und Norwegen. Stockholm, 29. Dezember. Der König begab fich heute Morgen nach dem Schlosse Droit- ningholm, wo sich die Königlichen Prinzen seit Sonnabend auf- gehalten haben. Dis Rückelxr des Königs mit seinen Söhnen wird morgen Abend in der Hauptstadt erwartet.
_ Dem früheren H0f=Stallmeister O. Demirgian ist, wie „Dagens Nyheder" meldet, auf Befehl des KönigH vom ReichS-Marschall der Titel als Stallmeister am Königlichen Hofe entzogen worden.
_ Das Kumite, welches in Stockholm versammelt gewesen iß, um den neuen Vorschlag zur HeereSordnung zu formi- ren, hat fich aufgelöst, um am 7. Januar 1874 wieder zusam- menzutreten.
_ Aue.": Stockholm wird der „Göteb. P.“ geschrieben: „Verschiedene große Arbeiten haben die erste RegierungSzeit König OScars 11. gekennzeichnet, (1153 z. B. die Annahme des neuen Diffentergeseßes, ein neues Münzsyftem, die Schulreform, falls fie jeßt durchgeführt wird. Dazu hoffi man in einer nicht zu fernen Zukunft die Ordnung der Handels- und Seefahrts- verkzältniffe zwischen Schweden und Norwegen fügen zu können.“
Christiania, 27. Dezember“. Für die verstorbene Königin- Wittwe Elisabeth von Preußen ist am norwegischen Hofe eine mit dem 16. Dezember 1873 beginnende, einundzwanzig Tage dauernde Trauer angeordnet worden.
Dänemark. Kopenhagen, 30. Dezember. Die Kö- nigliche Residenz wurde: gestern von Schloß Fredensborg hier nach der Stadt auf Amalienburg verlegt. Der König, die Königin, das Kronprinzliche Paar und Prinzesfin Thyra kamen mit dem Nachmittagszuge an und wnrden am Bahnhofe von den Spißen der Behörden empfangen. Am erften Neu- jahrstagr- findet die Übliche Cour wie sonst auf Schloß Christians- bdrg statt.
Amerika. New-York, 2. Januar. (W. T. V.) Die Staaixsschuld der Vereinigten Staaten hat fick) laut amtlicher Bekanntmachung im Monat Dezember um 8,453,600 Dollars vermehrt. Im Siaaissthaße befanden fiel) am 31. De- zember 91,479,000 Dollars in Gold und 4,278,000 Danrs Papi-rrgeld.
_ Aus der Argentinischen Republik melden Posi- nach1'ichten, die bis zum 30. November reichcn, nach der „A. A. C.“ Folgendes: Die Einweihung der Eisenbahn von Villa Maria nach Rio Cuarto fand am 13. in Gegenwart von 2000 Zu- schavern statt. Die Revolution in Entre Rios dauert fort. Präsident Sarmiente war in Rosario, um mit dem Krieg?:- Minister über dsn Verlauf des Feldzuges zu konferiren. Der Krieg legt den Handek der Provinz lahm. Die Argentinische Republik hat die Vorschläge der Herren Clark u. Co. für den Bau einer Eisenbahn von Bueno-Z Ayres über die Anden nach Chili angenommen. Die Regensaison ist im ganzen Lande all- gemein. Der Gesundhritszustand von Buenos Ayres ist gut.
Asten. Den „Times“ gshen in Bezug auf dje drohende HungerSnoth in Bengalen von ihrem indischen Korrespon- denten folgendeMittheilungsn vom 31. November zu: „In Behar hat es wieder ein wenig geregnet, wodurch.starke Thaue gefördert werden. Die Preise smd mäßiger Natur. Den Landwirihen werden doppelte Vorschüffe angeboten. Die Nothbauien in Sarum und in Theilen von Purneak), Rajcshaye und Dinajepore smd im Gange, nicht so anderwärts, da 0116 Pfianzer und einige Zamindars dem Nothsiande abhelfeu. Dis Zamindars von Bhagnlpore habrn die Behörden benachrichtigt, daß fi? weder Vorschüffe annehmen 1106) ihre Pächter unterstüßcn werden. Die Armen in Shahabad verwenden unreifes Getreide. Distrikte mit einem Ueberfluß exporlircn neuen Reis. Die nicht-ackerbau- treibenden Klassen find besorgt. Der Regen [)ak die Samen in Radschputana mit AUSUUhme eines kleinen Distrikts in Mukarnee gerettet. Die Einmischnng des Ministerinms für Indien in die bengalische chk Wird hier aUgemein gemißbilligt.“
_ Einer Depesche aus Hongkong vom 30910119111er zufolge hat die poringiefisckze Regierung den Kulihandel in Macao abgeschafft. Die Maßregel verursacht große Aufregung, da dadurch eine große Anzakxl von Portngicsrn und Chinesen ihrer Einkünfte beraubt wird.
Afrika. Nachrichten aus Casablanca über Gibra1tar zufolge hat slch der Kaiser von Marocco am 13. Dezember von Rabat direkt nach Fez begeben. Von Fez war in Casablanca die Kunde eingetroffen, daß in der Pcrson des E[ Klaber Ben Adder Hainan Ben Shinan, der mit einer Armee in dsr Nach- barschaft von Fez ein Lager bezogen, ein neuer Prätendent auf den maurischen Thron erschienen sek. Mehrere Thore der Stadt waren geschlossen, aber AUes war ruhig. Man erwartete, der Kaiser werde Fez rasck) erreichen, da er reichkich mit Mitteln znr Ueberwältigung jeder Opposition versehen 1 . Man glaubt, er werde keine Zeit Verlieren, den T ron von Mulai Denis zu besteigen und von dem Thron des Reiches de- finitiv Befiß zu Nehmen. Die neuesten Nachrichten aus Tangier bestätigen die Abreise des Sultans von Rabat am 13. mit einer starken Streitmacht Fußvolk und Reiter und einigen Kanonen, die zum Zweck hat, den rcbeUischen Stamm Ben Hassan, der ein Corps von 600 regulären Soldaten, das abgesandt wurde, um die Steuern zu erheben und dem Stamm für von ihm ver- übte Räubcreien eine Geldbuße aufzuerkegen, angegriffen und zersprengt hatte, zu züchtigen. Wenn es dem Sultan gelungen, den Stamm zur Unterwerfung zu bringen, wird er seine Reise nach Mequiney Fez fortseßen.
“ _ Wie aus Lissabon gemeldet wird, hat die portugie- sische Regierung dem Wunsche der britischen Regierung, in Madeira ein Sanitarium für _die Verwundeten, und Conva- leSzenten von der Goldküste, die nicht an ansteckenden Krankheiten leiden, errichten zu dürfen, entsprochen, und das Gebäude des Lazareths für diesen Zweck abgetreten.
. Nr. 1 des Justiz- Ministerial- Blatts für die preu- Ysche Gesetzgebung und RechtSpflcge entbält:_ AUgemeine erxugung _vom 30. Dezember 1873, die Einrichtung der Erb- schaLtsstT1ÉleZamt§rtbefxrefdfenkz,_C'AklgemcincherTfügung sytom 31. De- zemwer *, e re en le mrci un 1: odtenli en an die Erbschafts-Sicuerämter. ck g € _ Die Instruktion über die Erlebung der durch die Gese e vom ]. Mai “1851 und, vom 25. Mai 1673 angeordneten Klaffer?- steuer, wwie uber dle Behandlung der diese Steuer betreffenden
Ub- und Zugänge,“ Reklamatéoneu und Rekurse vom 12. De ember 1873, ist M1 Verlage der Königlichen Geheimen Ober- Hofbu druckerei (R. v. Decker) erschieuen. _ _ Die „Nr.'103 u.104_der „Annalen der Landwirthschaft inden Königltcb Preußischetx Staaten“, herauSgegeben und redta'trt von dem General-Sekretarrat des Königlichen Landes-Oeko- nomtexKolle'munis, hat folgenden Inhalt: Bericht über den landwirth- schaftlichen Theil der Wiener Weltausstellung. Von Dr. F. Giersberg- ZobMWestedt._ (Schluß.) _ Drrhbare eiserne flugkarre der Aktien- esell_schaft fur den'Bqu landwnthschaftlicher afchinen und Geräthe und fur Wagenfahrtkatwn „H, F. Eckert“ in Berlin. (Mit Abbild.) _ Aus der Provmz Preußen. _ Literatur.
Landtagö-Angelegenbeiten.
In der Nacht vom 30. zum 31. v. M. ist der Abgeordnete der foadZMagdeburg zum Abgeordnetenhause, Kaufmann Zucksch1verdt, or en.
Statiftifche Nachrichten. Die Solleinnahme an Zöllen und gemein chaftli en VerbrauchCZsteuern, welche in der Zeit vom 1. Jansuar bis cFam Schlusse des Monats Novemlzer 1873 im Zollgebiete des Deutschen Reichs aufgekommen find, belauff firh aufüberl)aup180,251,815 Thlr. gegen _71,235,428 Thlr. im gleichen Zeitraum des Vorjahres, zeigt also eme Zunahme um 9,016,387 Thlr. Hiervon find "edocb in Ab- 3118 zu lexigen die auf gemeinschaftliche Rechnung gezal) ten Bonifika- tionen fur m das Ausland gefuhrten Zucker, Tabak, Vranniivein u. s. w., deren Gesammibetrag 3,615,097 Thlr gegen 1,794,550 Thlr. 1111872 war, Md skEÜk sich- dann _der Reinerirag säm1ntlicher in Betracht kom- rnendxr ngabezwerge aus 76,636,718 Thlr. gegen 69,440,878 Thlr. m_1 Borxahre, umhin für 1873 um 7,195 840 Thlr. oder 10,4 Prozent hoher. Es warrn an diesem Ertrage beißeiliqt: die Ein- und Aus- ggngScxbgaben mi“: 41,060,530 Thlr. (grgen 1872 mehr 4,423,368 Thlr.), dre Rubezizuckerftcurr mri 10,028,157 Thlr. (gc'gen 1872 mehr 1,895,468 Thlr.), die Salzsteuer mit 9,759,011 Thlr. (gegen 1872 mehr 16,268 Thlr.), die Steuer'vom inländischen Tabaksbau mit 147 651 Thlr. (gegen 1872 weniger 31,908 Thlr.) , die Branntweinkteuer mit 10,513,970 Thlr. (gegcn 1872 mehr 105 502 Thlr.), die Uebergang?)- abgaben yon Branntwein mit 31,375 TÖlr. (gegxn 1872 mehr 18,820 Thlr.), die Vrausteuer mii 4,839,750 Thlr. (gegen 1872 mehr 715,542 Thlr.), die Uebergangsabgabcn von Biér mit 256,274 Thlr. (gegen 1872 mehr „52,780 Thlr.).
.Die etnzelnrn Bundesstaaten Waren an dsr oben angrgrbenen Sollemnabme folgendermaßen beibeiligt: Preußrn mii 52,391,543 Thlr. (1872: 47,250281Thlr.) u_ndzivar: Osipreußen 1,975,495 Thlr. (1872: 1,810,75() Thlr.), Wejipreu en 1,771,551 Thlr. (1872: 1,631,212 Thlr.), BrandsnbUrg 6,88 .929 Thlr. (1872: 6,059,057 Thlr.), Pommern 3,317,320 Thlr. (1872: 3,111,428 Thlr.), Posen 2206440 Thlr. (1872: 2,058,]_03 Thlr.), Schlesien 6,189,040 Thlr. 1872: 0318476. T1)lr.)„S.1ch1cn 9.761,594 Thlr. (1872: 8,313,599
l)lr.), (“ZchlrßWig-Holstem 1,708„518 Thlr. (1872: 1,663,305 Thlr.), Hanncvcr 4629510 Thlr. (1872: 3,816,232 Thlr.), Westfalen 2,708,077 Z:.hlr. (1872: 2,588,080 Thlr.), Hessen - Nassau 2,497,008 Thlr. (1872: 2,217,478 TMN), Rheinprovinz 8,739,062 Thlr. (1872: 8,662,554 Thlr.), scrner dic Hdhcnzollcrnfcheén Lande mit 52,114 Tblr (1872: 48,866 Thlr.), Zauenburg mii. 33,606 Thlr. (187.2: 34,055 Thlr.), die HauPt-Zollamter in: Lübeck mit 325,201 Thlr. (1872: 298,650 THW,), Bremen mit 469,225 Thlr. (1872: 385,124 Thlr.) und Hamburg nut 1*,310,285 Thlr. (1872: 1,005,476 Thlr.); end- lich: Bayer:) mrt 3,540,349 Thlr. (1872: 3,834,693 Thlr.), Sa_chfen _ mri , 5,403,154 Thlr. ( 1872: 4,806,408 Thlr.), Wurticmberg mrt 1,655,039 Thlr. (1872; 1,522,956 Thlr.), Baden nut 2,449,561 Thlr. (1872: 2,374,694 Thlr.), Hessen mik 1,513,861 Thlr. (1872:1,300,730 Thlr.), Mecklenburg-Scbwcrin und Sirelilz mit 521,200 Thlr. (1872: 492,273 Thlr.), Sac'HJen-Weimar mii 238.634 Thlr. (1872: 191,096 Thlr.), Oldenburg rnit 479,997 Thlr. (1872: 288,606 Thlr.), Brannschwrig mit 1,978,949 Thlr. (1872: 1,513,845 Thlm, S_achsen-Meiningen mii 457,82] Thlr. (1872: 387,371 Thlr.), Sach1en-Alienbnrg 111111135097 Thlr. (1872: 171,973 Thlr.), Sachsen-Coburg-Goiha mit 216,742 Thlr. (1872: 188,795 Th!r.)- Anhaltn111„1,525,910T[)lr. (1872: 1,352,541 Thlr.), Schwarz- burg-Ruddlstadt rnit 97,192 Thlr. (1872: 91,238 Thlr.), Schwarz- durg-Sqndersbausen mit 35,968 Thlr. (1872: 32,844 Thlr.), Reuß a. L. mW 19,031 Thlr. (1872: 19,639 Thlr.), Rruß j.L. mit119,602 Thlr. (1872: 118,243 TM.), El1aß-Lothringen mit 4,575,874 THÜ". (1872: 3,200,176 Thlr.) H1crzu treten sodann noch die im Groß- Herzogibnm Luxßmburg vereinnahmtrn, mit dem Reiche gemeinschaft- l1ch€n Abgaben im Betrage von 655,858 533le. (1872: 324,854 Thlr.)
München, 1. Januar. Von gesirrn bis 561118 Adcnd sind hirr an Ch olera 8 Erkrankungsn und 4 Todesfälle vorgrkommcn.
. _ Der dc'szche uzid östrrreickzisck-e Leincn-Jndnstrie-Verein, ivelchcc 111B1elcscld seinen SLH hat und dem ca. 300 bei der Leinen- und Flack)s-Jndus_tr1e intercsiric Firmen DeukschWnds, Ocstsrréichs, Eng- lands, Belgte-ris,“ Italiens und dcr Schivciz angehören, hat sich eine gcnaue Stairsiik drr in Deutschland und Oesterreich auf Flachs, Hanf, Werz; und_Jute laufenden Spindrln, sowie der mechamschx'n ststnblc fur Leinen, Dran, Segeltuch und Halb- 1e1nen zusammengxsteklt, Welche diE Handelskammrr zu Bielefeld in ihrem JahreWertxht pro 1872 veröffentlicht. Danach bestehen in Deytschland rn diesen Branchen jetzt „ 71 Spinnereien mit 303,988 S_pmdeln und 56-1necban11che Webcreirn mit 6019 mechanifchen Web- stuhlrn, Wogcgen 1m Jahre 1870 erst 261,022 Spindew bestanden, so das;, M 3_ Jahren drr Zuwachs 42,966 Spindeln beträgt. Oesterrcichs Spmxxeret ,hat in diesem intraume um 2396 Spindeln abgenommen und zghlt_1eßtt394,3-15 Stmk. Auf die einzelnen Länder Deutschlands vertheilt ftw dre S_pmdelzahl wie folgt: Preußen 207,950 Spindeln (davon 43,096 allem im Bielefelder Bezirks), Sachsen 43,078, Bayern 24,462, Württemberg 13,498, Baden 4250. Oldrnburg 1700, Braun- fchwcig 75:00, Bremen 1250, Summa 303,988 Spindeln.
_ Die Schiffahrt Dänemarks hat im Finanzjabre1872
_73 zngsnommrn. Es sind im Ganzen 90,683 Schiffe (5200 mehr '
als in 1871_72) 'mit einer Siauung von 957,757 Kommerzlastcn (50,000 „me'hrnald im vorhergehenden Jahre) cin- und ausklari-rf Wor- den. Dte_1nland1ft1)e Schiffahrt umfaßte 48,971 Schiffe mit 319,469 Kdmxyerzwten, Jn auslandiscber Schiffahrt wurdcn 42,612 Schiffe mit einer c“t'cmung von 638,288 Kommerzlasten cxpedirt. Unter den fremden Natronqn, Welche an der inländischen Fahrt auf Dänemark Theil neixnkn, 1stSchWeden die wichtigste; fie beibeiligt sich mit 8240 S tffxen. und 78,728 Kommerzlastcn; darauf folgt Norivegen mr_t 4291 Schiffen ,und 74,551 Kommerzlasten; Schlesw-i und Hol- stem Mit, 2466 Scheffau und 15,590 Kommerzlasten; Deutßchland mit 965,Sch1ffen und 20 262 Kommerzlastrn; Großbritannien mit 599 Schiffen und 26,266 Kommerzlasten; Rußland mit 290 Schiffrn und 13,518 Kommerzlasien und die Niederlande mit 245 Schiffen und 5807 Kommerzlasten.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
, _ Die Nr. 1 der Wisse11fchaftlichen Beilage der Letpzzger Zeixung vom “1. Januar hat folgenden Inhalt: Im Paradies von Tirol. _ Rezensionen und Besprechungen. 7
Nach dem Vorgange der Professoren Virchow und v. Holßendor smd m der_Schweiz 6 Professoren (Desor, Hirzel, Kinkel, A. Mülfx 1er und Ruttmeyer) „zu Aarau, Basel, Neuenburg und Zürich zusam- uiengetrxtcn, um eme Fortlaufende Sammlung „Oeffentlicher Vortrage, gehalten 111 der Schrveiz“ in dcr SchWeigbäuser- skbxn Buchhandlung “(Berno Schivabe) in Basel zu veröffentlichen. Sie haben zu Mrkardeitern eme Reihe von namsxasten SchWeizer Gelehrten ZcWonnen, Welche guf den„verschicdejien Gebieten der histo- rischen, Kun t- und Ngtrxrwißenschaffen die Aufgabe überndmmkn, die Res_ulta_te i)rer Svezralstudien de"m gro eren Kreije der Gebildeten zugan-Zlich zu machen. Die erivahntc ammlung, von welcher der
"neu; mehr als 70 Firmen beschäftigen 2200_2400 Nähmasch
erste, Band und _die größere Hälfte des 2. Bandes in 30 Vorträgen vorltrgt, darf_n1cht allein wegen des wertthUen und mannigfaltigen Inhalts der einzexnen, Hefte, von denen jedes einen Vortrag enthält und besonders kaufstcb rst, ein allgemeines Interesse beanspruchen; mehr _noch Wegen ihres etgenihümlicben nationalen Charakters. Von _ScHWetzer Gelebrtxn hrraUSgeg-ben und verfaßt, bildet dieselbe in ihrer _Gejammihett gewissermqkßen eine literarische Vertretung des gegxnwartt'gexn Stande; der Wisenschaft in der Schwckiz. Da die uze1sten d1e1er Vortrage 1n_den_Städien der Schiveiz 159118 in Ver- emen, iherls, allgemem. zuganglich, wirklick) gehalten find, so geben sie zugleich eme authenttsche und urkizndliche Auskunft über die dor- tigxn Interessey der allgemeinen Bildung und die Verbindung der Wissenschaft mit dem Leben.
Von dtxjem Standpunkt aus nehmen wir Anlaß, übrr den In- halt_ der 1319er ersch1en§nen Hefte die folgende Uebersicht zu geben: Pros. 121". E. Desor, Dre Sahara. _ rdf, 131“. G. Kinkel, Die Malers: der Gegenwart. _ Prof. Dr. A. Wer, Die ältestcn Spu- ren des Msnscben. _ Prof. Dr. L. Hirzel, Goethe's italienische Reise. _ Prof. Dr. H, Dor, Das Siereos op und das stereoskopische Sehen. _ Prof. 131". H. Belm-Escbeziburg, Charles Dickrns. _ Albert Heim, Aus der Gesch1chte der 'Schopfung. _ W. Wackernagel, Usber den Ursprung und die Eniwtckelung der Sprache. _ Fr. Kinkelin, Ueber Ernahrung. _ Prof. Dr. S. Schwendener, Aus der Geschichte der Kulturpflanzen. _ Prof. ])x'. Jul. Oppert, Grundzüge der assyrischen Kunst. _ Dr. H. Mos, Lexfings Bedeutung für das deutsckze Drama. _ Prof. Nr. I. Rad. Rayn, Das Erbe der Antike. _ Prof. 131: Tobler, QW fremden Wörter in der deyisckyen Sprache. _ Prof. Sa- iomon Vogelm, Ueber das Verhältnis der Cbristcn zur bi[dend§n Kunst, __ PrOs, ])r, E, Schönberg, Die Frauenfrage. _ 01“. H, Gcl- zer, Eine Wanderung nach Troja. _ Dr._Ad. Hirsch, Die Stern- schnuppen. _ ])r. H. Steiner, Ucber hebräi1chr Poesie. _ G. Meyrr von Kronau, Die Sage von der Befreiung der Waldstäite.
, London, 31. Dezember. Wie die „Sun" Vernimmi, bat dic Konrglzche Gedgrapbisch? GeFellscbaft aus glaubwürdigcr Quelle die Nachrtcbt erbanlien, daß die unter drm Befehle des Likuic- nant Cameron zur Unterstutzung Livingstone ' s abgefandte Expedition gegexn Etzde August Unvanyxmbe erreicht hat. Da dieser Ort etwa zwei Drittel des Wegßszwzscben der Küste und UdsÖidfchi, wo Herr Stanley dcm _ ])1'. Livingstone begegnete, gelegen ist, darf man in Kurzem Nachrichten von dem bcrübmirn Reisenden erwarten.
Getverbe und Handel.
Berlin, ZJanuar. Vom Berliner Pfandbrief- 11111111 sind bis Ende Dezember 1873_ 3,485,600 Thlr. 4Zvrozec§iig1e und 1,771,100 Thlr. 5Prozentige, zu10mmen 5,256,700 Thlr. Pfandbrieid auSgegsden. Es sind zugefichert, (xder 11011) nicht abgrdoben 1,271,500 Thlr., m der Feststellung bégriffsn 8 DarlshnsgesuöhL auf Grundstückch zum Fenerversicherungs-Wcrthe von 220,400T111r., im Laufe drs Mo- nats Dezcmder 1). Is. atmemeldek, _15 Grundstücke mit einem FMN“- WrfichcxrungZ-Wertl) von 575,175 Thlr.
. _ Die“; „Zeitschrift für Griverbe, Handel und Volks- Wir11Z'1CHTZst“,-OM(M des Ober1chlesischcn berg- und hüt- tenmannrschen Vere1xis,“. redigirt_ von Dr. Ad. W. Franß zu Bxuthen OSM.“ en_ihalt 1111 Schlußhefte ibres )(11. Jahrgangs 1873 Nr. 11: Llnxnndigung (Umwandlung drr Zriiscbrifi in ein Wochenblaii), _ Die Crixödnngrer Cisenbabntarifd. _ Oberstdlcficns kamdustrie und sm Mick ans dsn Zink Weltmarkt. _ Hamburgs Handel und bandelssiatiftisMr-Fortschritt im Jahre 1872. _ Literatur („Inhalt der Wrchrnschr1ften fUr Bergbau im Jahrr1873). _ Referai nbcr 11nd (1116 Druckschriften. _, Gesetzgebung, Justiz, VLrWaltung, Yoltzer , (Sonnktags rilrgung [*exm Bergbau. Neurr Packci- und
erth-Porioiartf. usstschr Paß-Vrrordnungen. Patentertbeilungcn. Bergschule zu TarnoMß. StrioßezWang-Bcstrafung). Produktion, Handea, Verkehr (Lombardbefugmß der Staatsbankstellen. Bedürf- nisse, Llyfggben und Bestrebungkn der Eifrnindustrie. Deutsche Draht- fabrrkattrnn) Rußland. (ZdelmeiaÜ-erkxhrnnd M;."n-„z rägun cn. Kohlen- verkchr Berlins". Sxkundarbalmen. Guterv'erkebr “derTCYsenba )nen. Handel und Verkehr wahrend der Wiener Wclt-Ausstclkung. _ EisenbaHn-Tarif- Aenderungen). _ Vc_r€1nsanqel999118211611 (Vercins-Zeiifchrifi. Aerssgan ])1'. Wedding und Aniwvrßchreiben). _ Literarische Ankundtgungcn. _ Anhang: HandelskmnmcrdrriÖie (Posen, Wäl- denß11rg,'8a11dcshui, Lgndan, Hirschberg, Danzig, Hannovcr, Justrr- burg. Tilsit.) _ Bcrlagen: Vrrrins-Bibliothrk-Katalog (nur für Mitglieder des Obcrscbl. berg- und l)]"iitenmänniscbcn Verrins). Urbsc- sichtxn dcr Grub"en-, Hutten- und Salinen-Produktion, soww dryVerixngluKuygrrZ beiin Brrgdau in Preußrn für 1872.
(D1e1e Brtlagen, www.Ttxxl und JnhaliSregister des J'rthrgangs 1873 und das Nmnensverzmchmß drr Vereiiisnriiglirdér werdcn den ersten 2111111111001 ch Jahrgangs 1874 [*rigslegt Werdén.)
Mit Bégmn d1€ses tlxres 11111. Jaqrgangs crschsini die „Zefi- sckxrisi s11r"Gew'arbe xc.“ wochenilicb jeden Donner si 1111, 311 dcm v isrieljai)r11chen AbonnemenéSprsise yon 20 Sgr. Alle Post- Ausialkcn und Buchhandlungen nchmrn BestSÜungcn an. .
_ Nach_ dem JadreHberichi der Handclskammcr 311251912- fe1d (umfaßend dte Kreise Bielefsld, Halle, Wiedcndruck nnd cinsn Thcil des Hreqes Herford) xst der Hausbau im Bezirk“ so im AH- nel)_1neu„1*cgriffe_n,_rc1ß derselbe kaum nyc!) drr: Bedarf der heimisckxn Srtlereten befr1_cdigt. Der Flczcbsdau ist _zivar krdkutcnd, drr Konsum der 43,096 Spindeln des Bezirk's aber 10 erheblich, daß im Jahre 1872 noch 121,863 Cir. FlgchT 1111 Werk!)? von 24 Millionen Thalern, meist aus dem Auslande eingesülxrt werdcn mußten. Die Juicfabri- kation “hat, so zugeyommen, daß die Handelskammcr drn jäl)rlichcn K_dnfum dtrscß Rohstoffs auf 6 MtÜion-In Cir. im Werthe von 35 bis 40 M1Ü10nen Thaler “liereöhnet, Wovon auf Deuffchland mit 25,000 Spindelx und zadlrerchep mechantschsn Webesiiihlrn ein ['Sch- tender Théil fallt. _ An Ssemkdhlen wurden im Handklskammer- bezrrk, tm Jahre 1872 23,440_Wc1ggons (11 100 Cir.) grgen 22,348 Cir. m 1871 bezogen. Die Eiicnindustrie des Bezirks dehnt fich von Jadr zu Jahr_ mehr aus. Die Firma Karl 11. Th. MoÜc-r zu _Kupxerhammcr bei BMW»? fertigte in 1872 1,271,700 „Psd. Ke 16159026, 749,800 Pfd. Eisenguß und 6400 Pfd. „MasstnT und oihguß. Die, erminniuZHükkc vcrardeiirir übsr ] 9111111011 Psd; Roh- _und Bruchetsrn zu Ma1chinenihcilen, Oefen 20 Die Rahmasclmncnfabriken haben ihren Beiricb verdoppe'lt und im Jahre 1872 12_13,000 M111chiurn fertig gestellt. _ An Cement wnr- dx'n aus B1€[Lsé[d 105,772 Cir. vrrfendei, gcgen 94,825 Str. in 1871; dt? Gßsammiproduktion wird auf 50-60,000 Tonnen veranschlagi. Dre Ziegeleixn wurden sehr lebhaft beschäftigt; die Kalkdrdduktion in Braéxwede wird auf, mehr"als 120 000 Cruvcranfchlagt. _ Die chrmischcn Fabriken, dxe Fabrrketr fur Asyßalifilz und Glas warc'n ebrnfalls im 0011611 Betrieb. Die im Jahre 1872 in Biclefcld gegründete Korkcn- fabrik von_ Hemmelskamp und Hennig steÜte wöclzcnüich bereits 180,000 Stuck Korken fertig. .Die städtische GaLanstalf in Biclcfeld
produzirte im Geschäftsjahr 1871/72 22535300 be. Gas, 12 ;ck -
inehr als 1111 Vorjghre, _ Die Kornbranniwrin-Brcnnrreicn haben nn Jahre 1872 re1ch11ch 8000" Ohm zu 47 % Tralles produzirt. Der Ab aß vdn Hefe war beschrankt. Die Vicrproduktion wird auf 46,000 cktoltter verapscblagt. Die Zuckerwaarenfadxikation hat sich im Jahre 1872 verdreifacht und 12,500 Cir. Zucker verarbeitet, Mit dem letsch- Und"Fettw11are_nhandel, der jahrlich MiÜionen umseßi, beschafttgxn sich uber 70 Ftrxnen. Die Tabaks- und Cigarrenfabriken hatten Mit manchexi Schimxrrgkeiten zu kämpfen; das Cigarrengefchäst, wxlchrs von „14 großeren Firmen betriebrn wird, War im Ganzen gün- stlg. _ Dre Waschefabrtkation hat wiedér an Ausdehnung gewon- _ , ' inen und uber 3000 Arbexiermnen und haben einen Umsaß von 21_2:F MiÜio- nken Thalern. Dte Rapensberger Spinnerei batte in 1872 durchschnitt- lrcb 20,067_Spmdeln m Betrieb, gegen 19,250 in 1871 und produzirtc 509,535 Bunde! "gegen 514,142 in 1871. Die Spinnerei Vorwärts parm 200,777 Buddel, gegxn 181,483 im Vo 'al)re, die Birlcfelder
ktrengefeÜschqff frxr mechantsche Weherei 63,22 Stück Leinenwaaren, gegen 62,561 1111 Vorjahre. Dre Bierchereien hatten ziemlich denselben
Geschäftsbekrixb in Leinen und Damast (130,000 Stück) wie in 1871,“ dagegcuihat die Garnbleicherei (42,768 Ctr.) zugenommen. Die Segel- iuchfabrikkn „baden _700 Spindxln und 40 kaestühlk im Betriebe. Mit dsr Seideniydr111ric beschäftigen fick; bcrcits 5 grössre Firmén. Die Tepptcbfabrtkl? von Korte und Co. in Herford befxchäfiigt 120 Arbeiter. An Plgfch wurdm 2826 Stück : 127,150 Meter produzirt. YiedSaJaxfaWkÉn HerYrd-F Yalrldeixketx Z0§Z00 Stück Schaffelle. n er a rern r1 von - . , a ro m ,)1 r d en Werdcntä li 7000 Pfund Papier fertig gestrÜt. g ff 9 ck
. Wien, 3. Januar. (W. T. B.) In der gestrigrn gemeinschaft- llch€n S1Zung „dcr Direkiidn und des Ausschusses der National- bank1stdefin1t1v bxschlosten wordcn, für das zweite Halbjahr des J.1[)re's 1873 eme Dividetide von 37 Fl. zur Vertheilung zu bringen. DerRestrvefdnd wird l):erdu:ch schon mit Ende des Jahrcs1873 auf dir Maxxmalhohe dri“: 18 Millidnrn F1. gebracht.
„Warschau, 31. Dezember. Einem amikicbcn Nachweise zufolge fungirien _1111 Jahr? 1872 in Rußland 235 städtische Banken, wrlch€ zmqmmen em Anlagrkapital Von 11 Miklionen RuHcl und ein Reservekapckal von 1,800,000 Rudel besaßen. Der Gesammtumsaß dieser Bankcn beirug 200 Miklionen in Einnahme und 198 Millionen m AuWade, Einlagexi Wurden angsmommcn 83 Millionen Rubel, Darlebne eribrrlf aus“ Effekten 10 Millionen Rubsl, auf Waaren 400,000 Rube[,'W€ch1e1 diskdntirt 68 MiÜionen Rubrl. Vorschuß- vereine 93111 es in demselben Jahrc in Rußland 62 und es wurden neu gegruydei 101._ „Handelsbanken auf Aktien waren vrr'Handen 37, _Vrrenie fur gegenisxßgén Krcdif 39, ländlick)? KrediiVLreiné 21, land- 1chafilrche Banksn 1, Vereine für Handelskredif 1.
Stockholm, 29. Dezember. Jm „Aftonbladsi“ hat rofe or Nordsnskrö1d, erchcr vor Kurzem die SiéiukolNrngngdrnffiU Schoonrn bereist b_ai,_ eme Erklärung abgegebrn, worin rr seine Usbek- zeugung dahin auswricht, daß im nordwrstiichcn Schoonen fick) gro Strecken wrrt[)vo[ler_Kos)len[«1g-er befind-rn, und daß die inländis e Sirmkohxen-Jndust'rie, wenn die Sache in rirbriger Weise angefaßt wird.,außrrordentlich voriheileringend für ganz Schwcdrn 101110111 wre fur die betrrffendkn Privatper1onen wrrden könne. '
Verkehrs-Anstalten.
Kopenhagen, 2. Januar. (W. T. B.) Das Lcucbiickoiff „Schult; Grund“ _ist gestern eiqgezoqkn wordrn. Das Leutschiff ,Trtndelen“ Hai seine Station gleichfalls verlassen, soll aber wieder auSgelrgt Warden, sobald die W1tterungsv6rhälinissc sdlchrs erlauden.
'_ Aus Lima wird der „21. A. C.“ gemeldri, das; die peruanische Regierung der Telegraph-Cor_11trurtidn-Company in London eine Kon- zession zur LsgunZ einrs- unier1€eischen Kab-21s von Panama nacb Perugnischem 03011161 eri[)ei]t [)611. Das KWA wird eine Länge von Circa 1000"(cng111che) Meilkn haben, und, wie verlauiet, find Un- trrhan'dlungexi xur mr_i _chigkabrl nacb (5,5111 im Gangs, wodurch so- 11111 die erikusie AsrrYas 710 dem System dcr West-Jndia & Panama- Cdmpany m iclegrap1111chx Verbindung mit drr Welt gsßracbi werden wird. ,_ Wie der,„Dg1ly-Trlegrapl)“ erfährt, soil ein neues Kabc'1 fUr die gngld-amrrtkqmstßc Tclé'graphc'n-Gssrllschafr angkfértigt wer- drn,da§1m Laufe DTCJSÉZ Jalyrss von England nach New-York gelégi wrrdrn wird. *
Aus dem Wolff'schen Telegrapden-Bureau. “ Yorn, Soririabeird, 3. Iammr, Vormiitags. Anf Antrag 09rsK1rchen=Direthn „301 der Berner RegierUng-ZMUW diesc)- foritge Aufhebung des Klosters dcr Ursulinerimwn in Pruntrui
beschldffcn.
Königliche Schauspiele,
Sonntag, 4. Januar. Opernhaus, (3. Vorstellung.) Morgand. PhgirtasttsMs BaUct in 32111811 und 1 Vorspiel von P. _Taglidm. MUfik von Hertrl. Eloa: Frl. Adele Granyow, vom Kaiserlichrn Hoftheater in St. Petrrsbnrg, 0ka Gast. An- fang 7 Uhr., MiitcL:Preise. „
Sckzausyielhaus. (3. VorsteUUng.) Die Nenjahrsnarht. Scck]auspiel m 1 Aki 0011 Bonedix, Hierauf, zUm ersten Ma1e wxedsrhdlt: Ein Afrikareisender. P!nuderei in 1 Akt von Emile de_ Na]ac, deu'tsck] 0011 A. Winter. Dann, zUm erstcn Male wwdrrholt: Em Portemonnaie. Scherz in 1 Akt von Bernhard BUsck). Zum Sck][uß: Dir Dienstboten. Lebensbild in 1 Akt von R. Benedix. Anfang 7 Uhr. Miitrl=Preifa
_ Sonnrcxg, 4. Januar. Im Saak-Theatcr des König- lrc1]en Schquolelhanses. Dritte Vorstrüung der französischen Schau- spielLk-GescllWaft. 1.105 710111 Z01'90115. (301110010 011 5110105 011 01050, 1101“ 511". 7101011011 8010011.
Parquei-Logcn und Tribüne 1Th1r. 10 Sgr. Parterre- Logen 1 Thkr. Zwriter Rang Logen Und Ba1kon 1 Thlr. Parterre 15 Sgr. Pdrferrc Siypwy (sofern die fiir dic Studi- rcnden rcsermrten Billets iiicht voÜständig abgehoben sind) (171 der Abendkasse 20 Sgr. Dritter Rang- Sperrfiß 15 Sgr. Dritte Rang Prosceniums-Logen und Amphitheater 10 Sgr.
Montag, 5. „Januar. OperndaU-Z. (4. Vorstellung,) Der Pr'ophxi. Oper in 5 Akten nack) drm Französsrhexi des Scribe, bearbeitet 11011 L. Re[lstad. Mufik von Meyerbeer. Ballet von Haguet. Fides: Frl. 21116113 aus Wien, als Gast. Bertha: Frl. Grossi. Johann von Leiden: Hr, Niemann. Graf Oberthal : Hr. Schmxdt.“ Anfang da[!) 7 Uhr. Mittel-Prcise,
. Schau1ptekl)0ch. (4. VorsteÜung.) Aschenbrödel. Schau- spiel in 4 Abthrikungen von R. Benedix. Elfriede: Frl. „Kra- mer, vom Großherzoglicßdn Theater in Okdcnburg, als Gast. Anfang halb 7 Uhr. Mittel-Preise. .-
, Dienstag, 6. Januar. Opernhaus. (5.V0rste[1ung) Dic werße Dame. Oper in 3 Abtheilungen, nach dem Französtsckzen des Scribe. Musik von Boieldieu. Anna: Frl. Lehmann. Jenni]: Frl. Hanpt. Gaweston: Hr. Fricke. Brown: Hr. Schott. Anfang 7 Uhr. Mittcl-Preise.
. Schauspicllxgus. (5. Vorstellnng.) Torquato Tasso. Schau- spiel in 5 Aufzugen von Wolfgang von Goethe. Anfang halb 7 Uhr. Miitel-Preise.
Diriistag, 6. Januar. Im Saal-Theater des Königlichen Schausprelhauses. Vierte «Torstellung der franzöfischen Schau- spreler-Geseklschcift. 001111011113 1'81111'380111011011 110: 11:16)- “1211111178. 0011106113 011 5 110105, 011 111088, yar 1111110. 13111110 (10 (3101111111.
Es zvird ersucht, die Meldekarten (sowohl zu den Opern- haus-, wre zu den Sek]ausprelhaus-Vorste11ungen) in den Brief- Lasten des OperxihausesU welcher sich am Anbau desselben, gegra- uber drr Kathqlt chen KMM, befindet, zu legen.
Dieser BU kasten ist täglick; für die Vor“1211ungen des fol- genden Tages nur von 10 bis 12 Uhr Vormittags geöffnet.
Die tn den Königlichen Theatern gefundenen Gegenstände können 'vo'n den Eigentlyümcrn inuerßalb 4 Wochcn bsi dcr Hairspolrzet - Inspczkloren S cheWe (Opernhaus) und Hoff- mc1s16r(Schaus"ptclk)aus) m Empfang Zenomnren werdcn. Erfolgt die Zu'ruckfdrderung der betreffen en Sachen in den angegebenen Frist nicht, so werden dieselben den Findern obne
Weiteres angehändigt.