1874 / 5 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 07 Jan 1874 18:00:01 GMT) scan diff

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zur Reorganisation der Kanzlei des Königs vorlegen und ichon mit dem nächsten Jahre an die sämmtlichen Beamten „inder- selben eine Theuerungszulage auszahlen, welche für diejenigen, deren jeßige Gehalte MW 5000 Rll). smd, 30 Prozent und fur die mit höheren Gehalten 1500 Rth. betragen soll. Darn_ach würde also künftig jeder Departementschef mit Mietheriaß 18,500, jcder Expedüions : Sekretär oder künftiger Bureauchxf 5840, jeder ProtokoU-Sekretär oder künftiger Kanzlei-Sekretar 4450, jeder Kanzlift 2340 und jeder Kopiß 1300 Rth. er-

halten.

Asien. Ein Telegramm aus Penang vorn 3. Januar berichtet, daß das niederländische Geschwadcr, welches von_ der Flotte vor Atchin nach Pedir entsendet worden war, um_dieses Gebiet für die von seinem Radja dem Sultan von Aichm zu- geführte Verstärkung zu züchtigen, seine Aufgabe erfuiit „hat. Die Niederländer bernächtigten fich tüit einem raschen, frafttgen Angriffe der Verschanzungen von Pedir, und brannten die Dorf- schasten, wclche fie einnahmen, nieder: 400 Mann von der Marine fuhren in“ Booten mit ziemlich gutem, Erfolge den Fluß hinauf; am 31, Dezember kekzrten die Boote zu dem Geschwader zurück, und dieses trat am 1. Januar die Rückfahrt nach Atchin an. Der Verlust der Niederländer dei dies er Expedition belief ßck) auf 2 Todte

und 9 Verwundete, worunter ein Oißzier. _ Pedir, südlich den :

26 Monkims von Aichin ar. der Ostküste von Sumatra-gelxgen, war vor vier Jahrhunderten der mächtigste _Staat M jenen Gegenden und hkrrschte selbst iiber Yichin. Tiesec5_ machte sich im Jahre 1521 unabhängig und unterwarf dann die Pediresen. Pedir wird als die Reiskammer Atchins betrachtet, „so daß_ _der schleimige und eindringliche Erfolg, mit welchem die Expedition

nach jenem Plaßc angefÜhri wordrn, in den Niederlanden aks -

sehr wichiig für den weiteren Gang des Krieges angesehen wird. Pedir hat einen sehr gutrn Hafen.

Penang, “6. Januar. (W. T. B.) _ _ ländischen Truppen find dem Kraton bis auf Schiißweiie nahegcriickt und hat das Feuer auf denselben am 3. „begonnen. Dasselbe wird fortgesetzt werden, bis der Sultan seine Unter- werfung erklärt. _ Dem Vernehmen nach tritt die Cholera im niederländischen Lager in der heftigßcn Weise auf, besonders

unter den eingeborenen Truppen soll die Sterblichkeitsziffer eine .

sehr hohe sein.

_ Aus Japan meldet die „China Mai!“ dom 27. No- vember Folgendes: Die japanische Regierung ergreift. Maßregeln zur Entwickelung der Kohlengrnben. _ Die Kaiserin ware am

7. durch einen Wagenunfall beinahe gciödtet worden, aber _fie : entkam glücklicher Weise unversehrt. Die core'anncbe Frage durfte, ?

wie eZ heiß?, wieder Vcrlegenheiten bereiten. In Yokohama wird ein Matrosen-Asyl gegründet. _ Ueber dis von der pcriischenRegierung dem Baron

Reuter ertheilie Eisenbahn-Konzession verbffentjichr die;

. . , 1 ' . ' ! , .. '- amtliche Zertung „Iran m Teheran m ihrer Nr. 194 vom 19“ dieser Tage auf einem Feidß, das friiher em rcmiicher Gottesacker

Ramazan 1290 (10. November 1873) folgende Mittheilung:

Den L:"ern deZ ,““ran“ i't &? Twit"x ['ka!an daß wifcbe'n der '- - - - _ : - - . qx persischen Rezgierung uni“-5 dc-m Baron gReuirr ein Vkrirag ZbgeiÉ-loffsn 5 MULL Knochen, einen goldenen Rm; aus WM gcflochi.nem „ruht

mordin ist über drn Bau einer Eisenbahn von Rsscht nacb Buichera. '

Da nun (1er schon seit einem Monat die für ds_n Bsginn dc: Arbsiti'n und für das Lkgcn der Schienen festgesetzte Friit veritrichsa _und 9.5 offenbar geworden ist, daß Baron Reuter nicht im_ Stande 1st,_ die Bedin ung-xn 311 erfüÜ-kn und ikinen Verpflichtungrn 111 der Hauvtiaibe nacbzu rmmen, so hat die Rrgieruna, nach Mittbiilungen aus fickxerer Quelle, bciT-lcsssn, die dem Baron RUM ertdcilte Konzciüon als uni] und nichtig anzusehen, Dcr Unierncbmer ist amtlich durcb den, Tyle- gravben in Kenntnis; grießi und sein Agent in ch_eran 1chrisiltrb be- nachrichtigt worden, daß die Konzession annullirt ist und jeden Wkrib verlorkn hai.

_ Ans dem Minißerinm für Indien wird sind Serie offi- zieller Sckzriftftüäe veröffentlicht, die fick) 1":er die drohende Zungersnoth in Béngalen verbreiten. In einer aus

ucknow, den 6. Dezember datirten Dcpesckie bemerkt der Vice: .

könig, daß er nach ciner im Verein mit Sir Richard Temple

vrrgrndmmenen sorgfältigen Prüfung vorbergebender Hungers: .

nöthe „zu dem Schluß gelangte, daß die Verhältnisse dre; jetzigen

Ausstellung der neuen Gemälde-Erwcrbungen im-

KÖniglichen Museum. Im Oberlicht-Saa[ der Königlichen Gcmälde=Galerie (altes Museum) ist die LiusfteUUng jenkr Gemälde soeben eröffnet worden, wclchc das Mnisum im Laufe der [815th 18 Monate

erworben hat. Wenn schon dk]: erste Ueberbiick dcs Erworbenen ,

das Auge des Kunstfrsundes Übmaschen muß, so gewährt auch das nähere Eingehen auf die cinzslnen Kunstobjekte in mehr als einer Hinsicht die vollste Befriedigung, man einer reickzhaktigen Audwahl aus aUen Schulen und Zeiten begegnet und bsi allsr Reichhaltigkeit doch

kein einziges Gemälde antrifft, das nicht für eine historisch an: ; - bungen.

gelegte Sammlung, wie unsere Gemälds-Galerie ift, von beson- derem Intereffe wäre. Dies war auch der Gefichtspunkt, der bei diesen Anläufen maßgebend war, nämlich die Lücken der Sammlung, besondkrs was einzelne große Meister und ihre Hauptwerke anbelangt, nach und nach aquufüllen.

Ein Meißerwerk Erster Qualität ist das große Bild von Luca Signorelli, das die Mitte der AusfteUung einnimmt. Ter Meißcr war zu Ende dss 15. Jabrbunderis tbätig und hat das Verdienst, zuersj unter den wskaniswen Künstlern mensch- 1iche Körper nach den Regeln der Anatomie gemalt zu haben. Das in Fiorenz erworbene Bild, auf welches Crowe und Ca- valcazelle zuerst aufmerksam gemacht Haken, stollt den Pan als

_ Erfinder der Musik zwischen Hirten und Nymphen vor: „Tags

die weidénden Heerden, die luftige Jagd des Wildes, die strah- lenden Gipfel der Berge, Abends die Musik der Paanlöte und der fröhliche Tanz und Gesang der Nymphen, die immer zur Umgcbung des Pan gehören, welch schönes Gemälde!“ So schreibt PreUer in seiner griechischen Mythologie, als ob er das Bild vor sick; gehabt hätte. Die Röthe des Abends lagert auf der Landschaft, und kühle grünlich9 Schatten neben röthlichen Lichtern und durchsichtigen Halbschatten zeichnen die stren aus- geführten Figuren auI. Ueber das ganze Bild ist Rukée und Harmonie ausgegossen.

Ein zweites, gleichfalls mythologisches und der italienischen Schule angehörendes Bild ift das Urtheik des Midas von Leonbruno, einem mantuanischen, außsr seiner Vaterstadt fast gänzlich unbekannten Künstler, der 1510_1537 meist für den Herzog von Gonzaga thätig war. Staffeleibilder von seiner Hand gehören zu den größten Seltenheiten. In den wahren Clair-ObScur-Tönen des Bildss ist der Ein- fluß dcs Correggio unverkennbar. Das Bild gleich- faUs in Florenz erworben. Aus der italienischen Schule find noch zwei große phantajisch komponirte Wald- landschaiten von A. Sckziavone (“i' 1582, Schüier des Tizian) zu crwähnen, die mit großer Bravour auögeführt und schon

deshalb für die Galerie eine erwünschte Aquifilion find, weil sie 1 Porträt der Elisab

Die nieder: ;

indem ? ' nischen Künstler, so doch in Italien entßanden ist das wahr: ; scheinlich 1648 gemalte prachtvolle Porträt in LebenSgröße und

Jahres im Ganzen nicht schlimmer als jene in 1865 seien. Sir George Campbell, der Gouverneur der Provinz Bengalen, be- merkt dagegen in einer Note an das India-Office, in den nörd- lichen Distrikten von Bengalen sei der Mißwachs niemals so groß gewesen. Nach einem Vergleich der jeßigen Verhältnisse mit jenen von 1769 und 1865 _ den zwei vorhergehenden HungerStiothjahren _ findet er, daß 1873 nur den Vortheil früherer guter Ernten hat. Die Aussicht auf die Zukunft dürfte, wie er glaubt, durch gutes Wetter, Regen und durch Import gebessert werden.

Afrika. Mit 273-7717; auf die Unruhen in Marocco meldet das „Gibrafixr -ZZ;:i*.::iiF1c“ vom 29. Dezember, daß Rach- richten aus Fey 3217.46: cix: *.Zkzsrif, Namens Mulei Kibir, der Urenkel des Sultans :“.'c.'“ei T.::biiman, der zu Anfang dieses Jahrhunderts regierte, :; Z: (:ck-) Mann KavaUerie in der Nach- barschaft von Fez erschicxx-xxi. Der Vicekönig sandte den Gou- verneur des Distrikts Gregan'ab, um die Rebellen anzugreifen, was die Gefangennahme des Mulai Kibir und 30 seiner Leute zur Folge hatte. Mukai Kibir wird in Fez gefangen gehalten, bis der Sultan Mulai Hassan Über sein Schicksal eine Entschei- dung getroffen haben wird.

Statifiische .Nachricbteu.

Müncbcn, 5. Januar. Von gestcrn bis hcu_t_e Abend find hier an dcr Cholera 17 Erkrankungen und 15 Todcssalle vorgekommen.

_ DieStatistik desUnterrichts imKönigreickxeBayern für di? Jabrc 186970, 187071 und 1871/72, mit Rückblick-n aus die Ergebniss? frühem" Jahr?,“ bcarbeiiet von Dr. Georg Mayr, Vorstand des Königlich statistiicben Bureaus, (München 1873, _Kom- miifionsverlag von E. A. Fleischmanns _Bucbhandlung), “erscbetnt als )()(711, Hrft dcr Beiträge zur Statistib res Königskeichs Bayern. Der beroits vorlie.:cnd€ erste Theil umfaßt das, l)öbrre und mittlere UnicrriÖt-“wssen, sodann den JortbildungI-Unicrrichi, und kntbält fol- grnke Abschnitts: Univerütäfcn. _ Klerikalikminarx. __Lycc'en. _ Humanistiscbe Gymnaficn und Latcinscbulcn. _Poiytech1n_!che-Schule. _ Rcalgymnasien._ _ Jndustricicbulen. __ errrbichulxu, __ Städiiiche Handélsichnlm. _ Baqgewcrksickxuim. __ Gswerblicbc Fortbildunngchuli-n. _ Landwirtwcbaftlickxe CMNÜÜÖÜL Weihen- stephan. _ Cknkrai-Tbiernrzneiscbulc._ __ Centrai-Fdxstlebranjtalt Llicbaffcnburg. _ Kreis-LandwiribsÖa'téqchule Liwixnhdf. _ Kreis- Ackcrbauicbulcn. _ Landwiriliirbaftücbe *SPs-iial-berkur1e.__ Land- wirtbschafiliäxe Fortbildungsickyulcn. _ _Miliiärbildixngsamtaite'n. _ Akadkmie der bildcndcn Künste. _ Kunit-Gewerl*eich*iilrn. _ Musik- schulen in München und Würzburg. _ Hebammenschuleu.

Knust Wiffensthaft und Literatur.

Am 1. Januar d. Z. ist die Nr. 7 (111, Jahrg.) der illustriricn Modxzeirung „Haus und Welt. Blatt für Donixcblanr-Z Frauen“ (redigirt und v.»:lcgt von Franz Ebhardt bicrselbst) ausgegebrn worden. Dieselbe erscheint monatlich zwsimal rcer jährlich in 24 Nummern 112151124 Schnittmusjerbogen, 24 [*rÜrtristischen Beilagen und 52 kclorirten Modckurfem zurn AbonnrmentEvrrife vrn viertel- jäbrli-cb 2 Mark resp. mit den Kupsérn 4,“ Mark.

London, 3 Januar. Jn Milton, unw-3it Siiiingbcurne, wurd:-

war, ein antiker(römi1cher)Sarg ausgkgrabcn. Er enthielt

und einige bö1zerne Nägri. DicZ ist berciks drr fikbeute odkr achte Sarg, di'r in demieibcn Oris gefundrn wurdd. _

Kopsnbagen, 3. Januar. Die „Berk Tid.“ feierte gcitern den 125. Jahrestag ihres Bestehens.

GeWerbe und Handel. Berlin, 7. Januar. Vom 1. bis 15. Dezember wurde Hier an

-B r c n n m a t r r i al eingefübri: zu Wasser: 24,322 Heki. Steinkoblm 2c.

„10,457 Kubikm. Tork, 33,173 Kubikm. Brennholz; zu Lande: 585,799 Zeki. Stcinkoblm :(., 3735 Kubikm. Brxnnbolx, in Summa 610,121 Zeki. Stcinkohlen :c., 10,-157 Kubikm. Torf, 36,908 Kubikm. Brsnnbdlz; ausgrfübrt: zu Wasser: 2480 Heft, Steinkdlilen 2c.; zu Lande; 113,714 Hkkt. Steinkdblen 2c., in Summa 116,194 Heki. Sfrinkoblen 29.

_ Bis zum 30. Juni d. J, müffen die auf (qundded (3527813843 vom "22. Januar 1849 aus;)?gsbknea Herzoglicb iach1en-kobux- gischen Kasscn-Anweikungen gegsn dergieichen none (nacb Mat;- gabe des Gesetzes vom 30, Juni 1870 bergestslite) umgetauscht nin, da gcnannte Sibéine laut Ministerial-Bekannimacbnng vom 20. März 1872 mit dem 1. Juli [. J. wertbld-J worden. _Der Umtausch bai bei dcr Herzcglicben Staatskasse in Coburg zu erfolgen.

zu den frühesten italienischen Landschaften als solchen gehören ;

; und eine solche von Tizians Hund sich in der Sammlung 3. van Loo ist ein 1648 bezeichnetes Bikd: „Ruhe der Diana“

nicht befindet. Auch dieses Bild ist in Florenz angekauft.

: Erwähnt sei ferner noc!) die prächtige Skizze von G. B. Tie: , polo zu der Madonna del Rosario, welche die Decke der Kirche :

dei Gesuaii in Venedig zisrt. In dem Porträt eines jungen ' “_ _ 4 eines 761ahrigen

Mannes von G. B. Mordni aus Bcrgamo (1510 geb.) ist

' mit wenig Mitteln ein verdienstlichss Kunstwerk geschaffen. Werke

des Künstlers find sslten. _ Wenn auch nicht von einem italie-

ganzer Figur von Velaöquez, einc Per1e unter den Erwer- Mit dem Umfang eines Fallstaff gesegnet, richtet fich der Dargestellte mii einer Superiorität und dem Gefühl cines Mach1befißers auf, als wollte er eine Welt in die. Schranken

' rufen. Das Bild, eminent künstlerisch konzipirt und mit einer allen Effekt oerleugnenden Einfachhrit auSgefülth, wiirde selbst in Madrid unter den 70 Bildern des Meisters ]“ einen Rang behaupten.

Von der Hand des Nic. Pons s in ist ein weltberühmtes Bild, das von aUen Kunstfreundcn und Bestuchern Roms im Palazzo Sciarca bewundert wnrde, erworben und der Galerie einvetleibtworden, darßeUcnd die Landschaft mit der aqua 3081053 (Gegend bei Rom), das durch die Komposition ebenso wie durch die leuchtende Farbe seinen Ruf wohl verdient. _ Von einem anonymen französischen Künftler ist das Bildnis; eines Anatomen erworben, das ca. 1700 entstanden sein mag. Auffassung des Charakters wie Ausführung bekunden eine tüchtige, geübte Hand. In Florenz erworben. -

Lucas van LerJden, bis jetzt in der Galerie un- vertreten, ift ein kleines, aber sehr werthvolles Bild acquirirt worden. Es steUt den 1). Hieronymus in der Landschaft vor. Das bestens erhaltene Bild (Staffelei-Gemälde von dem Meistcr find sehr selten) ist merkwürdig durch die lenchtende und klare Farbe, welche die fickzere und gediegene Zeichnung zur Geltung kommen läßt.

Von großem Interesse ist der Flügelaltar von Hans Baldung Grün (1507), dessen Gegenstück sich in Wien be- findet. Auf dem Mittelbilde ift die Anbsiung der Könige vor- gesteUt, auf den Flügeln der (3. Georg und Mauritius. Das Ganze leuchtet durch seine frische Farbe, als ob es auf Glas auSgeführt wäre und die Sonne hindurchschiene. In Halle erworben. _ Altdeutsch, dem Holbein verwandt, ist das Bildnis; eines Architekten, welches als Holbein in Florenz angekauft wurde.

Rubens durch eine Skizze von seltener Größe und Genialitäx vertreten, das Bild, die Eroberung von Tunis durch Carl 7. daxßellend, ist von großem kunsthistorischem Intereffe. _ Sehr vollendet dage en im Figürlichen wie im Beiwerk ist das Charlotte, Gemahlin des Bruders Ludwigs

Verkehrs-Auftalten. -

Brest, 6. Januar. (W. T. B.) Der qupkcr..Europ_e' von der tranSatlantifcheu Dampnchiffahris-Gestllichaft ist heute bm angekommen.

New-York, 6. Januar. (W. T. V.) Der Post_damyfer des bal- tischen Lloyd „W aibingtou' ist gestern von Stettin na Antwerpen

glücklich hier eingeiroffen.

Aus dem Wolff'schen Telegraphen-Bureau.

Kopenhagen, Mittwoch. 7. Januar. _Auf die „an die Krone gerichtete Adresse des Folketbings ist heute die Er.- widerung des Königs ergangen. In derselben spricht die Regierung ihr Bedauern aus, daß das Ergebmß der Arbeiten des Reichstag“; zu der Dauer der Sesfion desselben m kemetn Vex- hältniffe stehe. Sie könne aber den gegenwartigen Konflikt unt der Volksvertretung nicht als den wesentlichen Grimd der vor- handenen sozialen Gährung ansehen, auf welche die Regierung ihr Hauptaugenmenmerk richten müsse. Ihr Beßreben gehe da- hin, dieselbe durch eine fortschreitende Entwickelung de_r Bx!"- fa ung und durch eine gerechte Rücksichtnahme-aufdie Bedurfmffe u das Wohl aller Volksklaffen zu beseitigen. Die Regierung könne sich deshalb nicht veranlaßt schen, dem Wunsche der Volks- vertretung, eine Neubildung des Kabinett.!) vorzunehmen, zu will- fahren. Die Regierung hoffe, daß die Rücksicht nuf das Ge- meinwohl und die Liebe zum Vaterlande alle persön11chen Motive beseitigen und die Einhelligkéit aUcr Parteien herbeiführen werde, welche nothwendig sei, um der Zukunft vertrauenSvoll entgegen gehen zu können.

Königliche Schauspiele.

Donnerßag, 8. Januar. Opernhaus. (7. Vorstellung.) E4meralda. Großes Baklet in 3 Akten und 5 Bildern von I. Perrot. Musik von Pugni. Esworalda: Frl.?ldele Granßow, vom Kaiserlichen Hoftheater in St. Peiersburg, als Gast. Vor- lthes Auftreten des Frl. GranHow. Anfang 7 Uhr. Mittel-

reise. P Schauspielhaus. (7. Vorstellung.) Dcr E(eyhant. Luft- spiel in 4 Aufzügen von G. von Moser. Ansang 7 Uhr. Mitte1:Preise. .

Donnerstag, 8. Januar. Im Saal-Theater des König- lichen Sclzauipielbauses. Fünfte Vorstellung der franzöfischen Schauspieler-Gesellschaft, “[*r0i8'ié3wez 1'8pr6885t3ti011 (16: 1.68 71611: Sar90n8. (.*-01116618 611 (xing 801.85, Qu [)!"086, par Ur. sic:- torisn anäou.

Freitag, 9. Januar. Opernhaus. (8.Vorftel]ung.) Robert der Teufel. Oper in 5 Abtheilungen nach Scribe und De- lavigne, Übertragen von Theodor Hell. Musik von Meyerbeer. Ballet von P. Taglioni. Isabella: Frl.Lehmann. Alice: Fr. von Voggenhuber. Robert: „Hr. Niemann. Bertram: Hr. Fricke. Anfang halb 7 Uhr. Mittel=Preise.

Schauspielhaus. (8. VorsteÜung.) Neu einstudirt: Was ihr ont! Luftspiel in 4 Akten von Shakespeare, mit Benutzung der Schlegel: Tieckschen Ueberseßung für die deinsche Bühne bearbeit von W. Oechelhäuser. In Scene gesth vom Direktor Hein. Anfang 7 Uhr. Mittel-Preise.

Besetzung: Orfino, Hr. Ludwig. Sebastian, Hr. Goriß. Antonio, „Hr. Münzer. Swiffsiiaupiiniinn, Hr. Schwaig. Valdntm, Hr. Kraute. Tobias von Nülz, Hr. Hilti.“ Chnttoph von Bleichen- Wang, Hr. v. Hoxar. Malvdlio, Hr. Döring. Fabio, Hr. Debntcke. Narr, Hr. Kale. Olivia, Frl. Kkßlkk. Viola,*Jrl. Mryer. Maria, Fil. Täglioni. Ein Priestcr, Hr. Sixgrist. Gerichtsdicner, . r.'Lnnd- wehr, Hr. Lickzterfeld. Diener, Hr. Berthold.

Sonnabend, den 10. Januar. Im Saal-Theater des K:“)- niglickzcn Schauspielhauses. Sechste Vorstellung der franzöfischen Sckzauspielergcseilschaft. krswic'zrd rdprézsutätiou (16: (31123 ['ayocat, €0wéäis 61] un 801.8 611 Wrz likaZ [)Zl“ 1.111". ])aul L'srriSr. [)1'8111191'8 rEprÉZSUWticin (16: Oixiuab. Coméciis su (LSM 36185 011 pr0§6 par Ist". I'déoclors Zarriérs, [)rsmiézrs kSpkÉZSUth-WÜ (]S: 1.85 170113113 (12 kipSt-UIZUZ. Goinéäis-Uanäs- i'illiz 611 1111 8.018 par Il. Is. (7111701: Lt ])arn.

)(11-7. in ganzer Figur, von Jan Weenix (1640_1719). Vdn

(ich neue Acquisition aquesteUt, von Berghem ein weibliches Brustbild, [von Karel du Jardin das: Porträt eines jungen Mannes mit einem Weinpokal, ein reizendcs Bildchen in feinster Durchführung; von A. Bloemaers das Bildniß Akten, 1643 gemalt, von großer Bravour in der Behandlung, obwohl der Künstler selbß damals schon alt war. Von niederländischen Genremalern ist ferner D. Teniers Sohn durch ein 1634 bezeichnete?- Interieur verireten, das, der frühesten Zeitdes Künstlers angehörend, bereits die künstlerische Eigenart des Malers in Farbe und Komposition zeigt. In Wien gekauft.

Von Corn. Decker finden wir ein Gcmälde in wärmsten: Kolorit, Halt von Reitern vor einer Schmiede, 1643 bezeichnet, also der ersten Zeit des Künstlers angehörend. Der Künstler war bisher “in der Galerie nicht vertreten. Das in Cassel erwor- bene Bild von A. Cnyp, Abendlandschast mit einer Jagd- gesellschaft, sowie das Interieur von I. Kick smd gleichsfalls glückliche Erwerbungen; tung, etwas dekorativ, aber den geschäßten niederländischen Künstler würdig repräsentirend.

Von Landschaften, in denen die Niederländer obenan stehen, finden wir eine kleine von I. Wynants, von A. van der Velde staffirt, und zwei merkwürdige Bilder von I Ruysdael. Die eine, Hütten mit Eichen darstellend, gehört der frühen-Zeit des Meisters an, die zweite, eine Aussicht von den Dünen bei Overveen, aus der Zeit der vollen Meißerschast, ein Kunststück der Perspektive aux einer monoton scheinenden Ebene, ein Mei- ßerstück der Beleu tung zugleich. Diese letztere ist in Hamburg erworben, ebenso das Seeftück von R. Zecman, dessen Bilder" in Galerien zu den Seltenheiten gehörén. Endlich ist ein Still- leben (Fische und Hummern) von Abr. van Beyeren (um 1650) auSgeftellt, das in St. Petersburg angekauft warde.

Es ist also eine stattliche Rsihe von Meisterwerken in der Aqutellung vereint, die für sick) allein eine Privatgalerie berühmt machen würden.

Berlin. Das C. Stangensche Reisebureau hierselbst, Markgrafenstraße 43, macht bekannt, daß die 24. Orientreise am 22. Februax c. angxireten und am 15. Mai beendet wird. Für Kairo smd 10, „fur Jem alem 6, für Damaskus 4, für Athen 2 und fiir Konstantmopßl 8 Nein 10 Perwnsu angemeldet.

dae; erstere mit heller Abendbeleuch--

age Aufenthalt angesetzt. Bis jest sind für die _

Redaktion und Readantur: Schwieger. Berlin: Veciag der Expedition (Kessel).' Druck: W. Elsner, Zwei Beilagen , (einschließlich der Börsen-Beilage.)

zum Deutschen Reichs-Llnzei

Beilage

ger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

Mittwoch, den 7. Januar

1874.

S“

Iuserateu- edition de- Bentscheu Kr z-Uzeiger-

[irh Preußisthen Staatz-Quztigerx:

Berl Wilhelm-Straße Nr. 32.

! Steckbriefe un: U3teriuchun5ß§achen :. Handels-Regifter. :. Konkurie, Subhaftaeienen, Unigebote, Vok-

Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen.

Steckbrixf. „Gegen den Arbeiter Franz Ernst Las ate in die gerichtliche Haft wegen 1chwsren Land iedensbruch m “den Aktenk2. 81/73._Komm. 11, beschlonen worden. S_eine Verhaftung hat bisher_nichc außgefübri Werden konnen, und Wird daher eryuchi, den R. La1chateim threiungNalle festzunehmen und mit aUen bei ihm nch borfindmden Gegenständen und Geldern an_ die Königliche Stadivoiqtei-Direkiion bierselbst abzultcscrn._ Berlin. den 2. Januar 1874. Königlichcs Stad:gertcht._ Abtheilung für Unter- uchungs1acben._ Kommi1fion 11. für Ionmier- Wangen. Be1chreihung. Alter: 28 Jahr, Gsburts- ort: Anspach, Größe: 58311135 ch], Haare: blond, 1._Kinxnipiiz, Mund: gewöhnlich, Geficbtsfarbe: gc- un .

Die die Einziehung einer Stemdslstrafe von dem Gutsyäibter __Herrmauu vou Winterfeld a::s Draiin betrexscnde Bekaunimachung vom 25. Januar 1870 (öffentlicher Anzeiger Nr. 23) ist erledigt.

NamslaU. den 22. Oktober 1873. _

Königliches Kreisgericht. Erste Abibciiung.

Ediktal-Citatiou. Auf die_An_k'lag? dsr König- licben Staatsanwaitscbaft hi-xrielbit vom 10. Ok- tober cr. ist miitelit Beschlusses des untkrzsicbncien Gerichts vom 23. desselben Monats JLJM 1) de;: Karl Traugot': Mühl ach Merke, 2_) den Tuch- machergesellen Karl Julius Andre daielbst, wegrn unerlaubter ?[uswanderung (m_Z §, 140 des Reichs- Strafgestßbuchs und dcs (Hen es vom 10. März 1856 Wegsn unerlaubter Auswamkrung, [UU ficb drr Militärpflicbt zu LUtZiLhM, die Uniemuéhung cröffcwt und zum mündlichcn Verfahren ein Termin auf den 14. Februar 1874. Vormittags 9 Uhr, im Sißiiugszimmcr d-cs UUtFkJZiÖUSiLn Gerichts angs- seßt worden. Die ihrcm Aufsnibalie nach nicht zu crmitieln ngsencn Angéklaßien werdrn zu obigem Tkrmin hicrdurch Yichtßütsr mit der Aufforderung vorgrladen, zur ssitgeießtxn Stunde zu erjrbeinsn und die zu ibrcr Vertheidigung dien-an-Zn Bruscis- mittel mit zur Stelle _zu bringen, oder wick): dmr untcrzcicbneten Gericht _70 zeitig 131): dem Termine an- zuzeigen, daß fie noch zu demiekben berbeigxicbafft w-xrdcn können. Im Fal]? dcs AuIbleibens der_An- geklagten wird mit drr Unikrsucbung und Eniicbei- dnng ju conwwacjzm vkrfabren werden,

Sorau- dCi) 23. Okidbkr 1873.

Königliches Krsisgsricht. Abiheilung 1.

Der Arbciirr Friedrich Ienue ans Zingsrmünde wird angeklagt, als [*kurlaubter Wshrmann. der Landwehr ausgNWnderi zx: skin. Uebrrirrinnxi grgsn §. 360. Nr. 3 des Siraigesrßbuchs und ist DCIhaib gigen denielbe'n diirch Beschluß dSZ untsrzricbnrien Gerichts vdm14.0kidber 1873 die Unfsrsuchung eröffnet worden. Zur mündlicbcn Vsrbandlunz hier-

über ist ein Termin auf den 9. Februar 1874, ,

Vormittags 11 Uhr, im Tsrminszimmrr Nr. 13 ch unierzcirbnetsn GériÖts anberaumt irrrdstz, in Wslchem drr genannte _Angsklagte zur festgéxeizikn Siuude periöniich-zu ericbcinen ,und die zu isiner Vertbcidigung dienmdm TLTUÜZMÖÜU mii zur Stkile zu bringen oder solche dcm Gcricbt sd zriiig vor dem Termine anzuzeigen hat, daß sie :wrb dazu hsrbei- geschafft Werden können. Im Falle_des LlriZbleibcns des Angeklagtsn wird mit der Untermrhung und Ent- 1cheidung ju confumxiciam gegen ihn verfahren wrrden. Cüsirin, den 14. Oktober 1873. „Königliches Krcngßrichi. Komminar für Ueberiretungen.

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_Oeifemliehe Bekanntmachung. Der Militär-' pflichiige Schreiber Karl Heinrtck) Parlow, ge- boren zu Tamiei, den 25. Oktober 1850 wird an- geklagt, dem Eintritt in den Dicnst des stehenden chores odxr der Fiona fich dadurch entzogen zu )abeu daß er ohne Erlaubnii; das Bundes ebiet verlasien hat oder nach erreichtem militärpslichß'gen Alter fich außcrbalb dés Bundeögebietes aus ält. Vergehen egen §. 140 des Srrafgeikßburhes fürdas Deutsche klch Vom 31. Mar 1870 und ist deshalb grgen denselben durch Beschluß ,des unxcrzeicbncten (_Henchts vom „beutigeu Tage die Unieriucbung er- yffnerworden. Ziir mündlichen Verhandlung bicr- uber ist ein Termm (ruf den 4. März 1874, Vor- mittags 12 Uhr, im Sitzungssaale_ Nr.] des unterzeichneten Gericbis anberaumt in Welchem der pbengenannteszgeklagie zur festgefeßten Stunde per- 10Ullch zu ericheinen und die zu 1einer Verthcidigung dienenden BewciSmitiel niit zur SteÜe zu bringen oder 1olche dem Gernht io zeitig vor dsm Termin anzuzeigen hat, daß fie noch dazu L*erbeigeschafft Werden kommt. Im FaÜe des Ausbleibens des An- geklagten wird mit der Untersuchuxg und Entschei- dung in coutuwacjam gegen denselben verfahren wsrden. _ _ Cüftriu- den 7. November 1873.

Konigltcbes Kreiögertcht. 1. Abtheilung.

Konkurse, Subhastationen, Anfgebote, kVorladnugeu u. dergl. _

[84] Konkurs-Eröffnung.

1. Ueber das Vermögen des Kaufmanns Alexan- der Waldmann m Firma A. Waldmann [&

. hier, Graupenstraßx 4/5/6 ist heute Na - Mittags 12111!" der kaufmännisaje Konkurs erö - net und der Tag der ZablyngSemstellung auf den 10. Dezember 1873 festgestvt worden.

Zum einstweiligen Verwalten der Masse ist der ?YWami Paul Zorn hier, Friedri chstraße Nr. 16,

e .-

ladungu: n. dergl. 4. Betkäxse, Verpachtungen, Sukmisfivneu :e.

11._ Die Gläubiger des Geureinichnidnkrs wsrden aufgesorderi, in dem auf den 13. Januar 1874, Vorwittags 11 Uhr. yok dem Kommissar Stadtrithter ]]r. George, uu Zimmer Nr. 21, im 1. Stock des Stadt-

Gerickzts-Gebäudes gnbxrauwten „Termine ihre Erklärungen und Vor- 1chlage uber diejBeibehaltung dieses Verivalters odsr die _VestellZing eines anderen einstweiligen Verivalters, sonne daruber abzugeben, ob ein einstiveiliger Ver- waYtungörath zu beßellcn, und welche Pcrsonen in dcmelben zu berufen 1eicn.

111. Allen, wklche von dem Gemeinschuldner etwas an Geld, Papieren oder anderen Sacbi-n im Besitz Oder Gewahrnim haben, rderwelche ihnen etwas vcricbulden, wird ausgegeben, Nichts an dmselbcn zu vérabsolgrn xder zu zahlcn, vialmrhr von dem Befiß der Gcgemtände

bis znm 17. Februar 1874 einschließlich dcm , Gerichte odcr drm Verwalter [der Masse Anzeige zii macbm, und _ NULL mii Vorbehalt ibrtr_exwamgen Reckxte ebendabin zur Konkurdmasse abzuliefern.

fandinbßbkr und andsre mit dsnselbrn gleichbe- re itigie'Glaubtgerdké Gsmeinscbnldners baben von dkn .in ihrem Bense befindlichen Pfandstücken nu: Anzeige zu machen.

1Y. Zugleich Werden al1e Diijknigen, 1v81che an die Mane Yiznprmbe 0.13 _Konkurs-Giäubiger machen wollen, hierdurch auxgexdrdert, ihre ?lnivrüche, die- 1eiben mögen bereiis rrcbtÉ-biiugig sein odcr nicht, mat dam daiür vrrlangien Vorrechte

'bts zuui_1_7. “februar 1874 einschließlich der uns _1chrisiiich_r_*der zu Protokoll anzumUden imd dkmncrch1t ziir Prusungkrr iäinmtlirihen innsrbalb der gdechtx-„n Frnt UYJMTLWLÉM Frrderungcn, sowie nach stxndsn znr BCUSUUNZ des definitiven Vsrwaliungs- - rriona Z auf den 10. Mär; 1874, Vormittags 10 Uhr, vor dem Kommiffar Stadtrichter "»George. im Zimmer Nr. 47, im 2. Stock des Stadt-

, , gerichts-Gebiiudes zu ericbemsn.

Wer. feind _Anmsldrmg schrifiiicb einrxicbi, bat eine W1chrift drrixiben und ibrsr Anlagen boizuiiigsn,

Jedér' Gxazibigcr, welcher nicht in unserem Amtöbrzuig 16111811 Wobnfiß bai, muß bsi dsr An- meldung_ Joiner Forderung einsn am biesigon Orte Wobnhaftsn'BevoUmächtigtsn OSstLÜLn und zu dsn

[ktm (1113ng611.

ijenigen, i_vzolcbkn e?- bic'r ar. Bckanniirbaii fehlt, Werden die Jmiiz - 21151172 Poier, Leni, Krug und YelchiSanwglt Niedrrsteticr zu Sachvoalfcrn vorge-

agen.

VreFlaankn 6. Januar 1874.

Königliches Siadigrricbi. Abibeilung 1. [78] Ediktalladnng.

Uebkr da;; Vermögen der Firma Joh. Mock 311 Dnderstadt ist nur Antrag dss Mitinkkabch derselben, Milbael Mdck nnterni 26. ersmbcr 1873 dsr Konkurs exdffue_t._ Lille Diejenigén, ?lch an die Konkurxmane bcbrznibrcr '»xfrir'digung Ansprüche mothen, Wirdsn auméirrdrri, ihre Ansprüchs mit dem dgxur verlanxztkn Vorzugsrschi untcr Vorlsgung der dieselben bkgrundcndsn Urkunden in dem auf

Freitag. den 13. Februar 1874, Morgens 10 Uhr aubcrainnien T_ermine anmmelden, unier dsm Rcchis- narbtbeile, dax; sic iin Nirbtannnldungéfakw bon der Konkiirsmaffs auxgciihloffcn werden und etwaiger Vorzugsrcxbxe veriuitig geben.

Zum emftwviligrn Kuraior ist der Ober-Gerickth- anwaltScbrader in Göttingen besielli.

Ju )en-mi Termin? worden die Erklärungen der Glanbiger ub-sr die PMOU des définitiven Kuratcrs und die Verwaltung dsr Masse entgegengenommen, Verglerchßverhandlungen w:"gen Hemmung des Kon- kur1es zugelegt_und die Mitglieder des Gläubiger- ausschujsesz gewahlt werdi'n.

Duderstadt,_ den 14. Dezember 1873.

Komglicch ?xmisgerichi 11. Graßbvff.

[83] kaanntmackjung.

x_Dkr (1. c]. Krakau (1. 15. Mai 1873 von Fanny Birnbaum auf _Naiban Birnbaum in Krakau ge- zogene, vdn dtejcm acceptirte am 15. September 1873 gn sign? Ordre zahlbare, bei F?rdinnnd & Moriß Frankfurter m Vrcsixcu domiziliric Wechsel über 240 Thlr. Pr. Crt. Ut angeblich in Berlin an die Brxslauer Diskoniobank Friedcnihal 91. Comp. zur Post gegeben wvrdcn und demnächst verloren gc- gangxn. .

Di:: unbekannien Inhaber diries Wechsels Werden UUfgésOkdi'kt, denielben sofort, spätestens aber in dem mn 9. ?:„ril 1874, Vormittags 12 Uhr, mr_Zimmcr xkr. 47, 11. Stock des Stadtgerichts-

ebaudes, vor _dem Stadtgericbts-Raih Siegert an- tehenden _Termtne vorzulegen, widrigenfalls dicser Wechsel fur kraftloS-erklärt werden wird. Breslau, deu 30._Dezcmber 1873. Königliches „Stadtgericht.- Abiheilung 1.

[81] Die von Johann Conrad Hofevitz, C ritians Sohn zu Sielen am 7. anuar 1826 zu l051infieu der Frau Pfarrer We ß, geb. Hildebrandt, zu Hofge1_8mar uber em Darlehn von 150 Thlr. unter Verpfandung' mehrerer Grundstücke der Sieler Ge- znarkung (errichtete Schuld- und Pfaudverschreibung ist angeblich abhanden gekommen und werden auf

!

Oeffentlicher Anzeiger.

! 5. anxosung, Amortisation, Ziaözahluns u. s. a. von dffentltcßen Vapieren.

s. Jndrx'ixieiieEL-ablifiemeuis,Fabriken u.Erthandel.

7. Ver' jedem Bekanntmachungen.

32?

KR

erate nimmt an die autorisirte Annoncen-Exy diti

dolf Mosse in Berlin, Leipzig, Hambnreg, FF:?)

furt FM" Srezltm, halle. Prag, Wien, Müntheu, Nurnberg, Straßburg, Zürich und Stuttgart.

8. Link_arische Anzeigen. 9. Familien-Nachmßten.

deshaibigsn Antrag Disjenigen, Welches an oder aus enxr Urkunde ein chbt zu haben vsrmeinen, auf- gefordert, solcheT binnsn 4 Mcnairn dahier gelténd zu i_nachen, Widrigenriiils die Urkunde „für mrrtifizirt UkÉLttMrdBek _ iere anntmachuug crfolt nur dur“ An- 1chlag am Gkrichisbkeit, g ck Cassel, am 31. Drzember 1873. Königlichos Krengericbt. Ente Abtheilung. Schultheis. [821 Die vrn_ dem Metzgermsister Carl Siebert und desse'n Ehefrau Martha Christine, geb. Bornemann, zu Carlsbafen, unter dem 4. Mai 1850 zu Gunsten des Rccbiöanwaltö Gerson Alsberg dabier über ein Darlebwrwn 60 Tblr. unier Vsrpfändung me - rc'rsr Grunditi'icke der Gémarkung Carlsbafen erricY- tete Obligation ist angeblich abhanden gekommen, und Werdcn auf deHIiLbigenAnirag Disjenigen. Weiche undder (m€x jxner Urknnde ein Recht zu haben ver- meinm, auxgésdrdori, *,olcch binnsn vier Monaten thier ge1tend 51rmachcn, widrigsnfalls die Urkunde !ur m_orttfizirt Erklärt wird. Weitere Bekanntmachung crfdlgi nur durch Anschlag am Getichtsbreti. Cases, am 31. Drzkmber 1873. Königlichcs Krkisgsrirbi. Eriks Abtheilung. S ck) Ulti) e i s.

[73] ' „Bekanntmachung. . Der Eigenthumcr Däbn zu Eicksiedt und das- 1cn Ebenau Albertine Henriette, geb. 3 [, ha- ben nach Yerlrgung ibreS Wobniißxs von (ckth- Reinkendorss bei (Hartz a. I, nach Eickstcdr di? un- ter ihnen cmstandcne Gützrgrmxinicbaft nacb der Verhandlung vrni 29. Nrbembcr cr. aU-deichldssen. chnzlgn, den 17. Dezxmbcr 1873. Komglrckws Kreisgericht. 11. Abtheilung.

[6-6] Oeffentxiäxe Ladung.

Gkgen dsr: Müiiérgsisklcn und Meblkrändlkr “?er- dinand Beueck; von hirr isi wegen bö§1ichor er- lasiung die Eheichcidungsklag€ erbobrn worden. Zur Beantwortung Zericlbc-n ist ein Termin auf _ de:; 18. April 1874, Vormittags 12 Uhr, in unterem Grr:chiölokal, Zimmer Nr. 46, vrr dem Hcrrn Kreisgericbiö-Rath Bebrisck) anbrraumt werden.

Dxr Vcrklagie wird [;_ie-rdurcb auigefordrri, sicb bsbuss Bcaniwrriung disjsr Klage bsi dem unter- zeichnetxu Gericht alsbald, und wäicstcns in dem vrrbezxichnktén Ternnn zu gcstxlikn, widrigenfalls eme [*oslicbe Vsrlanung der Ebéirau für erwiesen crachtcr, und was R2chtens erkannt Wirdcn wird.

Brandenburg, drn 29. Dezember 1873.

Koniglichks Krkisgcrichi. Abihrilnng 1.

[74] ["koekama.

In dem am 4. April 1873 bubliziricn Teßmuente dss Malsrs Johann thtlieb Krause ist dessen Srbn Gyixéw Johann August Krause zum Mitcrben ein- J€1€_ .

Dies wird demickbén bikrdiircky eröffnci.

Berlin, den 31. Drzembér 1873.

Königlicbss Stadtgericht. Abtheilung für (Zivilsachen.

[75] kroekama.

In dem am _23. Juni 1872 pubiizirim Toska- mc_nte _der Rentier thatm Philipp Wilhelm RohlJ1chen Eheleute in ,die perchelichtc Dunker, Eniilic, gsb. Rödl, zur Miterbm nnd die drei Söhne dss Tiichlergexellen Daniel Landsberg, und zivar:

" Emil, Rudolph und Hermann zu Lkgataren erncxnni.

Dies wird dsnieiben hierdurch eröffnet.

Berlin, den 31. Drzrmbcr 1873.

Königliches Stadtgeriixht. Abtbeilung für CivilfaÖen.

Verkäufe, Verpachtungeu, Submissionen :c.

Es ;oll den 22. Ianxmr im Kruge zn Dam- mxndorf nachstsbench 59913: 1. Vom frischen Einichlagch:_ 1) Im Beqang Theerofen: 58 Rmtr. Kiefern Kloben, 98 Rmtr, Kiefern Astbolz. 2) Im Bcgang _Cbawbsee 8 Rmkr. Eichen Klobc'n, 3 Rmir: Enden Aitbclz, 86 Rmtr. Kiefern Kleben, 66 Ninix. Kiefern Astbolz. 3) Im Be- gang Planbxide: 97 Rmtr. Kiefern Klobeu, 167 Rintr. Kiefern Astholx 11. Vom vorjähri- gen Einscblgge: Jm Éegan Dammendorf: 270 Nmtr. Eichen Stockholz im ZIM der Lizitatiou ö entlich an den Mcistbieiknden gegen gleich baare Le ahlung verkauFi, wozu Kauslusiigs an dem ge- dacstcn Ta 6 ans ;_Ort und Stelle Vormittags um 10 U )r hiermU eingeladen werden.

Dammendorf, den 5. Januar 1874

Der Oberförster. Beerm (: na.

(11. 25 _ Bekanntmachung.

„Jm mirage der Königlichen Regierung hicrsekbsi zvixd das unierzerchneie Haupt - Amt in )einem Ge- xchaftslvkale die auf der Brriin-Potsdamer Kunst- Ytaßelih belegene Chanfseegeld - Hebeßelle zu

es

am Montag, den 19. Januar d. I.,

_ Vormittags 10 Uhr, mit Vdrbebalt des höheren Zuichlageß zum.]. April d. I. m Pacht ausbieteu. Nur als dtSpositioUSfahig

ficb auswciiends Prrioncn, Mick)? vdrbkr mindestens

564Thlr. baar-„dder in annebmbarea Staatspavieren

bei uns zur Sicherung ibrcs Gkbkkes niedcrgelsgt

haben, wsrde'n zum Bieten zxgslaissn. Die Pacbt-

bedingungen sind von heute ab wälsrrnd der Dienst-

stunden m uni,?rer Registrafur Sinziiseben. Potsdam, dsn 5. Januar 1874. *

Königliches Haupt-Steuer-Amt. (a. 2771)

[11,26] _ Bekanntmackmug.

„Jin Aintragc dz'r Königlicbén ngisrung hicrséibst Wird _das „untsrzeichneir Hauri-Nnir in isiu-xm Ge- Ja'xtslkdklale diFhanffdér lBeYin-"rrnzlauor Kunst-

(L'? SLIM? au ee e d- - ' ueriinde . g .ebeftelle zn Schö-

am Mittwoch, den 21. Januar d. I.,

_ Vormittags 10 Uhr, uni VdrbelUli des [ck55er Zuscblags zum 1. April 1“; J. __in Pacht aquistsn. Nur 416 disdrüiiMZ- iahig ?icb aus!!)eissnds Psrirnyn, vssch€ vrrbér min- deiixns 290_Tk§[r. baar rkér in &nnsbmbaron Siaats- paptrrsn bri 11116 zur Sichernng ihr??) Gsbdtes nie- dergélegt „babén, Wirken “ziim Vietxn zugslassen. Die Y.;Öibrdmgung'm smd von heute ab während der x-tenititunden in unicrsr Registrainr einzuieben.

Potsdanx, den 5. Januar 1874, *

Konlglickxes Haupt-Steueramt. (a. 277/1)

[SYZ _ [[ d_213ek-kmdummchung. -_ 1.0 en U? «1113 SM dic"éiri V ' 1874 berocrgehendrn " I n MWK Pro 5511". 600 (Tir. kdblsnstrsrarnn Gußstabls “_ Bdbripäbns und / 800 Orr; kdblrnstbéarms (»)"Ußitabl- , Drshxpäbné * inxge dsr öffsntlioben Snbmiiiirn VSTÖUUÖM mik Lizimtionkvrrgebsn wxrdsn Und ist zu diéiem ZWEck SM Terr1nxizn I * _ am_ aunar er., Vormitta s 11“T U im Gsichasislokair dsr unrrrZEicanisxtxi DirikiiOXZir'an- berauxnt worden. _ Refssktanten wrlixn ibrs Grbcis bis zum Termine frankd, versiegelt und mit dem Vkrmsrk _ „Gebote anf_Bohr- uud Drehspähue“ aus'dcr ?[dreffe Vcriéh-cn, an die untkrzeichneié Di- rekltidn _einixnade .Ol'e-szte xn Y,?dingnngsn smd “ur Eik": i dlkffkiflßkn Bt_irean wäiércnd dEr TiZnstitundeYtauT 981891 und kdnnni gsgcn Erstariunz DLL" Kopiaiisn- (Hébuhren abicdrikilicb bezogen WO'ÉM. Spgndau, den 3. Januar 1874. Konigliche Direktion der GeWehrfabrik.

.“ .- [* Ttlstt=Me isenbahn. Tl? Lißfernug ,der: 67 Stück optischen Tele- graphen icli im Wrgs ösfenriirber Submission ver- geben WZrd-cn. * Pdrtc-rrcie Offsrrxn tvsrdrn bi? zum Termine Mittwoch, den 21.1 (;JMear er., Vormittags k- vom_Un„ier3?ick'neten ;nigégén grurmmen Dr_e_znbiniiiicnsBcdingungkn [ixxien währsnd der _Diemtitundsn iin dicsfeiiigen Baubiireau zur Ein- iicbt au; _und wsrdcn uniVeriangsn auch abicbriftlick) gsgcn Eritatiung dsr Koyialim übxrsandt. ' Tilfit, den 5. Januar 1874. Der Königliche Baurath.

[U. _181 . „_ Bekanntmachung. Fur die Kaijerliibe Werft sollsn: ca. 432 !!!,-3 kieferne Ooxmc und Zangen

und

_ „_ 940 111.2 kieferue Bohlen beichant werden;

, Lieferxngstustige Mrdsn hierdurch aufgefordert, ihre Offerten, Nriiegelf mit der Aufschrift:

_ „Submission auf kieferue Banhölzer“ veriehen, bis 311 dem am

Freitag, den 16. Januar cr. anstehenden Termme bsi uns einzureichen.

Die _Liefewngsbediugungcn liogen in unserem Bu- reau, Zinimxr Nr. 7, zur Einsicht aus und können auf pbxtdsrete „Antrags gsgen Erstattung der Kosta: abicbrisiiick) metgktbsilt werden. (a, 228/1„)

WilhelmShaven. den 30, Dezember 1873.

Kaiserliche Werft.

[62] submmtons-Eronnunq.

Zur Neupfiasternug der MünsiLr-Wiedenbrück Staatßcbguffee quf St. Mauritz bei Münster soUZ die slajteraxbeitdn auf_ 4645 Ou.-Meter Kopfsteiu- pflater, sowie, die Lieferung von pyk. 900 Kubik- meter. Kopsiteincn und 1200 Kubikmeter Pflaster- sgnd in Submission vergxben werden, wvzu die Be- dingungen auf der Gkschafisstube des Unterzeichnetm zur Cmncbt ausliegen.

O_ie Offerten müffen uuiex Bezugnahme auf die Bedingungen und „unter Beifugung eines Prob keins v tegelt, portofrei und mit der Aufschrift

p aftermtß der Münfier-Wiedenbrürker Staats- en“ is zum 20. Januar d. I., Mittags hr an den Uuterzercbneten eingereicht Werden.

ßer, den 5. Januar 1874. Der Kreiöbamueißer. Quant;

.