rere dcr gcgenwärtig géiiklidkn Strandungöordniirgcn__ans _einer Zeit stammen, deren Rechts- und Vcrwaliungsgrmidiaßc fur die heutigen Verhältnis18 thrils 1111111198111811811, ih8il§_un3ur81§brnd sind, sondem auch darin, das; das Nebcncinandcrbestrben _einer großsnßghl von S_trand- ungSrrdnungc-n, welche in ihren B8st1m11_1ung8n 1118111181) von einander abweichxn, auf manchen Sir8ckm d8r d81111chrn Küsten _Ungehörigkeiten begünstigt, 10818118 81mm für die- ganze Llußdehniing d8r181118n bestimm- ten einheitlichem (53818118 gegrni'ib8r unmöglich L_ 111 wurden. _
Manchen Beschwrrdrn, 311 Welchctx der 1ru118r8 R8chtSzustand 111 Strandungsfäiim 21111111“; gab, ist alicrdings durch die Einführung des Handelsseseßbuckis, 108111110 in den Art. 742-756 Bestimmungen über die Bergung und Hiilfsleistung in (68811011) enibäli, (1119811011811 wor- den. Dje1e Vorschrisieri des Handeng81-xkzbuchs be1chränk8n sich 1ed0ch im W81enrlich8n aus die Regelung _di'r 21n1prüche 11111 Verge- odrr Hülfslohn, während fie es 111 Betreff des V8r1a111811s der Berger, 10- wie der 238111510811 und Beamten, welche zur Beaufsichtigung derselben und zur Wahrnehmung des Jn18r1-1'180 des Staats, wi8 dcr beiheiligten Privatp8110n8n 1181111811 fixid, bei dem bestehenden Rechte belassen hab8n.
Bereit? im Jahre 1868 wurd) deshalb vom Bundesrat!) der B8- sch11113 gefaßt, den EntWUrs _81118r allgenwinen Strandungs0rdnung au_s- arbeiten zu lasicn. Nach eingehenden Verhandlungen mit den Regre- rungen der Bund85188ftaaien 111 zur AuSgleicbung _d8r hi8r1'8i hervor- geirrxenen Meinungsverschiedenheiten 81118 0011 ÜÜM diesen Staaten beschickte Kommission brru18n w01d8n, aus deren Beratbungen der 001- 1i89_811d8 Entwurf hervorgegangen isi. _ D8r181118 bezweckt. die bisher maxg8benden variikularrechtiichen V0r1chrift8n vollständig zu 11818itig8n und ?eßim Wege drr R81chsgeseßgebung durch ein 8inheitlich8s Recht zu er 8 811.
Zur Z8it gelten für Strankungsfäile an den deutschen Küsten fol- gende G818ß8: _
1. im Königreich Preußen (für die Pryvinz Prcuß8n und die ngikkUUJSbezirkr Cöslin und Stettin gemeinmm) das Aligrmezne LMÖWÖT U- 15- §§- 80-87, Welches jedoch nur einig8 allgemeine Grund1ä138 aufstrllt und im Uebrigcn auf die provinzicllen Strandungs- ordnungen_verweist. Die 1813181811 find folgende:
14. fur die Provinz Preußen die StrandungSordmmg vom 10. November 1728_ nebst der Deklaration 110111 20. ereri 1741.
1) In Ostpreußen 118111111 die fortdauernde Anwendbarkeit dieser Gesetze auf deux 01t0r8111zi1ch8n Provinzialrecht, Zusa 229.
2) In W81111r8uß8n gilt auß8rd8m das Publi andum Wegen der den Strandbewohnern 1181 Siranrimgen obliegendm Pflichtrn 110111 31. Dkzcmbkr 1801 (1110711111 00111115 601181311111101111111 krussioo-Zranäeu- bakxsnsjmu Bd. )(]. S. 1281), welches nebst den unter 1) erwäßnien G818ß8n durch das Wesineußi1ch8 Provinzialrecbt vom 19, April 1844 Y; 76 (Preuß. Gefeß-Samml. S. 103) aufrecht erhaltrn worden 111; ur das (55811181 von Danzig 11111 das ©8188, [*etre 8nd di8 Einfuhrung des westpreuß11chen Provinzialrechis in die Sta i Danzi und deren 0580181, 110111 16. Februar 1857, Art. )(. §. 2, 3 (Geetz-Samml. S. 91) einige [*e10nd8r8 Brstimmungen geiro M.
13. In drr Prrvinz Pommern kommt _
_1) _fur die Regierungsbczirke Stettin und Cöslin das Edikt, Wie es kunftig auf de_n S88kü1'18n und Stränden wegen des Sirandrechis gehaltert; werden 1011, 110111 4. April 1743 nebst der KabinetSordre Vom 13. Marz 1814 ( r8u1311ch8 G818ß-Samm1. S. 28),
2)_111r _den egrerungsbezirk Stralsund die Verordnung Wegen der Hulfe 111 N011)_ g8rath8n8r Schiffe und Bergung gestrandeter Guter, vom 14. Juli 1777 (Amtsblatt der R8gieruug zu S1ra11u11d für 1845 S. 238) zur Anw8ndung.
0. In dcr Provinz Sch18swig-H01stein gilt die Strand- Ordnun _vom 30. Dezember 1803 (Chronolog. Samml. d8r Verord- nungen ?_ur Schl85wig _und oistein S. 134).
_1), 111 der Provinz __annover die Strandordnung v0m 24. Juni 1846_(Ha11n00811ch_8 G81eiz-Samml. S. 119).
11. Fur dczs GroßHerzrngum Mecklenburg-Schwerin ist die Instruktion 00111 20. D838m118r 1834 ergangen.
111. Im Großherz08111um Oldenburg gilt der Art, 34 des Gesetzes, betreffend die Emsührung des HaanSgeseßbnchö, vom 18. April_ 1864, und daneben
4. fur dgs Herzogihum Oldenburg die Strandungsrrdnung vom 29. Julr 1844,
13. für das Furstenihum Lübeck die AUWeiiung für die Auf- 18118r 28. dt's Ost18811rand8s 110111 27, Ju[i_1820_ *
_ 117. Im Gebiete der freien und Hamestadt Lübeck kommt das Lubecker Statut von 1586, Buch 171, Tit. 3 Art. 4, Tit. 6 Art. 3, zur Amoetxdung.
17. Fur das Gebiet der freien Hanststadt Bremen ist die Ver- ordnung 111 Betreff 0011 BergungSangel8g8nheit8n vom 23. Mai 1834 ergang8n.
71. Im Gebiet der 1r8i8n und Hansestadt Hamburg wird nach der Bekanntmachung, betreffend d811 Wirkungskwis des Vogts auf N811W8rk, 11011115, Juni 1868 verfahren.
Die Y_USTNJUUJ di818r_ za111r8ich811 Partikularrckbte durch 8in8n Akt der R81chS9818tzgebung 111 81118 211111111118, _welrbe 1ch011 die Ver- fczssung der;) R81ch8 98118111 hat, 11108111 118 d81111eli18n in Art. 4 Nr. 7 die Organ11a110n 811180 gemeinfaxnen Schußes d8r d8utsch8n Schiffahrt zizr S_8_e y0r11811a118n bat. Je größrr gerade in Strandungsfäklen das Be- durfniß 811186 101ch8n Schutzes fiir di8Jn1chr811_811 d8rSchiffa11rt ist, desto drin- gender 111181111 80 1181101811, d18 G8w511rungd8118lb8n an den 118i1n11 chen Küsten in einer den 5Zln101_d8rungen der Gegenwart genüg8nd8n W8118 sicher zu 11811811, nachd8m_1ur d811 Fall der Strandung eines deut1ch8n Schiffes 1111 Aus_land8 d18_tl)u1111che _Vor10rge bereits dadurch getroffen worden 111, daß das Geieß uber die Organisation der Bundeskonsulaie vom 8. Nodemb8r_1867 (Bupdes-Geseßbl. S. 137) im §. 36 dic Bundes- kon1u1n_beru1_8n hat, die erforderlichen B8rgungd- 1111d RettungSmaß- regeln einzu18118n und zu überwachen.
Der Zweck _aiier Ma?_r_egeln, w81ch8 in Sirandungsfäiien 311 ireff811 sind, ist 8111 zweifacher: etiung gefährdeter Mensch8nleden und Ab- mndung des Verlust8_s von Eigentlmm. Die Häufigkeit des Vor- kommens _1_01ch8r_1111111118 ma_ck_1t 8s unihunlich, die Initiative lediglich der _W1111ahrigkeit_ _der Kuitenbcwobner zu überla118n und den Behordm nur d1818n1g8 Ueberwachung frc'iwiÜiger Bemühun- gen um Rettung _und Bergung zuzuwei18n, wrlche zur Erhaliixng der öfsrntlicben Ordnung erforderiich wäre. Soll den gefabrdeten Per o_nen und J11181811rn ein r8g81mäßig8r und wirk- 1aixier Schuß zu Theil 108er _10 it es unerläßlich, die Gewährung d8118111811_als 81118 0ff8n111che P icht anzuerkennen und mit deren Er- fiiilung 8198118 Bchördxri und 5 eamie zu betrauen. Zwar werden diese 1318111111) darauf angew1818n bleiden, die Beibülfe von Privatperson-en 111 A111pruch zu 118111118n; die 8811111113 der Thätigkeit dar leßtercn durch Organe der ö_ff_8ntlich_8n Gewalt Wird dann a118r eine Garantie dafür 11181811, da d1818_r_B81stand nicht_ in nutzlosen Anstrenßungrn zerspliit8rt, sondern 1) unmaßig und mit Erfolg geleistet wird. Neben 81118r 101111811 Regelung d8s StrandungÉ-Wesens versolgt der Entwurf durchweg die Tendenz, den einzeirien Betheiligien in der freien Verfüsung über 181118 P8r10n und 181n_Etgenthum nur insoweit 311 beschränfcn, als 88 zur lewendung_erh81111ch_8r _und dringender Gefahr unerläßlich ist; wertergrbcnde Eingriffe 111_ die Freiheit der Person und in 118118118nd8 Privairerhie bat er verm18den, Weil der Nußen 101ch8r Maßnath durch ihre Nachtheile überwogen wird.
ur B8grundung der Bestimmungen des Entwurfs ist im Ein- zelnen Folgenr8s zu bemerk8n:
1. Ab1chniti. Von den Strandbehörden.
Von der E1n18ßung eigenerReicbeehörden für die Erledigung der_StraridungSangelegenheiteti_11t (1111181811811 Wordcn, weil es bei (H8- 1cha118n d1818r_2111_ vorzugöw811e _auf 81m genaue Bekanntschaft mit ör111ch8n Verhaltnrssxn u_nd Gebraucben ankommt, welche bei den in den betreffenden _Ku1t1nland8rn fungirenden Behörden am Voüständig- st_en anzutreffen __111. Aehn11ck8_RÜckfichten haben dazu geführt, das; bisher d-8Ausfuhrmig sammtlicher auf die Kauffahrtei1ch1ffa11rt bezüg- 11chen 1118in9818118 innerhalb des Bundesgebiets in die Hand der Landeöb-hoxren gelegt word8n_1st, wie dies 3. B. im §. 3 des (H8- 18886, betreffend die Nationalriat der Kauffahrteischiffe, vom 25. Ok- tober 1867 (Bundes-Geseßbl. S. 35) und im . 4 der Seemanns- ordaung vom 27. Dezember 1872 (Reichs-Geseiz [. S. 409) geschehen
ist. Der Entwurf faßt daher die Skrandbehördrn als Staatébebör-, den auf, behält aber, um die erforderliche Einheitlichkeit der Ausfüh- rung des Gkskßés sicher zu stellen, dem Reiche die Oberaufsicht über die leßtcre vor;
Das Verrahren in Strandungsangrleg8nh8iten ist thrils admini- 1'traii118r, theils richterlicher Natur. Drn ersteren Cbarakirr hat es, owrit es sich auf die Thätigkeit des Reiten?- und Bergens und die Fürsorge" für die Aufbewahrung geborgener Sach8n bezieht; die richterliche Funktion tritt ein, sobald Sir8itigkei18n zu _8ntscheid8n 0d8r [trgfbare Handlungrn zu verfolgen find. Die administrativen Ge- 1ch_afte zu erledigen, sind in der Haup11ach8 die Strandbehörden [*e- ru en,
§. 1. Die_ Funktionen der Sirandbehörden begreifrn zwei Gat- tungen von Geichxiften in sich- die nach ihrem Charakter und nach Nr zu ihrer sachgemäßen Erledigung 8r10rd8riich8nQualifikation weienilicl) von einander ver1chieden smd. Di8 Leitung 1385 9181181121 und Vergens ist eine rein technische Aufgabe; fie erfordertUmsichi, Entschlossenheit und genaue Kenntnis der S88, des Strandrs und der Schiffahrt. W8rdi818 Ei 8n1cha118n befiZt, ist ausreichend befäbigi, Schiffen in Scenoth mit Crßolg Hülfe zu ringen. Andcre Anfordrrungcn sind zu steüen, wenn die Bergung voÜbracht ist. Die zweckmäßige ?lufbi'Wahrung der ge- borgenen Güter, die Bemühungm um die Ermittelung d8r Empfangs- berechiigien, die Aus10nderung und der Vrrkauf der Gegenstände, deren Werts) durch längere Aufbewahrung gesährdet 18i11 würd8, die Vrrbandlungen rnit der Zollbehörd; und dcrgl. 18138n cin8 Bekannt- 1chaft mit VerwaltunJSgeschäftcn voraus, 1081808 bei den Männern, denen die Bergung obgelegen 11111, nicht immer anzutreffen ist. An der Nordsee sind deshalb di818 [*Lidkn Art811 0011 Funkti0118n 11011 jeher v8r1chi8d811811 Beamten übertragen W0_rd811 (1ck18Swig-Holstein1ch8 Sirandordnung §§. 4, 19; [)annover1ch8 Sirandungéordnung F. 2, 4, 01d8nburgi1ck8 Sirandungsordimng §§_ 1, 8), und diese _ kennung liegt 10 1ehr in der Natur der Sach8, da); dcr Entwurf fie im Prinzip unbedenklich aufgenomme'n hat. Cr1ch81d8i die Anordnung und Leitung des Reifens und Bergens 11011 der Verwaltung der gebor- g8n8n Gcgenstände und überkrägk jene den Sirandvö 1811, dies? den Strandämtern, denen & zugleich die Strandvögte in i)r8n dienstlichen Verhältnissen unterstellt,
Die Strandämter _find nicht als eigene Behörden gedacht, deren Geschaftskreis auséchlicßlici) Strandungsirngäeg8n118itcn umfasfrn 1011; es werden viel1ne1r zweckmäßig, wie es bisher 1ch0n vielfach übli-xi) war, Lokalbshörden, w81che in der Nähe des Strandes ihren Sitz haben, zugleich mit den Funktionen der Strandämter zu [“.-trauen sein.
DiL Bestimmung d8s rrst8n Absatzes des §. 2 über die Or anisati0n der Strandän1t8r, die Abgrenzung ihrer Bezirke, die An teilung der Strandbeatnien, die R8g81ung_ des V8r11ä11n1118s d8r Strandvögie zu d8n Sirandämtern, die B8aufsichiigung d1818r A81n18r und Beamien und di8 Dienstbezüge d8_r 18131818n ist 81118 Folge d8r im Eingange erörterten 2111118111, die AuSsÜdrung der Sirandungsordnung nicht Reichs; sondern Landesbehörden zu iibertraren. Das Reich würde in _den bestehenden Organisinus der letzteren 1111110111111 störend 8in- gr8118n, wenn es die OrdUung d8r bezeichneten Punkte nicht den 8111- zelnetx Byndesstaatrxi überlassen 1001118. Ueberdi8s find die maßgebenden tbatsachlichen Verhaiinisse innerhalb der lcßieren 10 v8r1chiedenartig 3811111181, daß xs Mindestens 1811r 1chwicrig 18in würdc, in di81811 V8- ziehungrn cinhrrilixhe Normm 0011 praktischem Werth aufzustellen. Der Entwurf 118111111 172611011) die erford8rlich811 Anordnungen üb8r die bezeichneten Gxgenstcrnde dcn LandeSr-“gicrungM 00r.
Der zw81182101a13 _er §_. 2 crtheilt den leßt8r8n eine weiter- gxhcnde Erxnachiigung, namlich di8, abweichend von dem §. 1, welch8r die Strandawter und _die Sirandvögie als 511181 von einander getrennte Vehord8n l)1nstel]i, die Funktionen b8id8r ein8r und d8r18111811 Prrson, dem_V0r118h8_r des Sirandamts, zu ü118r_trag8n. D1818 Ylusna11me- bestimmung i1t aus Gründen der ZW8chmäßigk8it für ein8n Theil des OstseegebiNI rrfdrdrrlicb. Dort 138111111181 die B81chaffenheit der Küste die Bildung größerer Strandbczirk8, als an drr Nordsee, 10 daß dort die Zahl der anziiftrllendrn Strandvdgte 81118 verbälinißmäßig gerin- xre 1_8in kann_. Dieser Umstand crmög[icht es nicht 1811811, Männer ?rirdic Funktionen der Strandbehörden zu gewinnen, wclche gleich- maßig zur Leitung_ der R8ttu1ig und Bergung, wie zur Verwaltung der geborgenen Guter befähigi find._ EH licgi deshalb im Interesse drr Vereitzfachung Dkk Organi1aiion 11"1r 101ch8 Fälle d18U8b8rtragu1ig der Geschaefte dcs Strandamis-Qor 1811815 und derjenigen des Strand- vogts an ein8_11nd 1118181178 P8r10n_ auSdrücklich zuzulasscn.
_ U? 3. Die Bestimmung, da13 d8m Reiche die Ob8rau1ficht übrr d18 «waltung der Strand?ngsangelegcnheiteii zusteht, beruht auf Art. 4 Nr. 7 der Reichsverfaffung.
11. Ab1chniti. Von dem Verfahren "bei Bergung und Hülfsletstung in Seenotl).
D8_r ziveiie und d8rdri118 Abschnitt des Entwurfs 11811811 die Grundsaxe fest, nach welchen die Strandbelyörden zu v8rfa1118n 11.111811, wrnn au See ein Unsa11_8111g81r8te11 ist. DL!“ ziv8i18 Abschnitt regelt dies_Verfak)ren_f1_"1r die Falie', in welchcn ein Schiff und 181118 Ladung fich 111 989811wariigrr S88n011) [*rfindc-t und dadurch ciner G8ia1ckr aus- gc1eßt_ ist,_11m deren Abwendung es sich [)und-sli; der dritte 2111181111111 hat 018 Julie zum G8g8nstand8, in 1081111811 T118118 «inis Schiffs 0d8r seiner Ladung, nachdcm da11811*8 v0r118r 11011 8in8111 Unfall betroffen Worden, durch der! letzteren in die S88 gerathm und in Folge dessen kefißlos geworden fizid.
;Der zweite A111ch11i11 bestimmt im Ailgrmeinrn in den §§. 4 bis 14 die Funkttonm des Strandv0gt8s, in 0611 §§. 15 bis 20 dicjknigrn dcs Sirandamts.
Z. 4. Die Hülfe, w8_1ck8 der Strandvogt einem Schiffe im Falle der “388110111 zu bringen 1111 Stqnd8 ist, kann in den 1118111811 Fällen nur_dann von Erwlg [*r-gleitet 18in, _11181111 sie 10 111111811 1111; möglich gewahri wird. D8r Sirandvog_t 1111113 deshalb von jedem derartigen Unfall unverzüglich in. K811111n713« J€1Lßk_ Werden. Wer ein auf den Strgrid gcraiizcncs 0d8r 101111 unweit 0811810811 in Srenoib b8find1ichcs Sch111 wahrnimmt, 1111113 hiervon 1010r1 der Behörde Anzeige machen, wenn 111cht dir günstig 18 Zeit zur Rettung und Brrgung verstreicbm 1011, 8118 8111 Beamter dax- Schiff wahrnirnmi und 181118r1eits die G8- währung des nöthigrn Beistandesrrranlaßt Der Umstand, daß vom Lande gus nicht immer mitSicberheit1181111118iltw8rd8nkann, 01) nicht rnit dem Schiffe aucb M8n1ch8n18118n gefäßrdri sind, 18111118riigt es, d18_Erstaiiung jener Anzei 8 allgrmein als g81eßlich9 Verpflich- tung [)1113U11811811 (mccklrnburgiiche V8r0rdnung vom 20. Dezember 1834 §. 1, hannoversche StrandungSordnung §. 11, 01d8nburgisch8 Sirandu_ngsdrdnung §. 3, Anweisxing für das Fiirst8nthum 8111181100111 27. Zum 1820 §. _10, [1ar111111r1111che Bekanntmachung vom 15. Juni 1868 Z, 111.) D1818 Verpflichtung darf jedoch nicht 10weit aus- gedehxit werden, daß der V8111111ch1818 in jedem Faiie ZEHÜÜLU sein 1011, 18_in8 Mittixilung dcm Strandvogt unmiit8lbar zu machen. Dem öffenil_1ch8n Jniercsse wird genügt, wenn die Anzeige, falls die nächste Geme1nd8b8i)örde 8118r als der Strandvogt zu 8rr8ich8n ist, dirscr er- stattet wi-rd, 111811118 dänn die Mitth811u119 ungesäumt 1111 den Strand- vogt zu befördern [)at.
_ Die Erfüllung der rrwälmten Verbindlichkeit wird für_d811 Ver- pflichteten bisweilen niit Versäumniß al' Arbeitsz8it oder 1811111 mit Außgaben verknüpft 18in. Damit dies nicht als Vorwand 1181111111 w8rd8, die Anzeige zu unterlassen, empfiehlt es fick). dem ersten Ueber- 1111ng8r d8r181118n eine angemessene Vergütung als Eni1chädigung für jene Nachtbeile zuzubiUigen.
Z. 5._ Die Bestimmung, daß die Gemeindebehö1d8 cine iHr zugehende Anzetge _uber einen Fall der Seenoth sofort dcm Strandvogi mitzu- tl)eiien 11111, 1311081 81118 unentbehrlicbx? Ergänzung der im §. 4 aufge- stellten Anzeigepflicht, Die fernere Vorschrift, daß die Gemeinde ver- bunden ist, _zur Beförderung der Anzeige an r8n Sirandvogk einen Voten l_md d18_nötl)igcn Beförderungsrnitiel zu stellen, rechtfertigt ficb durch die Crwagung, da11 die 1ch18unigste Benachrichtigung des Strand- vo-gis unbxdrngt_1icher gestellt Werden muß. Die Vergütung, erche der G8memde fur “8118 Leistung zu gewähren ist, wird sich zweckmäßig a_n jedxm _Ort mai) den dort üblichen Säßen richten, 11118 dies für einen ahnltcbcxi Fail im Z., 13 des Geseßrs über die Kri8gsleistungen vom 13. JUnl_ 1873 _(Reichs-Ge1eßbl. S. 129) bestimmt ist.
§. 6. Die Jest18ßung der in den §§. 4 und 5 erwähnten Ver-
gütungen erfordert eine eingehende 1achliche Prüfunz der erhobenen Ansprüche und der ihnm etwa entgegengesteüten Einwendungen; sie scheidet daher aus dem G81chäftskrei1e des Strandvogfs aus und wird dem Strandamt zu übertragen 1ein _
_ _Die Bestimmung, daß 18118 Vergutungcn zu den Bergungs- und Hulsskosten gehören, enthält eine Erganzung des Art. 745 des Han- denge181zbucbs, Der leßicre zählt zu diesen Kosten von denjenigen Außgaben, Welch8 zum Zweck cin8r erst zu roübringeiiden Bergung krast gcseßlicber Vorschrift zu machen find, nur die Kosten und Ge- buhr811 der Behördrn. Dieselben Gründx, 111811118 die Verpflichtung des Ergen111ümers der geborgencn Gegctxitände _zur Bezahlung dicser irßkeren Kosten rechtfertigen, sprechen dafür, daß il)_m auch die Ver- bxndlicbxeit zur Entrichtung jener Vergütungen auferlegt werde, da d18_ Vi_uhwaltungen, für welche die letzteren zu gewähren sind, We18n111ch daxu beitragen, das; ihm sein Eigenthum erhalten bleibt.
§_. 7. Sobald der Strandvogt die Anzeige von einem Stran- dungsxal] erhali, Hat er am Orte dicsrs Ereignisses 11ng81äumt feine Funk110n8n zu 11118r11811m8n. Das Bergungs- und Hülfsleistimas-Ver- 1911ren 1180111, uin von Erfolg 1189181101 zu 18111, einer strsng einheif- lichen Leiturxg. T_O18181[:e_m111; dem Sirandvogt deshalb im vollen Umfange nicht nur 111: die Thatigkcit auf See, sondcrn auch für die Aufrecht- baltung _dcr Ordnuiig am Strande anvertraut werden. Indem der
7 d18s_ a;;s_11,1r1c11i, bezweckt er insbesondere im Jnter8fse d8r
Vrrxxung, fur d1_8 _Dauer des Strandungsfalls jede Einmischung der 0r111ch8n P0lizc1br1)ö_rd8 auszuichiießen, da solche Einmischung im Falle einer M8111u11_gs08r1_chicdrnix-rit 31011ch8n der leßtcren Behörde und dem Strandvogt 181851 die Bergung 1811111 verzögern 0d8r 8r1chweren ann. _ Für das Siraudamt und die Zollbehörde ist es von Wichtigkeit, iibcr ]LÖM Fall einer Strandung 1ch1eunig1t unterrichtet zu werden. Das Strandami b8darf ciner Mittheilung, um die nöthigcn Vorkeh- rungen z_11r Unterbringung der g8r811818n Personen und der geborgenen Gcgct1stand8 ungesaumt treffen zu können. Für die Zollbehörde kommt die 5011111111118118 Behandlung der 1181'0rgrn811 Güter in Frage. Ueber d183011am111ch8 B811andlung d8s Strandguis find in dem 301111818138 00111 1. Juli 1869 (Bi111d8s-G81813111. S, 317) Bestimmungen getroffen. Von der V0r1ch1111, da); die U8ber1chrcitung dcr ZOÜJTMZL nur wäh- rend der Tagesz811 und nur (1111 einer 301111111138 erfolgen darf, ist fur den FaÜ der V8rgung 0011 Strandgut cine Aanahme zugelaffen (§. 21 b_, des 3011118181585); für beschädigte Güt8r, welche aus d811 an d811 .Kü1t8n 0011 ZoUder8insstaaien gestrandeien Schiffen grborgen find Und im W838 öff8nilich8n Aukgebots zum Verkauf gelang8n, ist aus“ den Antrag der Beibeiligten 8i_11 Eingangszoll von 10 Prozent des Brutwerlrages dcs 2111kii0n58r151es zu «11811811, wenn 10va die Be- l)ör_d8,_ 111811118 dir Auktion abhält, als dir Zollbehörde dic stattgehabte B81chad19ung d8r Waaren 081ch8inigi (§. 82 ebendaseldst); inländische Strandguter r-0n_ Schiffen, w81ch8 nach dem Auslaufen verunglücken, 1118111811, wenn die Thatsache vollständig nachgrwi818n ist,_ frei _vrm Eingangszril (§. 117 ebrndaselk-st). Die Ausführung di818r Bestim- mungrn erfordrrt ein Zu111111111811wirk811 der StrandbMörden mit den Zolldehördrti _und, 8118 dasselbe beginnen kann, eine Vorkehrung für die 1n18rimi1111ck8 W1111r11811mu11g des Zollintcresses. _
Dcr Thatigkeir d1818r B8a1n18n und der YUMYUM, Weiche zur Bergung 1181811 sind, ist 8th eine bestimmte 181138 zu 1813811. (Er- fa11rung§1na131g_g8k)t ("ine » ergung aus einem in Seenotl) befindlichcn Schixfry wenn 118 nicht unier dcn 21119811 und nach d8n Atiweisungm des «151111000910 erfolgt, häufig in ein völlig tixmuliuari1ch8s Ver- fahren uber, 1118111282"; nicht nur ein zw8ck1018s V8r1chledpcn der _gebor- g8n8n Sachen nach d8n v8r1chi8denst8n Punkten der Küste herbeisühri, 10ndern_a11ch Cntwendringrn crlricbieri. Um dies abzufcbneiden, ge- niigt die Vrr1chrift des Ariik8is 752 Nr. 1 des Handel?;gew buchs nicht, daß drrjenigc au_f B8rge- urid Hülfswhn keinen An1pru _11at, Welcher 181118.Die_11118 a111g80rung8n, insbesondi're rhn8 Erlaubniß des anw818nden Schiffers das Schiff betreten 11111; der_§. 8 des Entwurfs 0111118181 deshaib ausdrücklich daß 011n8 Erlaubniß des Strandvogts, namentlich 11110 111 1811188 2101081811118it erand an das"“gefä111dete Sch1ff 61111898 oder dasselbe befreie. Cine Auénahre Hiervon kann nur zugelaffrn werdrn, 1081111 entw8der drr Schiffer 1811111 813 vcr111ngt 0d8r W8n1181118 10 011115811118 Gefahr für das Schiff vorliegt, daß ein sofortig-xs 21n18g8n an 1111118158 (1113 11n8rläßiich 8r1ch8ini. Ob leßi8res drr Fall ist, [)“-1 dann d8rj8nig8, welcher (in das Schiff 1111189811 Der 80 betr81_8n wii], auf 8igerie Verantw0riiichk8it zu 81111811811. O_and8it 8r 0811111achstg811811 181186 Verbot, 011118 daß ein gcnügendrr Grund hierzu vorlirgi, 10 trifft ihn die im §. 43 angedrohte Strafe. _"
_ D8r Sch1u1511113 res §, 8 entbind8t die BMW zur R8itung Schin- bruchiger von dr Beobachtung des gedacbien Verbots, da ihre Thätig- keit als_ eine 10 g8m8innüßig8 und die 1881an derselben als 81118 10 umfichtrg8 11111 bewährt hai, daß zu 811181: V81chränkung der18lb8n k8in Anlaß vorli8gi.
§. 9 8111111111 eine B81chränkung der dem Strandvogi im §, 7 811118111811 Ermächtigung, 11118 zur Bergung 0d8r Hülfsleistung 8110r- dcrlicbc'n Anordnun 811 zu ir8ff8n. Dcr Strandvrgt 1011 von di818r Ermächtigung r8r rgel narl) nur dann Gebrauch macken, wrnn den Maßrrgcln, wclche er zu ergr8i18n bcabfichtigi, v0n dem Schiffcr kein Wider111ruch 8111981181111818131 wird, 10 daß der Strandoogr 11111: dann ganz nach 81138118111 Erme118n zu verfahren 11111, Wenn entweder ein Schiffcr 1111111 1*0rl)ankcn ist 0d8r 1081111 dcr Schiff8r |Y in didpofitions- unsähigcm Zustande befindet 0d8r w81111 der181b8 die ciiring der Bcr- gung 28. drm Strarxdvogi 111181151131. Wird Hiernach dem Strxmdvogt 1111 2111g8m-3111811 die Befugnis; 1181111131, gegen den WMW des Sch1ff8rs 8in3u1chri*iten, 10 Hat dies darin 1einen Grund, das; der Schiffrr in erstrr Reihe für das Schicksal desSchiffß, der dar- a111 befindlichen Personen und Nr Ladung verantwortlich ist, und da_ß 813 ZLVLÜVkaiJ sein würde, ihm gerade im Zeitpunkt der Gefahr die 8 V8r§1n1100111ichkcit gegen seinen Willcn abzunehmen und 118 auf eine P8r10n 311 übrrtragrn, Wkléhe mit den Verhältniffen des Schiffs und d8r Ladung wtniger genau 111€» & v8rtr1111i ist. Das Handrisggseßbuch hat im Buri) 17. Titel 3 dem Schiffsr eine Weitgehende Haftpflicht g8g8nüber dem Nhrder, dem Befracbtrr, d8111 Ablader, drm Ladungs- empfänger, dem N811end811, der Schiffsbemßung und dem Schiffs- gläubigrr (1111811011 und iim im Artikel 485 fur Fälle der Gefahr 10- gar von d8r Boéolgung d8r 2581111111118 des SchiffSraths entbundi-n. Das Jn18r8118 der genannt8n Personen wird in den M8111_8n der Fälle, in ivrlcben 81118 Mrinungsverschiedenheiizwischen dem Schiffer und dem Strandvoxit [)ervortriti, 1-8118r «wahrt 18i11, wenn der erstere das Kom- mando 118111111, als wenn der Strandvogt 011118 Weiteres an die Stelle des Schiffcrs 9818151 wird.
Eine Libwcichung 11011 di818m Prinzip ist_1111r da 311,1u111118n,_Wo ein Grund zu Nr Besorgnifx vorhanden ist, da!; der _Schiffer die ihm 1181181118 211111111178 nicht erfiiklen kann oder nicht 8111111811 wia. _ Fehlt 111111 das Geschick oder dir Besonnenheit in dem Maxx, daß seine Leitung d8s Schiffs das Leben der ihm anverxragten Per10nen gefähr- dc-n oder dir Sich8r11eit der Schiffahrt bxexnirachiigen würde, oder liegt der begründete Verdacht v0r, 01113 & 181n Kommando mißbrau- cbrn w0118, um abfichilich einen Unsall h_8rbeizu1ül1r8n, 10 ist es zur Abnwndung 0181er Grfahr 8r10rd8rlich, daß dem Strandv0gt die B8- fugnis; 1189811811 werde, auch 9811811 dcn W1118n dcs Sckyiffers die L8i- tung des V881a11r811s 5111 1ich_ zu 1_181)k118n. Den Sirandvögien wird im Jnstrukti0n1W1-ge _81113u1cha_rfrn _181n,_ das; sie sich dieser Befugniß nicht ürcr da_s wirkiiche Veditrfnit)1 111n1111s bedienen, _die Befugniß selbst aber läßt 1ich ihnen ohne Schädigung wichtiger öffentlicher Jn- teressen nicht vorcnthaltrn. _
§. 10. W1rd 11n Ö. 9 der Grund1a13 als Reqel angenommen, daß der 'Siandvogt Wider den Willen des Schiffer? mit Bergungs- 0d8r_Hi'ilrsiciitirngs-MZßrchn nicht vorgehen darf, 10 liegt es in der Kon18qu8nz, das_di'r S_trandv0gt, W811n er auch ohne Widerspruch S81t8ns des Sch11181s 1ein8 Thätigkeit b8gonnen 11111, dieselbe doch der Regei nacb w18d8r 811131111811811 1,1811, 100x111 der Schiffer scinen Ent- schluß au§111r1cht,_d18 fernere Leitung des Verfahrens 181011 zu über- nehmen. Dxr Rucktritt dcs Strandrogts kann indessen in einem 101- 111811 Zaiß? n_1ch1 bedingungslos zugelassrn werden.
8n181_1_111811 P8r10n8n, Welche wiihrend der Leitung des Verfahrens durcbdcn «111111110091 gefährdete Gegenstände an 1"1ch_gen0mn18n und 111 Sicherheit g-ébracht oder durch ihr? Hiilfe dazu beigetragen haben, daß das Schiff oder Bestandtheile seiner Ladung aus Seenot!) ge-
rettet worden find, sieht 11ach_?1rtikcl 742 des Handeßgäeßbuchs ein Anspruch auf Berge- bezw. Huisswwi zu; dan_eben konnen B8rgungs- oder Hülfskosten noch anderer Art ent1_tand8n_ 18111, Wegen d8r_ birraus sich ergebenden Forderungen haben die Gxaubiger nach_ Artikel 753 an den geborgenen oder geretteten G8g8n1taud8n e_1n Psandre_cht und (111 den g8borgen8n bis zur Sichcrheits1eislungzugleich das Zumckbeixil- tungörecht. Das letztere wird 111 Frage gcstcllt, wenn der Schiffer die 18r118r8 Leitung des Verfahrens m_ vollem Umfgnge zuruck8r11a118n soll; den Retentionsbrrechtigten_kann 1ed0ch das Aasgeren desZ G8w;111r- ams an jenen Gegrnständcn nicht angesonnen werden, 8118 111 anderer 8118 für ihre Beiridigung wegen der gedachten Forderungen in der durch Artikel 753 des _Yandelsgestßbucbs _vorge18118118n Wrist Sorge getragen ist; der S 1 er _111111;_d_es_11a111 fur die bereits erwach18n8n Bergungs- und Füifskosten 81n1chließlich des B8rge. und Hülfslobns Sicherheit beste 811,_ wrnn 111111 dir llebernghme d8r_ Lei, tung des Verfahrens gxstattet 18111 1011. 118081 05111 Maß der Sicher- heitsleistung kann nur der Strandvogi 8n11ch81den, da eine and8r8 Autorität nicht zur Stelle ist. _ _ _ Die Rückgabe der Leitung (111 dctx Schiffer Wird 18M8r 111 dem alle nicht ohne Weitcres zuzula118n_1811_1, chn der Strandvogt auf Yrund des §. 9 des _Entwurfs _cing81chritt8_n 111, Wii Grund zu_d8r Besorgniß vorlag, daß durch die eigen8_L811un_g des Sch11_F_8rs Gesahr für M8n1chenlebe11 entstehen oder die S1ch8r11811 der_Schi_abrt rr8in- trächtigt werden würde', oder daß der Schiffer 111 11018rA11iicht handle. Unter 101ch8n Umständen darf der [MM nur dann wieder in_Funktion treten, wenn de_r Strqndvogt anzuerkennen hat, 01113 der Grund zu jener BesorgnißKinszchen weggrfalien ist. _
§. 11. 5«„8nn der Strandv0gt im FaÜe der_S88n011) 81n8s Schiffes Maßregeln zur Rettung,_Berg1uxg oder Hiilssieinung an- ordnet, wird er 1elten in dcr Lage 181n, d18181118n 81118111 Mit dem Bei- stande der ihm zugeordneten Unterbegmtrn zur Aysfuhrurig 31111in- gen; gewöhnlich wird ck fich daraus angew1818n 1811811,_ die Beihulfe der Küstendewohner in An1vruch zu ncl)__men. E1n_d1_rekier ZWang gegen die leßierrn, ihm in alien 101ch8n Fa118n__d8n not igen Beistand zu gewähren, wie er z. . 111 der pr8111;11ch81_1 irandurigixord- nung vem 10. November 1728 11, 5, 9, _1_11_1 011pr8111311ch8n Provinzialrechi Zus. 229 §, 3, 1111 _west11r8u11111118n Publikati- dum 110111 31. Dezember 1801 [. §. 1, in_d8r n8uvorv0111mcr1ch8n Verordnung vom 14. Juli 1777 §. 1, in der_1chleswig-h01118m- 1ch8n Straiidordnung §. 6, in dcr hannovgrßben OtrandungSord-nung
§. 1, 7, 8, in der Linw8i1ung für das Jur1tcn11ckun1 Lubcck _00m 27. Juni 1820 §. 3 0011181811811 und in dem Pommrr1ch811 Edikr vom 4. April 1743 §. 1011. 1rgar noch durch Zulassung enger _(Civilkiaqe auf Schad8n58r1a15 gegen iäumige Kixstenbewohner ge_1charst 111, wurde war als das geeign81st8 Mittel (1111181811811 w81'd811 konnen, d81_n Cm- 1chr8i18n des Sirandvogis einen _möglicbst _1111111111811d8n Cr101g_ 311 sichern; indessen läßt fich die B81a1tu11g_ d8_r K11118n08w0hn8r 1n11_81118r 0 drück8nd8n Verpflichtung nich1r8ch118rt1g8n, 111811 8111 unbediqgier Zwang zu Dienstleistungen, wclche 1801111111) den chck _11111'80, O_bj8kie des Privateigmthums aus der S88 111 S1ch8r11111 zu 111311111811, eine zu weit gehende B81chränkung der p8r10n11ch8n _Fr81_1)811 in sich 1'c111i8ß811 würde, als daß 8_r von dcr _R81chSg8,8ß- gcliung guigehwißrn Werdrn kannie. E1_n 101ch8r Zwang_ ist dahcr 111 Strandungsiä118n mir in d8111181b811Un11ange zuzula118n,_1n 111811118111 & ailgemein als ein Nothwcht an3118rk8nn8n ist. _ ,Die maßgebende lPérm h_ierfür 8111171111 das Reichs-Sirafgeseßbuch 1111 Z. 360, 1118lch8r etimm : Mit Geldstrafe bis zu 50T11a181n oder mit Haft wird bestraft 18.: 10) wer bei Unglücksfällen oder gemeiner Gcsahr 0_d8_r Noth, von der Polizeib8hörd8 oder dercn Siellvertrrier zur H11118 aufge- fordcri, kein8 F01g8 1811181, obgleich er der Auffordrrung 011118 er: hebliche 81118118 Gefahr g8n1'1g8n konnte. _ _ _
Ereignet sich ein Strandnngsfali 1111181“ 101chcn_11mstand8n, daß er den Charakter eines Unglückssails annimmx, 10 ist _das zwangs- weise Aufgebot der Küstenbewohner zur H11118 818n10_b8rech11gi, wie bei1pi816w8118 in dem Falle, _WM_U em Haus 111 Brand grrätl) und die Nachbarn 0011 der_Obrigk_811_zur Rettung der G81a11r- deten angehalten 1118rd8n. Unt8r d1818n bc1chrank8nd8_n VqrausMxxzngen: daß ein Unglücksfall vorliegr, daß die verlangte Hiilfelxniung nr den dazu Aufgeforderten nicht mit 8r11861ich8r_81118n_8r Gefahr verbunden ist und daß d8r Zwang zur Hülfeieistung nicht ein p1)yfi1cher, 1011d8rn nur eine moraiiiche Nöthigunq m111811t Androhung der 98181311ch811 Strafe sein darf, muß dem Strandvogt_das_R8ch_t 1181981891 werd8n, die Küstenbewohner bei mangclndcr Bereitwigtgkeu ziir _Hulfe- leistung anzuhalten, wenn_nicht gerade in Fawn, in denen es 1181) um die Rettung von M8n1ch8nlebcn band8lt, die Rettung deshalb unterbleiben 1011 , weil der _ixi 21u9ficht_ 11811811dc Berge- oder 1311110101111 nicht hoch genug 111, um d18_ Ku1tenbew0h1181 zum freiwilligen Beistand zu bestimmen. Von _d181_8n Erwagungen_aus- gehend, auf welchen auch die gl8ichartig8 Vor1chr1ft drr 01d8n_11u_r1111ch8n Sirandungöordnung . 3 beruht, verweist der Er_itwurf lediglich auf §. 360 Nr. 10 des traiges8131111chs_ mit_der 2111113991118, das; 018 dort der Polizeibehörde 8rt118i118 B81ugni in 31r1111d11119§1a11811d8111 Strand- vogte zustehen 1011. Der Zweck dieLer M0d1fik11110n 811118111 fich au_s den Motiven zu §, 7 des Entwur1s, nach 1_v8lch811 d8r_Sirand00gt die Funktionen der Polizeibehörde in solchen Fgllen a11s_„31111118n bai. _
Der Strandvogt bedarf aber zur Erfuilung 1811151 Yiifgaiie nzcht
nur Persönlicher Unterstüßung; 81181110 nothwendig 11t 111_r 1hn111sw811811 die 1ch18unige Beschaffung 00n Fahrzrugen _und Geraibichasten 311r Ausführung feiner Anordnungen, u_nd _um 111 _mdglichst kurzer Zeit Hülfe bring8n 311 könni'n, wird er biöWeilen 1181101111111 18111, andere Zu- gänge zum Strande als die öffentlichen Wege 1n21n1yr11ch 311 tiehmen. Wird ihm die B8nutzung 101ch8r_Hu11SM1ttel _ver1agk, 10 wird der Eigenihiimer zur Gewährung d81181b8n dann n1chr grzwungen werden können, wenn es fich lediglich darum hanreli, Sachen durch Bergung odcr Hülfeleistung in Sicherheix 311 1111119811; denn das_ Eigen- thum des Cin8n darf nicht angetastet werden, damit das C1g8n1hum des Anderen vor Schaden bewal1rt_ werde. _Haiidc1t 8s fick) _aber um die Rettung von M8111ch8n1888n, 10 111 der Eingriff in das Eigentlmm des We'gerndi'n Zweifelios gerechtfrrtigt, wxnn sur d811 Schaden, wel- (11811 er dadurch rrieidei Entschädigung gewahrt wird. Der §. _11 des Entwurfs gestattet dcsöalb dem Str.]ndrogi, 111 d1818111 Falle die? G8- währung der vorhin b8zeichneten Hü_lssiniitel_ in Anipruch zu nebmetx, und bedroht die Weigenxng m11 der 1m §. 360 _des _Stras- geseßbuchs bestimmten Sirase. Was das Maß der C_nt1chad1gung anlangt, 10 wird dabei ein entgangener G8W1nn_n1chi 111 Rechnung ebracht werden dürfcn, 10811 die erwahnten O_b 8118 _l8digli_ch zum Zweck dcr Erfüllung einer aligemeinm M8n1 e*n11111cht_ 111 An- spruch genommxn Werden 1011811. Dcr Entwurf fichcri dcshald n1_1r den Ersatz des wirklich811 Schad8ns_ zu. _D8r_181318re aber 11t 111 jedem Falle zu vrrgütcw kamrdcr E11aß 1111111 11118 a11d8r8 Bergungs- 0d8r Hülfskostrn, g=mä13 21111k81753 drs Hand8lsge181z1111chs gcdcckt Werden, 10 ist er auf die Staatskaffc zu iibernehmezi, 111811 1.18 (Hegen- stände, für Welch8 die Entschädigung zu leisten 111, im 0ff8n111ch811Jn- teresse der Verfügung des Eigentbümers entzogen Woxdrn fixid._
Aus d811 zu §. 8 des Entwurfs augegebeneii Grunden 1811118131 der [81318 5211111113 dcs §. 11 die Anwendung der ü11rigerz Vorichrisiexi 081181- 11811 81111 die Vereine zur Rettung S_chiffbrüchig8r m11 d8rMa13ga118 aus, daß dcren Fahrzeuge und Gerä1h1chaftexi 00111 Strandvrgt zur R_8t- tung 11011 Menschenleben 1'11 10weit in An1pxuch gxnorrimen werden diir- 18111115 die VereiUSmannschast nicbt selb1t ein1chreiici. Die letztere Bestimmung ist erfordsrlich, damit zir Erreichung jenes Zchkrs kein Hüifsmitiei unbenußt gelassen werde. _ _
§. 12 bezeichnet die Aufgaben, Welche der Sirandvogt 111 «mm Stravdungsfakle vor alien anderen zu erfüllen hat. Im Anschluß an die Bestimmungen, Welche in d8n §§. 9 bis 11 im Jn11r8118 der ge- fährdeten Mrn'chenleben getro 811 find, legt der §. 12 drm Strand- vogt ausdrückli die Pflicht au , zuerst für die Rettung _der Personen zu 10rgen, welche der Seenotl) 111159818131 find. Sodann 1011 er, wenn es zur B8rgung kommt, die Sch1ffs- und LadungSpapiere, namentlich dns Schiffsjournal an fich nehmrn, das letztere mit dem Datum und feiner Unt8r1chrift abschließen und dann die Papiere dem Schiffer zurückgeben. Die Anordnung ist erforderlich, damit die Erhaltung der als BeweiSMittrl ,für eine Menge 0011 Rechtsvxrbältmffm wichtigen Schiffs- papiere gesichert und in das Journal cin amtlicher Vermerk au1ge-
nommen werde, durcb Welchen ersichtlixh geinacht_wird, daß drmnächst grmäßsAri. 490-494 des Handelsgeftßbnchs eine Verklarung abzu- l8g8n it.
§. 13. Der Zwrck der Bergung und Hüifsleisturig ist, Schiff und Ladung in Sicherheit zu bringen (HandxlSJMHbuch Ari. 742), Ohne Gefährdung der Interessen d8r Eigenihumer d1818r Obj8k18 ist er nur zu 8r181ch8n, wenn der Verbleib der leßtcre'n einer [trexigrn K_0ntrole 11nt8rw0r18n wird. Der §. 13 bestimmt deshalb zunach1t, daß 01138 Griiehmigung dcs Srbiffcrs oder des Strandvrgts, iL nachd8m der eine 0d81 der andcre das Verfa11r8nleiiet.n1chts aus d8n1 “Schiffe 10rtge1chafft werden darf. _ _ _ _ _
Zugleich 1891 81" die18n P8r1011811 _ d18 _ Brsirgnig bei, 11 bestimmen, an welchen Ort die 10rigc1chgfftxxi (Hörgen- itände und das Schiff zu bringen sind. Dabei 11t ziigl8ich fiir die Fälle Vor10rge zu 11811811, in Welchen 86 aus irgend 81118111 Grunde nicht angängig ist, das; der Berger _d18 Bestimmung des Schiffers oder des Strandwogis uber d811_O:t 81n11018. Bishrr Pfleg- 1811 dir Borger 111 101111811 Fällcn, namcntlich _a_n der N0rd188, di8 g8- borgenen Güter dahin zu 1chaff8n, _wo fie 1ur 1"1_ch d8n 1110121811 Vor- 1h811 aus der Bergung zu zi8h8n 1101118n, 01111;- daß dabei auf das In- 18r8118 der Eißentbümer Rücksicht _g8n0m111811 wurde. Die F0lgr da- 0011 war nicht 1811811 81118 V8r1ch181111u11g der Bestandthrile einer Schiffsladung nach ver1chi8d8n8n 811118g8n8n Orten, 10 daß den Eig8n= thümern nicht nur die Ermittelung d8s Verbleibs der Sarben 8r1chw81t, sondern auch die Wiedererlangung dcr 18138r8n Ski)€k'[1ch _verid8118rt wurde. Um diesen Nachtheilen vorzubeugen, ist es 1111805130111, d8n Ori, an W81ch8n geborgene Gegenständ8 in Ermangeiung einer Anwei- sung drs Schiffers oder_ des Strandvogts zu bring811 find, 111011- 1111111 genau im Voraus 18stzu118118n. Der §. 13 1185811111181 0881011111 1116 1ub1iriär811 Bestimmungsdri des geborgrnen Gutes den zunächit erreichbaren d811t1ch8n Hafen oder Landuxigsplaß. Nur wi-nn d8r B8- 1019ung di818r V0r1chri11 erhebliche Hindernisse 8nig8_g8n1t81)811, 11110 3. B. wenn widriger Wind die Crr8ichung 18n8s Hawns 0d8r Lan- dungsp1a88s thindert, 1011 die F0111chaff11ng der Gegenständ8 1111 einen anderen Ort gestattet 1ein. Jm An1ch_1u13 an d811 Art. 752 Nr. 2 des Handelsg8scßbuchs, w81ch8r einen *!111111ruch (1111 Berg8- und Hülfslohn nicht zuläßt, wenn von den geborgenexi Gegcnstän- den dem Schiffer, dem Eigenthiim8r oder der zu11ändigcn B8- 1örd8 nichr 101011 Anzeige gemacht wird, 111rich1 drr §. 13 des
niwurfs d8n gl8ich8n Rech11snachib8il für dcn Fail aus, da" geborgene Sachen, falls nicht Hindernis18 8111981181111811811, UMF 81118111 andcren als dem zunächst erreichbaren d8u11ch8n Ha18n_0d8r Landungsplaß 9811018111 oder bei der Ankunft am Landr 111ch11010rt dcr UÜÖstM "Polizeibehörde «& dem Strandbogr angezcigt 1118111811.
Der Schlu"1a13 des §. 13 ordnet die V8r381ch1111ng dcr 111111 d81n _SYiffc 1011981 afft811 G8genstände an, um deren 5101111018 zu er- ei ,tern.
§. 14 des Entwurfs trifft ähnliYe Bastimmungen, wie 118 drr §. 13 8111111111, 11'1r dcn Fal], daß di8 «38rgung nicht auf dcm Wa118r, 1011dern 110111 Strande (1116 erfolgt. W8rd8n an den _1813181'811 _T118118 des Schiffes 0d8r Gegcnstände, w8lch8 sich auf d811118111811_1*81and811, angetri8118n, 1011111 d8rjenig8, w81ch8r sie [*irgi, hier0011 1010171811161?! der Strandbeamtrn UUFLigS zu mach8n und, 10111110 es 08rlangt wird, die geb0rg8118n Sachen abzuliefcrn.
§. 15. Das Zu1amm8nwirk8n d8r SirandNbörden mit d811 301]- b8[)ördrn, W81ch8s durch die zollamtliche B811a_nd1ung d8s St_rmidgates bedingt ist (091. zu §. 7), 11111 zur nothwrndigi'n F01g8, das; das 118- 110r98118 Gut von dem Strandumi und 118111 Zriireamtrn i1_1 gemein- 1chaftlic118 G8ivnhrsam genommen wird._ Di818 G81va11r1a111 811081 naiurgcmäß, wcnn die zoliamtliche AbfékilJUUJ [*cwirkt ist.
§. 16. Es liegi gi8ich111ä131g 1111 Jntcr8118 der Eig8111111'11n8r dcs 98110rg8118n Guis, wie der Zollvrrwaltung, 111113 die 8i11381n_8n_2_38st_avd- 1118118 d8118111811, 1011118 d8r8n W8ril) und Menge thunlichst 1811118118111 werden. Schon in älteren Gkseßkn, z B. in dcr pr811311ch8n Strgn- dungsdrdnung vom 10. Novemb8r1728 17. 2, 6, 13 war "[xiersür V0r10rg8 9811011811. ZU dirfem Zweck und mit Rücksicbt daraus, daß nach dem Haudrlsge1eßbuch8 Art. 746-749 die Höhe der Berge- 0d8r Hülfsldlms 0011 dem Wirth d8r_§181*01g8118n Sachrn n1cht ab- hängt, 1chrribt d8r §. 16 eine Inventarifirung der g8borg8n8n Sachrxi und die Verzeichnung ihres Werths und ihrer Mengc», fails _d1818 011118 W8it8ri1ngcn zu 8rmiti81n iind, un18r_Zuz181)ung _d_8s Schiffers Und d8s ZoÜbcamten vor. Die 5Llu1n11111118 d1818_r_Nachwei111W ist, wre das Weitere Vrrfahi 811 mit den geborgenen G8g8n1ti1nd8n den) Strandamt üb8riragen, w811 es 1181) [11811181 11111 administrative Arbeitm handelt, mit wclcben der Stcandvogi un1181chader 1cin8r Berufstbäiigkrit nicht belastri wsrdrn dar1._ _ _ __ __ _
Das Inventar 1011 181n8r Bestimmuxig 98111118 11118n J1118r1'118nt8n zugänglich 18111; 86 ist ihnen deshalb d18 Einsicht d81181b8n und d18 Fertigung von Abschriften zu gestatten. __
. 17. Sobald das Sirandamt die Inventar11a1i0n _i'ccnd8t und der Zoiibeamie die 8r10rd8111ch811 Vorkehrungen zur Sicherung des Zriiintcrcsses getroff8n 11111, 111 für die Deckung der K0st8n S0rg8_ 311 irag811, w81ch8 durch die Bergung Mistslndkki 1i11d. Das -1_)_.1r_1081§_gr1813- 111181) giebt im Art. 753 wigen d8r B8rg11ngsk0sten 11111“_E1111ch11113 d8s Bergelolms d8111 Gläubiger an den geborgenen Gcgcnstanden b1s_z_11r Sich8r118iis18istung 8in Zurückb8haliungsr8chr Die A11011818r11ng d1818r Geg8nständ8 an die Eigenthüm8r bezw. derrn Vertreter 111 dthalb 1111 L. 17 des Entwurfs davon abhängig g8111achi, da13 zuvor die Bergungs- kkstkn und der Berg81011n beza1)1_i 008r sich8rgest8111 wexdrn._ Ist dies g8- 1ch8118n, 10 1011 die Auslieferung, 111116 d8rOchiff8r (1111138181113 111, an 111118r- folgen,da er für Schiff und Ladung08raniwortlich und mithin zurEmpsang- nahme in erster Reihe legitimirt i_st; 181111 der _Sch1ff8r und mclden fich andere P8r10118n unter N_11chw_8i111ng _11)r8r Besiigniß zurEmpfang- nahme; 10 Werden ihnen die "ngiUsth Sachen außgeantwdxret.
§,18. Nich118118n, namentiich_ wenn fremde Sch1118 (m_d8n deui1ch8n Küsten strand8n, sind Schiffer, Rheder, Ladungs819811111111118r und Vcrficiéerir in V8r18g811118'ji, v8rir.1118nswürdiqe und geschastskun- dige P8110n8n in der Nähe des SirandungSories 311 erniiiteln, 1081811811 fie die Vertretung ibrcr Jnicr8118n 1181 den Vcrbgndliingen m11d81_n Strandamt, den 238111811128. iibcrtragen können. Zur diePrivatbethZ ligten wie für die Strandbedörden 111 es von gle1ch8r W_1cht1_gkeii_, dat; 111818 2381118111111] zuverläffigrn Pers 011811 anvertraut Wird:_111r d18 er1tercn, damit der Strandungsfail nicht zu i1118r Uebrrvdrtheilung a11cZg8r1u131 Werde, für die letzteren im Jn18r8118 d8r B81ch18un191111g_11nd_m0g11chst8_11 Vereinfachung j8ncr Verhandlungen. Der Entwurf _crinachitgt da[)cr 018 Land85r8g18rungcn, an gceigneten Orten Sachverstandige 3113 Uebernahme 1_01ch8r Vcrtreiungm zu brstellen,_w81ch8 dann 111111) 1_8dsr Strandiing den Betlzriligtcn namhaft zu mach8n 18111 wurden. Ob d1818ß1818n UN 0011 diesen P8r10118n oder 81118 andcrr mit ihrer Vcrtr8iung bciramn wol- len, bleibt ihncn völlig freigestellt._ _ _
§. 19. Nach 2111.504 des HandelngeseßbucHs ist der _Sch1ff8r berechtigt, die ihm anvertraute Ladung 311 verkausin, wrnn 8111 8_rl)81)- 1ich8r V8rlust wegen drohenden erderbs oder aus 10nsti_g8n Grund8n anders_ nicht ÜÖZUWMDLU ist. er 1011 1_8d0ch, w81111 111111111111, dazu d1e Anwäiungen der Ladungsbetbeiiigteén einholen. _ _
Für die 3811, während Welcher ficv gcborgenr Grgrnstande 1_n der Gewal1r1am des Strandamts bcfinden, und dadurch der V8r1ugizxig des Schiff8rs entzogen smd, überträgt dcr_E_niwur1 de_ssenB81ugni118 und Vcrpflichtungen hinsichtlich der V8rau131-rung aus die gedachte Behörde mii d8nj8nigrn Modifikationen, Wklck)k__sich (11113 der Natur der Ver11ältnis18 von 1elbst ergeben (vergl. br81n11ch8 Verordnung vom 23. Mai 1834, §. 3). , __ _
§. 20. Die Befugnis; des Strandamts 98111111; §. 17, d18 gebor- genen Gcgenstäiide dem Schiffrr odcr _dca 1011111g8n _En1p1qngsb8r8ch- tigten aiiszuli818rn, kann nur in den Fallen Platz gr8118n, m welchen das Recht zur Emvfangnahme zweifellos 1811118111 uLd der Berechtigte bereit und in der Lage ist, die i'[)m zuxxewie 8n8n SÜÖM_ an fick) zu n8111118n. _ Ist die L8gitimati0n ciner P8110_11, welcbe auf die Aus11818- rung An1pruch macht, ziveifelhaft, oder 1st 8111 Empfatxgßbererbitgtcr nicht „11 ermittein, oder wird die 2111111111118 von Gegenstandcn, welch? das Ötmndamt auSzuanthten bereit 111, verw81geri, 10 ka_nn v0n die18r lrdigiich mit administrativ8n Funktionen betrauten 238110118 d_18 Angelegenhéit nicht erledigt werden, 10nd_8rn 83 Wird dana d1_8 M11- wirkung des Gerichts erford8rlick), um 018 entstaridcncn Recbxsitrcitig- k8iten zu entscheiden und uöthigenfalis die wirk11ch Berechiigtcn im
W898 des öff„8nilich8n Auf,;81'0ts zu ermitteln. Dcr §. 20 Hestimmt deshalb, daß das Strandamt unter den erwähnten V0rau§1eßungeu di8 weitere B811i1nmung über die Grg8nitänd8, 1111 dercn Yluslief8rung an di8 Empfangsber8chtig1811 es vrrhind8ri ist, uni8r Mittheilung der [*czüglichen Vrrkzandiungen dem zuständigen Gericht des Ortes_d8r Bergung 0d8r Hülfsicistung an11811115ug81'8n 11.11. Die Verweimng dcr b838ichn8t8n 211111818g8nh811811 vor 1118186 Gericht r8_ch_118rt1gi fich durch 018 Erwägung:, daß es im Jn18r8118 der Verxinrachung der R8chispfl-ge 11891, (1118 (1111 8in8n Sirandungsmli [1831113118680 Proze- duren in 81118m und 0111118111811 Forum v0r fick) 9811811 111 1a118n und d8011alb an die S18118 v8r1chi8d8n8r p8r1önlich8r Fora, w81ch8 _10n11 konkurriren könnt811, den Gerichtsstand der beli'g8n811 Sache 311 188811. B8118118n im Berich d8s Bergung§0ris 1118hrer8 G8rich118 eriter Jn- stanz mit v8r1chi8d8118r „(1011113818113 n8b8n 8inan18r, 10 wird daß18nige mit der Sache 311 081111811 18111, w81ch8m das dort grlirndr Recht die Strandungsfälle zuweist.
Di8 U808rw81'1ung dcr Grgenständ8 wird in einer kör118rlich811 Ablieferung zunächst nichr 311 [1811811811 110111511811, Cs 98111191 vdr- 1ä11fig, wenn das Strandamt 708111 Grrich18 die U8berW8111111g im 1ch1riftlich8n Wege «klärt. Das Strandamt [1111 dann dic DYLposirio- ncn des Errichts abzuwarten und wird, bis 81818 crfolgm, 1eibstver- itäkkidlick) für 1118211111181071111111119 drr Grg8n11änd8 Sorge zu tragen 1a 811.
Auch 1081111 demnäcßit das (538111111 1718 Lriiung d8s Verfahrens 111181110111111811 hai, find die administrativrn (3818115118 11011) iiicht völlig abgcsch1011811 T-i8 111111 üb8rwi81811811 (3381181111511118 1*8d1"1r18n während 1586 2111113811011?- odcr Prozrßvsrfahwns 8081111115 8in8r 101g1am8n Auf- bewahrung und V8rwa11ung; 86 kann in di818r Zeit ihr V8rk-1111 110111- wendig WWW und 111111) B88ndi3ung drr g8rich111ck8nPr038d11r ist die 211101i818111111] d8r G8g8nstä11d8 0181 111r8s Erlö18s 1111 di8 B8r8ch1igie_n 00131111811111811. Di818 Geschäfte unbedingt durch das Gericht 1811111 1val1rn811111811 zu lassen, wird durch 8111 B8dürfni nicht 1181101811. Zum T11811 w81d8n 10gar di8 Einrichrun9811d8r (53811 18 nicht d8r Art 18111, 11111 fi? zur Wahrnehmung 101ch8r G81ch51118 in Stand 511 1815811. Das zuständige Gékich)i ist 0.1118r befugt, die Aufbrwaiérung und 17811 V8r- kauf der gkakJMM (Hog8nständ8 d8m Strandamw 1811111 oder ein8r 101111; geeignctin Stelle zu üb8rirag8n und im [Wirren Falle das Strandamt zur Llus11818rung der Gegsnsiänrc (_111 die 0011 111111 bezeich- 11818 S18118 anzuweisen. Dns (538118111 [1111 81-1 10mit in der Hand, (1118 rein administrativcn Aki? 0011 sich fern 311 0111811.
111. 2111111111111. Von S88ch1uswuri und stra_ndtrifti_gen Gegenständen, 101018 0011 v_8r11111f811811 und 188tr11119811 Gegen1tänd8n.
Während der zwÜte 2111111111111 die 211111111118 11.1118, _das Verfahren bei cigrniiich8n Strandungsfaaen, in d811811 ein Schiis 1111) in g8gen- wärtig8r Zcenoti) b8find8t, durch Dotaildestiinmungi'n 8r1ch0111811d zu r81181n, b81chränkt sich der dritte Ylb1chnitt auf 81111118 Vor1chr1118n für die Fäilr, 111 WWW, 181 88 nach 110raxig8garig8118r S_trandung eines Schiffs 0d8r in Folge 8inrs 10n11ig811 1111111113, 81nz81n8 111 die Sre ge- rath8n8 Geg8nständ8 an d8n Strand 138111811811 und hier g8110rg-8n 0d1'r im Wn1s8r aufgefunden und 111 “Sicherbrit g8[*r.1ch1 wi'rdsn. Eiri8 regrl- mäßige Mitwirkung d8s Sirmidvo 15 11111 in 101111811 Jäii8n nicht ein- zutreirn; es 1111111811 iich virin181r 1)i8r nur darum, 1111111111) 1018 bxi Sac118n, 11181808 auf dem Landr v8r101811 981111111811 1ind 11110 d811111äch1t gsfunden werden, für die Ermiticlung drs E-gentdüinc'rs Sorgc zu tragen und die V0r11uss8tzungen 181131111811811, unter w81ch8n dj_e B81g8r An1pruch (1111 81118 Vergiitun für i11r8 91111118w111111111 [11113611 1011811.
§. 21. Das Handcisgeießbuck) 11111811 in _Lirt.742 d_i_8_(§)8wäi)ru11g 811186 Berg8101111s nur für dem FaÜ zu, daß 8111 3811111 oder 11811811 Ladung in 81118r Scenoth, 1111811178111 118 dcr Y8r11'1g1111g d8r SMW- 11811115111111 8n130g8n odcr von 118118111811 vrriai18n101r8n, von dritten Per10118n in Sichcrheif gebracht Werden. Dizr Z. 21 des Entwurfs 118118111 8111811 21n1pruch 11111 B8rg81011n auck) d8n18nig8n 311, welch8_au138r dem Fal] der S88noth cines Schiffs bEfiHiOZ 118w0rd8118 i*öcgen_1iä11d8, WLUU 118 von der SM 11111 d811 Strand gcw011811 (SLLKUÖWUU') 0d8r gcgen d8n181118n geiri8b8n 108r0811 _ (_1tranririfiig8 Gegcnstände), 00111 Strande 11116 11819811. Di818 V0r1chr111 11111181 darin ihre Begründung, das; auch für 018 Brxgimg drr 11i8rbei in Frage k0111111811d811 Gegenstände im Jn1818118 DEÖ_ Eigskrdümers 8111 2381138101111 in 2111011861 98118111 werd8n_ 1111111; 1111181111858 di8s, 10 würde nicht 1811811 d8r Fail 8101181811, 01113 8n1108d8r Niemand fich 1181811 1111d811 118138, den Miihewaltniigkn drer'rgung 1111) 311 unter- ziehen, 0d8r daß, wenn dies dknnoch 118111111118, dir Berg8r d18_ grborge- nen G8g8nständ8, 011n8 118 zur Anzeigr 511 bringcn, 111111111w8198nd „iich 111181911811. Beiden Evrriiimiitäieri wird durch di8 Gewährung 11011 Bergewhn am wirk1an1st811 vorg8reug1. _ _
Das H1ndel§ge1881111ch giebt 180011) im Art. 752 Nr. 2 8111 An- rrcht auf Bcrgrlohn nur bei Erfüllung d8r k0rrr1110_11d11811d8n Vrr- Pflichtang, v0n den g8dorgcn8n (HrgcnständM drm Schinsr, drin (Tiger.- ibÜUlLk WM 1181? zuständigen B886rd81010ri Anzeige 311 1nach811. Dxr Sch|u11aß d8s . 21 des Entwurfs 1r1r1cht 080111110 11'1r die hier 111 RODS iSthkn ä[18 di818 Vorpflichtung 8881111110 aus. _ _
§. 22. V5 ig gleichartig liegrn im W81cnilich8n d18 Verhalt- 111118, wenn die Bkrgnng auß8rhalb _d8s FaÜ-xs ?iilkk geg8nwäriig8n Srcnoik) auf dem M88r039rund8 (08111111f8118118 (Hrgenstände) 0d8r _111 0ff8n8r S88 (1e8tri1tig8 Grg8n1tänd8) 001 1111) 118111. Drr §. 22 8rklart
' 010111110 auch auf 0181811 Fall die in §. 21 81111111118n8n Bestimmungen
für anwendbar. Nur eine M0difif1110n [0111111111116 der" 2111381118- pflichr 8r1ch81nt 1381101811. Wenn di8 M11nn1chaft 8111813 S1bi116, wah- rend dicses (1111 8in8r Fahrt 1.10n D81111ch1and nach 178111 _"2111011111dc be- griffen ist, 1111181107111; auf 110118r S88 einen (_Hcgrniiand birgi, 10 kann das Schiff 18101108r11511d11ch 1cin8 Fabri MM _111 08111 Zwrcke 1111181“- br8ch8n, damit alsbald bei 1781 3111111110111811 d81111ch811 B811'rrd8 2111381118 0011 dcr Bergung gemacht werde. Mit Riickii-Hr 111501111 111 1111 F. 22 bestimmt, das; die Pflicht znr 2111381118 111111) NTMZJJÖL_ÖL*Z Z. 21 fgr Fahrzeuge; 10818118 in 0ff8n8r See 11801811, 1111r _dJnri 111118111, w-xnn 118 nach der B8rgung zU8r11 «111 der d81111ck18n 5111110 1111199211 0_dcr__00r ?ink8r g811811. Geht das Schiff zunächst 111.11 _81n8111_1111s111ndi1ch8n Hafrn, 10 wird nach Maßgabe d8_r dortig8n (Hap-Zc 11111 d8n gebor- genen Grgrnständen zn v8r1al)r8n 181n._ _ _
§. 23 811111511 Hinsichtlich der B810rd8r111111_118110rgrn8r Gcgsnstandc 111181) dem zunächst 8rr8ich11ar811 1381111111811 119111811 0_88r LLUDLTUJSPWHL für die Bergung auß8r1911111 1386 Falls?» gr,:„cxiwxxiigLr «88110111 d18- 181118 Bestimmung, 10818118 bezüglich der Bcrgung 111 238811011) 111 §. 13 getroffen ist. _ „
§. 24. Gegenständ8, w81ch8 *in dcr S_Sek v_8_ri0r8n 118911119811 find, werdcn häufig durch Wind und Weiler 111 Gciyn118r__an drr _Kuste ge- trieb811, 0011 1081811811 es 11.111) ihrcr B81cha118111181t3_w811811)»111_18111 kann, ob sie 11011) 1116 B81111ndilck8i18 drr S8_8 an31118118n 111113. _Da1; die Bex- gung auf solchen (3311051118111 0181" aus 081111118111 d8r18lb8n c[*?i_1_ 10 wie dic Bergung auf der See oder 111r8111 Stra11d0311 1181101118111 i_1t, liegt in der Natur drr S1ck8; cs w_8rd8n chimiv d_18_ V011chri11811 der §§. 21-23 auch auf 01818 (Hewä118r anziiiv8nd0n 18_1n. _Hierzu iit 111- dessen eine nä118r8 ch8ichn11ng d8r181318r8n mr_die cinzrincn Theile drr dcuticbcn Küstcn 8r10rd8rlich, _10811118 zwrckmaßiger dcn 1181118111g18n Landssr8gi8r11n118n VOk['€[)ait_kn ble1bt. _
§. 25. Ist drr Brr 811111 811188 Bebördr oder 81118111 5238111111811 angez8igt, 10 wird zunäcb t_ 81118 '1§;81t1t81]ung dér T11111ach8n erforder- lich, von WClchM dic Ermiticlimg d15 _Eiqentixii-iierI dcr grborgrncn Grgeiiständ8 11110 die Gewährmig dcs 2381911011115 abhängig ist. Der §, 25 118stimmt 08001110, 01111 drr Berger hierüber 0011 de_m Strand- amt zu v8rn8l)1n8n und demnachst Seitens des [81,318r1'11 1ur die 521111; bewa11rung d8r geborgenen Sackpen Sorge zu tragen ist. In Betrcis drs w8i18r8n Verfahrens mit denseircn ist lediglich auf die auch Hixr a11w811dbarcn §§. 17, 19, 20 zu verw8118n.
§. 26, G8g8nständ8, Welchr unter den in dcn §§. 21, 22 ange- gebrnen VorausscßungM gcborgm find, werken 1811811 eine B8zeichnung an fich tragen, 10811118 din Eigenthümcr d8r1clb8n crficht|1ch_ macht. Ihre 1010r1i118 Abgab8 diirch das Sirandamt an das Gericht zum chcke des öffentlichen Aufgeliots wiirde bäufig_K011_811_yerursachen, 10818138 zum Werthe des Objekts in keinem V8111a11111; 1111110811, oder fie würde zu einer Verxögrrnng der Ermittciurg 11833 Empxangßdewch- tigi8n 111111811, Es empfiehlt sich dcömlb, wo 8111_B8d11r1n113„dazu vorliegt, Einrichtungen zu treffen. Welche 81118 Erledigung der «ache