Audreaébande. Auch der Prinz 11011 Wales iz! seiner roihen Uniform und dcr Herzog von Edinburgh 111 der_ Umsoxm dcs Jamburgscben Ulanenregiments wlentcn der_Parade bet, Im Gefolge des Kaisers befanden fich dcr _Mmister-Prafident Graf Andras") und dcr General- Adjutant des Kaiicrs, Graf BxÜegarde, be_1de m Husarenunifarm.
Die bei dem gestr1gcn Diner im Winterpalats von den beiden Kxisern aus*gebxacbtcn Toas1_e lauten nach dem ,R.-A.' wörtlich:
Se, Majeyiät dcr Kai1er Llleraydcr sprach: ,Ich trinke auf die Gcsundbcik Meines Freundes, des Kaisers Franz Joscvh, den in unserer Vkitie zu schen wir uns freuen. In der „Freiindjcbaft, die Uns Beide mit dem Kaiser Wilhelm und der Königin Victoria verbindet, erblicke Ick die sicherste Bürgschaft fizr den Fr1eden 111 Europa, der von AUM so sehr gsivünscbt wird und fur AÜe so txobendtg ist.:
Auf diese Worte erwiderte Se. Majestät der Kaim 11011 Oester- reich, König von Ungarn: „Erfi'zllt von Dankbarkeit für den freund- schaftlichen Empfang, den Ich 5161 gsfunden, tbcile Ick aufrichtig die Ueberzengungm und Gefühle, d1e soebetx von Meinem erhabenen Freunde ausgesprochen worden sind, uxid trinke m_tf die GewndbÜtSr. Majcsiät des Kaisers, Jbrer Majestat der Kaiierin und ch ganzen Kaiicrlickxen Hauses, Mögx Gottes Segen über ihnen Walken.“
Se. Majestäi dcr Kaixer Fraanosevh empfixig beute Nachmiiiag um 4 Uhr das diplomaii1che Corps. Die Bot1chaster wurden von Sr. Majsstät cinzcln empfangcn, dicGesandten von dem österreichisch- ungarischen Gesandten im Ccrcle vorgestellt._
Heute Miitcxa 1speist? Kaiser Franx Jo11pb bei Sr. Kaiserlichen Hoheit dc'm Großfürsten Konstantin Nikoläjewitscb.
Heute Abend war Kaiicr Fraanqseph sowie alle anderenHoben XFstechuf dem Ball bci Sr. Kaiyerltcben Hoheit dem Großfürsten
:on 0 ger.
Morgen (Dixnstag), um 1 Uhr Mittags wird dcr Kaiser von Oesterrsich die öjterreich1sch=ungarischen Deputationen aus Odsssa und St.dP€tersburg empfangen, welche Sr. Majestäi Adressen übcrreichen wer eu.
Um 5 11111: svcisthaiseyFranz Joseph mit dsn ibm zukomman- dirtsn ruifisben Offiziercn, 1ein9r Suite und den Mitgliedern der Kaisxrlicben Königlichen Gesandtschaft bsi dem Kaiserlichen Königliében Boiichaster, General Frmberrn von Langenau. Abends um8 Uhr findei die Abfahrt zur Jagd stati. .
_ Wie „Grashd.“ meldet, retsen die Hohen Neuver- mkählten in der kzweiten Fastenwocbe 11011) Großbritannien ab, und würde die Großfürstin Maria Alexandrowna auf der Reise und während des ersten Aufenthalts in Wiüdsor noch 11011 der Fürstin M. A. Wjasemskr) begleitet sein. Nack) ihrer Ankunft in Großbritannien wird das Herzogliche Paar in Windsor woh- 11011, wohin gleichzeitig die Königin Victoria von Osborne über- siedelt. Später, nachdem der Hof fick) naoh London begeben hat, ist Buchi11gham=Palace densslben von der Königin als Residenz angcwicscn bis zu dem Zeitpunkt, wo der eigene Palast des Prinzen Alfred fertig sein wird; also bis zum nächsten Halbjahr.
Wie „Grashdanin“ ferner 1119 Gerücht miitheilt, wird Se. Majestät dsr Kais er im Aprik seine Tochter in London be- s11chen, hierauf zur Vermählung der Großfürstin VeraKonstan- 111101111111 nach Stuttgart reisen, dann aber die Kur in Ems ge-
brauchen.
_ Ein Telegramm aus Odessa meldet den am 1. Fe- bruar erfolgten Tod des General-Adjntanten Graf Mexander Nikolajewitsck) von Lüders. Im Jahre 1790 geboren, 1101 Lüders, wie die „Pet. Ztg. mittbeilt, im Jahre 1807 in die rusfische Armee und wohnte dem Kriege in Finnland 1808 und den Feldzügen 11011 1812 bis 1814 bei. Im Jahre 1831 am polnischen Feldzuge iheilnebmend, entschied er als General-Major und Brigadc-Commandeur wesentlich die Erstürmung 13011 War- schau. Zum General-Lieutenani befördert, stand er mehrere Jahre als StabScLJLf bcim zweiten Infanterie-Eorps, bis er 1838 das Kommando Über das fünfte Infanterie-Corps erhielt. Als „General der Infanicrie focht er 1843_1845 im Kaukasus, stand dann an der Spiße seineS Corps in Bessarabien und unter- drückte 1848 in Verbindung mit Omer Pascha die Insurrekiion der Rumänen in den Donausürftentßümern. Am 19.31111i 1849 drang er durch den Rotherthurmpa in Siebenbürgen ein, er- oberte Herrmannstadt, schl1ig Bem am 31. Juli bei Schäsb11rg und zwang in Dewa Und Szibi die Insurgenten zur Kapitu- lation. Im orientalischen Kriege hatte er ein Kommando unter dem Fürsten Gortschak0w Und rückte im Juli 1853 in die M01- dau ein. Am 24. März 1854 überschritt er die Dmmu und [angie am 16. Mai vor Siliftria an, mußte alzer wegen Krank- heit die Armee verlassen. Nach seiner Genesung wurde er im März 1855 zum Befehlshaber der Südarmee 121111111111 und erhielt im Januar 1856 den Oberbefehl in der Krim. Hier schloß er den WaffenstiUftand mit den AUiirten, nahm dann, von Erblindung be- droht, seine Entlassung und reiste im Frühjahr 1857 zu sei116rHei- lung nach Frankreich und Italien. Im Jahre 1859 übernahm er wieder den Oberbefehl über das in Bessarabien stehende rus- sische Corps. Im Jahre 1861 wurde er zum Oberbefehlshabor der ersten Armee und Statthalter von Polen berufen. Durch ein Attentat erhielt er eine schwere Wunde, zu deren Héilung er nach Deutschkand reiste. Bei seiner Abberufung 11011 dcr Statt- halterschast in Polen wurde er 111 den Grafenßand erhoben.
Afien. Ein Telegramm deH „Reuterschcn Bureaus“ aus Bombay vom 15. d. meldet: Die Unruhen zwischen den M0- hamedanern und Parsen dauern fori und zwei Personen wurden getödieQ Eine Abtheilung Truppen wird unter Waffen gehal- ten. Nach einem Telegramm vom 17. ist die Ruhe wieder her- gesteUt worden.]
_ _ Mit Bkzug auf die bengalische Hunger9notb w1rd der „Times“ 11119 Calcutta vom 16. d. M. gemeldei:
Der Vick-König bat die Anlegung von szäfferungSwerken bon Gupdick uiid Kofi nach Tirbut angeordnet. Er erwägt Eisenbahn- p_roxekte_nordlich vom Ganges und hat die unverzügliche Herstellung einer Pferdebahn nacb Durbxmga, eine Distanz von 44 Mcilsn, ge- mbm1gt. Sir_W. Muir läßt in Vusti, Gorruckpore, Benares und GÖJHSYNL HulsL-menes bilden, Weil er Nothstand in diesen Städisn (111116111111.- Cr erk1911, daf; das_Exide de's Nothstandeö von dem 331- tigen Begmn_der uachstcn Regemaiwn abhängt. Die Regierung von Oude unisrstuizk (Honda. MM*(
_'(A. A. C.) Eine neue Post aus China'Zenihält fol- gende bis z1zm 8. Ianu9r reichende Nachrichten:
Die bere1ts telegraybi1ch gemeldete Abschaffung des Kulibandels in Macao geschah durch eme Proklamaiion des Gouverneurs von Macao ax1127. Dezember. Der aridel ist in dicfem Hafen vom 27. März ab gan311ch verbotexi. Dxr „ 61110 Mail“ ufol_ge verursachte die'Prokla- matwnxaügememe BrrWundLrung und Besturzung. Vicle Makler, die Vyrschuffe erhalten„ ließen ihre Kontrakte anukliren. Die „Fantan'- Hauser schlossen unt e1_ner oder zwe1 Llusn011men ilre Tbüren und viele der Barracun-Manner wurden entlassen. Uescr 300 Häuser werden geräumt werden und eixva 40,000 Personen find beschäftiguugs- los geworden. Die ,Pckmg Gazettx“ vom 15. Dezember enthält Kaiserliche Dekrete, Welche das in Umlauf gewesene Gerüchi yon einem Sieg der Truppen unter Tft) Tsuug-tang uber die mohamrdanischeu Jusurgentexi in Kansuch bestä- ttgen. Die Errungenschaft ist n1chts Geringeres als die Einnahme der Stadt Suh-chow im äußersten Nordwesten von Kansub, die sich LM 10 Jahren in den Händen der Jnsurgenten befand. Es ist der etzte feste Plaß, der bisher „inncrhalb der Mguer“ von den Moba- medaneru beseßt gehalten wurde, und skine Wiedxrerlangung ist dem- uach ein Gegenstand von hoher Vedeuiun fur dte_ Kaifrrlicbe Regie- m.. Der peruamsche Gesandte ift unt efolge 111 Pekmg angekom-
men. Eine Buchdruckerei (mit ausländischen T peu) hat sich in Peking etablirk. Prinz Kung besuchte das Etabli?sement und drückte sich über _den ihm neurn Prozeß des Typknseßkns sebr befriedigt aus. Der Prowcki eines Rettungsboot-Jnstituts für China [ist eröffnet wdrden. In der Nachbarschaft -von Amoy sollen Tiger große Ver- wuitungen angerichtet haben.
_ Vom Kriegsschauplalz in A1chin ist von dem Ober-Befehlshaber der niederländischen Truppen folgendes Tele- gramm vom 14. d. M. im Haag eingetroffen: Wir haben am 12. Februar ein Fort :robert, welches dcr atchines1sche Führer Toekoenanta gegen unseren Verbündeten Toekoenek errichtet hatte. Unsere Verluste bestanden in 3 Todten und 13 Verwundeten. Diese Operation hatte sowohl einen politischen wie strategischen Zweck. Toekoenanta befindet fiel) auf der Flucht. _ Die Cholera ist bei unseren Truppen im Abnehmen.
Afrika. Von der Goldküste hat die Admiralität ein offizielles Telegramm erhalten, dessen Nachricbéen bis zum 26. Januar reichen. Darnack] erwarteten die Truppen, am 29. in Kumassi einzumarschiren. Die Aschanii-Boien wurden mit Briefsn an den König, worin der Empfang der aUSgelicfcrten Gefangenen _ zwci Misstonäre nebst Weib 1111d Kind eines der- selben _ bescheinigt wird, zurückgesandt. Die Aschantis smd, wie man glanbi, knapp an Munition, und Sksaven sind damit beschäftigt, Geschosse ach Steinen anzufertigen, Die irregulären Truppen haben den Feind unweit Fommanak) verdrängt, und in dem Scharmüßcl wurden zwei Aschantis getödiet Und zwei 311 Gefangenen gemacht. Der Gesundheitszustand der Truppen ist ein guter und man erwartete, daß der Krieg am 7. Februar sein Ende finden würde.
_ Die nachstehende Depesche des „Reuterschen Bureaus“ aus Cape Coast Castle vom 29. 1). M. ergänzt die vorstehenden Nachrichten:
„Sir Garnet Wolsclcy und die Flotten-Brigade überscbriiten den Xray am 20., Und die anderen Regimenier folgten 1511-31. Sie haben
ommanak), eine große und bedeutende Stadt, 50 Meilen vonKu1na1si, das sie 'am 1. Februar zu betreten hofften, erreicht., Licxiienant Lord Gifford besslzie die Adanhibügcl am 17. d. M. Die Akcbantis, „d1e den Kamm bc1eßt hielten, räumten demchen obne Widerstand. Diese Position ist von großer Wichtigkeit und 1st zu LMLM festm Plaiz_fur d1e Konzentrirung von Truppen und Zumbren geschaffen wvrden.D1e 211111011115 flüchteten bei der Annäherung der Truppen aus den Städten und DHrFern, Hkkx Kühne kam am 23, d. M. 11011 Ka11kas10n. Die anderen europai1chen Ggsangenmerreicbten Fommanab am nämiichen _Tage. Der König 1161; durch Botschafter um Fcirden bitten und verwrach- Amenquaiia die Kriegskosten zahlen zu lassen, falls die Britten nicht nacb Ku- massi marschiren woÜtcn. Dic Gefaixgenen halten jeden, ernstlicbcy Widerstand auf Seiten des Königs für unmöglich. Die A1chant1- Führer find indeß der Ansicht, daß irgsnd ein Widerstand geleistet Werden 101116, ehe man sich dxr Schande einer Uebergabe der Hauptstadt untcrziehe. Die A1chanti-Ll_rmee Wurde am Tage nach ihrer Rückkehr nach Kumasi ansgelöst, und 279 Särge mit den Ueberresten dabingescbiedener Häuptlinge und (::-„dererLlscloaritis von Distinkiion_Wurden zum öuige getragen. Der große Feii1ch- baum in Kumaffi, 1111161: Welchem seitGencrationen asleMemchenopfer vollzogen Wurden, stürzte an dem Tage, (1:1 Welchem Sir Garnet Wol1elcys erster Brisf in der Hauptstadt eintraf, ein, Man erwartet, daß der Krieg rechtzeitig enden wird, um den Weißen Truppen zu ge- statten, fick) etwa am 7. März in Cape Coast nach England einzu- fchiffcn. Sämmilicbe Truppen sind nun aelandet.“
_ Nach 0119 Cape Coast Castle in London eingetroffe- nen Mittheilungen Hat der König der Aschantis die ihm gestelT- ten Friedensbedingungen, „nach welchen ihm die Zahlung einer KriegSenischädigung von 200,000 Pfd. Sterl. auferlegt wird, definitiv angenommen.
Landtagö-Angelegenheiten.
Berlin, 19. Februar. In der gestrigen Sißung des Herreuhauses erklärte fiel) der Minister des Innern Graf zu Eulenburg (dessen Rede wir morgey im Wortlaut mittheilen werden) in der Diskusfion über §§. 2_5 des Geseßeniwurfs, betreffend die Beurkundung des Personenstandes 2c. gegen die Abgrenzrmg der Amtsbezirke 11. s. w. Hisrauf nahm der Mi- nister der geistlichen 2c. Angelegenheiten 1)r. Falk das Wort:
„ Ick babe dcn Ausführungcn meines Hcrru Kollegcn nur einige Worte [11113113111115011 961101111er dem Antrags drs Hcrrn 1), K16iit, Wenn ich Sie gsbcten haben wiird6,_ dcn Antrag 0113111601101), 0116 ich die dee dss 116161111611 Herrn hörts, 1o_ha[te ich mich zu dic10r Biitc, nqghdcgn ich die Rode JOHSrt babs, b61_0nders 0011111115161. Es ist g?- 11111; 01116 c1g611ihiin1111116 Thai1acb_c, daß,_wie; sich4b1cr [*crsits in ver- ci113011611 Fällen gszsigt bai, da[; g0g0n151311ch6 Standpunkte in dcr vorlisgcndcn Fragc 1111 Resultate ZUsÜMMMfÜUM, 101001116V61g161ch11ng drr Vcrbandlunggn dcs Abgcdrdnsic11ba11sts 11111 dcn 1101116 bicr «bör- 1611 MF im 111013011 9110131111116 Zeigt. Der elbe Antrag, d0n Hcrr 9311611150110 116111, 111 1111 A*gcoxdn6161111a11se 11011 der äußerstcn Linken 116116111 wrrdc'n. Aber, UWÜW_'NMU- 1316 Bcgründung 111 eine vollkommcn 110110216d6111'. Di? Foriichriiispartm, _ 1111dich möchte 01111) aus, den [0151011 Worten dcs Hcrrn Hobrccbt, dcr fich, wie mir 16111011, 11111 der Begründung, die Herr v, K16111 101116111 Anfrage gcgs- bon baiic, nicbt cinbcrstandcn 01110116, 01111an 21010111010511191101611, _ baiirie d101011 Antrag M1 1711101111126 Gesichtswmkte. & Dicii-U esickÜs- 1111118011 111 nacb 1n01116r 111611111119 in au9r61ch611dcr Weise 90111191 durch daÖjcmgc, 111.113 9611011100819 111 der Vorkagc, 1016 sis (1119 dem ngeord- 1161601701116 [jcrachgkkonmtsn iyi, 11i6d1'rgslcgt 111, denn 11111 111 bxsdndcrmi Fäl1c11, nach 9111176111111] dcr mit d611_k011kr€_ic11 Vcrbäliniiwn _11ach 1091111101 §111ch1u11gbin 0111161111611, dem Kreiie nahcstrlxndcn Pers 011111, 1011011 möglicheruwii: (8001111170 311 Civilstandöbemuicn 011001111äl)1iwcrd011,„Für den Staat kann daraus ein Schadcn nicbt entstehen. Eine Andcnt1111ghabeich aÜerdin s in_den Mußerungen des errn von Kleist gefunden, Welche darauf ?Öließcn ließ, das; der Staat doch auch daruntér leiden könnte, indem er nämlich meinte, diejenigen Mittel, dicjcßi bewilligt seien zur Aufbesserung der Gehälter von Geistlichen, Wurden 11111: Mrwondet wcrden, 0der110uptsächlicb verwendet werden zu Gunsten solcber Gcistlichen, welcbe diE Civijstandsbücher finden, das Amt des Civilstandöbcamtcn Übernehmen würden, und so andeutete _ ick) wiÜ einmalden 001111121115- druck gebrauchen, _ daß bei 7Zlcher Auffassung der Staat in die Situation käme. die kirchlichcn rgane zn korrumpircn. Aber davon ist gar keine dee. Sie haben die sehr eingehenden Verhandlungen des Abgeordnetenhauses keincs Blicks gewürdigt, wenn Sie das be- haupten wollen. Es find die betreffenden Summen lediglich [16111111th Worden für die Stellcn. ganz gleichgültig, wie sich die Position des anabrrs gegenüber des Staatsregierung verhält 13126 ist als ausdrück- liche Bedingung der Bewilligung bingesteüi Worden! Mit Hervor- hebung dieses Umstands ist, _ ich will nicht sagen _ diefe Jusmua- tion, 11) doch die bedenkliche Aeußerung des errn von Kleist meiner Meinung nack) vollständig zurückgewiesen. 0? Herrn von Kleist bestimmt, den Antrag hier zu stellen, das find lediglich Gesichtspunkte kirchlicher Seite, und meine Herren, ich meme, er tst fich selbst und seinen Grundsätzen durch einen derartigen Antrag ganz mkonsequent geworden; denn, meine Herren, er hat bisher wenigstkns immer den Satz aussefühxi, das; die Kirche ihre Angelegenheiten all_ein zu ordnen bgbe, und da[; der Staat und also auch 'die Sigutögewßgebung sich 111cht einmischen soUe, 1110 ein Staatsintcressc n1cht vorliege. Wenn aber sein Antrag angenommen wird aus den Gründen seiner Motivirung, dann han- deltes sich um eine soscheEimniich11ng; Herr v. Kle1st verfällt damit, wie ich meme, grnau in denselben Fehler, 111 Welchen, freilich von einem anderen Siandpunkte 0115, ein Theil der Linken des Abgeordneten- hau1es gerietl. Weil die1e Herren vermö e ihrer persönlichen Stel- lung fich ni t mächtig auf kirchlichem e'bicte erWeisen kötinen, so suchen fie _ ich begreife das, wenn man d1e Standpunkte nicht klar
außeinanderbält-in der pjolitischen Versammlung, wo fie die politische Macht haben, ibre kirchltck)? Ansicht zur_Gelt11ng zu bringen. Ganz ebenso verfährt Hkrr v. Kleist; Er W111 same kirchlichen Ansichten hier durch eine gesetzliche Bestimmung zur Geltung bringen gegenüber der Ktrche und ihren Behörden. ' Er bewegt sichedamit in dem schwo- rep Jrrtbym, daß er meint, _seme ?lnsichtct) scten die Ansichten der Kirche, se1ne_Anfichten seien dte_glle1n richtigen und andere hätten in dxr Kirche ketnen Platz. Das 111; ein Fehlsr _ er nehme mir das nicbt 11501 _ den er mit einer großen Zahl von Leuten theilt. At dresem leidet _im Großen und Ganzen anch derjenige Theil unierer Kuche, der, 111 der Kreuzzeitung feinen Monite'ux für die kir lichen Angelegeubetten [lebt. Diese Leute glauben, fie se1e11-aÜein die irche. Ich halt? das fur ein großes Unglück und habe Weiter die Ueberzeu- gung, day, Mr_m es nicht' gklingi, fie zu einer anderen Ueberzeugung zu_f11[)ren, daß daxm d1e Schäden, die uns hier gestern und heute notederholt'prophe, e1bt worden_ sind für die evangelische Kirche, Wahr Wurden. Nicbt d1e'_1uffassung, dle jetztin der höchsten evangelischen Kirchen- bebörde [)errscbi, 111 es, deren Geltendmachung solche Resultate zur , olge haben kann, iondsrn die Bewegung, die in jener einseitigen Ri tuns hsrrscht, die da glaubt, 11,6 se1 0116111 die Kirche. Von diesem Stand- punkte aus bebaupicn Sie auch, daß der Ober-Kirchenratb das Ver- trauen der Ktrcbe überall berldrcn habe, Ich leugne nicht, daß in jcnc'm von mir bezeichneten Tbetle der Ober-KirÖenraih das Vertrauen verlorsn hat, wenn 1ch aucb hoffe, daß er noch in mancbsn Kreisen desselben das Vertrauen bald wieder befißen wird, und zu dem ge- funden Kerne auch in diestm Theil? der Kirche noch das Vortrauen [)LJZ, daß er nach ruhiger Ueberlegung „Wetter helfen wird bei dem Baue der Ki1ch_.*. Aber das; dsr Ober-Ktrcbenrail) in der evangelischen Kirche irn Großen uxid Ganzen das Vcrtrauen 112110an hat, ist eine ebenso einseitige Axifstelkung wie die Behauptung, daß in jener Seite 0111111 dic evangeli1che Kirche zu finden sei. Ich wiederhole, einer solcben Motivirung gegenüber muß man sich nothwendig gegen Herrn v. Kleist Wenden. Ich bitte um Ablehnung feines Ymcndkmeuis.
Dem Grafen von der Schulenburg-Nimpisch und Beeßen- dorf entgegnete der StaatS-Minister 1)r. Falk:
Nun eine ibalfächliche Bcricbiigung: Den Herrn Vorrkdner inter- esfirt _ feine gestrige dee bestätigt es ebenso wie die Heutige _ eine gewisse [audräiblicbe Vßrfügung. Ick bedauere, daß ich von dieser Verfügung chiger Weiß, als er selbst. Er meint, das; diese Gelder nur ausgezahlt Werden dürfen, wenn der Landrats) die Führung der Geistlichen günstig beurtheile. Jch babe in den Zeitungen nur gelesen, daß ein Landrats) angewiesen sein soll, zu _erklären, ob der AuSzahlung Hindernisse entgegenstehen. Von mir 111 aber die Ver- fügung 11icht erlastcn Wordcn.
Nr. 3 des „Amis-Blattes der Deuksckpen Reichs- Telegravben-VerWaltung“ bat_f0[genden Inhalt: Verfügung Vom 30. Januar 1874. Richtige Klajfifizirung der den Babn-Tele- gravbcn-Siationen zur Weiterbefördkrnng übergebenen, resp. der von dcnielben übernommenén Dcpc1chen. Verfiigung vom 14. Februar 1874. Notirung der Adresje des Auigebcrs auf der Original-Depesche.
Kunst, Wissenschaft und Literatur.
Wien, 17. Februar. Die „Wiener Zeitung“ meldet, daß der Kaiser dem ordentlichen Professor an der Wiener Universität, Hofrath Dr. Joseph Hyrtl, auf_Anlas3 des auf sein Ansuchen ge- nehmigten Uebertritts in den bleibenden Rubestqnd die volle Aller- höchste Anerkennung seiner hervorragenden Verdienste im Lehramte und in,der Wissenschaft ausgesprochen babe.
Darmstadt, 16. Februar. Die „Main-Zig.“ meldet: Heute früh kurz nach 53- 11111 wmde hier eine ziemlich starke Erderschüt- terung, die ca. 4 Sskunden ÖÜULÜL, gejpürt.
Getverbe und Handel.
Cottbus, 19. Februar. (W. T. B.) Der AuffichtSrath der hiesigen Niederlausißer Bank hat in der heutigen Sißung na sshr starker Dytirung dcs Reservefonds, der dadurch bereits ein Dritte der staiuienmäßigeu Höbe erreicht, die Dividende für 1873 auf 61- pCt. festgeseßt. Die Generalversammlung findet am 18. März statt.
Verkehrs-Anftalten.
London, 16. Februar. Das neue ailantifcbe Kabel der anglo-amexikaniscben Telegravben-GesellfÖaft wird, der „21.21. C.“ zufolge, im Juxti gelegt werdcn. Der ?lttsgangspunkt dessel- ben wird ein Punkt unweit Valentin an der irischen Küste sein. Das andere Ende wird auf Neufundland gelandet und von da 718 Neu- schottland nacb New-Hamvshire geführt Werden. Jn Nervcastlc wird ein Dampfer von 5000 Tons Tragkraft eigens für die Légung des „[Kabcss gebaut. Das Schiff wird bereits am 17. ds. von Stapel au,cn.
Queenstown, 19. Februar. (W. T. B) Der Dampfer des North German Lloyd ,Ohro“ 1st heute hier e1nge1roffen, ,
New-York, 19, Februar. (W. TUV,), Dcr Dampfer „City of Brooklyn“ von der Inman Linie 111 Wer eingetroffen.
Königliche Schauspiele.
Freitag, 20. Februar. Opernhaus. (48. VorfteUung.) Die Jüdin. Große Oper in 5 Akten von Scribe. Mufik von Haléwy. Ballet von Haguet. Recha: Frl. Leeb, vom Stadt- theater in Nürnberg, aks Gast. Eudora: Frl. Lehmann. Kar- dinal: Hr. Krolop. Eleazar: Hr. Diener. Anfang halb 7 Uhr. Mittel-Preise.
Schauspielhaus. (50. VorfteUung). Zum ersten Male: Dunkle Wolken. Dramatische Kleinigkeit in 1 Akt von Fournier, deutsch von F. Tieiz. In Scene geseßt vom Direktor Hein. Hierauf, neu einstudirt: Der Jugendfreund. Lustspiel in 3 Abtheilungen, frei nach Ancelot und Comberouffe von Holbein. In Scene geseßt vom Direktor Hein. Zum Schluß, neu ein- studirt: Ein 1303 (16 (161111 vor hundert Jahren. Berlin 1744. Genrebild in französischer und deutscher Sprache von L. Schneider. Mufik von H. Schmidt. In Scene geseßt vom Direktor Hein. Anfang 7 Uhr. Mittek-Preise.
Sonnabend, 21. Februar. Opernhaus. (49. Vorstelkung.) Fidelio. Oper in 2 Abtheilungen, nach dem Französischen von F. Treitschke. Mufik von L. van Beethoven. Leonore: Fr. 1). Voggenhuber. Pizarro: Hr. BeH. Florestan: Hr. Niemann. Rocco: Hr. Salomon. Anfang 7 Uhr. Mittel-Preise.
Schauspielhaus. (51. Vorstellung.) Der Spieler. S au-
spiel in 5 Abtheilungen von A.- W. Iffland. Anfang alk-
7 Uhr. Mittel-Preise.
Sonnabend, 21. Februar. Im Saal-Theater des König- lichen Schauspielhauses. Dreißigfte Vorstellung der französtsthen Schauspieler-Gesellschaft. 110111166 (10 111121331111 80113111), prsmjar 0011110110. 1311311116116 19111850111311011 (16: 1.68 [4009kä1k'68 in “110181811113. krezmjézrs 1001688013500 110: 1488 k6850Uk068 110 101161111118. 131611116316 16111686th1011 (10: 1.3 731179 311 ():-11116118.
Redaktion und Rendantuc: Schwieger. Berlin: Verlag der Cxpedixion (Kessel). Druck: W. Elsner.
Zwei Beilagen einschließlich Börsen-Beilage.
zum Deutschen Reichs-Anzeiger
Berlin, Donnerstag, den 19. Februar
YMZLUZ.
Reichsmgs - Angelegenheiten.
Berlin, 19. Februar; In der gestrigen Sißung des Reichstags leitete der Königlt bayertsche BundeHbevollmächtigte Minifterial-Rath von Riede dix Berathung des Geseßentwurfs über den Impfzwang mie sol 1 em:
Ich habe mir das Wort er eien, um _im Namen der verbündetezi Regierungen Ihnen den Gesetzentwurf uber den Jmpfzwang unt einigen einleitenden Wdrten zu emxfehlen. "
Bekanntlich hat die Frage, 1)_ das'Jmpfwesen fur das Deutsche Reich im Wege der Gesetzgebung emheitlich zu regeln sei, bereits mehr- mals in diesem Hohen Hauée den Gegenstand der „Berathung ge- bildet. Man beschloß zuxiäckyt die Erhebung von staüsttscbezi Notizen, und faßte sodann im vorigen Jahre. den Beschluß den Rerchskanzler zu eriuchen, „für die baldi € einheitliche geseßltcbe Regeluyg des Impf- wesens für das Deutsche eich auf Grundlage des Vaccmations- und RevaccinationSzWanges Sorge zu trczgen“. Dtesem Beschluffe des Reichstages kommt der Ihnen „vorliege'nde Enthrf 111 allen R16)- tungen nach. Es ist einerseits dig embeiiltchc geseizbcbe Regelung des Imp wesens für das Deutsche Re1ch 111 Ausficbt genommen ,und an- derer 12116 die Einführung des Jmprwang-es und des Reyaccuzatwns- JWanges vorgeschlagen, Die e1nbc111che Regelrmg entspricht 1111 AU- gemeinen dem Gedanken der Verfassung, welche_d1e äpflege der Wohlfahrt des deutschen Volkes als Aufgabe des Re1chesh1nste tund1m,Bes0nderen dem Artikel 4 der Verfassung, rvelcb'er MYregel der Med1zmal olizci zu denjenigen Gegenständen zählt, d1_e der xauffi ttgung und eseß- gebung des Reiches unterliegen, Sie enispr1chk a er auch der Natur der Sache. Durch den nunmehr ungehemmten, regen Verkehr der
Beilage
Angehörigen der einzelnen Bundesstaaten wird die Gefahr der Ver- schleypurzg der Blaxtemkrankheit wesentlich vergrößert, und die Notb- wendigkett herbetgefuhrt, sie durch gxmeinfame Maßregeln zu bekämpfen.
, Was sodann'den zweiten Tbetk des Vescblu ses betrifft, den der Re1chstag 1111 vortgen Jahre geFaßt hat _ die Einführung des Im f- zwcmges _ 10 waren 1116 verbundexten Regierungen sich der Beiden en wobl bewußt, welcbe „gegen_ d1een Zwang von eiui en Seiten erhoben Wgrden' es rst 1edoch1m oment kaum eine eranlaffun gegeben, dtxse Bedenken naher 3.11 widerlegen. Ick laube, mich vie - mehr auf d1e Bemerkung beschranken zy dürfen, daZ die verbündeten Reg1erungen fick) denjenigen Grunden mcht verlxchließen konnten, welche irn Sommer v0r1g1n Jahres für den Bes luß des Reichstages m diesemHaufe eingefuhrt worden sind. _
Hierzu kommt noch, daß der Jmpszwang bereits fast in allen deutschen _Siaatcn besteht, und daß man aÜ1citig hinreickyende Gelegenheit gebabk hat, Erfahrungen darüber zu sammeln. Die sammilichen Regrerungen find auf Grund ihrer Erfahrun 911 111 Uebereinstimmung mit der überwiegenden Mehrzahl er Aerzte der Aus 1111111113, „daß erstens die Sierbliöhkeii an der Blatternkrankbett „eit Eryfuhrung der Impfung bedeutend abgenom- nze-n bat, daß zweitxns d1e Juxpfung_ eine gewisse Reihe von Jahren einen Schuß gegen d1e Kraykhext gewährt, und daß drittens nachtbei- lige ngen _der mefung fur d1e Gesundheit nicht konstatirt find.
1t Rucksicht hierauf konnien die verbündeten Regierungen nur dem edacHten Besxblusse des Reichstags enigegenkommen.
1es_elben Grunde, welche für die „erstmalige Impfung sprechen, bestehen im Wesentlichen auckZ fur d1e Einführung des Revaccinations- zwanges, nachdem fich geze1gthat, daß die Wirkungen der ersten
und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
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Jmpfxmg nach einer „bestimmten Reibe von Jahren nicht mehrso lebendig find, 11111 6111611 gsnügenden Schutz zu gewähren. Cs Mrd Ihnen daher gle1chze111 der Rebaccinaiioußzwang vorgeschlagen. ,
_ Indem fich der „ntwurs hiernach in allen seinen Wesxnilichen Grundlagen mit den1en1gen Atxschauungen, melcbe die Majoritat d1e1es Hauses rm vor1ge11 Jahre geleitet hat, in Uebereinstimmung befindei, gebt dgs Bestreben der 0erb11'mdeierz Regierungen nocb dahin, die D'urchfulxung der_ beabsichtigten Ma regel einerseits möglichst zu er- lxicbieru, arzdsrerfezts möglichst zu fiYern. Man hat durch Stamirung langerer Fristen, innerhalb deren die mefung erfolgen kann, jedem Jmpfpfbchiigen resp. dessen Eltern die Möglichkeit gewährt, fick) die für die Vornahme der Impfung passendste Zeit 11 wählen. Der Gefes- exitwurf trifft ferner Vorsorge dafür, däß öfZentliche Impfungsstellen eingerichtet werden und daß die Impfung unentgeltkich geschieht. So- dann sind Bestimmungen gegeben, daß nicht durä) leichifinnige Vor- nahme von_mefungen Gefahren für das Leben und die Gesundleit der Jmpfpfsicbttgen berbeigefübrt werden. Wenn endlich im Ge eZ- entwurfe auxb bestimmte Strafen vorgesehenen find, so war das erforderltcb, um den einmal als wichtig und noibwsndig anerkann- te_n Zwang aucb durchzuführen. Ick) glaube aus der_1 Erfahrungen, die mxme Regterung in Bayern gemacht hat, ww 7611 Jahrzehnten derart1ge Vorschriften bestehen, konstatiren zu dürfen, das Zwangs- porichr1ften, sobald nur einmal das Jmpfwesen im Gange ist, wobl 111 denseltensten FUÜCY zur Anwendung gebracht werden müssen. Nack)- dem h1ernach der Gejeßentwurf gewissermaßen aus der InitiatiVL des Hohen Horuscs bßrvorgegangen ist und die Garantien einer geeigneten Durch- ubrung bieten durfte, gestatte ich mir, denselben im Namen der verbündeten Reg1erung€n Ihrer wohlwollenden Prüfungund Annahme zu empfehlen_
Status der Deutschen Banken uli. Januar 1874-.')
Kassen- Gegen amvei- Metall- Ende sungen und vorratb. DLZWÖU fremde 1873. Bank- noten.
Namen
der Banken.
(Vergliéhen mit Ende Dezember 1873.) (Ja Tausenden von Thaleru.) 4 0 1; j 7 3,
[ GUM ! GUM GUM
Ende 1 Ende Ende und D63ember WWA“ „*Dezember Lombard]
1873. 1 1873. 1 |
!
Effekten 1 Gegen Um- Gegen ngen
1 Ende
JDezcmber sonstige (063131111161;ZZ Bank- Dezember Aktiva. 1873. ,! 1101611. 1873. 1873. 1873.
1) 3 8 5 j 7 a, * i Giro Gegen und
[ laufende Ende Ende Ende
DLPofitM'Oezember sonstt0e DMMK“ Kredr-
toren.
2,308 4,549 363 8,307 39 34
113 13 80
33 44 17 3,048
9 12
Yrsuüscbe Bank ............ 236,711 ' an des Berliner Kassxnvereins. . . 844 Danzi er Privatbaxik . . . ., ..... 407 Ritter chaftlicbe Privatbank 111 Pom- mern ...... [f) . k. ........ ZZ? osmer Provin ia an ........ Yreslauer xtädTTscbe Bank . . 352 Kommunal tändische Bank fur d1e preu ische Ober-Laufi 340 Magde urger anatban ....... 349 annoversche Bank 1,584 ankfurter ank .......... _. 10,015 andgräftich hessische Landesbank 111 omburg p. d. H 99 C5 nische Privatbank ......... 338 “Sächsische Bank in Dresden ..... 13,294 2,375 Leipziger Bank, . . .. ......... 2,975 _ Landständiscbe Bank m Bautzen . . . 407 268 Wüittembergische Notenbank ..... 3,652 147 Badische Bank ............. 6,744 * 69 Bank für Süddeutschland 5,869 . 41 Weimariicbe Bank ........... 1,339 369 BraunfebWeigische Bank ........ 1,464 _ Gothaer Privatbank .......... 1,091 35 Auhalt-De sauiscbe Landesbank . . . . 253 37 Thuringi e B ' _ _ Geraer ank „ 1,506 Kommerzbank in Lübeck ........ 343 Bremer B k ' . . 2,507
1+++ +11 +++
+1+++
+1++|
1! e t t e l b a n k 413 151,744 “_ 0,424 26,623 4,868 2,565 5,180 816 2,143 “ 116 86 2,914 131 411 266
2 4,540 502 760 * 890 11 1,373 35 477 204 22 2,038 1 977 _ 72
2 2,803 405 23 2,077 9 1,493 82 463 33
2,960 20 1,412 3,208 11,560 2,033 1,919 1,381
204 8 84 370 2,809 33 190 - 365 14,968 743 6,177 :- . 5,056 7,369 566 2,347 2,641 _ _ 1,138 7,6443) 6,927 _ 1,092 178 11,153 _ 1,629 1,063 9,767 5 1,568 4,699 3,093 436 823 5,563 4,380 125 1,159 2,115 3,094 133 284 - 1,503 1,144 84 30 4,3296)
2,7718 184 J0 2,478
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1,384 110 423 876 14,101 409 3,227 339 634
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917 990
990 930 3,853 14,120
1|+ +11
986 7 62
121 963 1,512 7,485
2862) 0 _ _ 1,000 0 (34 28,439 1,452 _ 2,354 7,403 421 1,329 1,000 0 3,2845) 8,494 _ 528 14,143 _ 592 12,979 992 1,029 2,922 192 1,186 4,482 8 767 2,691 376 1,506 2,591 7) 97 . 428
3,578 333 978 796 2 . 1,258 5,165 124 : 27
+1+ +++ + +
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1+l
51"!!!
Zusammen . .. 293,175
Üescher Bauwerein von Kulisch, ' HaKämpf & Comp 68 Vereinsbank 1n Ktel .......... _ Oldenburgi e Landesbank . ., . . . . 273 Oldenbur i e Spar- und Le1hbank. _ _ Norddcut (be Bank in Hamburg . . . 2,291 _ 143
19,600 x+ 3,808
[
41+1
269,706 !_ 19,451 56,189 |_5,977 52,629 !!. Andere Banken,
948 _ 42 _ 1,628
552,
[+++ ++|++
* 404,741 1-20,724 112,061
636 | 174 4,851
[|||]! [|]!!!
Lübecker ank Zusammen 2,632 [_ 204
i 1,984 + 244 115 * 0 1,069 F+ 8,478 _ 490 8,712 + 199 3,630 ,+
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Summa 14. und 13. . . . 295,807 5+ 819 19,600
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117,722 )
1) Diese UebeYckzt umfaßt diejenigen Banken, deren Bilanzen regelmäßig im D. R. A. und K, Pr. St, A. veröffentlicht Werden.
.“) incl. 2000
fuck rückgekaufter eigener Aktien.
3) incl. 6,103,000 Thlr. Hypothekenforderungen.
4) Sparbank-Einlagen.
rediigeschäfte.
“) incl. 2,068,000 THÜ. courfirende Pfandbriefebnd 350,000 Reservefond.
6) incl. 1,757,485 T lr. HypothekenforderunLen für Real
7) incl. 1,596,750 T lr. emittirte Pfandbrie
8) incl. 958,676 Thlr. Regierungsgelder und Guthaben öffentlicher Kassen.
Iuseraten-Er edition
ko Denkschen NU )s-Auzeigers 1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen. . Hande16-Register.
. Konkurse, Sybhastationen, qugebote, Vor- ladungen u. dergl. “*
. 4. Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen :c.
und königlich reußischen StaatS-Rn eigerx: Berlin, Hilbelm-Straße Nr. 2.
Gerhard Dietri Lackemeinen
lungßeommis 6. vor. Mis. in den Akten Q. 32. 74. KommYL. er-
. ber zu Neumarkt und des KU; manns OScar Steckbriefe und Uuterfuchungö-Sachen. Fießler daselbst ist zur Anmeldung fdekr Forderungen
„ , ' . der KonkurSgkäubiger noch eine weite Frist Steckbriefs Erledigung Der mier den Hand bis zum 28. März 187 eiuschließlich
von öffentlichen Papieren.
7. Verschiedene Bekanntma ungen. 8. Literarische An eigen. 9. Familien-Naehrichten.
5, Verloosung, Amortisation, Zinözahlang u. s. w. 6. IndustrielleEtabliffements Fabriken11.Großhandel.
X Oeffentlicher Anz eiger* _ serate nimmt andieauwrifirteAnnoncen-Expedition yonR
adolf Mo ein Srrlin, Leipzig Hamburg Frank- furt a. M., restan, Halle, praé, Wien, Uiünrhen, Nürnberg, Straßburg, Zürich und Stuttgart.
Wer seine Anme1dung schriftlich einrei 1, at eine des O. Fiedler diess: Ma e 1115 A ' ' Abschrift derselben und ihrer Anlagen szufchn. ff [semelgenthum des b JekdersGlänbiTgÉrß wYchßrtnicht i_n sxinserlem LllZUts- ss s ezir e emen o nsi (1, muß ei nme ung ma en 1111 nteres e der Gläub' „ „ iner Forderung einen am hiesigen Orte wobnhaften sch1ag gemacht, die drei Maffcn 3111grL 17912611901de2 VIZ:
Le ierey geltend machen. 6 1st_ da[ er von den Verwaliecn der 3 Konkurs-
. festgeseßt worden. 2 . - “ Wegen Urkundenfalschung und Betruges unter dem Die Glaubiger, welche ihre Ansprüche 110?) nicht L«73e111311mc1cbtrgten bestellen und zu den Akten anze1gen. VerzöHLrung in der Vcribeilung durch writausse ende
gericht, Abtheilung für Untersuchungö nchen, Kom- dem da ür verlangten Vorre 1, bis zu dem gedachten zu SaÖWaltern vorgeschlagen.
missxon 11. für Voruntersuchungen. melden.
Tage schriftlich oder zu Protokoa bei uns anzu-
Der Termin zur Prüfung aller in der Zeit vom
' ' ' _ angemeldet haben, werden hierdurch aufge ordert, Denkenigen, Welchen es hier an Befanntschaft fehlt ' roze BEFu,Sdtcc11ckb1r-1éch§rx1r12r21872urchKöFr1§FYOYFJfie mö?en bereits recbtshän ig sein oder nicht, mit werden die RechtSanwälte Schaubek und Matiersdori
Im Laufe des Verfahrens hat der Verwa-lte-r der Steinbergschen Konkursmasse der Apdtbeker u_nd Gläubiger diesem Lotterie-Ober-Einnehmer Gustav Martin von hier '
„ fe, zu Vereinigen, in der Weise, daß sämmtli e
laubiger' be1der GemZipscbaLdn-Zr der vereinigtén
Masseri 31e1che1111ch betbetbgifind, und es hakbercits die
Ma1or1tat der im Yten Prüfungstermine erschiencnen „ . orfchlage zugestimmt.
Die Glaubiger wo'rden dahsr aufgefordert, sich in
Konkurse, Subhafkationen, Aufgebote, 10. Februar 1874 bis zum 28. März 1874 angemel- Besten?) gemacht, daß bezüglich des unter der Firma dem 11, Prüfungs-Termine auch über diesen Vorschlag
Vorladungeu n. dergl.
643 Vekanntmathun . [ JZ dem Konkprse über das Érmögen der an- KreiSri ter
dengeseUstKaft O. Fiedler zu Neumarkt, owie di em ermine werden die sämmtlichen über das Privatvermögen jedes der beiden Gesell- au gefcxrdert, welche rhre Forderungen innerhalb einer schafter, namlich des Kaufmanns Carl Louis Stein- der Fristen angemeldet haben.
deten Forderungen ist auf den 14. April 1874, Vormittags 9 U r, im Parteie inmer Nr, 3 vor dem Kommi ar,
das bisher angenommene GeeÜschafts- Ver ä[tniß Ne zwischen den Gemeinschuldnern Sternberg und imane anberaumt. Zum ErsÉeinen in thatsachlich nicht zur Existenz gekommen sei, und
läubiger zygleicb die Masse dieses Tabakfabrikattons-Geschäfts [637] als zur Steinbergschen KonkurSma spruch genommen, während anderer
Fiedler betr1ebenen TabaksFabrikations-GeYästs, zu erklären,
se, gehörig _in An- eiis d1e Glaubiger
„ axkt, den 16. Februar 1874." iedler omgliches Krcngericbt. ]. Abtheilung.
Ediktalladung. Nachdem der Gutsbefißer Emil Pallas zu Var.
missen am hkutigen Tage feine VermögenSunzuläng-
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