Se. Königliche Hoheit der Prinz von Wales in englischer Ge- rals-Uniform mit dem Bunde Tes hohen Orden? vom Schwarzen Adler, Ihre Kaiserliche 11111) Königliche Hoheit _dix Jronprmzxsfin, Se. Königliche Hoheit der Prinz Cnrl, _JhresKontgnche Hoheitudw Prinzesfin Friedrich Carl, Se. Kanerbche Hoheit der Großfurft Nicolaus Constantinowitsih, ältester Sohn dee; Grqßfursten Kon- stantin von Rußland, Ihre Königliche Hohe1t_ die _Prm- zesfin Elisabeth, Se. Königliche Yohe11_ der Prinz W11he1m von Wür11cmbcrg, Se. Königliche Hohen der Herzog Eugen von Württembkrg, Se. Hoheit der Erbgroßherzog 11011 Meck- lenburg-Streliß, Se. Dur 111111111 d_er "Prinz Frtedrnh von Hohenzollern. Links von I re1_'_ Ma1eßai hat1en Platz ge- nommen: Ihre 5151111111611? Hoheit dte_ Prinzessin 11011 Wuales, Se. Kaiserlickzc 11115 „915511311th Hxhkit der Kronprinz, Hochst- welcher über der Generalsmnfornr das b1a11e_ Band des HosenbandOrdens trug, Ihre Köntgltchß Hohen d1e Prmßessm Carl, Se. Königliche Hoheit der Prmz Jr1cdr11hC11r1, Ihre K_omg- liche Hoheik die Prinzesfin Marie,_ Se; K9111_g11chc _Hohe1t der Prinz annder, Ihre Königliche Hoheit die Yerzogm erhxlm von Mecklenburg, Sc. Königliche Hoheit d_c1“ Prinz 21119111"? von W_11rt- temberg, Se.Königliche Hoheit der Prinz Friedrich W11hel111(alte- ßer Sohn des Kronprinzen), Se.Hoh81t der Erbprinz von Sc_1_chsen- Meiningen. Ihrer Majestät der Kaiser1n=Kon1gm und danochsten Herrschaften gegenüber saßen die Botschafter und der Renhskanzler. Die Tafelmnßk wurde ka Lem Mufik-Corps des Kmser Franz renadier-Re iments exe uti . _ " _ _ _
G Gegen EZM der Tafel erhob Sich Ihre Ma1estat d1eßKnisxr1n- Königin und brachte in deutscher Syrache _anf Jhre Komgbchen Hoheüen den Prinzen und _d1e _Prmzesnn 111111 2811169- einen Toast ancZ. Das Orchester 1nt_on1r1e darauf d1e eng11sthe Nationalhymne, währenb welcher die ganze Versan1m11111g von ihren Pläßen erhoben b_11eb_; _ __ _ __ _ _ _
Nachdem Ihre Majestat d1e K__a11er1_11 = Ko111g1n d1c Tafel aufgkhoben hente, begab Sich NUerhochftdtefelbe 11511] der B1_1dex- gallerie, wo der Kaffee eingenommen wurde 11111) Ihre Majeftat und Allerhöchstderen Gäste Cercle machten.
_ Bei der heute Vsrminag 11 Uhr auf dem Ostbahnhofe erfolgten Ankunft Sr. Königkichen und Ihrer Kaiser- [ichen Hohcit des Herzogs nnd der Herzogin von Edinburgh war eine aus einern Zuge anf Kriegsstarke 11111 Fahne und Regimenichnfik vom Kms er Alexander Garde:Grenad1er- Regiment Nr. 1 bestehende Ehrenwarhe aujgestxllt und der Gouverneur und Kommandant von Berlin, ( 11111112 dic Vorgesetzten der Ehrenwache anwesend.?K
_ Se. 11 e11 der erzog Elimar von Olden- burg, OberstéLiYitenant 111-«1835111113 des 1. Hannoverschen Ulanen- Regime111s Nr. 13, ist zur Abstattnng personlicher Meldung h1er einge1roffen.|
_ Se. Dur [an 1 der Prinz Friedrich von Hohen- zollern, Majorchundche1atsmäßiger Stquoffizier im 1. Garbe- Dragoner-Regimcnt, ist von seiner Ortentreise h1erher zuruck- gekehrt.
__ Die Ausschüsse des BundeSraths fünRechnungs- wesen, für Eisenbahnen, 513911 und Telegraphen_,____f__11r__8011- und “““:MMUWTFTE'WMW ""ifnb"'"Z111ar in 1 Mark- ftücken waren bis zum 8. Februar 5. I. 4,872,906 Mark und in Zwanzigpfennigstücken 2,472,794 Mark 20 Pf. ansogeprägt worden. In der Woche vom 8. bis 14. Februar 1874 smd ferner gyprägt in 1 Mark- ftiicken: in Berkin 129,288 Mark,111 1annover 125,075 Mark, in Frankfnrt 58,000 Mark, in München 45,255 Mark, in Dresden 98,868 Mark, in Stuttgart 109,214 Mark, in KarlSrnhe 61,613 Mark, in Zwanzigpfennigstücke11: in Berlin 102,849, Mark, in Frankfurt 7083 Mark 60Pfen11igc, in München 52,664 Mark 20 Pfennige, in Dresden 40,500 Mark, in Stuttgart 35,995 Mark 40 Pfennige, mithin stellt fich die Gesammt-AuSprägung iu Reichs-Silbermünzen auf 8,312,105 Mark 40 Pfennige und zwar in 1 Markftücken 5,600,219 Mark und in Zwanzigpfen- nigstücken 2,711,886 Mark 40 Pfennige.
An R ei (1) s = N ick e 1 111 ünz e n und zwar in Zehn-Pfennigstückcn waren bis 311111 8.Jebr11ar d. J. 670,661 Mark 70 Pf. anSgeprägt worden. In der Woche 1101118. bis zum 14. Februar 1874 find ferner in solchen Stücken geprägt: in Berlin 24,395 Mark 40 Pfennige", in Hannover 12,514 Mark, in Frankfurt a. M. 25,000 Mark, in Münchcn 8028 Mark 90 Pfennige, in Stutt- gart 11,290 Mark 40 Pfennige, in Darmstadt 10,000 Mark, mithin Gesammt-AnSprägung in Reichs-Nickelmünzen 761,890 Mark 40 Pfennige. _
51111 ReichS-Kupfermünzen waren bis zum 8. Februar 1). I. und zwar in 2Pfennigsi11cken 96,235 Mark 48 Pfennige und in 1 Pfennigstücken 14,964 Mark 75 Pfennige ausgeprägt worden. In der Woche vom 8. bis 14. Februar 1874 smd an 2 Pfennigstücken ferner geprägt: in Berlin 2507 Mark 80 Pfennige, in Hannover 3870 Mark 70 Pfennige, in Frankfurt a. M. 948 Mark 6Pfennige, in München 2551. Mark, in Stutt- gart 2395 Mark 30 Pfennige, in Karlsruhe 2959 Mark, in Darmstadt 1650 Mark; an 1 Pfennigstiicken in Berlin 1195 Mark 30 Pfennige, in Frankfurt 700 Mark, mithin eine Ge- sammt-Au-Zprägung in Reichs-K11pferm1"1nzen von 129,977 Mark 39 Pfennige, und zwar in 2 Pfennigstiicken 113,117 Mark 34 Pfennige, in 1 Pfennigfiücken 16,860 Mark 5 Pfennige.
_ Der General-Lieutenant, Gencral-lejutant Sr. Majestät des Kaisers und Königs und Commandenr Der 11. Divifion Graf von Brandenburg 1. ist zur Anfwartnng bei Sr“. Königliohen Hoheit dem Prinzen von Wales kommandirt worden und zu diesem Zweck von Breslau hier angekommen. 3111: Auf- wartung bei Sr. Königlichen Hoheit dem Grafen von Flandern find der Ge1121a1=Major nnd Commandeur der 3. Garde-KavaUerie- Brigade Freiherr von Loö nnd der Rittmeister nnd Compagnie- Chef Prinz von Groh 1111111 Regiment dsr Garch du Corps kommandirt.
* _ Der Oberst-Kammerherr, Gencral-Liemenant und General- Adjutant Sr. Majestät des Könige;- von Württemberg, Freiherr von Spiyemberg, sowie der Rittmeister und Flügel-Adjutant Sr. Majestät des Königs von Württemberg von Sick find im Gefolge Sr. Königlichen Hoheit des Herzogs Eugen von Württem- berg von St. Petersburg hier eingetroffen.
_ S. M. S. ,Elisabeth“ ist am 26, v. Mts. von Gibraltar nach Lissabon in See gegangen.
_ Das Central-HandelSrc ifter für dasDeutsche Reich, welches seit Beginn dieses JaXres als besondere Beilage des Deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staats-Anzei- ers erscheint, verdankt seine Anregung dem in kaufmännischen reisen lebhaft gefühlten Bedürfniß, cin Organ zu befißen, aus welchem alle Eintragungen in den Handelöregißern sämmtlickzer
deut en Staaten ersichtlich seien. Die von dem Abgeordneten MineJl am 12. Dezember 1872 ausgespro_ck)ene Anficht, daß manche der in neuerer Zeit bei dem Aktie111ve1en "hervorgetretenen Uebelstände verschwinden würden, wenn dix Veroffenll1chung_ der Statuten sämmtlicher Aktiengesellschaften _1m Deutschen Reichs- und Königlich Preußischen StaatS-Anzerger _erfolge, gab m Verbindung mit den Entwürfen der deutschen erlprozxßordnung und der deutschen Gemeinschuldordnnng, welche _fur gemiffe Publikationen ein Reichs-Centralblati voranssehen, b1e_Anregung_, das leßtere mit dem Deutschen N61chÖ- und Kon1_g11ch Preußt- schen StaatH-Anzeiger zu vereinigen. Der Preuß1sche_ Staats- Anzeiger war für Preußen und "Lauenburg schon _sett Jahren als Contral-Publikationöorgan ruckfichtlich aller d1e Handels- register betreffenden Eintragungen bestimmt _und auch von zahl- reichen preußischen Gerichten znr Veroffenünhnng von qnderen Bekanntmachungen benußt worden. Se1t semer Erwe1ter11ng znm Deutschen Reichs-Anzeigcr hntien sieh auck) außerpreuß1sche Gerichte deffelben zur Insertion wichnger Yetanntmnchungenbedtent.
So entstand dcr Plan, zunächst fur die Eintragungen 11116 den Handelsregistern, insonderheit der Aktiengeseüsrhasten, em Central-PublikationSorJan. das Ccntral=HandclSreg111er_fur das Deutsche Reich, in Verbindung mit_ dern Deutschen Reichs- und Königlich Preußischen Staats-Anze1ger ms Leben„zu rufen. _
Ein Promemoria, welches den Hthn verbunde1en Regie- rungen Ende Dezember 1). J. dieserhalb uberretcht wurde, fand eine so enkgegenkommende Aufnahme, daß das Central-Handels- register schon jeßt, innerhalb acht Wochen nach dem Er- scheinen Der ersten Nummer, in 18 deutschen Staaten als Centras- Publikationsorgan für die betreffenden Bekanntmachungen be- stimmt ist. _ _
Da der gescyliche Terram (2111.14 d. Ha11d_elsges.) ruck- fich11ich der Wahl derjenigen Blätter, 111 welchen ]Zne Bekan111- machnngen im Jahre 1874 erfolgen müssen, zur Zeit der Ueber- reichung des Promcmorias dem Ablauf_ nahe war und 111 man- chen StaaTen der Anschluß an das gememsame Unternehmen noch Vorerwägungen 1101h111911dig machxe, so kon11te11n1ch1r111e_Re- gierungen das Central-Handelöreg1stcr sosort als Publikations- organ für sämmtliche Eintragungen besttmme11._ Mehrere der- selben mußten fich darauf beschränken, den GerichTen die Be- kanntmachnng der wichtigeren Eintragungen neben den Lokal- blättern anch im Ceniralorgan nur 511 empfehlen, andere sich die "weiteren Entschließungen noch vorbehalten. _ _
Auf diese Weise hat swh fiir das Central-HandelSreg1ftcr em dreifacher PublikationSmOdus ausgebilbet: _
11. Preußen, Sachsen-Weimar, die Großherzoglich olden- burgischen AmtSJerichtc zu Birkenfeld, Brake, Nohfelden und Oberstein, Coburg, Schwarzburg-Rudolstadt nnd Sondershanjen, Waldeck (schiere beide erst vom Jahre 1875 ab), Reuß ]. L., Schanmbnrg-Lippe und Lauenburg benußten das Centralbrgan als Publikation für alle Einrragungen in den HandekSregiftern.
1). Aus dem Königreich Sachsen, den beiden Mecklenburg, den Bezirken der zu 11. nicht genannten oldenburgischen Gernhte, Braunschweig, Sachsen-Meiningen, Gotha, Anhalt, Reuß a; L. und Hamburg werden nur die wichtigeren, namen111ch Aktien:, Kommanditgeseüschasten auf Aktien, Genossensckzasten und offene Handengesellsthasten betreffenden Ei111ragungen 1m Central- Hmüxzx * ' Fx Daneben ist es
Zenannten und allen," _ U 111! Staaten freigestellt, Zié 7871171 Fkbmä etreffcnde Emiragu'E “1111? Grund der einznsendenden amilichen Lokalbekanntmackzung selbst 1111111 Ccntralorgan znr Veröffent- lichung anfzugeben.
Das Central-Hanbebs-rcgistcr für da:“- Dentscbe Reich hat somit das ihm gesteckte Ziel zwar noch 1111111. erreicht, aber ck hak sich in der kurzen Zeit seiner: Bestehens beroits so entwickelt, daß bas Vertrauen zu dem volTständigen Erfolge nwhlbegründet srschemt. In dem kurzen Zeitraum seines Erscheinens find schon 21 N11111Mcr11 ÜUÖngLÖLU worden, in denen 111111: 3000 Bekannt- machungen mit mehr als 3500 Firmenveränderungen 1c. ent- halien sinb. Das Gebiet derjenigen 18 dei1tsche11Staate11, welche dem gememsamsn Unternehmen beigeireten find, zählt mehr als 30 MiÜionen Einwohner, umfaßk mithin 0. 72,5 Prozent der Bevölkerung, 256 .?cntschen Reichs.
Bei den übrigen 9 deutschen Staaten, die fich dem Central-
blatt bisher noch nicht haben anschließen kb1111cn liegt die Zöge- r11ng nichT in prinzipiellen Bedenken, sondern 1ediglich in that- sächlichen Schwierigkeiten, die mit der Zei: norden überwunden werden. S0 1. B. war in einzelnen .; 211111211 für das Jahr 1874 den Gerichten die Publikation bereits in so vielen Zeitun- gen zur Pfhcht gemacht worden, daß die Regierungen aus Rück- sicht auf den Kostenpunkt Bedenken krugcn, ckck weitere Publi- kation anch nur zu empfehlen; ferner ist in einzelnen Staaten den Gerichten in der Wahl der Blätter ganz freie Hand ge- lassen, so daß 11011) erst ein zeitraubender Schriftwechsel mit den einzelnen Gerichten eintreten mußte. _ Die Ueberwindung dieser Schwierigkeiten ist hoffentlich nur eme Frage dxr Zeit, und wir verjranen darauf, daß fich der Geltungsberetck) des Ccntral-HandelSregißers demnächst über das ganze Deusche Rei erstrecken wird.
Dadurch w1rd die Pn likation der handengerichtlichen Bekannt- machungen durch die Loka1-, Provinzial: nnd Bbrsenblätter und dns Centralblatt des betreffenden Landes nicht ausgesthWffen, melmxhr ist durch das Central-Handelsre ister, neben jener Pu- blik_a11011 hernehend und dieselbe ergänzen , ein neuer, das ganze R_e1ch umfassender Central-Publikationswodns geschaffen, der in semer weiteren Entwickelung auch dem auf anderen gerichtlichen Gebieten gefühlten Bedürfnis; abzuhelfen geeignet ist.
Eine 1vese11111che Bedingung der Verbreitung und des
Rubens dcs centralen PnblikationSUrgans, ein vom Deutschen Reichs: und Kömglich Preußischen Staats-Anzeiger abgesondertes Abonnement zu einem billigen Preise, ist bereits erfüllt. _ Das_Central-HandelSregister durch periodische Ueberfichten m zweckmaßiger Anordnung den Amts: und Geschäftskreisen mb glichst nußbar zn amchen und auf diese Weise an die in verschiedenen Staaten bereits bestehenden Firmen: und kaufmännische Adreß- bucher “(„S regelmäßige Fortseßung und Ergänzung anzuschließen, ist die nachste Aufgabe, zu deren Lösung bereits die Vorbereitun- gen getroffen werden.
Bayern. München, 27. Februar. Der König hat auf Grund der Ziffer 2 der AUerhöchsten Entschließung vom 29. Januar 1869, die Errichtung einer statistischen Central-Kom- mission betreffend, als Stellvertreter des Vorßandes dieser Kom: misswn den Ministerial-Rath im Staats-Mini"“teri11m des Innern, Eduard 1:1. Schlereth, ernannt. Zugleich wurde derselbe dnrch Entschließung des Königlichen Staats-Minifteriums des Innern vom 20. d. als ordentliches Mitglied der Königlichen statistischen Central-Kommisfion berufen. '
_ 28. Februar. In dem zum Festsaalbaue der Restdenz
gehörigen Saale Carls desGroßen fand heuteNaohmittag 41 Uhr
ro e o"ta'el tail. Es waren hierzu die hier anwesenden ZöxigthNsi 1117an111 und Prinzesfinnen 1_ni_t ihrem Dtcnste, die oberfien Hofchargen, die Kömglichen Munster v. PfrZHschncr, Dr. U. Laß, Frhr. v. Prankh, v. Pfenfer, dte Staatsrathe O_r. v. Fischer und v. Pfeufer, der Herr Erzbischof, der Jubtxar Um- verfitäts-Profeisor Dr. 11. Kobell, sow1e mehrere R81chSra1he_ge- laden. Se. Majestät der König befand fich an der SMS seiner Königlichen MuttenY
Württemberg. Stuttgart, 28. Februar. V91"gcstern fand die erste öffentliche Sißung des Landesamis f_ur d_as Heimathwesen _ der durch das Gesetz vom"17. April 1813, betreffend die Einführung des Rcichßgeseheéz uber den/UUntcr- stühnngswohnfiß, geschaffenen admin1strahvr1chter111hcn Spruch- behörde _ in dem Sißungssaal des fruheren Haiidelsgcrnhts statt. Es kamen zwei Fälle erster Jnstanz_ zur Verhandlung und Entscheidung. Die Parteien waren bei“ der Verhandlung nicht vertreten. 2111 die Stelle der Parteivortrage_ 11111 daher der Vortrag des Inhalts der Akten durch __den Ber1chtersta11er, auf Grund dessen das Uriheil in beiden Fallen sofort gefallt und verkündigt wurde. _
__ Der Direktor v. Binder ist heute zu einer Konferenz der Reickßschulkommisfion nach Berlin abgereist.
Baden. Karlörnhe, 28. Februar. Das __Geseßes- und Verordn1111gsbla1t Nr. 8 vom 27. d._en1ha11Geseße: 1) die Ermächtigung der Eisenbahn-Sck1111de11t11g1111gskaffe zur Aufnahme weiiercr Anlehen betreffend, vom 19. Feorunr; 2) das Budget der Badeanstalten für die Jahre 1874 111111 1815 bc- treffend, vom 18. Februar. Nr. 9 vom 27. d. en1halt Gesrßc: 1) die Aenderung einiger Bestimmungen des; Gesetzes 1111111 9. Oktober 1860, die rechtliche Stellung der K1rchcn 11115 11111]- lichen Vereine im Staate betreffend, vom 19. Februar;__ 2) Ab- änderung einiger Bestimmungen des Geseßes vom 8. Marz 1868 über den E1eme11taruntcrricht betreffend, 111111119.Febr11ar; 3) den FortbildungSuntcrricht betreffend, vom 18. Februar.
Mecklenburg. Schwerin, 28. Februar. Zur Feier des Geburtstages des Großherzogs [and k)“?„UU' Vormn- tag 11111 11 Uhr im gokdcnenSaale des Großherzoglichen Schlos- ses Conr und 11111 12 Uhr auf dem AlxengarTen _cme Parade statt. Heute Abend um acht Uhr ist Hox-Konzert 1m_Groß1)er- zoglichen Schloffe und Festvorstellung 1111 Gryßherzoghchen Hof- Theater. _ Zur Beglückwünsthung (0:51; Komgbchen Hoheit ira- fen unker Anderen hier ein: der" K9n1911ch_ yreußnche außeror- dentliche Gesandte und bcvoÜmachtigte Mmqter, Kammerherr Frhr. v. Rosenberg, der General - Lieutenant 11. Tresckbw, kom- mandirendcr General des 111, Armse- Corps, 111 Begleitung des Oberst-LienXenaniS v. Lewinsky, Chef des Genera1st11bes__desselben, ferner der Kommandant von Altona, General v. _Flockhér, der Oberst v. Prcffentin, Commandeur des 27.311fantene-ch1menis aus Magdeburg, Graf Haeseler, Commnndenr dss 11._U1a11e11- Regiments aus Perleberg, Oberst 11. 5331111811 uni) ch111g,_Com= mandeur des Großherzoglich Meckle11b11rg1schen FUs11111=Reg1ments Nr. 90, aus Rostock, Oberst v. Elderhorst, Stabt-Kommandant von Rostock, und v. Söhulß, Ober-Biirgerme1fter aus Neu- Ruppin. -
Sachsen-Weimar-Eisenach. Weimar, 28. Febrnnr. Der Großherzogliche Hof erhielt gestern einen kurzen Besuch Ihx-xr
NUU'VUUFU' ... 1.141.1- v-,- G«.;„„ «uk.- do:, Gvöfjn von Flandern ,“ heute den Ihrer Kaiserlichen Hoheit der Prinzessin Wilhelm von Baden.
_ In der Sixzung ch Landtags vom 24. 1). M. wurde vom Ministertisth 1111fGr1111d einiger Interpellationen zunächst erklärt, daß riickfichtlich der Gerichts-Organisation durch die Reichs-Geseßgebung 111 den nächstén Jahren wesentliche Verän- derungen herbeigeführt würden, die Regierung aber mit Aus- arbcitung eines Planes beschäftigt sei, nach dessen Bekannt- machnng den einzelnen Gemeinden Gelegenheit gcgcben werden solle, ihreRechte geltend zumachen. Hinsichtlich der Fortführung der Gera-Eichichter Bahn nach der Main-Linie wurde erklän, daß Bayern, Reuß und Schwarzburg-Rudolftadt in Verhand11111- gen dariiber stehen. Zur Tageßordnung wnrde das Geseß über die Bildung von BezirkSverbänden bercnhen. Der Landtag er- kannte zwar das Prinzip der weiteren Ausdehnung der Selbfi- verwaltung an, verneinte jedoch das Bediirfniß der Reform. Trotz der dringenden Empfehlung des Geseßes Seitens der Re- (1111111113 blieb der Landtag bei seinem Bedenken und lehnte das ch'exz ab; die Regierung vermochte ihrerseits die Einbringung eincs neu bearbeiteten Enkwnrfs nicht „zu versprechen.
Schwarzburg = Sonderöhausen. So nd er s h auf c 11, 27. Februar.
wisse nach werbeberechtigungen _ vom 17. Februar 1874.
fand er und bevollmäcbtigter Minister an den Höfen von Olden- burg und Braunschnwig, Sr. Durchlaucht dem Fürsten
Eigenschaft bsi dem Fürstlichen Hofe beglaubigt ward.
Elsaß = Lothringen. Meß, 2. März. In Folge einer Anordnung des Ober-Präfidenten smd heute a11e von Frankreich eingetroffenen Zeitungen nicht wi: bisher sofort
selbe Maßregel verfügt worden.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 1. März.
tages theilna men. Es wurde über die Eintheiknng der Zeit
hierbei ein allseitiges Einverständnis; erzielt. Hiernach (“1111 vor Ostern d. I. eine kurze und in der zweiten Hälfte des 211111153. eine längere Vertagung des Reichsrathes eintreten, 1eß1ere, weil um diese Zeit ein Zusammentreten der Delegationen in Aussicht genommen ist. Ferner wurde die Absicht anSgedrückt, die Land-
einzu erufen, damit die verfasungömä ige FestäeUung des Finanz- geseßes pro 1875 rechtzeitig ermögli t werde.
orst . . Yar. Edlbacher beantragw, die Regienmg aufzufordern, im Laufe
Das heute au6gegebene 10. Landes-Gesey- : sammlungsstück enthält: GeseH iiber Entschädignng für 131“- :. §. 7 der Bundesgewerbcordnnng weggefaüene Ge: _
Schanmburg-Lippe. Bückeburg, 27. Fcbrnar. Am heutigen Tage überreichte der Prinz Gustav zn Ysenburg - und Büdingen, Königlich prenßischer außerordentlicher Gc- ,
in feierlicher Audienz ein Schreiben Sr. Majestät de_s Kaisers * und Königs vom 16. d. Mts, durch welches derselbe 111 g1e1che1' _
(W. T. B.)
anSgcgeben, sondern zuvor einer amtlichen Durchsicht unterworfxn ' worden. _ Wie aus Straßburg gemeldet wxrd, ist dort die- »
(W. T. V.) “ Heute Vormittag hat bei dem Minister-Präfidenten eine 510an- renz stattgefunden, an welcher mehrere Minister, sowie der Pra- fident des Ab eordnc-tenhauses und mehrere Deputirte des Reichs-
zur Erledigung der mannigfachen dem Abgeordnetenhaus? - noch vorliegenden Geseße und anderer Geschäfte verhandelt und ,
tage Zum 15. September er., den Reichsrath zum 15. Oktober cr. '
_ Im Ab g e o r d 11 8 ten 1) a us e legte vorZestern der Miniftn den Geseßmtwurf, be1reffend das MilitcrrpenfioUSnormale- “
der Sesfion Vorlagen betreffs Herstellung der Eisenbahnlinien
.
Michelsdorf-Kirchhof, WelS-Steyer-Attnang einzubringen. _ Der Antrag Rhgers auf Verweisung seines Antrags betreffs Errich- tung ciner ReichS=Hypothekenbank an einen Spezialausschuß wurde abgelehnt. Sodann begann die Debatte über die Peti- tion der Schafwollindustriellen bcjreffs des Zollverfahrens. Der Finanz-Ministerx rechtfertigte in längerer Rede den Standpunkt der Regierung und erklärte unter Beifall, die Re- gierung werde den Wünschen der Industriellen nach besten Kräften Rechnung tragen und die von den Petenten angegriffene Ministerialverordnnng im Einvernehmen mit Ungarn demnächft außer Wirksamkeit sehen. Der HandelS-Minister erklärte, daß 111 der zollamtlichen Behandlung der Gegenstände des Appretur- verkehrs keine Geseßwidrigkeit liege. Die Regierung habe bei den Verhandlungen mit dem Auslande immer die österreichischen Interessen gewahrt, und müsse er gegen die gegeniheilige Be- hauptung protestiren. Sodann wnrden die Ausschußanträge an: genommen mit Hinmcglaffnng des ein Tadelsvotum für die Rc- gierung involvirenden Passus.
_ In der gestrigen Sißung des Abgeordnetenhauses bean- tragte Schönerer die Einseßung eines Ausschusses zur Erfor- schung der Ursachen der Rinderpest. Die Vorlage betreffs des 51111- litär-Penfionsnormals wurde einem Spezialausschuffe zugewiesen. Der Bericht des Petitioné-aussckwffes, betreffend die Abänderung der Offertaussthreibung des Ki'icgs-Miniftcriums vom 15. De- zember 1873 zur Lieferung von Montur: und HeereSauQÜstungS- gegenftänden, wurde von Hallwich, Giskra, Herbst, Sturm, Haase, Sueß, Oberleithner und Mcznik befürwortet und, nachdem der Handels-Minißer Banhans unter dem Beifal! des Hauses erklärt hatte, die Regierung werde im Falle der An- nahme der Resolution dieselbe dem Kriegs: Minister auf das Nachdrücklichste empfehlen, nahezu einstimmig an- genommen. Umlanft und Genossen brachten einen Antrag auf Aufhebung der Zeitungs-Kauxionen und des Kolportageverbotes ein. Der Präsident seßte auf die TageSordnung der nächsten Sißung (Mittwoch) die zweite Lesung des Geseßes betreffs Regelung dchechtSverhält11iffe der katholischen Kirche. Smolka verlangte die Aufschiebung derselben, bis die AnHschußberichtc über alle KonfesfionS-Vorlagen fertig sein würden und die chiernng auch die anderen erwarteten konfessionellen Vorlagen eingebracht haben werde. Das Haus acceptirte indeß die Tagesordnung des
Präsidenten.
Pefth, 28. Februar. (W. T. B.) Der Ministerrat!) hat, wie die Zeitungen melden, in s einer gestrigen Sißung sein DemissionSgesuch abgcfcißt und unterzeichnet.
_ Die in der lehten Sißnng in zweiter Lesnng pasfirten HandslSveriräge wurden gestern vom Nbgeordne1e11hause in dritter Lesung angenommen. Der Centralansschuß legte den Bericht über das Notnriatsgeseß vor.
_ 2. März. Der Minister-Präsident Szlavh hat der ,Pesther Korrespondenz“ zufolge gestern eine zwei Stunden dauernde Audienz bci dem Kaiser in Wien gehabt und in der- selben mündlich Über dis Lage der ungarischen Angelegenheiten referirt. Derselbe hat dabei angezeigt, daß das Ministerium seine E111111ff1111g zu gebkn beabfichttge; das förmliche Dem1ff1ons- gesuch hat derselbe aber nicht Überreicht, weil der Kaiser, der im Laufe der Woche sich nach Pesth begiebt, jede weitere Entschlie- ßung bis dahin fich vvrbehielt.
Großbritannäa-u und "Irland. London, 27. Je- bruar. (N. A. C.) Jm Buckingham - Palast fand gestern ein Drawing Room (Empfang von Herren und Damen), der erße dieses Jahres, statt, der eine zahlreiche Betheiligung hatte. Außer dcr „Königin, dem Prinzen und der Prinzessin Christian Uo11Sck)1cswig:Holftein, der Prinzesstn Beatrice, dem Prinzen Arthur 11115 dem Herzog von Cambridge, war auch der Herzog von Chartres 11115 mit wenigen 2111511ahmen das ge- sammte diplomatischs Corps zugegen.
_ Im Windsorschlosse werden Vorkehrungen für die Aufnahme des Hsrzogs und der Herzogin von Edinburgh ge- iroffen, 1131111)? 5117811111 Wohnung nshmen wcrden.
_ Der Grnf und die Gräfin von Paris find nach Paris zurückgekehrt.
_ Der „Times“ wird aus St. Peter-anrg gemeldet, daß der Kais er sick) in Vliesfingcn an Bord der Kaiserlichen Yacht „Livndia“ nach England einschiffen werde.
_ Während der leßtcn zwei Nächte wehte ein heftigst S*.nrm iiber die ganze Insel. Zumal an der schottischen Küste 111111“ der Schaden ein bedeutender.
_ 28.Febr11ar. (W. T. B.) Heute ist endlich der Pro- zeß Tichborne zu Ende gegangen. Das Urtheil erklärt den Präiendcnien des Meineids und des wissentlich falschen Zeug- niffes sbhuldig und spricht gegen denselben 14jährige Zwangs- arbeiiSstrafe aus.
Frankreich. Paris , 28. Februar. Der Krieg?»- Minister spricht sich in einem Rundschreiben anerkennend über die Errichtung von Kasernen-Bibliotheken aus, die (111 einem Ia re bedeutende Fortschritte gemacht hätten; bereits 1eien 300 Kaernen mit solchen Bibliotheken versehen, und der Rest solle auch bald damit versehen werden. In vielen Corps hätten die Unteroffiziere und Soldaten die Lesesäke eifrig besucht, und der Sinn, sich zu unterrichten, verbreite fich mehr und mehr. In einigen Garnisonen hätten Geschenkgeber auch den Anfang mit Errichtung von Bibliotheken und Lesezimmern außerhalb der Kasernen gemacht, um dort die Unteroffiziere und Soldaten zu empfangen. Der Minister findet jedoch, daß le tere Art von Bibliotheken bedenklich sei. Die Geber möchten be eutei werden, daß solche Bibliotheken nur angenommen werden könnten, wenn ße in die Kasernen verlegt und unter die ansschließliche Aufsicht und Ueberwachnng der Militärbehörde gesteUt würden.
_ Die Kommission für die Organisation der Territorialarmee hat ihre Arbeiten beendet und ihren Ent- 11111171 dem KrieqS-Minister vorgelegt. Da dieser ihn gebilligt, so kommt er dieser Tage vor die Nationalversammlung. Die Grundlagen dieses Entwurfs find: Die Territorialarmee besteht aus 172 In anterie-, 18 Kavallerie- und 18 Artillerie-Regi- mentern, sonne aus 18 Bataillonen Genie und 18 Bataillonen Train. Die Regimenter werden zur Hälfte 111111 Obersten, zur Hälfte von Oberst - Lieutenants . befehligt. Jedes Regiment hat 3 Bataillone zu 6 Compagnien. Die Kavallerie- Regimenter haben 3 Schwadronen. Jede Division zählt 4 Infanterie-Regi- menter, ] KavaÜerie-Regiment, 1/2 Genie-Bataiüon, dann Train zu 2 Batterien Artillerie und den Nebendiensten. Die Zusam- menseßung der Bataillo::e ist noch nicht festgestellt,
_ Laut einer Ministerialverfügung sollen in allen L_lrsenalen und, wenn nöthig, auch unter der (Zivilbevölkerung eme Anzahl Arbeiter verschiedener Professionen für Neu- Caledonien angeworben werden. Hauptsächlich wird auf S_chmiede, Zimmerkate, [Schreiner _und Klemßner, reftektirt. Es wnd denselben freie Ueberf'ahrt und währen dérselben 75 Fr. Gehalt gewährt. In der Kolonie wird dasselbe verdoppelt. Das
Engagement dauert vier Jahre; nach Ablauf dicser Frist haben die Arbeiter das Recht, freie Rückfahrt in die Heimat zu bean- sprachen.
_ 2. März. (W. T. B.) Bei den gestern stattgchabten Ersaßwahlen für die Nationalversammlung wurden nach den bis jetzt vorliegenden Nachrichten im Departement Vienne für Lepetit (Republikaner) 30,890 und fiir Beauchamp 26,560 Stimmen, im Departement Vaucluse für Ledru 91911111 16,363 und fiir Billioti 14,757 Stimmen abgegeben. (Vgl.11nterTel.Dep.)
Versailles, 28. Februar. (W. T. B.) In der heutigen Sißnng der Nationalversammlung wurde der Antrag, be- treffend die gerich11ichc Verfolgung des Deputirtcn Melvil Vlon: court, mi: 552 gegen 64 Stimmen angenommen. Bei der daranf folgenden fortgeseßten Berathung der Steuervorlagen wurde der Antlxag dcr Kommisfion auf Bssteuerung der Glaswaaren ab- ge e nt.
Spanien. Madrid, 28. Februar. (W. T. B.) Die axntliche Zcitung veröffentlicht ein Telegramm des Generals M0- rtones vom 25. d. 11119 dessen Hauptquartier Larigida. In dem- selben heißt es: Die Armee hat die Verschanzungen von San Pedro nich1 forciren können; es ist sogar dem Feinde gelangen, unsere Linie an einer Stelle zu durchbrechen. Der General sor- dert Verstärkungen und einen anderen Ober-Vefehlshaber für die Armee; er behauptet die SteUungen bei Somorrostro und die Verbindung mit Castro.
_ Das amUiche Blatt enthälk ferner ein Dekret des Marschalls Serrano, in welchem er erklärt, daß er, da die Funktionen eines Staats-Oberhauptes mit denen eines Vor- fißenden des Ministerrakhes unverträglich seien, auf die Präfi- dentschaft verzich1e und nur die Funktionen eines Chefs der Exekutivgewalt beibehaltsn werde; er habe in Folge dessen .Jabala 311111 Präsidenten des Ministerrathes ernannt.
_ Serrano und Admiral Topete haben fich in ver- gangener Nacht nach Santander begxben.
_ Fast 1111e Telegraphen1i11isn find in Folge des
schlechten Wetters unterbrochen. _ _ Ein weiteres Telegramm des Generals Moriones an den Kriegs-Minister beziffert die erforderliche Verstärkung auf 6 Vatai110ne_ und 7 Batterien mit Kanonen verschiedenen Ka- libers, jedes Geschiisz mit Munition zu 500 Schüssen. Primo Rivera ist leicht verwundet, fiihrt jedoch sein Kommando fort. Die Armee hält fortdauernd die Stellungen von Somorroftro, Minon nnd Provena bis Milquez besetzt. Die Diniplin der Armee ist nach der Verfichernng dec; Generals Moriones vortrefflich.
_ Nach aus dem carliftischen Ha11piq11ar1ier in Bayonne eingegangenen offiziellen Nachrichten befand fich Don Carlos mit seinem Generalstabs seit dem 22. Februar in Bar- nacaldo, 111n den Fortgang der BclagerungSarbeiten gsgcn Bil- bao und die Operationen des Generals Moriones gegen die Be- lagernngstruppen persönlich z11iiber1vachen. Dic Bes chießung der Stadt Bilbao begann (1111 22. Februar mit großsr Hef- tigkeit. Zur Beschießung waren 1500 Bomben bcstimmt, die Carlisten hatten außerdem Werkstätten eingerichtct, in denen täg- lich 400 Stiick Bomben fabrizirt werden konnten. Am 24. Je- bruar unternahm General Moriones einen dreimaligen Sturm auf die sehr steilen und übera11 dnrch paffagbre Schutzwerke 1111- zugänglich gemachten «Höhen von Somorrostro, er wnrde jedes Mal mit sehr großen Verlnstcn zurückgeschlagen. Alle auswär- tigen Konsuln haben die Stadt Bilbao verlassen, die Eroberung von Bilbao wird als zmeifeÜos und nahe bevorstehend betrachtet.
Türkei. Be1grad, 2. März. (W. T. B.) Von der Re: gierung ist der Staatsrath Petronievits nach London ge: sandt, um dort Über die Aufnahme eines hypothekarischen An: [ehens 311111 Betrage von 12 Millionen Francs zu verhandeln.
Nuxuänien. Bukarest, 28. Februar, (W. T. B.) Die Kammer ha18 Miklionen für den Bau von Kasernen und anderen Mikitärgebäuden bewilligt.
Rußland und Polen. St.Petersburg, 281195111111. Wie der „Nik. Bote“ mittheilt, hat die Kaiserliche Yacht „Li- vadia“ Ordre erhalten, fick) am 15. März nach Vliessingen in den Niederlanden zu begeben. Zu gleicher Zcitsoll auch _ wenn das Eis kein Hindernis; bietet _ die Yacht „Dershawa' fich dort einfinden, welche die „Livabia“ nach England zu begkeiten be- stimmt ist. Sogleich nach ihrer Rückkunft von dort kehrt die „Livadia“ ins Schwarze Mch zuriick.
_ Ueber die Organisation der russischen Armee nach der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht wird der „Mosk. 8.“ aus St. Petersburg geschrieben:
Die Stärke der aktiven Truppen zu Friedenszeiten 1011750000 Mann betragen, _ 171111111111 90,000 Mann okultruppen, d. 1;._ Krsis- und andere ähnliche Konnnaudos, dercn Fortbestand für nothendig gchalfcn wird. Anfang?; 1011 die leficht_bkstanden habsn, dieselben eingehen zu lasscn, da fie „dém Militärrcsjort keinen Nutzen bringen“, sondern nach Dcr Art ihrer ObltZe-genheitcn ,nur dem Civilrsssort die- nen“. Doch 1verd€11_ dieselben nichr aufge1öst Werden, da man befürch- 111, da]; das Ministerium Drs Innern nicht im Stande sein werde, alle Obliegenheiten dcr Lokalkommanros zu bewältigen. Obgleich das Statut übcr die Militärpflicijot eine (schsjährige Dienstzeit fesUth, 19 stellt es doch (§. 21) dem Kricgs-Ministcrium frei, auch vor Ablauf dieses Zeitraums Leute 3111 Ntxserve iibcrszührcn, und 1011 die_Sachk daher dcrarti-x, eingerichtet werdsn, dax; dic DiLnstzsit bci der Jnsanterie (113 13410 nur 11111“ Jahre beträgt. Sowohl die Regimenter als auch die Artillerie Werden zu bostinnnten Cinbc1'11fu1111Sbkzirksn angeschrieben wcrdkn und hiernach nacb die Dislokation der Truppen vorgenommen Werden. Somit wird jeder Truppsmbcil, _111it Ausschluß der Garda und einiger S111'zialgaifungen, 11118 Ei11heimi1chcn bestehen. Der Bestand dxr Lokaittuppen wi1b folg_1'11d1'1 stin: &) die antralvkrwaltnng in jedem Bezirk, d. 1). der Chef der Loka1txu11pen 11111 sekinexn Stabe; b) in jedem Gouvernement ein Militärchef, gleichfalls 1_n1t 1cincm Stabe. In jedem Kreise (an manchen Orxen für 11121 Kreise) ein Chef der Reserbetruppen mit einem oder zwei Gel,)ü111n und dem nothwmdigen Personal 1111 Schreibern und Lcuten 3111: Veruniiung kes Eigxntlnnns. Unter der Leitung des Chefs dex Rcsetvcn ste_111'11 (11111) dl? Kuns- kommandos. Der Chef der Rcstwcn 11.11 in Friedenözciienbic Re- kruten zu empfangen, die Verzeichnisse 1111111 Kreise wohnhaftcn Rc- serviften zu fübrcn und für dieselben d1e erforde'rlichc Anzahl an Uniformséückcn für den J1111 dc-1: Einberufung aufzu1*ewahr_cn._ Auch ist es seine Sache, die Rekruten 1111111 die beim Bszirke angcjchricbcnen Truppeniheéle zu vcriheilen, jowie eine Anzahl von Leuten für d1e
„Garde und die Spczialwaffen agszuwählen._* Die Kompletirung ,der Armee mit Mannschaften soll folgendermaßen wor fich gehen. -.:3u- '
Reserven die bri ihm an- Truppentheile 111113 schreitet dann erst 3111 For- Reervcbataiüons, 'das _zwar eincn L*?iondcren Truppenkörper bil et, (11111 DLUUYÖ 1:11 Zusummenhanxzc 11111 dem Regiment bleibt. Die Reisrvcbataillone haben die Be: stimmung, die Regimenter für den Fall 2111213 2111111111112 bei denselben zu kompleiiren, Weshalb fie stets so zu dirig1rcn find, das; sie in zweiter Linie hinter d1'11 _aktipen vaLen Stellung_ nehmen. Nach der Bildung der Reserve-Batmllone _wir _ d1e_For1mr11n ber Ersaß-Bataillone borgenon1m1n, 11:11) z1var 1o Viklkk m jedem ' re1se, als die Zahl Der nach Jormiruug der Reserven noch vorhandenen
nächst kompletirt der Chef der geschriebenen miruug des
Mannschaften gcsiakief. Kabres Werdsn für dicss RkskaL- und Er- saßBataillone zu Fciedc-nszeircn nicht bestehen sondern die Louie deu- ssibcn nur auf “dcm Papier zugexählf, nacb Li en, in welche al1c die- jenigcn eingciragen Wsrden, die bei der Entlassung 111: Reserve (in 21111111 111-3 ÜUZKLZEZÖUÜ für don Froniedienst erhalten. Diese Leute müssen die (5,11st der Reserven kennen.
_ Der Herzog und die Herzogin von Edinburgh sind hente Abend 8 Uhr mit einem Extrazuge von hier abge- reist. Sämmtliche Großfürsten waren auf dem Bahnhofe an- wesend. Der Kaiser begleitete die Hohen Neuvermählten bis Gatschina.
" Amerika. Washington, 26. Februar (per Kabel). Prasident Grant hat dem Kongreß eine Botschaft Übrrsandt, 111111111 er 9111pf11h11, daß dcr bevorstehenden hundertjährigcnIubi- 1an111§=2111§f19111111g in Philadelphia ein nationaler 1vieix1ter: ncitmnaler Charaktsr bcigelegt werden solle. Im Weiteren räth er an, den Erfolg des Unternehmens durch andere Geseße zu fichern. Der 11111 diese aniläums-Ansftellung bezügliche Geseß- entwurf ist dem Senat nntrrbreitet worden.
_ _ Aus Toronto wird 1111É€rm 27. d. M. telegraphirt: „Dre Handclsbehördc des Dominion hat beschlossen, die Wrederhersteünng eines GegenseitiZkeitSUertrages mit den Ver- e1n1gten Staaten zu begünstigen.
D]? Nr. 9 (11.Ja1)rgang) des „Ceniral-Blaifs für das Deutxchr Reich“, 11111111§gegebe11 1111 Rsichskanxlsr-Nmr (C11'1 Heymanns Vcrlag, 21.611111) Vom 27. F-xbrun', hai fol-xenbkn Inhalt: AÜgemexne erivnltunax-xaMn: VerMisungM von 2111I1€111de111 aus dem 21111ck15111111616. _ 5.1.115113111111'11: Uebersicht iiber dic Vinsprägnng von 91111115111111131111. __ 31119 111111 kauerwescn: Narbwäsung der Ein- 111112111111 1111 28911111-11111115611'111111 fUr dkn Monaf Januar 1874. _ 2111111511561911: Mitthsilnng, betrcffend (1115111118116 BLn-xnnunzi von 3111 5211121111111111111511 3011911111111 51161 die wisscnschaf111ch€ Qualifikation fUr dcn 1111141111113I1“61151111g611 Mililärdisnst 1116111119111“. Lshranstaltrn. _ Marmo 11135 (7117111111111: 19111111111111111, betreffsnd Secsibiffkr-Prii- fung. _ _Ponw-an: Bskanntm(1111111111611, betreffend Korrrsponbcnz- 1191125111111 211911111111 und Nnbien; F.11)1110stsendunqe11 nach Jmlisu 713. «11911113; '*i.or1'cxpo11benz 11111 Gibraltar. _ Konsulatwssen: Ex1q111- turertheilung.
Reichstags : Angelegenheiten.
_ VM dem Deutschen Parlamcnis-Almanach. begründet und [xsrau§g_xgkbr11_v0n Hr._Gcorg Hirth ist soeben die 11. Aus- gabr, 1. Marz 1874.186111119, Vérlag von G. Hirth 1874) erschienen. D1e1elb€ enthalt bibgraplnycthotizenübkr die Mitglieder des Reich?- 1.198,111bcrsirbtcn 11161" bis Walnkrkhe 11111) 511211 Abgcordnxfc, dis Perwnalirn dcs Réichstagsx, dcs Bauchraibs, dkssen A11Sschüsse, dé'k CentraWchördén des D11111111111 Reichs, der Mitglieder dcs Reichstags nach dem Lkbanltur IC.
Statistische Nachrichten.
-«- Nach der 10131 aufgxstcütxn Uébersicht der Einnahmen 1111Z5118111111d g1111€i111_cl)111111che11 Vkrbrauchsstc11€rn im Zo1192b1et “128? Deui1rhcn Reichs für den Monat Ja- nuar d. J. belanst fick) dsr Gssannntertmg sämmtlicbkr in Betrackt 10111111211dcn Nbgabenchigb auf 6,317,100 Thlr. gkgen 7,085,3]7 THW 1111 Monak J111n1-1r 1873, 11.11 1111 laufendcn Jahre 11150 11111 768,217 Thlr. 1111“(1-7111ck1111U_:11. Von 516181" Einnnhmc sind jsdocb in Abzug zu bringxn (1113 ans 91111111111131111111111' T11€ch11ung gezahlten Boni- ("111111011211 für 111 131117211113111115 111-1111111111 Znckrr, Tabak, Branntwein 1c. m11216,521_T1)1r. 989611167734 Thlr. 1111873, so das; sich dsr Rcinertrng 151111111111c1nr Zöilc U11d_ S11'111'r11 anf 6,100,579 Thlr. hegen 6,917,583T1ck11.1"111873119111, mithin sink Abnahmc um 817,004T1)lr_ odrr 11,1 Prozent nxchipsnt. 5„11111 bedeutendsten war der 211111111111 bei den “36111711, WllÖS 1111 (3311113111 3,372,495 Thlr. [icfrrtem 879,425T1111, 191111911 5118 111 1873. 511111; 1119111 11.11 die Einnahnw abgenommkn bsi bar 91111181131111111111111' (5'4,520T_1111,) 11111 50252 Thlr., bei Dkr Sulz- 1161111 (1,0752236 Thir) 11111 15,895 Thlr., bsi dcr B111111111vcinstc118r (402,708 Thlr.) 11111 4973 Thlr. (8111111 1151161611 Ertrag als im Vor- jahr Weisen dagsgen 111111): bis T.,1baksst1'11er (33,840 THW,) um 15.470 Th11"., dic 11811911111111§11bg11b8 11011 Branntwein (4523 Thlr.) 11111 3310 Thlr., dir: 2511111111111? [747,77] Thlr.) 11111 114,581 Thlr., die 11eborgangsabgabe 11011 23111 (22,486 Thlr.) 11111 180 Thlr.
Wia fich in 1“611 811136111111 Bandcsktaaékn der Ertrag dsr Zölle und“ StZUe'rn im Januar 5. I, im Vcrglcick) zum Vorjahre gestaltet 17.11, läßt fick) 11116 Folgsnbcm entnehmen: _Preußxn 3,356,835 Thlr. (1873: 3,945,673 Thlr.) 11115 zwar: Ostvrcnßkn 137,995 Thlr. (1873: ]28,058 Thlr.), Wksiprenßcn 107,443 Thlr. (1873: 80,217 Thlr.), Brandenburg 469,106 Thlr. (1873: _539,659 Thlr.), P0111ML111203,471 Thlr. (18:73; 224,675 T1)11".), POW! 160,803 Thlr. (1873: 137,51] Thlr.), Sch11ficn 345,570 Thlr. (1873: §359,4,13 Thlr. ), Sacbsen 309,054 Thlr. (1873: 365,675 Thlr.), ©1518611119-HOlsf.1-1 136,362 Tklr. (1873: 179,T;33T11lr.1, H11111111vchr 279,506T1)lr. (1873: 398779 T)1r.), Wcsifa1€n223,592T1)11. (1873: 339,205 Thlr.), Hssson-Nnssan 276,767 Thlr. (1873: 310,879 Thlr.). Rheinprbvinz 697.225 Thlr. (1873: 875,204 T1111_) .1 0511151111111 7939 Th11'. (1873: 7055 Thlr.); ferner: Lauenburg 2621 321111. (1873: 2955 Thlr.), Haupt-Zollänncr: Lübcck 44,714 Thlr. (1873: 54,567 Thlr.), _Brkmcn 35,768 Thlr. (1873: 42,083 Thlr.), .Ha111111rg 87,108 Thlr, (1873: 105,064 Thlr.), 195111111 : Bayern 352,067 Thlr. (1873: 373,560 Thlr.), S.“.chscn 428,325 Thlr. (1873: 517,641 Thlr.), Württemberg 280,229 Thlr. (1873: 258,114 Thlr.), Badrn 521.876 Thlr. (1873: 494,945 Thlr.), HEMA 122,276 Thlr. (1873: 167,038 Thlr.), Z))?Ülcnbnrg - Schwerin 1111? Streits 42,955 Thir- (1873: 37,076 Thlr.), S1chssn-Wsi111ac 15,268 Thlr. (1873:_15,232 Thlr.), Oldenburg 16,873 Thlr. (1873: 26,739 Thlr.), Bramhcbwcig 424,481 Thlr. (1873: 411,745 Thlr.), Sach1en-Meining1n 67,793T1)1r„ (1873: 60,441 Thlr.), Sachsen-Altknburg 19,730_T1,1lr, (1873: 20,774 Thlr.), SaÖssn-Coburg-Gotha 28,383 Thlr. ([Z/ZT 27,234 Thlr.), Anhalt 12,478 Tllr, (1873: 11,589 Thlr.), «(1511411313111g-Rudolstadi 13,667 Mix, (1873 1 17 623 Thlr.), Schwarzbu:11-Uonb1'1js1)ausen 12,197 Thlr. (1873: 2722 Thlr.), Reuß 5, L. 2106 T1111. (1873:_ 2840 Thlr.), Reus; j, L. 11,317 Thlr. (1873: 12,497 Thlr.), EMU; - Lothringen 369,509 Thlr. (1873: 427,67] Thlr.). Hierzu tretén dann noch die 1111 Großherzogihum 81111111ng ausgskommcnen, mit dem Reiche ge- meinschaftliänn Zölle und Dienern 1m Betrage von 48,525 Thlr. (1873: 49,494 Thlr.)
Kunst, Wissenschaft und Literatur. Be-rlin, 2. März. In der 159. Versammlung dcs Vereins
für die G6s111ichte Ber1ins am S_onnabend, den 28. Februar, 1111 Bürgersaalc dss Raibhaufts, wurden folgende Vorträge gchalion:
11, Hr, Geheimer Registrator ])1'. Brecht: Die Familie Uhden. (He-
lsien von Hrn. Magistrats-Sekrctär 911611151“. 1). Hr. GeheimerHofraih Schneider: Die Engländer vor Berlin 1620. Geissen von Hrn. Haupt- mann Slbnackcnburg. 0. Herr Geheimer Vlrrbiv-Raih G. Friedländer: Vcrolincnsia. Gelesen von Hrn. Oberst von Held.
_ __ Dic Nr. 18 dcr Wissenschaftlichen Beilage der Lexvzigcr 361111119, vom 1. März hat folgenden Inhalt: Goäex äip10mabionß 811110111818 Nogiaa. 11 Hanpftheil, 4. Band. Urkundem buch der Stadt Mcißcn 11111) 11)rcc_ Klöster. _ Récenfionem Befpre- chungen 11. s. w. -
_ DarmstaYt, 26. Februar. (83115111 10 Uhr 2 Minuten wmde 111 der Kirchstraße eine 3111111111) bem_crkllche zitternde Erderschüitx- 111119 1111011111, ohne da;; km Geiof: wahrsenommen werden konnte.