meister F. Plcßner ausführen ließ. Nach diesen Vorarbeitetz Wlxd dic Balm émgeleisi ausxxeführt, schließt sich in Kohlxurdan die_N1e- dersiblcsiich-Märkis e Eistabghn an, berührt weiterhin die Stationen HNW, MMZ- Mücka, Uhyft, Lobsa, Hoyerswerda, Hyhxnbocka, Ruh- land, Mücken erg, Elsterwerda, Liebemverda und schließt in Falkenbexg fich an die Berlin-Anbalker und HaUe-Sorazier Eisenbakn an. Fur die 20 Meilen lange Babu ergab der Kostenaberfchlag 6,000,000 Thlr.- also pro Meile rot. 300,000 Thlr. Am 11. Oktober_ 1871 wuxde dann die Konzesfionöurkunde Allerlzöchst vollzygen. Verschiedxnx_Abandemiz* gen des ursprünglichen Projektcs, die b_et_der 1ande§poltze111chen Verei- sung der Linie für nötbig odcr 3Wcckmaßrg_ erachtet worden, haben es unmöglich gemacht, die Bahn bis zu dem _m der Kon :ssionsurkuxide b;- stimmten Termine (1. Januar 1874) fertig zu ftc en; doch ist die Exöffnung dss Betriech um Ostern zu erwarten. _ Dte Bahn hat bis Ende Januar Einnahmen gchabt: 6,2.13,925 Thlr. 21 Sgr. und Ausgaben rot. 5,189,497 Thlr.; über _den Rxst v_on xoi. 1,104,428 Thlr. ist bereits vsrfügt. (Hs Werden ]edxxck) uberdtes die Mr_ttel feh- len für die Dotirung des Rsscrvefonds unt 60,000 TUM„ fur Bau- ten, die in der Konzessionöurkurzde nicbt vorgeselzen Waren, 500,000 Thlr., für Bildung eines Vetrtkbsfonds 40,000 Thlr. Es_ Wird da- her bei der Gmeralversanimlung Seitens der Dire'ftion die Kontra- l)irung einer Prioritäts-Anlsibe in Höhe von 600,000 Thlm. zu de- aniragen fein. Die_Kosl-en der Bahn werdcn fich demnach pro Meile auf 330,000 Thlr. jteÜm.
Weimar, 9. März. (W. T. B.) In der Heuiigen Sitzung des Verwaltungsraths der Wcimarische_n Bank 11111de die Rest- dividende für 1873 auf drei Prozendfestgestßt, so daß die Gsfammt- dividendc für das Vorjahr 32131 fünf Prozent [*Liragx und ferner*_be- schlosscn, eincn Betrag von .. 6,600 Thulcrn «19 «pkzmlxcscrv-r zuruck- nlkgen.
3 Wien, 10. März. ("W. T. B) Das Direktorium der_Kre- diiavstalt dai fick), dem „Neuen Frkmdenblait“ zufolge, dahin ent- schieden, die Summe des erxielten Gewinnes dsm Reservefcnds zuzu- führen und Jkrine Superdividende auszuzahlen. _ Entgegen den Mittl eilungcn des „Neuen Fremdgnblatts“ Wird vsrficherZ, daß der VcovaliungSratH der Kreditanstalt beschlosjsn hat, eme Su-
Berliner Kunstausstellungei'. (Vergl. Nr. 46 d. Bl.)
A. v. WernerH, in dem vorigen Aufsaß besprochenen Ge- mälde und Zeichnungen haben inzwischen die Säle des Künß- lervereins verlaffcn. Statt ihrer hat derselbe ein besonders effektvoch Und eigenthiimliches Zugßück an einem neuen Werk von Hans Makart in Wien gewonnen. Es ist eine weibliche Porträtgestalt (Knieftück) in etwas seltsam gewählter Stellung und Auffaffimg, ekleidet in das Kostüm einer Venetianeriu aus dem 16. Iahriinndert. Das Bild zeigt die Figur durchaus von der Rüchseiie; vom Gesicht nur das tief beschattete rechts- seitige Halbprofil. Auf dem zum Theil in einem Ney aus Gold- fäden geborgenen, blonden Haar trägt sie ein breites, dunkles Barett mit schwarzen Federn. Ihr Gewand von tiefdunklem Sammet, der in den Aermeln von weiten weißen Puffen unter- brochen wird, läßt den schönen vollen Nacken bis fast zum un- tern Rande der Schulterblätter unbedeckt. Den Hintergrund bi1det ein dunkler, warmer, feingestimmter Ton. Das Ganze, mit größter und freiestermalerischer Virtuosität in schöner Harmonie, Kraft und Feinheit des Kolorits breit und kühn hingemalt, gipfelt in Bezug auf seine Wirkung in jenem leuchtenden Stück Nacken mit dem zarten Genick und den blonden Haaren darüber. Ein seltener Grad von körperlicher, plastischer Wirkung ist in die:“er reizenden und prächtigen, aber 111ch1 eigentlich üppigen Form Erreicht, die sich leuchtend aus der dunkel gefönten Um- gebung Hyraushebt. Das Gesicht ist leider ziem1ick) unbedeutend und charakterlos.
Nock) mehrerer Bildnisse von Ungewöhnlicher Tüchtigkeii ist unter den auSgestellti-n zu gedenken. Vor a11en G. Gräf's Porträt eines Mannes(Brustbi1d), in schmuck10ser, moderner Tracht, von höchst geistreichen? Auffassung und Behandlung, Le- b017digkeit und Frisckze der Malerei. C. Sohn folgt mit rühm- 1ichstem Erfolg den Spuren seines Vaters, des bekannten Pro- fessors C. Sohn, einer der Größen der älteren Diisseldor- fer Schicke. Er stellt zwei Bildnisse aus: das einer jungen Dame mit charakteristischem, tiefbriinettem Kopf, ganz in Schwarz gekleidet, der fick) so energisch von dem lichten gelben TVU des Hinter- grundes abhebt, und das einer älteren Frau, in deren Auge und Zügen fick) ein tief innerliches Seelenleben ausspricht. Schauß (in Berlin) ist durch zwei treffkiche Bildnisse von schöner Feinheit des Kolorits vertreten: das eines ältern Herrn und das der Köxiiglichen Hofschauspielerin Frl. C1. Meyer. Teschen- dorf malte eine junge Dame in schwarzkm Sammetkleide, in grünem Lehnseffel fißend, das ed1e Gesicht mii liebenswürdigem, gewiimendem Ausdruck dem Beschauer zugewendet; Frau Wieg- mann das Brustbild eines blondhaarigen Mädchen?: in weißem Kleide; Paul SpangenberY das eines Kardinals in rother Robe, cin scharfgesckznittner, urchgeistigter Kopf mit kkugen Augen und graublondem Bart; Prof. Otto Heyden das [ebeneZgroße Bildniß eines Herren, einer bekannten Persönlichkeit Berlins, stehend, in einfacher schwarzer Tracht, tüchtig, von charakteristischem Gepräge, sprechender Aehnlichkeit und solider Behandlung.
Von der WicUer Kunfthalle der Weltausstellung bekannt find einige hier aUSJestellt gewesene Bilder von Stückelberg Und von A. Corrodi, beide schweizer Künstler von hervorra- gender Bedeutung. Leßterer ist der Maler zweier historischer Genresiiicke: „Venetianische Scene“, und „Petrarca am Hofe des Königs vonNeape1“. Jenes zeigt das Vorgemack) des Sißungs- saalks *j-snes gefürchteten Raths der Zehn, den man dort zur Rechten neben dem Vorfiß des Dogen versammelt steht, um über einen hohen Staatsverbrecher abzunrtheilen. Gebunden wird der greife, weißbärtige Nobile eben von draußen durch die Sbirren in jene?- Vorzimmer Hineingeführt. Die daselbst wachthaltenden gepanzerten Hellebardiere blicken neugierig auf den Kommenden; ihr Offizier wendet sich zur Thür des Sißungssaales und scheint den Senatoren das Eintreten des Angeklagten zu melden. Der Zeiteharakter, alles Sitten- und Kostümgeschichtliche ist wohl ftndirt und getroffen darin. Die Gestalten leiden an etwas zu großer Länge; die Bewegungen an einem etwa.? gesuchten Schwunge. _ Nock) mehr als von den Figuren dieses Bildes gilt das von denen des anderen. Hier ist der große italienische dei im Moment der Rezitation einer Dichtung vor dem Könige und den lauschend um ihn in der Palasthaüe versammelten Großen und hohen Dienern seines Hofes, Kriegern, Staatsbeamten und Geistlichen dargestellt, in deren Köpfen und Haltung fick) die Theilnahme an dem Ge-
örten in mannigfaltigen Abstufungen je nach Charakter, Alter, ürden kund giebt.
Stückelberg ist in der Behandlung idealer mythologischer Stoffe, wie hier die Nymphe Echo auf dem einen, Narziß fick) in der Quelle spiegelnd, auf dem zweiten Bilde, Fraß des gefälligen, feingebroahenen kühlen Tons seiner gut gezeichneten nackten Ge- ßalten, nicht so glücklich, wie im modernen realistischen Genre. Seine, einem jungen ländlichen Paar wahrsagende, zigeunerische Alte giebt den Beweis davon: eine finnige, liebenöwürdige Dar-
verdividende von 1 Fl. zu bezahlen und den Reserveionds mit 10% vom Reingewinn zu dotiren. _ _
Kopenhagen 10 März. Der VerWaliungSratl) der dant- schen Landmann auf wird, dcm__Verue1)men nach, der General- rerfammlung die Vertbxilung einer Dividende von 5176 fur das Vor- jahr vorschlagen.
Verkehrs-Anskalten.
Die Baulinie der Berliner Nordbahn von Neddemin über Neubrandenburg, Mecklenburg, Stargard, Neu-Sireliß, Alt- Streliß, Fürstenberg bis Dannenwalde (gegen _9_Meilen _Lange? is? von den Großherzoglich strelißichen Staats-Kommi] arten einer pezie11_en Bereifung unterworfen worden, und hat s1ch erge en, daß vorayssichtlicb die Eröffnung der Bahn von Berlin bis Neubrandenburg m diesem Sommcr statifinden kann.
_ Eine Vergleichung der Arbeitsleisiung der Lokomotivctz in Amerika mit denen in Großbritannien ergiebt da_s Resultat daß_er1t61e me1r leisten; so läuft auf der Juinots-Central-L_mte_1ede LokomonvZ per Jai": 29,590 Meilen, auf der BaltimorezOhto-Lmie 27,276 Meilen, auf der New-York-Central-Linie 25,075 Meilen. In Großbritannien da- egen nur 18,000 Meilen und speziell quf der London- und North- ZLestem-Bahn nur 15,000 Meilc'n, wodet_noc_h zu _beachten, daß auf der Üinois-Central-Balm die Geschwmdigkeit geringer als aus _den engli chen Bahnen und außyrdem der Babnköxper auf den amertxa- nischen Bahnen dem Bahnkörper auf_ dea en_ lis_ en Bahnxn an Gitte nachsteht. Nimmt man an, daß die amert am chen gem:fch_ien_Zuge 15 engl. Meilen per Stunde durchlaufen, „ alle Maschinen taglich m Betrieb sind, so muß jede 51Stuude von 24 Stunden und zwar 82 Meilen mit voller Ladung laufsn. Ach ist es bemxrkensivxrts), daß die amerikanischen Maschineiz eine größezre Fracht_als die englischen, fortbewegen, da erstere troß der geringeren Tarife mehr einbringen als [eß- tere, So ist der mittlere Einnahmx-Durchschniit ver Meile auf den ameri- kanischen Bahnen 7 a. 4 (1, aus den englUchen aber; nur 5 3, 8 (1 Da nun die Tarife in Amerika fast um 30% _billtaer sind als in Großbritannien, so muß die gefördette Last um circh 50%_ m_ehr be- tragen. _ In Großbritannien können die Lokomotiven jahrlich das
stellung vo11 freundlicher, anspruchsloser, natürlicher Poeste. -- Herr v. Deutsch (in Berlin) malte in lebeUSgroßen Drittels- figuren eine jun 6 Schöne, die von einem hübschen kühnen Jüngling m mittelalterlicher Jägeriracht mit lieben- der Zudringlichkeit mit Hand und Mund beftürmt wird. Die Sprache des Ausdrucks ist lebendig und wahr; die gewählte gxühende Sonnenuntergangsbsleuchtung, welche die bei- den Gesichter ganz von der Sette her trifft, steht mehr künstlich gemacht, als natürlich aus.
Cretius stellte zwei Bilder aus, das eines alten unheim- lichenZigeunerweibes, welches neben dem weinenden, verschüchtex- ten, hübschen kleinen blonden Kinde, das sie geraubt hat, 111 düsterer Gewitterluft auf brauner Haide fißend auSruht; und das eines englischen Touristen im italienischen Waldgebtrge, der sick) plößlick), vor einem Felsenvorspruug liegend, einer sehr fragwürdigen Eingeborenengestalt von echtem traditioneüezn Briganten - Habitus gegenüber befindet. _ Von Schüße ist eines anmuthigen Bildes zu erwähnen: „Süße Kinderzeii“, Knaben und Mädchen guter Famile, denen von den Eltern auf einer Landparthie im Walde der Tisch mit manchen_ schönen, [ockenden und erquicklichen Dingen beseßt ist, Gegxnstandeu des sehnsüchtigeu Verlangens der armen kleinen Dorfkmder, welche ver1egen in einiger Entfernung von den Glücklicheren stehend darauf hinblicken. Es sind dem Maler darauf manckze Kinder- figuren von glücklichster Naivetät gelungen.
Hugo Kauffmann beweist in zwei kleinen zierlichen, mit Liebevoüem Behagen durchgeführten Iagstiicken eine sehr erfreuliche Befreiung von einer- gewissen, beina schon zux Ma- nier gewordenen Art der Malerei. Auf dem einen Bildchen sehen wir eine Waldwiese im hellen Sonnenschein im Miitxl- grunde; im ersten Plan Jäger neben ihrer Iagdbeute beim Frühstück, welche den über den frisch „grünen Teppich daher kommenden Genossen winken und zuruf'eii. Das andere giebt den Tragikomischen- Gegensaß zu dieser Situation: eine Jagd- geseUschaft völlig eingercgnet im Walde, im ärgsten Unwetter vergeblich Unter den Zweigen breiter Tannen am hohen Rande des Waldweges Schuß suchend, um in der Refignation das Aufhören diese?- allgemeinen trostlosen Regenguffes abzuwarten. Eine Gruppe Pappenheimer Kürasfiere von Kuppelmayr; ein lesendes oder vielmehr vom Blatt Wegblickendes, [achendes junges Mädchen von Kop es; eine breit und mit energischem Vor- trag und Effekt gemalte hübsche Dim, die einen Apfel schä[t, von Husemann; eine junge Frau in hübschem ele_gantemsta131- blauem Promenadenk1cide, die ftnnend gesenkten Kopfchens durch ein Kornfeld geht, von Lutteroth; eine Gruppe von Pferden und jenen russischen Steppen-Windhunden mit langhaarigem Schweif, ihren Wärter zwischen fick), von Frei);_ein kleines Bild von Kaiser mit einer roßen Menge der kleinsten Figürchen, den Rückzug der bayeris en Truppen von Orleans (November 1870) schildernd, smd hier noch unter den Genrebildern zu nennen.
Ebenso wenig wie an solchen fehlt es der gegenwärtigen AUSstLÜUUg im Künstlerverein an guten Landschaften. Wir füh- ren nur die bedeutendsten derselben auf: 1). Kainecke ein großes Gemälde vom Ufer ch Comersees bei Mengggto; vorn dort die keck auf der, steil aus dem See aufragenden, Klippe erbaute pittoreske Kirche; drüben, vom zarten Duft der Ferne umwoben, erheben fick.) die riefigen FelSwände des jenseitigen Ufexs. Salßmanris Bild einer holländischen Strandlandschaft zeichnei sick) durck) em schönes, klares, sonniges Tageslicht von_se1tener Energie und Wahrheit aus, das die Lust darm durchströmt i_md das Meer beglänzt. Wilbergs a_ußeror_dentlich _sttm- mungSvolles ernstes und poetisches Bild eiiies röm1schen Parks bei beginnender Abenddämmerung, die sick) uber den gan- zen Vorgrund legt, während die Gipfel der_ hohexr Cypreffen noch von der [eßten Glutk) lcnchten, hat schon 111 Wien lebhafte Anerkennung gefunden. Es bildet einen interessanten Gcdensaß zu desselben hochbegabten Künstlers Benddig, vom Giardino publica aus gesehen, im Licht eines jener Fruhlmgstage, m deren zartumflortem Silberlicht die Lagunenstadt ihren ganzen Zcxuber entfa1tet. Oskar Eschke, der junge Sohn_des hochgeschaßten Marine: und Landschaftsmalers, hat das Bild eines S_onnen- untergangs über der Ostsee ausgestellt, dessen goldgluhender Glanz von der, durch Gewölk dem Beschancr verborgene_n, Sonne aus der Luft durchstrahsend Und vom _Meere_ zuru_ck estrthi durch die schöne Wahrheit und Wirkung, die darm erret t Wird, ebeU so von dem Talem, wie von dem Studium des Kunstlers zeugt. Unter den Bildern von Bennew1h v. Lösen ist beson- ders die eine kleine Wald1andschast mit dem soxinenhellen DurcYblick Zwischen den dicken alten Stämmen auf die entlegenxn Hauser eines Gehöftes mit rothen Däckzern, von großer Schdnhett und origineller Naturauffaßun . Berninger: Straße 111 Neapel; Spitta: kleine Stran lan schaft; Vucho1ß:Herbstlandschast; Douzette: märkische Landschaft in der finxern Dämmerung blauschwarzen, aufsteigenden Gewittergewölksz . Biel: Fischer- haus am Strande; H. Dantz: Park von Trefurt, und Breit-
do elte, eltener das dreifache ihrer eigensn Kosten einbrin _en, in Aixtkrika liei einer dnrchschnittlicben Einnahme von 7348“ ?d. das_ dreifache der Anschaffungskosleu, auf der Neu; ork-Ccntral- mie bei einer Einnahme von 10,000 Pfd. selbst das vier ache.
Bristol 9. März. (W. T. B.) Der Dampfer „Great Western“ ift hier eingetroffen.
Königliche Schaufpiele.
Mittwooh, 11. März. Opernhaus. (64. Vorstellung.) Auf ' Begehren: Flick und Flock. Komisches Zauber-BaUet m 3 Akten und 6 Bildern von P.Taglioni. Mufik von P.Hertel. Anfang 7 Uhr. Mittel-Preise. _
Schauspielhaus. (69. Vorstellung.) Die Realisten. Luft- spiel in 4 Akten von Ernß Wichert. Anfang halb 7 Uhr. Mittel-Preise.
Donnerstag, 12. März. Opernhaus. (65. Borftellung.) Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. _ Große romantische Oper in 3 Akten von Richard Wagner. Elisabeih: Fr. v. Voggenhuber. Venus: Frl. Grossi. Landgraf: Hr.Fr1cke. Tannhäuser: Hr. Niemann. Wolfram: Hr. Beh. Anfang halb 7 Uhr. Hohe Preise. -
Schauspielhaus. (70. Vorstellung.) Dorf und St_adf. Schauspiel in 2 Abtheilungen und 5 Akten von Charlotte Birch- Pfeiffer. Fr. Niemann-Raabc: Lorle, als Gast. Anfang halb 7 Uhr. Mittel-Preise. _ _
Donnerstag, 12. März. Im Saal-Theatep des KönigltYen S auspielhauses. Einundvierzigste VorsteUung_ der franzoüs en S auspieler-Gesellschaft. Osuxißms rspréßantaßou (18: [ELW (18 13. Zainß-dlarxin. 2001111101118 rspréssntatiou (18; 146 81'0811181". 889061118 rsprézantation (16: [ck 1161178 an Säméöa.
bachs* sehr gelungene Aquareüe, einen traulichen _weftfälisch_en Bauernhof in der Stunde der MittagSmahlzett getreultch schildernd, mögen den Schluß dieser Reihe machen. _Von WS_r- ken der Thiermakerei aber sei noch Ockels Hoxhwxldrizdel, m der Schorfhaide auf die Lichtung tretend, und Heimerdin gers mit minutiöser Sorgfalt bis zu täuschender Naturireue auSge- führtes Stillleben: ein todter Kibiß an einer_ hellen Holzwand hängend, _ rühmend erwähnt. Die Malerei des Holzfladers ist so virtuos, daß es für manchen Beschauer einer sehr genauen Prüfung bedarf, um fich darüber klar zu werden, daß dies Holz nicht die wirkliche unbemalt gelassene Holztafel des Bildes sei.
Wissenschaftlicher Kunstverein.
In der Sißung am 18. Februar legte _ der LandschaftSmaler Alexius (Hoy er eine neue Serie seiner Studien vor, ivel_che fich an che schöne Vorlage anschloß, durch Welche _derselbe vor vzer Jahren
ie Gesellschaft erfreut hatte. L_Ote damalige Yorlage _zeichnete fich durch die Großartigkeit der dargestellten Gezzenstande_ meist landschaft- lichen und architektoni1chen Inhalts aus, _wahrcnd die dieStnalzge, von umfangreichersn und ausézeführtc'ren Studien adsehend, durch die Man- nigfaltigkeit und Heiter eit dsr Sujets voriviegcnd dcr Unterhczltung zu dienen bestimmt war. Vor rzier Jahxen lag es ? enbar 111 der Absicht des Künstlers, durch Vorfuhruug_emer a_u§ge'cva [ten Samm- lung seiner Studien ein möglichst deutltckxeö Bild _yon_ den Zivezken und Zielen zu entwerfen, Welche er auf semen_ l_ang1ahr1gen Studietz- reisen eistrebt hatte, namentlich aber_ in einigen glanzvo11en Lei- stungen die rubmreichen Erfolge zu Feigen, Welche 11)1nseme große zehnjährige Orientreise emgetragxn )atte, auf _xve1cher_ er, wre in dem detreffendcn Berichte erwahnt wurde, SlCl1tc_n, Griechenland, AeZy ten, Palästina, die Türkei und Kleinasien gründlich durchwandert und iiogar in das Innere Llrmeniens vorzudrmgen geWagt hgtfx. Heute _ in der Karnevalsißung des Vereins_ _ schien es dcm Kunstlxr mehr darum zu thun gewesen zu sein, die Versammlung_ durch die Vikl- seitinkeit seiner Produktion zu erfreuen, WeSWc-gen dieSmal die Land- schaft nicht vorherrschte, yiclmehr _durch aUerhand_ Staffage, Thier- bilder und Siil11€ben fast m_ den thtergrund gedrangi wurde. Wa; die technische Llusführung die1er Studien betrifft, so bestanden sie fait ausschließlich in Crayon- und Tus zeichnung?!) und in Aquaxeücn; von Oelstudicn War nur eine, die_!e (: erdings ziemlich ausgefuhrt, eine Palmgruppe darstellend, vor anden. Das schließt iedoY 111th aus, daß fich unier den Zeichnungen_ uxid AquareÜcn _aucl) sol_ e be anden, Ws1che mit der ganzen Tüchtigkeit des durchgebtldeten Kunstlers aus- gefiihrt waren. Hierbei verdiept jedoch hervorgehoben zu Werden, daß es der Künstler mit fdmem Geschmack _verichmciht batte, nur solche Sachen hervorzubringen, die als eine Art Bravour-
stück gelten könnten, er vielme r aÜein darauf bedacht gewesen war "
untkr seinen Studien eine sol 8 Agswahl zu txeffxn, die sicher daran rc nen konnte, die Neigung jedes einzelnen Mitgliedes der (HeseÜschaft ni tunbefrisdigt zu "lassen. Außerdem_vers_tand _er es, durch dieArt und Weise, in we1cher er die Vorlage cirkultren ließ, die Abwchfelung darin so zu vermehren, daß“ sich die Versammlung mrt lebhaftestem Antheis, ohue zu ermüden, nahezu zwei Stunden niit derse1ben beschäf- tigte und die für die Arbeiisfi u_n bestmxmte Zeit da_1mt ausfüÜte. Bei der mehrfach erwältxten_ ethha1t1gke1t_und Manmchfaltigkeit der Vorlage ist es selbstver tand1ich unmoglich, m kurzen_Worken ein Ge- sammtbild derselben zu entwerfxn oder gar das Einzelne besdnders hervorzuheben. Es g-“nüge,_ einige Gruppey namhat zu machen, in die fiék) die einzelnen Studien veriheilen ließen. u_nachst war die Staffagc, nxmentlick) in größeren B1ättern,_ reichlich vertreten, dazu bestimmt, den Vorder rund landschaftlich=r Bilder abzu- geben. Die hierher gehörigen _orkvurfe stammten theils aus dem ?lbcndlande theils aus dem Oriente; u [eßteren gehörten, um nur wenige namhaft zu machen: arabis e Schauspieler, Markt- sxene in Syout, Landpartie eines _Harems in Konstanti- nopel. Eine andere ähnlichen Zwecken dienende Gruppe bestand aus Thierstudien, die theilWeise ebenfalls aus dem Oriente stammten, namentlich aber in Repräszmtanfen _unsercr mecklenburgischen, holsteiner, oberbayerischen und ungarischen Thierwelt bestanden. Unter den Land- schaftsstudien waren Wob1 alle Gkgenden vertreten, die der Künstler bereist hatte. Neben_ zahlreichen Bildern aus der Mark fanden sich solche aus dxr __ScHWeiz, Italien Grtechenland, Palästina, Aegypten, Nubien (NilfaÜe_ von Wady-Halfa), den Donauländern, Syrien, Kleinafien, Armenien._ Gan besonder? sdrgfiiltiZ3 ausgeführt Waren einige landschaftliche ordergrundY, z. . Palmengruppen Mqrdnenhaizi von Gennazzano und Detailstudién aus dem Par
[tgl. Die Architektur ivar durch einige prachtvolle An-
Yien alter Tempelreste vertreten, wie deren von Theben,
)ilae u. a. m. Neben allerhand Gef1ügel (Hübner, Enten) er-
C
!
Yienen _Bilder der kleinexexi Vogelwelt (unsere Sperlinge, Koli- bris) Mit betyunderungSivurdiger Keckheit und Feinheit außgeführt. Besonders anzixbend Waren auch einige Stillleben, Früchte und Blumen, _meist aus der .Heimath, denen man es ansah, daß fie auf einer behaglichen Villegiatur (in Guben, Wolfshagen i. M Md .:::-“ *- deren Orten) entstanch waren.
Redaktion und Rendantur: S ck wie g e r.
Berlin: Verlag der Cxpediäon (Kessel). Druck: W. ÉlSncr, _ Drei Beilagen (eüisobließlich Börsen- und Handelöcegister-Beilage Nr. 28.)
BFZTKFN
zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeigir.
32:59. __
Dienstag, den 10. März
Königreich Preußen.
Privilegiun), wegen eventuel1er Außgabe auf den Inhaber lau- t_ender Obligationexi der Sammtgcmeinde MalstaftBurbach-Rußhütte im Kreise Saarbrncken zum Betrage von 180,000 Mark Reichömünze.
Vom 31. Januar 1874.
Wir Wi_lhe1m_Von Goldes Gnaden König von Preußen 2c. ertheilen, nachdem d1e_ meemdcvertreiung der Sammtgemeinde Malstatt-Burba_ch-Ruß1)uite im Kreise Saarbrücken darauf angetragen bat, der Gemeinde zu gestatten, Uher ein, behufs Errichtung einer GaSanstalt m_ Malstatt, von den) Reichs-Jnvalid-enfonds aufzunehmen- des_ Darxebn tm Betrage von Etnhundert“ und achtzig Tausend Mark Reichsmunze, (_mf Verlangen des Darleihers auf jeden Inhaber lautende rmx Zinscyupons _u_nd_Ta1-ckns versehene Obligationen und- geben zu durfen, in Gemaßbqit des Geseßks vom 17. Juni 1833 wegen Aussteüun von Papieren, Welche eink Zahlungsverpftich- tung an jeden Jnxaber enthalieu, durch gegenwärtiges Privilegium Unsere 1andchSHexr11che Genehmigung zur eventuellen AUSgabe der ge- dachten Obligationen unter nachstehenden Bedingungen:
Es Werden ausgegeben: Obligationen zu 3000, 1500, 600
und 300'Mark Reichswäbrung. Der Darleiher, die Verwaltung des .
Reichs-Jnvalidensonds _re p. dessen Rccdiönachfolger wird seiner Zeit xxÉiFäien, ww: groß die ahl dcr Schnldscheine jeder dieser Gattungen et 0 .
_ L_Oie Obligationen werden mit vier und einem halben Prozent jahrlich verzinst und die Zinsen halb ährlich am 15. Juni xmd 15._ Dezember von _ dc'r Gemeindeka e zu Malstatt sowie in Berlin und Saarbrucken bci den von dem Bürgermeister der Gemeinde Malstatt-Burbach-Rußbütte zu bestimmenden uad öffent- lich bekannt zu machenden Stellcn gegen Rückgabe der betreffenden Coupons gezahlt.
_Zur Tilgung der Schuld wird_ jäHrliiF) Ein Prozent von dem Kapitalbetrgge der aussichbmxen Obligationen nebst einer den Zinsen dxr schon emgelostezi Obligationen le_e_ichcn Summe vernoendet, so daß die ganze Schnld m siebixn mid dreißig Jahren, vom Jahre nach der Kapitalaufnahtzic an, getilgt 1em wird. Es soll jedoch der Gemsindc vorbehaltßn b1etben, der_t Tilgungsfonds um höchstens fünf Prozeni de_s ursprunglichen i_wunnellen Schuldkapitals für jedes Jahr zu ver- :slarkeii; die Gemeinde muß aber, falls diese Absicht vorliegt, späte- ten_s im Nopember des_vorhergehenden Jahres der Verwaltung des thchs-Jnvaltdenfonds hiervon 5?_[nzeige machen. Die durch solche vsr- LFkZezYm-yrtisation erspaxten Zinsen wachsen ebenfalls dem Tilgimgs-
Den Obligations-Jnhabern steht kein Kündigungsrecht gegen die Gemeinde zu. _
§. 2. Zur Leitung der die AussteÜung, Verzinsung und Tilgung der auszugebenden Obligationen bstrefxenden Geschä te wird eine be- sondere ._Koimmsfion geßildet, bestehen aus dem iirgcrmcister und zw_er Mitgliedern des Gememdsrathes, Welche von diesem [ißteren zu wahlen sind. _ _ _
§. 3. Die Obligationen werden unter fortlaufenden Nummern und zwar: die_ Ohligaiioncn von „3000 Mark mit bjbbsra s„ von 1500 Mgrk 11111 bxbbsra Z., von 600 Mark mit 13ka (ck., von 300 Mark i_mi 1-1ßbarxz. 1). verschen.
Die Obligationen werden nack) dem beigefügten Schema aus- gestellt, yon dsr Komrmsfiorx (§. 2) unterzeichnei und von dem (He- meinde-Emnehmex kontcgfigritrt. Denéelbcn ist ein Abdruck dieses Privilegiums aus dér_Ru_ck]e1te der O ligaticn beizufügen.
_ §. 4. Den Obligationen „werden für die nachstcn fünf Jahre Ziyscoupons uxxd Talons nach dem beigefügten Schc'ma beigegebkn. Mit Ablg_uf_ diesex und jsder folgenden fünfjährigen Periode werden nach vorheriger offetxtltcher_ Bekanntmachung (§. 13) neue Zins- coupons und Talons an die Vorzeigcr dcr Talons, odar, wenn letz- tere _a1)1)_a11den gekommen sem sollten, dern r€ckcktzeitigcn Vorzsigcr dcr Obligationen angeretcht. Das; dies geschehen, wird auf den Obliga- tionen yermerkt.
Die Coupoxis und Talons Werdcn mit dcr wßrkliäyan Unterschrift des_Gememde-Eitinehtncrs,_ dagcgen nur mit dk? facsimilirtc'n Unfer- schrift der KoxnnnF i_on ver1xden.
_. . Die "fa [gen Coupons wdrden Sci, 1111011 Zahlnngm an die Gemeindekasse zu Malstatt, namentlich déi Entxichtung der Kommu- nalsteuern, in_Za1)_1ung ÜUJMOMMLU.
_ §._6. Dr_e ZmScoupons werdcn ungültig und werthlos wsnn ste mcbi binnen funf Jahretx nach dem Vexfasltage zur Lluszaßlung prä- seniirt Werden. _Die dafur ausgsseßtcn Fonds verfallen zum Vor- theile der Geinemdckasse.
_ . . Die Nummer:) der zu tilgenden Obligationen Werden jähr- 11ch durch daß 53on bxsttmmt und Wenigstens drei Monate vor dem Zahlungstermtxte offentlick) bekannt gemacht.
_ . 8. D1e_Ver1oosu_ng geschieht tinter dem Vorfißc dcs Bürger- meisters durch die Komm1sfion_(§. 2) 111 einem 14 Tage vorher durch die im §. 13 _angefuhrtkn Blattkr zur öffentlichen Kenntniß zu brin- genden Termnzc, FU welchem das Publikum Zutritt hat. Ueber die erloosung Wird ein Von dem Bürgermeister und den übrigen Mii- gltedern der K_omm1ssion zu unterzeichnendes Protokoll aufgenommen.
§._ 9. Die _Auszaßlung dsr ausgeloostan Obligationen erfol 1 an den h_terzu bestimmten Tagezi nalk) dem Nominalwerthe dar die Gememdekczsie, 1011112 durch die von dem Bürgermeister zu bestimmen- den _und offent__11ch bekannt zu machenden Zadlungsstiüen in Ber1in und m Sqarbrucken an den Vorzeiger der Obligation gegen Lluöliefe- rung de_rselben.
Mit dem zux Zczhlung bestimmien Tage hört die Verzinsung dsr ausxzeloosten Obligationen auf. Mit leßteren sind zugleich die aus- geretxhten LJÜÖ dem Zahlurxgstermme fälligsn Zinscoupons einzuliefern; geschieht dies mchx, so Wird de_r Betrag der fehlenden Coupons von dem Kapikale gekurzt und zur Einlösung dieser Coupons benutzt“.
_§. 10. Die_Nummern der angeloosten, nicht zur Einlösung vor- ?eJeichn Obligationen Werdsn in der nach der Bestimmung unter §. 7 ä rltck) zu erlassenden Bexanytmach11ng_wieder in Erinnerung gebracht.
Werden die Obligaiioncn, dieser wiederholten Bekannt- machung ungeachtet nicht binnen 30 Jahren nach dem Zahlungstermme zur _ Einlösung vorgezeigt, auch nicht als verloren _ oder der_mchtet, _ zum Behufc der Ertheilun neuer Obligatiqnen binnext dieser Frist angemeldet, so sollen na dere_n AblauF dle Obl_igatione_n als getilgt angesehen Werden und die PMI; depomrten Kapitalbetrage der Malstatter Gemeindekasse anheim
5. 11. Die Nnmmexn der etwa aus freier Hand von der Ge- meinde _angekauften und u_tcht verloczsten Obligationen sollen ebenfalls durch die im §_ 13 _aanulxrten Matter publizirt Werden.
§._ 12. Fur die _ exßmsunZL und Tilgung der Schuld haftet die Gemeinde Malstatt Mit 1_ reni ermögen und ihren gesammten Ein- kynften und kann, wenn die Zinsen oder die ausseloosten Obligationen nicht zm; rechten Zett gezahlt Werden, die Zahlung von den Gläubi- gern gerichtlich _vcxfolgt werden. _
. . Die in den §§. 1, 4, 7, 8, 9, 10 und 11 vorgeschriebenen Bexanntmachungen erfolgen durch das Amtsblatt der Regierung zu Trier, oder das an dessen StcÜetretendeOrgau, durch den in Berlin erscheinenden Reikhs-Anzei er, oder das an dessen Stelle tretende
Or an und durch mindestens e ein in Saarbrücken und St. Johann
ers_ einendxs öffentliches Vlati. Die [esteren Blätter wählt der urßermeister und macht die_ Namen der gewählten Blätter sowie etwaige Aenderun en derselben m dem ,Reich-Anzeiger“ bekannt. §. 14. In nsehtxng der yerloren ge angenen mid vernichte'ten Obligationen finden die auf die Staatsf uldscbeiue bezughabenden
Vorschxiften dcr Ierordnur-g vom 16, Juni 1819 wegen dcs Aufge- bois m_id der Amortisation verlorener oder vernichteter Sinatspapiere §. 1 121612 mit nachstehenden näheren Besiimmuxgen AKWLUÖUUJ: _ a. die im §. 1 jener Vsrordnung vorgeschriebcne Anzeige mur; der im_ §. 2 dieses Privilegiums genannten Kommission gemacht werdcn. Dtejer werden alle diYnigen Geschäfte und Befugnisse beigelegt, Welche nach d6r_anqef1_"11)rten erordnung dem Schaß-Mmisterium zukommen; gxgen die Vkrsügungcn der Kommisfiou findst jedoch der Rekurs an die Regierung zu Triar statt;
1). das _im §. 5 der Verordnung gedachte Aufgebot erfolgt bei dem Landgextéhtk, zu dessen Bezirke die Gmncindc Malstatt gehört;
0. die m dcn §§. 6, 9 und 12 derselben Verordnung vorgeschrie- benen_Vekann1n_1achungcn sollsn durch die im §. 13 dieses Privilegiums angefuhrten Blafter geschehen;
_ (1. cm dic Sxelle der im §. 7 dcr Vcwrdnung erwälziiten sechs Zi_US3a1)1u1tgsterm1_r1e sollen vier und an die Ste[_1e des im §. 8. er- Wahnth achten Zmdzahlungötermines sol] der fünfte treten.
Zinscoupons und Talons_können Weder aufgeboton noch amortisirt Wer- deri.T)_ochsdl1f1“_trdana11, dnßdc-rVi'rlust derZinScoupons vor Adlaufder 5jahrigenVeJahrungsfxist bsi der Kommision (§. 2) angemeldet, und der stattgéhabte I esiß der ZinscOUPvnH durch Vorzeigung der Obligatio- nen ?der sonst_ in glaubhafter Wei1e dargethan wird, nach 5311.11an der Verjahruxxgsfrist der Betrag der angemeldeten und bis dahin nicht vorgekommencn Zinscoupons gegen Quittung gezahlt werden.
Zur Urkunde dieses und zur Sicherheit der Gläubiger haben Wir das gegenwärtige, mii R11ckficht auf das Gesetz vom 10, April 1872 durc1)_das Amtsblait der chierung in Trier zur öffcn11ichcn Kenniniß zu bringende landeskxsrrlichc Privil-xgium, Welches an Stellcs des von Und der Gemeinde Malstatt-BurbachMußhütte unterm 3. September 1873 e_rthcilic'n Privilkgiums (Nr. 50 des Amtsblattes der Regierung Fu Trier ro_1873) triff, Allerhöchstcigenhändig voÜzogen und unter Lnsercm ömglichcn Jnficgel ausfertigen lassen, ohne jedoch dadurch den Znhaßkrn der Obligationsn in Ansehung ihrer Befrikdigung 2111? Geivahrletstimg von Seit-Jn des Staates zu bewilligsn odsr Rechten Dritter zu erudiziren,
Gégsben 51 eriin, den 31. Januar 1874.
(1..8.) Wilhelm. Cantpbauscn. Graf zuEulenburg. ])1', Achenbach.
Rheinprovinz. Regierungsbezirk Trier. Malstatter Gemeinde-Odligation 1111751" ..... Nr ..... (Gemeindestemvel)
über ........ Mark Reichswährung.
Die Endesunthzeiöhneten, durch das AÜkrhöchste Privilcgium vom 31. Jamzar 1874 hierzu ausdrücklich ermächtigt, beurkunden und 136- kcnnen hiermit, da“ dér Inhaber dieser Obligation die Summe von . . . ._ . . Mar Rcicböwäbrung, deren Empfang _als Darlehn sie bescheiqigen, vo_n der Gemeinde Malstatt zu fordern hat.
Die auf vier_ und einhalb Prozent jährlich festgestßtcn Zinssn sind am 15. Juni ur__id_15. Dezembe'r jed€n Jahres mit jedesma1 ........ Mark fallig, Werden aber nur gegen Rücknge der aus- gegebenen Zindcoupons _gezahli.
_ DW näheren Bsdmgmigcn find in dem umstehend abgedruckten Privilegium enthalféu. Malstatt, den . . . . ten .......... 18 . . . Die Kommission. Der Bürgerméistcr. _, Die kommittirten Gemeinderaths-
; Mitglieder. Eingetragen KoWoWucb 14101, . . . Nr. . . .
_ _ Beigefügt find die Der Gcmsmde-Emnchmsr, Coupons Série 1 bis Auf der Rückseite.)
10 nebst Talon. Privilkginm Wegén usZabe auf den Jnha_der l_cmtendsr Obliga- 11011611 dsr Gemsindk Malstaii-VnrbacH-Rußhutie tm Betrage von 180,000 Maik. Vom . . _. . . , _. „_ (Abdruck dss Privilegiums.)
Regierungsbezirk Trier. Série) ]. Nr ..... Zinöcoupon
zur Malstatter Gcmcindc-Obligaiion ]..ibbr ..... 1" ..... über ........ Mark Rcichswährung.
Rheinprovinz.
Inhabex dicses Zinßcoupons empfängt am . . ten ......... 18 . ._ die falligcn_1)a1bjä1)r_1ichen Zinsen der oben genannten Malstatter Gsmemde-Obligatwn fiir die Zeit vom . . . ten .......... bis . . ._Ten ...... _ . aus_der Gemeindekasse zu Malstat-k, sowie in Berlin 111-117 Saarbxucken bei den von dem Bür ermeister zu bestim- meiiden und öffentlich bskannt zu machcnden Ste en mit . . . . Mark Reichswäbrung. . Malstatt, dcn . . . . ten ......... “'“. 18 . . . . „ _ Die Kommiffion. _ Der Vurgsrmcistsr. Die kommüiirtsn Gemeinderatbs- _ _ Mitglieder. , Der Gememde-Emnehmer. _ (Dicssr Cdupon wird un ültig und Werihws, wenn dessen Betrag nicht binnen funf Jahren na dcm VerfaÜtage erhoben wird.)
Rheinprovinz. T _ Regierungsbezirk Trier. a o n.
Inhaber dieses Talons empfängt gegen dessen Rückgabe zu der Ma1statter_ Getgemde-Obligation111111". . . Nr ..... über . . . . Mark Reichswahruxig die, . „te Serie Zin5co_npons für die Jahre
. . bis 18 . . bei der Gemeindekasse zu Malstatt.
Malstatt, den . . „ten „_ ....... 18 . . .
Die Kommission. _ _ Die komnniirxen Gemeinderaths- _ Mitglieder. _ Der Gemeindc-Emnthmer.
?Die Aushändigung der Coupons bleibt bis Zum Nachweise der Emp angsbcrechtigung auögesetzt, wenn der Juha er der Obligation de_n Talon als verloren gegangen anzeigt und rechtzeitig gegen die Aus- bandtgung der Coupons an den Präsenkanten des Talons bei der Gemeindebehörde protestirt.)
Der Bürgermcister.
ReichStags : Angelegenheiten.
Berlin, 10. März. In der gestrigen Sißung des Deut- s chan Reichstags erklärte in der Diskussion über den Gefes- entwurf, betreffend den Impfzwang, der BundeSbevoUmächtigte Präsdent des Reichskanzler-Amts, Staats-Minister- Delbrü ck, zu dem von der freien Kommisston beantragten Zusaß zu § 20 (Die Oberaufsicht über das Impfwesen ftcht dem Reiche zu):
Meine Herren! Ich möchte Sie bitten, den Zusav, den die freie Kommission zu dem H. 20 der Regierun svorkage gemacht hat, abzu- lebnen. Ich bitte Sie darum nicht des alb, Weil ich ge en den Ge- danken ware, der durch den Zasad USsedrückt “werden 1011, sonder"
Archiv der Redaktion (Ge midheitsbäder).
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18774. Weil ich 91.1111“? ?ck“" der chU'kc dsr 1)icr aus? ““““ ",-*;
_ y “ * _“ _ * -__ xNk-«ck We“, .: xi], sich von selbst vxrstkiik, und Weil ich es fur einm groß7ii 1egi§1ativen Jewler halte, Dingo, die sich 13011 selbst verstehen, auödrücklicl) zu sagen,
für einen Fehler deshalb, Weil die ausdrücklickw Hervorhebung“
eines solchen Gedankens in einem Gesetze ganz uatürli a der Frage fuhrt: wie ftxht es denn mit den anderen Gkskßelclh, dzw rcchtiich genau cbcnso [tegen wie dieses, und wo man es nicht für nöthig g__ek)alixn 11“?- den _chankcn positiv auSzudriicken? Daß die Oderaufjicht Uher die Ausfuhrung des Gesetzes dem Reiche und zwar in dcssen_v8rsch1cd__€nen Organen znstchk, folgt aus der ReichSVerfassuug nach meiner 2111712171 ganz Von skibst. Dcr Art. 17 stéllt dic Ueber- xpachung der Ausfuhrung d-r _Rcichdgssiße unter den Kaiser. Dcr Art. 7 uberwetsx dem Bundedraihdie Vsychlußnalvnc über Mängsl, welche bei der Ausfuhruiig ds_x RSixhsxerZ-x Hervoxircten; er legt ferner dem Bundes- r_atl)c d:? Besixgniß bet, Dl? zur VluSsührung der Rcich§gescße Erforder- lich9n_ allgsmc-mcn Verivaltungöporsckzriften und Einrichtungen zu be- 1ch11(_'_8€U. AÜSÖ,_ Was _txaih m_emer Anficht durch den Zusatz Hat aus- gedruckt MWM 1011611, Ut m dicse'n k1ar€n verfaÉungsmäßigén Bkstim- mxmgcn bereits klar ausgedruckt. Der Herr orredner hat speziell [)xx'vorgel)_obcn das Interesse:, welchcs_ sich für die,- Medizinalstakistik au die Ausfiihrung _diexs Gcicßrs kxiupft; 1,11) erkenne diests Interesse vonkommen an, (ck wide abex, daß m der von mir zitirtcu Voxschrifi ch; Art._7 de_r Bsrfasmnn dicscm Jntercsss vvÜkommen Gcnüge ge- leistet Mid, indem dér Bundeßrat ermächtigt ist, allgemsine Anord- mxngen, dre _fich an das Ge1e13 nüpfen, zu tréffen. Ein MLHWWZ Zilk)? €)an _Re_tch2 UJZ Zesssi'n__ck_3r_g__an§_1 _durch den Vorgeschlagenkn Zusaß _ _«-;gc_eg;€ri eya uerüi,undWei "' bine ich, ihn abzulehnen. sg [ er uberflujsig M,
_ Ueber die von der freien Kommisfion beantra te Re oku- tion m Beireff des Reichs-GesundhciTSamts gnahms der Staats-Mmister Delbrück nach dem Abg. v. Buß das Wort:
Merge Herrén! Was der Herr_Antragsti'Ücr fich umter dsm RkichE- GssunddeitSamt.“ gcdakbt bai und in wie WLit das Bild, Welches der Herr Vorredner von der Vorstellung des Herrn Antragstellers 611111101"- fen Hat, von dem Heym Y_niragstellkr acceptirt wird, lasse ich dahin- gestellt. Ich hab“.- memerfcits nur einige Worte darüdsr zu sagen, wis YmÖVZsiclÉkaZzlxx -_Atdnte _un_d bei vdrlHufden BesprrcHungen, die im
un 9 ra c argeun en )a en, die u abe eines “01 5 ' - Gesundheixsamis aufgc'faßt ist. g 1 chen RAW _Es ist von vorn1)_erein_ darüber meines Wissens gar kein Zweifcl gewesezi, da?; einem _ sclchen Organ irgendwelche vmvaltendin Befugnisse gar nicht bkizulcgen find, es würde also auch fich mcht_ m der Lage befinden, eiu NW von M- Walicndku Vcanitcn uber das Reich aiiszubreiien und dadurch die Aktxon dcr borusxnkn Vihördcn der eixizclnen Sinate'n zu dnrchkkeu en. Das, Was (xls cm Bi'düxsniß_bktolii ijt, welches zum Theil schon ).gx. vorgetrctcn ist, Und, dissen dringctdes Hervortreten für die Zukunft 61:- wiirtei Werden konnte, wardas, dux; sowohl für das Reichskanzlec-Nmt al? fur dkn Vunchrßth cm stäUDW'Cs berathendes Organ geschaffen wurde, i_velchcs exnmal das 311€ic1)skanzler - Amt in der ihm zugxiviesencn Axisgade dcr Beaxiffichtigung der Ausführung dsr in den Kk€1s_dkr Medizinal- und Vercrijiärpolizei faÜenden Maßregeln zu unterstutzen, ixelches ferner das Reichskanzlkr-Amt und den Bundes- rat1) zu UUtcrstußsii habe bei der Vorberathung lsgislativer Maß- r_eg_e[n, w«1c1)c_s _end11ch_ als_Ceutra1st_cl]xk zu dienkn hade für die medi- znn[__che Statistik. Fur_ die Statistik 1st_bcreits eine Centraistella vor- dan_ 611 M detxi staitstischen _Amtez indessen ist dis Medizinal- statxstik vérmoge ihrer Eigenthumlichkeit der Aktion cines statistischcn Anites, Wie es das RcichSamt ist und die statistischen Axmxer der meisten_Einze1st_aaten find, dadurch entzogen, daß zu einer Wirksame]! Bearbeitung einer Medizinalstatistik Techniker gehören, welche diesen Orgqnen m der Regel nicht zu Gebote stehxn. Nun ist ja 1th sch0_u Wiidsrlwlt _ 11:1) Erinnere nur “an die Maßregeln WLJL-kl ?lusfnxyrung dss Gsseßes über die Rinde'rpest _ das Bsdurfuiß _fuhlbar _gcwdrden, in einzelnen Fällen fich eines sachvcrstäiidigetx_ medizini1chen Gutachtens bedienen zu können. Hat es kemx 05116, handelt_ es sich _um aUgcmcinc Verjvaltungs-Ein- rtchtungen, 19 hat das RcddSkanzler-Atut sich zu Weudc'n gehabt an die Centralsteüen dcr Bundesstaaten, namentlich der grYeren Bundes- staaikn, und es ist dann, troZ der ganzin dsr Natur der ache liegenden «Zerwbiedenheit dec Ansichten, die hervorgetreten find, doch immer möglich ge-Mftn, zu einer Verständigung zu kommen. War die Sache etwas e_i11g2r _ und _wir haben solche Fälle bei Ausfühxnng dcs Rmdcrpestgefeßes Wiederholt gehabt _ dann war für das Retcbskanzler-Amt, welches selbst von der technifchsn Seite der Sache nichis vorsteht, nichts anderes übrig geblieben, als die (Güte des Königlich preußischen Hexrn Kultus-Ministers in Anspruch zu nehmen, _der feiner1eits wieder auf die prxußische Deputation des Medizinalwesens oder“ auf das Lehrkollegium der Thier- arzpeischlc rkkurrirte, und auf diese Weise hat fich das Rcichskanz1er-Amt schließlich seine techni1chen Autoritäten verschafft.
Es W1kd an sick) möglich sem, auf diesem Wege auch fernerhin Weiter zu chen; mdesstn wcnn fich der Kreis der Rcichdgeseßgebung für die Vvtcrinär- und Medizinalpolizei erWeitert, so tritt, wie ich glaube» doch (zu.“d mehr das Bedürfyiß hervor, das; die techni1che Bera- thung des Reichskanzlkr-Amtes m dte1en Dingen von einem Reichsorgan angebtÉn Welchem auch die praktiscben Erfahrungen nicht blos des preu- Jicbcn «tastes und der prdußisxhen Médizinaldehörden vertreicn find.
:: diesein Sinne, wxe gesagt, tft: ber den bisherigen vorberéitenden Schritten für die Sache dic_Aufga1)e eines Reichs-Ges1tndbeiiSatiites aufgefaßt worden, Wenn bisher ein eigentlichentscheidender Beschluß darüber noxh nichl gefaßt ist, so lag dies in der That darin, daß ein ganz bkxondercr eminsnier Grad des Bedürfnisses noch nicht Hexvvrgctrctun ist und man fich deshalb im Bundeßxathe zunächst darauf beschränkte, die Medizinalstatistik vordsreitexnd m die Hand u nehmcn und von dem Ergebnisse diescr Vorbereitung die Weitere eschlußnabme über dieÖE-inrichkung des hier in Rede stehenden Organeö abhängig zu ma en,
GeWerbe und Handel.
Die „Zeitschrift für waurbe, Hande"; und Volks- wirkbschast“, Organ des Ober1chlefischen berg- und bütiknmän- nischen Vereins, redigirt vyn ])1'. Rd. Frau zu Beuihen O. S., ent- hält in Nr. 9 vom 5. Marz d. J.: Obers lesiens Berg- und Hülken- werke (Montanchß des Grafen von Ballestrem auf Ruda und feiner Gc'mcrkcn, des Furstxn v_on Plcß, der Schlesischen Aktien - Gcsellschaft Für Bexgbau un_d Zinkbuttenbxtrieb). _ Die Penfions- und 5111116.- tüßungskassc fux BchZ, Hutten- und Salinenwerksbeamie in den Oberbergmntsbs trken 5 res an und Halle. _ Produktion, „Handel und_ Vexkehr ( bersckplefiens Ga1meto. Ziok- und Bleierz - ro- dixktton 1m_ Jahre 1878. Stemkohlenverkehr aus dem K nig- rctche Sa_ch1en. Mkuselimßer Braunkohlen. Oesterx-ÉÉH-Kohlen- und MctaU-Em- und Ausfuhr im Jahre 1873. Verkehr dyr Galizischen C;:senbabnxn; Kol)_lenvcrkel)r. Frankreichs Eisen-Jndustri«'.-Situation. Vom englischezi _Eisenmarkt. _ Geseßgebung, Vectvaltung, Justiz Sonnia Ic_trbett m_ Bexgiver en. Zoitsclér. f. Bergrecht) _ Liierariscbe U1_1d te1nische_M1tt1Z_?Zlungi-n (Wochen christen; Zeitschr. d. berg- u. Zuikenm. Vereins_ f. arnten; Polytechn. Journal; Pr. Mas .-Constr.;
ettscbr. d. Vereins 1). Jugen.; Verh. des Vereins zur Bei rd. d. Ge-
' Werbefteißes; Bergmannsfreund; Gasfähi keit obuschlcfifchcr Kohle)-
_ Amtliches. _ Berk tigungen. _ nzeigeu. _ «T)mnoristisches
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