1874 / 62 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 13 Mar 1874 18:00:01 GMT) scan diff

_ Um 16. März 6 Uhr 11 Minuten Abends werden czuf demselben Bahnhofs Ihre Durchlaucht Fürst und Jurstrn, sowie die Prinzessin Pauline von Waldeck undPyr- m o nt ankommen und im Königlichen Schloffe Wohnung nehmen.

_ Der BundeSrath trat heute zu einer Sitzung zu- sammen.

_ erneren Verlauf der gestrigen Sißzmg des Deuts ck?1n113xeichstags ergriffen in der Debatte uber* den Antrag des Abg. Vahlteich, die Entlassung der Nbgg. Bebek und Liebknecht aus der Strafhast betreffend, noch die Abgg. von Donimirski, ])r. Ervald und Krhger (Hadersleben) das Wort, um fich für denselben auSzusprechen. Nach dem Schluß der Debatte nahm noch der Mitantragstelier „Abg. Hasen- clwer das Wort und wurde dann der „Antrag Mit sehr großer Majorität abgelehnt. _ Es folgxe dle zwexte Perathuyg der StrandungSordnung (S. dieselbe m Nr. 16 d. Bl.), „dre v_0n dem Referenten der Kommisfion, _dem Abg.1)r. Wolffson, eingeleitet wurde. Das Gesch wurde in seinen einzelnen Paragraphen nach den Vorschlägen dcr Kommiffiotx angenorzimen und zwar ohne erhebliche Debatte, obwohl fich dxe Kommissare des Bund'eSraths Regierungs=Rath Nieberding und Gehermer Ober-Justtz-Rath Hery gegen einige von der KommZsfion v'orgeschlagene Aende- rungen erklärten. Schluß 5 Uhr. NachsteSxHung Sonnabend

12 Uhr.

_ Der 45. Kommunal-Landtag von Altpommern beschloß in seiner 5. Sißung am 7. d. M. zur Beschaffung der zur Ausführung und Vollendung des Baues der nxuen Jrren- Anstalt bei Ueckermünde noch exforderiichen Geldmittel eme zu 41Prozent verzinsliche, nach Bedurfmß zu entnehmende"un_d zu amor1ifirend€ Anleihe von 100,000 Thlrt). aus der Standischen DiSpofitionskaffe zu machen; 'von der fruher beschissenen Aus- gabe von Provinzial-Obligattonen wurde Abstand genoxnmen, der Amortisationsbetrag auf 31 Prozent bssttmmt. _ Dre 'von der KreiSversammlung des Demminer Kreises beantragte einst- weilige Unterbringung unheilbarer Irren m"den entbehrhchen Räumen der Landarmen-Anftalt zu Ueckernxunde wurde unter Hinweisung auf die nahe bevorstehende Eroffnung der Neuen Irrenanstalt bei Ueckermünde. ahgelehnt. _ Der La_ndtag autorifirte die Landftube, dre Hohe der Feuer - Sozreiats- Beiträge zum Reservefonds pro 1875 feslzzxseßen. _ Von einer Allerhöchsten Kabinetsordre vom 14. Mal 1873, he- treffend die Genehmigung des Beschkuffes des 44. Kommunai- Landtagés ac] km;). 0. 1 von) 19.. Marz U. I. wegen Einverlet- bur1g des dem kommunalftändischen Verbande von Altyommern zu überweisenden, bisher bei der Gcneral-Staatskaffe_ mxtverwa- teten Landwehr-Pferdegelderfonds dses Regierungsbezirks C03s1m in die altpommcrsche Provinzial-Hulfsxaffe nahm der Landtag Kenntniß. Den festangestellteu und tm Ighre 1874 festanzu- “stellenden Beamten der Anstalten zu Ueckermunde, Nexxstettm und Rügenwalde Ward pro 1874 eine Thxuxrungszubage nn Betrage der Differenz zwischen ihren gegenwartigen Gehalten: 11er den nach dem neuen Etat ihnen auSgeseßien Gehaltern bewxlltgt.

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_ Der Oberst und Abtheilungs-Chef. im Krieg9-Ministexmm von Hartmann, welcher fich vor eimgen Tagen '." dienstlichen An elegenheiten nach Magdeburg begeben hatte, ist von dort hierJer zurückgekehrt.

" a ern. Mün en, 11. März. Zur Feiex des Ge- burtszte'? des Prinzén Luitpold, ist morgen bet SY, Ma- jestät dem König Familientafcl im Wintergarten der Kömglichen

Residenz.

Schloeiz. Bern, 10. März. (Str.: Ztg.) Das Werk der Revifion der Bundesverfassung_ift _das Resultat'g'egen- seitigen Entgegenkommens und der Bersicxndtguug der politischen Parteien, und sowohl hinfichtlick) des Militarwesens, Rechtswesens, Niederlcrffungswesens, als der Regulirung der konfesfiorzellen An- gelegenheiten. Aus dem Revistonöentwurfe der Kommxsfioy smd folgende Punkte beseitigt worden: 8. das'ZVerbot von Gelubderz, als Beschränkung bürgerlicher oder polmscher Rechte;_ 11.“ die Nichtanerkennung eines ständigen *Vertoreters des paystlichen Stuhls; 0. die Vorschrift, daß die Bekletduziq emes geistlichen Amtes von der Leistung eines wiffenschaftltchen Ausweises ah- hängig gemacht werden foil und der Bund zu ermachtigen set, darüber geseyliche Vorschriften zu erl_affen; (1. das Verbot deer Novizen-Aufnahme in bestehenden Klostern und Anstalt'en rxit- giöser Genossenschaften; €. das Recht'des Bundes zur Vifitatton von Klöstern und Anstalten reltgtoser Genossenschaften. _ Dagegen wurden in den neuen VerfaffupgSeniwurf folgende Bestimmungen aufgenonJmen:_ a. die Glau- bens: und Gewissensfreiheit, dte Mietparid mehr be- anstandet, es wäre denn, daß das damrt m Zusammen- hang stehende Verbot von Strafen „wegen Glaubenssapfichtey nicht verstanden würde; 1). die Garantie der Kultusfreihett, Mit der Bestimmung, daß dem Bunde vorbehalten sem sol], zur Aufrechthaltung des Friedens unter den Konfesfionen imd gegen Uebergriffe kirchlicher Behörden in dre Rechte der “Burger"odev des Staates geeignete Maßnahmen zu treffen, sozvze Anstande, welche über die Bildung oder Trennung von Religionsgenoffxn- schaften entstehen, zu entscheidenz" 0._ dre Abschaffung der geist- lichen Gerichtsbarkeit; ci. die Ermachirgyng fur den Bund, das Iesuitenverbot auch auf andere geistliche, Orden auszudehnen, welche staatsgefährlich wirken oder den Frieden dex Konfesffonen stören; 0. das Verbot der Errichjung neuer, sotme der Wieder- herstellung aufgehobener Klöster; k. Bestelluyg und Beurkundung des Civilsjandes durch die bürgexlrchen Behorden.

Großbritannien und Irland. London, 11. Marz. Im Windsorschlosse fand vorgestern Abend das „Gala- Diner zu Ehren des Herzogs und er Herzogin von Edinburgh statt. Die dazu geladenen Gaste umfaßten außer der Königlichen Familie die Mttgljeder der leßten imd gegen- wärtigen Regierung, das diplomatische Corps und die Exile des britischen Adels. Dis: Gäste aus der Hauptstadt kamen 111 zwei Separatzügen in Windsor an und wurden in Hof-Eqmpagen nach dem Schlosse befördert. Das Dmer_ fand m„der St. Georgshaüe statt, die zu dem Behufe festlich geschmuckt und glänzend erleuchtet war. Gegen 8 Uhr erschien der Hof unter dem Vorantritt des Oberft-Kämmerers und des Ober-Haushof- meisters in der Bankethaüe. Zuerst kamen der_ erzog ur„1d.d'ie Herzogin von Edinburgh, dann folgte Ihre Maxeftat 'die Konigm am Arme des Prinzen von Wales. Sie Wie die Prinzessin von Wales und die Herzogin von Edinburgh trugen'Baztd und Stern des russischen Katharinen-Ordens, den Victoria- und Albert-, den preußischen Louisen: und den Sachsen- Coburg - Gothaichen Familien - Orden,. Der „Herzog, “von Edinburgh erschien in der Uniform eines Marme-„Kapitans. Beim Eintritt der Königin stimmte die auf der Gallerie befind- liche Kapelle der Leibgarde das „606 5370 1110 0110911“ an, dexn sich die rusßsche Volkshhmne aqschloß. Zur Rechten der Ko- nigin saßen die Herzogin von Edmburgh, der Prinz v0n Wales, die Prinzessin Louise, der" Herzog von Cambridge, dre „Furstm von Wiasemsky, der Marquis von Lorne, die Herzogin von Saldanha (Gemahlin des portugiefischen Gesandten), der Herzog von Abercorn (Statthalter von Irland), Lady Louisa Egerton, Fürst Bariatinsky ViScount Canterbury, Earl Sydney, Lady Susan MelviUWcount Jormington, Lady „2Sophta Mac-

_ Die im Kultus-MinifterZUM ,ILPÜVJMW LTZeratkjux'g.§?_n Seitens der zur Anxrkennuan deZ Bischofs „R W, [UK“Uééüötgt mengeseßten KommchM «„

Sachsen=Weimar-Eifenach. Weimar, 12. März, Der Erbprinz von Sachsen-Meiningen traf gestern hier ein und reiste nebst Prinzesßn Schwester, welche einige Wochen zum Besuche am Großherzoglichen Hof; verweilte, heute Nach- mittag wieder von hier ab. L _

_ Das „Regierimgsblatt fur _das Großherzogthum 'Sachsen-Weimar-Eisenach“ enthält in Nr. 6 u. A. einen zweiten Nachtrag zu dem Geseße vom 11. Dezember 1850, die Beitrei- bnng der Abgaben an den Staat und an öffentliche Anstalten betreffend; ferner Ministeiialbekamitmachungen, die Aufhebun der zwischen der Großherzoglich scichfischen und der Fürstli reuß-plauischen €:. L. und der Herzogltch sachsen-altenburgsck)en Staatsregierung wegen der in Kriminal- und Polizeiuntersuchun-

gen erwachsenden Kosten betreffend.

Braunschweig. Braunschweig, 12.März. (W.T.B.) Der in der LandeSversammlung vertheilte Bericht der Kommission, welche zur Berathung des auf das Regentschafts- geseß bezüglichen Schreibens des Staats:Ministeriums nieder- geseßt war, empfiehlt, die Ausführung des Regentsckxaftsgeseßes ruhen zu lassen, indem der unternommene Versuch, fin: den Fall der Erledigung des Thrones eine Regentschaft einzusehen, als gescheitert anzusehen sei.

Oefierreich-Ungarn. Wien, 12.- März. (W. T. B.) Das Abgeordnetenhaus seßie heute die Spezialdiskusfion des Geießes über die äußeren Rechtsverhältniffe der katholischen Kirche fort und nahm die §.,8__22 desselben mcit in der vom Ausschuß vorgeschlagenen affung- an. Nur bei . 17 erfolgte die Annahme, auf Befürwortung des Unterri ts-Ministers, in der Fassung der chierungSvorlage, während . 14 nach dem Antrags Sueß dahin formulirt wurde: „Die Bischöfe verwalten die “innern Kirchenangelegenheiten ihrer Diözesen nach den Vor- schri ten der Kirche, so weit diese nicht den Staatheseßen wider-

en.“ sp. *Prag, 11. März. (N.Fr.Pr.) Der böhmische Landes- auwsehhß' hat auf den in der heutigen Vollißung einstimmig

sfaßten' Beschluß dem Gesammt-Ministerium, insbesondere dem inister=Präfidenten AuersPerg seine Zustimmung und Aner- kennung wegen deren Haltung in der konfesfionellen Debatte telegxaphisch bekannt* gegeben. , _ „Pe th, 12. Mär . (WT. B.) Graf Andrasfy ist hier eiügetro en und vom._ „aiserxmxofan en worden.,

_ Eine Anzahl der ftebenbürgischen MichstaJS-Deputirten ächsischer Nation hat den Austritt aus* dem 'Deakklub „er-

ärt, vier von ihnen find zugleich aus'de'r Deakpatteikausgetreten.

_ Durch ein eingeholtes ärztliches Gutachten ist jeßt fest-

estellt, daß der Jleischer,"*dé7si“qn"*Wö zu den tumultuarischen 'orgäng'en in Neu-Pesth Veranlassung ab, selbst Hand an

_ . „c , “!*-* _- - *-*-:..... nn- :“!“- “*'* “"O“ “““ Edinburgh, Prinzessin Beatrice, Prinz Éhristian vonFSchlkZSrvig- Holstein, die Herzogin von Wellington, der deutsche Botschafter, die Herzogin von Abercorn, der Herzog von Wellington, die Gräfin Percy, der belgische Gksandte und Lady Emma Osborn. Der Premier- Minister hatte seinen Plak nicht weit von der Königin, sein AmtSvorgänger Gladstone saß weit entfernt von ihm. Während der Tafel erhob fich der Ober-Haushofmeifter und „brachte im Namen der Königin einen Toast auf die Gesundheit Ihrer Königlichen Hoheiten des Her- zogs und der Herzogin von Edinburgh aus, worauf die Kapeile das „111110 1311143111113“ spielte. Die übrigen Toaste galten der Königin und dem Kaiser und der Kaiserin von Rußland. Kurz nach 9 Uhr erhob fick] die Königin und begab fich, gefolgt von ihren Gästen, nach dem Thronsaale, wo die Königliche Privat- kapelle einige Piecen vortrug. Gegen 11 Uhr kehrten die Lon- doner Gäste nach der Hauptstadt zuriick.

Gestern fand in Winkfield Church, Berkshire, fünf Meilen von Windsor, eine große Hirschjagd statt, bei weleher, außer den Genannten, die Königin, der Prinz und die Prinzessin von Wales und Prinz Christian von SchleSmigHolstein zugegen waren. Am Donnerstag halten die Hohen Neuvermählten thren Einzug in die ?auptftadt, und am Freitag ist im Buckingham- Palast eine gro e Cour zu dem besonderen Behufe, um das diplomatische Corps, die Würdenträger des Hofes und sonstige PesrsZnen von Distinktion der Herzogin von Edinburgh vor- zu te en.

_ 'Der Herzog von Numale ist von Paris in London angekommen. ,

_ Der Prinz und die Prinzessin von Teck find nach mehrmonatlichem Verweilen in Deutschländ gestern nach London zurückgeke rt.

_ roßbritannieus Staatseinnahmen, während der ersten elf Monate des finanziellen Jahres betrugen amtlichen Ausweisen zufolge 70.464,896 Lftr., d. i. 326,230 Lstr. mehr als in der Parallelperiode des Vorjahres, und die AuSgaben im gleichen Zeitraum 70,100,514 Lstr. Am 7. d. belief sich die Bilan des Schaßamtes in der Bank von England auf über 6 M' ionen Lstr.

_ In der gestrigen Sißung des Hauses der Lords wurden die neu creirten Pairs, nämlich Lord Hampton, Vis- count Cardweil, Lord Aberdare, Lord Strafford (Viscount En- fier) und Lord Carlingford (Chichester ForteScue) eingeführt und “vereidigt, worauf sich das Haus auf Antrag des Herzogs von Richmond bis zum 19. d. M. vertagte.

_ Die Adresse in Erwiderung auf die Thron- re'de wird im Oberhause von Lord Lothian und Lord Cadogan, und im Untérhanse von Sir W. Stirting-Maxwell und Herrn Gallender beantra t und befürwortet werden. '

_ Das ßbliJe Diner der minifteriellen Partei im Jause der Pairs wird am 18. d. M. beim Carl von Derby im

uswärtigen Amte stattfinden.

_ Das Exe-kutiv-Komite des

. Fonds zur Linderung der bengaltschen HungerSnoth hielt

gestern im Manfion-

" gel t hat und nicht in “Folge von M' handlungen Seitens M MYeibeamten gestorben ist.

House unter dem Vorfiße des Lordmayors wceder eine Sißung,

in welcher angezeigt wurde, daß der Fond nunmehr, die Hohe von über 40,000 Lftr. erreicht habe. Die in ancashtre auSge- drückte Meinung, daß die HungerSnoLh _eine Regierungsfrage sei, mit welcher sich Prioat-Subskriptionen nicht befaffen konnten und sollten, wurde heftig bekämpft und dex Hoffnung Ausdruck ge- geben, daß Manchester und Liverpool ihren Entschluß, sick; den Privatanstrengungen zur Linderung der Hungersnoth mcht au- schließen zu wollen, ändern wurden. , _ ,

_ 12. März. (W. T. B.) Die K_ömgtn, sowie der Herzog und die Herzogin von Edtnburghfind heute Mittag mit dem Prinzen Leopold und zahlrerchem Gefolge von Windsor hier eingetroffen. Troß des starken Schnee[alls waren die Straßen von einer zahllosen Menschenmenge er'fullt, „welche die Fürstlichen Herrschaften bei ihrem ElanJe nx dre festltch ge- schmückte Stadt mit großem Enthufiasmus egrußte. .

_ Die Regierung wird gutem Vernehnzen nach eme Kom- mission zur Vorberathung über die Arbertergeshgeburxg ernennen. Die Kommission sol] ein Gesßß, welches die Bezie- hungen zwischen Arbeitnehmern und Arbertgebert) „regelt, in Vor- berathung ziehen und außerdem sich "über diejenigen Geseke äußern, welche mit Rückficht auf die Wunsche der Arbeiterpartei

event. an u eben wären. _ _ 13hMärz. (W. T. B.) Gladstone hat den Haup-

tern der liberalen Partei in einem Schreiben angezeigt, daß er zwar Führer der Opposition bleiben, aber da er zunaxhst der Erholung bedürfe, nur bei besonderen Yerqnlaffung-eU m der gegenwärtigen Session im Parlamente personltch erscheinen werde.

rankreich. Paris, 11. März. In den Raumen des dem Justizpalast gegenüber an der Seine gelegenen Handels- gerichthebäudes fand vorgestern der grxzße Ball statt, wel- chen diese Gerichtsbarkeit zu Ehren des Prafidenten Marßhallj Mac Mahon veranstaltet hatte. Der weite Hof des beaudes war in einen Tanzsaal umgewandelt. ; der Wgrtesaal, 'die Gabe für KonkurScrklärungen, für gerichtltxhe Verkaufe 29. bt_[deten die Konversationszimmer. ZU der glaxizenden „Fest'lichkext waxen 5000 Einladungen ergangen. Der Prasident mtl, seme'r Gemahlin, die Prinzen und Prinzessinnen von Orleans., die “Minister,“ Mit- glieder des diplomatischen Corps und dje beiden Prafekien wo nien dem Balle bei. . h _ Der Deputirte General Chabaud-Latour,' emer der Richter im rozeß Bazaine, ist von dex Nrytee-Kdmmtsfidn zum BerichterFatter dcr Kommisfion fur d1e Pxnfung des Ent- wurfs betreffs des Baues der neuen Pariser Forts er-

nt worden. .

nan _ 12. März. (W. T. B) Die Akademie hat die Ent- schließung gefaßt, Emil e Ollivier, obschon, dessen formelle Aufnahme noch nicht erfolgt ist, gsrade so, nne ]ödes andere Mitglied der Akademie, zu _ihren Sitzungen zuzubaffen. . Versailles, 12. Marz. (W. T. B.) Die Natiorxak- versammlung erhob heute den Antrag Pouher Quertiers, wonach vom 1. Juli 1875 ab die Vesteuexung der Zuckerraffine- rien eintreten soll, mit 386 gegxn 280 Stimmen zum B§schbuß. Der Handels-Minister gab dabei d1e_ Erklarxmg, ab, daß diz: hier- auf bezüglichen Unterhandiungen mit den „ubrigeix Unterzetchnern der Konvention von 1864 (Großbritannien, Niederlande und Belgien) bereits eingeleitet seien. Vom Herzog von, Broglie wurde dann noch ein Gesehentwurf vorgebegt, m_onack) die „211th- dauer der dermalen funktionirenden Munizipalrathx provrsortsch bis zum Erlaß des neue:! Munizipalgeseßes verlangert werden

die Dringlichkeit beschlossen.

S anien. Nach in'Paris eingegangenen Nachrickzten at

der Gokwerneur von Bilbao der;): MMW“ SÉYJFFstm/tiz [ en, da er en erg en *

ZMFQYZ eUiltYYeYaßaIr füt, vßu Monat März und auch noch

für einen Theil des April ausreickzend mit Lebensmitteln ver-

sehen s ei.

Italien. Rom, 8. März. (It. N.) 'In der gestrigen Sißung feste die Kaminer die Ve'rhandlungen über den die Landeßvertheidigung betreffenden Gesehentwurf fort. Der Abgeordnete Laporta, empfahl über alle vorgeschlagenen Tages- ordnungen einfach hinwegzugehen, weil Verhandlungen über die Landesvertheidigung aUe politischen und Parteifragen, Vertrauens- wie Mißtrauenswoten aussthließen. Der Minister=Präfident gab zu, daß die politische Frage bei dieser Debatte nicht in Betracht komme, erklärte aber, daß die Regierung darauf bestehen müsse, das; die LandeSvertheidigungsfrage, welche ganz Italien in einer wachsenden Aufregung halte, endlich gelöst werden müsse, weil die Militärverwaltung wie die der Finanzen und der Kredit des Landes unter der Ungewißhcit leiden. Die Regierung verpflichte sich, die ihr im Budget gesteckten Schranken nicht zu überschreiten, könne aber keine TageSordnung annehmen, welche die Landcsvertheidigungsfrage schwebend und ungemiß er- halte. Der Abgeordnete Nicotera fand die im Geseßentwur empfohlenen Vertheidigungswerke ungenügend und verlangte, da der Kriegs-Minister seine Vorlage zurückziehe und eine andere vorlegc, welche wirksam-sr für die LandeSvertheidigung sorge; und auch der Abgeordnete Mesolino entwickelte eine Tagesordnung, welche auf dasselbe Ziel gerichtet ist. Er verlangte Befestigung der Alpen- und Appenninenpässe, verschanzte Lager und Schuh der Küsten und Inseln.

Schweden und Normegen. Stockholm, 9. März. Dcr Iustiz-Minister von Adlercreuß hat heute beim Kö- nige sein Entlassungsgesuch eingereicht, wogegen die andern Mi- nister i?re Posten wahrscheinlich behalten werden. Der Entschluß des In tiz-Mibisters ist, wie den „H. N.“ geschrieben wird, durch die heutige Abstimmung in der Ersten Kammer des Reichstages veranlaßt worden, wodurch nämlich der Regierungsvorschsag we- gen Abänderung des §. 80 im Grundgeseß _ betreffend die Heeres-Eintheilung 2c. _ mit 46 Stimmen gegen 43 verworfen wurde. Während der Verhandlung erklärte dér Iustiz=Minißer, daß er nicht dafür einstehen könne, ob die Regierung die Arbei- ten bei Ordnung des Vertheidigungswesens fortseßen würde, wenn die'Kammer den Vorschlag verwerfe.

_ Ueber Veränderungen in der norwegischen Wehrpflickztzögeseßgebun'g ist dem diesjährigenStorthinge keine Königliche Propafition vorgelegt worden. Wie es,. aus dem Bericht des Armeedepartements hervorgeht, ist die Regierung der Mxinung gewesen, daß die zwischen der Behandlung dieser Sache im vorigen und deren Wiederaufnahr'ne im dies ährigen, Skort inge lie ende Zeit zu kurz skin würde, um eine nnähe- rung er vers iedenen von einander abweichenden Anschauungen, welche_a1s Bedingung für die glück1iche Lösung dieser Sache angefehqn„ werden muß, herbei Ufüth-ß, Deshaih “wird basdor- [äusJWHinaUssMebén der m texens erhandlung der'Sache und die énußung der dazmi Ehen liegenden Zeit zur vorbereitenden

Bearbeitung der sämmtl n wesentlicheren UrmexOrganisations-

soll. Seitens. der Versammlung wurde für diese Gesehvorlage

, ux“; st erfolgte-di-c-Wä-h-l des "neuen Vorstandes.

(USZM- wekchx theils in unmittelbarer Verbindung mit den beab- ficht glei) Veranderungen in der Wehrpflichtßgeseßgebung stehen und theils vgn den Zeitforderungen abhängig find, als das Vor- theilhafteße fur die Sache gehalten. «1

Amerika. _New-York, 11. März. (per Kabel.) DK Resuxtat der nu_n m New=Hampshire stattfindenden Wahlen ersclzdetntSurZYeWtß.dVZ1r der HMT) ist der demokratische Kandidat an er pi e un 19 re u iani e artei at beträ tli e Verluste erlitten. p W P h ck ck

_ (91. A. C.) Aus Mexiko liegen folgende bis zum 15. Febxugr xetchende Nachrichten vor: Im Staate Vera Cruzführten Unemtgketten zwischen den Bewohnern der Städte Guimixlan und HuaScaleca zu einem Kampfe, in welchem 17 Personen ge- tödxetiwurden. Später überfielen die HuaScalecaner die Stadt Guxmxxilan und begannen ein furchtbares Gemeßei. Den bar- bartschen Scenen wurde durch ein Detachement Militär ein Ende geseßt, zvßlches aus einer benachbarten Stadt herbeigeeilt war. Die qutzet hat sieben und vierzig Banditen verhaftet, welche der _Bethezltgung an der EntfÜIrung des Sennor Salvatierra be- 1chuldtgt sind.- Der Unglückliche wurde von dem Chef der Bande ermordet, weil das große Lösegeld, das für seine Freilassung verl'angt. worden war, nicht herbeigeschafft wurde. Die Insur- rektton 'm Yucatan dauert fort. In den übrigen Theilen der Republik herrscht Ruhe. '

Asien. Das „Reutersche Bureau“ aus Calcutta vom 11. d. M. meldet: *

, „Dem amtlichen Wochenbericht zufolge wird die FrühiahWernte, ryie' man erwartex, etwas untsr dem Durchschnitt ausfallen und in emtgen der, nothlstdendcn Distrikte _nur einen halben Durchschnitt er- gxbkn; Die Berichte von den nothleidcndcn Kreiscn lauten etwas er- muthtgenrer mit Agsnahme vom nördlichen Tirbut und einem Theile von Runapore. Dre ,Gctreideausfuhr im Fxbruar belief fick) auf 15,00.) Tons und die Regierungseinfuhr auf 60,000 Tons.“

. _ Aus Japan mirdgemeldet: Nach dem soeben veröffent- lichth UffiZteUen Cen'sus für 1873 beziffert fick) die Gesammt- Bepolkerung d"es Reiches auf 33,110825. Die männliche und weibliche Bevobkcxrung ist fich an Zahl ziemlich gleich. Die Kaiserliche Famrlre besteht aus 29 Mitgliedern; 459 Personen gehören dem hohen Adei an, während der niedere Adel etwa 700,000 Pers. zahlt. '

Afrtkg. Von der Goldküste liegen weitere Nachrichten vor, die „1110 zum 16'. Februar reichen und das Ende des As (hantikrteg es mrttheilen. Eine Depesche des Reutersthen Futreaus aus Cape Coast Castle meldet unter gedachtem

a um:

.Capitän Sartorius kam am Morgen des 12, ds. in Sir Gar- net Woljeieys__Lagcr in Soomanah an, nachdem er Capitäu leover, der, von dsr (Einnahme Kumasfi hörend, ihn mit 20 Mann abgesandt hatte, um Str Garnet Wolsely zu begegnen, am 10. ds. 18 Meilen von Kymasst verlassen. hatte. Er pasfirte die rauchenden Ruinen der Hauptstadt, obne einem memcblichcn Wefen zu begegnen. In der ersten Schlacht wurdm der König von Mampon, sowie Amanquatm getödiet. Der König vo_n Adansi War in unskrem Lager und bat um Erlaubniß, A1chanti mit seinem ganzen Volke zu vc-riasseu und sich im Protektorat niederzulassen. Boten eren vom Konig von Juabm eingetroffen, dsr fich am 13. zu ergeben wunschte. Tausend ngext Gold, hauptsächlich aus Zierrathen bc- st_ehend,„wurden vom Kömg von Aschanti als vorläufig? Krichcniscbä- dtgung ms Lagkr gebracht. Dex König selber befand silb, wie ver- lautet, wenige 'INclxktx von der tn Soomanah stehcnden Nacbhut ent- ernt. Da dte Konggx von Mampou, Adansi und Juabin drei der echs, Vasallen d_e_s KomgS-von Aschanti waren, kann das Königreich alls 1n„bderschAgtTloiustt19 chrtffY bhetmlétest Erde?. lSir [()Harnet Wol- e_ey ue: rt ge ern .en ra . ner ota veru“t eträt an e- Zahr 16 Todte und 368 Verwundete.“ ' g g

_ Das Ministerium für die Kolonien hat von Sir Garnet Wolseley das nachstehende aus Prahsu vom 16. Februar dattrte (beyeits im AUSzuge mitgetheilte) Telegramm er- alten, tpelches die Unterwerfung des Königs von schantt gnzeigi:

„Da .Jövnig Koffi 1000 Unzen Goldstaub als erste Rate der Kriegßetitschadigtxn_g mxt emem Frtedensgesuch übersqndte, empfing ich am 13. d. M, seine Gesandten in Fommanah und 1cbickte cinen Vcr- tragSentwurf na_ch Kumasfi zur Unterzeichnung. -Der König von Adayß'beabffchtrgt L_lschanti zuvylassen und mit Wassaws und Den- keras m Alltanz m_tt_Jhrer Ma1estäi zu leben. Ein Offixier verließ am 10. d. M. Kapttan Glower 18 Meilen Westlich von Kumassi und pasfirte letztere Stadt zu 1011156 nacb Foomar (?) unbehelligt mit einer Cizkorte von nur 20 Mann. Kapitän GloWer wird unverzüglich den

Rückmarsch nacb Accra antreten. Alle mein! ivechtTruppm sind auf dem WFL n'ach Cape Coast. Das letzte Deka ement wird fich am 22. d. * . einjchtffen. Den Kranken und Vettvundeten geht es gut.“

Die Nr. 20 dcs „Amtö-Blatts der Deutschen Reichs- Postvrrw_altunq“ hat folgenden Inhalt: General-Verfügungen vdxn 7. Marz 1874? Neues Formular zur Posi-Packetadresse; Spe- dttlou der Post1endungen.

Landtagö- Angelegenheikcn.

Nach der „N. A. .“ ist Graf v. d. Schulenburg-Hessler, Kamnzerberr und Erb ämmerer „der Landgrafschaft Thüringen, am 5. Mgrz gestorben; deryelbe War in Folge Präsentation des alten und befestigten Grundbesitzes im Landschaftsbezirk Ost-Thüringen am 30. Dezembcr 1361 auf LebenGzeit ms Herrenhaus berufen worden.

Statistische Nachrichten.

leer. 126 „(Februar) der „Mittheilungen der Groß- herzoglich Hesfr1chen Ceiitralstelle für die Landes- stattsttbk (Beilage zur Darmstadtcr Zeitung)_ hat folgendén Inhalt: Verzetchxztß deqsmgkn G:“markungen im Großherzogthum Hissen, in Welsbkn tm Jahre 1873 Tabak gebaixt wurde, "(bst Angabe der aus- gest Ren Flachen,_ sowze der Tabakiteuer. _ Zur Statistik der Be- steuerung dcs Weins 1m Jahre 1872. "_ Uebersicht der Besteuerung und Bewegung _des Obstweins im Jahre 1872. _ Meteorolwgiscbe Beobachtungen 1m'Nov mber und „Dezember 1873. _ Sterbefälle imd TodeSursackyen xm Jahr 1873. _ Sterbefälle und Todeéursachcu tm Januar 1874.

_Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Berlin. *Im Vorlage der „Königlichen Geh. Obc'rkHofbuchdruckerei (R. v._Decke_r) exschien so*bc'n das )(. Heft der Schriften des Vereins fur die Geiebtchte der Stadt Berlin, enthaltend dre_ Geschrchte der Bßsksttgung von Berlin, von F. Hol e. gr. 8. Die vorlxegende Arbeit, zum ersten Male im 7. Bande der ärkifchen Fdrstbungxn“ (1861) gedruckt, erscheint hier mit Genehmigung des Feäems fur Gejchtchtx der Mark Brandenburg in zweiter vermehrter . u age.

Brgunschweig, 12. März. Am 24. d. M. findet eine Vor- stellung tm Hoftheater statt, _dcren ganzer Ertrag auf Ansuchen der Jntendautur von St. Hobc'tt dem Herzog zur würdigen Wiederhkr- stegung der Grabstgttc Lejsings bestimmt ist. Die Intendanz hat die Plane"_hierzu atxferttgen lassxn, die das „Vr, Tgbl.“ auf Grund einer zuverlgjsigsn Mittheilung w:? folgt [kizzirn Der alte Grabstein bbibt unverandert styhsn, do_ch _wtrd denielbcn wie die Stätte selbst ein PMÖWOÜLÖ Gitter umichlteßkn, dessen vordere Seite das Relicfbild Lejfings txagen M!; an der Rgchwite soll fernkr eine Tafel ang-bracht werden rmx den Worten: „Errichtet von dem Hsrzoglich braunfcbWei- g1schen Hotiheatcx.“ Das Programm der Festvorstylsung ist bis jsßt foigkndebmaßsnfextgestellk-x-1)*Otwcrtüre, 2) „Dor Sohn Tes Pastors“, Zchtmisplel “F 213, Lékt ??th CSÜLLMHM. Z) (&?!le Akt aus „Die

et a ;n.' ter er an «' m s milka * alottt'.“ 5 ie Erzählung der Ringe aus Nathan.1 g ' ) D

Hananu, 12._März. Sißungen des Hanauer Ve irks-

vereins fur hemiscbe Geschichte und Landeskunde:1z)Den 13. Januar 1874: Vorixag des Obrist-Lieuienants 3. D. von Hu ux- b§r_t: Uebc'r dw Bethkiiignng dcs [)esfisxben Rksimcnts Prinz Maxi- nnltan am Kriege dcr Quadrupelallianz in Sicilien von 1718_1720. 2) Den 10. Februar: Vorstag des Gymnafiallcbrers 1)-*. N.Deucker: Ueber„das Wink v:)„n Schliemann „Trojanische Alterthümer.“ 3)Dcn 9. Mars: Oeffentliléx JahreSversammlung: Vortrag des Gymnasial- lehrers Ox. R. Su ter: Ueber, die iraSommer 1873 zu Mittel- buchen bei Hanau aufgedeckten frankiscben Gräber. _ . Paris, 8. März. Die 1401106111110 (103 805311003 1110171108 st; po- 11tiqu_83 hat an SteÜe des verstorbenen Amédée Thierry Hrn. Gefxroy zun; Mitgliede der Abtheilung für allgkmeine und philo- sopht ck16 Geschichte" und cxn SteÜe drs verstorbenen Odilon Barrot Hrn. Masss zum Mtigltede der Abtheilung für Gesetzgebung und Rexxtswrssenschaft ernannt.

Yus Wiener-Neustadt vom 11. d. wird der „N. Fr.Pr.' gexschrtebcn: Ngch einem tagsüber freundlichen, Wohl einvas windigen Wettlr fand getiexn Nachts 10 Uhr ein allgemein verspüries Erd- beben statt. Die Bewegung pflanzte fich in der Richiung von Süd gegen Nordost. fort und endete nach eine; Dauer von etwa vier Se- kuziden. Ummttelbar darauf irat heftiger Regen und eine Stunde spater Schneefall' ein.

, Gewerbe und Handel. . Berlin, 13. März. Ja der gestern stattgehabten Verwaltungs-

raihssißung der Aktiengesellschaft für Holzarbeit (Simon)

ivurde ds_e vorgelegje _Bilanz »Mit und neben starken Abschreibungen auf Gkbauds, Matcbtn-xn :e. die Dotirung des Resewefonds mit ca. 30,000 Thlr. beschlossen. D_e_r Reservefonds erreicht durch diese starke Hinterlegunß die staxuixntiiäßrqe Maximalböhe von 100,000 Tblm. (10 % _dks lkticnkavttalS). Für die Aktionäre entfällt eine Dividende von Y % für das Jahr; 1873. '

9 reslaix, 12. Marz. (W. T. B) Der „Schlesischen Fresse“ zufolge beschloß der Aufsicht6ratb der Cntrcpotgesellscha t, der Gcneraiversammlung dcr lcßferen die Vertheilung einer Dividende Von 5 Prozent vorzuschlagen. _ . __ 13. März. (W. T. V.) Dre Generalvxrsammlung der Ak- twnare der Börsen-Makler-Bank beschloß einstimmig, das Gruydkapital der Bank von 1,500,000 Thlr. auf die Hälfte her- abzuietzen und 40 Thlr. vsr Aktie an die Aktionäre zurückzuzahlen.

Dreßden, 12. März. (W. T. B.) In der heutigkn General- vcrfammlung der „Sächsischen Bank wurden mit allen gegen 5 Stimmen die Anfrage der Verwaltung genehmigt, wonach die Divi- dende von, 12% pro 1873 mit 24 Thlr. für den Divi9endenschein der altyp Aktien und mit 18 Thlr. für den Dividendenichcin der neuen Aknen von morgen ab aus;;ezahlt werden soll.

_ Der Revisor dex „Sparkasse in W imar Herr C. F. Stapf ha] Zinstafeln zux Z'nsenbcrxchnung für die neue deutsche Mark- Walgrung berechnet,_ die tm Vcrlagc von Bernhard Friedrich Voigt zu Weimar (1874) er1chtenen sm_d. Ans den TabcÜcn find die Zinsen von ]„13, 2, 2-1, 3; xc. bis 10 Prozent von den Kapitalwertben 1_10 mkl., 20, 30, 40, 50, 100_1000 inkl., 2000_10,0001'nkl., 20,000, 30,000, 40,000, 50,000 imd 60,000 Mark (*llif Tag?, Monate und Jahr, br_s auf den B_ruchth€_tl-Pf€nnig bkrechnct, sofort ersichtlich resp. durch emsacbe Addition leicht zu finden. Die zwchmäßige Nu- ordnnng der Tabellc'n, Welche bi_§ 60,000 Mark nur 38 Rubriken einnehmen, habm gestattex, den Stoff auf dcn habdlickycn Raum von 272 S. kl, 8, zaiiamxnenzudraygen. Als Anhang find Tafeln zur Umrechnung der seitherigen deutjchen Währungen in Reichswährung beigsfügt.

' . _ VerkehrS-Anstalten.

' Konigsberg 1. Pr., 13. März. (W. T. B.) Dcr aus PiÜau l)]ex xmgetßoffenx Regierungsdampfkr Merkur“ hat das Haff theils e!SiFLl, thUls 11111 tzur zwei bis dreizölLiqem Elfe bedeckt gefunden. Die Eroffnung der Schiffahrt gilt als unmittclbar bkvorstkhcnd.

Königliche Schauspiele.

'So'nnabend, 14. März. Opernhaus. (67. Vorstellung.) Iphtgkma m Tauris. Große Opkr in 4 Akten. Muffk von (Muck. Tanz von Taglioni. Iphigenia: Fr. Mallinger. Diana: Frl. Haupt. Orest: Hr. BeH. Pylades: Hr. Diener. Thoas: Hr. Schmidt, Anfang 7 Uhr. Mittei=Pceise.

_ Schauspielhaus. (72. Vorstellung.) Die Realisten. Luft- sptel m 4 Akten von Ernst Wichert. Anfang halb 7 Uhr. Mittel-Preife.

Soynabend, 14. März. Im Saa[:T[)eater des Königlichen Schauspielhauses. Zweiundvierzigste VorsteUung dcr franzöfisehen Schauspieler-Gesel]schaft, [)x-31111010 1'0111'68011t311011 (10: 0bri§tjan0

(1011104116 011 (]![Üt-l'S 80t05, 011 y1'086' ((111 0165110 francais), [).11' 1111". 1301110116 (1011611106 -

Sonntag, 15. März. Opernhaus. (68. Vorstelkung.) Fidelio. Oper in 2 Abtheilungen. Mufti von L. van Beethoven. Leonore: Fr. v. Voggenhuber. Pixarro: Hr. Veh. Florcstan: Hr. Niemann. Rocco: Hr. Fricke. Anfang 7 Uhr. Mittel=Preise.

Schauspielhaus. (73. Vorstellung.) Romeo und Julia. Trauerjpiel in 5 Akten von Shakespeare. Anfang halb 7 Uhr. Mittel-Preise.

Sonntag, 15. März. Im Saal - Theater des Königlichen Schaupielhause's. Dreiundvierzigße Vorstellung der franzöfisckzen Schauspieler=Gesellschast. 86001108 Wpréßtzomtwu (16: 011118153116. 00016016 811 quatre! MEZ, 011 [)k080 ((111 tbéÜtrS frunyaixz), yar 11/11", Zämonä 0011011181.

'Am Sonntag, den 15. März, Mittags 12 Uhr, findet im Königlichen Opernhause eine Matinée unter Direktion des König- lichen _K'apellmeisters Herrn Radecke und gütiger Mitwirkung des Pianisten Herrn Dr. Ed. Krause, sowie der Mitglieder der Königlxchen Bühne: Fri. 1). Vxetfeld, Fr. Frieb-Blumauer, Fri. Grossi, Frl. Lehmann, Frl.Lammert, Fr. MaÜinger, der Herren Bes, Diener, Fricke, Krolop, Niemann, sowie des Königlichen Konzertmeisters Herrn de Ahna, zum Besten des engagirten Theater-Chor-Personals statt.

" Dicpermmzent, sowie die auf-Meldungen reservirten Billets mussen am Frxttag von 10_'/22 Uhr, vom Kaffenflur des König- lichen Scha1'sp1elhauses, Eingang von der Taubenftraße, abgeholt werden, Der Verkauf der Übrigen Billets findet ebendaselbft am Sonnabend von 10_'/22 Uhr und am Sonntag Vormittag . von 11 Uhr ab im Königlichen Opernhause statt. Hohe Preise.

Der deutsche Fischerei-Verein

hielt am 10. d. Abends unicr 'dkm Vorfiß seines Protektors, Sr. K_aiserlicben und Köu1g11chcn H„ohcit des Kronprinzen, seme Gxneraiversammlung a,b. Zunächst wurde ein Antrag des stell- vertretcnden Vorfißenden, Geh.ch.-Ratl) Marcard, zum Beschluß er- hoben, _dcr dahin ging, dem bisheri en Präsidenten des Vereins, dcm gegenwartigen Botschafter des Deut?chcn Reichs am britischen Hofe, Erblandmarscball Grafen yon Münster-Derncburg, nach London teic- grgvbisch den Dank für die bisherige so umsichti 2 Leitung auszu- drmken. Nach dem erstatteten Jahresbericht des ste vertretenden Vor- stßenden war die wichtigste Thatigkeit des Vereins dic Aussteklung yon Fischereipwdukken und eräthen in_ den Markthaüen, welche in sofumfangre1chem i_md vorzüglrchem Maße noch nicht gesehen-ivorden. Ste hat dem Vcrem ein;? YUEgabe von 9456 Thlr. verursacht. Die Emnabch aus dcn Eintrittsgelder!) beliefen sich auf 5036 Thlr. Der Ausnxll Wurde durch Zuschusse aus der Staatskasse gc- deckt. Die Jahreöemnahme des Vereins belief fich auf 2063 Thlr., die Außgaben auf 2061 Thlr. Mitglieder zählt der Vemn 536, 22 mel)r_ als im Vereinsjahr 1872. Für das Jahr 1874 ist der Vereinsbcrtmxi. 9.11.7- 3 Thlr. erhöht wvrden. _ Dem- _ _ Auf Vorschlag des W erigen Vorstandes wurden gewcxhlt: zum Präsidenten Dr. Georg von MM“ zum ersten Vice - Prasidentxn der Reich6tagöabgeordnefe von“ ehr -S moldow, zum zweiten Vlce-Präsidknten der Geheime Rrgterungs-Rath Marcard;_ für den Fall, daß 131". Von Bunfen ab- lehnt, wurde als drittes Mttglied des Präsidiums Prof. Peters, Di- rekto dcs Zohiog1fchezt Museums, ewäblt. Ferner wurden in den Aus chuß gewahlt: die. Ycrxeg Pro . 1)r. Virchow, Ritterßutsbefißer yon _ rxiebxn, Koxvetten- apitan z,_D. von St.-Paul-JUaire, Direktor des Zoologischen Garx-ns DcBodmus, Wirklicher Geheimer Oder-

angHZRatb Gxeiff, 131". ,von Martens, Kaufmann Bolle, Kustos desblcixndwxirÖYschaftltclzcnRMttheYUs Or. WitYlljgsYs SFwstraty Friedel,

_e emer egxeruna - a annemann, or atenau ro . Gerftäcker und Dr. Magnus. , P f

Der Weinbau im südlichen Frankreich

ist durch _das verheerende Auftreten der_Wurzeilaus _ kaonora *mal-„atm: _ seit dem Jahre 1865 in seinem Bestande in hohem Gkade bedroht. Besonders hat das fruchtbare Rhone-Dcsta so ar um:;nter gelitten, daß die fruheren reichen Erträge daselbst nur nocZ

er

Ertnnerzmg existiren. . _ acb annabernden Berrcbnungen sorgt ein emnges Weibchen der

Wenn nun auch yon dieser großen Anzahl bcweglicher Thicrkhen nicht alle zur. Entwnkeluxng gelangen„ so bleiben noch immer davon genug ubrtg, Welche (cb nach 4 [3165 Tagen in den Rindenspalien uxid Wurzelsgscrn fest eßkxxzum Begtxm thrcs Zerstörungswcrkes. Die Bexheerung :| um o großer, ald dxe ungkflügelte Wuxzellaus kein Manncben brgucht, um bexrucbtete Eier legcn zu können, weil jede mite Generation 1chotx befruchtet geboren wird und die Arbeit des FteYlYens 8 Generationen _ 8 Monate hindurch _ ohxxe Unterlaß *eivtr . Um dle Erfdrschung der Ursachen des Auftretens dicser Vé'k- heexenden Krankheti hat fick) der Professor J. Piaucbon zu Mont- pxllter große chdjenste erworben. Eine Reise, welcher dieser be- ruhmte Gelehrte im Auftrag „dx: französischen Regierung vor Kurzem nach den Wem bauenden Distriktcn der vereinigten Staaten Nord- Amxrtkas „untxrnahm„zh,at_als Erg-bniß zu ganz neuen Gesichtspunkten ge'fuhxt, dre eme voUZtanmge Umgestaltung des Weinbaues für Frank- reich tn Außsicht nehmen. Nach den Mittheilungen des Profeffor Plaucbon und den Er- fahrungen z«)[nderer [011911 11111! in den verwüsteten Distrikten zu neuen Anpflanzungen, ansichltlcßltcb nur amerikanische Weinsorten Fkn'lbßt wcrden, tvetl dme von den Nngriffcn der 1'1171101913 befreit et en. Der Garfeu-Direktor ,Reich in Llrmeillöre _ ein Schüler der KHniglichen Gärt-er-Lehx-Linstaltzu Sanssouci, hat in dem seiner thtung gnvertrau'ten Wcmpflgnzungxn bereits komparative Versuche in dtxser thhtuyg eingelenkt und bezieht zu diesem chck ein "umfang- reiches Sortm1ent_ amerikanischer Weinsorten aus der Kömglithen Landesbaumschule m zahlreichen Exemplaren.

Die österreichische archäologische Expedition nach Somathrake.

"Ueber dfe Ergebni e der ar äologiscbc'n Exm'dition ra Samo- lbxake eytnehmmxwix Yner Ba' tcllung der „Oest. Corr.'ch_ folgende Emlebettxn: Maigltedeß, derExpedition ivaren der Professor" der rcbgologte an der Wiener Univnsität 1112 Alexander Conze, der Architekt: und Professor an der Kunstgewerveich11le des Oesterreichischen Museums Alqts Hauser und der Architekt und Profe or an , der. Akademie der bildenden Künste Georg Niemann. Die Expr "itioti wnrde * unter ProfeFor Copzc's Leitung durchgeführt imad zukaestr-eiiunn de'r * Auslagen de clbenxm besonderer Kredit von 6000 J!. iu da's Präliminare ' pr_o 1873 nacbtragltcl) ctknge'stellt. In Folge diplomaxifchcrVcrhandlungen unt der Pforte- wurde em gwßherrlicher Ferman“ an.:den „Gouverneur des Archipels crwnkt, demzufolge die Vornahme der Akikgrab'ungm auf

Wurzellaizs __ auch Blattnuödörrer genannt _ vom März bis No- Umber fur eme Nachkommenschaft von 25 Miüialdeu Wurzelläuse.

dem Kommando des Fregatten-Kapitäns Lang auf Samothrake aus e- schifft. „Berxits am 2. Maibcgannen dicAuSgrabungen, jodoch voreerst nur mxt einer geringen Anzahl von Arbeitern. Als Gegen- stand der Untersuchung _wurde dicsmal nicht der *„Haupt- tempel“, sondern die b-“tden “anderen Ruinkn, Welche die Be- zeichnungen "„dorifcher, Tkmpel“ und „Rundbau“ führen, gewählt. Mit_ fo.1wai)rrnd stetgernder Llrbeitcrzahl, zuletzt mit 64 Mann, Wurden die Ausxxrabungen fortgeseßt und am 12. Juni vollendet. An dem unter _Piofesfor Niemanns Leitung untersuchten Rundbau Wurde das gewaltige Fundament sammt dem zum großsn Theile erhaltenen Sockclabsaße voi) Marmor vollkommkn freigelegt. Die theilweise Lluögrabuyq des 11111ka11 Raumes ergab durchaus ksin Rksultat, da sich Weder_ ußbodeyyiatten noch sonstige bauliche Reste vorfanden. Da- gxgirx it es mogltcb gewdrden,_aus den in weitem U!::kreise um das (Hebande verstreute'n ArchltcktUBückcu das Gebäude theilweise zu rekon- strum'n. Der'Rimdbau, im .* urchmesscr 20 Mster haltend, bestand aUer Wahrjcbetnitchkeatnach aus einem einfachen Qnadcr-Unicrbau, go- kröntvon 611121." Pfeilergalxne mit doriicbem Gebälke; Marmorplattenvon zebxi CcrztumterDrckeverschlossen dieZwiscbenräume dieserGalcxie, deren Pfeiler nn Jnyern zuvkorintl)ischen Halbsäulen ausgebildet fino. Die- ser obere Theil des (&ckqu ist innen und außen durch zahlreiche aufgefundene, sicb fortwährend wiederholende Architekturstücke vollkom- mrn klargelegt. Einzelne besonders wvhmbaltene odcr charakteristische Axchitekturstucke wurdcn cingeschtfft. „Professor. Niemanwfand bei der fmbern Beendigung der. Arbeiten an dem Rundbau noch „die Zeit, die Aufnahme der auf dem Trümmerfx'lde des zweiten, sonst nicht bcrübr- ten dor:schen„Temxels_ zu Tage ltcgkndcn a_rck)ite*ktonischcn Formstücke ?u bewerktteuigxn,“ owte auch emen felix gxoßen Theil dcrphotographi- (h_e_n, zum Betsvxel, dkk höchst mvrkivurdlgcn alten Stadtmancr aus- zusuhren. Durch die unter der Lettxmg des Dvcmten Hansor statt- gcßuydxnen Ausgrabungen (xn dem doxtschen Marmortcmpel, für dessen pjrazxsere Be'nxnnung *sich _kxm Anhaltspunkt ergab, wurde nach und nach emeäjolcfbe Reihe von Thetkendcs Unierbaues den Blickcn des Vcschauers zuganglich gematht, dgß darnach der Grundriß in den Hauytßüm UoFftänstitg dhergc'tßllt"1ts§ ,Ö*21achdem bi?ck zxm 1S5. Mai besondcrs die

? crre e cr n_or war eegenen vor er ten äulcnreile * n' * - bälk sammt Resten des Giebels u,nd ' * ) nt Ge worderiwaren, erfolgte voin 23. Mai ' * ' . . W.. 01 „euilich-Zux vrhaltenen St_ylobats; einer zweiten paraael hinter der er ten beffiidlrchm S_äul-nrethe. Die ganze Untersuchung fand einen Abschluß m der AutdiYungdcs Sanctuaxiums, Welckzes bei einem naeh gußen geraden Abjihlut; dcs Temprls "knnen als txiit einem fla-Sm Kxetsjegmmte-der gayzeii- Breite nach rndcnd sicb erwies. Außerdem beiden Ruinen,“ an .'1ve|chen die U-ntexsnchuna im-Wesentlichm abge- schlo sen wurde, fand [ich von altgricch1schcn Heiligkbümcrn vö'r Asen:

Sa'nt-othrake unter gkwi cn Bedingungen gestattet warde. Die (Ex- pedition wurde am 30. pril 1873 _von der Korvette ,Zriny' unter

dsr" uinenplaß eines großen Gebäuves dorischen Stylo noch fast an- beruhrt. IAUem Anscheine nach ist dies der eigentlicheHaupm-mpel.