1874 / 68 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 20 Mar 1874 18:00:01 GMT) scan diff

Art. 9. Eine Kopie dieses Vertrages soll vom König von Asrba-ti unterz-“ichnet U_Ud binnen 14 Taaen von (11110 dcm Adm'inistrator Ihrer Majestät R981erun11, in Cape CoasTCaftle übersandt werden.

Art. 10. Diejer Vertrag sol] a1s der Vertrag von Fommanah gekannt fein.

Gegeben) in_Fommanal) am 13. Februar 1874._ .

_ Wte eme Depesche an den Minister fur dieoK'olomen meldet, hat General Wolseley auf Grund des_ befrtedtgenden Endes des Krieges mit dem König von Aschau? den am 12. Juni 1873 Über Elmina und Umgegend verhangten Belage- rungSzustand aufgehoben.

Die Nr, 23 und 24 ch „Amtö-Blatf dcr Drutschcn Reichs -Postverwaltung * baf-en folgenden Jn1)111_: General- Vetf: vom 17. März 1874. Versikgelung der Geldbrtese. _ Vom 16 März 18.74. Waarenproben nach GrieÉc'xtlanb 713 Italien. _ Vom17. März1874. Behandlung der Vorzchußsenrungen, 111111112 nacb Postagenturcn gerichtet smd. _ ijchmxung: vcm_13.,Marz 1874. Beförderungskostsn für Extrapostrenen m Staatßdtenstangcle- gknheiten. _ General-Verf.: 111-111 19. März 1874. Warnung vor einem aus dem Gefängniß cntsprungencn Postdiebc'.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Die Königliche Re-ierung zu Münster bringt zur öffsntlichen K.:mtuiß, Haß nacb angcstcÜten Ermittelungen auch der bei Diez hergcstclte wgenannte hydraulische Lahnkalk mit gutsm Erfolge zur Fabrikation von Schwemmstcinen verwendet werden kann und benuyt wird. Vorauöchung für disErlangung fol_idch1bwcn1m- steine ist jedoch, daß nur 1charfer und harter Bimsteimand unter Aus- sch1uß (11.116 von. vcrwilterten Bänken berrübrendcn fog. „faulen und erdigen“ Matenqls verwcndct werde“, das; dcr Bimsteinsand einen ausreichcnrcn 31111113 von gutem hydraulischen Kalk erhalte und die Mischung beider „Theile rccht sorgfältig und innig_ erfolge. das; die Steine gut gepreßt und daß fié eine der Bindckrast des Kalks cnt- sprechende Zeit lang nach ihrer HerstkÜUtm abgelath werden.

Mainz, 17. März. Die nähercn Bestimmyngxn über das am 4., 5. „und 6. Juli bier siafkfindknde große Mu1iksest find in der am Mittwoch abgehaltenen Dckgirtcnberjammluug dcr verbündeten Städte fcstgkstcllt wordkn. Zunächst Ward dcr Dirigxnt dcr hiesigen Liedertafel, Kapellmeister Lux, einstimmia zum Dirigknten des Festes erwählt. Für das rogramm dcr Aufführungen wurdkn endgültig folgxnde Nummern sstgescßt: das Oratorium „Pauluö“ von Men- delswhn, die Ouverture zu „Oberon“, der dritte Theil der Faustmufik vcn Robert Schumann und als Krönung 13.6 (Hanzm Beethovens neunte Symphonie. Das Orchester bilden das hiesige Tbcaterorchcfter und bedeutende anSwärtige Orchester, während der sangiiche Thkil di? 1111131111111th Kontingente sämmtlichcr Gesangvereine und verbündeten Städte zur Verfügung hat. » » “"'“-*

_ London. 18. März. 161 „Times“ wérd von, Andrew Mac Callum aus Koroöco in Nubien unterm 16. Februar geschrieben: .Es wird interejfiren zu crfabrcn, daß ich an der Südseite des grosécn Tempels von Abu Simbel den Eingang zu einer in dcn Fel en gebaucuen gemalten Kammer fand. Die1eib2 111 21 Fuß 2.3.8011 lang, 14 Fuß 8 Zosl breit und bis zum Bsginn des Bugens 12 Fuß boch, re_ich auSgcbausn und im besten Style der bcstcn Periode der ägyp- ti1chen Knust 1111111111, zeigte die Porträts von Ramses tem Großen und büfindet sick) m vorzüglich erhaltenen! Zustande. Ob diese gemalte KamMLr das tnncrc Heiligthnm eines klcißen Tcmpclö oder Theil eines Grabzyals,_ oder, wie die Wohlbekannte Gruppe in Jbrim, nur ein Sproß 111, w1rd von künftigen Fochbcm festgestellt 111911111 müssen.“

Oxford, 12.„März. Wie die offizislle „Oxford Univerfiw Ga- ette“ vom 10. Marz ankündigt, [1191 dem Senat der Universität ein

ntrag vor, dem zufolge Herrn Professor Reinhold Pauli in Göt- tingen die akademische Würde eines „1306101 01" (31711 113.11“ 110110118 6311336111 15. April d. J. zuerkannt werden sol]. R. Pauli bat die Gcfch1chte Englands von Lappenbcrg (Bd. 4 und 5) fortgescßt und fick) durch seme „Bilder aus 2111611110111?“ (Gotha 1860) und in ncue- rer Zeit durch seine „Aufsäße zur engli1chsn Geschichte“ (Leipzig 69) sowie durch einen kleinen Beitrag zur älteren Geschichte dsr Universität Oxford bekannt gemaxbt.

_ Lins Rom_1chreibf man der „K. Z.“: Das neue Jahr ist an Resultaten dcr Lluögrabung bon antiken Kunstgsgeustän- den bisher außergewöhnlich crgiobig ngssen. Kaum vorgeht eine Woche, daß nicht beacbtenchrthe Skulpturen, Thongerätb oder me- tallcnc Gemnstände *u Tage kommen. 211111) auf Straßenpfsaster und Reste von Wohnbäuxcrn ist man in dcm Bereich der neuen Qnarfiere häufig gestoßen, Und die Zahl d:"r Fragmente- von Zuschriften auf Stein batte im vorigen Monat im Gaxzen bexeits das 51vcite Tausend

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Stiftkungen znr Unterstüßung der“ Invaliden und hülfsbedürftigen Krieger dcrA1u1ee

Ueber die Abgrenzung der Wirksamkeit derjenigen Stiftungen, welcbe ßck) die Unferftiißung der Invaliden nnd bülfsbedürftigen alten Krieger der vaterländischen Armee zur Aufgabe gestellt haben, bestehen vielfach irrthümlicbe VorausseHUngcn. Jede diekcr S1if1ungen hat ihr bestimmt abgegrenztcs Feld der Thä- tigkeit, aber es wird von vie1en Seiten angenommen, daß die Wohltbaten aller Stiftungen jedem der Hülse und Unterstüßung bedürftigen invaliden Krieger ohne Auönahme zu Theil werden können. Die nächste Folge diesér Unkenntniß ist, daß die 1111161- ßüßungSanträgc oft nicht (111 die richtige Adresse gelangen, wo- durch Weiternßgen, Zeitverlust und vcrmrhrte Portoanögaben entstehen. Die Grundgeseße und Stawten dcr einze111en Stif- tungen bestimmen über den Wirkungskreis derselben Folgendes: Die im Jahre 1852 gegründeie Stiftung „Najional- Dank für Veteranen“ ist errichtet: „zur Unterstüßung der würdigen ergrauten Krieger, welche am Abend e'mcs langen und ehrenwerth gcfübrten Lebens der Hülse und dec."- Beistandes bedürfen.“ Das Grundgeseß bestimmt,-daß „Anspruch anf Be- willigung von Untexstüßungen“ haben sollen „l)ülfsbedürstige und crwer“*-Su11fäl)ige alte Krieger vom Feldwebel oder Wacht- meister abwärts, wclche Feldzüge in der preußischen Armee oder dock) in 021611 Gemeinschaft mitgemacht haben und weder eine Jnvalidenpenfion beziehen noch geseßlickz „beanspruchen können.“ Für die zu gcwäbrende Unterstüßumg soll „die ältere Periode der Dienstzeit“ entscheidend sein und zwar dergestalt, daß „die Krieger neuerer Feldzüge erst berückfichtigt werden können, wenn Zülssbedürftige Krieger eines ältern Feldzuges nicht mehr vor- anden smd.“ Im Wesentlichen ist hiernach die Nationalbank- Stiftung für Veteranen zur Zeit auf diejenigen alten Krieger, welche an den Feldzügen von 1813 bis 1815 Theil genommen haben, eine Invalidenpenfion aus der Staatskaff e jedoch nicht beziehen, beschränkt. Die Zahl derselben hat nach fpeziellen E-rmittelungen zu Ende des I "9 1872111111) 12,926 betragen. Das hohe Alter die- ser ._dt amyfer fur Deutschlands UnabhänZigkeit macht dieselben je tsammtbvck) xrwcrbSunfähig und in hoherem Grade unter- stutzuqßsbedyrsttg. Außer den Kriegern selbst wendet die Stif- tung 1 re Fürsorge auch den hinterbliebenen Wittwer: derselben zu. Innerhalb der Jahre 1854 bis 1872 einschließlich hat die Nationalbank-Stistung, soweit darüber Buch und Rechnung geführt worden ist, die Summe von 1,527,799 Thlrn. als Un- terstüßung verthctlt. WYÉZMÉZW Schon vorher war im Jahre 1850 der Verein „Volkss- . dank für Preußens Krieger“ entstanden. Nm!) dem Statut

überscbrétten. Die Inschriften, abgesehen von denen auf Sarkophagep und Cippen, find freilich meist solcb1r Weise fraamentirt, daßfüc d1e Wissenschaft nur_cin verhältnißmä ig klemer Exxrag herauskommen möchte. Alle die" Funde beziehen 111) auf das [)Udnischx Altxrlhnm. Aber auch die Kenntnis; des christlichen Alterthums schnnt mcbt leer ausgehen zu sollen. Außerhalb der Stadtmauern 1ecbts von der Via Ar- deatina bei Tor Marancia, haben die Arbeiteu_1n der K_atakoxnbe dex b. Domitilla jüngst zur Entdeckung einer mtitclgroßen Basilica gefuhrt, dte bisher voÜständig unter der Exde verborgen wgr _u1_1d 1c t u:1_ter de Rossi's Leitung aySgegraben wird. S_Ze [st dre1scb1 1111: dte_Ba1en der Säulent'eiben zw11chen dem Mittelschss und den «ettetzscbtffen stehen noch auf threr SteUe. Mit der Katakombe hat sie dtrekte Verbin- dung, und ein Gang der Katakombe zieht [ich unter dcr Sohle dex Basilica durch. Man hat densc1ben theilwc_11e aufgedeckt, und dabet find mebrore Reihen von Lokuli, Einzelgrabern, zu Tage gekommxn, noch mit dem ursprünglichen Kalkvcrpuß dcr V?xséblußplaiten und 1111 Innern ganz UUVLrskbkk. Der Bau, dessen Smtenmguern rol) _ans Zicgeln aller Art und mit untergemifchten Marm_orst11cken 6111131511111 sind, mag etwa bis zu einem Drittel aufgedeckt sem; man 111 «mg beschäftigt, ihn ganz frei zu legen.

_ Professor P almicri , Dirkktor ch Observatoriums am V esuv, berixbtet im „Giornale di Napoli“ vom 14. d. M.: Seit dcm denk- würdigen Ausbruch vom 27. Llpril 1872 blieb auf dem Gipfel des Vesuv ein Weiter und tiefer Krater zurßck, der durch cine cykiopische Mauer aus großcn Lavastücken in zwei Abthe1111ngen geschieden war. Der Durch- messer dieses Kraters betrug 300, kw Tiefe 250 Meter. Der obere Theil der Kralerwände war sebr" brüchig, der untere kom- Pakt. Vom Rande stürzten sebr haufig Schlacken und Steine in den Kraterscblund hinunter. obne'dcffkn Tiefe merklich verringert zu bach. Seit Wenigen Tagen 111111111 die cyklopische Scheide- wankx verschwunden und der Kratkr bcmahc achgefüllt. Ob die Wände: eingemnkcn find, oder der Kratergrunb sich gehoben bat, läßt dsr Rauch Und auch das Wetter gcgcmvartig nicht recht erkennen. Hat 1111) der Grund 186111111115 gehoben, so ist das ein Zeichen eines nahen AuIbruéhes.

LandWirthschaft.

Berlin, 20.51.1111» Der Klub der Laydwirtbe beging am Dienstag Abend die Gedächtnißfeier für semen langjährigen Vor. sißcndsn, den am 22. Fsbruar d. I. zu Mrntixne verstorbsnen Wirk- lichen Gcheimm Kriegs-Rath Mentzel. Proscffor ])1. Tbacr aus Gießen zeichnete in großen Zügen das Wirken des Verstorbknen. Mentzel, am 6. August 1801 zu Waldenburg_1n Schlesien geboren, erhielt, durch Scbyle und Praxis vorgebildef, 191112 weitere Ausbildung auf der landwirtlck1chaftlichen Akademie zu Möglin, und nachdem er einige Jahre bei Tbaer's Großvatcr die Schäferei 1111811131, trat cr 1824 in den Staatsdienst und wurde boreiTs im Jahre 1829 zum Direktor der sämmtlichen Remoute-Dcvots ernannt. Llußcr dieser Thätigkeit im Kriegs-Ministcrium bak Mentzsl als Mitßlied dcs Lan- dcö-OekononÜc-Kollegiums seit dem Jahre 18:16 durch Scbrifk nnd Rede (ür dre Landwirfhfckzast eixtx? scgenöreicbc Wirksamkeit entfaLt-t. (5181151195 außer zahlreichen LluUäZM cin Hyndbnch 111111 die rcttio- 11611e Schafzucht und gab lange Jahre hindurch den bekannten land- wrrtbschastlichcn Kabe'nder heraus.

Gemerbe und Handel.

Der vorliegende _Geschäfksbericbt der Berliner Papier- fabrik, Aktikn-Gcselljchaft, enthälf folgende Daten: Die Erhöhung sämmtlicher Axbeitslöhne verursachte eine MebrauSgabe von 4200 Tblrn , ferner Wurden durch die Steigerung der Lumpsnprcise bon 5,7 auf 7,71 Tblr. pro Ctr. bei einem Verbrauch von 11,973 Ctr. sehr er- hebliche Mebrkostm berbeigefülxrt. Die Bilanz der Fabrik vom 31.Dczc111b111873 scbließt aut beiden Seiten mit 904,782 Thlr. 18 Sgr. 6 Pf. Der_ Gewinn des Jahres _1873 beläuft sich auf 45,293 Thlr., von Mesem 1011 nach den 1nzw11chcn durcb die General- versammlung genesyyigten Anträgen des 2111161916161th 33,000 Thlr. (zls 6prozentige Divtdende auf .das Aktienkapital (550,000 Thlr.) 1111- 1allen, von de'm Rest gehen 762 Thlr. 10 Sgr. an 1 11 Reservefonds, 1303 T1)lr.„17 Sgr. als Tanf161ncn (111 Beamte,.der ssellschaft, 382 Thlr. 13 (“Wr. 8 Pf. Werdkn auf 111116 Rechnung vo getragen. DIe Bilanz wird im Jnserqtentbeil v-röffentlicbt.

Zraukfurk a, M., 19. März. (W. T. V.) In der heutigen Gen alversaznml1mg_dc-1 Oesterreichischchcutschen Bank wurde beschlossen, eme Dimdende von 5 Thlr. pro Aktie :: vcrtheilen, cine Spezialreskrve von 200.000 F1. für dasKonsortiakgcécbäst auszuscheiden und 51,240 F1. pro 1874 zu überiragcn. Gleichzc-itig wurde 11111- getbeilt, das; das AppellatizonMcricbt die vom Handelsgericht ver- weigerte Eintragung der KOV110113 -, Raduktion vc1fügt' habe und die Red11_ktion 11211 Kapitals anf 6Mil110nenm1nmebr gerichtlich ancxkannte Thatsache yet.

der Stiftun'g find „die gesammelten Beiträge zu einem Unter: stüßungesfonds für die in den Kriegsbcgcbenheiten der Jahre 1848 und 1849 verwundeten preußischen Krisger und die Hinter- bliebenen der Gefallenen“ bestimmt. I.

Ein Vkrwaltungleaik), deffen gcschäftsführemdes Mitglied gegenwärtig der Kommerzien-Ratk) F. Bollgold ist, führt die Geschäfte dicser Stiftung, wclche l'cxztere am Schlusse des Jahres 1872 111311] 6111911 Vermögensbestand von etwa 20,000 Thlr. bo.»- saß. Unterstüßungen daraus werden lediglich den in den Jahren 1848 und 1849 verwundeten preußischen Kriegern, die in Baden und Holstein gefock)ten haben, Und den Hinterbliebenen derselben gewährt.

Aus Anlaß des Krieges mit Dänemark 1111 Jahre 1864 wurde die „Kronprinz = Stiftung“ errichtet. Aus den Mitteln derselben können nur Krieger, Welche diesen Feldzug mitgemacht haben, oder die Angehörigen dcrselben unterstüyt werden. Die Verwaltung wird vom Königlichen KriegH-Mi- nisterium, Abtheilung für dae.“- Jnvalidenwesen, geführt. Ende Februar 1869 besaß die Kronprinz-Siftung einen Vermögens: bestand von 364,540 Thlr. 3 Sgr. 2 Pf.

Der Krieg gegen Oesterreich im Jahre 1866 rief die Er- richtung der „Victoria-National-Invaliden-StifÉung“ hervor. Zweck und Aufgabe derselben ist nach ihrem Statut: „an die in jenem, für Preußcng Ehre und Deutschlands Neu- gestaltung geführten Kriege durch Verwundung oder Krankheit erwerbsunfähig gewordenen, der Hülfe bedürftigen Krieger Und die Familien der entweder im Krtcge gefall-.ner1 oder erwerbs- unfähig gewordenen Personen Hülfe nnd Unterstiißung zn ge- währen.“ Die Wirksamkeit dieser Stiftung erstreckt sch hiernach lediglich auf die Invaliden dss Feldzuges von 1866 und die Apgehörigen derselben. An Unterstüßungen wurden aus Central- mttteln de_r Victoria-National-Inva(iden-Stiftung, seit Errichtung derselben bis zum 3. August 1873 überhaupt 418,388 Thaler vertheilt.

Die Kaiser Wilhelms-Stiftung endlich, die in Folge des Krieges von 1870-»71 errichtet ist, bezweckt „die Unter- stüßung der im Kampfe gegen Frankreich oder in Folge dcs- selben durch Verwundung oder Krankheit erweranfähig ge- wordenen. Krieger und deren Angehörigen.“, Die Wohlthaten dieser Strftung können also lediglich Denjenigen, die den leisten Kneg gegen Frankreich mitgemasht haben, oder den Hinter- bliebenen derselben zu Theil werden. -

, Das Protektorat über die Kaiser WikhclmS-Stiftung führen des Kaisers und Königs Majestät Allerhöchstselbst; das Protektoren über die Stjßung „Nationalbank für Veteranen“

_ Der zwanzigsje Jahresbericht der Weimariséhcn Bank kann, obgleich das Jahr 1873 keine _so erfreultcben Resultatx_ge11efert hat wie das Vorjahr doch konstatmn, daß„das regelmaßige Ge- schäft in den meisten GeschäftöWeigen Fortschr1tte gemacht hat. Der Besmnd der Bank an eigenen Effekten und das Conto-Correntzzeschaft blieben von Verlusten nicht ganz verschont un_d veranla ten_ eme sondere Reservelegung von 96,600 Thlru. Dre. Noten- mission war durchschnittlich etwas Höher als 1m Vorjahre, gmg cxbex gegen Schluß des Jahres sehr bedeutend zurück Notfen waren taglich und durch- schnittlich im Umlauf 3,443,700 Thlr. m 1873 gcgen 3,383,250 Thlr. m 1872. DieMetalldeckung bc-trug rurch1chmttltch 1,296,580T1)lr. gxgeu 1,287 920 Tblr,in 1872. Die Bilanz vom31. Dczember1873 crgtebtcmen Wechfelbestand von 3,528,251 Thlr., einen Banerotcn-leö]ungsfonds von 1,300,000 Thlr., anderweitige Kassenbestande m Höhe von 427.581 Thlr. 2a. Das Aktienkapital wird unter demselben Datum auf 5,000,000 Thlr., der Resekvefvnds auf 329,792 Thlr. angegxben. Der Gesammtnmsaß betrug 264,179,515“T[)1r. und fuhrte zu _emem Bruttogewinn von 593,256 Thlr. Von diesem verbleiben n_ach sammx- lxcbxa Abschreibungen, Abgaben und Zahlung von 4 Zinsen an dte Akttonäre weitere 61,391 Thlr., von welchen nach Abzug Von 4321 Thlr. zyr_Dotirung des Reservefondö und 4321 Thlr. Tantiömen eme Superdwldende von 174 zur Vertheilung kommt.

Verkehrs-Anftalten.

London. 18. Mä? „Eine die Interessen _ der Haupteism- bahnen ch ercmigten "öntnreiches repräsentirende De11utation machte gestern dcm Schatzkanéler ihre_Aufwattung, um die gänzliche Aufhebung der Eifenba )u-Pasjggiersteuer zu befürworten. Der Minister räumte in seiner Erwiderung auf das Ansuchen der cinfluszrcichcn Deputation ein, das; die Frage an szch von nationaler Wichtigkeit sei, und versprach, daß bei der AuGarbettung des Budgets die Ansichten der Deputation di? ernstliéhste Aufmerksamkeit der Re- “gikrung findkn würden. - ,

New-York, 19.911513, (W. T. V.) Der Dampfer der Ham- burg-Amerikaniscben Gesell1chast ., Thuringia“ ist gestern Nach- mittag 5 Uhr hier eingetroffen. '

Königliche Schauspiele.

Sonnabend, 21. März. Opernhaus. (71. Vorsteklung.) Der Freischüß. Oper in 3 Abtheiluugen. Musik von C. M. von Weber. Agathe: Frl. Rcinmann, vom Stadttheater in Lübeck, als Gast. Aenneben; Frl. Haupt. CaSpar: Hr.. Fricke. Max: Hr. Diener. Anfang 7 Uhr. Mittel-Preise.

Sebanspielbaus. (79. Vorstellung.) Die Maler. Lustspiel in 3 Aufzügen von Adolph Wilbrandt. Elsa: Fr. Niemann- Raabe, als Gast. Anfang 7 Uhr. Mittel-Prcise.

Sonnabend, 21. März. Im Saal-Theater des Königlichen Sckmupielhauses. Sechsundvierzigfte Vorsteüung der franzößskhen Schauspieler-Gcsellschaft. („1111111161116 ['Spkéd'SUW-Üou (16: (3111151111116. („*-011161116 611 (11111116 36165, 611 [)1'058 ((111 “111611116 1171116315), 11:11 1111". 1361110111] (1011611161.

Sonntag, 22. März. Opernhaus. Zur Feier des Aller- höchsten Geburtsfeftcs Sr. Majestät des Kaisers und Königs: (75. Vorstellung.) Prolog von Friedrich Ndami, gesprochen von Hrn. Verndal. Lohengrin. Romantische Oper in 3 Akten Von 5 . Wagner, Elsa: Fr. Mallinger. Ortrud: Frl. Lammert. König Heinrich: Hr. Fricke. Loßengrin: Hr. Niemann. Telra- mund: Hr. Be . Anfang halb 7 Uhr. Hohe Preise.

Schauspielßaus. Zur Feier des Allerhöchsten Geburtfestes S1“. Majestät des Kaisexs und Königs: (80. Vorstellung.) Prolog von Friedrich Adami, gesprochen von Hrn. Kahle. Jubel- Onvertüre von C. M. von Weber. Hierauf: Torquato Tasso. Schauspiel in 5 Aufzügen von Göthe. Anfang halb 7 Uhr.

Mittel-Preije.

Sonntag, 22. März. Jm Saal-Tbcater des Königlichen Schauspielhauses. Siebemmdvicrzigfte Vorstellung der fran- zösischen Schauspieler-Gcsellschaft. '1'1015161116 16111'686111311011 (16: „141103 (16 16. 83.1111-11181'1111. (1011161116 611 1111 116136, 611 [)!"088, 11:11" 111. 111. 1116111166 61; 111116117. 9161111616 16111656111311011 (16: 111810116 3116161111116. (1011161116 611 1111 11616, 11111 14.11. 131111101111 141101116 61; 11.116 117.1];16, 11'1101111116 711 111111161“, - 1.6 111011116 1.61 qu'11 681, 6113650111161168 601111q1168 [1:11 11118. 151111101111 141111111161" 61 1301111161. 8111161116 169168661611011 (16: 1.65 101111118 116 k1p61- 11111118. 0011161116-761111671116 611 1111 3616, 11:11“ 111. 111. 11. 1)u111 ek 11. (1111101. '

wird im Namen Sr. Majestät des Kaisers und König?- von des Kronprinzen Kaiserliche und Königliche Hoheit geführt", Höchst- welcher 111111) Protektor der Victoria:National-Inm1liden=Stiftung und der Kronprinz-Stiftnng ist. An der Spiße dsr Verwaltung der Nationalbank-Stiftung für Veteranen steht ein Kuraiorium. Der Präsident desselben, General-Licutenant von Malinewski, Gonvcrncur des Invalidcnhauses, leitet die Geschäfte. Die Victoria-Natiounl-Invaliden-Stiftun_ wird verwaltet von dem Eentral-Komite uud dem „geschäftsfüZrcnden Ausschuß“, als dcffen Vorfißender dcr Gcneral-Licutcnant von Stüsck), Staats-Minister und Chef der Kaiserlichen Admiralität, fungirt. Stc'llverlreter deffelben ist der Stadtrat!) M. Magnus in Berlin. Die Geschäfte der Kaiser Wilheln1s:Stiftung leitet der „VcrwaltnngH-Aussckwß“, deffcn Vorsitzender zur Zeit der General - Lieutenant 3. D. von Vorcke ist.

Unterstüynngen aus dem Eentralfonds dieser drei Stiftungen wurden gewährt: von der Nationaldank-Stiftung für Vejeranen im Jahre 1872 in 2788 Fällen 17,592 Thlr. ; von der Victoria-National- Invaliden-Stéstung in dem Verwalnmgsjahre vom 3. August 1872 bis dahin 1873 an 1250 Empfänger 50,845 Thlr. und von der Kaiser Wilhelms-Stiftung im Jahre 1872 an 3977 Empfänger 107,765 Thlr. Der Vermögensbestand bklicf fick) am Schlusse dieser Verwaltungsjähxe bei dem Contralfonds der Nationaldatik-Stiftung für Veteranen auf 183.182 Thlr., bei der Victoria-National-Inva[iden-Stiftung auf 877.917 Thlr. Und bei der“ Kaisxr Wilhelms - Stiftung auf 1,428,978 Thlr. Nur etwa em Drzttel des „Kapitalbcstanch der Nationalbank-Stiftung steht zur frc1cn Vsrfugung des Kuratoriums. .Die übrigen, den

Spezial- nnd Regimenter-Stiftungen angehörigen Kapitalbeständé

dfzrfen niemals angegriffen werden, es kommen davon nur die 3111se11_zu Unterstützungen zur Verwendung.

Dte, Centrczl-Verwaltungskosten haben im Jahre 1872 bet der Na1111naldank-Stiftung für Veteranen 2446 Thlr. betragen, wovon ]edock) 1240 Thlr. aus dem Ertrage des Ver- Waltungsblaxtes „dkk Natioualdank“ gedeckt und nur 1206 Thlr. aus_anderwetten Stiftunngonds bestritten smd; bei der Victoria- Nattonal:'InvalidemStiftung beliefen ßck) diese Kosten im Ver- wczltungsxqbre den 3. §.?lugust-1872_73 auf 3135 Thlr. und bet der Kaiser Wilhelms-Stiftung im Jahre 1872 auf 6501 Thlr.

Redaktion und Rendantur: Schwieger. Berlin: Vexlag der Erpedi-ion (Kessel). Dunk: [W. Elzttet.

Vier Beilagen (einschließlich «Zörsm- und Handelsregister-Beilage Nr. 35.)

* öffentlicher Magistratéfivung.

Erste Beilage“

zum Deutschen Reickxs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

.I./€ 68.

Königreich Preußen.

rivilegium wegen Ausgabe auf jeden Inhaber; lautender Antheil- (heine der Stadt Potsdam, Regierungsbeznk PotSdam, zum Betrage von 300,000 Thalern oder 900,000 Mark.

Vom 20. Februar 1874.

Wir Wilhelm, yon Gottes Gnaden König von Preußen 2c.

Nachdem der Mag1strat der Stadt Potsxam im Einvcrständ- nisse mit der Stadtverordnetenversgmmltzng da1-lbst darauf angetra- gen hat, der Stadt zu gestqtten, uber xm zur Bestreitung der Kosten von außergewöhnlichen Gememdebxdürfmssen von dem Reichs-Jnvaliden- fonds aufzunehmendes Darlehen 1m Betrage von 300,000 Thlru. oder 900,000 Mark Reichßmüpze ayf Verlangen des Daxleihers auf jeden Inhaber lautende, M11! Ztnsfchxmen versehene Stadt-Anleibes eine aus- geben zu dürfen, erthe1lcn Wir m (Hemäßheit des §. 2 des Ge sizes vom 17. Juni 1833 wegen'AussteÜung von Papieren, welche eine_ Zahlungs.- verbindlichkeit gegen ]edc'n Inhaber enthalten, durch egenwarnges Prt- vilegium zur AussteUung von Drei Hnndert Tau end Thalern oder Neun Hundert Tausend Mark Potsdamer Sfadt-Anleibescheinen nach beiliegendem Schsma und nach Maßgabe der vym Magtstratcx unterm 8. Dezember 1873 festgestellten, ebenfalls beigefügten Bedmgungen mit V rbchalt der Rechte Dritter, Unsere [Jubeshxrrli'cheGenehmigung, ohne je och dadurch den Inhabern der AnlöihUcbemc in Ansehung ihrer Befriedigung eine Gewährleistung Seiten? 1166 Staates zu bewilligen.

Urkundlich unker Umerer Höchstelgenbandtgsn Unterschrift und bei- sedrucktem Königlichen Jnfiegel.

Gegeben Berlin, den 20. Februar 1874.

11.8.) Wilhelm. “Camphausen. Gr. zu Eulenburg. ])1. Achenbach.

Provinz Brandenburg. Regierungsbezéirk PotSdam. 111111 ..... (Stadtroappen) Nr ...... LiUleihdescheine

er

Stadt Potsdam Über

..... -. . . Mark Reichswährung. AuWefertigk in Gemäßheit des landesherrlichen Privi1egiums vom 20. Februar 1874. (Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Potsdam, vom .......... 187....S11'1ck,...)

Der Magistrgt der Skgdt Pytsdam urkundet und bekennt hiermit. daß der Inhaber dieses Anlecheschemes „den 'Betrag von ...... Mark Reich:;währung, dessen „Empfang h1er1mf bescheinigt wird, von der hiesigen Stadtgemeinde zu fordern l)at._ Dre_ses Kapitak bildet Änfn'bTheil dsr in Höhe von 9000 Mark Retchsrmhrung genehmigten

n e: e.

Die Vsrzinsung dieses Kapitals erfolgt mit Bier und einhalb vom Hundert, nnd die Ttlgung der Anleihe mthinem Prozent der Kapitalstbuld unter Hinzurechnung der ersparten Zmsen nach Maßgabe der Allerhöchst genehmigten umsixhend abgedruckten Bedingungen.

Für die Sicherheit des Kapitals un? 1721 Zinsen Haftet pie Stadt Potödam mit ihrem gesammten gegenwart1gen und zukünft1gen Ver- mögen und mit ihrer Steuerkraft.

Potsdam, dcn . . . ten ..... 187 . .

(Stadtfiegel) Der Magisxrak. (Eigenhändige Unterschrtst des MaßtstratS-Voksilzenden un7' zweier Magistrats-Mitglicder.) Hierzu find Zinsschxine Nr. . . . bis ..... Controlbuch eite . . . nebst Anweisung ausgereicht. Kontrolbeamtcr.

Bedingungen zu einor von der Stadkgsmeindx céotßdam aufzu- nehmenden Anleihe bon 300,000 T11a1er preußis ) Courant oder 900,000 Mark ReichSwäbrung.

Der Magistrat und die Stadtverordneten - Versammlung der Stadt Potsdam haben beschlosscn, 111691111121 zur Bestreixung der Kosten bon außergcwöhnlichsn Getmindcbcdurfvisscn 1:11 (Hemxnmtbe- trage von 300,000 Thalern oder 900,000 Mark Reichswäbrnng durch eine aus dem 11keichs-Jnvalidcnfonds „zu 6n1n:l)111€nde 2111161116 der Stadtgemeinde Potsdam zu beschaffen, welche mit 41 "111056111 jährlich verzinslich, von Seiten des Gläubigers wie der S_chulknerm 1111111111:- bar ist, _und vom Jahre 1874 ab einer regelmäßigetx Auersatwn mit Fährltch Eins. vom Hundert des _ursprünalicbm nommyllen l311111111- kapitals untcr Hmzurccbnung dcr erwarten Zinsen unterliegt, so das; die Tilgung „spätestens 1111 Jahre 1911 beendet ist.

Ueber diese Anleihe 1011 eine auf den Reichs-Jnvalidenfcnds lau- tende Schnldverfchrcibung ausgefertigt erdcn. in We1cher dym Glän- biger, beziehungsweise dessen Rcchtkznachsolgcr, das Recht eingeräumt wixd, diefe Schuldverschreibung jeder eit ganz oder tbkilweisk gegkn cms den Inhaber lautende, mit Zin61cheinen versehene AnleihesMine der Stadt Potsdam von cinem (H61ammt-Nominalbsfragc, welchcr denZÖnoch nichf getilgten Betrage der Schuld g1€ich kommf, umzu- tau en.

Für diese eventueÜ auszufertigcnden, auf den Inhaber lautende Stadtanleihcscbeiue gelten die_nachfolgcndcn Bestimmungen:

1) Die Stadtanleibescheme werden je nach Verlangen des Dar- leihers, resp. dessen Rechtönacbfolgers in Abschnitten von 3000, 1500, 600 und 300 Mark oder auch von 5000, 2000, 1000, 500 und 200 Mark Reichswälxung ausgefertigt. Der Darleilker, resp. dessen Rechts- nachfolger bestimmt, wie groß die Zahl der An eibescheine jebcr dieser Gattungen sein soll, jedoch find jedenfalls so viel Anleihe1cheinezn 500 Mark aUSzufertigen, daß der unter Abrundung der Raten (zuf'500 Mark ausgeFteUtox von der Staatöbebörde genehmigte A1norti1attons- plan angcfuhrtpcrden kann.

2) Die Zinsen werden mit jährlich vier kin halb vom Hundert am 1. Juli'und 2, Januar gcgen Rückgabe der auögefertigteu halb- jährlichßn Zmßscbeine durcb die Stadt-Hau tkasse in Potsdam, sow1e m Berlm bei der vom Magistrate der tadt PotSDam zu bestim- menden und offxntlich. bekannt zu machenden SteÜe gkzal)l1.

Den Amethxschemen Zverdsn Zinsscheine für einm fünfjährigext

Zeitéaum uud etne„.An1vctsung zur Erneuerung der Zinsscheine bet- gcge en. . , Die Außgabe neuer Zinsscheipg erfolgt bei den mit der ZinEzah- lung betrauten S1111811 gegen_Ablteferung der den älteren Zinsschcinep beigefügten Ambetsung. Betzn Verluste der Annoeisung erfolgt die Aushändigung der nejucn Zinsscheine anf rechtzeitige Vorzeignng an den Inhaber des Anletheschems.

3) Durch den U1ntau1ch der auf den Reichs-Jnvalidenfonds lau- tenden Schuldverschrxibuug gxgxn aufzden Jnhaberlautende Stadt- anleihefcheine wird dle gegensemge Upkundbarkeix der Anleihe und der Tilgungsplan nicht berührt. 'Die T„1lg11ng geschleht durcb Auswosung des zur ErfüÜung der jährl1chxn T1lgungSquote erforderlichen Betra- ges von Anleéhescheinen und Einlösung derselben zum Nominßlwertbe. Der Schuldnerin bleibt das Recht, vorbehalten, ben TilgungswndY um Höchstens fünf Prozent des urspryngltckzen nommeüen Schuldkcxpttgls ür jedes Jahr zu verstärken. Dre durch solche vxrstärkte Amortrjatton ersparten Zinsen wachsen _dem Tilgungswnds zu. ,

Die Ausloosung crsolgk im Monate August jeden Jahres 111 Die Bekanntmachung der durch das

FreiWW_

Loos gezogenen Aneilhescheine geschieht mindestens dr_ei Monate vor

dem AusZahlungsterminc. Die AUSzablung des_ Nommahverthes der

auSgeloosten Anleihescheine ersol 1 an dem a_uf dte Ausloomng fo1gen-

den 2. Januar bei der Stadt- auptkasfe, m PoFSdam 11111) bei der

durch den Magistrat der Stadt *Pot-sdamgn Berltn 3u„bcsttmmenden

FMF) gegen Auslieferung des Anle1hefchemes und der 111151 verfallenen 1116 eine.

In Ermangelung der [Reken wirb Y_cr „161111 derselben vom Kapitalbetrage einbehalten. it dem leomugstermme hört die Ver- zinsung auSgeloostcr Anleihescheiqe auf.

4) Kapitalsbeträge, welchc 1nne1halb30 Jahren nach dem Rück- zahlungstermine nicht erhoben wexden, sowie d1e 1x1nxrhalb vier Jahren nach Ablau dxs Kalenderjahres. m “welchem fie fallrg geworden, nicbt erhobenen imen ver'älxren zu Gunsten 'der Stadt, ' _

5) Beim Verluslte von Llnleibe1che1nen kommen dte Vorschriften der Verordnung vom 16. Ju'ni 1819, betreffend das'Aufzebot und die Amortisation verlorc-nxc oder vernichteter Staatspapiere, §§. 1 bis 12 mit nachstehenden näheren Bestimmungen in Anweydung: ' _

a. die im §. 1 jener Verordnung vorgeschmebene Anzer ? muß dem Magistrate zu PotSdam gema_cht werden und werden dießcm alle diejenigen Gsschäfle und Befugnisje beiJelegt, Welche nach der ange- führten Verordnung dcm Schaß-Mmixterium zykymmen, währsnd gegen seine Verfügungen dcr Rekurs an die Kömgltche Regisrung zu PotSdam stattfindet;

,b. das im §. 5 der Verordnung gedachte Aufgebot erfolgt be1m Kömglicben Kreisgerichte zu Potsdam;

0. die in dcn §§. 6, 9 und 12 vorgeschriebenen Bekanntmachungxn ,

sollen dur_ch die unter 6 angeführxen Blätter geschehe»

Zin21cheine können weder auxgtxboten 11911) amortnirt werdcn;_ doch soll für den Falk daß der Verlust der Zinsscheine vox Ablaur der vierjährigen Verjährun sfrist beim Magistrate angemeldet ,und her stattg-Zhabte Befiß der inssxbeipe durcb Vorzeigung der Anlmhesxheme oder sonst in glaubhaster Wcije dargelban wird, 1111111 211119111 _dcr Verjährungsfrist der Betrag der angemeldeten und 1116 dahin mcht vorgekommenen Zinsscbeine gegen OuittUUg aukgezahlt werden.

6) Sämmtliche, die e Anleihe betreffenden Bekanntmachungen er- folgen durch den in erlin erscheinenden Reickjs-Anzeiqxr, odcr das an dessen Stelle tretende Organ, durch das Amtsblatt der König- lichen chierung zu Potsdam, oder das an dessen Stelle trexenbe Organ, 11nd durch mindestens je ein in Potsdam und Bkrlin e1)chet- nendes öffentliches Blatt. Die leßteren Blättcr wählt der Magistrat der Stadt Potßdam und macht die Namen der gewählten Blätter, sowie etwaige Aendkrungen derselbcn im Reichs-Anzeigcr bekannt.

7) Für die “Sicherheit der Anleihescheine, sowie für die Pünktliche nnd unvcrkürxte Zahlung der Zinsen haftet die StadtgeMLinde Pots- dam mit il)re1n_ganzen gegenwärtigen und zukünftigen Vermögen und ihrer Steuerkraft.

Potödam, den 8. Dezeméwr 1873.

Der Magistrat.

RUHE . . . . P ' "9 " - rovranrandenburg. Mark . . . Ps. . . . Schem Nr """" (Trockener Stempel.) Regierungsbezirk Potsd-1m. (Stadtwappen) Zinöscbein

- zum Anleiheftbein dcr Skadt Potsdam.

1.11. . . Nr. . . . über . . . . Mark Reichöwährung.

Inhabex empfängt am . „ten ........ 18 . . an halYl) - lichen Zinsen aus dex Potsdamer Stadt-Hauptfaffe ....... ark . . . . Pf. Reichéwahrung. Potsdam, den . . ten ......... 18 . . _ _ Der Magistrat. (Facfimile der 11nier1ch1if1 dcs Magistra_té“-Vorfißc11dcn und zwsicr Magistrats-Mitgljeder.)“

Dieser Zinsscbein verjährt 11.111) Dem Geseße vom 31. Séitc . . „Marz LZZZJLIFZLZUM De- Kontrolbeamter.

Kontrolbuch

Auf der Rückseite. ' Fäuigam.„..,.,

. . . . Mark . . . ._ Ps. I)ie1chswähxung, _ zablbar durch die Stadt-Haupikasie zu Potsdam, 1ow_ie in Berlin bet der von dem Magistrate der Stadk Potödam zn bestimmenden und

öffentlich bekannt zu machenden Stelle.

Provinz Brandenburg. (Trockener Stempel). Regierungs- bezirk Potsdam. (Stadtwappen) Kontrolbucb Saite . . Kontrolbeamter. Anwsisung zum Anleihescbeine der Stadt PoMam . . . 1.11 ..... Nr ..... über . . . . Mark Reichswäbrung.

Inhaber empfängt gegen diese Antveisung die . . . . tc Reihe.

Zinsscheine für die fiinf Jahre Vom . . . . ; . bis_ ........ bei der Stadt-Hauptkasse zu Potsdam, 101v1e m Berlm bei 1161: mit der Zinszahlung betrauten S?clke„ sofern von dem Jubqber des An- leibescheins nicht rechtzeitig Widcrxpruch erbcvben Worden 111. Potsdam, den . ..ten ....... _ . . . 18 . . Der Magistrat. (Facfirmle der Unterschrift dss MagistxatS-Vorfißendsn und zweier MagistratI-Mttgbeder.) _

1 Anmerkung zu den Schcmas fur die Zin51cheine und Anwei- ungen:

, Die Namenöunterschriften bes Magistrats-Vorfißenden und der betden Magistrats-Mitglieder könnext mit Lettern oder, Facfimile- stempely gedruckt Werden, dock) muß 1eder_Zinssch§in oder 18116 AnWei- sung 11111 der eigenhändigeu RamenöunteUchrift emes Kontrolbeamten versehen Werdén.

Nacbdem Ich durcb Meinen 03116113 von! Heutigen Tage den von den Standen des Saalkrejses, chterunasbewk Merseburg, beschlosse- nen Bau einer Kreischauss€e vxn dcr Saalfähre im unteren Tl1e1le der Stadt Wettin über Neuß und den „an der Halle-Bernburßer Staatsstxaße' belegenen (Haßhof'znm Ryß*1m Anscbluß an Hie fis a- ltsche Lobejuner Kohlenstraße tm Dthse Naundorf am Peteererge ur Verbindung mit dem in dessen Nabe belegencn Bahnhofs gleichen

ameys der Halle Ascherslebener E11enba1111 genehmigt babe, verleihe Ick bu'rdurch dem Saalkreise das (xeroprzatwnSrecht für die zu die- ser CZaussee erforderlichen Grundstucke, ungleichen das Recht zur Entna me der Cbauffeebau“, nnd Unterhaltungs - Materialien, nach Maßgabe der fiir die Staatö-Cbausfern bestchenden Vorscbrifté'n 1'11 Bezug auf dteseStraße. Zugleich win Jeb dem genannten Kreise gcgen_Ueber- nahme der künftigen»chausse-smäßtgen Unterhaltung dcr Straße das Recht _zur Erhebung des Chaussecgcldes nach den Bestimmungen bes fin dze Staats-Chausjeen jcdcömal geltenden Chausseegeld-Tartfs, einschließlich der in dem1elben enthaltenen Bestimmungen über dte Be-

_ “18721.

freiungen, sowie der sonst_igen, die Erhebung betreffenden zusätzlichen Vorschriften, wie diefe Bestimmungen auf _den Staats-Chaussexn von Illnsn angetvandt werdcn, hterdurch verlerhen. _Auch 1011er; die dem C)ausseege1dtarife vom 29; Februar 1840 angizhangten Vestmnxtungen wegen der Chaussee-Pollzei-Vsrgohen auf die gedachte Straße zur Anwendung kommen. Berlin, den 9. Februar 1874. Wilhelm. Camphausen. Dr. Achenbach. An den Finanz Minister und den Minister für Handel, Gewerbe und 13 entliche Arbeiten.

1

Statistische Nachrichten.

In den amtlich: festgeIeÜten Bevölkerungszablén für das Deutjchx Reick) nach 161 Zählung vom 1. Dezsmber 1871 sind vom Kaixcr11chen statistisch Amt nachträglich 11011) einzslne Unge- nauigkeiten entdeckt und 136111111th worden. Es ist 1161 ermittelt: die ortSanwssendc Bevölkerung voanliaß-Lotbringen auf 1,549,738 (statt 1,549,587) EMW„ vom Deutschcn Reich folgléch auf 41,010,150 (statk 41,009,999) Einw.; ortsanMssnde Bevölksrung dcs deutschen Zollgebists, Prsußen 24,507,536 (statt 24,507,526) Einw., EML Lothringen 1,549,738_(statk 1,549,587) Einw., da[)cr gkiamnncs Zo - gebiet 40,677,964 (111111 40,677,803) Einw.; vrtSanMssnde Bévölke- rung der ZoslauSsÖlüffe, Preußen 96,815 (statt 96,825) Einw., daher Deutsches Reich 529.931 (statt 529,941) Einw.

_ Der eben erschienene mne (36) Jabrggng von dsm Schulz- scben Adreßbuch für den dkutscben Buchhandel 11.1. w., herausgegeben von Herm. Sch 1113, [ck61 durch die den Borlincr Fir- men .be1gefügtc Angabe der nach 11111 Himmslsxgcgkndén gwrdneten PostbczTrke _11nd durcb eéne übsrs1ch11icke Zusarymsnstellung der soge- nanntsn Ei)enbahn-BuÖbandlung-In nyne prakti1_che Bcdürfnisse befrie- digt. _Der „Statistiwben111bcrfixbk, DEZ ADWZDUÖLZ cnfnehmen wir folgende Notizen: Jm Ganzcn enthält dass11b64369 Firmen; davon beschäftigen [1 1074 nur mit dem Vsrlagö-Buckthnde], 173 mit dem Verlags-Kun1t)and1l, 95 mit dem Verlags-Mufikaliknhandcl, 118 mit dem Sortiments-Kunstbandel, 146 111it.de1n SortimentI-Musika- 1ienl).1nd€l, 86 mit dem Antiquariatsbandelxund 2608 im Llügémeinen mit dem S0k11111€1116*BUch', A11tiquar-, Kuns1-, MUsikalien-, Landkar- ten-, P.1pier- und Schreibmateriaüenbandel; doch befinden swb unter [eßtercn vi-clk, Wklche ebenfalls bedeutendsn Vsrlag bcsißkn. Von den außwärtigen Handlungen halten 1439 NUEliefsrungslager in Leipzig; 796 Sorti1nents-Buck1- 11.1". 111. andlyngsn new_men unverlangte Neuig- kéitcn cm, Wogegen 2303 ihren 5 711111 davon 111bst wählen. Der ge- sammte Verkrbr aller dicskr Firmen konzentrirt fich auf 7 Haupt- Kommifstonspläße mit 214 Kommissionäccn, wovon auf Leipzig 104 (mit 4034 Kommittenten), Berlin 34 (312 Kommittenten), Stuttgart 17 (569 Komm.), Wien 32 (475 Komm.), Prag 15 (94 Komm.), Pestk) (Buba-Pcstb) 7 (74 Komm.) und Zürich 5 (mit 92 Kommitfenten)kommen. 2111 MW Emblissemcuts find im vorigen Jahre bis Mitte Februar 1). J. 256 exstandkn, und 82 ältere Hand- lungen traten in nahere Verbindung 11111 16111 GcMmmtbuchhandel, so daß das Adreßbuch im (anzen 338 neue F1r111en aufzunshmen hatte. Von 11111 011111 a11g€fülck1ten 4369 Fixmen m11 124 Fi1ialc11 (in 1085 Städten) kommen 3373 (in 7,55 Städtsn) auf das Deutsche Reick), 5 (in 1 SUD!) auf LUXEMVLng, 553 (in 185 Städtkn) auf Oesterreich, 485 (in 117 Städten) „aus die Übrigen curopäisben Staaten, 74 (in 24 Städten) a_uf 2111111161, 2 aus Asien (Jeddo und thlis), und e*nd- lich 1 auf Australien (Tamunda).

-- Nack) offixiellen Métibeilungxn bctrng die Einfuhr Ruß- lands bei den wichtigstcn .Handslßartikeln im Jahre 1873 (im Ver- gleich 11111 1872): 9101131111131" [19,869 (1872: 494.466 Pad, raffinirter Zucksr 923 (3413) P., Cantontbss 729,985 (790,444) P., Oel 1,392,405 (1,423,486) P„ Wein 1,074,958 (1,074,958) P., in Flaschcn 377,182 (389,034)F[., Chanwagncr 1,2().'“1,135(1,195,970) Fl„ Salz 12,412,253 (11,712,537) P., 101)? Baumwolle 3,393,812 (3,393,002- P., Farbe- bölzer 363,700 (584,437) P., Petroleum 2,716,114 (1,790,336) P., robe Gußwaaren 2,332,002 (1,624,547) P., fa-Zonnirfcö und altes Eisen 4,829,351 (3,655,007)P., Eisenbkccb 1,632,456 (1.050.624) ZZ., Schicncn 7,617,1;51 (6002967) P, Blei 921,765 (708,730) ., Steinkoizlcn 49,479,188 (64,782,600) P., Lokomotiven und Ykascbincn 2,172,378 (2,193974) P., 1651111112 (Hewsbe 2,567,848 (2,455,032) _Rubel.

Di? Axlsfu 111111111111: C9k6111161121,562,911 (19950449) T1ck€t1v., Lein- und 331111111111 2,639,380(2,298,705_) P., Syrtf und Branntwein 707083 (655 763) P., Leinen 9,041,204 (7,238,5'37) P., Hanf 5,215,221 (T1,790,080)P.,K110ch611 908,455 (1,014,723) P„ Molle 92:1,767 (1,316,866)P, Eisen 938,461 (737,476) P, Lumvsn 702,558 (623,234) P., Sege-ltuch und dcrgi. 6,839,517 (7,604,171) Stück. Holz 29,966,779 (22404229) Rubel.

_ (Jie „S1.Petersb. Z.? cnkbält statistische Mittheilungen über die 2111613110111, 111611116 in Rußland 11111611 ö_ff6n_tlicheu Unter- richt geleistet Wsrden. Nach dcnstlbeu beläuft fich das Budßet Tes Ministeriums der Volksaufklärung 1.110 _1874 .1111rdings nur auf 13,135,089 91118. (_inkl. Nebenkosten); 63 ist aber hicrbsi zu berücksich- tégcn, da!"; in Rußland das_Untkrrichtswsscn nicbt in diescxn Ministe- rium ceuiralifikr ist, [3101111111 sick) auch in den Budgefs fYt aller an- deren Ressorts Auxgabsn 1111 Unterrichthzwe-cke befinden. So smd in dem Etat kes Krich-Ministeriums 1,110 1874 4,782,994 R. und in den Etats 8 (111136161: Verwaltungcn 3,607,508 R. für UnterrichtSzwccke (1ng-311111151, so daß dsr Staat im Ganzcn 21,525,601 R. = 4,0174 sämmtlicbcr StaatsauSgaben darauf verwendet, wovvn_ nur 61,02% auf das Ministerium der Volkßaufklärnng 22,227.“ aus das Krlkgs- 3.1)111111'111111111 und 16,76% auf dic übrigm Berwaltnngch fallen. 211111) die Gouvernements- und Krois-Landstände,_die Gemeinden und dre Privathülfe leisten Vcdeutcndcs für das Sch1111vefcn, die Lßnd1chaftea allein unterbiklten“ Anfang:"; 1873 8000'Volkéfckmlen. Was dl? Staats- ausgaben für dasselbe betrifft, so btldetcn fie von den gesammten Staatßauögabcn 1866: 3,77%, 1871: 3,88, 1872: 3,119, 1873: 3,95, 1874: 4,01%; fie vermehrten fick) 1871/2 um 1,8, 1872/3 um 5,7, 1873/4 um 5,4, 1866/71 um 44,1, 1871/4 um 13,4, 1866/74 um 63,8% .

Gewerbe und Handel.

Dem Geschäftsbcricht de„r_D_ire*ktion der Westfälischen Bank zu B ielßfch für Has Geschastsxabr 1873 xnlnehmen _wir folgende 2111- gaben: Die Geschäfte der Van hqbcn 1111 verfloßenen Jahre _ abgesclen von den vcrgkkommensn, nicht unbrdsutendemVerlustm _ 6111 er 1211111th Resulxat cxgebcn .und den Beweis gkliefcrt, daß auch das verdoppelte Aktienkapual e1_116_ bestiüdigende Rente aufzubringen geetgnct ist. _ Das an der DiVldcndL partizipircnde Grundkapital betrug im 18151111 Jahre 2,000000 Thlr. gegen 750.000 Thlr. in 1872; der Essammt-UnFaß betrug in 1873 96,393,507 Thlr. gegen 86,658,841 Thlr. in 1872. _ Das Gewinn- und Verlust-Konto ergiebt Einen Brutßogekomn von 101. 196,900 Thlr., dcm nacb _Abzug der Verwaltungökosten ein Reingewinn von 174,892 Thlrn. en11pr1cht. Von 111111111 find nach dkn Vomcblägen dcr DirektZon dkm Delkredere- Konto zu xxberwcijen 44,892 Thlr.; von deux Rest von 130,000 Tblx. beziehen dte Aktionäre eine 6prozcntige Dwideydc (120,000 Tblk ), während fernere 10,000 Thlr. zu den statutcnmäßigen Dividenden vcr- Wandt werdcn. Das Delkredere-Konto besteht gegenwärtig aus der erwähntm Ueberweisung von 44,892 Thlrn. und einer Summe von 101. 3509 Tl)lr11., die dem Reservefond _ (1113 über. den statutcu- maßigcn Bexrag von 20 Prozent des Aktienkapitaw hmauSgehend _ entnommen 1st.