1874 / 72 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 25 Mar 1874 18:00:01 GMT) scan diff

Abgg. von Becnuth und 111“. Wagner, betreffend die Grundung einer Penfionskaffe für die Hinterbliebenen verstorbener Retchs- beamten:

Ich babezunächstformellzu bemerken, daß ich die an den Bands:“:- rat gerichtete Anfrage nicht im Namen des BundeSratHes, sondern ua der von dem Herrn Interpellauten selbst bezeichneten Ge1chafts- lage für jeßt nur im Namen des Reichsk§nzler-Amtes heantwo-rten kann;.

Dkk Herr Interpellant hat dieGute gehabt, dre Erklarung, d_1e ich im vorigen Jahre über den vyrhegenden Gegenstand abzxrgebey m der Lage war, dem Hause mitzutyetlen. Er hat ferner bxretts hinge- wiesen auf das Gesetz, das in den leßten quen d(Zs pyrrgeu Jahres über die Pensionen der Yuterblicbenerx dcr elsgß-lotbrmchhkn Bezunten ergangen ist. Die orarbeiken 1m_ Reichskanzlxr-Amt, dre zu- nächst im größeren Maßstal'e far dte „Relckysbeamken _ nn Allgemeinen aufgestelit Waren, haben als 1121 exstes 918101101 dieses von dem Herrn Jnterycllaxten bezxrchnete _ 811813- lothringiscbe 6381813 9800111, Cs„war fur CUaß-Lthrmgerx d18_ Reg?- lung der Sache in sehr v1el emmenterem Maße 0111 Bedurfrnß, wte für das übrige Reich. Wir hahen deshalb" es fur" 1101000859080, der Dringlichkeit diefes Bedürfnisses gegenuber, denen Befrikwgupg nicht abhängig zu machen von der, der 311111111 der Sache nach 11181 schwierigeren Aufgcxbe für das gejammte _Retcb. Nachdem jeßt der Gegenstand für Elmß-Lotßringcn geregelt 111, wixd das Reichskanzler- A'mt dem Bundeöratsx den Entwurf 811th bezügl1chen Gefesss für die Reichsbeamten so zeitig vorlegen, daß dieser Entirurf in der nächsten Session des Reichstages zur Verathung kommen kann.

- Die Interpellation des Abg. Jürßen von HoZenlohe-Langen- burg, die ößerreichisthen Vereinsthaler betreffen , beantwortete der Staats-Minister Delbrück wie folgt;

Die_Lage, welche der Herr InterpeÜant weben geschildert hat, ist den verbundetxn Regierungen nicht entgangen. Sie figd auf diese Lage aufmerk1am geworden zunächst durch ihren eigenen Kaffenverkcbr, und fie find ferner darauf aufmerksam geworden durch zahlreiche Pe- titionxn, die aus dem Krei1'8 dcs Handelsstandes, aus dem Kreis des Publikums an den Bunchrath gerichtetworden find. Die verbün- deterx Regierungen haben sich 1611 vierzehn Tagcn eingkßsnd mit dsr vorliegenden Frage beschäftigt, und ich_ hoffe, daß ich morgen in der Lage sein Werde , dem Hany: cine Gefeßesvorlage zu machen, welche 1118 Entscheidung _die1er Frage in den Weg der Geseygeßung veer't, und welche 01110 der Vertretung der dabei bethei- 519181111 Interessen voÜkommen den Spielraum gewährt, der ihnen ge-

0) .

Ick laube indessen 011111 auf diese 2111110011, die 10 die Inter- eklatton ?elbst trifft, nicht ganz beschränken zu können, 1ondern einige

emexkungewnock; anknüpfen zu müssen an die Begründung der Inter- peklatwn 1elbst., Es ist thatsächlich richtig, daß durch dm Umstand veranlaßt, daß 10 Oesterreich apiervaluta herrscht, mit anderen Wor- 1en, daß der öfterxeichische ereinsthaler in Deutschland mehr wexth 111, als in Oekterrerch, die öéterreichischen Verein:?thcxwr, im Großen und Ganzen ge prochen, Wohl () ziemlich alle na Deut chland gékommen smd. _Daf; fix heute 000) in Deutschland gesetzli es Za lungSmitte! find, 111 voUrg «Yer ZWeifel. Mir ist nicht bekannt geworden, daß trgend exne öffentlt e Kasse, sei es eine Reichskasse oder eine Staatskasse, dxe Annahme dtesex Thaler vexweigert hätte; wäre, wie der Herr Jn- 181118110111 dies anfahrt, eine 1olch8 Weigerung von einer Eiseubghn- Gesellxchaft - wexm ich nicht irre, von der Thürin i1chen - vorgekommen, „10 würde dies von Seiten der 6381 [l- schaft, dre,“ wie 10) nebenbei bemerke, den Charakter eines Staats-Jnstrtuteß 010111981, eine geseßiick) 01L1 gerechtfertigte Maß- regel gewewn 1e_m. Die Thüringi1che Gefeüs aft so gut wie jeder Andere 111 verpfltchtet, Zahlungen in österreichischen Tßalern anzuneh- men, Welche heute noch ge1eßliches Zahlungsmittel in Deutschland find. _ Der Herr thterpeÜant hat ferner darauf hingkwiesen, daß der uberune e_nde Thetl dieser jeßf durch eine Panik etwas unsicher gevoor- dexten unzen in den Händen des Publikums sei. Ich kann ihm vo- sittv_verfichern, das; er fick; darin irrt: der überwiegende Theil der osterretchischen Thaler 111 in den Staats- und Reichskaffen und 311108116; dem'gqyz etnfachen Grunde, weil von dem Augenblick an, wv dle osterretch11chen Thaler nach den Begriffen des Publikums un- sicher wnrden, das Publikum nichts Eiligeres zu thun batte, al_s “alle ZaYlungen gn STLUÖÜÖL Kasjsen, die es in öster- rezchrfchen- T alern [ersten on_ntc, in s terreichisckpen Tbalern u letsxen, ,mdem es Wußte; dax; fie die öffentlichen Kassen 111011 zuruckw01s8n durften. Es 111 aber auch ferner gewiZk* und ich kann das, „nne 10) g„laube, von xammtlichen verbündeten egieruggen sagen, obglctch Mit 111 der Bezie ung die Lage überal] nicht vollständig be- kannt rst *, daß von dem Augenblicke an, wo die Panik ausxzebrochen rst, den Kaffen emxfohlxn wurde, von deux ihnen unzweifelhaft zu- stehenden_Rech1e, „1 rersnts 1olchen, die von„1huen Geld zu empfangen hat1en, osterretchrsche Thaler zu geben, mcht Gebrauch zu machen, wenn de:; Empfange; das Geld zurückwies. Dieses Beides, also ein- mal dte Vexpft1ch1ung der Kassen, die Thaler zu neh- men, andererserts dte_ 1511811 von den Regierungen auferlegte Zuruckhaltmxg m der W1ederau§gabe, hat zur Folge gehabt, Faß, wie reh schon" dre Ehre hatte zu bemerken, der überwiegend größte Theil dxeser Mu_nzen_ m den Staats- und'Reichskassen ist. Ich wi daraus 1111 jetzt fur d1e Behandlung der Sache gar keine Folgerung herleiten; 1ch glaube nur d1efe Thatsachen konstatiren zu müsen, Der Herr Juterpellant_1st ferner zurückgekommen auf den Vor- 009, der mit den osterre1chi1chen Gulden, Doppel- und 71ert8lgulden statt fany. Du e Münzen haben niemals d1e ngenschaft eines gesetzltchen thlungömittels gehabt, im Norden mentFstens durften sie dje_Kassen nicht annehmen, und es ist (1110) im Gro _en und Ganzen wemgstens Norm gewesen, das; von den Kassen dix 0sterretchrfchen _Guldenstücke immer zurückgewiesen wurden, die Emmxrtel-Guldenstuck0 mcht immer, wei_l fie fick) wenig von den als Yes'e [tches Zahkungömrttel kurfirendeu Emsechstel-Thalerstücken unter- ch1e en. Wexm der Herr Jntxrpellant ferner auf die Behandlung der utszrankenstucke gekommxn 1st, habe ich„das zu bemerken, daY von

exten des Bundeßxach m Bezug auf dre Fünffrankenstücke iShe'r überall noch gar keine Maßregel getroffen worden „ist. Wäre eine solche Maßregel g_etroffen, so kHtmtxdies nur von den einzelnen Regierungen eschehenFem. “Ick wer?[ nicht, ob in Süddeutschland die Künf- ankenstucke ber den Ka en angenommen worden sind _ in ord- euxschlaud find sie nie angenommen worden“ aber jsdenfaUs ist von S_etten der verbunixeteu Regierungen in Bezie ung auf die Fünffrankeu- stucke bjsher gar nichts geschehen.

- Die Motive zu dem vorgestern mitgetheilten Gefes- entwurf, betreffend die Verhinderung der unbe- fugten Aus_übung von Kirchenämtern, lauten:

_Das Yexhaßuiß des Staates zu den 5 entlich anerkannten Kirchen hat an Komgretche Yreußeu durch die Ge eße vom 11. und 12. Mai 11. J. (Preuß. „Ges. ammlung von 1873, S. 191 T.) in wichtigen Bezuhupgen eme Regeluxg erfahren, die einerseits en Kirchen auf threm etgeuewLebenSgebrete dtexfreie SelbstverWaltung zu bewahren und anderersetts daß oberhohettliche Aufrchtörecht des Staates zu 11000 Geltng zu brmgxn _bxzweckt. Es it bekannt, daß diese Ge- setze, welche 10 thren mezrpxen der ähnli en Gesetzgebung der meisten europc'uxchen Staaten, msbe ondere der vorwiegend katholischen, _skch anjchlxe en, emen [78in en tdexstand Seitens römisch -katl)o[i1chek Btlschofe und_des von : nen abhaugigen Klerus hervorgerufen haben, we cher, je langer desto mehr, zu einer offenen Auflehnung gegen die Gesetze und Ordnungen des Staates fich gesteigert hat. Es ist ferner eme_0f!enkun„dtge_Thatsache, daßxdcr Widerstand gegen die preußischen Marge xße 01011 10111051 gegetx em_zelne Bestimmungen derselben, als Ygen d1e_ Geseße uberhaupt 11ch richten, weil die Leiter der römischen , :rche mcht anerxennen 111011811, daß der Staat das Recht habe, das gußere Rechthebjet der Ktrchrn und ihre Beziehungen zum Staate tm Wege der Gejexgebun zu regeln.

Angefi ts dre ex axxFerordentlichen Verhältniss und zur AbwÖr der daraus owobl fur d1§ RechtSordnung wie für das kirchliche Leben exWachsmden scbWeren Storungen, hat die Koniglich preußische Re- gierung den Antrag ans Erlaß eines Retcthejeßes gestellt, Welches der

weltlichen Macht diejenigen Mittel 981110be 1011, die erftxrderlich scheinen, um dem Séaatsscfeße auch dem Widekstande der Tragcr der geistlichen Gewalt gegenüber die gebührende Achtung zu verschaffen.

D18 vs-rkündeten Regierungen haben sic? untex "ven dargelegtxu Umständen der 2100181110119 111551 „verschbe „en„ konnen, daß em Bedürfniß vorliegt , gégsn diejentg§n Getstluken, welche- den Staatsge etzen beharrlich den schuldtgm Gehorsam vxrwetgem, mit anderen Zwangömitteln vorzugehcn, alsdeneu, Welche dle Straf- geseße in die Ha» der staatlichen Automat gelegt _haHen. Geld- und Gefängnißstrafen, so unentbehrlich sie 11111, 1101 dre emzelne Ge- seßesverleßung zu i1"1k,11en, vermögen nur ruckwtrkend dem Geseße Achtung zu verschaffkn. Um einer 1011901913120 _W1ederhol1m11 zmerlau - ter Amtshandlungen, welche aus e_iner gruvdmsltchen Verneinung der Staatheseße hervorgehen, mit Erfolg zu ÖYJMUM, bedarf. es Maß- regeln von mehr präventivsr Wirk_unJ,_Maßrchgeln. welcbs 18081 Aus- lebnung die Mittel und Wege ver101i1eßen, mtt denen fie die Rechts- ordnung zu gefährden in der Lags 111. _ _

Zu diesem Zwecke bietet sich zunächtt das Mrttel der Aufenthalts- beschränkung dar. Wird die Staaijebö-rdc in „k)en Stand gcseßt, dcn renitenten Geistlichen entwsder 011101 OrtSverwsqung aus dem sztrke seiner amylichkn Wirksamkeit zu 6011811180, oder durch OrtZanwequng ihm die Gelegknheit zur Fortseßzmg 1811186 ge]eßkv1dr_1gcn O_anyelns zu entziehen, so wird es in der großen YUMYUM d(é'r Falle moglich wer- den, dem Ungehorsam gegen die StaatheUße 11111 1101121 W11k0ngjen1- g-egenzutreten. Namentlich wird 0188 [1111511111101 der Kuratgcrstltcben zutreffen, deren Amtsthätigkeit auf der VorauMßung unrmttelbaren Verkehres mit den Gemeindegliedern beruht und durch Entfernung aus dem Amtsbezirk von selbst ein Ende nebxnen muß. . '

_ Von dem Standpunkte der RetchSge1eßgc-buyg_ (_1u6_.w1rd the Zu- läjfigkeit einer Beschränkung der_11_1_ der Fretugtgkek begrundeten Rechte nicht zu bestreiten sein. SU: 111 _ au- abgesehen von den Fällen, in denen nach den Bestimmungen des Gtrafgcseßbuches (c-fr. Z. 38 und 39) die Ortsverweimng eintr'tcn kann - m dsn Vor- 1chriften des Gesetzes vom 4. Juli 1872, betreffxud_ dM Orden der Gcfekiichaft Jesu, für einen analygen YU aßsdrucklrch anerk_annt.

Es ist aber zu besorgkn, daß die 5 cxchrankung des L_luscntbqltes nicht in aklsn Fällen hinreichen wixd, der_unsrlaubt8n 2111511511101 k1r_ch- licher Aemter ein Ende zu machen. Jnsbßsqtzdexe tst dies htnßchtlich der kirchlichen Oberen und namentlich der_B11chofe zu besorgen, deren Wirksamkeit einen Amtsbezirk 11011 „015138181 Aquehpung umfaßt, deren Verwaltungs- und Jurisdiktionsbesugptsw 1001801110) 111 der Ler- tung und Anordnung bestehen, deren Funktionen, daher von dem Auf- enthalt in der Diözese nicht notl)w011d1g bedmgx find. Ein [emes Amtes entlassener, oder gesetzwidrig _m dasselbx emg'etretener Bischof würde durch Jnternirung nicbt gehmdert werde_n konnen,_ sem Amt selbst in den wichtigsten Bcz'xelmngen n0ch_ar1s«zuuben. W_urde er der Entfernung aus seiner Diöze1e 0090001111 10 samer 211111811151ng Ver- harren, so hätte die Maßregel der Ortsanweisung tbren Zweck“ ver- fehlt. Die Staatsgewalt wäre genöthigt, zu denselben Strafwtttxln zurückzugreifen, deren fortgesetzter Anwenduxg vorzubcugen sowohl tm offentlichen Interesse als auch im wvhlverstandenen Interesse der Be- theili ten wünschenöwertk) e_rscbeink. . _

Ös wird daher unerläßlich sein, auch 1cnen Fal] außerster Wider- seßlichkeit ins Auge zu fassen und auf eine geeigne'te AHWehr__Bedc1ch1 zu nehmen. Zu dixsem Ende wird nichts übrig blclben" als dem Gerst- lichen, der nach Erjchöpfung aller zulässtgm Zwangsnztttel durch_fo-11- dauernde Auflehnung gegen die Geseke grundsäßkich ferne staatsburger- lichen Pflichten verleugnet, auch die staatsbürgßrlicöen Rechte zu'ent- ziehen, ihn also in die Lags eines Fremden zu brmgen, der au898w1esen wcrden kann, Wenn sein Verbleiben im Jnlaude mit der öffentlrchen Ordnung nicht länger verträglich ist. - „Daß andere Stqaken erade gegen Geistliche, _ welche sich Mit den Strafgejcßsn ?olcher Maßen in KonfLikt 1e13en, von der Strafe deroVerbannung G8- brauch machen, ist bekannt. Es mag gcnügen, drxserhalb auf d1e neueren Vorgänge in der Schwäz, sowie für rankre1ch und Spanien auf die Bestimmungen des 0008 118081 art:, 01, 202, 204 und 205 und des 8001 0 116081 von 1870 811. 279*) hinzuweisen. Ohne Zwei- fel ist in die en Anordnungen ein richtiger ge1eßgeberischer Gxdcmke zur Durchführung gelangt. Gleichwohl wird in Deutfchland d1e Strafe der Verbannung, welche der jeßigey deut1chen Strafgeseßgehung fremd ist, nicht zur Anwendung zu bringen, vielmehr vorzuztchen sein, den Weg einzuschlagen, der durch das Reichögese vom 1. Juni 1870, betreFend die Enverbung und den Verlust der 110085- und Staats- ange örigkeit (Bundes-Gcseßblatt S. 351), bereits vorgezeichnct ist. Nach Inhalt der §§. 20, 22“ dieses Geseßez kann der im Auslande befindliche Deutsche, Weicher 1111 Falle des Kriege)? oder der Kriegs- gefahr der vom Bundespräfidium erlaffenen Aufforderung ur Rück- kehr nicht Folge leistet, sowie der Deut1che, welcher _ol)ne rlaubniß seiner Regierung in fremde Staatsdienste eingetretxn xst, der Auffor- derung zum Au60111 (x_us diesem Dienstverhältmß aber_ nicht nach- kommt, durch Bsubluß der Landes-Ceutral-Behörde seiner Staats- angehörigkeit 811411019 erklärt wxrden.

Diesen Fällsn, welche ei_ne 101111810 Verletzung der P ichten gegen den Staat zu ihrer Vorauöwßung habet), wird sicb der ier in Frage stehende Fall mit gutem Grunde an dre Seit; stel1_en lasen. Dies um so meHr, als nicht xu leugnen ist, daß ,ein Bnchof, welcher in Widerspruch mit dem richterlichen Urtheijl sem Amt fortführt, durch Beispiel und die Macht geistlicher Dröztplin aucb- dcp ihm xrgebenen Klerus zum Widerstandé gegen die Weltliche Obrigkeit verle1ten, und selbst darüber hinaus zu ernstlicher Störung der Rechtßordnung die Veranla ung geben kann.

An diesen Erwägungen beruht der vorliegende. Geseßcntwurf, zu Welchem im Einzelnen noch Folgendes zu b_emcrkcn 111: _

§.1 spricht der Landespolizeibehörde dte Besugxnß zu, emen durch gerichtlicheß Urthe_il 1eines Amtes entlassenen Getstltchen oder anderen ReligionSdtener [ofern dieser der Entlczffung kerne Folge leistet, i_n derselben Wei e einer Aufenthaltsbesckyrankung zu_ 1101erwerfen, rote solches bezüglich der Mitglieder des Ordens der Gejelljchaft Jesu durch das Gesc vom 4. Juli und die Bekanytmachuug zur Ausführung dieses Gee es vom 5. Juli 1872 (Rexchs-(Heseßblatx S, 253 und 254) gescbe en ist. Diese Bestimmung trifft 101110111 dteisnigen Geist- ltchen, welche durch besonders dazu bestellte staatltche Verwaltungs-

*) Diese Artikel lauten:

(3008 78081 1111. 201. 1188 0110181188 088 0111188 0111 111000008- 1001, (1808 1'81010108 (18 1801 0110181818 81 80 888811111188 111111110118, 1111 018001118 000180801 18 011110118 011 08081118 011 3007810810801, 0'1108 101, 0'1108 0100008008 107818, 011 (18 10111 811118 8.018 08 1'811101'118 111111110118, 881001 1111018 0'110 81011118000810801 08 11018 01018 8 (18111 8118,

011. 202. 81 18 018001118 00011801 008 111070081100 (1118018 5. 1a- 08801181888008 811: 1018 011 8111188 80188 08 1811101118 111111110118, 011 8'11 1800 8 801118781" 011 811081 11118 1181118 088 01107808 000118 188 8111188, 18 101018118 (111 011110 00'11 81118 111000008 8818 111101 0'110 801111180008- 10801 08 0811: 8 0100 808 81 18 111070081100 08 818 8111718 0811000 81181; 81 011 0800188810801 81 8118 8 00008 11811 8 18 0888081888008, 80118 1011188 1018008 08118 0111 8111811 0811811818 80 88011180 011 1870118.

1411. 204, “1001 80111 000180801 008 1081111011008 118817018188 811 011810118 101018 0118 08 8011, 81 0808 1001181 110 011018118 011 011118 88 8818 1013-818- 08 0111101181 011 080811181, 8011 18 g0117810801801, 8011 10111 8018 (10 1811101118 1101111008, 8111 011818 18 118108 (10 0800188810801 0011118 18 101018118 0111 1'81118 11111118.

811. 208. 81 18 «1188110008008 1080110088 811 1'01'11018 1118080801 8 818 8000me-Z'UÉL 011 8111718 0'8111188 18118 0001181188 811: 0181108111008 f011081188 01108 101 011 0'1108 0100008008 011 101, 18 0001181118 8818 111101 011 0800188810801, 8 100108 011818 110108 1881111801 (18 18 0811118 08 088 kZ-Ü-J 08 8011 111118 10118, 8110118] 088 08118 118108 111118 10118 8818 881118 811111101188,

(3001Z0 138081 vom 17. Juni 1870. 1411. 279, [108 1010181108 08 1108 10110100 0118 80 818111101010 08 8118 1110010088 111070011180 8 18 8180110100 08 011810111818 08 108 0811108 (“0011118001008 80 108 1188 08111- 10108 8018110188, 88180 08811Z'8008 0011 18 11808 08 088118110, 81 8118 0107008010088 00 8111118180 018010, )( 000 18 08 000111181018010 1081701 81,11? 111001118180, 8 00 881 0118 «1188110001818, 1101 01108 811100108 081 000100, WFA" 110118 81 081110 001081100.

gsrichtshöfe ihres Amtes 81111031 find, _wxil ihr Verhalten im Amte mit der öffent_lich_en Ordnung unvertragltch war __und ein solcher Gerichtshof ist fur Preußen durch das erwähnte Geje vom 12, Mai 1873 sowie für das Großherzogthum- Badxn durcb rt. 3 des Ge- Feßes vom 14. Februar 1874, betreffend dte AbäniZeruug einiger Be- stimmungen des Gesetzes 00111 9. Oktober_1860 uber die rechtliche Steuung der Kirchx ,und krrchl_tch_en Vereine, in das Leben ge- rufen, - als auch dte1em en Geistlxchen welch_e durch ein Kriminal- Erkenntnis; zu einer Stra e verurthetlt find, dre den Verlust des be- kleideten Amts zur Folge hat. In Bexreff der Fälle der ersten Ka- tegorie, in denen also bereits eme Gefahrdung der 5 entliehen Ord- m1ng,_1v(-lche zur AmtSentseßung des betreffenden Gerstlichcn geführt hat, emgetreten ist, kann im Hinblick „auf dxe Ausfuhrungen des all- geme_inen_ Theils der Motive von emer naheren Rechtfertigung des Bedurfmffes der hier in Vorschlag gebrachten Bestimmung abgesehen erden. Was, hingegen die Fälle der letzteren Kategorie anlangt, so wxrd, namentltch wenn es fich um gemeine Verbrechen handelt, die Kirch? der nge1 uach selbst Sorge tragén, daß der bestrafte Geist- l1che Jem brsk)exlges,3.'lm1 v-rr[asse. Gleichwohl find auch 0118 denk- bar, m denen kirchliche Obere ein von einem Geistlichen egangenes Verbrechen oder Vergehen, Welches nach den Bestimmungen der Staatögcseße den _Verxust des Amtes nach sich zieht, von ihrem S_taxzdvunkt aus „fur mmder erheblich erachten, und alsdann tritt der gcjcbüderte Konf1tk_t ebenfaÜs, und unter solchen Umständen möglicher- weise um so scharfer hervor, so daß das GEM auch diese FäÜe nicht unberücksichtig1 las en darf. , ' ' _

Die Vorqchri des 310811811 Almea 1chl1eßt sich den Bestimmungen der §§. 13, Ziffer 2, 20 und 22 des Gesetzes vom 1. Juni 1870 über die Erwerbung m_td den. Verlust der Staatsangehörigkeit an. Der Entwurf macht dte Entziehung der StaatSangehörigkeik davon abhängig, daß der GSistlich entweder der ihm auferlegten Aufenthalts- beschränkung zuwiderhandelt » mdem er der letzteren überhaupt keine Folge leistet, oder die ihm gewie1enen Grenzen übertritt - oder daß er nach dem Vollzuge der Aufentöaltsbeschränkuug fich noch mit Aus- übung des Amtes befaßt, aus welchem er durch gerichtliches UrtlZcil entlassen ist. Daß di_e Y_uWeisung, welche als Folgü des Verlustes der StaatSangehörtgkett 8101181811 kantZ, wenn sie auch keineörvegs iu jcdem Falle nothwendig emtreien muß, 1518 Wixksamkeit auf das ganze Bunde-Sgebtet erstr§ck1, wird im Hinblick auf anawge Vorgänge der Reichsgefeßgebung keiner bksonderen,Begründung bedürfen.

Während der §.1diejenigen Geistlichen im Auge 0.11, Welche ursprünglich rechtögultrg angestellt Waren, demnächst abcr ihres Amtes entseizt find, handext der . .

§. 2 von Per1onen,„ dre Un Widerspruch mit den Staathesetzen in ein kirchlicheß Amt emgetreten sind. Es erscheint diese Bestimmung nothwendig, weil gegen solche Personen ein Verfahren auf Amtöent- lassung, das stkts eine rechtögültige Anstellung zur Voraysseßung hat, nicht PlaZ greift, gleichwyhl aber durch sie die öffentliche Ordnung in gleich ohem Maße 11118 durch einkn abgeseßten Geist1ichen gestört Wkkdén kann. Um d1_es außer Zweifel zu stellen, genügt ein Hmweis auf den Fall, da _Jexnand den Staangeseßen zuwider von einem erledig18n 110101116 Befiß ergrcifcn möchte. Wäh- rend aßer m „den _FäÜen des §. 2, als die Voraus- seßnng für ein Cmscbreiten der StaatheWalt mit dcn Wirkungen des §. 1 eine strafrechtliche Verurtheiluug wegen unbefugter Vornahme 11011 Amtshandlungen hinzusteÜen sein wird, ist es zugleich zur Siche- rung dkr bedrphten Interessen des Staats dringend erforderlich, nach Lage der ervaltniße _auch schon nach Einleitung der gerichtlichen Un- ter1uchurxg eme Jutermrung des z'urUntersuchung gezogenen Geistlichen 111? Zorla§ufiZe Maßregel eintreten zu lassen. Dies schlägt der Schluß- 0 es . vor.

Zu §. 3, _DeerWurf hat den Fall nicht unberückfichtigt las- sen können, dax; 8111 1010er Staatßangehörigkcit verlustig erklärter Geist- licher das Jndigenat glerchzeittg in mehreren Bundesstaaten 1181181. Für einerxsolchen Fail, der nicht aliein reichögeseßlich zulässig ist, 1811- dem 15011ach11ch auch_mehrfach v_orkomm1, wird es unumgängltchfein, der in 810801 Bundesxtaate auSgexprochenen Entziehung der StaatSan- gebörigkeik, wenn fie die Befugniß zur Ausweisuxjg aus dem Bundes- gebiete begründen. soll, die WirkutF beizulegen, dax; mit ihr die Staats- angehörigkeit in 1edem anderen undesstaate erlischt. Außerdem er- schein1 es nothwendig, um daß gemeinsame Interests des Reiches wie der einzelnen Bundesstaaten [eder möglichen Evknkualität gegenüber sicher zukstellen, den Erwerb emer neuerx StaatSangehörigkeit von der Gknehmtgung des BundeSrathes abhängxg zu machen.

- Die Abgg. von Unruh (Magdeburg) und Genossen haben folgenden Antrag gestellt: Der Rerchstag Wolle beschließen:

1. _Zu §, 52 11er GeséhäftSordnung folgenden Zusaß zu machen:

Wahrend der ]eßigen Sesfion des Reichstages und den ersten 4 Wochen der folgenden geschicht die namentliche Abstimmung m der nachstehend angegebenen Weise:

_ .Der Prafideyt fordert die Mitglieder auf, den Saal zu ver- las1en. Sobald _dres geschehen, smd die Tbüren zu schließen mtt Aus- nghme exner Tbrxr an der Ost- und einer an der Westseite. An jeder dtefer beiden _Thurcn stellen [ich je zwei Schriftführer nebst einem, votn demf Prasidenten als Stimmenzähler zu bezeichnenden Abgeord- ne en (111.

' _ Auf ein _vom Präfidsnten m1t der Glocke gegebenes Zeichen kreten d1e11ntgen Mtfgltedex, welche mlt „Ja“ stimmen wollen, durch die Tbux an.der Ostfette rechts vom Bureau, die'enigen, wel (: mit „Nein“ sxrmmen Wollen„ durch die Thür an der estseite, [in s vom Bureatx, m den Saal em. .

_ Dre an „jeder der berden' Thüren stehenden zivei Sckoriftfübrer zghlen laut die exntretenden Mitglteder, Welche an den Stimmzähler eme Karte oder emen Zettel abzu eben haben, auf Welchem der Name des„emtrxtenden Abgeordneten ge1ckrieben oder gedruckt steht. Der St1mmza5ler samxxtelt 1118 Zettel oder Karten und achtet darauf, daß 1eder Emtxxtende e_men solchen abgiebt.

_Demna st 91-th der Präßdent ein Zeichen mit der Glocke und 16511th das , krutmnzm. Spater Eintretende nehmen an der Ab- stimmung kernen The_tl. Jedx nachträgliche Stimmabgabe ist auSge- schlossen; nur 11erzérafident, dre fungire'nden Schriftführer und Stimm- za [er geben die zä, [er auf dem Burxau. Die „anderen Tbüren des Saales Werden Meder geöffnet. D1e Schriftfuhrer und Stimmzähkr begeben fich auf das Bureau und melden_ das Resultat der Zahlung dem Präsi- denten, Welcher dasselbe verkundet.

' Nach den gbgegxbenen „Karten oder Zetteln mit dem Namen der Stmxmenden wird dre Abstrmmuygsbste nach dem bjsherigen ormu- lar fur den stenograpbtsrhen Bettcht aufgestellt, Zu1äße und emer- kungen auf d1eseu Karten odcr_ Zetteln bleiben unbeachtet.

11. . Zu §, 54 der Geschafföordnung hinzuzuseßen:

„Dr_e namentltche Abstxxnmyng erfolgt während des oben an ege- bepen Zeitraums nach den fur diesen bei §. 52 gegebenen Vorschri ten. Em NamenSaufruf findet nicht statt.“

Landlvirtbsthaft.

Der 111. Band (1874), Heft 2, der Ländwirthschaft- 11chen Jahrbüclxex, „Zeitschrift. für wissenschaftliche Landwirtbschaft und Archiv des Komgltch preußtschen Landes-Oekonomie-KeMgiumS, berauögegeben von ])r, H. von_ Nathufius, Geh. Ober-Regierungs- Rats) L_md Vorfißender des Köm lich preußischen Lqmdes-Oekonomie- Kollchums, und Dr; H. Thiel, andeS-Oekonomie-Rath und General- SekreZar des Königltch preußischen Landes-Oekonomie-Kolle iums, éBerlZY, Verlag_ von Wiegandt, Hempel & Parey, Verlagsbu band- un sur Landwrrthfchaft, Gartenbau und Forstwesen, 1874) enthält:

1 ragmentaxische Bemerkungen zur Wiener Weltausstellung. Von rof. ])r. Dunkelberg. 2) Ueber den Mangel an länd1ichen Arbeitern.

on Eixugrd Marc_ard, Gel). Ober-RegierunZs-Rats). 3) Das Gras

der_Spuhaucloen-Rzesclwiese zu Berlin 187'. Von ])1. Alexander

MUÜer. 4) Vermrschtx Mittheilungen. 5) Verhandlungen des König-

ltchxn „LandeS-Oekopomxe-Kvßegiums. Anhang. Repertorium der

FWF, e_nnßanerthschaftltchen Literatur. 1. Semester 1873. Von 1. . 1 .

arte mit ihrem Namen dem betreffenden Stimm-

Inser-i'ten-Er edition de- Deutstheu Kei s-aneigerz

nnd QöniglithJrenßisthen Staats-aneigers;

Berlin, illxelm-Straße Nr. 82. & ,

1. Steckbriefe und Untersuchungs-Sachen.

?. „Konkurse, Subhastat'ionen, Aufgebote, Vu- lad11nqen u. dergl.

:. Verkane, Verpachmngen, Submissionen :e.

Konkurse, Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl.

[1168] Bekanntmachung. 1, In dem Konkurse über das Vermögen der

Zandelsgesellschast Otto Kerstan & Co. hierfcsbst, .

[brechtsstraxze Nr. 21, und das Pripatvermögcn der beiden bier 0100011111101: Mitinhahermnen „der Han- delsgesellscbaft Franlety Caxolme erxtan und Wittwe Florentine Hmtzx 111 der Kaufmann Carl Michalock _hier, zum defimttven Verwalter der drei Muffen bestellt Worden.

11. Gleichzextig' ist zur Anmeldung dkr Forderungsn der KonkurSglaubtger noch eine Weite ; rist

bis zum 20. April 187. einsck) ießliclj festgesetzt worden. DU! Gläubiger, welche 1018 An- sprüche 0011) nich1angemeldet haben, werden quf- gefordert, drese1ben, fie 01139611 bereits rechtshängig 1810 oder nicht, 1101 dem dafür verlangtenVorrecht bis zu dem gedachten Tage bei uns 1ckris11ich oder zu Protokoll anzumelden.

Der Termm zur Prüfung aller in der Zeit vom 24. Februar 1874 bis zum 20. April 1874 an- gemeldeten Forderungen ist auf den . Mai1874, Vormittags 10 Uhr, vor *dem Kommiffar Stadtgerickzts - Rath Siegert, im TerminSzimmer Nr, 47, im

2. Stock des Stadtgerichts-Gebäudes anberaumt. Zum Ers einen in riesem Termine wer- den die sämmtlichex läubiger aufgefordext, welche ihre Fordmmngen mnerhalb einer der Fristen ange- meldet haben. '

Wer'seine Anmeldung schriftlich einreichl, hat eine Y_bsckxrtft derselben und ihrer Anlagen beizu-

gen.

Jeder Gläubiger, welcher nicht in unserem Amts- bezérke semen Wohnfiß hat, muß bei der Anmeldung Fuer Fo_rd81ung einen am hiesigen O110 wohnhaften

evoUmachtigten besteÜen und zu den Akten anze_igen,

Denjenigen, Welchen es [yier an Bekanntschaft fehlt, Werden die Justiz-Rälhe Xräukel, Ylathner, Poser und der Rechts - Anwalt Fans zu Sachwaltern vor- ge1chlagen.

Breslazt, den 13. März 1874.

Königliches Stadtgerrcht. Abtheilung 1.

[1137] Ediktal_laduug. _

Da der Güteversuch mißlungen ist, wird uber das Vermögen der Wittwe des Sckxmiedes und Wir- theY Adam Rüger, geb. Eiche, und deren min- derjahriger Kinder Adam Ernst, Jacob Augusi, Amza Martha, Adam August, Anna Eva, Marta E(ijabetha der förmliche Konkurs erkazmt _und Liquidatwnstermin, in welchem die Gläubrger 150! Forderungen unter Vorlegung der betreffenden Be- wcßsßücke anzumelden und zu begründen haben, aux en

16. April d. Ts., Morgens 9 Uhr

Contumazirftnnde, „_ ber Merdung der Ausschließung von der Masse hter- her anberaumt.

Hersfeld, den 18. März 1874.

Königliches Amtsgericht. 211111). 11. Schoedde.

Berichtigung. .Die laut Proklama des König- lichen Kreiögerichts zu Thorn vom 8. chnuayc. (Nr. 12, 39 und 63 d. Bl.) aufgebotenen fünf Aktxeq der Kreditbank von Donimirski, Kalkstein, LySkOWSkl u..Co. zu THorn, 11111. 14. Nr. 149 und 150 und 11111. 13. Nr. 1047, 1048 und 1049 über 18200 Thlr., lauten nich_t auf den Namen der Frau Grafin Laura Czapoka, 1ondern Czapska (zu Berlin).

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen :e.

Pferde-Auktiou. Die diesjährige Auktion von Gradißer Gestütpferden soll Sonnabend, den 28. Mär 5. I., von_Mittags 12 Uhr ab auf dem Kön glühen Gertüthofe zn Gradih [Zei Torgau statt “nden und zwar werden ca. 50 vierjährtge und ältere engste, Stuten und„Wallache, incl. ca. 10 junger, zu RMUZWLCken geetgneter VoÜblut- Yferde, sowie einiger Fohlen, zum Verkauf kommen.

ämmtliche vierjährige und ("111818 Pferde smd mehr oder weniger 111110, zum THetl auch gefgbren und wird das Nähere uber Abstammung 2c.„de„r1elben guss den vom 20. März d.„J. ab im Könrgltchen Mxnr- sterium für die landwutbschaftlichen Angelegenheiten 11 Berlin, im [L_nionScxub zu Berlm, Dorotheen- 1traße Nr. 12, betm Umversikäts-S'taümeister' Herrn Bieler in Leipzig und hier 10 Gradrß zur Empfangnahme bereitliegenden Listen zu er ehen sem. Am Auktionstage werden beiAnkunft des 0988 11011 Berlin resp. Cottbus, Vormtttags 10 U r 48 Mm. am Bahnhof Zschackau Wagnx zur A holung be- reit stehen. Gr,adih, den 3. Mar 1874.

Der Königliche Laudsta meister. Graf Lehndorff.

[1142 ' Die]Pflafteruug vou yr. ]]1'. 1600 Qu-M. Lufuhrweg auf denx Bahnhof: des Eisenhahn- ataillons bei Schöneberg soll an den Mmdest- fordernden vergeben werden. . ' Submisfionsbedingungen und Situatiousfkizze smd auf dem diesseitigen Bureau. Alt-Moabit 39, einzu- sehe?“ Offerten bis zum 2. April 11. I. einzu- ret en. _ Kommando des Eisenbahn-Bataillous.

[1091] Bekanutuzaehuug.

Für die Kaiserliche Werft sollen 2000 Last Wales- Ko len bescha 1 Werden. , ,

Lieferun So exten find versiegelt mri der Aufschnft „Snbmis on auf Lieferung von Wales- Kohlen“ bis zu dem am 9. Apxil er., Mittags 12 Uhr, im Bureau der unterzeichneten Behörde anßeraumten Tkrmine einzureichen, Woselbst dieselben in Gegenwart der etwa erschienenen Submittenten geöffyet wxrden. , _ '

Dre Lieferungsbedingungcn, Welche aux portofrere

4. Vektxxrxung, Amortisation, ZinUahlnns u. s. lv- von onenrliehen Papieren.

Oeffentlicher Anzeiger.

5, IndußriekleEtablisementöIabriken u.Er-ßhandel. «. Verschiedene Bekanntmachungen. 7. Literarische Un eigen. 8, kamilien-Rack) chten.

Jserate nimmt a11 die autorifirte Annoncen-Expedition von

adolf Mo e 111 Berlin, Leipzig, 9

furt a. M., Nürnberg, Straßburg, Zürich und Stuttgart.

amburg, Frank-

reslan, Halle, prag, Dieu, Mümhev,

'. Central-Handels-Register. - Erscheirrt in sepa- rater Beilage.

2101100898080 Erxtatfung der Kopialien abschriftlicb 111110101010 werden, liegen in der Registratur der K.“;qcxltcbcn Wkrft zur Einficht aus.

Kiel, dsn 16. März 1874.

Kaiserliche Werft.

_ Verloofnng, Amortisation, Zinszahlung u. s. w. von öffentlichen Papieren.

[1147]

Bei dé'k am 6. März stattgsl)abten Verloosung von Stadtobli ationen der 881180 1. bis 7111, nach dym Privi egio vom 14. Mai 1866 find fol- gende Nummsrn gezogen worden:

88118 1, 1111118 3. Nr. 30.

88118 11. 1111118 (I. Nr. 51. 55 und 61, 11111181). 159. 162 und 192.

88118 111, 14113113 (), Nr. 93, 1111118 1), Nr, 125, 131 und 155, 1111?ka 11. Nr. 196 und 204.

88118 17. [111118 (3. Nr. 66. 70. 104. 109 und 110, 1.003 0 Nr, 161.

88118 7 1111118 (ck. Nr. 40. 60. 96. 187 und 200, 1111211341). Nr. 249 und [111118 12. Nr. 425. 471 und 482.

88118 71. 1111118 13. Nr. 18, 1111118 €. Nr. 133 und 1111118 143. Nr. 405,

88118 1711. [111118 (ck. Nr, 16, 41 und 47.

88118 7111. 1.111ka- 0. 911.202 und 203, 11111181), Nr. 225, [1113151'3 13. Nr. 266.

, Vorbezeichnete Obliggtionen Wkkdén den Inhabern dergestalt gekündigt, 01113 die Auszahlung der Valuta zum 1. Juli 01“. erfolgt. Die Zahlung kann 0001 früher auf umersr Stadt-Hauptkasfe in Empfang genommen Werden. Mit 30. Juni cr. hört jede Verzinsung der geloosten Obligationen auf. Brandenburg, den 11. März 1874.

Magistrat.

[1150] Bekanntmachung,

betreffend die Kündigung der öprozeuti en

Anlethe von 150,000 Thlr. des _Kreises Ko eu

vom 6. September 1864 ur Rückzahlung am . 1. Juli 18 4.

Die auf Grund des Vlüerböcbsten Privilegiums vom'_11. Jult 1864 (Nr. 34 Seite 870 der deutsch- poln11chen Ges8Z-Snmmlunq pro 1864) nach Maß- gabe des Kreistagsbeschluffes vom 13. November 1862 unter dem 6. September 1864 außgegebenen 5prozentigen Kreis-Obltgationen des Kreises Kosten im Betrage von 150,000 Thlr. werden in Gemäßheif des Kreistagsbeschluffes vom 9. März cr. von_der un1er:eich1_1e1(xn und dazu bevollmächkigten Kommijfion zur Einlömng gegen Baarzablung des Kapitalbetrages vom 1. Juli 1874 hiermit gekündigt. Die durch diese KreiI-Obligationen verbrieften Kapitalbeträge find vom 1. Ju!i 1874 ab täglié, mit Auönahme der Sonn- und Festtage und des affenrevifionstages, des 20. jeden Monats, bei der Kreis-Kommunalkasse zu Kosten gcgen Quittung und Rückgabe der Krets- Obligationen nebst dem dazu gehörtgen, am 2. Ja- nuar 1875 fällig werdenden zehnten ZinScoupon der 11. Serie und Talons, soweit die Obliggéionen ni 1 bereits friiher 118110011 und mit einer größeren Anza [ vou Zinscoupons gekündigt smd, baar m Empfang zu nehmen. -

Wenn der_ 311158000011 10 mit den Obligationen nicht eingeliefert wird, 111 wird der Geldbetrag des- sc!1»en von dem Kapitale einbehalten.

Die auß den früheren Vexloosungen gekündigten, 310: Einlöxung aber noch nicht präsentirten Obliga- tronen und zwar:

1) aus der Vcrloosung vom Jahre 1871: 11111, (). Nr. 101 über 100 Thlr. ist mit den Coupons Nr. 4-10,

2) aus der Verloosung vom Jahre 1872: 11111. 0. Nr. 359 iiber 100 Thlr. und 11111. V. Zkr.11)85 über 50 Thkr. find mit den Coupons

3) aus der Verloosung vom Jahre 1873: 11111. 13. Nr. 15 über 500 Thlr. 1.111, (3. Nr. 55 über 100 Thlr. _und 11111, (2. Nr. 352 über 100 Thlr. find m1t den Coupons 8-10 ein-

_zuliefern. _

Dxelxeni en Krels-Obkgattonen, deren Bettag am 1. 3111 1 74 mch17erhoben wird, können innerhalb dex nachsten drexxztg Jaßre auch in späteren Ter- mmen zur Einlö ung prafentirt werden, fie tragen aber vom 1. Juli 1874 ab'keine Zin1en mehr. Sind dagegen'dreißtéz Jahre 1100) tbrer Fäuigkeit verflossen, Y) verlieren 10 ganz thren Werth. Ebenso werden

inScoupons weyblys, wexm fix innerhalb 4 Jahren nach ihrem Fallxgkettstxrmme, nicbt abgehoben werden.

Kosten, den 21. Mar 1874;

Der Landrat!) und die eisfiändisäzexkommisfiou Kostener Kreises. helga, or. Koznnowgki, Königlicher Laudrath. praktischer Arzt. Stefan 7. [)]!1111101'Qk], Rittergutsbefißer. Frei err »“. ÜEkßllol'k, Robert l-obmanu, ittergutsbefiser. Ritkergutsbesitzer. Stefan, Graf. B'61t0773ki, . thtergutsbefißer.

[1151] ' . _ Danztger Prm nt- Aktien - Bank.

Die von dem VerwaltunKSratb für das Jahr 1873 auf 38 T lr. 22 Sgr. 6 Pf. pro Aktie feß- geseyte D videude kann vom 1. April er. ab

m Dau ig an unserer Kaffe,

in Verl 11 bei Herrn Louis David Meyer, in BreSlau beim Schlefisthen Bauk-Vereiu- in Cöln, Magdeburg, Pdfeu uud Stettin

bei den dortigen Pripat-Zettelbanken, in Kböuiéxsberg bei der Königkberger Vereins- au erhoben Werden.

Zu diesem Zweck ist den Dividendenscheinen ein numerisch geordnetes,„mit de_m Namen des Erhebers versehenes Verzeichyiß beizun'xgey.

Dre Direktion.

[189] .

Jn Gemäßbeit der durck) _dic Allerhöchsten Ka- biuets-Ordres vom 21. Augmt 1852 und vom 23. Juni 1854 dem Wiftenberger Deichvcrbande veriiehe- nen rrvtlegten zur AuSgabe von Deichobligafioncu 1111 *esammtbÉrage von 180.000 Thlr. hat durch dre da n gewahlteKommUfion des Deichamts die Ausloo1ung der am das Jahr 1874 zu kündigcuden und zu amortisrrenden Deichobligakionen im Betrage von 3159 Thlr. stattgefunden.

Nachsteheyde Numxncrn der Deichobligarioncn smd ber d181er AuSloUung gezogen worden:

1) Von der [. Abtheiluu . 111111, 0, Nr. 17. 33 und 61 8 500 Thlr. 13, , 20. 86 und 134 Ia 100 Thlr. (ck. 37 und 59 8 25 Thlr. 2) Von der 11. Abtheilung. 111111. ]). Nr. 167 und 194 8 500 Thlr. 153. , 209 und 306 T1 100 Thlr. B'._ , 288. 333. 407“ und 543 8 25 Thlr. Indem 10") ME zur öffentlichen Kenntnixz bringe

! und gieichzeitig die gedachtexr Obligationen auf ! Gxund des §. 2 der Allerhöchyt verliehcn0n Privi- legien hiermit kündige, fordere ich die Inhaber der- selbkn auf, die ausgeloostcn Dsichobligatfonkn am 1. Juli 1874 der Kasse des Wittenberger Dcicbvkr- bands 311 Preßsch _nebst Coupons Jzu präsentiren, worauf derén“Einlö1ung Erfolgen wird.

In Bezug ;?an die PräklufivbestimmuWen, 1011- nach (111808100118 oder gekündigte Dcichobligationen, deren Betrag in dem ssstgeseßten Termins nicht er- hoben wird, irmerhalb der nächsten 10 Fabre auch 111 1115118180 Terminen zur Einlösung präsentirt wer- den könne_n, _dann aber kein? Zinsen mehr 1189811 und 11050 Verklnß von 10 Jahren nach ihrer Fälligkeit 1hr§n Werth ganz verlreren, beziehe ich mich auf “Z. 5 dsr AÜLÜÖÖÜLY Privilegikn, Welcher jedkr Ob- ligation bcigédruckt i11.

Wittenberg, den 3. Januar 1874.

Der Deichhanptmann. Landrats; a. D. v. Jagow.

[988

und 71. Emisfivn unserer Gesellschaft erfolgt [wi der iliale 10 Köln 61 unserer Hauptkaffe (Fran

mit der Quittung über den Empfang des GeldbeÉrag Köln, den 14. März 1874.

Köln = Mändener Eisenbahn- Gesellschafß

Zinfenzahlung.

Die Einlösung der am 1. April cr. erfallendcn Zichoupdns der Prioritäts-Obligation 111,017.

in Berlin bei dem Herrn S. Bleichröder und dcr Direktion der Diskonto-Geseasch.a11: in Hamburg bei der Norddeutschen Bank, in Frankfurt a. M. bei den . erren M. A. von Rothscküld & Söhne und '

c:»

der Bank für Handel und Industrie „1:7

in den geWöhnlichen Géchäftsstunden vom 1. bis 15. April er. und

kcnvlaß) Vormittags.

Die Inhaber mehrerer Coupons wollen den Zahlstsllen ein nach den Nummern geordn8tcs und

00 0011011008 Verzeichnis; vorlegen.

Die Direktion.

Die Einlösung der

diesem Termine an

Hamburg, den 23. März 1874.

11.4571 Hypotheken-Vunk inéiixHumbUkF

888".

am !. April“]§74 fäklig werdenden Ziuscoupons unskrer vierundeiuhalbprozentigen Hypothekenbriese erfolgk von hier bei unserer Kaffe, Große Bleichen 15,

in Berlin hei der Prenß11cheu Hypotl)ekeu-Verfiäzeruugs-Aktien-Gesellscl)aft. Den Coupons rst eiu artthmetqch _geordnekes Nmnmernvcrzeicbnis; beizufügen.

Die Direktion.

8010988091110917-7

„01101000011111661017 .

[1143]

1318 118101188011111080-“1'1100008-1T01010188100 21. 1781111181

5. 11118312

01110111 181, 81811g8s110080 1181. 118 77111080 f01Z61106 171110111810 g820§80 8. 1,000 11171, 81, 370, 5 .. 500“ 170,36

110. 38,691 38,692 38,693 38,694 38,695 38,696 38,697 38,698 38,699 38,700

. 78,010 78,011 78,012 78,013 78,014 78,015 78,016

R0. 36,701 38,702 38,703 38,704 38,705 38,706

R0. 38,681 38,682 38,683 38,684 38,685 38,686 38,687 38,688 38,689 38,690

. 78,001 78,002 78,003 78,004 78,005 78,006 78,007 78,008 78,017 78,026 78,009 78,018 78,027

211881111080 3 0011118110080 8 ] 4 . 55 ,. 49 [01 (18111811 111 1180818108111010800 1011 0810 810 17. 17811111

38,708 38,709 38,710

110. 78,019 78,020 78,021 78,022 78,023 78,024 7 8,025

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