1874 / 74 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Fri, 27 Mar 1874 18:00:01 GMT) scan diff

fie in gewissen Fällen zufammentreten und gemeinsam abstimmeg? SoÜen etwaige Konflikte gemeinsam oder durch beiderseitige Kommrf- sionen beigelegt werden? 16) Soll der Senat das Recht haben, _auf Antrag der vollziehenden GeWait die Dcputirten-Kammer auf ulöjen? Soll ibm bis zum Zusammentritt einer n.'uen Deputirten- ammer ein Tbeil der gesetzlichen (Hervalt zustehen? _ _

_ 25. März. Das „Journal officiel“ veroffentlicht den zwischen Frankreich und Belgien abgeschlossenen Vertrag über den Anschluß der neu zu bauenden Eisenbakxnen von Lille nach Comines und von Tourcoing nach Menm an die vorhandenen belgischen, bez. französischen Bahnen an der bel- gisch=franzöfischeu Grenze. _

_ Vor zwei Tagen wurde der wegen seiner Theilnahme an der Kommune zum Tode vcrurtheilte und dann zu lebens: länglicher Deportation begnadigte Kapitän Mathuzewitck) degradirt. Der chradirung, welche in dem großen Hof der „110010 mjljtujt's“ stattfand, wohnten dreiInfanterie-Regimenter, ein Iäger-Bataillon, ein „Artillerie- und ein Kürasfier=Regiment bei. Außerdem mußten 300 Offiziere der Garnison von Paris auf Befehl anwohnen. Ein Oberst führte den Oberbefehl.

Versailles, 26. März. (W. T. B.) Die Interpellation

eÜctans betreffs der Civilbeerdigungen wurde heute nach dem Be- chluffe der Nationalversammlung auf 6 Monate zurück- gesteUt. Hierauf begann die Berathnng über die in der Umge- bung von Paris auszuführenden neuen BefestigungE-werke. Der Präsident der Armeekommisfion, Lasteyrie, bekämpfte das System, wonach in weiterer Entfernung von Paris Forts errichtet werden sochn, weil der Zweck, dadurch mehr Truppen in Paris M im- mobilisiren, nicht erreicht werde. Auch hob er den großen, da- durch herbeigeführten Kostenaufwand Und die Schwierigkeiten der Vertheidigung hervor und empfahl, die Befestigungen in mehr begrenztem Raume anzulegen. Brunnet spricht für die Vorschläge der Kommission und WM dieselben noch weiter er- gänzt Wissen durch Errichtung von 4 großen versckxanzten Lagern in der Näße von Paris. Oberst Denfert: sprach fiel) aus ähn- lichen Gründen wie Lasteyrie gegen die Vorschläge der Kom- misfion aus. Die Debatte wnrde sodann auf morgeii vertagt.

Die für die Dauer der Ferien dcr Nationalversammlnng gewählte Permanenzkommission ist aus 16 Mitgliedern der Rechten und 9 Mitgliedern der Linken zusammengeseßt.

Spanien. Somorrostro, 27. März. (W. T. B.) Die Regierungstruppen haben heute weitere Fortschritte gemacht und das unmittelbar an San Pedro de Nlbanto be- legene Dorf Pucheta durch einen Bajonnetangriff genommen. Der rechte Flügel der carlistischen Position wird von den Trup- pen heftig bedrängt.

Italien. Rom, 24. März. Die „It. N.“ melden Fol- gendes: Mehrere in Ncapek erscheinende Zeitungen haben beun- ruhigende Gerüchte über den Zustand Ihrer Königlichen Hoheit der Herzogin von Aosta, verbreitet, welche insofern unbe- gründet sind, als im Befinden der Hohen Fran keine außer- ordentliche Verschlimmerung eingetreten ist, obwohl es noch immer viel zu wünschen übrig läßt.

Türkei. Konstantinopek, 26. März. (W. T. B.) Die Journale veröffentlichen das vom Sultan genehmigte Bud- get für 1874_1875. In demseiben find die Einnahmen auf 24,800,000, die AUSgaben auf 25,600,000 türkische Lire veran- schlagt. Darnack) ergiebt fick) ein Defizit von 800,000 Lire, wel- ches durch eine. Verminderung der Ausgaben beseitigt werden soll. Die eingesetzte Spezial-Kommisfion hat die Amortifirung von 142 MiÜionen der schwebenden Schuld beantragt.

_ Ueber die Beziehungen zwischen der Türkei und Per- sien wird rusfischen Blättern nus Konstantinopel gemeldet, daß

. der dortige Vertreter Perfiens demnächst mit der Pforte Unter: handlungen wegen des Handelé'vertrages anknüpfen dürfte, deffen Grundzüge schon vor einigen Jahren durch den pers“ = schen Minister der auswärtigen Angelegenheiten Mirza=Hussein= Khan auSgearbeitet smd. Der Minister, der nach kurzer U11- gnade im Januar d. 3, wieder in sein Amt eingesetzt wvrden ist, scheint die auc'Z-wärtige Politik wieder kräftig in die Hand nehmen zu wollen; deim man hört des Weiteren, daß auch die Verhandlungen zwischen Persien und der Pforte, welche in Konstantinopel seit mehreren Jahren in Bezug auf das Reglement der Recht6pflege schwebten, jetzt geschlossen und daß die Obwaltenden Differenzen, die sick) der endgiltigen Redak- tion des Projektes entgegenstellten, nunmehr als beseitigt zu be- trachten smd. Die Konvention ist auf den Brief Rechid-Pascha's an Mirza-Hpffem-Khan gleich nach der, Anwesenheit des Schah in Konstanrmopek bafirt und Wird gleich nach der Aquechselung der betreffenden Noten zwischen beiden Regierungen in Kraft trete_n._ Nack)_der m Rede stehenden Konvention soklen türkische Indwrduen d1eselben Rechte in Perfien genießen, wke die eigenen Landeskindcr, und umgekehrt.

Nurnänien. Bukarest, 26. März. (W. T. B.) Nach dem Bertchte des Budgetarrssrhusses betragen die Staats- aungaben_ pro _1875 voranschlagsmäßig 97 MiUionen Franken; das Defizit beziffert fick] demzufolge auf 6 Millionen Franken.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 25. März. Der Kongreß_ der Vertreter russischer Agrarbauken hat am 10. Marz um 8 Uhr Abends im Saake des Konseils des Finanz-Minifters seine Sitzungen erö "net.

Nachdem der Vorfißende, Staats-Sekretar Fürst Obolenski, den Zweck der Versammlung dargelegt und auf die Bedeutung der Fragen hixgewiesen, deren Erörterung zeach dem Vom Firmnz-Minister be- statigten Programm den Mitgliedern des Kongresses anbeimgestellk worden,_ sprach er am Schluß seiner Rede die Hoffnung aus, daß durch die vereinten Anstrengungen_ der Bankvertrcter diese Fragen eine ihrer Bedeutung entsprechende Lömng finden werden.

Darauf machte der Vorsitzende Mittheilung über die an die Mit-

glieder vertbeilte Sammlung von Material und AuSweiseu über die zur Bexatbxmg vorliegenden Fragen und über die Zusammensetzung des Kongreffez. Der Justi;=Minister hatte es ziveckmäßig gefunden, daß an den Arbeiten des Kongresses in Bezug auf die Hypothekcnfrage a_uch Vertreter seines Resforts theilnebmen, und so waren der Wirk- liche StaatSratb Markow und der StaatSrath Golubew zum Kon- greß delegirt worden.

Der erfißende stellte darauf den Antrag, den Kongreß in drei Sektionen zu theilen, um die in den Pleuarversammsungen aller Mit- glieder zur Erörterung kommenden Fragen einer Vorberatbung zu unterziehen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen und sogleich zur Bildung der Sektionen gcschritten. Die erste Sektion wird sich mit den in den Bereich der Artikel 1 und 2 des Programms gebö- renden Fragen, die zweite Sektion mit den durch Artikel 3 und 4 an- ?cebdxxttteten und die dritte Sektion ausschließlich mit dem Artikel 5 be-

as igen.

_ Die „Mosk. Ztg.“ schreibt, daß die Meinungsäußerun- gen des Justiz Ministerium?- in Bezug auf die Reform der Gerichtsinftitutionen in Westsibirien, sowie auch die von der besonderen, beim Instiz-Ministerium kotiftituirten Kom- misfion entworfenen Projekts nebst Bemerkungen der 11. Ab- theilung der eigenen Kanzlei Sr. Majestät des Kaiser?- und des Finauz-Ministeriums und ein Memoire des General-Gouver- neurs von Weftfibirien zur Begutachtung zugegangen find. T_em erwähnten Projekt zufolge beabsichtigt man zu- nächst das Hauptaugenmerk auf die Verbesserung des gegenwärtigen Gerichtsverfahrcns durck) Kreirung von UntersuchungHrichtern und ErZöhung des Ge alls der Beamten der gegenwärtigen Gerichtsbe örden zn rt" en. Ferner soll die Einführung der friedensgerichtlichen Institutionen in Sibirien mit vorheriger Reorganisation der Gerichte für Bauern und nicht einheimische Völkerstämme, die Ernennung der FriedenSrichter in volkretchen Städten durch die Krone, wie dieses bereits im Kau- kasus und in den westlichen Gouvernements geschieht, die Reor- ganisatioit der Prokuratur W. in Betracht gezogen werden. Falle“- von Seiten des Finanz-Ministerinms keine Schwierigkeiten vor- liegen, soll die Gerichtsrefomn noch in diesem Jahre zur Aus- führung kommen, andernfalls aber spätestens zu Anfang des

' nächsten Jahres.

SchWeden und Nortvegen. Christiania, 22. März. Das Lagthing hat jcßt, gleichwie vordem das Qdelthing, den Negierunggvorsthlag zum sogenannten „Mellemrigslov“ ein: sttmmig ohne Diskussion angenommen, und diese, für den ge- meinschaftlichen Verkehr und die materielle Entwickelung der Brüderreiche so wichtige Reform ist somit ]“th norwegischerseits gesxchert, während anzunehmen ist, daß auch der schwedische Reichstag seine EinmiUigung geben wird.

Am 25. d. M. soll dem Vernehmen nach noch der Konsti- tutions-Komite-Antrag, betreffend die StaatSrarhSangele- genheit, zur Verhandlung im Storthing kommen.

_ Dänemark. Kopenhagen, 24. März. Die „Mini- sterraltidende“ theilt mit, daß zufolgeVerichts der Königlichen M1": nze an das Finanz-Ministerinm bis zum 16. d. M. 285,000 Zwei-Oerestücke gleich 5700 Kronen oder 2850 Rigs- daler RigSrn. geprägt worden smd. -

_ Der betreffende FolkethingSaU-Zschuß hat heute sein Gutachten über die Folketbiiigswahl am 14. November 1873 für den zweiten Wahlkreis dec; Amtes Aalborg, [ant welcher der Iustiz-Minifter Klein mit 850 Stimmen gegen 841 zum Folke- thingsabgeordneten für den genannten Kreis gewählt wurde, abgegeben. Die Mehrzahl des Ausschusses (Alberti, Boisen, I. L_s. Hansen, Holm Und Högsbro, sämmtlick) Mitglieder der ver- einigten Linken) beantragen, das Thing möge die Gültigkeits- erklärung der Wahl des Justiz-Ministers verweigern.

Amerika. Washington, 27. März. (W. T. B.) Der Senat hat eine Bill angenommen, durch Wesche der Betrag derdau-Zzugebenden Greenbacks auf 400 Miilionen beschränkt nur .

Nr. 13 des _„Justiz-MinistcrialJBlatts“ bat folgenden Jubast LlÜgememe Verfiigung vo_m 20. März 1874, betreffend die (He uche dcr Justizbcamten um Anstellung, Versetzung oder Beförde- rung. _ Mlgemeine Verfügung vom 19. März 1874, betreffend die Bereckpmzng pon Gehältern und anderen forrtaufenden Kompetenzen fyr Theile eines Zeitabsthnittes. _ Erkenntnis; des Königlichen Gc- YZFHVW zur Entscheidung der Kompetenz-Konflikte vom 9. Januar

_Verordyung über die Ergänzung des Offizier- C_orps der Kaiserlichen Marine nebstAllerböÖster .Ka- b_r_n_et6-Ordre vom 10. März 1874 ist weben im Verlage dcr ._Konigl. Gel). Ober Hofbucbdruckerci (R. v. Decker) erschienen. Alle alteren entgegenstehenden Bestimmungen, insbe10ndere die Verordnung vom 16. Juni 1864, smd hierdurch aufgehoben.

Statistische Nachrichten.

München, 25 März. In einem mch amtlichen Mittheilungen auf_gc1tellteu Verzeichmß über die täglichen Cholera-Fälle in Mur_1chen, welches dax? heute erschienene ,Acrztliche JnteÜigenzblatt“ ezithalt, sm_d m der Zeit vom 9. Marz, an Welchem Tage die polizei- lichen Berichte Über den Tagesstand eingestellt wurden, bis um 22. Marz _39 Erkrcznkungen und 28 Todesfälle an Cbolera vvrge ommen. Die [)ocb[ten Ziffern Weist- der 18. März mit 8 Erkrankungen und 6_Todeé_faklen auf; Für die übrigen Tage sind nachstehende Ziffern 1nttget[)_eilt: 9. Marz 2 Erkrankungen, 2 Todesfälle; 10 März 2, 2; 11. Mgrz 2, 1; 12. März 1, 1; 13. März 3, 4; 14. März 2, _; 15. Mizrz 2, 2; 16. März 2, 3: 17. März 2, _; 19. März 2, 2; 20. Marz 3, 2; 21. März 2 Erkrankungen, 1 Todesfall.

Kunst, Wissenschaft und Literatur.

Berlin, 27. März, Jm Wissenschaftlichen Verein in der Smgakademre wird der diesjährige Kursus der Vorlesungen am

Sonnabend, den 28, d. M. 5 Uhr mit _dem Vortrage des Hauptmanns im Großen Generalstabe, H elmutl), über „die Schlacht bei Sedan“ beschlossen rvrrden, _

_ Die Mitglieder des Deutschen Bühnenvereins versam. melten sich am 24, d. M. unter dem Voxfiße _Sr. Excellenz des Ge- neral-Jntcndanten Kammerberrxi v_. Hülsen tt_n Saale des „Hotel Hauffe“ zu Leipzig zit_der athrltchen geschäftlichen Besprechung.

Goslar, 23. Marz. te im vorigen Herbst die südliche Seite des Daches der Katterrfalz durch einen Sturm abgedeckt Wurde, so riß em heftiger Windttoß am Freitag Nachmittags 3 Uhr auch das alte Dach auf der Nordseite_ nieder. Uebrigens schreitet die Restauration des Kaiserhauses rüstig vor. Mit der Vollendung des neuen Daches auf dem westlichen Flügel ist leßtercr bis auf den Bo- den _des Saales vollständig [)erge tellt, und man hat den Mittelbau, sowre dcn nördlichen Flügel in Angriff genommen.

_ Aus Laibach wird nach Wien gemeldet; „Am 21. 1). um 8 Uhr Morgens [)_at in der Südbahnstation in Sanct Peter und in Dornegg bei Jslyrtscb - Feistritz ein starkes wellenförmiges Erdbeben stattgefynden. Es war von Getö1e begleitet und hatte die Richtung von Sud_nach Nord._ Nachmittags um 23"; Uhr erfolgte ein Weiter aber schwaéberer Stotz.“ _ Wie aus Fiume gemeldet wird, hat si datelbß am 21. d. Mts. gegen 8 Uhr früh ein ziemlich starker Erd- stoß fuhlbar gemackzt.

_ Wie dte_Sternwarte zu Pola an die Wiener Störnwarte tcl_cgrapl)11ch berichtet, wurde am 18. März um 14 Uhr26 Minuten xnittlere Sternzeit ein bisher unbekannter Planer entdeckt. Derselbe 1st 11. Große und recht bel]. Weitere Beobachtungen über dieses Gestirn werden auch von Wien aus angestellt Werden und die Resultate dann bekannt grgeben Werdrn.

Gewerbe und Handel.

Paris, 26. März. (W. T. B.) Gegerüber den an der Börse verbreiteten anderweitigen Gerüchten wird von unterrichtete]: Seite mitgetheilt, da[; das Vorfchußgescbäfr im Betrage von 40 Mill. Fred., über Welche?; für die Türkei mit einer- axxs der Banque d'eseomptx, der Banque ottomcine und den Bankhäujcrn Hentsch und Hirst!) be)tehenden Gruppe verhandelt wird, zwar noch nicht unter- zelcf)_net, aber dem lefckylussc nahe sei. Die Ratifikation der Kon- vention mit dem Crédit mobilier ist von Konstantinopel noch nicht

eing-clangt. _ VerkehW-Anstalten.

Siy_111cn1üiide, 27, März. (W. T. B.) Der Posidamwfek des balt11chen Ltoyd_„Frank[in“ ist gestern Abend Von New-York wvhlbrbalten hier eingetroffen.

_Mannheim, 23. März. (Mnnl).Anz.) Die NHein-Dampf- sckxlffabrt ist eröffnet; von morgen an Werden die Boote drr Cöln- Diisse1dorfer Gesellschaft ihre regelmäßich Fahrten nach Cöln, Arn- heim u_nd__Roti*erdam wicder aufnehmen. Auch die Niederländische DamLbetsf-Rhederei [)at ihreKahrten wieder begonnen.

St. Petersburg, 25. . ärz. Das Konsortium anerstean

der ru_sst)ch-11_1dr1chen Eisenbal)n,_ mit anderen orten des Lesseps'1ck)en Proxxbts, welcbes in Paris zu1ammengetreten ist, besteht nach der „Ruf!; EULUÖ. Ztg.“ und dem „Engineering“ aus folgenden Personexx: “Ferdinand Lesseps, _Erbauer des Suez-Kanals, Fürst Scha- chowsk01, Gouverneur vo_n Ektland, dessen Reise nach Paris wir vor Kurzem meldeten, K.Le1seps,J. Elphinstone, W. Lesseps, Antur-de- Bragar, Barron qun, den Ingenieuren Cotard und Stuart, endlich dem Sckretar Delamarre. _ _ Neue Telcgraphenlinien sollen dem „Gblos“ zufolge im Laufe dieses Jahres _zwiscben folgendcn Orten angelegt Werden: 1) von Wologda nacb U1stjug-Weliki; 2) von ijow nach Porchow; 3) von Lipezk mich Lebedjan; 4) von Alatyr nach_ Ardatow (Gou- vernement Ssimbmk); 5) von Kerensk nacl) Spaßk (Gouvernement Tambon); 6) von_ Meshibushje nach Lctitschew; 7) von Wiburg über Kerholm nach Sjerdobol; 8) von Wiburg nach dem Hafen Von Tran- sund; 9) vo_n Exenas nach der Fiskarsschen Fabrik: 10) von Taurog- gen nach Ttlsif; 11) yon Pernau über die Insel Moon nacb Arens- burg _an Oe1e1 und dann_ nach dem Gute Grossenhof auf Dagden; 12) im Kaukasus. von Signact) über Lagodechi nach Sakataly und Rurbrt. Sobald diese, Linien sowie einige projektirte Leitungen und Stgtioncn hergesteUt worden, wird unser Telegraphenneß 53,415Werst Linken, 112,205 Werft Leitungen und 703 Stationen umfassen.

Aus dem Wolff'schen Telegrapheu-Büreau.

Pest, Freitag 27. März, Morgens. Im weiteren Ver- laufe der gestrigen Sitzung des Abgeordnetenhauses wurde der Antrag des Abg. Pulskr), den Bericht des Subcomites des Ein- undzwanziger-Anssckwffes direkt vor das Haus zu bringen, an- genommen, wodurch der Einundzwanziger = Ausschuß selbst be- seitigt erscheint.

Königliche Schauspiele.

Sonnabend,_ 28. März. Opernhaus. (81. VorstelXung.) Romeo und Julm. Große Oper in 5 Akten mit Tanz. Mufik von Gounod. Iulia: Fr. Mannger. Stefano: Frl. Haupt. Tybald: Hr. Woworskr]. Romeo: Hr. Schott. Anfang halb 7 Uhr. Mittel-Preise.

_ Schauspiexhau4 (86. Vorstellung.) Zum ersten Male Wiederholt: Pttt und Fox. Lustspiel in 5 Aufzügen von Ru- dolph Gottschall. Anfang halb 7 Uhr. Mittel-Preise.

Sozmabend, 28._ März. Im Saal-Theater des „Königlichen Srbausptelhauses. Funfztgste Vorstellung der franzöfischen Schau- spteler-GeseUscHast. krdmjier représsuwtiou (18: 1.8 031118 aux GUWÉUUZ. 1)ie'3(:8 Sk] cim; 1101-88 ])31' 11111". Ilexauärd OumaZ 1518.

_ Sonntag, 29. März. Opernhaus. (82. Vorstellung.) Dre Afrikancrin. Oper in 5 Akten von Scribe. Musik von Meyerbeer. Balket von P. Taglioni. Ines: Frl. Grossi. Se- ltka: Fr. p. Voggenhuber. Vcho de (Hama: Hr. Niemann. Nelusko: Hr. BeH. Anfang halb 7 Uhr. Hohe Preise.

_ Schauspielhaus. (87. Vorftellung). Pitt und Fox. Lust- spiel m 5 Aufzügen von Rudolph Gottschall. * Anfang halb 7 Uhr. Mittel-Preise.

szntag, 29. März. Jm Saak-Tbeater des Königlichen Schauspielhauses. Emundfünfzigste Vorstellung der franzöfischen Sckzauspieler-Gesellschaft. ])Slzxjézms 1'691'388111-31-1011 (16.: 1411931116 6811361158. 131906 811 chq 301,68 [):-11" 1111". LUSRQUÜW [)1111138 1118,

Königliches Schauspielhaus,

_Der gestrigen ersten Aufführung des fünfaktigen Lustspiels „Pitt und Fox“ von Rudolf Gottschall durfte ein gün- fttger Erfolg am so sicherer prognostizirt werden, als dasselbe bereits vor mehreren Jahren auf einer _hiefigen größ Privat- buhzie sich in wiederholten Darstellungen bewährt M Anek) gehort _das Stück bereits seit einem Dezennium dem Repertoire des Wiener Hof-Burgrheaters an, und erfreut sich eines beson- deren Bdrzuges seitens des dortigen Publikums.

„Pitt und Fox“ und die „„Diplomaten“ gehören ohne Zwei- fel nach Erfindung und Ausführung zu den besten Leistungen der _ neueren deutschen Dramatik heiterrn Genres. Der fxanzofischeri Lustspieldichtung, namentlich der neue-“ten fran- zofixchen R1chtrrnZ,_dte 111 Deutschland geistvoae Nachakzmung e- fun en hat, fem lich gefinnt, nimmt Gottschall eine selbständige Stellung em. Er hat dte Aeußerlichkeit des franzöfischen Theaters wohl durch_schaut, _wen_n er in einem seiner Sonnette an die derrtsche Buhxie, dre semen_Standpunkt kennzeichnen, sagt: „der getfttge Kern rft hohl und eitel Lüge“, und daß er diese Klippe

zu vermeiden weiß, davon zeugt sein „Pitt und Fox“. Der Dich- ter grebt uns darin nicht nur ein Lustspiel, sondern als geistigen Kern auch ein lebensvolles Bild der englischen Zystände aus dem Jahre 1783 am Hose, aus dem Pärlament, von dm Kämpfen zwrschen_ den beiden Staatswänneru um die India-Bill und aus den Kreisen der aristokratischen Gesellschaft. Und mit origineller Erfindung verbindet das Stück die Vorzüge aUer Dichtungen Gottschglls: eine blendend geiftvolle Sprache, die in den Scenen des _Zummmentreffens der Titelhelden gipfelt; hier sprühen nicht „_leße aus geladenen Flaschen“, sondern wahre Geistesbliße, dre :hre zündende Wirkung nicht verfehlen.

_ Was die “gestrige Darstellung betrifft, so dürfte fick) für die Roile des ltebenSwürdigen, leichtsmnigen Lebemannes Fox mcht leicht ein geeigneterer DarsteUer finden als r. Liedtke, der, sollte das Lustspiel, was wohl anzunehmen, ÜF auf dem Re- p_ertorre erhalten, damit seinen vortrefflichen Lustspieleharakteren eme _1_1eue er eiternde Leistung eingereiht haben würde. Ihm gegenuber su te Hr. Ludwig dessen Pendant, den konsequen- ten, tuchttgen Pitt in angemessener Weise zu charakterifiren.

K

_Der berilhmte Redner und Dichter der ,Lästerschu[e“, Sheridan, tft nur 111 den Umrissen angedeutet, so daß Hr. Kahle in dieser .Noxle nur wemg [)ervortrat. Hr. Wünzer gab den polternden tndtschen_ Nabob Snoughton, Hr. Berndal den König, eine Rdlle, dte txt den Details sehr fleißig auSgTührt ist. Aus dem Dr_alog scheint hervorzugehen, daß der Di ter die, Spuren der" spateren Krankheit Georgs 111. hat andeuten wollen, welcher Umftand erne entsyrechende Auffassung der Rune Seitens des Künstlers be- dingt hatte. Die anmuthige Pußmacherin Harriet, spätere Nabobst9chter, wurde durch Frl. Meyer, die Herzogin von Devonshwe durch Frl. Keßler dargestellt. Beide Damen errangen nach der ländlichen Maskerade im "4. Akte nebst Hrn. Liedtke [anten Beifall und erschienen vor der Gardine. Das Luftspiel fand eine allseitig wohlwollende Aufnahme.

Redaktio und Reudantur: Schwieger. Berlin: Verlag der'ZÉxpedirion (Kessel). Druck: W. Elsnen Zwei Beilagen einschließlich Börsen-Veilage.

M 73.

Königreich Preußen.

Privile ian) Wegen eventueller Aussabe auf jeden Inhaber lauten- der Anlewescheme der Stadt Görliß bis zum Betrage von 500,000 Thaler oder 1.500,000 Mark.

Vom 20. Februar 1874.

Wir Wilhelm,_von Gottes Gnaden König von Preußen rc. Nachdem der Magistrat der Stadt Görlitz im Einberftändniffe mit der Stadtverordztetcn-Versammlixng darauf angetragen hat, der Stadt z_u gestatten, uber _em _ ur Bestreitung der Kosten für außer- gewöhnli e Gcmemdebedurfmise von dem ReichsaJnvalidenfonds auf- unehmen cs Darlehn rm Betrage von 500,000 Thalern oder1,500,000 ark, auf _Verlangen des Darlenbers, auf jeden Inhaber lautende, mitZtnsfche1_nen versehene Stadt-Anleihescheine ausgeben zu dürfen, er- thetlen WU" m Gemaßheit de_s §. 2 des Gesetzes vom 17. Juni 1833 wege_n AussteÜung von Papieren, Welche eirxe Zal)lungsverpf1ichtung an [eden Inhaber enthalten, durch gegenwartiges_ Privilegium zur eventuellen_ _Ausstegung von „Fünf Hundert Tamend Thaler oder Einer Millron un_f Hundert Tausend Mark“ (Hörli er Stadt-An- leihescheme _111. erte, Welche nach dem beigefügten uster mit den dazu gehöxtgen Bedingungen auszufertigen sind, mit Vorbehalt der Rechte Drrtter, Unsere landesherrliche Genehmigung, ohne jedoch da- dureh den angbern der Anleihescheine in Ansehung ihrer Befriedigung eine Gewährleistung Seitens des Staates zu_ bewilligen. Urkundlich unter Unserer Höchsteigenhändtgen Unterschrift und bei- gedrucktem Königltehen Jnfiegel, Gegeben Berlin, den 20. Februar 1874. [. 8 Wil elm. r. Achenbach.

(. .) Camphausen. Graf zuEulenburg.

Preußische Oberlausitz. Regierungsbezirk Liegnitz. 88er 111, 1.86, . . . (_StadFWappen) Nr. . . . Anlei eschein der Stadt Görlitz _ über ...... Mark Reichswährung. AUSgefertigt m Gemä heit des landesherrlrchen Privilegiums vom . _. . _ten . . . . . . 187 . (Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Liegnitz vom . . . ten ...... 1874. Stück . . .)

Der Magistrat der Stadt Görlitz beurkundet und bekennet hier- mit, ch der Inhaber dieses Anleihescheines den Betrag von ..... Mark eichswäbrung, _dessen Empfang Hiermit bescheinigt wird, von der hiesigen Stadtgememde zu fordern hat.

Diese Summe bildet einen Theil der_inFöbe von 1,500,000 Mark Reichswährunzz genehmigten Anleihe. Die erzinsung dieses Kapitals erfolgt mtt Bier und ein halb vom Hundert und die Tilgung der Anleihe mit Eins vom Hundert unter Hinzurechnung der ersparten Zinsen nach Maßgabe der Allerhöchst genehmigten nachstehend abge- druckten Bedingungen. _

Für die Sicherheit des Kapitals und der Zinsen haftet die Stadt GMF mit ihrem gesammten Vermögen und Mit ihrer Steuerkraft.

örliß, den ............ _. . Der Magistrat, (StadtsiegelZ _ _ (Eigenbändige Unterschrift des Vorfißen en und eines Mitgliedes des Magistrats unter Beifügung der Amtstitel.) Eingetragen 14101. . . Nr. . . der Kontrole. U. U. Kontrolbeamter.

Bedingungen zu der von der Stadtgemeinde Görliß aufzunehmen- den Anleihe von 500,000 Fibxxßschh Courant oder 1,500,000 Mark ei Wa rung.

Der Magistrat und die Stadtvcrordneten-Yersaxnmlung der Stadt Göriiß ljaben ur Deckung der (Heldmrttex fur außergewöbnliche Ge- meindebedürfniske die Aufnahme einer Anlethe pon 500,000 Thlr. oder 1,500,000 Mar Reiähswährung aus dem Reichs-Jnvalidenfonds be-

Inseraten-Expedition drs Deutstheu ReichI-aneigerx: und Königin!) reußisthen Staaw-Juzekgerz: Berlin, Uhelm-Straße Nr. 32.

Steckbriefe und Untersuchungs- Sachen.

Der von der Königlichen StaatSanwaltschft hinter dem Wirthschaftsschreiber_ Stanistaus Kae - markiewiez unterm, 16. Juni 1873 erkassene Ste - brief wird hierdurch erneuert.

Der am 11. April 1872 wider den Schiffer August Heinri skis er erlassene Steckbrief wxrd hiermit erueuer . A t-Lgudsberg, den 19. Marz 1874. Königliche Kreisgerichts-Deputatton. der

Oeffentli e Vorladung. Wider die nachstehend aufgefiihrten ersonen: 1) den Wehrmann Stams- laus Dobroczyüski, 41 Jahre alt, aus Cblewo; 2) den Wehrmann Johann Stempnrak, 40 Jahre alt, aus Kuénicastara; 3) den Wehrxerter Franz Goreskt, 40 Jahre alt, aus Skupia; 4) den We rmann Anton Kinaswwski 39 Jahre alt, aus Schtldber ; 5) den Webrreiter Éeon Ignatz Baranowskr, 38 aLre alt, aus Kempen' 6) den Wehrmann MichaelBla owskt, 38 Jahre akt, aus Grabäw; 7) den Wehrmann Yiedrick) Locke, 36 Jahre alt, aus Strcyécw; 8) den

ehrmann Andreas Kuénik, 36 Jahr_e alt, aus Ottos_- berg; 9) den Wehrnxann Martin Grzeékowßki, 35 Jahre alt, aus Schildberg; 10) den Wehrretter Simon Ogonelöki, 37 Jahre alt, aus BradaSzki; 11) den Reservist Johann Woysala, 37 Jahre alt,

zu geben.

Bxklage

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Stuats-Anzeiger.

Berlin, Donnerstag, den 26. März

187.19

schlossen. Diese Anleihe ist von beiden Seiten _unkündbar, mit 41 Prozent jährlich zu verzinjen _ und voni Jahre" 1874 ab mit jähr- licb einem Prozent des_ursprüngl_tcheu nommellen SÖYldkapifäls unter Hinzurechnung der ertparten Zinsen nachdem festgestellten Tilgungs- plane bis spätestens im Jahre 1911 zu tilgen.

Ueber die1e Anleihe soll cme_au_f den Reichs-Jnvalidenfonds lautende Schuldverschreibung auSgesertigt werden, in _Welcher dem Reichs-Jnvalidenfbnds resp. dessen Rechtönacbfolger das Recht_einge- räumt wird, diese Schuldverschreibqu jederzeit ganz _oder thetlrveise gegen auf den Inhaber lautende, mrt Zius1chemen verjehene Anleihe- scheine der Stadt Görlitz von einem Gesammt-Nominalbetrage, wel- chetr _dÖm noch nicht getilgten Betrage der Anleibe gleichkommt, um- zu an en. '

Für diese eventuell auszufertigenden, auf jeden Inhaber lautenden Anleibeti'beiac gelten Folgende Bestimmungey:

1) Die Anleihe1cheme werden in Abtchnitten Von 3000, 1500, 600 und 300 Mark ReichSiväHrung auSgefertigt. Der Darleiber, retp. dessen Rechtönachfolger, bestimmt, wie groß die Zahl der Anteihcicheine jeder Gattung sein soÜ. _

2) Dre auf jährliÖ vier und einhalb vom Hundert festgestellten Zinsen werden am 1. April und 1. Oktober gegeg Rückgabe der aus- gefertigten halbjährlichen Zinsscheine darch die Ctrdt-Hauptkasfe in Görlitz, sowie m Berlin bei der vom Magwtrarx 33.1 (“Zörliß zu be- stimmenden und öffentlich bekannt 11 macbenden_ Steak (;ck-zahlt“. _

Den Anleihescheinen Werden msscheine fur einen zahnjäbrtxzen Ze__i_traum und eine Amreisnng zur Erneurrnng dcr Zinsscheine beige- ge en. _ Die Ausxzabe neuer Zinsscheine erfolgt bei den mit__der Zirqen- zahlung betrauten_Stel_1en gegen Ablicferung der Antveitmrg;_ gebt letztere verloren, 10 erfolgt die Nuslkkxndigmtg der neuen Zm51chcxne ?eFten rechtzeitige Vorlegung des Anetheschems an den Inhaber des e eren.

3) Durch den Umtausch der auf den Reichs-Jnvalidepfondß lau- tenden Schuldverschreibuug gegen Stadt-Anleibescheine _wrrd die Un- kündbarkeit der Anleihe und der Tilgungs [an nicht berubrt._

Die Tilgung ge1chiel)t durch Ausloo ung des zur Ersyllungder jährlichen Tilgungöquote erforderlichen Betrages von Anleihescheiqen _und Einlösung derselben zum Nenntverthe. Dem Magistrat blrtbt das Recht vorbehalten, den Tilgungßfoxtds um löchstens fiznf Prozetzt des urxprünglichen Schuldkapitals fur ]edes Ja )r zu verstarken. Dre Hierdurch ersparten Zinsen Wachsen dem Tilguxigsfonds zu.

Die LluSloosung erfolgt im Monate Mai jeden Jahres.

Die Bekanntmaibung der dureh das 8005 gezogenen Anleihe- scheine Jeschieht mindestens drer Monate vor dem AUSzahlungs- termine._ Die Airszahlung des Nominalwerthes der ausgelooften Anleibe1cheine erfolgt am 1. Oktober dessrlben Jal)res_ bei der Stadt- Hauptkaffe zu Görlitz und bei der drtrch den Magistrat_zu Görlitz n bestimmenden ZahlungssteÜe in Berlin,_ gegen AUSLieserung des

nleihescheines und der nicht verfaÜenen Zinö1cheine. In Ermangelung der letzteren_wird dcren Werth vom Kapitalbetrage abgezogen. Mrt Fux Cinlfötungstermine hört die Verzinsung auSgelooster Anleihe- eme au.

4) Kapitalbeträge, Welche innerhalb 30 Jahren nacbdem Rück- zahlur- stermine nicht erhoben Werden, sowie die innerhalb 4 Jahren naeh 81an des Kalenderjahres, in welchem fie fällig getrordcn, nicbt erhobenen Zinsen verjähren zu Gunsten der Stadt Görlitz. _

5 Bezüglick; der verwrenerz oder vor ihrer Einlösung vernichtetetz Anlei escbeme kommen die V0r1chriften der Verordnung vom 16, Zum 1819, betreffend das Aufgebot und die Amortisation verlorener oder vernichteter Staatspapiere §§. 1 bis 12, mit nachstehenden näheren Be- stimmungen in Antvendung: _ _ _

a. Die im §. 1 jener Verordnmkg vorgeschriebene Anzeige muß dem Magistrate in Gör'lt gemacht werden. Diesem steherx alle diejrnigen Grscbäfte und efugnisse zu, tvelche nach der angefuhrten Verordnung dem SchaL-Ministerium zubommen; _ egen die Ver- TLügung de_s _Magistrats findet Rekurs an die Königane Regiemmg zu

iegnitz at . 1), as im .5 der Verordnung_gedachte Aufgebot rrfolgt bei

, Preußische Oberlausitz.

benen Bekanntmachungen geschehen durch die unter Nr. 6 bezeichneten

Blätter.

Zinsscheine können weder aufgeboten noch amdrttfirt werden; dock") soll demjenigen, welcher den Verlust von Zinsscheinen vor Ablauf der vierjährigen Ve "ährungsfrist bei _dcm Mag_1stra_te anmeldet xmd den stattgehabteanefiß der insscheme durch Vorzeiguuxx der Anlerhe- "heine oder sonst in glawhafter Weise darlegt, nad Ablguf _der Verjährungsfrist der Betrag der angemeldeten und bts dahin nrcht vorgekommenen Zinsscheine ge en Quittung ausgezahlt werden. 6) Sämmtliebe diese An ethe betreffenden Bekanntmachungen er- folgen durch den in Berlin erscheinenden Reichs-Anzeiger oder durch das an dessen SteÜe tretende Organ, durch das Amtsblatt der Kontg- "ÖM Regierung zu Liegnitz oder das an_dessen Ste11e_tretende Organ, und durch mindestens je ein in Berlin und m G?T[lß er- Keinendes öffentliches Blatt. Die letzteren Blatter wahlt der

agistrat zu Görlitz und macht die Namen der gewahlten __Bxättex, sowie ctivaige Aenderungen derselben im Reichs-Anzeiger e ann .

Görlitz, den 9. Dezember 1873._

Der Magrstrat.

Regierungsbezirk Liegnitz. Zinsschein Nr. . . .

. . . . Mark . . . . Pfennige zum Anleiheschein Serie 111, Urn. . . . Nr. . . . der Stadt Görliß __ über ..... Mark RUÖZWQHUMJ.

Fällig am .......

Inhaber empfängt am . . . ten ....... 18 . . die Halbjirbr- lichen Zinlxen €)- 43- Proxent mit . . . . Mgrk . . . ; Pfennige Reichs- währung ei der Stadthauptkasse zn Görlitz oder in _Berlm bei der von dem Magistrate zu bestimmenden und öffeut1rch bekannt zu machenden Stelle. _ 18

. e.". ......... . .

Görlitz, den . (Stempel.) Der Magistrat. _ (Facstmile der Unterschriften des Vorfißenden und eines Mitglirdes des Magistrats.) Controlbucl) Seite . . . . .

Controlbeamter. Auf der Rückseite., Dieser Zinsschein verjährt, Wenn_ dessen Betrag nicbt, innerhalb vier Jahren nach Ablauf des FäÜigkeitsjahres erhoben wird.

Preußische Oberlausiß. Regierungkzbezirf Liegniß. _ _ AUWeisung

zum Anleihesckzein Serie 111, [„Mr. . . . ' 1x. . . .der Stadt Görliß uber ........ Mark Reichswäbrnng.

Inhaber empfängt gegen diese Anweisung die . . , te FolgeZins- scheine für dre zehn Jahre vom . . . ten ....... bis

bei der Stadt-Fauptkaffe zu Görliß oder in Berlin bei der mit der

Zinsenzahlung etrauten Stelle, sofern von dem Inhaber des Anleihe-

-scheins nicht rechtzeitig Widerspruch erhoben worden ist. Görlitz, den .......... (Stempel.)

_ _ _ Der Magistrat.

(Facfimxle der Unterschrift des Vorfißenden und eines Mitgliedes

des Magistrats.)

Anmerkurtg: Zu den S emas für die Zinsscheine und Aniveisun- gen. DteNamens-Unter christen des Magistrats-Vorfißenden und des Magistrats-Mitglredes können mit Lettern oder Facsimile- Hempeln gedruckt Werden,_do_ch muß jeder Zixtsfchein odcr “ede

nWeisung mit der eigenhandigen NamenSunterjchrist eines on-

!. Steckbriefe Und Untersuchnngs-Sackxy.

2. Konkurse, Subhastationen, ladungen u. dergl.

3. Verkäufe, Vervachtungen, Submiifionen :e.

x.;Verloosung Amortisation, Zinszahlung u. s. 11). von öffentli

bringen oder solche dem Gerichte so zeitig vor dern Termin anzuzeigen, daß sie noch zu demselben [erbet- gescbafft Werden können. wird mit der Untersuchung und Entscheidung in 0011- rumaojam verfahren Werden. Königliche_s Kreißgericht. Komrmssarius für Uebertretungeu.

Durch das rechtskräftig getvordene Erkenntniß vom 29. Jamrar 1874 sind nachftcheude Kantonisten: 1) Weißgerbergesell Johann Carl Schramm, g_eb._ den 12. Dezember 1852 zu Zobten, Kreis Schrvetdmß, Sohn des Hausvefißcrs Anton Schramm, 2) Carl Heinrich He 31. Januar 1853 zu Ober-Weistri , Kreis niß, Sohn des Bauergutsbefißers lugust Heilmann, Wegen Umgehung des Militardienstes dnrch uner- laubtes Auöivandern z_u je 50 Thlr. Geldstrafe, xm Unvermögeusiaye zu einer einmonatliöhen Gefängnis;- strafeverurtheilt Worden. entHaltSort der Kondemnaten ist uns unbekannt, und ersuchen wir deshalb _alle Gerickotsbehörden, von den- selben itzt Betreturzgksaue die Geldstrafe einzuziehen, event. dre substitmrte Gefängnißstrafe an denselben zu voÜstrecken und uns seiner Zeit _Sckxtveidyitz,_den 11. Königliches Kreisgericht.

dem Königlichen reisgericbte zu GörUF. _ 0. Die in den §§.6, 9 und 12 de elben Verordnung vorgeschrte-

6. Vers iedcne Bekanntmachungen. 7. Literarische Anzeigen. 8. Familien-Nacbricbten.

Aufgebot: , Vor-

rater Beilage.

chen Papieren.

einstellung auf

Im FaÜe des AuLbeibens festgeseßt Worden.

Kempen, 7. März 1874. 1. Abtheilung.

gefordert in dem auf

vor dem Kommi Ferdinand

[mann, chi) den w

Der gegenwärtige Auf- Gegenstände

iervon Nachricht ärz 1874.

Erste Abtheilung, ' liefern.

?keichberechtigte Gläubiger des )

aus Lipie, ist die Untersuchun Wegen Au_swanderns als beurlaubte Reservisten resp. andWehrmanner qbne Erlaubnis; auf Grund der Anklage des olt_z_e1- Antvalts vom 20,Febr1_iar 1874, gemaß §. 3 0 a 3 des Strafgeseßbuches eingelettet worden. _ ur Ver- [950] antwortung und zum mundlicben öffentlt en Ver- fahren in der Sache ist ein Termm auf den . Okto- ber 1874, Vormittags 10 Uhr, vor unserem Kom- missarius für Uebertretnngen hier elbst anberaumt Worden. Die oben genannten Ange lagten Werden zu diesem Termine mit der Aufforderung vorgeladen, _zur x_Zftgeseßten Stuyde zu Ycheitxen _und _die zu ihrer ertheidigung dtenenden e'tveiSMtttel uber ganz be- stimmt anzuführende Thatsachen mit zur Stelle zu

,

Konkurse, Subhastationen, Aufgebote, Vorladungen u. dergl. -

(Konkurs-Ordnung §§. 123, 1 *, Instr. §§. 11___13).

Konkurs-Eroffmmg.

Königliches Krexgericht zu _Jtiedeberg N./M.

den -11. März 1874, Vormittags 10 Uhr. ' Ueber d'asxVermögcn des Kupfersckjmiedemeistexs Wilhelm Waldow zn Neuwedelk ist der kaufman-

stücken nur Anzeige zu machen.

Ma se Ansprüche

Bekanntckchchuu2g8

148, 329;

dem dafür verlan ten Vorrech

und demnachst zur alb der edachten owie nac]?

VerwaltungSPersonals auf

rste Abtheilung, rist angomel

5 Indu *trieÜeEt-abltffemeuts,Fakriken u.Eroßhandel.

9. Central-Handels-Register. _ Erscheint in sept-

niscbe Konkurs eröffnet und der Tag der Zahlungs- den 3. März 1874

Zum einstWeili en Vertvalter der Masse ift der Kaufmann L. Ro enberg zu _NeUWedeÜ betreut. Die Gläubiger des Gemeinschuldners Werden auf-

den 23. Mär? 1874, Vyrmitta s 10 Uhr,

_ sar KreiSrichter _ TexminSzimmer Nr. 1, anberaumten Termine ihre Erklärungen und Vorschläge“ über die Beibehaltung dieses Verivalters oder die Bestellung eines anderen einstiveiligen Vchalters, sowie daruber abzugeben, .___ ob ein einstrveiliger Vchastungsrath_zu bestellen und er welche Personen in denselben zu befreien seien.

Allen, welche von dem Gemein (hulder etwas an Geld, Papieren oder anderen Sa en in Besitz oder GeWahr“am haben, oder Welche il)m_ ettvas verschul- den, wir aufgegeben, nichts an demelben u verab- folgen oder zu zahlen, vielmehr von dem

bis zum 1. Mai 1874 eiusthlie lick] dem Gericht oder dem VerWalter der asse _An- zeige zu machen und Alles, mtt Vorbehalt ihrer ekWaigen Rechte, ebendahin zur Konkursmaxse abzu- eroxfnet Worden. Pfandinhabcr und andere mtt e

aben von den in ihrem Besitz befindlichen Pfand-

u lei Werden aÜe Die'eni en, Wel e an die _ 3 g ck als KlInkUZSJMUbi ceßr_ machen Wer [eine Anmeldung schriftlich einreicht, [)at zuleeich wo en, hierdurch aufge ordert, _ ihre An prurhe, die- _ _ selben mögen bereits re tshän_gig sem oder mcht, mri, Die _ bis zum 1 . April 1874 eiuksääließliäx ber uns [christlich oder zu Proto o _ _ rüfung der Lammtltchen, inner- eten Forderungen,

Befinden zur Bestellung des definitiven

trolbeamten versehen Werden.

.. Oeffentlichev AUFCÉJM ,

udol Mo e in Berlin, Leipzig, Hamburg, Frank- snrth., rexlan, Hane, Prag, Wien, München, Nürnberg, Straßburg, Zürich und Stuttgart.

X

vor dem KommissarKerrn Kretörichter Kröniß hier im TerminSzimmer r. 1. zu erscheinen. _ Wer seine Anmeldung schriftlich einreicht, hat eine Abschrift derselben und ihrer Anlagen beizufugen. Jeder Gläubiger, Welcher nicht m_ unserem Amts- bezirke seinen Wohnsitz hat, muß bei der Anmeldung s einer Forderung einen am hiesigen Orte wvbnhaften oder zur Praxis bei uns berechtigten auswärtigen Bevoll- mächtigten bestellen und zu den Akten auFetgen. Den- jenigen, Welchen es hier an Bekanntscbat fell)lt, Wer- den die Reckztsanrvalte Masson) (Justiz-Rat) , Bext- necke und Schurich bier, Noot m_:d v. Franyots m Arnswalde, zu Sachwaltern vorge1chlagerr Friedeberg N./M., _den 11. Marz 1874. Königliches Krengericht. Erste Abtheilung.

röniß hier im

725] An orderung der Erbstlxafthläubi er und Le atare im erbschaftlickxen Liqn datiouöver uhren. Ueber den Nachlaß des_am 17. August 1873 zu Salzburg verstorbenen Vackermeisters und Stadt- raths Johann C:1rlAugustBe m aus Charlotten- burg ist das erbschaftliche Liqn dationsyerfahren Es Werden daber die sammtltxßen :ck?le Ek 1chllkagläUbigM und ngatare aufgefordert, tHre Anspr1i_che“_ an den Nachlaß, dieselben mögen bereits recht:“; angig sein oder nicht is zum 11. April 1874 eins ließlith bei uns schriftlich oder zu Protoko anzumelden.

estß der

Gemeinschuldners

[) cbrift derselben und ihrer Anlagen beizufugen. rbschaftsgläubiger und Legatare, Wehre 1h_re

: Forderungen nicht innerhalb der be_stimmten Frist ! anmelden, werden mit ihren Ansprucben _an den Nachlaß dergestalt ausgc1chlossen Werden, dg); sie [sich Wegen ihrer Befriedigung „nur an Deistemge ha ten können, was nackt vollstandiger Berichtigung „aller rechtzeitig angemeldeten Forderungen von der Nach- laßma e, mit Ausschluß aller seit dem Ableben des

eine ?

anzumelden

den 7. Mai 1874, Vormittags 9 Uhr. | Erblas ers gezogenen Nutzungen, übrig bleibt.