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kbzcr Unschränkung 8er Proßnktion gefüh'rk. Die je kgen “Schwierig- kxtten werdxn s1ch ???igxrn, je mehr das kapUalistY e Eigentum in dre Landwertckyaft Okaing, Nur durch Tdi: Sozialifierun don Grund und odvn kann dre Erzeugung geskklgkkt werden, (BENQ
[inks, Lachm rechts.) Reichsminister Für ErnäHrUng und Laydwirtstßaft Dr. Rawm warsn kmxkrsfe Tatyachen über Be-
;Hermes: crm ts_chungen anni, und troßdem bat er nur dunkle Andeutungen
nnrYJegenüber gemaLst. Dieser WIdersprucb bleib: bestehen. Am Zl. at hat Staatssekretär Hu'bsr nock) kerne Kenntnis von dem Brief Ramms gehabt, weil ich ihn ntcht bekaantZegeben Habe. Ramm hatte ja selbst die Vertraulichkeit verlangt. „ enn ich die Gewiß it er- Znße, daß die Aeußerung von dem „medertracbtigen Verleumder cb auf * e'auvtungen aus der Bergaxzßenbeit bezxchen sollte werde ich ger1chtlich Vor ekcxn. D1e_ ückwirkung der en Fleisckk- xvirtschzxft auf (:S Vrotgertretde Habe ich anerkannt. Ich habe de Landwrrtscbaft ermahnt, für cnüzemd Brot etreide u sor ('n. Uebrigens haben die Konsumgeno ens ften die ??*eie Fleiszpwirts aft Wel eber gefordert als ich. ur Erhaltung des Brauereigewerbes mit seinen über 120000 Ar itnebmern War eine stärkere e- Lieferung der Brauereten erforder1ich ZHW schwächere Belieferun ,at [mr zu vermeßrtem Schnangenuß gefüHrt. Die staatliche Exe utiVe WU zur Sichßmng dxr Ablxeferung aufs bextimmtesta durcbgsfükzrt Werden. _Dafirr [an 1ch'1mm-Zr eingstxeten. Herrn Hertz erkenne ich mcbt als 1ach1un81gen Rrckpter übex meme Eignung zu meénem Poffen an. _(Sehr rrcht1éz! rechts.) Mit Bürokratißmus stcsken wir -eine vernszttge _Wtrt cbafthrung nicht fich€c. Wir müssen die pro- Hukttven Krafte _der Na1kion sgmmsln. Daran Werde ich «keiten, so- sange ich in menten: Amte bm. (Beifall.)
Die weitere Beratun wird MY'D onn e rs tag, 2 Uhr, verta t. (Außxrdem Gee *über ck Erhöhung der Kinder- zusck) äge [391 ?: Beamten esoldung.)
Preußische Landesversmnmlung.
190. Sixzung vom 6. Dezember ],M.
Nachtrag.
Die Rede, die bei der Beratun über den Haushalt des Finanzministeriums in E derung auf die Ausfüh- rungen der Nbgg. Dr, von Kriss (D. Nat.) und Dr. Le1dig ;D. VolkSp.J der Finanzminister Lüdemann gehalten hat, Hatte folgen en Woktlaut:
Meine Herren und Damen! Der [este Herr RePner hat an FZS Spitze und cm dem Schluß seiner Ausführungen den Hinweis auf 'Die besonderen Umstände gestellt, unkor denen wir stwaispolikisch und Wmc-xnfüch finanzpolitisch “deshalb (ckck, weil wir genötigt smd, uns ch Bedingungen des Versailler Frikdens zu unterwerfm Ick) gsaxxly, in dieser Tatsacbe [Legt auch die stärkste Erklärung dafür, laß !*cuke jckde Rogikrung ihre Polikik in sehr bokem Umfange in srark z1vat1gsläufig geregelésn Linien wazieben muß, und ich glaube, Laß, wenn Hsrr Leidig an meiner SKUe die Finanzyolitik dss preußi- sÖxn Stasisz zu führen Hätte, er wahrsche'mlikk) in sehr weitem Um- x'xnge zu den gleichen Ergebnissen und Maßnahmen gelN-ngcn würde, zu denen ich gelangt bin.
Ick) kann nicht eWrÉeu und habe nicht Moarfek, daß aus UZk-srlczgungcn, die der Hen Vorredner nach dieser Richtung ango- stellt Hat, ein persönsickyes Vertraueankum für mich crwachsen würde. Das scheint mir auch im Augwbück nicbt nolwendig. Viel wertvokler ist mir, daß es gelingt, in wssMtÜchsten Fragen der pueußistbsn Fincmzpoktük auf mögüchft allen Seiten des Hauses d'u UZÖLLZLUJUUJ beWorzurufen, daß die Maßmhmm, die *die Regierung “Mm Parlament vorschlägk, unerläßüch smd, um wieder zu einer Ge- fundung unserer Finanzwirtschaft zu kommen. Ich babe auch vor- läufig die HoffnUwg, daß die Vorscbläxxe und Entwürfe, dä: der L'andeJßersammkimg Von mir unterbreitet wovden find, die Zusk'm- :;1Ung einer sehr großen Mehrheit des Hauses finden,
Die Herrsn Vorredner babm sämtlich darauf verzicßtet, |ck zu Mn Fragen, die Zeh im Auge habe, zu ckckTI- Jch verstehe das Volk- kommM, Hoff: aber, daß in sehr kurzer Zeit die Herren Gekegmbeü [*abc'n WWW, zu diesen Fmgen besonders Stellung zu nehmen und ".*-aß namentlich in der Frage der Erschließung neuer Zéeuerquellcn wir xu einer weikgehendm Uebereiwftimmung kommen und damit zu einer neuen Fundierung unlerer Staats- finanzen, die dringW-d notwendig ist, einmal um den Staat aufrecht, lebenöfäHZg und leistungsfähig zu erhali'en, sodann um nur die aller- dringendsten Außg-aben auf dem Gebiete der sozialen Reform, der Beamtenbesoldung usw. bestveiben zu könnm
Die Herren haben aUen ibm! Ausfühnmgen hinzngsfügk, daß man darin übersinstimme, daß «Apart werden müsse. Ick) babe *;ViLÖLTÖOÜ mxs-ges-prochen, daß das auch meine Ueberzeugung ist, aber daß es mir nich zweckdienlicb erscheint, mtr immer von der Not- wendigkeit des Sparens zu reden. Viel wichüger ist es, daß Ne- xeerung und Parlament bei "ckth Maßnahmen und Beschlüssen eine SparpoUtik katsächücb praktisch durchführen. Ich bin des- [QW aucb erfreut, daß von alles!,Rednem die Uebereinstimnmng aus- s;?sxpwchen ist mit den chndTäJen über die künftige Finanzpolitik Preußens, die auf mein Betreiben unter “.'[nlebnmrg cm die im Reich gefaßten Beschlüsse von der preußischen Staxxksregiexunq beschlossen worden smd. Wenn diese Gmndsähe cnjschwssen nnd koxxsequent vlnkhgefübri werden, dann ist dadurch die
Möglichkeit, Katsächch zu sparen, einzuschränken, abzubauen, soweit .
es nojwendig ist, um zu einer besseren Gestaltung unsever finanziellen Verhältnis: zu kommen, gegeben. Ich habe in meinem Ministerium ckmm Herrn als Kommissar bestellf mit der besonderen Aufgabc, käexen GMUdsäßen 'zu-r Vkrwikklichung zu helfen, und ich habe das VMrauen, daß auch meine Kollegen in den übrigen Rßfforts mic!) darin unterstüven werden, auch 'ne ibm: Verwalvmgen diese GUM?)- säße so dUrchfoübM daß fick, die Mögüchkeit eröffnet, dem neuen Téandtag einen Etat vorzulegen. der bereits auf dws vergrößerte Be- ?ürfnis nacl) Sparsamkeit Md, Einschränkungen die weiveste R.ück- *:"ickyt nimmt.
Der erste Redner, Herr Abgeordnete Bartel? bak daxm auf die Notwendigkeit hingewiesen, unsere werbenden Anlagen cxtatrechtlich anders einzugliedern, um dadurch eine böbere Ertragsfähigkeit und eine leichtere Gestaltung unserer Etats- wirtschaft zu erhalten. Ick) stimme darin mit Herrn Barfels voll- kommen überein und habe bereits früher hier ausgesprochen, daß'ich es für dringend notwendig halte, unsere großen Staatsbekiebe von den gegenwärtigen fiskalischen nnd bureaukraéiscben Hemmungen zu befreien, Famil fie slch beser entwickeln und höhere Erträge bringen können und damit gleichzeitig eine Entlastung dieses Hauses von entbebrlicheu EinzekberaxxmgM erfolgt, *
Der von Herrn Abgeordneten Bartels gegebene Hinrmxis auf die großen Totalisatorumsäße findet mein lebhaftes Interesse. Ich Habe mi-W für diese Frage: schon früber interesfiekt nnd HM? fest- ;:ch'ksk, x:“;x. («".“ ;.“!MßéMc Staat séktxcrrcÖiliÖ dazu stoß? ?:?er
isx Di: „“E-„:;_„11*.11m;g der Renmrctken durxkx cin Reichsgescß Juregsn;
öas Reick Werk dieRetmsöekkeK ml! W 'S, unt; von 5er Unnah'me daraus bekonnnen die Länder an“!) damit auch Preußen 'die Hälfte, leider mit der Auflage, ste in vollem Umfange für die Pferdezucht zu ver- wenden. (Hört! Hört! links.) Daraus ergibt sich der unerfreuliche Zustand, daß die eine Hälfte, die frei verwendet werdkn kann, dem Reich zur Verfügung steht, wéüdrend die Verwendung der cmdßren Hälfte Vorgeschrieben ist, so daß die Länder aus dieser SteuerqueUe, die meines Erachf€n3 in iercm Erkrage nock; steigerunZZfäbig ist, kak- sächlich nichts gewinnen, Ich werde erwägen, welche Maßnahmen er- griffen werden können, um hierin eine Vsssemng zugunsten unserer Finanzen herbeiszühren.
Auf diesem wie auf allen anderen Gebieten uns neue Einnahmen zu erschließen, ist um so notwendiger als - darauf haben die Herren Redner schon mit Rccht bingswiesen -- wir zurzeit“immer noch nicht klar sehen, welchem Ertrag der preußiscße Staat aus den großen R e i ck 6 st 2 a e r n zu erwarten- hat, deren Länderanreixe ja den Haupt- beitrag zur Balanzierung unseoes Staatshaushalteö darstcUcn. Die Reichssinkommemsteuer hat zwar neuerdings - darauf habe ich bereits im Ausschuß hingewissen - zu fließen begonnen. Aber was uns zu- fkießk, ist immer noch unverhältnwmäßig wenig im Vergleich zu dem großen bereits eingetretenen Rückft_andc und Zn dem Geldbedakf des preußischen Staates.
Ick benuße deshalb gern jede Gelegenheit, um dazu beizutragen, das die Reichssteuern schnelker als bisher einlaufen. Aber die Mög- lichkeiten. da eine Aenderung herbeizuführen ßnd leider sehr beschränkt, Einer der HM Vorrednsr hat ja schon darauf hingewiesen, daß die Umgestaltung du SéMrderwathxg die SFagnation in der Einziehung der Steuern bSrVQrgerufen bat, die deshalb auch erst allmählich überv wunden werden kann '
Dann hat HM Dr. von „Kriss einige Ausführungen gemacbk, auf ch ich kurz antworten will, Er hat auf die Notrdeigkeit hingewiesen, für gswisse Beamtenkatcgorien einen LKW K&M einzufühveu und er hat den Wunsch auögesprochen, die StaatSwgieng möge sich nicht dazu Verleitxn lassen, lediglich das Ablegen einer Prüfun g (113 Maßstab für di: (??igmmg eines Beamten zu nehmen. Ich wckl darauf gern erwidern, daß mir dieser Standpunkt durchctus sympathisch ist. Ich kann mir nichts Unmvünscßteres denken, als Wenn die BehördeU nur nach dem BestLHen einer Prüfung ihre Be- Jmten aussusuchen Hätten. Ec."- muß stets danach gestrebt werden, Maß- stäkye für die (Figmmg und Befähigung zu finden, die über ein mkhr Oder Mniger tßeoretisckyes Examcn héxmus ein klares Bild geben, ob und inwieweit ein chnter geeignet ist, im Dienste des Staates be- stbäfjigt zu werden. '
'Was die FMF: dcr Diäbare mrlanßt, so _darf ich swgen, das; die Rogmxmg wok,[ [Mit is, am? don vorhandenen FONDS die Diäban sowoi-t'wie «ließ in ifwem LebenstmderhaU zu anberstüßen, daß abesr'dw Eitéükwxmg einer aTlgemeinen Besoldurjg de: Dxatar'e, wi? fie kümeife vevlarvgt w'rrd, den preußischen SW ?mkut Mk gary betväcbtl't-chen AÜW bolaskeu würde, die ich x_chaßvaeFe auf 40 MUMM Mark bcziffsm möch, Wem ck 11ch mn," damm haxxdkln würde, die 5000 WM in PWßM dié'kdcwistb mä“) SW 7 zu WWU **
Hey.: Dr. von Kriss bak dmn- awf die BMW binngiesen mrd mcc Wohlen, möch mm der Ekektrizitäbsver- sorgung cmxmvebmen. Ich kann daga mWseu, daß die Elektri- zibätöw'rrtTcHa-fk gogenwärkig me'mem Minäkokrimn woch nichT unber- stellt isk Solch das deumächst einkreben, so werde "(ck gem berät skin, diesov zweöfclüos für die Kwstdsrsovgamg tmsercö preußiscbm Wirtschaftslébens außeroodenÉÜch wichtigen Fmge die größte Aufmerk- samkkit zuzuwendm. *
Was die Angelogmdäxk Ves Kakaßerkonkroffeurs Kemski in Wolmirstedt m(mxgt, so muß "Keb leider befkät'igm, daß das Disziplinxarverfabren gegen diesen Beamveu uur:- fkk-élsick) [ange hdmuögezöger! worOen ck 'Ich kann aber mikteilm, ZM von sebben W MW wiederholt die ROgieumg in Magdeburg gedränßt vnd What'wordexv "tft, und ick) wü! hinzu- siigen, dwß wir mä) weiker bemüh“: sein werden, soweit es in wwsevm Kräften UM, deu FDM dieser Angelooenbeü nacb Mögläcbkk'tb zu beschlexmigen. “ ** ** ' '
Was dcs Fürsorgegeseh fü?- dEe Bam'kU! Zn dm abge- “MW Gebieten anlmvgtt, das Horx Dr. von Kriss gewünschk [M, so möchte -'rch darauf Nxfmsrksam amchen, daß anäkb'cg im Reichsaaj w'ce im MÜNZEN VerbMdlam-gm über siv Veudräxjgangsgeseß schweben und der Absch1ch dieser Vevhandhmgw erst abgewartet wuden muß, um die erforderüchen Unterlagen für sia gescßgebcrisches Vovgeben Preußens zu bekommen. Jedensuüs würße 63 dtwchaus Unerwünscht uwd unzweckmäßig sein, wenn im gegmwärkigen Augm- blicke, wo wir noch in Verschikdemen sehr schwisvigm VSDbMÉMMZ-M wamewblick; mit Polen Weben, wir diese Vérbandlmvgen im- einem für aus mvgünstigen Sin-ne [*keinflu-ffen würden.
Da ?ck eben VM den BMW?" IsspwclM babe, IN? LÖ bkzügkikb dm: Vek»713ung33u[agen gleich Hinzufügen, daß, nachdem vor ;*.*k1*.7_;*:n Tagen im RSZÖEMNPÉM-Zschuß bssch1ossen wordm ist, “(as; den Ländem und Germ'siU-den 80 Prozent der vcm ihnen ckckzu- xxßxcxxdm BesaanZUkIg-Zn aus Reichömiüeln erßal-tet werden Zollkn, von mir sofort am 3. Mzemösr bereifs eine VLrffdg-wng er- [aßscn worÉen ist, dmc?!) die die nachgeordneben Beßörden umgewiesen werden, die BsfaxxmrJSZUlWen auIznzaHl-xn, “das heißt die Besaßungs- zukagm für die „zurücklisgende Zsit vom Jmuvar bezw. Fabruar bis „zum 1. Juli di€ses Jahres. Seit dem 1. kai find die lcmfenden :Be-saLMFZzulng-M ja fckéou seik einer Reih? von Monaten au-Ogezabkt wooden. Ick) hoffe, daß disse AWkdnUervg, die die Gewähr bietet, daß 'die Beavtten in den beseßden Gébieten mx!) rcclzkzeüig vor dem I'Zcähnackébs t ix! dyn Befiß dZeser nackzéräglichen Aus-zahlung ge- [augm die? Bcamket1sx„1fk in déesen MMM, die unter bksondevs schwieri Umständen zu arbsiFM Bcr? und Mf dem! Erhalmmg in guter und kmxer Gefinmxng zu unserem' VWTx-nde wir den größten Wkrk legen WMA, in günstiger Wc'i-se kcsiwflaxsen und das Miß- vsrgiingyn iiber die vcrsxäéxke Nn-Zzalylung übsnvinden helfen wird.
Hsrk Abgeordneter Dr, von Kries [sat einige Fragen über die cuts dym ftük):rcn königlickyen Befiß in di: Vsrwalkung des Staates üNrgegangenen Einricktungen angeschnitten. Unter anderem bat er auf die Verwaltung der früheren königlichen Gärten Bezug genommM Und die Bxsorgnis atxsgsfprockyen, daß chse Gäxten venvaHrlosen würch. Dieée Besorßnis Meint m'rc vorläufig in den Tatsackßn nicbt bkgründet 3:1 sein. W'xr smd bemükyt, für die Gärten, wie es notwendig ist, Line möglickx'k billige VMUUUUJ durch- zuführen. Wir untsrsteUen fie durchwsg den zuständigen Regie-
allgemekneu Vemmuhg unferes “Skaakes mis" nich! ulauseu W, für die weitere AuSgestaUung und eine besondere Verbesserung dZese: Gärten noch besondere Aufwendungen zu machen. Aber was not- wendig ist, um die Gärken in gutem Zustande zu halten, wird 12Mi- Vexständlicb geschehen,
UBer Wie ehemals könTglicHen Theater baku w'cr mit allen in Betracht kommenden Gemeinden VeWandlnngen geführt, um entweder die Uebernahme dieser Theater anf Bie Göme'mden oder die Heranziehung der Gemeinden zur Aufbringung der Kosten für den Bekrieb dsr Wcaker zu erreichen. TZ-Zse Verhandlungen besmden suk in einem guten Fortschreüeu und smd teilweise sogar schon zu einem gewissen Abschluß gekommen. Ich werde mir erlauben, Jßnen durck einen meinst Hetten Kommissare noch besondere A*.tfkfärungen übsx die EiUZ-xkbeiten und den gegenwärtigen Stand dieser Angekegcnbeü geben zu lassen.
Durchaus erwünslßt waren mir die Hinweise auf die Kos?- spieligkeik der Unterhaltung von Autos. Die Autos smd in der Tat gegenwärtig eine außerordentlich teure Einrichckung und belasten unseren Etat recht erheblich. Ick) habe deshalb auch bereits angeordnet, daß Ermittlungen darüber angesteUt werden, in- wieweit man auf die Erhaltung staatöeigener Autos verzichten und durch die Benußung von Mietautos eine Verbilligung der Vev- walbung herbeiführen kam. (Sehr _richkig1) Ich weiß nicht, odderHerrAbgsotdnejebäerbesmOmFäUeimMgege- habt M Weil er däese Sache beim Etat des Fianministeriums zur Sprache gebracht hat, möchre ich bemerken, daß in meinem Ministerium, als ich kam, bereits ein Auw anden war, das für das sehr weit abgelegene Finanzminislet' auch notwendig er-
Auws für das Finanzministerium durch meinen Vorgänger, den Herrn Abgeordneten Hecgt, veranlaßt worden. Das Finanz- ministerium liegt ja, wie ich schon erwäbnbe, besonders weit ab, namentlich auch vom Abgeordnetenhause, so daß ck wobl gerecht- fertigt erscheint, bier ein eigenes Auto zu unterhalben. Inwieweit src!) das bei anderen Ministerien und Behörden rechtfertigten läßt, wird geprüft werden, „
Im übrigen bestäkige ich d'em Herm Abgeoröneten gern, daß auch nach meiner Auffassung die Ministerien teilweise über- mäßig dnrch relativ untergeordnete Angelegen- heiten in Anspruch genommen werden. Ach) hier bin ich bemüht gewesen, eine Entlastung herbeizufüßren. Aber hier handelt es fich beilweise um Maßnahmen der Verwaltungsreform, die so schnell nicht durchgefübrk werden können, zu deren Beschleuni- gung ich indessen nacb Möglichkeü mithelfen werde,
Meine Damen und Heroen, ich glaube, damit auch die wesené- lickzfieu Fragen, die Herr Dr. Leidig aufgeworfen bat, beantwortet zu Haßen, und darf mich desbakb wohl noch kurz einigen Personal- angelegenbeiten zuwenden, die hier zuerst von Herrn W)- geordneten Dr. von Kries angeschnitten und dann von Herm .W- gwrdnetm Dt. Leidig kurz berührt worden smd.
Was zunächft die Frage der Bearbeiknng 5er Per! sonalien in meinem Ministerium anlangt, fo smd von Herrn Abg. Dr. von Kriss dagegen Bedenken erhoben worden, daß die Be- arbeikmg der Personalien der Beamben einem in PrivatdimsTveo- hältnis slehenden Mitarbeijer überttagen wooden sei. Ich darf darauf hinweisen, daß dieser Sachverhalk nicht ganz zutrifft. DIe Personalien der Beamten werden in meinem Minéßerixum stach wie vorvon einem Bxambm _ und wie ich einschalven will, von einem sehr alten und bewährtm Bauarten _ Wirkt, und ck ist [Qiglich einem andewu Mitarbeiber das Korreferat übertragen zu dem be- sonderen Zweck, mir die Bearbeivmg der Personalien zu erleichtern; dean ck wax ganz natürlich, daß ich in dem Augenblick, in dem ick; 'm das Ministerium eintrat, das Bedürfnis hakte, einen besondmn Vertrauenömann mit in Anspruch zu nehmen, um in diese Dinge soweik Einblick nehmen und mitwirken zu können, wie es mix nok- wendig erschien, um den erforderlichen Einfluß auf die Bearbeian der Personalien zu nehmen. Ich glaube nicht, daß gegen eine Rege- lung in dieser Form irgeanelche begründete Bedenken erhoben werden können. (Zurufe bei der Deursckmakionalen Volkspartei.) Ich glaube nicht, daß es norwendig ist, fich Hier im Hause üba alle Beschwerden von Bsambw zu unterhalten; ich habe dargelegt, daß hier eine Nagelung getroffen ift, die die Gewähr bietek, daß die Personalien von einem Beamten bearbeite! werden, und es ck meines Erackytens damit die Gewähr geboten, daß die Beamtenschn-fs dcÖei voll zu ihrem Ruble kommt.
Sodann eine ander? Frage. Dié-Herreu Rednet s'md noch ein- mal auf 13811 Fall Busch-Löblein zurückgekommen, dex ksreixs bei der sxstcn Lesung des Haushalts meines Ministeriuwé hier eine Rolle gespieü bat m1d auch bei der Beratung me?.» Haushalts im Hauptausschuß der GegeUstcmd einer mtsfijbrlickkx': Aussprache gewesen ist Diese Angelegenheit ist ja von den HNW; Abgeordneten Dr. vim Richter und Genossen zum Gegenstand eincr besonderen großen Anfrage gemacht worden. Zu meinem persöW Neben Bedauern isl diese Anfoage noch nicht zur Verhmxkdlung g-zstelif worden. Ich bätke diese erwünschte (Gelegenkzeit benußk, um micx darüber dann ausführlich" äußern zu können. Nun ist lyixr im Rahmen der Etatberaknng erneuk auf diese Dinge eingegangen worde", und das nötigt mich, in diesem Rahmen ebenfalls noch einmal dass"? zurückzukommen.
Zunäckxst ist von “dom Herrn Abg. Dr. von Krieg - das war der Beginn seiner Ausführungen - auf Aeußerungen hingewiesen worden, die ich Bei Gelegenheit der Beratung des Geseßent- wurfs über die Alterögrenze gemacht habe. HM" Dr, von Kries hat es besonders beunruhigt, daß ich bei diescr (G&- legenbeit das Wort .Anpaffungsfäbigkeit" gebraucht habe, und bk- sonders habe ihn die Art und Weise gestört, wie ich den Ausdrmk gebraucht bzw. wie ich auf einen Zwischenmf Diner Frmmde diesc»; Wort noch eine besondere Betonung gegeben habe. Ick) darf da;:1 erklären, daß ich diesen Ausdruck in durchaus sachlicher, keims» wegs beunmhigenda Weise gebraucht baÖe, und ich sehe auch ga! keinen Anlaß, fich bei diesem Work irgendwie zu bumrubigeu. Ick,“ habe es nicht verstanden, warum die Freunde des Herrn Dr. von Kriks bei der Anwendung diesas Ausdmckes Zwischenrufe gemacbÉ [zahm die mich nötigten, darauf hinzuweisen, daß ich selbstverstänk' [ich Beamke aller Parteirichtungen bzw. ohne A"" ssbung ihrer Parteirichttmg zum Staatsdienst heranzuziehen geneigt sei; das ist meines Erachtens in unserm demokratisch“
1*1mg€n nnd gkmxßcn, daß damit (UKÖ dic“ 11.5.1qu Gewähr gebofen ist, ["; ?ic (.'xkärjxm 21! ckckck» * „".U'KW'O 8717.7[1921 11,“-*:?'?':.
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fcheint. Soweit ich unterrichtet bin, ist die erste Anschaffung des '
' 11 kn rschten Scits sxsés nahestebk, diese): Ausdruck in YJLWeise wie is!) gebraucht hat, also ansehen:?» auch der MLWWMWUWWHift-UUWMM mOeamten- die uütdaDurcbfüermo MWRWM betraut smd, ein Stück MWWL "NWWB. - J» dieser Zeitung -- fie ist vom 27. November - lese uh: ' " C8 ck nur zu verständlich, daß die Mebrzakzs Fieser. (über. ) Beamden bende nicht mehr so letsbmgsfähig tft, me man es im Interesse des Bakersmdes vexlawgen müßbe. Dann aher ck ck mtschuwsar, daß viele der alteren Beamten slch auf die neue Zeit Kichk mebr umzußel'len' ver- mögen» Wer seine 40 bis 50 Jahre den Dienst m nner be- stimmten Form Mseben baF,_wn-d fich nur skywer zu allen Reformen verfteben komen, und da dte Zett solche Reformen - allerdings nicht im June der bäußg wechselzx- den 'nünißex-dtiugend erfordert,'konnetzd1e älteren Beamten leicht die erfordxrlxche Werker- entwicklung hemmen. Selbstversländlch; Uhr es „noch gx- „ügmd Ausnahmen, die ihre Erfahrungen .und „Kenntznffe ZW geistiger Frische und AnpassungsfäbrgkettoMrt, Hort! kmks). obne Www glt-icb die Gosenmmg zu wexhseln, m den Dxenst “dss Vcktnlandes ßellen könnm - Das smd Ausführungen, die ich in vollem Umfxrnge' unserschreibe (Seb! richtig! links.) Ick möcbbe meinen, dezß naut uur 1ed_es Mü- gkwd ckckck HWY bereit sein sollte, sich mti REFA! Ausftlbrunxxm ÜUMW zu erklären. Dicks: Zeitung ist - zue „Post, _(bort. hört! l'mkS), also doch gewiß sin Blatt. das meiner PJerZchUms .chcht nahe steht, sondern am der Ricdkmg dex Herta! gehort. dn m- üch an meinen durchaus in der gleichen R1chtung gehaltenen Aus- Fühmngen Anstoß genommen haben-
Was sodann die Ausführungm des Herrn Dr, von Kries und Dr. Lekdi-g über die besonderen Vorgänge in meinem Mnisterium «W die xu der Zurdispositiousstellung da HeMu Unterstaatssek'cetär Busch !md Ministerialdirekw: Löbleiu ge: führt haben, xo babe ich mich über diese Vorgänge im Yusschuß km der Beratung meines Etats ausführlich geäußert. Ich wxll abet nok!) kurz folgendes sagen: Was zunächst die Besprechung cznla'ngß- dre ich am 31. März mit diesen Herren geführt habe, so habe :ck. m dxeser Besprechung - das scheint mit wesentlich zu sein - deutltch unter- schieden zwischen der Beamtenschaft ganz allgemein und den Beamten, die zu den böhergeslellten Beamten des Ministsrmms ge- hören. Ich habe dabei von den „höheren“ Beamten gesprochen, aber nicbt in dem Sinne der im alben Klaffenstaat beliebben Em-
"beilung det Beamtenschaft in höhere, mittlere und uiadere Beamte, sondern im Sinne der höhergestellten, mit leitenden, Auf- gaben betrauten Beamten. Ich habe ausdrücklich auf „eure _An- ftage ergänzend erklärt, daß ich diejenigen Beamten gememt hatte, die mit der Vorbereitung und Durchffzhrßng politischer Aufgaben betraut seien. Hinßchthcb dtefec Bsamten habe ich die Anstebk geäußert, daß mir ein xvrrkltch fracht- bares Zusammenavbeifen nur möglich zu sein sclxeme, wenn fie vepublikanisch und demokratisch dächben. Daß derarßgß Forderunx-zen bei unserem durch die neue Verfassung und dkmb dle Revolutwu begründeten republikanisch-demokrattscben „Staat's- loesen nicht als ungerechtfertigt angescben werden konzen, wn-“v »th keiner Seite bestritten werden können, am allenvemgstexk von denjenigen beiden Herren, die beute über diese Frage ekvas ab'wetchend geredet haben. Ick maß :* meinem Bedauern daxcurf bmwexsén, daß Herr Dr. von KWS von heute fich iu seinen Ausfuhrungen mcht ganz mik dem gedeckt bat, was der Herr Dr, von „Fries in der Beratung 'Das Hauptausschusses auögefübrt bat. Bei der Beratung im Hauptauöschuß ist von den Rednern sowohl der Deutschnationalen wie der Deutschen Volks- , partei zugegeben worden, daß eine solche Forde- rung berechtigt sein würde. Sie haben nur einen Vordebalt bezüglkcb der Zeit gemacht und «sagt, fie Würde erst berechtigt sein, wenn die Republik fich ebvas gexestigt .und das douwkrakische Regierxmgssyftem fich ewigermaßzen bewahrt hakte. Das ist ja auch in dem gedruckwn Bericht, 'der Ihnen allen vorliegt, festgehalten wordm. Demgegenüber kann ich nur wixder das sagen, WickpbeveibsknAusscHUß gesagtwbe,daßmirdyese€§ordchaam, deren gmndsäßläche Berechtigung damit (merkcmnt worden: rst, jekt um so notwendiger. erscheint, wo es darauf'ankommt, den Bestand der Republik zu sichern. Ist diese Republik erst fest ver- ankert durch jahrzehntelange Entwicklung wie in anderen, demo- kratisch gerichteten Ländern, dann sind Besorgniffe viel weniger be- gründet. Ger jekt ist es notwendig, daß die maßgebenjzen politischen- Beamten fich 'm eiuer weitergehenden Ueberxm- stimmung mit 'der Aufassung der StaatD-egiemng in bezug auf xbve dmokral'isch-republikanische Regierungstätigkeit befinden.
Nun möchke ich aber besonders betonen, meine Herre'n mx'd Damen, daß ich meine AUSfübrungen seinerzeit überhaupt mcht m die Form einer Forderung an die Beamten gekleidet hatte, sondern daß es lediglich ein Bekenutn io wax, das ich cmSgesprocben habe, für desen Aufrichtigkeit allerdings, wie ich hatte zu meinem Bedauern fkskstelxen muß, anscheinend nicht bei allen beteiligten Beamten das boa mit voraneseßte Verständnis vorhanden gewesen ist. Wch Wb bei dieser Underbaltung geleitet und mich veranlaßt hat, die beanstandetm Aeußemngen zu tun, das war das Gefühl, dem 'der Reichskanzler Fürst Biomarck einmal guten Ausdruck verüeben Hat, als er im Reichstag am 3. Mäq 1881 folgendes sagte:
Administrativ und Regierungsbeamte haben einer bestimrzüen Neßienmg zu dienen und deren Weisungen bis zu einem gmxjsen Grade zu vollziebek. Ein solcher Beamter kann ganz parte1los Wbt sein, und mir iß es immer eine peinliche und uicht ganz würdige Erscheinung gewesen, wenn ich jemand in einer Regierungsstelle sehe, der mit der Politik der Regierung im diametrale'n Widerspruch steht und im Amte bleibt. Du
* Stellmm in de: Vawattzmg bedingt ein gewises Maß von Patteinabme für die Regieanw- .
Meine Heneu und Damen, aus diesem Gefühl und aus "rem BMkfnis Heraus, durch eine offene Aussprache eine Atmosphäre des BMW zu schaffuy babe ich meine Aussickx über die Vovauéé- schungen für ein fruchtbares Zusaumenwirken des Ministers mit seinen böchfien Beamten cmögesprochen, um daran anschließend, die Birke aUSzuwrechen, die Herren möchten selbst prüfen und EUR Ökidk "- ob sie glauben, mit mir zusammenarbeiten zn kö"UM- Wd ich habe damit das Anerbieten verbunden, fiir den Furl,
zuführen, d. F). unter Bkrückfichkigung 5er zu äxßernden' Wünsche ekné Veränderung in den SteUenbeseßungeu herbeizuführen.
M . T und k . L [W W ' H. K
also ein freimütig" Bekenntnis über die Art, wie ich die Politik zu füören gedäcbte, mid ein sebr loyales An- erbieten bezüglich der von den Beamten selbst W WMW Personalberänderungen. Ich kam! ck daher nur als bedauerlich be- zeichnen, daß beides -- wenigstens bei einem Teile der Beteiügten - nicht die von mi: erboff-de Aufnahme geftmden Hat. Ueber die weitsren Vorgänge, die fich im Anschluß hieran in meinem Ministerium abgespéelt haben, und die mich schließlich die Ueberzeugung gewinnen ließen, daß eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, wie fie Von mir und wohl von jedem anderen Kkogen als uwerläßli-He Vorausseiznng für eine erfolgreiche Ambsfübwnvg cmgsseßen W, mik den in der Axks'rage MW Herren nicht möglich sein würde, habe ich mich bereits "nn Aus- schuß geäußert. Außyrdem stelok das Staaksminifterium auf dem Skandpunkk, daß eine VcrpxsiC-Jiung zur Auskunfterteilung übe? Zur- dispofitionsteUung politischer Beamten für fie nicht bssteht, Ick beschränke mich deshalb heute auf d'xe rein tatsächliche Feftßellung, daß die Herren Unterstaajssekcekär Busch und Ministerialöirektor Löble'm vollkommen ordnungögemäß durch _Be- schluß des Staatsministeriums in den exnst- weiligen Ruhestand versetzt worden smd. Dieser Be- schluß ist gefaßk worden auf Grund des Gesekes vom ZKM 1852 in Verbindung mit § 3 der Verordnung vom 26. Februar 1919. wobei das Staatsministerium von der Erwägung auSging, daß _das im Nforeffe das DTenstSs nötix verkcmxerrsvolle Zusaamrénaobmten zwischen dén bei». Herren und m'rr als ibrkm Chef mcht mehr lebe (ZW.) _ ck Ich glaube, “daß gerade die Herren Von der RecHten, méks dagegen haben könnth, wsnn die new: demokrafiscxp-«ubltka'nnß Regierung fich auf Geseße stößt, die durch eine alte, ebrrlZurd1ge Tradition vieler Regierungen, die Ihnen nahgsstandm haben, fur Sie geheiligt sein müßten, insbesondere wenn fie ergänzend die nenerdmgs ergangenen Novexlen und Verordnungen mit heranziebt.
Was nun die Rechtsfrage anlangt, so darf ck kurz noch einmal darauf binweisxn, daß beide in Frage kommenden Herren politische Beamte smd. Für die polifischen Beami'en gxl'ten die Bcstimmungen des eben erwäbnM Geseßes, bekreffmd du Dxensk- vkrgelyen der nicht richkerlickxsn Barmten, von 1852, dessen § 87 be- stimmj, daß dZe nachbenanmken Beamken „jederzeit mrt Ge- währung des vorschrifmeäßigen Wartegeldes einstweilig in Ruhestand verseßt werden können". (Abg. Dallmer: Bricßt Reichsrechk nicht Wrechlx'?) - Die Herren find voUständig “rm Ittkum Jm Rezcb be- stobt gar kein Geseß, «ck keine VerfaffungÖeÜMMUng, die irgdeie mit diescm Gsseß in Widerspruch stebé, und, es liegt daher (ckck kein Anlaß vor, dieses Gesev Haufe fur wemger gültig zu balken als früher. Genannt waren in diesem Geseß u, a: Unterstaatssekretäw, Dänifisräaldirektonn, ObeWrästdeNtUx, . Re- gierungsprJsWenten, Landräte usw. Die damalige preußxscbe Regterung hat in den-“Motiben zu der Verrordnung vom 11. Juni 1849, der Vor- läuferin dieses eben von mir erwähnxen Gesekzes, fich auédrücklich über die Gründe auSzulaffen, die zu der SMdersteÜung dsr poküischen Be- amten geführf haben. Es wird da in demSTcnographiscHKn Bsrickyf 5er die VerhandlUUgen der Kammer vom Jakrc 1850 (3. Band, Anlage S. 87) gesagt,
„daß diese Beamten einen solchen Beruf Haben, daß der Regierung
nokwsndig ein mehr unmiktekbarer Einfluß auf ihre Amtstätigkeit zustehen muß, damit in wichtigen Zweigen der Ver- waltung die notwendige Kraft und Einheit ge- sichert bleibt. Bei der verbäkWiSmäßig geringen Zahl der BO (1th triff aUerdings ,in jedem konstitutionellen Staate das Be" dürfnis einer größeren Amovibilität ein. GFT)? es keine Möglichkkit, devgleichen Beamke, so lange ste fich nichts eigentüch Skcxfbares zuschnWen kommen ließen oder so lange fie nicht dienstunfä'cig go- wvrden smd, mit Bewilligung eines angemeffsnen, ihren anständigen LebmSuntexbalf fich€rnden Wartegeldes eiUstwxilM in den Ruhsständ zu verseßen, so würde in der Tat die unerläßliehe Har- monie der Regierungötätigkeit nur in sehr an- genügendem Maße zuerzielenseTnnnd die Minister- verantwortlZckykeit könnte niemals eine Wahr- heit werden.“ (Abg. Heilmann: Sehr réchkig! - Zuruf? reÖTs: Das war früher Einmal!) Das Waren sLHr beachfet13werfe Au3fübrungen, und ick) bin erstaunt, daß die Hkrren von dsr Reckptsn gcnsigt find, die Be- rechtigung diescr Ausführungen für die Heutige Zeit zu verneinen. Diese Grundsätze billige ick) durckyaus, und nach ihnen Handle ich. Und Sie sehen, iel) und die gcsamte StaatSregierung bksmden fiel; in voll- kommener Uebereinstimmung mit einer Handkxabung von Gescßen und Bestimmungen, die jefzt fust 70 Jahre in letung find. An diesM geseßlichen Bestimmungen bat die Rcvolution und die demokratisckye Regierung nichks geärldert, Das einzige, was in Preußm durch die demokratiscke Regiemng geändert wurdk, war, daß man den Beamten zunächst eine auskömmliche Besoldung gewährte, die früher nie bestanden hat. (Sehr richtig! bei den Sozéaldemokraten.) Das bezéeht fich auch auf die politischen „Beathn, deren Bszüge durch die von wir vorhin erwéWnte Novelle vom Feörnar 1919 und im Mai d. J. nochmals erhöht worden smd.
Meine Damen und Herren, gestalten Sie mir zum Schluß nock; ein paar Works zu der in Zwischenrufen von der rechten Seite des Hauses zum AUZÖMck gelangten ganz “irrigen Meiwung, als ob durch Art. 130 der ReiÖSVeraffung an dem Beamkenrscht in Preußen irgend etwas geändert worden sei: Die frühere deutsche Reichs- verfassung enthielt über die politische Gesinnungs- und Vereinigungsfreibeit der Beamten keinerlei Be- stimmungen? aber auch dis Premßische Verfassung batte in MW Grund- rechten über die B:»Unten keine Außnahmebcstimmung getroffen. Nach Ark 27 der preußischen Verfässung hatck jeder PrLUße das Recht, durcb Wort, Schrift, Druck und bildliche Darstellung seine Meinung frei zu äußern, ohne daß dieses Recht auf Meinungsäußerung für be- stimmte Gruppen gesetzlich besonders beschränkt worden wäre. InS- besondere eanZ-Jlk auc!) das (Gesetz über ch Dienstvergeben der nicht'- richterlichen Becxmtsn vom Juli 1852 keinerlei einschränkendc Be- stimmungen. In § 2 diesss Gcseßcs Wurde vicsmsbr ledigsick; be- stimmt, daß ein Beamter, welcher _
1. die PflicHtcn Verleßt, die ihm sein Amt auferlegt, oder
2. stk?) dnrch sx?" Vcrlzal'éxn in odck mxßcx dkm Amt der Achhmg,
des Anskhens oder des Vertrauens, dic skin Beruf erfordert,
«_.
ken VorsÖriféen Ess Gessk;:3 rxn'fsrkkeg? Jrgen'éwekeky: Ausnakus bestimmung, durch die die Beamten in ihren politischen Rechten be- sWWwämybatUaksoancbftäbeer-mtßen, mcht- «ba. Leider saw abet bitch die früheren Remetungen “die vorhandenen ' derBoanWenfoauög-legt worden, daß sah in Wirklichkeit eine unerhörte Be- schränkung der politischen Freibeit der Beamten ergeben bak (Sehr richtig! links. .- Umbe ckckck.) Darin unber- scheidet fich der akte Zustand von dem neuen Zuftcmd (Rufe rechts: na, na!). daß,wmn aucb dmxh die Verfassung die Rechte der Beamten nicht erweitert worden smd, wir heute eine Regierung haben, welche bereit und gewilxt ist, die den Beamten wie jeden! cmderen Staa» büvßek zustehenden R&bbe wirkücb zw: beacbbat und zu schüßen. (Un- ruhe Mid anufe rechts.) Meine Damm und Herwu, früher -- fck hats! nicht die Abßcbt, darauf weiky: einzugeba -- bat die Regierung niemals Bedenken getragen, Beamte zu maßregeln, in ihrem Fortkommen zu beeinkcäcthM, aus dem Dienft zu entlassen, zur T-iSpofikion zu stellen wsw., die fiel) in ihrem Dienste niehts batten zuschulden kommen lassen, sondern die lediglich für fich persönlich s1ch politisch irgendwie abweichend von der Regierung betätigt batten, sei ck mm 'm Bewim, sei es im Parlament, oder
UniverßtäW- Das ift früher in sehr umscmgtkicwn Maße geschoben, und "wenn die Beamten in dieser Weise verfolgt und beschränkt worden smd, dann haben fie nicht einmal bei den befxebenden Gerichmt den nötigen Schuh finden können.
Meine Heroen, wem jetzt ü: ka .WW Berdaupt diesetArtikel130Plaßgkf1mdenbat,sonichtdck-alb,weildauät KMWMRMMWHWÜWMK, fordern lediFÜÖ, mn den Mißbväuchen der fmhewn' RW" ein WWWW (NWWB) JÜWPUWWW WMWWKMVCÜÜMUUMWRÜW ÜWMZQWMWMWWW (Unix WWMTWWM' [WÜMWVMMW" deutschen Staatsbürger. Ich glaube allerdings, daß diese Bc'vmmg ÄÉÜWMWMZN WWMWWWWW WMW,WÜ1MchWWchchRUchchWWLMSW wesen die Ragiermvgen mchr als bisher bewü sein W, TIL Rechde
- der Beamten 8681110 31: achchm wie die jedes andewa SWELZÜrg-ers.
(Abg. Heilmann [Ekarlottevbuvg]: Außer, wenn die RÉBpa-teien wieder zur RVMM" W 701121an Die einzige GCfabr besisbt, wetm eimnal, was wir nicht hoffen onsn, die Rakdspa'rwieu wiQder ansRuderkUrmensolltm,mrdfürdiesenFaUTfteSzweifeJosmu 9171, wenn i:! de: dautsckxn Reichsverchsung zum Aus:)mck gebmchk wird, daß sm, wum fie ihre alte Polisü w'u-«der Webmm wüvdm. fich eines sckwewn MWZJI gogm dix WNW sWW machen wüvdm. Für die preußische SWÉZregicnmg der EMM glmÖcichuacth'oiesenzubaberxdaß stefich iunneraufdemBodezt der Vsrfaffxmg und des gesesüchm Rechws bewog! hat, md dauut hoffe ckck 'm weiten Kreisen die [LMM gkstärkt xu Haben, daß under dem geganvärkigai drmokmtischm R&gierungssyxdem dn WWWWkömemdaßim (Hsgensaßzuf'aTbex ihre staaTÖÜrgerMHM NW Vol] gewahrk W (BWW! bei den SozTaTdenwkraW -- ZUchm KW.)
Auf Bemerkungen des Abg. Dr. («Träger (Tem) ent- gegnete der Finanzminister Lüdemann: '
Ick) danke dem Herrn VOMdner für die Erkkämwg, daß seme FaundegMbereitseinweWmWPr zurGesuz- dung unserer Staatsfinanzen mi ZKM. Es Mrd ja nicht mehr Aufgaße diefer ihrem Ende exrtgegmgebenden LMM"- WTM sein, absckoüeßende Reformen Wräzzufübren, das wxxd 'm der HMMache Axkfgcix des neuen LanOfags fe'm. Nur sche'mt nm, die Grundlage desu muß noch Von dieser WWWLW ge- legt werden. Wenn daher der Herr BWM gesag? hax'es er- schiene ihm das Wichtigste, zunächst eTnmaL die bereits h_krmklxgtcn Steuern zu ordnen und einzuziehen, so muß ":ck bänzungen, daß füx ans in Preußen eine Mögüchke'xt dazu jc: [Hoek nicht besteht weil uns noed keine neuen Steuern bewjlligt wordxn smd. Diese Aufgabe steht der LNndeEversmnwlyng noch bevor, und ich hoffe, daß so: sich gern und bereitwilljg Resa Auégabe anker- zichen wird. ,
Was die Besaßungözulugen (mlawgt, so kann ck zur Bemhdzung des Herrn Vorredners erklären, daß auch die EQMÖM einbezogen werden, gem'ru so wie ße früher bei der Gewabrung der ftaotüchen TeuerungözulaJM einbezogen wovde-n smD. Nack) 8ensesden Grundsäßen, wie damals verfahren worden ist, wird guck; jeßt Ver- fahren. Es werden ebenfalls Staaksmittel für die Gexstlxckyen bemi gesteUt werden.
Einige SWalfmgen sm?!) gestellt worbev. Vom [W Herrn- Vorredner ist der Wunsch geäußerk worden, dcie ObsrpräsY-U nzochten fich späber einmal in dem Haushalt des Mißtftertnms des Innern befmden. Das ift eine sehr schwmmW FW von ecßebl'tcber Tragweite, über We gogenwäct'xg noch Erwagunga! schweben, die noch nicht MMVR?! smd-
Bezügücb der Verminderung der Bt_amken ix! Finanzministerium glaube ich darmxf hinweisen z? sollen, daß die Vemnincdecung der Bocanfeßschaft, “me dadurrh bedmgt tm!)
rechts, die 0.an dirskken nnd in-“dkrekten Steuern auf das Reich über: gegangen smd, bewiks voUzogen worßen ist. Diese Beamten find alLe zum Reick) hinübergegmM bis auf ewa: ganz klamm Reß, der notwendig ist, um aus 'm Pnußen übecbmtpt auf dem «:ck unserer StWersorgen aktionsfähig zu whaltm. Daruber hixmus gerade im Fxnanzministeriym an der zentralsten S'Mle, wo e,:m WfW gefan werden kann, um für eine sparsame ertscbafx nu ganzen Staatsbetriebe zu sorgen, noch eine weiten VWWg der Beamtenschast 'm Ausfickxt zu steam, sehe ich mich gegNuvartmg aufzw- stande. Ick) glaube, Sie wexDen mir bsipfücbten, werm 1ch sage: geoade an dieser SteUe. wo die mkiste Kraft mit Evalg Mgewcmdt werden kann, um eine sparscmu Politik durWßl-bven und “dem Staate neue Einnahmequellen zu evschläeßen, ist ck uotwendxg, emen Beamtensth aufrechtzuerbalten, der leistungsfähig und groß genug ist, um bier die Intereffcn des Staates restlos wahrzunehmen.
Ick habe in den Wsämßbemkm» bereits dammf hingewiesen und möckxie bier nnr durck) Einige Zahlen hervorbszen, wie swb der Geschäftsumfang erhöht hat. Während due Zahl der Ew- gänge im FianministerUM "un Jahre 1914 23000 betragen W. bsi fie in der Zeit vom 1. September 1919 bis August 1920 SLM betragen. Das ist also eine so gewalkige VergrößermU dcr EFn- gänge, daß allein dieser gesteig'erw Geschäft'sumfang in dcr zumckz
;" Ik. WWW MKW ._soUben KÄUFE- herbei“-
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„_ unwüxxjg zejgk-
lügmdmZeitnüreimauömxhendeBegmvdunqdafürzubiM
sei es selbst mtr in akademischen Vorlesungen an Hochschulen md" ,
geboken war, daß die großen Zweige unsews selbständisea SWW- ,
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