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es ._bléibi Pflicht der Regierung, die Entwicklung der Dinge auf das sch0rf11e zu übenrachyn und dem (“7505512011 einzelner Landwirle und Handler, das verderblich auf VSU ganzen LebenSmittelverkebr und die
Preisentwicklung einwirkt und dadurch die Crmährungslage auf das.
schwerste zu gefährden geeignet erscheint, mit aUen Mitteln entgegen zu treten. Gegen solche Schädlinge ves“ landwirtschaftlicben und Handelsberufs sou durch wesentliche Verschärfung der Wucherbestin1- mungen vorgegangen werden. Lokale aus Vertretern der Erzeuger und V€r5r0ucher 311,0mmexigyscßte UeberWachxrngsaussÖÜffe müssen mix- wirkeri, *um diese Uebersckzreitungen festzusteÜen und zur beschleunigten Aburtcilung zu bringen. Die Preisprüfungssteüen sind entsdrecksend auSzubauen, und ihre Tätigkeit ist mit allen Kräften zu fördern. Vor aÜem“ aber müssen in den einzelnen Ländern die erforderlichen Exekutiv- mcßxmhmen miT dem größten Nachdruck durchgeführt werden. Auch cmdére Länder, wis insbesondere Frankreich und Jtakien, sahen KZ) nrusrdings zu schärferen Maßnahmen auf dem Gebiete der Lebensmittel- dLrsorgun-g g05wnvgen. »
Jm Anschl'uß möchte ich JHnen einen kurzeaneberblick über diE Lage dEr Versorgtmg auf den wichtigsten Gebieten geben.
Zunc'ickyii die wichtigste Frage der Brotversorgung! Die Brot- gsircideernte dcs laufenden Wiriscbastsjahres beträgt 11045 der Vor- sa'xäézimg der Saatenstandsberickyterstaixer, die allerdings nach den bis- !)0rigexi Drusck-arZ-xbniffen nicht €rreichcki werden dürfte, etwa 7 Mil- [ionen To::xwr: Jegcnüber crwa 8% MiUionen Tonnen im Vorjahre UT'Ö eiwa 9 Millionen Tonnen im WirLscHaftsja-hr 1918.
Die Ernie ist gegenüber dem Ernteiahre-1918 im laufenden Wirtsck'afisjaßr an Weizen um etwa 14 % und an Roggen um fast 30 % zurückgegangen, an Brotgetreide inSnesamt um fast 25 %.
Der Ecxamtbsdarf an Brotaetreide stellt fick) auf eiwa 9,4 Milli- one'n Tvnmm, so daß fich ein rsckynungSmäßiger Fehlbetrag von rund 2,4 Millionen Tonnen ergibt. Hierdon siiid qedeckt 250000 Tonnsa durch Hrranzisbung don Gerste zur Broiberstelkung, so daß ungedeckt iiÖcr 2 Millioncn Tonnen bleiben. Dieser Fehlbetrag wird sich aber dvrnnssixiytliä) n0ch erhöhen, und zwar einmal dadurch, daß die Ernte 1920 teilweise bereits vor dem 16. August dieses Jahres in Ansprucb gxnommcn wordsn isi, fern€r dadurch, daß der wirkliche Ernieerkraxi Hinter drm geschäßten zurückbleiben wird, endlich dadurch, daß nae5 drn Erfabrnngcn der Vorjahre eine restlose Erfassung der gesamieu Ernte durch die öffentlickyc Hand ausgeschlossen erscheint.
Bis zum 1. Dezember 1920 dieses Jahres hat die Reicßsgetreide- stelle 651 288 Tonnen Broißeireide erfaßt gegenüber 1 116 465 Tonnen bis zur gleichen Zeil des Vorjahres. (Hört, [)'o'rt! bei den Soziak- dcmokräten.) Die Von den srlbsiwirÉsÖafienden Kommunalderbänden bis zum gleichen Zeitpunkt erfaßten Monac-n werden auf etwa 1,2 MiUionen gyschätzt, da diese Komnmnalderbände sick) erfahrungs- gc-mäs; möglichst stark einzudecken pflegen.
©0131 mcm Von einem Crnteertraae Von 7 Millionen Tonnen aus und “zieht davvn den Bedarf der Selbstversorger zur mensch1ichen Er- 11älckrung, für Deputatgetreidc und für Saatgut mit zusammen 3490 000 Tonnen ab, so würde sich eine Gesamtablieferunquflicbi der landwir1sch0f11ichcn Betriebe von rund 3% MiÜionen Tonnen ergeben. Nimmt 111011 an, daß diese Menge eirva je zur Hälfte an die ReiÖS- geirridcstclle und die srlbstwirisÖakiendi-„n Kommunalverbände “zu liefern ist, so wären Hiernach inSgesamt etwa 1% Millionen Tonnen an die Reichsgetreidestelie abzulic'fern, so daß die Reickzögetreidestelle also jetzt noch rund 1 100 000 Tynnen Vroiaetreide aus dsr Inlands- 9111ka erfk-sscn müßte, Diese Ziffer ist aber nicht endgültig; das Gcs'amtablicfc'rungssolk steht gegenwärtig noch n'ickyt fest. Die Rciäys- getreidcstklle ist zurzeit damit besc'bäftiat, auf Grund des durch Vér- kandlunxxn mit den Kommunalverbänden. durch die tatsächlichen DrUsckxrge-byisse und sonstige geeignete Unterlagen möglichst genau ermittelten Erntcergebnisses die Ablieferungspflicbi jedes einzelnen KOMMUUQWLYÖCMÖSZ zu errechnen un-d außzuscbreiben. Diese Arbeiten werden in kurzem abgeschlossen sein.
Im Tagesdurckyschniti des ganzen Monats Oktober 1920 betrug die tägliche Ablirfkruvg 2040 Tonnen gegenüber 17 750 Tonnen Brot- getrcide im gleickan Monat des Vorjahres (Hört, hört! bsi dan Sozialdkmokratem), während sie im November 1920 (ruf 1190 Tonnen gegeniiber 3829 Tonnen iw gleichen Monat des Vorjahres gesunken ist. (Hört, hört! bei den Sozialdemokraten.) In den leßten Tagen war _eine leickote Besserung zu verzeichnen.
Aus den angeführten Zahlen ergibt fick), daß die Ablieferungen im laufenden Wirtschaftsjahr gerade in den letzten Wochen schr ungünstig gewesen sind. Die Gründe, auf denen die schlechte Ablieferung berubi smd “zum Teil zweifsllos in der etwa Mitte Se1*iember eingeTretenén, für .die Herbstbeftcüungßarbeiien und die Hackftuckoternte außer: gewöhnlicko JÜNskigkn WLUGMQ zu suchen, Die Hauptkräste der Landwirtschaft smd infolgedessen in dieser Zeit zu Feldarbeiten in An- spruch genommen gew-zfcn, so daß sick) hieraus in wesentlicbem Um- fange ein Stocken des Ausdruscbes und damit aucb der Ablieferung des Gsrreides erklärt, Demgegenüber lagen die Verhältniss im ver- gangenen Jahre ganz anders. Es kommt hinzu, daß die Ernie dieses Jahres leider wesentlich schlechter ist als die des vergangenen. Vor aUem muß bei Roggen in manchen Gegenden geradezu Von einer Miß- ernte gesprochen werden. (Sehr richtig! rechts und im Zentrum.) Außerdsm werden die Ablieferunaen in diesem Jahre durch die schrankenxose Freigabe der Deputate, die entgegen meinen Vorschlägen durch den ReickxstaJSaussckouß einstimmig beschlossen worden ist, offen- bar urigünstig beeinflußt.
Zweifellos bat die hohe Bemessung der Deputate den Schleie!)- bandel stark begünstigt, der aber auch aus der sehr verminderten Ablieferungsfreudigkeii mancher landwirtschaftlicben Erzeuger lebhaft genährt wird. Der Schleichbandel mit Mehl ebenso wie der Mehr- verbrauch von Mehl wird zudem durch die starke Verbreitung von Schrotmüblen mit Sichtvorrichtungen auf dem Lande auß0rordentlich erleichtcrt und gefördert.
Diesen der Erfassung des Getreides drohenden Gefahren gegen- über müssen besondere Abwehrmaßnahmen getroffen werden. Es soll zunächst eine umfassende Propaganda in der Presse und in den land-
:Wirtschaftlichen Organisationen unter besonderer Heranziehung der
Frauenorganisationen, der (Geistlichkeit und der Lehrerschaft erfolgen (Lachen bei der Unabhängigen sozialdcmokratischen Partei), um den Landwirten die Nomendigkeit verstärkter Gekreideablieferungen vor Augen zu führen. Eine Besserung der Ablieferung darf man ficb nur versprechen, falls die Aufklärung über die wirkliche Lage unserer Getreideversorgung bis in die lebten Kanäle dringt.
Ferner sol] darauf hingewirkt werden, daß die Landeözentral- behörden di.? nachgeordneken Verwaltungsbßhörden, deren vielerorts wahrnehmbares Versagen zu einem wesenilickyen Teile die Schuld an der schlechten Erfassung trägt, anhalten, daß fie bei der Landwirtschaft aus eine bessere Ablieferung dringen und gegen säumigx Lieferer,
ebenso nachdrücklich vorgeben wie gegen unerlaubten Verbrauch, Kommunalverbandslcijer soUen gegebenenfalls für die Durchführung der bestehenden Vorschriften persönlickx verantwortlich gemacht werden.
Weiter sind, um die Durchfiihrung der unbedingt nötigen Mühlen- reviswnen zu sichern, die andeöregierungen ersucht worden, genügend
'poliZeUiche Kräfke zum Schuß der Neviswnsbeamten für den Fal!
bereitzustellen. daß die Bevölkerung der Vornahme notroendiger Revisionen ekwa Schwierigkeiten bereitet.
Ein Ersuchen an die Landesregierungen, dure!) eine Erxxänzung der bestehenden Schrotmühlenverordnung den Vextrieb und die An- preisung von Schrotmüblen mit SichWorrUhtungen zu unterbinden, tritT dem an die Seire, Daneben 985811 die von der Reichsgetreide- stekie zur besseren Erfassung des Brotgelreides vorgesehenen M07“;- 115chrnen her. Die Reichögetreidestelle bai auf Grund des § 5 der RsichSgetroideordnung den allgemeinen Ausdruscb der noch un- gcdroschenen Getreidevorräte bis zu einem bestimmten Termin an- geordnet und die Landeszentralbehörden um Durchführung dieser An- ordnung ersuchi; in FäÜen, wo es die besonderen Verhältniss er- fordern, können die Landeszentralbehörden diesen Termin verlängern. Im übrigen wird die Reichsgetreidestelle zur Sicherung “des Aus- drusches auf alle Fälke Drusehkolonnen bereitstellen und sich durch örtlickxe Revisionen von dem Fortgang des Ausdruscbes laufend unter- richten. Wsnn gehofft werden kann, daß die Landwirtschaft durch a]sle diese M0ßn01ckmen zu einer bssseren Ablieferung angehalten Wird, so solL diese 0110“) dadurch nock; gefördert werden, daß man den Land- wirten, die ein€n bestimmten hohen Sah ibre'r Ablieferungspflieht erfülkt babsn, für jeden Zentner weiter abgelieferten Broigetreides cinen Jenkner Mais zu einein verbilligken Preise abgibt, ihnen so ein woblf-Zileres Futtermittel in die Hand gibt und der Gefahr der Verfütierung von Broigetreide aus Gerste vorbeugt.
Wie oben errechnet, reicht die JnlandSernte zur Deckung des Gcsamkbedarfs an Brotgetreide bei rveiiem nicht aus. Der FLHWetrag steÜt sich auf wenigstens rund 2 Miilionen Tonnen. Diese Menge muß daher mindestrns aus dem Lluslande eingefüört werden, um die rein? Brotdersorgung sicherzustellen. Es ist ferner „beabsichtigt, 300000 Tonnen Weizen für die 21ng050 von HauEHaltSmeTxl, 600 (Gramm pro Kopf imd Monat, und weitere 250000 Tonnen Weizen zur Belieferung der Teigwarenbeiriebe einzuführen.
Die WM planmäßige Eiwfuhrpolitik des ReichSernäbrungs- ministeriums wird nach alLer Vorausfichi in der Brotversorgung Zu- stände, wie fie fast seii Anfang 1920 bis zum August in vielen Teilen Deuisch1ands obwalteien, Verhindern. Von einem bevorstehenden
_Zusammenbrucky der Ernährungswirtschist, besonders der Brot-
Versorgung, worüber sich leistbin ein Teil der Presse in übertriebener Schwarzmalerri erging, kann hiernach keine Rede sein. Bei allem Ernste in der Bcurieikung der derzritigen Lage, soll man sich doch davor hütßn, derariige Beunruhigungen in die Kreise der Verbraucher- schaft zu tragen. Die Regierung ihrerseits ist fest entschloffen, aÜes daran zu seßen, um die Ernährung der Bevölkerung sicherzustellen. Es erscheini unbedingt erforderlich, troiz des starken Drängens weiter Bediölkerungskreise, insbesondere des Handels und der Bäcker, nach Freigabe der Mebleinfuhr an der straffen ZentraLisation der Einfuhr festzuhalten, die unier der Leiiung der Reichßgetrridesteüe durch die Einfubrgeseklschafi für Getreide und Futtermittel vorgenommen wird. Ich brauche bier die hekannten Gründe, die diese strenge Zentralisation erforderlich machen, nicht zu wiederholen. Was die von einzelnen Stellen, insbesondrre Von Bäckereigenossensckyaften gestellten Anträge auf Gestaffung der freisn Einfuhr und die zahlreichen Anfeindungen dEr Ablehnung solcher Anträge in der Presse anbetrifft, so haben die eingehend nachgeprüften Angebote der Bäcker0ig0n0ffenschasten und anderer Stellen nichts dafür beigebracht, was das Ministerium von dem bisher verfolgten, wohl erwogenen Grundsäße, die freie Einfuhr don Mehl Nicht zu gestatten, abzubringen geeignei wäre. Die Genossen- schaften Haben kein Angeboi gemacht, das im Preis und sonstigen Bedingungen vorteilhafter gewesen wäre als die Angebote, die der Getreidebandel täglich der Einfubrgeseklscbaft zuführt.
Bisher sind VON den etwa 2% Millionm, deren Einfwbr im [Mfenden WirdsÖaijo-hr in Ausfichi genommen ist, rund 1200000 Tonnen angekauft worden. Der WM der bisher für das Wirrscbafts- jak)“: 1N0 oiwgykaus'ben Mewgen AuSla-rdöxgeireide beträgt mrad 6 Mil- l-icxrden Mcprk. Für diese Su-mme sind die ZWblung-Smittel bis auf eiiien kleinevmi Teil besckxo-fft, Die noch eziwzukamferrden rund 1% Mil- lionen Tomwn werden moch rund 9 MilLi-arden Mark Mordsrn. Wie die bislberige Getraikeeinßxb-c nur miE der strksckJ-Qikenchn Hilfe der Vorschüffc (mts dem Spaxübkom-men möglick) gswesen ist, so hängt auch die Abwicklumg der zweibon Häffbe uwssres Geirsidee-in'fubr- prongmns Wsenjfl-ich von der woiievsn Zwrverfü-guwgsteliuwg diesw: Voäsäxüffe für den Rast des WirbscHa-ßts-jwbrks ab.
Die Miemtem der verschiedenen im Frage kommendm Export- länder werden im Durckis-chwil't so oiuigescbäßt, daß 011351 an Export- Übersckyüffen von Wsizen uavgefäbc 20000000 TMM im [awfmden Emtejahr Wofü-Zba: smd.
Dwgsgen ist ein Einßvhrbedarf der suropäischen Imporrlän-der Wunehmen, und zwar: EnglaWs von 5 Millionen Tonnen, Italiens Von 3 Millionen Tormen, Dsursckxlmids von 2% Millionen Tonnen, Frankreichs von41cki Millionen Tonnen, der weuiralen Wider von 2 Millionen Tonnen, zusammen 14 Millionen Tomw-n.
Hieva-us evgibt sich, daß die EinskaufMö-glichkebsn auf dem Welt- markt gewügenkd groß siiid und somit das Einf'U-brprogmmm, soweit es die Mengen bstvifft, ohne .Schyvieri-gkeibon durchgeführt werdm kaun.
Gegemvärt-ig bebmgen die' Meblpwise der Nsicszeireikdesteüe durchsch07iktlich 207,40 „45 für den DopPELFEniner Roggenmehl und 218,50 „46 für den Doppelzentner Weizenmehl. ka entspricht ein Berrl-iwer Broipvsis vox 4,50 «76 für 1900 Gramm Brot. Würde MM das Brot ausscöließl-icb aus ausländischem Mexhl berstkllcn, so würde der Doppelzewtner MWMLU 880 «46 Mrd das Brot etwa 14,25 :“ kostsm -
Eine weitere MM des Meßsvre'bsss der Reirbs-gkireidefieU-e erschoint aryesich du in letzter Zeit gestiogenea Preise für die Mehrzahl der übvixgsn Lebensbedü-rfniffe, im Hinblick auf die ver- mebrbsn Anfoiédsrungenen, die die Versorgung im Winke“: an die Kauf- kraft der BWölk-svu-ng stell-t, und im Hinblick auf die sinkende Kauf- kraft rreäer Kreise zurzeü nicbt mugängig Es ist erforderbicb, für die Abdeckung der Kosten des AuslandSJetreiT-es weitere Reichsmittol in Anspruch x! nehmen, die von der AllgUnoinbe-it, also einschließlich der Sekhstverjorger, aufzubringen sind. Es müssen dabei:, um den Msblprcis vouläai-fig auf der bisherigen Höhe zu halben, für die Zeit vom 18. Mugust 1920 biG zum 31. Märs 1921 umd 5% Mikliacden Mark geforderkt wrrden. (HSK, hört! bäi dsa Deutschen Demo- kraten.) Wii] man den Meblpveis auch ab 1. April 1921 wsiw-bin bis zum Ende des Wirtschafwjahres, dem 15: Augusx 1921! _"m der
gkeicben Weise vekbilkißen, so würden noc!) weikere 3,86 MMW MMk, inszsiirm-i also für das 9071-30" Wirtsrs'jafrsjabr 1920/21 fast 934 MilliardSn Mark anxufordcrn ?€qu (Fin: dcrartigc B:!asézng dcr Reichékxasse 70-er steh auf die TMM nicht durÖfü-Hren lassen; Mc!) er- scheink es bedenklich, durch staatliche ZUWÜsTe die WM “(MME
der LEHMs-Yalümg zu*vsrfchleiern. „.Es kmlß daher für die Zukmis?»
erstrcÖ-i werdsn, die dem Reichs erivxFKend-zn ungaheyven Lasisn fur die VerHiÜ-i-gung 005 Broigebésiédes zu verurindem. Das kann Qu wur im Wege eine?: Wrfichrigen, aUWäblichM Aßbcmcs geschekxn.
AUerd'mgs bat eine größere REWE europäischer Staaten irt ähn- licTyer Weise wie wir „politische Brokpreise“, die den wahren Kostrii nickt entspéechen, im Wege sehr erbeblickycr SiaaiZzuiä)Üiss gsdildex.
Von besonderem Interesse ist die' Regelung des Broipreiscs in JtaTien, und ich bitie Sie, mir zu gestatten, anen darkxbsr kurz folgendes mitzuteilen: Auch in Jralien sind sehr hohe Summen zu Verdiiligungözwecken aufgewendet worden; im Jahre 1919 «“Z"/H Mil- liarden Lire, in dem Zeitraum vom 1. Juli bis zum 31. Oktober 1920 aUein 1% Milliarden. Für das Joik): 1920/21 belaufen sich dis: Kosten für das zur Gesamideriorgung Jialiéns benökigte Inlands- und Auslandsgekreide auf rund 9,3 Milliarden Lire, 'von denen 6,82 MiUiarden ungedeckt smd. Zurzeii liegt dem italienischen Parla- ment ein Geseßeniwurf über eine Neuregelung der staatlichen Ge- kreidewirtschafi vor. Als Anlaß zu diesem Entwurf wird die steigende Belastung des Staatshaushalts durch die bisherigen Siaaiszuschüffe bezeichnet, Erforderlich ist die Einfuhr große: Mengen AuSlands- geireide. Der Eniwurf sieht zwar die AiifrccÖterHaltung eines politi- schen Brotpreises Vor, beabsichtigt jedoch eine gewisse Erhöhung der jeßigen Preise, und zwar in folgender Weise:
Det Abgabepreis für Gßtreide an Verbraucher soll aÜmäHlicH erhöht werden, und zwar dergestalt, daß bei Herstellung eines Em- heitsbrojes der jeßige Preis Von 1 Lire an das Kilogramm im ersten Halbjahr 1921 auf 1,40 Lire steigt. DubLi soU es dem Ernährungs- m'mister Vorbehalten bleiben, zur Abschwächung dieser Erhöhung Brot in Verschiedenen Formen herstellen und die kleineren Formen etwas teurer Verkaufen zu lassen, roas dem Preise der größeren Vrotformen und damit der ärmeren Bevölkerung zugute käme. Durch diese Maß- nahme soÜen insgesamt 2726 Millionen Lire im Jahre eingebracht werden. Daneben soll im italißnischen StaathaqualT ein besonderes Brotkonto errichtet werden, dem Teile der Staatseinnahmen Mehr- eingänge aus den erhöhten Tabaköpreisen, Luxussteuern don Wein- abgaben, sowie aus der Verdoppelung der Tantieme- und Provisions- stsWrn für di? Aufsich-WksmiiJ-lwder, eine vorxcidig zu za-h-lMde RUS der Vermögenöabgabe und die Ergänzungssieuer Vom November 1918, zufließen soÜen, inEgesamt 1920 Millionen Lirr. Durch diese Maß- nahmen werden inögeiami fast 4,7 Mikliarden Lire im Jahre gedeckt werdsn, während ohne sie aUein im ersten HaWjaHr 3410 Millionen Lire zugeschossen werden müßien. Es ist lehrreich, das Urieil zu hören, das der bekannte Sozialistenfübrer Turaii über die Maß- nahmen der italienischen Regierung gefäUt bai. Er sagt untcr anderem: - Die vöUige und endgültige Lösung des Problems würde i'ré) auch einer sozialistischen Regierung aufdrängen. Ein polikiscber Brotpreis, der ungefähr ein Viericl des wirklichen Preises ist, kann nicht bleiben, welcbe Wendung auch immer die Ereignisse nehmen.
Nicht nur könnte eine bürgerliche Regierung ihn nicht aufrechtzx
erhalken, ohne sich in eine Krise zu verwich21n„ in der die ganze Wirtschaft schließlich zum Teufel ginge; aus dem gleichen Grunde müßke auch eine sozialistische Regisrung ihn abschaffen, und eine solche würde binficht1ich der Lösung des Problems Vor die! größeren Schwierigkeiten stehen, wenn noch nichts geschehen wäre, um fie vorzudereiten, und fie ihre Arbeit unter dem Gebot dringender Notwendigkeit mit einer Steigerung des Brotpreises beginnen müßte. _ '
Zum Schluß meiner Darlegungen über die Geireidefrage darf ick) noch darauf hinweijen, daß voraussichtlich das gegenwäriig; System der Bewirtschaftung des Brotgetreides wie des Gekwideé iiberhaupt unverändert nich1 beibehalten werden kann. Daher wcrdkn demnächst bcreits Besprrchungen darüber beginnen, welches System“. an die Stelle des jetzigen für das neue Wirtschaftsjahr zu seken ist, Festgebalten wird dabei an dem Grundsave, daß eine möglichst 13011- ständige Erfassung der Inlands-Zrnte erforderlich ist Für das laufende Wirtsckyaftsjabr muß das bisherige System unker 01101 Umständen unverändert aufrechterhakten bleiben. Mit der Aufrech- erhaltung der öffcntlichen Bcwirischaftung ergiK fick) die Notwendig- keii, auch für die Getreideernie 1921 die Preise wieder amtlich fest- zusetzen. Wie in diesem Jahre ist iU Aussicht genommen, zunäckyst wieder Mindestpreise festzuseßen, und zwar zeitig vor der Frühjahrs- bestellung.
Ick) darf dann einige Worte über die Milch- und Bukkerbewirt- schaffung anschkieße1r Eine nachdrück1iche Hebung der Milchvek“ sorgung ist nur möglich durch Lösung der Futterfmge, um eine Pro- duktionssteigerung zu erzielen. Die günstige einheimische Fukterernke dieses Jahres hat zwar den Ernährungözustand des Milchviebes ge- bessert, eine durchgreifende Besserung der Milchversorgung ist aber nur. möglich durch Gewährung von Kraftfuttermiiteln. Planmäßige Ge- stalt gewann diesxlbe im Beginn dieses Jahres und in dessen weiterem Verlauf durch Zuwendung größerer Mengen Kleie, Oelkuchenschrote und Oeskuchen an die Reickyssteüe fiir Speisefette zur Verteilung nach dem Gesichtspunkt der Hebung der Milchversorgung der Bedarfsstädte und Industriebezirke. Die Wirkungen dieser Kraftfuttermittel wären günstiger in die Erscheinung getreten, Wenn nicht die Maul- und Klauenseuche, die in diesem Jahre in ungewöhnlicher Ausdehnung und teilweise in besonderer Stärke aufgetreten ist, die angebahnte Pro- duktionssteigerung zum Teil wieder zunichte gemacht Hätte Bei der Notwendigkeit, weiteren Kreisen der Bevölkerung über den geseizlichen Notbedarf hinaus den Frischmilchgenuß zu ermöglichen, verlangt die Frage der Einfuhr von Milch aus dem Auölande auch in diesem Winter eine ernste Prüfung. Eine besondere Vorlage an das bobs Haus, durck; die ReichSmittel zur Verbilligung der AuslandSmillb erbeken werden, ist bereits von mir fertiggesteili. Wird das nur zu berecbiigie und begreifüche Verlangen (der milchbungrigcn und mila“)- bedürftigen Bevölkerung nicht auf das nachdrücklicbste gefördert, so find die Folgen und Gefahren für die komménde Generation nia“)t abzusehen.
Ich darf im Anscrruß hieran der Hoffnung Ausdqgr geben, daß es in den mit der Entente in Zukunft noch zu führenden Verhand-
lungen wegen der Angabe von Vieh gelingen möge, die Ernährung
unserer Heranwachfenden Generaiion mit Milck) vor einer noch
weiteren Verschlechterung zu bewabrai. Denn das wäre der [ÖMkstk *
Schlag, der uns. aus dießu Mehjovderungen treffen könyß, wenn.
msere Säugkmge und Kinöer Opfer zWeikgebenZer Forderungen der Eatente werden spaten. (Sehr richtig!) 'A_r"1;dieset_Stelle darf ich den tiefempfundenen Dank der RAM- regierung an, all die hochberzigm Spender des Auslandes aussprechen, die durch ihre edke, werktätige' Hilfe dazu beigetragen haben, die große Not, besonders unserer Kinder, zu lindern. (Lebhafter Beifall.) Aus der gegenwärtigen schwierigen Lage der Mi1chversorgung folgt, daß die von mancher Seite angéregte Aufhebung der Zwmigs- wirtschaft für Milch noch nicht möglich ist. Jedenfaas kvird die Ver- teilung_ der Milch an die Vethraucher vormisfichtlich noch lange durch die öffeniliche Hand zu erfolgen haben. Aber auch bezüglich der Erfassung. kann von einer allgemeinen-Aufbebung der die Bewirt- sHaffung regelnden Vorschriften nicht die Rede sein, wobei nicht ver- kannt werden sou, daß bei der zunehmenden Abneigung weiter Kreise gegen die ZwangSwirtschaft tatsächlich die Erfassung nicht überall in voüem Umfang durchgeführt wird. Ob und inwieweit bier bezüglich der von den Erzeugern als besonders lästig empfundenen Kontrollvorscbriften eine Erleichterung möglich ist und zugelassen werden kann, sofern eine ausreichende, durch Lieferungsverträge stchergesteüie Lieferung von Milch auch tatsächlich erfolgt, wie es von Verschiedenen Stellen vor- geschlagen wird, unterliegt gegenwärtig näherer Prüfung. Auf dem Gebiete der Fleischversorgung geht das Bestreben dahin, vor «acm die Schweinehaltung, die im Frieden 68 X unseres Fleisch- bedarfs deckte, durch umfangreichere Bereitstellung von Mais mit Hilfe kes Reiches zu fördern. Vorausseßung für die' Bewilligung von Reichs- zuschüffen für die VerbiUigung des Maises muß jedoch die Gewähr sein, daß hierbei für die Allgemeinheit eine éntsprechende Gegen- leistung erlangt wird. Die Mc'istcr soilen vom Reich Mais erhalten, der ihnen billiger einstebt, als inländisches Getreide, das hierdurch dem unrrlauhten Zugriff für Futterzwecke entzogen werden soll, Hiermit wird zugleich die Forderung der städkischen Verbraucherscbaft berück- fichiigt, den Schweinefleischpreis zu senken, so daß das Pfund Sckyweinefleisch etwa zum Preise von 12 »“ im Kleinverkauf zu er- langen ist. Leider darf nac!) der Meinung der Sachverständigen die gewünschte allgemeine VerbreitUng des Schweinemastvertrages in lan-dwirrscbaft- lichen Kreisen nicht erwartet werden. Es haben aber Verhandlungen mit geWerblich-sn Großmästereien, Meiereien und Käsereien, die ins- besondere in Schleswig-Holftein, Oldenburg, Hannover, Mecklenburg, Ost- und Westpreußen .und Süddeutschlcmd angesessen smd, ihre Be- reiiwiüigkeix ergeben, Schweinemastverträge auf der Grundlage der Abgabe drrbiÜigten Maises abzuschließsü. Nach den bisherigen vor- läufigen Erwägungen würden von diesen beiden Gruppen der Schweine- mästsr sogleich mehrere hunderttausend Schweine zur Mast auf- grstslit wsrden. * Auf dem Gkbiste der Oel- und Fetidersorgung sind besonders hcfiigr» Angriffe gegen meine Maßnahmen gerichtet worden. Ich wende micky zunächst der Margarine als dem für die Volksemäbrung zurzeit irichiigsien Teil dieses Gebietes zu. Vor der Errichtung des Reichs- mi0isteriun15 für ErnäHrung und Landwirtschaft hatten sich die Mar- garinedreise entsprechend den jeWLiligen Cinstcmdßpreifen der Rohstoffe spruanast gesteigert: Am 1. August 1919 kostete 1 Kilogramm Margarine? ab Fabrik noch 3,62 „M; am 1. April 1920 kostete 1 Kilw granim. Margarine ab Fabrik dagegen 30,75 «46. Dabei war die Margarine in der damaligen Brscbaffenbeit“ als Streichfeit kaum zu- derivsri'en'und der Absaß ging infolge ihrer schlechten Beschaffenheit und der nachlassenden Kaufkraft der Bevölkerung in zunehmendem Um- fMge zurück. "Ick saß mir:!) daher genötigt, im Einderneßmen mit der Reichs- fin0xx500rwaliimg dxn Abgabcprris des Rcichsausschuffes für Oele und JUK Dom 1. April d. I. ab auf 21 «46 und für den Monat Juli auf 16 ";D-fiir das Kilogramm aus R8ichsmitkeln abzusenken. Infolge der nxeitsrbin mangelkxafien Beschaffenßeit der inländischen Margarine, die wohl auf die lange Lägerung bei den Kommunen, dansbcn aber auch (TU'f das „febscxxde Untemebmerintereffe der Fabrikanten bei der Zwangs- xrxrtfchaft zurückzuführen war, ging troßdem der Vsrbrauck; zurück. Es jrurdsn an Margarine statt der vorgesehenen 360000 Zentner monat- lick; abgrseizt: im Monat April rund 325000 Jenkner und im Monat Juli mir 111111) 76000 Zentner, Bci dieser S0chlage war es geboten, die Frage zu prüfen, ob nicht du'rcö die Aufhebung der Zwangswirtsckpaft auf diesen Gebieien er- 1216191 werden könne, sowohl den Vcrbrauch0m ein brffcrcs und zugleich PTC- 1§iderieres Fabrikat zuzuführen, als auch die Reichsfinanzen von den «vs 010 Dauer unerträglichsn fortlaufenden Verbilligungszuschüffen zu 51101011; batte dir Vsrbikiigung der wrnig guien Margarine doch aÜein m dsn 4 Monaten April bis Juli rund 325 Milkionen Mark der- sÖTUngm ' „ ' N0ch langwierigen Verhandlungen erklärte sich die Margarine- irdustrir in der Lage, am 1. August zur freien Wirtschaft überzugehen. Auch die Kommunalverbände und die sonstigen Vertreter der Ver- braiicher erklärien fick) sckließlich mit der Freigabe der Margarine- l'cirirtsckyaftung vom 1. August ab einderstanden.
" Der Erfolg der Wwfbebu-n-g der WWF»? BUBirbsÖalevg er Mavgarine u-n-d Kunsbspsifefeixt, zavgoleicb aach für Speisetalg mud »:p-0:s05[ vom“ 1. Augmst d. I. 001 war in jede; Beziebamg befriedigenkd. ' Schwi-srxi-gkeiten ewtkstanden bei dem U-Sbergang von der Zwangs- YMTUÖQFÉ zur fraiea Wirvsckxoft hcin-sicky'i'kick) der BSfchaffung der Rol)- 1119'72. Die in di-xssr Hirrsrcht (ZW! nvirb in der Oeffentlichke-ii ge- rn?,»irtr Kriiik 9051 mit VMMiaffmvg, hierauf näher 611311965611.
_ Der MichWu-Zsäprß für Oele uxéd Fehde verfügbe Ende Mai dveses Iaikwes über oinen Bestand cm für Ernähru-rrgs'zwecke goeigweken Nobstoffen - Osssaaten i-n Oel umgc-rechnst _- von Mr: 150 300 FW zu Wm Einst-a-isds-prsise von Mid 4320000 „0, was sinom 5111011100560an Cintstamdsprei'se von 28,74 „76 je Kilogramm Noh- ZTJM MtFpmch. DMM. war zu berückfichtigen, daß "du erheb'l-ickxim Metixéen awc!) noch die Konmmmen infolge eigener E'mfuhren ülber SWiIeferbe verfüg-ton und daß mich auf illegalem Wege große Mengen wußländischer MWM nacb Dmbschlwwd durch das Loch im Westen herkingekommsn waren.
_ „"Mit Rücksicht auf die großen RUbstVffbkstä-NÖL des RAMMS- xcxxxxnes, die unter ngWnd'kleg-Uwg eines Bedarfs an Margarine, SPEZsQZl-en urid Speisefetben von WLW W 18000 TMSNCÖ sciner eigenen Angabe bsi Baibsbkawg der Rationiemng bis zurm Ende dchahr-ss Möveicbbo'n, wäbvexw der batsäckM'Öe Wmf damals ja Won aU-gemoin wsi'fer xm'ickging, babe ick) denReicbthSich-ß fü“! OU und Fevie EMW Wiesen, jegliche weiberen- Einkäufe von Rübstdffen im Auslande einzustellen, bis weibere MitbSiL-un-Z sréfvlgtc. chige TWe dxvau-f babe ich durch mcine Kommissare VOMMÖS- mitgiLi-sdem des Rsicböausscbusses gegenüber dieses einstws'vbige Ein- kaufsver'bot münd1ich dahin wläubem lassen, daß ich mir zu etwa noch «» Einkätfm, insbesomm sochoc Robswffe. die, von ibm
zwe Verkesemm der karbäk 5er ,berxj“ belleröen MWK. 1e «' werden sollten, meine Gawhun'gmvg vorbehalbe. Durch ein Brief- ielogmmm vom 6. Juli am den Vorstand des„„ReichWs-scky1ffes konnt! ich feststellen, daß bis dahin Aardvage" mf Gemb-rt' igtms solcher C'“:- Ümxnwkäufe mir nicht voogelog; W "
Daß ck Ende M die wsiieve Eirrkmtfstaky" koik des Reichs- ausfchuffes fü; Oele und Farbe a;:geßxa; babe, wtwmch auch da Sbellung der ReichMrr-anzrefforis, die „fich seit Ende Juni mäner Wehl anschltDssM, daß fortan das Red:!) MUM. ählich nicht Wbt das mit dem zenrraliüerten Einka verbemidene gwße Müko imgm komk," und daß deshalb von einer Wen" Vergrößeum-g der 0216 WWW“ ln gekauften Bestände cm Rohstoffen zuxm Zwecke der Ver- billigung abgesehen wsvden müss?-
Die von mir gekroffene VW war eine WWW“ Nott- «gkeit. Nur ein em'sehiedenes Zugreifen komrte diy. bisherige EMEW Msidik des R-eichSc-usicbnffcs WTMWU, “deven Wamizergeb- nis die Eben erwäbnben MiÜ-icrrdenbestäwde waren. Nm: auf diese Waise aucb konnt! die mdgültige Auflöiung dieser MWeUschaft wdrksa-m dorbswitet werde:“. Roickysmxirve'l komrbon um so wem-ger' in größerem Umfange nzocb zur Verfüxpmg gestellt weéden, als im Hin- blick auf die damals'krostlose Bootwersorg-mg große Mengen Devisdn für die erhebÜch gssbei-gevte Gebrsidwimfiihr «forderlich geworden waren.
Vm: allem muß irh an diese: SieUe lxrvorkxben, daß bereiks im Juni und Iu-li den bebeil'igbsn JWstvie-n urid dem Handel aus- drücklich erklärt woudcm ist, daß künftig die BSsÖUffUU-J der Rol)- stoffs "" MSW Von den ek'oq noch MoMrliche'n Zukäufm be- sondever Qwa-l-ikätsöw für die Margarinsiydusbrie -- nicht mehr dUrcH den Reichöceusrsckxaxß zu Lasbon des Reicbss erfolgsn solle, son der Indwstrie und dem Hundes aui eigene Rechmmg urid eigenes Risiko überlaffsn beleiben müsse, ein SWÖpW-kk, dem spätkr auch der Reickzs- wirisckxkfisrai bsi-gebretyn ist.
Inzwischen war cms Kreisen, die an der Forkseßung der Zwangs- wirtschaft ein gewisses Jnterese hatten, mit dem Herannaben des 1. Augxust, dem Zeikpunkt der Freigabe des Margarineabsaß-es, ein Plcm «MUSEZXÉ worden, der Mixer verändcrke': äußwwr Form 6171?- Fortssßung der bisherigen zwangswirtschaftkichen Organisaiion an- strebte. Auf Betreiben dieser Kreise wurde Von den wichtigsten be- ieiügten Industrien in den ersten Tagen des August der Rsicbs- regierung der Plan eines auch in der Presse vielfack) erörterten so- genannten Wirtschaftsbundes vorgelegt, der darauf abzielke, daß das Reich ihm die Roßswffbkstände des Reichöausichuffes für Oeke und Fette nach dem Skande vom 1. Juli dieses Jahres im Werte von etwa 2% Milliarden Mcrck zinslos überlassen solT-ie. Der Plan des Wirtsch0ftsbundes konnre in der vorgelegten Form nicht die Billigung der Reichöregierung fiaiden. Auf wirisckyaftlichsm Gebiet sprach Vor aÜem dagegen, daß das Reich einer auf Jahre hinaus bestehenden Monopolsteüung der Jrrdustrisvevbände für die Bewirt- schaftung und die Rohstoffbeschcifftmg nicht zustimmen konnte, und daß diese Wirrschafisform auf lange Zeit hinaus eine Vnieuemng der Fertigfazdrikaie zur Folge geberbi bätie, da der Reichskredii durck; Aufschläge auf die Feriigfcözrikate in einem Zeiiraum von 3 bis
.12 Jahren je nach der Höhe der Aufschläge allmählich hätte ab-
getragen wer-“den müssen. Vor albern bestanden aber finanzirüe Be- denken.
Das Reick) _. sal) sich 'nicht in der Lage, dem Wirrsckyasts- bund als einem „eingétragenen (Verein“ obne Sickxrbeiden einen Kerii Von etwa 2% Miüiavden Mark zur Verfügung zu stellen. Dazu kam nocky, daß ein Teil der. zu beieiligenden deUstrien selbst ohne einen Wirkschafisbund auskmnmen zu können glaubte, und daß aueh der Handel seine berechiigien Interessen an der Beteiligung am Cinfuhrgeschäft durch diesen Zusammenschluß beeinträchrigE ink).
Die Reichsregierung mußte froß der zögernden Haxßmg der Industrien bei ihrem Entschluß bleiben, daß die Nohswifdechffung künftig den Industrien urrd dem Handel zu Überlaffen sei. Sie hielt cm dem Grundsaß fest, daß, Wenn Industrie und Handel künftig die («schäfte machen und einen enkfprechenxden Unicrnebmergcwinn er- zi-Lssn soULen, fir dann auch Mittel und Wege finden müßicn, um die damit verbarrdenen Risiken zu Übchhmen. Nur so konnt: auch die Gewähr geboten werden, daß unier Verm0idung der bishsrigm Frbler" der Einkauf der Robsidffe im Ausland sd giinstig erfoigen wiirde, «ls es mir möglich ist.
Das; jeizi tatsächlich die Margarinsindustrie die B0ichaffnng der Rohstoffs selbst in die Hand genommen hat, ist der 50112 Bsweis dafür, daß die Uebernahme des damit Verbundenen Risikos bei dieser Industrik möglicd ist. Jedenfalls ist auf dem (Hrbioic dsr Margarine- industrie zurzeit die Rohstoffbescixrffung bis zum April nächsten Jahres als geficherk zu betrachten, wenn auch naturgemäß der Ueber- gang aus jahrelanger Zwangöwirtschaft in die freie Wirtschaft zunächst Sckxwierigkeiien gebracht hat.
Ich fasse meine Maßnahmen auf dem Gebieie der Margarine- Versorgung noch einmal kurz zusammen. Sir babe fick) seit MaiW:1fang Juni in der geraden Linie zur Völligen Freicxxlch der Wir1sch0fi bewegt. Der freie Absaß im Inlande wurde am 1. August erreicht. Daß nicht gleichzeitig die völTig freie Einfuhr der Rohstoffe untcr volker Aanußung der günstigen Konjunkiur einselzte, wie ich es plante, war die Folge von verschiedenen Gegenwirkungen, die fich dem Ueber- gang Von der gsbundenen zur freien Wirtschaft eiiigegknstsüieii. Das EiUsLiZM diEsrs Widerstandss ist crk[är[ich, adcr iiicht berkcbtigi. Ich hoffe, seine leßten Reste couch noch zu Überwinden.
In der Schmalzbewirisckyaftung ist seit 1. Oktober d„ I. eine grundsäßlicbe Aenderung eingetreten, indem die Vewirischastung tm Jnlande aufgehoben, und die Genehmigung der Einfuhr 0nter Be- messung auf ein bestimmtes Kontingent dem für die Fleischemfubr zuständigen Uedsrwachung§ausschuß übertragen ist.
Der Reichsstckls für Speissfette steht noch eins SÖMaszWsLch zur Verfügung, die jeßt Moa 20000 Tonnen beträgt, um den Bedarf der Bevölkerung während der nächsten Monare decken zu helfen.
Nur noch ein kurzes Wort im Anschluß hieran über den Bestand an Kriegögefeslfchaften im Bereiche des RsichsministkranS für „Er- näbrung und Landwirisckyafi. VOU den 38 KriEJSOrgamsatwnyn, uber die das Rcicböministerium für Ernährung und Landwirtschast bei seiner Errichtung am 1. April 1920 die Dienstaufsicht chn den ReinM- wirtschaftöministerien übernommen hat, werden nur funf eine uber den 1. Januar 1921 hinausreichende Tätigkeit aUSÜben. (Hört, hört!
rechts und im Zentrum.) Der Personalbestaiid bei den dem Reichs„ s.
ministerium für Ernährung und Landwirtschaft unterstellten Krieg organisationen Hat sich Vom 1. April 1920 (*is zum 1. November 1920 folgenderxnaßen entwickeü:
Es waren beschäftigt am 1. April 1920 bei den Organisationen, die noch jekt der Dienstaufsicht des Ministeriums unterstehen, rund
10125Beamké,mn1.Noöem§ekW. UMaksoeineVerringM von rund 3200, d. 1). um rund ein Drittel zu verzeichnm
Der PersoWWesbcmd der stößkm KÜUSIMWW, der Reichs“ getreidestelle, ist 'm den leßten Monaten um rund 25 % verminderk worden. Zum 1. Oktober find rund 711), zum 1„ Noyember weiß:: 500 AngesteUte, insgesamt 1200, entlasen worden. .
Ich komme zu einer kurzen grmtdsäßlichemDarlegrmg der Eins » _- fuhrpoliiik des Reichßministeriums für Ernährung und Landwirt- * schaft. Von dem gleichen Gedanken wie auf dem Gebiet eder Innen- wirtschafi auSgehend, mußte auf dem Gebiete der zentralen Einfuhr eine Lockerung cmgestrebt werden. Entscheidend war hierbei für das Ministerium die Ueberzeugung. daß im Interesse unserer Volks- ernäbrung alle Kräfte des sachkundigen legitimen Handels bei der Heranschaffung von Waren aus dem Auslande nutzbar gemacht werden mußten, und der deutsche Handel nicht länger jene starke Ab- schnürung verirug, die während des Krieges und der ersten Nach- kriegözeit notwendig war. Ferner verlangte das Interesse der Reichs- finanzverwaltung gebieierisch den Ersaß der zeniralen Einfuhr durch die priVQte Betätigung, denn die zentrale Einfuhr durch die Reichs- ftellen bedeutet für das Reich eine weitgehende“ finanzielle Belastung, die auf Sie Dauer nichi zu Vertreten ist; sie bedeukrt andererseiis aber auch eine Labmlcgung der tausendfacben geschäftlicksen engen Be- ziehungen zwischen dem deutschen Handel und dem Auslande, In alLen Fällen, in denen deshalb nach dcr Lage der ausländischen Viärkie, nach dem Bedarf und dcr Erzeugung im Inland angenommen werden mußte, daß die Freigabe der Einfuhr zum Auégleick; für Angebot_ und Nackxfrage führen mußte, das; die freie Einfuhr also preissenkerid wirken würdc und die Inanspruchnahme ansländiscber ZablungSmitiel nicki unverßäxtniSrnäßig doch sei, wurde die Einfuhr frEigegeben, Je größer der Kreis der Ledenömitirl ist, die für die freie (Einfuhr ' ' in Betracht kommen, um so mehr ist nicht nur die Gewähr für“ eine bessere Versorgung, sondern auch die Möglicbkéit einér derstärkien Wechselwirkung der verschiedenen LebenSmittclpreife untereinander gegeben. (Sehr richtig! rechis und im Zentrum.) „ .
Die Einfubriätigkeit des Reiches selbst war bebErrsÖi durch die Noiwendigkeit, die BroMrsorgung durch die Einfuhr von Brot! getreide unter 011811 Umständen zu sichern.
Die JnanziLUe Mtrckyführnng'dc-Z Einfukyrprogramms, das sich auf die notwendigsten Einfndrbedürfniffe unisr'Aufrecbierbasng der bisherigen Nationen bejcbränkt, ist, wie ick) schon beim Getreide ber- vorgerufe'n habe, um möglich unter Voller Inanspruchnahme der Koblcxnvorsckyüffe, die auf Grmid des Protokokls Von Spaa an uns geleisief werden. Die Hoffmtwq, mit ihrer Hilfe die Versorgung der Bevölkerung wesentlich Vcrbesscrn zu können, konnte deskxalb nicbt er- fülli werden.
Me Emäbrungskonferenzen in London und Stresa Haben wescni- kick,) dazu beigetragen, das Verständnis „der bsiciügten RMierungen für -_ unsere schwierige Crnähwngslage zu fördern und die Verwendung der ' Spaa00rschüffe für uns zu erlsichtern.
Wegen der Freigabe der Lebean-ikieleiufubr dmf ick) bemerken, daß bereiks unicr meinrm Herrn Amtsvorßänger die Einfuhr gewiss:: Lebensmirtel steichtxben wurde. Es wurde darm nacb Errickyiunq des * ' Ministeriums weiier freigageben die Einfnbr Von frischem Gemüse und Obst, die Einfuhr Von stischen Fischen, von Käse, Von Mais, Kleie, don Wild, Von Cinqeweiden und Därmen usw.
Auch die (Eiersinfuhr ist bereits seit dem 1. Juli 1920 vöäig ftei- ; gegeben. Die Freiaabe der Einfuhr don Salzheringen soll zum _ 15. Dezember erfolgc-n.
Die Fimmzisrunq der Einfuhren durch die RricHZstLÜen erfolgte im engstkn Cindsvnebmcn mit den beteiligtcn Siellen. Die Anforde- rungkn der notwendigen Drvisen erfolgen insbesondere in ständiger Zasammenarbeit mit der DLV'liLUbksckWfflln-NZÜLÜL und dem Mdisen- Heirat, der sowohl zu dem gesamten Gininhrprogramm wie zu den wöchentlichen Davisenfordcrunrien Stellwng nimnii".
Eine wesentliche Erleichterung für uns bedcuiete der Abschluß
der deutsch-boUän-disckpcn Vereinbarung vom 31. März 1920, die Be- » '-
stimmunq über die Verivejrdung des 60 Millionkn Gulden-Krcdits rraf, der uns durch den am 11. Mai 1920 M.;ciÖnLtcri 13001101)- [)oÜändischen Verirag gewährt werden soll. Diese VNeinbarunq steak Mis auf den Betrag Von 60 Vkillionrn cinen Vorsäyuf; Von 25 Mil- “ [ionen (31110011 zur Verfügung, 'der zum Einkauf won Getreide, Fleisai), Oelkucben, Käse usw. Verwendung fand. Am 4. und 5. Nchmber d. I. wuvde eine weiiere Vereinbarung Über die Gewährung eines weiteren Vorsclzusses Von 10 MiÜionen Gulden getroffen und gl€ichzeitig Ver- träge über die Abnailmux der nach dem Vßrtrag Vom 31. V.)?ärz 1920 noch zu [i'cfrrndcn Hsringe und Marmrladé gkscbkrsscn.
Nachdem es uns endlich im Frübjxxhr d. I. gelangen war, die Geltung unserer Einfuhrverordnung crack) für das bessixte Gsbiet z durckyzuseßen, haben fich ießt besonders an der deutsch-l*0[ländischen- Grenze Zustände herausgebildet, die geeignet sind, uns0r Wirtschafts- lében schwer zu schädigen. Der Schmuggel steht dort in Holzer Blüte, und Tausende von Leuten jedsn Standes beisiligcn fick) Hisrim. Diesem. Unwesen wird mit allen Mitteln seitens dcr hierfiir zu- sxändigen Ministerien, das Reichsf'manzministrriums und dss Reick» wirtschaft6ministerums entgegengetreten. Die GrLUZOTJÜUL wurden verstärki, bkwaffncte Kolonnen mit Zustimmung der Alliisrten ge- bildet, um an besonders bedrohten Punkten eingeisßt zu wcrdrn nnd die Sichcrhcitsp01ich wo es gcbotsn war, in Nnsprnä) genommen. Die Bestrsbungen drs Mimistcriums richten fich iliSbésNiÖCkS darauf, unter (10811 Umständkn die Ausfuhr Von chsnömittcln nnch dsm Auslande zu Verhüten.
Ick halte nach wie dor an der Ueberzeugung fest, das; wir zur Weiteren wirksamen Sicherung unserer Volchrnäbrung anf dem Wege vorsichtiger schrittweiser Einscsxaltnng des freikn Handels bei dar Einfuhr aller di'rjenigcn Lebensmiticl fortsckxrcitcn müssen, für wclche dic Zwangswirtscbast im Innern in chfal] gckommcn ist, unter Fernbaltung jedoch Von Luxusartikcln. Wir dürfen nichi die Kriegs- gesellscbaften aufheben, um an ihre Stelle Gebilde zu soßen, deren Leiter zwar das Bestreben nach sachlicher, einwandfrcicr Arbeit haben. die ihrer ganzen Natur nach aber nur zu leicht zu eim'r Fortdauer dcr bcklagcnste'n Z).)Yiszstc'ixidc fiilm'cn. dir mit dem Bkgriff der _ Kricgszwaiigöwirisckmft zusammenlximgcn. Ami) auf dirsxm Gobirfe müssen wir den Mui [)abcn, ganze Arbeit zu tun. Jedes Nobergargs- stadium mit einer bcstimmtcn Cinfubrkonfingcntirrunß muß natur- notwendig weitere Schwierigkeiten mit sick) bringen. Kontingentie- ' rung und freier Handel find nicht miteinander Vereinbar. Nicht nur, daß die Kontingcniierung dmn frcion Handol dic. rrstlosr Ausimßmrg * yeincr Vl"0107775060605ungen 1100 die jcwcils best? Vcrweitnng voz (Finkaufomrg!ichiirn crscbwcrl, sic [*Ldi'iiici amd 100101; Emdcö dir Verewigung von“Korruptionsmdglickxkeiten. Mit jeder Kontingenz“ “ tierung ist jekt unvermeidlich die Gefahr eines verbotmen Handeü
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