1920 / 280 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 09 Dec 1920 18:00:01 GMT) scan diff

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1111111; “de;? KUUÜÖÜUJLUS 11111“; ReiÖSmitieln ins Auge: 511 sassen. Ick)

mik Einßxbrfcßeinm verbunden. Ein MMG aus wlmxbtem Wege erwirkter SÖein zur Einfuxhr von einem Waggon Schmalz ist mit 5000 und mehr Mark weiter verhandelk wvrden. Dieser SÖiebergewinn, dex bei 'der schwankenden Valuta lawinenatiig an- wäcbst, verteuert dic n;;fwendigstsn Nahmngömittel. Ihn "durcb drakonische Strakastimnnmgen zu beseitigen, ist bisher nicht ge- kungen, und ich füaHie, das wird auch künftig nicht gelingen. Nur dxr frische Wind Der frkisn Konkurrenz kann die ükle Schieber- aimospbäre im Lcßenismiitelkyandes reinigen und unser Volk von dem Krebsschaden der Bcwucherung beftkien.

Meine Damen und HMM! Zum Schluß nock» einige wenige Worte über dic Düngerkrage auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Produktionsiördemng. Mit Beginn des neuen Düngerjabres 1920121 bat die monatlicba Abnaßme von künstlichen „Düngemitteln mit der monatlichen Erzeugung nicbt Schritt gehalten. Es lag die Be- fürchtung mike, daß dis? fehlenden Abrufe an künstlichen Düngemitkesn (inhalten und zu cincr dnumsnden 915711111th sich- außvirken würdM. Seii dsn 191511211 Woéxn 15111211 sick» dic Verhältniss jedocß wenig,- stens bei einer Reil)? yon Düngemitteln erheblich gebessert. Tak- sächsich ist nur bei kinigm Dünixemittcln noch ein Rückgang im _Absaß zu écmerk-xn. *Knochenmebl nnd Tbomaspöospbatmebl find nach wie 11131“ gkaik abgesßßk worksn. Nennenswcrkx Lagerbe- siänix: «11 Kiiransin find wicht WWW. Die Vomiie 9-11 Womaspkxvßpkyaimebx betrugen 9139217. Ende November 1920 rund 9000 Tonnen gegen 34000 Tonnen im Voriabre,“ Auch diese 9000 Toniiéw würden glait abgeseizf sein, wenn nicki Transport- schwix-xigkeiten dias m:rbindexi 116111211.

Ti?“ Layarßestäwdc 311 Supervhosp'ßakbeikagen zu-ozsii ekva80000 To1111€1_1. Dix Nukkifcage nch Superpbospbak bai in der leßtep Zeit jsdocks sv siark Lingkseßk, das; Der angemeldeke Bedarf aus den'L-ager- bésiänösn 1115111 geßxcki- KDCL'ÖM 071111, vielmehr 'die Erzeugung gesteigexi werdM muß, wcnn "ci“: Nachfrage befriedigi: werden soll. Dabei rst 311 kérückiixiiligen, das; Superpkyospbat von allen künstlichen Dünge- 1111111111 am 1811210211 ist. Gcrade bei dicsem Düngemiitel befrägt die *Preis-1181712121119: das „ZwsiunddxsißiafaÖE des FriOkMsteisks. (Höri! Höri! rechts Und im ZULÜWU.)

DLT Ahsaß von Rhenaniapbo-Zpbak, dsr in den Monaten August, SWixmker und T-iioösr 11111 40% zixiiirkgegangM war, geht jeßt Wisch gu! voniiattm.

“*"-"1115 'die siickstofskyalilgen Düngkmiiiel angeht, so ist .in dem Versand im ganzen gleichfalTs eine Befferung„..ei11getteten. Die biO- Herigen Lagerbestände smd zurückgegangen. Dcr Absatz an schwefel- saukcm Ammoiiiak isi durcöaus (»efticdigend. während er bei „Kalk- iiicksir-ff zu 1131111111an iibrig läßt. Bci 17211 Wcschiedenen Salpeter- „*:-rien 112g€11 moch großa Lagerdestända por. Das liegt aber zum Teil 111 der NRW dar Sacbk. DL: LQndwirt isi daran gewöhnt, Salpeter- c-rien in 11:1: .Haiiptsack'c i111 Fkübinhr anzuwenden und “Dann auch in dsr Ncgél ÜÖZUTUsLU. E45 iii nacb AngabZ des Stickstoffsyndikats mii große»: WWi'fkbßi1111ckxksiT K'WMWU, “Das; im Frfcßjaihr der Absatz sick» 1161113711 wiki». chn auch ein abscsxliefzendes Urteil voraussichtlich Erst im Frühinßr 1921 11121111)an worden kann, so dms-kock) schon 15131 gsiagl wscch, dai; *keincxl-xi * Klas; vorsiegi, in kxx Düngerstage zu sckéwarz 511 1'12171'11 und 111 einer übertriébencn Ncrvoiiiäi 511 MUZ";- 11311111211 zu “drängen, dia msines Erachtens Verfrübt und unziveckmäßig "sind. Es Irsclwini 11111“ insbesondere nichi zweckmäßig, “ois Verbilli-

kcmi: 111611 anc'rksnnén, dcrf; die Preise fü: (1118 Kunstdüngsrarien im Verhältnis 511 dazu Prcisen für die [Midwirtschaftlicbcn Erzeugnisse zu ÖMZ) iind, Lais" gilt auch nicht für den wicötigsten Kunstdünger, für don Siicksioffdimger. Wann der Landwirt für seine? Erzeugnisse 1181110 d1irchsck11iiilich 018171" 1115 das Zéiinfache des Friedenspreises erhält, 111111)er 'der Sticksioffpreis gegMiiHOr dem Friedenspreis um das ?iisnnfackie gesiißggn ist, so müssen andere Gründe für die Zurück- éxaTan 1111710776: 0611111121116 “27111"?ij Ick) bia 'der Ansixht, dai; vicLL Lanikirix sick Bci den Niisgaben noch nicht an die großen, durck1 dis GkideniMrtnng bedingten Summen gewöbni lxnben. (Zuruf 7“Cck)1'.§: Risiko!“) _ Ich komme gleich auf das Rifiko. _ Weiter 11*:i:i“12 UÜTrdiUgZ &ucki “mii, has; 'das Risiko Heute ein sehr viel größeres isi (55151 11111119! 1111115), nnd zwar nicbt mir daß Risiko der Witts- rmig, das *Wc Ldeict 111111181 ,:„11 tragkn lyatU, sondem auck) das in (1111er bis uvd da Entstandenen Unfickmbßii der Acheitchhäliniffe 112910103 Risiko. (Zustimmung MMS und im Zonimm.) Schließlich 1111113 11.1711) Byrückficiziigi: werden, WF; die Lx1«nd-1virischafi !111 [W k'Urz-zm Ural.) d:“n “2111131111 deu Zwangswiriscbaft eine: größere Bewsgungsfreikyeit «1171711911 HQL (ießr 1111711113: "1111 Zenin) und daher ihn: Wirtsckpfbs- füerung vißlixich 11-530 niclit Überall Entsprechend 119.11 einstellen kO11111-2. (Zustimn11111g im Zentrum.) Es Zestchi allerdings nock) das dam Diinxzkrbczug [)inderlicbe MOMENT dasz das Betriebskapital 711111111711: landwirtsÖaftkiÖcn Betriebs den hohen Anfordcmngen nicht 3,11 cnispreckéem vc-xniag, die heute 'der Ankauf größerer Kunstdünger- 111€ng0n mii 1111: bringi. (Sehr richtigx im Zentrum.) Die Frage 7521" Krediiiuknma gewinnt damit untar gewiscn Vorauöseiznngcn eine besondere Badsuinng. Ihre Lösung muß aber durch Verstätöigung zwisckykn Industrie und Landwirtschaft ohne Dazwischentréten des Nsichcs vcrsucbt Werden. Die Superphosphatindustrie bat zweifellos durch eine Exkciiiyicrtmg in den Zahlungsbcdingungen zur stärkeren Abnahms 0911 Superpboöpbat wescntlick) beigétragcn, und ich darf bim: mii Bciriedigung 111111111111, das; das Stickstofffyndikai in dieser *Hinfichi Einen weiisxen entscheidenden Sebriii getan hat. In seiner Sißung 119111 4. dieses Monats Hat der Verwaltimgsrai dcs Stick- stoffsyndikats folgendan Bescblns; gefaßt:

Das Stickstofffyndikat wird seine Zahlungsbedingungen dahin ändern, daß stau Barzahlung auch Akzepte mil Prolongation bis 11ach der Ernte in noch näher von der Gcfchäfisleibmg fcstznseßen- dsr Weise cingefübri werdcn.

Jeb zweifle nicht “daran, daß diese Maßnahme einen günstigen Einfluß auf den Düngerabsaß haben wild. Wmn demnach ei11e NRW"? Inanspruchnahme von ReichSmitleln für die Verbilligung von Düngemiiie1n nicht in Betrarbt kommen kann, so glaube. ich Dock), daß auf dem PizospbaigebiZÉe auf den: *die Verhäliwiffa ÖHWTÖ Felageri find, eim: uniexstüxxnde Miiwirkang des NEWes [*.*-„"i der Einfuhr von Robpbcspbaien zu LMxägLn sein wird.

Das Ziel kann gegenwärtig nur das“ sein, uit allen MiikeXU eine Slabilifienmg der Düngemittelvreise zu emichen, also eine Erhöhung derielben zu verbindern und ferner die (Erzeugung deraxt zu steigen, daß allmählich dme!) eine Senkung der Produktionskosten «ck einé Senkung dec Längemiiiewrkiso möglich wird. Es wird zweifelsos dcn Absatz dé: Dümzumikiél 12.111." fördsm, :ann die neue::- dings wieder auigclsétc Erörisrung tiber Pläne zur Dünger- verbilligmiß 117.1: Réickxsmitieln nicht zu weit: Kreise ziebi und damit

Die“ Landwirffchast kann im laufenden Dt'mgekjabr nicht mit einer Verbiliigung der künstlichen Düngemittel rechnen. So groß die Be- deutung einer starken Anwendung von Kunstdünger für unsere Volks- ernährung auch ist, so darf dock) nicht übersehen werden, daß neben dem Kunstdünger aucki andere Wachstumsfaktoren, wie namentlich die Witterung, eine große Rolle spielen. So ist in manckysn Gkgenden des Ostens nickot so sehr deuMangel au Kunstdünger als die be- sonders ungünstige Witterung während 5er Roggenblüke 'die Ursache der geringen Roggenernte gewesen.

' Jm einxlncm stellen sich die Verhältnisse bei den vkrsckyiedenen Düngemitteln folgendermaßen dar:

Die Erzeugung von Stickstoffdüngemiiieln “Hai Von Jahr zu Jahr gesteigeri werden können. An die de_uisckxe Lanüwirisckya-fi wuéden Ögeseßt: in der 3811 Vom 1, 5. 1917 bis 30. 4. 1918 92000 Tonnen Stickitoff M), 1. 5. 1918 bis 30. 4. 1919 115000 Tonnen ??MJ (W, 1. 5. 1919 bis 30. 4. 19A) 15700) Tonnen 7Sücka ,ox . .

Dic Crzsugung für das lcmfen-de Düngerjabr' Vom 1. 5. 1920 bis F "T..? 1921 wird fick). voraussichtlich auf 270000 Tonnen Stickstoff (F)

„o, n.

Mik einer weiterck Steigewng der Erzeugung kann bei mhiger FVkÉ-Aikvickkqu unseres Wiri-sthaftslsbens, insbesork'oere bei "einer vollen Belieferung mit Roh- und Hilfsstoffen, sowie bei einer norv malen Leistung der Arbeitneßwcschaft gerechnei W Bei einer vollen Lvistungsfäßigkeit der deustrie wird die Erzeugung wie folgt ge- schätzt: Kokewim und Gaßanstalfcn 100000 Tmmen, Kalkstickstoff- werke 100000 Tonnen, Bädische Anilin: u-nrd Sodaftebri-k in Ludwigs- hafen 300000 Tonnen, zusammen 500000 Tonneix.

Es erscheint 9uSgeschloffen, daß die denkst!): Lmvdwiristhafk dies: Mengen auch nur annähernd wird aufnehmen können. Auch von den im laufenden Düngerjaer zur Verfügurig stehenden Siickftvff« mengen Mrd 1*or«11§s1ck1t11ch kin Teil Vorn Inland nichi ahgenommen werden.

Unter diesen Umständen ist es gmcbiferfisgk, bestimmie kleine Mengen für die Aus:;fukyr in Aussichi zu nehmen. Die Ausfuhr wird kunliäzst in “den Sominkrmonaten, in denen Siicksioff nicht so drin- gend benötigt wird und daher auf M genommen werden muß, 112111111: weÉcn. Bei der Ausfuhr foklen ferner die Intersssen der

.: Larédwirtfckxafi bei 2111221111111 der 001431113th112" Siickstofstüngemittel- arten svwxii irixz 11119171) möglich gewahrt werden. Die aUSzuführenden *

Siickstoffdüngemitiel selBsi soUen unter AuSnußung der Valuta und der boiien Weltmarkkprkise zu Preiscn &bgeseßt chen, die Mk'itbel schaffen, um einireien'ié Kostenstkigerungm der ProMktionKUittel

irgetid möglikkx, die Preise für Düngemittel verbilligen zu können,

Cos bxsiebk 'ngürrdeie Nusfickxi, daf; di.? Mevge 131711 144011) Tonnen PbokPhoriäure, 'die im Düngerja'hr 1919/20 der deutschen LWwixischafi gelieferi wurde, im [(U-fenden Düngerickhre (1920/21) erbkblick,» Höher sein wiki. Es werDen Der “deutschen Landwirkschaft voraussichtlich zugeführt wekden können Utscunmen ekva 210- bis 217000 Tvnnen 1): 05.

(Zim: Vexbikligung der Superphospbaie kann Rack; AUffasung dsr: J1Wustrie dadurck) msickyt werden, daß auf die Vcrarbeian in- ländischer Robpkyospbabe verzicbdei wiki. Die inläxidischen Rol)- plxospbaie enkhaktkn ebwa durchschnittlich 30 bis 35 “ckwa drei- basisch pkiosybvrsaaren Kalk, ];") Prozent Eisen und 10 szent Ton, wcilyrenid bei den ausländisckyen Florinosphaien mii etwa durch- schniiilicb- 70 bis 80 Prozeni dveibasisch phosphorsam'en Kalk und nur init xe 2 Proth Eisen mud Ton zu rechnen ist. Die Verarbeitung Der inländischen RobphOSpbaFe ist infolgsdeffen whoblicb teurer.

' Ick; bin". anrdin-gs 'der Méi1mng, daß die Voramsfeßimg für 'die Awfgucxbs dec i111ä1chifchen PWbaigewiwmrn-g 'die Gewähr ist„ daß auslaWisckx Robpkosybaw 'm aus:?ichMdem UmfaN-ge (111911410111) eiwa 3000) TMM) eizvgefübvt werden könnm. Der Industvie liegen zirrzeit Einzithkv-ie unter B&dinguwgen wk, zu dene11 die Weiter- WWW losynend ist. Da die Nachfrage moch MÖMHÉ zur- zeit desowdevs Tebhaf'r ist, werden Mittel Md Wege geiuckx werden musse", um eine siciige EiMfub-r von Robpbosphaten sicherzusie11ew Ick [711112 Md? disse Frage für eine Fmge Von der gvößiM Be- deudii-ng. Die VekkJ-Mdlungen- 171131111331: smd im Gange. Sowsii als ivgend möglich, wird auch dis" Eiwfubr von ThomasmelJ-Z aus dem Aidslornd gefövder-t, und es ist bis Heute mib Hilfe der Preisaus- gleichssieUe fin: TizomaéPhosphc-i'mebl bereits die Eiwfuhr Von umd 97000 TMM lenmömebl, also einer mchi erhsblichen Menge, aus dexn SmWiei, aus FMKreich, Luxsmbmg und Bebgien sichergestellt worden.

Wa? 159 K&[ifalze 111156131191, so ist diy deuifche Landßviriq'ckzafi im allgxmeinc-n gui versougt. Die Mcleöse, die wir Qu? der Aus- fuhr-von Kali erzielen, dienen dazu, das Kali im Jw1ande 11:02; der evhöbm Gcstebuwgskosben zu den biskxerixw- Preisen WWU, Von beiowdeikr Bedeuirung für die Stedxru-ng der Auwende künstlicher Dimgemiiiel 'm der deut'sthen LmünvitiiÖa-st erschein]; mir die umfassende Gründung von Beispieléavirkschafton in ganz Dethscb- land. Das ReichSm-inirsterknn für Emähnmg und Landwirrschast ist gegemvärt-i-g mit der AWBSivmg cines eiwthdm Planes diescr Avi beschäftigx, der. in spiter Linie dazu dienen sou, die bä1veulichc Landwirtschaft zu einem Weii stärkeren Knnstk-üngmniticsMbrmxcher zu machen, als su: es in der Vevgcmgenbeik Wk, (Sehr n'chi-ig! im Zentnpm und kW.)“

* Nach alledem kann ich mtr wiederholen, mii AuMaH-me der PW!) -'.111cfn11ge Lmvdwirtschaft imd In-dtrstrie sich vor allem 1e_lbsi be an müssen, wenw wir zu gesmrden wivkschccfbktchen Verhäli- 111ffen zurückkominen 117170811. 0 Noch ein kurzes Work über die BioTVFZsÖL M'ZÖÉMÜUÜ für 271111?- und FH:“:“Ur-ikischafi! Diese Wifiali ist in den [eßten Jahren EMR. orgawiscben UnwrganifieruW uwierzog-zn worden, und es ist dabe1 der pmktische Teil ihrer Arbeiten mit Nachdruck in “der:, Vorder- gnmd gestellt wovden,

_ Der Nokocndigkeü, die Mögsicheit der Bekämpfung von Kvan-k- he1ixn uxid Schädlingen gewisser Kujwi'pransen in den Anbau- g-ebiebm selbst zu “:ck-37769211, ist durch““; die Abzweigung von Außen- stationen Neckynung geiraogen worden. Ferner arbeitet im engen ZU- fcrmmenhcmg mii der Amstali das Forschungöinchtichi für Katioffeldau. * DieArbeiimfiwdimbesWGWye. Wersshawdeltsvchmn dle gWßiuen Probleme. Zweifelilos katie man in den letzten Jahr- _ “ten 01 WiscH-W die Schädliwgsbekämpfung i'n bhvem pmk- Uelzen Wii für “(112 [deirtsÖa-fklirba Produktion Wrickiäßi. Wenn dies “111110: un-sexsn ikü-[y-crm W1chW chizälin-isien nich“: so Mäißci-lig 111 di? Erscheinung irak, so kömWn wir uns doch beni? dan Luxus emer wMeren Vsmmclyéläffigxmg diesss wichügen («(Miss tvicht ge-

a11§z11gleich211, mithin die Preise stwbil halten, und Mßevdem, wenn *

Pfianzenstbuß in weitestsm Sime als einen unexläßlickyen Fakior w: Produkbionsföriderung gebührsnÖ simstellen Und das gewonnene Mel): ker Cuzan michi mit ailsn Mitbeln zu sichern versmhen? (Sehr richtig! im IWM und Uschis.) Lät'éder wie nanumtücl) 'die Be;- éuri-gten Simcben smd WMW Bsispieie „für die gwße Be- deutung "ciner wach pmkbiiclxM Bkdürfn/iffM oc-thierien,“ gut aus- gebauten Scthlingsbekämpfung. Dazu kommt, daß nicks nur die weue Zeit neue AufgaWn gebrachi hai, sowdern daß sich leider auch nom: xfäbväcbe Schädlinge in Dsuisckxlawd eiwgefunden babew Ick erinnere hierbei nur an denKarioffelkrzbs und an die Bisamratte. Es ist unmöglich, jeßt schon dem unoÖweislichen Würfnis der PWM- züchtung gebührend Rechnung zu tragen. Die Naßionalversammlung hafte in ihrkr Sißung vom 11. März 1920 eine Entschüeßung m:- genommvn Des anUts, an “oer Biologisckzezi ReichéMbwli in Dahlem ein besondeoes Zenkralinstibxk für Pflanzenzüchiamg eiwzurichw. Diese Eirksckxließum kon-wle noch nicht in die Tat mng-Cseizt WXWI. WM smd nur die Fächer der Reb; - und Karioffelzüchg in Bearksiiang gmwmmem Awdc-re wenigstens 60011111) wichtige 311117- tevifckx Arboitat, wie die 31167an Von Weide und Oewflansen, müssen Nock) brack'; lisgen. Daösi drängi di»? Zsii mehr W111 je ncoä; FAHchriixten auf diessm Gobieie, und ich darf daher die Hoffan «sprochen, daß die Bioloßichx Rßicbsanstali im kom-mmden Wr: über die erfokderlichen Miitel zu verfügen in der Lage ist, um fick) ihren großen Aufgaben restlos wiT-men zu können. Denn die För- dean der baikdwivkscha-fijbichen ProMktion UND die Sicheritmg dsr gestsi-gerion Cißsqug ist umd 0191111 die VDMCk-MÜT AUfgab-o “der NMWiew-ng auf Dem erniißxungöwirbiÖafiiW-"cn GEMA. (LÖ- h-a-fder Beifall.)

Auf die darauf vom Abg. Braun-Düffeldori (Soz.) gx machten Ausfiihrungen erwiderx-s der Reichxsxninisier für Er- nährung und Landwirtschaft Dr. Hermes:

Meine Dämen und Herren! Che ich auf* die sachlichen Aux- fübrungen des Herrn Abg. Braun eingeHe, bitte ich, mir zu gestatten, mich zunächst zu Der PersöniichwiAngescgenhcii, die er in diésem Hohen «Hause beute angeschnitten Hat, kurz zu 511117313111. Dex Herr Abg.Braun hat bei Erwähnung der Angelegenhkii Wigustin gemeint, der Brief

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[

die erneutc Bmmxitkignng „1119 der Landwirisckyaft genommen wird.

. stabten. WTS nützen uns leßten (&!!de alle Versuckxe zur Sirzigemmg

des Herrn Staakssekretärs Ramm könnte vielleicht in seinen ein-

! leitenden Worten dnrch cine Fälsäyimg entsielli sein. Ich weise diese

Uniersiellung mit dem größten Nachdruck und aller Entschiedenheit zurück. (Bravo! im Zentrum und rechts. _ Zurufe von den Soz.) Der BMW “fällt auf den_zur1'1ck, der ihn veranlaßt oder gemachi bat. Ick) werde Jönen jetzt“ die Cinzelsyeiten geben. (Zuruf des Abg. Dr. Hcrß. _ Enirüsiete Gegenrufe im Zentrum und rechts.) Ich will nichi im einzelnen auf den Fall Augusiin eingeben und mich nur anf einige kurze summarische Feststxlknngen beschränken. Der Herr Abg. "Braun bai: erwähnt, daß 1791: Herr Staatssekretär Ramm seinerzeit, am 7. Mai, xinen Brief an mic!) geschrieben hätte, und zwar hätte er diesen Brief geschrieben, nachdem er Kenntnis von den Vorgängen der Bestechung des Herrn Geheimrats Augustin erhalten hätte. Diesen Brief des Herrn Staatssekretärs Ramm babe ich bekommen. Ich Habe ihn in der Hand. Er trägt alierd'mgs das Datum des 7. Mai. Dieses Datum ifi aber zweifellos irrtümlich. Ick) werde mir eriauben, den Brief nachher auf den Tisch nieder- zulegen, und bitte jeden, fich davon zu überzeugen, ob ein Versuck;

oder überhaupf die Möglicheit einer Fälschung vorliegt. Der Brief -_

beginnt mit den einleitenden Worten:

Am 10. abends mußte 111; mit dem Herm Minister nach Ost."

preußen reisen, konnte Baker zu meinem Bedauern cm der am

11. stattfindenden Sißung des Stickstoffdüngerausschuüxs nicbt _

teilnehmen. (Zuruf aus dem Zentrum: Konnte!)

_ „Ich mußte abreisen und ich konnte nicht teilnehmen." - Ick) Werde den Brief dort hinlegen und Sie mögen sehen, ob die Unterstellung, die hier Heute ausgesprochen worden ist, irgend eine Unterlage konkreter Art bat. (Sehr gut! im Zenkrum.)

Nun aber kommt das Tatsächliche. Der Herr Staatssekretäx Ramm Hat seinerzeit dissen Brief geschrieben, nachdem er von den einzelnen Vorgängen der VesisÖung Kenntnis batte. Und was |th in dem Brief, mit dessen Absendung er erklärt, seine Pflicht ais Staatsbeamter zu tun? In dem Brief Heißt es nach den ein- leitenden Ausführungen über die Stickstoffaußgleichskaffe folgender- maßen:

Die ganze Aktion richtet sich 11icht gegen Sie, sondern gegen Herrn Gekeimrat Augustin. Es Werken von Leuten, die natürlich ibm: Namen nicht genannt wiffen Wollen, Andeutungen über das Be- stehen von pekuniärkn Beziczbungen zwischen ihm und den Jutek effenten gemacht. Ick) habe diese Andeutungen mit Entrüstung zurückgewiesen, (lxbhafte Rufe im Zentrum und rechts: Hört! Hört! Aha!) fühle mich aber verpflichtet, Ihnen, Herr Minister, von den Vor- gängen Mitteilung zu machen; dagegen bitte ic!) Sie, diese meine Mitteiiungeu unter allen Umständen auch Herrn Geheimrat Augustin gegenüber streng vertraulich zu behandeln- (Höri! hört! im Zentrum.) Wir, machen nichts beser, wenn wir 115111 911105 davon sagen- Sobald ich kann, komme ich zu Zhncn, 11111 darüßcr zu sprecbi'n- Die SacHe mnß also ganz unter uns bleiben. Also ich sicüe fest, daß der Herr Staatssekretär Ramm von Ben Vorgängen Konntnis hat. Er erklärt, er Halte es für feine PfkiÖk, mir dabon Mitteilimg zu machen. Aber Welche Mitteilung macht sr mir? Er schreibt nur yon dunklen Andeutungen, die er mit Enk- rüstung zurückgewiesen [',-abs. Wie Verträgt fich das mit dcr Tatsache, daß ihm die einzelncn Vorgänge der Bksikchung bcvc'its bekann'x

waren? Er fügt Weiter Hinzu, dem Gcßcimrat Augustin nick'ts davcu

zu sagen, das würde nur störend sein, und sagt: ,Ich komme zu Ihnen!“ Aber Herr Staatssekretär Ramm ist nicht zu mit ge- kommen, und da bin ich zu ihm gegangen. Gegenüber diesen Tat- sacben ist das Datum nskenfäcßlick). Die Mitteilüngen kes-Herrn Abg. Braun üker die Bespreckyung im Reichsernäk1rungsministerium Vom 11. Mai WerSn sofc-rt einer Nackyprüfung unterzogen werden. Nun bin ick) zu dem Herrn Staatssekretär Ramm bingegangkn, und es tut mir leid, Heute eine Mitteilung machen zu müssen, W ich bis jevt zurückgehalten babe. Ick) babe ihn um Aufklärung über den Brief gebeten, und Herr Staatssekretär Ramm erklärt wir folgendes: Vor einiger Zeit sei der Herr Lieber von der Ackerbau- gcsenschift bei ihm gewesen und kiabe ihm fo1gendes beriéhtet. BLZ dCW TiicicHékonnniffar Für Ein: und ?(usfußrbcwikligung _ das ist*kia

(Fortsekung in der Zireiten Beilage.)

Ztveite Beilage

zum DMMKM Reichsanzeiger und Preußischen Staatsanzeiger

Nr. 2800 _, ' '

VLin, Donnerstag, den 9. Dezember

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ZIK??? (Foriseßung aus der Ersten MUM) . ;ck; --

neue Taisache _ gebe ießt die Sache einigermaßen, da laufe die Ge- s-"jchte mit den Beamten. das habe er sowei! in Ordnung gebracht, und er habe weiter gesagt: „Nun muß ich es auch im Reichwirt- schafLSministerium versuchen bei Hermes und Augustin“. Das ist ck, was der Herr Staatssekretär Ramm mix gesagt hat. Ich kann das jederzeit mit meinem Eibe bekräftigen und hoffe, bald Gelegenheit Zazu zu haben. Dann Hat Herr Staatssekretär Ramm weiter gesagt: 535) Habe dem Herrn Lieber gesagt: bitte machen fie den Versuch nichk im Reicßswirisckyastsministerium, ich kenne die Herren. Ick) lege für sie die Hand ins Feuer. _ Damit hatte die erste Unierrchng zwischen Staatssekretär Ramm und Lieber ihr Ende. Nach einiger Zeit, so erzählte mir der HM Staatssekrefär Ramm weiter, kam Lieber wieder zu ihm und Yagi: zu ihm: Herr Staatssekretär, Ihre Hand ist verbrannt. Wieso? Ja, Augustin hat sich bestechen lassen, und Hermeö? _ beidem babe ich es erst gar nicht versucht.

Das isi der tatsächliche Inhalt der Unterredung. die ich unter vßrAugen mit Herrn Staatssekretär Ramm gehabt 17a Jede andere Behauptung isi unwabr, und ich hoffe, sekzr bald G egenbeit zu haben, das mit msincm Eider zu bekräftigen. (Hört, hört! rechts.)

Ich darf dann noch kurz auf die Ernennung des Geheimrats Augusiin zurückkommen, die der Herr Abg. Braun erwähnt hat. Geheimrat Augustin ist schon Anfang Avril zum Abteilungsleiter bestellt worden. Die Fertigstellung des Geschäftsbekteilungsvianes, in dem 'die bereits erfolgte Bcsieüung zum Ausdruck kam, nabm noch längere Zeit in Anspruch, da in dem Plan auch sämtliche einzelnen Referate der Abteilungen aufzufübrcn und die Refermten hierfür zu bestimmen waren. Der Plan isi mit dem Datum des 20. Mai berauSgekommen. Aber die BesteUung von Augustin zum Abteilungs- leiter isi zu einer Zeit erfolgt, wo uns von diesen Vorgängen noch nichts bekannt war.

Der Herr Abgeordnete Braun kak hier auch noc!) 'die Frage “dsr Aniobeschaffung angeschnitten. Ick) sehe davon ab, näher darauf ein- lusebM- Die Frage hat die zustäniigkn Stellen beschäfjigt, und diese Stenen haben ihr Votum darüber abgegeben.

Nach diesen persönlickéen K!arsicüungm möchte ich auf die sack)- sich Ausführungen des Herm Abgeordneten Braun eingkben. Ich darf vorausschickrn, daß ich wie er von dem Ernst der Lage durcb- drungen bin und die Verantwortung, 'die ich zu tragen babe, sehr wohl kenne und würdige. Ick) stimme auch der grundsäjzlicben Auffassung zu, daß alles getan werden muß, um die landwirtsckafiliche Produktion

wieder in Gang zu bringen, und bin mit ihm der Meinung. daß letzten Endes die wirkliche Re11ung und Gesundung unserer Verhältnisse nur von einer nachkrück11chcn Förderung der 1andwirtschai11ichen Produktion Mommeu kann. Er hat von dem fühlbaren Ruck gesprochen, den

„1, unserer Wikisclyaft geben müßten, und ick)“ nehme für mich in

Anspruch, daß wir einen gewissen Ruck bereits gegeben haben, und dieier Ruck ist sch1m auf dieser Seite (links) unliebsam bemerkt worden. Der Herr Abg. Braun bai ja schon vor Monaten, lange, bevor ich Gelegenheit hatte, in dieser Sache zu arbeiten, sich in öffentlichen Aeußerungen nachdrücklich dafür eingeseßt, daß die Zwangöwirtscbaft verschwinden soll. (Hört! böit! bei der U, S. P. [Links].) *Diese Aeußcrungen sieben unanfechtbar stesi, und sie haben seinerzeit dazu gcfübrt, daß mein Vorgänger Schmidt schwere Bedenken geäußert hat übst die Erschwerung seiner Tätigkcii durch derartige Aeußerungen über den Abbau der Zwangswirtschait feijens des vreußisclxkn LandwirticlyafiSministei-s. (Hört! hört! bei der U. S. P. [Link].) Ick bin nicht soweit gegangen; ich teile nicht die Auffassung, daß wir schon so Weit find, daß wir die Zwangswirtfchaft restlos aufheben können. Ich bin der Meinung gewesen, das; wir die Politik des Vorfickytigen, schrittweisen Abbaues 'der Zwangswirtscbaft fortseßen müßen, da wir nur so zu gesunden Verhältnissen kom1n en können.

Der Herr Abg. Braun bat dann die Ziffern über die Absatz- skoäung angezweifeit. Ich will dazu nur bkmerkcn, das ich noch in den letzten Tagen Gelegenheit gsnommcn habe, mit Vertretern der Siickstoffinkusirie, der Supcrpbvspßaiindusirie und auch des Handels diese Frage eingck-end durckyzusprecben, und 'das Bild, das ich Ihnen baute entrollt habe, ist dis gcireue Wikdsrgabe dcffßn, was ich von den .Herren an Jnformatioxen bekommen hake, und ich liabe keinen Anlaß, an ibrxr Richtigkeit zu ziveife1n; ick) habe keinen Grund, anzunehmen, daß **:-3 Düngemittxliudiisirie einen YUlaß bat, die Dinge günstiger hin- sicixklicl) des Abfaszes 'cnrzustelicn, als fie wirklich liegen.

Der Herr Abg. Braun ist dann auf die Rechnung mit den 140/11 “' DM AUteil der Düngcticsten an den gesamten landwiitsÖaftlichn Produktionskcsten _ eingegangen. Ich wil] diesem Rcchcncxcmpel UYU folgen, aber nur das eine grundsätzlich dazu feststellen: Er hat gcme'mt, es liege ein TiUgicbluß karin, nenn man den Dingen nac!)- IZUQL; es handle sich nicht um 14 9/0, sondem es käme ein wesentlich größerer Prozentsatz Heraus, und ureim man den durch die Amrcndung einer ncrmaien Stickstoffdüngung bcwirklexi Mkbrertrag dann in Be-

ÜLÖUUI séxze mit diesen Mchraußyendungen für Dünsemittcl, so.

Srg-xbe fich ießten Endes die Möglichkeit, die Gestekyungskostcn für das Getreide zu senken. Theoretisch folge ich dem Herrn Abg. Braun darin vollkommen, aber auch nur theoretisch; praktisch liegt die Sache LMS anders. Das wäre alles richtig, wenn es nebcn ren Düngemitteln "Wk auch noch die anderen Wachstumsxakwren gäbe, und da fäl]! es UTM so ins Gewicht, ob es fich um 14 % ["*CMYLU, die den Anteil ker Tüngungékoslen an den Produktiynskostcn nach der leßten Indextecbnung füx Anfang des Jahres 1920 feststellen, oder um einen UWS Höheren Saß. Seine Mitteilung ist infolgedessen nicht MUMM); denn nehmen wir nur das eine an: Wir bauen theoretisch die Rechnung sehr schön auf und es kommt uns eine ungünstige WÜLWUQ dazwjscben, dann Haben wir eine Mißernte oder eine "Ugünstise Ernte (sek): richtig! XLCHTZ), und dann Tritt das ein, was ich ' als Eventualfall immer hingestellt babe. Ick) habe es als Eyentualfall binsesteUt, daß wir mit der Mzg1ichkejt rechnen müffen, daß wir “It"" W" klickt die Gewähr dafür haben, daß dadurch auch die

Gesübungskosien und die Preise für das Getreide gesenkt werden, und dann kommt die große Enttäuschung, und weil wir das große Risiko in der Sache nicht einfach theoretisch beurteilen können, sondern in Beziehung zur Praxis eröxtern müssen, babe ich meine großen Be. denken in der Hinsicbi geäußert, und ich bin nacb wie vor der Meinung, daß diese Bedenken sehr groß find und daß man darüber nicht einfach binweggcben kann.

Der Herr Abgeordnete Braun bat dann meine Aeußerungen wegen des faiscbcn Preislaufes angszogen. Er wird sie!) erinnern, Was ich heute selber sckwn zum Ausdruck gebracht habe, nämlich daß unsere Bestrebungen dahin geben müssen, diesen falschen Kreislauf an einer Stelle zu unterbrechen, und daß das am besten geschehen kann durch Förderung der landwirtsihaftlichen Erzeugung. durch Ver- mehrung der Lebcrismitielerzeugung im Innern und durch eine ver- nünftige Vermehrung der Einfuhr Von Lebensmitteln. Also der Ge- danke isi bereits von mir grundsäizlich bier ausgesprochen worden.

Er bat sich kann gegen die Stickstoffausfußr gewandt und ge- meint, daß dieser Weg bedenklich wäre. Wir haben vor einigen Tagen Gelegenheit gehabt, in Weimar in zweitägigen Konferenzen mit den Herren Emäßrungsministem der Länder diese ganze Frage eingehend durckoxuivrcÖen. Da hat sich doch gezeigt, daß der Ge- danke 'der Stickstoffausfubr nicht so ohne weiterck yon allen Seiten abgelehnt_ wird, wie es wohl den Anschein habkn möck)te. Jch per- sönlich bin nach wie bor überzcugt. das; das der einzige Weg ist, der uns praktisch in Zukunft vorwärts bringt, wenn wir nicht immer wieder zu einer künstlickcn Vérbilligungsaktion mit RKiÖEmitteln kommen Wollen, wenn wir endlich wieder zu gesunden Verbäitniffcn kommcn oncn und zur Vermeidung kcffen, was der Herr Abg. Braun vermieden wiffcn 113111, der starken Vkrmcbkung des Papier- geldumlauis; denn gerade unicre Vorschläge rroUen ein: vernünftige aneziebungsexzung der Heimiickycn Erzeugung und des auxkäniisckxen ' Vcrbra'uchs herbeiführen, und dazu ist die Ausfuhr von Stickstoff- mitiekn ein sehr wichtiger Faktor.

Und dann auch.sck!icßlich das Eine nocks. Wir iürien di: Ding.: nicht _ ich bitte das Wort gsbraucken zu düricK _ mit 81118111 rein theoretischen Sebernatismus bciracbtcn. Es liegt iwc!) so. daß “cis deutsche Landwirtschaft an dcr Erzcugung von viel Siicksévff im In- land ein großes Jntersffe hat, daß kin Biübcn Und Wachsen unkerßk einbeimiicken StickstoffindUsirie auch ein vitach Jntcrcffe der deutschen Landwirtschaft darsieüt- Dcr Gsund zu diescr wirklichcn Blüte der

ck. Es isi“ außerordentlich schwer, eine solche wirksame Kontrolle durch3ufübrm Seinerzeit als die 1881: Erhöhung der Stickstoffpreise erfolgte _ es war im März d. I. _ ist fie erfolgt mit Zustimmung der Vertreter nicht nur der Industrie und des Handels, sondern auch der Landwirtschaft, auch der offizieüen Vertreter, und insbesondere auck) des Herrn Vertreters des yreußiiäyen Land- wirtschaftsministeriums, nachdem die Herren sich davon überzeugi hatten, das; die Preisprüfungsabteilung des ReichSwirtschafis- ministeriums diese Forderung der Industrie als [“e- recbtigt ancrkannt batte. Das Neich51virtschafi§ministcrium hat ja die Zuständigkeit in dieser Frage und die Gcstelmngskostan eingehend nachgeprüft. Ick; selbst aber habe _ ich mache kein Hehl daraus _ gegen die sprunghafte Erhöhung der Preise große Bcdenken gehabt; aber wir haben ihr im Einverständnis mit dem Vertreter des preußischen Landwirtsckyafisminisieriums zugestimmt, weil wir uns nicht der Ueberzeugung verschließen konnten, das; die Stickstoff: produktion sonst zum Erliegen kvmmen könnte.

Der Herr Abgeordnete Braun hat die Vorsckyläge des Reick»- wirtsckyaftörats angkzvgcn. Soweit ich sie gelesen habe, wenden sie fich gegen die Verbiüigung dcr Düngemittel aus Reicbs- mittsln. Es wird aÜerdings aucb Stellung gxnommen gegen die Ausfubr von Stickstoff. Was die Krcditicr'ang betrifft, die: :nitt1cr1rcile cingairkten ist, so habe ich nicbt den (Fbrgeiz, sie für mein Ministerium in Ansyrnch zu 111111111911. Ick ei- krnne durchaus an, dai; die Tankschrift ch pchiziiibzn Landwirtschafts- u1iniitcrinms in ihrer Art k11rchaus vcrdicx1stiich war und das; ich sie auch inivweit durcbaus begrüßen konnte, als sie sachlich Hie große: B8- deutung eincr befrikdigcndcn Lösung der Frage 11achd1i1ckiich 11111217- siricben hai Wenn ich mich auch mit den Vorsiblägxn 1111 LMZLlNM nicht ikentiäziercn kann, so gebe ich gern zu, das; die Mögéickykeii (12116111, daß dis Denkschrift bereits günstig gewirkt iat.

Das eine darf ich aber zum Schluß grundsäxlich für mein Ministerium in Anspruch nehmen, das; wir nicht nur an dis Er- fasung und dia Vsrtxiiung kes inländischen Gctxcikcs und der sonstigen LkbchUiXLQL dekan, sondern da!“; Wir 11111) große Sorge darauf vcrxrenkcm, die Prodnktion zu b?bc'n. Tic Landwirtstbaft wird Das anerkcnnen müsscn, da:"; 1111: dar;!) die', tat- sächliche Vcikeiung der Landwirisckhafr 11111 der Z1vang§wirtfchaf eine Prodwkiionsförderung im eminentsn Maße 9131le 13110011, und wir sind LUksé-ÖWFEW neben dieser pr0d11k11911§förd8111dcn Täjigkcit auch die anderen Mittel, di? VorsorgUng dsr Jändxrirtsckyaft mir

Stickstoffindusirie kann aber nur gelegt wexisn, wenn sie (111111118?- zeiten im Hinblick auf *die cines Tagss einirctendc den Inlandskcdari übersteigende große Produktionsiieigerung [)eute iclion Geiegknbcii 11:11, mit kleinen Posien auf dem Weltmarkt zu etichcinen Und fich “damit beizeiten draußen eine gewiffe Position zu emerben. Wir Haben also auch vom Standpunkt der deurickyen Landwirtickzast _ nicht für den Augenblick, aber vielieicht sckxon die nächstkn Jabra _ das größte Jntersffe, daß auch da ein gxwiffer Kanal reclii- zeitig vorfickxtig geöffnet wird. Das Zisl muß nach wie vor sein, daß diese Abgabe von Stickstoff an das Ansland _ *Das lake ich immer bexont _ ennögliciyt wird in orstcr Linie durch nachhaltige Vermehrung der inländisckyen Sticksiofferzcngnng. Wenn wir 11171111“;- lich warten Wollen, bis der ictzte BaUer 11111) der letzte Mann im kleinsten Dorf die Düngemittcl Verwendet, wer?:en wir 'SÜT lange warten können, ebe cine Sjicksioffausfubr möglich ist. Aber wir haben ja auc!) beim Kali nicht so lange gcwartet. Wir [*,-1111811 ja auch beim Kali Mengen [ck2xa11SJ-xbracht, ohne zu 111113611, c-b bi?» 111? letzte Dorf und ins letzte Gcßöfi Kali berkits gebracht war, Wir müssen beides in gesunder organischer Weisk verbinden.

Der Herr Abg. Braun (Düsseldorf) hat dann zur Frage der Umlage Stellung genommen und erklärt, das; es in einem Schreiben des Reichöministcrs für Ernährung und Landwirtschaft an den Porn- merickyen Landb'und beiße: Mit Hilfe der Umlagcbeiräge war es mögliäb, die Produktion an Stixi'stoff so zu sikégern, daß der Land- wirtschaft zurzeit genügende Mkngcn zugeführt werdsn können. Diese Mitteiiung sei, erkLärte Hsu Braun, unriäxtig und univahr. Ick weise diese Behauptung zurück und WM: fcsi, daß “Fiese 111111agc- bcträge und das Umlageverfahren uns gerade mit die Möglic1,-icit gegeben haben, die Stickstoffpryduktion zu steigern, Und zrvar zu einer Zeit, wo wir das größte Interesse daran kalten, aucb disjcnigcn Werke in Gang zu bringen, die unter wirtschaftiich ungünstigcrcii Verhältnissen arbeiteien. Ick) erinnere hierbei nur an kic Werke Knapsack und Lonza mzd darf hinzufügen, das; der Vsrireter des preußischen Landwirtschaft5111i11istc*ciu111s, Staatssekrctär Ramm, an Den Beratungen hierüber im Stickstoffaussclxnß tcilgenommen hat und das ganze Verfahren der Umlage: und der Steigerung ker 1111511110th Produktion durch das U1111ageverfc113ren giitzzebcißcn 11511. (Höri! Hört! im Zentrum.) Der Herr Abgeordnete Brann (Tümeldc-rf) hat dann gemeint, die Stickstoffausfuhr bedeute cine Liebesgabe an die ausländische Landwirtschaft und an die K1111stdüngerindusirie. Ja, ich fürchte trotz aller Einwendungen: selbst wenn der fesyönste theoretische Plan eines Tages Wirklichkeit werden wird, werden wir immer in einer gewissen Abhängigkeit Vom Ausland bleiben. Es kann fick) nur darum handeln, diesen Grad der Ab- hängigkeit zu verringern. Was aber die Liebcsgcibe an die Kunst- düngerindustrie anlangt, so stehe ich allerdings aus dem Standpunkt, daß die Mchrerlöse, die aus der Ausfuhr erzielt werden, unter allen

Stickitoffindustrie' zu erhöhen, sondern dazu zu dienen, einen gesunden Ausgleich gegcnüber dem Inland zu schaffen, das; fie also zur Stabi- lisierung und darüber hinaus zur Senkung der Stickstoff_preise führen müssen. Und ich babe immer nur unter dieser Vorauswßung meine Zustimmung zu dem Plan der Ausfuhr gegeben.

Zur Frage der Prchestseßung durch die Dünnerindustrie darf ich noch feststcllen: Der Herr Abgeordnete Braun hat gemeint, daß die Stiäsioffindustrie ihr ganzes Bestreben nur darauf richte, lexztcn Endcs die ganze Preisfesticjzmig in der „Hand zu behalten, und er hat bcreclytigte Zweifel geäußert übst die Möglichkeit! (in': wirksame Kontrolle der Gestebungsfosien in der Industrie

durchzuführen. In dem letzten Punkt stimme ich ibm'

Umständen dazu benuyt werden müssen, nicht etwa die Gewinne der"

Fatwrmittcln und Düngcmittcln nachdrückiick) znr Anwcnöung zu br'111ge11, um 1:15 GciamrziCL 211121: 1115110111011 FZ1k-311111g 111116121“ [ank- wirticbaftiicbcn Exzcugnng und 131121111 ch chc11§111111:!k-IU'N'ZUUZ 2,11 erreichen. chßaitex Beifaü im 311. 11111) rechis.)

Literatur.

Unter dem Titel .Die Grundsätze wifssnsciiait' licbsr Betriebsführung bat dcr Tiyl'9111111-7-y111111r “Dr. 1111. (WWW Rocslec 1111 Vcrlag v-.*11 !)T. Ildc11'111*:1x;1, “.?.ik1'1111'17c11, 81:11? a111911ficrte dcutxckye Ausgabk der Sch71111 .,“11113 [1111112111105 01? 501811T1Ü0 ragnachmsyd" Von chDCric Winslmv Ta 11101 611517111161“. [asien (gsi). 6,40 M14 + Teucru11gs1111ch1ag)._ T-xa Tavlcr-Zvitcrn Wird im Zusammenhange mit der AkbCilkkskslßL 111J11d111'trie 11110 Landwirticbaft seit Jahren 11'121 3911111110, doch 11811211 10111 1111111 di? weitcj'icn Kreise mit gxoßor 0106111111115 11111) 13in Mis:- Traucn gcgenübLt. Eine so VÜLULUUL VNÖCWUUJL „1111111111: PTTTUÜWU _ trcnigcr Arbeit _ 1116111 “591111 _ größcrrr 01111511“ 611111281111 dsn 111611“th 16111111 glaubiicl). Tie Arbeitgebcx [1211111111811 5,11- mindcst Störung ihres Bcirirbs, wäbrcn? 1219111391111911111cr 111 ?;171112 ist, daß 65 111011111: 11111 cinMittcl[1a11d1€,1l111 ZUMUUTCU ["e-„131.11'11111111131 11011) 111cdra11§3110611tc11 Willfonnnen wird dcsbaib dcm gs1vcrbi1ch11c11 1119: dcm landwirtschaftlickycn Arbeitgcbcr ein ,HinwxiZ .111f die de1111ck1c Uebcrssßung dcrjcnigcn Von Taylors Arbcxtky [cm, 111_ der 91“ 101111"? Gévaukcn am aligcmsinsten und znsamtuensasiend daixikytcllt bat 111.1" in der er sick) 11icht nur, wie in seinen anderen Vi".(41151111111W111111'11; 1111 den Tcck)11if€r, sondern an jc-xdsn ardcitk-nden !Uki*1111*1ckc11, 1111 [*le körperlich wie a1x den geistig Tätigcn 106111761. In "dcr 1111-21» seß1t11g VoraUF-gskchickxen Aussührnngcn bcbqndcii 01992711"; Jas Taylor-Systmn in iciner Bezwlxung 51_1r 116111111911 LZWUÖJUJ- lage und unier «Hinweis an's dcn OUwalxxcbcn .c11c111c11107c11 Jmpxrativ“ (115 21112 Bukgetierung Dcr 111811111711111811 „817.111. Das Werk ?slbii umfaßt nach einer lecilung 1111er dis biIPci-„gi 2351“- geudung der 111€11schlichcn Krait vicr Kaptlcl, 'm kcncri DLC ©1011":- bcgriffe, “eie Grundsäße, d_ie emzcincn ElknlLUkS 11111“ d1c (16111011 déi“ 111iffcnschaitlichcn Bcirichsührung untcrtuckzt und 6110111811 wsrkzn.

Das Deze111berbeft der Deutschen Ruydsäzau (.xxcxaU-F- 1185er Rudolf PCÖLL) bat folgczndxn Inhalt: 11913111) [[)6111*11c. “IW: Jmmcrmauns Liebcélsbcn. _ Gsneral dcr Y_nigntrkxc _a, 2“. von Zwerdl. Einsclyeidcnde Fakiorcn ans _dcm 6711002111111111111__?» Wsltkricges. _ Karl _chcrn. Dic _Nchcnsigur. --_*J1*.11131111 12111111. Die Casjeler Drobdriksaffäre von 152,3. _ 21111011 Hcirclchn. KW" hundertsten Gebunßtag Rochus vonLiUcncr-oms. _ Yknaid 111111 W511 heimer. Zur Vorgeycbiäyte des Krichs 1113111010. 221111) 111111111 Quellen, _ D. R. Das wahre GCUÖT. _ 1711113 Bcvrcixd. 3111“- raturarcbivc. _ I. Von Uexküll. Was i1t U'bc'an-f- Boxlmcr Theater. Politische 911111d1cha11 M. 11011B11'111211.„_,§1“„111*J 1117111v11; Weihnachxsrundsclyau. L1161ar12chc 0111051311. 2116131111136 9161111316061:

Bauwesen.

Das Preisgericht für den aÜgezncincn deutsckycn JDLCUJLÜÜOWCW. zur Cilangung von Entwu_r11Yk13,_1e11 1111 das “4111111190 vaienemuseum _unddzeOtaatltcbxn11_„1111r11*11*1c11- 1cha f t [ ich e n Mu_1een 1n_ D r esr (' 11 , 1111 1o111_1*11dc11_«pr11ch ge'äilt: den ersten Preis 0011 31) 000 _.M cri*1c[1 ._NkÖUCU 0991111111111 Buchert, Profsffoc der Tcch1111che11 3991111ch1zlc 11111111111chc11 dc11 51v-511c11 Preis Von 25 000 «M Arch1tctx 31111"! Octcmgei 111 L*:11111aé111711'11cldk und Architekt Josef Sciycxcr '111 Bc11111-L1ch1c1*1clke,_ dcn drtjtcu Pro» von 15000 .“ Architekt Peter Züri emen in Dl)arlkllck1[*01g, den vierten Preis von 10000 Stadtarz itckt Max Vygclcr 111Wc'1111ar, den fünften bis siebenten Preis 111 Höhe 0911 "1211000 ./Z-_ A1ch1t§kk Wilhelm Kamvcr in KölnsEbre11xeid,_ Virch1tck1 *.chmi; »anyen 111 Kiel und Regierungsvaumeqter He11w1g 111 Llychaxxcndurg.

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