1920 / 285 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 15 Dec 1920 18:00:01 GMT) scan diff

Minifterium für Handel und Gewerbe.

Der “AmtsgerichtSrat Heesch in Tönnin ist für die Dauer seines gegenwärtigen Hauptamts zum Forfisenden des Seeamts in Tönning ernannt worden.

Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung.

Der Hilfsbibliotbekar an dxr Univerfitätsbibliotbek in Kiel Dr. Menn ist in gleicher E1genschaft an die Universitäts- bibliothek in Münster i. W. verseßt worden.

Bekanntmachung.

Gemäß § 46 des Kdmmttxralabgabengeseßes vom 14. Juli 1893 ( (H.-S. S. 152) mird hiermit «zur öffentlichen Kenntnis gebracht, das; ein im laufenden Steuerjahre zu den Kommunal- abgaden einschäßbarer Reinertrag aus dem Vetrie-bsjahre 1919 der Halberstadt-Blankendurger Eisenbahn bdzüglich ihrer preußischen Strecken nicht erzielt worden ist.

Magdeburg, den 9. Dezember 1920.

Der Eisenbahnkommiffar. S o m m er.

Bekanntmachung.

Gemäß § 46 des Kommunalabgabengese es vom 14. 11 1898 ((H.-S. S. 152) wird hiermit bekannt;?egeben, daßIxin im laufenden Steuerjahr? zu den Kommunalabgaben einschäß- barer Remertrag auß dem Vetriebsjahre 1919/20 bei der Siendal-Taxxgermunder Eisenbahngesellschaft nicht erzielt worden Ut.

Lagdeburg, den 11. Dezember 1920.

Der Eisxnbahnkommiffar. S o m mer.

Bekanntmachung.

Nack) Vorsäsrifi des Gese es Vom 10. A ril 1872 (" e S. Ziö7)d sindCixékcÖ11n§gcn1Xcht :Os p (H seissamms.

. er ?r a “er reußi chen Staatsregierun vom 12. Ma" 1920|, bktreffexnd dle erleibung des Enicignung-Zrecbts an die; Vesttsch€n_ Klembabnen, G. m. b. H. in Herten-i. ., für den Bau und Betrieb won Straßenbahnen Von Recklinghanssn nach Brassert, Datteln_und Wanne und von Bner nacb Marl, durch das Amtsblatt 1912 (I)iegierung m Münstcr Nr. 22 S. 215, angegeben am 29. Mai

2. der _Crlaß der Pr-xn ischen Staatsregierun vom 8. Okt b 1920, bctretscnd die Verleixung des Re ts zurgVeschränkung odT Eigentums.? zum Zwscke der weiteren Dur iübrung des in der Lüne- burger HLM [*CskLHMDM Naturfcbntzdarkuntkr-iebmc'ns an den Verein JNZUJTZWÄUtk-jdl eingßtraalchr Vcrein mit dem Si e in Stuttgart ur a , m s att er "* iexxierung 'in Lünebur kr. 44 . 2 , ausgkngebckin ÜF FY Okar 192.0; ' g S 91,

. er r a der. xeußiscben StaatSre ierun Vom 17. ?. tober 1920, betreffend dix Verlxibun? des Entgeignungsi-Mts an Odi? Gememde Berge im Kreise Brilon iir Zweéke der Gemeindewaffer- lettunq, durch das Amtsblatt der Regierung in Arnsberg Nr. 47 S. 6T4,dausgÉgkan (Fm Y)). NßovL-lmber 1920;

. er rla er _,reu is )en Staatsregierun vom 4. No- vember 1920, _betreffend 1710 Verleihung des CntsigmkgngNechts an die dSZaY KT? ttfmd 1315? E'rwelésrung Kdes Friedbofs Kö1n-Dc'utz. durch

a mi 01 er" cg'terung in . “öln 3it:." 48 'S. 432, am 27. November'1920. ' ' ausgegeben

Bekanntmachung. Auf Grund des 2 Abs. 2 der BundeSraksderordnun v 23. September 1915 thZrd das gegen den Rei ereibe?ißoent1: A rtu !* Hartke hier am 27. Noverybcr 191 (Reiclosanxeiger Nr. 282) erlgssepe Vorhof des Handels mit Textilien, insbesouiere mit Sptnnsjoffen 1eg1icher Art, hiermit aufgehoben. Forst (Laustjz), den 7. Dczembet 1920.

Die Polizeiverwaltung. G r ü n d e r , Oberbürgermeister.

Bekanntmachung.

Auf Grund 'der Bekanntmackun zur ernbaltun un uv ' Persoyen Vom ande] vom 23.Sep?emberF1915- RKGBF. SeéF0ffZ'1ge-r bczbe :ck) dem ausmann Ernst Link in Hechelmanns- kirchen den Handel mit Ge_nenständen des täg- 11che n Bed (: r fs wegen Unzudejläsfigkeit in bezug auf diesen Handelsbetneb u nters a Zt. Die Kosten der Veröffentlichung diescr Anordnung hat der aufmann_ Ernst Link zu tragen.

Hünfeld, den 9. Dezember 1920.

Der Landrat. Ludwig.

Die von heute ab zur AUSgabe gelangende Nummer 51 der Yreußischen Geseßsammlung enthält unter5 r. 11994ndas Geseß zur Ergänzung des Eee es [) H??Zend dx? ZMYWR RegeSlUM deLSOLCFtaaÖsbausbaltss Tür, da.; )mmg ]a r ._ , vom . ai ee amml. . vom 5„1225. FFTFYW 12920, t111111) unter ( sys S 159), r. . eine eror nung, betreffend die Verlei un Ortszulagerechts an Schulverbände, vom 18. Oktober h1920.des Berlin, den 14. Dezember 1920. Geseßsammlungsamt. Krüer.

Nichtamtliches.

Deutsches Reich.

Der Reichsrat versammelte fi eute einer Vol]-

fißupg': vorher _lzixiien _der AusTckUtß Yürh Volkszrtxtzirtschaft, die

vexretmgten AUSZchUUe fur Steuer- und Zollwesen. für Volks-

Ylltschsi UUd sur Rxckstsxpflege, die veremigten AUSschüffe jür

...?-312229491219“ 27692de *":3“ *“; FWW A .. “» )U,ur au tun 'e nun

und fur Rechtszpflege SiHUngen. M ck . gswesen

Die Antwortnoie des Céüerals Nosléi auf die Note des Auswärtigen Amts über die Einwohnerweh ren lautet mä; dem „Wolffschm Telegrahendiiro“ folgendermaßen;

Berlin, den 11. Dezember 1920. _Exzeüenz! ch bkebre mtc!» anén den Empfang des Sekreibens vom

9. d. M., bctreffsnd die Anflöfun und E tw d lb?- schU89k9N1i]'ationen,zu bestätigen. 9 " affnung er Se 1

* Uns daz. weiter unten angeführten wesentnehen Gründen kann die Jutetalluerte Militärkontroükommiss'wn weder die in diesem Schreiben enthaltenen Argumente gelten lassen, noch die daraus ge- zogenen, olgexuugeu azterkennext. _

Die . utxche Regierung halt sicb mxbt für verpflichtet, die Selbst- sÖUHorgantsattonxn aufzylörerx. Sie erklart. daß-diese Organisationen- da te weder emen militärischen Cbarakier noch irget'kvwelcbe Be- Zebunaen zur Reichswehr habe, und aus1ch1ieß1ich dcm Zwecke der

_Ufrechterhaltuu der inneren Otdnung dienen, durch keine Be- sinnmung _des riedYnSvextrags verbpten werden. Indessen beweisen dre Nacbxtchten, dtx _dte Jnteraliticrte Militärkontroljfommisfion nbsp_gxwxsse Orgamsatwnen besißt, daß fie in Wirklichkeit einen nzilttamcbetx Charakter _ haben __und daß fie" in enger Ver- bmdung mit den regxtlaren militärischen .Befeblsstellen sieben- Es genü t benptewwetse, auf den Wortlaut der .Sa ungen 7793 chn verhandes der Einwohnerwebren Bayerns V.“ btxxuwetsen, die von dem Landeshauptmann Esthetic!) unter- zet net und durch "den, LandeZausschuß am 10. Mär 1920 bestätigt worden smd;' darm wtrd die Landesleitung mit der ' 'erbindun nut dem Wehrkretskymmando_ beauftragt und dic'Kreisbauptleute rcbern danach dre Verbmdung mit den Reichswehrbrigaden. Ebenso gehört es in Qstpxeqßen zu'der Ayfgabe zwxier Generalstabßoffiziere der [. Zn- fanteriedrvmonx dxe Wrbnxdunq Mit den Selbstscbuyorganen aufrechtzu- erhalte_n und die Bxduxsmsje dtxser Organe in administrativer Hinsicht u erfu'slen. In Wirklichkeit also stillen die Selbstschu organisationen und hierunter derstexht der Jnteralliierte Heeresüberwaxyungsausscbuß:

renzwebrexx, Grenzicbuß, Stadtwebren, Einwohnerwebren, Orgescb und czxxderx abnlrche Vereine) ormationen dar, die geeignet sind, "eine Mob:!rsgtwn zu erlctchtexn. ie fallen also unter die Bestimmungen des Artikels 178 des Friedensvertragxs und müssen aufgelöst werden. bee Aufrechterhaltung rzach Durchführung ihrer Entwaffnung wäre ubrigeys auch_durch rem mnere Gründe nicht zu rechtfertigen. Denn fix wurden, ihrer _Wasfen e*ntblö t, nicht mehr in der Lage sein, wirksam „an der Aysrdckpterbalti'mg Ordnung teilzunehmen.

Es ist zwar'ncbttg, daß dux Deutsche Regierung 13:11 Selbstsckuß- organtsaiionen etyxxx nur provisorischen Charakter beilegt, aber die Jnterallt_1_ert_e Mtlttarfontroükommisfion vermag nicht einen Verband alY „propqo-riscb zu betracbtsn, Wel er schon jexzt Knud ebungen seiner Tatigkeit fur das Jahr 1922 und olgepde vorficbt. (ZJ-aderiscbe Ein- wohnernylsten.) Die deutsche Rtxgieyungd verlangt im übrigen eme YuSndbmestellung für ie Selbstschutz- orgqntsatisqen Bayxrps und Ostpreußenöx

Es muß zunachst darauf hingewiesen werden, daß andere Staaten des _Deutsckxen Retchß, der_en Sickyerbcit ihrer Ansicht nach ebenso we_mg verbuth Ut, die gleiche Aus:!ahmestellun beanspruchen könnten. Drcse AuZna mebehandlung würde desto lei ter zu einer Verall-

ßemcmerung _1ühren, j_e auSgedehnter die den örtlickyen Behörden in Lzug quf dre Schaffung von Selbst!cbutzorganisationen belaffenen Befugnisse md. Aber die Tatsachen selbstwidersprechen den Gründen, vorgebrackÖt worden

dre zugun ten Bayerlns und Ostpreußrns iind. Wenn f1ch 1n__ Bayern einerseits die ahl dcr Koxximuntsep auf ungxsabr 50000 beläuft (und sie ind wahr- schem_11ch mc'r'xt alle Kampfer) so belaufen sich andererseits die regxxlaren Krafte nach dem“ Voranschlag der deutschen Regierung sZlbtt _auf„fast 40 000 Mann. Außerdem würde die Verxinigung der W dre offenxltckye Ordnung _als gefährlich geltenden Clémente an etncm Oxte die e_vcntazeüe Wiederherstcllung der Ordnung nicht er- schweren, sondern im GeZgLnteil erleichtern. Ohne auf die Scbäyung der Zahl dsr Waffen einzugeben, die die Kommunisikn im Jahre 1919 n) den Kasernen Von München aufgefunden haben können, mochte ich nur bemerkkn, daß nach den Erkleimngen, die Sie mir am 9; Nyvembcr gemacht_ haben, die komnmnijtische Gefahr im Reiche fur die Zukunft als Übenvunden zu betrachten ist.-

„Was Ost preu__ß__e n andexrifft, s-o glaubt fick) die Jnteraisiierte MilitarkontroüfoyimU]wn auf die Crfahruugczn des leZten Sommers vxrlas1en zu kömzen. Sie erinnert nur daran. daß die Deutsche Regtxxung datxtals nicht auf die regulären Truppen aus dem Innern des YQLLÖY zuruckgegnffen hat und daß nach der eigenen An- sicht deskOberprPtdenten der Provinz eine Verstärkung von ungefähr 3000 Mann _genugend nZar, um die Sicherheit aufrkckytzuerhalten.

Unter diesezj Umstanden ist eine Sonderbehandlung Weder für Bayern noxh fur Ostpreußen erforderlich, deren Selbstschuxzorgani- satiynen, wre dre der anderen Teile Deutschlands aufg€1öst und ent- Wafsnet Werdcznx, mussen. Andererxeits glaubt die Jnterailiierte Militär- kontryllkommUnon gegenüber den Verpflichtungen und Versprechun en Deutxcblands besonders auf den heute bestehenden Zustand hinwei en zu mussen (11 Monate _nach Inkrafttreten des FriedenSVerfrags und 5 Monate n_ach Unterzeichnung des Protokolls von Spaa): D!? Zahl der der Bedoikerung abgenommenen und an die Jnteralliierte Militär- konl'rollkommrffion abgelieferten Waffen erreicht bei weitem nicht die 301)! dxr vordandesnen, und no_ keine Von den Verbänden stammende Waffe ist an die Distriktskommij tonen Königsberg, Hannovcr, Münchs»; und Stuttgart (U11: Württemberg) abgegeben worden.

Die Jnteralluerte Vkilttärkontroukommission bemerkt, daß das Schretden yon;_ 9. Dezxmber keine klaren Angabe darüber enthält, wie diese Zujtande geandertcwerden soÜen, und zivar ebensowenig bmfichtllcb der 5?qu der Fristen, auf die darin bingedeutet wird, zwei; auch hmficbtlt der Hauptfrage selbst, wo nur bedingteResultate ms Auge gefaßt find.

,?pdem dte Interalkiie'rte M ilitärkontrokkkom- mxs ton nochmalsdenGrund1a13 der jofortigen Auflösung und (Entwaffnung m Anwendun des FriedenSVertrages und des Spaaprotokolls, betont, besteYt sie n 9 ein mal dxtradf, daß dre deutsche Regierung in unver- zugltck) die zu _treffenden Maßnahmen mitteilt.

Genehmrgen Ste, .

Der diplomatische Berichterstatter der „Agence Havas“ bemexkt zu dex von England, Frankreich und Italien an Deut1chland gerichteten Note uber" die Wahlen der Ober- schlester, die nicht mehr dotxt ansasstg sind:

" Diesey Vorschlag Zvill Deut1ch1and nicht anerkennen. Die inter- aUtierte Kommission in Obxrscblesien ist aber durchaus nicht an dre Beschlüsse anderer Abstimmungskommiffionen gebunden. Die égxtptsache wqr, eine Garantie für Freidsit und Ehrlichkeit er der geheimen Wahl zx: schaffet_1. Diese Bestimmungen können ebenso gut im .Hemland Wie in Oberschlesien aus. geführt werden. Die Kompussion, we1che für die öffentliche Ordnung Verantwortlich ist, kann nicht verantworten, daß ein ?uströmen von 300000 gebürtiaen Oberschlefiern erfolgt, die bewa net sind, die Wabler beeinflussen und eventue[1_bluttge Zusammensköße hervorrufen können. Infolgedessen ist* es lenkt möglich, daß die Verbündeten Ude weiteren mündlichen Verhandlungen vermeiden Werden, die nur die Abstimmung verspäten könnten, und auf die zweite tn London vorgejehene Löxung xurückkommen werden. Sie__ würden sich dann ent- s(blleßen, die auswarts wohnenden,Lberschlener zwei Wochen nach den anderen Wahlen zur Wahl zuzulaffen.

Zu dieser Auslassung bemerkt „Wolffs TelegrapHenbiiro“:

Daß Deutschland' das vorgejchlagene Verfahren nicht an- nehmen will,_ kann komen *Grund. 3". Vorwürfen abgeben. Die (!!-[112111211 Regierungen haben ja selbst eme Zustimmung Deutschlands fm; nottg gehalten, da zugestandenermaßm exue Abweichung vom rtedensdertrage vorljegt. “3,31€ Deutsche Reglerung hat auf die X.otwendtgkeji der Einbext1ichkett ,des_ Wablaktes dem Orte tym der Zeit nach hingewiesen, wetl_ eme so1che Einheitlichkeit einmal den Bestimmun en „Ws FTTCÖLJSVMWSLS Und sodann den dyn „der _ Boxscha 1erkonferenz' gebtllt ten Vorgängen bei den frudemx Abstimmungen entspricht. 11 die Bestimmungen dxr Boticbasterkonferenz ist aber dte_ iyterauiierte Kommisnon fur QbeksÖLSs'ten genau so gebundeg wie dre übrigen Abstimmungs- kommtsfionen es. waren., Wenn die .Agxnce Savas“ eine zeitli Trennung der Abstimmung -in zwe! TLTMZUM in Aussicht steÜt, o rdürde das als eine Differenzierun der Stimmen anzusehen sein, die die De tschg ReXerung in ihver ndwortnote . gerade (115 unzuläsfig bezejcbn t hat., s ist nicht anzunshmen, daß dre Deutsche Regierung

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eine Abstimmung- als recthgült'lg „anerkennen würde,“ die aus einem

solehw einseku diktierten und W gen Verfahre- dem würde. Das ?Närcben von der.Ge abr e nes szzugs bewaffayt: Stimmberechtigier wird wahrscbcml in Frankreich selbst niemand glauben. Die -früberen Abstunmuygen bewerfen. daß selbst ein Zuz einer größeren Anzahl von Absttmmungöberechttgten sich in „„ kommen:: Ruhe vollziehen ,kann. -

ck

Die Deutsche Deke ation, fiir die Konferenz in Brüssel hat gestern aben Berlin vxrlaffen. nfolge Bo- binderung des Herrn von Siemens ist, Wie „Wolffs - elegraphen, büro“ mitteilt, als weiter Delegierter der Reichsxegierunq der Prä ident des Rei sbankdirektoriums Hgvenstem bezeichnet wor en. Als Arbeitnehmewertreter be tbt sich der Gemerk- chait§sekretär Sildexekchmidt vom Ugememen GWA; chaftsbund nach Braff

In den leßten Tagen fanden ?wischen der deutschen Re- gierung und Vertretern der ita ienmcheon Regierung in Berlin Verhandlungen statt mit dem tel, den Verkehr zwischen Deutschland und Italien, der [ck hereits 1951 in eizünstiger Entwicklung befindet nach Möglichkeit zu er- eichtern. Dem „Wolffschen Telegraphenburo“ nyolge handelt es fich in der Hauptsache um die „Schaffung trekter Tarife, um die durch die éeßt noch erforderlichen mehrfachen Zwischen- abfertigungen bed ngten Schwierigkeiten und Verteuerungen zu beseitigen. Nach dem Verlauf der Verhandlungen darf ange- nommen werden, daß eine befriedigende Regelung dieser Frage

erreicht wird.

Eine deuts e Regierungskommisxion ist unter Füh- rung des Mini terialdirektoW im Auswartigen Amt von Stockhammern nach Belgrad abgereist, um Verbandiungen über die Wiederaufnahme wirtschaftlicher Be- ziehungen mit Südflaoien zu führen.

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Am 26. November hat der australische Senat die War eroauk-ZQUI Kot; (Kriegsvorfick)t6maßregelngeseZl) außu Kraft geseßt, nachdem das Abgeordnetenhaus der ufhedung bereits vorher zugestimmt hatte. Durch die Aufhebung dieses (Heseßes wird 11. a. der persönlich Verkehr mit den austro- lischen T_eutschen wiederbergesteüt, eren Bewegxmgöfreiheit und wirtschaftliche Betätigung m Zukunft auch nicht mehr derart “wie bisher eingeschränkt wird.

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Namens der deutschen Regierung ist durch den deutschen Vevoldnächtiglen Geheimen RegierungSral Laue 'm Marienwerder mit der polnischen Regierung, die durch den Vizefonsul Praybyszewskt in Marienwerder vertreten wurde, am 13. Dezember ein Vertra abgeschlossen worden, der die ungehinderte Rückkehr Fer in einem Ver- zeichnis aufgefiihrten'Flüchtlinge deutscher „Naiio- nalität im Kreis Strasburg sichersteUt. Die “*luchtlmx]e Kd seine_rzeit we„en Kampfhandlungen zwißben Yolen und

oljchewqten im Kreise Sirasdurg nach Demschlax geflohen-

"_

Um Mißverständnisen vorzubeugen, wird" dargus MM?“ m_iesen, daß auch im Jaßre 1921 Remontcynküufs W 'Whek stattfinden. Nähere Angaben erfolgen spater.

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' In der gestrigen fehlen Sißung des deutschbeznoira- klschen Parieitages sprach-en Dr. HeUß-Verlin Über den demokratiwhen Staat und die VolkSJemeinschaxt, ?Zroßnor Baumgarten-Kiel über Kirche und Schule im emo ratt1chen Staat undReichstagsabgeordneter Schulrat Weiß über_ Schul- fragen. Nach der sich an die beiden leßten Vortrage an- schließenden Aussprache wurde folgende Entschließung an- genommen und der Parteitag geschlossen:

_Der Parteitag isi durchdrungen von der Aufgabe demokratischer Politik, die Werte der Religion und des religiösen Gsmeinsckan lebkns im 1101110113211 chsn tatkräftig zur Geltung zu bringen. Die Freibsit de_r religiösem [Leder;eugung Und Bctärigung woÜetJ Mk Wms)? t?sscyert wissen wie die Freiheit der wiffenschastlicben Forxchung

e re.

Sachsen.

_ _Jn dex Volkskammer entwarf gestern der nengewabkké MUUUerprastdsnt Buck bei voÜdesßßiem Hause sein Rk- gierunJSprnogramm. Er führte laut BMM des „WolffxéÄen TeleYaplwnbuws“ u. a. folgendes auI:

_ me beinahe zweijährige parlamentarische Täfigi'sit im WWW- kanxschen „Deutschland liegt hinter uns. Die Rewierung bat W Pflicht, dt? Erryngenscbaften der Redokution zu ficöern und auszu- bauen. _Die Rezchöverfassung engt den Aufgabenkreis der Länder xm- Auch fur uns ist dies zwingendes Recht: denn ReichSrecht bricht Landeörecbt. Dies entbindet uns aber nicht von der Pflicht, i" den großen geseßgebertjchen Mqßnabmen des Reichs unsere Auffaffungdsiglmk zu geben und fie m, sozialistixchem Sinne zu fördern. In 11111th Juiamm'enhang damit steht die Frage des Wiederaufblübens de'? Industrtß und der Großuntemehmungen. Der Steigerung de landwmtscbaftltéhen Produktion bringt die Regierung daß größxe Jntgreffe entgegen. Die bisbmi en Bemühungen Sachscns beim RetÖSemabrungSmimsterium znr Be1erung der Lage_S„ach1_Ms haben wobl_BeachtuY gefunden, aber die größten Schw1erigkklten für das sachfische olk sind immer noch nicht überwnnxsn» Gegen Wucher und Schleichbandel müffen alk: 961213" lichen Mittel anaxwandt werden. Gelingt es, unsere: Textil“ Metals- „und Hokzmdustrie weitere Autträge zuzuführen, so Mrd eine Milderung dsr Ernäbrungsschwierigketten und der Arbcns- lofigketx eintreten. Die Bemühungen um BesserunJ-phsk Arbeitslage Werdc-n im Einvernehmen mit den, [SZÖS' stellen fortgeseßt; Auch der neue Arbeitsminister wird du?!“ Angelegenheit die ernsteste Aufmerksamkeit widmen. Sachskns Exvoxtittdustrie bedarf dringend der Aufträge aus allex Weit. „A" die s9chsiscken Behörden find Anweisungcn ergangen, an dre bedurftlösn Arbeitenentenemvfänger besondere Win terbxibilfen „aus- zuzahlen; Oijohl die Friedensbedingungcn un1er Industrieland am meisten drücken, versuchen wir, jeden Argwohn de_r_ Entente- machxdqber zu beseitigen, und werden gegen alle unzuiazfigey Ok“ gaxmattonen scharf vorgeben. Die steigxude Not proletaxtfiert immer rdettere Kreise. Eine soziale Umkcbicbtung tritt zusebetxds em. Alle davon betroffenen Schichten bäumen sick) Legen das S lck“ sal auf. das Weltkrie und Zusammenbruch herauf elchworen [MM]- Zn den Kreisen der 5 eam ten ist neue Erregun bemxrkbar. „Dkk «ta'at selbst aber beßudet sich in den schwersten rxanzreilxn Not?"- Gletckyx Grundsäßs in der Beamtenpoimk für Retcb, Lande_r iZ" Gemeinden werden am ehesten zu einer estigung der Verhaltnisse beitragen., Die Ende 1918 begonnene chulreform lst dF: ber gradlmi fortgerübrt worden. bw Fortseßung “Md. Pos endung wir die Hauptaufgabe es neuen Kultusmlnlstß. sem, dessen Wirken aber auch beFrenzt ist dqtcb . ck? Wximarer Verfaffun. Die Notwendig ei das GletcbgkwÉe, zwxschen den Einna men und AuSgaben Staat uxld . meinden berzusteücn, wird den Ausbau bestehender uxtd dre lxß chaffung neuer Steuern erfordern. Der Minister sw Mit den Worten: Ick habe am 9. d. M. die Wahl zum Mini

Mdenfe! WW Meine Mardekker baden here!! erkkärt, mit mir gemeinsam akg die BeauftrM dds „Landes d'tjezübernommenen Xpfiiétxn ?:! 31:1" edrßÉ-Rl Dbéei fl "reißtseskals dIirViZanYorilichkeit ' an e en 11 U Ysramten Volkes betätigen werden. 11, ' I eceffe des Die Kanxmer nahm die _ Ausführungen des Mini-“ier- präsidenten mit lebhaFtem Beifali entgegen. Der Präßgen: räßdorf versagte hierauf die Stsung auf Donnerstag, an welchem Tage in dre Besprechung der RegierungSertl-Ixrung eingetreten werden wird.

Qefterreitb.

Bei der Verhandlung des Budgekarovisoriums im Nationalrat wandte sich der Sozialdemokrat Ellenbogen in VesprechunT der. Wirtschaftslage gegen die s rankenlose Herrschaft der_ mpextaltstrschen Reaktion in Frankrei , die das größte Ungluck ur Europa sei, Czernin. (Bürgerliche Arbeitspartei) erklarte, _m der kritischen Lazze Oesterreichs e ck fick) _darguf hes ranken, vor dem Volkerbund mit a er Intensitat die wrrts aftltchen Fragen behandeln, denn es gehe um das Leben und Sterben von |Z? Milüonen Menschen Der Großdeutsche Waber sggte, es faÜe niemand ein, den Ynschlxxß an Deutschland xxnt Gewalt durchxxxen onen, aber „dre An ietYmg der raumlichen und w: ckckth Ver- häjmtsse au te eutschlauds könne die Entente nicht verbietm.

Großbritannien und Irlayd.

Die letzten Vorgänge in Cork haben vorgestern eine [ehhafte Aussprache im Unterhaus e über einen Antrag des Liberalen Kenworthy auf _Einleitmxé einer Untersuchung ver-

anlaßt. De_r Y_ntrag wurde k[_edo abgelehnt, nachdem der Staaxssekretgr fur Irland erk art atte, Bestimmungen seien Ytronen, die den Beginn einer neuen Periode in der eschichte Irlands bedeuteten. Der_„Eoening Standgrd“ beri tet, daß durch die Feuers- brunst m Cork 300 Hauser zer tört worden seim.

Frankreich.

Im Ministerrate erklärte gestern der Ministerpräsident Lewgues, daß die leßten amtlichenNachrichten die Schla pe

.in Syrien vom 3. Dezember weniger ernst erscheinen lie en,

als sie die ersten übertriebenen Meldungen darstellten. Na

diesen leßten Meldungen wurde eine kleine franzöfische Au - klämngSabieilung östlich von Ain Charlie plö lich von Au - stätidischen angegriffen und mußte fich chlierltcky auf Diebeli zurückziehen. Sie verirrle fich dann in er k'acht und wurde vom Feinde überrascht, wobei fie 20 Tote und 40 Verwundete hatte. Der General Tuplesfi hat fich nach Jatakiel) begeben,

“um auf Geheiß des Generals Gouraud dort entsprechende

Maßnahmen zu treffen.

-- _Die Geseßesvorlage über die Rekrutierung und die Organimtion des Heeres befaßt "ck der „Agence Havas“ zufolge mit dem allgemeinen Auf au. (Grundsäßlich wird unterschieden zwischen Landdeer, Territorialtruppen und aÜZemeiner Truppenaufsteüung. Für den Kriegs- fall ist ie Einverleian der Reserve in die aktive Truppe vor efel)en. Die Landwxhr wird auf die 10 [eßten Y rgän_ e best!?räxki, die in der Industrie und der

.ndmjrx?chaft beJ Ytlgt1YZZMbso11e8nMDie LMZertärdieFst- zeiimird vo_m a re a ona e e a en, tu einen aümähltchen Uebergang zu ermöglichen, werden ie Jahr- gänge 1920 und 1921 zwei Jahre unter den Waffen bleiben. Der Gejeßentwurf gibt auch neue Bestimmungen über die Zu- éammenseßung des Neseweofstzierkorps und Begünstigunaen in

«ug aus die Dauer der Dienstzeit für die Mitglieder kinder- rexcher Familien. Rußland.

Auf einem kandwirtschaßtliclzen Kongreß in Moskau erklärte der Volkskammiffar Troß i er „Nationaldidende“ zufolge, daß das rote Fözeer auf die Hälfte der gegenwärtigen Stärke herabgesetzt wer en würde. Die Somjetre ierung werde mit allen Mitteln versuchen, den Frieden au recht zu erhalten Und einen endgültigen Frieden mit den Groß- machten durch weitgehende Zugeständnisse zu erlangen. Der Umstand, daß England einen Vorschlag zu einem regel- TLÄÜM Handelsabkommen hat überreichen lassen, „lasse ÜOFM, daß der Friede nicht weit entfernt sei. Troßkt erwahnte au die ernsten Gegensäße, die zwischen dem Heexe und dxm Volk e in Rußland entstanden find, und sagte, dre'se GcJensaZe würden durch die Neuordnung des Heereswesens m Ru land baid beseitigt werden.

Italien. *

Der König und die Königin gaben gestern im Quirinal FEhren des dänischen KönigSpaares ein Mahl, bet dem kkzllche Trinksprüche gewechselt wurden. „- Im Ministerrat sprachen sick) gestxtn alle Mini er e„Msttmmig dahin aus, daß der parlamentarische Zwrsckzen all bre Stellung der Regierung gegenüber der Kammer un' dem Layde keineswegs beemfiuffe. (Hiolitti erklärxe, die Regierung bleibe an ihrem Plaße, da fie ihre Pflicht erfullt habe.

*- Um seinen Verpflichtungen als SenatSpräsidekxt _nach- ko"11117an können, ist Tittoni von seinem Amt als italienischer Texegxerter beim VölkerbundSrat zurückgetreten. Dex ebxnxaltge ÜJUWFM Botschafter in London Marchese Jmper1a1_1 ist (111 seme Stelle getreten. Tittoni wird a]s Vextreter Italiens bet der Volkerbundeersammlung weiter tatig sem,

"- Jm Senat erklärte der Marinemiriister Sec,chi,_wie _Wolffs Tele raphenbüro“ berichtet, auf eme Anfra e _uber l.“ drei in ziume ein elaufenen Tor edoboote, daD jeder BSMO? gegen die Disziplin streng bestraxt werden rqur e; Cr 7.2"? ich aber, fesxstelien zu können, dg alle Offiziere ihxem Elde treugeblieben wären. Ebenso erklarte der KrregSmmtsster

onomi, der die Wegnahme von dreik anzerautomobtlßn durch die Truppen d'Annuuzios als Diebstahl _ezetchnete, daß dte Regierung keme Nachsicht gegenübex Angeborxnkn „dex „HLSW "Pd der Marine üben werde, die slch YUM dre Tiszlplm ver- MIM- Italiens Ehre erfordere die inhalmng der im Veo rage von Rapallo übernommenen Verpflichtungen.

"' Ter Senatsausschuß für axswäxtige An- ZLlegenheiten hat dem Bericht, der _fich fur Ngttfizierung

es Vertrags von Rapallo aUSspncht, zugestimmt.

N ck b 11 Spanien. bek d E

a m is vor esjem abend annigewor enen r- betxissen der ParlaInentswahlen d gewählt: 88 Mi- mstertelLe," 8 Anhanger Mauras, 1 An änger de la Ctßyas, 13 Anhanger RonynoueS', 17 Demokraten, ? Minen,

1 Reformxasxonaser, ,1 Negionakist, 2 Iaimkßen, 2 Republikaner, 2 Unabhangtéxe. Die Anhänger Mauras und de la Cievas

ßehören der _onservaiiven Partei an, die Anhänger Romanones' er demokratischen, die Albisten der liberalen.

Belgien.

Per in Brüssel tagende Internationale Berg- arbetixraqsichuß hat seine Arbeiten gestern beendet. Ex pxutte dle txt den versckkiedenen Ländern bezüglich des acht- sxundIen Arbeitstages ge ammelien Ergebniffe und verfaßte eme rqtesterklarun „gegen das in Ungarn errichtete Re ime, wo Otfiziere den Ar extern gewaltsam den zehnstündigen Ar eits-

' tag aufzwängen. Da die deutsche Abordnung noch nicht ange;

kommen ist, beschloß der Ausschuß, die übrigen Fragen zu ver- tagen und am 21. Januar in London eine neue Versammlung abzuhalten.

Schweiz.

De_r Königcpon Griechenland 1 getern nachmittag Emi seiner Famrlre und seiner weiteren mge ung nach einem ufenxbalt von 20 Monaten in Luzern mit dem (Hoitsmrdzuge abgereist. Der Konig hat an den Bundespräfidenten Motta beim Ver1affen des Schweizer Bodens ein herzliches Tele ramm gesaxtdt, in dem. er der liebenHmürdigen Gastsreundscha t, die er m der Schweiz genossen hat, in Worten warmer Nn- erkennung gedenkt.

_ - In ihrer gestrigen Vormittagssißung behandelte die_ VolkerbundSversamxnlung die Abrü tungsxrage aux dxr Gmgdlagx der Aptrage der zuständigen ommis wn. Ueber dtxAntrage ist bereits auf Grund des Kommisfionsberichtes berichtet worden:

Dem Wolff1ch_en Tekegrapbenbüro zufolge betonte B ra n t i n g (Schweden), daß dre Vö1kcrbund6dersamm1ung auf diesem Gebiet so rasch nne mögltcb pofitwe Arbeit leisten müffe, wenn fie das Ver. trauen_ der Muss?!) nicht verlieren wolle. F i sher (England ging des Naheren auf die Anträge der Kommission ein. Eine Wiederxolung erüdngt Lc!) mxt Rüxckßcbt auf den bereits mitgeteilten Kommiküons- beruht. „zu der Auswrackye erklärte Barnes (En91and) seine Usdsr- einsitmmung mit den Ausführungen des schwedtschen Delegierten Brdmtng. Von „großer Bedeutung war. für ibn die Au61cha1tung der Privatgewinne m der Kiiegsindustrte. B ou rge o is (Fränk- reicb) wandte fick) gegen den in det Kommisfion von norwegiscder Seite eingebrachten und angenommenen Vmscblazzlüber die Besckérän- kun der Budgetaußgaben für das Heer auf die uSgaben für 1921. Die ex Vorschlag sei unmöglich, da die Lage der einzelnen Länder zu Verschieden sci. Bourgeois beantragte daher Abänderuncki des Y_wr- schlags der Kommission, weichem Vorschlag jedoch der )oUändiicbe DelegiGrtc London widersprach. Er ging von der Anficlyt aus, das; der norwegisckdx Vorschlag durcbaus als Grundiage dienen könne für depttBeginn eme: wixklichen Abrüstung. Wetterberatung am nach- mr ag.

Der VölkerbundSrat nahm in seiner gxstrigen Sixzung zwei von dem Berichterstatter der Finanzabteilung der vor- läufigen inanz- und Wirtschaftskommfffion Axenol vorgxicgte und von er Kommiinon gemäß der) Besch1n11e_n deererler Finanzkonferenz ausgearbeitete Entwurfs, betreffend die inter- uationale Kreditaktion, an.

Die erste Vorlage fiebt obiger Quelle zufoige die Sebaffwg eines Ausscbu es aus drei Juristen und “drei Gesclyäftsle'utcn vor. Dieser Ausf wird beauftragt, die geseßgeberiscben Maßnahmen vorzuschlagen für die Regelung und Verwiriklic'hunÉx3 von Krediten, die so gestaltet sein soßen, daß die Rohstoffe in) erlaufe ihres Ver- arbetxungsvrozeües mcht ausbörexi, als Bürgsckxaiten für die gewährten Kredite zu dienen, sei es für den (Exporteur, sei es für einen Bankier, indem der Ertrag des Verkaufs der fabrizierten Artikel in erster Linie zur Zurückerftattung des Kredits dienen muß.

Der zweite Entwurf steht die Scbaffung einer internationassn Kommission unter dem Schuße des Völkerbundes vor. Diese Kom- mission hätte die Aufgabe, ein Projekt, betreffend internationa1cn Kredit. auf der Grund1age des bekannten auf der Brüsseler Konferenz angenommenen Ennvurfes Vcrneulen zu Verwirklichm. Dieses Pro- jekt muß den verarmten Völkern, die nicht mehr in der Lage md, auf dem internationalen Markt Kredite zu vernünftigen Bedingungen zu erlangen, die Möglichkeit geben, wikder Vertrauen eianfoen, [mx 10 die für ihre lebmtsnotwendigen Einfuixrwaren nötigen Mittel besäoaffen zu können. Die Regierungen der Länder, die dem genqnntcn Proickix xu- stimmen onen, müssen 'der von dem Rat eingewtzten .Kommiston Kenntnis davon geben, welche genauen materiellen Bürgschaftsn fie für die Sicherheit der von dcn Exportländern zu gewädrexxdsn Handelskredite anbieten können. Die interessxxrte Regisrnng Mrd Hierauf ermächtigt, in einem durch die Kommlxfion dtswiüigten Um- fange Obligationen in Goldwell aquungen. Die so gcboisnen Garantiewerte werden von den beteiltgfen Regierntzgcn oder von der Kommisfion verwaltet, je nachdem die Mehrbktt' des Völker: bundsrats auf Vorschlag der Regierun dies bescixiicxt. stock) kann die Kommisfion in dem Fa ., daß die Rerivaltimg die Sicherheiten den beteiligten Regierungen nberlaffen wird, in jedem Augenblick und im Falle der Nichteinhaltung 'der VUPfitck): tungen an die beteiligten Regierungen berantretkn und dre Venvaltunq der Pfänder übernehmen. Die in Frage siedende Regwrnng soll das Recht erhalten, gegen einen solchen Entsck'eid an den Völkezbundsrat

u appellieren. Der daraufhin von dem VölkerbundSrai gefgllte Eni: Scheid wird end ü1tig sein. Auf diese Weisx werden dre Lander, die infolge ihres s [echten Kredits schwere Bedttsxgrtrigkn und Foxderungen annehmen müssen, den Schutz eines unpartett1chen Schiedsktcbters cr- balten. Auf diese Weise unterstützt geganüber ihren Dgrkednscxdern, von denen fie keine olitiscben Einmrschungen zn befurchten aden, könnten “diese Staaten ebr wobl Verwaltungémaßnalxmxyx annxbmcn, die in keiner Weise eine Bedrokung ihrer Ecnveramtat mit sich Ihre Éoui'eränität würde unter dem Eckvu ? dss Völkerbundsrats sieben. Indem sie so ohne Gefabr ihren. Dax kdns- eben! ernsthafte Garantien geben könnten, könnten ße rn die Lage ommen, Anleibexi zu vernünftigeren Bedingungen aufzunehmen, als ihnen sonst möglecb wäre.

Der Rat [mt _entsprechend dem Vo'xscksqg dex; Yemht- erstatters Avenol be1cbloffen, vorläufig fUr d1e_Turck)ruk)run_g des Plans auf die Schaffung einer umiangretchcn Dr_ganz- sation zu verzichten, so lange er in keiner Weise die Gewxßbelt befißt, daß die DarlehnSnebmer und -ge1*.er davon Gcbnrmzch machen wollen. Um aber diesem Plane so rasch wie moglich eine praktische Auswirkung zu fiebern, [iat der Rat dxscdloffen, die Finanzabteiluny der provisorischen JM'ÜUZ- undYoirtsckmftk- kommissmn zu ermächtigen, s1ch die _M_1thrk1mg enger [)ewor- ragenden Persönlichkeit aus der Ge1chaf1§welt ZU, NMUN, um die StatUten der internationalen Komm1ss1on www die Einzel-

heiten des internationalen Kreditprojekts vorzubereiten.

Ter Völkerbundsrat steüte gestern [W127 daS Protokoll auf. das infolge der Beschlüsse der Volicrbnndeersamm[l_m_g über den ständigen Internationalen Gerichtshof nottg wurde. Bei Unte ichmmg des Protokolls erkennen dre Mitglieder des Völ erbundeg und die in der Anlage des Yakies angekfüÉrten Staaten den Vexfaffungsbesckxluß an.

as Proto 0 enthält außerdem eme' fakultatxye Be- timmung, derzufolge die unterzeichnetensReqterungen. die Reedk- xprecbuna des Gerichtshofes ohne wettßres als bindend fur gewisse Punkte anerkennen können, so bei Auslegung dez Ver- trages, internationalen Rechtsfragen, Vexletzuna internationaler Ver flicHUmgen imd Entéchädiqungen fur solche Verléßungen. Dies;- Erklärung kann o ne nähere Angaben oder unter Be-

hringen würden.

und für eine bestimmte Frist e olqen. Die Sa'ßungen des (HericthHofes treten in Kraft o ald die Mehrheit der Mit- glieder das Protokoll unterzet net hat.

Die Abrüstungskommission unterbreitete der Völker- bundSUersammlung eine Reihe von Anträger]. Dex erste An- trag bezieht sich auf die Uebereinkunft, betreffend die Kontrolle des Handels mit Waffen und Munition, vom 10. September 1919 and erklärt, daß die Signatarmäckjtß diese? Abkommen so raf wie möglich ratifizieren müßten. Hmstckxtnck) der prwatqn Yerteüung von Munition und KriegSmalemal'empfieHlt die

ommission, die Frage der Unterdrückung der Frwaten Waffen- hersteüung zu priifen. Im dritten Antrag gibt fie er Uebßrzengung Ausdruck, daß_ die Aufrechterhaltyng des Friedens dte_ Herab- seyung der Riidtungen notwendig mache. Bei der Abstnmxmng wurden sämtliche Anträge zur Abrüstungsfrage von der Volker- bundSversammlung angenommen, auch der Antrag der Kom- misfion auf Beschränkung der MilitäraUSgaben 'm den Jahren 1922 und 1923 auf den Budgetposten des Jahres 1921.

Die 2. Kommission beantragte. das Sekretariat des Völkerbundes zu beauftragen, fick) nach den Maßnahnxen zu erkundigen, die in den verschiedenen Ländern zur Ausfubrung des Opiumabkommens ergriffen wurden. Der Völker- bundSrat sol! eine Kommission mit beratendem Charakter er- nennen, in der die am meisten interesserten Nationen ._vertrxten Fnd. Die Kommiffion faßte ferner einstimmig BeschluZ'se Über ie Kontrolle des Mäd en- und Kinderhande S und die Deportation von grauen und Kindern in Nna- tolien und Armenien.

dingungen der Gegenseiügkeki gen?“ Mitgüeder oder Staaken s

Litauen.

Die „Litauische Telegraphenagentur“ teilt mit, daß der Waffensttllsjandsvertraq von den Polen jedenTag von neuem gebrochen werde. Polnische KavaUerie- und Infanterie- abteilungen überschritten täglich die Demarkationßlinie. Am Montag sei eine etwa 150 Mann starke polnische Abteilung in Skitery und Kiejmin einqedrungen und habe die Einwohner auszuplündem begonnen, ste sei aber von litauifchen Truppen vertrieben worden. Nördlich von Janischki, wo keine feste Temarkationslinie bestehe, wiederholten fiel) ;äglicl) Zusammen- stöße litauischer Vorposten mit polnischen Soldaten.

Dänemark.

Der Finanzminister hat im Folketbing einen Ab- änderungsantrag Zu dem Valutageseß eingebracht, durch das der Umrechnungs urs bei der Einlösung der Markfapiialiqn in Nordschleswig festJesth wird. Der Abänderungsantrag „gedi daran hinaus, den feinen Rentnern, die bei der Einverleibung NordschleSwigs in Dänemark bedeutende Verluste erlitten Haben, eine Cntschädigmm zu gewähren. Die Entschädigungssnmmw sol] jedoch nur gering sein.

Bulgarien.

Die bulgarische Regierung ist nach einer Havasmeldung von dem russischen Volk-szommiffar fiir Aquärjigos Tichitjcherin aufgßfordert worden, die diplomatiséhen Bc- ievungen mit Rußland wieder anfzunehmen. TiO ulgariicde Regierung hat auf den Funkspruch noch nicht ge: antwortet.

Amerika.

* Nach einer Havasmeldung nus Washington ist eine Einigung über dre Verteilung der Kabel nicht erzielt worden. Die Konferenz konnte sick) auch Über den ZeitpUni'i und den Ort der nächsten Zusammenkunft nicht einigen. Amerika sprach den Wunsch (mH, die Konfersnz solle wiederum in Washington Usammentreten, während andere Mächte fiir eine europäische Hauptstadt eintraten. Infolge dieser MeiUungH- verschicdenhei1en ist es am zweckmäßigstcn gefunden wordcn, daß jede Telc'“*ion ihrer Regierung Bericht erstaiict, was natürlich x...; an ihrem Siße geschoben kann. Tie Konferenz hat also vorgestern ihr vorläufigeI Ende erreicht.

Statistik und Volkswirtschaft.

Arbeitsstreitigkeiten.

In W ie n ist, wie dortige Blätter meiden, im Handyt- münzamt infolge eines Etxeits zwischen den sozialdenwkratwcht und den cbristlickI-sozialen Arbmtkrn, Mlckxe letztere cs ablehnten, dex sozialdemykrajixchkn Techni1ch€n Union deizutrsten, ein Ausstand angebrocHen. *.

Aus Prag wird nack; einer von „W. T B.“ übermittelten Nachricht dks „Ceske Slovo“ berichtet, die V ollzugßaus- schü118 der tschechi1chen Sozialdemokraten und K o m m u n i st e n hätten beim Ministervräsidenten folgcndc Forderungen erhoben: Rücktrirt der Regierung CEMT)-

mnestie für aUe Ausschreitangen bei den Kundgebungen, Cr- böbung der Löhne um 30 vH, Weibnackytszulage von 1000 Kronkn für die Person. Besckylagnabmte Bstriede sollen bis zur Ukbernabme im parlamsntarischsn Wege in den Händen der Arbsiterschaft bieibcn und eine Kontrolle aller landwirt- schaftlicbcn, industrieükn und Bankbetriebe sofort durchgeführt wurden. Der ParteiWrstand der Deutschen Sozialdemokratiscben Akbeiterpartei bat eine Entscbkießung (11196110111111211, nach der die Hauptleitung des Allgemeinausnandes Rck) Weder an den dsntscbkn Parteivorstand noch an die: Zentralgewerksckmftskornmission in RS_ichnbcra gewendet bat, um Übkk 91116 BCTÜNJUUJ ier ÖLYNÖW Akdeiter am AU.»:- gemeinausstande zu betalen; dicser isi ein .Cetlunxer1.c[_*men dcr tschecbo-slowakifchn Link?". Daher kc'xrme d(kr Parteivorstand eine Be t ei1ig un g a n dem Ka 111 vic, dessen 3391qu unabWbbm“ seien. nicht einleiten. » Zn Brüx dat dcr Allgemein- a u s 11 a n d dic ersßen T :* d e s 0 P f e r gefoxdert. „Narodni Lisw“ bcricbkct, das; gestern WIH in Brüx eine ko m m unistiscbe Vec- sa m m 1 u n ;] stattfand, bei dvr m_1cl) Mitglieder des entralaktions- ausschusses der Kladin'kl' Kmmnunivten Wxacben. Na defli en An- griffe'n auf die Rcaisrang wurde ds_n Aancnden vcrsTÖert, Das Militär fick) ruhig n*c1_'cc e:1twaff_ncn lamen. Ein :)Tedner forderte die Vei'samtxxlung aus, die öffcptlicben Gebäude zu beeren. Die autgebsßte Menge bLJHd _szch m das Haus der politischen Be- zirkéderwaltujig, das von '- tiixar bewacht war, und versuchte, die Soldaten zu entwaffnen. Als em Demonstrant einem Soldaten das Gewehr aus der Hand riß, wurdc Befehl zum Feuern gegebcn. wobei 5 Rubest örer getötet und 18 verleßt wurden. - In R eichenberg wurden Von den Kommunisten Flugblätter au Soldaten vertsilt, in denen das Militär zur Meuterei aufgefordert Wurde. Dre Verteücr der Flugzeitel wurden

verhasst.

Rack) einer Meldung, “_der W. TOY.“ aus aris baden fick auf Véranlaffung des AwextSmmxsters die Gru en be si er im DepartementduNordundimPaö-de-Calais iter- klärt, nochmals in den örtltchen gemischten Komm1ss'1onen mit den

Bergarbeitern übst die Lohnfrage zu verhandeln. Die Frage dcr Beendigung des norwegischenEiseu-

babnerausstandes wird, wie „M.TB.“ aus Christiania