Königreich Prenßei.
Seine Majestät der 515819 haben Allergnädtgsé geruht: den bisherigen ordentlichen Profeffor 1)_r. Rohextwon
" ippel uRostock zum ordentlichen Professor m der juristischen 7 akultät er Universität zu Gottingen und
den Rektor der Klosterschule in Roßlxbep, Professor Dr.Johannes August ?eilmannzum Komgiichen Gymna- sial-Direktor zu ernennen, erner _ „ . __
dem Abtheilungs-Vorsteber am Komglichen Geodatischen Lnstktut bei Potsdam, Professor Dr. Theodor Albrecht den
harakter als (Ge eimer Regürunngath, _ _
den Kreispht) kern, Sanitäts-Räthen O1". 11166. Rixter m Bremervörde und 131. Hecking in Saarburg den Charakikr als Geheimer Sanixäts-Rath, . .
den Kreisphyfikern 131. 11166. Annuske in 51111619, 131. 11166. Heyna er in Graudenz, 131. 11166. Pranxiß m “MY; 1)1'. 11166. ettegast in Bergen_ (1. M., Dr. Fmger in P "nsterbergö ])1. Krau in Schweidniß, 1)1'. 11166. Meye in Mansfeld, 1. 11166. Schmieke in _Wetßxnfxls, Dr. 11166. chck in Pinneberg, [)1'. Hansen m Ntebull, ])1'._ 11166. Schlecht in Euskirchen, 131. Roller in Trier und dxm D1rektor der Provinzial:Jrren-Anstalf 131. 11166. Stoever in Bunzlau den Charakter als Sanitäts-Rath, samte „ _
dem Produktenverwalter der Gemcinsckafts-Ste1nkok)len- ber werke bei Obernkirchen, FakiorBarnbeck, dem _Eisenbahn: S retär Tronz in Brombsrg und dem H:!upittczicramtsZ Rendanten Than zu Mühlbsrg a. E., leisteten beiden bei ihrem Uebertritt in den Ruhestand, den Charakter als Rechnungs-Rath zu verleihen.
Seine Majestät der König haben Nüergnädigst gcruht: den Präfidenten des Kuratoriums der Preußischen Renten- VerficherungSanstalt hier, Wirklichen Geheimen Ober-Ne- gierungs-Ratl) 1)1*.F01ch und den Steüvertreter pesseiben, Wirklichen Geheimen Ober-RegierungsMath Nöil in diesen SteUungen für den weiteren dreijährigen Zeitraum vom 1. Januar 1899 bis dahin 1902 zu bestätigen.
Finanz-Ministerium. Bei der Preußischen Central-(Henosscnschafts:
Kasse sind die Diätare Küßing, Kunze und Zandt zu expedierenden Sekretären und Kaikulatoren ernannt worden.
Mini1terium der geistlichen, Unterrichts- und Medizinal:Angelegenheiten.
Der bisherige Privatdozent in der medizinischen Fakultät der Universität zu Marburgqu'. Eberhard Nebe_lthau ist zum außerordentlichen Profcnor in derselben Fakultat und
der bisherige Seminar-Oberlchrer 1)1. Bergemann aus Koschmin zum KreiS-Schulinspektor ernannt worden. , ,
Dem GnmnasiabTirekwr O1". H e_1 im a n n ist die Direxnon des Gymnasiums nebst Realgymnanum in Flensburg uber: tragen worden. _ _ '
Dem Bibliothekar an der Pauliniychen Bibliothf'k zu “Münster 1. W. Dr. Heinrich Dernier ist der Titel „Obst: Biblisfhekar“ und _
dcm Bibliothekar an dcrsclbxn 811111101th 1)r. Paul Bahlmann 11115“ Prädikat „Vrofcffor“ beigclegt worden. „
Ter 816561196 Kreis-Wundarzt dcs Krkises Bitterfeld 131211166. August Oebbecke in Bitterfkid ist zum Kreis- physikus des Kreises Einbcck ernannt worden.
Minifiexium des Innern.
Bei dem Ministerium des Jnncrn ist der Regierungs-
LauptkaffenBuchbaltcr Müller zum Gehsimen exvcdierenden ekretär und Kalkulator und
der Poiizci-Sekretär Freudcmann zum Geheimen Registrator ernannt worden.
Ministerium für Handel und Gewerbe.
Tem Oberlehrer der Königiichen Maschinenbau: und Hütten: schule in (81618313 Voigt und dcn Oberlchkern der Königlichkn Vereinigten Maschinenbauschulen in Torxmunkx Borchers, Brahß und Jrenderg ist das Prädikat „Profenor“ vcriiehen worden. .
Verseßi sind:
der HÜiten-Tirkkwr, Bergrath Siegemann von St. Andreasberg ais Vergwsrkö=Direktor nach Rüdcrsvorf,
der Revierbkamte für das Bergrevger KommerwGsmünd, Bergrath Balz von Euskirchen nach Even (11111115 Bergrwier Süd-Csen), , . ..
der Revierbcamte für das Bergrcmer Sud-Ensn, Berg: meister Josef Schaefer von! Essen nach EUSkikchén (für das Bergrevier KammermGemünd) und
der Hütten-Jnspekior Th. „Hoffmann von Lerbach nach Gleiwiß.
Zlichtamtliches. Deutsches Reich.
Preußen. Berlin, 2. Januar 1899.
Gestern Vormittag fand, wie „W. T. B.“ berichtet, im hiefi en Königlichen Schloffe die Neyjahrs-GratulatWUS-Cour in 1121111167 Weise statt, Seine Majestät der Kaiser und König waren jedoch wegen einer leichten Erkältung in Polsvam verblieben.
Gegen 10 Uhr versammelten fich, der ergangenen Hof- au age (mäß, in den Sälen sowie in der Kapelle des König: [' chloßes die zum Gottesdienst und zur Cour geladenen Jarßlichkeiten und Würdenträger. Bald nach 10 Uhr erschienen
der Schloßkapellc unter großem Vortritt Ihre Majestät die Kaiserin und Königin, geführt von Seiner König- liche?! Hohcit dem Prinzen Arnulf von Bayern. Es _foigten die hier anwesenden Prinzen und Pcinzesfinnen des Königlichen
«. uses, voran Seine Kaiseriithe und Königliche Hoheit der Tooprinz, Ihre Königliäßen Hoheiten die Prinzen Eitel- rich und Adalbert sowie der Prinz und die Priyzesfin
' "ck Leopold. Nachdem die Allerhöchsten und Hochsten sten dem Altar gegenüber Plus genommen hatten, be- feierliche Gottesdienst. Der General-Superintendent, Mbofmediger 1). 'Diyander gedachte in seiner Predigt
und König„_ läden ten, nachZPaläsüna. Die „ mit dem von der Ude und dem Domckjoreyksüngénen- Choral „Wir treten zum Beten“, unter Beg! tung des Kosleck'scben Vläserchors. Während des Segens begann die im Lustgarten aufgestellte Leib-Batterie das Abfeuern der 101 Salutschüffe. _ . _
An den Gottesdienst schloß fich die große Gratulatronß; Cour im Weißen Saale. Unter dem Baldachin waren zwei Thronseffel aufxstelit, vor denselben standen zwei Leibpagen. Nachdem die chloß-Garde-Kompagnie aufma chiert war, nahte sich von der Kapelle her der Zug der Aller öchften und Höchsten Lenschaften. Die Hofpagen bildeten Spalier, vor ihnen ordneten ck die Obersten H9- und 1912 ONEHOWakgc-rx; der Ober-Hof- und „Haus : Marschall Graf zu Eulen- burg leitete die Cour. Ihre Majestät die Kaiserin und Königin nahmen seitlich vor dem Throne Stenung, unmittelbar hinter AUerhöchsiderseiben Seine Kaiser- liche und Königliche Foheit der, Kronprinz, weiter zurück das Gefolge hrer Majestät, rechts neben dem Thron die Prinzen, links die Prinzessinnen. Während eine leise Musik erTonte, begann die Cour. Der Reichskanzler Fürst zu Hohenlohe, welchcr als erster vor den Thron trat, wurde von Ihrer Majestät der Kaiserin mit einer huldvollen Ansprache aUSge "chnet, Dann folgten die Mitglieder des Bun deSraths, die eral:Feldmarschälle, die Ritterdes Schwarzen Adler-Otdens, die Generaliiät, die Staats-Minister, die Wirk- lichen Geheimen Räthe, die Präfidien des Reichstages und beider Häuser des Landtages, die evanqklische und katholische Geistlichkeit, die Kommandcure der Leib-Regimenter und so fort.
In wischen waren die am Allerhöchsten Hofe accreditierten Botschaétcr im Schlosse vorgefahrcn, und wurden nach der Cour von Ihrer Majestät der: Kaiserin begrüßt.
Um 1211111 begab Sich Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz, begleitet von dem Chef des Militärkabinets„General von Hahnkc, mit dem „Hauptquartier Seiner Ma1estät des Kaisers vom_ Schlosse über den Lustgarten nach dem quglwuse. Vor diesem war eine von dem Königin Augusta Garde-Grenadier-Regiment ;est'ellte Ehrenwache mit Fahne und Mufik aufgezogen. Der Kronprinz schritt die Front derseibxn ab und begab sich sodann mit dem Hauptquartier in den L1chthof des Zeughauses, wo Höchstderselbe der Parole=AusZabe beiwohnte.
Ihre Majestät die Kaiyerin fuhren hierauf mit den Prinzen Söhnen nach dem Potsdamer Bahnhof und kehrten um 121/2 Uhr nach Potsdam zurück.
Um 8 Uhr Abends fand im hiefigen_ Königlichen Schloss ein Familiendiner für die hier anwe1endcn Prinzen und Prinzessinnen statt. Abends Wurde im_Königlichen Opern: hause auf Allerhöchsten Befehl die Oper „Fidelio“ von Beethoven gegeben.
Ueber das Befinden Seiner Majestät wird dem „WTB.“ aus Potsdam vom heutigen Tage gemeldet:
Seine Majestät der Kaiser und König hüteten gestern wegen einer fieberhaften Grippe das Bett. Nach einer iehr gut verbrachten Nacht ist das Fieber geschwunden, und auch die subjektiven Beschwerden find wesentlich vermindert.
Das gestern aungebene „Acmce-Verordnungsblati“ 1121:
öffentlichi folgende llerhochrte KabinetS-Orere, be:- treffend Verdeutschung einzelner FremdauSdrucke:
Um die Reinheit der Sprache in_ Meinem Hsere zu fördern, will Ick bei voller Schonung der Ueberlieserungeu auf den Mit gehaltenen Vortrag bcftimmxn, daß von beute ab nachstehende Fremdanßdrücke durch die nebenangefübrten deutschen Wörter zu erséßen find: Offizier-Asvirant (im aktivxn Di:“nft- Fahnenjunker
fiande) _ _
Portcvke-Fäbnrich Fabnrtcb Second-Lieujenant Leutnant
remier-Lieutenant Oberleutnant Oberstlieuteuant, Generallieutenant Obeistieutnant, Generalleutnant Charge Dixnstarad
unktion Dienststellung ' yanckment Beförcerung Anciennetät DienstJlter. .
An StéUe ker Bezeichnung ,etathäFiNer Stabsoffizier“ find künfti,1 dem Disastgrade die Worte „beim Stabe“ binzuxuküßcn, 11132“; es heißt 11611 1. B : _
Obexftlicutenant oder Major und Oberstleutnant odcr Major beim
etatÉmäßiger StabSoffizier im Stabe des Jnfamerie- u.s.n*-.
Infanterie- u. s. w. Regi- Regimems . . . .
ment . . . .
In derselben Weike fink bei den von ker Stellan als Batterie- che15 entbundenen äiteften Hauptleuten von Feld: rtillerie-Regi- mentern Und den den Pionier-Bataiüonen zuzetbeilten 2. Stabs- offizieren und ältesten Hauptlcuten nebkn key: Dienstgrade künfjig die Worte „beim Stab: des ......... ' hinzuzufügen.
Das Kriegs-Miniflerium bat hiernach kus Weitere zu veranlassen. Berlin, den 1. Januar 1899. Wilhelm.
An das Kriegs-Minifierirm.
Der hiesiae Königlich spanische Bolschafiex Ton_ elipe Mendez de Vi 11 ist vom Urlaub nach erlm zuru gekehrt und hat die Gescßäfte der Botschaft wieder ubernommen.
Oesterreieh-Ungarn.
Der ungarische Minister-Präfident Baron 216 11 ff :) empfmg estern, wie „W. T. B.“ aus Budapest herichtet, _zahireiche itglicker dék livcraien Partei, weiche ihke Gluckwupsche um neuen Jahre darbrachten. Graf Stephazi T1Sza ielt eine Ansprache an xen Minister-Präfidenten, 111 welcher er hervorhob, es lasse nch nicht verkennen, daß die gegen- wärtige Lage schwierig sei, da die Regierung ohne Budgxt und ohne Jndemnität in das neue Jahr eintrete; die Situation sei um so schmerzlicher, als vor nicht langer Zeit die eben geordneten parlamentarischen Verhältniffe Ungarns überall in Europa die An cht erweckt hätten, Ungarn sei die Basis und der fcfte n elpunkt der Monarchie. Die Fortdauer der ParlamentskriFs dürfte in den BundeSge- nosen die Ansicht erwecken, da ihr Vertrauen in die Kraft
Uygams eine Jllufion gewesen sei. Die ? ung auf eine fmdliche Verständigung der Parteien se eineswegs auf:!
de „ 611151 „undd 91-11-1311 Kaiken, 811wa eu W781 er „ MWFM"
, ehpk-dükfe-d n1ckt mit einer Dum"! ' *, 'r Z MLU für die » „verbunden fu Qik e .dxine“ dauerziede BK sthdes FÜJdMQPxille undfieinev-
s te Ruhe r era ungen es r ments chern, andererseits die Reinheit der Wahlen begründen und die Wahlordnung reformuren. Schließlich gab Graf Tisza. txamens der Partei der Verehrung und der unerschütter- licketi Anbätz lichkeit für den Baron Banffy Ausdruck. Der Minister-Pra deux Baron Banffr) erwiderte auf diese An.- sprache, dciß er :mt- den Ausführupgm des Vorredners vol- kommxn emoerfiandetx sei, sowohl in Bozu . 0111 die Lage, als auck_ m BLYU'g auf die Bedingungen «der _“tstc'mdigung. Die Re91erung „et src!) nich! nur der allgemeinen, sondem auch der politischen und staatsrecktlicken Verantwortlichkeit wohl bswußt, indem fie nur die unerläßlichen Regierungs- bandlungen und Verw81tungsafte vornehme. Ueber die Grenzen der unerläßixchm Regierungsakte werde das
Ministerium nicht hinauägehen. „ ck habe mein Inneres -
geprüft“, erklärte der Minister - äfident, „und ferner untersycht, in wis weit meine individuelle Haltung solche uyerhoxten Angriffe begründen könne, deren Zielscheibe ich seit Monate:) bin. Ich glaube nicht, daß man ohne Vorein- genommenheti sagen könne, diese He e sei irgendwie ge- rechtfertigt, oder das Programm der egierung sei so ver- derblich, daß man _da egcn_ mit verzweifelten Mitteln an- kämpfen muffe. Die arte1 hat allen Angriffen Mäßigung entgegengeseßt, damit nicht den Heßern weitere Nahrung gegeben und das Parlament noch mehr erabgewürdigt werde. Die ernste öffentliche Mxinung, wei er der über- wiegende Theil der Nation huldigt, ist auf Seite der Regierung. Sie ist entschlossen, bis zum äußersten auszuhar'rcn, und wird nur dann die Waff-m niederlegen. wenn dies ohne Schädigung dcs Staatsintereffes möglich ist.“
Auch bai dem Präsidenten der liberalen Partei Pod: mani sfr) erschienen die Mitglieder der Partei zur Gratulation; der Abg. von Szemere brachie in einer Ansprache an den Präsidonten die cntschloffene Stimmung der Partei zum Aus- druck und rcchtfertig1e deren Haltung,
Der Abg. oranSzky likß Ziestern durch den Baron Sigmund von echtritz und den 5 cordneten Bolgar den Minisier-Präsidenten Baron Banffr) Fordern; leßierer nannte als seine Zeugen den Minister für - die Landesvertheidigung Baron Fejérvärr) und Edmund Gajari. Wie verlautet, wurde ein Pistolenducü vereinbart, welches heute ßatlfinden sollte. Da der Mmister-Präsident aber gestern Abend 11116) Wien'ab- Freist ist, wurde die Austragung des DueUs bis nach seiner
ückkehr verschobxn. _ ' „_
Zum Erzbischof-Metropoltten der griechijch- orientalisch:rumäniscken Kirche in Hermannstadt ist der bisherige Bischof von Arad Metianu gewählt worden.
Großbritannien und Irland.
Dem Lord Cr 0 me 1 ist die Würde eines ViScount „und _dem Botschaftcr in Rom Sir Phil ipp Curr ie die Pairswurde verliehen worden.
Frankreich.
Zu dem gestrigen NeujahrSempfan e im Elyfée waren, wie „W. T. B.“ berichtet, zahlreiche_ ordnungen 111111 Bc- hörden u. s. w. erschienen. Beim Empfange des diplomatxfchen Korps hielt der Nuntius Msgr. C[a_ri eine Ans rache anvden Präsidenten Faure, in welcher er die Glückwün (be des d1pl_o- matischen Korps darbracbte und dem Präfidenten fyr die Achtung und das Wohlwoüen, weiche derselbe in seinen Beziehungen zum diplomatischen. Korps walten (affe, dankte; er bitte Gott, Frankreich, dessen _Edel: mutb und deffkn Genie die Welt vewgndere, zu_ beschusen. Schließlich ab der Nuntius seinen Wunschen fur die'Er- haltung des gFriczdens Ausdruck, der _das Heil der menschlichen Gesellschaft, die Wthfahrt der Volker und_den Gang dxr Zivilisation sichere. In seiner Antwort druckie der Pra- Üdent Faure seine Sympathien für die fremden Souveräne und Staaiéoberhäupter aus und fügte, hmzu,__.Frankreick stelle stets seins Fürsorge _ für die_ Beseitigung des Friedens, dieses für das Gluck dcr Vqlker so kostbaren
utes, in die erste Reihe. _ Und 96111116 im„Laufc _des_ver- floffenen Jahres habe man keinen Zweifel in _d1e_Auft1chtigke1t dcr Bsstrebungen und den Werth der Mitnxirkung Frank- reichs für die Erhaltung des Friedens seßen k?nnen. Frank- reich vsrfoige mit Ruhe und voll Vertr'auen die ihm zuge allene Aufgabe in dem Bewußtsein, daß „seme Interessen und B- strebun'ßen mit dem Triumph der Jdee_n des Rechis, oer Ein- tracht und des Forischritts_verbunden seien; - Beim Empfange der Abordnungen der Ofnziere der Garxnson gab der General ZurliNd-sn die Versicherung ab, daß dle Armee dem Geseße treu und der Vcrtheidigung des Bodens und der Ehre des Vaterlandes ergeben sei. .
Der (3312neral:(Ysoulxwerneuresckxmffnt Indochina Doumer hat
fi estern in Ma ei e eing i . ,
ck ie gegenwärtig zur Berathurzg des algertschen Budgets nach Algier einberufenen Fttianz-Delegationen unterzeichneten außerhalb der Sißun eme Adresse an den Gouverneur, worin sie die Au hebung des Dekrets Cr6mieux' vom Jahre 1870 verkangen, dur_ch welches den Jöraeliten in 211 211611 die Natgralisanon gewahrt wurde, und zwar solle diese aßregel rückwirkende Kraft haben.
Rußland.
Wie „W. T. B.“ aus St. Petersbur berichtet, emwfing der Kaiser am Sonnabend in Zarskoj- selo den deutschen Botschafter Fürsten Radolin.
Italien.
Die Regierun hat, der „Agenzia Stefani“ , ufolge, den Zivil-Kommi sar oon Erythräa telegraphich um Auskunft über die in den testen Tagen nach thlien kelangten beunruhigenden Nachrichten ersucht. Der Kommissar
andte als Antwort fol ende Depesche: YSmara, 1. Januar. Die Nachrichten sind ämmtlich unbegrundet. _Der Ne us ik noch nicht in Borumieda. Derselbe haxan detx Kom von talien ein sehr freundliches Schreiben Zenchtet, m my chem er die Regulierung der Grenze verspri t. Die Nackr1cht von der Ernennung Tesfaiantalo's zum Ras der Landschaft Hamasen entbehrt der Begründunß; unsexe Beziehungen zu Ras Makotmen Md herzliche; ie Lage ist unverändert; nichts be- re lit u "r tun en,
ck Berz ftanzfxsißxe otschafter bei dem Ouirinal Barrére nahm gestern die Glückwünsche der Mitglieder der frau- zösischen Kolonie in Rom entgegen. und hob, wie „ . T. V.“ meldet, in seiner Exmtderng auf dio- selben hervor: das italienisch : franzofische mvernehmen,
sein. Das kommen." ck] “sei ckeiu Err" ß“ ersien
“ we" die „seit„ " Jahren. unt" rocken gew enen M Mm sziebuM lv'iederher t worden eien, _ " anges in der zeitgenössischen Gx scki te der eu Völker; denn es biete den _unschäßbaren Vortheil, die en der beiden mächtigen Nabonen, deren jede der anderen be rfe, um 11 leben und zu gedeihen, wieder in Verbindung zu bringen. ie Unterhändler hätten den gs meinsamen Gedanken gehabt, den Spalt an der Grenze wieder aUSzufüllen und die Beziehungen der beiden Länder wieder zu einer edlen, fteimüthigen Freundschaft„ wie fie in früheren eiten beßanden habe, zu aestaiten und die schmerzlichen und un- , chtharen Mißverständnisse der Vergangenheit zu übergeben. Spanien. *
Das Ministerium hat, wie dem „W. T. B.“ ' aus Madrid berichtet wird, beschlofsen, zur Heimschaffixng spamschxr Unterihanen aus Cuba und den Philippinen e1n1_m_Kredit von 33 Millionen zu eröffnen. _ Der Minister. des Aeußem Herzog von Almodovar richtete an das Kabinet in Washington eine Note, in welcher dasselbx an das von den Vereinigten Staaten gegebene Versprechen erinnert wird, für die Freilassung der spanischen Gefangenen auf den Philippinen Sorge zu tragen. *
Schweiz. Gefiern Vormittag fand, m_ie _„W. T. B.“ aus Bern berichtet, im Bundeshause der Üblich? NeulahrSempfang statt; größere Anspracken wurden dabei mckt gehalten.
Türkei.
Der russische Botschafter Sinomjew wurde, wie „ . . .“ meldet, am Sonnabend von dem Sultan in Audienz empfangen. Der Botschafter überbrachte den Dank des Kaisers von Rußland für den dem Großfürsten N i ko laus bereiteten Empfang.
Tas Blatt „Malumat“ [deri ict, ein S1!) eikb aus emen sei wegen Waffgnschmugge s verhaftet und in der estung Sana interniert worden, woielbst auch dessen vier
Söhne als Rebellen Yfangen gkfest seien.
Das Wiener „ elegr. -Korresp. :Vureau“ meldet aus Kanea: Der Prinz Georg habt; vorqestern sechs Beys in Einzelaudienz empfangen und bei dieTer Gelegenheit der mohamedanischen Bevölkerung Gleichberechtigung zugefichert.
Der stüherePräfident des ExekutivcomxtÉS Spb akianakis ifi gestern in Kanea eingetroffen, um die Leitung des National- raths zu übcrnehmcn.
Rumänien.
Der Senat hat am Sonnabend den Geseßenfwurf, be- treffend die Verlängerung des Handelsübereinkommens mit Bulgarien auf ein Jahr, angenommen.
_ Das Parlament vertagtesich aus Anlaß des Weihnachts- feftes vorgestern bis zum 23. Januar.
Bulgarien.
Die Session dcr Sobranjje ist, wie „W. T. B.“ aus Sofia berichtet, durch den Mimster-Präfidenten Stoiiow in Vertretung des Fürsten geschlossen worden.
Amerika.
Der „Times“ wird aus Philadelphia gemeldet, die Re: gierung beabfichtige, um die Militäwerwaltung der Philippinen zu erleichtern, unterseeische Kabel in der Ausdehnung von 200 engltschcn Meilen zu legen, durch welche die Inseln Luzon, Masbate, Ich und Leyte verbunden werdexi sollen.
Aus avanna meldet das „Rkuter'iche Bureau“, daß daselbst gestern di( amerikanische Flagge an Stelle der spa: nischen ausgezogen worden sei. Die Form der Uebergabe der Staathewait von Spanien an die Vereinigten Staaten habe in dem Austausch entsprechender Ansprachen in einem Saale des Palais des Gouverneurs bestanden. Vor und nach dem feierlichen Vorgange seien von den Hafenforts und den Kriegsschiffen Salmschüfse abgefeuert worden. Die Be- FecßlerYng habe den Flaggenwechsel mit lauten Jubelrufen
ru . Aus Lima wird der „Times“ vom gestrigen Tage bc- richtet, daß in Bolivia eine ernste revolutionäre Bewegung außgebrochen sei. Der Durchfuhrßandel über Mollcndo set unterbrqcben. Auch in Ecuador herrsche große Unruhe. Hin- gegen sex §11eru vollkommen ruhig. Die gese liche Garantie der personlichen Freiheit sei dort wieder hergetellt. Die be- deutendsten Parteiewhätten den Zivilingenieur Edoardo Romana als Kandidaten für die nächste Präsidentenwahl
aufgestellt. Afien.
In New York eingefroffenen Depeschen aus Manila zu- foigx ist Jio-Jlo mitbewaffnetxn Eingeborenen gefüllt. Die Aufitändischen rüsten sich zum Widerßande gegen den General Miller, 111116 derselbe versuchen fonte, die Stadt mit Gewalt ur Kapitulation 1111 bringen. General Miller habe neue
struktionen aus anila verlangt, inzwischen bereite derselbe die Landung vor. Afrika.
Die „Times“ meldet aus Kapfkadk, daß die „British South Africa Company“ („Chartered Company“) gestern ihre Agenturen in der Kap olonie geschlossen habe.
Parlamentarische Nachrichten.
Der Major a. D., Majoratsbefißer Adrian von Eucke- vort, Mitglied des Herrenhauses, ist am 30. o. M. in Vogelsang (Kreis Ueckermünde) gestorben.
Statistik und Volkswirthsthaft.
Die, Ergebnis: der Berufs- _und Gewerbezäblung vom
14. Zum 1895 im Deutschen Reick) liegen, [oweit fi? als Tabellen- werk dargestellt find, nunmehr vollständ 9 vor. Den lesten Band in der Reibe dieser Veröffentlichungen bildet der noch vor Ablauf des verflossenen Jahre! vom Kaiserlichen Statisiischn Amt aus- gegebene Band 113 der Stat ik des Deutschen Reichs. Er enthält in 16 TabeUen die Gewcvde- tatiftik, diese eingetbeilt in 320 Ge- werbearten, für das Reich im Ganzen. Die TabeUen be- handeln: die Zahl der Gewerbebetriebe und der darin beschäftigten ersouen, dann das Personal in Klein-, Mittel-, Großbetrieben owie mit Unterscheidung nach Unternehmern. Angestellten. Arbeitern. on den Arbeitern find in einer eikenen Tabelle die Iugendli en und Erwachsenen die Lehrlinge und d e verbeiratbeten Frauen erst 1- licb gemacht. Éine weitere TabeUe (TabeUe 6) spezialisiert die
"»Arbeikee 110151er ibatfätblitbm Bestbäftiaung, läßt nämlich fi! jede Gewerbearx erkennen, eiuxlseits wie viel At er neben denen, die der eigentluben Produxtion des Gewerbes dienen -- z. B. Braugebilfen der Bierbuctiung - a erden: bei den anderen BetriebSarbe - j- B. als Böttcher, reiner :e. -- beschästigt find; ajxderers s in welcberlei Arten von Betrieben dée eimelnen Beschäf11gungen -- ]. B. der Schlosser, Schmiede, Maler, Mustek- zeichnu_ -- überhaupt ausgeübt werden. Ein solcher Nach- weis uber Zusammmseyung und Verwendung 16a gewerb-
BFtriebsversoualH ' bisher noch niemals in irgend etner Statistik gYeben worden sein. Fernere GesenßänYe der Tabellen find acbweisungm über die Betriebs- dauer wahrend des Jahres (nach Monaten) in den einzelnen Ge- werbearten, über die Hausindustrie, über die Vxnuyung von Motoren 13111) von A__rbeit§maschinen. Die Motoren werden nge!) den Kraften, (Wzner, Damvf xc.) und der Kraftleistung (Pferde- ftarken) unterfck1eden; von'ArbeitSmafcbinen smd 100 nach ihrem Voxkommen m _ den emzelnen Gewerbearten statistisch be- schrieben. - Wabrend alle vorbezeichneten Tabellen die Be- triebe in der Wkise nachweisen, daß solche, die sich auf 2 oder mehr Gewerhearten, z. B. auf Spinnerei und auf Weberei, er- strecken, als Versch1edene Vetxiebe je in der betreffenden Gswerbeart behandelt werden, weil ja in erster Linie Véstand und Entwickelung der Jndußrie-Zweigx zu zxigen ist, werden in weiteren Tabellkn (Tabelle 15 und 16) dxe Betriebe so gezählt, wie sie sich äußerlich als Unternehmungen darstellen, also 1. B. ein Betrieb, der Spinnerei und Weberei yeknnigt, nur als ein Beirieb, und zwar geschieht dies nach der (Größe und nach Unternehmungéformen.
Mit diesem Bande 113 der „Statistik des Deutscbkn Reichs“ ist vom Kaiserltzben Statistischen Amt das Tabellenwerk zur Ge- ryerbe-S!at1stik_ von 1895 in derjenigen AUSfübrlichkeit vorgelegt, 616 von vornherein geplant war; die bkreijs früher erschienenen Bände 114 und 115 geben die Gewerbe-Statiftik der einzelnen Bundes- staaten, 116 der Großstädte, 117 und 118 der Verwaltungsbézirke. Es steht vor] der Gewerbe-Statistik noch aus der Band 119. der die wiffextscbastitcbe Bearbeitung der Ergebniffe bringen wird. Ein sum- marikcber Ueberblick ist bereits in einem Anfangs 1898 erschienenen Erganzunasbefte zu den „Vierteljabrsbeften zur Statistik des Dsutschen Reichs“ (Jabrgang 1898, Hsft ]) aegeben worden. Das Tabcüenwerk zur Berufs-Stattmk. welche die Bevölkerung nach den Angaben über den pxriönlicben Beruf darstellt, ist in den Wänden 102 bis 110 schon im Jahre 1897 erschienen, der für die wiffenfckaftlicbe Bearbei- tung dieser Statistik bestimmte Band 111 ist im Druck. Die auf Grugd der 1895er Zählung angeatbeitete Statistik der Landwirt!)- scbasx liegt als Band 112 der „Statistik des Deutschen Neäcbs' schon 1611 längerer Zeit vor.
Zur Arbeiterbewegung.
Aus Krefeld meldet „W. T. B.“ zum Weber-Ausftande: Am Sonnabend erfolgte die Veröffen_tlichung der von den vsreinisten Firmen der Sammetbrancbe aufgestellten Lobnlikte, wlee am 15. Januar in Kraft treten soÜ. - Ter niedmbeimsÉe Vsrbank: der christlichen Textilarbeitkr nahm in ciner Vsrsammlnng am
rkitag eine Resolution an, in welcher sämmtliche VerbandSwekn
ck gegxn dyn. Außftapd, absr auch gegen die 11611? Lobnlisteouésrrschen und zur Prüfung derielben die Einskyung einer gemischten Kommisfion, wie sie bei der Stoffbrancbe beklebt, fordern. _ Wie ferner die .Rbein.-Westf. Ztg.“ berichtet, haben die Sammetweber der Firmen BxxtckdiStöbne und Pollems u. Lingenberg am Sonnabend sämmt1ich ge un g .
Kunst und Wissenschaft.
Aus St.Petersburg vom 31.Dezember berichtet „W TB.“: Bei dem heutigxn Fcstmabl_anläßlich der Hundertjabrfeier der Mediziniijen Mil'itar-Adeemie erhob fich, nachdem das Hoch auf Seme Majeffat den Kaim Nikolaus verklungen war, der Kriegs-Mintster, Gknkral Kuropajkin und erklärte, er habe Befehl von dem Moncxrcben, eit! an Allerböchstdeqselben gxrichtetes Hand- scbreiben Seiner Majestät des Deutichen Kaisers folgenden Inhalts bekannt xu geben:
„111011516111 111011 11616!
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(3111118111116. 1. K.“ 6 88 1111816516 L'ZWYSkSUk 66 1011165 165 KUZIiSI.
In deutscher Uebersesung:
Mein Herr Bruder! Die Hundertjabrfeier der Medizinischen Militär-Akademie in St. exersburg, der Pflanzstätte, welche Rußland so viele berühmte anner gegeben hat und deren Glanz weit über seine Grenzen hinaus erstrahlt,giebt überall Veranlafsuna zu sympathischen Kundgebungen. Ick schließe mich denselben mit den gelehrten Körperschaften meines Reiches an und bitte Eure Kaiserliche Majestät, zugleick; mit meinen Glück- wünscken zu dem Abschluße dieses langen und glänzenden Zeüabschnitts meine aufrichtiqen Wün che für die weitere glückliche Entwickelung der ruhmreicben Akademie im neuen Jahrhundert entgegennehmen zu wollen, in welchem Arbeiten und Erfolge ibrer harten und welches
ck derselben unter Ihrem Schuss erschließt. Ich bin glücklich,
urer Kaiserlichen Majestät von neuem die Versicherung meiner boben Wertbscbä ung und unwandelbaren Freundschaft ausdrücken zu können, mit wel er ich verbleibe, mein Herr Bruder, Eurer Kaiser- lichen Majestät freundwilliger Bruder
Wilhelm, [. 11.
An Seine Majestät den Kaiser aller Reußen.
Das Schreiben Seiner Majestät des Deutschen Kaisers rief eine allgemeine Begeisterun hervor. Der Kriegs-Minister brachte hierauf ein Hoch auf Allerbö sidenselben mit folgenden Worten aus: „Ick trinke auf das Wohl Seiner Majestät des Deutschen Kaisers. Hurrab! “ Die ganze Versammlung stimmte mit brausenden Hurrabrufen ein. Bald darauf ergriff der Kriegs-Minister abermals das Wort zu folgendexu Toast: „Meine Herren! Ick trinke auf das Wohl der Souverane und StaatSoberbaupter aller Länder. von welchen ich Ver- treter unter uns zu sehen das Glück habe. Hurrab!“ Auf diesen Toast folgten zahlreiche Reden der ausländischen Vertreter.
Literatur.
Von den im AuftraZe des Reichs-Jußizamts von dem Reichs- gerichts-Rath a. D. Dr. (billes, dem Großbetxo lich badischen Geheimen Rath Or. Gebhard und dem Reichögerixts- Rath 1)!"- Spahn bearbeiteten Protokollen der Kommission für die zweite Lesung des Entwurfs des Bür erli en Gefes- buchs, auf deren Bedeutung an dieser Stelle 1 on w ederbolt bin-
ewiesen wurde, ist vor kurzem die Lieferung 6/7 erschienen (Berlin, . Guttentag's Verlag). Dieselbe umfaßt die Abschnitte ][ bis 17 des Rechts der Schuloverbältniffe und schließt den zweiten Band ab. Es sieben jest noch aus die Protokolle zum Sachenrecht, zum Erb- recht und zum EinführungSgesev sowie ein Registerband, der die noth- wendig: Ergänzung für den praktischen Gebrauch des Werkes bilden
wird.
- Unter demTitel ,Die Aenderungen des Zivilprozeß- recbts nacb den Novellen des Jahres1898' bat1)r.Richard SÖmidj, Professor zu Freiburg i. V., eine Ergänzung zu seinem tm Februar d.J. berauögegebenen und seiner Zeit hier angezeigten Lehrbuch des Zivilprozeßrecbts' xrscheinen lassen, wklcbe zu den künftigen Nendernnaen des deutschen ZivilpryzeßreÖts überleitet und mit jenem in den bestebxnden Rschtözu and einführenden Buch ein Ganzes bM-kt. ZZ]. S. Leipzig. Verlag von Duncker u. Humblot; Preis 3,71€). „141
H1uptwerk_auf diese Ergänzung von vornherein 3114111316116; wyrden ist, hat die außere Sonderung der Theile seiner 1.111". 147.111- bettlich_keit keinen Eintrag gethan; in der Ergänzunk ck"*. 11,2- 911- gnmdsatzlicben Ausführungen des Lehrbuchs fortlaufex': '“ _--_ Das Wiederaufnahmevkrfabren nr."; 1:1. "F:“ :. sßbadiguna unschuldig Verurtbeilter. KOUMK; :,.- yierien Buch (§§_399-413) der Strafvwzeßordnung 112.1 ' „ev, betreffend die Entxchädigung der im Wiederaufnabméversa111" frei- gesprochenen Personen, vom 20. 1111898 von Franz Woermanu, StaatSanwaltscbafts-Ratb beim Landgericht 1 zu Berlin. Karl Herann's Verlag bierselbß. Preis 1 ;16 - Die Wichti keit 165 Wiederaufnahmeverfabrkns für die Strafjustiz und die bürgerli e Gesell- schaft, die rechtlichen Schwierigkeiten, welche swb bsi seiner Handhabung dem Praktiker auf Schritt und Tritt entgegenstcklen, her Umfiaad, daß es genauer bisher nur in größkren Kommentaren zur gesammten S_rrafvroz-xfwrdnuna behandelt ist und auch dort zahlreich ergangene, beionders zivrckmäßiae allgemeine Anordnungen von JustizauffiMs- behörden noch 161112 Berücksichtigung gefuydkn haben, ferner das In- krafxtreten des Geseßcs über die Entrchädigung der im Wieder- aufnahmeverfabrqn freigesprochenen Personen you: 20. Mai 1898, 6nd11ch der Zusammenhang zwischsn disiem Gessß uad dem Wiederaufnahmeverfabren und die Wechselwirkungen des einxn auf „ das ' andere [affen dem Praktiker und auch weiterey Kreisen emen_ handlichen Kommentar wie den vorliegenden sxbr wixlkomuxen erschemkn. Derselke erläutert beide Materien aus einem einheitlichen Gesicthpunxte kurz, aber voüständig uud giebt auf alle Fragen Antwort. Seine außerlicbe Anlage giebt Zeugniß davon, daß der Versaffer die Bedürfniffe der Praxis kennt. Ein ausführ- liches Sachregister erleichtert die Benusung des Büchleins.
Von anderen neueren Nsicbsgescxzen liegt noch das Gesetz über das Auswand_erung6wejen vom 9. Juni 1897 nebst den dazu ergapgenen Außsübrungsbestimmungen in einer von dem Geheimen Regierungk-Ratb G. A. Grotsfend bssorgten Tkxtausgabe obne Erlauterungcn Vor (Düffeldorf, Verlag von L.Schwann; Preis 1.46).
Unter dem Titel ,Die preußischen Piarrbesoldungs- geseße vvxn 2. Juli 1898“ bqben der Reaikrungs-Ratb Kurt von R_obrschetdt, Mitglied der Königlichen Regierung, Abtheilung für Kirchen- und _Schu1wkskn in Merseburg, und der Ober-Konfistorial- Rßtb E. 911156 111 Magdkbuxg AUSJaben dcr Gesese übst das Dicnftérnkommen der evangeliychsn ugd der katholistben Pfarrer vom 2; Juli 1898 erscbxinsn lansn, von denen die von Rokrsch6tdk1ch1 (Verlag 11611 C. L. Hirschfeld in Leipzig, Preis 1,80 .41.) die. Geseße rant_er Heranziehung der Materialien erschöpfend erlaut-Zrt und (1111 jsde Zweifelsfrage eine zuverlässige Anwort giekt, wabrend die Ausgabe von Nis? (Karl Hevmann's Verlag. Berlin, _Preis 1,20 «) nur dm Tkxt der Geseße obne Er- läuterungkn enxhalt, diesem aber h_erxits die am 31. August 1898 er- gangene Anwxiéung des Evangeliicben Ober-Kircbenratbs zur Aus- fiihrung des K1rchengese es vom 2. Juli 1898, betreffend das Dienst- emkoxnmen der Geistli en der evangelischen Landeskirche der älteren Provrnzen, beifügt.
Land- und Forstwirthschaft.
Ernteergebniß und Saatenftand in der Türkei.
, Koyftantiuovel, den 22._ Dezember 1898. Die Getreideernte im Adnanoveler _Bezirk ist 1chlecht außqefaüen. Eine irgendwie nxnnenswertbe Ausrubr yon Getreide hat nicht stattfinden können, da die vorhandenen Vorrathe kaum ausreichten, um den Lokal- kynsum zu decken; Ende November befürchtete man sogar, 111 drescm Zwecke Getreide von auSwärts einführen zu müffen. Auch an Saatgetreide für die Winterbesieilung war (in großer Mapgei. Um diesem Mangel abzubelfen und die nächftjäbrige Ernte des Adnanopeler Bezirks sicherzustellen. müßte 111 911918111119 den dortigen, durch zwei auxeinander folgende Mißernten verarmten Getreidebauern nacb sackxkurxdtgßr Schäßunq 'ungefäbr 20000 B zur Verfügung stellen. Einstwexlen b_ai:en dis Bauern vor Beginn der Wintersaison die_ Felder ordnungsmaßig zu besteüen begonnen, und weder ihr guter Wille nock) um!; das Wctter, welches bisher günstig gewe en, is_t schuld daran, wknn sich keine guten Aussichten für die nä ft- jabrißle Ernte eröffnen.
1111) in den meisten Bezirken Kleinasiens ist die Ernte hinter der des Vorjahres _erbeb1ich_ zurückgeblieben. Nur im Bezirk von Samsun ist eine bknsre und im Hinterlande von Tr ezunt eine gleich ute Ernte wie im Jabre_ 1897 zu verzeichnen ewe en. Jm Sand- ?chak Angora war dEr Mmderertrag so groß, da 1108 der andauernd guten Preise das Ecgebniß des Zehnten dort 12000 L weniger als im Vorjahre betrug,wäbrend der Zehnte für das ganze türkische Reich info! 1? des hoben Standes der Getreidepreise der Regierung gegen das orjabr eine Mebreinnabme von 282 755 :L gebracht hat.
Eine Ausfuhr von Getreide fand nur in gxringem Maße, ins- besondere von Samsun (1115, 111111.
Die Wintereinsaat im Innern Anatoliens hat bisher unter zwei Umständen zu leiden gehabt. Einerseits gab es infolge der hohen Ge- treidepreise des vergangenen Winters nur geringe Bestände an Saat- getreide - ein Man el, dem die in Betracht kommenden Eisenbahn- gesellschaften durcb ertbeilunß von Saatgetreide in einzelnen Be- zirken nur ungenügend abzubescn vermochten; andererseits hat der Mangel an Niederschlägen in_ den meisten B;“zirken die Winter- bestellung erheblich verspätet, wdaß vielfache Befürchtungen für die nächstjäbrige Weizenernte laut werden.
Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- “'
Maßregeln.
Das Erlöschen der Maul- und Klauenseuche ist dem Kaiéeriicben Gesundbeitöamt am 30. Dezember vom Viebbofe zu Es en, der Ausbruch dex Maul- und Klauenseuche am 31. De- zember vom Schlackpt-Viebbose zu München gemeldet worden.
Tananarivo,1,Januar. (W. T. B.) _Die Pest dauert in Tamatave an, bleibt jedock auf diesen Ort bejchränkt. Seit dem 25. November v. I. sind 204 Erkrankungen, darunter 132 mit tödl- licbem Außgange vorgekommen. .
Verdingnngen im Auölande.
Bel ien, Nächftms. Station Lütticb-Öuillemins: Lieferung von 92 000 Pflastexsteinen und 200 111 Trottoir-Einfaffungen. Kaution 1500 Fr. Nachstens. Börse in Brüssel: 1) Lieferun von Signalen mit
" eisernen Ständern. 1. Loos 50 Cinfabrtfigna 8 großen Modells.
2. Loos 100 dekgl. kleinen Modells. 3. und 4. 2905 je 75 Halte- scheiben. Spezial-Lastenbeft Nr. 394. Kaution 1700, 2300, 1500, 1500 Fr. -- 2) Lieferung von 15 Blockwagen zur Beförderung von quipagen. - 3) Lieferunß von Balken, Brettern, Pfählen und Stammen aus Rotbtannena, ichen-,Nußbaum-,Weißbuchena, Eschenx, Ulmen- und Pappel-Holx. 13 Loose. Serbien.
9. Januar. Sanitäts-Abtbeilung im Kriegs-Ministerium zu Belgrad: Mündliche Verdingung behufs Lieferung von 20000 m Gaze, 49000 111 verschiedener Leinwand, 500 111 schwarzer Wachs-
..Leinwand, 2000 Paar Lederpantoffelu, 2000 Paar Strümpfen.-
500 111 Battist. Bedingungen und Muster an Ort und Stelle.
Kaution 20 '/.-
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