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“. Am 1sien d. M. Nachmittags war dix Fahrposk aus Erfurt 1
und Lan nsalza , welche schon 24 Stunden früher eintreffen sollte, 'nögceh nicht angekommen. Auf der Straße t.:ach Nüxey smd die Bäche ebenfalls ausgecreten , dagegen ast auf den C ausseen dortiger Ge end nixgeuds Gefahr vorhanden. Der
chnee ist bei einer ärme von 6 hrs 8 Grad._bere-.t„s fast ganz verschwunden, und man 2(_)Özffte, yaci)“ Mctthetlungen vory 1|en d. M., daß auch die asser m wet1tgett „quen abge- kaufen seyn würden. -- Aus Perleberg ward berrchtet, daß am 27scen v. M. die vor dem dortigxy Mühlenthore gele- gene über die Stepnikz führende manive Brücke von der Gewalt des Wassers und der andréngenden EiCschoUet1 forc- gerissen worden ist; „die Communication, we!che durch Kühne unterhalten wurde , sollte durch den Bau einer Rothbrücke gesichert werden. - Bei Wusterhgusen a. d. Dosse hat dieser Fluß nebst der Schwenze die ganze Umge- gend unter Wasser gesetzt; man besorgte noch am ?ken d. IN. das Austreten des Clenipower Sees, welches die Ueberschwem- mung der ganzen Stc-xdc zur Fnge haben würde. „Die auf der Chaussee nach Hamburg zwischen Wusterhausenund Buck,- wikz befindlicl)e*er| “im vorigen Sommer erbaute Brücke über die Schwenze ist 'von den Finthen eingerissen worde_n und muß von Grund aus neu erbaut werden. -- Uebereinßtmmen- den Nachrichten aus Frankfurt a. O. O., Krosjen und Grätseber g 'vom Neu und Zten-d. M. zufolge hat der Bober am 1. März die Brücken zwischen Naumbur g und Chri- stianskadt, bei_ Neubrück und bei Alt-Rehfeld theils zerstört, kheils mit sich fortgerissen , so daß_dée Verbindnng zwischen beiden Ufern gehemmt war; auch doll derselbe Fluß
die Brücke bei Sagan beschädigt haben. Dée EiSde-Fe der"
„Oder bei Krossen hatte fich am Zren d. noch nicht hewegc, und sah man wegen der ungewöhnlichen Dicke des. Eins dem Aufgehen des Stromes nicht ohne „Besorgniß entgegen. -_ Aus Neustadt-Eberswa.lde wird unterm Lsten dieses Mo- nats gemeldet: Durch das plötzlich eingetretene Thauwetter hat sich das Wasser in solcher OJTaffe gesammelt , daß es die steinerne Brücke zwischen Trampe und Heckelberg auf der
Chaussee nach Wekneuch-en zerstörte, auch an verschicdenen
Stellen die Chaussee durchbrach. . „Die Communication hat daher nur auf Nebemvegen unkerhaltcn werden können , und die Posten aus Berlin waren, um Gefahr zu vermeiden, in Werneuchen über Nacht behalten- wordey, so "daß *die Schnell- posk. exsk heute Vormittag und die Fahrpasr gegxenlMxtaghier ointrä . ' * ' “ “ ' ' -- Nach Inhalt einer in dem _MersebyrgepAmtsblatt enthaltenen Nachricht über die in Zeikz bestehende “Lehr; _:md Erziehungs-Anstalt für jagendliche Verbrecher, find im Laufe des “vorigen Jahres von den zu Anfang desselben in ihr be-
findlichgewesenen 20 Zöglingen "fünf "entlassen worden; da; _
gegen waren teben eingetreten, so daß am SchlUsss des Jah- res 1829 22 dgkinge , nämkick) 18 Knaben und_4'Mädchen, w'irkli in der Anstalt»vorhanden waren. ZmAllgemeinen hat _s: „an diesen die Wahrheit bestätigt,. daß- um die Fol- gen“ der in der frühesten Jugend verschuldexen Verwahrlosung aufzuheben, oft-ein längerer Zeitraum erfordxrlichist, als den Bxsserutxgsvérsuchen in dieser Anstalr bisher hat gewährt werden können. Uncer den seit 1828 entlasset1enneunZög- téngen berechtigen zwei zu entschieden fro'hen Hoffnungen, drei haben den besseren Lebensweg ebenfalls eingexchlagen; bei _de übrigen vieren ist die Besserung mehr oder weniger „weifélhast geblieben. “Unter den jetzt in der Anstalt befind- Tichen .22'Zöglingen Haben acht ein gutes, sechs ein nicht ver- werfliches Zengniß über ihr bisheriges Betragen erhalten; aa den übrigen muß noch mit Ernst und Gxdyld fortgearbeitet werden ,' um sie aus ihrer geistigen und sxttkichen Versunken- heét aufzuregen. .
--' Dte"aus.43 Wirthen bestehende Gemeinde Dreis- bach,“ im Kreise Siegen, hat aus eigenem Antriebe und mit verhälenißmäßig bedeutendem Kostenaufwand über" den Sieg- ßuß'wrd Hammergraben daselbst, eine 90 FUß lange, 185- Fußybreite masßve mit Flügel und Geländer-Maucrn ver- schenk "Brücke erbaut und dadurch den Verkehr auf der 1Straßfx; ZM Netphen nach Siegen sehr erleichtert und gefahr- cs : e c. » * *
9-4- Ein Schreiben aus Köln enthält Folgendes: „Wir haben in dieseän Jahre lier emen skilleren Karneval „gehabt, als in den fr heren Ia ren, den“auch das Wetter bei wei- texn wenigerbegünftigte. Da, das bisherige festordnende Co- mtté ßch selbst aufgelöst hatte,“ so waren die Festlichkeiten ohne »hrengew'dhnlichen Mittelpunkt. __Doch fand auf dem gxoßen Saale. dessKauähauses Gürzemch am 22sken d. M. eme theatralische Darste ung von mehreren Karnevals-Freun- den um 11 Uhr LUA) statt,. die zahlreich be1ucht war, und von welcher zu r
erleuchteten?ause, und' der Unansrändkg eit gestört. Außerdem fanden noch mehrere Pri-'
hm'en ist, daß die Einnahme, welche man.
auf etwa “590 Thlr. anschlägt , nach Abzug der Kosten zum
Besten der hiestgen Armen verwendet wird. Am 23|en war _
ein großer 'Maskenbalhim Theater: eine zahlreiche Gesell- schaft bewegte |ck in dem eschmackvoll dekorirten und hell Feitere Frohsinn ward durch keine
var-Gesellschaften,_Bälle_ und kleine theatralische' Darstellun- gen in Privathämern |_atc, unter denen fich'besonders das sogenannte mufikalische Kränzchen auszeichnete. _ Auf den Stra,-
ßen aber sah man nur wenige und meist schlechte Masken"
- Ein Schreiben aus Wesel vom 26. Febr.-et_1thälr Fplgendes: Gestern Mittag gegen 3 Uhr hob sich die Eis,- decke des Rheins. Das Scyanspiel war schrccklich. Das Was,- ser stieg plötzlich 6 Fuß. Heute Morgen gegen 4 U!» wurde der Krahnen zerstört;_ schon früher hatte die Brücke über die Lippe dasselbe Schick1al gehabt. Zu allen uns umgebenden Dörfern und in BÜYerich tönen ununterbrochen die Sturm- glocke und Hülfsgemhrei. An mehreren Steüen sind die
Dämme duychbrochen. Vom Rhein abwärts haben wir noch keine Nachrtchteu, Der Kanal steht jelzt wieder fest.
Ueber die Charité zu Berlin.
Unter den mat1t1ichfachen Zweigen der, Medizinal-Ver- wa_lcung,“mic deren Verbesserung man, den Anforderungen der Zeit gemäß, seit mehreren Jahren ununterbrochen- vorge- schritten ist, hat in der leßcern Zeit das Kranken- und Hos-
pikal-Wesen die besondere Aufmerksamkeit der Behörden “a-U'f _
fick) gezogen. Einer völligen Reform bedurfte in dieser Be- ziehung die große Heil-Ansralc Berlins (die Chartté), die"ihx- rem ursprünglichen Zwecke als milde Stiftung für h:?[flose Kranke, und als praktische Unterrichts-Anstalt für-junge, be- sonders JITiliraér-Aerzce , nicht mehr in _dem Maaße encspre- chen konnte, Wie es in der ursprünglichen Absicht der erlauch- ten Stifter lag, und wie die skecs wachsende Population Berlins , die Ansprüche eines in der Kultur mächtig vokge-
schrittenen Volkes und der höhere Standpunkt der mediziué- *
schen Kunst und „Wissenschaft es erhcischren.
Weder der vorhandene Raum, noch die Zahl der behai'ax
delnden Aerzre , skatxden-im Verhältnisse zu dem Ausdrange und der Zahl der wirklich aufgenommenen und verpflegten Kranken, noch war die innere Organisation der Anstaltso bc-
„schgffen, daß ein besonders. günßiges Resultat sowohlfür die" “Krankenpflege als fur den prakceschen Unterricht daraus hätte“ „
hervorgehen können.
Um „diesen mannichfachen Uebelskänden abzuhélfenx, ha“: .
das) Kym liche Ministeriumder Geistlichen,. Unterrichts- und Medizma»-Angelegenheiren sitzen Rarh aus seilser Mitte, der; mit dem Medizinal- Unterrichtsx und Hospital-Wesen wohl
vertrauten Geheimen Ober-Medizinalrath ])1'. Ru |, schon vor' _
3 Jahren zum Kommissarius für alle Angelegenheiten der Warité ertrmmt , und es ist diesem „unter Bekämpfung'so mancher sich *entgegenstemmenden Hindernisse bisher gelumgen, einen wenigstens zum Theil gebesserten uskand diescr Heil- Anstalt herbeizufülren. Die Aufnaxne von Kranken ist auf den vowandeuen Raum - Inhalt der Anstalt nach medizinisch-polézeilichen Grundsäkzen beschränkt wor; den, wodurch allein öen verderblichen Folgen eine::„Ueber- füllung in Spitälern abgeholfen und einer erneuerten Ent?
wickelung konragédser, nichc blos die Hosvital-Bewohner“, son; ,
dern mittelbar selbst das Gesundheitswohl der Stad gefähr- denden Krankheiren, vorgebeugt werden konnte. Zu gleichem Sinne ist zur möglichsten Beschränkung der seit den leßten Jahren wieder herrsclwnd, gewordenen Pocken-C'pidemie. ein von der Anstalt ganz isolirtes Gebäude zur Aufnahtm von Blatter-Kranken eingerichtet worden._ Die sämmtlichen Di-
rections-Geschäfte der Charité sind Einem im Hospital-
“Diensre bewährten Arzte (dem Geheimen Medizinal-Ratße
])r. Kluge) alleitx “Übexwiesen rvorden , während nach der früheren Organisatton dre ärzrliche Ober-Leétung unter vier
Aerzte etheilc und die Aufsicht Über die. Oekonomie wieder“
eine be ondere war, - eiUe Trennung, bei welcher Ut1n16gléch Einklang in alle Verhältnisse des Zospital-Wesens' ebrachc werden konnte. Die Kranken selb smd zum Vort)eil-für ihre Behandlungxin zahlreichere Abtheilungen geschieden und jeder Abtheilung ein behandelnder Primair- oder sogenanntér dirigirender Arzt vorgesetzt worden; Einzelne gesonderte Kran.- ken-Abtheilungen “sxnd zu klinischen Anstalten nmgeschaffen worden und bei dieren tüchtige, zum Theil berühmte Lehrer, in eine den Kranken wie den Scudirenden und der Wissen- schaft überhaupt gleich ersprießléche Wirksamkeit getreten, Sonacl) bestehen schon gegenwäuch außer dem medizinischen- chirurgischen umd gebnrtshülflichen Unterrichts auch gejond'erte
skiinisclx Anstalcen für Augenkranke, syphilitt'sche Kranke »
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und kranke Kitzder_, wodech außee: der in. medizinißsher _und'" zum Thetl jelbst m movakiwher Hinfichc so nd;
thigen Scheidung vonKranken auch gleichzeitig, und,.
ohne alle Beeinträchtigung sonst obwalt'ender Gerechtsame, “""" längst gefühlten Bedürfnisse des Unterrichxs "abgeholfen worden fsk. Dem assistirendetn ärztlichen Peryonale "ck| ein bestimmterer, seinem Verhältmsse angewessejner Wirkungskreis angewiesen, und der bishercge, auf gar kern Zettmaaß beschränkte,
dem Krankendiensc aber eben deshalb so nachtheilig gewesene -
Wechsel desselben, “Uf geregeltere Normen zurückgeführt wor- den. Desgleichen “ist für die Anstellung eines bessern Ober,- und UnterKrankenwärter-Personals , für eine mehr. hr:- mane Behandlung der Kranken überhaupt, für die bestmög- lichste diätetische Verpfixgxxng dersele-„für die Abhaltung eines angemessenen religxöjen' Kuxrus, bejonders aber für die Beobachtung einer größern Remlichkeic in dek-ganzen An- stalt, gesorgt worden., . .
Allein troß der Herbecführung dtesevund noch so man,-
“(17er anderem wohlthätigen Einrichtungen, deren nähere C'r- *
wähnung hier zu weit führen würde , kann es dem mxbefan- geiien Beobachter doch nicht entgehen , daß noch Vixxes zu wünschen und zu schaffen übrig bleibt, ehe sich die Charité zu eiuer Muster-Kranken-Anstatt, wie fie bereits andere Stgaten besilzen, erheben wird. '
Lassen schon die klinischen Institute in ihr noch “Manches vermissexx, 'was mit der 3th bestehenden Lokalität t1icht zu vereinigen war, so ist" solches in noch viel höherem Grade mit dex“ Hauptseite der Ansi'alt, ihrer Beziehung nämlick) zu der Krankenxfiege, der Fall. Beschaffung des nöthigen Ranms tritt hier zunächsr als das dringendste Requisic uns entgegen. Schon ein flüchtiger Blick auf die in der jüngsten Zeit so ungemsin gestiegene Poßulati'on von Berlin, mit der die Vermehrung der Armen einen mehr als gleichen Schritt
ielc, muß die Unzulän'gliMeic des bisherigen Raums der
harité be rejfsn lassen, selbst wetm_dieser aUch ferner nur für arme Franke aus den Residenzen Jelbst und ihrem Meisl)- bélde beschränkt bleiben soll. Die Erfahrung hat diese Un,- zulänglichkeit auf das empfindlichste erkennen lassen.
Ungeachtet alle disponiblen Räume zur Aufnahme von Kranken verwendet, mehrerezur Anstalt, ihrer ursprünglichen Beskimnmng nach, nichc gehörige Institutionen aus derselben entfernt, u:"d somikseit den letzren Jahren Raum für eine nicht unbedo-utende Anzahl von Kranken in der Charité selbst neu geschaffen , überdies auch mehrere Aushülfs-Lokale zur Aufnahme von Kranken eingerichtet worden sind, so reicht dies alles doch bei weitem nicht hin, um die Ansprüche zur Aufnahme von Kranken zu befriedigen. Besonders hat der diesjährige strenge Winter _dieses Gebrechen sehr fühlbar ge- macht und manche Opfer herbeigeführt, was nicht der Fall gewesen wäre bei einer“ geregelteren ärztlichen Be,; handlung' , wie sie, dem armen Kranken wohl in Spitälern, nicht aber unter Umständen zu Theil werden kann, way ihm eine angeheizte Kammer oyer gar eine einzige Schlafskelle nicht einmal eine gehörige Lagerstelle gewährc.
Eine Kranken-Anstalt, wie die Charité, wo Alles, was die ärztliche Kunst zu leisten im Stande ist, im vollständigsten Vereine sch befit1det,_„_;x,4?ollte indessen auch nicht allein zur Auf- nahme armer“ Krankén der Residenz ädte Berlin und Pots- dam dienen, sondern einzelne arme ranke aus allen Gegen,-
, den des Reiches müßten daselbst Unterkommen und diejenige
Hülfe finden kötmen, die ihnen sonsk im ganzen Staate, in welchem keine weite ähnliche Anstalc“existirc, nirgends ge.- währt werden mm. Za nicht allein für arme Kraüke Über,- haupt, sondern auch für die Aufnahme bemittelter Kranken aus den gebildeteren Ständen muß ein wohleingerichretes .Kxankenhaus die Gelegenheit darbieten. Als ein besonders Drnxgendes Erforderniß aber erscheint dies in volkéreichen *Stadten , zvo viele Fremde, Durchreisende und unbeweibte *Persoyen ]edes Standes fich befinden , denen es im Erkran- Jkungsxalle an aller häuslichen Pflege und Wartung, also an ';!de gebricht, ohne welches in der Regel jede ärztliche Hülfe Fruchth angewendet wird, was sich“ aber weder durch Geld Krkayfen, noch qußer dem Familienkreise sonst irgendwo ande'rs, “!A-8 ty woöleingkrichteten Spitälern finden läßt. Durch eine =*Lmrzchtm1g, die auch solchen „Bedürfnissen eine humane Be- chsccsztigung widmet , gewinnt" zugleich der ganze Charakter etts1es jeden Krankenhauses .schon insofern, als der Umgang Furt Kranken aus den gebildeteren Ständen das beste Mittel B|, eme sick) Nur zu leicht eétxschleichende Indolenz des unter- ärztlichen und“.Rol)heit des Wark-Personals aus aklgemeinen
„Krankenanstalten erxtfernt zu halten,
Gleichzeitig aber ist in eben jener C'inrichkung auchein
“Mittel enthalcet), welches manchem Vorurtheéle begegnet, wo- .Dnrch .der gcmetne Mam; oft von Hospitälern'überhaupt ab-
efchreckc und diese nur zur sie der 6 en ' “ choZZ" wirüdö h ä Z h ckck| VW aufzujuchen enn er auch n ck| der Be a u “de nötfi en Raumes nichts w,ütr)chenswerther erschLY1rffuan ei?“ EtZter: nung alles dessen, wodurch einer Heilanstalt die einladende rxnd Zutrauen erweokende Form für die 7Mehrzahl hül-fsbedürf- tt__ger Kranken geraubt wird, so muß auch aus eben dem Grunde »als ein wesentliche; Gebrechen der Charité die noch stakk,„find„ende „Vereinigung derselben mit der Jrren-A'mstalk, so Wie dre gleechzeétige Unterbringung der krälzigen, syphilicé- schen und aus den héefigen Gefängnissen eingebrachten Kran- k9t1_ daselbst, a_ngesehen werden. Nothwendig müßten für dte1e, Wem; dye gehörige Ordnung , Reinlichkeit, Zucht und Ausländtgketc erhalten werden foll, besondere Anstalten ge- schaßéen werden , oder wenigstens die Lokalität “ihnen streng abgejonderte, und gxs-Hloffene Räume anzuweésen gestatten.
Soll dxe Charccs allen in Obigem angedeuteten Forde- xnngengenugen, - Forderunégen, die man mit Recht an' )epes-woh-l _cmgericbtece Kran cnhaus machen kann, so“ wird dre C'rwetcerung der gegenwärtigen Anstalt auf das Dreifache. des vorhandenen Raumes und die Erbauung einer gesonder- ten Jrren-Amstalc unerläßlich.
Anek) hterzu sind bereits die erforderlichen Einleitungen gxschehen/ zmd ,verxraUUt1gsvoÜ läßt die. Huld und Gnade Sr. Ma)]estac des Konigö uns hoffen, daß Allerhöchskdieselben, * dxn'ck) Gewährung des projektirren Baues eines vollständigen Kyankephmxjes, wozu die Pläne bereits entworfen sind, Suh em mcht minder würdiges Denkmal)! Ihrer glorreichen Regte-rungk jekzen werden, _als Allerhöchstdieselben dies bereits für M Krmste, und Wiffenjchaften, auf eine eben so erhabene
- und “ausgezeichnete, als huldvolle Weise, zu vollziehen geruhet
haben. Schon haben des Königs Majestät den Situations- Plan des Krankenhauses im Allgemeinen zu genehmigen und des durch den Anbau nothwendig werdende Verlegung der Stadtmanex aus Staatsfonds zu bewilligen die AUerhöchske Gnade gehabt.
Nicht minder haben A(lerhöchstdieselben unter dem 24. Nov. v. Z. die Errichtung einer eigenen Behörde,.Behufs exner zwechmäßigern Leitung der Charicé-Angekegenheiten und zur Yerbesseruu des Kranken und Hospitalwesens überhauyt zu befehlen, au ) Yer: Geheimen Ober-Tchizinal-Rath, Dr. Rust, 'ztxm Präxidenten derselben zu ernennen geruhet.
Dteje neue Behörde sol! unter der Bene_nnung „Kö,- t1§gléchesKuratoxium fürdie Kranken; und Hos; ye-ßale-ngekeg'e'nheiten“ der doppelten Bestimmung“ ent- xprechsn: „ .
. u. di_e Oher-Aufsicht erdLeitung der Angelegenheiten des * [)refigen Chayjté-Krankenhauses in administrativer Hinßcht zu übernehmen, und -- ., __
b. eine begutachtende und Rath gebende Behörde in al- len Angelegenheiten des Kranken- und Hospital-Wesens der ganzen ONNmrchie zu bilden. ,* .
' Atrßer den hierzu erforderlichen Technikern sollen ihre „„Tttglteder aus Räthet1“so!cher hiestgen Behörden beßehen, dre an dem Kranken- und Hospital-Wesen überhaupt, oder an der Verwaltung der Charité insbesondére, 'eén amtliches Juterese haben. Der Organisations-Plan dieset: néuen Be- hörde tsc bereits so weit gediehen, daß er Sr. Maj.-binnen Kurzem zurö Allerhöchsten Entscheidyng und Vollziehung vorgelegt werden kann, und steht demnach zu hoffen, daß-mic dxr eintretendxxxWirksamkeit dieser Behörde aäe jene Wünsche, - dre im Herzen., jedes Pgtrioten und Menschenftéeundes ,für die Verbesserung der Krankenpflege nochlaut- werden , ihre batd- “ möglichjke Befriedigung erhalten werden. * ' "
Drese wenigen aus authentischen Quellen geschöpften Bex . mcrkungen dürften vorläufighinreichend seyn , die hier und. '
, da, selbst in fremden dffentlicheanätt-ern“, verbreiteten grund-
loscn oder e7nt|elltenNachrichten Über diesen Gegenstand eben . so ZU bsxickstigen , als Diejenigen zu beruhigen, welche an jeder wetteren Abhülfe der obwaltenden'Gebrechen unseres HVZpikal-Wesens so voreilig verzweifeln, oder wohl gar in der "SUM" E*“Urichkung eine Beeinträchtigung der, einzelnen-Thei- len bisher zugestandenen Gerechtsame ér-blicken wollen. „* „Berichti ung. - „
In dem m Nr. 58 dieser eitung befindlichen Arttkel Über das Königl. Zeughaus hierselbst ist, bei Erwähnun Her in früherer Zeit eroberten Türkischen Trophäen“, MU) Mitch .der General Schomberg als Führer der Brandxnburgiscben Hülfsvdlker genannt," dieser soll jedoch" Schönmg heißen. Zwar war Friedrich v, Schomberg als Feldmarschall v__on 1685“ bés 1688 in Brandenburgiscben Diensten, stand aber me gegen, die Türken im Felde, sondern “half seit 1688 dem König Wil-
helm vim EnglandZseénen Thron gegen Jacob U. (Stuart)