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daß die Reise-Wuth der Engländer dem Lande vixlen Scha- den zufüge; man sollte daheu' jedem Abwesendx-n. eme Steuer auflegen und würde dadurch dem Lande 4 Mrlhonen Pfurzd jährlich wieder einbringen. Lord L owther memte, daß em
Verzeichnißvon den Pässen, welche die frx'mden Gesandten,
ertheilten, 1chwerlich zu erlangen seyn dürfte, jedoch die vom auswärtigen Amte ausgestellten Pässe würde man genau verzeichnen können. Herr Colborn_e entgegnete darauf, daß von 20 Reisenden 11écht Einer Minen Paß beim aus,- wärtigen Amke ich ausfertigen lasse, dxnn hier_ koste er 2 Pfund , w hrend ihn der Französiyche Bot!chafter gratis ertheile. Unter gewissen Umständen sey freilich (3er im auswärtigen Amte ausgestellte Paß doch noch de_r wohlseilere, denn damic könne man durch ganz Europa reixen , währcxxd der des Französischen Botschafters nur bis Paris odcr höch- stens durch ganz Frankreich seine Gültégkeic behaltx. In an; dem Ländern koste es aber oft sehr viel GW, Keinen Paß erneuern zu lassen. - ?err Peel erklärte, er müsse_slch dem ganzen Antragc wider cßen, da dieser __eine Einmi1chung in Privat-Angelegenheiten bezwe-Fc, die sich nicht würde recht- fertigen lassen. Er würde nichts dagegen haben, wenn man zu wissen verlangte , wie viele Päffe überhaupt jährlich aus,-
gestellt werden und wie viel dafür im auswärtigen ".'(mrc cin-
gehe; der Kundmachung eänzeluer Namen müsse er sich je,- doch widersetzen. Oberst Sibrhorp nahm darauf Minen Antrag zurück. -- Herr O'Connell überreichte eine Bikr- schrift der katholischen Einwohner der Insel“ Grenada ( in “Westindien, zwischen Tabago und den Grenadinen) die darum uachsuchten, daß man sie der Kolonial-BesMänkungcn,- die ihnen, ihres Glaubens wegen , anfe'rlegt seyen, enthebe. » Herr“ Brougham rechtfertigte fich [Heraus gegen einc in der vorigen Sikzung, während seiner 'LwaesenHeit , in Bezug auf ihn gemachte Anspielung, daß er nämlich im Jahre 1.825 den Lord C. Somerset, wegen deffen Verfahren als Gouverneur vom-Vorggbérge der guten Hoffnung , in Atxklagestand habe versetzen wollen, hiervon, aber dadurch zurückgehalten worden „sey, daß ihm die Familie des Lords, in seim'r Eégcnschaft a[s Advokat, eine sehr einträgliche Beschäftigung sr'cheilc habe. Er suchte zunächst darzuthun, das;" er ni-smals füx: Lord So- merset oder seine Familke als ?[nwalf beschäftigc gcwcscn sey, alsdann aber den Grund, weshalb er eichtüch im Jahre 1825 die Anklage nichr vorgebracht [)abe. _- Eine 8031 Hrn. P. Thomson überreichte Bitrschréfc verschiedcncx Einwoh- - ner von Newark“, die sich über ,das (früher in dicker Zeitung schon bercgte) Verfahren des F crzogs v. Newcastle bcxcizwer- ren, der bekanntlich diejenigen “cl)nsleuke, dée*bei der lekxten Parlamentswahl nicht ILM Hrn, “' adler, sondern für Hrn. Wilde stimmten, von „aus und Hof jagte , erregre eénc_lcb- hafte Debäcte. „Diejeni' en Einwohner von __Rewark“, m_qte Hr.Tho1nson, „die ein )'rundstück, ihres Gexchäftcs odev ih,- rer Erholung wegen, benulzcn wollen, nn'xffexx sich dicserhalb "an den Generalpächter alLer dortigen Kronländereien/ welches der Herzog von-Newcastle ésk, wenden. O_teser überläßt ih,- netr zwar die Grundüücke auf gewisse Zeit süx einen _tl)euren Preis, jedoch sieht er die Leute darm amt) als mit Leib und Seele, ihm verschrieben an, und wer üb'er irgend eine politische“ Frage-nicht einer Mcimung mit ihm ist, «der = wird ohne Erbarmen fortgejagt. Auf diese Weise «mißbraucht der Generalpächcer die ihm' von der Krone “übexlaffenen Ländereien, und vernachläßi c ihren Zustand auch “insofern, als er nicht leicht neue HäusZr erbauen läßt, weil dies natfirlich auch neue Parlaments-Wähler erzeugen, würde.“ HerrThomson schloß mit dem Wunsche, “daß es ut seyn würde, wenn die Krone diesen Ländereien,. nach AYlauf der Pachtzeit, eine andere Bestimmung gäbe, und trug darauf an, daß die Bixrschrist einem besondern Ausschuffe Überwie- sen werde. -- Hir Francis Burdett nahm die Gelegenx heit wahr, “Uf UU? YM ihm kürzlich [)ingeworfene Aeußcrung zurückzukommen. (S. er61 der Staats-Zeicung). .Der Herzog von Newcastle [)a_rte es ihm nämlich, wie aus einem -im Morning-Journal. ausgepommenen SchreibeUÉcrvorging, übelx genommen , daß er ck11 einen bekannten urgfiecken- Spekulanten genannt habe, von dem er seinen Sitz im Par- lamente zuerst erkauft habe. Der Herzog hatte bemerkt, daß .er zu jener Zeit noch minoretm gewesen sex und darum an dem Fandel mit Sir “F: Burdett keinen Tkxil gehabt habe. Dxr erziele sagte mm, er wolle mit dem Worte „Burg,-
fleck'eu-Svekulanr“ durchst nicht den so scHr beleidigenden.
„ Sinn vchinden, denn so lange es keine andere Weise gebe, emen jungen talentvollcn Mann ins Parlament zu bringen, müss? man froh seyn, _ daß es auf d:“e“,"c Art geschehen könne. UEÖUIUW sey er selbst damals nicht “viel älter gewesen , als dex Herzog, und ehabe sich nicht wenig gewundert, als ihm sek"? Freunde erzählt hätten, cr sey zum :.?itglécdc des Par-
laments erwählt worden. Er sagte ferner, der SLZ abe ihm damals 4000 Pfd. gekostet, und zwar Mit der GaXaZtie,
6_ Jahre im Parlamente bleiben zu können , gleichviel“, ob“
dasselbe in der Zwischenzeic aufgelöst Werde, öder niche. -- In „Bezug auf die vorliegende Bittschrift sprach sich der Red- ner jehx scharf gegen den Herzog von Newcastle aus. „Wenn wir“, 'Wie er, „es für an cmes'en erachtet haben, die Wäh- ler von Casr-Retford für ,andlungen zu bestrafen, mit de- nen keine Gewaltthäcégkcir verknüpft war , “um wieviel m'ehr Yestrafung verdient nicht des Herzogs Verfahr'en, der sich Gewaltthärigkeécen erlaubte? Wir bestrafen einen Taschendieb mic Milde mxd Naxhsichc; wer uns aber das Pistol auf die Brust sekzt, um mner Geld zu fordern, der wird streng ver- urcbeilt, weil wir es für eine große Verstärkung des Verbre- cl)c_ns halten, wemxt Gewalt dabei gebraucht wird. Warum alw nichc auf dieyclbe Weise diejenigen bestrafen, dée Schw?- kens-Méttel anwenden, um unser geheiligtes Recht, unsere Vertreter im Parlament selbst wählen zu dürfen, zu hincer- treiben? (Hört! hört!) Unmögléch kann das Haus an" der einen Seite dem Flecken East-Rerford sein Wahlrecht nelchn und auf der anderen seine Augen gegen die Angaben der vor.- liegenden Qicksctzrist verschließen. Ich bin dahex dafür, daß man sie einem besonderen Ausschnsse überweise, weil dies der einzige „Weg ist, hinter die Wahrheit zu kommen und Gerech- te“ ksit auszuüben.“ _- Hrrr Sadler selbst nahm in dieser
ngelegenheic das Wort. Er behauptete, daß 'die Bittschrifc“ viele unrichtige Angaben enthalte, nnd rühmte der.; Charakter und die Wohlthäcigkeic des Herzogs von Newcastle, be- sonders in Bezug auf die Armen von Newark. Nach- dem hieran Lord Howick, Herr Hobhouse und SirRo- Sekt Wilson für die Ueberweimng der Bittschrtfc cm ein bésondereö Coméké sich hatten vernehmen lassen, sprach sich Herr Peel dagegen aus, und zwar zunächst , weil ersrlici) 172: der Bixéschrifc nicht wirklich nachgewiesen sey, daß s:“ck) der Herzog gewaltsame Maaßregeln gegen die Véähler von Newark erlaubthabe, und zweitens, weil die Wähler„ wenn. sie gegen die Rechtmäßigkeit der Wahl häkkcn Einspréxckx machcm wollen, früher mit ihrer Beschwexch häcten erschcinen müffen. .Der Antrag wnrde darauf von
(1.0; gegen 01 Stimmen verworfen. »“ Das Haus Vér-
wandeltc sic!) alsdann in einen Subsidien-Ausschuß, um die ?(usgabM der Marine im Berarhung zu ziehen. Zunächst trug Sir (33. Clerk darauf an, daß 29,000 cMann mic Ju- bcgréff von 8000 Mann Königl. Seetruppen, zum Dienste der Marine für das gegenwärtékze Jahr verwanIt werden sollkn. Her'x Hume machte, da Um die vorgeschlagenen Er.- sp-arniss'e (.;-82,939 Pfd. gegen das vorige Jahr) zu gering. 1"ch:'encn,„ daI'Amendemenc, 'die Bewilügung, statt auf Yin „Jahr, vorläufig nur für sechs Monate zu gewähren“. Nach einigen **:-Hegenbmnerkungen des Herrn Peel (einige Dam daraus werden wir noch nachléefern) wurde das Amendemenr von 148 gegen 47 Stimmen verworfen und W ursprüng- licHe Antrag attgetxommcn. An diesen knüpfte sich die Be- willégung vor: 980/200 Pfd. zur Besoldung jener 29,000? WÜMM, nach dstn Maaßsrabe von 2 Pfd. 12- Schéü. monac- lich für jeden Einzelnen. »- Hr. Gordon fragte, ob die Regierung Willens sei), die Srempel-Gesekze zu ändern, “und ob namentlich der Erbschafcs-Stempel eine Veränderung er- leiden soll? Der Kanzler der Schal5kammer ant- worcere, daß dié Regierung zwar eine Aenderung beabficsyx tige, dock) könne er über die Natur derselben fich vorläufig noch nicht äußern, weil dies leicht zu unstatthaften Spéculacionm die Veranlassung geben könnte. Es wurde darauf, da man inzwischen zu den _Finan en übergegangen war, dem Minister gestattet, 12 Millionen *?)fd. durch Schaßkamrnerschcine auf- zunehmen; ferner die Bewilligung erthcilké daß die Ostindi- sche Compagnie 60,000 Pfd., „Behufs Unterhaltung der in „Indien dienenden Truppen, an die Schakzkammcr zahle, wo;- bei Herr Hume meinte, daß die Compagnée kaxtm halb so viel zahke, als sie von Rechts wegen bezahlen “1ollte. Das- Haus vertagte sick) um 17;- Uhr,
L ondon , 2. März. Am verwichenen Sonnabend 111achke der König eine Spazierfahrt im Park und besaß bet“ dic1er Gelegenheit die in Sandpic-Gate befindliche Wéenagerie.
Am selbigen Tage fanden große Mittagsmahle bei dem
Hcvzo e von Wellington und „Herrn Peel statt. _ , VIOL einIiZen Tagen hielt die Königl.Kommissior13ur Re- duction der * acioual-Sehuld eine Sißung im Schaßamck- Die Direktoren der „Bank und der“ Kanzler der Scht'skaUMMer wohnteté derselben bei. * ,
.Bei der neulich in dem „Burgflecken Cxonmel sratkgcßxn- denen Wahl eines Repräsentanten „für diesen Plaß/ fick Ikl- bigc an einen Herrn Cooke. „ „
. chlage
509 Beilage-z'ur Allgemeinen Preußischen Staaks-Zeitung „)x-"70,
Zu Dublin war am Sonnabend _ die Nachricht einge- gangen, daß Lord Beresford „in der Graf1chaft Waxerford mic „roßer Scimmen-Mehrhext zum Pyrlaments-Mttglcede erwä lt worden ist. „ _ _ _ '
olgsndes ist der wesentliche Inhalt der m dtesen Tagen im nterl)au,se zum ersten Male verlesenenzfauf dramati- sche Erzeugnisse sich beziehendxn Bill.; Jm Cmgange dersel- ben wird auf die zeitherige Hewohyhecr aufmerksgm gemacht, dramatisch Werke während threr Vorstellung aus dexy Thea,- ter, an welches der Verfasser ste verkauft hear, trachzuxcereiben und se dann auf andereanheatern aufzufnhren, was wnwhl dem Verfasser, (xls dez1 Etgenthümqrn jetzes Theaters zum größten Nachcheéle gereache. Jm wetteren Bexlaufe- der Bix! heißt es, daß, um diesem OITt'ßbrauckw abzuheksen, dre Verfa?- sér dramatischer Werke allem déeFreiheit habet1_so[!e11, ste auf irgend einem Theater in dem vereinigten Kömgrexckx von Großbvicanien und Irland , auf den Inseln Man, Jersey undz-Gulmsey, oder in irgend einem_Tx)eile der unter_§Briri-“ scher Herrschaft stehenden Länder aUszusÜl)ren 00er misjälyen zu lafsen, und daß dieses Roxht, durch 1vqlckckes m' als etnztge Eigcnchümer ihrer dramatijchen Erzeugmffe a:;erkannc wer- den, “ihnen, oder, im Fall ihres Tod_es, ihren Erben„ vom Tage der Bekänntmachüng des Über dicken Gegenstand _zu erlassen- den Gesetzes an, auf 28 Jahre gesichert bleiben joUe. Wer
- ein dramatisches Erzeugniß, ohne Erlaubniß des Verfassers, auf
die Bühne Hringt, verfällt für jede Vorstellung in eine Geld,- strafc von 10 Pfd. und muß die Prozeß-Kosken tragen. Kla- gen héxrübersnd bei den Friedensrichtern anzubringen, die im Nick)tbezahlm1gs-Falle von Seiten'der Beklagten angewie- sen snd, deren Effekten versiegeln und verkaufen-zu_lassen, um die Kläger _zu befriedigen. Alle Prozesse über diejenGe- genstand müffen'im Laufe von 1:3 Monaten nach dem Tage, wo ein rechtmäßiger Verfasser beeinträchtigc'ward, anhäagig gemacht werden. Das hier erwähnt? Eigenthxtms-Rech roll auch auf weiblicheVerfaff'er dramati1cher Wexke ausgedehnt werden. *
.Wie man sagt, wird auf den Vorschlag zweier Vorge- setzten der City von London die neue Polizei auch dort in Kurzem eingefüßrt werden. '
xNach Berxchten aus Leeds und Huddersfield hatte sich dorrén der leßten Zeit; eine ungewöhnlich starke Frage nach wollenen Waaren eingestellt; auch in Bradford und Halifax warjes lebhafter im Handelgeworden, und man versprach ßes) an den genannten Orten im Allgemeinen für das heran- nahende Frühjahr eine größere Thätigkeit in den Geschäften.
«Noch in keinem Winter sind, dem Courier zufolge, die Wege in England “so durch-die Witterung verdorben worden; wie im gegenwärtigen. Seit langer 'Zeicschon trifft keine einzige Po zur regelmäßigen Zeit in Londotz ein.
„Nsw-Yorker eitungen bis zum 4. Febr. bestätigen die bereits gemeldete politische Umwälzung in Mexiko mit dem
erfreulichen Zusaße, daß Alles ohne Verletzung von Personen “
oder: Eigemhum abgegangen sey. --_Aus Kslumbien meldet man, daß Bolivar sich auf éiner Reé1e_nördléch von den. Grän- zen Peru's-befände und am 20. Dezember in Popayan Er-
*wartet würde, von wo. es seine Abfichk sey, sich unverzügléch
uach; Bogota zu begeben, um bei der auf de111.J_anuarfe|- gesesßren Eröffnung des dort zu haltenden Kongresses zugegen zu e n. * _ * , “ Die hier angekommene Kriegö-Schaluppe “Heron“, die RiocJaneiro am „27. Dezember verlassen hatte, bringt von daher die Nachricht mit, daß der Kaiser'von seinem nculichen Unfalls fast gänzlich [)ergeskellc war. Die genannte Schaluppe .brachfe Übrigens gegen. 200,000 Pfd.! Rimeffen für hiesige Kaufieute mix, hauptsächlich cms Lima und Valparaiso, nebst einer kleinen Geldsumme von der Chilischen Regierung.
Niederlande.
Aus dem Haag , 5. März. Zu der gestrigen Sißung der «zweéten Kammer der Generalstaaten wurde ein Gesekz vqrgcléegr; durch welches das Tilgungs-Syndikat ermächtigt ward„ 'diezHFproc. Rente einzulösen und dafür Schuldscheine “Ufö'iligeben, déren Zinssuß weniger als"-4-Z pCt. betragen soll. DW "äberen Bestimmungen darüber sollen noch“ festgestellt werdeY; Im Jahre 1838 soll bei Vorlegnng des zehnjähri- ae11.Stt:tateot1s-Etats des Tilgungs-Syndikaks den General-
skaaten über die durch obige FinaUz-Maaßregel bewirkten Er:“
sparnésse Rexhtzung abgelegt werden. Das Munster der Justiz und der Finanzen haben am 2ten d. den Berathungen, derCentrat-Section über die neue
-
[ einzuführende Kriminal-Gerichtsordnun und über den *“ seß-„Entwurf in Betreff der Accisen beingohnt und den IT- yuctrteu die verlangten Aufschlüsse gegeben. Die" beéden Ge- ]ejz-C'ntwürfe über die Presse und den öffentlichen Unrerricht haben in den Seccéonen bei den Deputt'rten dcr südlichen so- wohl a_l5 der nöydlichxn Provinzen viele Gegner gefuuden,
'Dxe'Art, wre das zweite Kammer der Generalstaaten -nealtckx “dle Brüsseler. Bicrschréft in Betreff, der Preßfreéheéc QÖZELZWL-M [)ak, schemc die sogenannten liberalen Unionisren dcr ]:;dlxche1-1 Provimzen in große Bestürzung qeselzt zn ha- ben; beyondcrs meeru fie fich, daß auch viéle Deputircen aus den südiiclxn Provinzzm, Unter anderen die Herren Tain-
„tenierx le Vielleuzc, v. Anethan, Le Hon, v. Celles u. a. ge- gen dre Annahme jener in ungeziemenden Ausdrücken abge- faßtcn Petition gestimmt haben. * _ Unter den vornehmen Zavanesen, die- fich unserer Ré fe- rUUg t1e1xerdi_ngs unterworfen haben, befinden sich, den e- richten des General-Gouverneurs zufolge, auch dkeé Brüder Dxepo-Negoro's', von denen zu Anfang Oktobc-rs bekeits zwei. iz: Djokxpkarra angekommen_„waren. Roc!) wichtégcr is: die shon bekannte Unrerwerfung des Fürsten Mangko-Boemie, der am 28. Seyt. “én Djokjokarta den Eid der Treue qegen [diec-Yiederländijche Regierung und gegen “den Sultan “abge- eg- _at.
Wie man verm'mmc, ist das Gesuch desBarons von Stgffart un] Wiederauszahlnng der ihm entzogenen Penfion zurückgewiejen worden.
Dem Amsterdamer Handelsblact zufolge snd ém vo- rigen Jahre 29,107,800 Pfund Kaffee in den Niederlande:: verzehrk woxden, was im Durchschnitt für den Kopf 5 Pfd. Kaffee giebt; 17 Millionen dieses Bedarfs kommen auf die südlichen Provinzen, Am meisten Kaffee braucht unter allen Provinzen Südholland, nämlich 3,100,700 Pfund, 1th das einzelne Znöévéduum verzehrt hier durchschnitclich das Jahr l)i:1Q_urch 7ck Pfund, während es in Luxemburg mn“ 3 Pfund konxumirt. -
Dänemark.
* Kopenhagen, 27. Febr. Nach dem von dem Ge- jundhetcs-Kollegium eingegangenen Berichte smd in Däne- maxk im Za re 1828 24,876 Menschen vaccinért worden. Sett_den 2-7“ ahren, in welchen- die Vaccine in „Dänemark emgxsührc csc, sind im Ganzen 670,88? Menschen vaccinirt wor en.
Das hiestge Königl. Kunst-Museum hat im Jahre 1828 Zuid 1829 einen Zuwachs von mehr als 600 Nummern er,- aten. . " Di? Ausfiehtey auf die nächste Aerndte auf den Dänisch- Weskindisöhen Injeln sind sehr erfreulich, da die Wittérung. bis Mitre Dezembers für die Zuchererkndte höchst günstig gewesen * ist.
Deutschland.
Darmstadt, 4. März. Nachstehendes ist ein Auszug aus dem bei geggnwärtig versammeltem Landtage erstatteken Vortrage des Budgets-Qomité: '„Dße Verbrauchsterwr war mit 5477000 Fl.“ Brutto" veranschlagt", trug *im Jahr 1827: 615,038 und in der ersten Hälfte des Jahres 1828: 3687987 Fl. ein. Mit Ende Juni 1828 hörte se auf", «"und am 1sk'en Juli nahm der- Zollverband mit Preußen seinen “Anfang, Diese Zollvereéniguug ift unstreitig eines der wichtig|en Er- eigniffe der lekzten Zeit. unsere hohe Staatsregierung hatte
längst vollständig anerkannt, daß unser Land, abgeschlossen" von allen Nachbarstaaten, kein eigenes und besonderes Zoll; * system auf die Dauer befolgen könnte“. Gerade durch diese "erwirkte Zollvereinéqung hac fie _den lebendigsken Beweis
“geliefert, daß [le_sehr aufrichtig und wésentléck) v'dn An-
fang an zur Erreichung des großen allgemein ersehnten Zweckes » “Handel und Gewerbe in „allen deutschen Landen von den in neuerer Zeit angelegten Fesseln wieder zu befreien und. eine _ roße VereinigUng zur “Wiederherstellung Déatscher Handels rciheéc zu begründen, -- micgewirkc hat. Sie hat aber auch eben dqdurch das „große Vertrauen, das die Stände auf dem lefzrcn Landtag duch) ihre so unbeschränkke desfa-llüge Ermächtigung ihr bewian _ hatten, auf die besriedégendsce Weise gerechcfertigr, und keine Folgezeit wird ihr de:*1„wo[)lverdienten Ruhm streitig machen, unter den wenigen Deutschen Staatsregierungen mit askan- den zu haben, welche zuerst" dem besseren System die 1 wie- rige Bahn gebrochen haben, welche zur endlichen Erreix ung