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sogar die Majorität zu Theil geworden sey. KDamc-ls. _aber habe noch das rechte Centrum mit der rechten Seite geskxmmF, während dasselbe sich seit dem 8. August der Oppofitton m des Arme geworfen habe. _
Der Courrier frangxais äußert rich über die Zusam- menstellung der Büreaus der Depuxérten-Kammer in folgen- der Art: „Diese Zusammenstcilung scheint uns eine feste und ruhige Protestation gegen die Thron-Rede. Es ist dies das erstemal, daß an der Spikze dcr Büreaus auch nicht ein mi,- nifterieller Name* glänzt; kein einziger der Präsidenten oder Secretaire gehört" der rcchken Seite oder der s))?inisker-Bank an. Alle sind aus dem linken Cenrrum, der linken Seite, oder dem unabhängigen Theile des rechten Centrums genom- men. Diesem leßtcrn gehören dreiBÜreaus unter dem Prä- sidium der Herren von Bizemont, von Marrignac und von St. Cricq an. Das linke Ccnkrnm hat zwei Büreaus fÜr sich, welche von den Herren Cas. Périer und Royer-Collard präsidérc werden. ,Die vier Übrigen BÜCMUS gehören den verschiedenen Nuancen der linken Seite, und an ihrer Spilze stehen die Hrn. chffitte, Lafayette, Baron Louis und Cassaignolles. Die Kammer hac sonack) gleich bei ihrem ersten Geschäfteeine bestimmte Farbe angenommen; se hat bewiesen, daß sie fest entschlossen sey, in der Bahn der Verfassung vorzusch-reircn, und _das; sie sich von den Drohungen der Minister nicht“ ein- schächrexn lasse.“
Die France nouvelle bemerkt über denselben Gegen- stgyd: „ er geringe Einfluß eines corstre-revoluti-onnairen Méx-xéskeriums tritt mit jedem Tage deutlicher hervor; je mehr dasselbe seine Reihen zu verstärken sucht , desto liel)- tex wer-dcn dieselben. In allen Sectionen der Deputirreu- Kammer hat sich seit einigen Tagen eine mscbiedeme NeiZung zu der linken Seite gezeigt. Wir können mit Bestimmtheit ankündigen , daß mehrere Depucirte von demjenigen Verein des rechten Cemtrums , welcher sich bisher bei Hrn. v. 25er- bis verxsammelte, jetzt zu der Fahne des Hrn. Agier geschwo- ren haben; dagegen ist wieder eine Anzahl von Freunden die,- ses Lekztorn der Partei der linken Seite, die ihre Versamm- lungeu-iU der Straße Richelieu [)älc, beigetrecen. Ein sol- ches Abspringen ist ganz natürlich: je diktatorischer einc Re- gierung verfährt, desto mehr entfernen sick) von ihr alle un,- abhängig gesinnten ONänncr.“ ,
Der Pair, Marquis von Lally-Tollcndal, ist gefkern frÜl) vom Schlage gerührt worden. Bei der ihm soforr geleisteten Hülfehoffc man indeß, daß der Zufall keine weitern Folgen haben werde; heute Abend befand sich der Kranke" in einem ziemlich befriedigenden Zustande. Herr von La'lly war einer der' sieben Pairs, welche der Kanzler znr Entwerfung der Adresse bezeéchnet hatte. Nach dem ihm zxigestoßenewUnfall'e wupdyer sofort-durch den Grafen v. Panésse, wekcher in der Paixs-Kammer mit ihm auf derselben Bank Wc, ersetzt.
Man glaubt, daß der Graf Sjméon den Bericht Über die Adress der Pairs-Kammer abstatceu wende.
Daß: Journal du Commercx will noch eine zweite Abweichung, in der T1)ron-Rede,--wie Hotel)? von Sr. Majestät gehalten, und wie sie durch den„DrU-ck bekannt gemacht wox- den ist, bemerkt haben; der König habe nämlich im lekzcen Paragraphen gesagt: „Ihr werdet die treulosen Einfiüfkerun- geg, we„lche Uebelwoll-ende zu verbreéven suchen , mit Ver,- achtung zurückxbeisen“ ; in der ersten Ausgabe der Ca- zette fändewfich die Worte: mit Verachtung, nicht, wohl
aber in der zweiten, wogegen sie im MoniceUr wieder weg-.
gelasen wären. „ Es scheine hiernach fast„ als ob in den Be- rathungen über die Thron-Rede jene beiden Worte von der Majoricät “des,„Cc:11;seils verworfen worden wären, daß abet“, syäteuhin die Minorität dem Monarchen gcrakheu habe , sie nichxs destowsniger auszusprechen.
Die conskitucionnelle Majoricät der Kanmxer beabslchtigt, zu, Kand-(dacen für die Präsidentenscelle die Herren Royer,- Collard, Cas. Périer, Sebaskiani, Delaloc und Agier, die min-iskerielle Minorität aber die Herren von Ptna, v. Chan- texaUze„Pard-effus und Dupondzu wählen. Der fünfte Kan- didar deulqßtern Partei ist noch “unbekannt. * * „
Herr Marchal, DepUt-t'rcet: dcs DepartemeUts dcr Meur- tl).e„ hat auf das ,Büx'eau. der Deputirten-Kammer 10 Bitt- schriften niedergelegc die resp. von Bewohtxern des Depar- tements der OJTenrtHL, der obern Pyrenäen, des Eure und Loir, der Seine, undder Stadr Meß unterzeichnet stud, mxd_ worin die Wiedevherstellung der National-Garde, die Abjchaffung des doypelcen Votums und der"s(ebet1jäl)rigen Zusammenstxllmrg der Kammer, die Ueberweisung der Preß- ve-rgehen an die Geschwornen-Gerichte, *:inegrößere Verbrei- kUUI des Elementar„eUnc-sxriMs, die Abschaffung dcr Todes- ß'afe U; s-„w. „verlangt wird. -
Dtepxer ]üngßen“Mttglieder dor Deputirten«Kammer,
die als solche provisoréxch die Sekretariats-Geschäfte zu besor- gxn haben, smd die Herren Bexryer, von Lariboisfiére , von Qormenén und von Balzac (“nicht Legendre, wie wir gxstern meldeten.) “ Ein Schreiben aus Nantes , welches das Journal du Commerce mittheilr, berichtet, daß von dem dortigen Han;
delsstande nur neun Wahlmäe'zner dem Baron Dudon ihre -
Stimme gegeben hätten.
Von den hiefigen Theakertt hatte im Laufe des vorigen Monats die stärkste Einnahme die komische Oper (78,705 Fr.), die geringste der Circus der Gebrüder Franconi (20,800 Fr,). & Folgendes ist ein Auszug aus dem (gestern erwähnten) Scßreibcn, “welches der Baron Méchin an den verantworrii- chen HerausZeber der Gazette de France, Herrn'v. Genoude, erlassen hat: „MeinHerr; als einenKonmuntar zu der Thron- Rede haben Sie einen für die Majorität der Deputirten- Kammer höchst beleidigenden Artikel geliefert. (S. Nr. 68 der St. Z.) Mehrexée meiner Kollcgcn werden darin nam- haft gemacht , und auch mich nehmen Sie von ihren Läste- rnngen nicht aus. Hr. Wkécln'n , sagen Sie , habe in Caén das um Brodc bettelUde Volk mit Kolbenstößen behandelt. Ich danke Ihnen , daß Sie eine Verläumdung, die schon oftmals , aber leider immer in so zweideutigen Worten vor- gebracht worden ist, daß sie mir keine gerixhtlich-e Verfolgung gestattete, endlich klar ausZesprochen haben. -- Die große Hun- gersnoth, welche im Jahre 1812 im Departement des Cal- vados, das ich damals verwaltete, hervschce, führte am 2. März die Ereignisse herbei, die von Ihnen auf eine so seltsame Weise entsteljc werden. Es ge- lang mir Anfangs, die Gemächer zu beschwichtigen. Kaum aber -„ war- , ich nach dem Präfek-tur-Gebände zurückge- kehrt, als das Volk sich aufs Nene zusammen-rottete, stck) des in den Mühlen befindlichen Gctreides und »Mehls bemäch,tigce und allerhand Unfug verübte. OJTir blieben zar Erhaltnng der- Ruhe und Ordnung 11:11“ 40 Gendarmen; nichts _ desto weniger verbvc ich den Gebranch d:“:r Waffen, und mir Hülfe der von mir 1111 Jahre 1811 gebildeten Ehren-Garde, zu wel- cher noch 400 NacionavGardisceU stießsn, gelang .es mir end,- lich, die Ruhe wiederherzustelksn, ohne daß auch nur ein ein- ziger Schuß gefallen wäre“. Von den Unrahsßistevn wurden sechs mit dem Tode bestraft, die Übrigen aber begnadigt. Dies sind die Thaksachen, die ich nach amtlichen Aktenftücken a'nfÜHre, und welche “die Richcer, vor die ich Sie zu laden gedenke, zu würdigen wissen werden. Wenn ich im Laufe meiner langen administratkven und politischen Laufbahn einige glückliche Tage aufzählen darf, so gehört darunter: unbezwei- felt derjenige, an welchem es" mir, ohne die Aruvsndung irgend einer , selvst rechtmäßigen, Gewalc-Maaßregel,“ gelcmg, eine große Stadt vor der Plünderung und einen Theil der Be,- wohner derselben vor den Folégen seiner eigenen Jrrthümer zu bewahren.“ = ,
Der déeffeicige Botschater beim Päpstlichen Scwhle, Graf von 1a Ferronnays, ij" am 1:61en v. M. auf seiner Reise nach Rom in Turin angekoxmucn. -_ ' -' _
Die im Zaßre1750 von dem Könige Stanislaus Lesezinséy in Nancy g-estifMe Akademie hat an die Stelle des Generals So'kolniki den Verfasser der Geschichte dcr Polnésckxn Legw- nen in Italien, Herrn Chodzko, zum Mitglieds gewählt. „„
Der Advokat Hr. Barths hat sich gesrcrn nach TOM'S- begeben, um .in dem Prozesse der Madame Courrier die Ver- theédigung derselben zu Übernehmen.
Großbritanien und Irland.
Parlaments-Vcr[)andlungen. Als der Unter- Staats-Secretaiv Für die Flotte, Sir G., Clerk (wie gestern erwähnt) die Ausgaben für die Marine zur Sprache brachte, sagte. er unter Anderm, daß seit dem Jahre 1821 folgende Reductio- ne'u; sratrgefunden hätten: In der Admiralität: scyen 14 Stel- len „mit einem Gehalte von “7015 “Pfd. eingezogen worden; im Flotten-Zahlamre 24 Stellen mit einem Gehalte von 10,800 Pfd.; im Flotten-Amte 37 Stellen mit 12,000 Pfd.; in den Ponton-Häch 408 StelleU mit 88,630 Pfd.; in aus- wärtigen Ponkon-Häfen 2-9 Stellen-méc 360 P-sd.;_im Pro- viank-Amce 48 Stellen mit 8000 PFW; in dxn ver1ck)iedenen. Proviant-ONagazinen 37 Stellen mit 5280 PP.; und endkéch im Medizinal-Departement 8 Stellen mit 3600 Pfund, Durch diese Reduckionen wevde nicht weniger als ein Dritcex sämmtlichen früheren Attsgaben in diesem'Depayrem-ML cr- spart. Auch haben sieh die Reduckionen nicht bios auf «:ck-- altern-„Beamten mit geringen Gehalkeu beschränkt, denn eben: so wie der Ausgabcn-Becrag sey (mc!) dée Beamtxnzä-k)l M"; ein Drittel verminderc worden. Im vorigen Zahl“? ,h“ *“ zwar die Anzahl dér' zum Dienst in der Markus be1yiUtIkTU Leute nur 30,000 betragen; im Lane des lelzten HUMM-
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Habe man es jedoch, wegen derEreéngsse im INitteUätzdjschen Meere , für nöthig erachtet, dre Brttuche kacht aux xene-xn Punkte wesentlich zu vermehren. Daher sey_ gegenwärttg dre Anzahl der dienstthuenden Leute auf 32,000 maxd darüber angewach- sen; inzwischen habe man auch, mFolge derztingsten Begebexylwt- ken, bereits wieder Befehl zur Zurückberufung der nsch demP-tttel- ;[ändischen Mxere gesandten Vexßärkungeu erchetlc. Da aber, ehe die, Leute zurückkommen und abge_dankc we_rden könnén, noch eine lange Zeit"vcrgchen könne“, jo habe marx für das, gegenwärtige Jahr die Zahl der Dtxnscthuenden mchc uncx'x 29,000 ansahlagxn können. -- Auf dre Bemerkungen verschle- dener Mitglieder, und namenclrck) auch auf das Amendement Des Herrn Hume, erwiederte Herr Pe„el:„ „Man verkangc von der Regierung zu wissen, warum ste dre Zahl der dtensk- thuendén Leute in der Flotte seit dem Jahre 1817 so ver- mehrt habe? Man dürfte indeFen auch zugeben, daß e-s dem Vortheile des Landes “nich ent1prechen würde, wegn M M;- nister die Ursachen gew_ésser Vermehrxmgen in geWtssen Jah- ren genau auseinanderxelzen wollten. Ist es nicht begreiflich, daß es Gründe geben kann, die, im genauen ZuLammenhange mir dem Zust-ank-e unserer Seemachc sich befindend, zwar eine VermshrunL in diesem Departement vollkommen rechtfertigen, aber doch “Stillschweigen über diesen Punkt gebieten? Ju- zwischen will ich doch, so weit es meine Pflicht erlaubt, den gewünschten Aufschluß hier erthcélen.“ Der Minister beanc- wortete nun zunäck)| die Frage, warum sich die Zahl der Dienstthuenden in der '“ locte seit 1817, in wel- chem Jahre fie nur 19,000 Tann betragen, um 10,000 Mann vermehrk habe. Das Haus, sagte- er, hätte bereits früher einmal erklärt , es sey nothwendig, das Corps
“Dev Sexerruppen auf einem kräftigen Fuße zu erhalten,
wtrkléch sey auch die Einrichtung und der Charakter dieser Truppe-n-Gatcung so e“igenth1'imlicl)er Arc, daß man sie in Lhrem gegenwärtigen Zustande erhalten müsse, wenn man eine tüchtige Marine haben wolle. Ihre Anzahl »- 3000 mehr als im Jahre 1817 -- belaufe sch jekzr auf 9000 Mann, wovon 4500 immer zur See und 4500 abwechselnd xnéc jenen auf dem Lande fick) befänden. Hier Übcen stel) die1e sywohl Em Flocten- als im Militair-Dienste und seyen dabei 19 be- schäftigt, daß fie gewöhnlich von drei Nächten eine außerhalb des Bettes zubringcn müßten.“ „Ich bin gewiß“, fuhr Hr. Peel" fort, „von der Notlwendégkeic einer weixen Oekonomie auf das volkkommensre ü erzeugr; allein ich frage: ist das nicht auch weise Oekonomie, und vermehren wir dadurch nicht die, Sicherheit des Friedens, wenn wir unsere Seemacht in gutem und kräftigem Zußande erhalten? (Hört,. hört!) Ohne Etwas von der Eifersucht anderer TNächte sagen zu wollen Und mit dem größcen- Vertrauen in ihre friedfertigen Absich-
*ten, muß ich Doch zu bemerken geben, daß d'as Bewußcseyn
von der Macht eines Landes für Révale und Gegner das beste Bewegungsmitcelzum Fkieden ist. Man fordert uns auf, in der auswärtigen Poxitxk eine entschiedene Sprache zu führen ; wie kön- nen wér-dies'ahqr thun,- wenn wir nicht darauf eingerichtet sind, nöthigenfalls eben “so entschieden zku handeln wie zu sprechen? DarumnnUsen wir selbst im Frieden unsere Flocke stets voll- ständig erhalten;“ denn "müßkt: ein Land unvorbereitet erst» Kriegsschiffe bauén und bemannen, um einen Kampf zu be- stehen, so würden zwei Jahre _- und zwar die kostbarsten 11th wichtigsten in einem Seekriege -- vergehen , ehe es rm Stande seyn würde, sich gegen einen mächtigen Feind kräftig zn vercheid-lgen oder einen Gegner mix Vortheil anzugreifen (Beifall).- Seit dem Jahre 1817 sind imONéttelländisMn Meere Ereignisse vokgefallen, die man damals nicht vorher- sehen konnte. und worauf man natürlich" zu jener Zeic noch nicht eingerjchtec war. Auch muß bemerkt werden, daß die Stärke unserer S*:emacht sich zum Theil nach der anderer Skaaxen richten muß. Im letzten Sommer hatte Rußland 6,“Frankreich 6 oder 7„und England 8 L111iet11cl)iffe_ im, Mét- Telländischen Meere; ein“ solches Verhältniß ist gewiß kom rm- “xichtiges, es kommr Großbritanien als einer O)?ar€x1e-Macht zu; besonders, wenn man erwägt , welche kriegerishe Skellung
Rwßtand gegen die Türkei angenommen hatte (Hörcé). anwi- -
schen hat auch die Regierung die erste Gelegenheik wieder wahrge- t1omm*en, éhxe Seemacht 111113000 Mam; zu vermindern.“ -- Im Ganzen, f(tl)c de-rMénéster fort, seyen währenddesSU-nmers 1829 82300 Mann-mehv im“Mittelkändischen Meere gewesen, als im JUN“? 1817. Die: KÜsken-Blvkade, anf 2200 JJTatm sich be- MlsWd- die den doppelsen Zweck habe, den Schleichhandel zu“,[):nd_§:r11 und nöthégsnfalls die Küsken-Vsrcheidignngsschiffe JUÖLWKUKW- “sey ebemfalls seit den: Jahke 1817 ersk entskcm- SM- und aus diesczx drei Vermehrnngen enrspringe mm der ZUrvack)s von 10,500 Mann seér jenem Jahre. Der Redner
WT? WMW: „Betrachten wir dée Ereignisse, der letzten zwei
„Jahre,? besonders vvtr dem Standpunkco aus, den wir als
» werde.
Marine-Macht einnehmen müssen, blicken wir auf die Begw benheiten im Mittelländischen Meere, auf die Streitigkeiten in SÜd-Aknerika, die leicht auch anf unsere „Kolonx'éen Ein;- flus;_üben können, auf die zwischen unseren und Süd-Ameri: kani]chen Fahrzeugen vorgekoMmenen Konjfionen, auf dew Krieg zwischen Brasilien und Buenos-Ayres, auf die'That: rache, daß die neuen'Scaaten _in Amerika eben nicht sehr ge.- wrssenhaft an den legitimen Kréegsgebraucs), der ihnen'zum Theil unbekannt, zum Theil aber auch gleichgültig ist„ seh binden, und blécken wir endlich auf die Art der Kriegführung in jenen Gegenden, so leuchtet uns wohl die Nothwendigkeit ein, eine arje Schiffsmacht zu konserviren , um auf einein Punkte 21161chweifungen zu verhüten und auf dem andern den Gang x_md d_as Resultat der Ereignisse wahrZunehmen,“ *- Schließlxcl) rühmte es Herr Peel, daß der gegenwärtige Lord-'Léeut_ena11c von Irland_, Herzog von Northumbertcmhy sich von 1elb| veranlaßt ge1elcken habe, der Re kerung eine Reduction seines Gehaltes von 27,000 auf 20, Pfd. vor- zuschlagen, eine Bemerkung, die. eben so, wie die ganze Rede des Ministers, von dem mefe micxvielem Beifalle aufge- nommen wurde. (Das Remltat diexer Debatte ist bereits gestern mitgetheilxworden.) _
. London , 2. März. Dem Vernehmen nach wird Prin Leopold, ehe er nag) Griechenland "geht, eine Reise dur" Frankreich und Deutschland machen. -
Das Comité: für die ostindischen und chinefischen Ange- leget1heicen hat nun auch einen Herrn Brown und einen Herrn Milne, die bedéutend nach Chit'm handeln, vernommen. Jhrer Angabe nach belaufen fich die * Privatgeschäfte mit China jährlich auf circa 3 Millionen Pfd. Sterk, und es scheint , daß, wenn das Compagnie-Monopol aufhört, man den Thee in England um 15 pCt. wohlfeiker trinken kann, als bisher. Es ward auch noch darauf aufmerksam gemacht, daß der Thee frisch weit werthvoller sey , als wenn er über- jährig is?, die Compagnie kehke sich aber daran nicht, und so müsse man schlechtem Thee f:";r schweres Geld kaufen. Herr Brown sagte, daß sein Umsatz nach Kanton seit 1821 slch auf 7 - 800,000 Pfd. Sterl. belaufe;_ er glaube aber nicht, daß ein allgemein freier Handel mit China im Ganzen nülz- lick) ausfallen werde. Herr DNilne (zus J)?anchesker , jekzt zu London privakisirend, macht keine Geschäfte mehr, er sagk aber, daß Er 30 Jahre lang sein The_egeschäft durch Amerika.- ner habe bexreiben lassen und dieses 1ehr ge1egnet gewesen sey.
HEUTE zeigte der Kanzler der Schaßkammer im Unterhause an, daß er am 15ten d. das Finanz-Budgec vor.- znlegen denke. -- Hr. M. A. Taylor machte h:"erauf set; nen Antrag in Betreff des Kan*leé-Gerichcshofes,
Zn Effex bemühen M) *die ächter des Hrn. Wm. Long Wellesley, der dort große Güser hat, um dessen Erwählung ins Un_cer[)aus. „ . _ ' _
Unter den hiefigen Blättern sprtchc sich besonders die Moruing-Chronicie [ehr stark für das Verlangez: der Britischen Unterthanen Mosaischm Glgubens aus, die m den bürgerlicher: Verband aufgenommen m):“. wollen.-- Dax“ Hof- Journal versichert, aus guter QueZle zu waffen, dax der Herzog von Wellington , wiewohl er jene Angele enßetc nicht zu einer Regierungsfrage e_xhebey wolle„ do au mcht die Absicht hege , fix!) ihr zu wrdersehxn,___falsk§ e_von dem Unterhause, eben“ jo wie die bürgerltche Gletchstellungder Déssencers , mit den nöthigen Sicherheiten für die Landes- Kirck)e versehen , als eine Wohltl)ätige Maaßregel empfohlen
Den seit langer Zeit erloschenen Titel eines Lord Lexing- ton , wird, der Times zufolge , der gegen“wärtige Sprecher des Unterhauses (Herr Sutton) erhaltetx , der alsdann gls Paéy in das Oberhaus eintritt. Jetxcr Titel hat“ fich beretcs vor einem Jahrhunderte in der, Famüie Sutton befunden. Herr Cobbett zeigt in semem„„Regtsker“ an, daß er Gelx'genheic habe , nbch vor Beendtgung der gxgenwärtageu
* S_Ufion in das * arlament zu komm'etz , .jedo"ch' niüßten die
„nöthigen Mitte dazu“ -- worunter esne „Subscription sei-
ner Freunde verstanden wird -- erst herbeigeschafft seyn. . Am 1Zken d. M, soll die Dampfb ot-Verbxmdung zwr-
schen London uüd Hamburg wieder“ erd net werden. „ Ein in der Times befir1dliche5Schreiben aus Parts
enthält Folgendes: „Als unsere Minister an das Ruder ka-“
men, fanden, sie die öffentliche ZO)?yinun gegen |ck)“ xkehrc, und sahen sich von allen unabhängzgen «zyuynalen He Ytg„an- gegriffen. Sie suchten Schutz boxden Gefrtxlsshöxénx doch fast alle ihre Klagen wurden hier _zuxückLeWtUen. Ste [chmet- cl)elten sich Umfangs „damit, daß ste „tm Scatzde- seyn wuxden, sich in der Deputirten- Kammer, eme Majorxtät _zu 'btldén, doch tsur zu bald wurden sie thx? Täuschung m dteser Hm-
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