1893 / 22 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Wed, 25 Jan 1893 18:00:01 GMT) scan diff

dieser__Bclrag rst mrt 354000 213 in _den Aus_gaben der Ge: Fängmßvertyaltung qufgeführt. Diese AUSJabetttel werden 1th mit dem Emnahmetttel erörtert. * Der Berichterstakter Wg. Bödiker (Centu) weist darausbin, , daß früher ca._ 500000 4-16 zur Verstärkung des Uyterftüßtxngxsonds für hilfsbedürfttge Justizbeamte verwendet worde_n seten. 1ese Ver- wendung soll nicht mehr erfolgen, sondern von dtesem Erkrage soll für die Zwecke der JustizVerwaltung ein Betrag von 300000.ck_zu Unter- stüxungen verwendkt, ein Bstrag von 20000026 (1er an dre Staatö- kane abgcführt werden. Begründet wird dieje Neuordnung mit dsr 'Angabs, dg" die Einnahme aus dem Arbeitsverdtenst der Gefangenen 2an sehr ] xvankende ist. In der Commission wu_rde angeregt, ob es nicht beser kei, die Gelder nicht in die Staatskas1e_z_u Vsreinnabmen, sondern zu verwenden zur Unterstüxzung _der Angeborr en _der Gefan- genen odcr zur Uriterstützung solcher Ysremc, 1vxlcbe fi _mtt der Für- sorge für €n1lafferke Gefangene b€schästigen. Dre Commrsfion ist aber zu einem Antraaénichf g€kommen. _ _

Justiz-Minister Dr. von Sébelltng: Dre von der Budget- commisswn egebenß Anrcgung enthält einen neuen Gédankem zu dem ich beats 10th SteUung nehmen kann. Ich werde aher der Arzregung näher trct€n_und fie in Erwägxmg ziebsn in Verbmdung :mt dmn Finanz-Ministerium. _

Die zur Debatte stehenden Titel werden darauf genehmigt

und geht das Haus bei Schluß des Blattes zur Berathung des Titels „Gehalt des Ministers“ über.

_ Von den Abgg. Or. Baumbach und Dr. von Bar (dfr.) ist im _Reichstag folgendsr Antrag eingebracht: Der Reichstag wolle 561ch1ießem die verbündeten Regiérungen zu exsuchen, Hie _an ihnen ausGrund des § 29_d€r Gewerbeordnung erlaßenen Vor1chrtsten Über ÖL?! Nachweis dsr Befähigung als Arzt ciner Nevifion in dem Sinne zu unterziehen, das auf Grund dieses Nachwxises auch Frauen ?ck Approbation als Arzt Ertheilt werden. muß.

_ Die_ 1251. Com_mission Hes Reichstags zur Voxberatßung de;? E11t1vurs_s eines Gejexzks, [*efreffend die AbzaHlungSgeschäfte, Bsnßht aus folgenden Abgeordnéten: Ack€r1nann, Vorsißender; ])1'. von Bar, Stellvertreter des Vorfitzenden; Auer, Braun , Büfing, [):-. Caffelmann, von Hellmann, Schriftführer; Hiße, Kauffmann, Me_t_3ner (Neustadt), Möüsr, Freiherr von Pfetten-Arnbach, Reich;?- gras von Pückler, ])r. Rzepnikowßki, Or. Schaedler, Schlick, Or. Schncider (Nordhausen), Schrixtführcr; Spahn, Stephanus, Tulzauer, Wöllmer.

_ Die S_teuerxeformcommission des Hausés der A5- geordneten [eßte Ufern Abend die Berathung des Commu nal- abgabenges eFH ort und erledigte dic §§ 20-23 der Vorlagk. § 20, dcr den 'emeinden di? Einführun bkxonderer Steuern vom Grundbefiy gestattet, erhielx eine ledigli rsdactionelle Abäydcrung. Nach § 21 soll, solange bexondere Steuern vom Grundbefiß mcht ein- geführt smd, die Besteuerung in Procenten der _vom Staat ver- anlagten Grund- und Gebäudesteger erfolgen. Diexer Paragraph blieb unwerändert. § 22 178an1 in Aby._1: „,Die Steuern vom Grundbefiß sind nach gleichen Normen_und Salzen zu vertHLilen.“ Dikxer Absatz wurde an enommen. Aby. 2: „Die_ Heranziekxung dcr Waldungen kann jedo_ _ bis auf den viexjsn Thetl_ des für dle übrigen Li€g€n- schaften settgesfeüten Steuéxchxzes ermäßigt werden und so11_ in dcr RL el ni 1 mehr als die Halfte dssselben erfolgen“ wurde ge]t_riche_n.

“Ab. 3 er is_lt nach dem Voxschlage des Abg. Schlabitz Eteleon!) folgende Fanung: „Liegemchasten, welche an einer Baufluchtlinie be- élegen sind (Bauplätsc), können nach Maß abe ihrs? höbcrn Werth ,zu einer böbcrn Steuer a1s dic übrigen iegen1cha1ten herangezogen

xjverxen. Diese Besteuerung muß durch Steuerordnung geregelt VST en.“ Nr. 3 des .Centralölatts der Bauverwaltanß“,

Herausgegeben im Minisxerium der öffentlichen Ar- Seiten, vom 21. Januar, bat folgenden Inhalt: DiE Vaupolizei- oxdnung für die Vororte von Bkrlkn. (Schluß.) _ Bedürfnißftände mit Oclversch1uß in Wien. _ Das Ludwig WilHekm-Krankenheim in Karlsrqu. _ Die Exjx'éiterung _der Mainkanalifirungs-AnkagEn. _ Vermischtss: LouiZ BoinonnktzStistung._ Preisertheilung für Pläne zu einem Krsishaus in Eckernförde. _ Preisaussckyreiöen des Veréins “dsutscher Ingenieure. _ Preisbenxerbung für die Newa-Brücke in St. Petersbur . _ Vxxband_ deutkcher Architekjen- und Jygenieur- Vereine. _ edächtnißseier für W. von Siemens. _ Risxelanlagß für Königsberg 1. Pr. _ Der Weltausstelkungsthnrm in Chicago. _ Bücherschau.

Statistik und Volkswirthschast.

Verein zur Beförderung des Gewxrbefleißes.

Wie üblich, feierte gkstern. am _24. Januar, dem GeburtHFage Friedri 'I des GM_ßen, der „Verein x_ux Beförderun des GewerbefletZ-ZH“ im En ischen Hau 6 sein Stiftungsseyk _ dieÖma das 72. _ durch em Festmayl, an welchem der Minister für Handsl und _Gewche “retbérr "won Bekrlepsch, der Ober-Bergbau tmann und Mmifteriab irector F rennd, sowie der Geheime Ober- e ierungL-Ratk) Blenck tb-kil- nqhmen. In der Mitte der interen Hauptwand stand, Don_ Baumgruppen umgeöen, die Büste FrYeDrich's des Großen 5wixchcn dcn Y_üsten Ihrer Majestäten des Kaijccs und der Kaiserin. - Ekwa 160 Pcrjonen batten “ich zum Festmahl eingefunden. In der üblichsn We'xse erstaxtete na )_ dém erstsn Gang der Geheime Re- gikmngs-Rath, Profe11or1)r.S1a1)y den Berichtübex das aögelaufene VercinHjaHr, den er- mit einer Würdigung der Bedeutung des Ver- storbenen Ehrenmifgliedks GLYLimen Reaierungs- Raths Wkrner yon Siemens einleitete. Von geschäftlßcbqn _ Mitfbeiluxxgen ssi daraus- Hervorgehoben, da?; der Verein gegenwärttg 1256 Mitgltsdxzr (darunter 504 lnsfi e) zählt, ein Vermögen vgn 59 500.16, sonne nxebrcxre Stiftungen efißt, worunter die Seydlixz'che St_tstung' von 468165 .46, aus der gegenwärtig 21 Schüler der Teckymscben Hoch- schule: Stipendien yon je 600 ck16. genie en, _und die Weber'sckxe Stifjmxg von 33500 =“; für Schüler von .*rtlnldun sschu1€y.__ Die EinnaHmsn des verfloffenen Jahres 611312 ten dadur eme _Kurzuz1g, daß fich “ch Minister für _Handel und _Gskyerbe unt Ruck- séchk aux die Finanzlage gknötbtgt sah, den btsherxgen Staatszuschuß von 10000 „% auf 3000 «11 herabzusetzen, Zum_Sc_h1uß fordexte der Redner dic Versamm1ung aus, dem Andenken Frtedrtcy's des Großen, 'Der mit kleinen Mitte1n Großes erreicht bat, deffenSaat zu [)(-.tx- lichsn Garbsn aufgescbosZ'en, und in deffen Gerst der Verem

zu wirken sich zur Au gabe g€macht 17a_t , ein stiklexs _(Yas zn leeren. Der Vorstyende des Verems Staats -_ Mnxrftcr D 811) r ück nahm Hierauf das Wort , um darauf 17111511-

wsjskn, wies er vor einem Fabre bei einem Rückb1ick das Jgßr 1891 91? ein füruden GLWLkaflkiß ungünstiges Habe bezelchnen müßen. Das _th vcrflym'ne Jahr sei kaum erfreu1icher gewcssn. Ganz (_Hzropa (Lide 6581175) wie Deutschland 111119): den Wirkungen, die vo_n po11ttschen und wxrtkyxhastlichen Ereigninen auf dem anderen ContrnenF h_ervor- eryfen 101011, _und wsdurcb für den denkschen Gewerbefixxß dc_r “„Max. vsrschkojjkn oder wenigstens beschränkt worden sei. Die mubqulle Thätrgkeiß das Verlorene auf anderen Gebieten Meder zn g€w_m11§11,_ sxi [)Zsher nnr Halb mit Erfolg gekrönt jvordktx; das bauptsachlrch ersreultche Ergebnis; des Vorjahres sei aüein die gute Ernte gewöjetx. Alsek mit HoffnunFen dürfe man in das neue Jahr _gxbexr, wo dre bevoxstehende Aussie ung in Chicago auch für den deutschen Gewxrbefletß tzeue Gelegenheit bieten werde, fick) wirksam zu ?rtxfaltxxx. _Dte Energce, mit_ welcher der dsutsche (Herverbe- ?lexß fur dre AuFstelluW tbatig ist, ski ein beredter Bsweis

dafür! da? schwächt ha en. Aenderung der

auch sch1vere Zeit€n seine Kräfte ui L e- Erfreulich_ _sei_ es, daß dies am VoraberY eirHer _ JandelSpolrttk m Amertka geschehe. Unser Kaiser habe das großte nxereffe an der _Aussteaung in Cbixago und hoffe, daß Deutschland _ m dem friedlichen Wettstreit der Völker dort den RanYemnebmen werde, der ihm gebühre. Unsere Hoff- nur), daß - tes in diesem Jahre der einzige Wettstreit blex en wxrde, gründe sich aus die friedliche Politik “des KajserLZ, aus Allerhöchstweléhen der Redner ein Hoch ausbrachte, in das d1e_ Versammlung dreimal begeistert einstimmte. _ Herr Dr. Kramer wtes in seinem Trixxkspruch auf den Minister für Handsl und GeWerbe darauf Hin, das_dieser vor vier Jahren, als er _zum erste_n Mal bei dem Fe1t_ erschißxen, gesagt habe: .Furchten S_je n_icht, daß wir Ui umeren socialpolitischen Bestrebungen für dre Arbeiter sOWeit geHen, daß die Industrie ge- fczbrdet werde, daß wir den Ast absägen, auf dem wir fißen". Er fuhrte chs, daß dre Industrie nicbt kleinmütbig sein soUe: nach der Eptdexxne der Beunruhigung werde auch mal wieder eine Zeit der Beruhtgung kommen 11:11) man werde besYeren Zsitenentgegengehen. Dée bxrvor _etretenen Gegensach zwischen Ar Sitgebern und Arbettnsbmern, dle ab aÜigén Urtheile 11 er den „schnöd_cn Untemebmergewinn“, über .Sch[otjunker",__,Kok)lenkarone', kurz die beunruhigenden Strömungen Werde der Minister, der ein offenes Wort nicht nur nicht scheue, son- dern auch Hervorrufe, sicherlich zu hemmen wissen. Man

des Gewerbefleißes fördern Werde, und der Vcrein für Gewerbefleiß habe keinen sehnlicberén Wunsch, als daß der Minister auch fernerhin wie biéher diejes Jntsrsffgbefbäfigs und noch lange in seinem Amte bleibe. Nachdem die Verkammlung in das Hoch auf den Staats- Minisker Freiherrn von Berlepsch eingestimmt, nahm dißssr sofort das Wort, um, anknüpfknd an sein Vor vier Jahren ausge!proch€nes Wort, „31! bestätigen, daß er au_ch jetzt no?) an dem Satze: .Wir dürfen den Ast nicht absägen, aus dem wir 115611“ festhalte. Hiervon

sei _er auch niemals abgewichen, und _wenn auch manche Kreise mit ikzm in Bezug auf _ teins Stellung zur socialen Frage nicht (isereinstimmfen, xo bleibe er doch bei dem (111011 Programm. Die Harten Urtheike übsr 7:81:

„schnöden Untemehmxrgewinn“, die .Scblotjunker' und „Koblen- barons" seie_n widerwartige Ausdrücke dsr Zeit, und wenn _es auch hier und da Perjönlichkeiten gebe, auf die fix paßten,_ so dürxe man dogs) daraus nicht auf den ganzenStand schließen, ebenxowxnig wie man dxe conjcrvative Partei mit den „Pfaffen und Junkern“ identificiren dürfe. Es sei eine Krankheit unskrer Zéif. _ die Fehler Einzelner zu VeraÜgemeinern. Ausgabe der Verwaltung sec 65, darübsr zu 1vache_n_, daß die'Jndustrie_nichr zu Scha_den komme. Aber die Industrie 121 durch manche Calamétäten schwer bedroht gewesen, 7318 die Vemvaltung nicht hätte _ Heseitigen _ können; so sei fie 5675-1111er durch die Vorgänge aus der Westlichen Hemisphäre geschädigt worden. Auch dee SchquoÜpolitik Habe véelkeicht insofkrn xtachtbeilig gewirkt, als durch si? eine Art Ueberproductivn hervorgemxcn _rvurps. Trotzdem fei jML Politik nicht zu verurtheilen, im Gegentbkrl, tm Jahre 1879 Habe dazu übergegangen werd-Zn müffen. Abék die In- duftrie sei jetzt fark géwoxden, und es kei die nothwendigc Fylge jener“ Schutzzollpo itik gxweren, das;; jetzt zu den „Handelsvertrcxgen übergegangen wurde, _ obne die die Calamitätkn fich dsr xößerZ haben würden. Die Thätigkeit, Welche das „Reich bei dkm A 1ch1uß der Handelsverträge entw'xokeü Haöe,_ werde 11cher1ich zum S_egsxx 2- reichen. K1eine Früchts Wien uns ]chon F?r in den Schoß gZxa en dadurch, daß die Schweiz in den Verband anger) mit Frqzxkreick) an s einem Princip festZebalten babe. Auel) andere Anzercbkn, daß fick) die Ver- bäkkniffe beffern wurden, ]“ eien Vorbandeu; in Amerika weréoe fich_voraus- sichtlich bald ein Umschwung vollziehen. G1eichwch1 seren “01? Ver-

bäLtniffe noch schlimm, und man könne nicht hoffen, daß in wenigen Monaten aÜeZ cm*kers ssin Werde. ABer man _werdc auI Yen jeßlgen Verbältnifien siegreich 1)er1)orgek)en, wenn umere Jnduftrte fich “o_er Hsrstellung xérfeinerter Waaren Hingebe. DaF Werd? möglich sem, wsnn Winenschast und Tséhnik, jyie fie dreser Vscem pflege, fick) vsrbinden. Ec 1vün]che, dax; auch dsr Beamtenstgnd Preußkns nicht nur in der Gesetzgebung und Verwaüung etwa; 181113, sondern da? er _mehr und tnebr_erkenn€, wie wichtig dre Verbzndxmg yon Wiffkn (hast und Technik_tei. So n'est es in seinen Kräften

stehe, Werde er hemüßt sein, dakxin 31; wirken, 73.13 die "Beamten dem Beixpiele des SkaaW-Ministers Delörück__ fo1€n und von der lebkndigen Berührung zwischkn Winens aft und Technik erfüllt werden. Dem Verermx» «Der; der

die Vérbindung von Wiffenscbaft und Dxchk schon skét lange 571292, wünsckys er ein _fröhüches Gedcikxcn! DiE“ ede dss Ministsxs. di:? in einkm Hoch auf den Vsrein gipfelte, fand lebhaften Beifall. 211sdann feierte der Geheime Commerzisn-Ratb Oechelbäusur Den Y_yr- sitzenden des Vereins Staats - Minister Delbröxck,“ von Men politischer Thätigkejt er ein mit_ raichsn Historischen Daten per- sehenes Bild entwarf. Staats-Ministkr D e [5 ck daykte dLm Redner und lenkte die Aufmerksamkeit der Vkrsammlung mts diE Tbatsaxhe, daß an_ diesem Tage der anwesende Cozumerzien-Ratk? Weigert [8111 fünfzigjähriges Jubxläunxals Mitglied feiere; er übergalz ihm enx Diplom über ['Eine Ernennung al? Ehxcnyxitglic'd süivik sm_e Hieraux [*Szügliche MedaiUe. Dem Dank für dae xsinem Vater erwiexene Ehre gab der Sohn des Gefeiextxn Ausdruck. Der Erklärung der Tüch- k'arte durch einen hunwristijchqn Vortrag dss Directors der Mannéß- mann'fchen Fabrik Herrn Kramc folgte eine Sammlung fürdie Armsn, weche den Ertrag von 601,50 «sé; liefertk.

_ Utlfallversicher31ng._ _

In Getna'Hsit des __? 71 des UnsaUveryicherunngek_eZeI Yom 6. Juli 1884 when dis kitglieder der gsnxerblixhen Berungknonen- schasten dcn Vorständsn iHrer Genoffsnfchasten binnen sechs Wochen nach Ablauf des RechnunJé-jahres zum Zw€ck der UttrkaJeherechttung eine Nachwei ung über drs im verfloffencn Fabre beschaftrgten ver- sicherunéspfli tigen Personcn und die von denyelben wsrdientetx Löbne und Ge. )älter einznretchkn. Für Mitgliedßr, 1V€1chL mit der Einyendung Zinkr 1olchen Nachweisung im Rückstande bleiben, erfolgt _?ie oest- 1telkung der Löhne durch die zuständi cn Organe ihrkr GénonensZast. AUÜLYDLUL können derartige säumige itglieder gemäß I' 104 a. a. O. mik einek Ordnungsstkafe bis zu 300 5-16. belegt Werden. _

Der Texmin für die Einlikferung der Lobnnachweixungen pro 1892 läuft mit dém 11. Februar d. J. aß. Abgesehen davon, daß dic 76ch1zeitige Einrsichung der Lohnsisten nach den oben aygefüxten Bestimmungen im eigénen Intereffe eines ___jsden _ GenomenscöaftL- Mitglieds 118 t, errvacbsen auch aus der Veryaumnig der Einsendung unnötbige K*then, welche von der Akkgemeinbeit getragen werden miiffen und daher zum tHeil den säumigen Mitgliedern ebenfaüs zur Last fasWn. Es sei deshalb hier an die Einreichung der Lohnnachweisun en erinnert und auf die Folgen einer etwaigen Versäumniß Hingswiesgen

Roheisenproduction in Deutschland.

Nach “(Zen statistischen Ermittelungen des ereins deutschér Eisen- und Stahlmdustrißüer b€1ief fich die Robeijenproduction dex; Deutschen Reichs (eiuschließkich Luxembur s) im Monat Dezsm- ber 1892- auf 391353 t;_ darunter Pttddc-[ro Eisen und Spikgsleisen 1487431, Benemerroßxiyen 23 220 b, ThomaZroHeisen 161298 1, Gießerexwheiyen 58 092 r. Die Production im DszItnber 1891 bsxrug 387 918 b, im Nowembsr 1892 396 936 b. Vom 1. Januar bis 31. De_zembsr 1892 wurdsn producirf 4793 003 v gßgen 4452 019 s im gleichen Zeitraum de.? Vorjahres.

_ Da?- Wirtbscbaftsjabr 1892. - Dre Handelskammer zu Barmen naHm in ibrkr Si ung Vom 20._d. M. den Bericht über die Wirtbschaftltch€ Lage ihre?- irkungs- bez1rks _11x1 Jahr? 1892 ent egen. Einer Mittheilung der .“rkf. Z.“ über _dtxjen Bericht entne men wir Folgendes: WaL die age von Indxxstrte und _Handel im_Jak)re 1892 anbelangt, so war der all- ememe Verlauf des Geschasts in dem für den Bezirk wichügsten

„Fndustriezwägß der Textilindustrie: Bänder-, Lixzen- und Besaßarttke[_ tm großen __und gapzen, dem Voxxabré 2111- sprkchend, em Mmg * günstiger. Dr? nachtheilig2n E'MÜÜHL.

dürfe zu dem Minister volles Vertrauen Haben. daß kr die Intéreffen

welcbsn ,das Wirfb'ckzastsjabr 1891 ausgese 1- war, Hatten fich auch auf _das_Ia1])r 1892 übertragen und erkxiesen' sich nicht nur anhaltend fqrttxkpretteny, _1_9nderr_1 fie wurden *noch dur neu biüju- getrexene wtdrrge Eretgxnne wxe HieCrböbungen der ranxöxscben, L_pgmsckxn und_ portugtefisckxen Em gngszölle und die C ole»- etmsuchung mcht unWesentltch vers arft. _Sowobl_ in der Band-

xvirkerei als mxcb in der Riemendreherei fehlte es besonders 111 der ersten_Ha[fte de_s Jahres an durchgr'eifender Beschästigung, und nur vereinzelte Artikel 1ak)en sich von der Mode bevorzugt;

dabei bewegten ficbÖdie Preise von und Mobgtrgarn 5:8 zum Herbst in stetig weichender Rich- tung; DLC Folge; davon wa_r stockxnder Ab zu unlobnenden Pxeqen u_nd, ruckwtrkend auf dre Arbeiter, Verkürzung der Arbeits- zeit und offer? Entlaffungeq. Erfreulichernoeise trat mit Oktober ein bemerkbarexer Umschwung em. Unterstützt durch einen rapiden, bedeu- tenden Prgxsaufgang der Garnk, erholte und belebte fich das Geschäff, eZ kamen 19133051 vom Jnlqnde wie aus dem Auslande größere-Ve; - stellur. en, dre Mode grrff m vermehrtem Umfange ein und wandte fich be ondexs_den Damenbesaßartikeln zu, sodas; gegenwärtig ziemlich, YFM Bescha_ftt _ung errberrscbt und auch die Ausficbten für das laufende „5ng als gun trg_ bezetchnet wkrden. Ungünstig liegen auch noch gegen- Wartrg Herrenkekaßartikel.

baumwollenem, woüenkm

_ Natural-Verpflegungsstationen.

Dxe Verpftxgungßstatwnen des Regierungsbezirks Lüneburg sm? mwlge_-der _12131 rybenden Bauarbeiten namenflich in der jüngsten Zxrt erhebltcher m Ayxpruch genommen gemesen. Nur im Krsise Luchvw HFT der Bemckl) infolge des Eingehens der Stationen im Naxhbarxreye Saszweke_ abgenommen. Der segensreiche Einfluß dxejer Emrxchtunß wtrd saft durchrveg empfunden, indem 719 in Ver- bmdung unt Po tzewerordnungen gegen das Almosengeben Vor einer Landplage HZWahrt, zu welcher dre Bettelei sonst zweifeÜos ausarten würde. Doch_wwd1mmer von neuem üher das Vesorgniß erregende An- wachxen de_r_ Kosten geklagt. Hterdurch werden diejeni en Kreéx'e, welche Statwnen untkrkxalten, gegenüber den'enigen, wel e fich Kb- 1sbnend verhalten, um 10 empfindlicher getro "en„ als die mitteÜof-m ' Wandsrer, _xnn der PZlizei mcht in die Hände zu fallen, wenn fis bettsln münsn, zumeist rtur die mit Stationen beseßten Gegenden

anfsuch€n.

, .

Haxnhurgs Kaffeehandel.

_ Troy 01121) Casamttaten, von welchkn der Kaffeehandel in den [eßten Jahren betroffen wurde, hat Er in den leßten Jahren eine staxxdtgk Steigerun __ erfaHren und im verflossenen JaHre EZM- bisber ntcht dageweyene Yoöe erreicht, _wie folgende Ueberstcht üöer die

„Zufuhr im [eZten Jahrzehnt ausweist. Es betrug

_ o- _ die ZUfUHL' dl? ZU! (+) oder im Jahr» - - Abnahme (_) MLU:- Pfund MiÜ- Pfund

1883 ..... 198 _ 1384 ..... 178 _ 22 18-35 ..... 192 + 16 13313 ..... 201 + 9 1837 ..... 176 _ 25 1833 ..... 197 + 21 1859 ..... 204 + 7 1890 ..... 212 + Z 1891 ..... 250 + 38 1892 ..... 263 + 13

_ Daß dé? Lage des KaffeemarkfeS keine sebr zgünsti ?. war, 9,251 shon daraus bewor, daß der Lagerßestand mit 23,4 Mi . Pfund im - Jaßre 1892 erheblich höher war als sonst. __ Die Preis e stellten fich in “den 16131211 Jahren wie foLgk: E3- ga en für Real ch. SMW: für Real Zrd. Rio-

- 0 Kaffee . Kaffee lm „FÜHkL End? Ende Ende Ende Januar Dezember Januar Dezembér 1889. . . , 80 84 77 81 1890. . . 82 82 81 82 1891 . . . . 83 72 83 68 1892. . . 73 80 71 77

Der Wékkk) der'Sex-Einfußr an Kaffe'e bstrug in den 1er- genanntßn vésr Fakten 153 bezw. 170, 196 und 210 Millionen Mark.

'Joftsparkassey in S'Öweden,

Nach dxm erlcht_ über dxe Thätiézkeit der _ Posésparkassen in Schwxdzn Wurden im Jahre 1892 712 780 Kroncn (gegen 7 489 542 Kronen im Jahre 1891) eYngelegt und 5073 857 Kronen (4731650 Kronen) a5geboben, sodaß 2638 923 Kronen (2 757 892 Kronen) mehr_ ein elegt als abgehoben Wurden. Seit Errichtung der PostxparkaFsen am 1. Januar 1884 und - his zum Schlux; dss Vorjahre?- betrugen die Einlagen-(mit Ein- schluß der nicht abqeöobenen Zinxen) 38 835 492 Kronen und die Ab- hebungen 19 932 507 Kronen und es verblieb mithin ein Bestand von 18 902 985 Kronen. Von dieser_ Summe waren verzinslich angelegt: 6324 843 Kronen in Obligattonen der Reich:? - Hypothekenbank, 10 458 015 Kronen in Commtznal-Anleiöen, 2626146 Kronen direct als Communal-Darlehkn geWabrt, 261115 Krogen bei der Reichsbank dkxlxoxtirtt und 276 013 Kronen von den Postamtalken noch 11111)? ein- ge terer.

““ _ Zur Arbeiterbewegung. 531113 Burg wird der_ „A. Br.: u. H-Ztg.“ berichket, daß dix Socialdemokratsn 1113er emen dortigen Gastwrrtk) und Bierverlegsr den Boycott_ vxrhgngx 1100611, weil er Bier an:? 811121? Braukrei in Schönebeck Ver1chankt, dlc Von Magdeßurg aus in Boycotf erlärk ift. Wi? der „Kölxx. Zr ." (m_s Lütficl) berichtet wird, ist (mf dsc Zeche ,Horlev“ m Ti eur em Ausstand au-debrocbcn.

Der_„Ausstcxnd dxr Hasplerinnen in den Webersien itr Rouba1x_ist_, wre deuxjakbén-BWT aus LiÜe genxéxldet wird, 522115157. Die Ausstandtgen nahmen, aks dxe Arbeifoer fich anschickten, new: Arbeiterinnen zu wsrßeu, zu "den alten 5 edingungcn schleunigst die»

Arbeit wisder auf. (Vgl. Nr. 17 “O. B1.)

Theater und Mük.

NSULZ Theater.

_ Ein n;:UeZ SÖUUJPY „Baronin Ruff)" vyn Robert Mjsch san?) Estern Abend bxr 1emer ersten AufführunZ eine r€cht freundlich: Yuma me.__ Daß Stuck behandelt dsn häufig, esonders Von franzöfi- 7chen SÖYtsteUet-n bearöexteten Skoff der reichen SÖwiegerelfern aus med_ereßm «taxüxs, deren_Vext_1_lögen der r-erscbnldete Baron zwar 311: Auxbxnsrunxz yemerBerHastmne gern annimmt, die er aber wegen iHrer an dre Herkmzfxermnernden Umgangsformen nicht in seinem Hause zu sehsn wumM, wenn_ er darm seins Standesgenosfen gefäl- schaftltch_v2rsamme[t. L_Oxe jung:“, Frau, die sehr bald fühlt, daß auch fie tbrcm Guß?!) mcht genügt, muß denn 01166 _die Entdeckung machen, daß fie _an rßrex bestsxt Freundin aus Der Pension nur eins Nebenbuhlerm Hestßt, 11111 der 1ka Mann den frühsren Verkehr auch nach dxr EHS fortsetzt. Em RUUS, den das junge Paar auf dEr HOCHZLÜ-Zrktsé kennen gslérnt Hat,

_ _ _ wird Hausfreund in moraltsck) bestem Senne, _ durcbscbaut das falsche Spiel des Barons, entlarvt tkm unt seiner Geüebten und vkrlobt silb

mct “Heften SÖWestex, _die in uneigennütziger Weise bei feiném gutén Werke 1511: _betgestanden bat. Wenn man auch nicht sagen kann, daß der__V2xxaffer in seinem Wérke -von neuen Gefichkspunkten angZJangU1_t1t, w 11qu Man ihm, abgesehen davon, daH: er in dsr Auseinanderxexzung man mal zu bréit wird, doch zugeste en, daß er 25_ verstandcn hat, den Gegenstand geschmackvoll zu Hebandsln. _Dte Charaktsre find lebenswabr gezeichnet und die Handlmrg 111 ansprechend uztd stellenweise auch recht spannend. Da?- Wm Regisseur . Herrn Hachmann gut eingeübte und Mr

DraÖWOUen Decorationsn Versekxen? Stück !varde in einzslnen