1874 / 81 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 07 Apr 1874 18:00:01 GMT) scan diff

Der bisherige Maschinentechniker May zu Königsberg i. Pr. ist als Königlicher Eisenbahn-Maichinenmeifier bei der Oßbahn angestellt worden,

Yersonal-Yeränderungm in der Yrmee. Offiziere, Portepee-Fähnriäje :e.

4. Ernennungen, Beförderungen und VerieYungeu.

Den- 28. März 1874. Fetier, Pr. Lt. vom Fig. cht, Nr. 35, in das Jnf. Regt. Nr. 85 vmeßt. Marscbail, “Yee. Lt. vom

üs. Regt. Nr, 35, zum Pr. Lt._beförderi. S_chlies, Yee. Lt. vom

nfant. Regt. Nr. 61, als älteiter Sec. Lt. m daß FU]. Regt. Nr.

35, Herrmann, Sec. Lt. vrm Jnf.R€gt.Nr.47, m das Jux. Regi. Nr. 85 versest. * 13. Abschiedsbewilligungcn U.;?)

Den 26. März 1874. v. Kunowski, Pr. Lt. a. D„ zuletzt bei der Kay. des früheren 2. Bais. 1. G.:rde - Gren, Landw. Regtö., der Cbarakxer als Rittmeister verliehen.

Den 28, März 1874. Weisenberg, Sec. Li. von der Res. des Infant. Regis. Nr, 32, mit Pension der Abschied bewiÜiat. v, Hagen, Major a. D., zuletzt im Füs. Regt. Nr. 36, unter “Cr- theilung der Erlaubnis; zum ferneren Tragen der Uniform des gedach- isn Regis, in die Kategorie der zur TTW. gestellten Offiziere verießt. v. Borcke, Haupim. a. D., zule 1 Pr. Lt. bei dcr Inf. des 1.Bats. Landw. Regis. Nr. 94, die Anste langs - Bsreckytigung für den Civi1- dienst verliehen. '_

Den 31. März 1874, v. Wedcll 11, Sec. Li. vom Kaner “"Franz Garde-Gren. Regt. Nr. 2, mit - exision der Abschied bewilliZi. Schramm, Major cz. D., zuikßi im ns. Regt. Nr. 27, unter (xr- theilung der Erlaubniß zum ferneren Tragen der Uniform des genann- ten_Regts., in die Kaicgrrie dsr zur Disposition geitcÜten Offiziere verxeßt.

Beamte der Militär-Berwaltuug. Durch Verfügung d€s KriegZ-MinisieriumS)

Den 12. März 1874. v. Alten, Jntendantur-Sekreiär vom 11. zum Fl. Armee-Corys, Wiester, Jutendaniur-Sekretariais-Assi- Zenk vom )(1. zum 11, Armec-Corps vorießi. Kellner, Archangeli,

yiendaniur-Sskreiariais-Applikanten und Bureau-Diäkarien vom )(1. reip.t 111. Armee-(Zorps, zu Jntendantur-Sekretariats-Asfistenten cr- uann .

Den 21. März 1874. Nowack, Zahlmcister = Aspirant, zum Zahlmeister beim Füs. Bat. Jnf. Regis. Nr. 76 ernannt.

Den 25, März 1874. Bachmann. Zahlm. Asyirani beim 3. Bit. Füt. Regis. Nr, 86, Im Zahlm. ernannt."

Dcn 27. März 1874. *erner, Zcug-Pr. Li. rom Ari. Devot in Spandau, zum Art. Demi in Glaß, Vogt, chg-Lieut. vr-m Art. Depot in Stade, zum Art. Depot in Spandau vericßt.

Yiehtamtlichez. Deutsches Reich.

Preußen. Berlin, 7. April. Se. Majeßät der Kais er und König empfingen gestern den Feldmarschall Gra- fen von Moltke und den General von AlbedyU. Heute nahmen Allerhöchftdieselben den Vdrirag des Polizei-Prästdenten entge- gen, konferirien mit drm Feidmarsckzall Grafen von Moltke, dem KriegH-Minifter von Kameke, den Generalen von Voith-Rhey und von Albedyll und hörten den Vorwrag des Militär-Kabiners. “**-.---. . „!“.- _. . .-- MM _ Beide Kaiserliche Maieftäten wohnten am erster": Ofierfeiertage dem Gottesdienste im Dom bei. Das Familien-Diner fand im Königlichen Pakais statt.

Gestern wohnte Ihre Majestät die Kaiserin-Königin dem Gottesdienste in Bethanien bei. Ihre Majestät ?lÉhkilte der (He- mahlin des Kaiserlich onanisckzen Botschafters die nachgesuchte Antritts-Audienz. Beide Kaiserliche Majestäten dinirten bei dem ZZxktschafter Ihrer Majestät der Königin von Großbritannien und

r and.

Heute reist Ihre Majestät die Kaiserin=Königin Uack] Wei- mar und Dresden. Die Palastdame Gräfin Orian und der Hatlnmerherr Graf Lüttichau haben die Ehre, Ihre Majestät zu beg eiten.

_ Ihre Kaiserlichen und Königlichen Hoheiten der Kronprinz und die Kronprinzessin statteten am ersten Osterfeiertage Vormittags 91 Uhr den Kaiserlichen Maje- stäien einen Besuch ab und be-Faben Sich darauf zur Beiwohnung des Fest-Gottesdienstes nach dem Dom.

Nack; der Kirche nahm Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit militärische Meldungen entgegen Und empfing den badischen Staatsrath 1)r. (Heißer.

Um 5 Uhr Nachmittags fand das Familien-Diner bei Ihren Mcijeftäten statt, naxh welchem Se. Kaiserliche und Königliche Jol)“ der Kronprinz mit dern Prinzen Wilhelm, Königliche

oli , die Vorftéklung im Opernhause besuchte.

Geßern Ahend um 8 Uhr ertheiite Se. Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kronprinz Hrn. von Roggenbackz Audienz.

_ Das VundeSamt für das Heimathwesen hat durch Erkenntnis; vom 5. Januar 1874 unter Bestätigung der eriirichter1ichen EntschQung sick) dahin ausgesprochen, daß Beamte den Unterstüßungswohnfiß an dem Orte erwerben, wo fie thatsächlich wohnen, wenngleich fie an einem anderen Orte angestellt sind.

In einem andern Falle hat das Bundesamt ausgesprochen, daß nach den Grundsähen des preußischen Armenpfiegegeseßes vom 31. Dezember 1842 die im damaligen Auslande, d. h. außerhalb des preußischen Staats, gewährte Armenunterstüßung nicht geeignei sei, den Ablauf der dreijährigen Frist des §. 4 jenes Gesetzes aufzuhalten.

_ In der Woche vom 15. bis 21. März 1874 find geprägt worden an Goldmünzen: 819,369,0Y) Mark 20-Markftücke, 202,166,750 Mark 10-Markstücks; an Silbermünzen: 9,914,486 Mark1-Markftücke; 3,717,038 Mark 60 Pf. 20-Pfennig- stücke; an Nickelmünzen: 1,233,782 Mark 80 Pf. 10-Pfennig: stiicke: an Kupfermiinzen: 208.495 Mark 20 Pf. 2-Pfennig- stucke; 47,087 Mark 70 Pf. 1-Pfennigftücke. Vorher waren geprägt: an Goldmünzen: 819,369,060 Mark 20-Markftücke, 202,166,750 Mar! 10-Markstücke; an Silbermünzen: 9,016,133 Mark, 1=M_arkftücke, 3,483,301 Mark 60 Pf. 20-Pfennigstücke; cm Nickelwunzen: 1,121,607 Mark 20 Pf. 10=PfennigftückeZ cm Kupfermunzen: 191,261 Mark 44 Pf. 2-Pfennigstücke, 44.174 Mark 72 PF. 1-Pfennigftücke. Mithin find im Ganzen geprägt: an Goldmunzen: 1,021,535,810 Mark; an Silbermünzen: 13,631,524 Mark 60 Pf.; an Nickelmünzen: 255,582 Mark 90 Pf.

_ Das Genera'l-Postamt macht darauf aufmerksam, daß die melchh verhrettcte Ansicht, es müsse zu der Signatur fur Packete em zivet'tesoExemplar der gelben Paxketadreffen ver- wendet werden, irrtg ist. Es ifi nicht allein zriläsfig, sondern unter Umsianden sogar zweckmäßiger, die Signatur, welche aus der deutlichen Adresse beßehen muß, auf die EmbaUage selbst

»Wiederhcrstellung wird mehrere Tage in Anspruch nehmen; es

Uproxs-Compaxujo. 4u588.0rä€ni1. 6911,- rlm

o:“:bzhomtorlai-ss-ou-ohm. 011161111, (375141127, kaplörkabkxk, Utaüss. ()räsuü, (Zen.-

' & kroäuktoa-Uamlol. 0rä€nt1.(;eu.-

vom 21. Mar 1861 (WWU,

die Anmeldung ei. ;Zujusmo-üuollsokaft. mäßig eine Erhöhung ,“- , o., ; _ _ odex) die neue AufziehuMFxäjxe-“w' “kt“ 898" 01- ges riebenen Termine u'“ _ - 05 t]. Steuer vorenthalten iftKZTZYIYYÉHYLL r M vorenthaltenen Steuer gleichkopGÉE' ()räsnü. (;ck-sera. gen Fällen in eine Geldbußr “2 Thaler. „„t Yb-UYÜZW!“ ZZUUJFJUI bol Ueber die AUSle un “nil. 011.- 618,11] 11356 0 . Finanz:Mjnj|ex-jum Hack) tlou-üozoWodzft tür Uzsodl-

Zular-VerZügung UUm 12. ()räsut], SLU,-76r§„ 111 atxgefun ?U- ULF? GYUUÖ ÖM" t] (3811 M3» in Zibtau. 1.3' bezrigltcheri ThUls ]ener Verf s-sersjobsruoss-äossll- “*" Bezirkéregierungen folgende An , (sz),-„ck, 1115, ju d'r. 79_ 1111

Unter einer „vorenthaltenen-,._«“ - - dingung zu x:. ist nicht eine wegeiöZY,-äiz1?2_“éé_'____ =.u ihrer Nachforderung gänzlich verlor':_" : -Ze11e,J.z.,„1_ Je solche zu verstehen, deren Einziehung .; ! ';:it deux.- Z- benen ersten Termine ihrer FäUigkeit «„Im der un., _ ., Lien Anmeldung nicht stattgefunden hat, gleichviel ob sie nää; diesem Termine nachträglich zur Einziehung gelangt ist oder nicht.

Demnach reicht es zur Anwendung der für die Fälle zu 3. vorgeschriebenen Strafe in Höhe des Duplums der vorenthaltenen Steirer, deren Berechnung fick) hieraus von selbst ergiebt, vöUig aus, wenn

1) die Anmeldung der Veränderung innerhalb der geseH- lichen Frist unterblieben, und deshalb

2) die Einziehung der durch die Veränderung bedingten neuen oder höheren Gebäudesteuer thatsächlich über denjenigen Termin hinaus, in welchem sie zuerst zu erfolgen hatte, verzögert worden ift.

Konnte dagegen die Erhebung der in Folge der Verände- rung zu erhöhenden oder neu aufzuziehenden Steuer ungeachtet der nicht innerhalb der geseHlichen Frist erfolgten Anmeldung, weil die Veränderung auf anderem Wege zur Kenntniß der Be- hörden gelangt ist, bereits von dem ersten FäÜigkeitstermine ab ordnungSmäßig stattfinden, liegt miihin der FaU, daß dnrch die Versäumniß der Anmeldung dem Staate Steuer vorenihalten ist, nicht vor, so ist nur eine Geldbuße von zehn Silbergroschen bis fünf Thaler gegen den Kontravenienien festzuseßen.

Nach Artikel 7. des Geseßes vom 22. Mai 1852, betreffend einige Ergänzungen des EinführUUZÉ-geseßes zum Strafgeseß- buci), verjähren die hier in Frage stehenden Kontraventionen (so- wohl in den Fällen zu a. als zu i).) in fünf Jahren. Diese Frxß ist aber, da die Uebertretung auch nach dem geseHlick) vor- geschriebenen, aber versäumten Anmeldetermin so lange fort- dauert, als der Steuerpflichtige die Anmeldung des in seinem Befiße befindlichen freuerpfiichtigen Gebäudes fernerhin unterläßt, von demienigen Zeitpunkte ab zu berechnen, wo die Anmeldung wirklich erfolgt ist.

_Die Bezirk-Zregierungen smd angewiesen worden, nach Vorstehendem die Landräthe, beziehungsweise Gemeindevorstände, wegen der ihnen nach §. 17, Absaß 4 des Gebäudefteuer-Geseßes vom 21. Mai 181'51 osiiegenden Bekanintmachung des Straf- betrages an den Beschuldigten mit Anweisung zu versehen, auch darum Bedacht zu nehmen, daß die hier aufgeftellten Grund: saße vor den Gerichien eventuell durch Einlezung der zulässigen Rechtsmittel zur Geltung gebracht werden.

. Außer der Strafe hat der Kontravenient die volle seit dem Eintritt der Steuerpflichtigkeit oder Steuererhöhung rückständig gebliebene Steuer nachträglich einzuzahlen. Nack; §. 10 des Geseßes vom 18. Juni 1840 verjährt die Nachforderung dieser Steuer_nur gleichzeitig mit der Stra e. Die Nachforderun ist also fur den gunzen Zeitraum g tend zu machen, innerJalb dessen „nach Odigem die Bestrafung des Kontravenienten zu- la'sfig ist.

. „_ Der General-Major und Commandeur der 3. Feld-Ar- iiUerie-Brtgade Weigelt hat fick; auf eine Mufterungsreiie nach Landsberg, Frankfurt a. d. Oder, Jüterbogk, Düben und Wit- tenberg begeben.

' _ Der Professor an dev-Kömiglichen Gewerbe-Akademie, Mit- glied der Königlichen technikrhen Deputation für Gewerbe, Dr. Weber, ist zum beigeordneien Mitglied der Kaiserkichen Nor- mal-Eichungs-Kommisfion ernannt worden.

_ Nach einer Mittheilung von der Ostbahn in der Nacht vom 5. zum 6. 13. auf Bahnhof Rothfließ der Bahnkörper nebst drei Geleisen in erheblicher Länge versunken. Bis auf Weiteres findet bei den Personenzügen Umßeigen statt. Die

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wihrd jedoch versucht, mit einem Hülfsgeleis die Stelle zu um- ge en.

Bayern. München, 3. April. Der König hat heute ?lberids m Begleiiun des General-Adiutanten v. d. Tann die Ydfkirckze zu St. Mi ael besucht. Hierauf kamen Prinzen des Koniglrckgen Hauses und ein glänzendes Gefolge, welches die ZYLYM Hof'ftellen, die Minißer, die Königlichen Kämmerer ec. : en.

. _ Die Trauung des Herzogs Carl Theodor mit der Prinzessin Maria Josepha von Braganza auf den Anfang des künftigen Monats feßgeseht.

_ _ 4. Aprü, Heute Mittags hat eine außerordentlich: Sißung deH Ministerraths stattgefunden, in welcher, wie die „Allg. Ztg.“ dernimmt, ReichSangelegen_heiten, beziehungSweise daz“) ._Civilehegeseß zur Berathung ' '1ten. Die Staats- M_m11_cher v. Fäustle und Bert werder; iige Tage nach dem Oiter-“eße Éviedßr nachchB§rlin be ebe?e b

_ ie ezügli er C' " [ e ' “stalt in Aschaffenburg eingeseßte ' rg sey die Ver- ' einigung derselben mit der Ur

_ 6. April. (W. T. B Die Herren Uckilich, Pro- feffor am Lyzeum zu Dillingdes SWMS ZU der n Augs- burg wegen formaler Keßeram Samstag,_detz 2.5" A*“Uktionen als katholischer Priester suSßftakkfiWMdm diesjahngen

Sachsen. Leipzig, Z „orde einer gestern Abend im hiefig ck W BWM“ WOW “ußeror- deutlich zahlreich besuckzt. zu erledigenden Gegenstande ".it a gs- wahlberechtigten *r

' Essen, den 1. Aprien ]) r. SteylxanYBericht über Militargexeßfrage erstküg des

in der Brust ssalätbaußeuék *im 1 „ebaudes

der Versammelten seinen Bericht mit der Erklärung, daß die volle ungeschwächte Erhaltung der Wehrkraft der

_ köönix, ;“en Nation eintreten werde. Der ReichstagSabgeordnete ])r. 7615111138 95" Haus hob hervor, daß die national-liberale Partei des Reichs- ÜSFÉSYZFÜYUZber ihre SteÜung zur Militärgeseßvorlaae noch keine entschei- ZL “15 “0“ Entschließung gefgßt habe. Professor Dr. Biedermann er-

e es, unter allgemeiner Zustimmung der Versammlung, für

]„MYtL-„gwendig, daß die Durchschniusßärke des Reichsheeres gleich

yoga; Geseße fixirt werden müsse und einer jährlichen BewiÜigung aa5g810051rch den ReichHtag nicht vorbehalten werden dürfe und knüpfte iu Ulk!" 7aran den folgenden Antrag:

.Die am 4. April im Scbüßenbause in Leipzig versammelten

!! 10057562Reich8tag§wähler sprechen gegen ihre„Ak*geordneten die vertrauenßvoüe 5- [UK- ErWariung aus, dax; es einer Verstandigung der liberalen Parteien

des Reichstags mit dem Bundesraihe in der Militärfrage gelirxgen Werde, die sch2denfroben Hoffnunaen der inneren und äußeren Reichs- feinde auf eine Schwächung des Reich und auf einen Konflikt im Jnnereri zu Schandcn zu machen.“

Dieser Antrag wurde einstimmig angenommen.

Württemberg. Stuttgart, 4. April. Der Wieder: zusammentritt des Landtags, der zur Zeit der Vertagung für

, die Woche nach Ostern in Aussicht genommen war, Wobei aber

die Abwicksung der Geschäfte deo.“- Deutschen Reichstags vor Ostern vorau-deseßt wurde, wird der „Allg. Ztg.“ zufolge jeßt für Mitte Mai erwartet, also etwa in der Woche nach der Vermäh- lung des Herzogs Wilhelm Eugen von Württemberg mit der Großfürstin Vera von Rußland.

Mecklenburg. Am 8. d. M. findet zu Güstrow eine Versammlung von Delegirten sämmtlicher Kriegervereine beider Mecklenburg stat. In derselben s011en insbesondere: „die Zwecke der Kriegerdereine und der."- deutschen Kricgerbnndes, §Un- schluß sämmtlickzer mecklenburgischer Kricgerver'eine an den deut- schen Jriegerbimd, sowie Unterstüßunchz Kranken- und Be- gräbnißkaffen xc. Ic.“ besprochen Werden. Die Einladung zu dieser Versammlung richtet fick) an „alle ehemaligen Krieger aus den verfloffenen Feldzügen, welche von der alten Kameradschaft, von der Liebe zu Fürst und Vaterland, zu Kaiser nnd Reich, von der Fürsorge für das materielle Wohl der ärmeren Kame- raden durchdrungen und überzeugt find.“

Sachfen-Weimar=Eisenach. Weimar, 31. März. Der Landtag wird nach den Ferien sich zunächst mit dem Nachtragvzum Wahlgeseß zu beschäftigen haben. Die Regie- rung schlagt Beibehaltung der K!affenwahl, jedoch Beseitigung des indirekten Wahlverfahrens und des Depntirten der ehemali- gen Reicth-unmittelbaren vor. Der vorberaxhende Aussthuß hat fick), nach Mittheilung des „Fr. I.“, in eine Majorität und Minorität gespalten. LcHtere will die Zurückziehung der Vor- lage und Einbringung eine?- vollständig neuen Geseßes, nicht nur eines Nachtrach; auch begehrt eine weitere Minorität die Vor: legung eines Gesetzes ohne Klaffenwahl, nur mit direkten aUge- meinen gleichen Wahlen. Die Ausschuß : Majorität ist auf den Regierungsvorschiag eingegangen, beantragt jedoch auch mehr- fache Modifikationen. Der Nachtrag s011 sofort nach seiner Pubkikation Geseßeskraft erlangen und Neuwahlen ausgeschrieben werden, während die Regierung vorschlägt, das neue Geseß erst nach Ablauf der gegenwärtigen Wahlperiode eintreten zu lassen.

Sachsen:MeiningemHildburghausen. M ein i n g e n , 2.21pri1. Zu dem heutigen Geburtstage des Herzogs waren die Häuser der Stadt mit Fahnen geschmückt; das hie- fige Regiment brachte die Üblichen militärischen Ehrendezeugungen. DaH Offizier-Corps mit Beamten und angesehenen Personen war bei einem Dixier vereinigt; zahlreiche schriftliche und telegra- graphische Glückwünsche von Gemeinden und Privaten gingen ein. Die Bürger hatten fich an Einladung der städtischen Be- hörden zahlreich zu einem Souper auf dem Schießhause einge- funden, wo begeisterte Toafte auf den Landesherrn und dessen Gemahlin, sowie auf den Deutschen Kaiser und den Fürsten Bi5march ausgebracht wurden.

Reuß." Gera, 4. April. Turck) Nr. 363 der Geseß- sammlung fur das FÜrftenthum Reuß j. L. werden soeben nach-

stehende drei Geseße vom 9. März c. pUblizirt:

1) Geictz über die Penfionirung de_r Geistlichkn, nacb Wc1chem der _5. 11 des fruheren bezfiglich Geicßes vom 27. Oktober 1872 dahin abgeanderi wird, drt!) jeder Geistliche, welcher in ein durch Emeriiirung erledigies geistliches Amr mit einem jährlichen Einkom- mrkn vrn 550 Thlr. oder darüber eintritt, drei Jaßre lang den dritten

Tbcil des durch die Verseßung erlangten Medreinkommens, beziehungs- ,

Weise wennjer zuvor ein geistliches Amt nicht bekleidet hatte, den dritten Theil de- über 500 Thlr. hinausgehenden Sielleneinkommens an den Emeritiryngsfrxnd abzuzeben hat.

2) Geieß, die thandigkeit zu Anforderung der für Uebertrctungeu 1)“kath Geldstrafen und den Bezug der angeforderten Strafgelder *e e en.

Nach §. 2 dieses (Heseßes fließen die für Defraudaiionen von Gemeindeab aben und Uekertrciung polizeilicher Verfügungen angefor- derten Geld trafen jedeSmal, wenn die Strafanfordenmg von einem Gemeindevoritande au_Sgegangen ift, in die Gemeindxkasie, sonst aber in die Staatskasse, in1ofern nicht einzelne Strafen einer anderen Kaffe zugewieien smd.

3) (Heieß, die 'RecbtWerhäiinisse der/iiädtifchen Lcihanstalf zu Gera bezüglich der ihr besteUien Pfändex-"iZ-etreffend.

Die Rechtßvergünftigungen der Leißanstali bezüglich der ihr be- stellten Pfänder find namentlich "in den §§. 11, 22, 23, 24 und 25 enthalten und vom Landtage in seiner letzten Se1sion berathen worden.

Hamburg, 4. April. (W. T. V.) Die von 30 patrio- tischen Männern einberufene öffentliche Versammlung im großen Börsensaale war zahxreich besucht. Dieselbe beschloß die Z Reich?:tagH-Abgeordneten von Hamburg aufzufordern, in der Militärfrage nur den von der Militäroexwaltung für annehm- bar erklärten Anträgen zuzuüimmen. Die Versammlung schloß mit einem dreifachen stürmischen Hoch auf Kaiser und Reich.

_ Elsaß-Lothringeu. Straßburg, 7. April. (W. T. B.) Die „Straßburger Zeitung“ veröffentlicht eine Kaiserliche Verordnung vom 3. d., durch welche die Auflösung des hiei'g_en Gemeinderaths anSgesprochen wird und ferner eine Verfugung des BezirkSpräfidexkn, wonach die Dekrete, welche den_Polizeidirektor Back kommissarisch mit der Verwaltung der Mairie imd Reichlin-Meldegg mit der Verwaltung der Stelle eines Beigeordneten des Maire beauftragen, in Kraft bleiben und dem Erfteren die Ausübung der Rechte und Pflichten des Gemeinderaths auch ferner übertragen wird.

Oesterreieh-ngarn. Wien, 5. April. Den beiden Häusern des öfterreichischen Reichsrathes wurden in der gegenwärtigen Sesfion seit 4. November v. 3. von Seite der Kaiserlich Königlichen Regierung im Ganzen 66 Vorlagen zur verfaffungSmäßigen Behandlung übermi t. Von diesen Vor- lagen wurden “9 an das Herrenhaus un 57 an das Abgeord- netenhaus geleitet. Bom Herrenhaus wurden bis zum 31. o. M.

in 11 Sihungen 22 Vorlagen in zweiter und dritter Lesung zum :

Beschluffe erhoben. Das Abgeordnetenhaus erledigte in derselben Zeit in 48 Sißungen, darunter 4 Doppelfißungen, 20 Vorla- gen, von denen "llein die Budgetberathung 11 Tages- und 1 Nachtfißung, die Debatte über den Geseßentwurf, betreffend die Regelung der äußeren Rechtsverhältniffe der katholischen „Kirche, 10 Sitzungen in Anspruch nahmen. Von beiden äusern wur- den bisher 16 Geseßentwürfe übereinstimmend zum efchluffe er- hoben und es haben 12 derselben bereits die Allerhöchste Sanction erhalten. Anträge wurden in der gegenwärtigen Sesfion dex? Reichsrathes bisher im Herrenhause 5, im Abgeordnetenhause 26 selbftändig gefte11t und der geschästsordnungswäßigen Behand- lung unterzogen. Im Herrcnhause wurden die gefteUien An- träge sämmtlick) zustimmend erledigt; im Abgeordnetenhause wurden fünf Anträge und zwar „die der Abgg. Graf Hohenwart, Fux, Steudel, 1)r. Ryger und Dr. Kronawetter abgelehnt; die übrigen Anträge wurden theils sofort, nachdem sie gestellt wor- den, zum Beschluffe erhoben, theils an Ausschüsse zur Vor- berathung gewiesen. Der Beschlußfassimg in erster Lesrmg harrt noch ein Antrag.

_ Das Herrenhaus wird seine SiHungen am 10.d. M. wieder beginnen.

_ Der deutsche Botschafter General-Lieutenant v o n Schw ei = niH ist vor einigen Tagen von Berlin nach Wien zurück- gekommen.

SchWeiz. Bern, 4. April. (W. T. B.) Die Regierungs- behörde hat alle Prozessiouen und Wallfahrten zu den nach den franzöfisthen Grenzorten geflüchteten Geistlichen de.?- Berner Jura auf das Sirengste untersagt.

Niederlande. Haag, 1. Aprik. Der Prinz Fried- rich der Niederlande ist vorgestern von hier nach Neuwied abgereist, wo er, dem Vernehmen nach, einen mehrwöchentlickzen Aufenthalt zu nehmen beabsichtigt.

_ Wie der „Leipz. Ztg.“ geschrieben wird, ist jeßt bei dem StaatSrathe ein Geseßentwurf für Abschaffung der Abgabe von Seife zur Vorlage gelangt. DaH AeqUivaleUt für diese Steuer soll in einer Erhöhung der Steuer von destillir- ien Getränken gefunden werden.

Großbritannien und Irland. London, 4. April. Die Königin hat fich in Begleitung ihrer beiden jüngsten Kin- der nach Osborne auf der InselWight begeben, wvselbfi sie etwa einen Monat verweilen und dann zum Empfange des Kaiser?- von Rußland nach Windsor zurückkehren wird.

_ Der Prinz und die Prinzessin-von Wales und der Erbgroßherzog von Mecklenburg-Strelißfind nach Schloß Sandringham abgereist, um dort die Ofterseiertage zuzu- bringen. Der Herzog und die Herzogin von Edinburgh werden wahrscheinlich die Gäste des Prinzlichen Paares während der Osterwoche sein. Dieselben haben eine Einladung des Lord: mayors von London zu einem am 29. d. Mis. im Mansion- House stattfindenden BaUe angenommen.

_ Die Kommiffäre für die Tilgung der Nationalichuld zeigen an, daß die Summe von 374,122 Lstr. 13 S1). 5 (1. _ der vierte Theil des Ueberschuffes der Einnahmen Über die Aus- gaben während des am 31. Dezember 1873 beendeten Jahres im Betrage von 1,496,490 Lstr. 13 Si). 9 (1. _ in dem am 30. Juni 1874 endigendcn Quartal zur Reduktion der Naiional- schuld verwendet werden wird.

_ Das Haus der Lords zählt in dieser Pariamenis- Session 492 Mitglieder oder Pairs, die aus vier Prinzen von Geblüt (der Prinz von WaleH', der Herzog von EdiiibUrgh, der Herzog von Cumberland und der Herzog von Cambridge), zwei Erzbischöfen, 28 H2rzögen, 32 Marquis, 169 Earls, 37 Bis- counis, 24 Bischöfen und 192 Baronen bestehen.

_ An der irischen Küste herrschte während der [eßten 36 Stunden einer der hestigsten Stürme, deren man fich dort seit Jahren erinnert. ZU Lande richtete das Unwetter große Verheerungen cm, während es an der Küste den Untrrgang einer Anzahl größerer und kleinerer Fahrzeuge, in vieleri FäUen mit Lebenswerlust begleitet, verursachte.

Frankreich. Paris, 5. April. DieVerordnung, durch welche der General Chanzr] die Gemeinde Algier in Belage- run szuftand versetzt, lautet:

er Civil-Gourerneur von Algerien, Oi-er-Befeblsbaber de_r Land- und Seestreitkräfte; in Anbetracht des GeieZe-Z vom 9. 211113111: 1849; in Erwägunß der Angriffe und Beschimpfungen, deren sich JL: wisse Blätter täglich gegen die Gemeindebehörde Urn Algier siduidig machen; in ErwägUng, dar“; es gut ist, denen Achtung zu vsricbnsxen, welche, die Jntsressen der Stadt in ihren Händen habkn, und die Amtswerricbtungen der Gemeindeverwaitung, wie fie das GMS kon- stituirt hat, zu fiebern, indem man einer Lage der Dinge ein Ende maeht, welche die Ordnung stört und die Kolonie in Mißkredii britzgt, verordnet: Die Gemeinde Algier wird in BelagerungSzuftand erklart.

Gegeben zu Algier, am 29. März 1874.

Das Civil-Goumrnement. General Cbanzy.

_ Der obere Kriegsrat!) vereinigt fich im Laufe der Woche unter dem Vorsiße des Marschalls Mac Mahon, um die Punkte der Befestigungen zu bestimmen, die zunächst in Angriff genommen werden sollen.

_. 4. April. (W. T. B.) Innern, Beulé, ist geßorben.

_ 6. April. (W. T. B.) Die Regierung wird, wie die „Agence Havas“ meldet, der Najionalversammlung sofort bei deren Wiederzusammentritt eine Geseyvririage Über die Er- richiung einer ersten Kammer mackien, deren durch Wahl berufener Präsident zugleich der eventuell'xx Tachiolger des Prä- sidenten der Republik sein würde. Es virlautet, die Regierung würde die Nationalversammlung auffordech, in die Berathung dieses Geseßentwurfs so schnel] als nur 1Znöglich einzutreten.

_ Der „Moniteur“ ionftatirt, daß“ eme gewiffe Fraktion der legitimiftiichen Partei darauf beßehe, sofort nach der Wiederaufnahme der Sitzungen der Ncctionalversammlung die Frage der Wiederhersteüung der Monarchie in Anregung zu bringen, und erwähnen ein Gerücht, nach welchem der Graf von Chambord entschlossen wäre, die Angelegenheit selbft in die Hand zu nehmen und diesel've direkt und persönlich zu betreiben.

_ 7. April. (W.T.B.) Das „Journal officiel“ meldet, es sei von dem französischen Botschafter, General Leflö, und dem kürzlich in außerordentlicher Mission nach St. Petersburg gereiften Grafen Bourgoing als VevoUmächiigten Frankreichs, ein neuer Zandels- und Sckziffahrtsverirag, sowie eine neue

onsular-Konvention mit Bevollmächtigten Rußlands am 1. April c. in St. Petersburg unterzeichnet worden.

Spanien. Madrid, 5. April. (W. T. V.) Die amüiche „Gaceta“ veröffentlicht Depeschen vom Kriegsschau- pluhe im Norden, nach welchen die Beschießung von San Pedro de Avanio durch die ArtiUerie fortgeießt wird. Heute werden weiter vorgeschobene, neu angelegte Bakterien ihr Feuer auf San Pedro eröffnen. _ In der Nähe von Segorbe

Der ehemalige Minister des

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J-ie Deputirtenkammer Z: Y:";April vertagi. _ .):-«alt der In brlaums- r FranzIoseps) Uiid “des nach:

BÉZXKJC Parisam arlistenführer s jtsiickyrciT ,Gaceta“ zufolge 1“. ' ' seas arreras auf den H. Berlin, Dienstag, Fe ;: ethaben. Der Feind nichi 'ten zu sehen, die Car nen aufgeworfenen sei im und Untersuchungs-Sacksen. "ubhastationen , Aufs ebou , Ink hat |ck ?.?MZMZÜYFW kk“ ;. ». Graw Alexani , V E 5th des zZZ-esucd-Z König _ictor mam . . a der ("mig Überzeugt sem durfe, dkxseékxsrt YYÜM der .*n Grolls vertil-gi find; er spricht die Hoffnund ...„ .*"n durch so viele Bande gem-Zin- samer Interessen verbunQenen Staaten die Früchte der Freund-

!lnzeiger und KöniolisWW [worden, die sofort Das habe tli carlistischer Seite Vers» ffen |H listischen Ueberläufer Itdergl. «chen Papieren. : Der MXU e. wünscht dem “*!*"ldners werden auß .,1ke alles mögliche Glück und schaft ihrer Souveräne zu Gutejie-mmen mögen.

Der Kaiser Alexander von Rußiand schreibt, daß es für '

ihn Bedürfnis; sei, dem Könige Victor Emanuel am Tage seines 25jä13rigen Regierungsjubiläums die freundschaftlichen Gesin- nungen auSzudrÜcken, von deiien er durchdrungeii sei; er ver: sichert ihn, daß der Jubilar mit Genugihuung anf seine 25 Re- gierUng-Zjahre zurückblicken dürfe; er spricht die Hoffnung aus, daß die Beziehungen zwischen Jialien und Rußland denselben intimen Charakter behalten mögen, den sie gegenwärtig an fich tragen; er dankt nochmals für den herzlichen Empfang, deii die Kaiserin von Rußland im vergangenen Jahre in Italien ge- funden hat, und schließlich spricht er die herzlichsten Glückwünsche für die Fortdauer der glücklichen Regierung König Victor Ema- nUelH aus.

_ Der spanische G2schäftsträger beim heiligen Stuhle, Llanos, hat seine Entlassung von seinem Posten verlangt, weil seine und der spaniicheii Regierung Ansichten Über die neUeften Bischofsernennungen unvereinbar seien.

Türkei. Konstantinopel, 3. April. (W. T. B.) Die Pforte Hat bci ihren Bestimmungen Über die «Hei1ands- kirche, weiche der alte Six; des armenisch-katholischen Patriarchen ist, besonders hervorgehoben, daß sie mir die den SaHUngen der armenischen Kirche treu gebliebenen Antihaffunisten gegeniiber den haffuniftischen Neuerern ach armenisch-katholisthe Kirche aner: kenne und demgemäß die allein rechtmäßige Walßl Kupelians mit aller Energie schüßen müffe.

_ 5. April. (W. T. B.) Aus Veraniaffnng des Wider- standes, welcher der von der Regierung angeordneten Uebergabe der Heilandskirche an den armenisch-katholischen Patriarchen von den Hassunisten 'entgegengeseizt wird, hatte der Großvezier mehrere Notabeln der ickzieren Partei berufen laffen-und ihnen erklärt, daß die Pforte die unbedingte Unterwerfung der Haffn- niften verlange mid im Fal1e weiterer Widerseizlichkeiten die No- tabeln persönlich zur Verantwortung ziehen werde. In Folge dieser Mittheilung der Regierung hat gestern eine Versammlung von 300 haffunistisckzen Notabekn stattgefimden, in welcher der Beschluß gefaßt wurde, fick] den Anforderangen der Regierung nicht zu fügen und anf dem Widerstande gegen die Maßregeln derieTben zu beharren.

_ Ein Teiegramm aus Paris, 6. Apris, Abends, meldet: Der von Sadrzk Pascha mit dem Crédit mobilier iwer den Rück- kan von 200,000 Obligationen der Anleihe von 1873 abge- schlossene Vertrag ist von der Pforte nicht raxifizirt worden. Sadxik Pascha hat daranf mit dem Crédit mobilier einen neuen Vertrag auf Grund1agen abgeschlossen, die von den frÜHeren ab- Weichen und dahin gehen, daß der Crédit mobilicr auf das Recht der Option verzichtet, da?- ihm bezüglich der von der Anleihe von 1873 Ü-k-rig gebliebenen 800,000 Obligationen bis zUm 3. Fe- bruar 1875 zugeßanden war, während Seitens der Pforte auf die ihr vom Crédit mobilier noch zustehenden ZinSvergütungen verzichtet wird. *

Rumänien. Bukarest, 4. April. (W. T. B.) Die diesjährige Session der Deputirtenkammer und des Se- nates ist hene durch eine Botschaft des Fiirftcn gescßlosseu worden, in welcher derselbe den beiden Häusern seinen Dank für die Erledigung so vieler wichtigen Arbeiten aiisspricht. Dem Vernehmen nach wird im Mai 1). I. eine mrßerordentliche Ses- swn ftattfinden.

Rußland und Polen. St. Petersburg, 4. April. Da?» unter dem Befehle des Vice-Admirals Butakoff stehende Evokutionc;geschwader wird aus 13 Panzersckziffen bestehen, der Fregatte _Petropaulowök“, 24 Geschi'ise, den Fregatten „Ad- miral Lasareft'“ und „Admiral Greig“. jede mitZThürmen und 6 Geschüßen, der Fregatte „Admiral Spiridoff“, 2 Thürme und 4 Geschüye, dcn schwimmenden Batterien „Perweneß“, 24 Ge- schüße, und „Netrone-Menia“, 17 Gescßüße, dem Thurmschiffe „Smcrtsch“ und den Monitors: „Vronenoffeis“, ,Lainik“, „Edinorog“, ,Perun“, „Uragan“ und „Wießsthune“. An den Evolutionen werden ferner Theil nehmen: die Schraubenkorveite „Griden“, 11 Geschüße, die Dampffregatten „Oiaf“, „Rurik“ und ,Wladimir“, die Dampfavisos ,Dniepr“, nga“, Groß- fürst Alexis“ und „Rabotnik“, ein Kanonenboot und drei Lichter- schiffe. _ Wie in früheren Jahren wird das Geschwader in zwei Divisionen getheilt werden, von denen die eine der Kontre-Admiral Panafidine, die andere .der. Kontre-Ndmiral 'Stetsenkoff befehli- gen wird. *Mit, 10 ;

__ Der „R. 'Zchßéxrxßkt :hdaß mit dGeneiimigung des Kaisers

“k““ 'H» Ü„,- r..» jekte es 'eld u es ua JlßitéceimiM MM"- thells SUM" * werdeii? 192? g ck Generalst, - * , _ auch einiéf,G§wÉéthea"chi;?“5Yig" *“:«Mglxng cm der Ab1»*'-1n9 des WEZteinfacbwerk, * ! tch_ wahrend dee; Feldzuges mit wifi Gemeindekerechtigungen. ."“(haftigt haben, und die un- mittelba Gebäulichkciten, mit Aus- bed des Turkeßanschen Militär- bezirka etwa 14 Jahren neu kk- t*,“iozki unter der Aufsicht des Gene MYLIFE und Wiesen" ,. ,Nübertragen worden. „Hen Gras- und Gemüsegartenck LUHtr'i'ZkMkiefe1 gehen dem 'R'I' "“J"-cm H. Grimme belegen“ _ Jaegersbur. Jan-Bth? YcklTrland in der Rotten- zunß öffenü _ an e 6 en; ma r“""k-x' . NaRuthM desgglejchen am Eßpen: sigen JKI Hehenden Bevolkerung ze und Aug. Hildebrand belegen; JWZUÖ er 2

„1 - Tetacbemcnts im

'4 Rathen deSgleichea unten im

Es werden ,

""C,".kven Detackzements sowie , _ „_ Geldkarien 2c. m dcn Etirnbabn-Pvitbureaus.

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am rechten Ufer des Amn zu züchligen, bcfferie 97115 der Stand der Dinge sichtlich, und nach einem Bericht des Obersten Iwanow vom 12. Febwar d. I. war irwiohl in unserem ?lmu-Darja-Rayon, als auch am linken Ufer des lufses vollkommene Ruhe eingekshri. Die turkmenischen Jomuden ia ren fort, wenn aucb mit Schwierigkeiten, die ihnen auferlegte Kontributiou zu zahlen.

Die Usbeken-stölkemng am lillkM 11in des Amu-Darjx fühlt fich js “( sicherer und zeigt fich den RUss-xn dankbar, dercn Ericheinen unter en iurkmcnischen Nomaden die ießlxafie B(völkerung ch Eda- nais vor den Bedrückungen der Jomuden beirxite. Letzicrs denken nicht mehr, wie noch unlängst, an R.szügs, Wndcru find vielmehr karalui bedacht, sick) nach Möglichkcit von den erlitteneri "Schlägen zu er 0 en,

H Der Geinndbeiiszuiiand bei den Truppen des Amu-Daria- Detxckyemcnts ist vortrefflich; es waren r-Ur 31 Kranke vordzndsn.

SchWeden und Norwegen. Stockholm, 1. April. Der General-Pofidirekior Roos ist zum BevoUmächtigten bei dem iniernatidnalcn Postkongreffe ernannt worden, welcher in Bern am 15. September abgehalten werden soU.

_ Tie BcWUmäckxtigten der ReichSbank haben den Ein- wechie1UUg§preis norwegischer Goldmünzen nach dem nenen Miinziistcni iestgc-itcllt, nämlich für Zwanzigkronenstücke zu 19 Kr. 90 Oere Und fiir Zebnkronenstücke ZU 9 Kr. 95 Oere; wenn sie aber abgenmzi find, so werden fie nach dem Gewicht bezahlt. Die dänische Nationalbank nimmr norwegische Gold- münzen ohne Abzng cm, ebenso die Stockholmer Privatbank.

Amerika. Washington, 6. April. (W. T. B.) Der Senat hat mit 29 gegen 24 Stimmen dcn Geiexzentwurf

. definiiiv genehmigt, dUrci] welchen der Vsirng der in Umianf zu

seizenéeii Greenbacks und NationaTdankiiotcn auf je 400 Millionen festgeseßi wird, so daß also nur 400 MiUionen Gresn- backs und 400 MiUicmen iti Notcn der Nationalbanken cirkuii: ren dürfen.

_ Dem moiiatlichen AUHWeiie deZ Sciwßieiretärx; zUiolge hat fick) die 5iien11iche Schuld der Ver. Staaten wäh- rend des MONATS März Um 2189338 Dollars vermiiideri und sie beirägt mmmehr 2133690728 TanrÖ. Im Scha§amte befanden fick) am 1. d. Mis. 86.121,000 Tanrs in klingeiider Münze und 4.526.000 Tanrs in Papiergeld.

Toronto, 2. April. (per Kabel.) Jm Fort Garri) hat ein Maffeii:Meeting ftaitgefrmden, auf weichem die Entrüstung Über den VersUck) „Niels, cinen Six; im canadisckzrn Hause der Gemei- nen eiriznnehmcn, megedrückt wurde. ES wrirde die Ueber- füßrung Niels nach Manitoba untér der Ankkage des Verratbs und Mordes vsrlangt.

Asien. Ueber die bengalische Hungersnoth wird dem „Rxnierickien BUL'LÜU“ (ius Cakotta unterm 4. d. gemeldet: „Amtlichen Berichten zufolge ist die aUgemeine Lage der Bevöl- kerung in den iidihlsidenden Distrikten entschiedeii gnt und hoff- nungsvoll, aiisgendmmen im Nordöstlichen Theile von Tirhut, wo über 500,0(„0 Menschen von der Unterstüxzrmg der Regierring abhängen. Die Beaaifickztigung der Nothbauten hat sick] gebessert. Tie Frühjabxssaaten haben eine sehr guTe Ernte ergeben, ach- genommen ian nördlichen Tirhrit. Dis GeiammtzaY dcr TodeH- fäUe diirch Hunger Übersteigt nicht 10 oder 12.“

Reichstags : Angelegenheiten.

Von drn pariameniarisrhen HandbüÖern (Korikamriscde AUS- pabe) iitder11.Band:Handbuch*-für den Teuiiwen Reich- iag,U.LegiSlatur-Psrirde(Veiiin1874, Fr. Krrrkampi) er- schienen. Dassxlds 56r7'ä1lr in 2 Tbeilk, dsren erster dic Gsießzgc'rrmg, Organiiaxirn nnd Statisiik, dxren ZWSif-Lr die géirßJcbenden Faktoren beirifft. Jm crfien Tlieil find alle Grieß? und Veriräge, Welckse iich auf die Verfasiurg dcs Rcixks beziehen, "„wie das Wahlgeseß und chlem-znt adgcdrUckt; ferner eine Uekeriiwi Über die Persynaiien _und Refirrixerbäliniiix dcr Höcditen ReiÖFDLDSrFSU, eme ULbLkÜÖT uber die Eniwickelurx drs Haiislialts des Nrrkdruiscbsn Bundes, bézw. Deutschen Reiws in dcn Jabren 1866_1874, sraxiitiiche Nachrichien über Gebicx-Fumiang mir Bsrölkerung, Vickystand, anÉländiickye Inhaber- Papierc mir Prämie. In einem Anhang Und die auffkirchiichrm Ge- biete eigangcnen n:“nen ReiÉS- und Prerikxiillwn Gekeße zusammen- gestellt. Dor zweite Theil cnil)äii Perirnalien des Reichskanzler- Ymts, Bundesratlxé nnr ReickoZiageS, bie rapbiickze Notizen ['Wer den Reicsyökanzler, di? strilmäcdtigrsn zum YUndeSratd und die Reick??- mgöadgsordncien, Usbrrücht der Mitg1ird-xr dér Frakiirnen im Reich?- tngc, Geiwäitsrcgiemems, statifiiiche Ueberfichten u. 1. w.

Landtags = Angelegenheiten.

Berlin. Am 2. d. M. ist das erbliche Mitglied 225 Hexrenizauses Graf August v. DÖnhoff-Friedrichstcin, Wirkl. Geh. Raki), Lber-Gewand-Kämmerer und KammerHerr, gestorben. Dcr1211*e_War am 10. Oktober 1797 geboren; “er widmete sich der diplomatitcch Laufbahn, War 1828 preußischer Geiandtcr “,n Münwgu und von 1842 bis 1848 Preußischer VundeSiaJNesaudter in Fkaerkurt (1. M. Jux Jahre 1849 zum Mitglied der Ersten Kammcr gewahlt, wurde er ans Grund Präikniaiirn des (11th und bciesiigirn Grundchßes 1111 Land- schaftsbezirk Samland am 24, Noyember 1854 in-Z HCTTMLQYZ de- rufeu, dem er ici? 18. November 1861 für das ron ibm g;!iiftete Famiiien-Fideikommiß Friedrichstein miterdlickyem Reeds angehvrt hai.

Die Nr. 14 des Central-Blatis für das Yeutsclye Reich, heraUSJegeben im Reickiskanzler-Amk, YBerlm Carl Heywanu-Z Verlag) hat folgenden Inhalt: 1) Allgemeine „Verwaiiun Machen: Verweisung ron AUZländern aus dem Reigbé-gekiet. _ 2)_ 011- und Steuerjveim: Lluibcbung einer Ucdcrganxilelc. __ Z)_F1nan5weien: Nachweisung dcr Emriaiimen an ZFUW und Zcmchméch§xtlich€n Steuern, sowie anderkr Einnahmen im Deutickoen Reiche Zur die Zeit rxom 1. Januar bis zum Schlusse des Monat."K Fcbruar18-4. _ 4) Munz. wesen: Uebersicht über die Axiéprägung von R-F:_chSmuuzen.__ 5) Heimathrvesen: drei Erkenntnisie de§ Buudxsaxnts fiir das NMUN)" Wesen. _ 6) Postweien: Ueberücht uber die' waixeud des 1._._„uarials 18741'111 deutschen Reick'Srostgebiete emßexicdicten Und aufgehobenen Yostanstaltm; Bekanntmachungen, bcirenend Wazrenwoben n_cxc_b

riccbsuland 713 Italien; Ver'Éegelqu der _Gc'xkbricse; Ponoermaßt- gung für Briefe Nack) _und mrs Hayn und (zam Dcmingo 713 Ham- burg direkt. _ 7) Komulatwcicn: Er:“.cnnungcu :e. _ . _ Nr.30und31dcs Amt§b1atis 752: Teuticben Reichs- rstverwaltung bai irlgcnden Inhalt: GeneraL-Veriügungeu: Vom 27. März 1874. Bck1ebe3etie1 mit dsa Namen der Eisenbahn“ Svedirions-Postanitalren. Vom 26. März 1874. Anfertigung dev Verbot der Bexörke- rung von Zündlxöliern mir der Post. Rckommandirte Sendungen ge Rückschein. Vekbütung von Unfällen bei den Posten auß ge- Klichcn Sira“en. Vom 29. März 1874. Prsiverbindung mit Konstantinopel. '*ch 1. APM 1874. Bebaxxdlung der Pqstßs-dun- gen nach dem Großherzogihum Luxemburg. Vom 2. AVM. 1874. Eröffnung der Eiienbaha zwischen Schma1k41dcu und Werns'oanien. _

_ Nr. 6 des „Deutschen Yostar-Öivs', Bciheft zum Amtsblatt der Deutschen eichs-Postvchaltuua 1)atfolgenden Ja ali: 1. Liktcnx'iückk mid Aufiäße: Die Bedeuv K

Turkmencn für ck70 ; dcr SWOJTWOW ür Poitdeamie. _ Dic (?rgcbniffe Besitalienifcbeu

Poitdetriebeé; im Jahre 1871. _ Di? ,Ccntikaixl Dailv PJrceis