1874 / 115 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Mon, 18 May 1874 18:00:01 GMT) scan diff

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. Seyrge, imÉbmuer Nr. 47, im 2.

iner Rennba n „zu Hoppegarten Frühjahrs; Verl l)Britter Tag Sonnta'g, 17. Mai. t'beu Wetters war der dieSmalige Besuch der ?" Folge des ru an den beidm_ ersten die1elbeu- wie _ Start übernommen. Oberst-Lteute-

'Meeting 1874.

u a a nicht so groß alk Yxraaugelztmts bei den Rennen waren Herr Wackerow hatte den

uant -v. Passow fungirte an der Waage und

' ' ls Ri tet. Die aujen wurden von dem Mufikcorps v. Prillwls a ck P Die einzelnen Koukurrenzen

verliefen in größter Ordnung und ohne Unfaü; fie begannen um

des Eisenbahn - Bataillons ausgefüllt. 3 Uhr mit:

l. i rikts reis ]. Kl. reis 1500 Mark, bewilligt vom D st P pro 17674 vom Hau]; der L_lbgeorxnexen abgelehnten Staats-Rennvräm1en. Für 3jäl)r. u. altere 1m Dtstrtk], d. b. in den Provinzen Brandenbu_rg und Pommern geboren 1m_d bls zum 1. Juni des auf ihr Geburtömhr folgenden Jahxes m_den1elben jene *Prqvm et_1 nn Jahre

RIZR dx? mslt *b".Ge-§?§k*s'

r in den elben ver ie ene eng e un _ ey,

jahr folgenden Jab es s Kl. oder Spezialvxets [mvonnen haben. 75 Mk, Eins., 45 Mk. Reugeld. Dlst- 2000 Meter. Dem zweiten Pferde die Hälfte der Etzxs. u. Reug. Von Yen 8 Uyter- scbriftm, welche dieses Rennen aufztzwetwn l)_atte, Wuxde fur 4 Pferde Am Pfosten erschteuep gle1c_h__falls vter Konkurrenten, von denen des Frhr. E. v. Oppenbexms 3]ahr.br.H. Gqstgeher 524 Kg. (Wilson) mit Sicherheit alsSt-“ger un_d Hrn. v. Prillwtßs Ziahr. br. St. We2iß§ck§iDa5FLSIÖKUWKÜZPYSMZTJMMSI 1740739311133 . eit in. e. e e ennen _ _ . Ziel kamen 3 Um 31- Uhr 161711213 fich

Renn eit rühjahr 1874. Preis 1000

3 Kat; T_ser_pro 1874 vom Hauje der Abgeordneten abgelehnten Staats-Rennpramxen, uud Ehrenpre»? Henckel von Donner_6marck 8611., Welxher 13.760 zweimaligem Siege ohne Reihenfolge Etgentlxnnz wtrd. Fuqujahr. in Deutschland und der österr.-un[]a_r. Monarchte mt Jahre 1871 geb. Hengste und Stat. 40 Thlr. Em], halb. Reug. Dtst_. _2000 Meter. „21er Gewinner diefes Rennens zahlt 100 Thlr. zum wczteren Ersaß fißer. des Ehrenpreises. Dem zweiten Pferde die Halfte der_Emf. u. Reu_g. ' Rennen genanpt, von diesen wurde fur 24 engeld gezahlt und am Ablauf erschienen 6 Pferde, von denen

Unionklub, zum Ersatz der

verbiiebene Hengste de Stuten, oder in ihrer Geburt eingefuhrte und 1118 zum 1.

die noch keinen Staatßvreis l., 11, oder 111.

Reugeld gezahlt,

für Gastgeber, 240 Mk. für Weiß: Dame. diesem Rennen an:

11. Henckel-Rentxcn. Thlr., bewilligt vom Umonklub, zum E

des Grafen H.

30 ferde waren zu die]em

des Hrn. F. EZVcnscHicds br. H hofen 55 Kg? IFM) als Zwetter,

Tagen. Die kamen. Zett

früher. sem Rennen an: -

Kammerherr

1800 Meter. Dem zn_1eiten 11 Pferde waren zu diesem

19721,- Mark_füc Rennen schloß sich um 41 Uhr an:

abgelehnten Staats-

7. Verkaufs-Rennen.

Diss. 1600

Inserateu-Expedktlou . “.- 6.75%.56-16555“. jmd kön teu eu aa - uz gec-

. s

1. Steckbriefe und Untersuckxungs-Sachen.

2. Konkurse, Subhaftationen, Aufgebaut, Vor- ladungen u. dergl.

:. Verkäufe, Verpaammgen, Submissionen je.

4. Verloojung, Amortisation, Zixszahluug u. s. w.

Konkurse, Subhastationen, Anfgebote, Vorladungeu u. dergl.

Bekanntma ung.

Konkurs-Ero nung.

Ueber das Vermögen des Kaufmanns Leopold Taucher, in Firma: Gebrüder Tgncher hxerselbst, Grzupenstraße Nr.*15, ist heute Mxttags 1 Uhr der kaufmäuuixche Konkurs eröffnet und der Tag der Zahlungöeiu teilung

„auf „den 13. Februar 1874 et e'e t Worden. _ fs]? HLM einstweiligen Verwalter_ der Maffe_1st_ der Kaufmann Wilhelm Friederici hier, SchMtdmßer- straße Nr, 28, bestellt. _ _

Die Gläubiger des Gemem1chuldners werden auf- gefordert, in dem auf den 28. Mai 1874, Bormitta s 12 Uhr, vor dem Kdmmiffarius , Stadtr chter vr. George im immer Nr. 21.__im 1. Stock _des tadtgerichts-beandes _ anberaumten Termine iére Erklarungen und Vor- schläge über die Beibeha tung dieseZVerwaiterS oder die Bestellung eines ankeren ernstzvetlrgen Verwalters, so wie darüber abzugeben, ob em emstlvetltgsr Vex- waltuugSratl) zu bestellen, und welche Personen m denselben zu berufen seien. _

1]. Allen, welche von dem Gememschuldxzer eWas an Geld, Papieren oder anderen Sa en_1m Befiß oder GeWahrsam haben, oder_Wel e 1bm etwas verschulden, wird aufgegeben, Nrch_ts an denselben u verabfolgen oder zu zahlen, vielmehr von dem Zßefiß der Gegenstände

bis zum 15. Juni 1874 einschließlich dem Gerichte oder dem Verwalter dex Masse Anzeige zu machen, und Arles mit Vorbehalt ihrer etwanigen Rechte ebendalyin zur KonkurSmaffe abzuliefern. _ _

faudinhaber und andere _met denselben ?_letchbe-

tigte Gläubi er des Gememschuldners h_a en von den 111 Ihrem efiße befindlichen Pfandstuckcn nur Aukäige 1: machen. _ _

. uglei werden alle Drejemgen, wel_che_an die Masse An prüche als Konkurß - Glaub_1ger machen wvllen, hierdurch aufgefxrdert, xhre Anspnxche, dieselben mögen bereits rechtshangtg sem oder mcht, mit dem dafür verlangten Vorrechte -

bis zum 22. Juni 1874 einschließlich bei uns schriftlich oder zu rotokol! anzumelden und demnächst zur Prüfung der ämmtlichen innerhalb der gedachten Frist an emeldeten Forderungen, so wre nach Befinden zur stellung des definitiven Verwal- tun spersonals cup den 14. Juni 1874, Vormitta k 10 Uhr, vor dem- Kouuuiffarins, _ Stadtr thter vr. George, im immer Nr. 47,_ im 2. Stock

_ des tadtgerilhts-Gebändes

zu erscbemeu. _ _

Nach _Abbaltung dteseYszrxnins wird eeigneteu“ alls mtt der Verhandlung uber den A ord ver- abren werden. . _ _ __

17. Zugleicth nééh nne zwe1ie Frut zur Anmeldung bis zum 1 .'Ottober 1874_ekuschließlich festgese und zur Prüfung aller mnerhalb erselben uach lauf der ersten Fxxft angemeldeten Forderun-

gen ein „Termin auf beit“ 4. November 1874, Vormittags 11 Uhr, vor dem Koumissarius, Stadtri FFF,

[1991]

adigerichtS-Gebändes auBeraumt.

Zum E (beinen in diesem Termine Werden hie Gläubigex au efordert, welche ihre Forderungen m- uerbalb exner der Fristen anmelden Werden.

Wa; seme Anmeldung Z(hriftli? einreicht, at eine Abchnft derselbezt und i rer Anageu betzu eu, ed Glc'mblgexW weleher mehl in uns

lt werden die Rechtöanwälte, Justiz-R_atb Kaupil1ch, Rechtsanwalt Niederstetter, Justi zRathe Lenk und Salzmann zu

[ 1973]

straße 11, Dragoner-Regimeut A. Conrad, früher * Fränk- furt a. M., 2) den Freiherrn von CzetZT-J, _ tenant im 18. Jnfanterte - Regiment 725 a , 171€ Klage auf Zahlung von 700 Thlrn. st 6“ ZU!- 1'en seit dem 20. Februar d.J. 7 Thlr. 5 Sgr. Pro- testkosten, Provifion 26. und k)- eigene varfion

von ößeniluieu Papieren.

. Herzoß _55 Kg. (Litile) als Erster und des Kgl- Haupt-Gestüts Gradtß br. H. Dieben-

iu. „57 k. Werth des Rennens 4080 _ Herzog und 1080 Mk. fürSeDiedenhofen. Um 4 Uhr schloß fich d1e-

* Lks. _?)reis (13500 Mark (f. _d87éo_l_dene Union lu um *ra er pw om __ ' z anZämien. Füx .Zjähnu. älteredeutsche u. otterr- ungar. „Yu ste u. Slut. 75 Mk, Em], ga_nz Reug- _ _ _ äbrige aßn (ca. 1200 Meter), dem _zwe1ten Pferde die Ems. 516 00 Mk. Das Rennen „hatte 6 Unter1christen. watracht' und No- binson zahlten Rcugeld und es starteéen 4 Pferde, v_o_n denen nach einem sehr hübschen Rennen Dr. O. 9)10_rckwald€t 41ahr. br. St. Lulu 6015 Kg. (SOOP) um eine gute Lange als Erster, und Graf Arnimö 5jähr. [*r. H. Hymenaeus, 641“ Ka. (Little) als Welles Pferd eintrafen. Zeit 58 Sekunden. Werts) des Rennens 1650 Lulu u. 300 Mk. für Hymeucreus. Es folgte um 5 Uhr: Gradißer Gestütspreßs 1200 Mark. Für Zjäbr. und ältere imDeutsÖenRejckoögebtet oder tm Geburtszahr dahin eingeführte Pferde.“ 60 Mark Ems„ ganz _ _ ist für 2400 Mk. käuflich, für jed_e 600 M17. [3111th 31 Kg. erl., wenn umsonst, 14 Kg. erl. Der St_eger w1rd_ gletck_nach dem Rennen versteigert, der Ueberschuß hem Vexem. Errexcht kem G_ebot._den an- gesetzten VerkaufSpreis, fo verbletbk das Pferd _dem btsbevgen Be- Meter. Zu cbnenncehnlund KaYpreis andzugeZTn, bis Y 21. Apnl. Nefmungcn sind an no 06 zum age vor em e_unen - ei alfi & Abends 10 Uhr mit doppeltem Eins. und doppeltem Reug. zulasfig. ag em sehr r chh g _ So Blau, Welche für dieses Rennen angemeldet war, zahlte Reu-

“Oeffenääßer Anzeiger.

Pferde gemeldet, nach schönem Kampfe ans Ziel 4jahr. br. St.

Mk. “für

Disk.

F. H. Döllinger 52 Kg. lichen Poflen fur

kes Rennens An dieses

Wrrt

wert im- Boaen n

itsche) “bewilligt vom aufe der Abgeordneten

Dist. die zwei-

k' fur Von den

Zahlten drei ersetben bra Sprüngen. Es fi bergs (13. Ul.- Uebergewigétl (R, 80 Kg. ( . Bes.)

Reug, Der Steger

erzo V. v. atibocs 1 X9. (Peake) um eine gute Lauge __scbluZÖ , reis von 1620 Mk. erhalten, wurde fur 27 _ Ul. Haudikap. Gradißer - Gestütsvreis 1500 Mark. Für Gläser verkauft, so daß die Rennkaffe ca. 1500 Mk. profittrte. Zeit Zjäbr. und ältere im Deutschen Reiche _geb. oder im Geburtsjahr 2 dahin eingeführte Pferde. 120 Mk. Enzß, 45 Mk; Reus. ferde die Halfte der Gans. und Renz]. ennen genannt, für 5 Wurde Reugeld gezahlt, 6 erschienen am Pfosten, vo_1_1 denen nach bartem-Kampf des Westfäl. Gestüts Nordkirchen 4jahr. _ 2 Pf. über erklärt (E.“Jisk) als Sieger und Furs? _th enlohe- Ochrinßenö 4iäbr_ [Hr.VTZZ-t. 113151 & nk51§ Kg. (W111) 11) als zweites erd ein amen, ei in. «e un en. _ Pf Zölliyger und 472k Mark für Union.

Mm. 56 Sek. Den Schluß des Tages bildete um 5 Uhr: 71. Frühjahrs - Hanhicap- Steeple-Cha e. 6“? 1450051763 “7389712566“ m ., 5 . en 1 ., Hälfte der Ein[. 1121) Reug. _ Der Lauf begann an dem gewöhn-

geld, dagegen “Wurden mit doppelten _Einsä ca am Pfosten noeh drei

von denen nach emen: cböuen Rennen Zapf. JoI's errücke 1200 Thlr.) 581 Kg- (Grimsbawzn des_

jähr. F. H. Robinsog (2400 ark) ' rrucke, welche den k. an Herrn Oehl-

Vereins- ferde aller Länder. 120 M_k. eier. Dem zweiten Pferde dte

die Steepthhasen, führte über die Rosenbecke und

den Tribünmfprung, rechts an der Steinmaue_r_vorbei ükxer das Bull- fenz, dann im Bogen nach links über da_ö_Flte!:_ durch tiefes Terrxm nach dem Neuenhagener Graben, über dte1cn bmweg durch Strauch-

acb rechts durch die Schonung, in den eingezämnten

Forstaarten hinein, aus diesem heraus über einen S_ch)_uß, dann von der Anhöhe herab über das Wiesenterram an Yer Ltfißre der Neuen- hagener Schonung entlang über die__ Strauchburde _ker der Krahm- hutte, dann im Bogen nach rechts uber_den_Dablw1ßer Graben durch die Dablwißer Schouung und_ zurück tu dre Sandbahn_ d_cm Ablauf zu; von hier aus nochmals uber Roseyhecke _und Tnbuueusprgng, dann über die Steinmauer des Bx111fenz 1m_ Bogen ngch rechts uber den Eiergraben durcb tiefes Terram _über em_e Harde 1m Bogen nach rechts zur Rosenhecke, die nocbnxalö tm schragen_Sprunq_zu nehmen war, und dann in die freie Bahn, m der vor_dc_r Trtbune _das l_el uxar. Es waren somit außer den aHWeÖselnden schwtengen Terratnver altmffeu 20 Hindernisse, bchteZend in „“Hoch-,

Weit- und Tief-Sprüngen zu ne men.

Welche dies Rennen an ies,

Unterschriften ,

ferde Reugeld und Fünf ersIienen am fosten. Eins aus und 4 nalxmen Rte mit 5 Langen Vorsyrung des

ämmtlt e Hinderni e in eleganten Ma'or v. Rosen- gt.) (7. Sch. H. Odd-Fellow, __3 Kg. (5 Kg. Bes.) und Frhr. v. Cramms a. br. Gk. chrmonx, erhtelt den [Weiten Platz. Odd-Fellow erhielt 186 &

Mark und Harmony 367;- Mark. _ _ Die letzten Rennen des Frühjahrs-Meetmgs finden am__zw?1ten fingstfeiertage Nachmittags statt und 1st 1106 Programm fur diesen

51“

5 IndustrielleEUbllßemeutk,Fabriken u.Eroßhandel, d

. Verschiedene Bekanntma-Öungen.

. Literarische Un eigen.

Familien-thh chien. I

. Centrai-Hanvels-Registet. - Erscheint in sepa- raier Beilage.

cLam

Denjenigen, welchen es hier an Bekanntscbcift fe

Sach1valtern vorges lagen. Breslau, den 15. Mai 1874. _ Könisliches Stadtgericht. Abtheetmxg [. __ . ,

Oeffentliche Vorladung.

Der Kaufmann an Gei er hier, Schumanns- hat ___ng 1)z ___an Lieutenant im 5.

*Neu-

mit 2 Thlr. 10 Sgr., aus kam von dem er lagten A. Conrad am 20. November 1873 axxsge "eilten, von dem Verklagten Freiherrn von Czettrt accepnr- ten Wechsel über 700 Thlr. zahlbar in ' erliw am 20. Februar 1). J. und notariell protestirt am 23. Februar 13. J angestrengt. _ _ Die Klage ist eingeleitet, und da der ]etztge Auf- enthalt des Mitvcrklagxen Lieutenant L_l. _Conxad nrxbe- kannt ist, so wird djeser-hierdurch offentltch agsge- fordert, in dem zur Klagebcautjvortung und wettern mündlichen Ver andlung der Sache auf den 5. Otto er 1874, _Vormittags 10 Uhr, vor der unterzeichne_ten Gerichtsdeputanyn un Stadt- gerichtsgebäude, Iudenstraße Nr. 59, Ztmmer_ Nr. 67 anstehenden Termin pünktluh zu erschemM, die Klage zu beantvwrten, etWaige Zeugen mit zur_ Stelle zu bringen, und Urkunden nn Original einzureichen, indem auf _]"pätexe Einreden, welche auf Thatsachen beruhen, keine Rucksicht genommen Werden kann. Erscheint der Bekla te zur besttmmten Stunde nth, 1o Werden die in er Kla e angeführten That- sa en und Urkunden auf den nkrag des Klägers in aoumwuoiam für zugestanden und anerkarxnt erachtet. und was den Rechten nach daraus folgt, wurd im Erkenntniß gegen den Beklagten aussewrochen

Werden. Berlin, den 15. Mai 1874, , * . Königliches Stadtgericht. Abtheilung für Civilsacheu. Prozeß-Deputation 11.

[1036] Oeffentliche Ladmt . Gegen den hter wohnhaft gewelsenen S neider Carl Affert, xvelcher 28 Jahre at and else bei Strigau.gebürttg,'_se1't dem 3. Januar 1872 sich von hier entfeznt hat, tft von seiner Ehefrau Marie geb. Kühne, -l)ter indem fie beh.:uptet, daß sie 1eit Weih- nachten 1872 ohne Nachr1cht von dem Aufenthalte ihres E emannes set“, ive en höSlicher Verlassung die Ehesthe duxtgstlage erFybcn worden, Zur Beant- wortung der1elben und Wetteren mündlichen Verhand- lung ist ein Termin auf _ den 6. Juli 1874. Vyrmittßßs 12 Uhr, in unserem Gerichtslokal, Zunmer r. 46, vor dem Ehegertcbt anberaumx worden.

Der Verklagte wird hierdurch aufgefordert, fich behufs Beantwvrtung dieser Klage bei dem unter- zei neten Gericht alsbald, und spätestenß in dem vor _ezetchueten Termm zu gestellen, wjdrigeufalls Line bösttche Verlassung seiner Ehefrau [ür ernxiesen er- achtet, und was Rechtens erkannt werden Wird.

Braudqnlmrg. den 6, März 1874.“ -

Kömglicbes Kreißgericht, Abtheilung ].

[1790] _ Ebietal-Citation.

Dte vereheltcbte vaudelwxmn Emine Dreher, ehorene_ &th, vertreten durch ihren Vater, den

[genthumer tlhelm Kxiugel, at gegen ihren Ebe- mann, de_n Haudelkmaun Wil elm Dreher, weil er_ |ck tm Februar 1872 von tbr entfernt und sie. semeu Aufenthalt nicY'eÄahreu hat, wegen 'bZSwilli- ger Verlassung auf ck dung geklagk.

Zux Beantworkuug der Klage“ haben wir einen

er , erem Amtsbezirke einen [) f, b ' d Axl.- meldung sebxer FordMseiYn 7:1? ßhi elgenexOrte wMaftxu oder r Pram bet uns bete tigten Be- po Wann b „ellen und zubenAkteu

anzeigen, ] bier anberaumt, wozu der Verklagte "mt ber War-

Termm auf - ben 7. September d. I.. Bormitta s 10 Uhr,

-Offertenformulare bis incl. 3. Juni gegen Erstat-

nung vorgeladen wird, daß im Falle seines szlzlei- bens angenommen Werden Wild, cr gestehe dugemgcn Thatsachen zu,. welche zum Beweise des ©che1dungs- grundcs angegeben “ind. Es steht dem Verklagken jedych frei, anstatt zu chcheinen, vor oder in dem Texmme ein: KlagekeantWorlung einzureichen, Welche edoch von einem RechtSanWalte unlerzeichnet sein um . Me eriß. den 16. April 1874“. _ öniqlicbes Kreißa_ericht. 1. Abthetlunq.

Verkäufe, Verpachtungeu, Submissionen :e. [1982]

Oberschlefifehe Eisenbahn.

In dem Depot zu Katf _lagern circa 90 Ckr. Schmelzeisen, 628 Ctr. Gußeistn, 16 (xxx. altc,_z_um Theil verbrannte Ofentheile, 2,88 Str, 31111? und „;_xmk- bleche. Zum Verkauf dieser Materialien 1_]t ein Sub- miffionstermin auf den 29. Mai e., txn Vyreau der Unterzeichneten anberaumt. Gebote h1erau7 find portofrei und versiegelt mit der Aufschrlft: „Offerte auf den Ankauf von Material-Abgaugeu“_zum gedachten Tage his 10 Uhr Vormittagsemzuretcben. Das Verzeichnis der Materialien und die Verkaufs- beYiFgungen sind im Bureau 'der Unterzexcbneten em- zu1e en.

Beuthey OS., den 13. Mai 1874.

Königlkthe Betriebs-Inspektion.

[1957] Königlich ' _ Niedrrschlefisch-Märkisclje Eisenbahn.

Die Ausführung der Feldarbeiten, behufs Er- weiterung von Feldeinscbnitten im _Vereicbe der 5. Boxriebs-Jnspektion, sol], in 3 verschiedene Loose ge- theilt, vergeben werden. _ _

Zur_ Eröffnung der eingehenden Offerten wwd em Termin auf - Freitag, den 5. qui er.,

_ » _ Vormittags 11 Uhr, _ un Bureau der'5. Betrievs-Jnspektion hreréelbst an- beraumt, woselbst die Bedingungen *eingeehen und

tung der“" Kopialien bezoZeNn werden können. a

Hirschberg, den 13. i 1874. Der komm. L_Zdettxiebs-Iuspektor. v.

[1053 ]

Beg.

Die Lieferung von 5 Stück Personenzugs-Lokomo- fiveu nebst Tendern und Außrüstungsstucken soll tm We e der öffentlichen Submtssion verhungen werden.

ic Lieferungsbedmgungen und Zeichnungen find in unserm Ceutral-Bureau hierselbst einKjseLen, auch" von dem Bureau-Vorstcber, Rechnungs-z at Meyer, gegen Erftaituns der Kosten zu beziehen. _ Offerxen _auf diese Lieferung sind versiegelt und mit der Auf! nft: ' - ' „submi fim: auf Lieferung bon Lokomotiven“! bis 11 dem am 5. qui- d. I., 11 r, in unserm Ceutral-Bureau hier anstehenden Termine, in Welchem dieselben in Gegenwart der etwa erschieuenen_ Submitteuten eröffnet werden, pyrtofrei an uns cmzusenden.

Künste, den 12. Mai 1874.

Köuk li e Direktion der We 611“ cker Eisenbahn.

“Jetbosung, Amortisation, * * Zinözahlnng u. s. w. von öffentlichen Papieren. [1986]

Bekanntmachung.,

Auf Grund_ der Allerhöchst genehmigten Kreistag»

furt & ck., Nürnberg, Straßburg, Zürich und Stuttgart.

Vormittags

ate nimmtandie autorifirte AMoncm-Expekirion vou olf Mo e in Berlin, Leipzig, Hamburg, Frank- reslau, Halle, prag, Wien, München,

ck

werden die sämmtlichen noch nieht anSgeloosten KreissObligationen des Kreises Prenzlau den Inhabern hrermit zum 1. Dezemher 1874 Felixa- digt, und leßtere aufgeforY-ert, dre Kapjtals etra_'ge mit den Zinsen vom 1. Julr bis 30. _November 1814 vom 1. De ember 1874 ab gegen thtung und Ruck- gabe der Öbligatiouen, sowie der Talons bet der Kreis-Kommunalkafse hicrselbjt 317 erhehen. _ Mit dem 1. Dezember 1874 hort die Verzmsung sämmtlicher Obligationen auf. _ _ _ Die Kreis-Kommunalkafse wird ]chon von 1th ab dieETnlösung dcr Obligationen unter Anxechnuns der bis zum Tage derselben aufgelaufenen Zinsen be- wirken, ]“ojveit die vorhandenen Bes?ande_auSre1ch_en. Zugleich Werden die Inhaber bereits fruher gekan-

an die Erhebung ihrer Kgpitalieu erinnert. Prenzlau, den 9. Max 1874. * Der Kreisausschuss des Kreises Prenzlau. von Winterfeldt, Landratl).

Verschiedene Bekanntmgchungen.-_ _* Die Kreisthierarztstelle des Kre1ses Naugard 'th erledigt. DiejenigenxThmärzte, welcbe Hä“) um d_1e e Stelle bewerben wollen, we;den aufge ordert, 1 re

sonstigen Atteste, insbesondexe jhre Fähigkeitözeuguiffe zur Verwaltun3« eiuer Kre:§tl)terarztstelle bmnen 6 Wochen bei uns einzureichen.

Stettin, den 12. Mar 1874, Königliche Regierung, Abtheilung des Innern.

Die Kreiktvundarztftelle Birnbaumer Kreises ist erledigt. Quali zirtc Bewerber tchl'len fich x_mter Einreichung ibxer ualifikationszeugmssc und thres Lebenölaufs innerhalb 6 Wochén ber uns melden.

Posen. den 12. Mai 1874.

[11.864] Bekanntmachung.

Auf Grund des §. 29 des Gesells aftsverxrages Werden alle diejenigen erxen, welcbe ktiext m der Gesellschaft Skaans a "Stenkyls-Aktte Bo- laget- „Kungßgrufvan“ gezeichnet haben, zur

a - Generalversammluug-auf den 6. I d._Ids., 11 Uhr Vormittags, m Landstroua ein- ge 0 en.

weck der Versammlung ift Anschaffun d Y_Y_tlxßgen Kapitals oder Auflösung der (Hesel!- a .

Helfiu barg, den 11. Mai 1874.

S aanskaStenkol-s Aktie Volaget „Langs rnkvan.“ Die D rektion.

[1955]

Betriebs-_Einnal)e p_ro' April1874. Rhem-Nahe-Etseubahn.

für für E ra-- 1:01:11.

Perwuen Güteror i'nairSmnma April

Thlr. Tllr. lr. Thlr. Thlr. April 11. 24,130 69, 35 5, 99,605 361,050 1874 i. ou

Aprilprov'. 24,200 60,615 5,485 90,300 356.363

Mithin Zr. Apnl 1 74 m. w. _ w. w, w. 70 9.220 155 9,305 4,687 "Saarbrücket'. den 12. Mai 1874. Königliche Ei1enbabn-D_irektiou. Redaktion und Rendantur: Schwieger. Berlin: Verlag der dition, (Kessel). - Druck“ W. toner.

1873 i.Mou.

Beschlüsse vom 17. April und 23. September 1873

und des *dem Kreise zustehenden ;KündiguugSrechts

"Vier“ Beilagen. (einschl..Börsen- und Handelörcgifter-Beilage Nr. 77.)

digter und nicht mehr verzinslicher Kreis-Obligationeu *

Approbationcn als Tbierärzte [. Klasse und ire *

Königliche Regierung, Abtheilung des Innern.

zum Deutschen Reichsan

.DE 115.

Landtags : Angelegenheiten-

Berlin, 18. Mai. In der Sißung des Herrenhauses am 15. d. M. griff der Minister der geistlichen 2c. Angelegen- heiten Dr. Falk in die Verathung des Geseßentwurfs über die Verwaltung erled ter katholischer Bisthümer nach dem Herrn Frhr. von Manteu el (Krossen) ein: _

Die _Aeußerungen des Herrn Regierungs-Kommiffars von vorgestern haben, une ich aus der Debatte entgommen, verschiedentlichen_Herren Anstoß gegeben, und doch bin ich eigentli , wenn ich namlich den Herrn richtig verstanden habe, ganz in der elbeu Lage, in der er fich vorgestern zu befinden glaubte. Meine Herren! Ick halte es selbst entgegen den Bemerkungen des Herrn Grafen Brühl für ab1olut selbst- verstandlich, daß Jedermann, der fich für diese ernsteste Bewegung der Gegemvart auch nur einigermaßen interessirt, eine eingehende Notiz genommen hat von demjenigen, Was an den 6 Tagenxer vergangenen Woche. im Hause der Abgeordneten verhandelt worden tft, und ich bin in Beziehung auf jedes Mitglied eines Faktors der Gesetzgebung vollständig durchdrungen von dieser Ueberzeugung; 1ch glaube sogar ganz posltiv, daß ein Mann, dessen Herz so ganz bei der Sache ist, Wie der Graf “Brühl, diese Verhandlungen sicher- lich mcht unberücksichtigt und ungelesen gelassen hal. Unter solchen Umständen ist es, Wenn derartige'Verbandlungen die Sache erschöpften, und namentlich von Seiten des Standpunkts d_er Regierung er- schöpften, nur ei_nc Rücksicht, wie ich meine, gegen dieses Haus, wenn die Re ierung nicht wieder, Wenn auch in anderer Fassung, (1110? das Wieder olf, Was fie in den 1eßtenWochenwieyerholeutlich threrseits vor- getragen hat, was ihre Vertreter im Retchstage vor_ Kurzem ent- wickelten und was in den vorjälxigen Verhandlungen _aus das Breiteste dargelegt ist, sondern Wenn sie nur Veranlassun mmmt, _etwa an Momente anzukuüpfen,_die neuer Natur find. Wir md gegenwgrtig asker- dings in per _La e, daß wir wohl Worte miteinande_r_ wech1eln; aber die Partewn ]te cn klar geschieden, von einem gegensextigen Uebcrzeugen ist ni t mehr die Rede. _ -

enn iel) diejen Standpunkt enthalte, so sind es etwa ztpei Gefichtöpunkte der heutigen Verhandlung, die es mir nahe legen, eme Bemerkung dagegen zu machen. Zu der einen giebt mir die Rede des Herrn Grafetx Hompe1ch_Veranlassung, Allerdmgs war der Gedanke, dte gegenwärttge Thätigkejt dcr StaatSregienmg mit dem Jakobinismus zu vergleichen, kein neuer, wohl aber die Jyrm, in der der verehrte Herr es gethan hat. Er las uns den Schl ßsatz einer Proklamation der _französisthex Nationalversammlung vom Januar 1791 vor, um damrf_ zu hervcisen, daß dieser Voxwurf ein vollkommen berechttgker sei, _daß in der That daS]enige, Was damals in Frankreich ge1_chr1eben wurde, schr Wohl gestern oder vorgestern m Berlm__batte geschrieben sein können. Meine Herren! _So wexxig_ZWe1]el icb an der Richtigkeit des Cilats hege, so“ wenig weiß 1ch, welcher Zusammenhang der verlesenen Stelle mrt dem übrtgen Inhalte der Pryklamaiion vorhanden ist, _ ob danach in der That diese ParaÜele eme glückliche ist, darüber kann ich mich in eine Dis- kussion nicht einlassen. Aber Eins ging doch aus den ei_gene_n Wortey des Herrn Grafen hervor, Was den schlagendsten Bewets gtebt, da unt dieser 'Parallele nichts bewiesen ist. Erinnern Sie fich Wohl, der? die Proklamation mit der Ermahnung schloß, nicht gegen die Revo - lation zu sein, und da? der Herr Graf, um die Yarallele treffend zu machen, sagte: mm ubstituiren Sie statt der orte „gegen dre Revolution“ die Worte „gegen die Staatögeseße“, dann paßt hre Sache. Ja, dann pa t die Sache, aber ohne dies vorgetragen, 1[t sie gerade das_ Gegent eil. Denn ich denke, der Gehorsam gegen die Staatheseße 1st das Gegentheil von dem Gehorsam gegen dee Revolution.

Eine weitere Bemerkung hat Herr Graf Lippe gemacht. Er bak naznentltch die Funktionen, die anker gewissen Vyrausfeßungen in den beiden vorliegenden Gesetzentwürfen den Gemeinden übertra en werdep, in sehr ernster Weise charakterifict. Er ist bei_seine_r C a- raktertsirung schließlich zu der Entwickelung gekommen, da]; drer'Leute, von denen zwei nur einig wären, nun die Gemeinde wider deren Willen zwingen könnten, einen_Pfarrec anzunehmen, den der Staat anerkennt. Ja, meine Herren, W ist die Sache doch aber nicht. Die Leu_te, die den Pfarrer nicht Wollen, brauchen nur hinzugelxn und nem Zu sagen, Wenn sie wegbleiben, smd fie schuld;_ Wenn x_nan unter. 0 üheraus ernsten Verhältnissen etwas nicht Well, so _ruhrk man fich dafür. Weiter ist gesagt worden, diese Bextimmung fer eme sylche, _ und der letzte Herr Redner hob das be onders hervor _ dre eine Uttera 111011113 bleiben werde. Es ist mir von hohem In- teresse gewesen, bereits heute den BeWeis zu erhalten, das; von Ubiera 111016113 keme Rede ist. Der Landratl) eines rheinischen Kreises_ _bat uxtr amtlich angezeigt, das; ihm bereits von den meisten Fgmelten- vatern oder selbständigen Personen einer katholischen Gememde für den Fall, daß diese Geseßentwürfe Gesetz Werden, _ein Antrag_ zuge- gangen sei, daß er sie, sobald die Geseßeskrast emgetreten set, zur Pfarrenvabl berufen möge. Und von diesen Leuten bezeygt der Land- ratl) amtlich, daß fie auf dem Standpunkt der Centrumspartn stehen.

_ Bei . 15 machte der Graf von Landsberg-Vehlen und Gemewauf emen angeblichen Widerspruch aufmerksam, worauf der Staats-Minister ])1'. Falk erwiderte;

Ich wünsche diefen angeblichen Widerwruch mit ein_ paar Wor- ten aufzuklären. Wenn 2 Monate vergangen sind, hat dxe' Gemeinde das Rechf, einen Sterertreter zu wählen. Innerhalb _dr folgenyen 10 Monate ist der atron noch berechtigt, die definitive Besetzung em- treten zu lassen. 'S ud diese 10 Mongte auch vergangen, so bekommt Y_te Gemeinde nich? bloB.die Befugniß zur faktischen "Einführung der »Fellverxßetung, sondem es geht auch in ihre Hände die rechtliche Be- ]e ung 11 er.

_ Ueber den, Antrag deffelben Herrn, über den Geseßent; m_urf nach den Yorscßriften für Verfassungsyeränderung ab- fttmmen zu (affen..- erklarte der Staats-Minifter 1)r. Falk:

_ Meine Herren! Wenn_ der Vorwurf_ der VerfassungSwidrigke-it emexn Geseßentwurfe gegenuber erhoben wrrd, so glaube ich, ist es die Pfltcbt der Stgatöregterung“ fich _darüber auSzusprechen, Wenn s_ie aucb gan_z und gar mcht dte Grundef'ur stichhaltig erachtet, dre dafür an- gefuhrt werden. _ Es soll .d'urcl) den vorliegenden Gesetzentwurf der_ Yrttkel 12 hex Verfaffuygöurkunde verleßt sein, weil die FrexbUt des Reltgwnsbekenutmsses _ beeinxräcbttgt werde. Der Arttkel 12 handelt von_ den_ den einzelnen Per|onen zu geben- dey Rechten. Würde hter trgendwie ein durchzuse endet wang geybt, von de_r religiösen Ueber e_ugung des Bexenntnis es abla en zu mussen, so wurde sich ja wohl 1019126 für daUenige anführen lassen, Wgs 1er vorgetragen wurde. Darum handelt es fich-- aber gar nicht. D_1e inzelnen, die dabei in Betracht kommen, Smd zunächst die Mtr- glteder dcr Domkapitel, und in Beka]; auf dre e_wtrd eine Aufforde- rung erlassen, eine Wahl vorzune)men. EH 1s_t nicht einmal ein Zwangsparagraph in dem Geseß, da bekanntlich m den Verhandlun-

Zen ]des anderen Hauses bereits der früher in dem Gesetz befindliche

3 gestrichen wurde. Was aber weiter die ein elnen Ge-

,weindemttglieder betrifft, so *wird ihnen nicht eine Pfli t auferlegZ

sondern unter Umständen nur ein Reéht egeben, von _dem ste Gebrau machen können oder nicht. Von einem wang also lst keme Rede. _ ch muß aber _doch '_ auf den letzten Sa des Art. 12 aufmerksam 111_achen:_„Den burgerlrckpen und staatsbürgeri en Pflichten darf durch" dl_e AuSnbung der Religwnsfreibeit kein Ab mch geschehen.“ Was burgerlixbe und staatsbßrgerliche Pflichten find, bestimmt das Geseß, und es tft keineswegs h1er aUSJesprochen, daß alles dasjenige, was der

könne, em wlcherxeirkgetreten sei.

Erste Beilage

Berlin„ Montag, "den 18. Mai

plößlicb orredner

Kirche belieben möchte, für ihr Do m_a zu erklären, mm an im Staate gelten müßte in einer etse, wie es der Herr auSzufüZren die Güte batte. _ _

Au erdem aber ist er in der That den Beweis schuldig geblieben, das; irgend ein Dogma verleßt sei. Der Herr Regierungskommissar K_at in_ der vorgestrigen Sißung auf diesen Punkx bereits besonders

mgewxesen. Heute ist uns ein Artikel 9 des nicaniscbcn Glauhens-

bekenntnifses, wmn ich-nicht irre, vorgelesen worden, aber ich muß be- kennen, ich bin beim besten Willen nicht im Stande, den ganz allge- meinen Gedanken dieses Sakes mit_ dem Artikel der Verfassung in Wtdersprucb zu finden, so vie Mühe tel) mir_ auch gegeben h_abe, einen nßhcren Zusammenhang zwischen diesen beiden, dcm cheßentwurf naml1ch 1_md jenem Artikel 9, zu entdecken.

Es 1st uns dann auf die Artikel 9 und 17 der Vcrfaffungs- Urkunde Hinweis gegeben Wordea. Ich möchte zunächst daraus auf- xnerksam machen, da]; ich glaubte, _ und solche Andeutungen waren 10“ wvhl auch in der neulichxn Rede des verehrten Herrn Vorredners eptbalten_ _ es handle sich um die (K_txtziehung des Eigentlwms cmes Bisthums, und man lege_die Bestimmungen der §§. 6 und folgende des Entwurfs so aus, daß der Ktrche 911 1[)rem realen Eigen- 1l)um ck_ums verloren gehe. Darauf würde 1ch erwidert Haben, da- von dürfe nicht_die Rede sein, es handle ficl)_ um eine Verwaltung nach den Grund1äßen der Kirche bis_ zu gewisten Zeitpunkten. Heute werde ich aber belehrt, daß die1es Elgeuthunx das Pnkrona'rörccht se in soll, und da13_ dieses Patronatörecht hier eingezogen werde untcr ge- wissen Vorausxeßungen, Wenn es nämlich nicht ignerHallZ zweier Mo- nate oder einem Jahre ausgeübt Werde, und da]; damxt Art. 9 ver- letzt Werde. Einmal zugegeben, daß Art.9 übexl)aupt_e§ne1olche Weite AuSdehnzmg auf derartige Rechte haben könne, 10 nm]; 1ch doch darauf aufmerk1am_ machen, Was speziell das PatronatSrecht angehend im Art. 17 bejtimmk isx. Jm Art. 17 heißt es: _

„Ueber das Kirchenpatrcnat“ und über dte Bedingxmgen, unter yo_e_lchen_dasselbe aufgehoben Werden kann, wird em bewnderes Ge- 1e _erge)en.“

Die Regelung dieses Verhältnisses ist also nicht unter Art. 9, sondern unter die be[onderen Bestimmungen cines Geseßes gestellt, und Wenn Sxe nun hier uberhaupt Meinen, dc)" das Patronatörechk, welches nach dem Entwurfs nur unter ganz gen" cn Vorausseßungen, die zu hindern jeden Augenblick in den Händen des Berechtigten liege, un- ausübbar wird, dadurch wirklich als aufgehoben angesehen werhen könne, so Werden Sie in dem vorliegenden Geseß gerade den Tttel finden dürfen, der _das Patroxtat aufhebt und die Bedingungen angiebt, unter denen es au]“gehoben wrrd. Es ist das Geseß al]o _aucl) ugter diesen Vorausseßttngen nicht _mit dem Art. 17 im Widerwruch, ]on- dern gerade im Einklang. _ _

Unter solchen Umständen, meine_icl), da ich Wettere Momente mcht zu beleuchten habe, ist der Antrag l)tnfä[[ig.

_ In der SiHung des Herrenhauses am 16. d. M. nahm der Minister der geistlichen 2c. Angelegenheiten 1)r. Falk in der Diskussion über den Geseßentwurf, die evangelische Kirchengemeinde- 2c. Ordnung betreffend, nach dem Herrn Dr. Elwanger das Wort: _ »:

Sie gestatten mir Wohl, meine Herren, zunäcsck1t ein Work der Ent-

, schuldigung auIzusprechen, daß ich bei Beginn dieser Verhandlung nicht

anwesend War. Ich war im Jrrthum über die Dauer der Verham- lungen über diejenigen Ge enstände, die zuerst aus der Tage§ordnung sich befanden, und bin an ein chix] den Folgmxdek» vorherigen Un- lvetters unterlegen. Ich bedauere die]e Abw_e1enl)ert um so mehr, als ich über elnzclnc Acußerungen des_ Herrn Referenten mir nur habe [*e- richten [a]set] und in Folge die]es mittelbaren Entgegennehmens der Worte des Herrn Referenten vielleicht im Jrrthuw an der_emext oder anderen Stells bin über das, 1an er gesagt Hat, aber [)aupnäxhlrch um dcswtllen, weil TY (tuch nicht den Schein [:x-Wecken _möchke, daß es mir an dem höchsten «zutercyse für dieTe Vexhandlungen (LEHRE, während doch dieses Jntereffe bei mir ebcnwstark it, wie bei Jedem untex Ihnen, und 311901“, meine .Herren, W611 es si um das Woll .und Wehe der evangeli]chcn Kirche handelt, die m_ir mch [made o theuer ist, wie Jedem unter Ihnen, der sie a_m Meisten [rx 7, Wennschon m öffenxlichcn Blättern in anonymen und p]e11donyr_nen Schmähbxtescn, ja ]clb]t vyn diezer Stelle (na der Tribüne weisend) ans _bchauptek Worden ist, da ich die Kir )e zerstöre und tzcclss Zazu (*ettrage,_fie zu erbauen. Dre hohe Wichtigkeit, die ich atx] Hie «ache l_ele, wird es _ denke ich _ in Jhren Augen auch rechkserttgen, M10) 1“) mech üher die vor- liegende Angelegenheit etwas cincheuder auslgsx, auch 161011 unter der Voraussetzung, daß ich Manche?» von demjxmgen, wa_s der Herr Bor- redner nach meiner Meinung so treffend gemgt [)at, lvrederholen müßte.

Ich kann es zunächst nur mit Dank anerkennen, da]; alljeitig der Weg, den die Königliche Skaatsregierung _in der Angelegenheit ge- gangen ist, als ein durchaus korrekter bezetchnet Wurde. Troß diefes Anerkenntniffes und obwohl der verehrte ?err von Kleist ausdrücklich cine Begründung seiner kikch1ichék Beden en von der Hand gewiesen und dicseBcdenken nur kurz angedeutet hat, glaube [ck doch auch mit einem ganz kurzen Worte dtese Frage, die bxs auf dieseStunde sehr viel im Lande erörtert wird, berühren zu 1_nussen. DWS Wort kann kurz sein, denn ich bin in der selten glückltchen Lage, den verehrten Herrn anf eine Rede zu wertveifen von emem Mantze, der mit mir nicht allzuviel, mit dem Herrn Redner aber _sehr Viel Berührungs- punkte Hat, _ ich meine auf dem hier _vorltcgenden Gebiete, _ in Welcher meiner Meinung nach der Nachxvets_ schlageyd geführt worden ist, daß es fich hier in der That anch ktrclltcl) um emen korreki'eK Weg handelt _ ich, meine die Rede, die der hgeordxjcte Brühl im Abge- ordnetenhaufe gehalten hat. Er hat untex Berucksichtigung aller (He- fichtspunkte mit seiner bekannten Gründltchfett dargetl)an, dar;, was man in Preußen verlangen konnte, in _der That geschehen sei. Er hat betont, daß der Erlaß aussegangen ser von_dem Inhabex des Kirchen- regiments; „er hat weiter betont, daß die _Zusage, dte den Kreis- synoden im Jahre . 1861 gegeben wurde: d1e_ Anhörung über den weiteren Ausbau der Kirchenverfassungx erfullt worden sei durch

*deren Anhörung schon im Jahre 1868-69; das; endlich über alle die

Fragen, die hier in Betracht kamen, auch Hie ayßerordentlichen Pro- v_inzialbélxörden gehört worden find, Wennglexch mcht über die Formu- ltrung, die hinterher die Synodal-und Gememde-Krrchenordnunz durch den Allerhöchsten Erlaß vom 10. September 11. J. erhalten hat. Endltcl) hat er darauf hingewiesen _ _ und das 1st_dasselbe, worauf der Herr Redner Gewicht legt _ daß in Yer That, mvaeit man von einem thatsäcblichen Accepte dieser Verfgstung _dgrch die Kirche reden _ Das :| daS]emge, Was man von der kirchlxcben Seite verlangen komxte.

_ In einem angesehenen Blatt, mSHesondere angesehen wohl aueh bei Herrn von Kleist, habe ich dieser Tage le_sen mu_ssen, daß man dre bureaukratiscbe Form, in der die Sache enthckelt ser, _schWer zu_ tadeln

abe. Meine Herren! Was soll _das heißen? Dje Form 11'_t hier

eine andere, als fie bei allen kirchlichen Erlassen gewesen _ist, dle dte- sem Erlaß voran ingen, nämlich der Erlaß emerYllerhöchsten Ordre an den evangelis en Ober-Kirchenratl) und_ den Munster der geistlichen Angelegenheiten, den der lchtere kontrafignlrte'_ wexm also frkckex eine bureaukratische Form nicht vorlag, _ und Fux eme _fruhere ert hat tt_mn den Vorwurf nicht erhoßen, _ so sollte 1ch meinen, man unter- lteße dtes auch gegenwärtig. _ Ich freue mich ferner, daß Herr_ von Kletst mch starken TonÉe- legt hat guf die Frage des Bekenntmsses. Er ha_t 11sz in dieser e- ztehung el_n Bedenken angeregt _ und tcb habe em (: nlicbes Beden- ke, Wenn 1ch nicht irre, herausklingen hören estern _aus den warmen Bemerkungen des Herrn von Malßahn _ a gr, meme Herren, es est

Kirchengemeinde-Ordnung möglich geWescn sein würde.

eiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.

1874.

ja das Vekenytniß nach allen Richtungen gewahrt durch den Aller- höchsten Erlaß, es steht mxt auödrücklichen Worten darin. Und um was handelte es sich denn im gegenwärtigen Augenblick? es handelte fich damm, meine Herren, endlich eine Form zu finden, in Welcher in gesetzlich geordneter Weiß die verscbéedenen, in der evangelischen Kirche lebenden Faktoren mit einander verkehren und ihre gemeinsamen Auf- gaben lösen können. _ _

*Das ist die _Aufgabe, deren Erfüllung man 1611 ]o vielen Jahren,

ich möchte wohl ]agen_feit dem Jahre 1817, aygestrebk hat, und mit der man doch so außerordentlich geringe For11chritte bisher txtachte. Wenn dj_cse Aufgabe gelingen soÜte, meine Herrey, dann mußte die das_ men]chliche Wesen so tief bewegende HerzenSstage des Bekennt- nis1es nicht zugleich mit zur Erörterung gezogen werden. Geschah das, 0 war ni t blos die Gefahr, nein, meéne Herren _ wen_n wir in die *ergangen_eit blicken _ die Gewißheit perhgndcn, da]; das Werk abermals 1cheiterte. Und Wenn Sie in die]er Beziehyng meine Ü;ber- zeugung nicht theilten, so möchte ich Sie bitten, dcr]eiben_ Versamm- lung zu gedenken, die im Vorübergehen Herr von Kleist erwähnte, jener Versammlung in den westlichen Provinzen. Dort ist 1eit dem Jahre 1835 eine Synodalverfassung vorhanden, Leute, die in dieser Synodalverfafsung erwachsen waren, Männer des posttiysten Glaubens, habetx in der von Herrn vvn Kleist erwähnten_Vcr1ammlung offen an_Sge1prochen, das; ihren Depuz'irten zur Generalwnode das Mandat mxtzugeben 1ef, die Bekenntnißsrage auf der Generalsynoke nicht zu erörtern, Weil es JWeifellos sei, daß dqnn der Bau wieder auSeinandcr- breche. Ick glaube auch von der Sekte aus an den Tag gelegt zu haben, da]; nichl antikirchliche Strömungen dazu beigetragen haben, diese Punkte zunächst vo der Erörterung zurijckzuwcißn, soxxdern gerade Strömxxngcn, die wurxeten in dem lebhastesten Jntereßen ffir die eyange111chc Kirche. _ Sie Werden mir derartige kleine Ab]chw_eisunge_n vxellejcht_zu Gute halten; sie enthalten hin und wieder Wenigstens dxe Vertheiylgung gcgen 1chWere und, wie ich m_:ch ]agen darf,„gegen schmerzltche Angriffe, die mir in reichem Maße von anderen Seiten zu Tbéil gcwoxden sind. , _ Der zweite Punkt, meine Herren, in Bezuq auf den ich muh freue, in Uehereitxstimmung zu stehm auch mit allen Mitgliedern dieses Hohen Hau1es, ist die Frage, wie die Staatögeseßgebung in der An- gelegenheit zu wirken habe, und ob fie zu wirken habe. Sie muß wrrken, Wenn überhaupt die Sißungen der Kirchen- und Synodal- yrdnung ins Leben treten sollen, in ihrem vollen und, wie ich _xneine, tn einem solchen Umfange, der wirkliches Leben erst_ den betreffenden Organen giebt, Weil eine Menge Bestimmungen, die mit Recht die Kirche für ihre Ordnung in Anspruch nehmen Durfte, durch das bisherige Staatsgefeß geregelt finkx und dcöwegen der Kirche zu ihrer Ordnung nur durch das Staatsgejeß überwiesen Werden kömxen. _Das ist der Sinn der m_n Schlusse des Geseßes befindlichen kas1ator11chen Klausel. Dann aber 1st das Staatheseß nöthig, Weil es fick) ja darum handelt, 13017 Staatswegm dem Organismus der Kirche, der als solcher im außeren Rechtsleben sein Recht von dem Staate l'efommen muß, die- ses Recht zu übertragen. Dazu bedürfen wir posttiver Saßungen, Weil die positiven Salzungen des Staates anderen Organen, einem anderen Oxganismus der Kirche dieses auf dem bürgerlichen, staat- lichen Gebiete wirkende Recht: bisher zugewiesen haben. Zn_dieser Beziehung sind_ also bei dem Hauptgefichtspuukte die Aussastungeu durch1veg überemstimmend.

Es ist mir berichtet wvrden, als ob der Herr Referent etwas Weitergehendc Auffassungen in Bezug auf die Wirk]amkeit der_Staats- geseßgebung habe. Es ist mir berichtet l_vorden, das; er den Gedanken zum Ausdruck gebracht habe, Wenn die1es Gesel] nichl zu Stande komme, so blieben nicht 5106 'die bisherigen Kirchenvorstände in Bezug auf vermögenSrechtliche Verhältnisse in Kraft, sondern auch die alten Gemeinde-Kirchenräthe und kirchlichen Organe, d. l). die Dr- gane, die vor der Auösührung der Synodalordnung vom 10. Septem- ber v. J. bestanden. Sollte ich darin ixn Jrrthum sein, so bitte ich um Enmchuldigung. Jedenfalls aber um]; ich, wenn der Jrrtlnxm nur möglßcb 1st, hierbei berichtigen?) eintreten. Wir haben ebe11]oWenig Zweifel d_aran wie Sie, daß durch _den Allerhöchsten Erlaß diese Or- gane, in 1oweit fie berufen find, aus kirchlichem Gebiete zu handeln, ja, ]oWeit fie berufen sein können, ohne staatliche Mitwirkung_zu han- deln, vollkommen gesetzliche Gültigkeit haben. Der Beweis ist Ihnen bereits geführt Worden. Die alten Gemeinde-Kirchenräthe sind for.", an die Stelle der älteren Gemeinde - Kirchenrä_tl)c _ ick) bitte, fie nicht mit dcn Kirchenvorstehern zu Verwechstln _ find bereits andere getreten mit volker rechtlicher Wirkung, ingleichen di;-

Gemcindevertrctung, ein bisher der „Zerfassung vollkommen unbe- kanntes Organ._ _We11n_ das unter Umständen _viclleicht nicht ge- nügend deutlich ]em möchte, so liegt es darin, da]; nach einer bisheri- gen tl)atsächlichcn Einrichtung die besonders zu betrachtenden und zu beurtheilendcn Mitglieder der Kirchenvorstände _ bisher, ich wieder- Hole cs _ Mit lieder zugleich der Gemeinde-Kixcbenräthe zu _sein pflegten. Das md sie ni t Wehr, es sei denn, da]; fie wieder gewahlt Wurden, aber ihre Eigen chart als Kirchenvorstände konnten sxe n_icht verlieren. Dieser thatsächliche Zustand mag vielleichtdas11xthe1l mcht so klar haben finden lassen, als bei einer strikten Durchfuhrmxg de_r _ Ich muß Wer- ter hinzuseßen: auch die Kreis1ynoden der neuen_ Ordnung wer_den binnen wenigen Wochen, ganz gleichviel, was aus d1eseu_1 Gesetze w1r_d, an Stelle der älteren Kreissynoden treten. Es ist berexts aUSgescbrte- ben die Wahl der Mitglieder Seitens der geordneten Kirchenbehördetz; wir Werden also in wenigen Wochen neue Kreissynoden bestßen, _dze auf kirchlichem Gebiete und im kirchlichen Rahmen vollléommetz thattg sein können. Das ist Etwas, was nach dem Von mer bezexchneten nud von Allen anerkannten_Standpunkte fiel) nicht bestreiten__lajzt. _

Nun, meine Herren, bei der GeltendmaxLUUg der Befugmffe, Welche der Landesgesetz ebung bet der von_ mßr ] izzirten Sachlage zu tchen, liegt es in der 3T_afur der Sache da]; 1310 betreffendegFaktorcn Wynt- niß neHmen müjsen _ ja sogar Kenntmß nthen müUen in formellßer Beziehung Von der trchengememde-_ und “Synodcxlordmmg in ihren em- zelnen Bestimmungen. Denn [ck Wtederch, die]e Kirchengemeindeord- nung i]t _ mcht das i_ondern _ ein «1an der evangelischen Kirche, dessen Bestimmungen Ztrkung Haben YUM auf dem Staatsgebiete, und die]em Statut in ]einer konkreten cstalt nxuß u disfcm Zwecke durch die LandqÖdescßge'bung die staatliche Wirk]am eit beigelegt Wer- den. Deswegen 1]t 06 Meiner Meinung nach _nothwcndig, die Synodal- ordnun daneben zu haben, Ja, meine Herren, Wenn Jhnen em

recht orrekter Beweis für die Richtigkeit dieser Behauptung ge- geben Werden soll, 10 ist dies die Foxmulirung des vorliegenden Geseßes, das in beinahe allen Stellen Paragraphen und Paragraphegnqmmem aus den einzelnen Abschnitten der Synodalordnung gusdruckltch atz- führt und au zählt. Wenn man unter solchen Umstanden _dte_Be_t- legung eines bdrucks der Synodalordnung für einey Emgrxff m dte- Selbständigkeit der Kirche erachtet, so ist mir da_s mch_t faßltch. Ick) kann das für etWas Ueberflüssiges halten, aher mcht fur et_was_Bös- willigcs, jedenfalls ist es etwas recht Prakttsches. _?)etxn mcbt m der“ diesjährigen GeseY-Sammlung, sondern in der _vorjahrtgen _stel)t der Allerhöchste Erla vom 10. September1873 met_der thm betgegebenen Synodalordnung. Deshalb liegt 111 der That 111€th _Unangemefsenes in der vom Abgeordnetenhause_ angenommenen Bestimmung. Jch glgube, man muß auch solche nuchterne Betrachtunßen etwas in Er- Wagung ziehen, wenn man schwere u_nd _ernste _Borwürfe aus rein forr_nalen Gründen ent1v1ckeln hört, wre ste vorhin Herr von Kleist vor rug,

Herr von Kleisx _hat ein _großes Gewicht darauf geleZt _ auf die Motive koxnme ich 1pgter z_uruck _ daß das Haus der .!bgeordneten. some Zusttmmung fur die Zukunft ausdrücklich vorbehalten hat.