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der Kreis mit seinem gesammten gegenwärtigen und zukünftigen Ver- mögen und mit seiner Steuerkraft.
Unterschrift eriheilt. Rastenburg, deu . „ten .......... (Siegel des Landratbs.) Der KreiSausschß des Rastenburger Kreises. Anmerkung: Die Unierscbriften find eigenhändig zu unter-
zeichnen.
Provinz Preußen. . Regierungsbezirx Königsberg. Etter (bis . . .) Zinecoupon (1.) Serre
zu der Kreis-Obligation des Rastenburger Kreises. 111, Emission. _ l-idtt ...... Nr ...... über ....... _ . Reich6mark zu vier und einhalb Prozent Zirnen, über ..... Mark . . . Pfennige.
Der Inhaber dieses ZinScouponö empfängt gegen dessen Rückgabe in der Zeit vom . . . ten ......... bis_ . . . . „_ . resp. vom . . ten ....... bis ........ und spaierhm die Zinsen der vor- benannten Kreis-Obligaiion für das, Halbjahr vom . . ten ...... bis ....... mit ........ (m Buchstaben) ....... Mark ...... Pfennigen bei der Kreis-Kommunalkg'ffe zu Rastenburg und bei den in dem Deutschen Reichs- und Konigliäx Preußischen Staats-Anzeiger oder an dessen Siebe tretenden Organe, in dem Amtsblaite der Königlichen Regierung zu Königßbergxder an dessen Stelle tretenden Organe, in mindestens einem 111 Konigsberg 1. Pr. erscheinenden öffentlichen Blatie und in dem amilicbxn Organe der Kreisbebörde zu Rastenburg bekannt gemachten Emloiungssteüennn Berlin und Königsberg i. Pr. Rastenburg, den . . le_n ............ _ Der KreiöauUcbuß des Rastenburger Kreises.
Dieser Zinsconpon ist ungültig,_ Wenn dessen Geldbetrag nicht innerhalb 4 Jahren nach der Fälligkeit, voni Schlusse des betref- fenden Kalenderjahres an gerechnet, erhoben w_1rd. „ Anmerkung: Die Namensnnterschriften konnen mit Lctiern oder
Facsimile-Siempeln gedruckt werden; do'cb mnß jeder Zmöcoupon
mit der eigenhändigen NamenSunterschrift eines Kontrolbeamien
versehen werden.
Provinz Preußen.
on“ zur Kreis-Obligation chRastenburger KreiseS. 111. Emnfion. Ditßr, . . . Nr. . . . über ......... Mark.
Der Inhaber dieses Talons empfängt gegen dessen Rückgabxbzu r
Regierungsbezirk Königsberg. Tal
der Obligation des Rastenburger Kreises Lim.. . . N_ . . . . . u Zr ...... Mark i; vier und einhalb Prozenk Ztnsen,_ die . . ie Serie ZinScoupons für die 5 Jahre 18 . . bis 18 bet der Krets-Kom- mu'nalkasse u Rastenburg, iofxrn ' dagegxn Seitens des als solchen legitimirten nbabers der Obligation kein Widerspruch ergangen ist. Rastenburg, den . . ten „_ ........ _ Der KreiSausschux; des Rastenburger Kreises. _ Anmerkung: 1) Die Namensunterschriflen konnen mri Lettern oder Facsimile-Stembeln gedruckt werden; _docb, mu jeder Talon mit der eigenhändigon Namensunterschrift eines ontrol- beamten versehen sein. . 2) Der Talon ist zum Unterschiede auf _der ganzen Blatt- breite unter den beiden letzten Zinscoupons mit davon abweichen-
den Leticrn in nachstehender Art abzudrucken. 9. Zinscoupon. 10. Zinöcoupon.
Talon.
Finanz-Minifterium.
Bekanntmachung.
Fiir die bis einschließlich den 6. Juni er. bei uns eingelie-
ferten Landes-Goldmünzen ist der Metallwerth feßgeftellt, und
können die Einlieferer gegen Rückgabe der mit Quittung zu ver-
sehenden Verzeichnise die bezüglichen Beträge bei uns in Em-
pfang nehmen.
Berlin, den 17. Juni 1874.
Königliches Haupt-Steuer-Amt für inländische
Gegenstände.
Minißerium der geiftlichen,11nterrichts- und Medizinal-Angelegenheiten.
Der bisherige Privatdocent Dr. Hermann Köhler ist
zum außerordenrlichen Professor in der medizinischen Fakultat
der Universität zu Halle ernannt worden.
Ministerinm für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten.-
Dem General-Direkior I. Weidtmann in Dortmund ist unter dem 16. Juni 1874 ein Patent auf einen horizontalen Dampfhammer zum Anstauäxen von Bolzenköpfen in der durch Zeichnung und Beschreibung nach- gewiesenen Zusammenseßung, ohne Jemanden in der An- wendung bekannter Theile zu beschränken, auf drei Jahre, von jenem Tage an gerechnet, und für den Umfang des preußischen Staats ertheilt worden.
Preußische Bank. ' Wochen-Uebersicht der Preußischen Bank vom 15. Juni 1874. A k t i v a, ]) Geprägtes Geld und Barren . . . . Thür. 238,057,000 2) Kaffen-Anweisungen, Privat-Banknoten
und DarlehnNaffenscheine 4,961,000 3) Wechsel-Beftande . . 125,744,000 4) Lombard-Beßande. . . . . . . . 20,913,000 5) StaatsPapiere, verschiedene Forderungen
und Aktiva . . . . . . . . , 5,392,000
P a s i i v a. 6) Banknoten im_ Uznlauf . . . . . Thlr. 271,220,000 7) Depofiien-Kaprtalten . . . „_ . . . , 31,390,000 8) Guthaben der Staatskassen, Inßttute und Privatpersonen, mit Einschluß des Giro- Berk . . . . 60,882,000
9.32? "...." 13 s...; 1874. ' Königlich Preußisches aupt-Bank-Direktorium.
von Dechend. Boese. Rott . Gallenkamp. Herrmann.
Koch. von Koenen.
Angekommen: Se. Sxeellenz der Staats- und Minister für Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten, 1)r. Achenbach,
aus der Rheinprovinz.
3 76 iges Anlchen der vormals Freien Stadt Frank- urt a. M. von Fl. 2,500„000. el. 41. 30, November 1848.
„ __ nen bitt, (:*-. Dessen zu Urkunde haben wir diese Ausfertigung unter unserer zogen: 20 Obligationen 7- F 175. 319. 552. 573. 634. 748. 761. 797. 1153. 1293. 1412. 1426. 1461. 1472 und 1565. J[. 20,000, : Thlr. 11,428. 17 Sgr. 2 Yf. _ 12 Obligationen ; Fl, 18 7. 1936. 2028. 2157. 2254. 2375. 2422, 2424 und 2614. Y!. 6000. : Tblr.3428. 17 Sgr. 2 Pf. _ 7 Obligationen 5 F . 2969. 3151. 3192 und 3300. F1. 2100. : Thlr. 1200. - 17 Obligationen S Fi. 100: Nr. 3334. 3428. 3460. 4100. 4150, 4252. 4349. 4451. 4566. 4611. 4659. 4666. 4705. 4722 und 4780. F1. 1700. :: Thlr. 971. 12 Sgr. 10 Ps. _ zusammen 56 ;Obligationen über Fl. 29,800. = Thlr. 17028.
2866. 2941. 2943. 3877. 3969.
des Anlebens
30. November 1848 wurden nachverzeichneke Nummern der Obligatio- zur Rückzahlung auf den 1. Oktober 1874 ge-
17 Sgr. 2 Pf. Die Inhaber dieser Obli
merken in Kenntnis; geseßt, daß sie die Kapitalbeträge,_ deren Verzin- sung nur bis zum Rückzahlungstermine stattfindet, bei der König- lichen Kreiskasse in Franfurt a. „ „ Staatsschulden-Tilgungskaise in Berlin, bei ]edex Ko- niglicben Regierungs-Haupikasie, sowre bei_den Konig- lichen Bezirks-Hauptkasfen in Hannover, Luneburg _uud OSUabrück gegen Rückgabe der Obligationen und der dazu gehörigen nicbt verfaUenen 2 Zinöcoupons pr. 1. Oktober 1875/76 nebst Talon
erheben können. Der Geldbetrag der etwa
zurückbehalten.
Sou die Einlösung von Regierungs-Haupikasse hier, 0 sondern bei einer der anderen
2379. 4326 u. 4458.
zahlbar am 1. Oktober 1872: 3329. 3723. 4165 u. 4610.
3996. 4135 u, 4149. Die Inhaber dieser Obi deren Einlösung aufgefordert.
Coupons wird von dem zn zahlenden Nominalbetrage der Obligation
ireffenden Schuidverscbreibungen nebst Coupons_ und Talons durch diese Kasse vor der Außzablung an den'Unterzetchknrten ZZur Pruxung einzusénden, weshalb diese Schuldverschreibungen einige RückzahlungSierminc eingereicht werden können. _ Restanten. Rückzablbar am 1. Oktober 1869: 1.16. 6,_1849. Rückzablbar am 1. Oktober 1870: 1.111,61, 2158. 3392. 3808. 3952. 4172 u. _ 1871: bibi. (t. 1855. 2308. 2957. 3093. 3360. 3422 n, 4660, Ruck-
0. 163. 682, 914. 968. 1719. 2399. 2862. 2928. 3298. 3458. 3513.
Wiesbaden, den 10, Juni 1874. Der Regierungs-Präsideui, vou Wurmb.
[. 1000: Nr. 64. 78. 115. 142. 171.
500: Nr. 1615. 1685. 1783. 300: Nr.
gationen werden hiervon mit dem Be-
M., bei der Königliche_n
fehlenden, uncutgclilick) ,zurückzngebenden
dergleichen Obligationen nicht bei der der bei der Kreiskasse in Frankfurt cz. M., Kassen bewirkt Werden, 10 sind die be-
eit vor dem
4689. Rückzabibar am 1. Oktober
1,1176. 0. 1515. 2342. 3046 3246, 3273. Rückzablbar (1111 1. Oktober 1873: Dirk,
igationen Werden hierdurch wiederholt zu
Preußen.
burg Vorstellungen geben.
der Kaiserin-Königin nach
Sr. Majestät dem Kaiser Kaiser Aerandcr am Bah pfang waren auch das G der Behörden erschienen.
estern den Besuch Sr. Leute den Sr. Majestät d
_ Se. Majestät
Garde - Fuß - Artillerie - technische Mitglieder: der
ßen Königliche Hoheit, H
BundeSraihs fiatt. In denselben wurde
den Gesehes erfordert
Die StaatSregierun
Bei der am 3. etz. stattgefundenen 18. VerloosunZ der vormals Freien Stadt Frankfurt a. M. von Fl. ,
500,000, ck. ck
. nungen und Weisungen
Yicßtamtliches. Deutsches Reich.
Berkin, 18. Juni. Kaifer und König besuchten vorgestern Abend mit Sr. Majestät dem Kaiser von Rußland die Vorstellung im Saal- theater des Kurhausts, wo in dieser Saison eine französische SchauspielergeseUschaft und die große deutsckzs Oper aus Straß-
Das Diner fand gestern bei dem Kaiser Alexander ßatt, dxr Sick) Vormittags mittelst Extrazugs zum Besucße Ihrer Majeftat
Se. Majestät der Kaiser und König nahmen gestern den Vortrag “des Geheimen Kabinets-Rarhs v. WilmoWSki entgegen. 'eute Vormittag gegen 11 Uhr find Se. Majestät der König der Niederlande und Se. Königliche Hoheit der Großherzog von Sachsen in Ems eingetroffen und von
_ Ihre Majestät die Kaiserin-Königin empfing
2. Juni d. I. Bestimmungen, betreffend die Dienstverhältniffe der Offiziere 2c. des Beurlaubtenstandes der Kaiserlichen Ma- rine, und eine Verordnung, betreffend die Ergänzung und Ausbildung der Seeoffiziere des Beurlaubtenstandes, genehmigt.
_ Zu einer AUerböchft befohlenen Kommission, welche Sr. Majestät Vorschläge darüber machen soll, in welcher Weise aus dem Zenghause eine Ruhmeshalle für die preußische Armee geschaffen werden kann, und zu welcher als Präses der General-Major und Commandeur der Garde-Feld-Artillerie-Brigade von Dresky ernannt worden, find als militärische Mitglieder: der Oberst-Lieutenant Schmelßer, Commandeur des Garde-Juß-ArtiUerie-Regimcnts, der Major Fassong vom KriegH-Minifterium, der Major Ising vom
Depots hier und der Major Rautenberg vom KriegS-Mini- sterium, sowie zu den Berathungen der qu. Kommission als
dam, der Geheime Regierungs-Rath Hißig und der Direktor der Waffen- Und Kunstsammlung des Prinzen Carl von Preu-
_ Am 16. und am 17. d. Mis. fanden unter Vorfiß des Staats-Minifters Delbrück die 30. und die 31. Plenarfißung des
Gerickjtsverfaffung, die Strafprozeßordnung und die Civilprozeß- ordnung nebst den zugehörigen EinführungE-geseßen berathen. Sodann wurden einige Wahlen von Mitgliedern von DiScipli- narkammern vorgenommen.
_ Ueber die Ausführung des Geseßes über die Civilehe enthält die „Prov. Korr.“ folgende Ueberficht:
Das Gesch über die_ Bxxrrkundung des Personenstandes und die Form der Eheschließung tritt mit dem 1. Oktober d. I. in Kraft. Von diesem Tage ab wird die öffentliche Beurkun- dung der Geburten, Heirathen und Sterbefälle nicht mehr den Geistlichen, sondern ausschließlich den vom Staate zu bestellen-
den StandeSbeamten zustehen, ' _ Die Ausführung des „wichtigen, alle Volkskreise beruhren-
neue Einrichtungen, m_elxhe unter allen Umsliinden bis zum 1. Oktober d. I. vollendet sein müssen, zvenn ntcht mannigfache Verwirrung in den öffentlichen Verhältmffen entstehen soll.
kündigung des neuen Geseßes mit den erforderlichen Anord-
Se. Majeßät der
Coblenz begeben hatte.
und König und Sr. Majestät dem nhof empfangen worden. Zum Em- efolge Beider Kaiser Und die Spißen
Majestät des Kaisers von Rußland, es Königs der Niederlande.
der Kaiser und König haben am
Regiment und Vorftand des ArtiÜerie- Geheime Hofrath Schneid er in Pots-
iltl, defignirt worden.
"über die Gesetzentwürfe. betreffend die
die sorgfältigßen Vorbereitungen und
g ift daher unmittelbar nach der Ver-
liihen Standsamtsbezirle, wie für die Beßeüung der Standes- beamten und für die Sicherung einer demnächftigen angemeffenen Geschäftsführung derselben vorgegangen.
Aus dem Geseß und den Ausführungsbeftimmungen der
Minister ergeben sich für die künftige Gestaltung der wichtigen Angelegenheit folgende wesentliche Gefichtöpunktel
Was die Standesbeamten betrifft, so ift in den StadtZe-
meinden nach dem Gesche zunächst der Bürgermeister zur Wa r- Feanun der StaudeSamtsgeschäfte in Aussicht genommen, vor- e a tli einem Beigeordneten oder einem sonßigen Mitglied: des Ge- meindevorstandes zu übertragen. _ In diesem Falle ist von ihm gleichzeitig auch mindestens ein Stellvertreter zu bezeichnen.
der Befugnis; desselben, diese Geschäfte widerruflich
Die Gemeindebehörden können jedoch die Anstellung beson-
derer Standesbeamten (außerhalb der Mitglieder des Gemeinde- vorftandeS) beschließen, welche in diesem Jane auf den Vorschlag desdGemeindeoorstandes von dem Ober-Präfidenten ernannt wer en.
Auch können auf Beschiuß des Gemeindevorstandes, nach
Anhörung der Gemeindevertretung, größere Stadtgemeinden mit Genehmigung des Ober-Präsidenten in mehrere Standeöamts- bezirke getheilt werden.
In den Landgemeinden erfolgt die BefteÜung der Standes-
beamten im Geltungsbereiche der neuen KreiSordnung auf den
Vorschlag des KreiSausschnffes, in den übrigen Provinzen nach Anhörung der Gemeindebehörden durch den Obec-Präfidenien. Die StandeSamtsbezirke können einen oder mehrere Ge- meinde: oder Gutsbezirke umfaffen. Größere Gemeinden können in mehrere Standesamtsbezirke getheilt werden. Unter Zu- stimmung der betreffenden Stadtgemeinde kann eine Land- gemeinde oder ein Theil derselben einem städtischen Standes- amtsbezirke zugetheilt werden.
Jeder Gemeindebeamte, insbesondere jeder Gemeindevor- steber, jeder GutSvorßeher, jeder kommissarische Avaorsteber ist verpflichtet, für den gesammten Umfang desjenigen Standes- amtsbezirkes, zu welchem der Bezirk seines Hauptamtes gehört, das Amt des Standesbeamten oder Stellvertreters zu über- nehmen.
In Stadt: und Landgemeinden darf der Ober - Präsident auf Vorschlag des KreiSau9schnffes (beziehungsweise nach An- hörung der Gemeindebehörden) statt der Gemeinde: und Bezirks- beamten, zu Standesbeamten auch andere Personen ernennen _ jedoch nur mit Einwilligung dieser Personen und nur im Falk eines besonderen Bedürfnisses.
Geistlichen dürfen die Geschäfte der Standesbeamten nicht übertragen werden.
Die Heranziehung von Schuklehrern zu der Stellung als Standesbeamte soll nach übereinftimmenden Anordnungen des Ministers des Innern und des Kultus-Minifters mit Rückficht auf die mancherlei Schwierigkeiten, welche die Vereinigung dieser Stellung mit den ?lmiSpflichten der Schullehrer darbietet, mög- lichst vermieden und nur in solchen Fällen genehmigt werden, in welchen die Uebertragung des StandeSamtes an Gemeinde- Beamte oder _andere geeignete Personen nach Lage der Verhält- niffe nicht ausführbar erscheint.
Bei der Ernennung der Standesbeamten ist der Ober- Präßdent an die Vorschläge des Gemeindevorstandes oder des KreZSausschuffes nicht unbedingt gebunden; er ist vielmehr be- fugt, die Ernennung einer in Vorschlag gebrachten Person ab- zulehnen und den Gemeindevorstand oder KreZSausschnß zu neuen Vorschlägen aufzuiordern.
Bei der Abgrenzung der Standesbezirke ist von vorn herein Gewicht darauf gelegt worden, daß das Gessi) im Allgemeinen das persönliche Erscheinen der Betheiligtm vor dem Standes- beamten erfordert, und daß Sterbefälle spätestens am nächstfol- genden Tage anzuzeigen find. Es ergiebt fick) hieraus die Noth- wendigkeit, daß die Abgrenzung unter thunlichster Vermeidung allzu großer Bezirke überall dergestalt erfolge, daß den Bnhei- ligten aus der in jeder Iahreözeit rechtzeitig zu erfüllenden Ver- pflichtung nicht übermäßige Beläsjigungen erwachsen. Anderer- seits kann jedoch die Rücksicht auf Erleichterung der Eingeseffenen nur insoweit entscheidend sein, daß ÜberalX die Möglichkeit ge- sichert bleibe, auch für einen kleineren Bezirk einen ausreichend befähigten Standesbeamten (und Stellvertreter) zu gewinnen. Soweit nicht die obwaltenden örtlichen Verhältnisse entgegen- stehen, ist eine wenigstens annähernd gleichartige Organisation der StandeSamtsbezirke und deren Anlehnung an die ländlichen Amtsbezirke (in Westfalen an die A-emter, in der Rheinprovinz an die Bürgermeistereien, in Hessen an die Kirchspielbezirke u. s . w.) in Aussicht genommen.
Die erfolgte Abgrenzung der StandeSamtsbezirke, sowie die Ernennung der Standesbeamten und ihrer Stellvertreter wird durch die Amts: und Kreisblätter bekannt gemacht werden.
Die Standesbeamten und Stellvertreter werden bei der Ein- führung in ihr Amt vereidigt, sofern sie nicht bereits in anderer Eigenschaft einen Diensteid geleistet haben.
Die Standesbinher zerfallen in Geburisregifter, Heiraths- register und Stcrbcregister. Von jeder Eintragung ist an dem- selben Tage eine Abschrift in ein Nebenregister einzutragen, welches leßtere nach Ablauf des Jahres der Aufsichtsbehörde und von dieser nach erfolgter l?Zrüfung dem Gericht zur Aufbewah- rung zugefteUt werden so .
Die Einiragungen in die StandeSregister erfolgen unter fortlaufenden Nummern für den ganzen StandeSamt-sbezirk.
Der Minister des Innern hat, um den Standesbeamten für die richtige Benußnng der Register und Formulare im voraus eine nähere Anleitung zu geben, Muster der verschiedenen in Betracht kommenden Aufnahmen ausfüilen und den Provinzial- behörden zugehen lassen.
Die Standesbücher sollen durchweg und ohne Ausnahme in deutscher Sprache geführt werden, nöthigen Falls (Wenn der Standesbeamte nicht beider in Betracht kommenden Sprachen mächtig ist) unter Zuziehung eines bei dem nächsten Geriäzt zu vereidigenden Dolmetschers.
Die Arbeiten und Vorbereitungen behufs Ausführung des Geseßes sind auf Grund der ergangenen Anordnungen soweit gefördert, daß voran:":fichtlich schon eraume Zeit vor dem 1. Oktober d. I., dem Tage des In asttretens des GeseHeS, die StandeSamtxbezirke überall abgegrenzt und die StandeS- beamten beßellt sein werden. In den Städten werden die be- treffenden Geschäfte fast durchweg der im Gesche angenom- menen Regel entsprechend von den Bürgermeistern und Beige- ordneten wahrgenommen werden, nur in verhältnißmä ig wenigen größeren Städten. (Berlin u.. a.) iß bis jeßt die An ellung be- sonderer Standesbeamten in Ausfich't genommen.
In den Landgemeinden des Geltungsbereiches ,der Kreis- ordnung von 1872 wird es, so viel bis jetzt zu übersehen ist, in den meisten Fünen gelingen, den Amtsbezirk gleichzeitig als
sowohl für die Abgrenzung der bürger-
StandeSamtsbezirk einzurichten.
_ „ In Betreff der Uebernahme der Stellun als Standes- bxamter ,hat iich _großentheils eine Bereitmilligkeixtl gezeigt, welcbe dre in dieser Beziehung auf mancher Seite gehegten Besorgniffe wrderle'gt hat.“ Insbesondere ist dies in Betreff der Amtsvor- steher nn Bereiche der neuen KreiSordnung der Fall, Der Mi- nister des Innern hatte gleich beim Beginn der Ausführung des „Geseßxs die vertrauenSvolle Aufforderung durch die Pro- vinzmlbehorden ergehen lassen, daß die Amwvorsteher, auch ab- gesehen yon den Fallen, in welchen das Gesch eine Verpflich- tung fur „dieselben festgestellt hat, in richtiger Würdi- ung der m Betracht kommenden öffentlichen Interessen ck bereit finden [affen möchten, die Geschäfte des Standeéamtes zu ubernehnien. Es wurde geltend gemacht, wie es dringend geboten erschemx, das Amt vor Allem gleich in der ersten Zeit nur den zuberlgsfigßen Händen zu übertragen, und L?ck gßéhäsxttlchhl dxrch'ZYe Emseßukxig der Stellvertreter, wie durch im um unen'eeUb " : beamtTe)n velrzmeiden [affen erde.1 e erburdung der Stunde:“- . as, auptsächlichfte Bedenken, welches in den betre enden Kreisen im voraus gegen 'die Uebernahme des Standexfamtes ?YYxiérilxteftibXtF, Évtar ixrbc-ßrdie-Z beseitigt, nachdem die Aufßchts= ie an es eamt ' ' ' ' " übertragen word!:n ivar. en schließlich den KretSauHschuffen _ Da? gehegte Vertrauen hat sich in weitestem Ma e*betät' t TxretrßiefxieÖmiZ-kzvdäfiexe'x, Knit seltenen Ausnahmen, dßie dasnkeltizsx . e ret wr ig ei ewä rt abe eines Standesbeamtxn zu über:?ehmehn. 11, auch das Ehrenamt In allen Pronmzen ist das OrganisationSwerk in ununter- brochenem, ersolgrerrhen Fortgange begriffen. Nicht minder ist dns Nothigc xmgelcitet, _um den Standesbeamten bei der Ein- YZLZIIAYD 1th Amt ZieAzweckentsprechcnde Anleitung für die . en ung un us Ü run d s ': = z1ehnngen zu geben. f [3 g e Geseßes 11 allen Be
_ In einem Cirknlarerlaß vom 3. d. M. at der ' ' des Innern sich dahin einverstanden erklärt, das? auf JMFH stellungrmcs, znr Uebernahme der betreffenden Geschäfte nicht verpfl'tchtetxn Amtsvorstehers zum Standesbeamten dann zu verzichten lit, wenn der qu. Amtsvorsteher eine Remuneration aus der Staatskasse beansprucht, und wenn außer ihm noch an- dere geeignete und geseßlxck) verpflichtete Personen im Berzirke vorhanden sind. Der Minister ,hat hierbei daranf aufmerksam gemacht, daß der _von einem Giitsvorsteher besteÜte Stell- vertreter m gleichrr Weise, wie der Gutsvorsteher selbst, zur Uebxrnahme der Gxschafte des Standesbeamten für denjenigen FFF verpflichtet ist, zu Welchem der betreffende Gutsbezirk
Als selbßverftändlick) betrachtet der Miniter da ' Standesbeamte o'der'Stcllvettreter zu bestelletiden Perßsochiei YZ denEmfuhrung ,in ihr Ami zu vereidigen sein werden, sofern !?;be anderer Eigenschaft bisher einen Diensteid nicht geleistet
_ Nack) der nenen KreiSordnunq find die Ei enba - Geesellsckmsten verpflichtet, zu denjenigen Kreissabgaléxn beizutragen, welche auf das aus Grundbefiß oder Gewerbe flie- ßendejEmkommen gelegt werden. In Betreff der Einschäßung des Einkommens_ der Eisenbahn-Gesellschaften behufs Heranzie- hung zn'dcr Kretöabgabe ist nun von dem Finanz-Minifter und dem Minister des Innern bestimmt worden, daß diese Einscbäßung nnch denselben Gruiidsaßen zu erfolgen habe, welche bez. der Einschaßnng 'der EisLnbahn-Geseilschaften behufs Heranziehung zu der sradtts chen Konimunal-Einkommensteucr vorqeschrieben find. Die Stn-ats-Eisenbahnen dürfen, da der Fiskus nach der neuen Krstsordnung wegen seines aus Grmidbefiß Ge- 5117515; nUUZi Feer'FbetJéxt'fiießMden Einkommen zu den (Kreis-
_ ei (1 i ! it ': ' nicßt herangezogen MYM. g s , zu „Kreis Einkommensteuern
_,Dnrch den Meridian von Berlin wird der reu ' Staat m nahezn gleiche Hälften gethsilt, die östlickxe MYR? 3226 Qiiadratmßtlen mn 11,085,800 Einwohnern, die westliche 3040 Quadratmetlen mit 13,567,000 Einwohnern. An Staats- Jkts'enbahnen find vorhanden in der östlichen Hälfte 2657 4 eilen, .'d. 1. 1 Weile auf 12,1 Quadratmeilen und aiif
1,720 Einwohner, in der westlichen Hälfte 276,3 Meilen 13 i lZiechéxkejadnfcs1117Z:)§1)c21d?cxtmkezsilen und auf 49,100 Einniohner'
_ eo) eien ur d' * ( vmzLZ ]ZZS hisziiigekommen. cl) ie Erwerbung der neuen Pro-
m_* an „e ndliche Staatsbahnen ent ält die 5 l' &“ "
24,8 Meilen, die n'esiliche 9,4 Meilen; zurh Ausführitnicxkxze (YFZ mnigt sind durch die 120 Millionen-Anleihe in der östlichen Ha'lfie Nichts, ,in der westlichen 124 Meilen, durch die 50 ' Millionen-Anlcihe 'm der östlichen Hälfte 82,8 Meilen, in dé? west11chenk11,8 Meilen. Nach" Vollendung dieser Linien wird kommen in dkr osilichen Halfte 1Meile Eisenbahn auf "8 Quadratmeilen und 29,745 Einwohner, in der westlichen Hälfix auf 112 tQnÉtSdtrattmeilen und 32,190 Einwohner. . ner aa Sverwccktung stehen Privatbaknen erti xm Bau oder konzesfionirt, in der östlichen Häljste 2256239116143. 111 der zvestlichen 233,4 Meilen. Eisenbahnen, für tbelche der S_taat eme ZitiYgarantie geleistet hat, giebt es in der östlichen Halfte 175 Metien, tn der westlichen 120.5 Meilen. Hierauf hat der Staat a_n ZtnSJUsckzuffxn gezahlt für Bahnen in der östlichen Halfte 11,077,605 Thlr., in der westlichen 7,158,955 Thlr., zu- samxnen 18,2365'60 Thlr., dagegen durch Betheiligung an den Ertragxn garanttrter Babnen an Extradwidendcn Dividenden und Zinsen eingenommen 27,795,011 Thlr. ,
, _ Der Geldwerih der im vori en Ia re ür di - ßischen E:s'enbahnen angelieferiJn BeYriefbsmiettereble- rechnersick) bet Zugrundelegung des AnkaufSpreises auf nahe 43 Millionen Thaler. Am Jahresschluß waren für 1874 Be- schaffungxn im Werthe von circa 32 Millionen Thaler verdun- gen,“ weitere Lieferungen sind inzwischen hinzugeireten. An Schienen und kleinem Eisenzeng waren allein für die unter Staatöoerwaltung stehenden Eisenbahnen gegen Mitte verflosse- nen .Monats, und zwnr ausschließlich bei deutschen Etablissements FZZZSerurPYN/YVYWÉUenUThaler bestellt. Die bezüglichen Auf- ivaan-ee aten ' ' " schäßen dürfen. s fck s wrrd man zu gleicher Hohe “ _ Der General-Major und Chef der Landestrian ulation vyn Morozowicz hat st in dientli en An e 6 “ - nachst nach Posen begeben.ch s ck *“ g legenhetten zu . Bromberg,12,Iuni. Das „Amtsblatt“ vcrö entli t eine Baqurzxi-Ordnung für die (größeren) StäFte uFd xine'dergl. fur die kleineren Städte und das platte Land des Regierungsbezirks Bromberg, beide vom 1. Juni 1874.
Cassel, 17. Juni. Der Kommunal-Landta wurde heute Mittag 12 Uhr eröffner Der Ober-Präfident, WiJki. Geh.
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gliedern des Landtags gebildet, in den Ständé ' " Derselbe erklizrte, daß er beauftragt sei, im NLTK eZINE x_eftat de.s Kaisers und_Königs den Kommunal-Landtag zu er- Ysnen, indem er zugleich die Mittheilung mache, daß der Ober- OZrsteher v. Schutzber genannt Mischling zum Vorsitzenden und der B er-Amtmann v. „Wolff zum Stellvertreter ernannt sei. Die orlagen, welche d1e_StaatSregierung dem Kommunal-Landtage zu machen habe, befanden sich bereits in den Händen des Forfißenden nnd konnte. die Veraihung derselben sofort egmnen. Ste betreffen emen Geseßentmurf iiber den Ufer- ban an der Weser, und einen solchen, Abänderung der Grebenordnung vom 9. November 1739 betr., sodann ein Regle- uzent, das _Taubftummen-In_ßitut betr., die Wahl eines Ausschusses fur das Heimnthnyesen und fur die Rekkamationen der Einkommen- Yteuer und schließlich die Tarifirung für den Ersa); der Unterstüßnng er Armxn. _ Der Praßdent v. Sckmßber genannt Mischling ersuchte die Versamnilung Angefichts des Gehörten, der Treue Liebe und Anhanglichkeit an den Landesherrn durch ein drei; maitges Hoch auf Se; Ma1eftät dem Kaiser und König Ans- drudk zu geben, waH mit Begeisterung geschah. Der Ober-Präfident verließ, m dsrsel'ben Weis; wie beim Eintritt geleitet, den Sani. Yachdrm man_die seitherigen Schriftführer durch Akklamatjon a's nnedergexvahlt bezeichnete, wurde die Sißnnq geschioffen und die nachste fur morgen früh 10 Uhr anberaumt]
Bayern. München, 16. Juni Der Bari 1 des - ordneten Freytag an den Finanzausschuß der Kamckiner NJW?- geordneten uber den" Gesxßentwurf, „einen Kredit für außer- ordentliche Bedurfntsie dec."- Heeres beireffend“, dann die Bemerkungen undVorschlage des Abgeordneten Dr. Völk als Korreferentcn zn diesem Bericht, find nun autographirt und, an die Ausschußmnglieder vertheilt worden. Der Referent Abge- dexidter'Liug. Freytag, hat beantragt, für die anßcrordéntlickxn _e urfmffe dex: Heeres (das KriegS-Ministerium Hat bekanntlich fur dieIahre 1874 und 1875 znsammen 10826909 Fl. ver- langt) einen Kredit von zusammen 4.735,024 Fl. für die beiden Jahre der_ )J]. Fmanzpertode 'zu eröffnen und diese SUMME aus der franzlefi1chcn Kriegsentsckzädigung zur Ve'rfiigung zu stellen. k _ ._yer Magistrat hat auf den Beschluß der Reichczrach- (immer uber den Gesxßenfwurf, die Ausscheidung der Zustän- d1g_ketten der Polizei-Direktion und des Magistrates Munchxn heir„ besrhlosscn, an die Abgedrdneienkammer ein ZZLansznu ?iFgerineister 1x. ?Irhardt abgefaßtes Promemoria
„' (1 en, worm :e im cke Gemeindebehörde niedergelegt find. s] Und Anschauungen der
“Sachsen. Dresden, 17. Juni. Wie da “ vernxmmt, zvird der König fick) am 19. d. M. zsunixDBFésuch'e der internationalen 1andwirthschaftlichen Ausstellung nack) Bre- men begeben und am 22. Iuni von dort zurückkehren. An demselben Tage werden Ihre Majestätcn die Viila in Streh- len verlaffen und fiel), tn das Sommerhoflager nach PiÜniiz be- g_eb_en. Arn 29. ILM. gedenken Ihre Majestäten eine etwa sechs- tagige Rene nder Freiberg durch den Zwickauer Kreisdirektions- thikuaanutrctcn, Zvelchder sodann in dcr crften Hälfte des Mo-
_ nr LMS 0 ' ' ' ' ' folgen diirste. s che urch den Bauxzener Kreisdirektionsbi'zirk
.. _ Im )(111. Synodalwahlkreise,we1'er die Diö e'en rim LLlIUlg und Wurzen umfaßt, ist gesterié an Stenze'desterftnchx benen Hrn. 21131). Langbein in Wurzen Hr. Prof. Dr. jur. K_unxze 111 Leipzig als weltliches Mitglied der evangelisck)-lnthc- rtrckxen Landessynode gewählt morden. Diesc'lbe wird morgen cronnet' werden, nackzdem Vormittags 9 Uhr ein Gottes- dienst M der cvnngeltschen Hofkirche vorausgegangen, bei dem der Qber-Hofprediger 1)r. Kohlschüiter die Predigt halten wird.
Baden. KarlSruhe, 17. Juni. (W. T B D' Zweite Kammer hi'it in ihrer heutigen Sißung'besrizioffen? an den Großherzog eine Adresse zu richten, in welcher um ILToéieé'cehßeSernschTbetgrzefkend dieEinführung obli- er gemi er 9 ks ckulen u d ' Lehrer-Semrnare, nachgesncht wsirZ. n gemischter
Hessen. Darmstadt, 16. Juni. Die Zweite Kam- mer der Stande xrmächtigte in ihrer heutigen (66) Sißung znnachstbas' Ministerium der Justiz zum Ankauf Links Grund: stuckes f1lr ein 111 Gießen zu errichiendes Iiistizgebände. Hierauf ' wurde in die Bergthung des Geseßenfwurfs, betreffend die Penfiomrung der szibean-ten, eingetreten, jedoch bei Artikel 2 die Fortsetzung der Diskussion auf die morgige Sitzung vertagt. Anlaß hierzu Jab, daß Seitens der Abgeordneten Dernburg und Schroder Anfrage gestellt worden waren, wonach nicht die Hälfte ans-ZLTTUTZFZ soniZern mix) *I“, derselben das Minimum der 11, un mona ic e nie (1 9
GehachtZeHd steigen sollte. s Uf mehr als /10 dee;
o ann wurde die Vorlage, beire end die Ge aliSan e : rung der diesseitigen Beannen und BFdiensteten behi dcr ZUR?- Neckar - (_qunbahn um em Seckzstheil ihrer Gehakte für 1873 ebenso wre der Gesetzentwurf, betreffend das Civildicner-Wiitwen; Inßttut (Verbesserung der Wittwenbefoldungcn), zustimmend er- ledigt. Zum Schluß wnhlte die Kammer einen Ausschuß für die zu erwartenden .Knchengeseße. Von der Staatsregierung wurde der Entipurf eines Verggesehes vorgelegt. Jugenheim, 16. Juni. Die Kaiserin von Rußland besuchte heute, am "Todesiage des Großherzogs Ludwig 11., die Kapelle der Rosenhohe bei Darmßadt und stattete hierauf dem Großherzog und der Prinzessin Ludwig einen Besuch ab. Mainz, 17. Zum. (W. T. B.) In der heutigen Gene- ralversammlnng des Katholikenvereins wurden fol- gend1e)9111e[solÖ1ttoch1en genehmigt :
eier,_1e,a gemeine Lage der ki'tli en " ' : *"
moderne Civilijaiion ist rnit der Kirciée ,unYrträYinWDasite FZZ dcs, Kampfes geg'en die Kirche ist die Auflösung der gsgrtiwärtiden sozialen und politiichen Ordnzmrn Eine Heilung diefer Zuständeoist nnr zu erivarten, wenn dem pavstlichen Stuhls die politische Selbstän- digkeit und alle traditioncUc'n Rechte wiedergegeben Werdcn. 2) (zxxnexResdlution über die Lage des drutschen Vaterlandes ibelcbe die Berfaxiung dcs Deu1schenRetchs verwirft und die national: liberal? Partei, dasKGeseß über die Auöwciiung der Jesuiten die Enicbristiicbung des “._Hchulunterricbts und die Leitung desselbendurch theuFZaaisngchlsi, die liäxrcßile Pressé, die aukwärtige Politik des
c en El , namen 1 ? SUU * ." ' ' . horreZZiF R g g er rem pipstlichen Stable per ' ine esolution über die Lage dcs Arbeiter 1 die Ursachen der Unzufriedenheit der L_irbciierbcvölkeßiixxeFibJYeWix (115 Mittel zur Abbulsc dieser Unzufriedenheit ein .neues Gesetz über die AnSnutzung dcr körperlich! und finan jenen Kräfte dcs Volks die Yermmdemng der Steuerlast, die Wieder erstellung dcr Wucbcrgéseße eme a1_le Klassen der Bevölkerung umfassende staatliche ürsorge nichi nur_ die staatliche Ggrantic für Unternehmer, die Feseitigunq der Mangel des GeWerbkgeießeS, ein auf christlichen Aufordémngen berubkn- des andWerkerrecht, ähnlich dem Sce- und Handelskecbi, Ge'everbe- und_ chtedögertchte und geworbliche Hülfßanstalt'en, sowie die Be- scbrankung der Frauen- und Kinderarbeit, entiprecheud dem gestrigen
Rath v. Bodelschwingh, wurde von einer Deputation, aus Mit-
4) U-ber die Rechte der Kirche' Dis kirchen oliii' _ „„ „ ' _. . e S e , F;!«Ydien? kirchenfxmdlichen Parteien durcbznfiilnx-np besticebbt 17le Fl Lek . rvvkucl) mn d". Verfassung der katholischen Kirche. ka das k „)r ,SPries.er_- und Hirtenamt des Papstes und der Bischöfe durch ein NtÉqueIsß aufgehoben oder beschränkt werden könne. pflicht ine dJiewlutwn uber die Gewifflnsfreiheii, Welche die Ver- .....;?“I...§.?xx.925141994. ?WW W" Chris" zeichnet, der Haltung der “katholischxneJiiksectkÉlfjé ImZ unbkrechtlgte be- » e ' IultLéchung zund Verxbrung 39111. die Staatskirckze ZZrÜZZeFthJ Feen de l „en Omchtßhofcn das R-écht, Bischöfe ihres Amtes zu entseßen v er die Berwaliuna vakanter BiSibümer anzuordnen, bestreitet. di 6) Ueber die Aufgabe des Vereins deutscher Katbolikcn erklärt Zée Veriammlung, da!; 112 ,ungebrocbenen Muthe-Z die natürlichen ibeißkZeithIskiinYnx rTcrtKilrLcheK Iowie des denticben Volkes ver- , 0 er a e 1' 7 ' ' des gedachtcn Vsrcins anzuschließen.a bo tkm au„ fich der Organisation
Sachsen-Weimar=Éisenach Weima '
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Die Prinzessinnen Marie und Elisabeth firnd 1:17 4733“-
11chem Wohlsem gestern Abend aus Bad Driburg zurückgekehrt
iÉnrdoßhlzxixJoSMsz LJcWedeZk bezogen, wo auch morgen die - tn “ '
treffen werden? un am 0. d. M, der Großherzog em-
Sachsen-Altenburg Altenbur 16 Jun“
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9,311le Moritz ix_t heute mit seinen Töchterrxi, den PrinzesßnJYeeii urin Anna, Eln'abetl) und Margarethe nach Liebenstein, wohin
fich di?_Prinzess1n Morris von Meiningen ans begeben wird
abgercqt, um daselbst den Sommer znzubringen. ,
Sachsen - Coburg = Gotha. Der Lai dta “" Herzogthnm Gotha hat in seiner Session!“ vomg 2TrAde? bis 13. 3111121).- I. nnßer dcr Feststellung des Staatskaffen- Etatstro 1874/_77 die Aufbefferung der Gehalte der Pensionäre und Ytspofittonare genchmigt, ciner Novelle znm Volksschul- gxseße, welche ebenfalls ?[ufbefferimg der Gehalte bezweckt zuge- stnmnt und dsr SiaatSregierung noch weitere 7000 Thir. zur Verfugung gestellt, wovon 5000 Tbir. speziel! zur Unterstühung dcr Schulkaffen, armer Gcmeindcn in Folge der vom Landtage genehm1gten wcneren Erhöhnngen dcr Lehrerbesoldurigen und 2000 Thlr. als Diépomwnsfonds znr Unierstüßnng soirher Lehrer welche in Fqige bewnderer ThcnerungSverTJältniffe an ihrem Wohnort odernn FolZe von AUSgaben für die Erzieiznng ihrer Kinder sicb „i_n bedrangtcr Lnge befinden, znr Verfiignng g:»steUt. Hier: bet txt der Staatéregierung in Erwägung gegeben worden* 1) ob die Errichtung einer Landesschitlkaffe im Intereffe der 23sz- schnien und Gemeinden zweckmäßig und möglich sei, 2) dem pro- visorischen Zustand, welcher durch die Bestimmung im Kap. 4 de? Volksschuigese§W bezüglich der Vorbildung für das Seminar geichaffen worden ist, sobald als möglich durch Vorlegung eines Geseßxntwnrfs zu beseitigen, durch welchen mit thuniicbster Ko: stencriparmß am hiesigen Orte eine BildungSanstalt ins Leben g€r111911_ mird, _welohe sowohl für dat.“- J'achseminar die geeignetste Vorbildung gewährt, als auch das im gan- zen Lande vdrhandene Bedürfnis; nach einer höheren volks- thnmltckzen Bildung befriedigt, und 3) anf weiche Weise unter Abandcrnng der.“: §. 15 dcs Volksschnlgeseßes die Unent- geltlichken doc.:- Volk§schu1unterrichts durchgeführt ivcrden könne. In dns"abgcanderte und angenommene Stempelsteuergeseß find die Brunnen auf querversicherungen und die Policen auf Zebencsyerfickzerungen mit hsrangezogen worden. Auf Policen nber §chrficherungen gegen Feuersgefahr, sowie auf Prolon- ganonen' Yolcher Versicherungen ift an Stempel zu er- heben bet ismer Höhe der Prämie von 30 bis 90 Mnrk 11 Mark von 90 bis 150 Mark 1 Mark. Anf Policen Über Lebens; versicherungen koznmt ein Stempel von einem Fünfzehntel vom Hundert der Vernchernngssumme zur Erhebung. Policen Über Lebensverfickzerungen, bei welchen die Versicherungssumme den Betrag von 1500 Mark nicht überfieigt, bieiben jedoch stempelfret. Das Hundesteuergesexz mit einem einheitlichen Say JLU? YaÉ md Zen ?fadltin und von 6 Mark in den iibrigen
6 .me auae nndei'tmi " " : rungen angenommen worden. H ' t einigen MWM
_ Reuß. Gera, 15. Irmi. Dcr ie": «: Krie er ' beging 'gestern die Feier Feiner Fahncnixciixe? Die qximzx FTF? nahm „an derselben, festlich geschmückt Und reich beilaggt Theil. Anf Einxadu11g'waren 24 Kriegervereine von Außen erschienen die, vereinigt mn dem hiesigen, cinc'n Fesiznj. von 1200 Mann bildeten, Das Ganze verlief in freudiger Festftimmung. EZY;
Oesterreich-Ungarn. Wien, 16. Juni. Die beabsichtigt? Reise. des Kaisers nack) Bruck an der LeitlZcecftF? der ungusttgen Wittcrnng wogen nicht stattgefunden. „_ 17. Jun:. (W. T. B.) Die zuerst von dem „Vater- land gemeldete, und darauf in- andere hiesige Blätter über- Zegangene Nachricht, daß bei dem Diebstahl in dem Hotel der osterrenlnscknn Gesandtschaft in Berlin wichtige Depeickzen ab- handenmJekommen seien, wird von kompetenter Seite als eine tendeÉznne EYndung bezeichnst.
raz, . Irmi. Einlaufenden Meldun en haben abermals erhebliche und ansgedehnte Ucbgerschzr§feotltI e M11 11. gen stattgefunden Dsr Regen hat nachgelassen, Triest, 16. Inm. Die „Triester Zeitung“ meldet, daß die Korvette „Friedrich“, am 2. d. Mrs. in Suez eingetroffen ist und am 7. d. Mrs. die Reise nach Ost-Afien fortgeseizt hat. Pest,_ 16. Zum. Im Unterhause erklärte auf eins Jnterpek'lation Wahrmanns der Iustiz-Minifter, er werde dem: na'chft emen Gßseßeiitwurf über den Schuß der Hypothekarpfand= brief-Besißer einbringen. Horn wünschte seinen Grseßentwurf uber Berwertbnng der Steuerrückstände zu motiviren. Nachdem der "Finanz-Mmqter die Vornahme desselben jetzt für unthunlich erklartek zog Horn den Geseßentwurf zurück. Auf eine Anfrage Varady s er'klarte der Minister=Präfident, die Regierung werde nur noch die bekannten Eisenbahnvorlagen einbrin en und so- dann beabsichtige sie, die Session zu schließen. 239111 kirchen- pqlitischen Ausschuffe wurde der Bericht über die erlehe _ vorgele'gt. Vidliczkay .motivirte den Beschluß- antrag _ uber dux Vorlage in Betreff der Rückzahlungs- modalttaten des ]ungsten Anlehens. Derselbe ward, nachdem Ghyczq „dagegen gesprochen, das Unzeitgemäße des Antrages nachgennesen und unter dem Beifall des Hauses als erste Auf- gcrbe der Herbstsession die Regulirung dcs Staatshaushaltes be- zeichnxt hatte, nicht zur Verhandlung zugelassen. HoranSzky motivirte den Besclzinßantrag auf Absckzaffung der GerichtSexe- kutoren. Iuftrz-Mimster Pauker sprach dagegen. Für die Ab- ßellung der Mangel und Uebelftände werde er durch entsprechende Vorlagen sorgen, welche «,für Anfang 1875 in Ausfiiht. teÜe; die Abschaffung der ganzen Inßiiution- wäre übereilt ,und kckzäd- lich_. Bet der Abstimmung ward der Antrag mit 110 gegen 100 Stimmen zur Verhandlung zugelassen und auf die nächste '
Vortrage de:"; Domkapitulars Moufang angicbt.
TageSordnung gestellt.
“3.17.7(333WJ“ZYF*“kMQ-3Ü7xz.“*:743§ck „***; “L.“
Oki);- 434.777“