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Comikés und anderen Prrsonen von Distinkrion, die Ihnen 7
Ybekannt oder erst vorgestellt wurden, auf das Huldvollste Und verließen gegen 5 Uhr den Sck1a11plgß, . "
Für die sechste Stunde des Nach1r11ttags hatten dte Hohen (Haste die Einladung des Senats der steten SWdt Bremen zu rtnem Bankskt angenommcn. Daffelbe fand m'dem alterthuu1l1chen, durch seine historische Vergangenheit 11115 setxren 1111-21 der Zett der Gothik 111111 der Rymaiffance stam111enden kunstleUschen Schmuck “1161161111“ amen, prächkigen Rathhaussaaw statt. Um 518 _G9- chfchts dcr 1111111 11115 durch sei11e Handercziéhungxn so macht1= gen Stadk schlang fick] die Gegenwart 111 fr1schgr1111cn Laubge- windcn 11115 in den Fahnen sämmtlicher deutschen Landxr. Der gewaltige Raum war durch eine Draperie in zwei Thexle" abge- Fheilt, in dem Oordercn, 111 den die We11deltrevp_e auImnndete, empfing der Präfidch des Senats an der Spthe_ der_ZS-ezuz- Foren seine Fürstlhhen Gäste. 9-21 waren e1111gc _ mnsztg Ein1adungen ergangen, an sämmtliche anwesende M1tg11eder des Senates 11115 in Der Regierung der Stavrstchrnde vornethe Bürgrr, 511 das Präfidium des Exekutivcomztés der 1and1v111h- schaftlick1m1 '1111ernationa1111 AUssteUnhg, a11l111e foolge de).“- Ko: nigs 11111) des Kronprimzen, an 1119 M1111arbehorden_mtt dem General von V111mc111ha-1 an drr Spitze, an dre Spihen dcr 'Rcichsvchörden, an den prrußisthen Gesandten .Frhn. von Rosen- berg und 11911 prenszisckxn Gencral-Konsul Delms, an denHrrzog "131111 Ratihor, den Fürstrn Pleß, dM Grafen Otto Stolberg “UNd dcn OhkrWräfidentrn Grafen zu Eulcmburg. '
Zurrst erschien Se. Kaiserliche und Kömigliche Hohe-it der KrMprinz in dcr Umform des Schkefischen DragonerMegtm-snts “Nr. 8, begrüßt vom Präfidenten des Senats?- ])1“. G1ldeme1ster, daranf Se. Majestät der König von Sachsen in 63111911116- uniform. V-x-r L111erhöchst- und Höchstdensclbm fand 'dxe *Vor- steUung dees Senatcs und der übrigen Gestllsrhaft, sorpetx dtesclhe Ihnen noch nirht bekannt war, statt, dann the1lte fich hre Tr'aperte, Und der Präfidcnt des Senats?- schritk dcn Hhhen (531111911 111 dezr Bankettsaal voran. Unter den drei mächtlgen goth1schcn 11111 'Glasmalereien geschmückten anftern, an der _ Se1te dxr Marmorstatuc ch Bürgermeistcrs Smidk w'ar dre Tafel _111 einem offenen Viereck anfgestcllt. In der M1tte der Querserte standen drci Amnstühle mit hohen, geschmhten Lohnen. Den rechten nahm der “König vonSachseu em, d1111111k6nd1§rKronpr111z des Deutsrhcn Reiches und von Preußen, Hen mrttleren der Präfichj dcs Senates. Die Plähe gegenÜber hatten, den 111111121811 der zweite Bürgermeister Grave, den rechtcn'der «Herzog 'von 911111501, den linken der Fürst vonHohenlohe-SchMinngarst, Wciker Herr von chell=Malck1ow und Konsnl Meier 1111112, sammt- liche drei als das Präfidium der injer11ationa1en,landwrrthschaf't: lichen Ausstéüung. Das Bankett begann, _ 1318 211111111 gab 111 der fogchannjcn, in den Saal eingebau1211 Hahe, da?: Mhßkcorps des 75. Infanterie=RegimcntH. Zuersterhob Steh der Komgron Sachsen und brachte den Toast auf Se. Majestat den Kaxsxr und König als „den chräsentanjen, das Symbol des germrg: ten starken, aber friedlichen Deutsckxlands,“ (1114. Nach A62rhdchst- demselben erhob Sich der Kronprinz dcs Deutschen'RUrhs und von Preußen Und forderte die Anwescnden auf, m1t Ihnx auf das Wohl Sr. Majkstät des Königs von Sachsen zr: trmken, „des bewährten Führers und fiegreichen Feldherrn 11111€Hten Krirge, der Zierde unter den Fürsten des Deutjchen Re1chs, der Stühe dec; Vaterlaudes.“ Der erste Toast wurde “11011 dem Orchester mit dem „Heil Dir im Siegerqunz“ beglcu'et, nach jedem der anderen folgte dreimaliger Tusch, m11 dcm fick) drr lauten HWS der Versammlung vermischteU. Darauf erhob S1ch aber- mach der Kronprinz und sprach folgkndermaßen:
„Ick Winke auf das Woh1 der (111211 und hock) anfrhnlicheu frei2n Réichsstadf, in dcren gas111chen Maucrn wir 111111211. _ _
Besondere Fr-ane und Genugthuung gkwährt e_s Mir, da); [ck1er,
an 911101 drr 1151611 11111) blühendsten Stättrn deut1ch€n Handcxs und Verkehrs, dcr Gsdahke, durch (1111! groß: intsmationale Ausstellung dcn Zchkrn dcs Landbaucs zu dienen, zu schöner Ausführung gslangr ist. Ein k1ares Vrrständniß der Fordrrungcn unsorer Zeit führt *scbnrll dahin, sthrinbare Gegcnsäße (11-3 solche zu Erkennen und auch auf drm Gebiets dcr Gewrrbe allei11 in lebendiger chhsxlwikang «gesundkn und fördernden Einfluß zu crblicken. Die Gemeimam- keit der gewxrblicben Interésscn zu bekonen, das ist dis Aufgabe Aller, dsnen der Wohlstand und dée Gssitnmg der Völker am Her- , en [is t. 3 "WIE möchtr leuZnen, daß vor AÜW die Landwirfhschaft es ist, deren Gedeihen: 1'1dem Stande gleich srsprießlich, v:)n dcrrn Blüthe das Fortschreiksn der Kultur untrennbar ist, die srlbst in don „3111111 der Unruhen Und Kriege oft die einzige Hoffnung auf eine besssre Zukunft bietet?! Ws .
Im Namen dex 111111113111 Landwirthe, 311 dcnen Mich rkchhsn zu , dürfsn Mir zu wal)r=:'1nSw1ze gereicht, danke Ick) den Leitern der AU;- steüung und 2111111, welche zumGelingcn des Untrrnehmrns bkigetragen [)UÖCU. Ja) danke den "Ausstellern (111.8 frrmdkn Landen und Bitte sie, “in ihrZ Haimath die UebrrzeUgung mitzunchmen, das; nirgeüds lebhaf- “ter und aufrichtiger dsr Wunsch gehcgt wird, dke Arbeit 111cns11)1ichor Kultur 111 ungcs1ör1rm Jrisdar: fortzuführsn, 1111? innerhalb der Gauen Der; neu crstandxn-zn Druistben Reichs1 -
2115 Protsktor der Ausstellung danke Ich end1ich aus 5011er Seyler kirscr freier; Stadt, wclche ihr warmes Jnkerssse für, die Landwirtb- “schaft glänsz bcjhätigt und von ihrem 'alxhewährten Rufe cdlcr Gast- lichkeit aufs Neue ein schöncs Zsugnis; abgslegt hat.
Die frcie dcutsche Rsichsstadt Bremen, ihc Senat und ihre Bür- 'WÜUÜ lebrn [)rch!“'kx*z«2;3*1*4,-? 2- __.x _- ....
Als Erwiderung sprach der Px'äfident des Senates die Frehde und Genugthuung der Stadt Bremen 11119, die beiden Berühmten FeLdmarschäÜe des Deutschen Reiches bei s1ch 311 Gaste zu sehen, betonfe die große' Förderung, welche die 1nter11atio11ale landwirxhschaftliche T1usste.'1lung durch dag Pro- tektorat Sr. Kaiserlichen und Königlichen Hoheit des Kronprin- zen des De111schen Reiches und von Preußen erfahren habe, und brachte zum SchlUß dag Hock) auf Höchßdmselben aus.
Nachdem darauf der Präfident dex; Sen ares die Tafel auf- gehoben," zogen Sick) die beiden Hohen Gäste mit der Gesellschaft in den Empfangsstxal zurück, wo beim Kaffße Cercle gemacht “wurde. Zuerst verließ der König von Sachse» das Rathhaus, von den cnthnfiaftischcn Zurufen des massenhaft versammelten Volkes begleitet. Allerhöchstihm folgte der KwnUrinz, um Sich mit Begleitung in den Unter dem Bankettsaal Qcfi111Mchen Bremer "Rathhaqueller zu begeben, den Ort, den die vaterl1.'*11dische POM? mit herrlichen Blüthen umrankt hat. Die weiten Räume des 'historischen Lokals waren vom Publikum dicht gefxüüt, die ge- “Wölbwn Räume wiederhallten von. dem lauten Ent.):ufiaé-mus, den das Erscheinen des Kronprinzen hervorrief. Zue1*st wxrde der Rose der Besuch gemacht, einem Kellerraum mit 1Xattl1chcn Fässern voll alten Rheinweins, dann dem Bacchus, 11115 so Wch Wchreren historisch merkwürdigen Lokalitäten, und immer wieder brauste dcr Volksjubcl neu auf und begleitete den Iron- prinzen bei der Abfahrt durch die Straßen der Stadt bis 31! dem Meierschen Hause. Den Abend brachte der Kronprinz Mt Den Herren Seiner Umgebung 111 der Familie des Konsuls Meier zu.
Gestern Morgen wohnte Se. Kaiserléche und Königliche Hoheit dem GotteHdienst im Dome bei; am Eingangs der: (9011-35-
hauses wurde Höchstderselbe 111111 11211 Kirchherren unter Führmxg des zweiten Bürgermeisters Grave empfangen und auf den fur Ihn bestimmten Plak geleitet. _
Bei der 11 Uhr Vormittags erfolgten Abrufe waren Se. Majestät der König von Sachsen in Uniform a111_11_ese11d, außer- dem die Bürgermeister, das Offizicrcorps der preuß1sche Gesandte bei den Hansestädtcn und der preußische General-Kynsul. Auf ÜÜLU Stationen durch die Provinz Hanno'ver hatten swf) zahlreuhe Personen eingefunden, um den Kronprmzen zu .hcgrußen. 11111 8 Uhr Abends erfokgte die Ankunft Sr. Ka118111chen Hohett auf dem Bahnhofs in Potsdam, wo Ihre'Kaiserltche .und Königliche Hoheit die Kronprinzesstn mrt dem Prinzen Wilhelm Höchstdenselben erwartete.
_ In Vétreff der 2111519911111; einiger Vorschriften der KrcieMrdnung über die Berrhcilnng 111111 Ll11f11rmg1111g der KrciSabgaben, wrlche von Soiten der Kretötage verschwdcncr erise eiae nicht richtige Anwendung gkfunden haben, hat dcr M'mister' des Innern unterm 10. d. M. fo1ge11de Etchlar: Verfügung erlaffen: _
1. Nach den Vorschriftrn der §§. 10 und 12 der Kmkordmmg könncn die drei nntexftkn Stuscn rer Klassez1steusr(§. 9311 11,516 G.)"c'ßes v0m1.Mai 1851) von drr H'crmzztehung'zu dcn Krets- ahgabcn ganz frri gelasscn odrr dazu _m_11_c1ncn1 gcrmgkrsn „“Ykkzknk“ 111139, als d1e übrich Stufen der Klasjsmtcuer und der k1a1s1mztrtcn Emkommrnsteuer hkra11gezogsn w.*1den. ** '
Inzwischen sind durch das ©1111; Vom 25. Mai v, JZ. die frühes"
rrn Vé'runlagungsgrundsäßs, sowic dic S11'111'1stufcn und St_suersaßx [Z?r Klassenstcuer Wcsxntlich abgrändert, inE1*1*)1)nd-:rc sind W: 111 der KMS- ordnung bczrichnrtsn drci nntersjon Sturm der (111911 Klafscnstc'tzsr gänzlich brfeitigt und durch “Das Gcseß v011125._5))_1a1 1). ZH. keme Stcusrstufen frstgestsür wordrn, ckckck 99111111 den sruhxren 13121 1111191- stkn Stcnerstufen entsprechen. D:.e 1105111111111 Vorschrtxten der 511616- ordnung sind hiernach einkr UU111ittelbarc11 Anwenruyg ntcht 11111): fahtg. Auch würde zur Aasführung von Kreiökagßbeschlufsen, 11ach wvlchsn die Freilassung der drsi untyrstrn Stufen Der alt'rn K1assxc'11- steusr erfolgen soll, eénc bssondrre mik ,erhcbltchsn WU- terungen verknüpfte Ermittelung ynd fingtrfe Vrranlagung dsrjknigkn Personsn erforderlich [kin, wx1che " nach 17111 Vorschristc'n des Gefäßes Vom 1. Mai 18.51 dic Steuersahe dér drr: unfrrftcn alten Klassenstcnetstufc'n zu cutrlchtenhabcn Wurden." DW hierzu erforderlichen Notixsn würdsn, da sw 111 d1n_ gegenwgcr11grn KlassN1str11crrollk11 und Eipkmnmens-NaÖWeisungen mcht Yolljkandxg e111hc111811 find, zum Theil erst besonders beschafft werden mussen. _ Von einer solchen brsondsrcn Ermitlelmg 1vi1d dah€r jedcnsaÜs Abstand zu 11217an icin. , _ ' Sollte gleichwohl der KreiNag des 6111611 [chr des anderc'n Krctses mir 911111111111 auf die in dem brtrcffcnden Kreije, ohWa1tend-3n beson- deren Verhältnisse es für erforderlich erachten, dre 11191652 strhsnkxen VorschristSn der KreiSordnung znr Ammendung _zu Bringen, so, Mrd disse levcnr-ung, dcr AMW des Gesetz.»? cnt)pr€chcnd, nur 111 dczr Wkise Erfolgrn dürfcn, das; diejsuigcn Perwnsn von KretSabgahen frc1-
grlassen beziehungSWcise mit einem gcringrre'r Prozentsaße zu dsa»
1e1ben herangezogen wcrdc-n, wrlchr den im §. 9a. des cxlten Klasskn- stsuergescßes bszeichneten Personcn gleich stehen. H1erzu Werden fügliclz nur diejenigen Personen gerechnst Werden köhnen, Miche nach dem Gxskßc vom 25. Mai v. Js. von drr K_[asfe11xtcuer_bcfrctt find, sowie diejcnigcn, Welche zur johég-Zn 1._K1a11snstcucrstuse ve1anlagt find. Für die Annahmc dicscr (chnze wrtcbt: insbesondere der Um- stand, das; während der Gültigksik des Klassenstegergrsctzes vonz 1. Mai 1851 in dsr Regkl davon angegangen ist, 11.11; zu den dret unkrrsten Stufen dic'jknigen Psrsonen zu vkranlahsn 1e1e11, wclchr cm Einkommen von Wenig-r als 200 Thaler habcn, daß 'abér Per1o11e'11 mit einem Einkommsn von 200 Tha1€r oder mrhr mmdrstens 111 Re 4. Steurrstch Whören. , _
Da dime renze für die drri unfsrsten 1111911 Klasscnstrnc-rtxi111811, d. h. ein Einkommen Von 200 Thaler dcr Maximalgrcnze dcr 1rh1gen 1. Klaffrnsteuerstufe von 220 Thaler ziemlich nahe kommt, so wxrd dissrlbe im Allgemeinen als annähernd zutrcffrnd anzucrkcnnen xmd es demgemäß zulässig sein, disse Stufe von den Kreisgbgaben frktzu- lassen oder mit einem geringeren Prozentsahe, _als die ubrigen 'thfen dcr Klassenstruer heranxyziehen. Dagegexn Mrd von dsr Fretlamung bezéchungßWeise eincr mäßigersn Hsranziehung der 11. und 111. Stufe der muen KlassenstkUH-r abgesohsn werden müssen. „
11. Nach §. 10 dcr Krkisordnung ist die Gru11d-,_Gcbaude- und die von dem Gewcr5€1*-xtriebe auf demplatfm Lande anxkommendr Gc- wxrbesteuer 13er Klasse 4. 1. zu dm Krei'Sabgaben mm- drstcns mit der Hälfte _ und höchstkns mrt Hsm 131111111 Betrage desjenigen Proxnfmhes héranzuzirhcn, 11111 1111117196111 dis Klasscn- uad klassiffzirte Einkxommrnsteuer hela1tet_ W115.
Disse Bestimmurg ift nach dem Wortlaute und dem Smne dss (Hsseßrö dahin anfznfasssn, da); die Grun», Gebä11de-_11nd ©8111?be- stc-usr dcr Klasse 14.1. [1th mit 6111€m gleichen Prozcnhaße 3111111111191“. sind. Es erfcheint daher nicht zulässig, die Grund- und Gebaudkstcncr beispiclSWeise nur mit 50 Prozent, die GSW-xrbestrucr dcr Klassc „4. [. dagrgén 11111 100 Prozrnt zu den Krrisabgabsn hkranzgzichcn.
111, Was die kaerbcsteuer im Uchigen anbetrifft, 10 kann die- sclbc 111111) der fcrnc-ren Vorschrift des §. 10__11. a, O_- von der Heran- ziehung zu den Kreisabgabrn gan_z frei gklamen, dars abcr keinrtxfälls dazu mit einem höheren ProzenhaH-x, als die Grund- und Gehande- stc-uer herangezogrn Werden. „ _ ,
Einige Kreistage haben d1e1e Vorschr1ft in ch Art zur 211111151- dUng gebracht, das; nur cinzclne Klasskn dcr errrbxsteusr _ 11517 spielsweise die Klassrn 13. 11. und .). _ von den Krélsabgnbkn fret grlassen, die übrigen aber dazu herangezogen wvrdsn _find.
Auch dieses Vrrfahrkn kann als dem (Hkscße enhprecbend nicht er- achtst werden; vielmehr find, mik NuMahme der von drm Gejvrrbebe- triebe auf dem platten Lande aufkommenden Gewerhesteucr der K!affs .*). T. und_ der Gewrrbesteu-er vom Haufirgrwxrbe (Klasse b.), sämmtliche Klastcn drr Gewerbestsuer stets gleichmäßig zu behandeln.
17. Ebenso unzu1ä1sig erscheint es, ni_cht nur die Von dem Ge- Werhebekriebe auf drm p[attrn Lande aufkommende Erwerbssteuer der Klasse 4. 1, sondrrn «11115 die übrégen Klassen dsr Gewerbrstrucr zu drn KreiSabgabcn für B*xkehrsanlagrn heranzuziehen, von den übrigen KreiSabgaben aber freizilaßen. Denn nach “5. 12 der Kreis- ordnung find die Kreistage nur befugt, zu den Kreisatxgaben für Ver- kehröanlagen die Grund- und Gkbäudesteuer, sowie d1e von dem Ge- Werbebetriebe auf drm platten Imke aufkommende GeWerbestxuer der K1asse .4. 1. innerhalb der im . 10 festgesetzten Grenzen 11111 emem höheren Prozentsähc als zu den ßrigen KreiSabgaben heranzuziehen.
7. Nach §. 9a. des Klasxnsteuergesehes voxn 25, Mai v. J. können zu den nach dem Klassen caerfuße aufzubrmgcnden Lasten der k01111111ma1en und andercn öffc'jtlichen Verbahdch 111 Ermangelung sonstiger Befreiungé ründe auch disjenigcn Per1oneu _herangezogm Werden, deren jährli es Einkomnsn weniger als 140 Thaler betragt, 11111) wrlche 1111111 im Wrge dcr öffentlichen Armsnpstcge eme. fort- laufende Unterstü ung erhaltxn." Dic Veranlagunh dtxfer Steuer- pflichtigen hat na ) einem für .H4ushaltquen wie fur Emzelstxzxcrtxde geltcnfdeln fingirten KlassensteuerWe von einem halben Tha1cr 1ahr11ch zu er o gen. - _ „
Diese Vorschrift findet 111111 Anwmdung auf dre. Aufbrmguhg der KreiSabgaben. Dic Heranziehung der Personen m1t einem'Em- ksmmcn von weniger als 140 Thaler zu den Kreiöabgaben muß 1§doch Urn dM Kreiktagen ausdrücklich „Beschlossen Werden._ Dagegen durfxn diestlben es nicht der Bk1ch111x3nc111me der einzelnen landltchen Gemem- 17111 und Gutsbezirke übérta sen) ob leßtere die Personen mit xmem Emkoxnmen von Weniger als 14 Thaler „zur Aufbrmgurxg des 1hnen zugcwtchnen Antheils an den reiSabgaben m1t hexanztxhen WOÜM osder mcht. Denn der §. 11 dx Kreißorduung _eutlxalt'dte ausdrück- l1che Vorschrift, daß die Unteryrtheilung der fur die einzelnen länd-
- lichen Gemeinden und Gutskcz'rke im Ganzen festgeseßten Autheilc
, . | an den KrriSabgaken auf die einzelmn S1euerpfl1chttgen umb demsel- bm Maßstabe Ju erfolgen hat, welcher von dem Kretstage' al? Maß- stab für die Vsrtheilung des_K1ei§abgaben-S9Üs auf dre emzeluea Gemeinden und Gutsbezirke be]ch1os1en _worden tst. .
71, Nach §. 14 Absatz 3 der K_cctsordnung Yann der FFW zu den Kreißabgaben qucn srincs aus Grundbcfiß, Gewrrbe- uud Berg- baubetrieb flic'*cndcn Einkommens nicht hkxangezogen, dagegen rmx der Grund- und &ebäudestsucr um die Halfte desjenihrn ;Prozxnmaßes stärker bslastet werden, mit Wclchctp die Klassen- und klajsifiztrte Em- kommensteuxr dazu herangezogrn mird. .
Diese Bestimmung brruht auf_der Erwagnng, _das; der.!)albe Bewag dcr für die fiskalischen Lieg1n1chaftcn und Gebande fingjrt zu veranlagcnden Grund- und Gebäudestcuer etwa. dem vollcn Betrage der von dém Einkommen aus denselben zu entrichtenden Einkomxheu- steuer glcichkommt, wenn man dabei d1;'_Ver1ch1edmsn Prozcnhaße, We1cha von dcm Einkowmen, beziehungöwene dem Grundstruer-Rei'n- 21111192 11115 Gsbäudt'nußungswerthe als Einkommen: beziehumzswetse Gmod» und beäudxsteuer erhoben wcrden, und welche fur die Einkrnnnrnstcucr 3 Prozcnf, für di? Grundsteuer 9,6 Prozent 11111) für die (beändkstruer 41*ezi€h11np,13wei)e 2,5Pxozs'nt betragen, sowre fernrr die V1!sch111d11ng des fiskalischen Erundctgxnthmns und den 11111stn11d in Betracht 31951, das; der Grunrsteucr-RUUertrqg 11111 etwa dis Hälfte res gegenwärtigen wirklichcn Remertrags drr L1cge111chaftcn rmrässntirt. __ , '
) Hirrans crchbt sich, daß, rvcnn die Klasscn- und klgmfixtrte Etn- kommenstcuer zu.)?reiszwc'ckcn mit 100Pro5entbe1astctw1rd, T_"cr Fiskus an “Stclle der nicht Von ihm zu knkrichtc'nden Eixkommcmtcusr um 50 Proz-mt (d. 1. um die Hälfte desjenigen P1oz€nt19ßes,_1n11 Zvrlchem die Klassen- 11112 klassifizirte Einkonnucnstcucr bslastct 111), starker zu der Grand- 1md Gebäudestrusr herangezogen Werden kaun, a]s er 915111) den ührigcn Grund- und Gkbäudkbrsiszkrn 11.111) §. 14'21b1a_h_1 und 2 derrsis-Ordnungzu drn 111111) dem Grund-nnd G6bä11do'stex'wtfuße umzulsgmdkn Krcésabgabpn heranzuziehén ist. Es darf_1n1t[*1n_1n dcm F&M, jro 111111) dem Beschlusse eines Kreistages dle Klasxrn- uud klaffifizirtc Einkwnnmnstcucr 11111 100 Prozenx, die Grund- und Ge- bändxstsner kagchrn mit 50 Prozrnf zu Krc1s31vcckxn helgstct 111111, der FFW im Ganzen uur 11111100 Prozent der fur dtc fi§_ka111chcn Lisgcnschaftrn und (Hrbäude fingtrt 311 vcranlagcndeh Grund- 111113 Gr- bäudcstkucr _ und 111151, wie von mehreren Kreistagsn be1chlosseu worden ist _ mit 150 Prozent herangezogen Werden.
_ Der Minister des Innern hat M) in einem Bescheide vom 31. 1). M. dahin ausgesprochen, daß die uns zwei oder mehreren Gutsbezirken bestehe11den Amtsbezirke, auch dann, wenn erstere fich in Einar Hand befinden, nach §§. 21 und 48 der KreiSordnung mtrals zusammengeseßte Amtsbezirke ange- sehen werden können. Jedoch [affe fich nicht in Abrede ftLÜLU, daß Amtsbezirke der gedachten Art fiel) zu einer Behandlung nach den für einfache Amtsbezirke gegebenen Vorschriften besser eignen, als nach drn für zusammengesehtc Amtsbezirke geltenden Bestimmungen. Der Minister des Innern will deshalb auch nichts dagegen erinnsrn, daß, so lange fich derartige Amts- bezirke nur 111 E111cr Hand beßnden, von einer ansdrücklichexr Ernrnnung von Amtsvorstehern, so wie von der Bildung von AmkSanssckMffcn für dieselben abgsschen wird, da die Ausfüh- rung der hiercmf bezüglichen Bestimmnngen der Kreisordmung für jene Amtsbrzirke eine mehr formeUe, aks materieÜe Bedeu- tung haben würde.
Was die Frage anbetrifft, ob die mehrgedachten Amtsbezirke ei11e1121nspruck) auf die vom Staate gewährten Fonds haben, so ist nach Nnficht des Ministers die Brschlußnahme hierüber zunächst den betheikigtcn Kreistagen zu Überlassen.
LéDer Fi11anz-Mimisjer hat die BczirkHregierungen ermäch- 1igt, den Oberförstern die Uekernahme 1126 91111129 21119?» Stan- desbsamten oder SteÜvertreter-Z zur Beurkundung des Per- sonenftandes Nach dkm Geseß vom 9. März 1). I. anch in den Jäüen, wo eine gesetzliche Verpflichan zur Uebernahme dieses Amtes für einen Oberförster in seiner Eigenschaft als kommissa- r'scher Athvorstcher odcr GntSvor'fteher nach §. 3 des Gesehes nicht obwaktet, widerruflich zu gestatten, wenn nach dem Er- meffen der Regierung aus der Uebernahme der desfc1111gen Ge- schäfw Seitens des betreffenden Oberförßers ein N11)thei[f1"1r die gehörige Wahrnehmung der Forstverwaltungsgefthäfte nicht zu besorgen ift.
WD-
_ Nach einer Verordnung der türkischen Regie- rung vom 7. Januar 1863 dürfen Kanonen oder sonstige Srhußwaffcn, sowie Pulver oder sonstige Kriegs- 1111111111011 bei Strafe der Konßskatéon in die Türkei nicht ein- geführt werden. Neuerdings ist auch die Einfuhr von Dynamit 3311176111611 Verbots-Bestimmuugen unterworfen wordrn.
Wa-
_ Am 5. Inti d. J., Vormittags 11 Uhr, findet a111äß1ich des 50jährigen Bestehens der Unteroffizierschule in Pots- dam eine kirchliche Feier anf dem Kasernenhofs U11ter Vetheili- gung früherer Füfiliere derselben statt.
WFO
;- ; _ Zur Theilnahme an den Ende dieses Monats bei Jön- kepink, Provinz Smaland, beginnenden Schwedisch en Uebnngslagern find kommandirt worden: Der Gcneralmajor und Commandeur der 3. Garde-Kavallerie-Brigade Frhr. v o 11 Lo "6, der Oberst Bogun- von Wangenheim, Eommandeur des Kaiser Franz Garde-Grenadicr-Regiments Nr. 2, der Major Graf von Waldersee vom Magdeburgischen Dragoner:Regi= msnt Nr. 6 und der Hanptmann von Saldern-Ahlimb vom 1. Garde=Feld=L'lrtillerie-Regiment. ITL.
_ Der G211cra1 der Kavallerie und Generas-Inspecteur der Artillerie von Podbielski hat sch zur Vestchtigung der ArtiUerie-Truppen in den Provinzen auf Diehftreisen begeben,
' doggleichen ist der Generalmajor und Commandeur der 1. Fuß-
Artillerie=Brigade Weigelt bxhufs Inspizirung drr unterstellten Regimenter nach den Schießplähen ber Glogau resp. Falkenberg abgereist.
_ Der Generalmajor und Commandeur drr 4, Garde- Jnfanterie-Brigade von Dannenberg ist vom 1. Juli er. ab auf 3 Monate zur 14. Division, behufs Vertretung der.?- be- urlaubten Divisio'ns-Commandeurs, kommandirt worden.
_ Der Legations-Sekretär von Thilau bei der Kaiserlich deutschen Gesandtschaft zu Brüssel ist [31er eingetroffen.
_ Zu Ehren des in den nächsten Tagen von Berlin schei- denden amerikanischen Gesandten, Mr. George Bancroft, hatte fich am Sonnabend eine augerwählte akademische Vereini- gung zu einem Festmahle in dem Saale dcs Englisehen Hauses versammelt. Die Akademie der Wissenschaften mit ihren vor- fißxnden Sekretären, die Univerfität mit ihrem Rektor und Se- ngt, und andere dem Gesandten persönlich nahe stehende Nota- btlitäten der Wissenschaft und Kunst hatten fich zusammengefunden, um dem Vertreter Amerikas mit dem Ausdruck ihrer Verehrung ein Lebewohl zu sagen, welchem der Prorektor der Univerfität, Professor Dr. Gneiß, Ausdruck verlieh. Mr. George Bancroft dankte mit einem in deutscher Sprache aUSgebrachten Hoch auf die Stadt Berkin.
Bayern. München, 18. Juni. Der König beßndcT fich bereits seit längerer Zeit auf dem Linderhof.
_ In-den besonderen Ausschuß zur Berajhung des Gesehentwurfes, ,die Wahl der LandtagSabgeord- neten betreffend“, wurden heutegewähli: die Abgeordneten Dr. Daller, Louis, 131. Marquardsen, Or. Schüttknger, Hauck, Stenglein, ])1'. Jörg, Lampert, Rußwurm, Fischer, Or. Kräher, Graf Rambaldi, Freiherr 11. OU) und Weigand. Die gewählten Mitglieder haben fich sofort konstituirt und zum Vorsitzenden den Abgeordneten Graf Rambaldi, zu dessen Stellvertreter Frei- herrn 1). OW, zum Schriftführer 1)r. Daller und zu dessen Stell- vertreter den Abgeordneten Louis gewählt.
Sachsen. Dresden, 20. 311111. (Dr. I.) Die evan-
gelische Landessynode diskutirte heute die ihr vom Kirchen- regimente gcmachte Mittheilung über die Art der A11fficht dcs LandeH-Konfistoriums über den ReligionSunterricht, nach welcher die kirchlichen Organe, Pfarrer. Superintendknt und Landes- Konfiftorium rcge1mäßig den Religio11su11terricht brauffichtigen und Miszstämden entweder selbst abhclfen, oder zu dcrpn Abhülfe fick) mit dcn staatlichen Schula11ffichtsbchörden ins Vernehmen sehen sollen. In der darüber eröffneten Diskusfion erklärten ßck) zwar sämmüichc Redm'r mit 13911 Abfuhtcn des Kirchen- regimcnts einverstanden, sprachen jedoch in ihrer Mehrzahl noch verschiedsj1e Wünsche aus, deren Verückfichtigung fie crmartctcn; namentlich wünschte man, daß die zu crlaffcndespeziclle Instrnktion möglichst präzise Vorschriften über die Kompetenz des weltlichen und dss geis11iche11Sck)111111spcktors e11tha1tc11111öchte. Ter Kuljus- Minister 131". von Gerber sugte verschiedenen geäußxrtcn Wüuschcn Erfüllnng zu, betonte jedoch gleichzeitig, daß bei dem konfesfio- nellen Charakter der sächfischsn Volksschulen eine zu ängstlich? Abgrenzung ch staatlichcn und des 5111111an (3113181?- mchr dazu angethan stin möchte, ein segeU-Zreiches Zasan1M1-11arbciten der weltlichen und geistlichrn Organe zu hiUdLLU, anstatt cin solchcs zu befördern. Die beste JUstTUkUM sci gesehlichyr Sinn, Bc- rufstreue, Gcwiffe'nhaftigkcit Und eine edle menschknfrenndliche Gesmnung des Herzens. WoÜte man (1116 KoUifionsfäUe cht ausdenken und diesem Denken 111 einer Reihe von Pa- ragraphcn einen Ausdruck geben, so würde man, stmk das nothrvendige Vcrtranen hervorzarufcn, cin Mißtrauen in die ganze E11twichc11mg dcs Vsrhältniffcs vcrpflanzen. Von diesem Standpunkte erklärte fich der Minisjer auch gcgen einen Antrag dre; Superinjendenten 1)1.Lc*chle1“, nach welchem die Vsrpflichtung dcs erigionslehrers Unter Mitmirknng der kirchlichen Organe stattfinden sollte, indkm cr [)crvorhob, da]"; der R111gion§u11terricht zu den übrigen Lehrstoffcn nicht 111 einem zufäßlichkn oder gegensähsichcn Verhältnisse, sondern im engsten Zasammehhuug stehe mit dem ganzen Schulunterrishte übrrhaupt. Die Synode lehnte nach dieser Erklärung dcn gedachten Antrag ab und beschloß gegen 6 Stimmen, eincm Mirage des 1). Meu- rer gemäß, es bei der empfangenen Mittheihmg bewenden zu lassen in der Vorausstyung, daß 1) das Kircheuregiment dafür -Sorge Tragen werde, daß bei AufsteUUng der 111 Ausfiaht genom- menen spezisllcn Instruktion allenthalben dns Rehr Und die Pflicht der Kirche bei Uebcrwachung des Rsligionsuntcrrickßs gewahrt werde, und 2) dae."- Kirchenreginéent auf Horstcllung einer Ordnung Bedachk nrhmrn werde, durch welche Kompckcpz- konflikten zwischen dem staatlickxn und kirchlichen Organen nach Möglichkeit vorgebeugt Werde.
Würtéemlxerg. Stuttgart, 19. Juni. Gsstern fand im Landhause RoseUstein große Hoftafel statt, (111 wclsher der
König und die Königin mit dem Herzog und der Her-
zogin Eugen von Würjtemberg Thril nahmen, und wozu die sämmtlichen Mitglieder drr beiden Kammern eingeladen waren. _ Der Prinz Karl von Salm-Horstmar Wurde gestern von Sr. Majestät in Audienz empfangc'n.
_ *Die Kammer der Standesherren gab am 17., wie die Kammer der Abgeordneten am 16., dem Ausfüh- rungsgesehr zu dem Reichsstrafgesctz dis Zustimnmng,
' die 511 der Erftcn Kammer eim: einstimmige War. In der Zwei- ten Kammrr ging das Geseh mit 59 gegen 14 Stimmen durch. _ Die Kammer der Abgeordneten verwikligte am 17. 1,415,479 F1. 30 Kr. für Garnisonsbauten und Vcschaffungcn 3111" Ergänznng 111111Garnisonscinrichtnngen. Darunjer find auch 400,000 Fl. für e111e neue evangelische Garnisonskirche in Stmtgart.
_ Heute hielten beide Kammern noch kurze Sißungen, in 13911111 die Vorlagen vollständig erledigt wurden. In einer gemeinschaf11ichen Sihung beider Kammern Wurde der 111111! stän- dische Ausschuß gewählt, und zwar engerer ?lusschmßx ans der Erstem Kammer General von Baur mit 87 Stimmsn; aus der Zweiten Kammer von Schneider mit 89, von Grmmingen mit 88 Und Hölder mit 82 Stimmen; in den weiteren YUÖsckUtß von der Ersten Kammer Ober-Finanz-Rath von Riecke mit 87 und von der Zweiten Kammer Freihcrr W. König mit 88, von Schwandnsr mit 88, Hörner mit 85, Foyer mit 73 Und Schmid mit 70 Stimmen. Nachher versammelte fich die Zweite Kammer, und der Präsident hiklt eine AbschiedSrede, worin er eine Ueber- ficht über die Arbeiten dieses Landtags gäb und fich von den Mitgliedern vrrabschécdcte. Morgen Vormittags 11 Uhr fmdet dcr feierZiche Landtagsschlnß durch So. Majestät den König statt. (Bereits tekegraphifth gemeldet.)
Baden. Der von der Zweiten Kammer mit allen gegen 9 Stimmen angenommene Antrag, betreffend die Herbei- führung obligatorischer Umgestaltung dcr im Großherzogthum noch bestehenden konfessionellen Volktsschulen in ge- mischte Schulen, lautet: Die Großhcrzogliche Rogierung um eine an den nächsten Landwg zu gelangende G1sch€9vorlage zu bitten, wodurch das Gesch über das Elementar-Schulwcsen einer die obligatorhcheUmwandlung sämmtlichcr brstchendkn Konfesfions- sch111cn in gemischte Schulen durchführcndcn Rcvifion unterzogen wird. Zugleich wolle, im Anschluss:: hieran, die Verwandlung der konfesßoncll getrennten Schullehrer-Semincxr in gemischte Anstalten eingeleitet werden.
Hessen. Darmstadk, 19. Juni. Das gestern auSge- gebene Großherzogvche Regierungsblatt Nr. 34 enthält das Gesch, dte landständische Geschäft§ordnung betreffend.
„_ Nach der Verordnung über 'die veränderte Ein- thetlung des Großherzogthums in Kreise werden von den' bisher bestandenen 24 Kreisen mit dem 1. Juli 1874 sechs Kretse czufgelöst, nämlich: Lindenfels, Neustadt, Wimpfen,G1-ün- berg, „NDR: und Vilbel _ wodurch sZch die Zahl der Kreise in der Promnz Starkenburg von 10 auf 7 und in der Provinz Ober- heffxn von 9 auf 6 vermindert. Die Eintheilung der Provinz Rhemheffen in 5 Kreise bleibt unverändert. Die Kreise" find Nunmehr folgende: 1) Darmstadt 5411 Q-M. mit 67,182 Einw., 2) Bensheim 7103 Q.-M. mit 43,775 E., 3) Dieburg 9145 Q-M mit 50,974 E., 4) Erbach 10,771 :D.-M. mit 46,945 E., 5) Groß-Gerau 8158 Q.-M. mit 35.027 E., 6) Heppenheim 7375 Q.:M. mit 40,774 E., 7) Offenbaäz 6842 Q.-M. mit 65,224 E. _ Provinz Starkenburg: 54,805 Q.:M. mit 349,901 E.
(Die Differenz erklärt sich aus der Zutheikung des Ortes Stein- bach im jcyigrn Kreise Vilbel zum Kreise Offenbach.) 8) Gießen 10,779 Q-M. mit 62,692 E., 9) Alsfeld 11,447 Q.-M. mit 37,814 E., 10) Büdingen 8917 O.:M. mit 37,606 E., 11) Frisdbcrg 10,412 O :M. mit 58,793 E., 12) Lauterback) 9779 Q.=M. mit 29,012 E., 13) Schottrn 8359 Q.-M. mit 27,125 E. _ Provinz Oberhessen: 59.693 Q.:M. mit 253.042 E., 14) anz 3582 Q.:M. mit 87,357 E., 15) 911391 5663 Q-M. mit 35,854 E., 16) Bingen 3558 Q.:M. 1111131800 E., 17) Oppen- heim 6055 OWM mit 41,626 E., 18) Worms 6091 Q.:M. mit 53,314 E. _ Provinz Rheinhessen: 24,949 Q.=M. 1nit249,951 E. . Jugenheim, 19.311111. Teraiser von Rußland 111 heute Abend von Ems hier eingetroffen und wurde an der Station Bickenback; von der Kaiserin, dcm Großherzog und den übrigen hohen Mitgliedern der Großherzoglichen Fa- milie empfangen.
. Sachfen:Wcimar-Eiseuach. Weimar, 20. Juni. Dte Großherzogin ist am 18. d. M. Abrnds, dsr Groß- herzog vcrgangsne Nacht von ihrer Reise nach dcn Niederlanden zuruckgekehrt und haben Schloß Belvedere bezogkn.
Lübeck, 19. Inni. Die Abrechnung über die Erträge der_“Einkommensteuer des Jahres; 1873, welche nebst Bérxcht jryt 1111 dyn Scnat gegangen ist, ergiebt eincn Netto- ertrag von 322,850 Mk, welcher den V11dgcta11sch111g 11111 38,350 Mk. 111111 den Ertrag des Jahres 1872 11011) um 19,850 Mk. ühcrstcZ-gr. Es trugen zu diesem Ertragc 16,053 Contri- [311111th bsi, wslche ein Gcsummt-Einkommen von 17,039,000 Mk. vorsteUerten, wobei das Durchschnitts-Ei11komme11 des ein- zelnen Contribuenten 107686 Mk. und seine durchschnittliche Stsner 20" Mk. 10,93 Sch. betrug. Im Jahre 1872 waren diese ZUhlen sammtlich geringer, nämlich 15,553 Contribnenten, 16,254,700 Mk. GesaunntEinnahme, 1045,» Mk. DurchsclwittS- Einkommen UNd 20 Mk. 1,69 Sch. T711rchschnittc3stcuer.
Oesterreich-ngarn. Wien, 20. Juni. Der Kaiser bcfichtigte gestern im Lager bei Bruck die Infa1-1Kric-Regime11ter Deutschmeister 1111d Bencdek und ließen dicsclbcn ExercitieU 1301- nehmen. Um ]0'3/4 Uhr begab Sich Se. Majkstät in das gräflich Harrachsche Schloß in Brnck, wosclbst um halb 2 Uhr die Kaiserliche «HoftafeÄ smttfcmd. Um 3 Uhr wnrde die Kaiser- liche Hoftafek aufgxhobcn, worauf Se. Majrstät Cercle hie1t. Um halb 4 Uhr begab Sich der Kaiser abermals nach dem Lagsr, um Schießübungcn nach der Scheibe beizumohnen, die bis 51/4 Uhr dauerten. Hicranf trat Se. Majestät mittelst SeparatHofzugch die Rückfahrt an.
_ Tic Kaiserin wird nach den bisherigen DiSpofitionen die Reise 111 das Skebad am 18. 31111 von Ischl (1119 antreten. Die Reise geht Über Salzburg, München, Sjuttgarx nach Havre, von wo die Einschiffung nach der Instk Wight Erfolgt. Später wird Ihre Majestät einen Ausflug 111111) London machen und auf der Rückreise eiUen ficbcmägigcn Nufenthah in Paris nehmen.
_ Ter Erbherzog Cark Ferdinand ist am 16.311111 zum Kurgcbrauckw 111 Mariknbad eingetroffen.
_ Das Reich?:geschblatt veröffentlicht die Verordnung de'?- Justiz-Miwistch vom 31. Mai1874, Womit anf Grund des §. 55 des Gesetzes vom 19. Mai 1874 imCinvernehmxn mit dcn Ministern des Innern, dec."- Handcls und der Finanzen Be- stimmungen, betreffend die Anlegung und Führung von Eisen: bcxhnbüchern, gegeben werden; ferner die Gesche vom 2. Juni 1874, wirksam für die Erzherzogthümer Oesterreich 1111121. und ob der Enns, Über die vom Landtage der- Erzherzogthnms Oesterreich unter der Enns auf Grund des §. 12, Absaß 2 des Sfaats- grrmdgeschcs vom 21. Dezember 1867 der Reickzsgesehgebung Überlassene Regelung der Anlegung 1181111: Grundbücher und der inneren Einrichtung dcrsel'brn.
_ Der MinistewPräfidcnt Fürst Adolf Lluchperg ist heUte Morgen von Marienbad 11cm!) Wien zurückgckehrt.
Pest, 20. Juni. In der hcntigen Sisung der“; Unter- haus “5 interpeUirte Tisza daS Ministerium über den neuerlich 1111crwartct cingetrctcncn Pcrsoncnwcrhscl im KrirgOMinifteriUm, dcr von mchrrren Erschsim111ge11 begleitet gewestn sei, die in konstitmionellcn Lä11de1'n nicht gebiüigt Werden können. .Der JntcrprUant fragte: Kcnmt dcr Minister-Präfident dieMotive dcs Ministrrwcchsels und hatte cr hicrvon vorhergängigc Kcnntniß? 23111191 91", daß im dr11tschen Texte ch Allerhöchsten Handschrei- bens dor 2111§dr11ch „Rriothrichminister“ gebraucht wird Und die Komtrastgmamr eines Zcmrinsamen Ministers fehlt? Gedenkk er Schritte zu Thtm, _daß künftighin solxhe UankömmlichkciLcn sch nicht wieöerholen? Ter Mi11ister=Präfident crklärte, daß er mit Rückstoht auf die beträchtliche Anzahl Fragen die Inter- pellation in der nächsten Sihung beantworten werde. Derselbe legte sodann eincn Gcsehcntmurf über die rumänische Eisenbahn- konvention vor. Der VcrkchrH-Minister legte einen Gcsehcntwurf über die Aenderung dcr Konzcsfionsurkunde der Preßb11rg=Oeden= burg-Lnndenburg- und Waagshal-Bahn so wie den Ausbau der Neu1s0va=Vlara:V1c1rapaß=J1Ügclbahn vor. Emerick] Hufzar legte einen Befrisnßantragror, 1110111111] die Regierung angewiesen werden solle, nzegen dcs Ausbaues der Eisenbahn Kikinda-Sem- lin, eventuell Kikindeancsova, ohne StaULSJaranjie noch in diesem Jahre eim: Vorlagr einzubringen.
Zum Grsmhe der Stadt Bistriß, den Minister des Innsrn in Nnklagestand zn vsrschen, beantragte dcr Petitionsaussthuß die anückweisung des Gesuches. Das Hans entschiod demgemäß. Der Gescße11twurf über die Erbammg einer Klinik, die Vorlage über die Großjährigkcit der Frauen und über die Gewährung eines Darlchcns von 500,000 Fl. an die Mußizipien wurden angenommen. Der Beschlußantrag Solhmosshs Wegen Bewilli- gung eines Moratoriums für Exekutivverkäufe wurde nach einer Einsprache dec; Instiz-Ministers, der fich gegen jede Art des Moratorinms als des fichrrften Mittels zur Untergrabung des Kredits aussprach, verworfen.
_ JML.Baron Piret de Vihain isiam19.d. M. seinen schweren Verlosungen erlegen.
_ 22. Juni. (W. T. B.) In der gestrigen Konferenz 11er Deakpartei wurde der Beschluß gefaßt, den Bericht 1hres kirchenpolitischen Ausschusses bit.“; zur nächsjen Sesfion des Rächstages zu vertagen.
SchWeiz. Bern, 18.Iuni. Heute hat der Nationalrath den vom Ständcrmh bereits durchberathcnen bundeSräthlichen Geseh- entw11rf,betreffend die neue Organisation der Bundes- RechtSpflege, dessen Hauptbestimmungcn schon mitgejhcilt smd, in Behandlung genommen. Bis jest stimmte der Na- tionalrath den Beschlüssen des Ständeraths unwesentlich ver- ändert bei; nur bei Art. 11 des Gesehes trennte er sch prinzi- pieU von ihm, indem er den von ihm aufgenommenen Grund- saß, daß der Amtsfiß des Bundesgerichts nicht gleichzeitig auch der Amtsfiß der politischen Bundesbehörden, 11111) nicht Bern sem darf, mit großer Mehrheit verwarf und die Frage der Wah!
hes Bu'nchqerichtsfiheé: überhaupt noch offen [affen will; jedoch 1mmcrh1n nur in der Meinung, daß der Entscheid noch im Laufe der gegenwärtigen Sesfion gefaßt werden soll, zu welchem Zwecke derthndeé-rath sämmtlirhc eingegcmgenen Bewerbungen nebst bezmghchkn Anträgen den Rüthen in den nächsten Tagen vorzu- legen hat. Der Ausschuß Berms erfolgte im Ständerat!) übri- gens auch nur mit 19 gegcn 18 Stimmen.
Grnf, 20.311111 (W. T. B.) Hente ist hier die erst- NUmmer drr von chri Rocheforther11114gegeber1e11 „RotheU Laterne“ erschienen.
Niederlande. Hang, 20. Juni. (W. T. V.) Die Bergthung des Marinebudgets, welche hente in der 3111911611 Kammo_r stattfinden sollts, ist dem WUnsck)? des Mmqtermms gemäß an nächsten Montag verschoben worden.
_ D6m_ Vernehmen nach hätte das Ministerium in Fokge des gestrigen Kammcrvotums Über Hrrabsehung des Wahlcenjuö die Absicht, um seine E1111assu11g 1111111511- s11che11. Man 1311111111, daß in dcr Montagsfißnng dcr 3111811911 Kammer von der Regierung bczügliche Mittheilunch gemacht werden dürften. Jm Lanc drs heutigen Tach findet sine B?- rathung der Minister statt.
Belgken. Brüssel, 20. 311111. (W. T. B.) Das I011111a1 „Nord“ veröffentkicht den Wortlant des Enttmrrfs, wel- cher dem h1er znsammentretenden internationalen Kongreß Werdx vorgelegt werden. Der Entwurf ist in 8111591112 Kapitrl grschteden und bshandefx 111 diesen Hauptabtheilnngkn: Die 111111- tärixchc 211110111111 in Feindes Lcmd, den U11tcrschied zwischen Soldaten und Nichtkombhttanken, die erlanbten 11115 11icht er- laubten Mittel der KriegführUUg, die Belagerung, duc; Bom- bardement, das Spionehwesén, dic Kriegsgefangehen, di-e Ver- wundeten, die dexi Militärprrsonen gegen Privatpersonen zu- stehenden Gewalten, Requifitionen und Kontribnkionen, das Par- lamentärwesen, dic Kapitulation, deu Waffenstiüstand, die 21114- Übu11g von Repreffalien.
Großbritaynien und Irland. London, 20. Juni. (W. T. V.) VSL der Nerahk zweier Parlamentsmit- gl1eder fUr North DUrham []ÜÖLU die Konssrvativen einen Six, gewonnen.
. _ ,21. Juni. (W. T. B.) Ter Deputirte fÜr Lime- r-1ck, S1r I. Butt, hat angezeigt, cr wche am 30. d. M. 61112 Rcsolnkixm des_I11halts im Unterhause einbringen, daß es angcmrffcn und btllig und recht sei, der irischen Nation das chht znr Vrrhgndlung über ausschließlich irische Angelegenhei- te11 111 0111em'1ri1chen Parlamente zurückzugewähren. Indes; müßte dgbet doch d1e Integritäk Gesammtenglands und eine solche Ver- bmd1111g zwischen Engkand 1111d Irkand aufrkcht erhalten werden, daß alle das Gesammtrcich betreffenden Angclcgenheiten dem Reichsparlamcnte yorbehaltcn blieben.
. _ (Mona_1*5übers1cht für Mai). Am 14. traf der Kaitser 11011 3111111111113 zum Besuche der Königlichen Familie in Wmdsor 6111. Derselbe nmrde in Dover von seiner Tochter, der Herzogin von EdinbUrgh, dem Prinzen von Wach, dem Prin- zen Arthur und dem Herzogs von Cambridge empfangen. Der Herzog'von Edinburgh hatte fich 5519119 in Vlicßi11gen an Bord dsr Kaxserhchsn Yacht begeben. Außer den zahlreichcn Festlich- k€11911 Ori Hofe wohnte der Kaiser (mch ciner Revue in Aldershot br: Und bcsachte die City, bei welcher Gelegenheit Sr. Majestät 11115 Ehrcnbürgerrccht dsr Stadt London angetragen Wurde, sowie 1318 ParXamentHhäuscr, den Krystallpalast in Shdenham und das Arsenal 111 2539111111111). Der Kaiser wurde überakl von dem Volk? auf das Wärmstc Und Herzlichste empfangen. Während seiner Amvesenhcit in London empfing derselbe das diplomatische Corps, sowie den Besuch des Grafen von Paris und des Prinzen Louis Napoleon umd stattete der Kaiserin Eugenie einen Besuch in ChiAehurft ab. Am 21. vrrließ der Kaiser London und s111iffte fich 111 Gravesend, bis wohin er von dem Prinzen und der Prin- zeffm 111111 Wales, dem Herzog und der Herzogin von Edimbargh und dem Prinzcn Arthur beg1eitet wurde, und wo ein Theil der zur britischen Kanalfiorte gehörenden Panzerschiffe zur Begrüßung desselben lag, ein, 11111 fick) über Brüssel und Cöln zu 11118111 11111)r11113chentliche11 Aufenthakte nach Ems zu begeben. Die Köni- gin 11011 E11gla11d hatte Windsor in Begleitung der Prinzxsfin Beatrice und der beiden ältestcn Söhne des Prinzen von Wales, der Prinzen Albert Victor Und George, Windsor bereits am 20. ver- 1affen,um, wie anährlich, einen längeren Aufenthalt in Balmoral zu nehmen. Bei Gelkgenheit des Geburtstages der Königin, dessen öffsntliche Feier anf den 30. verschoben worden War, wurde der Prinz Arthur, unter Verleihung des Titels eine?» Herzogs von Commnght und Stratheare und Earls von Snffrx, „311111 Phir des vereinigten Königreichs erhoben.
AUE den während der 18151211 Wochen der zweiten Periode der dirsjährigcn Scsfion geführten Parlamentsverhand[unget1 vcrdient namentlich die Beantwortung der von Lord RUffeU im Oberhause gestelltenI11terpe11ation Über die von der britischen 912918111119; mit denen der Übrigen kontinentalen Großmächte betreffs Erhaltung des europäischen Friedens geführte Kor- respondsnz hervorgehoben zu werden. Der Minister des Aeufzern, Lord Derby„ hob darin hervor, daß, wenn man entferntere Er- eignisse im Auge habe, es nicht zu läugnen wäre, daß Gründe zur Besorgnis; vorhanden seien, es wären dies eben die natürlichen Folgen des lehren Krieges; waH aber den unmittelbaren Anschein bpträfe, so sei kein crnßlicher Grund vorhanden, irgend eine Störung des e11ropäischanriede11s zu er1va1chen. Was das Vor- halten der britischen Regierung anbckreffe, sollten die Verhälmiffe fich drohender gesta1ten, so erklärte der Minister, daß kein vcr- ständiges Mittel den Frieden zu erhalten unversucht blei- ben werde, in jedem Falle aber die Regierung die abgcfckzwffemn Verträge in Ehre und Treue als vcr- 1éi1jdlichc betrachten werde. Die von dem Erzbischofs von Can- terbury eingebrachte Bill, betreffend die Regelung des öffe11t1ichen Gottesdienstes, wurde zum zmeitenmale verlesen, nachdem der Marquiö von Salisbury im Namen der Regierung die Erklä- rung abgegeben hatte, daß er zwar nicht gegen die zweite Le- sung stimmen, aber auch keine Verantwortlichkeit übernehmen werde. Neue Gejcße seien unleugbar nöthig, dieselben seien aber schwierig festzusteUen, und behalte fick) die Regierung ihre 2111- firht 111111“ die Details dec.“- Gcsehes vor. Zur ersten Lesung ge- langte die in der Thronrede versprochene Bill zur Ausdehnung der im vergangenen Jahre für England angenommenen Gerichts- barkeitbill auf Schottland und Irland. Das im vorigen Jahre 11111geschaffene Ober-Tribuna1 soll danach auch irische. und schot- Usche Appellationen entscheiden, aber deswegen nicht 011 016010 irische und schottische Richter enthalten, viclmchr foUen dic geeignetsten Juristen aus allen drei Königreichen zu Mitgliedern deßelben ernannt werden können. Das Ober-Tribunal sol] aus zwei thheilungen bestehen, von denen die ersje, zu der der Lord- Kanzler, der Ober-Richter der Queensbenck) und der „Master of the Rolls“ gchörcn müssen, die [ehre Instanz für das vereinigte Königreich und die Kolonien bilden sol], vor die aÜc größeren
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