1874 / 159 p. 7 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 09 Jul 1874 18:00:01 GMT) scan diff

_ Der Major in der Königlich italienischen Kavallerie Appelius ist behufs militärischer Studien hier eingetroffen.

_ Ueber die Verhandlungen des Hauses der Ab- geordneten in der leßten Seifion wird eine von dem Bureau- Dircktor des Hauses der Abgeordneten, Gel). Rechnungs: Rath Kleinschmidt, angeferiigte Uebersicht in den nächsten Monaten zum Druck gelangen.

Es find darin in gleicher Weise, wie in die Ueberficht für die Session 1872,"73, die Gescßesvorlagen, sowie die dazu gehörigen Kommisfions- und sonstigen Anträge dem Wortlaut nach, mit An- gabe der gefaßten Beschlüsse, übernommen, ,so daß, unter Ver- meidung des zeitraubenden und schwierigen Zurizckgehens auf die verschiedenen Drucksachen, also auch ohne daß die Drucksachen überhaupt zur Hand smd, aus der Uebersicht selbst Information dariiber gewonnen werden kann, wie die Gesrße in den einzelnen Paragraphen und im Ganzen sick) gestaltet haben.

Ueber alle sonstigen Gegeiistände der Verhandlungen des Haasis. den Staatshaushalisetai, die Petitionen rc. enthält die Uebrrfirbt ebenfalls einen vollständigen Nachweis, und eine der- selben angehängte, nach dem Alphabet geordnete Rednerliste er- giebr nicbt nur den Tag, an welchem, sondern auch den Gegen- stand, über welchen jeder einzelne Redner gesprockgen hat, unter Hinwris auf die betreffenden Seiten drr ftexwgrapbischen Berichte.

Die Ueberfickzt, deren Kosten fick) auf etwa 1 bis 11/2 Sgr. pro Druckbogen belaufen, wird in der Verlagsbuck)[)andlung von W. Moeser in Berlin, StaUschreiberstraße Nr. 34, ausgegeben werden. Um die Auflage bemessen zu können, würde die Be-

schleu1iigmig der Bestellung erwünscht sein.“

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Düsseldorf, 8. Juli. Der Regierungs-Affeffor Forster ist nach seinem Ausscheiden an;? dem Staatsdienste auf Grund des durch den )()(11. rheinischen Provinzial-Landtag unterm 30. Mai 1874 genehmigten Beschlusses des Provinzial-Verwal- tung-Zraths vom 24. April d. I. zum ersten Ober-Beamten der provinzialständiscben Verwaltmig der Rheinprovinz Und ersten Beamten der Centralbrhörde ernannt worden.

Bayern. Miinchen, 8. Juli. DerKronprtnz Rudolf von Oesterreich ist heute Morgen?» [)ier eingetroffen und wird zum Besuche seiner Schwester, der Prinzessin Gisela, mehrere Tage hier verweilenß -' 5

_ Die Kammer der Reich§räthe hat heute dem Geseß- entwurf wegen Erweiterung der pfälzischen Eisenbahnen in der Fassung der Abgeordnetenkammer zugestimmr mit Aus- nahme der Linie Kaiserslautern:LaUterecken, welche abgelehnt wurde.

Sachsen. Dresden, 9. Juli. Der König und die Königin haben heute Mittag mittelst Extrazuges ihre Reise von Banden nack) Löbau fortgeseßt. Die Königlichen und die siädtischen Behörden, sowie das Offizier-Corps waren in Banden zur Verabschiedung im Babnhofe anwesend. Nachmittags gegen 3 Uhr Haben Ihre Majestäten, nachdem diesekben auf dem Bahn- hofe durch eine Deputation des Stadtraths und der Stadt- verordneten, den Regiments-Commandeur und den ersten Geist- lichen ehrfurchtsvoli begrüßt worden waren, unter dem Jubel der Bevölkerung ihren Einzug in die festlich geschmückte Stadt Zittau gehalten.

Mecklenburg. Schwerin, 8. Inli. Die Großher- zogin-Muiter ist gestern Abend hier wieder eingetroffen und hat im Greenhouse Wohnung genommen.

_ Der Erbgroßherzog von Mecklenburg-Sireliß ist am 1. d. M. nach Neustreliß zurückgekehrt. ;

Sachsen-Coburg-Gotha. Coburg, 8. Juli. Nach den neuesten Bestimmungen wird der Herzog von Edin- burgh mit Gemahlin am 22. dM. hicr eintreffen. Se.Hok)eii kdehr Herzog wird am 21. d. aus dem Seebade hierher zurück- 9 ren.

Oesterreich-Ungarn. Wien, 8. Juli. Der Feld- marschall Erzherzog Albrecbi reiste gestern Nachmittags 5 Uhr mittelst Separathofzuges der Nordbahn nach Warschau ab. Im Gefolgs Sr. Kaiserlichen Hoheit befand fick) der Obrrst-Hofmeister FeldmarschalbLieutenant Freiherr von Piret.

_ Das Kaiserlich Königliche Jnfanterie-Regimeni König Georg i'. von Hannover frierte am 6. d. M. in Theresienstadt, seiner Ergänzimgsbezirksstation, das Jubiläum seines 200jährigen Besteheus. Das Regiment wurde im Jahre 1674 in Folge eines zwischen Kaiser Leopold [. und Johann Hartmann, Bischof von Würzburg und Herzog zu Franken, ab- geschlossenen Vertrages errichtet und erhielr, da dem Bischof die Oberstinhaberézwürde vorbehaiten weir, den Namen „Würz- burgisches Regimeni“. Das Regiment hat schon an der Be- freiung Wiens von den Türken 1683 kräftigen und ruhmvdllen Antheil genommen, und zahlloH find die rühmenden Erwähnun- gen und dankerfüljtrn Belobungen, welche ihm von Feldherren Und Kaisern zu Theik wurden. Eine die Geschlechter iiber- dauernde AuSzeicHnung brachte ihm die Schlacht von Wagram (5. und 6. Juli 1809), _ darnach Regiment Erbach geheißen _ nach welcher ihm fÜr sein ruhmvoÜes Verhaltcn fiir alle Zeiten das Recht verliehen wnrde, den Gronadiermarsck) schlagen zu dürfen.

_ Auf Befehl des Kaisers wird, wie die „Mil. Ztg.“ berichtet, das dermalige Nvancementgeseß von Seite des:; Reichs- Kricgk-Minifteriums einer Umänderung unterzogen. Diese Um- arbeiiung soll noch vor dem nächsten Nobember beeiidet sein, so daß das nächstc Avancement nach den neuen Normen erfoigrn könnte, da das alte bei Erscheinen deH neuen Entwurfes sofort außer Kraft treten diirfte.

Pest, 8. Juli. Jm Abgeordnetenhause interprllirie Horn den Jinanz-Minifter wegen Nufklärungen Über den angeb- lichen Zusammenhang zwischen den Eisenbahnvorlagen und der Anlehensoperation. Ghyczi] erklärte, iiber den definitiven Stand der [eßteren erst später Aufklärung-n geben zu können; die zweite Hälfte des 153-MiUi0nen-Anlehens sei übrigens noch nicht begeben. Taczdlar) interpellirte wegen Aufhebimg der 3011- freiheit für die rumäuisch:serbischen Getreidesendungen. In Be: antwortung einer Interpellation Domahidys versprach der Finanz-Minifter, wegen Uebertragung der Steuerexekntionsagendxn an die Administrativbehördm im Herbst eine Vorlage zu machen. Iuftiz-Minifter Pauker beantwortete Tisza's die neue Gefängnißordnung betreffende Interpellation und wies die Halt- lofigkeit der von TiSza erhobenen Beschwerden über inhnmane Bestimmungen derselben nach. Um eine genaue Aus- führung derselben Überwachen “zu können, müßte den Staatsanwälten die Oberaufsicht Übertragen werden. Die Verordnung selbft bafire auf den modernften Grund- säßen; er _ der Minister _ werde fick) derselben nicht zu schä- men haben, Wenn sie in alle europäischen Sprachen übertragen werde. TiSza anworiete; der Minister sei ungeseßlich vorgegan-

gen, indem er den StaatSanwälten ei enmächtig eine richterliche Gewalt einräumte und sogar die Be ugniß ertheilte, über die Gefängnißaufseher eine zweiwöchentliche Haft zu verhängen. Die ungarische Justiz werde durch solche Verfügungen vor Europa gebrandmarkt. Das Haus nahm Paulers Antwort mit großer Majorität zur Kenntniß.

Hierauf folgte die Spezialdebatie der Wahlgeseßvorlage. Zu §. 1 beantragten Majoros und StaneScu, die Wahlberech- iigung auch auf die Frauen auSzudehnen. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Bei §. 2 wurde die Debatte abgebrochen; morgen findet die Foriseßung derselben statt.

SchWeiz. Der Entwurf einer neuen Organisa- tion des schweizerischen Heeres, welcher gegenwärtig in kommissarische Berathung gegeben ist, enthält nach dem „Fr. 3.“ folgende wesentliche Bestimmungen:

Die Wehrpflicht erstreckt fich auf alle Schweizer von dem Jahre an, in welchem fie das 20. AlirrIjahr zurücklegen, bis zu dem Jahre, in welchem fie das 44. Alicrbjabr vollendeten, umfaßt also 25 Jahr- gänge. Für die Organijatwn der so gebildeten Webrmcmnscbafi (etwa 200,000 Mann) ist die Zweitbeilung, AusZug und Landwehr, festgesetzt. Ersterer oder die eigentliche wobile Armee soll 12 Jabr- gänge un1fassen_ oder (obne dic Uebrrzähligen) 104,746 Mann. Die Landwehr umfaßr aile aus dem Lluözug Übergetretene Manpschafi bis zur Beendigung der Wehrpflicht, also 13 Jabrgänge, mit ungefährgleicher Stärke wie der AUSzug. Der Aiiszug bildet in fich eine geschlossene Armee,

eingetbeilt in acbt Divisionen. Die Landwehr ist mit Bezug auf die ein- ,

zelnen Truppenkörper gleich organifixt, wie der Auözug. Jedem Truppen- körper im Lluszuge entspricht ein wicher in der Landwehr. Die Land- webr wird nur zu eintägigen Uebungen zusammengezogen. Jeder Wehrpflichtige kann zur Bekleidung cines Grades, sowie zur Uebxr- nahme jrdes Kommandos angehalten Werden. Wrnn in Kriegszeiten Gefahr im Vrrzuge liegt, so steht dem General das Recht zu, an Stelie der ordentlichen Wahlbehördcn Offiziere zu ernennen oder ihrer Kommandos zu entbeben. Die Entlassung der Offiziere vor Abiauf der geseßlicben Dirnstzeit und mit der Wirkung, daß fie keinen Dienst mehr zu leisten Haben und in die Klasis der Steuerpflichtigen fallen, gricbieiU durch die Wablbcbörde wrgen schlechter Aufführung oder Un- fähigkeit. Den Obrrbefebi Über das Bundesheer führt der Genrral. Ist er daran verhindert, 10 wird der Oberbefebi born Chef des Ge- neralstabes übernommrn. Der Bundesrat!) ertbeili dem Ober- BefebiSbaber _ verbindlicbe Instruktionen über drn durch die Truppen - Ausstellung zu erreichrnd'ew Endzwcck nnd stelir ihm die erforderlichen Streiimittrl zur Verfügung. Der General ykrordnei ails militärischen Maßregeln, Welcbe er zur Er- reichung des ihm bezeichnetrn Endzwecks für mitbig erachtet. Cr verwendet die ibmßzur Verfüguxig geste'lltm personeÜen und materiellen Streitmiiicl nach ieinem Gutfinden und bat überdies das Recht, über ailes nicht zum Heere gehörige Kriegömaierial, sowie über alles bewrgliche und unbewegliche Eigenibum, das sick) im Bereiche der Truvpenaufstellung befindet, behufs Ausführung seiner militärischen Anordnungen zu _verfüyen. Die Kantone sind verpflichtet, der schul- pflichtigen männlichen Jugrnd denjenigen Militärnnierrichi zu eribei- len, Welcher mii den gymnastiicbrn Uebrmgen verbunden Werden kann. Der Bund überwacht diesen Unterricht. Die Militärbildung drr Lehrer geschieht durch drn Bund. Die aus der Schule rntlassene Jugend ist bis zum Beginn der Wehrpflicht: zur Fortirßung diefer Uebungen vcr- l)a[ten, Welche jährlich währrnd wenigsirns 15 halben Tagen Vorzu- xrebmcn sind. Die Gemeinden sind verbslichirr, ails Fuhren gegen ge- 1e131iche Cnischädigung_zu leisten. In Zeiirn von Krieg oder Krirgs- gefahr is_t drr Ober-Besehlöbaber und, so lange ein solcber_nicht bestrklt ist, der Bundesrarl) berechtigi, dcn Krichsbeiricb der Eiienbalmrn zn vcrfügen. Das Verfügungörccht der Ge1e111chaften wird suspendirt. Für den Transport von Truppen, Krichmaicriai und Bedürfnissen der Armee, Weicher während des Kriegs stattfindet, wird die Hälfte derjenigsn Taxen bezahlt, welcbe fiir die gleichen Transporte im ge- wöhnlichen Betriebe festgesetzt find. Die Transporte von Verwundeten und Kranken grichrben unentgeltlich.

Großbritannien und Irland. London, 8. Juli. Auf Windsor fand gestern unter drm VorsiH der Königin eine Kabinetsberaihung statt, bei welcher der Herzog von Rick)- mond (Präfideni des Staatsrathes), der Marqiiis von Hartford (Oberst-Kämmerer), der Earl von Malmesbury (Grheim-Siegcl: bewahrer) und Hr. Groß (Minister des Innern) zugegen waren. Während des Conseiss wiirde Lord Henry Lennox, der Ober- Kommiffär der öffeiit1ichen Arbeiten, als Mitglied des geheimen Raths vereidigt. Nack) dem Conseii ertheilte die Königin Hrn. Crowe, dem britischen General-Konsnl in Christiania, sowie Hrn. Green, dem friiheren englischen General-Konsul in Bukarest, dic Ritterwürde.

_ Der Herzog und die Herzogin von Edinburgh werden bis zum 22. ds. in Jugenheim verweilen.

_ Sir Edward leornton, der britische Gesandte in Washington, ist in London angekommeti.

Frankreich. Paris, 8. Jilli. Der Kriegs-Minister, Generak de Ciffer), hat folgendes Schreiben an die Corch-Kommandanten gerichtet:

Versailles, 17. Juni.

Mein lirbrr (Fnerai! Ich bin benachrichiigt_ wwrdrn, daß cine die Artillerie betreffende wissenWasilirbe Denkichrisi unter der Form Liner Noir von_dem der Armes angehörenden Verfasser an cine grdßr gelehrte Körpcrichafi gesandt wurdr. Das Studinm dcr Wisirniäyaften und Künste, bei deren Fortschritten die Armes mirresfirt ist, muß grwißlich unirr alien Offizieren ermuihigi werden. Es ist aber voll- ständig gegen die Prinzipien der Rangordnung und die fc'stgesieilien Rrgeln, daß das Ergcbniß dieser Studien, unter Einerlei welcher Form, obne die Krnirole dcr Oberbebörde eiiie Pubiiziiät crbalic', die in gewissen Fäilcn nichr obne Unbeanrmlichkeit irin würds. Es können in dsr That Umständr eintreten, wo eine Mittheiiung wie die, um Welche es sick) baiidclt, in wenigstens nutzloic Enthüliungen, in an militäriscbe Anstaltrn oder DienstZiveig-Z gerichtete Kritiken oder in psriönlirbr Streitigkeiten acharten önnen. Es ist also gut, daß kein vom Krirgs-Minisier abhängiger Offizier odrr Bcamter ohne vorherige Ermächtigung (in irgend cine gelsbrie Körberichaft, deren Sitzungs- brrichir der Oeffentlichkeit übergebrn WLdeU, Mitthsilungrn richtet, welcbe die verschiedenen Dirnstzweigr der Armer betreffen. Ich bitte Sir, alle)] unter Jhrrm Befehle stehenden Offizieren diese_ Rrgel ins Gedächtnix; zuriickzurufen. Sie wollrn sicb außerdem, insofern es das Zuwidrrbandrln gegen diese Vorirbrifien beiti t, auf das ministerielie Circular vom 19. Dezember 1873 beziehen.

Der Vize-Präfident des Minisierraths, Kriegs-Minister ' General de Ciffer).

_ 10. Juli. Die Mehrzahl der Tagesblätter äußert fich ustimmend über den Inhalt der gestrigen Botschaft des Mar- ?ckzalls Mac Mahon (s. u. VeiiailleS). Die republikanischen Organe kommen zu dem Schlusse, daß die von dem Marschall geforderte Organifirnng seiner Gewalten nur in der Errichtung der Republik bestehen könne, da die Monarchie je t als vöilig beseitigt angesehen werden müsse. ,Soleil“ vermut et, daß der Antrag Perier zur Annahrm gelangen werde. _ Die legiti- miftischen Blätter allein sprechen fick) mit einer gewissen Gereizt- heit über die Botschaft aus.

Versailles, 9. Juli. (W. T. B.) In der heutigen Siyung der Nationalversammlung wurde folgende Bot- schaft des Marschall-Präxidenten verlesen:

„Als durch das Grieß vom “0. November v. I. die Exrkuiiv- gewalt auf 7 Jahre in meine Hände gelegt wurde, hat die National- versammlunxz, indrm fie das mir übertragene Mandat außerhalb jeder Frage und ubrr 1edeu Zweifel stellte, den Interesien des Landes zu-

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gleich diejenige Sicherheit geben wolien, drren diese bedürfen und die

“ihnen staatliche Institutionen von nur prekärer Natur in genügender

Weise nicht zu gewähren vermögen, Daß Votum der Nationalver- iammlurig legte "Mir schwere Pflichten an*, für deren Erfüllung irh Frankreich gegenuber verantwortlich bin, und denrn ich in keinem FaÜe mxch ent ichen darf., Daß Voium der Nationalversammlnng übertrug mtr Re te, deren ick) mtcb me anders, als zum Wohle des Landes bedienen werde. Die Gewalt, mit der ich bekleidet worden bin, bat eine fest brgrrnzte Dauxr. Daß Vertrauen der Naiionachrsammlung hat diefelbe zu einer „unwiderruflicben gemacbi, nnd indem die National- versaxnmjlung mir ]cne _Gewali vor'ibrer Bescblußfasiung über die konsiitutwnellen Geseßr ubcrirug, bat sie srlbst ihrer Sortberäneiät gxwrsse Fefsrln auferlegen woilen. Diese Gewalt, deren Endzeitpunkt nicht abgekurzi werden kann, werde ich handhaben, um sie mit allen mir durch die Gefeße zu Gebote stehende Mitteln zu vertbeidigen. Ich werde 19 der Erwartung und dem Willen der Naiionalversamm- lung ent1yrechrn, dre, als _fie mich auf sieben Jahre an die Spitze der Regierung stellte, eme starke, stabile und gerichtete Gewalt zu schaffen glaubte. Aber das Geseß vom 20. November b. I. be- darf der Vervollständigung. Die Nationalversamwlung, dir der Gewalt auch die drrsclben nothwendigen weiteren Mittel zu ge- gen versprach, kann nicht daran denken, ihren Vrrpflickotungen untreu zu Werden. Möge sir mirrrlaubrn, ihr dieselben heute in der dringlichsten Wrise ins Grdcichiniß zurückzuruien und drren beschleu- nigie Ausführung zu fordern. Unirr den Wünschen des Landrs strhi die Organisation der Gewalten obenan, welcbe ein Unierpfand sein wird für die Stetigkeit der Verhältnisse. Es ist durchaus nothwendig, daß diese bisher zurückgesteilicn Fragrn zur Lö1ung_gelangrn. Neue Zögerungen in dieser Beziehung würden die Ungewißbeit vrrlängern, den Gang drr Geschäfts läbmen und der Wohlfahrt des Landes Schaden zufügen. Der Patriotismus der Nationalveriammlung wird nicbt schwach Werden gegenüber den Verpflichtungen, die ihr * noch zu crfiiÜen bleiben, fie wird dem Lande grben, wasfieil)mschu1digist,und' was dasselbe Von ihr erwartet, Namens derwicbtigstcn Interessen des Landes beschwöre ick) die Versammlung, ihr Werk zu vsrvoÜständigrn und obne Verzug in die Beratbung derjrnigen Fragen einzutreten, die nicht länger unerledigi bleiben dürfen. Die Beruhigung der_Gemütber er- fordert dirs dringend. Getragen von dem gleicbcn Gefühle der Ver- antwortlichkeii, Werden Nationalversammlung und Regierung gxmeirnam alle Pflichten erfüllen, die ihnen aufkrlegt sind. Die gebieteri1chsie Pflicht abrr besteht darin, dem Lande durcb definitive Institutionen diejenige Ruhe, Sicherheit und Bcirirdigung zu gswäbrcn, dercn das- selbe bedarf, ch beauftrage meine Minister, die Kommission fiir die konstituiioneilrn Gesrße obne Verzug diejenigen PUUkic wssrn zu lassen, auf welcbe, als die wcscnilichjtcn, ich brsondrreö Gewicht legen zu müssen glaube.“ '

Die Botschaft wurde von der Rechten und dem- rechten Centrum mit Beifall aufgenommen. Casimir Perier beantragte, die Versammlung solle die konstitutioneÜe Kommission auffor- dern, ibren Bericht sofort vorzulegen. Der Wunsch des Mar- fchali-Vräfidenien stimme *mit seinen eigenen bezüglichen Wünschen durchaus überein, und es sei nothwendig, den Gewaiien des MarschaÜs in einer prinzipieU fest bestimmten Regierungsform eine Stiiße zu geben. Der Vorfißende der konxitutioneilen Kommission, Barbie, erklärte den Aukrug Periers fiir Überflüssig, weil die Kommission schon Montag den fraglichen Bericht er- statten lassen werde. Perier zog in Folge dessen seinen Antrag zurück.

Vom Abgeordneten Duval ward hierauf der Antrag auf Auflösung der Narionalvrrsammlung eingebracht. Es wurde beantragt, die Wabibereckztigten zur Vornahme der Neu- wahl der Nationaiversammlung zum 25. Oktober d. I. „infam- menzuberufen, die dermalige Nationalocrsammlung sdÜ erst nach Einbcrnfung der neu zu wählenden aufgelöst werden.“ Die Dringlichkeit dieses Antrags ward indeß abgelehnt. Nur die Linke, die äußerste Linke und dir Bonapartistcn stimmten für die Dringlichkeit. Ebenso wurdr die Dringlichkeit für den wei- teren Airirag Hervé de Saistz's abgelehnt, daß die jeßige Naiionalversamminng nicbt eher auSeinandergehr, als bis die Reorganisation der Armee gesichert sei.

Die Versammlung trat darauf in die Beratbmrg des Ge- seßes, beirrffend die Arifß-Jssernng der äußeren Lage der Unteroffiziere, ein und nahm dasselbe in erster Losung an. ,

Spanien. Madrid, 9. Juli, Vernehmen nach hat Dorregarar] ein Manifest an die „civilifirten Nationsn“ erlassen, in welchem er die Regierungs - Armee auf das Gröbfte verleumdet, indem er sagt, daß die Aufführung dieser Armee ihn gezwungen habe, seine Art der “Kriengiibrung zu verändern. Er giebi zu, daß er in Folge dessen 15 Gefangene babe erschießen laffen. Diese Erklärungen Dorregaray'S widersprrchen durchaus dem [Wien Tagchbefebl Concha's, in welchrm Letzterer ansiyrirht, daß cr die Feinde besiegen aber nicbt morden wolle.

Griechenland. Athen, 9. Juli. (W. T. B.) Die Wablrn zUr Deputirtenkammer sind heute beendigt. Drrrch dcn Ansfall derselbeir ist, soweit biHher zu Übersehen, die Majoritäi der Regierrmg gesichert.

SchWedeu und Nortvegen. Stockholm, 5. Juli. Dcr Kronprinz reist am Dienstag von Helsingborg mit sei- nen Lehrern nach der Schweiz.

König OHrar verweilt augenblicklich in der Umgegend von Jönköping, wo die Feldmanöver seit dem 1. d. M. ab; gcbaitrn werden. Die Vorausseßung, unter welcher dieselben geschehen, ist, daß ein feindliches Heer in die Gegend von Wingäker und Pälsboda vorgedrungen ist; daß deffen Hauptstärke am Abend des 30. Juni bei Drög- pbult stand und daß fie fick) der westlichen Stamm- bahn zu bemächtigen gedenke, entweder um gegen Carlsborg zu rücken oder den Knotenpunki Hrrrljunga zu Nehmeu. Das vcr- theidigende Hser snckxt mm dem Feinde in der Grgend von Hals- berg und Askersrmd zu begegnen; die Vorposten desselben standen am 30. Juni Abends bei Sandhem. Gegen Schluß der Uebungen wird cmchrinz Alexander der Niederlande hier erwartet.

_ Die Kadeitenkorvette „Norrköping“, Commandeur: Kapitän I. H. Ankarcrona, verließ „Aftonblader“ zufolge gestern den Eifsborgfjord, nur vor ihrer Ankunft in Reikiavik auf Island, 26. d., in der Nordsee zu kreuzen Lagercraniz, welcher den König beim dortigen 1000jährigen Jubiläum Ucrtreten soll, schiffte fick) geftern Vormittag auf der Korvette ein.

_ Dänemark. Kopenhagen, 7. Juli. „Verl. Tidende“ theilt mit, daß es jth bestimmt ist, daß die Reis e Sr. Maje- stät des Königs über die Faröer nach Island am 20. oder 21. d. M. ihren Anfang nehmen wird, entweder von Ko- penhagen oder von Frederikshavn aus. So. Majestät wird, außer von dem Prinzen Waldemar, begleitet werden von dem Iuftiz-Miiiister, dem Direktor des isländischen Departements O. Stephensen, dem Kabinets-Sekretär Trap, Oberst Holten, Kapitän Hedemann, Kapitän zur See Kock), sowie ferner vom EtatS-Rath Worsaae (dem bekannten Alterthumsforscher), dem FolkeihingeZmann für die Faröer, Kapitän Bärenßen, dem Ma- rinemaler, Professor Sörenien und dem Dichter, Kammer- Affeffor Karl Andersen.

(W. T. B.) Dem

Der Contreadmiral I. R. '“

_ Prin Alexand er der Niederlande ist vor seiner Abreise von hier zum Ritter des Elephanten-Orden-s er- nannt worden; auck) wurden die Se. Königliche Hoheit beglei- tenden Kavaliere mit hohen dänischen Orden dekorirt.

_ Der ,Ministerialtid.“ zufolge umfaßt die Prägung der neuen Kronmünzen bis zum 1. Juli die Anzahl von 253,000 1-Oereftücken, 3,721,500 2-Oereftücken, 1,169,000 5-Oereftücken und 3,174,000 10-Oereftücken. «,...-..

Amerika. (21.21. E.) Die Cheyenne-, Comanche- und Kiowa-Indianer, die im Stande smd, 3000 Mannins Feld zu ste'lien, drohen mit Krieg und wolien, wie man fürchtet, die Niederlassungen angreifen. Truppen haben Befehl erhalten, zum Schuß der bedrohten Distrikte abzugeben.

' Cuba. (A. A. C.) Auf Befehl des General-Kapitäns hielten die Pflanzer am 31. Juni eine Versammlung in Havana ab, um über die beste und schnellste Methode der Fundirung der Noten der spanischen Bank zu berathen, welche auf Grund der 10prozentigen Abgabe von Landeigcnthum auSgegeben wur- den. Die Pflanzer beschlossen zuleßt, eine ähnliche Abgabe für die Munizipal-AuSgaben zu zahlen und den General-Kapitän zu benachrichtigen, daß, wenn 10 Prozent nicht auSreichen sol]- ten, fie 25_30 Prozent oder Alles, was die Behörden für nothwendig erachten würden, zu bezahlen bereitwillig wären. _ Das vielverbreitete Gerücht, daß zwischen dem Präsidenten der „Republik“ Cuba, CiSUiÉnos und dem Grneral Maximo Gomez bedenkliche Differenzen ausgebrochen seien, wird von hervorragen- den, aus dem Innern_'zurückgekchrten Cubanern- als ganz un- glaubwürdig bezeichnet. Die Civil: und Militärbehörden der Insel stehen in keinem zu Konflikten Anlaß gebenden Verhält-

“niffe zu einander, und man hält jenes Gerücht für eine auf

Täuschung der Spanier berechnete Erfindung. _ Im Hafen von Havana richtete am 21. Juni eine gewaltige Wafferhose bedeu- tende Verwirrung und Zerstörung cm. Sie wurde durch Kano- nensalven zum Prußen gebracht. _ Die Journale Havanas er- mahnen die Bewohner, aus ihrer Leihargie za erwachen und die sIrxstelsror dem finanzieilen Ruin zu reiten, ehe es dazu zu pa ei.

Asien. Indien. Ach Caicutta wird der „Times“ vom 8. d. M. telegrapbiri: „Die Bevölkerung von Bahsi hai Fadhil Ali, der in 1863 zn Gunsten seines Oheich, des ver- storbenen Sultans, abdankie, weil er damals noch sehr jung war, zum Sultan gewählt. _ Ein zeitiges und rasches Steigen des Ganges und Brahmapurra hat die Indigoiaaten sehr beschädigt.“

_ Der „Bombay Gazette“ znfolge ist Herr deLesieps geneigt, sein Projekt einer Eisenbahnlinie zur Verbindung Ruß: lands und Ceniralafiens mit Indien zu Gunsten einer Eisen- bahnbverbindung zwischen Rußland und China zeitweilig auf- zuge en.

_ Der „New York Herald“ enthält die Nachricht aus Amor) vom 9. Juli, daß die aus Veranlassung der japanischen Expedition gegen Formosa entstandenen Sireitigkeiten zwischen China und Japan friedlich beigelegt seien und die chinesische Regierung sich zur Traguxig der Kosten bereit er- klärt, sowie die Garantie für Sicherheit der Fremden iiber- nommrn habe.

' _ Nr. 28 des Justiz-Ministcrial-Blaiis für die Preu- ßische Gesetzgrbung u_nd chbispfiege, [)rrausZegebrn im Burrau des Jujtiz-Minijteriums, enthiilt: Brkanntmaäyung vom 6. Juli 1874 _ beirrffend das Vrrzcichniß dcr höheren Lehranstalten

' des preußischen Staats.

Statistische Nachrichten.

Das Rrchnungs -Deparirmeni des Kaiserlich Königiichen Finanz- Miniiieriums (Z.)!btixilung für die? indirrkten Abgaben) veröffentlicht die Ergebni1ie der Verzebrungsstener in Orsterreich- Ungarn im Jahre 1873. Dix; „Wim. Z.“ entnimmt der Publika- tion Daten, welche daril)un, dat; die Ergcbnisse drr Konfamtionssieuer auf aÜrn Grbirten, mit AuZnabmx dcrienigrn der Zueke'rprodnktion, einen beträcbtiicbrn Aufschwung criabrsn und sich grgrn das Vorjahr um 1,917,;51 Fl. reipcktive um 3,12 % gesteigert haben. Die Ge- sammtbevölferung der im Rcichsrntbe vertretenen Ländrr brirägi nach der Zählung Vom 31. Dezembrr 1869: 20,217,531Einwobner, Wovon ],180,466 in idgenannten „geschlo_ssen€n _S_tädten“ und 19,037,065 am Yenrn Lande Wohnen. Ein aus staiijtiickxn Erhebungen bafircnder

ergieici) zwiicbrn der Bevölkerungöwhl vom Jahre 1873 und drr- isnigen born Jahre 1872 ist wrgen Mangels der Daten nicht möglich. Der Griammierirag der Verwbrungssteuer betrug im Jahre 1873 63,308,208 F1. argen 61,390,957 Fl. im Fabre 1872, somit im Jahre 1873 um 1,917,251 Fi. odrr um 3,12% mehr als im Vorjahre. Von dem Gexammtergebnisse pro 1873 entfallen 17,053,218 F1. auf die sogenannten geschlossenen Städte und 46.254,990 Fl. auf das offene Land, gcgen 15,890,819 F1. und 45,500,138 Fl. im Jahre 1872.

Die Au-Zgrabungen in Olympia.

Dem Vrricht, der. Professor Curtius in dem neuesten Hefte der „Preußiscbrn Jahrbücher“ übrr 1eine Reise nach Griechenland er tattei, eninrhmen wir Folgendes:

Auf dir Anregung Sr. Kaiserlichen und Königlichen Hoheii des Kronprinzen ist das Projekt der Aafdeckung in Olympia, welcher schon König Frirdrick) Wilhelm 17. auf eine Von K. Ritier, Bötticher und Professor Curtius 1853 gemachte Eingabe eine lebendige Theil- nahme zuwandtr und für Welche auf Brisbl Sr. Majrstät de;- Kaisers im Juli 1869 eine vorberatbende Kommission eingesetzt wurde, nunmehr in Fluß gekommen, und es ist an maszgebrndchteile anerkannt worden, daß eine für Kunst und Wissenschaft so viel ver- sprechende Unternehmung würdig sei, vom Deut1chrt_1_ Reichs als eine seiner ersten größeren Friedensaufgaben in Angriff genommen zu werden.

Bis jeßi find auf griechisÖ-Im Boden immrr nur einz-sine Denk- mäler der (Hegknstand von_Aus_gr,abu-1grn gewesen, die T?MVLl in Assos, Magnesia, Ep'*esos, m_Aigina, Phiaaleia, Karibeia, Elenfis, das Hereion bei Argos, die Burgen dsr Troas, die Kuppel- bauten von Mykenai, das Theater bon Alben, sowie einzelne (Hrab- stätten und Gräbrrstraßrn. In größerem Zusammenhange ist nur die attiscbe Akropolis untersucht worden. Wenn nun also das die wür- digste Aufgabe ist, eine zwcifellrs dcnkmqlerreiche Stätte in der Weise aufzudecken, daß man die aus den Schriften drr alten Pericgcicn be- kannten Moxmmrnte in ihrem örtlichen Zuiammenbangr wieder an das Licht zieht, io müssen die Gedanken auch jrßt noch, Wie in drnTagen Winckelmanns, auf Olympia zurückkommen. Denn hier war ein Mittelpunkt nationaler Geschichte; hier ist die Fülle von Sebrifi- nnd Kunstdenkmäiem aÜer Gattungen am fichersien brrbürgt, und unter ibnen find diejenigen, wcklche zur Entführung am wenigsten reizten, Tempelskulvturen und Inschriften, für uns die aÜerWtchtrgsten. Hier ist der Boden frei, 1). 1). nur mit Saaten und Pflan- ungen bestanden, während die anderen Orte, auf welche man ionst sein Augenmerk richten müßte, Athen, Delphi, Eieiifiß, Argos, Theben von neueren Ortschaften übcrbaut sind. Hier ist em weicher

Boden, welcher die zusammenstürzenden Trümmer aufgenommen und'

_Kunsk, Wissenschaft und Literatur.

Berlin. „Friedrich Wilhelmder Dritte, König von Preußrn, urid Seine Durchlaucbtigsten Söhne: König Friedrich Wilhelm der Vierte und Kaiser und KönigWil- )elm, drei Lébensskizzen“, ist der Titel einer im Verlige von Alexandeanncker[)ierielbstvon1)r.-R.G.Stillfried,Ober-Cere- mqnienmeister Sr. Majestät des Kaisers urid Königs, Königlich preuß. Wirkl. Gel).Rat_b u. s. w., Herauégrgebrnen Schrift, deren Erlös fiir das Augusta-Hojpital in Berlin beitimmi ist. Den Zritraum vom 3.August 1770, dem (HrburtStage König Friedrich Wilhelms 111., bis zuin 2. September 1873, dem Tage der feierlichen Enthüllung des Siggesdenkniais auf dem Königsplaßr umfassend, sielii dieselbe in großen Umrisfrn Preußens ereignißreicbc Geschichte unter den genannten dkLl' Herrschern in chronikariiger, und deshalb sebr überfichilicher Werse „dar. Wichtige Urkunden, Schreiben, Armrebefrblc dienen zur Weiteren Ausführung der Lebensskizzen. Dem vortrrfflirb auSge- staiieten Heft? find auszrr einer Stammiafel das Porträt König Friedricb Wilhelms 111, nach einer Rauchschen Büste, dasjenige Konig Friedrich Wilhelms 117. nach dem Originalgemälde Von Prof. Otto und das Sr. Majestät des Kaisers und Königs nach einer Ori- ginalbiiste von Prof. Bläser in Pboiolitograpbie, sowie ein Gruppen- bild Kö_nig Frirdricl) Wilhelm 111. mit der Königin Louise und Seinen beiden altesten Söhnen darstellend, beigegeben.

_ _ Der eiserne Ehrenbürger-Brief der Stadt Cbem- niß, welcher in dissen Tagen dem ReichHkanzier Fürsten von Bis- marck übergeben wwrden ist, trägi' auf der feinen gii'*siierncn Schrift- platie die Widmungéworie: „Sr. Dnrcblaurbt drm Jirrstcn von Bis- m_arck, Kanzler des Deutschen Rcickyes, dcr sicb durch icin mannbafies Eintreten in den Kampf gegen die Finstrren Pläne römischer Hrrrjcb- begier von Neurm als der unermudlici)_c_Vorkämbfcr für Deuticb- lands Einheit und Größe bewährt hai,_ Ut zum Zsicbrn tief empfun- drnrn Dankes das Ehrenbürgerrecht unierer Stadt von uns crtbrili wdrden. Chemnitz, den 26. Februar 1874. Dcr Rat!) der Skadi Chemniß. Miiller, Bürgermeister. Die Stadtwrordneten. Melzer, Vorfißrnder.“

_ Das Gefangsfest, Welcbcs der Märkiicbe Sänger- bund aZÉäbriirL) zu arrangiren pflegt, fand diSSmal nicht in Neu- stadt E.- ., wndcrn in Freienwalde a. O. untcr großsr Tbsil- nahme der einzrlncn Gesangvereine und des Publikums am vorigen Sonntag statt. Die Berliner Gesangsgenossrn trairn in zwei besonde- ren Zügen die Fahrt an. Freienwalde batte fich fritiicb geschmückt, ails Häuser waren brkränzt und mit Fahnen drkorirt. Auf drin Marktplaßc versammelten fick) die Mitglieder der 59 Grinngvsrriur; birr Überbrachte auch der Bürgermeistrr Linsmg den Dank und Gruß der Skadi in einer kurzen Ansprache, die „xn einem jubelnd aufge- nommenen Hoch auf Sr. Majestät den Kaqcr cndcic. Um 10.2- Uhr seßte sich der lange Zug vcm Markiblaße aus unter Gesang und I)infikbegleitung in Bewegung narf) dem auf fisilem Hügci grlcgrnrn Eichenbain, Wo die Hauviscier sigiifinden sokltc. Dirser Theil der Feier begann mir dem Maiscngeiangr des Liedes „Dich grüßt Freienwalde “. Der mii großem Brisail aufgrnommrne Prolog stammte von Hrn. Karl WL11€[)€L* und endete mit einem Hock) anf Franz Mücke und den Märkiicbén Sängrrbund. Dir Frstrsde birit Hr. Lehrer Sondermann ans Vrrlin. DemnäÖst wurden fünf Fahnen eingrireibr und die Fabri? dcs Gesangverein?- „Limiciiia“, welcher sein 25jähria2s Bestebeti feierte, mit einem silber- nen Kranz geschmückt. Sieben Vcreine iirßsn sick) neu in drn Bund aufnehmen. Drr Nachmittag war grfchäfiiick)?! Vrrbandlrmgrn und privatrn Ve1*gnügu_ngrn grwidmri, bis dir srchiie Stund? den ganzrn Festzyg zur Schlußfeier wieder auf den Marktplnß führte, von wo drr Marsl) nach dem Bahnbofc angetreten wurde.

_ Wie in der am Sonnabrnd abgehaltenen Sitzung drr geo- grapbiscbcn Geiellschaii miigrtbcilt wurde, ist ein Brief des Dr. Naciitigali ringciroffrn, welcher VOM 20. April daiirr ist und das Wohlbcfinden des Afrikareisrnden konsiatirt. 1)r. Narbtiqall schreibt, da“ er (Holder und Briefrrrnpfangen habe und im Mai seine Rückkeyr in die Hrimaib iiber Charium aantrrten grdrnkr, da er icin Untrrnehmen eigrniiiii) als boil_endet betrachte. .Der Brief be- zeugt die günstige Stimmung" des Reiiendrn. S_obald dcrilbs zurück- ngZblrti iein wird, wird die Gesciiiiiwxr eine außerordentliche Sitzung a' a en.

LandWirthfch aft.

Drr Vorstand des Vsreins znr Bcfördrrrmg dcs Scidenbaues in der Provinz Brandrnburg bat den dirsiäbrigsn Beriinrr Coconmarkt auf Mittwoch, _drn 15. d. M., festgrirßi. Drrsrlbe wird in de:“ TurnbaÜe, Prinzrnitraßr 57, abgslwitrn werden. Dir Grneralversammiung der Mitgiirdrr des ScidenbauVrreins findet an drmielbrn Tage in drmselbrn Lokale stati,

Aus Rheinbrisen, 8. Juii, wird dem „Fr. J.“ übrr die Ernte miigeihriltx Die Foigen der Fröste sind bsi Wriirm nicht io bedeutend, wir man annahm. Mit wsnigcn Auénabmrn wird der aligr- meine Stand drr Früchte bon erfabrrnen, vorurtbeilsfrcicn Männrrn als ganz vorzüglich bezcichnet. Die Körnerfriicbie veriprrcbcn cin rech befriedigendes Ergrbniß; mir die Gerste steyr birr und da etwas mager. Den Futtergcwächien dagegen War der grringc Vorrath an Winisr-Fknchiigkrit durchgängig bindrriick), und am Klee wrrd wobl eiiie Schur eingebüßi werden. Einrn Rückschlag aiif dir Fl-Iiichbreiie wird dies i--dcffen kaum Üben, da drr Viebstand der Prdvniz iioch immer sehr reduziri ist und die Produkte drr MilchwiriiUÖasr iibri- gens auch bereits fabelhafte Preiie crlangt babrri. Der Wrinstock steht überall prächtig. Kräftige, grsunde Ansätze find dir vielvcrjprcchende Haupteigenichast der zahlrcirbrn, irhr großsn Gcichrinr, und 'die Bliiihe ist unter den günstigsten Umstiinden verlaufrn. An einigen

Berlin.

fie, durch Abspülung dsr nabrn Höhen sowie durch llebrrschwrm- mungrn des Alpheios alimäbiich erhöht, in seinem ©chooße geborgen

bat; bier ist das Außgrabungsfcld durcb Alpbeios urid Kladeos, die ,

in rrchtcm Winkel zusammsn ireffxnden Flüsse, sicher brgrrnzi; hier ist das Centrum durcb di: Ruine des Zerstempcls feiigrstrüt, so_ da[; man nicht, wie in Ephesos, Jahre lang instsnd uxnbermrbcn muß, idndern einrn gesicbcricn ?lusgangsvimkt hai; birr bai, 10 viel wir wissen, kxin zor- störender Kampf dcs Cbristrntbums und drs Heidrutbums stattgefunden. Hirr sind nach drmVerfaÜ des Alirribums keine bedeuirrderru Nrnbauien gemacht, und es sind keine nrucren Städte Vorbandrn, deren Bewohner das versunkene Material [)erausgrlwlr und verbaut oder 311 Kalk vxr- brannt haben. Hier werden durch Fischer und durch Bauern fortwab- rcnd Alterthümrr grlegentlick) gefunden, und die einzige gründl:chrre Ausgrxbung, Welrbe [)ier veransialiri worden ist, die der Fraiizown im Jahre 1829, welche nach wenig Wocbcn miitrx] im brsten Finden ab- gebrochen werden mußte, hat den Brweixs geliefert, da[; Von dem (ilten Inventar der Aliis, dax“; Pausanias beichreibt, noch ein aniclmlichrr Rest vorhanden ist.

Günstigere Voraussetzungen find also nicht denkbar rind darum kam anch Ludwig Roß, einer der gmauestrn Kenner Gricchcnlqnds, 1853 auf den Winckelmannscben §Ylan zurück und suchte durcb Privat- beiträge die Mittel zusammenzubringen. Das geringeErgcbniß wurde später auf das Heraion in Llrgos verwendet.

Usber eine an Ort und SteÜe vorgenommrnr Brfirbiigurig des Trr- rains der Projektirien AuGgrabungen meldet Professor Curitzis: „Dic Schwierigkeiten drs Unternehmens find unverkrnnbar, Eine Schicht von ungefähr 12 Fuß Höhe liegt über dem Boden drd Tsmvcibrzirks, und wir haben keine Abnung davon, wie boch fich die Grundmauern der andern Gebäude, die den Temvcl umgeben. iibrr dem alle_n Bo- den erhalten haben. Es fehlt an Land-_und Wasserstra'ßrn, dir den Transport erleichtern könnten; die Entsermzng drr bxrdrn nachsten Dörfsr erschwert die Arbeit. Das Klima ist ubrigens ' nach allen Erkundigungen viel besser, als man gewöhnlich _annimmt, und nur in den heißesten Sommermonaten wird die Arbeit auSgeseßt Werden müssen. Der Erdboden) ist weich, und" Einige zum Versuche gemachte Gräben zeigten,„da[; unter der Oberflgcbe die Tempeltrümmer, wie sie zusammengesturzi find, noch nnderubrt m weichen Schlamm gehüllt liegen. Man wrrd also von der West- und

Stellen verursacht der Mapgel an Regrn zwar bersits AbfaÜen der Berrrn, fur 1th iii dies mdrsskn ohne Bedeutung, und wenn die Witterung m den nachsten zwei Monaten nicbt ganz abnormrSprünge machi, wird das gegenwärtige auch zu den Weinjabrcn grzählt werden.

GeWerbe und Handel.

Jn drr _Gcnerellen Uebersicht über diej nigen Nkiienqeiell1chaften :(., welche mit Nr. 157 d, Bl. ausgegeben, ist am Schlusse bsi Aftierrrein des Zoologischen Gartens 1,000,000 Thlr.. statt 100,000 Thlr. Aktienkapital zu le1en.

_ Nack) eincr ielegrapbiscben D'PLi-ÖC der „Weser-Zeiiung“ aus Emden, 6. Juli, ist das Jagerscbiff der doriigrn Heringsfiscberei mit dem ersten diesjährigen Heringsfange, 291 Tonnen, eingetroffen.

London, 9. Juli. (W. T. B.) Nach bier eingegangenen Nach-

ricbirn haben seit gestern circa 20,000 Kohlcnbergwerks-Arbei- ter rn Süd:Yorkil)ire die Arbeit nirdergelcgt, weil sie auieixie Herabixßung der Löhne um 1217.“ nicht cingebsn wollen. Es Heißt mdeg, daß dieselben cine Herabießung drr Löhne um nur 10% anzunehmen geneigt seien. _ Großbritanniens Exportbandel ist noch immer iiicht im Zunehmen begriffen. Nach den_c*ffiziel1en Tabellen des britiicben Hgndelsamtes repräirniirie dsr (Hsiammiweiil) des Exports von bri- iichen und iriicben Produktrn im Monat Juni cinrn Wrrib bon 1_,367,613 Lstr. gegen 19,-160,§583 Lstr. im Juni 1873 und 20,223,621 L]tr._ im Paralielmonai von 1872. Eine bsträrbtlirbe Zunadme zrigr indcß die Eixrfubr dcs Monats, fir betrug 34,124,424 Lsir. grgen 30242119 Lstr. im Parallcimrnai des Vorjabrrs.

Verkehrs=Anstaltem

Beriin. Dir Kaiserlich deuiiche Telegrapben-Vrrwal- tung zählte am Schluß des lrßien Jahres 336 iaibstäkidigr, 957 mit Postanstaiiberbundrne, 155 Privat- resp. zur Vrrwalrung Übsrtragene und 21 bon Kommunen errichtrir imd unirrbniiene Staiionen; im Ganzen 1469 Stationeü; 78 mrbr als am Sckylusie drs Fnbrcs 1872. Das Perwnal brstand aus 296 Beamten drr Grneral-Direktion (die Unirrbramten eingeschiossrn). Bsi dem Bcirixb der irlbständiaen Stationen waren 3135 Beamte und 813 Untrrbsamir, bei drm Be- trieb der nicht is_[bständigen Stationen 1700 Personen, mithin im Ganzen 5944 Perionen beschäftigt. Die Griaiiimtiänge drr Tele- grapbrn-Linien bcirug 39,643Ki10meier (gegen das Vorjahr 2158 mehr), der Telegravbcn-Leitungen abcr 104,440 Kilomctcr (grgrn das Vor- jahr 6551_Kilometer mehr).

Düiieidorf, 8. Juli. Dsr Ausschuß dcs Vsrsins zur Wahrung der gsmeiniamrn wirtbicbafrlicben Inter- essen in Rheinland und Wcstfalen , war gesirrn zu ciner Sitzung zUsammrngrtreten. Grgcnstand der Bekäihung war dir ibm zugeganaeris Auffordsrnng. ainru Delegirirn „zu der am 22, d, M. im Raicbs-Eiienbabn-Amie querlin stattfindriiden Konferenz bezüglich drr Tarifrcform zu ernennen. Drr LluSirhuß besrhlos; bri dem Reiws- Eiirnbabn-Amte zn branirqgen: „die Erlyrbungrn und die Beschluß- fassung iibrr die Tarifreiorm bis zum Oktober dieses Jabrrs zu drr- tagen, in dcr Zwiicbrnzeii drin dsuiicbrn Handelsstandc die fiir die erstrre in Aussicht genommcnrn Grundiäßr nnd Tarifvrrschriften zur Brguiachiung zu unterbreiten und erforderlirbxn Falls das durch die Tarifrrböhung bis zum 31. Drzember cr. grichaffeanrovisorimn enr- ivrechrnd zu verlängern.“ Fiir den Fail, da[; das RSiÖI-Eiscnbülw- Amt auf diesen Antrag nichi eingeben sollte, wurdr die Hrrn. Direk- tor BrrielSmann und Grtirral-Sekreiär Burri zu Driegirirn drs Vereins für die in Brriin staitfindendrn Konferenzen gewählt. Zur Bcrathung drr Tarifvorichriftcn Und dss Systems, weichrs bri der Tarifreform befolgt wrrdcn foil, sowic zur Priifung drr fiir dic Ein- reibung der Waarrn-Artikrl in die nrucn Sbszialtarife gemachten «Zorirbläg-r (Nr. 6 der I)iitti72i11111grn dry Vorrins, Seite 173- 183) wurdr für den 20. d. M. eine writers Ansichußfibung anberaumt, zn wrirbc: (mri) De-[cgiric der bcircnndrtrn wiribicbaftlichcn V.-reine, sowie drr Hxndrlskammern Rbeiniands und Writfalens eingriadSn Werden ioiien.

Swinemünde, 10. Juli, (W. T. B.) Der Posidambfcr des bnltiscben Lloyd, „Humboidi“, ist gestrrn 713. Viniwrrpcn nach New-Yrrk in SSL gegangen.

_ Dcr Ricsendambfrr „Grrai Eastern“ wird am 26, d. M. abicgsln, um die Lsgung drs neurn Kabeis der Anglo-Aincri- kanischn Telcgrapbcn-GrssilWafi zwiscbrn Irland und Neu- fundland zu rwilzrrbrn. Das" nruiicb gerissene 1866rr Kabel ist auf der Höhe drr irischen Kiisii) auI drr Tisis qriwbru worden; stiir- misckics Wrticr vrrbindrrte indrß bis icßi die Vrrbindimg dcr gcrissr- nrn Theile.

New-York, 8. Juli. Der Damvfrr dcr Hamburg-amerikani- schrn Gesellschaf Silesia“ ist brut: Morgen bier angrirmmrn.

Aus dem Wolfi'sckien Telegrapben-Biireau.

Loud [) 11, Freitag, 10. Inli, Vorrmitags. Das Unterhalts trat beute aiif Antrag von Gitrner) in die zweite Lesiing des Geseizent- wnrf-Z iibcr die Regulirimg drs öffrntlicbrn Gottesdienstrs ein. Hail beantragte, untcrstüßi von KnatciWnli-Hngeffen, die Verwer- fung dcs Geießciitwurch, gegen welchen uncl) Gladstone sich mit Eniscbiedenbcii ancZsprack). Giadstone erkliirie, wenn das Grieß die zwrite Lesung pasfiren ioUte, wrrdc er einen Antrag gegen die Beraihrmg im Comité, stellrii, und thciite ferner mit, daß er mehrere Resolntidnen gegen den Gcsechriwrrrf eiiibringrn werde. Nachdem dann noch mehrere Redner fiir Und gegen den Grieß- eniwurf arrigeireicn waren, wnrdc dir Bcrathimg auf Montag vertagt.

Ostseite des Tempels den Boden zunächst bis auf ciwa 50 Fuß frei- [rgsw um zu sehen, was an Tcmvrlikuipmrrn zu finden ist, und dann in der Linie, Wo man die brdeuicndsten Gründungen von_Oli)mbia in dichten Grupprn borauößlzxn darf, das Prlopion, den großen ?liiar, das Hrraidn und das Mrtroon, gcgrn dcn KronoZ-Hügcl vordringen, an dessen Fuße dir Schatzbäusrr drr bcllrniicbrn Staaten lagen.“

Aris dem Rcisebrricbt sei dichmcrkung erwäbni, dic Curtius bin- ficbtlici) des SchliemannsckwnF1111dc§„deii er iti?[tl)0n1*rsich1_igir, macht: „W-“nti es auch nicht möglich war, in der Folge der Frind1chicht6n cine urkundliche Grswichis der irdischrr: Vorzrit zn crkrmr-xn und die in Bezug auf Jlion und seine Dynastir gcmachten Folgerungen anzuerkennen, io trat unis dock) die Vlltcrtbüiulichksit der ältrrrn Thongefäße, “sowie der virlbesprrcbrne Eutrnkobf übrrzrugcnd cntgrgrn, und es 1chien mir birrin ein intrrcfsanter Urberrest bhönikiicbe-r Jdolatrir und phönikisrber Anfirdlimg am HrilesPoni erhalten zu sein“.

Dcr Direktor der Sternwarte des Collogio Romano, 1". Scribi, macht im „Osscrvaidre Romano“ unterm 29. v. M. iiber dzn Kto- meten Coggia folgendc Mittheilungen: Dic Astronomen) iind nir eifrigen Studium iiber die Lösung vrrichirdrncr Problrme, die fie mit diesrr Erscheinung in Verbindung bringen. Drr Kometrnkorn bat bx- reits einen schönen StrabisnfäÖcr entinltet; dir'Srrablen warrn frist gleichförmig, und kcinrr zrigrc eine (11113er wöbnilche Form, wxe dies bei dcn Kometen von 1860 und 1862 der Fail war. Das prisinatische Spektrum ist aus den drei Zoncn Gelb, (_Gruii und Viria vdn Koblen- oxyd zusammengescßt, und die mittlere, namli-b" die grunc, Ut anderst lebhaft. Die Zonen sind Verdxunstrt, wie der Fachrr, und steilrn bis jetzt noch nicht scharfe niciailiiche Liuicn'dar. Em schwaches bebqrr- liches Spektrum verband sämmtliche drei Zonen und ging, wenn nicht Mondschein war, von dem lebhaftesicerbcil dcs Krrnes aus. Bisher bilden die parabolischcn Elcmrntc [einer Bahn keine Anhaltspuqkte für die Beobachtung, daher ist auch nicht festzustellen, 91) er periodisch sei. Die Beobachtungen, die auf der anderm Hrmqphäre gemacht Werden, dürften die Löiung dieser Frage erleichtern.