Originalkarte von O_stgröuland von Julius Payer mit Benußung der Rekognoéciruugöarbeiten dcr Astronomen Vr. Börgen und Dr. Copeland.
- Dix Nm; 55 und 56 der Wissenschaftlicbeu Beilage d'er_Leipztger,3ettung enthalten _folgende größere Aufsätze: Das sachxxsche Erzgebirge als Sommerfruche. - Der Fragmentenstreit zwischen Lars_ing und Gdeze. - Von der ,Arcona.“ _ O.-Hofprediger 1)r. Kohlxcbutter, Predigt zur Eröffnung der AO. Landessynode.
- Das Pxeisxichtxr-Kollegium für. das hessische Landes- deukmq [ bat einstimmig zur Ausführung den Entwurf von August Herzig m.Dresden empfohlen; den ersten Preis erhielt Hermann Schubert 'm Dreöden; den ziveiten Robert Diez in Dresden. Außer- dem wurden viele Velobungen ausgesprochen.
, „- ])r. Schliemann schreibt der ,Academy“, daß er von der gricchlschen_Regierung die Eklaybniß na_chgcsucht und erhalten hat, auf seine eigene Kostcn den großen vierecktgxn Thurm in der ?lcropolis, bekannt als der veneiianifcbe Thurm, der, wie es scheint, im 14. Jahrhundert erbaut wurde, zu demolircn. Er nimmt 1600 Quadraifuß der Propyläen ein und besteht (ugs großen viereckigen Blöckcn aus Marmor oder Sandstein von v-“rschiedcnen altertbümlichen Monumen- ten dcr_ Acropolis und dem Theater des Herodes Atticus; er mißt 80 Fuß in der Höhe und seine Mauern find 5 Fuß dick. Durch die Demolirung dieses Thurmes hofft 1)r. Schliemann die interessantesten szileMder Propylacn zu Tage zu fördern. Das Werk begann am
» Aus Salzburg kommi die Nachricht, das; in Henndorf
der obderennsijche Dialxkt-DiMer Franz Stelzbamer am 13. d. M. verstorben. ist. Die Lieder wkniger Volks0ichier haben so allge- uu-me Verbreitung in allen Schichten ihres Volkes gefunden, wie jene Stelzbamers. In Obc'r Ocsterreicb, seiner Heimatb, namrnt- lich „kennt fast Jedermann F. Stelzbam-zrs Gédicbnx und wyiß sie zu recittrenbder zu singcn, denn die populärsten haben fchon lange ihre Komponijicn gxfundkn. Stclzbamer ist aus dem Kerne des ober- österreichmchcn Vxlksstammes bervorgsgangen; e." ist der Sohn (inks Bauers a_us Groxz-Piesenbam bei Ried und war von seinem Vater für dyn ge1s111chen_ Stand bestimmt. Aber icin unsteter Sinn ließ ihn dre Studien nicht vollcnden. sondern txieb ihn in die Welt hinaus, und Lqurde au_f kurze Zeit Komödiant. Schon in seincr Heimaib hatte er als "Student haufig seine Bekannten mit frischen, volks'tbümlicbeu Liedern nberrascht; in seinen Wanderjahren gekvann-én seine Lieder noch an umor und LebenSanschauung. Bald war der Ruf seines dichterischen _Öaffens in Weitere Kreise gedrungen, und, von zahlreicbm Freunden i_ernc'r Lieder aufgefoxderi, ließ er ein Bändckpen seiner obderennfiscben Gedichte ericheincn, das mich einkn größeren Lesorkreis fand, als der Verfasser sklbst erwartet [)0116. Nun war sein Entschluß gefaßt, fich ganz dc'r Pokfie zu widmcn - und es ist eins sxattliche Reihe von
poeiischen Werkep, Gedichte in Mundart und in bochdcutscher Spracbe, lyrische und _cptsche, Erzählungen, Mä_rchen und Novellen, welche Stelzbaxncr sem langes, blos der poetischen Produktion gewidmetes Leben hindurch schuf. Und noch in den letzten Jahren seines 1üstigen Ayers war e_r von so frischer Schaffenskraft, daß er seine Verehrer mit emexn seiner schönsten Gedichte, dem Märchen von der „Königin thb', ubcrrafchie. Der Verstorbene war in den letzten Lebenstagen mtt der Vorbereitung einer Gefammtausgabe ssiner Werke beschäftigt.
Landwirthfckaft.
„ „Wii_te11berg,15.Juli. (Magd. Zig.) Seit ca. acht Tagen 1st m bissiger Gegend, Wenigsjezis rechts der Eibe, die Ernte in v011en1 Gmge. Leider läßt sich uber den Frucbtcrtrag derselbcn, weil die Trockenheit gar zu lange angehalten hat und noch anhält, nicht die! Erfrcultches bericbéen. Am besten an Körnern dürfte noch Wintcrgerste, die schon vor ca. 14 Tagen geschnitten wurde, und
Roggxn, der jetzt gemäht ist, ausfallen. Der Weizen dagegen in der Aue rst übexnus mittelmäßig, und das Sommergetreide, Gerste und Hafer, muß als gering bezeichnet werdcn. Fxübe Kartoffeln haben zahlreiche Stücke am Stecke, aber le_ider von zu groézer Kleinheit. an spätcn_ Kartoffeln und allm Hacksrücbten, auch Bo nen und der- gleichen, wurde ein durchgreifender Regen noch sehr zu statten kommen. Dsteh als mittelmäßig zu bezeichnende Heuernte ist als beendkt an- zu 6 en.
*JurReaiernngsbezirkMerseburg hat sicb das Winter- getretde 1!!1AÜJ€ML1UCU ziemlich gehalten, wogegkn Gerste und Hafer kaum einen mittleren Ertrag versprechen. Auch die Futterkräuter find vielfach in ihrer Entwickelung zurückgebiieben. Die Obstgcgendmt er- leiden wiederum einen fsbr großen Ausml], dagegen haben die Wein- stöcke ungewöhnlich voll ange est und steUcn ein? reiche Ernte in Aussicht.
- Aus dem 0116an Rheingau, 15. Juli, schreibt man der „KZ.“ über die Ernte: Die Kornernte hat bereits begonns, und erwartet man einen mittleren Körnerertraa; auch die kurzen Nexen des Wxizen und der Gerste lassen auf kein günstiqeres Ausdrufchresu1tat schließcn; die trxckcne Witterung befördert ren Futtermangel, dagegen entwickeln fick) die Beeren der schwerbcladencn Weinrebkn außerordentlich rasch,
Ernte. Die Aepfclbäume haben in 0196 der Trockenbcii einen schlechten Wuchs und fällt deren Frucht viclfacb ab. Birnen und Zwetschen ent- wickeln sich ziemlich langsam.
' München, 18. Juli. Dor Allérböcbstcn Vestimmung_des Kö- nigs zufolgx wird das Centrallandwirthscbaftsfcst für das Königreich Bayern im laufenden Jahre am 4. Oktober in Mün-
chen abgehalten Werkn. Während des Festes finéet auf der Festwicse
urid fryuen M) die Winzsr schon FW der kommendéu sogensreichen.
xine AussteUung vpn Pr-iztl)icren und landwiribschafilicbcn Gerätben, itzt Glaspalaste em_e Ausstellung von Acker- und Gartenbau-Erzeug- nissen, Fischen, Kaninchen und Geftägcl statt. Am genannten Sonn- ta?, Yorimttags 10 Uhr, werden auch vor dem Siegcstbor Landgestüts- be chalet vorgefubrt. Am Montag, den 5. Oktober, Öndct die öffent- ltcbe Centralvexfammlug dcs landwirihsÖastliÖcn ereins, Anfang 9 „Uhr, und_ Dienstxag, _den 6; Oktober, die Kreisversammlung des land- wirthjchaf111chen_9.»_crc1ns sur_chrbayern statt. Die frühcrcn Be- stimxnungcn bezuglich der ermaßtgten Fahrtaxen auf den Bahnen :e. zu diesem Feste bleiben unverändert.
_ Wien, 20. Juli. (W. T. V.) Nach dem offiziellen Bericht uber den Stand der Saaten vom 16. d. M. bat die anhaltende Hitze im Laufe dieses Monats dem Getreide nur auf verhältnißmäßig nicbt ausgedehnten_G2bteti-n und wesentlich nur der Gcrstr, dem Hafer und den Futtexbrlanzen Schaden getban. Die Berichte über die Roggßnx und Weizenernte l_auten günstig, und der Stand des Mais ist bolltg befriedigend. Die Aussicht auf eine gute Obst- und Weinernte bat fich ebenfalls gehoben.
London, 13. „Juli. ;Der ,Mgrk Lane Expreß“ schreibt: In Folge der fas_t txovqcbcn Hitze und eines in der Donnerstaq-Nacht ge- fallenen ausgiebigxn ngens, ist das Getreide so geförderi, daß Maxiche den Beginn des Weizenschnittes am 22. d. M. erWarten. B161bt_ da[)er da"?) Wetter'gunstig, so dürfen wir auf ein gutes Er- txagntß von schonerQualität in den Hauptkornarten hoffen. Obgleich die Gexste sielLenWers grzt sicht, so wird doch das aÜgemeine E*gebniß Weder_m,dtesem„ Getreide, noch in Hafer und Hülsenfrüchten den Durcbjcbmit erreichen. Das bis jetzt eingefahrene Heu hat kaum eine bgllbkMCßnte gegeben und bereitete den Mähen: seiner Zähigkeit halber Me in c'.
Gewerbe und Handel.
L_ondo'n, 21. Juli. (W. T. B.) Die Kohlengruben- arbeiter tn Nord-Staffordsbire haben be1ch10ffen, eine Lobuherabfeßung von 10 pCi.an3uncbme1t.
Verkehrs-Anftalten.
_ In dem Verkebx zwischen London und Paris 7111 die Royie wabachi, D'UPPL" und Rouen, find neuerdings mehrere wesentliche Letcbitgkeiten eingefuhrt wordcn. Eine neue Linie in Dieppe zwischen dem Bahnhofe imd dem „Hafen ist vollendet Wordcn und nun im Betriebe, wodurch die Passagiere im Stande sind, vom Damvfer in_die Pariier Zuge zu stetgxn und 7106 761-511. Die Zahl der Züge zwischen Diebpebnd Paris 111 vergrößert und die Fahrzeit im Allge- m21nen beschleunigt worden.
Prof. Dove über die milden Winter 1866,1873u.1874.
B .'rlin. In der Gesammtsisung der Königlichen Akademie dsr Wissenschaftén am 16. April las 'Yofessor Dove übxr den allgemeinen Charakter milder inter und legte séillé Beobachtungen über die Winter 1866, 1873 und 1874 vor. Ferner theilte der Gelehrte cine Ueberficbi der früheren milden Winter mit. Danach baite B&lin ähnliche abnorme Erscheinungkn in den Jahren 1834„1835, 1843, 1846, 185], 1852. 1853, 1859, 1860 und 1863. Aus diesen mitgstbeilten Zahlen ist ersichtlich, das: mehrere milde Winter bänfig unmittelbar oder doch mit kleinen Unterbrechungen aufeinander folgen. Die zu bestimmten Zeiten in der jährlichen Pe- riode für eine g-wisse Station in vsrschiedenen Jabrgängcn idcniijche Jnsolaiion wirkt nämlich nicht auf einen identiichrn Zustand des Luftkreifcs, sondxrn auf einen aus den vorbeigchcndcn Vcrbälinisscn gleichsam historisch hervorgegangenen, der in den darauf folgenden Jabrgängcn noch mehr odcr minder seinen Charakter beibcbäli. Auf das schneÜe Vergessen Mi'hkkké Jahre vorher einzieireic-ner Ezscbeinnngen gründet fick) die auf vollkommenen Mangel an Sachkenniniß beruhende, so oft getbane Aeußerung: ,es giebt keine Winter mehr“.
Aus der Bkttachtung der einzelncn Winter ergab sicb ferner: 1) eine vlößlicb eintretende auffallende Milderung der Temperatur im letzten Dritthkil des Dezember ist sebr häufig, aber nicht immer das An cicben eines dauernd milden Januar des folgenden Jahres. 2) orwinter (kühle Novcmbcr und kalte erste Hälfte des Dezember) deuten in der Regel auf eincn folg-r-dcn milden Januar und umge- kehrt um jene Zeit eintretende M1de auf einen strengen Mitielwinter. Daß nämlich auch die milkcn Winter, wie ich es früher für die strengen gezeigt habe, in bestimmte Klassen zerfalXen, braucht wohl nicht erst bemerkt zu werden.
Aus aUen Erichexnyngsn folgt schließlich, das; die Erdoberffäcbe zu einer bestimmten Zett in bestimmte Witterungsiystemc zerfäüt. Die für eins-dericlben gefundenen Regeln vstlieren für andere ihre Bedeutung. Eben Weil diese Systeme von Luftströmungen abhängen, können fie keine universeue Gültigkeit für die ganze gsmäßigte Zone Haben. In dieser Beziehung wäre es nun äußerst belehrend, Wenn die für Mitteleuropa gefundencn Ergebnisse mit eincm anderen Ge- biete verglichßn werden könnten. Hr. Professor Dove schloß mit dktzi Wunscbe, daß Hr. Waldimir Köppen, _dem man bereits die Arbeit „über die Aufeinanderfolge dcr ynpcriodiscben WiikerungSerscbcinungsn nacb dcn Grundsäßen dcr Wahr]cheinlichkeii_srechnung untersucht“ vcr- danke, sicb en11chlicßcn möchte, das rusfi1che Beobachtungsmaierial eincr ähnlichen Bearbeitung zu unterwerfen.
Das Denkmal für den Marienberg in Brandenburg.
Auf der Höhe des Marienberges bLi Brandenburg ist man gcgeywärtig eifrig mit 0?!" Ausführung des großen Denk- mals beicbäsiigt, welchs die Kurmark ibrxn in den leßten drei Feld- zügen gefallenen Sohnen auf dicser denkwürdigen historischen Stätte errichten läßt. Von den) Denkmal, welches nach dem Entwurfe des Baumeisters Hubert Stier in Berlin ausgeführt wird, ist bereits der untere Theil des ganzen 90 Fuß boben Tburmes vollendst und zeichnet sich auf der mctlenweit sichtbaren Vergböhc deutlich eikcnnbar ab. Noch in diesem Hkrbste soll der Thurm in seinem architekionischn Aufbau fcrtiggcstelli, und das großeSteinkrcuz, Weichs auf dchpiße des Monuments an die von bist ausg-rgangkne Cbristianisirung und Kolonisirung der Mark erinnern soll, feierlich aufgebracht Werden. Für das nächste Jahr ist die Ausführung dés reichen, figürlichen Schmuckes in Ausficht genommen, Welcber, am unteren Theil? des Tburnzes angebracht, speziell auf die Entwicklung der brandenburgisch-
reußiichen Geschichte und ihren Absthlu]; durch die lcßten Feldzüge
Yinweisen wird. Außer den Name!; .der Gefallenen Werdau auf den Ecken des Danfmals die Kolossalttatuen v0n vier Fürsten errichtet: Otto's des Großen, Albrechts des Bären, Fried- richs 1_. von Hohenzblleru und Sr. jetzt regierenden Majestät. Dazwistben werdexi vier Reliefiafeln folgende Gegenstände dar- stellen: die Kolomsirung der Mark durch die Deutschen, die Einfüh- rung des Cbrtstentbyms und die Errichtunn des Bistbums Branden- burg, die Bkfißcrgreifung der Mark durch Friedrich von Hohenzollern und die Proklamitung des Deutschen Kaiikrrcicbes zu VcrfaiÜes. Von einer in der Bikrönuug Y..“- Tl)11r1nes angebrachten Ausficbtsloge wird man später in noch eribxitch-„m Maße den_Ucberblick genießen, welchen der Marisnberg schon jest auf die altertbumliche Stadt Brandenburg und die Seen und Wasscrzüge der Havel 'von Rathenow und Pots- dam bis gegen Magdeburg bin gewabri, „eines der anziehendsten und am meisten cbaraktcriiiischen Landschaftsbilder der_gejammien Mark. - Bei Jundamentirung drs Tburmes fanden s1ch"ubrigens axicb Reste der bicr im dreizehnten Jahrhundert auf der Statte dss großen wZ-n: dischen Nationalbeiligtbums, dcs Triglaffstempcls, erricbteten, erst im vorigen Jahrhundert zerstörten Marienkirche. Das aus sch111uck.0sen Zicgelplattcn bestehende Pflaster der alten Kirche Wurde aufgedeckt, 1.an zahlreiche Bruchstücke von Bruchtbeilsu u11dOrnamcnten,_sammt- lich aus gebranntem Thon bergestcüt, gefunden. Einzelne Stuckexius Sandstein gehörten dagegen offcnbar der im 15. Jabrbundert dcr Kirche ausefügten Kapclle des Hohenzoacrnichen SchwaNen-Ordkus an, Das Fundament eines der Pfeiler des alten Baues wmde bloßgelegt und unmittelbar uber demselben der neue Bau errichtet.
Ueber dén Gesundheitszzustand der Stadt München.
Der OberrMedizinasrath Professor Dr. von Pettenkofer bat in deranmme-r dsr „Medical Tinies and Gazxtte“ vom 30. Mai auf_ die Da'rsteüungen des Blatts über die GcMndbcitsverbältnisse Munchkns eine Erwiderung veröffentlicht, aus der wir auSzugsweise Folgendes mittbailen.
„ „Medical Times and Gazette“ bringt in der Nummer vom 25. April emen Leitartikel, weichr mich zu Einigen Bemerkungen veranlaßt. Jin vorigen Sommer wurde Müncben bon Cholera ergriffen, das drtkte Mal seit wir die C501610 in Europa haben, Die drei Epi- dcmicn fallen in die Jahre 1836, 1854 und 1873, find also durch Zwischenräume von 18 und 19 Jahren von einander geircnnt. Mün chen [*„ciheiligix fick) zu anderen ZLÜM, als Cbolera-Evidemim Weit verbreitet bemchtcn z, B. 1848/49 und 186566 gar nicht und darf daher jqnen Orten beigezäblt wcrden, wslche im Ganzen für Cholera eine geringere Empfänglichkeit zeigen und nur seltener ergriffen werden, al; viele andere der größeren Städte in Europa. «*:-«8411788?-
Was nun die [71316 Epidemie von den bciden vorausgegangenen unter1chcidck, ist nicht eine größere Inicnfitäi, sondern ein anderer zeitlicher Verlauf, namkntlicb längcre Dauer, jedock) verbunden mit viel geringerer Juicnfitäk als früher. 1836 dauerte die Epidemie von Ende Oktober bis Mitte Januqr, einzelne Fäne kamen darnach noch bis Ende- Februar vor; sie verursachte 10“T0d69fä116 pro 1111116 unter der Bevölkerung. 1854 trat die Epidemie Ende Juli auf und_ währte bis Dexember, einzelne Fäkle festen sci) bis März fort; die Todcsfälle an Cholera betrugen damals 23 pro 1111116 der Bcvölksrung. Diesmal beqamx die Krankheit Ende Juli, erreichte ibxen ersten Höhepunkt, wie 1854, im August und nahm nun den September hindurch stetig ab. Schon im Oktober kamen die FäÜe nur mahr vereinzelt und zc-rstrcut vor. Vom 1. bis 19. N0- vember “folgten nur mehr zwe'i Anmeldungen. Da inzwischen auch die kühlere JabraSzcit ein ctreten war, die man durchschnittlich der Cholera nicht für so günsstig hält, wie die Warme Jabrcszeit, so gab man ficb der Hoffnung hin, daß wenigstens für den Winter die Gcfabr überstandkn sei. 21er mm begann p.Sßlich eine une_rwarte:eSteigerung der Epidemie, die schon am 4. Dezember ei'ie größere Höhe erreichte, als die im August gsivcsen war. Bis Anfangs Januar ging die Krankheit wieder beträchtlich zurück, erhob fich aber von Neuem wäb- rand des Januars, Wenn auch viel scbwäcber, um südlich im Febryar stetig abzunehmen. Im März und Llpri1 kamm die Fälle fch0n 1elr vereinzelt und zerstri'ut vor. Nachdem bereits eine cbolerafreie Wo 6 vergangen war, erfolgten am 27. April noch zwei Anmeldungey und seit dieser Z-eit keine mehr, und wir haben Grund zu hoffen, da[; nun FixsCblbletra wieder für eine längere Reihe von Jahren dieStadt vkr- 0 en a.
Untxr den bereinzelnien Fällen im April creignete sich einer, Wel- cher großes Auerben erregte, weil er einen in der ganzen Welt be- rübmte'n Mann, den Maler Wilhelm von Kaulbacb, betraf und tödl- 1ich endete. Es ist aber nicht erlaubt, aus der Künsilcrgröße Kaul- bacbs auf die Größe der Cbolsra in München zu schließen. Troß der ungewöhnlich langc'n Dauer der Epidemie (Juli bis April) bat München diesmal weniger durch Cholera verloren, als 1836, wo der Vkrlust 10 pro 1111116 der Bevölxerung betrug, gar nicht zu reden von 1854, wo er 23 betrug; der (Heminmtverlust während der ganzen Zeit vcn 10 Monaten war diesmal blos 8 pro 1111116,
Der zeitlicbe und auch der örtliche Vsrlauf der Cbolera in München ist höchst interessant und lebrreixh gewesen und fordert zu eingehenden ätiologischen Studien und Untermcbunaen auf, über deren Elgkbniß ich Ihnen ipäkcr berichtcn werde. Die Ebidetnie von 1836 konnte man cine Winterepidemie und die von 1854 eine Sommer- epidcmie nennen; dieSmal Wurde München aufeinandcrfolqend von einer Sommer: und einer Winterebidcmie heimgesucht und die beiden Epidemien find durch einen merklichen Zeit- raum von einander getrennt verlaufen. Die Sommerepidemie verschontc diesmal in ganz auffallsnrer Weise gerade die ticfstgelegcncn Quartikre von München, welcbe s0nst der Hauptsckxauplaß der Krank- beit waren.. Dieser merkwürdige Umstand bestimmte mich zu der Anficht, daß wir im S_omer und HFrbst die Epidemie uicht beendigt hätten; als fie iedccb 1elbst Llnfang November noch nicht wieder auf- gelebt war, gab auch ich mich ker Hoffnung hin, wir würden den Winter über bis zum nächsten Sommer oder Herbste Rabe haben; aber wir 10111611 «'ne deutliche Lehre darüber erhalten, daß dieTem- pyratur der Luft weniger Einfluß hat, als andere atmosphärüche und lokale Verbälmisse. Die Epidemie im Dezember, welcbe viel bkftiger wurde als die im August, trat nach andaucrizder Trockenheit auf und ergriff hauptsächlixb die im Sommer so auffallend vsrschcnt geblie- benen tiefstgelégéxien Theile der Stadt. Da nun die ganze Stadt den Cbolcrapwzet; durchgemacht bat, ist umsomehr Grund zu der Hoffnung gcgeben, daß die Krankheit nicht sobald wiederkehren wird.
Sie haben am Schlusse ihres 126113011111 811510163 den Aerzien geraibcn, s0weit ibr Einfluß reicht, vor dem Besuche von München zu ' Warnen, bis der ,Bann“ (babyo) von dieser Stadt gelöst ist und ihr Gesundheitözeugniß besser lautet. Der Cholerabann ist tbaiiächlich gewichen und die Aerzte Englands brauchen keine Bcfürcbiungcn mehr für die ihrem Schuhe * Befohlenen deShalb zu haben. Das GesundbeitSzeuguiß von München
lciutei aber nach den allgemein darüber verbreitcicn Ansichten viel uu- gunstiqer, als es gerecht ist.
Die „Gemeindevcrwaliung von München ist ernstlich bemüht, alle_SaZttätsverhälinisse möglichst gut zu gestalten und scheut kein Obrcr fur die Gesundheit der Stadt. Es läßt fich ziffermäßig nach- Weiicn, daß dieses Strebén auch v0n Erfolg begleitet ist. De'r Fert- scbritt der Ge1undbeit der Stadt 1prichi fick) am deutlichsten in der Abgabmé dcs Abdominal-Typbus (1931110111) aus. Wir haben in Munchen ein sebr zuwerläjfigcs Maß für die Bewcgung dieser Krankbklt zu verschiedenen Zeiten. Nack) dcn Untersuchungen von v. Buhl, Seidel und PW bcwcgt fich _die Frequenz derselben seit 18 Igbrcn mit großer, ich möchte sagen nut unheimlich Regelmäßigkeit mxt dcm Grundwasserstande, soweit dieser einen Maßstab für die wechselnde Zu- und Abnahme der Bodenfeuchtigkeii abgiebt, Wir konnen für München mit großer Sicherheit aus einkr länger an- dauernden fi11ke_nden Bewegung des Grnudwassers auf ein Steigen des Typbus 1cbließen und umgekehrt. Man kann nun in der Grundwasserbcwxgung nichl _ blos jährliche Schwankungen, s011dern auch größere periodi1che Velvcgungen unterscheiden, die fich über Jahre ,etstrkcken. In den lcßtcn zwanzig Jahren batien wir nun zwei solcher Grundwasserperioden, denetx auxb ebenso JWet solcher Typbusverioden entsprachen, und jede umfaßt gerade acht Jahre, weshalb fie ficb sebr gut zum Verglxicbe eigncn; die eine reicht v0n_1852 bis 1859, die andere von 1860 bis 1867. In diesen beiden Perioden ist, fick) nun die Grundwassetbeweguxig so ähnlich, daß auch die Typbussrequenz in beiden Periodm eben10 gleich erwartet Werden könnte; aber die Typbuswdesfällc betrugen in der früheren ersten Periode 2,42 pro 1111116 der Lebenden, in der späteren zweiten nur mehr 1,66 pro 1111116, hach mithin in neuerer Zeit fast um ein Drittel abaxnommen. “Ich ichreibc diese Abnahme mit voller Ueberzeugung zum größtcn Theile dcn sanitären Verbesserungen zu, welcbe nach dem Jahre 1856 zur Einführung und in der zweiten Typhuspcriode zur Wirkung gelangten. Einen genauen Nachweis hierüber von mir wird das nächste Heft der deutschm Vierteljabrssthrift für die öffentliibe Gesundheitspflege bringen.
Diese Abnahme spricht fich nicbt blos in der Gcsammtbcvölkerung Münchens, sondern auch in einzélncn Tbeilkn derselben aus. Ich unter- suchte das Verbalixn der Soldaten, Prof. v. Lindwurm das der Studenten während der beiden genannten Periodxn. Für beide Theile ergiebt sich in der zw-siten Periode eine noxb größöre Reduktion als für die Gcsammtbevölkcrung, dic TyphusiodLSsälle watcn in beiden Fällen um 45 Prozent weniger in der zweiten Periode als in der ersten.
Ick erwähne dieseTbgLsacbe nicht, um anzudcuten, daß fich unsere Behörden mit diesem Rejultaie nun bcgnügcn sollten, sondern nur, um sie zu ermuntern und anzujpornkn, auf dem bcireienep Wege wei- terzuichreiten, denn auch ],66 mittlere Typhussterblichkxtt 1310111116 der Einboobner ist noch zu viel und kann - wie gerade engli1che Städte g.szeigt haben *- noch beträchtlich vermindert wcrden. Unser Magistrat ist gkgenwärtiß sebr ernstlich damit bescbäfiigi, gewisse Mängel der Wasserversorgung, der Kanalifirung, der Abtrztte u. s. w., die noch bestcben, zu beseitigen und _durch bessere Cmrtchtkungen zu ersetzen; aber auch 1881 schon darf Munchen - die Sterblichkeit der Kinder im 1. Lebcnsjabre abgereckzsnet, deren Ursache keine blos örtliche ist _ nicht als eine ungefüudere Stadt bezeichnet werden, als andere sind, welcbe von Fremden besucht und zu längerem Aufenthalte ge- wählt Werden, ohne da[; die Aerzix davor warnen.
München hatte bis 1781 die dritte Cholera-Cpidemie, Hamburg be- reits dic vierzehnte. Nach den neuesten statisti7chcn AuSweifcn bat die Mortalitätsziffer von Neapel in den ersten dréi Wochen des April 48,9, 45,9 und 45,3 betragen während sie in München trotz Cholera geringer war. Gerade j-xßt stirbt für München wieder für längere Zeit ein guter Gesundbeiiszustand in Aussicht. München hat Sommer- und eine Winter-Cboleraepidemie überstanden, während aller Wabr- scheinlichkcit nacb manche andere Städte die Cbolexa in nächster Zeit erst wiedex durchzumacbc'n haben, und auch aus diesem Grunde darf zumd Besuche von München jkßt ebcr eingsladen als davor gewarnt Wer en.“
Diese Darstelkung dcr Tbatfxibcn bat die Redaktion der „Mydi- cal Times and Gazette" veranlaßt, in derselben Nummxr ihrxs Blat- tes, in Welcbcr die Erwiderung von Petteukofers ersch1enen1st, aus eifogem Antriebe in einem ?lrtikel: Sb016k3 abroaä unter Anderem zu er aten:
„Vor einiger Zeit füblten wir uns verpflichtet, die Reisenden vor der Cholkra-Epidemie in München zu_ warnen, aber wir fühlen uns auch verpflichtet, gleiche Osffentlichxeit nun auch der Tbatrache zu verleibcn, daß die Cholera sxit _eimgen Wochen aus Munchen ver- schwunden ist. Es ist gewiß_ eme große Sache, sagen zu können, daß die Fremden sich nicht langer vom Besuche der großen Kunst- Hauptstadt durch die Furcht vor Cholera brauchen abschrecken zu lassen.“
Redaktion und Rendantur: Schwieger. Berlin: Verlag de'r Expedition (Kessel). Druck: 28.621611“. Drei Beilagen (eiusÖließlich Börsen- und Handelörégister-Beilage Nr. 129).
„DZ 169.
4 B .; l a g e zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußischen Staats-Anzeiger.
Berlin, Dienstag, den 21. Juli
B . . . . Xnserate für den Deutschen Reichs- u. Kgl. Pyeuß.ik , Staats-Anzeiger, das Centxal-Handelsregister und das Postblatt nimmt an:, die Inseraten-Expeditiou
des Dentssjen Keiths-Anzeiger- und Königin!)
Preußischen Staatz-aneigm: _ Berlin, 8. 77. Wilhelm-Straße Nr. 82.
!.. Steckbriefe vnd Urtersucbungs-Sackden
2. Subhaft-tionen, qugebote, Vorladungen u. dergl.
3. Verkäufe, Verpackztungen, Submisfionen 1c,
4. Verloosuug, Amortisation, Zinözahrung u. s. u'-
Subhafiationen, Aufgebote, Vor-
adungen u. dergl.
[3069] Subhastutmns-Patent.
Das dem Gutsbesitzer Otto Wolffensteiu gc- börige, in Carolinenhöhe belegene, im Grurzdbucb von Seeburg Band 1_. Nr. 21 Blatt 137 verzeichnete Gut nebst Zubehör 1011 den 4. November_ 1874 Vormittags 11 Uhr,. an hiesiger Gerichtsttckle, Zimmer _13, rm Wege der noihwendigen Subbastation öffentlich an den 'Mxtst- bietendcn versteigert und demnachst das Urthetl uber die Eribeilung des Zuschlags
den 6. November 1874, Vormittags 9 Uhr, an hiesiger Gerichtsftelle, Zimmer 26, verkundet werden.
Das zu versteigernde Gut ist zur Grundsteuer, bei einem derselbsn unterkiegenden Geiammt-Jlaxben- maß von 204 Hekt. 37 Ar 60 Qu.-M3ter xnit einem Reinertrag von 772 Thlr. 12 Sgr. 33/5 Ps. und zur Gebäudcsteuer mit einem 1abr11chen Nußungöwertb von 216 Thlr. veranlagt. AusZug aus dér Steuer- rolle, beglaubigte Abschrift des Grundbuchblattes und ingl-*ichen etwaige Abschäßungen, andere das Grund- stück betreffende Nachweimngewund besondexe Kaus- bedingungen find in unsersm Bureau 111. etnzu1ebxn.
AÜe Diejenigcn, Welche Eigentbunx oder andexWeite, zur Wirksamkeit gegen Dritte dcr (Hmtragyng m das Grundbuch bedürfende, aber nicht eingetragene Realrecbie geltend zu machen haben, Wexden aufgsfbr- dert, dieselben zur Vermeidung der Praklufion spate- stens im Versteigerungs-Termm anzumelden.
Spandau, den 11. Juli 1874. ,
Königliches Krengerrckß. 1. Abtheilung. „Der Subbastatwnsricbicr.
Letzte Bekanntmachung für Gläubiger und Andere. Schiedsgericht der Albert Lebens- versicherungs-Gesellsckjnst.
Ju Sackjeu der Albert Lebensverficherungs- Gesellschaft, Schiengerickjts-Gesetz v. 1871
und In Sa en der Albert Lebensversickxerungs- GeseuYhaft, Schiedßgerichts-Geseh v. 1874.
1) Allen Personen, die im Béfiße vqn Policxn oder anderer Kontrakte'find, girf Welche die BEWEG- fübrung in diesem Schledßglrlchf noch nicht zugela's- sen Wordcn ist, wird hiermit bekannt gegeben, daß in der gegenwärtigen Sesfion des Parlaments em Gesetz pasfirt wurde, nacb welchem aÜeForderungen, Welche bis zu einem bestimxnkcn Tage nicht angemeldet sind, unbedin t ausgeschloxscn Werden sollen. _ .
2) 21 c ersonen, 1vxlche 1er Forderungen m die- sem Schikdsgcricht schon begriindet haben, Werden darauf aufmerksam gemacht, d_aß .be1agtes' Gessiz gleichfaÜs einen Schluß-Termm fur emen besttmintey Tag anordnet, an welchem alle Zahlungen der; Liqm- daioren von in ihren Händen befindlichen, nichtnab- geforderten Dividenden und andsrer Gelder aushoren
[3059]
oÜen. -
3) Alb? vorerwähnten Personen „werden ferner darauf aufmerksam gcmachi, daß die folgenden 2 Verordnungen von dem Schiedsrichter unter besagtem Geseße erlassen Worden find.
]. Donnerstag, den 9. Juli 1874.
In Sachen der Albert Lebensverfiäxerun - Gesellschaft, Sibiengerickjts- Gesc v. 18 4. Ich, der Rigbi Honourable Hugb Vr; Calmont Baron Cairns, der durch das Schiedsgerichts-Geseß von 1871 in Sachen der Albert Lebeysversicbe- rungs-Gesellschnst ernannte _ Schiedsrichter, be- stimme und verordne biermrt _was folgt: Der Wanzigste Tag des August Em Tausend Achi- Lundert vier und siebzig 1st festgeskßt als der Tag, an Welchem alle in diesem _scbiedsricbierltchen' „Ver- fahren auf Grund von P011c6n oder anderetttg zu erhebenden, nicbt angemsldete oder begrundete An- sprücbe auSgescbloffen werden sollen u_nd Werdep dem- gemäß alle solche Ansprüche, jrenn dic1klbe1_1 nicht an oder vor diesem Tage angemeldet und begrundet sind, unbedingt ausgeschlossen ivetdZn.
Thomas Preston, Schtar" Cairns.
Donnerstag, den 9. Juli 1874. In Sachen der Albert Lebensverficherunßs-Ge-
sellschaft, Sckxiedsgerickxts-Gcseh v. 18 4.
Ich, der Right Honourable . ugb Mr, Calmdnt Baron Cairns, der durch das Schiedsgerichts-Geieß von 1871 in Sacbcn der Nlbexi Lebensvexficberungs- Gesellsehaft ernannte Schiedsrrcbier, bestimme und verordne biermit Was folgt: _
Ter fünfzehnte Tag des Septeinber, Em Tau- send Achtbundert vier und siebzig ist festgeseßt_als der Tag, bis 11 ivclchem alle 1010)? tth_0bener_wabt_1- teu Geséße nä )er bczeichneien Ukbcrscbuße bcamprucbt Werden müssen, widrigcnfakls 11111 denselben verfabrxn und darüber verfügt Werden wird nach den V01schrif- ten jenes Gescxzes. Nach_xtesem Geseße gshoren folgende zu 101chen Ueberscbuffen: _
8. Dividenden, Welche zur Vkrilwilung und Zak)- sung angewiesen Wurden ,und zwax an _Glaubiger irgend einer der unter dtéfem schl€hsrich1erllch8n Verfahren in Liquidation befindlicher) («sell- schaften, Welch von denselben abcr n1cht abge- fordcrt worden find, ““
b. Prämien, welche im Kanzleigcricht untcr der
von öffentlichen Papieren.
Oeffentlicher Anzeiger.
1874.
5. IndustrieUeEtabliss-meuW. Jakriken u.!öroßhemdel.
6. Verschiedene Bekannxmacbucgen. F) 7. Literarische Anzeigen.
8. Familien-Nachrichten.
9. Central-Haadels-Regifter (einschl. Konkurse). -
Inserate nehmen an: die autorisirte Annoncen-Expedition
von Rudolf Mosse in Berlin, Breslau, Cbemui ,
Cöln, Dresden, Dortmund, Frankfurt a. M., Haus U.S., amburg, Leipzig, München Nürnberg, Prag, Straß-
urg i. E., Stuttgart, Wien, J
sowie alle übrigen größeren Annonceu-Bureaus.
ürich und deren Agenten,
Erscheint in separater Beiiaße,
_ Bedingung bezahlt Worden find, daß dieselben
_ fur, gewisse Falle zurückgcgeben würden, die aber
gleichfaus untxr diesem 1chiedSrichterlichen Ver*
fahren nicht Wieder abgefordert wurden.
c;.Solche Gelder, welche von Beisteuernden für
Aufforderungen bezahlt, aber zur Rückzahlung
angewiesen smd, die aber gleichfalls nicht abge- fordert wurden. “
, Thomas Preston, Sekretär. Cairns.
4") Es folletx daher 011€ Personsn, Welche ihre An- ivruche_ noch nicht begründxt babsn, und die an der Vertheilung dék Aktiva (10Weit solche Aktiva nacb dxr Bezablgng der bereits erklärten Dividenden noch nicbt 0ertbetlt find) Theil zu nehmen wünschen, ihre Liniprucbe und Forderuzigen sofort bei uns anmelden.
5) Und alle Personen, Welch fällige Dividenden 0dkr andkre'Gelder von uns als Liquidatoren in die- !cm sch1edsricht€rlichey Verfahren zu fordern haben, ollten fick) ive'gen derwlben s0f0rt an uns wenden.
Gégsben am 9. Juli 1874.
Im Auftrage des Schiedsrichters.
, Gemsinscbaftlicbc offizieUe Liqui- S. Losvesl Price datoren in dem schiedsrtcbter- John Ionng [ichn Verfahren der Albert-
stensverficberungs - Geseüichaft.
3, Westminster Chambers. Victoria Street, London Z"". (11. 03390)
[3067] Bekanntmackxnué. , ZOer zu GroK-Mébsow bei alau verstorbene Badner und Schneidermeister Johann August Mehler hat in seinem am 28. September 1872 er- r1chteten und am 16. Dezember 1872 Publizirien Testaxnente unter andern folgende Legale auSgexeßt: 6. fur den _Tagcarbeiier Adolf MüÜer, el_nem Sch1vester1obn des belassers, melcbcr sich frubér in Werchow bei Calau aufgehalten hat, zehn Thaler, . . für den Schneiderméister Friedrich Mehler m der deutschen Kolonie Strelkna bei Petrrsburg zivan,ig Thaler, für den 75011, das; er bmnxn 3 Jackren in den Calauer oder Luckauer Kreis zurückkehren 101116. Das wird hierdurch den genannten Lsgataren zur Wabrung ihrer Rechte bekannt gemacht. Lübben, den 7. Juli 1874. Königlicbks Kreisgericht. 11. Abtheilung.
Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen :e.
[3032] Bekanntmachung-
Das am ehemaligen Landsberger Thore 5191-- selbst belegene Steuex-Gebäude nebst ubehor 1011 in dem hierzu auf MiUWocki, den 9. Juli 11. I., Vormittags 10 Uhr, im Amislokale des Königlichen Domaincn-Rentamts Berlirx, Nicderjvall- straße Nr. 39, anbcraumken Termixis öffentlich msist- bietend auf den Abbruch Verkauft wsrden. Kauf- lustige Werden zu dissem Térmme mit dem meerken eingeladen, das; die Lizitaiionsbedingungen, die Taxe und die Grundrißzeicbnuug im gedachten Anzislokale zur Einsicht bereit liegen, und die Baulichkeitkn Vom 21. Juli bis zum 28, Juli d. J. in ,der Zeit von 11 Uhr Vormittags bis 2 UbrNach1111ttans an Ort und Stelle besichtigt Werden können und Meldungen dazu bei dem in Gebäude Wohnenden Steuerbeamten anzubringen find. .
Berlin, den 17. Juli 1874.
Der int. DonYincZwRentmeister. 0 .
Zum Neubau eines Farreuhauses im Königl. Botanisthen Garten hierselbst sollen folgxnde Arbeiten und Lieferungen im Wege" der Submqfion vergeben werden: '
]) Tischlerarbeiten,
2) Beschaffung dsr Schaitenrouleaux,
3) Anstreicheraxbeiten, 4) Zimmcrarbetien,
5) Glaserarbeiicn,
6) Schieferdeckerarbeitcn, 7) Schlosserarbeiien. ,
Hierzu stfebt für die Arbeifen und Lieferungen 50
1 bis 3 an
Mittwoch, dux 29. Juli er. und für die desgl. 7111 4 bis 7 auf
Donnerstag, den 30. Juli c_r., _ jedc61nal um 11 Uhr Vormittags. 111 dem 1111 großen Palmcnbausc bc1egencn Bau-Burßau Termm an, ivosclbst in dchvxmiitagsstunden die Zcicbnun- gen und Bedingungen eingesehen und'auck) Anschlggs- Extrakte gegen Erstattung der Kopialten m Empfang genommen Werden können.
Berlin, dM 20. Juli 1874.
Der Königliche Vauraib. J. B.: Fröhling, Baumeister.
[30471 Submission.
Zum Neubau eines Dirxktorbausxs für dix
biefige gcburisbülfliche Klinik 1011 die Lieférung von 200 Mil]? guicr Mittelbrand- und 50 Miile guter Hartbrandstcine
im SubmisfionSwege bergebsn Werden.
Zur Eröffnung der einziegnngcncn Offertkn stc'bt ein Termin auf den 30. d. M., Vormittags 10 Uhr, im biesigsn Banburean an, Woselbst anch di? näberkn Bedingungsn einzusehen sind.
Greifsumld, den 18. Juli 1874.
Der Königl. akad. Baumeister. G. Müller.
[3077]
[ 3055]
ck
Bekanntmachung
zu der am 3. August cr. stattfindenden Submiffion auf Arbeiten und Materialliefernngen für die bei Straß-
burg
gelegenen Forts 111.
Kl].
Nack) soeben eiugetroffener Benachrichtigung der Geueral-Direktiou der Großherzo -
lieb badischen Staatseisenbahneu tritt mit dem 1. August welchem auch die Materialientransporte zu den diesseitigen Die Snbmissiouslustigeu werden hiervon mit dem
er, ein erhöhter Tarif in Kra ortsbanten unterworfen find. emerkeu in Kenntnis; gesetzt, daß
etwaige Reklamationen nach de_r Submisßou wegen Unkenntniß dieser Veränderung keine Be-
küchstchtiguug finden können. 52451111.
Ebenso tucrdeu dieselben “aufgefordert, fit!) bei den Vertvaltungen der übrigen in
Betracht kommenden Eisenbahnen genau über etwa in Aus cht
enommene Tariferhöhuugen
Information zu verschaffen, da eine spätere Erhöhung der e uma kontraktlick) stipulirteu Preise
unter keinen Umständen stattfinden kann. Straß burg, den 17-Inli1874.
Kaiserliche Fortifikation.
[3030] Subnnsfions-Anzmqe.
.Für die unterwicbneie VcWalkuus i0llen
806 Mille Verbleudziegel, 2666 Mille HitrtermauernuqosZiegel, 3000 Kubikmeter Mauersau , 1200 Kubikmeter gelöschter Kalk, zum Neubau der Matrosen - Kaserne im Wege der Submission befchafft_werden. _ ,
Offerten find ver1ch10s1en und portofrei bis zu
dem am
3. August er., Vormitta s 11 Uhr, im Bureau der uuterzeichnsten erwaltung, Cakrl- straße Nr. 27, Zimmer Nr. 26, anstehenden Termme hierher einzureichen. _ _
Die Lieferungsbxdingungen find im Bureau der Verwaltung einzuieben und werden _auf Ver1angxn gegen Erstattung der Kopialien ab1chrtf112ch m11- getheilt.
Kiel, den 6. Juli “1874.
Kaiserliche Marinc-Garuisouverwaltung.
[3056] Submission
zur Vergebung iämmtlicher Arbeitcn und Liefenxngcn für die Erbauung von 2 permqnenien Bakterien am Kieler Hafen bei Friedrichort.
Der Bau zweier Batterien - Körlxgen ,undOber- Jägersberg _ am Kielcr Hafen _bei Friedricbsort, inkl. Lieferung sämmtlicber Materialien, s01l durch öffentliche Submission in General-Cnireprise ver- geben werden.
Hierzu Termin am 18.211191"? er., Vor-
Mittags 10 Uhl“, für die Baitcrie Körügen und Nachmittags 3 Uhr ,für die Batterie, Ober- Jägsrsberg, im Bureau der unterzeichneten Direktion, wo'sklbst auch die Bedingungen, Bau'aufnabmen, Kostsnanickyläge und Zsichnungew zur Emscht' aus- liegen und 100551 die Offerten mit der Auf1chr1ft:
:«ip. „Submission auf den Bau der Batterie Körügcn“
und „Submisfiou auf den Bau der Batterie Obcr-Jägcrsberg“
versiegelt und portofrei einzuriiében fiyd.
Die Offerten find in Prozentsaßen _uber '0d_er unter den Kostcnanschlagssummenx Batterie Korugen ca. 470,000 Thlr., VatterieObcr-Jagersberg ca. 480,000 Thlr., abzugeben. '
Die zu binterlégendcn Kautwpen,_ von Welcbezi gleich nach den Terminen die MmdcstfordendeY ]e 2000 Thlr. zu deponiren "l)abeu. befragen fur Koru- gen 30,000 Thlr., für Ober-Jägersbsrg 30,000 Thlr.
Bauzeit (3) Drei Jahre.
Unternehmer oder Repräsentanten von Baugcselh schaften, Welche sich an den Submissionen zu bctbei- 1igen gedenken, baben sicb i_nmdestens8 Tagewqr den Submissions-TerminM Perjönlick), 11111 den 110151- gcn Aitesten versehen, dem Fsstungs-Baudtrekior hier- selbst Vorzustellcn. ,
Die Eröffnung der emgogangenen Offerten crfolgt in Gcgemvari dll“ Lrscbiencnen Submxtienten an den be'züglicben Terminen. „ _ _
Die Submiistonsbedingungen konnen „sbsort, diE Kostonanfcbäge jedoch (“rst 00111 26. d. 291ng gegen franko Erstattung dcr Copialien 0211 der sestungs- Baudirektion bezogen Werden. _
Zeichnungen und Bauausnabmen werden nicbt versandt.
Friedrichsort, den 18. Juli 1874. ' Königliche Festungs-Vaudtrcktion.
Verloosung, ?lmortisqtion,_ Zinszahlung u. s. w. von öffentlichen Papieren.
[3053] , , ' & ' " . Berliner Akt!cii-Sozietats-Vruucrel.
Dcr Zinsicbcin Nr. 6 unserxr Pribriiäts-Obliga: tionen wird an unserer Kass? und bet Hrrfchjeld &"Co.
Bankgx-fchäfi, Uniir dcn Linden Nr. 60, emgelost.
Berliner Aktien-Sozietäts-Brauerei.
][eiurielj kob-
Die Direktion. (1. 663/7.)
. 1736551656066 2.111 1, 110x086 11, 0. sZ-UTZ'SU (301150115 165611 7711" 7011 1161166 61) 011110 45211737 6111: [3083] * 06516rr61011180116 kapjsr-KWW,
111185. KnZ1150116 187061" 1111161116,
TurZÜ-FiSF-kriorjtäWn.
361-1111, 41611 20. .11111 1874. kontlx- & Ksxehgelgegobäkt 61“
1301111101"
0011111161'2- & 1760586158011. 46. Unter (len l-inalen 46.
[3045] Bekanntmachung-
Von den in kaäßbeit des Allkrböchsteu Privi- legii vom 9. Oktober 1871 ausgegebenen Katto- wiher Stadt-Obligationen sind in der öffentlichen StadiverordnetewSiMng am 16. d. Mis. für die diesjährige Tilgungsraie ausgel00st:
1.111. „4. Nr. 12 8. 200 Thlr. „ . 585 5 100 „ 490 S. 100 „ . 664 51 100 „ . 297 9. 100 „ , 165 5- 100 , 90 x- 100 , 794 9 50
Summa 850 Thlr.
Dix Inhaber _dicser Obligationen Werden bicrdurch aufgefordert, die1elben_ mit den zugehörigen Coupons und Talons bei der Kämmsreikasse bierselbst am 2. Januar 1875 einzureichen und das Kapital dafür in Empfang zu nehmen. Die Verzinsung bört mit Ende Dezembcr d. Js. auf- Der Betrag fehlender Coupons wird vom Kapitalc abgezogM.
Zuglkich wird bicrmit bekannt gemacht, daß von den im vorigkn ngre vsr100stcn Obligationen der Stadt Kattowiß folgende zur Einlösung noch nicht präseniirt worden find und zwar aus dem Fälligkeits- termine vom 2. Januar 1874:
1.111). 13. Nr. 99, 340, 341 und 344 T*;- 100 Thlr.
Kattowiß, den 17. Juli 1874.
Der Magistrat.
[3038] Bekanntmachung.
Für das Jahr 1874 find planmäßig von der auf Grund des 21116tböchs16n Privilegii vom 12, Oktober 1868 (Geieß-Samm_lung 1868 S. 951) von den Ständen „des Preußischen Markgraftbums Ober- lausitz emitttrtsn 1 Million Thaler unkündbarer
Obligationen 10,450 Thlr. getilgt wvrden.
Die Tilgung ist dem Privikcgio gemäß durch An- kauf von 219 Stück Obligationen 1md*zwar:
199 Stück Serie 11. hin. lk. “ 50 Thlr. ' Nr. 46. 90. 104. 105. 106. 159. 175. 192. 199. 214-16. 220. 225-27. 267. 273. 310-12. 320. 353. 386. 408. 430. 458. 514. 543. 544. 551. 564. »69. 601. 606. 613. 648. 657. 658. 663, 694.743. 750. 757, 758. 764. 765. 780. 819. 828. 894. 915. 956. 959. 960. 986. 999. 1.000. 1,007.1,021, 1,023. 1,024. 1,028. 1,055. 1,058. 1,063. 1,079. 1,080. 1,082. 1,098. 1,100. 1,104. 1,105. 1,129. 1,139. 1,146. 1,163, 1,169. 1,175. 1,181. 1,184. 1,187. 1,188. 1,189. 1,192. 1,193. 1,194. 1,222. 1,232. 1,283. 1,313. 1,321, 1,380. 1,381. 1,400. 2,516. 2,526, 2,527. 2,531. 2,543. 2,555. 2,575. 2,577. 2,650-52. 2,668. 2,669, 2,680*2,682. 2,684. 2,685. 3,015. 3,016. 3,025. 3,055. 3,102. 3,103. 3,115. 3,116. 3,163. 3,407--10. 3,419. 3,420. 3,450. 3,483. 3,485. 3,496. 3,801-3. 3,815." 3,850, 3,891. 3,896. 3,898. 4,019. 4,024. 4,030-«39. 4,049. 4,058. 4,059. 4,063. 4,074. 4,521. 4,525. 4,546. 4,560. 4,561. 4,587. 4,802, 4,803, 4,813. 4,814. 4,823. 4,824. 4,834. 4,84]. 4,862. 4,863. 4,894-96. 4,898. 4,899. 5,502. 5,503. 5,537. 5,567. 5,575. 5,577. 5,578. 5,582-87. 6,107. 6,130. 6,133. 6,134;
20 Stück Serie 111. 1.111. (ck. a 25 Thlr.
117. 431. 1,219-22. 1,265. 1,283. 1,366. 1,379. 1,392. 1,396. 1,404. 1,405. 1,412. 1,418. 1,419. 1,422-24, 1,429. exfol i.
Görlitz, den 14. Juli 1874. Der Landeshauptmann nud LaudeSältefte des
Preußischen Markgrafthums Oberlausitz.
von Seyvewih.