1874 / 177 p. 3 (Deutscher Reichsanzeiger, Thu, 30 Jul 1874 18:00:01 GMT) scan diff

Nach diesen AUSWeisea betrug die Bmito-Eiunabme iu 0381171Fen:

im Stempxlgefälle . . 14,974,342 14.213,217 , Taxgefauc. . . . . . . . 2,121,890 1,323„664 an Gebühren von Rechtögefchäften. 39.258,763 38,101,356 _ zusammen . 56,354,995 53,638,237 daher im Jahre_ 1873 mehr um . . . . 2,716,758 Fl., d,i.5,05 76, während sich dre Aussabeu des Stempel- gefäils mit . . . . . . . . . . . 270,863 257,401 dann nne des Taxgefäils und der unmittel- baren Gebühren mit . . . . . . 681,850 451,628 zusammen mit 952,713 709,029 bezinern; fie waren daher im Jahre 1873 größer um . . . . . . . . . 243,684, d, i. 34,36 74

Die Mxhr-Einnahmeu betreffen hauptsachlich die Gebühren von Rechtögeiebästeu, deren Brutxo-Crtrag gegen das Vorjahr im Ganzen um 1,157,407 Fl. gestiegen ist.

Kauft, Wissenschaft und Literatur.

Die Kcmmissiop ziir Erforschung der deutschen Meere hat ihre Arbxiten 131 der Schlei begonnen, um die Natur und das Leben des Hertngs ugber zu erforschen. Die ersten Unter- suchungen haben 1ehr__gute Resultate exgeben.

_ Jn Zinna 111 am 1. Juni ein dem König Friedrich 11, errichtetes Denkmal feierlich enihülit worden.

_ In Graz_im Verlage von Leykam-Joiephstbal er- ichieuen: Grundzuge el_nes Systemes der Nationalökono- mik oder Volkswirtl)1_chafts1€hre von Hermann Bischof. Die Grundzüge haben die doppelte Bestimmung eines übersicht-

lichen Leitfadens zum Gebrauche bei akabemischen Vorlesungen über_

Nafionalökonomiß und eines gemeinverständlichen Kompendiums der VolkSwirtbichaftswhre für den Selbstunterricht.

Dem beionderen Zwecke des Buches entspricht auch dessen Ein- richtung. Jn einexm einleitenden_Theile werden zur DarsteTung gebracht: zunächst das Weien der Wirfbichaii, dgs Prinziv der Wirtbschaftlicb- keit und_ die_ Verschiedenheit der Wirtb1chaften; ferner die Natur der VolkSwrrtbicbaft, die volkSwirtbichaftlichen Tricbfedern und die volks- wirtbichaftlicben Eutwickeluugsstufm; endlich der Begriff der Volks- wirtbichastslebre, die Methode der Wiffeuiibast und deren Geschichte und Literatur mir bkionderer Rückficht aus die Systeme des Merkan- tilismus. des Physiokratismus und des Smithianismus, sowie des KommuniSmus und dks SozialiSmus. An dieim einleitendsn Theil ichließt fich dann _die Darsteliung der einzelnen Lehren cm, und zwar in der Weise, das von d?" hergebrachten Eintheilung in die Lehren vcn _dcr Produktion, dcm Güterumlauf, der Gütervertheilung und der Komamtion mit dem _Unhang der _Bevölkerungslehre Umgang ge- nommen und in der Be1chränkung_auf die Grundzüge ein System vor- gkiührt wird, dessen einzelne Gestaltungen sich als die Entwickelung Eines einl)ei11ichen_Grundgedankeus darstellen. Ein erstpr Theil be- Handelt demgemäß die Lehre vom Snbjekte, cin zweiter die Lehre vom Objekte und ein Dritter die Lebte vvm Prozesse der Volks- wirtbichaft, _ _ _

Der Vexfaffer ichlicizt sicb jener nationalökopomiichen Richtung an,1velche auch die etbiichen Ideale, die _der Menschheit in ihrer Kulturentwicklung erivachsin, _als wissenschaftlicbe Gesichtswunkte auf- nehmen und in die volkswirtl)1chaiilichen Beziehungen einführen wikl und im Bkicnderen die Naturgéieße, ibis fie in der A. Smithichen Schule gelebri werden, nicht mixider entichieden verwirft, als die For- derung der abwluteu Nichteinmiichng des Staates nach dem in der iogenanntcn Freibandelsichule geltenden Grundiaße des „1315502 fairs“,

Grundbegriffe und Hauptlehren fich beschränkt, erklärt fich aus dex Bestimmung des B_1_1ches für den Dienst eines übersichtlichen Leitfadens bel akabemnchexi Vorlesungen und eines gemeiuver- ftaudlicben_Ko_t_np_end1ums fur die Träger der allgemeinen Bildung. Das Bedurfmß [euer _Lejer, welche in die Details des wissenschaft- licheu Materials nabe_remzugebe_n wünschen, erfährt übrigens auch in dem Bischofscben Buche msbfern die entsprechende Berücksichtiguug„als mit der Darstellung_ _emer 1ed_en Lehre die Hinweisuug auf die entsprechen- den Hauptausfxihruugen m der vorhandenen Literatur verbunden wird. Wo _Controverien bestebezi, finden die entgegengeseßten Standpunkte Ermahnung und _Bxurthetlunz _So oft es d_urch das Interesse prä- zisester Charakteristik gefordert wird, erfol t die nähere Kennzeichnung eiuer befreundeten ober_ gegnerischen Au assung von fundamentaler Bedeutung nach den eigenen Worten ihres Hauptvertreters in den Anmerkungen. _ '

Das ganze Buch er1cheint in drei Lieferungen, von denen zwei

bereits vorliegen. _ Landwirthsthaft.

_ Jm R_egie_rungsbezirk Pot_Sdai_n fällt die Ernte im AÜge- xnemen ungunsttg aus; namentlich wird im Niederbamimschen Kreise m Folge de_r anbaltexxden Dürre vom Sommergetreibe cine Mißernie, v_ou der Winiemug nicht entferztt eine Mittelernte erwartet. Die Nach- richien aus d_en ubrigen_Krei1en lauten nur tvenig günstiger, Der Weizen hat 1111 Allgememcn_ nicht erheblich gelitten. Gerste zeigt nur urxter besonders günstigen Verhältnissen einen guten Stand,

af_er steht im Allzxmeinen 1chlecht. Die Frühkartoffeln haben durch rost urid Trockcnhett febr gelitten, bie Spätkartoffeln können, falls egen eintritt, noch_ gedeihen

Jn_der Prpvmz _SchleswiJ-Holstein hat sich der Weizen voxtnffltch eutw1ch«-lt, 111 abkr neuerdings hin und wieder vom Rost bexalleri wvrdexi. Der Roggen steht besser, als im Vorigen Jahre, und wird el_ne Mittelernte ergeben. Die Sommerung und die Weiden [affsn Vlkl zu_ wünschen.

Im Regierxingsvxzirk Magbeburg ist der Stand des Getreides uud de_r Hacxixuchte im_ Allgemeinen gut, doch ist die Heuernte nur sehr Mittelchßiz ausgefallen.

In den3 egierungsbezirken Münster, Arnsberg und Düssei- d_ors ergeben die Winterfrücbte eine sehx gute, die Sommsrfrücbie eine gute Ernte. A:.lch di_e_ Kartoffelxi veriprechen gute Erträge. Der S_tand der _Futterkrauier 111_1€hk vericbieden. In einigen niederrhei- x111che13 Kremeii find d_ix Wieisn und der Roibklec sebr zurückgeblieben, 10 da[; z. B. im K_reiie Rees der erste Schnitt Rothklee bei öffent- ltchenFZerkayfen 11111 56 Thlr. pro Morgen bezahlt worden ist.

_ “41e_Wmterfruchte im Regierungsbezirk Trier lassen im Allge- meinen emen reichlichen Stroh- und befriedigenden Körnerertrag er- warten, Wesen ist 1318 Sommerung nur spärlich gerathen. Kartoffeln und Gcmu_1e steben im Ganzen noch gut. Futterkräuter und Wiesen Haben Wenig Futter geliefert.

_ Gewerbe und Handel.

W180, 30._J“uli. (W. T. B.) In der Heutigen Versamm- lutxg der A itro - Ottomaniicben Bank, in wcklchcr 53,000 Aktien (_2125 Iumtxrexn) vertreten waren, wurde der Rechenschaft?)- bericbt uber dre Gßichaiisvcriode pom 1. April 1873 bis zum 31. Marz _1874 geixehtxngt. Nack) deinielbcn ist das Aktienkapital intakt; ber kleirze _Gewmnbbcrsck)_ux; ist auf das laufende Jahr übertragen, serner__11t_ ein _Tk)€11 dkr in der Bilanz abgeschriebenen Forderungen nachtraglich e_mgegczngen. Sodann wurde die beantragte Fusion mit der Banque tmpsriale ottomane auf Grund der bekannten Bedingun- gen angenommen.

Daß der Verfasser im Einzelnen auf die Erörterung der

Verkehrs-Anßawen.

Der Dampfer „Great Eastern“ wixd näcbfte Wo e unter bein Befehl des Kapitäns Hglvin von England nach NeufuZ- land in _See _geheu, um Has _sechite Kabel von dieser Küste mich YFnder Kli? aMxo-Yieiinkaikxsée _Telegßapheu-YeftllsFaftL zu leg__en.

r e egen ei em, ei w e i ' Kabels von der amerikanifchen Küste begonnen 11:1!th e egung ck

New-Yorx, 29. Juli. (W. T. B.) Der ambur er 0 -

dampfer .Thurrngia' ist gestern Abend 11 Uhr*?)ier ein?;etrYfeftn.

“kejompbl-obo "Wnboklolue.

! Wßomoaw ? 111111111015- 1 [1181on

.ULU.1§

Zu. 4b17'1'mp. U17 , 07“ 11». 11,71; 2. «11. ""*“-

30. .11111. 13,6; _ ;§., mässig. [7701113007761kk 11.75 _ ;WZNq 1111155„]Kegs11_ ;§., mässig iZSJSU, ;FZUÜZ'ÜUS. ;bejf-sr. ;FiuäZk-UYZ, . ;mznig 1107751118. 1880 , 1115.881Z.]d76b61, 17817 , 111588. [138600110 ;77877., 801177,[770111Z 1107701116 ;M.,§011779.011,Z _ 1) ;WiuästiUo, '; _? FÜNF 1115.58, ,beäeokt. ,2_80., 501177, j;2101111. 1101101“, _ JR„ 5011778011. Zbeäsakk,

0„, 701177. “7701ij.

i "" Z'WUÜJ-

UN„ 201177, ;007751111,

771116311118, éregnerisob.

IN.. mässig 7101111. 11811581".

UKW„ 1111185.13101111, bsitsr,

U., 1115.83. FRN]; b6sä11i'k.

UN„ 801177, ;bsv7011ct,

1777, 801177. ZbSäsckß.

FUN„ 501177; _

Z., 8011778011. !beitsr,

. 0_, 111588, Ybsit-sr,

. U„ 801177, ck11, 1101170113)

JJ„ 101111. 31101801",

. “80, 801177. ;770111132

W„ 801117. ;1167761kt.

_ UT„ 1€b113fr„.Z131i1b0.

13,2; _ R.. 18b11. ibe77611ct,4)

111.37 ..... - 13,3'+1,5;U0., 111535. [trübe-

7101101b0111'x ,. _ , 12, , _ 1771777, 1115351010111; 1107701111.

7;U5716. , . . .)“ _, * 14,8, _ 1717, W555j8- PSNÜÜÉ.

7;()81'18111118. . '. Z 12,4“, _ 1817, 801177, ;beäsakß,

75133er, . , , , ; 12,3' _ NWWB mä55.;3011611.

7181. 1131111008380 ; 13,2 _ ;8177„ 801177, xbsäsokt,

7001151311511. 336,3, ' 18,7 _ 110,» 111853, ["Mix 11077611in, 1"; (38310111 173011111, 8. wäzziZ.

L_ 8011173011. 811011 8.

4) (165150111 öfter KEZSU,

ZU-ymyäa.337,1i [WWW.„ZZZZZ 1318111588116. 335,4 ÜS18111Z'f01'8 337,6; ketersburx . * 338,25 8100111101111 .?335,41 Zlnäegväs. Z333,9Y 0160 ..... "334,31 8106011011511; _ Z ÜL1§1UJ5k [_ : 1110810111 . . „330,1, U0we1.„.,; _ ; _ ; k]smburx..j334,4j _ ? ÜWÜZ'IBSYZ ;335,4;-0,7! Dausig . . . ._335.23_1,3§ 1431:an „._.3332,4§-2,1, ;L16101' 112143380; _ ; 3521489588718 88. (: ., , Z _ * 1711131111511, Z333,1. -- STSWZSU .:335,8k - ? 1318111011 . „,L-34,3; _ * USER“ . . . ,;336,1Z _ 1301-1111 . . . .;332,6§'_2,85 1308011 ..... [328,3F- , - Uüustsk,..-333,0Z- , Z “l'orZ'uu. ..;330,1:_2,9; 1131-3113? , . .j328,8;_3,1- 111530 .. .' ck 06111 ...... ? Fissbßäsu;

| 'd-é» WW

i|||i|]i|_|[

*.

1

»

*-

» .

WUWI-WWK]

.

DO.»??4WÖ70999

o_- &]

SIMSON!DOME?OQOQQQQQ_NQQQQ*IY_OQQQQQQQQ

2) 8110111 8. (16516111 170011111. 3) (36316111 Uacbmibtaß' 81311101" LLZSU,

Das Wilhelmsstift in Charlottenburg.

Das Wilhelmsftift zu Charlottenburg sieht zUm 1. Oktober 1). I. einer bedeutenden Erweiterung entgegen, da an diesem Zeitpunkt ein neu erbautes drittes Wohnhaus seiner Bestimmung übergeben werden wird. Statutenmäßig sind zur Aufnahme in dieses neue Haus hülfsbedürftige Wittwen und Jungfrauen der gebildeten Stände befähigt, wenn fie durch die Kriege von 1864, 1866 oder 187071 einen männliéßen Verwandten verloren haben, welcher bei seinen Lebzeüen für ihren Lebensunterhalt Sorge getragen hat und der entweder im Kriege geblieben oder an den im Kriege erlittenen Verwundungen, resp. in Folge einer durch die Strapazen des Krieges hervorgerufenen Krankßeit verftorben ift. Die Stiftung ist jedoch nicht 51023 auf die weiblichen Angehörigen preußischer Militärs beschränkt, sondem fie erstreckt sick) auch auf solche Frauen und Jungfrauen, deren Verwandte einem bereits zur Zeit des Krieges mit dem preußischen Heere konventions- mäßig vereinigten Kontingent angehört haben. Hinsichtlich dieser Erfordernisse ist eine Bescheinigung durch das Königlick) preu- ßische Kriegs =Minifterium beizubringen. Die Bewerberin hat bei dem Eintriü eine einmalige Zahlung von 320 Thalern zu leisten, den Nachweis zu führen, daß ihr lebenslänglich eine fefte Ia reSeinnabme von mindeßens 100 Thalern zur Verfügung fte “t, und ein ärztliches Attest darüber einzureichen, daß sie nicht an ansteckenden oder chronischen Krankheiten :c. leidet. Die sonsti- gen ftatutenmäßigen Erforderniffe smd: ein sittlich geführter Le- bensivandel, beschränkte Vermögenöverhälfniffe, ein Alter von 45 Jahren und ein fünfjähriger Wohnfiß in der Provinz Bran- denburg, _ doch kann von den beiden leytgenannten Bestim- mungen Abstand genommen werden.

Bewerbungen zum Eintritt in das Wilhelmsstist find an das Kuratorium desselben, zu Händen des Präsidenten des KöniYichen Haupt-Banf-Direktoriums von Dechend in Berlin zu ri ten.

Der von dem Hrn. 131. Kletke auf dem deutschen Jour- naliftentage geßellte Antrag in Betreff des Nachdrucks- journaliftisckzer Feuilletons lautet: _

„Der Vcrein Berliner Presse hatmich als seinen zcitlicben Vor- ,üßenden beauftragt, beim Journalistentag einkn Gegezntand zur Svrache_zu bringen, der aUerdiugs schon früher ztxr Erprterung ge- langt__ijt, Mr_Zcit aber doch einer erneute_n Aufmerkiamkeit und euer nchen Maßrogeln empfohlen werden darf. Es handelt sich uxn den achdruck journalistischer Feuilletons, der in den leßten Jahren 10 überhand genommen hat und die Interessen der Zeitungen, am härte- sten aber die der Jo_urnalisten ]chädigk. _

Unter d_en Jemilxtons, die ich hier wxicntlich im Auge babe, verstehe ich ]olche großere Ariikxl, die eine [elbsiändigs künstlerische Fassung haben, _dre das Produkt des Schriftstellers find, und die Ferielbe etwa bei einer Sammlung seiner Schriften wieder abdrucken önnte.

Bei allen andern Zeitungsartikeln, iZie über den Tag hinaus kein selbständiges stresse mcbr babeu, genugt es,_ bis Quelle anzugeben, um jeder weitern Verpflichtung eutbqben rx iem, Leitartikel, poli- tische Nachrichten 11. 7“. w. sind aUerrm s_ _igentbum der Zeitung und dieie letztere durch Quellenangabe [) edigi. A_n den eigentlichen

euiüeton-Attikeln haben aber Zeitung und Schxiikstelier das gleiche nrecht. Die erstere hat nur das Recht des einmalige): ersten Ah- druckz. dcr Autor aber hat sein Eigenthuerecht_dam1t Beigeswegs aufgegeben. Es reicht daher zur Straflosigkeit keineSMgs hin, _die Quelle des nacbgedruckteu Artikels anzugeben, sondern es _ist Pflicht, dex; Autor desselben gleichfalls ein Honorar zu zahlen, rote dlks bei wnderboltea Auflagen geschieht. _

Dezr zahlreiche Nachdruck, wie er bisher von kleineren und größe- ren Blattern verübt xvorden ist, stellt dem RechtSaefübl der betreffen- den Nachdrucker ein jchlimmes Zeugnis; aus und schädigt zugleich die Interessen der Schriftsteller im Aligemeiuen, und zwar nicht 5106

derjenigen, wclche selbst bestohlen wurden, sondern auch aller, die Nei- [

gung und Befähigung haben, ihre Thätigkeit dem Feuilleton zu wid-

m__en. Deyn wenn eine Zeitung berechtigt sein 70106, nur eben in die Fall_e des 1ch0n Vorhandeneti hineinzugreifen, um [ich das Beste aus- zuwahlen, wie soll dann ein jüngeres auistrebsndes Talent-dagegen aufkommen? _

Ick bxauchc in diejsm Kreise wahrlich nicht zu eröriern, was ein gutes Fezulleton bedeutet; xvelchcs Talent, welcbe journalistische Uxbung, 1.1 wclche Studien ost dazu erforderlich find. Und das Alles mißt der I1achdruc_ker ohneCntgelt für sich aus.

_ Ich babezuwsilkn d_ie ZCntgcgnuxig hören müssen, jede Zeitung könne tbr Femklexbn dadurch 1chußen, da[; sie die Bemerkung hinzufügt: dcr Nachdruck tit vxrbotenx Aber_ sol] ich denn etwa an die Thür meiner Wohtzung schreiben; hier darf nicht gestohlen werden? _ Das scheint d_vcb 1clbstverstandlicb. Die Wicner Blätter, die auf die Herstellung e_mes beworrageydon FeyiÜ-stons bysonderen Werth legen und ansehn- liche K_o_sten daiüx ausWenden, find von der schamloikn Plünderung ain meisten betrbssen worden. Abkr haben nicht die Autoren sklbst, die zum Theil m_ Norddeutschland lebcn, eine noch größere empfind- 1iche _Scbabigung ihres Eigéntbumsrcchtcs erlitten? Einmal baben fie ihr Honorar empfangen und zebn- bis zwölfmal vielleicht hat man fix da_rum_b_e_trogen; das ist so unreckytlicb wie unebrcnbafi. _ _ Dia ö]tc_rreich11che_n Jvurnalc find zur Zeit noch nicht in der Lage, dreiem Ucbelstande außerhalb Oestsrreickés begegnen zu können, allein von Seiten der übrigen deutschen Zeitungen kanu energisch daacgsn vbrgegangen werden und im Auftrage des Vereins Berliner Presse bitte ich Sie_um Folgendxs: _ „_Zunac_121_t_ Jbre eut1chicdcne MißbiÜiguug des unrechtmäßigen i_euzllxtomjttichen Nachdrucks _ (d. b. des Nachdrucks obne Ent- ichabigung des Autors)_auszuiprechen; sowie Zweitens aus sein Kreiie der außYrösterrc-ickoischen Blätter eine Kommxsfion e_inzuießen, Welck)? eine geicbäftsmäßige Verfolgung von Nachdruck ans Antrag der Be1chädigt§n bei dxr zuständigen Behörde zu ibrer_V[ufgabe macht und sicb außerdem mit anderen ereinen, namentlich mit der „Concordia“ in Wien in geschäftliche Ver-

bindung setzt.“ ' Dr. Hermann Kletke, _ Redacieur der ,Vossischeu Zeitung“ und Vorfißender des Vereins Berliner Presse. Der Antrag wurde am 27. Juli angenommen.

Die Petratca-Feier in Arquä und Padua.

_ _ Padua, 19. Juli. Für bie_ Feier des Andenkens Petiarca's an ieinsm 500jährigen TOHcStagc hier und in Arquä hatte sich ein C0- mité gebildet, das die erscrderlicbkzi Vorbereitungen traf und die Lei- tung des Festes führte. Die Vorseier wurde in Aram; gehalten, wo Petrarca_ am 18. Juli 1374 starb, und die Hauptfeier in Padua, wo am heutigen Sonntag eim? Stainz: dcs unsterblichen Sängcrs enthüllt wurde. _ _Aqu und Padua, zwiichen Welchen Nachbargemeinden Pe- tra_rca 1eme 1eßtm Lebxnstage getbeilt hatie, haben sich auch in die Feier seines Centennariums getheilt.

_ Das Dorf Arquä batte sicb, wie der „Triester Ztg.“ bxrichtci wird, reichlich zu der Feier geschmückt. Eine_ Civil-Muiifkapcüe und viele Hunderte von Zuschauern aus Monfelice, Este und Batiaglici, ferner aus den umliegenden Dörfern, erwarteten den Festzug aus Yadua, welcher gieich nach seiner Ankunft um 2 Uhr fich auf den

estplaß begab. Jm Hintergrunbe des mit laggenmaften umrahm- ten Platzes zeigte sich die kleine Kirche mit der obnung des Kanonikus, einoa zehn Schritte vor dem Kirchthore freistehend das Grabmal Petrarca's aus rqtbem Marmor und umgeben von einem Eisengitter, dessen Svißen leicht vergoldet sind._ Auf dem Grabmale, vor der_n age Anweienden das aupt eutblögken, hing ein Lorbeerkranz, die Kirche selbst war mit innspri'ichen aus Petrarca's Werken, mit Lor- beerkränzen, Medaiüons italieniicher Dichter und Fahnen, dann Reisig ynd_Blumeuguirlanden ge iert; neben dem Grabdenkmale_ des stoßen xtalzeuischeu Dichter erho fich ein geschmackvoller Pavtubu m den italienischen Farben, der für die Redner und Gäste bestimmt War. Al_u EinFange zum Festplaße bildeten Carabinieri__Spalier. Zuerst spielte _die _Mufikkapelle ein Tonstück, dann ergriff der Präsident des _FéiiauRchuffes, Graf Cittadella, das Wort un_d schilderte in

edrangter Rede die Bedeutung des Tages. Hieran] betrat Gräfin alxul aus Paris, eine Verehrerin Pettarca's, die mehrere seiner Schopfungen ins Französische überéeßt bat, die Tribüne und las ein ersetztes Gedicht Petrarca's. Der

: von ihr selbst ins Französische ü

_Grkzfirz Mahal _folgte Signora Erminia FuaKusmato, eine junge itqliemschs Schriftstellerin, welche offiziell das unicipium Von Rom bei dem Feste vertrat, u_nd trug ein von ihr zur Feier des Tages var- faßtes Sonett vor, wsfur ihr mit stürmischem Beifall gelohnt Wurde. Lieraufbetrat Professor Callegari und nach dieiem Professor Giosué

arbucxr aus Bologna die Tribüne. Ersterer sprach kürzer, leßterer feurig uber eine Stunde über Petrarca*s_Leben und Wirken. Nachdem die Musikkapklle abermals mebrerePiccen ge1pielihatte, ordnete_sich der Festzug und begab fick,) den steilen Vsrg hinauf zu dem Hama Petrarca's. Nach dem Besuche_ des Petrarca-Hauses fand das Festessen auf der Terrasse des Arqua-Berges statt. Unter den Gästen befand sich auch Mamiani. Abends wurHen die Höhen der Euganeiscben Hügel mit Freudenfeuern und die Klkche mit dem kleinen See mit bengalischem Feuer beleuchtet.

Das_Fest in Padua begann am Heutigen Sonntag-Morgen mit de_r Cnthuüung der Petrarca-Siaiue auf dem Carmine-Plaß. Graf Ctttadellci leitete mit einigen Worten die Entbühung ein, Auf ein gegebenes Zeichen fiel die HüUe, und die edle Gestalt des Dichters schimmertc im blendenkexi Sonnenglcmze. Auf_rkich abgestustem Sockel erhebt sich bie aus carriichem Marmor gemeißelte Statue, ein Werk des Prosxsiors Ckrconi, Abweichend von den bekannten Abbildun- gen des Dichters zeigt die Bildsäule ein ganz jugendliches Gesicht. Aus die Enthüllzmg folgte die Gedenkrede des Dichters Aleardo Alearbi in der großen Aula der Universität. Auf dem Hofe und in Den Gärzgen standxn die Studirenden. Die Rede Aleardi's war ein oratoriichcs und [iyliftisches Meisterwerk, unterstützt durch eine angenehm klingende Stimme und durch den natürlichen Wohllaut der Sprache Pktrarca's. Nachden) der Vortragende sich eines längeren über rie Vollkommenheit der Verie Petrarca's auSgelasien, hob auch er dix politische Bedeutung des Dichters hervor, „O'estérreich nnd Deu11chiand smd die gebildetsten Nationen der_ Wclt geworden, und fie lebeu mit uns in bester Eintracht. Das Fest aber, das wir gestern und _heute gefeiert, macht Italien und aÜen jenen _Ehre, die mit uns dasielbe begangen, _und so_ haben wir in Arquß geiehen, ba]; Pstrarca mehr als Poet, da[; er em Prophet war!“ Der Enthusias- mus, den diese Rede, und besonders Hie Stelle, _wv Aleardi von dem Vatican und von der Freundicbaft rnit den deutichen Ländern sprach, beryorrief, entzieht fich dem Bericht der „Triester Ztg.“ zyfolge jeder Beichreibung. Bis auf die_Via Pexroccbi stand ein vieltmxiendköpfiges Spalier, Bravo rufenb, h_andeklatichend. Das Spalier ietzie sich so Weit fort, bis Aleardi m ein Haus trat, dessen Thor fich l)inter_il)m schloß. In Der Granguardla, einem alten Munizipal ebczude mit überhohen Bogengängen, und zwar in _ dem e ensalls Überhohen Saal, dessen uralte Fresken den tcojaui1chen Krieg zum Gegenstand haben, war die Kollektioy der Petrarca-AuSgaben ausge- stellt, die nach der Feier in der großen Aula eröffnet wurde. Um 4 Uhr fixnd das Festessen in dem prächtigen Garten cinerHrivat- gesellschaft statt. Dann bkgab man sich auf die Loggia males), Welche die Front Des Gartens bildet, und zu deren Füßen fich die kolossale Arena des ehemaligem Draw (16113 73110, die durch die Doppel- reibe von Standbildern bereichert ist, befindet. Eine „(Jorsa (10110 111ng“ stand auf der TageSordnung, und die Doppelreihe von Tri- bünen, welche sich um die etwa 6- bis 700 Kleister in Umfa_ng habende Arena hinzieht. mochte wvhl 30- bis 40,000 Menschen fas1etz. _Unrcx dcm Jascbzcn dcr Tribünen kamen plößlich durch das Thor drei mit zwei Pferden be1pannte zweirädrige Bigas gerannt. _Die Pferde waren d_u_rch ein _eisernes_Trapez mit einander verbunden, und smd_auf czltrömiiche Weise ange chirrt, wie denn auch die Rosselenker (4111-1ga) _m Tricots und römis em, jedoch dreifarbig geiäumtem Getvand erscheinen. Das Meeting enthielt drei Course (1131510110), _worauf zum Schluss die Sieger jeder batteria gegen einander kämpften, nach Welchem * ennen erst die Preise, die 100, 200 und 300 Lire; betrugen, achgezahli wur- den. Dem Rennen folgte ein Gartenfejt m der Allegria. Um 17.111) 10 Uhr Abends begaben sich die Festgastc in das Teatro nubvo, m welchem :um ersten Mal mit vortrefflichex Beseßung die Erstlingsoper dcs 221äbrigcn Maestro _Steffano Gobbelr gegeben wurde. Der 1unge Komponist wurde unzähligemale gerufen.

Redaktion und Rendantnr: Schwieger. Berlin: Verlag der Expedition (Kessel). Druek: W.E1sner.

Drei Beilagen _ (einschließlich Börsen- und Handelöregifter-Beilage Nr. 137).

zum Deutschen Reichs-Anzeiger und Königlich Preußisch

Berlin, Donnerstag, den 30. Juli

Oeffentlicher Anzeiger

„4.9. 177.

B 37 Inserate für den Dcuticben ReichS- u. Kgl. Preuß, Staats-Anze_iger, das Central-HandelSregister und das Postblatt mmmt au: die Inseraten-Expedition

de- Deutsxheu KeWI-Juxeigm smd Königlich

Prenßisthm Staats-Anzeigerz: Berlin, 8. 77. Wilbelm-Straße Nr. 32.

Beilage

j.. Steckbriefe und Untersucßungs-Sacben.

2. Subhaft-tiknen, qugebote, Vorxadungex 11. dergl.

8. Verkäufe, VeuaÖtunqen, Submiifiouen jc.

c Verlociung, Amortisation, Zinszahlung u. s. u'.

Steckbriefe und Untersuchungs- Sachen.

Gegen don_Arbeiter Rudolph Krüger aus Drieisn ist bis _gerichtlicbe HM wegen einfachen Diebstahls be1chlofs-n. Es wird ersticht, den 2a. Krü- ger im BefreiungsfaUe zu verhaften und an das unterzeichnete Gericht abzuliefern. Alt-LgndSberg, den 23. Juli 1874. Königliche Krengerichts-Depu- tation. Der UntersuchungSrichter. Sk nalement des Rudolph Krüger: gebürtig aus Drie en, 27_28 Jahr alt, evangelisch, groß 5“ 1“ 2““, Statur kräf- tig, Haare dunke_l, Augen braun; bis um Abri! d, J. arbeitete derielbe in Stienow bci (_)iderstNs in Mecklenburg-Scbwerin, Anfang 0. MW. 111 Herzfelde.

[3224]

Mein Sohn Carl, 13 Jahr alt, hat |ck am 24. d. M. Abends heimlich von hier entfxrnt obne bis heute zurückgekehrt zu sein. _ Jch eriucbe deshalb_ hiermit ganz xrgebcnst aÜe Behörden, falls sich der1elbe vorfinden Wilke, mir von dessen Aufent- haltsorte unverweili Mittheilung zu machen. Statur schlank, circa 5“ 9105, Haare dunkelblond, e_twas strubpig, kurz gsfcbmtten. _ Gefixbtsfarbe ge1und. _ Naje lang. _ Bei seiner Entfernung wgr der- selbe bekleidet mit einer woklenen braunsn Hoie _und einem leichten Jaquet von_grauem Lüstrk, sowie emen orb. Strohhut weiß und 1chwarz. _

Rotenburg, Provinz Hessen, den 27. Julr1874]

Jacob Wilhelm.

Der Tagearbeiter Joseph Kudrislb- welcher am 1. Februar 1846 in Krapbiß, Kreis_OpPe_ln ge- boren und zulslzt in Leutma_nn§dorf im hiesigen Kreise Wohnhaf_t geiveicn ist, ijt von der Königlichen StaatZ-Anw;ckt1chaft hierielbst _ang_ekla_gi, seit _dem Jahr 1868 bis jcßt fick) dem Eintritt in den Dienst des stehenden Heeres oder d_er Flotte dadurch z_u ent- ziehen gesucht zu haben, daß er ohne Erlaubnis; e_nt- Weder das Bundesgebiet verlassen oder _nach erreich- tem militäxpflichiigem Nltxr src? außerhalb dxs Bundesgebicts auil)ält und ist der elbe iyegen des 111 §. 140 des Reichs-Strafgefkßbuchs erwahnten Ver- gebens zur Unteriuchung gezogen. Der seinem gegen- wäriigsn Aufenthalte nach _gnbek_annie LlygeÜagte wird hierdurch zu dem zur oxscntlichen, mundlrchen Verhandlung Der Sache auf d_en 15. Oktober 1874, Vormittags 11 Uhr, m_i Gefangenbause hierselbst anbéraumien _Termme, mit der Auffoxde- rung geladén, zur feßgejeßietz Sturide zu erschem_en und die zu seiner Vertheidigung dienenden Bewxis- mittel mit zur Stelle zu_bringen,_ oder uns so zeitig vor dem Termine anzuzeigen, daß sie noch zu dem- selben hkrbsigescha“t werden können._ Jm_ FJÜ des Ausbleibens des Lngeklagtenbder eines geießltch zu- läistgen Vertreters wird rnit der Verhandlung und Entscheidung der Sache in 00111011131013111 verfahren wsrden. Schmeidniß, den 13. Juni 1874.

Königliches Kreisgericht. Erste Abtheilung.

Subhastationen, Aufgebote, Vor- ladungen n. dergl.

[3254] Ediktal-Cttnnon.

Der Fabrikant Iulius Michael, fxüher in Lan- genbielau ist von seiner Ehefrau Maria, geb. Acker- mann, jeßt zu Lucka, Wegen_ Ehebrucbs und der Ver- sagung des Unterhaltes mit dem Anfrage _verklagt, die Ehe zu trennen, den Berklagten_ fur allem schuldig zu erklären und in die Cbe_1cheidungsstrafe zu verurtbeilen. Da sein gegenuzartigex Auxentbalt unbekannt ist, wir_d er_bicrdi_1rch offentlich aufgefor- deri, diese Klage wäteiiens in dem

auf den 3. De ember c.. 10 U r,_ _ an hiesiger Gerichtsste e vor Herrn reiSriÖtex Reincke anberaumien Termine zu beantwortxn, _Widr_t- genfaÜs ber ibatiächlichc Vortrag dsr Klagcxm fur zugsstankkn erachtei und darnach das Gsseßiiche er- kannt Wkrdcn wird.

Reichenbach, den 14, Juli 1874.

Königliches Kreisgericht. [. Abtheilung.

Verkäufe, Verpachtungen, Submissionen :e.

Tilnt-Mxmeler Eisenbahn.

Die Ausführung [ämmtlicber zum Neubau _ eines Güterschuppens auf Bahtxhof Stoni chkeu, eines Empfangs- und Stallgebaudes auf ahn-

hof Stonischksn, _ eines Empfangs- u_r_1d Stallgebaudes auf Bahn- 0 Po e en, un _ _ einLSfAubWes zum Yrovtsortfchen Empfangs- gebäubes auf Bahr) of Pogegen erforderlichen Arbeiten, m_rt Ausschluß Her Erd- und Dachdeckerarbeiieu, soll m 2 Loosen tm Wege der öffentlichen Submission vergeberx Werden. _

Poxtofreie Offerten werden bis zum Txrmme,

Dienstag, den 11. August er., Vormittags 10 Uhr, im Bureau des Unterzeichneten entgegen enoxnmen.

Zeichnungen, Kostxuauschläge und edmgungen

liegen daselbst zur thficbt aus.

Tilsit, den 28. alt 1874, _

Der 2 ui 11 e Baurath. . U ?-

von öffentlichen Papieren.

„_

en Staats-Anziiger. 18

h '

B

5. Jnduärieliekxtabliäements. Fabkijen n.Crsjhanbel. ,=„_ Vek€chiedene BekanntmaÖungea.

7. Literariicße Ameéxeu.

8 Familien-NaÖrichten.

9. Central-Haaveis-Regißer (einschl. Konkurse). _

Inserate nehmen an : die autorisirte Annoncen-Expebition

von Rudolf Mosse in Berlin, Breslau, Chemniß,

Cöln, Dresden, Dortmund, Frank_furt a. M., Hall_e_a.©.,

„Z)ambiÉg, Leipzig, MünchenZNurnberg, Prag, Straß- urg 1. .,

sowie alle übrigen größeren Annouceu-Bureaus.

Stuttgart, Wien, strich nnd deren Agenten,

Erscheint in separater Beilage.

[3149]

Der [Lni-srzeiÖneie beabsichtigt wegxn

schiffahrts-GeieÜsÖ ft befinden, und besteht:

und Packpierivohnungeu, _ _ b, aus prachtvoücn und m nach1tcr

.* aus 23 Aren 67 Meier Garten, 11 aus 78 Aren 94 Meter Felsen,

Siegburg. Untkrbändler berbeten.

?-

[3031]

1). 11, , 3.5 , 9,5

bis spätestens zu dem auf wart etwa erschienener Submittenten eröffnet werden,

Straßburg, den 15. Juli 1874.

k_-_---_--

Gutsverknuf zu Niederhammerstein am Mittelrhein.

Hammerstein im Kreis Nesuwied gelegknes Weixi- 1_md Ackchut baldigst mit oder ohne In- vsntar und die diesjährige Kreszenz unter [ehr gunstigea Vcdmgungen zu verkaufen.

Das Gut ist seit 62 bewirthfchastung in der Familie.

Dasselbe liegt auf dem rechten Rhoinafax, unmifteibar api__Ri)2in,__zwifchcxi ßen Eisenbahnstationen Hönningen nnd Leutesdorf, gegeniiber Der linksrbeimicbcxi Ciietxbabmtaiiozi Brohl, an Welcben genannten Ortsn fich auch Kabnstationen der Coin - Duffeldorser Dampf-

3. aus einem bkrrichaftlicben Wohnbauie mit den erforderlichen Ockcnomiegebäuden

stoßenden Gärten, mit 17211 feinsten Obstiorten bkpflauzt, 0. aus 29 Hektaren 18 Aren 64 Meter ?lckexland, _ , _ (1. aus 15 Hektaren 75 Aren 22 Meter Weinbergen m den besten Lagen, €. aus 4 Hsktaren 32 Aren 41 Meter Wic]en, __ _ _ 1 aus 126 Hékiaren 87 Viren 44 Meter Holzung, merit vrrzuglichen Lobebecken,

zusammen 177 Hektaren 35 Arsn 32 Meter oder 695 Magdeburger Mngxn. _ Das Gut selbst ist in bestem Kulturzuitande und hat vorzuglicbe Lagen. Nabexe Auskunft bei dem Unterzsichneken und deffen Bruder Notar Jußiz-Rath Wurzer m

Niederhammerstein, am 13. Juli 1874

bedingungsgemäße Offertsn haben auf Berücksichtigung _kcinexi Anspruch. _ _ keine Bauarbeiten ausgeführt [)abcn, woÜen ihre Qualifikation vor dem Termm nachweisen.

foriwäbrsndér Kränkiicbkeii ["ein zu Niéder-

Jahren unter Selbst-

Rähc der Wohnung liegenden, an den Rhein

])r. Wurzer, Bürgsrmeister. (13. 41,825)

Submission auf Erdarbeiten. _ Dic Linsiübrung ÖM Erd-, Planirungs- unh _Bösckjungsarbeiten, der WerZebefesttgunßen dcr Maurer- und Steinhauerarbeiten. 101018 die Li€serung von BettnngSmateria [

dcs Babnkörvsxs aui dsr Eisenbahnlinie: Barr-Sckjlexstadt und zwar: _ __ a. Loos 1. von Kilometer 0,0 bis 3,6 veranichlagt zu 110,32?) Thlr. 15 Sgr. 72 Ps.

zur Herste ung

72,761 26

! _ [„ _ “_ soll in öffentlicher Submission Verdungen werdcn. Kosteyamcblage und Bedingungen, _von wcklchsn auf Er- fbrdcrn Abdrücke abae'g-bcn Werben, find mit den Pianen m unierem Central-Bureau fiir Neubauikn, Stein- straße 10, an den mecntagen von 9 bis 1 Uhr Zinzuieben. _

,.S1xbmisfion auf Erdarbeiten fur Barr-Schletitadt"

den 8. August d. J., Vormittags 11_Ul)_r, _ _ im bezeichneten Bureau anberaumten Termine, in welcbim dre bis dahin eingegangenen Offerten in Gegen-

Die Offerten find versicgcli mit der Aufschrift:

portofrei einzusenden. Später eingebendx oder nickxi Unternehmer, welche fur uns noch

Kaiserliche Géneral-Direktion der Eisenbahnen in Elsaß:Lothringeu.

[3258

] ' . 60,000 Eichen für Schiffs- bau und Eisenbahnbedarf billigst vcr-

käuflich. Näheres unter Chiffre 2. 72, Katto- wis i. S. (sab. 976/7)

[3251] VLWMI-

Für die Kaiserliche Wexft soßen _ 14000 Kilo Faconeiien fiir Bootsdawds, 4000 Krabnbalkxn, Kcttcnknciicr, Püiiinge und Baikmkniée,

2000 , 2500 ;ck 8000 d' ' be a 1 wer en. Lieferungsoffertcn sind versiegelt mit der Auf- schrift „Submission auf Lieferung von Faeon- eisen“ bis zu dem am 19, Angriff er., Mittggs 12 Uhr, im Bureau der uyterzeichnetcn Behorde anberaumten Termine einzureichen. _ _ Die Lieferungsbedingungen, welche_ aus poriofrxie Anträge gegen Erstattung de_r Kopralten_abfchrrftlrch mit etheilt werden, liegen_ in der Registratur der Kaiizerlichen Werft ziir Einsicht aus. Kiel, den 27. Juli 1874.

Kaiserliche Werft.

[3252] Bekanntmachung-

Für die KaiserliÖe Werft soUeu 800 Meter fick)- tene sanken, 110 Mm. stark, beschafft wsrden. __

Lie erun Sofferten sind versiegelt mri der Aufschrift „Submis on auf Lieferung von fichtenen Plan- ken“ bis zu dem am 17. Augusi er., M_ittags 12 Uhr, im Bureau der unierzetchneten Behorde anbe- raumten Termine einzureichen.

Die Lieferungsbedingungen, melche_auf portbfrxie Anträge gegen Erstattung der Koptalieu gbsibrtftlrcb mitgetheilt Werden, liegen nebst den naherxu Be- darföangaben_ in der Registratur der unterzeichneten Werft zur Einsicht a_us.

Kiel, den 27- Jult 1874.

Kaiserliche Werft,

Zu einem auf der hiesigen Werft _u erbaueuden Bootssckxuppen folien in Submi sion verdungen Werden: _

1) die Zimmer-, Tiicbler- und Schlos1_cr-Ar- beiten ; _ [3242] 2) die Schieferdccker-Arbeiien;_ _ _ 3) die Glascr-, M_a[er-_u_nd Anstreichxr-Arbetten, ämmtlich ein1chließiich der Lieferung des aterials; __ - 4) die Lieferung Werner Fensicr._

Die Submiifionsbcdiugiinxzen, ZYÖUUYJM und AuSzüge aus dem Kosten-Anicblage imd m unserer Registratur zur Einfich ausgelxgi; von den Aus- zügen aus dem Kostenapickxiage konnen gegen Erstat- tung der Kopialien leicbriitet] ansgegeberi werden.

Die Offerten find für die Gruppxn Wii? 86 1-4 bezeichnet, getrennt abzugeben und b1s ,.Sonnaheud, den 8. August er., Mitta s 12 Uhr“, mit der Aufschrift: „Submission au _Zimmex-. Tischler- und Sckjloffer-Arbeiten (rew. Bezeichnung nach den anderweitigen Gruppen) zur Erbauxmg eines Bootsstbuppeus“ verfiegelt und frankirt an uns einzusenden.

Wilhelmshaven, den 26. Juli 1874.

Kaiserliche Marine-Hafenbau-Kommisfion.

[3240] Bekanntmachung.

Die Lieferung von ca. 650 Kilogr. Eisxnguiz_zu Roststäben, veranschlagt zu 691 Thlr., soll im Wege der öffentlichen Submission vergeben Werden, wozu Termin auf den 6. August d. IS., Vormitxags 11 Uhr, _im Bau-Bureau des östlichen Zellenflugels angesetzt ist. _ _ _

Die Unternehmer haben ihre Gebote portoxrei und versiegelt mit der Auf1chrift: „Gebot _an Liefe- rung von gnßels. Roftftäben“ einzureichen.

Die Bedingungen, unter welcbén die Uebertra ung der Lieferung erfolgt sowie Kostenanscblgg und o- delle können in der Zett vom 28. Juli 618 5. An uft, täglich von 8 bis 12 Uhr, im oben bezeichneten au- Bureau eingesehen werden. _

hannover, den 26. Juli 1874.

Der Königliche Landbuumeister.

]?- I'elnuter. (a. o. 946/7.)

[3254] Bekanntmachung. __ Zum Neubau des Yth-GeriäxZH-GebaudeZ in Guben sollen die nach1tshen80uigexubrten_Mate- rialien und Arbeiten im Submxiiionswege verdunoea werden: 1) Die Lieferungen. . 280 Kbkm. geWrengte Feldsteme, _ _ , 710 Miike gowöbnlichc gute Mauersteine, . 250 Ki'km. gelöschter Kalk, . 744 Kbkiu. icksnrier Mankrgrand. 2) Die Arbeitexz. . die auf 5800 Thlr. veramcblagten Mauren arbeiikn, _ _ f. die inkl. Lieferung bis H013€s auf 0450 Thlr. veranschlagten Zimmerarbeiiexi, _ 3. die mit 101. 400 Thlr. veran1chlagten Schmiede- arbeiten. __ _ Zur Abgabe dsr beircncnden Gkbote babe ich auf: Donnerstag, den 13. August d. I., Nachmittags 3 Uhr, __ in meinem Gescbaftszimmer cin_8n_ Submri_fion_s- termin angcscßt. Die mit den bazuglicheri Aufichrif- ten bsricbenen Offerten iind versiegelt bis_Mittags an demixlben Tage baselbst_ einzureichen. inchnungen und Anichlägs [owie Bedingungen liegen in den ge- wöhnlichen Dienststunden zur Ansicht aus. Von den Bcdingungen kömxen auch gegen _Erstaituxig der Kopialien Abschriften aui Portofreie Auftrage be- zogen werden. _ Sorau N./L., den 28. Juli 1874. Der Bau-Inspektor. kollaek.

[3037] BekanntmachunFÜ _ _ Für das Marine-Yekleidungs- 0913131 hierielbst sollen im Wege der öffentlichen Subinimicn nachfol- gende BekleidungSartikel zur Deckung des Bedarfs pro 1874/75 verdungen werden: __ .;. Ferti e Stucke: 878 Stück diverse z[bzeichen zu Jacken von gelbem Metall, __ 604 deSgleicbcn von wemzem Metall 659 . diverse Abzeich in blauer Wolle

gestickt,

2,318 , desgleichen in gelber WoÜe geftick't; 1x. Materialien: __

55,200 Meter diveries blaues, wenn's und schnoar-

303 Band, _ _

Bramtucb fur HSiZLr,

Satin (Baumwciis),

schwarzer Doppelkanun,

blauer Rankin, ßknd Ankerknöpse, gelbe,

, 11361732, blsixrnß Knöpfe, _ große 1chwa_rze Hoxnkiiopfc', schwarzs Hoicnknöpse (von Horn), Weiße do. do. Stück weiße Schaafleder, Metkr graue Leimvand, Weißer CottondriÜ, . weißer und blauer Mo_ltong, _

Weißer ungeköperter Moliong, Mar Nißel, _ __

eier Segeltuch zu Kleiberiacken,

500 Laar Zöpfel zu blauen Hemden, 480 tück Watten. _

Die Lieferungs-Offerten find portofrei, versiegelt und mit der Aufsthrist:

„Submission auf Lieferung von Beklei-

dungs-Artikeln“ Versehen, bis zum 22, August er„ Vormittagx 11 Uhr, an die unterzeichnete Jniendarztur einzuber- chen und Werden dieselben in _dcm zu dieser Zeit im diesseitigen Bureau, Friedrichitch Nr. 11, anste- henden Submiifionstermine, t_n__ egenwart der etwa ekscbienenen Submiitenten, gebssnet werben. __

Die LieferungsBedingungen und_ die benegelien Normalproben liegen in unserer Registratur zur Em- ficht aus, _ _

Auf portofreies Verlangen werbeii die Bebixxgiin- gen gegen Erstatiung der Kopialicn ab1christlich miigctlwilt,

Kiel, den 18. Juli 1874,

Kaiserliche Jutendautur der Marine-Station der Ostsee.

' FZZ

YYÉIYYYZHZ €*) * * " * ::. * . .

geköverter

ZZ

,

Z'

[3245] Bekanntmachung. _

Es sollen sämmtliche „Arbeiten und Lieferungen zum Umbau des Gütterichopvens am_ Empfgngs- gebäude auf Bahnhof Catlenburg zi_1_ eme_r Dienst- wobmmß im Wege der öffentlichen _Submtsfion ver- dungen werden. Hierzu wird Termin auf Sonnabend den 15._An ust er., Mittags 11 Uhr, in unserem Büreau hieriel st anberaunzt. _

O_ie ?_fferten find versiegelt, portofrei und mit der Au ri :

féSul-misfiou auf Aussau des Güterséhop-

eus zu Catlenburg“ _ _ verse eu, bis zu genanntem Termme an uns einzu- reichen.

Bedin ungen, Zeichnun und Kostenan chlag [i_e en in dem sBureau des Eißsenbabn-Baumeisters _El ert zu Nordhausen und auf d_en Bahnhöfen Göttin en, Northeim und Herzberg ber den Stations-Vorfte em zur Einsicht aus, _aucb werben dieselben gegen Erftaß tung der Kopialim von dem Büreau-Vorsteher der unterzeichneten Behörde auf Antrag verabfolgt.

d 25. i 1874. «YFU 11111!" Mbahu-Kommis on der

amtoverscben Staatdba u.