Kuratorium der Breslauer Univerßtät folgende Mittheilung zu- e an en: g g „?Bei Gelegenheit der Vorfeier des Geburtstages Sr. Durch- laucht des Fürsten von Bi9marck am 31. März d. I. ist im Kreisemehrerer reichsfreundlick) geßnnter Männer hiefiger Stadt und zivar auf Antrag des Herrn Fabrikbefitzers Theodor Schuhe hier eine Sammlung zu einem Stipendium für einen armen Studirenden der Naturwiffenschaften, insbesondere der Mathematik und der Phyßk event. der Geschichte an hiesiger Univerßtät veranstaltet und gleichzeitig dahin Bestimmung ge- troffen, daß dieses Stipendium „Vismarck-Stipendium“ benannt werden soll. Die bei dieser Vorfeier zusammengekommene Summe betrug 900 Mark. Durch weitere Beiträge, bei denen fich auch Personen aus der Provinz betheiligten, ist die Summe von 3000 Mark erreicht und in dieser Höhe am 31. U. M. Seitens des Vorsißenden des Comités dem Herrn Ober-Präfidenten von Schießen und Kurator der Universität, Freiherrn von Norden- fiqcht, Übergeben und von diesem an die Universitätskasse abge- führt worden. Unterm 19. Mai d. I. hat Se. Durchlaucht mittelst anerkennenden Schreibens an Herrn Fabrikbefißer Schubs die Beilegung des Namens „BiSmarck-Stipendium“ für die vor- erwähnte Stiftung genehmigt. Durch den KommisfionS-Rath Keller ist noch nachträglich der Erlös einer zu Gunsten der Stiftung im Lobe-Theater abgehaltenen Vorsteliung mit 116 Thlr. dem Ober-Präsrdenten eingehändigt worden.“ .,
_ Der Präsident Scheele hat heut das Präftdium des Reichs-Eisenbahn-Amtes dem zu _seinem Nachfolger ernannten Präsidenten M ay [) a ck) Übergeben.
_ Die Vorschriften für das vom Reichs-Eisen- bahn-Amte empfohlene Tarifsystem, wie solche Seitens des Reichs-Eisenbak)n-Amts vorbehaltlich der Genehmigung des BundeSraths redigirt worden, sind folgende (Fortseßung):
13. Tarif für Leichen.
Für den_zum Transporte von Leichen erforderlichen Wagen br- irägt das auf der Abgangsstation zu eriegende Fahrgeld Pro Kilo- meter bei der Beförderung in den Kurirr- und Schnelizügen . . . . Mark und in alien sonstigen Zügen . . . . Mark. Außer dem Fabr- gelde kommt eine CxpeditionSgebühr von . . , . Mark für 1?de ver- wendeten Wagen zur Erhebung.
Jm JaÜe einer direkten Bcförderun in verschiedenartigen Zügen mit verschiedenen Preisen wird bei BerecZnung des Fabrgeldes die ver- schiedenartige Beförderungsweise berücksichtigt,
_ (). Tarif für Fahrzeuge.
1) Equxpagen, 3. Fiir den zum Transport verwendeten Eisen- bahnwagen_ werden pro KiloMeter erhoben: «. in GÜi-rzügen ..... Mark, N. n) gewöhnlickyen Personenzüqen ..... Mark, . in Cou- rier- und_SchneÜzügen, falls die Beförderung ixi diesen ügen aus- nathwegse erlaubt wird ..... Mark. Außer diesem Fahrgeld kommt eme Expeditiondgebübr von Mark für jeden verrvcn- deten Wagen zur Erhebung. b. Die Transportpreife Zub a.. 7. gelten lediglicb für die Strecken, auf wechcn die Beförderung in den Cou- rier-, («_-chnell- und Eilzügen stattfindet, Da wo die Fortsetzung dieser Züge_eme Unterbrecbvng durch gewöhnlickze Personenzüge erleidet, Mr- den fur die ersterwäbnten Stricken die Säße sub 3. ;ck, für. die son- stigen Strecken die Säße 8111) a. ,6. schoben.
_ 2) Eisenbabn-Fahrzeuge. &. Lokomotiven und Tender, welckir auf eigenen Rudern laufen, oder auf von den Versrndern gesteÜten Trucs ?gm _Transport kommen, werden zu dem Satze vou ..... Mark ur 1e angefangene 1000 Kilogramm des Gewichts pro Kilometer, unter Zuschlag eurer Expeditionsgebühr bon . . . . . Mark für je an- gefangene 1000 Kilogramm befördert; das Gewiébt der Trucs, auch
das_jenige der auß der Maschine (_)dcr dem Tender bcfindlichrn Definitiv- ach en, Reservestucke u. s. w., wwd bei der Frachtberechnung mit zum
Aniaß_gebrachi. Für leer zurückgehende Trucs wird die für auf eige- nen Radern laufende unbeladene Güter- und sonstige Transiioriwagen bestehende Achsxnfracbt erhoben. O_en auf eigenen Rädern laufenden kaltc-n Lokomottpen und_T€ndern muß zu deren Revision und Schmie- ren untengs_etn Begleiter mitgegeben Werden, Welchen die freie Fahrt zugestanden_ivtrd, fo langs er auf dem Fahrzeuge seinen Platz nimmt Loxomotwen und Tender, welcbe nicbt auf eigenen Rädern laufen und_ fur welche Trucs von den Versendern nicht gestellt Würdin, sowie zyruckgebmde Nothachsen, „unterliegen der Frachtberechnung für gewöhn- llch€s _Fracbtgni. 0. Fur unbesetzte Personenwagen, auf eige- nerx Radern laufend, pro Acbsa und Kilometer . . . . Mark. (1. Für Guter- und sonstige, Traanortwagen, auf eigenen Rädern laufend, __nnbeladen pro Achse und Kilometer . . . . Mark. 8 Für offene GuterWagen, mrt einxm Obergesiell brladcn, pro Achse und Kilo- meter . . , . Mark. f. _Fur dergleichen, mit zwei Obergestellen be- laden, __pro Ackiie und Klidineter . . . Mark. Bei der Versendung von CiÉenbabnwagen wird außer der vorstehend o.ä 0, (1. s. f", festge- seßten racht _eine Expeditionsgebübr von . . . . Mark erhoben.
3) Sonstige Fubrwerkr. a. Für beladene Lastfuherke, pro ver- wendeten_ Etsenbabrßvagen und Kilometer. . . . Mark. Außerdem koxnmt eine ErbrdrtwnSgebübr von . . . . Mark für den verwendsien Etsenbabxiwagen zur Erhebung. 1). Auf unbeladene Fracbt-, Acker- und ahniiche Fahrwerke, Loconxobilen, Dresch- uvd Säe-Maschinen, sofern dies? auf Landweget) a_us eigenen Rädern laufen, Menagerie- und dergleichen Wagen mit nicht zu schwerer Sachenbeladung, sowie ans unbeladene Postfabrxverke, finden dieselben Bestimmungen Anwen- dung, welcbe obeu x_mtrr Nr. 1 3. bis 0. für Equipagen gegeben sind. o._Schlitten, Fz'ueriprtßen und drrgi, sofern iie in bedeckten Wagen mri ayderen Gutem zuiammengeladen ivrrden können, werden als ge- wobnlrcbcs Fra_chigui behandelt und wird der Berechnung des Trans- portbreiscs dafur drr Saß der Stückgutklasse zu Grunde gelegt. An- dernfalis kom__men_die Bestimmungen 5111) 1). zur Anwendung. In dem Fahrgelde fur die sub 2 6. f. und 3 genannicn Fahrzeuge smd die
osten des Auf: und Abladen? nicht mitbegriffen. In den FäÜM, wd das Auf- urid Abladen Seitens der Eisenbahnverwaltung eiorgt wird, erhebt dieselbe eine Auflade- bezw. Abladegebühr, welcbe für eu_1en jeden zum Transport gestsliien Unxcrwagen ..... Mark be- trggt. Der Berechnung der TranSportpreife, sowie des Frachtzuicblagcs wird der dem Tarif vom ............ angehängte Kilometer- zetger zu Grunde gelegt.
_ _ 1). Tarif für Thiem. ]. EmzeineTbieZe; 3. Fur Hunde pro Stück und Kilometer ark, m mrmwo Maik. b. Für Pferde in einem _Staliungswagen pro Kilometer: 1 Pfcrd ..... 2 Pferde ..... 3 Pferde ..... 4 Pferde _. . . , . 5 Pferde . . . . 6 Pferde . . . . erden mehr Pferde, ais m_ deni Stallungswagen Plaß haben, zu- gleich aufgegxben, so_wtrd fur die überschikßenden der für die be- treffende Stuekzabl giiltige Satz erhoben. Fur die Beförderung eines jedext Pferdes tm Stallungswagen wird außerdem eine Expeditions- ebuhr von je . . . _Mgrk erhoben. 0. Lebende Hirsche Wrrden unter _ nwendung_ der Tcxrifsaize fur_Pferde befördrrt. (1, Bei Beförderung in gewohnlichen Vreh- resp. Guterwagen Werden erhoben fiir: 1 Pferd . Mark pro Kilometer und . . . Mark Exprditionögebühr, 1 Fülien . , . Mark pro Kriometer und . . . Mark C veditionßgebübr, 1 Ochse . . . Mark pro K_tlometer und . . „Mark xpeditionSgebübr, 1 Kai) . . . Mark pro Kilometer und . . . Mark Expeditionsgebübr, 1 Rind . . . Mark pro Kilometer und . . . Mark Expeditionßgebübr, 1Kalb . . . Mark pro Kilometer _und . . . Mark Expeditionsgebühr, 1 fettes Schwein . . . Mark pro Kilometer und . . . Mark Expeditionsgebübr. 1_1_uageres_ Schwem . . . Mark ro Kilometer und . . . Mark Erbe- dtttdysgebubx, 1 Esel . . . Mar pro Kilometer und . . . Mark Ex- peditionSgebqbr, 1 S_chaf, Ziege . . . Mark pro Kilometer und . , . Mark ExpediiwnsJebrzhr, 1 Lamm . . . Mark pro Kilometer und . . . Mark EXPTÖlUMSJebUhk, 1 erkel . . , Mark pro Kilometer und . . .
elfendungen die doppelte
so_daß jede angefangene 10
Eilfracbt mehr ergiebt, ein und Wagen erhoben.
ferde in unbrdeckten
als : Schrveine, Kälber,
doppeltem Boden (unter Angefangene Quadratmeter
pro _Wagen zur rbebung.
Vieh zur Anwendung,
Verseyders enichcr zu den
Die Beförderung von
erhoben.
Spezialtarif Nr. 1. Asphalt, roher,
oder lackirie, jrdocb nicht Extrakt. Harze, exkl. drr
als:
amen, Rubsamen,
amen, Raps, Thon und von Graphit, mehl ailcr Art. packpapier
ihrer).
Jui? (osiindiicher Spinnsto Spkzialtarif Nr. 3.
Sprzialtarif Nr. 4.
Gerste Hafer, Mais, Hirse
Blechen, *sowie Zinkbroekén. Sbezialtarii Nr, 6.
Weißblech, Stahlblech,
_ Spezialtarif Nr, 7. Spcziaitarif Nr. 8.
Gummi, Herdgias (Abfall
Braunkohlentbexröl, dunkles, -P[attrn, =Flicirn, mehl und (»Thamottretorten.
ans robrm Bast. ichaalen=Rbiälie. steine, grobe.
kol)lentbreröl._ Steinkrippsn röhren. Tmß. Ziegelmehl.
stangen 2a. Holzdrabt.
späne, Eisenfeile, Ei Spezialiarif Nr. 11. Brennholz. Dünger, a[s:
onxßwst,
Kno en zum Düngen, Phosphorite, Poudrette, saures Ammoniak. der
schlaf;
Farbenerdsn) :
erde, Sand, Schlick, Fluxbs, ungebrechi. sowie Heede- Abfälle. Hen. Rohr, exkl. Siuhlrobr.
Schiefer, Schilf. Schiackrn
kohlenasche. Stroh. Torf. Spezialtarif Nr. 12. und Koks.
Rath A n d e r 5 übertragen.
Mark Expeditionsgedühr, 1 tück edervie . . . Mark ro Kilometer und . . . Mark Exp'editionSJebühr.F h p
Inspektion v. Bülow hat
2) Thiere (auch Geflügel) in Käfigen, Kasten oder Körben,_ Für Thiere, auch Geflügel in Käfixen, Kasten und Körben wird bei - in-
ruttogewichts der Sendungen erhoben. den_Sendyngen unter 30 Kilogramm für daruber hinausgehende Gewicht mit 10 Kilogramm steigend berechnet,
bewnderxr Wagen fur diese Transporte wird, insofern die doppelte
Außerdem kommcn an Expeditionégebühren . . . Mark für jeden verwendeten Wagen zur Brrrchnung. 3) Vieh in gauzen Wagenladungen. Für jeden Quadratmeter Laderaum der gesteÜien Wagen pro insofern bedeckt gcbauie Wagen gcstelit werden . . . . 1). fur Wagen, iel) in bedeckten oder unbedecktxn Wagen . . . Schafe, Ziegen, Gänse 2c., oder unbedcckten Wagen: «. mit nur einem Boden
Außer diesen SäÉen kommt eine Expeditionägebühr bon . .
in em und denselben Wagen geladen, Den Versendern des Visbek! ist gesiattet, so viel Stücke in einen Wagen zu ladrn, für die Belastung dss Wagens festgesetzten Normal dem Ermessen der Eisenbahnverwaltung obne Gefu darin Plaß finden können. Die raums der wirklich gesteiltcn Wagen berechnet, also auch dann, wenn m Ermangelung der angeforderten Wagen mit geringerer Ladefiäche, Wagen mit größerer Ladefläche gestellt Werden müssen. Wagenladung Überschicjzenden Stücke Viel) Werden nach Wahl des
für Viel) in Wagenladmgen be
mit den Perionsnzügen kann nicht beanspru aurnabmsweifx auf_Antrag des Versenders von der Eisenve-rwaliung zugelassen, so ist die1elbe berechtigt, die tarifmäßigen Taxen für die in den__ Personenzügen zurückzulegenden Strrcken um . . . . P
Verzeichnis; der Spezialtarife.
Waun. Asche, nicbt besonders genannte. Asybaltbrei, Astaltfilz, ASphalt=M-1stik. metall. Chlorkalk. Dachfilz. Dachpappe. Eisen- und Stablwaaren aller Art (exkl. Messerschmiedewnarcn und Waffen), verpackt oder unver- packt, sowie Gegenstände, deren Hauptbestandtheile aus Eisen oder Stahl gefertigt sind, Welche aber auch einzelne Theile aus anderem Material enxhczlien, rbenio emaillirie, verzinnte oder verkupfcrte eiserne Koki)- ejchirre, Töpfe, Tiegel odrr Pfannen, ?aiionöröbren oder Reservoirs, sowie Feldschmieden und grobe, rohe
zu den Droguen gehörigen Harze. Herings. Hoblglas, ordinäres. Holz, außereuropäisches. kuchenmehl. Malz. Meiaffx. Baumwoürmamen, Hanfsamen,
Papiermasse von Holz und Stroh. Peck). Reis. Schmirgel. Soda. Stcingni, Töpferwaaren, aucb Ofet:kacheln. und_ Strohpadve in verscbnürten Packen oder Ballen. Tbonerde, schwefelsaure. Theer (excl. Steinkohlen- und Braunkohlen-
Spezialtarii Nr. 2. VffFUMWOÜk, robe. _ _ _ thborienwurzeln, frisch, gcdörri, grschuiiten. Ruben-Preßruckstandc. Zuckerrübsn, frisch, gedörri, gsickznitten, Getreide aller Ari, als: Weizen,
als: 5 ohnen, Linsen, Erbsen, Lupinen uud Wicken. Mehl und Müh- lenfabrikatr, einschließlich Grauben, Gries und Grüße.
Spezialiaiif Nr. 5. Blei in Blöckcn, und Roiien, Bleiafche und Bleiröhren, B1€idraht zur Munitionsfabrikation. Zinkasche und Zinkgekräß.
__ Etien, grivalzt, in Stäben, Bundkn, sowie
Faxoneijen und Sigi)l. Eiienbabnicbienen, Flach-, Flügel- und Gruben-
scbienen, ncur, sowre Sci)icyenbefestigungs-Grgenstände.
Eisendraht, Drabtstiste und eiserne Röhrrn. Zucker zum Export,
klauen, TMNftLÖiLU, Leimlrder und Spinnabfäliß. Möhren und -Tröge.
gen, nene, aller Art, als Bottiche, Fässer, Kisten, Körbe 2c. erde. Graphit. Gypsplattcn. robe und geirbiemmte, auch gemahlene. Marmorplatien, Marmorbldcke, Marmortambours (Säulen). Matten Myscbeljchaalkn zum Kalkbrennrn, sowie Muschel- Muhlensteine. Schxrben von Glas, Porzellan, Schwefel, roher. «path, rob und gemahlen. und feuerfeste Steins. Sisinkohlenthesr und
Swezialtarif Nr. 9. Holz (euro äiscbcs), Baw, Dmb-, », NUZ- Rcif; uiid Werkholz, einschließlicx “ Faß benholz, SchtffSnagel, rob vorgerichtete
Sprziaitarif Nr. 10. Eisen und Stahl, ro und ali, Ei'en- Lgbpen iu Maiscln, Broden und Pridmen. [) ' stucken, alte Eiienbai nschienen, Eisen- ien-Hammerscblag und alte Grubenschiknen. Borke," rohe und _gemablene. Braunstein. _ Blutdunger, Chilisalbeter, Chlorkalium, Dungrrassbe, Dungefalz, Knochenmehl, EsSup_e_risihospbai, Suvsrplwsphorit, schwefel- 1 , ro e . alte alier Llri, als Bottiche, Fässer,
(abrna-0137), Grand, Kies, Lshm, Mergel, Yorzellan- und P
_ Schlamm, Thon. (. Blende, kaerz, Galmri, Bleiglanz, GerberWhe.
Salz, Glaubersalz, lose oder in Säcken.
beitete, Bruchstexne, Bimsteinc, ten, grob begrbertete Bausteine, rob bearbeitete Steinplatten, Saum- und Bordsteine, gebrannte Mauer-
steine, Ziegelsteine, Trottoirplatien, Schwemmsteine, Tuffsteine. Stein-
__ Der Geheime Kabinets-Ratk) von Wilmowski hat mich settier Ruckkehr von Gaßein einen ihm bewilligten mehr- wochentltcben Urlaub angetreten.
Geheimen Civil-Kabinet kommissarisch beschäftigten Regierungs-
_ Der General-Lieutenant und Inspecteur der 2. Artillerie-
Eilfracht auf Grundlage des wirklichen Gleichwie für Eilgut wer- 30 Kilogramm, und das
Kilogramm für voll gelten. Bei Stellung
Fahrgeld von. . . Mark pro Kilometer
Kilometer: 8. für Pferde,
owie für sonstiges großes 0. für kleines Vieh, in bedeckten s. mit Berechnung nur eines Bodens) . . . Werden für volle Quadratmeter gerecbnei. . Mark Bei großem und kleinem Viel), gemischt kommt der Tariffaß für großes
als ohne Ueberschreitung des WWW und nach r für den Betrieb Fracht wird stets nach dem Flächen-
Die eine ganze
Sä?en für Einzelvieh oder zu den Säßen örderi.
Eisenbahnfabrzeu en, Pferden und Vieh t werden. Wird solche
rozent zu
Bruch-
eiserne Dampfkessel, Konden-
fayonnirte Cifendrabigewebe. Farbebolz- Leinkuchen und Lein- Oelkucben und Oelkuchenmehl. Oel- Leiniamen, Mohn- Seesamsaat. Palmnußkerne. Schmcliiic'gsl bon Stärke und Stärke- Stroh-
Dotter,
Flach, gebrecbt. Hanf.
Roggen,
und Buchweizen. Hülicnfrücbte alikr Art,
_ Muldsn, Stangen, Plaiicn BleiabfäÜe (alte Vleikugeln), Zink in Blöcken, Platten,
Schwarzblech,
Abfälle von Horn Klauen, Leder und von der Glanabriéation), sOWie TFier-
„ Braunkxhieni cer. in Fassern. Cement,1owie Centeni-Steine, Chamottmörtel, Cbamotr- Chlorbaryum, Dramröbrrn. Emballa- _ Farbsu- Kalk, gkbrannter. Knochenschrot. Kreide, Magnesit, roh und gemahlen.
Sägripähnc. SregraS. Schleif- Stemgut und Thon. Steine, als Chamotte- _ Stsinkohlenpecb. Stein- und Troge. Talkerde. Talkxxcin. Thon-
Boblen, Borde, Bretter, Gru- Gewehrfchaste, Telegraphen-
Gänzen, Platicn,_Bruch- und Stahlabfälie, Ei1endreh-
Gaskalk, Gadwasser, Guano, saurcr pboöpborsaurer Kalk,
Eiienbabnfcköwellen. Emballagen, Kisten,.Körbe 2c. Erde (mit Aus- thalierde (auch gepreßt), Leuzin
h 'ich “sii“«i; rze, ro e, em lie i Kobalierz und Schwefelkies. Gyps, roh und emahlen. Heede, Holzkohlen. Kartoiieln. Lobkucben.
und Sinteln von
„ Erz. Steine, unbear- Kalksteme,
Pflastersteine, Steinschrot- und Dachsteine, Backsteine, Lehm-
W_erg_. Ziegelbrocken. Siemkohlen , Briquets,
Braunkohlen
Seine Vertretung ist dem im
Artillerie-Brigade auf dem Schießplaße bei Iüterbogk und des 1. Pommerschen Feld-Artillerie-Regiments Nr. 2 bei Stettin auf Dienstreisen begeben.
_ Der General-Major v. Bichler, Allerhöckift beauftragt mit Wahrnehmung der Geschäfte der General-Inspektion des Jngenieur-Corps und der Festungen, ist in Begleitung eines Adjutanten der General-Inspektion zur großen Pontonnier-Uebung nach Harburg abgereist und begiebt fich demnächst von dort aus nqxl) der Küste und den westlichen Provinzen auf InspizirungS- ret en.
_ Der General-Major und Inspecteur der 1. Fuß-Nrtil- lerie-Inspektion v. Kameke ist von Heiner Dienstreise zur Be- sichtigung der untergebenen Truppent eile hierher zurückgekehrt.
_ Dcr General-Major und Inspekteur der 1. Ingenieur- Inspektion 1). Braun hat fick) behufs Inspizirung der beiden bei der Harburger Pontonnicr-Uebung betheiligten Compagnien des Garde-Pionier-Bataillons auf Dienstreisen begebrn und wird demnächst einen mehrwöchentlichen Urlaub nach Dänemark antreten.
_ Der General-Major und Inspecteur der 2. Ingenieur- Inspekiion Dieterich hat sich nach Harburg, behufs Beiwoh- nung der daselbststatifindenden Pontonnier-Uebungen begeben.
_ S. M. Kanonenboote „ Nautilus“ sind am 8. August von Kiel aus in See gegangen.
Cöln, 9. August. Diei heutige kirchliche Feier der Ein]- weihung der Gedenktafeln der gefallenen Krieger hatte eine zahlreiche Gemeinde in der Pantaleonskirche versammelt. Die Gedenktafeln, dreizehn an der Zahl, find einfach, geschmach= voll und ihrem pietätvollen Zwecke entsprechend konstruirt und enthalten unter dem Eisernen Kreuze und der Uebrrschrift: „Die gefallenen Helden ehret dankbar, König und Vaterland“ die Namen der Gefalienen der Kriege 1864, 1866 und 1870/71 fchwarz auf weißem Grunde, bei den dreiInfanterie-Regimentem 16, 40 und 65 bataillonSweise auf je einer Tafel, bei drr Ka- vaUerie für das 8. Kiirasfier-Regiment und 2. schweres Reserve- Reiter-Regimcnt auf einer, bei der 7. Fuß-Nrtiklerie, dem 7. Pio- nier-Bataillon und dem Besaßungs-Bataillon Deuß auf je einer Tafel. Auf einer Tafel des 65. Regiments sind noch die Ge- faUenen des Besaßungs-Vataillons Iülich und auck) der des Pionier-Batailions, der Hauptmann Herzberg vom Stabe des Belagerungs-Corps von Straßburg, verzeichnet, Die Gedenk- tafelii sind an der dem Eingange zugewandten Seite der zehn Säulen, zwei im hohen Chor und eine anderweitig angebracht und tragen, mit frischen Kränzen umwunden, wesentlich zur Ver- schönerung der Kirche bei.
Koblenz, 10. August. (W. T. B.) Der hiesige katho- lische Leieverein, eine Vereinigung von Mitgliedern des Mainzer Katholikenvereins, ist heute poli eilick) geschlossen worden. "...I-';.
Bayern. Miinchen, 8. August. Der KöUig hat, wie die „Allg. Ztg.“ mittheilt, den Pfarrer und Distrikts-Schul=In- spektor von Neu-Uim, Joh. Bapt. Wolf, zum Domkapitular in Regensburg ernannt,
_ Der Stiftspropft Dr. von Döllinger hat dem „Corr. v. u. f. D.“ zufolge im Namen des Comités zur Beförderung kirchlicher Uniondbestrebungen folgende Ankündigung erlassen:
„Am 14. Soptembkr und den nächstfolgrnden Tagen wird inBona eine Konferexnz von Männern gehalten werden, Wklch brtschirdencn K_irchengememden_a_ngcl)örig, in der Sebniucbt und „Hoffnung avui Line knuffige große Einigung gläubiger Christen fick) begsgnen. Als Grund- lage und_Ma:;stab dcs Erreiclxbarcn und zu Erstrsbenden find die Bekenntnißformeln der ersten kirchlichm Jahrbundrrte und die- jenigen Lehrrn und Institutionen zu betrachten, wslchc in der alige- meinen Kirche drs Ostens wie des Wasicns vor den arrßen Tre'nnungen als wesrntlicb und rmsnibeiulick) geaoltrn babsn. Das Ziei, welches zunächst erstrebt i_md mittelst dcr Konfar-znz gcfördsri w-xrden soll, ist nicht eine ab1orpiive Union oder völlige Verschmelzung der bersckiiedynrn Kirchenkörper, jondern dir Herstellung cinrr kirchlichen Gemeinschaft auf Grund der „unjt-as in n€0€5§arji§,“ mit Sckwnung und Bsibebal- in_ng der nicbt zur Substanz des alikirchlichn Bekenntnissrs grhörigeu Ergrnihümltchkeitrn dcr eittzcliirn'Kircben.“ "
Sachsen. Dresden, 8. August. Dem PrinzenGeorg wurde hsute aus Anlaß Höckfftseines Geburtstages in der VW] zu Hosterwiß von dem Mufik-Corps des Schüßen : Regi- ments eine Morgenmuiik dargebracht.
_ Wie man dem „Dr. I.“ mitthcilt, wird der Prinz Georg, als kommandirender General des )(11. (Königlich säch- sischen) Armes-Corps, am Schlusse der diesjährigen Regiments- und Brigade-Exerzitien vom 10. bis 29. August Besichtigun- gen abhalten.
_ Der Stadt-Kommandant Generak - Lieutenant Freiherr v. H aufen ift bis Ende dieses Monats nach Helgoland beur- laubt, und versteht während dieser Zeit der Commandeur der 1. Infanterie - Brigade Nr. 45, General - Major v. Abendroth, die Geschäfte desselben.
_ In Meerane wnrde am 2. d. M. die Fahnenweihe des deutsxhen Kriegervcreins festlich begangen.
Württemberg. Stuttgart, 8. August. Die heute auSgegebene Nr. 21 des Regierungsblatts veröffentlicht das Geseß, betreffend den außerordentlichen Bedarf für Bauten und Beschaffungen zur Ergänzung der Gamisonseinrichtungen, vom 28. Juni 1874.
_ _ Am 6. d. M., Vormittags 9 Uhr, fand bei Wörth die- Emmerhurrg des Denkmals statt, welches die Mitglieder des ehemaliger) 3. Iäqcr-Batailions, jeßt dem 5. Infanterie- Regiment König Karl Nr. 123 einverleibt, ihren in den Schluchten und Gefeckxten in Frankreich gefallenen Kameraden hatten seßen lassen. Die Zahl derselben beträgt 67. Zur Fe'er waren an-
wesend 33 Offiziere und 20 Unteroffiziere und Soldaten aus der Garnison Ulm. Ein Choral von der Musik des 8. (126) Re-
giments von Straßburg leitete die Feier rin; hierauf ergreifende
Rede des Pfarrers Klein von Fröschweiler, Rede des Comman-
de_urs des 5. Infanterie-Regiments, ehemaligen VataiUons=Chefs der
Jager, sodann ein Nachruf vom General-Lieutenant v. Starkloff, des Divifionskommandanten, sowie ein Gedicht, welches beides Major _v. _Malblanc vortrag, und schließlich ein Hurrah auf Ihre Ma-
]eftaten den König und den Deutschen Kaiser bildete die Feier,
die mit einem nochmaligen Charas schloß. _ Das Denkmal ist nach dem Entwurfs des württembergischen Architekten Herrn
de Par] in graurm Vogesensandstein aufgeführt. Auf einem
kräftigen quadratischen Sockel von ca. vier Meter öhe mit
Säulen in den Ecken, wslche die Dcdikationstafeln, die Namen
der ge_fa11enen Offiziere und Mannschaften enthalten, erhebt sich
ein mit Wappen verzierter Aufsaß, von einem Obelisk überragt,
so daß das Denkmal in seinen schlanken Verhältnissen im Um- kreise weithin sichtbar ift. _
l'“.
fick) behufs Besichtigung der 3. Feld-
Heffen. Darmstadt, 7. August. Der von dem Abg., Dumont erstattete Bericht des Geseßgebungs-Aussckzufses
und „Albatroß“
über den neuen Entwurf eines Beamten-Pensions-Geseßes befürwortet in allen wesentlichen Punkten die Annahme der Re- gierungSvorlage.
_ Dem Vernehmen der „D. Ztg.“ zufolge wird demnächst auf dem Heiligenberg oberhalb der Weinberge eine Villa für die Kaiserin von Rußland erbaut werden.
Mecklenburg. Schwerin, 9. August. Heute Nach- mittag um 41/2 Uhr haben der Großherzog und die Herzo- gin Marie von Mecklenburg mit Gefolge die Reise nach St. Petersburg angetreten. Die Großherzogin Mutter be- gleitet dieselben bis Berlin. Bis zum Bahnhofe gaben auch die Großherzogin Marie und der Herzog Johann Albrecht den Abreisenden das Geieite. Auf dem Perron des Bahnhofes waren die courfähiqen Mitglieder der Civil: und Militärbehör- den zur Verabschiedung versammelt, wahrend Bahnhof urid Louisenplaß von Bewohnern Schwerms, die die ]unge Fürstin now- einmal sehen onten, dicht angefüllt waren, Im Gefolge des Großherzogs befinden fich der General-Adjutant General- Lieutenant von Zülow, die Flügel-Adjutanten Hauptmann Bron- sart von Schellendorff und Hauptmann von Schrötter, der frühere Flügel-Adjutant, jetzige Commandeur der 13. Kavallerie- Brigade in Münster, Oberst Freiherr von Brandenstein, der Hof- marschail Freiherr von Stenglin; im Erfolge der Herzogin Marie deren Hofdame, Fräulein von Wißleben, und der Kam- merherr von Hirschfekd. _ Die Großherzogin Marie ge- denkt mit dem Erbgroßherzoge und dem Herzog Paul Friedrich am 20. d. M. die Reise nach St. Peteerurg zur Vermählung der Herzogin Marie anzutreten. _
_ Zur Sedanfeier werden auch hier Vorbereitungen ge- troffen. Gestern Abend waren Männer aus aÜen_Ständen im „Hole! de Paris“ versammelt, um das Fesjcormw zu kon- ßituiren.
BraunsthWeig. Brerunschwetg, 9. Ariguft. Das Staats-Ministerium publizirt 6. (1. Braunschweig, 5.August, folgendks Reskript des _erzogs: _ _ „Von Gottes Gnaden, ir, Wilhelm, Herzog_ zu Braunicbweig und Lüneburg 2c. Tc. verordnen biedurch, daß zur , eier _des 2. Sep- tember 1870 von den deutschcn Waffen gegkti rankreich errungenen Sirges, wie in den Vorjahren, aucb der Vormritag des 2. Sxptcmber dieses Jahres durch Abhaltung Links Dankgottesdienstcs in alien Kirchen und Gotteshäusern des Landrs mit: Abfragen drs Tcdeum als Fesitag begangrn und als solcher Morgens, iywre cim Feiivorabende mit alien Glockcn cing-xläutei [VSrDLU soll. Sätiimillche Sch_U[M des Landes blciben aua) am Nachmittage des 2. September geicbldssrn. Wie, die ck angkbt, haben sich _hicnach zu achten, die Geistlichen, Kircben- und Schuldiener, insbswndere aber alles Erforderliche zu würdiger Frier diciss Sieng- und Dankkcites Wahrzunewnen. Ur- kundlich“ 2c, -
SachfemCoburg-Gotha. Coburg, 7. August. Der Herzog von Edinburgh und Gemahlin haben heute Nachmittag 1:1 Uhr in Begleitung des Herzogs nach einem 16tägigen Aufenthalt Coburg wieder _verlaffen und fick) mittels Extrazuges iiber Eisenach und Frettstadt nack)_Reml)ardsbrunn bei Gotha begeben, woseldst dieselben acht_ bis thn Tage zu bleiben gedenken. Die Herzogin ist vorla_ufig hier geblieben und wird erst in einigen Tagen nach Reinhardsbrunn nach- folgen.
Anhalt. Dessau, 8. August. Am nächsten Montag rürkt das zweite Bataillon des anhaltischen Regiments hier_m „Dessau, das Füfilier-Bataillon in Roßiau und Umgegeiid em. Am 11. beginnen dann die Exerzitien des anhaitischen Regimerits. Sonnabend, den 13. August, wird eine Inspizwung von Seiten des Divifionö-Commandeurs resp. deS kommandtrenden Grnerals stattfinden, Am 19. August marschirt das ?)iegirnent wetter zu den Brigade: und Dioifions-Uebungen am nordlichen Fuße des Harzes. '
Lippe. Dermold, 4. Angust. Nachdem mz_nmehr die erforderlichen Mittel beschafft find, soll mit der Ausfuhrung drs Krieger-Denkmals vorgegangen werden. Vils Standort ist der 11eite'öffentliche Pkaß auf dem Bruchs erwahlt. Dt? Ver- treter der Stadt Detmold haben auf Ansuchen des C0m1t€s_ den Vorschlag genehmigt und den Play, welchem der Name K_arser- Wilhelm-Plaß beigelegt Werden soll, in wurdiger Weise [)er- zusteklen beschlossen. Am 14. August, an dein Tage, an welchem fick) vor 4 Jahren das hisfige Regiment blutige Lorbeern errang, wird im Beisein des alsdann hier zusammen gezogem'n Regi- ments der Grundstein zu dem Denkmal geiegt werden.
Lübeck, 7. Ariguft. Das Finanzdepartemeni macht bekannt, daß es, um den Uebergang zu der nach BestimmunZ des Senates hierselbst obligatorisch werdenden Rechnung na ReichSmark zu erleichtern, Veranstaltung getroffen habe, daß Stücke der neuen Reichsmünze von 10, 5, _2 rind 1 Reichspfen- nie; vom 17. d. M. an bis auf Weiterrs taglich auf der Stadt- kaffe gegen Courantgeld deutschen Geprages umgewechseli werden könne und zwar in Beträgen-von 6, 12, 18 rind 24 RetehSrnark zum geseßlichen UmwechsrlungSwerrh von 71/2 Pfennig Reichs- währung für einen Schilling Courant.
Elsaß-Lotbringen. Saarbrücken, 10. August. (W. T. B.) Die Einweihung des Denk_mals auf deni Wint'erberg, zur Erinnerung" an-d_1e Schlarht bet Spichern, hat gestern unter Theilnahme cmer zahlreichen Zu- schauermeijgd programmmäßig stattgefunden. Ari dem Fest- zuge, welchi'r fick) aus der Stadt auf_ den Winterberg _be- wegte, haben an 10,000 Personen Theil genommen. Vieie Kriegervercine aus der Rheinprovinz und aus drr Pfalz, sowxe zahlreiche Dcputationen von preußischen und bayerischen Trupxzen- abtheilungen, welche v_om Kriegs-Minisier von_Kameke gefuhrt wurden, befanden sich tm Zuge. Nack) der Weihrede des prote- stantischen Geistlichen Zilliffen aus kSt. Arnual hielt der Vor- sißende des Comités, AdvokatBoecking aus Saarbrücken, cine A".- spracbe über die Entstehung und Bedeutung des Denkmgls. Die Rede schloß mit einem Hock) arif den Kaiser. Der Regierrmgs- präsident von Wülffen aus Trier verlas _darauf eme Kabinets- Ordre des Kaisers, nach welcher den Stadien Saarbrücken und St. Johann in Anerkennung der von _ihnen bewiesenen patrioti- schen und opferfrcudigen Halrung m den Jahren 1870_und 1871 die Erlaubnis; ertheilt mird, yreußtsche Fahqewm ihren Stadtwappen zu führen. Die Feierlichkeit schloß unt e_mem von dem Regierungs-Präfidenten au5gebrachten Hoch auf die Armee.
Oe erreich-Ungarn. Wien, 8. Augusi. Vorgestern hat der Jiechisch-orientaliiche Erzbischof und Metropolit Procap Ivacskovics unter Intervenirung des RetchF-Jmanz-thßers Freiherrn von Holzgethan, in Vertretung des Ministers des Kaiser- lichen auses und des Aeußern, Grafen Andrassy, und des Genr- ral-le1utanten FeldmarsckzaU-Lieutenants Frhrn. von_ Mandel, in Vertretung des Oberst-Kämmerers Grafen Crennemlle, den Eid
als Geheimer Rath in die Hände_ des Kaisers abgelegt. De_r' Hof; und Mjnjßexjal-Rath Freiherr von Hammer verlas die Eidesformel. _ _
_ DiePrinzesfinTheresta von Bayern ist am_6.d.M. in Salzburg angelangt und hat sich von dort nach Reichenhall be eben.
g _ Der Minister 1)r. Ziemiakkowski ist von seinem 111:- laube zurückgekehrt und hat sofort die Leitung des Ackerbau- Ministeriums in Stellvertretung des _bcnrlqubten Ackerbau- Ministers, Ritters v. Chlumeckr), dann einstweilen auch jene des HandelS-Ministeriums bis zu der m wenigen Tagen bevorstehen- den Rückkehr des Handels-Mimfters 1)r. Bauhaus übernommen.
_ Die „N. Fr. Presse“ meldet unter dem 7.: Der Pro- kuraführer des Hauses Rothschild Überreichte dem Bürger- meister 1)r. Felder ein Schreiben, enthaltenddir. [eßtwilligen Wohlthätigkeitöakte des verstorbenen Barons Anselm v. Rothschild, wonach 400,000 Gulden als Lrgate für Wohl- thätigkeitsanstalten Und Stiftungen und 10,000 (Halden zur Ver- theilung unter die Armen Wiens bestimmt find.
_ In Pest fand am 5. d. M. im Ludoviceum in An- wesenheit des Erzherzogs Joseph und ix_n Beisein des Ministers Szende, welcher die Festrede hielt, die Vertheilung der KriegSmedaillen an die Honved-Garnison statt. Nack)- mitiags nahm der Erzherzog an einem Bankett der Offiziere auf der Margaretheninsel Theil.
Niederlande. Haag, 4. August. Es ist jeßt der erste, 60 Druckseiten umfassende, Ostindien betreffende Theil des Kolonialherichtes von 1874, welchen der Ko- lonien-Minister aus Anlaß der bevorstehenden Berathung des indischen Budgets an die Generalstaaten gelangen läßt, zur Vertheilung gekommen. In dem Kapital bezüglich des Grund- gebietes Heißt es: „Die niederländische Souveränetät wurde im Iahre1874 Über einen Theil des Gebietes ans-gedehnt, dessen in früheren Berichten unter der Benennung „unabhängiger nördlicher Theil von Sumatra“ Erwähnung geschehen. Wäh- rend in Groß-Atchin die niederländische Macht durch eine militärische Okkupation befestigt (ZSUSZTTZT) ist, ist die nie- derländische Souveränetät von den meisten atchinesischen Staaten auf der Westküste und von verschiedenen auf drr Nord- und der Nordost-Küste Sumatra's anerkannt.“ Fer- ner wird angefiihrt: „daß die gegenüber der Mündung des Siak=Fluffes (Ost-Sumatra) gelegene Insel Bengkalis von dem Sultane von Siak gegen eine jährliche Entschädigung von 8000 Gulden an die Niedkrlande abgetreten wordsn ist. Diese 23 geo- graphische QUadratmeilen große, für den Handel sehr giinstig ge- legene und sehr fruchtbare Insel wird der Siß der neuen Refi- denz Siak sein und verspricht unter der direkten Herrschaft der Niederlande eine belangreiche Befißung zu werden.“ In den Mit- theiiungen über die Beziehungen zum Auslande werden interessante Angaben in Betreff des Krieges gegen Atckün gemacht, Besonders mit dem Gouvernement der britischen Straits=Settiements kam das Generai-Gouvernement von Niederländisch-Indien bei Gr- [egenheit dieser Unternehmung in Berührung und begegnete bei demselben dabei stets dem größten Wohlwolien. Der Gouverneur der Straits unterlief; nichts zu entschiedener Wahrung der Neu- tralität. Eine ablehnende Antwort der britischen Regierung auf ein Ansuchen Litchins um Hülfe wurde, nachdem die zweite Ex- pedition unter van Swieten an der atchinefischen Küste ange- langt war, von einem britischen Schiffe dorthin gebracht; als fie dem Srrrtane von Atehin mitgetheilt wurde, erklärte dieser, fick) nicht zu erinnern, daß ein Ansuckxn um Schutz an England gerichtet worden wäre. Ans Anlaß der Sendung des ersten atchinefischen Reictherwaliers nach Konstantinopel, wslche zum Zwecke hatte, die Hiilfe der Pforte anzurrifen, wurden seitens der Niederlande Noren mit der Türkei gewechseir; es waren diese Kommnnikaiimren der Art, daß „fie mir dazu dienen können, die Freundschaft der Niederlande mit der Türkri zu befestigen.“
Großbritanniens und Irland. London, 7. Arrnft. Das Befinden des Prinzen Leopold fcrhrt fortfi zu beffern, obwohl er nock) immer das Zimmer hutezi muß, und die Beschädigungen, die er fick) am Knie und Bein zugezogen, heilen allmählich _ZU Ehren des Geburtstdges des Her- zogs von Edinburgh _ er voilcndete gestern sklt 30. Le- bensjahr _ feuerten die Kriegsschiffe auf der Rhede von Port?- mouti] und Ihrer Majestät Schiff „Zealons“, Wachtschiff m Comes, Salutschüffe ab. Das Ereigmßwurde auch in Witidsor mit den üblichen Ehrenbezeugungen gefeiert.
_ Viele Minister haben, ohne den Schluß der Pgr- iamenissesswn abzuwarten, die Hauptstadt bereit? verlaffen. Hr. Di-Zraeli begab fick) gestern nach dem C-Okisell m Osborne nack) Longlcat zn einem Besuche des Marqms _von Bail).
_ Der amerikanische Gesandte am Wiener Hofe John Jar) ist von New-York hier angekommen. _ _ _ _
_ Das Parlament wurde heute durch e_me Komglrckx Kommission geschlossen. Dir Lordkarizler verlas die_ Bot_schaft der Königin, die fich'über aUvaartrgeAngelegenheiten wre folgt äußert: _ _ _ _ _
„Mylords und Gcntl-cmcn! Die Zeit ist gekommen, Wo ich im Stande bin, Sie von Ihrer Gcgrnwart im Parlament zu e_ntvtnde_n. Indem ich dies ihm, ist es mein e_r1irr Wunsch, anm fiir dissBerli- willigk-xit zu danken, mit der Sie für den Unterbait n1UnEÖ___G0_[)nLÖ, des Prinzen Leopold, anläßlich _dcc Erlangung ieiner Vvilialntgicii Fürsorge trafen. Meine Bi'ziehiingen mit allen sreindrn Mack)- ien fabrcn fort freundliche za ]cm, und drr (1313 solxbcn freund- icbaitlichen Beziehungen «wachsende EmFluß wrrd._ wie btölqng, zur Aufrrcbtbaltung der durck) Vertrage aufgelexzien Bcrbmdllchkexién und zur Förderung und Befrstigurg dés_ curoi*Jifchen_Frie_deus _angx- wendet Werden. Da der Kaiser von Rußland Borschlage_ „fur eine in Brüssel abzuhaltende Konferenz gemxrcbt, welche die_ Linderung der Strenge des Krieges durck.» vernunstige Rexiuigtwnen _bezivcckcn, babe ich in Gemeinschaft mii andercri Macbten emen De- legirien autorisirt dieser Koxierenz bexzmvobncn; aber _ehe ick) dies that, hielt ich es fur recht, von all den in dreier Weise repräsentirten Mächten Versicherungm zu erhaltrn, daß kein Vorschlag vorgebracht Werden soli, darauf__berechnei, entweder die an- erkannten Regeln des Völkerrechts zu _verandcrn ochr drr ietiung bort Flottcuoperationen Beschränkungen auszulegen _Die Vorschlage, die von der Konferenz ausgeben mögen,_ werdeii _rneinc sorgralttge _Erwa- gung finden, aber ich habe mir völlige Freihctr drs Handelns in Be- zug auf deren Annahme oder Vrrwcrfnng vorbehalten, Unterbayd- lungen wurden für die Erneuerung des zwrscben d*n_-i Dozmnwn von Kanada und den Vereinigtrn Staaten _von _Amerika _ fruher in Kraft befindlichen GcgvseitigkcitFVertraxes _ctngrletiei. Dirie Urger- handlungen, auf den Wunich _und im Interesse des .: o- minion begonnen, sind durch dte_ Vertagung des_ amerika- nischen Senats temporär suspendtrt wdrdcn. Sie_ werden bei Zeiten wieder aufgenommrn werden, und_ ich hoffx, da?? is_zu einem Wachötbum des Handelöverkel)rs_ zwischen mr.".nxn o.:mal- Untertbanen und den Bürgern der VereinigtenStaatew fnhren werdet). Ick) beklage tief die Fortdauer der Unruhen m Spanien, _welche die einzige AuSnahme von der allgemeinen Ruhe Europas bilden; aber
Resultat am sichersten durcb eine strenge Enthaltung von Einmischung in die inneren Angolegenheitsn eines unabhängigen und freundlichen Staates herbeigeiüiut werden wird. Der jüxigst mit dxm Sultan von Zanzibar abgeschlossene Vertrag, der die Uuterdruckung des ostafrikanischen Sklavenhandels zu seinem Zweck.- hat, ixt getreultch beobachtet wordrn und hai berrits viel gethan, um dieiem Handel, wie er zur Sce getrieben wird, rin End“ za ießxn, Die Anstrengun- grn meiner Marine und Koniulardienxr in dic'em Welitbxile werden nicht erikblaffen, bis ein vvilstandigrr Erfolg erzielt sein wird. Dari_k- bar bemrrke ich, daß die Huxrgxrßnoti) m__Jndien vis ießt von Wenig Sterblikbkeit begleitet wurde, em Ergebniß, _das nächst der göttlichen Vorsehung hauptsächlich den von memxr 1ndts_cheri_R-rgich'run_g getroffe- nen Vorfichtsmaßnahmen beizumessen ist. _Dte ctxrégen Anitrengqngm meines Statthalters und der unter ihm dienenden_B_saintrr_i verdienen mrincn ixöchsten Beifakl. Seit dem Ende der Frindikligkeiten an der Goldküste find in der Aufgabe der Pazrfizrruyz des Landes und der Organisation seiner Verivaltung stetig; Fortschriite grmachi wordrn. FriedrnIVSrträge sind mit wichtigen Stixmmen g8)chlos1xn worden, 11:11“) der König von Aicbanti hat in der Crfullung ssiner Vsrbmdiicbkriicn gegen dieses Land Ausdauer bewiesen.“ _
In dem das Inland betreffenden Theile _der Borschast dankt die Königin dem Hause der Gemeiner) zudorderst fur die Liberalität, mit der es Fürsorge für die Bedurfrirffe des Staates traf, erwähnt dann der beträchtlichen Steirererlaffe, welche das Parlament in dieser Session zu verfügen tm Staiide war, und hält zuleßt einfach Rückschau iiber die verschiedenen Maßregeln der Session. Der folgende Passus verdient besonders hervor- gehoben zu werden: _ _
„Der Akt für die bessrre Rrgslung dcs Gottesdtxnstes zu __der Kirche von England wird, ich Hoffe, dazu beitragen, dir ringliickiicbx Streitfragé, die zuweilen aus der erfabrcnen Schwierigkeit, ems i_chnclid Entscheidung über zweifelhafte juridifche Punkte, sowie eine.- bcstrmmte Auslegung drr autorifirtrn Form dcs (HOtiLsDikniti's zu erlangen, erwachsen, zu verinsidrn oder_;u beichwichiigrn. _ Solche Strritirachn, selbst wenn fie zwischen Perioncti xntsiebrn, die den_1dyai€n Wumch hegen, nach der Doktrin und Disziplin drr Stgaiskrrckye za bandein, erzeugrn crnstlicbe Urbcl, und ihre“ 1chlcunig€ Beieiiigung durw _eintge kompetente Lluioriät ist einr Sache von ernster Bedeutung fur die Interessen der Religion.“
Frankreich. Paris, 9. August. (W. T. B.) An; dem Meerbusen Von BiScarza wird die Ankunft von Kriegsschiffen gemeldet, die verschiedenen Mächten angehören. _ Nach dern „Moniteur“ geht das französische Kanonenboot „_Ort- flamme“ am 13. d. M. in See, um die an deriipanrschen Gewässern kreuzenden französischen Schiffe zu veritarken und der Ueberwachung der spanischen Küste weiterem Nachdruch zu geben. _ Das legitimisiische Jdnrnal „Uni_o1i“ m_eldet, Marschall Serrano hätte den dabei iriteresnrten Machten angezeigt, daß er fiir den Meerbusen von Visocaya den Blokade- zustand zu erklären beabsichtige. '“
Spani-"n. Madrid, 8. August. _ (W. T. V.) _Tte amtliche „Gaceta“ bring* in ihrer heutigen Nummer 6111196 Details über die Vertheidigung von Teruel. Dornach hätten der Carlistenanführer Lizarraga urid an Alphonso tt_nt 13,000 Mann drn von einem Infanterie-Regiment der Regie- runngmce vertheidigien Ort 15 Stunden hindurch vergeblich angegriffen. Auf die Aufforderung Lizarrgga's, den Play zu Übergeben, hätten die Soldaten nnd die Emwohmer geantwortet, sie würden eher sterben, als _in die Urbrrgabe des Piaßes wiiiigen. Dir Régierung hat dieselben fur ihre Tapferkeit be- glückwünscbt. _ _ _
_ Das bereits reiegraphisck) erwahnie _Rundicbreiben des Ministers des Auswärtigen an die_ Vritreter _Spa- niens im Llchlande. Dieser Erlaß lautet im Wesentlichen, wir foigt: _ _ __ „_ , „
Der Charakter der Graummkeii, drn drr Carltitxiiausitand icli einiger Zeit angenommrn bai, zwang die_Rrgicrung, dteiem i_imitnnde grgsnüber ernstlich ihre Pilicbtcwzu crwagdn. DJS Ergebmßgmfrrrr - Brratiwng-n wach dir am 19. '.neriSbiaii_mxtgaihdiitrn itrrngrn Maßrkgrin, Von wclcbrn ind-Imrn keine einzme das irgiiimc RCM dsr Selbsxverthridigyng überschreitri. (H»an Eiiropa krnnt_ _die 1.12ng und traurige Grscbichtc uni-Z-rrs Burgsrkrtkgés, drr icii birrzig Jalyken fünf od-Zr scch6 Mal wiederkrbi'te_. _ Lili: dirie Krirgr wnr- ÖM durch den FanatiSmus und die Unwisjrni)eti__bi'roorgi-rnicn, dt-31e beidrn Fcinde unsrrsr Natirnal - Justiiuttoitsn: 116__ch*rzsugten nur dcn Vcrfall drs Volkscharakters und das Unglnck d.*s__Baisr1andr§. Man muß aber an den bolisiändigen Mangel _dor Grmidd urid Vorwand: erinnern, welcher dcn CarliSmus ver.1nla[;ic',_U11-Z der Anarchie und drr Griai» zuzuführen. Das bknuizis _cr 111111101", um uns durcb icine Handlungen, feine Grausamkeii m den Nugrn drr ganzrn Welt zu cntebrcn. Können die Soldaten drs Dsipotismus zur_Rcck_t- fertigung ibrer Empörung behaupten, daß drr Gegmden selbst, _die ihr Gsburisort und ihre Hrimail) sind, midi an aiim Boridciisn Tbeil nehmen, obne die Lasten xu iragsn, die d:_n anderm T_bcrlcn Spaniens auierlrgt smd? Dis sklidcxbake Eriibßlmzng ist zu ioniiq- firm, daß sich die Priviicgirten e-bebsn nnd_ lejcnl-'Lt1,öwclck)e mit ihrer Person und ihrem Gelde ziir_Unterst_nt3Ung _des Staatcd bri- iragen, fick) gigen diejrnigen_veribeidigen massen, dix fich n.".ck) innen und außrn beichüizen, und daß eine bcrblendete_und iarmrndz' Mindxr- brit uns eine drücksnde und dcmütbigendr _chicrung aurzwmgrn wii], die durchaus antipatbiici) und ihren) ergcnrnI-icxcsix zuwider Ut. Die Ursache dicser Empörung läßt iiib m ck9deka 11ndan_kb_ar- keit und Absurditäi zusammenfassen. „ Die BeriipidthUg ds_r Riligwn ist der jämmerliche Vorwand in dieirm Kainpfe gcgrn dle rcligiNe Toleranz. Man glaubt sich in die __Zcitrn _vericßt, wo dcr katholische Kultus ailéin gestattet war und_©trafen uber TU_ndersdwke-ide Verhäimi wurden. Von Rciigiori uZd_ 11)an brbren Lewren ipr_cch§n, wrnn fick) die Pricster selbst an 016 “.?-pilze _von Plurdercrn und Mor? dern stcllen; von ibr zu sprechkn, um aus tbr 11111? Ein Wrrkzcugwei Befriedigung der Sache und des Blutdurstes zu macbrn, iii cyniiibrr als das Glaubensbckrnntniß des Banditsn, _das daMit bxgmni, alle Moral und das erissrn zu verneixzrn. _Die bedrohter! .in-“ros, das war oft der Vorwand; ixizt ist c. eine Lnge. W-dkr dj_c_COrtes, noch die Regierung haben diese Vorrechte _angetaitei._ (Uiloa iubrr nun yon den Karlistcn bcgangrnc Siberijzliwkeiten dor, dic uxiierden Augen e_mer Dame, einer jungen Prinzessin, geschehrn.) DicFoderwcigert sicb, aileGrducl zu erzählen, und jedes Herz wird auch von Abickicir und W:drrw1[1«_n den Handlungen gegenüber erfullerden, welcbe Mann_er be*ge:l)en, die fich Spanier nennen. Die öffentltcbrMUnunq, diwi) die arigeieiienstcn Blätter Europas vertretrn, vkrurtbeilte die Caritsten _cneigiikb, indem fie cbrcnvoil die Haltung unserer Armee ibrrni barbarisrbc'n Verfahren grgenüberstciltc. Die Anstrengungen der_Regierung, _dic O_vser des Landes haben 'eßt nur das Ziel, sie fur mimerbon ibrrm Vorhaben abzubringen: ic Diktatur wurd? deSbalb 111 _uniere Hande gelegt.. . . Nie wird der mit dem Dcspotismus vereinigte Janattömud gegrn die spanische Nation anikommeix können. Aber die i_chinerzliche Er- fahrung möge in Zukunft nicht fur uns verloren geben. _
Barcelona, ]0. August. (W- T Ü) Nach ?MILJUUIS- nen Meldungen erschienen die C_arlisten ganz _unerwarterer Weise in einer Stärke von ungrfahr 2000 Mann in rrnmtttel- barer Nähe der Stadt, und ist dieselbe, da fie von Rxgierungß- truppen zur Zeit gänzlich entblößt ist, _lebhaf_t_beunrul_)rgt __Die Carlisten ziehen auf dem Lande alle dienßfähtgen Manner em.
Italien. Rom, 10. August. (W. T. B.) T_Die Regie- rung ist nunmehr auch in der auptitadt gegen die Inter- nationale vorgegangen, und md 8Jnhrer derselbxn verhaftet worden. Auch aus Florenz und anderen Stadien wer-
während i ernstli die Wiederherstrllizng des Friedens und _ der bürgerlich YOrdnunY in diesem Lande Wunsche, glaube ich, daß dieses
den weitere V erhaf tung en gemeidet. Durch die bei denselben