1899 / 61 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 11 Mar 1899 18:00:01 GMT) scan diff

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Allenstein Thorn . Sorau Liffa . . Rawijscb. C1arnikau . . . . _ Schneidemübl . . . . 12,60 Kolmar i. P. . . . . _ Strehlen 1. SM. . . . . . 12,00 Liegni . . . . 11,30 mden . Mayen . erfeld . . . . . . . Trier . . . . . . . . . . . 15,20 Saarlouis . . . . . . . . 16,60 Landshut . . 12,37 Augsburg . . 13,60 Winnenden . . 14,60 Bopfingezt . . 14,80 Emmendmgen . _ Mainz .. . . . 15,35 Schwerin 1. M. 12,00 Altkikch - o ] """" St. Avold . . 14,00 Demmin . _ Anklam l'. . . . . . . . . . 12,00 Breslau . . . . . . . . . . . 11,80 12,00 14,00 15,00

12,00

153 12,30 11,70

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Iauer. . . . . . . . . . . . . Eilenburg . . . . . . . . . . . Bruchsal. . . . . . . . . . . . Arnstadt 1. T5. . . .

Bemerkungen.

Personal-Veräudernngen.

Königlith Preußistbe Arn1ee.

Offtziere, Fähnrichexc. Ernennungen, Beförderungzn und Versetzungen. Jm akttven Heere. Berlin, 7. Marz. v. Basedow, Major tm Generglftabe des Gouvernements von Mainz, 1). Friedeburg, Haupjm. rm Generalstabs des Gardc-Korps, _in den Großen Heneralftah, v. Wussow, Hauptm. 21111 511110 des Inf. Regts. Prxnz Mons von Anbalt-Deffau (5. Pomm.) Nr. 42, zugejbxtlt ' dem Gjroßen Gcneralstabe, unter Be- fotderun zun; uberzabl. Maxor uud Velaffung beim Großen _Genergl abe, m den Genercxlstab der Armee, v. Harbou, Hauptm. tm Großen Generalstabs, m den Generalstab des (Gouvernements von Mann, 1). Berge 11. Herrendorff, Häuptm.' im Großen Generalstabs, in den Generalstab des Garde-Korps, _ verseyt. Schmißt'v. Hirschfelde, Haupttu, bisher persönlicher Adjutant des bxch1eltgen Erbvrmzen von Sachsen-Coburg und Gotha Königlichkr Hohett, untxr Belaffung 51:1 511110 des 6. Tbüring. Jnf. Regts. Nr. 95, aus zwei Monate 3111: Dienstleistung bei dxs Herzogs yon Sachsen-Cohurg und_G015a Koniglicber Hoheit kommandiert.

_ Ybsch1edshew1l11gungem Jm aktiven Heere. Berlin, (. Marz. Stertwolf, Lt. im_ Schleswig-Holstein. Pion. Bax. N;. 9, „scbe1det mtt _dem 21. M*arz d. J. aus dem Heere aus und wird 11:11 dem 22. Mgrz d; I. als _Lt. mit seinem bisheri en Patent m_der Schutztrupvk surSudwést-Asrika, Küster, Lt. im auenburg. Jager-Bat; Nr. _9, scbetde't mit dem 4. Avril d. J. aus dkm Heere aus und, wtrd 11111 dkm 5. Apxil d. I. 1118 Lt. mit seinem bisherigrn Patent m der SÖustn-pre fur Deutsch-Oftafrika, _ wiederangefteüt.

Jm Beurlaubtenstande. Berlin, 7. März. choebel, Hauptm. der Res. des'Schkes. Pion. Bats. Nr. 6, mit Psnfion und der Landw. Armee-Unrwrm der Abschied bewilligt. Ostermann, Oberlt. der Nes. des Felx-Art. Regis. von Scharnhorst (1. Hannod.) Nr. 10, behufs Ukbertttjts zur Marine (Res. der Matrosen-Art.) auxgescbieden. 0. 23111110er (Willy), Lt. der Res. des Garde- Fus. ngts . dsx Ybscbted bewiüigt.

Jm Santtats-Korvs. Bremen, 3. März. Die Assist. Axrxte: _Hr. Keyl betm 2. Garde-Regt. z. F., 1)1'. Badstübncr benz: Konxgs-Jnf. Regt. Nr. 145, 131. Pannwiß Leim Festungs- gefangmß m Spandau, 1)1-. Jaebn bei der Feld-Art. Sch1kßschule, Dr. HaberltngKmbn Inf. Regt. Graf Bose (1. Tbüring.) Nr. 31, _ 111 ,Oberarzten, Or. Langbeld, Unterarzt bei der Unxeroff. 'Schule 111 P0t§dam, Brücber, Unterarzt beim Inf. Regt.

nnz Frxexr1ch_ der Ntederlande (2. Westfäl.) N:. 15, _ zu Axfist.

erzten; dre Wfist. Aerzte ker Res.: 1)1'. Linke des Landw. Bezirks Lauban, 131". M'odrze des Landw. szikks Rastatt, ])1'. SÖmidt dcs Landw. Beztxks Rostock, 131". Radmann dcs Landw. Bezirks Beuthen, H1.H1nze des Landw. Bezirks 111 Berlin, Pauly dks Landw.'Beztrks Osterode, 1)r. Körner des Landw. Bezirks 111 Berlin, Dr. Brbler, des Landw. Beznks Freiburg, 1)1'. Kaußmann des andw. Bsztrls Stockach, ])r. Paulssen des Landw. Bezirks Etsenacb, 131. ' Lachmann des Landw. Bezirks Rawitscb, Dr. Jan cr111us des Landw. Bezirks Frankfurt a. M., Dr. app kes Landw. Bezirks Mülheim a. d. Ruhr, 1)1'. Schrakxer kes. Landw. Bezirks Beuthen, 1)r. Vigener des Landw. Bezuks Wteébgden, Dr. Seelborst des Landw. Béjikks St. Johann, 1)r. Schm1d1dck Landeezirks Mescbkde, 111. Stein- hoff des Lankw. Bezirks Kreuzburg, 1)1'. Winfelmann des Landw. Bezirk? 111 Berltn, 1)r'. Hübner des Landw. Bezirks Görlis, 1)r, Ztmmxrmann des Landw. Bezirks Köln, Wollermann des Lgndw. sz1rks CeUe, 1)r. Schaeffer des Landw. Bezirks Siegen; dre Assst. Axrzte der Landw. 1. Aufgebots: 1)r. Oberdörffer des Landw. Bezirks Bonn, 191. Tbode des Landw. Bezirks Rostock, Dr.tBu des Landw. Bezxrks 1 Münster, 131". Damrow kes Landw. Beztrxs Stettin, 1)r. Egßeling des Landw. Bezirks Straßburg, _ zu Oberarzten; die Unterärxte der Res.: 131. Sultan, 1)1'. Fleischer des Landw. Bezirks Königsberg, 1)r. Lüdemann des Landw. Bezirks 111 Berlin, ])1'. Morgenroth des Landw. Bezirks Stettin, 1)1'. Jangscb, 1)r. Horneffer, Or. Krüger des Landw. Bezirks 111 Bexlm, 1)1'. Höhne des Landw. Bezirks Kottbus, dieser unter gleich- zeittÉer Anstellung 1111 aktiven Sanitäts - Korps und zwar beim Z., roßberzogl. Hess. Inf. Regt. (Leib - ngt) Nr. 117, 131. ts 15er des Landw. Bezuks Magdeburg, 1)1'. Köhl er des Landw.

eztrks 21118115ng . Frölick; res Landw. Bezirks Bitterfeld, 1)r. Döring des Landw. Bezirks Halle a. S., Dr. Freund dks Landw. Bezirks 1 Breslau, 1)1-. Fernbols des Landw. Bezirks 11 Münster, 131. Beider des Landw. Bezirks Geldern, 1)1'. Preyß des_Latzdw. Be irks Duffeldorf, 1)1* Roßkotben des Landw. Bezirks Malbun: a. d. ubr, 1)1-. Mund, 1)1'. Grothe des Landw. Bezirks Koln, 1)r. Geldxrblvm des Landw. Bezirks Bonn, Dr. Dobbertin des Landw. Beztrks Rostock, 131“. Westhoff des Landw. Bezirks 1 Bremm, Dr. Hacke des Laudw-Bezirkö Hannover, Dr. Kauff- mann des Landw. Bezirks 111 Berlin, Dr. Bachmann des Landw. Bezirks Weimar, 111“. Marcks des Landw. Bezirks Ank1am, 1)_r. Tromdeorff, 1)r. Schönewald des Landw. Benrks Havelberg, Magenau des Landw. Bezirks Mannheim, 1)r.„Pfe1fer des Landw. Bezirks Freiburg, 131“. Plewe des Landw. Beyrks Thorn, _ zu Assist. Aerzten, _ befördert. Die Assist.

' , , Die v?xkaufte Menge wi_rd aufstvMe Doppelzentner und d Em [regender Strtch (_) 111 den Spalten fur Pretjc bat die Bedeutung, daß der betreffende Preis nicht vorgekommen ist, ein

H a f e r. 13,00 12,90 13,20 12.70 12.30 12,40 13,40 12,40 12.80 13,00

13W 14V ck00 16V U01 LTW ck00 15W ck00 1TW 10% 12W

16,00 13.30 13,00 12,80 13,00 15,50 16,00 14,60

12,00 12,50 12.40 11,90 12,60

12,00 11,30

12,50 12,40 12,80 12,50 11,90 12,00 13,00

12.40 12,00 14,50 13,40

12.50 12,70 12,80 12,60 1 2,30 12,00 13,00

12,40 12,00 14,60 13,40

13,00 13,10 13,20 12,80 12,70 12,40 13,40 12,40 12,80 13,00

13,60 14,50 14,00 16 60 17,20 18,82 17,00 16,00 15,50 17,00 16,25 13,40

16,80 13,30 13,20 13,00 13,00 15,50 16,00 . 14,60 23

16,00 17,00 16,67 15,60 15,40 15,20

15,60 16,80 14,52 14,90 15,10 15,20

15,20 16,80 13,98 14,80 15,00 14,80

15,35 12,30

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12 50 12,10 12,00 14,00 15,00

12,60 17,49 15,50 13,00 12,80 12,60 12,50 15,00 15.50 14,20

12,30 16,66 15.00 13,00 12,60 12,30 12,50 15,00 15,50 14,00

Aerzte: Or. Cxemer beim Kadettenbause in Oranienstein, zum SÖleSwig-Holstexn. Ulan. Regt. Nr. 15, Dr. Westenboeffer bxim Schleéwrg-Holsxetn. Ulan. Regt. Nr. 15, zum Inf. Rxgt. Nr. 137, Dr. Meyer betm 2. Hannov. Ulan. Regt. Nr. 14, zum Drag. Regt. von Wedel (Pomm) Nr. 11, Dr. Schulz beim Drag. Regt. von Wedel (Pomm) Nr. 11,“ zum Inf. Regt. von Winterfeldt (2. Ober- schl_es.) Nr. 23, Kob bonn L_)rag. Regt. König Albert von Sachsen (Ostpreuß) Nr. 10, zum Kur. Regt. Graf Wrangel (Ostpreuß) Nr. 3, _, vsrseßt.' 1)1* Knosve, Wüst. Arzt beim Feld-Art. Regt. von Podbtelskr (N1edUschles.er._5, aus dem aktiven Sanitäts-Kotps außgeschteden und zu den Sanitats-Oxfizieren der Res. übergetreten. Dx. Sellerbeck, „Gen. _Arzt, Div. Arzt der 2. Garde-Jnf. Div., unt Pension und semer [Ztsberigen Uniform, Or. Wußdorff, Ober- Stabßarzt 2.“ Kl. der Rey. des Landw. Bezirks 111 Berlin, mit seiner btsberrgen Umform, Dr. D o 111 11125 , Oberarzt der Res. des Landw. Bezirks Ascherßleben, 131“. Buschmann, Oberarzt der Res. des Landw. Bez. Hamburg, letzterem behufs Uebertritts zur Marine; den Stabsärxten der Landw. 1. Aufgebots: 1)1*. Kaliebe kes Landw. Bezirks Naugard, 131. „Goldstetn des Landw. Bezirks Glogau, 1)1'. Thier des Landw. Beztrks Aachen, 111. Stahl des Landw. Bezirks Neuwied, 1)1*. Fcustell de_s Landw. Bemks 1 Braunschweig, 1)r. Backhaus dcs Landw. Bcznks Hexßfeld, 1)1'. Krafft dcs Landw. Bezitks Donaueschingen, Dx, Wetnbold, Okerarzt der Landw. 1. Aufgebots des Landw. Bcztrks 1 Breslau, _ der Abscbikd bewiüigt. Dr. 1). Geyer zu ,Lauf, Oberarzt der Landw. 1. Aufgebots des Landw. Bezirks Fretburg, Dr. Schmalfuß, Oberarzt der Landw. 2. Aufgebots des _Landw. Bezirks Köln, Dr. Schmücking, Oberarzt der Landw. 2. Aufgebots des Landw.Bezi1ks 1 Braunschweig, _ dsr

Abschied bewilligt. _ Marine-Justizbeamte.

Durch Verfugu_nq des General-Auditeurs der Armee und Marine. 3. Marz. Oelker. Marine-Auditeur, kommandiert 3111111. Gxscbwader, vom 1. April 1899 ab zur Marine-Station der Osijee verjeßt.

21111. (Königlich Württembergisches) Armce-Kortis. . Jm Sanitäxs-„Korvs. 6. März. Dr.Herter, Stabßarzt 1111 Man. RLX" Kön1g_Kczrl Nr. 19, zum Bals. Arzt des 3. Bals. Inf. ngtZ. atser Friedrich, König von Preußen Nr. 125 ernannt. 1)1*. Holztnger, Obexarzt im Inf. Regt. Kaiser Wilhelm, König 1-“011 Preußxn Nr. 120, m das Ulan. Regt. Köni Karl Nr. 19 verseßt. Dte Unterarztc: ])r. Marcus 170111 Landw. * ezirk Stuttgart, Dr. Flammer vom_ Gren. Regt. Königin Olga Nr. 119, 131". Rau 170111 Landw. Beznk Stuttsxart, _ zu Assin. Aerzten befördert. Kn1es, Siabsarzt der Re]. Vom Landw. Bczirk Raveasburg, 1)r. Y_ayer, Crabs- und Vals. Arzt im Inf. Regt. Kaiser Friedrich, Komg von Preyßen Nr. 125, mit der gesetzlichen Pension, _ der Abscbred bewilUgt. Kaiserliche Marine.

Berltn_,Sch19ß_, 7. März. v. Knorr, Admiral, in Ge- nxbwtgungse111es AO1ch1edsgefuches,von der Stellung als komman- dtßrender_Adm1ralentb11ndqn und mit der geseßlichen Penfion zur Wp._ gesteüt; derse1be tft sexner k 10. 811110 des See-Ofäzinkorps in den Ltften der Marme zu „fuhren. v. Diederichs, Btze-Admiral, ngchMaßgabe d§s_CtatS1n das Eebalx seiner Charge eingerückt. Ge1ßler, „Kaprtan zur See, Inspekteur der Marine-Arx, zum Kontre-Adrmral befördert. ,v. Schuckmann, Kapitän zur "See, den Charakter qls KonlrexAdmtral verliebm erhalten.

Berlin, ?. Marz. Ostermann, Obstlt. im Landw. Bezixk Barmen, btsber in der Res. des Feld-Art. Regis. von Scharnhorst (1.Hannyv.) _Nr. 10, bei den beurlaubten Offizieren der Marine und zwaxsttä1ttt semem Patent als Oberlt. der Res. der Matrosen-Art. ange e .

Deutscher Reichstag. 53. Sißung vom 10. März 1899, 1 Uhr.

_ Die zwxite Berathunq des ReichshaushalM-Etats fxxsrßt1899 Mrd bet den Etats der Schußgebiete fort- 9 e .

Yräfident Graf von Vallestrem macht darauf aufmerksam, daß fur die Beratbung der Etats der Schu gebiete und des Aus- wart en Amts nur drei T:! : zur Verfügung eben; sollte in diesen dxei_ en das Pensum ni t erledigt werden, so würde er fitb ge- notbxqt sehen, medßßungen vorzuschlagen.

(Z éßn Beruht erstattet der Abg. Prinz von Arenberg en ..

Fürdas ostafrikanischeSchußgebietsde495500046 awsgeworjm. „Davon sind von der Kommission 250000 «45 den den emmaltgen AUSJaben gestrichen, deren Wiedereinseßung von dem Abg.1)r.Gr§1fen zu Stolberg:Wernigerode d. kons.) beantragt wrrd. Bei den Au0gaben für die

ivilverwaltung kommt

1231

12.72 12.20. 12,25 13,00 12,40 12,50

1435 13,50 13,50 14V 14W

16,91 16,02 15,30 15,20 15,15 15,10 15,24 17,00

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--P-NF--»»«yy.-«83.99§§99.§.

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13

er Verkaufswertb auf 11002 Mark abgerundet mit etheilt. Der Du nitts reis w' 5 s d unkt (.) in den «Ln s n au en unaeFerundeten Zahlen WW.

Spalten, daß entspr ender Bericht fsb lt.

Abg. Bebel (Sox) auf d7e Broschüre des Herrn eters u spreehen. Bezüglich seiner (des Redners) Person babe PZero msn" Unwabres behaupxet. Ebenso enthalte die Broschüre des Herrn von Caxnap uber xbn Unwabres. Die Auslassungen das Herrn Bau- mann,bajten ebenfaUsjAufseben erregt. Der Koloniai-Abreißkalender 5qu xa auch Illustraxjonen gehracht über die Hängescenen in Ost- Asxtka. Jn1 aügememen set u'ber Ost-Afrika nicht viel zu sagen. W1115schaftl1che Erfylge [eren nicht erzielt worden; der Friede werde 1111: Augenblxckßßestyrt; dre Empörungen der Eingeborenen erforderten fortwahrend Kriegßxuge z11r Herstellung des Friedens.

Dtrektor der Kolomal-Abtbeilung im Außwärtigen Amt 131". vpn,„VÖ11chka:_ _Meine Herzen! Der Herr Vorredner ist auf 1712 'm „_zbren Handen bkfinditcbe Broschüre des Herrn 131“. Peters .Mtßbrauch der Amts-zewalt' zurückgekommen; ich nehme hieraus Yolaß, dcn Standpunkt de'r ReichSregierung dahin zu präzi- 1ieren, daß dte'Grundlage unserer Beziehungen zu der ganzen Peters-Fxgge ledtglub ,das gegßn den Dr. Karl Peters ergangene rechtsqutttge . Dtßzipltnarurtbetl ist, und ich habe keinen An- laß, m1ch tmt dem 131. Karl Peters nocb ikst auf retrospektive Crorterungßn daruber emzulafsen, ob das DiSziplmarverfabren gegen 1bn„ gerscbtferttgt war oder 111301. Es ist ja bereits Don seiten der Re1chsxP0stvcrwaltun§ Strafantrag gestelit worden wegen dsr völlig unq_u011fizterbaren Be auvtungen, die Dr. Peters in Bezug auf die PojtverWaltung gemacht hat. Jeb habe mir diese [ugscbrift darauf angesehen. oh 101) auch Veranlaffung haben könnte, trafantrag gegen den 111". Patch zu stellxn. Ich. bin zu dem Resultat gekommen, da das fur m1ch„ nach memxr Memun nicht erforderlich ist. Ick wi nur noch [;_mwetscn aus ,die böcbt unpassenden Bemeykungen des Dr. Peters uker den Gebemten Legations-Ratb Hellwig, der in dem Verfahren gegen Peters beauftragt war mit der Ausübun der Funk- t10ne_n der StaZtSanwaltscbaft. Hsrr Geheimer Lsgaxions- atb Hellwig bfat tn der Auéubung der Funktionen der Staatöanwaltschast lediglich cmem_dzenstlrchen Befehl Folge geleistet, und damit fallen alle jene ungebongen Bewerkungen der Broschüre, die sich auf Herrn Hellwig bez1eben , yoüstandig zusammen, Und ich glaube, es genügt für uzicb und fur den Standvunkt der Verwaltung, der ich vorzusteben d1e„ Ehre babe, wenn wir diese Broschüre bier nieerigkr hängen. Soviel, meme'Herroen, über den Herrn Dr. _Peterß! Auf den all„Baumann babe 1ch keme Veranlassung. bier 1105er einzugeben. Lk HM Abg. Bebel hat dann darauf aufttzerksam gkmacbt, das; in einem hier in Berlin im Vkrlage pon W1lhelm Buchholz erschienenen Kolonial- Abretßkaiender sich dre: Jnustrationen aus Südwest- Afrika über die Voryabme r_onH1n11chtungen vorfindkxt. Ich erkläre zunächst, daß die Rxgterung d1esem Unternehmen vollstandig fernstebt; es ist ein rein privates 11nternebmerz, auf das wir keinerlei Einfluß haben, mit dem wir ub_erbaupt 1111515111 tbun haben. Im übrigen stehe ich nicht 1111, zu erklaren, daß 1117 diese Aufnahme von drei Illustrationen über die Vornahme yon ;Hmrtchtungen für böchft unpassend halte und daß 111) es aufs außer te bedaure, daß der Verleger diese Bilder auf- gxnommkn bak._ Der Hsrr Upg. Bebel hat dann schließlich noch seine SZeUunggegenuber der Kolonie Ostafrika im allgemeinen gekennzeichnet. Dte Ausmbrungen des Herrn Vyrrednns haben mir nach dteser Richtung bin ntchts Neucs geboten. C? rst ja der alte bekannte Standpunkt der Zerren. Wenn bervoxgebobenzst, daß die Kriegszüge gegen fich empörende

1ngehorxne p_on 3211 zu Ze1t immer wiederkehren, so möchte ich doch 17010111 htnwxuen, daß durch die Befiegung des Quawa in neuerer Zeit 1311 Paz1fikgtwn des Landes im Großen und Ganzen durchgeführt ift. Daß noch Cmporquen von Eingeborenen lokaler Natur hier und da vor- koxnmen, ift ntch16 Auffalxendes. Diese Empörungen werden sie!; aber mtt der forxschrettenden Zivilisation immer mehr und mehr vermin- dern, und mwlge dessen werden sich auch die hierdurch verursachten Kosten immer mehr vermindern. chglaube doch, daß die KolomeOft- afnka etwas aussichtSvoiler ist, als wte es der Herr Abg. Bebel darstellt, und wenn es uns exst gelungen sein wird, sie durcb rationelle Anlage von Etjenhahnen _fur Kultur und Zivilisation zugänglicher zu machen, dann bm 1111 fest uberzeugt, daß wir an Ostafrika auch demnächst auch unsere Freude haben werden.

Abg._1)1*. Lieber (Zentr.): Für das Zentrum ist stets eben- falls endgultig abgetban. Wenn eine Vertbeidigungschr ft, die für ibn erfahrenen ist. davon sprach, daß die Angriffe des Zentrums und der Sozialdemokraten auf Peters die Antwort darauf seien, daß ?)eiexs Fur die Vermehrung der Flotte eingetreten sei, so ift das eine cbmabltcbe Jnfinuattqn; denn die Haltung des Zentrums beim Kottengefxß mczcbt, eme solcbx Infinuatiou vollstandig grundlos.

e_duer tmt dafur em, daß endltch den Gebrüdern Denbardt die Ent- scbadigurz gewßbrt werde,für die Schäden, weiche ihnen durch Zer- störung't res Ergentbums tm Sultanat Witu zugefügt seien.

Direktor der Kolonial - Abtheilung im Auswärtigen Amt Dr. von Buchka: Meine tren! kann dem rrn Vorrednex ßenenuber im, wesent ichen nur darauf Bezug ue men, was mem Vettrxter m der Petitionskommission, in we dtese Angelegenbett auch bereits verhandelt worden ist, er- klärt bat. ' Daß ,die Reichöregierung auch nur impchts eine _Verpflubtung ihrerseits zu einer Entschädigung für die berudex Denbardt anerkannt hat, i| mir nicht gegenwärt , und das mochte :ck auch bezweifeln. Soviel 1 weiß, hat sich ie regierung immer auf den Standpunkt ge elit, daß eine rechtliche Ver-

kbrerseits, die Gebrüder Deukardt' "“ xu entscbäd en für die- "! , welehe fie darth Hie Aufgabe Witus et babw, Y bestehe; und 11: bat weiter den Staudvunkt *bertreten, den mein Herr Anuborgänge: das lxßte Mal, wie diese Sache im Reilbstage verhandelt wurde. in der Petitionskommi fion vväzisiert bat, daß auch eine moralische Vervfiitbtuug für das bier nicht ohne weiteres anzuerkennen sei. Nun, meine Herren, ich stehe auf dem Standpunxt, daß eine techtliche Verpflichtung _für das Reich zyt Entstbädigung fur die Gebrüder Deubatdt schwerlub wird konstrmert werden _könuen. Ueber eine moralische Verpflichtung des Reiches zur Eniscbadigung der Gebrüder Denbardt wird man verschiedener Anficht_ sem können. Man wird auf der einen Seite sagen können: die Gebruder Deubardt mußten von vornherein damit rechnen, daß sie ein außexordeuxkckz großes Risiko liefen, wie fie nacb Witu gingen, und wenn dtes R1fiko zu ihrem Schaden außgescblagen ist, so haben sie eben diesen Schaden allein zu tragen. Andererseits wird _man aber meiner persönltcben Meinung nach doch auch der Erwagung eine gewisse Berechtigun nicht versauen können, daß es doch immer Deutsche find, welcbe dur politistbe Maßnahmen. die sie nicht voraussesebeu haben, und die fie jedenfalls nicbt verschuldet haben, in Schaden. gekowmen find, und daher würde ich für meine ersoa geneigt sem, eme Entschadi ung der Gebrüder Denbardt zu efi'nworten._ Es fcwabxn augenbli lieb Verhandlungen über die Frage, ob dtese Entscbadtgung fich wird realisieren lassen. Wie diese Verhandlungen austallsn, darüber kann ich in diesem Augenblick keine Auskunft geben; ich werde meine Be- mühungen fortseyen, soweit an mir liegt. eine derartige Entschädigung herbeizuführen. Sie, meine Herren, wissen aber ganz genau, daß die Entscheiduna nicht ausschließlich bei mir liegt, und ich muß daher der Zukunft das weitere überlaffen. Vom Standpunkt der Kolonialverwaltung _ das möchte ich noch einmal erklären _ babe ich allerdings ein gewiffes Jatereffe, daß diese Beschwerden der Gebrüder -Denbardt, welcbe fich so lange 211511: 5111- durchzieben und nicht 1111 Ruhe kommen wouen , do:!) endlich einmal auf irgend eine Weise aus der Welt geschafft werden.

Aba. von Kardorff (Rp.): In dem Vertrage über Witu sieht ausdrücklich, daß alle Deutschen voll entschädigt werden sollten. Herr Bebel stüßie sich bezüglich des Hsrrn Peters auf einen Brief, den Bischof Tucker geschrieben haben jolLte. Dieser Brief war eine xeine Erfindung. P:!ers bat jkdcnfalls eine sehr harte Strafe erlttten gegenüber den großen Verdiensten, die er ßch erworben hat. Daß Peters nicht überall so niedrig gejcbäßt wird, wie von Herrn Bebel. beweist der Umstarxd, daß ec_ an die SFM einer großen engltschcn Expedition zur E:sorfcbung Afrikas aefte t ist. . _

Direktor der Kolonial-Abtbeilung im AwaarttgenYmt 131". von Buchta: Meine Herren! Ich Weiß e1gen11ich mcbt, was Herr von Kardorff 11011) von mir will. Ich habe erklärt, daß ich es für meine Pßrson für wünschenswert!) baltc _ ganz_ab- gesehen von der Frage, ob ein Rechtsanspruch dt'r Gebrudec Denbardt cxéstiert oder nicht _, diese in angemessener Wense abzufinden, weil es mir als Leiter der Kolonialverwaldtung . un- angenehm ist, daß diese alte fchwärcnde Wunde immer“ wc1ter e1tert, und ich deshalb diese Leutz zufriedengßstellt haben 111111. Ick habe daher in Aussicht gestellt, daß ich, somel an mir ltch, a'Ües„ thun will, was in meiner Macht stsbt, um disses Resulxat hxrhetzufubren; da ich aber andererseits allein nicht imßande bm, dien? Résultat herbeizuführen, so kann 111) auch kxine Verwrecbungen fux dxe Z_1Zkunft abgeben. Damit, meine ich, münen s1ch die Hcrren, 011 |:!) m_r die Gebrüder Denbardt inieresfisren, vorläufig begnügen. Die Sache wird ihren gcschäftßmär'xigen Gang gsben. und ich kan_n.r1111: noa) der Hoffnung Au§druck gzben, das; eine 0112 Theile bejrtcdtgendc Ent- schädigung dsr Gsbrüdcx Denbakdt b€rbciqefübrt werden ,moge. "

Abg. Bebel bkdauett, daß er binsicht1ich dks BULfLÖ getauscht worden sei. Jedenfalls habe die Sache tbte Eeledtguxtg gefunden und Herr Petcrs sei nach gründlicher Untersuchung bestraft wordexx.

Abg. Graf von Oriola (nl,) tritt ebsnfaUs fur die Gcbrurer Denbardt ein. ' . .

Abg. Dr. Arendt (Rp.) ntmmt Hexrn Peters 111 Schuß. Seme BesÖuldigung dcr Reichspost sei bé'däUkkliÖ. Aber er sei zu Unrecht gemaßreßeit werden, denn das ganz? Diöziplinawexfabren set durch eine Mystifikation des Reichstages amd der Kolcnialverwaltung durch den Aba. Bebsl bérvorgkrufen wmdkn. Herr Bebek habe nicht einmgl das Misfionsblatt bxzeicbnen können, 111 Den: der 011921311152 Brtef abgedruckt ewesen sei. Der Abg. Bebel bab: ferner erkxart, daf; ibm dir Yiaäoricbt von dem Briefe erst am Vormittag des bctrcffendcn Sitzungstages zugegangen sei. Er sollte dycb nun einmal die Quelle nennen, aus der ihm kme solche Verleumdung zuakfloffen sei. Er (Redner) wolle es nur kenn- zeichnen, daß der Abg. Bebel die Quelle einer ais unrichtig erwietenetz Behauptung nicht nennen 1130118. Die Vermtheilung Peters) set hauptsächlich auf Grund der Aussage des Hörrn Baumann erfolgt. Was der Abg. Bebel über Peters,erzä51t habe, über die Hinrichtung einer Konkubine und ihres Lékbbabxrs, fei gerichklicv als durchaus unrichtig erwiesen worden. Herr Baumann habe unter 0111.11 Umständen einen Falscbcid aeleifiet. Das: dem Abg. Bebel der Triumph geworden sei, die Dienstentlaffung 513813107 herbeizuführen, sei zu bedauern. Er (Redner) würde lieber geßeben baden, wenn vor dem Lande festqestellt worden wäre, daß der Abg. Bkbel ungerech_1- fertigte Angriffe Vorgebracht habe; er bab_e einen der Bahnbreckper fur die deutsch? Kolonialpolitik aus dem deutjcben Dienst getriehm. _

Abg.1)r. Graf zu Stolberq-Werniaerode (d.kon1.) erklart namens seiner Freunde, daßdas Reich die Pflicht habe, den Brüdern Deubardt eine ausreichende Entsckoädigung zu gewähren.

Aba. Bebel behauptet, was ihm zugetra en worden, sei aus ganz zuverlässiger Quelle gekommen, aucb gericht ich von Herrn Peters nicbt widerlegt woxden. Die Urheber seiner Mijtbeilungen xu nennen, babe er keine Vöranlaffung. Er habe nicht die Absicht, den Dknun- zianten zu machen. Der von Herrn Dr. Arendt beschuldigte Herr Baumann werde fich ja wohl zu vettbekdigen wissen.

Nachdem der Abg. 131". Axendt nochmals für Peter;: ein- Fetreten, werden die ordentltchcn AUSgaben für Oft-Afrika

ewilligt. Aus g abcn befinden sich

Unter den einmaligen ' 300000 „14 zur Hersteüung emos Schwimmdocks in

Dar:es=Salaam.

Abg. Frese (fr. Vgg.) weist darauf hin, daß die Breite von 6 111 zu gering erscheine, daß s1e selbst dem gegenwärtigewBedürfniß kaum entspreche. Man hätte wohl an der Lange„ aber „m(bt an der Breite sparen sollen, um zwei Schiffe zu gletcher Znt docken zu können. Erfreulicberweise sei in Au§ficht genommen, das Dock so ein- 1urichten, daß xs vergrößert werden könne. _

Korvettenkapitän Faber hält es für ßnanziell und_1echnisch un- Weckmäßig, das Dock so breit zu machen, daß 11.1011 1we1 Schiffe auf Znnxal decken könne; da müßte schließlich ein Schiff auf das andere

ar en.

Die AuSgabe wird bewiUigt. _ _

Zur Erwerbung, Instandsetzung und Betrtcb dcr E1sen_: bahn T0nga-Mubesa werden 2000000 . & verlangt. D1e Kommisfton hat 250000 „40 gestrichen.

Abg. Dr. Graf zu Stolbera-Wernigerode beantragt die Wiederberstellung der Vorlage. Einen schnellkn Gewinn könne man au_s den Kolonien nicht ziehen. Es werde einer Jahrzehnte langen mubsamen, angeßrengjen Arbeit bedürfxn, ebe fie einen Gewinn ab- werfen. Ein schiffbare: Fluß sei nicht vorhanden, man müsse Eisenbahnen auen. Der Bau sei an sich ein rationelles Unternehmen, aber es seien dabei ebler gxmacht worden; der Bau sei zu tbeuer geworden, weil man 0 e europaiscbe Schablone babe anwenden wollen. Das sei nicht wunderbar. denn esfeble an Erfahrungen. Der Kolonial-Direktor habe “mit- der Gesellschaft genau abggrecbnet; die Forderung der Reßierung sieUe das Minimum dax. Glnchwobl habe die Kommission 250000.“ aWÉeßU Man habe die neben der Bahn liegenden Landstreifen wohl 11 t genugendxocb geschävt. An den250000014so111e man das Unter- nehmen, das exne nationa1e Bedeutun habe, nicht scheitern lassen; es sei die erste Etsenbabn, die mit deutf em Gelbe in deutschen Kolonien

gebaut sei. Wenn dieses erfte Unternehmen mit einer Läquidation endige, werde das Ausland Deutschland auslacben.

Abg. Frese: kein schiffbare: Fluß in dem Sch gebiet vor- handen tft, bedauere ck auch. Aber die Va 11, um die es handelt, wird weder für beute noch für die Zukunft die erwartxten Erfolge haben. Die Gesellschaft wird das dvr di: Kommission emxescbränkte Angebot geen annehmen, um freie Hand zu bekommen für dte Zentral- babn. Die Rentabilität_der Babu ist durchauß zweifelhaft, wZil sie von dem Kaffoepreise abbaugigiß. Der Kaffee wtrd aber in den nachsten Jahren, schwerlich den Preis wieder e_rreuben, den_ er frübxr batte. Daß man zum Kaffexbau greift, ift erklaclich; er tragt aÜerdmgs erst im vierten Jahre Früchte, aber er tft weniger den Gefahren der Mitte- run ausgeseßi. Dgraus erklärt sicb die Uebervroduktion an Kaffee, die 20 groß ist, da "eine baldige Preissteiserung nicht erwartetwerdxn kann. Die Gesell (haft bat die Unternehmung auf eigene Faust ge- matbt. Helfen kann das Reich mcbt; denn . folckoe Unxerneßmunzen find andetwärts vielleicht zukunftsvoll und der Unterftusung wertb, Yer in diesem Fall hat die Unterftüsung fur absehbare Zeit keinen

11 en.

BDirekior dec Kolonial - Abtheilung 1)r. v o 11 B uch ka: Meine Herren! Ich kann, _das Be; dauern des Herrn Abg. "Frese darüber mcht tbetlen, daß ein Umschwung der Auffa ung stattgefunden haben soll zu Gunsten der Wiederbersteüun der _in der. Kommission gestrichenen Position von 250000 .“ Zeh m-Zcbte vielmehr das ho_b_e Haus dringend bitten, dem Anna e des pexrn Abg. Grafen zu Stolberg- Wernigerod: auf Wiederber 01111117; dteses „abgejevten Postens von 250000 .“ zuzustimmen. Meme erreg, 1111 habe, 111811112111 in .der Kommiffion abgegebenen Versprechen axmaß, Verhandlungen emgele1tet mit den berufenen Vertrejern der lljambgra-Gexellscbast. Der Herr Abg. Frese hat in seinen Ausführungen die Ujamdara-Geseüszchaft und die Ostafrikaniscbe Geseascbaft nich? immsr in dcr.meir_1er Anncht yacb wünschenswertben Weise auseinander gehalten. _Die Usaxnbara-Gejeü- schaft ist die Eigentbümerin der Babu, ynd' 11111 1br„ musjcrx wtr.uns über den Ankauf dieser Eisenbahn derstandtaexi. Die Oxtamkamfche Gesellschaft ift nur die Gläubigerin der _Uyambara-Gestmcbaft. _ Dies in-Parentbese. Die Veerter der, Ujawbaxa-Geseüjckxßx haben mir kurz und bündig erklärt, dax; fie mcbt xm stande waren, ihrem AufsichtSratb den Abschluß des Vkrtrages 1111161- Abstrich des Betrages von 250 000 „46 zu empfehlen. Sie haben mir gegenuber genen) ge- macht, da?; dann die Aktionäre nur den Bstcag 13011 10 % bekamen, und fi? wären nicht in der Lage, 0113 ihren Aftwnaren zuzumutheu. Sie haken darauf hingewiesen, daß die 800000016, w€lche als_Dar- lebenésch11id gegenüber der Deu1sch:Ojt;1-fr1tkamsch§en Geseüjcpast 1:1 561 Denkschrift aufgeführt find, nicbt dre 111113113111 «Müden 81811, dte die Usambara-Eisendahngeseüschaft babe, sorzdcrn daß noch «019010111 von 50., 60000 .“ binzukämen, w:oß d1e SchUiden dex GcscUychast mindestens den Betrag von 850000 .“. 8112109811. Ztebt man 111111 diese 850 000 .“ von der Summe Von 1 "050000 „16- ab, welche dxe Gesellschaft nach Beschluß der hoben Kommtmxn bskomxnen 1011,_ [o würden für die Aktionäre nur 200 000 .«1, d. 1. 104% 113120 Uktrerz- kapitals, übrig bleiben, und bei dre:er La,;e dsr “Hache 11111110 512 Geseusckxaft dann beser stehen, _wc-nn fie L_s darauf anwxmmn l_teßc. Es würde dann das Resultat 811111171111, 13013, 11101111 der Re1chszu|ch1ß von 60000 „40 vro Monat 80111 1. 2113111 12. _I. ao weggefqlien_ 181n wird, die Gefeüscbaft 1111171 in der Lage 1em wuxde, dcn Betxteb l_anger aufrecht zu erhalten; sie würde den thrieb 611111611011, 83 1131110: 111 die Liquidajion eingetreten werden münm und dex _Bahrzbau 1129811 bleiben. Andererseirs glaube ich auch, daß diex Ottasrtfgmsche Gesca- schaft schli-xßlicb im laßten Rename: b?11€1_1161)1'11_'w11kxé, wenn |L unter dicsen Umständen die Sache [aufm 111138. _Sre wurde dann 1.11 der Lage sein, ihre Darlebnsfqrderungen 19011 800 000- .«1 gegen dre GeseÜWCft einzuklagcn, die Ujamkara-GZUUWUT wurde verurtbeüt

im Auswärtigen Amt

" werden, und fie würde das hervéglicb: und das unbeweglickaermögen

der 11Tambara-Gcsellschaft péäqden lassen und mit _Rückjnbt auf den Grundbefiß derselben mögl1ch€rwe11e fiko noch bemcr sxeven, als wenn der Vertrag auf disser Bafis angsnommen Mrdén wurdeßUnd nun, meine erren, die nationale Berßuxnnz, 111811198 doch die Sache bat! Die Engländer schausn keine Mtttsl,_11z.11 dre Cnenhabrz _von Mombasa nach Uganda, welche f1"1_r si“: 511119111711 11111 eme m111tar_tf_che Bkdcutung bat, auszubauen; die Cixenhqbn 1_11_1:§t 1119011 auf_der Yohe dks Kilimandscharo angekommen. Dieter 1311811041111 92981111er fame die Usambarababn, wie fie bis jext 911311111111 und 1110111111 em 110111536 Stück fortgeführt werden soll, nur als eme k1€1n€,_w1nz_1x;e Bahn 11: Betracht, und den Engländkrn gegenübkr, wclche Dt: großten 311111181 aufwenden, um ihre Militärbabn auszuhauen, 1011105: wn nicbt cmaxal in der Lag? fein, diese kleine Strkcke wieder 5153111161111: und um 8111? wciterc kleinere Strecke weiter zu_fubrcr1"? C5 Wurde_das mc11111 AusfaffUUg nach ein für unser Nat1_cr_101gefubl_recht_bcs„cha_mende§k V1?- sultat sein. Es ist dann bingewtean daraus, dax; d1e_R_enta_bmtat nicht ficher stände. Der HSUAÖZ.F1618*501 hebaupxet, dte_berr1chend_e Uederproduktéon im Kaffee 11eße den_Kaffser;u aus abiedbarc 3211 nicht als lohnend erscheinen, und 501 1811181 geltxnd gemach1,daß 10: Kaffee in den 188th Tagen von 31_ au1_293u_r11ckgcgaz15en 181. DU Tbatsacbc mag richtig sein, 111) ba'se 118 1111171 verwile; „aver w::m man dcn Handel 111 Kaffee, auf langexe ZZttxauuzk v6110_8111,-_bktkach181, so ergiebt fich doch, daß der Haydel in 51011013 1€br 91013111 Schwanxxmgen unterliegt. Die Kaffeepreije haben 1611 lange außexordcntimß E?“ schwankt, und es ist daher die Annahme 1111121 auszu-scylteßen, dqß ore gkgenwärtige Usberproduftic-n wjeder_aust)ocen' 10110 und emmal wieder statt der niedercn_ Pretta _bohere P161s1 kommen Werden. AußerdUn mache ich durant aufmerkmm, daß 01-3 Usambaxakaffees von ganz außerordentliche: Qaalität find 11110 daß, jslbst eme dauernde Ueberproduktion angenommew man doa)_annel)m1n kann, daß Kaffees von so vorzüglicher Qaalitak auch der vorhandene: Usberproduktton noch immer ihre Abnehmer finden werden. Außerdem smd aber doch auch außer den Kaffecylantageu _nocb ungeahnte HoZzscbaYe im Usam- baragebikte vorhanden, die wir mcht anders bebep konnen als dadyxcb, daß wir Eisenbahnen bauen. [L_nd endltcb babe ich 111 der_KommUnon schon hingewiesen auf den sanitaren _(GZÜckytspunkt, der fur den 213011 der Babu in Betracht kommt. Wir Und dann 111 der Lage, unsere RekonValeSzenten in die höher gelegenen gesunden Gebiete hinauf- zuscbaffen, ohne sie vorher der fo951 außzusesen, von der Malarta besaßen zu werden. Aus allen dtexen Grunden möchxe 11:17 doch den bobkn R€ichstag dringend bitter), dem Antrag? des Herrn Gcaxen zu Stolberg-Wernigcwde auf W1ederberstrUung dex 250000 «14 be1- zutreten und damit für das Zustandekommew dtsscß vom natwnalen Standpunkte bochbsdeutsamcn Werkes das „ZHW? beizutragen. Abg. Graf von Arnim (Rp.), schlteßt nch den Ausfuhrungen des Grafen Stoibxra und des Reg1erungsvertreters, an und (10011 fort: wenn die Kaffeevreise jxht berabgekxerx, [o xoUte Hexr Ute's gerade wünschen, daß die Konfuxxenzfavtgkétt des Uxauzvara- kaffees gxfjätit wird durch Sicherstekung des Transports, tndem derselbe unabhängig gxmacht witd von den Tragern. Dteedeljten Hölzer können jest nicbt nußbar gemacht werden, sie Werden verbrannt, obwohl die Holzpreise horrende sind. Es smd auch nußdaxe Steine in der Gegend vorhanden. Eine Stunde vox: Korogwe, bts wohin die Bahn verlängert werden soil, défindet fich eme bochgelegene (Gesundbeiiéstation. Dis Frage:, ob w::_ 111 den Kolonien Eisenbahnen braucksen, diskutiere ich nieht mehr um den Horch von_ der Linken; es fra t fich nur, wo die BabnxngebrauM werden. Ick bttte dringend, die ge ordert? Summe zu bewrkltgen _ , _ Abg. Richter (fr. Vslksp.) fuhrt_ aus:“ 5125er hattet] die Kolonien nur Geld gckostet, während die Ausncbt auf wirthkcbaft- liabe Voribeile sich immer mehr verringere. 2312 chbe 5have ihre Bedeutung über diese Bahn bknaus. Als die kolymale Oewegu0g einseßte, solLte das Reich nur seinen Schuv gewabrcn. Fur dre Landesverwaltung :e. müßten die Kolomen selbst sorgen. Jeßx habe man die Schußtruppen in tmuzcr größerem Umlange aus das Reich übernommen. und das Rete!) trage al1e Kkften und ebe Miuionen über Millionen aus. qunbabnen halte der Vorredner ür nothwendig; er 10 e nur die Frage offen: Wo? Man könne aber doch nicht ohne wcck Eisenbahnen bauen,_ die nicht reytteren. „Wenn man sonst keine Gründe anführen könne, wurden die nationalen

Gründe angeführt und würd: auf England hingewiesen. Die eng-

lische Babu in Oft-Afrika babe aber einen polüis xn Zweck, wäbrend bier wirtbstbaftlicbe Zwecke maßgebend seien. ugland wolle burg“ seine Babu seine Stellung im Süden befestigen. Deu komme fur Deutschland garnicht in Be_tracht. Es baudele fich schließlich' um 4 Millionen Mark, wenn dte Baukostenanchläge nicht überschr1tten würden. Die Ufambara-Gesellschaft und d1e Deutsch - oftaftikaniscbe E:seüscbaft seien ziemlich identisch; denn ? der Aktien der ersteren ebörtea der letzteren. Gerade weil es sich um d_ie erste Baba handele, Sollte man nicht ein Prajudiz schaffen. In Deut1chland habe man die Nordbahn ruhig zu Grunde geben Yafsen. ter gingen aber gar keine Kapitalien verloren. Die Antbetle dex stafrtkamsoben Gesell- schaft hätten keine Zinsen gegeben, ehe es eme Ufambara-Geselxscba gegeben habe. Das Geld, das die Ostaftifanifcbe Gesellschaft fur d 8 Bahn aufgewendet babe, habe sie vom Reixhe selbst erhalten. Wenn „ste jetzt einen Theil ihrer Aufwendungen zuruckbekomme, so gebe man tbr das Geld noch einmal, was fis schon vorher erhalten “habe. Die Schäßung s011e eine sehr genaue sein. Man könne doch dre Baukosten nicht dakür zu grunke legen, sondern höchstens den Gebrauchs- wertb. Wenn man die Forderung ablehne, 10 werde die Ostasxi- kanische Gesellschaft oder „die EisenbgbnßesLUscbaft n,och so viel Geld baden, um wöche'ntllcb die 311321 3110; zu expedzeren„welche überhaupt nur gefahren würden. Daß die Etsxnbabn dte Trager er- seße, sei 1101!) nicht ausreichend. Es müßte eme Vsrminderung' der Frachtkosten einireten, um eincn Eisenbahnbau überhaupt aks ranonell erscheinen zu laffen. Ob der U'ambaxakaffee auf dem Weltmarkt eincn rentablen Prcis erhalten Werde, „set doch noch sßbr die Frage. Die Ueberproduktion in Brasilien, d:e_ neu*: Produknop auf Jaya und Sumatra drücke die Kaffeeprei1e sebr erbxbltch. Etnige bunderx Familien könnten vielleicht dort Unterkunft 11115211, aber, nur wenn die Regierung ihnen das Land und 10000 .“ Betriebs-- kapital scbsnkte. Dawürden die Leute sch1ießlich11ebcr zu Haufe bletben, auch wenn fie mit der Eisenbahn fahren könnten. Für _den bequemen Besuch einer Gesundheitsstation könne das Reich doch n1cht Millionen aufwenden. Schließlicb komme 111165 dre afrikanische chtraibqbn, die man isst nur zurückstelle, bis die Usambarabaön angekauft set. Der Gouvkrneur Liebert habe von der Zentralbabn gesprochen. Er habe _die Banquiers dafür nicht gewonnen, denn die Deutsche Bank habe erklart, daß sie mit Reiébsgarantie jxde Bahn bauen würde. Wirxbsckxaft'lickpe Anlagen in den Kolonien sollten den Pridatgefeüsckoaftm überlanen bletben. Wenn die Bahn eine solche Zukunft babe, dann müffc er (Redner) fiÖ wundern, daß die vornehmsn He'rrcn, w21che sicb Plantagengsbiete bättkn reserviercn lassen, nicht se1bst an dk!) Babnbau heranträten. Man klage im Jnlande Übkk den hohen Zinssaß, der die Produktion erscbwkre. Da sollte man _fich doch hüten, MiUionen in die Kolonien zu tragen, die kkine Vkrzinjunq brächten, die viericbt nur einen Theil der Betrieöskostsn dkcktkn. Bahnen von 1301111111721 und wirtbscyaft- [€:er Bedcutung baue man aus Sympathie 1511“ 11? Bewohner einer Gegend; aber die dortigxn Béwobner hätten keinerlei Sympathie für Deutschland. _ _

Direktor dkr Kylomal-Abtbeilung im Außwartigcn 211111 Dr. von Buchta: Méink Mrrsn! Dcr HZ:: Abg. Richter hat in den leh- baftesien Farbkn, mit einst qunxasi-z, die mindestens ebenso lebhaft ist wie diejenige, die er mir 511167111111, ein Zukunsts'yild [Yon Afrika vorgemakt. mßt däm ich 111511) doch mcht cinderftanden erklaren kann. Ick wil! Sie nicht lange aufdaitkn und nur mit ein paar ganz kurzen Warten auf die AuHsübrunszS-n 061“; Herrn Abg. Richker erwidern. Mkiner Auffanung nacb kommt es für di? Frage, ob man den Axtrag des Hsrrn Abg. Graf zu Stolberg-Wsrnigcrode annehmen wil] oder 111151, darauf 0:1, 111101111111 stkerbaupt zu der Sache der Kolonixn steht. er ein HZrz für di? Kolonixn hat, Wer wünscht, die Kolonien in die Höhe zu bringen, muß meinxr Anfichf nach auch wünschen, einen annehmbarkn Verkrag 11111 dicser Eisenbahngesclljcbaft zu stande 511 bringcn. Von Furcht Vor England ist überhaupt keine dec, 111) 9621711? England die Eisenbahn von 232011150170 nacb Uganda von ganzem HZrzen; aber das; es Von hoher kolonialpolitiscber Bedeutung für unsxre 901111“ koloniale Zukunft ist, ob wir im Lande find, dicseerste 161111192 Etxenbabn zu sanicrqn oder ob wir dieselbe ver- fallsn [affen müßen, das soUte meiner Auffassung nach nicht in Frage steßen. Es ist g_2sa,;t words", F,»;der Aktien der Usamlkaragesellsckpast gehöre der Oftasrikanischsn (Hejsilschth, und es käme dabe_r zismlicb auf dasselbe heraus, 1311 mczn drs Sache so 0531 so aufsaffe. Ja, meinc Hkrren, wenn tmr dicken Veritas; mit dc'r Usambaragexellschast nicht zu stande bringcn, dann 52.1111 118 811811 zu Grund?, in welcher Form. 01) durch eine Km,)? der Oktafrikaniscben GcssÜscbaft, ob dadurch, daß swb die Usambarageseükcbast für bankerott erklärt, oder sonstwie, das ist meinsr Answbt nacb Nebenfach das Resultat würde in aUsn Fällen ssin. daß die Usambara-Eisenbabn x_u Grunde geht, und dann in abskbbarer 3211 zur HörstellUng dieskr für 1112 Entwickelung des Usamkaralandes unentbehrlichxn Plantagenbabzt 111 Mitt€1 feblkn werden. Nun hat dsr Hur Abg. Richter mir eme lebhafts Pbantasie_vorgeworfen. Ja, mit einem gewissen Optimisinus und einer (121111111311 Phantasie MUZ ich doch der Sache gegenüber treten; Es kann kein Mensch etfolgrei Kolonialvvlijik treiben, der 111122 Liebe zu Und ich glaube 0110, das; Das kcin eine Anerkennung ,für mich. Nun hat der Herr Abg. Richter auf 121€ _wettcrcn „Pläne, welcbe bintec diessr Usambara- Eissnbabn stehen 1011611, bmgcwiesen. Aber zur Zeit sind Ihnen ja noch ksine weiieren E:senbabnprojeite vorgelegt, und es ist von Ihnen noch nicht vorlangt wvrden, für weitere Eisenbahnen Mittel zu be- willigen. Was die Zukunft bringen wird, weiß ick) nicbt, jedenfalls wi1_d man sich zunachst darüber im Schooße der Regierung einigen müjyxn, und irgend eine Form wird gefunden werden, in welcher Wem: dicse weiteren Eixenbaipnen zur Ausführung kommen. Das; weitere Eisenbabncn nothwendig find, um das Land aufzuscbließen sollte nicbt_ in Zweifel gezogen Werden, und wenn wir diese Ciscnba nen durcb Ort-Afrika 11013811, so werden ste auch, namentlich die Zentralbabn mit Rücksicht guf diE vvrzügliche zentrale Lage unseres Schußgebietö eine Röntabilitat aufweisen. Ksinenfalls sollte man fich 0551, meine ich, mit Rückfi-Ht auf dkese noch völlig angelegten Eier davon abbaltsn lasen, die Ufambarababn, 11111 die es fich zur Zeit aklein Handelt, zu bewilligen. Meine Herren. ich möchte Sie nicht weiter aufhalten , ich _resümiere mich kurz dahin, wenn_Sie eit] Herz haben für den Auficbluß des Schußgebiets: wenn Sw den Wunsch haben, dasselbe wirtbschaftlicb vorwärts zu bringen, dann Werden Sie auch dieses kleine Opfer bringen müffen, die 250000 „16, um d1e es fich bandslt, zu bewilligen, und ich möchte noch einmal dringend bitten, dem Antrage des Herrn Abg. Grafen zu Stolbcrg zuzustimmsn.

Abg.1)r.Hassle (ul.): Herr Richter vermißt wirtbschaftli 1: Vor- tbeile von den Kolonien. Er legt daher einen falschen Maßstab an." [0 wir Ost-Asrika erwarben, fanden wir ein völlig unbekanntes Land, das man erst erforschen mußte, ehe man zur Ausbeutung dksselben schreiten konnte. Man kann von eiyer Kolonie erst nach 20 Jahren etwa eine Rente erwarten., So we1t sind wir 110 garnicht mit unserer kolonialen Entwickelung. (Gerade der Usam arakaffee ist ein bochbewertbetes Yrodukt, Welches ich den Kollegen nur dringend empfehlen kann.

_edner legt die_ rechtlichen Verhältnis: der Ostafrikaniscben und der Uxambara-Gxselljcbast dar. Die lestcre habe nach europäischem Muster, also für Asafa zu opulent gebaut. Wenn die Gejellschaft liquidieren müßte, so wäre das sebr peinlich. Er bitte deshalb, die Forderung der Regierung zu bewilligen. _

Abg. Dr. Lieber: Naeh den Verhältnissen müßte man etgent- lich aUes oder ga1nichts bewilligen; denn das von der Budget- kommission verminderte Gebot will ja die Usambara-(Hesellsebaft nicht annehmen. Deshalb müssen diejenigen, welche die kolonialen Unter- nehmungen fördern wollen, für die Regierungsforderungen stimmen. Die Ostafrikaniscbe Gesellschaft ist entschädigt worden für den Ver- zicht auf die Landeshoheit, alto auch für den Verzicht auf die 3911- einnabmen. Redner regt an, die Finanzierung solcher Aus aben fur die Zukunft anders zu gestalten. Er verzichte für jest daran? und be- halte sich eine Regelung dieser Frage in Uebereinstimmung mit der Regierung für das nächste Jahr vor.

Abg. Richter: Der Verzicht auf die ZoUemnabmen und auf die Landeshoheit enthielt auch die Entbindung von großen Verpflich-

den quonien bat. Vorwurf 111, 10ndern

tungen auf dem Gebiet der Verwaltung.