1899 / 67 p. 4 (Deutscher Reichsanzeiger, Sat, 18 Mar 1899 18:00:01 GMT) scan diff

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Pérsoual-Berinberingem

amgu-j Preußisäe Armee. Abschiedsbewilligungen. Jm aktiven Heere. Berlin 14». März. Pauly, Lt. tm Inf. R_egt. Br. 147, mit sion, Graf v. Plettenberg, Lt. im Wefxfal; Jager-Bat. r. ?,..bebufs Uebertrktts iu Königl. bayer. Mtlitardienfte, _ der Abscbtéd be-

willi t.

Königließ Bayerische Armee.

Offiziere, Fähnriche xc. Ernennungen, Beförderungen und Verse ungen. Jm aktiven Heere. 10.März. Schwert- scblager, ajor und Koxnp. Chef im 22. Inf. Regt., Hause_n, Major und Komp. Chef nn 17. Inf. Regt; Orff, _ beide am 13. Inf. Regt. Kaiser Franz Joseph von Oesterretch, Frbr v. Gutten- ber , Major beim Stabe des 5. Feld-Art. Regis., in_ diesem Regt.,__ zu ats. 2e- Kommandeuren, Freudenberg, Ntttm. k 18 sans

5. Cbev. Regis. Eubenog Albrecht; von. Oesterreich, kommandiert zur Dienstleistung dortselbft,_ m dtesem RW„ Hörst, Obstlt. vom 6. Ins. Reat. Kaiser Wilhelm, König von Preußen, im 17. Inf. Regt. Orff._Schu1tbe1ß, Oberst. vom 4. Inf. Regt. König Wilhelm von Wurtjemherg, xm 22. _Jnf. Regt., Merkel, Oberlt. im 5. Feld-Art. Regt., dtese unter Beforde- rung zu Hauptleuten, _ ju „Komp. 2c. Chefs. _ ernannt. Vau- müller, Hauptm. und Battr. (_Cbef rm 5. Feld-Art. Regt.„ zym Stabe dieses Regts., König, thtm. des 1. man. Reatxj. Katser Wilhelm 11„ König von Preußen, Frhr. v. Weinbacb, Rntm. des 3. Chev. Regis. Herzog Karl Theodor, Frhr. v. Crat1sbeim, Rittm. des 4. Cbev. Regis. König, Febr. v. Munster, thtm. des 5. Cbev. Regts. Erzherzog Albrecht von Oesterreich, (_Sehwabl, Hauptm. des 2. Feld-Art. Regis. Horn, __ in das Verb'altmßß 13 sujts ihrer Trupvmtbeile unter Kommandterung zur Dtenftletstung dortselbst. We meier, Oberlt. des 17. Inf. Regts. Orff, ;_um 7. Inf. Regt. 'm Leopold. _ _versest. Koch, Lt. „vom 1. Mon. Bat., Hübnlein, Lt. vom 2. Plan. But„ „_ zum Ersenbabn-Bat., Bauer, Fähnr. des 21. Jnfanterie-ReZtments, zum 14. Inf. Regiment «Hartmann, _ verfeßt. Lts _ignolo, Obexleutnant, Graf v. Tattenbacb, Lt., _ betde 5 1a 3u1ts_ des 1. Sebweren Reiter-Regts. Prinz Karl von Bayern, unter Ruckver- setzun in den etatSmäß. Stand diefes Restz., vom Kommando zur Dien leistung im 2. Cbev. Regt. ,Taxts enthoben. v. Nagel zu Aicbberg, Oberftlt. und Kommandeur des 14. Inf. Regts. Hart- mann, Rasinaer, Oberftlt. und BatZKommandeuc un 1. Fuß-Art. Regt. vakant Bothmer, Straßne_r_, Obetstlt. 1; 1a guitsjdesyelben Regis. und Direktor der Art. Werkugtten, _ zu Obnßen; das Haupt- leuteÉRittmeister): Friedl, Traindepot - Offixter ben der Jnyv. dcr Fuß- t., Bernbuber, Kemp. Cthm 9. Inf; Regt. Wrede, Frhr. v. Reißenftein, 5:13 Zujts des 1. Schrxeren Nettxr-RethPrinz Karl von Bayern, persönlicher Adjujant_Setner Köntaltxhxn Hoheit des Yrimen Alfons von Bayern, Haber1ack, Battr. Chef m 3. eld-Art.

egi. Königin-Mutter, Kleiqfelkx, Battr. Chef nn 31. eld-Arj. Regt. König, Schoch des Krugs-Mtniftexmms, 5. 1a smcs des Ge- neralstabes, obne Patent, Frhr. v. SyetdeZ von, der Zentralsteüe des Generalstabes, obne Patent, _ sammtxtch, wtt Yuénczbme des :e. Friedl, Schoch und Frbrn. v., Spetdel. zu uberzabl. Ma- joren; die Oberlts: v. Lünesch1oß nn an. Le:,b-Regt., Stein- bauer im 1. Inf. Regt. König, Dobmayr tm 2. Inf. Regt. Kronprinz, Lotber im 5. Ins. Regt,_Großberzog Ernst Ludwrg von Heffen, Hagen_ im 12._ Int. Regt. Prtnz Acnyls, Ziedmann im 13. Ins. Regt.Kcz1!er Franx Jo!epb_von Oksterre'tcb, icheler im 18. Jnf. Regt. Prtnz Lukw:g Ferdtnank, Adjytayt beim Bezirkskommanro Landau, Meyer im _19. Inf. Rest. Köch Humbert von Italien, Policjka im 1. Jager-Bat., Leuze rm 1. Schweren Rsiter-ngt. Prinz Karl yon Bayern, Frhr. v. Soden, S. 18 811MB des 1. Schweren Reiter-chts. Priqz Karl Voy Bayern, persönlicher Adjutant Seinkr Königlichen Hobett res Prtnzen Karl von Bayern, Frhr. v. Crailsheim, k 18 suits des 2. Ulan. Negts. König, Adjutant der 3. Kav. Brig., Frbr. Haxsdorf v. Enyern- dorf, v. Ranke im 1. Chev. Regt. Kaiser Ntfvlaus von Rußland, Frhr. v. Feilitzsch, 5 18. 81111-6 dks Z. Cßev. Regts. Herzog _Karl beodor, persönlicher Adjutant Seiner Königlichkn Hoheit des Prmzxn Georg von Bayern, Frhr. Freyscblag tz. Frxyenstetn rm 1. Feld-Att. Regt. Prinz-Regent Luttpold, Muller 1m 3. Feld-Art. Regt. Königin-Muner. kommandirt als Lehre; anmrer Art. und Fugen. Schule, _ zu überzäbl. Hauptlsuten (Rittmentkrn); die LW,: Nrinz Karl von Bayern KöniglicheHobeit,€-.1a Jujtsdks'Z-an. NegtsFKronprinx, B [ ü m l c i n im 1. Fuß-Art; Regx. vakant Bothmer, _ zu Oberliék, Frhr. v. Pkalsen im Ins. Lejb-Regt., Fxbr. dyn Ruffin im 1. Inf. Rezt. König, Maier, Setdenjtzcker im 2. Inf. Neat. Kronyrinz. v. Oößlin, Frhr. Lochnex v. Oßttsp- bach, le tere: Adjutant beim Bézirkskommaxxo MtnrelbeM, m_: 3. Jnf. ' egt. Prinz Kati von Bayern, Pamavant im_4. Inf. Regt. König Wilhelm von Württemberg. Haack im 7. In:. Régx. Krün Leopold, Graf Fusger v. Elött, Waltbxr rm 5. Ins. egt. Prayckb, Schuster, Vogel, erstc'xer kcmuxankmt mr_Krtegs- Akademie, im 11. Inf. NSU. wn rer Tann, Are nn 20. Jux. Rest., Abel, Hofstetter 1111 23. Int. R:“gd, Bresselau v. Bressem?- dorf im 1, Schweren Rsitér-Rxgr. Prix:; Karl von Bavxrn, Rinke v. Poschinger im 1. Ulan. Regk. Kaiser_ Wilhelm 11, Könia_von Yreußen, kommandiert mr Equ:t3:?o:§-U:17alt, Cnvr' im 3 (*).,Öék. egt. Herzog Karl Theoror, k.“;nmznkrsrx zur Canitaticns-Amtab, rina Franz von Bayern Könizlicbs .Hobcij im 1. Felk-Ark.Ncgt. Frinz-Regent Lui1pold, Pcringer im 3. FSLT-ALT. Regt. Kéntgjn- Mutter, kommandiert zur Krieg-Z-Mxkc'mie, Schneider, fou:- mandiert zur Equitations-Anstalt, Wagner, kommandiert zur Kriegs-Akademie, _ beide im ]. Fslk-Axx Rest. König, Heßert im 5. Feld-Yrt. Regt., _ zu überzähligxn Okkrlt-Z.; rie Fähnricbe: Frhr. v. Hirschberg, Endres, [Frhr. *.*. Pertall, Frhr. von amezan im Inf. LCib-ngt., Kriebel. r. Kramer, Till- mann, Auers, Waagen im 1. Inf. Razr. Könéx. Kalbéus. Napf, Neuf: im 4. Inf. Neat. König Wilbxluz ron Wärttynksrz, SteVVes," Neureuther, Wanka im 5. Jr". Nxzt. chkberxozz Ernst Ludwig von Heffen. Hufenbäuser, Jann?r_im 6. Ins. Re 1. Kaiser Wilbklm, König von Preußsn, Mayr. Högler im 7. Ynß. Regt. Prinz Lecpcld, Janke), Dröbpr, Pcrex, Falken- baus, Pfannenstiel im 8. Ins. Regx. Pcanckb, Pvrgkam, Müller, Frhr. 1). vael zu Giebelxtaxt im 9. J.".s. Regt. Wrede, Pellet, Damm, Eberls im 11, Inf.?)Txgt. ron kekTann, _ zu LW„ _ bkfökdert. Die Fähnricbe: Spexr, Ritter :Wn Xylander, Eder im 12. Jns.Rkaf. Prinz Arnulf. Füchtbauer, Distel. Braun ist 14. Inf. Regt. Hartmann, 1). Hößltn, „Rahner im 15. Inf. Regt. König Albert von Sacbssn, «Hasel- mavr,Hartlmaier, Knörzer, Gaul, Daser, Lochner im 16. Inf. _Regt. Großherzog Fordinand von Toskana, Edler v. Kie-Z- ling qus Kisslingstein, Kempf, Fanschal), Eckert, FUÉZ. Döllinger; Rumbucver im 17. Jnf. Regt. Orff, Ritter, Arnetb, Sxörk, Scheurer im 18 Inf. Regt. Prinz Ludwig Ferdinand, Wiedmann, Hamm im 20. Inf. Regt., Gürtler, Kle_e. Büdel im 21. Inf. Regt, Ketterl, Herbst,__Haa1_eim 22; Inf. Reak, Scbknk, Gölkel im 23- Jnf- Rest.. Sorg un 2. Jager-Bat.. Frhr. v. Wolfskeel, v. Kühlwann un 1. „Schröexen RYter-Regt. Prinz Karl von Bayern, Ritter v. Poschmxger im 2. Schweren Netter-Regt. vakant Kronprinz Erzkerzqz Rudylt von Ossterreicb, Frhr. v. Thüngen im 1. Ulan. Regt. Kaner Wilhelm 11.,„König von Preußen, Frhr. von Lilgenau im 2. Ulan. Regt. Konig. PLller im 1. Cbev. Regt. Kaiser Nikolaus von Rußland., Laut, Hchöninger, Frhr. von „packe im 2 Cbkv. ngr. Tsxts, Merz rm 4. Cbev. Regt. König, Kremniß im 5. Cheo. Regt. Erzkcrzqg Albrecht Von Oesterreich, Niederer im 1. Jklkart. Regt. Prmz-Regent Luitvow, dieser übersäbl., Gays, Wisheck im 2. Frlrart, RegtxHorn, Land. mann, Wolf, Angstwurm im 3. Felxakt. Regt._Königin-Muttcr, Hoffmänn im 5. Feldatt. Razr, diefer uberzadlig, Enyrcs, Rau, Mannert im 1. ußart. Regt.vakantBotbu1er. lebl, Levb, Ma in im 2. ußart. Read. Adam, Retter vom Eisenbaknr at., Bergbofer, Mains, Kobler, Las,

615 se, _ im 1. on. Dat., Röhrl voti Eisenbaku-BUL, Slbrpömbgeus. _ !!??-.'. Mon. Bett., Hause-lt, Hermann im 1. Train-Bat, Mentrop, Widmann, Bretbauer im 2. Train- Bat., _ zu Ltd.; Die Fahnenjunker. Unteroffiziere u.: Hart- mann, Fraundorfer Ritter v. Xylandxr, Vierengel, Sporer rm 8. Inf. Regt. Pranckb mit emem „Patent v,om 8. Februar [. I, Kuprion im 2. Mon. Pat., Tb_ur- wanget im 17. Inf. Re t. Orff, Michaeli im 1. Jager- Bat., v. Hößliu im 3, us. Regt. Privy Karl_ von Bayern, Würth im 8. Ins. Regt. Pranckb, Sebnetder un 2. Feld-Yrt. Regt. orn, Koller im 17. Inf. Regt. Orff. Bayer xm 2. Pwn. Vak., ucbs im 2. Feld-Art. Regt. Horn, Baumann nn 11. Inf. Regt. von der Tann. Wolffbüge1 im. 5. Cbev. Regt. Erzherzog Albrecht von Oesterreich, Ritter v. Gtetl im 4. Cbev.R_egt.König, _ zu Fähnrieben, _ befötdert. v. Siedlern, Major beim Stabe des 1. Fußart. Regis. vakant Bothmer; _den Hauptleuten und Komp. Chefs: v. Reck im Inf. Letbz Nest., „Frhr. 'vyn Hobenbausen im 1. Jnf. Regt. Könrg, Kleinhenz rm 8. Inf. Regt. Pranckb, Herrmann nn 12. Inf. Regt. Prinz Arnulf, Engelbreit im 16.Jnf. Regt. Großherzog Ferdinand von Toskana, Vischer im 20. Jnf. Rest.. Pant im 23; an.Regt., Sand, Ritter und Edler v. Pastbwty, Oberlts. tm 12.'Jnf. Regt. Prinz Arnulf, _ ein Patent ihres Dienstgrades verltehen.

aptiftella, Major :. D. und Kommandeur des Landw. Beznks

mberg, Tambosi. Major a. D.„_ als Oberstlzs., Graf von Bullion, Hauptm. ;. D. und Beztrks-Offizier betm szirks-Koxn- mando Regensburg, Patin, Hauptm. x. D. und BenrkS-Osfiner beim Bezirks-Kommando Weiden, _ als Majore, Weber, Oberst. 3. D. und Aufficth-Offizier bei den militariscben Strafanstaltea auf Oberhaus, als Hauptm, _ charakterifiert.

Jm Beurlaubtenstande. 10. März. Die Hauptleute (Ritt- meister): Hutjchenreu1ber von der Res. des 1. Cbev. Regts. Kaiser Nikolaus von Rußland, Graf v. Levden. Graf v. Arco auf Valley, rbk. o. Vequel-Wefternacb von der Res. des 3. Cbev. Regts. nog Karl Theodor, Flbk. v. Thüngen von der Res. des 6. Cbev. ngjs. Prinz Albrecht __von Preußen, Knaq er (Landkhut). Fischer (Ludwigshafen). Schaffer (Landau), Savant: ( weibrücken) von der Landw. Inf. 1. Aufgebots, Pöbluxann ( weibrückkn) von der Landw. Kao. 1. Auxgcboté, _ zu Maxoren befördert. . .

Abschiedsbewilli ungen. Jm aktxven Heere.10.Marz. Frbr.v.Gienantb, v. eblingen u.Haltenberg.Majorea._D., in die Kategorie der mit Pexs'wn zur DiSp. stehenden Offiziere verkeßt.

Jm Sanitäts-Korvs. 9. März. 1)r. Wörß (Augsburg), Obxrarzt in der Res., zum Staböarzt. Dr. Lech1eutbner (Rosen- heim), Bayer (Weilheim), 1)r. Ritter v. Poscbtnger, ])r. Frick- binger, Fleischmann, Dr. Trautmann, 1)r. Kocbznann, 131". Strebe! ([ München), Dr. Pinner (11 Munchen), 1)r. Heel (Landsbm), 1)r. Wander (Vilshofen), Stadler. Dr. Schenk, 1)r. Zeil (Augsburg), Brunner (Dillingen), 1)r. Kerschensteiner, 1)r. Worber (Ingolstadt), Fröb- 1icb, 131“. Pittinger (Regensburg), 1)r. Hubricb, 131“. Tborel, 1)r. Steinhardt (Nürnberg), Adam (Kißingey), 1)r. Warda. 131“. Jebens (Bamberg), Or. Schaumann (Kixsingen), ])r. Paradies, Or. Wintermantel, 1)r.Blachian, 1)r.Bor1t (Würzburg), 1)r. Große-Leege. 1)r. Hasche, Simon, 131“. Simon, ])1'. Mursinna, 1)r. Quellmalx,_ 1)r. Meder, Vr. Baumeister, 131“. Schlagermann (AjQffenburg). Or Wenzel, 131“. Vjek, 1)r. Sauer, 1)r. BQVSk, 1)r. Alsen, Dr. Hartmann, 131" Schloß, 131". Schwarz.1)r. Bosch, ])r. Kobnstamm, Or. Sch_anz, 1)r. Rosenblatt, 1)r. Aust, 1)r. Heubach, Or. Horn (Pos), ])r. Westermayer (Bayreuxv), Mann (Kaiserslautcrn), Scbxnidt, Verler, Dr. Blum (Luduxtgs- hafen), ])r. Breuer, 1)r. Pasenmayer, Heß, ])r. Mo1er, 1)r. Deuchler, 131". Kramer (Landau), ])x. Kiefer (Zweibrücken), A1fist.Aerzte in der Res., 1)r. Ziller (Was!erburg)- Vr. JooßQDr. P alm(1München).1)r.F rey mad [(Land-Mut), 1)r. Hübner (Panauz, 1)r.Hegler (Mindelheim), 1)r. Erlanger, [):-. WeigelMürnberg , [)r. Bucbolz, Or. Sorge: (Bamberg),_1)r.Krem1er, Dr.Hanz sing,Dr.Mibbert.1)r.Schlotbanc(A!chaffenburg),1)r.Schmidt (Bayreuth). Or. Siebert (Kaifetslaumn). Ur. quß, Dr.KGutb (Ludwigshafen), 1)r_. Nauß (Landau), 1)r. Schönporf. 131". Seibel (Zweibrücken), Affift. Aerzte in dcr Lanxw. 1. Aufgebots, _ zu Obcc- ärzten, Or. Gemünd (Würzl'urg)- Or. Roell, Kassian ([ München), Dr. Nicolaier (Wurzburg), Unterärzte in der Res., zu Assist. Aerztén, _ b:?ördert.

Beamte der P?ilitär-Verwaltgng.

9. März. Seis (Augsburg), Scharrer(P.171au),_1)r. Syrée (NücnkerZ-Y van (1 Müncbext), Holzwaxtb (Apcbaffenburg), Auer, Kkllein(')Türnberg),Proyinger,Dr.PslaumUMünckpen), Untcr-Axojbxke: in der R51, zu Ober-Apotbekern befördert.

lll. (Königliéx Sächsisches) Armec-Korvs.

Offizikke, Fähnriche xc. Ernsxnungen, Beförderungen unk Vsrieyynsen. Im aktiven „User?. 13. März. Klemm, Féustwsrks-Oberlt. vom Fuß-Art. Regt. Nr.12. “zum querwxrks- "aurrm, Kltnßék, Zkuglt. rom Filial-Art. D:“rot aus Festung “ö.".igste'm, zum Zéug Okerlt., _ béfördert.

Abxäpiéd-F-stilligungen. Im aktiven Heere. Häble.

xug-Haurtm. 12934 Art. Deryt, mit Penfion und der Erlauhniß zum JJTTTYJZM dsr bisbskizxn Unt'orm rmx dm vorgxscbricbsncn Abzetcben rer Abxchéér kewillig-t. Béamte ker Milixär- Verwaltung. .

TurebVerfügung deÖKriegx-MiniKetiums. 7. März. Kresscbmar, Zablmstr. vom 3. Bar. 7. Z::é. RMZ. Pin; Gkkkg Nr. 106, auf seinen Antrag unterm [JUK 1§99 mit Penswn in den Ruhestand vkrsest.

Kaiserliche Marine.

Offiziere :c. Crnennunczen. Befärderungen und Ver- scsungen. Bsrlin, Schloß. 13. März. Rojtok, Korv.Kari:än x D, unxer Velaöung in ksr Stsljung al-J Lébték an dor Déck- offizierscbule, bekufs Vcrrrenkur'z al:“- STSÜOKNITN des kxucknnxten Vorktankéx ke“?- CbxonchTSr-Tkskwaxorjums zu Kiel, zar Di:“nft- leißung bss'm RZLÖ-Z-Marinkamt kommandiert. W-nzei, Lt. vom 2. See-Bat., zum ]. Séc-Bat. rnssßt. Schulz. MQTÖLUSK-Umec- Jngm, zum Makcbixkn-Ir;ek=., Krawinkel, Okermafcbinist, zam überzäbl. Ma!"chineq-Unter-Jn3., Hoffkcbmirt, Hildebrand. Vi]:- Sxeuerleute dsr Res. im andw. Bezirk Hamburg, zu 215. zur Skt kkk Res. “des Ses-Oifizicrkowxi. Böbringer, MasÖinenbxu-an. Aspir. de: Res. im Lgndw. Bkjérk Sruktgatt. zum Maschinsnban-Unm- Jngsn. Oe": Res., Heeckt, Kleescbulxe. Vixe-FélW. “dx: Res. Lm Lanka“. Bezétk Kiel bezw. Scht, zu LE. kér R:?'. ka M.:r:n:-Z.-.f., _ keförkert. _

Berlin, Schloß, 14.März. Koxstsr, deikal. Chef er Mariantath der Ostsee, untcr Bklaßung in Dieser Stellung, glxicbzeitkg zum G:“n.Insrefteur ker Maxin: Ernannt. Bendemann, Kontrx-Axméral. bisker Chef kes Stabes kes OkN-Kouxmanws ker Marins, zum CHL? kes Admiralstabe? der Marine ernannt.

Abschikdxbewilligungen. Berlin. Schloß, 13. März. Wittmer, Kavéjän zur See ;. D., zuleßt Ausjüstungs-Mrektor der Werft zu Danzig, mit dsr [*iékerigcn Pknfion nebst Aussubt auf An- steUung im nyiLkicuft und der Erlaubuiß zum Tragkn ker bisherigen Uniform tmr den für VexaksÖiekete vorgeschriebencn Abzeichen, Schör, Tag, Mafchmen-Jngen„ unter aneibun-4 des Céarakters als Maschinen-Ober-Jn.;en., mit der gefcslicven "Per»fion nebst AukfiÖt auf Anstellung im Zirilxiknft -und der Erlaubnis; zum Tragen der bisherigen Uniform mit kW für Verabschiedete vorgeschriebenen Ab- zeicbcn, Weiß, Lt. zur Set' der Schebr 1. Aufgebots im Landw. Bézilk Hamburg, _ der Abfckied bswiüigt.

Jm Sanitäts-Korvs. Berlin, Schloß, 13. März. ].)r. Bruel, Matine-Oker-Asfist. Aut, zum Marine-Saböatzt, 1)r. Ha e n le sn , Marine-Asfist. Arzt, zum Marine-OberMsfifQ Arzt, _ bekörrert. Or. Hofftuann, Matine-Stabsarzt, T; 18 Iniw des

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Marb- , W-O wledxreimangint. ])aäikestäz Schmidt Falter). We ser, Or. Wevbt, Mariu- . ZJ Res'd FranLthw BM“! MSN:" Fast Aer ten der Res a an a.- .. xv - * x . der Marine-Sanitäts-Offiziete, 1)r. Woebrlin, Oltmana, Tbran, Marine-Uuteränte der Res. im Landw. Bezirk Straßburg i. 6. den». Kiel urxd Rendsburg, zu Assist. Renten der Res. der Marine- itäts-Otfixiete, _- befördert. Dr. öpfner, _Mariue- Ober-Asfift. Arzt der Sterbebr 2. Auf ebots im dw. Brant . burg, mit dem 31. März d. I., Dr. risel, Macine-Ober- fiß. Arzt der Res. im Landw. Bezirk Krossen, diesem behufs Uebertrists in die Kaiserliche Schustruvpe füt Deutsch-Oftaftika, mit dem 21. März d. J., _ der Abschied bewilligt.

Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten. 47. Sißung vom 17. März 1899.

Auf der TageSordnunq sieht hie dritte Verathung des Staatshaushalts-Etats fur 1899.

In der Generaldiskusfion bemerkt

Abg. Dr. Sattler (nl,): Wir sind glücklicber Weise in der Lage, den Etat noch vor Ostern fertig zu Nellen. Darunter bat abe: eine gründliche Beratbung _dks Etats leidkn müssen. Die Staats- regietung sollte künftig uns früher einberufen, damit wir den Etat sorgsam beratben können.

Damit schließt die GeneraldiSkusston. In der Spezialdiskusfion über den Etat der Justiz-

verwaltung empfiehlt

Abg. Dr. Göscben (ul.), im Interesse der Dezentralisation an möglichst vielen kleinen Orten kleine Amthericbte zu errichten, statt die Richterfkellen an größeren Orten zu vermehren. Auf diese Weise ;vürden die Richter mit ken Kreißeingeseffenen in engere Fübluug ommen.

Justiz:Minifter S ch ön st ed 1:

Meine Herren! Dem Herrn Abg. Dr. Göfcben ifi zuzugeben, daß wir in der Einrichtung der Amtegerichte weit entfernt smd, dasjenige Ideal erreicht zu haben, welches wohl bei der großen Organisation dss Jahwe 1879 vorgescbwebt bat. Es ist richtig, daß die Beziehung der Amtsrichter zu ihrem Bezirk, ihre genaue Vertrautheit mit den erbältniffen desselben und seiner Eingeseffenen vielfach keineswegs eine so intime ist, wie dies im Intrreffe der Sache zu wünschen wäre. Es if: auch richtig, das; manche Orte, die sich vielleicht zum Siß eines Amthcricbts sehr wohl eignen, ein solches Gericht entbehren und fich ihr Re(ht suchen müssen an einem mehr oder weniger entfernten und vielleicht nicht immer leicht erreichbaren Orte. Im Prinzip hat ch von Herrn Abg. Dr. Göschen empfohlene Dezentralisation ganz gewiß eine große Berechtigung. In der praktischen Ausführung Keller: fich ihr aber häufig unübkrwindlicde Schwierigkeinn entgegen, und man darf in keinem Falle so weit gehen, wie Herr Dr. (Höschen scheinbar zu geben geneigt wäre, überall da, wo solche Wünsche, wenn aucb vielleicht innerlich berechtigte und anerkennenßwertbe Wünsche auf Schaffung neuer Amthericbte hervortreten, d-xnen obne weiteres flattzugeben. Es ift rom Hkrrn Abg. Dr. Göscben schon selbst ber- vorgebobm worden, daß da, wo nur für einen Richter Pkay und Be- schäftigung sein würde, vielfach die Verhältniss derart sind, daß es kaum einem Richter zugemutbkt werden kann, dauernd dort zu ver- weilen, und daß, rvénn man solche Gerichte in größerer Zahl schaffen möchte, doch keineöwegs die Gewähr dafür geboten ist, daß nun dieser Richter mit den Verbältniffen feines Bezirks beffkr verwachsen würde, wie es jetzt der Fall ist. Im Gegentbeil, es kann mit Sichxerbkit darauf ge- rechnct werden, daß, wenn man Richter an solche Orte binseßsn würde, sehr bald das Bestreben nach Versetzung hervortreten und daß dort immer nach wenigen Jahren ein Wechsel der richterlichen Bkamten eintreten würde, der dem Jntmffs der Eingescffenén am allerwmigften zu dienen geeignet ist. Der Hm Abg. (Höschen hat dann auch schon seinen Wunk'ck; rubin eingeschränkt, daß solche Amtsgrricbte nur da zu schaffen seien, wo wenigstens für zwei oder drei Richter eine auHreicbende Beschäftigung ssi. Solchen Wünschen fleht dis Justiz- verwaltuxg an und für fich keineswegs unsymrajbiscb gegenüber; aber es müffen dabei doch die Bedürfniffé und die konkreten Verbältniffe des Einzklfalles geprüft werkam und dakei kann auch nicht der-Kofteu- vunkt außer Acht gelassen wlrken, ren der Hm Abg. Göscbea nur ganz klücbtig gestreift bat, die ganz krbeblicbxn Mehrkosten, die für die StaaTSverwaltung aus der Schaffung einer gxößeren Zahl von neuxn Amtögericbtxn entstehen würden.

Wie wenig aber dsr von dem Herrn Abgeordneten ;msgcspkocbme Wunéch fich einfach generalifieren läßt, das ergiebt sich schon aus dem Beispiel, kak. er am Schluß seiner Rede hervorgehoben bat, indem er von rxr Errichtuxg eines Amtkzericbts in Broich an der Ruhr gxsxroÖZn f:;t. Meine Hsrren, es ift das ein Okt, für den ich eine anzckyrxne, fsbr Uarme Sympathie habe, und deffen Jutetesen zu wabrxn mir eine wa-Zte HétjknÉflkude sein würde. Aber diese natür- lich: Empfindung gekt dcck; nécbt so weit, da“"; ich meinerseits zustimmen könnte der Ank'faßung, es sei der Anspruch, der in einer geftérn von der Petixionskommiiüon vcrbanyklten Petition zum Ausdruck gelang: iF, ein berechtigtér. Es kann da höchstens von historischen Ansprüchen die Rede sein, darauf gestüyt, daß Broich seit 100 Jahren oder länger der Six dkx- Esricbts für die rortige Gegend gewesen ist; es war ursprünalicb ein altes Pattimsnialzerickt. DIe gegenübxrlikaende Stadt Mülheim a. ?. Ruhr kat kann große und bencbtigte Beschwercm erbobep, daß ße, die den Mittelpunkt 528 großen Verkébes bildet“, fbr Netbt auf der ankmn Seite dx? Fluffek, dsr die beiden Ort:* von einander trennt, zu suchen kälte, und ez hat bei der Organisation des Jahres 1879 der Anspruch der Stadt Mülheim, daß nunmxbr das neu- zuscbaffende Amtégericht 19:1 seinen Sitz haben möge, als ein durch“ aus berkchtigter an::kxnnt werken müßen. Meine Herren, “diese beiden Orte find nur durch die Rub'r getrennt; diesc Ruhr ist übnbtückt durch eine wunderfcköne Kettsnbrücke, die Entfemmg beträgt höchstens 5 Minuten. Ein Theil der Nickptsr voa Mä1beim wohnt fottxäbrend in Broich, sodaß also auch nicht der N::chtbeikfür die kasinke ent- steht, daß die höheren Beam'kn'kcrt nicht ihren Wobufiß nehmen und die Gemeinde nicht ksn VoUbsil davon hat, der für fie aus dem Wobnfiß solcher Beamten erwächü. Für die Broicher ist die Er- reicbung dx-Z Gerichts in einer Weise erleichert, wie es wohl an wenizqn anderen Orten der Monarchie der Fall sein wird, und irgend eine Beschwarde nacb [isser Richtung oker aucb dabia, daß die Richter in Mülheim mit den VNbältniffeu der Bewohner von Broich und der angrenzenden Orte auf demfelben Ufer nicht vertraut sein sollten- enibebrt aller Berechtigvng.

bezw. Stade. Nan.

oli

. WWW!- in Stauden: wo“ zwei Chefredakdexn al! er des inktim ierten Artikels genannt habe. In ““NRW könne jemand; der den Verfasser nenne, von seinem Baleger v richt übel angesehen und von seinen Kollegen als ebrlos betrachtet werden, und wenn er das Zeugnis; vetwrigere, so werde er

in Haft genommen. Redner beschwert sich auch über eine Haus- suchung. .

Justiz-Minißer Schönstedt:

Ick will zunächst an den [exten vom Herrn Abg. von Czarlinski erwähnten Fall anknüpfen, welcher eine Haussuchung betraf, die in der Expedition oder in der Wohnung des Redakteurs der „Gazetta Gxudzinkka“ im Januar ßattgefunden hat. Diese Haussucbung war veranlaßt worden durch eine Anzeige, die von einem Hausgmoffen oder Nachbarn des Redakteurs an die Staawanwaltslbaft ergangen war, der in der Nacht ein verdächtiges Geräusch gehört haben wollte, das von einer Mafcbinentbätigkeit benurübren scheine, und dieser An- zeigendk meinte, es sei nicht unwahrsebeinlich, daß da eine Geheim- druckerei betrieben würde. Der Erste Staatsanwalt hat nun die Folgerung gezogen, daß, wenn der Redakteur dieser Zeitung, welehe, wie ich wobl sagen kann, ohne dem Blatt zu nabe zu treten, eines der allerscblimmften Hesbläüer "tft, Veranlassung babe, außer feiner offiziellen Druckerei noch eine geheime Druckerei zu betreiben, dann dsr Vetdatht nabe liege, kaß da sebr schlimme Sachen gedruckt würden. 'Das hat den Ersten Staatßanwalt veranlaßt, das Amtsgericht oder die Polizeibehörde _ über die Einzelheiten bin ich nicht so informiert _ mit einer Haussvchung zu beauftragen, die aus Zweckmäßigkeits- rückficbten in ziemlich ftüber Moxgenfiunde stattgefunden bat. Ob die Polizei dabei überall mit der nötbigen Rücksicht vorgegangen ist, weiß ich nicbt; eine Beschwerde darüber ist an mich __nicht gelangt.

Nun gebe ich Herrn von Czarlfnskx ohne weiteres zu, daß man bei Anordnung solcher Haussucbungen vorsichtig sein soll, daß man fie nicht anordnen soll, obne daß einigermaßen sichere Grundlagen für den Verdacht vorliegen, daß eine strafbare Handlung begangen worden ifi. Ob das im vorliegenden Fall wirklich der Fall war, darüber kann man verschiedener Meinung sein. Ich für meine Person würde, glaube ich, die Haussucbung nicbt angeordnet haben, und ich habe auch den Ersten Staatsanwalt von dieser meiner Auffassung der Sache Kenntniß ge- geben. Im übrigen liegt die Sach3 nicht so, daß sie den Grund ab- geben könnte zu einer Beécbwnde hier im hohen Hause.

Im anderen Fans handelt es Ich um eine Anwxndung dss ZeugnißzwangeS, der ja in weiten Kreisen und besonders in den Kreisen der Presse wenig beliebt ist. Es ist eine Verfolgung von der Staats- anwaltsebaft in Grandenz eingeleitet gegen das mehrfach genannte Blatt wegen eines Artikels, in dem eine Beleidigung des nft-zn Staats- anwÜts gefunken wurde. Es ifi nach dem Manuskript gesucht worden; es war natürlich nicht zu finken. Da hat man nun das Pkrsonal der Druckerei darüber vernommen, ob ibm der Verfasser bekannt sei. Eine Reihe von Sesern haben erklärt, ste erinnerten sub des Manuskripts nicht; ein Seßxr und zwei Lehrlinge dagegen erinnerten fich sehr gut des Manuskripts und sagten, fie wüßtkn auch, von Wem es benübre, aber fie hielten fich für verpflichtet, das für sicb zu behalten. Dabei sind diese Zeugen geblieben, und infolge deßen ist das Zwangsverfabcen voucjh Gericht beschloffen worden, und sie find alle drei zur Haft ge- bt: 1.

Der Herr Aba. ron Czarlinski kam vor einigen Wrchen zu mir und legte mir ein Telegramm vor, welches ihm von dem Redakteur zugegangen war mit kem Etsukhén, bei mir Unmittelbar über die Sache Beschwetds zu erheben und mein Einschreiten herbeizuführen. Ick babe errn von Czarlinski erwidert, daß ick) dazu gänzlich außkr stande ski. Er hat das aucb eingxsebev, und ich babe ibm gksagt, er möge dem Herrn anbeimgebkn, die Bescbwcrde im Jnstanzxnwege an méch zu ricbken, wenn nach seiner Meinung nicht orknungSmäßig Verfahren sei. Diese Beschwerde ist bis heute nick): .:?kommen. Da- gegen babe ich durch einsn Zeitungsausx'chétt von Den Vorgängen weitere Kenntniß erkalt-xn und auf Grund dicses Z::itungxausfcbnättes einen Bericht erfordert durcheine Vetfügung vcm 4. oder 6. d. M.; der Bericht ift aber noch nicht eingegangen. Dagegen bin ich doch einiger- maßcn informiert ül'er die Sache dadurch, daß mit Ein Artikel des Blattes selbst zu Geficbt gekommen ist, d(r fich über kkn Fal] weiter ausläßt. In diesem Artikel wird mitgetheilt, was dkr HerrAbg. von Cxaclinski j.1 ebsn auch schon erwähnt hat, daß der Redakkeur dem Seser wie den beiden Lehrlingen, als si: zur Haft gebracht wkrken sollten, auSdrücklich erklärt hat, er lege gar keinen Werth kauf, daß fie ibr Zeugniß verweigerten; er ermä-Ötiae fie ausdrücklich, dem Verfasser des Artikels zu bcnenxkn, und habe gar kein Jntcreffe. kem irgéndwie entgegenzutreten. Diese ErmäÖtignng bat zunächft keincn Erfolg gehabt. Nach einigen Tagxn aber hat der STOT fich bewogen ge- funden, ein Zkugniß abzulegen, und zwar dahin, daß der verantwortliche Nédakteur sklbft der Verfaffer des beanstandeten Artikels sci. Die beiden Lehrlinge Dagegen bcfleißisen s1ch nach wie vor ihrer Zeugnis;- verweigerung. Ob der erakteur skincrseifs zugegeben bat, daß er dé: Verfaüer des Arjikels sei, und die Sache dadurch klar gestellt ist, das ist mir nicht békannt und ging aus den Ausführungen des Herrn Abg. von Czatlénski nicht hervor. Das Gericht hat, wie ick) annehmen muß, nach dem Vortrage dcs Herrn von Czarlinski, keinen Anlaß gehabt, das Zeugnjß. zwangsvnfabren gegen die Lebtlings einzusteüen. Nun, es scheint mir doch, daß es sicb bier um einen Fall der aUerfrivolsten Zeugnißverweigcrung handelt. Die überhaupt denkbar ist. Also diese beiden Lehrlinge find aus. drüchich ermächtigt von dem, defstn Interesse fie glaubten :vabren xu münen, alles das auszusagen, was sie wiffen. Es ist ihnen bekannt, daß der Seßer, der ältere Mann, demgemäß auch sein Zeugniß abgelxgt bat: lroßdem sagen sie, sie könnten es vor ihrem Gewissen nicht ver- antworten, ibr Wiffen auch vor dem Richter kundzugeben. Meine Herren, d)“? ist eine geradezu frivole Verhöhnung der Gerichtsbxbörden. Wenn dxele Lehrlinge glauben, daß das Redaktions- oder GkscbäftsZebeimniß fur sie ein beiligeres sei als für den Seher, für die älteren, Ufabreneren Leuxe dieser Druckerei, dann babe ich dafür kein Verständniß, und w_enn diese Leute nun absolut Märtyrer sein onen, als welche fie fich btnstellen, und als welcbe fie Von dem Blatte auch gepriesen und der Bewunderung und Verehrung sämmtlicher Polen empfohlen werden, dann kann ich nur sagen: habsant gibi.

Abg. von Czarlinski' Es liegt 1a der Natur des Men , . ' en, daß er, went) ihm etwas Unmocaltsches zugemutbet wird, fich da!;égen aubt._ Mtt der waunderung der Polen hat dies garnichts zu thun. d rafident von Kröcber glaubt, daß in den Worten des Redners Han _lorwurf gelegen habe, daß der Gerichtshof eine unmoralische nd ung verlangt habe, und ruft ihn deshalb zur Ordnung.

Iaßiz-Mitüster Schönßedi: '

Meine Herren! die Worte desHemt Präsidenten überbeken mich der Notbwendigkeit, auf den levteten Fall noch näher einzugeben. Ich will nur sagen, daß ich es nikki verstehe, wie etwas Unmoraliscbes darin gefunden werden kann, daß jemand ein Gebeimniß, das ihm an- vertraut ist, mit Zustimmung desjenigen, der ck ibm anvertraut bat, weiter preiögiebt.

Was die Einreichung der Béscbwerde angeht, so babe ich mich allerdings vorhin im Jrrtbum befunden. Die Beschwerde des Re- dakteurs ist eingegangen, und auf diese Beschwerde bin ifi der Bericht erfordert, der noch nicht eingegangen ift. Wsnn im übrigen bezügliä; der Haussuchung der Herr Abg. von Czarlinéki geäußert bat, ck hätte eigentlich dasselbe gesagt wie er, dann, meine ich, kam: Herr von Czarlinski vollständig zufrieden sein.

Abg. vßn Czarlinski weist noch auf einen anderen Fall bin, in welcbny em Seßerlebrlin sechs Wochen lang in Haft gehalten worden set und doch die Ausßa e verweigert babe mit der Begründung, wenn er_ck saaen würde, so 1:- re er ein ebrloser Mensch.

Benn Etat der Preußischen Zentral-Genossen- schaftskasse kommt

_ Abg. Graw (Zenta) auf die Verhandlungen in zweiter Lesung nzruck und wendet sich gegen die Auxfübmngen des Abg. Crüger über dze Verbandskaffe in Ostpreußen, deren Revisor der Redner ist, und die Wanderredner. Die Gegner der Verbandskaffen führten einen Kampf gegen Windmühlerflügel.

Abg. Dr. Crüger (fr. Volksp.) erbelxt Widerspruch aegén die Behauptung, daß er ein Gegnex des landwtxtbschaftlickoen Genoxsen- schaftswesens sei, wenn er auf einzelne Mißftande hinweise. Er abe nur vor_ einem Rückscbla e gewarnt. der die ganze Landwirthscbaft treffen konne. Er habe 11 ch: den Verband des Vorredners bekämpft, svndera ganz unglaubliche Vorkommnisse, di: in ihm vor- gekommen seien, und das babe dem Verbande genüst. Wenn Zesagt Jouve, daß man die Haftsumme der Mitglieder er-

öben konne, um aus diese Weise eine stärkere Veletbnng von der Zentralgenofsxnschyftskaffe zu erhalten, und wenn gesaat werde, das; aucb auf dae mchteingezablten Antbkile Darlehen seitens der Zentranenoffenscbaftskaffe gewährt würdkn. so sri das etwas, wofür man keinen parlamentariscben Ausdruck finden könne. (Zwischenruf des Abg. Graw: Das bak! ich nicht geschrieben !) Das behaupte er auchnicbt: Das, habe der VerbandSrevisor geschrieben. Alles. Was er m der zxz'etten Lksung über die Wanderredner, speziell über derz Malexmetfter Korthaus, gesagt babe“, stehe aktenmäßig fest. Wte man tbn, den Re'dner, einen Polizei-Kommiffar dér Verbands- kaffky nennen könne, m ibm unerfindlicb. Er habe hier öffentliche Klink geübt; nacbdém er vergeblich im Handels-Mknisterium Be- schwexke gefuhrt babe. Dxr Vorredner habe sich über seine neulicben Ausfuhrun-zen unnöthig auxgéregt und Spiyen gesucht, die nicht vor- handen seien. Was er über die KornbauSgenoffenschast in Halle vor- gebracht„babe Herr chn Erffa nicht nur zugegeben, sondern durch _einen werteten Fall obererchert. Der Abg. Graw habe also kein Rxcht, tbn der_Unwabrbaftigkeit zu bezichtigkn.

Prasident von Kröcber: 'Wenn ich ebört hätte, daß der Abg. Gxaw dem Vorr-rdner Unwahrbett vorgeworßen hat, so hätte ich ihn erkucbt, ftztt dcffeu „Unrichtigkeil' zu sagen.

_Hebeemer Oher-_F1nanz-Ratb Havenstein stkllt seine frühsten

Außmbrungen dabm rtch_tig, daß die Verbände allerdings verschiedentlich dyn Versuch gemacht hätten, durch eine Erhöhung ibrer Haftsumme enzen größkretz Kredit von der Zentralgenoffenscbaftskaffe zu erzwingen. Dre Genoffenjcbaft,_an_deren Leitung Herr Graw betbeiligt sei, hab“- aber von der GenonenxchaftSkaffe nicht einmal so viel Kredit in An- spruch genomazen, als ihre vertrktbare Haftsumme betrage. , Abg. Fmbexr vyn Erf_fa (ksns.): Herr Crüger hat sich wieder emmal als Neu_lmg tm Hause erwiesen. Ich habe alle von ihm be- haupteten Tbajxacben (1,19 unwabr nachgewiesen auf Grund eines Gut- axbtens gertchtltch vxretdeter Sachverständigen. Ick) habe seine Aus- fubrunakn als _oßxsknv unwabr bezeichnxt, was ste in der That auch find. Dex Mjntftex bat außsrdem auch selbst erklärt, daß die Kom- baxxsszenx enscbaft tn Halle vollständig innerhalb ihrer statutariscben BetuZnt e gxbaLdelt bat_; namentlich ist es objektiv unwabr, daß diese Gxnonegschast Ovekulatton getrieben babe.

_Prqsidknt von Kröcher: Ich habe soeben gebeten, statt „unwabr“ .unrtckmg' zu_sagen.

Abg. Fmbkrr dyn Erffa: Es ift aber objektiv nnwabr.

Prafidsnt von Kröcber: Dann rufe ich Sie zur Ordnung.

_ Beim Etat der Forstverwaltung erklärt auf eine Be- 1chwerdc des Abg. Seer (n[.) der '

_ . Minisnr für Landwirthfchaft 2c. Freiherr von Hammer: nein:

Ich erwidere dem Herrn Vorredner, daß dieselben Beschwerden, die Herr Seer ehm vorgetragen bat, auch bei mir direkt erhoben find; ich [affe die Verbältniffe untersuchen, und wenn fich bérausstellt, daß der Einschlag von Kloben und Brennbokz so gering ist, daß er dem Bedürfnis; nicbt genügt, werde ich Versuch3n, dcn Bedürfniffen voll- ständiger zu genügen. (Bravo !)

_Bei dem Erlö__s aus Ablösungen von Domänen: gefallen beschwert 1rch,

Abg. von Glehocki (Pole) darüber, daß gewisse Renten nicht durch Tilgung abgexöit werden könnten, sondern nur durch Kapital- zablung im zwanzigsackpen Jahresbetrage.

st _ Minister für Landwirthsrhaftx. Frcihcrr von Hammer- em:

Meine Harken! Wenn ich dem Vortrage des Herrn Abgeordneten richtig gefolgt bin, so beabfichjigt er _ und ich bitte kman zu achten _ die Erleichterung der Ablösung der noch existierenden, auf privatrechtlich Titeln beruhenden Renten, Kanon u. s. w., welcbe jetzt ohne Einwilligung des Berechtigten nur durch Kapitalzablungen, und zwar zum zwanzigfackpen Betrage *des Jahreßertraxs abgelöst werden können, durch , Umwandlung in Amortisations- renten; _ ich bitte, genau hierauf zu achten: die Vköglicb- keit der Ablösung der Renten ist j-xßt gkgeben durch Kapital- zablungen, allerdings nicht gegxn den achtzebnfacben Betrag durch Nsntenzablunzen. Die StaatSregierung beabsichtigt nicht, auf den Antrag einzugehen. Die betreffenden Renten, welche zum größten Theil _ und ich bitte, das, weiter zu bcachtcn _ Privat- befisern und nur zu einem geringen Theil der Domänen- und S,taats:3erwaltung zustehen, entspringen nicht gutsberrlicb- bau'erlicbe'n Verhältnissen, sondern beruhen meistens auf frei- wiütgen Privatverjrägen und vertreten vielfach die Stelle von Kaufgeldern.

Nun . liegt doch wirklich keine Veranlassung vor, diese Ablösung unter Venachtheiligung des Berechtigten noch mehr zu erleichtern, als das 1681 schon durch Zahlung de zwanzigfachen Kapitalbetrags möglich ist. ' '

Ick) muß ent1chieden dagegen Verwahrung einlegen, daß fiskalische Gesichtsxyunkte der dieser Frage der Staawregierung zu ihrer ab- lehnenden Haltung Veranlassung gegeben haben; um so weniger ist das der Fall, weil die StaatSregierung mit rein fiskalischen Interessen nur? 5111.11 weitaus geringsten Theil bei der Frage be- thetligt tft. Der weitaus größere Theil der Renten beruht

auf privatrechtlichen Titeln, vielfach ist Rente an Stelle

von Kqufgeldern getreten. Die Möglichkeit der Ablösung gegen Kapijalzablungen, also gegen den zwanzkgfachxn Betrag, ist 1th schon gewährt; und das Einzige, was der geehrte Herr will, ist Ab- lösung durcb Rentenzahlung zu ermäßigten Beträgen. Es bedeutet das einen bedenklichen Eingriff in meistens privatrechtliche Verhältnisse.

Ick will mal beispielöweise aus den bannöverscben Verhältnissen exemplifiziercn. In Hannover wurde ein Gases erlaffen, wonach jeder Privatbefitzer auf Grund dieser gefeslicben Bestimmungen ein Grund- stück gegen eine unablösbare Rente außgeben konnte. Von dieser Befugniß haben viele Grundbefißer Gebrauch gemacht, namentlitb auch um fich Arbeitskräfte zu fiebern. '

Dann wurde die Provinz Hannover mit Preußen vereinigt, und das Gesev wurde aufgehoben; an Stelle des Gesetzes kam die Be- fugniß, diese als unablösbare Verpflichtung errichteten Renten abzulösen, aUerdings nur gegen Kapitalzablung, und nun, meine Herren, soll zum Nachtbeil solcher Berechtigjen _ beispielsweise in der Provinz Hannover _, die in dem guten Glauben der Unablösbarkeit aus wirtbscbaftlicben Gründen solche Renten erworben haben, eine Ablösung zum 18fachen Betrage erfolgen, man will erneut zum Nachtbeil der Berechtigten gesetzlich eingreifen. Schon die Kapital- zablung zum zwanzigfachen Betrage der Rente bedeutet eine empfindliche Benachtbeiligung des Berechtigten, weil die Fest- stellung und Berechnung der zwanzigfacben Kapitalentschädigung auf der Annahme beruht, daß der Zinsfuß 5 0/9 beträgt. , Der Zinsfuß bkträgt jeßt aber nur 3 bis 3.1 0/0. Danach würde, wenn man den bestehenden Zinsfuß zu Grunde legt, ikßt nicht der zwanzig- facbe Vetrag, also die Grundlage der 50/0igen Verzinsung, sondem der 30 bis 33ifacbe Betrag der Rente die Kapitalentsckpädigung betragen müssen. Also schon in dieser Beziehung find die Berechxigten _ und meistens find es Privatberkcbtigte _ durch die Kapitalzahlung zum 20fachen Betrage mit Rücksicht auf die jeßige Verzinsung des Kapitals schon sebr Wesentlich benachtbeiligt.

Meine Herren, Sie können diese Schädigung leicht ausketbnen. Wenn ich eine Rente _ wir Wollen mal sagen von fünf Mark _ befiys, und dieselbe wird durch Kapital abgelöst. so bekomme ich 100 .“ Kapital; für dies Kapital bekomme ich an Zinsen nur 3, höchstens 310/0, ich verliere von meiner bisherigen Rente von fünf Mark also zwei bis ein und eine halbe Mark jährlich. Darin liegt doch obne Frage schon eine Benacbtbeiligung des Berechtigten durch die bereits bestehende Geseßgebung. Nicht fiskalische Gründe find es, die die StaaWregier-mg zu ihrer ablehne'nken Haltung veranlaffen; im wesentlichen sind é's die eben von mir dargelegten Gesichtspunkte, welche im ablehnenden Besäoeid der StaatSre'gierung zum tbeil als wirtbschaftliche Gründe bezeichnet find.

Ich glaube daher, daß bei dem Standpunkt, den die Staats- regierung zu dieser Frage einnimmt, kaum zu erwarten ist, daß einem Antrags, im geseßlichen Wege Weiter in diese Verhältniss einzugreifen, von der Königlichsn Staatöregierung zugestimmt werden würde. Ich muß übrigens auch glauben, daß die Frage keine so große wirthschafts- politifche Bedeutung hat, wie ihr vom Herrn Vorredner beigelegt ift.

Abg. Rickert (fr. Vgg.) rätb dem Abg. von Glebocki, die Sache

lieber durch einen selbständigen Antrag zur Berat un u brj , die dritte Lesung nicht zu belasten. b g k ngen um

| _ Minister für Landwirthschaft 2c. Freiherr von Hammer- 61.11:

Meine Herren! Ich kann Ihnen die Annahme des Vorschlags des Herrn Abg. Rickert nur empfehlen. Die Frage hat zwar keine so Weittragende Bedeutung. Der Umfang der bestehenden Berech- tigungen an sich und inwieweit der Privatbesiß, und wie weit fiska- lischer BMZ in Betracht kommt, bedaxf einer näheren Darlegung. Ich nehme an, daß ein solcher Antrag dann in eine Kommission ver- wiesen wird; dann wird dieStaatSregierung jede zweckmäßige und er- wünschte Auskunft geben können.

Bei dem Etat der direkten Steuern beschwert sich

Jbg. Meyer-RiexnsloUZentr.) über die angebliche Abwälzung d'er'St'cuerlasten auf dre schwacheren Schultern infolge der Abzugs- fabtgkett der Fsuerperfickperungsprämken 2c.

Aba. Scbmjtz „(Je,ntr.) widersprxcht, dieser Auffassung seines Frgkttonögenoffen, weil jede Abzugsfabtgkett volkswirtbschaftlicb dem Mtttelstande und der Landwirtb1chaft zu gute komme.

Belm Etat der Berg:, Hütten- und Salinen- verwaltung tritt

Abg. Lüdekrs-Gronau (sr. kons.) den bei der zwkiten Lesung gemachten Ausfuhrungen deH Abg. Hyyermann über die Kalifabriken entgegqn. Es_bandle sicb bter um ote Interessen der hannoverschen Landaztrtbe, dke nur zum kleinen Theil der nationallib-Iralen Partei angebosten. _ Man könne sebr wobl von einer Schwindelperiode svrecbezn werl den klein_xn Landwirtben Antbeilsäxeine unter falschen Vorsptxsclungky aufgedranat'worden seien. Die Landwirtbichaft werde durch 518 Abr'vaffer der_ Fabrtken aufs äußerste geschädigt. Deshalb syüe dle Reqteru'ng bet der Konzessionierung solcher Fabriken, nament- ]lch in der Provinz HannoVLr, recht vorsichtig sein.

Minister für Handel und Gewerbe Brefeld:

Ich glaube auf die Ausführungen des Hérrn Vorredners mit einigen Worten eingeben zu müssen, weil derselbe eine neuerdings von mir getroffene Entscheidung zum Gegenstande des Angriffes gemacht und gemeint hat, daß darin das Jntercffe der Landwirtbschaft kein: genügende Berücksichtigung gefunden habe. Ich glaube, das nicht zu- geben zu können. Wie ich bkkéits bei der zweiten Beratbung des Etats auf eine Anregung des Herrn Vorrkdners mich dahin ausse- sprochen habe, es wäre die Aufgabe der Regierung, hierbei das Interesse der Kalifabrikation mit den Interessen der Landwittbskbaft zu ver- einigen, auf beide gleichmäßig Rückficht zu nehmen, soweit es möglich ist, so ist dieser Gefichtßpunkt aucb leitend und bestimmend gewescn bei der Verfügung, die neuerdings in dieser Frage erlassen worden ist.

Diese Verfügung ist erlassen, nachdem die technische Dcrutation, die ja die Aufgabe hat, dem Minister bcratbcnd zur Seite zu stehen mit ihrem technischen Gutachten, über diese Frage gehört ist und fie eingehend in allen Details geprüft hat. Die tcchnische Deputation dabei zu dem Ergebnis; gekommen, daß es nicht angängig wäre, die Einlcitung der Abfauwässer der Kalifabrikcn in die Jnnerste voll- ständig aussuschließcn, weil dann die Möglichkeit der Verwertbung der Kalisalze zur Kalifabrikation unmöglich wcrden würds. Dagegen sei es wohl angängig, die Ableitung der Abfallwässsr in die Innerste so zu beschränken, daß dadurch eine Vcrschlechterung dcs Wassers zum Nach- tbeil der Landwirtbschaft auöqesckolosscu werde. Diese Bedingungen nun find von der tcchnijcben Députation im einzelnen arbitriert und meiner Entscheidung zu Grunde gelegt Worden. Diese Bedingungen beschränken aber die Einführung der Abfallwäffer in die Jnnerste in ganz bestimmter Weise, sodaß sie nicht überschritten werden dürfen,

und seven schließlich fest, daß, Wenn das Wasser einen gewiffen Maxi-