1899 / 69 p. 5 (Deutscher Reichsanzeiger, Tue, 21 Mar 1899 18:00:01 GMT) scan diff

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Benin. * vou Krieaewa'ß: 5517322000 “sonen um ' babe aWnß heute von dem “:ja:! :rdalten, wdßeron Herr MKL

Sagan gesprochen hat. Ich habe zun ck11 meinen warmen Dank Grafen von Posadowsky auskusprecben. Herrn MüUer und Herrn Singer möchte ich nicht raiden, in einem der Vereine meines Ver- bandes das Wort .Krietber“ zu gebrauchen, sie würden das Lokal nicbt u'rebr verlaffen. Den Kriegervereinen wird in keiner Weise gesFt .wie sie stimmen sollen, aber zur sozialdemokratischen Partei darf (5 keiner bekennen, denn wer dies tbäte. würde für ebrlos gehalten werden.

Abg. Richter fr. Volksp. : Die Kriegervereine, die sich auf die Pfl eder Kamerads ft :c. bes ränken, erkennen wir als dur us ber tigt an. Wir verurtbeilen auf das Eutscbiedenfte diejen gen Kriegervereine, die meräueblicb sicb |U politischen Zwecken benusen lassen. Da? dies ges iebt. ifi so notorisch, daß man darüber garnicht zu ip 1: raucht. Die Wahlprüfungen entrollen ein Bild davon, und me : als eine Wahl ist deSwe en kassiert worden Gerade weil die Krieger sicb verdienigemacht a en um das Vatezland, !ollte man nicht versuchen, an ihren politis Reckoten zu rutteln. Dadurch de radiert man die Mitglieder der Kriegetvereine zu Wählern zweiter

alße. KYas ist nicht nur geschmacklos, sondern unwurdig für ebe- ma e eaer.

kzAbg. Bebel: Im Jahre 1881 babe Herr Stöcker die Sozial- demokrajen aufgefordert, auf ihre republikanisZe Gesimxung zu ver- 1ichten, dann würden die Zreunde des Herrn töcker fur die sozial- demokratiscben Kandidaten edel und ?asenclever in Verlm stimmen. Die betbeiligten Personen im Wablkce se Sa an hätten damals mxcb zur rtei gehört und seien erst, nachdem e sich auf das Gescbaft ei affen bakten, aus escbloß'en worden. Redner bedauptet ferner, da? sogar aus der Ni tbetbeiliguug an einer Wahl em Grund zum Ausschluß aus den Krie ervereinen bergenommen werde. Solche Dinge kämen nur in Preu en und Sachsen vor. Die Kriegervereine seien in Preußen politische Vereine und fündigten sammt und sonders gegen den § 8 des Vereinßgeseves.

Staatssekretär des Tunern, Staats-Minister 131“. Graf von Posadowsky-We ner:

Der Herr Abgeordnete bat außgefübrt, eS' könnten die Mitglieder der Kriegervereine sozialdemokratisch stimmen; ja. wenn er unter „können“ eine pdvfische Thätigkeit versteht, gebe ich ihm Recht. Wenn er aber darunter eine moralische Meinungsäußerung versieht, bat er total Unrecht, (Zurufe links.) In den Statuten sämmtliche: Kriegervereine steht: , Aufgabe der Krieger- vereine ist die Pflege der Treue zu Kaiser und Reich“. (Seb: richtig! rechts.) Wer auf sooialdemokratifchem Standpunkt sieht, kann hiernach nicbt Mitglied eines Kriegerdereins sein. (Seb: richtig! rechts.) Wenn er Mitglied des Kriegervereins bleibt, begeht der Mann eine moralisch unwürdige Handlung, mil er beuchelt. (Ein Mann, der in dieser Weise öffentlich beucbelt, ist in meinen Augen ein Mann ohne Ehre! (Sehr richtig! rechts.) Aufgabe dkr Kriegetvcreine ift die Pfiege der Treue zu Kaiser und Reich, und ich meine, die Kricgervcreine handeln _ durchaus innerhalb ihrer patriotiscken Aufgabe, wenn fie dabiu wirken,

daß dieser Gesinnung im öffentlichen chen und auch bei den Wahlen Ausdruck gegeben wird. (Lebhaftes Bravo! rechts und bei den National- liberalen. Zuruf: und große Unruhe links.)

Abg. von Brockhausen (d. tons): Landrätbe und Pofiamts- Vorfieber können nicht, wi: dcr Abg. Mülier - Sagan behauptet bat, Kriegervereine bilden , denn es kann nur dcrjenigc sich daran bubeiligen, der Soldat gewesen ifi. Die Kriegervereine bilden einen großen Widerstand gegen die Agitation innerhalb des Mittelstandes; zum Zweck der politischen Agitation sind die Kriegervereine nicbt gegründet worden. Die Kriegervereine bestehen aus staatsrrdaltenden Elementen und stärken die ehemaligen Soldatc'n gegen die sozialdemokratiscbe Agitation. Beeinsluffungen kommen auch auf anderer Seite als bei den Konservativen vor. Sind überhaubt die Herren, welche über die Kriegcrvereine gesprochen babxn. jemals Soldaten gewesen ? Ich glaube, sie haben Yspxochen wie der Blinde von der Farbe.

Aba. raf von Arn im (Nr.): (Es ist bcmerkenswcttb, daf; Hm Mülier-Sagan verstummt und die Hilfe des Herrn Richtcr annimmt. Es wird ein Sturm der Entrüstung darüber entstcécn, daß die Frei- finnig: Volkspartei die Kricpcrvcrcine als Kricchctvcreine kezejwnct. "err Bebel nimmt das nicht schlimm. ch übcrlaffe idm. auf vier Füßen zu wandern und adjuwarten, ob unsere Hochachtung rv: idm dann steigen wird. Wie man den Kricgcrvércimn [Umutbkn-w:l_], sozialdemokratisc'ér Mitglieder aukzunedmeu, verstehe ich nicht. Die Sozialdemokraten, welche in die Kriczcrvmxin: cénrrcxc-n, das find die Heuchler, denen man bei jeder Gels-gkndcu die Maske rom Gkficbt zu reißen versuchen muß.

Abg. Bebel: Der AuZdruck ,KÜKÖLMTCZLZL' richt: !"icb rrrnisxr

egen die einzelnen Mitglieder ais zegm da:“- zsxammte Trciden, dieie

Detewe unter allen Umständen zu rxlwkcba: aninrn zu machen. Daßisie sich ungeseßlich miteinander in erdindurg fcc-Icm, sci disbcr nicht widerlegt worden.

Staatssekretär des Innern, StaaW-Mnincr Or. Graf von Posadowsky-Wehner:

Meine Herren! Der Abg. Bebel kat g:“;kn wied rrruzim raid

dem Erundsaß: qui madd, 001159116: - ein :ck: üderlkkter Prozeßgrundsaß, der namentlich im vorlie-séndén Falle nicht zu- treffend ist; denn darüber. ob die Kriegervertine ric S::Uung, die fie im öffentlichen Leben und auf Grvnd ker drückenden Bestimmungen einnehmen, im eimelnen Faak gkmißdrauch oder Ungebörigkcitcn begangen haben, darüber kann ck nicht urtbeilen, ja, ich kann mir!; garnicht darüber äußern, ob die Br* bauptungen, die in dieser Beziehung bier vorgebracht smd, wahr find oder unwabr, aus dem einfachen Grunde, weil diese Fragen gamicbt zu meinem Resort gehören. (Lachen bei den Sozialdemokraten.) Gewiß, Herr Abg. Bkbkl, weil bicr nur der zuständige Miniüer des Einzclstaats urtbeilen kann. Eine solche Frag: muß Von Fall zu Fall beurtbeilt werden.

Was ich Von den Mitgliedern der Kriegervereine gesagt babe, das gilt meiner Ansicht nach ganz ebenso von den Mitgliedern irgend einer amtlichen Körperschaft, und wenn es auch der untergeordnetfte Beamte wäre. Ein Beamter darf nicht Sozialdemokrat sein (Bravo! rechts. Unruhe links); denn er bricht seinem Könige und Fürsten die Treue. Der Beamteneid lautet dahin, das; man seinem Monarchen Treue schwört, und wer, nachdem er als Beamter solchen Eid geschworen, einer Partei angehört, die die Monarchie beseitigen will, die sich offen zum Republika- niömus bekennt, der, meine Herren, ist in meinen Augen ein unwürdiger Geselle (Bravo! rechts, Unruhe links); denn er dient äußerlich einem Herrn, den er innerlich bekämpft, und Sie werden mit keiner Rede im Reichstage ein solches Verbaljen eines Beamten als ein moralisches veribeidigen können.

Wenn Herr Bebel schließlitb gesagt bat, es gebe eine ganze Masse Leute, denen die Thätigkeit der Sozialdemokratie im Reickktage gefalle, ße stimmten so mit, obne sick) über die Sache recht klar zu werden, nun meine Herren, dann fang ich nur annehmen, daß Sie das Pro- gramm und die Ziele, die Sie bier öffentlich wiederholt bekannt haben, noch nicht ge'nügend in die Menge geworfen haben; dem- sonst würden hoffentlich die Leute, die Ihnen so unschuldig bei den Wahlen Folßen, alsbald von Ihrer Fahne adscbwrnkcn. (Bravo! rechts.)

'

Ua. M'vo tlinckowsi'rom “ck ist würdigwwie dix Sozialdemokraten und die, Waise Volkspartei Y Leowse g sekuudiereu. 'Daß es die-Sozialdemokraten nnangene erübrt, als gleichberechti te rtei nicht anerkannt zu werden begreife ich; denn dadurch w d re Agitation gehindert. Es ifi docs noch niemals verboten worden, daß die KrieaetvereinSmitglieder für einen re: uni en stimmen. Wenn das der Fall wäre, dann würden ja die r nnkgen gar keine Stimmen mehr erkalten. Wir werden die Stimmen, welche die Sozialdemokraten in Oßpreußen ge- wonnen haben, diesen wieder abnebmen. Die Kapitalanlage ist ihnen schon län fi leid geworden. Die Stimmen müssen sebr tbeuer bezahlt werden. 9Wer ei en Pakt mit den Sozialdemokraten schliex, _der handelt gegen das Interesse der artet und, um mit den anal- demokraien xu sKecben, der fliegt eraus.

' Abg. Dr. üller-Sagan: Sobald es sich darum handelt, egen junkerlicbe Auma ung Protest zu erheben, sieben wir mit anderen rteien, nicht bloß in den Sozialdemokraten, zusammen.

Abg. Bebel: Sozialdemokratiscbe Stimmen haben wir in Ost- preußm einfach dadurch erhalten, daß wir den Arbeitern sagten, was ihre Herren tbateu. Daß viele Beamte sozialdemokratiscb stiuimezt, ist bekannt. Geben Sie doch volle - und Versammlungsfretbett, wir werden unsere Ziele dann dem olk bekannt machen.

Abg. Stoecker: Was angeführt worden ist, betraf lediglieb die Berliner Bewegung und nicht die konservativ: Partei.

Aba. von Loebell (d.!ons.): Die Debatte ifi den Herren von der Linken recht unan enebm geworden. So weit sind wir noch lange nicht, daß alle Leute, ie aus der Armee auss den, Sozialdemokraten werden. Es ist eine Bestbimpfung der legervereine, auch nur einzelne als .Ktiechervereine' zu bezeichnen. Wer sozialdemokratiscb wählt und agitiert und bleibt im Kriegetverein, der ift cbrlos, darin h_atl Hätt Graf von Posadowsky Recht. Diese Debatte wird uns sehr v:: 11 en.

Abvd. Richter: Ob Ihnen das etwas nüßen wird, ist doch noch sehr zweifelhaft. (Fs werden nicht bloß die sozialdemokratisch stim- menden Kriegerdereinömitglieder verdächtigt, sondern auch diejeni en, welcbe freisinnig stimmen. Aber selbst wenn das nicbt der al! ein würde, so würden wir solcbeMißftände abzufieüen versueben. runden Sie doch offen kon etvat'tv: Krie ervereine, aber locken Sie nicht die Leute unter der aske der ameradfchaft an, um die Vereine poiitiscb zu mißbrauchen. *

Abg. Singer behauptet ebenfalls, daß das Verbindungsverbot für Vereine von den Kriegervereinm übertrejen werde.

Damit schließt die Generaldebatte. Bei der Spezialdcbatte über den Etat des Reichstages

erkläätb derFrrb H l H 5 ( l) A bl g. ierr ev zu errns eim n .. eine nia seiner Freunde sei der Meinung, daß die Kritik des Abg. Dr. Lieber über die künstlerischen Leistungen bei drr Auéschmückung _des Reichs- tagkgedäudds als eine zu weitgehende und zu all ememe erachtet werden müffe, sowohl bezügljeb des Gemäldes dcs rofeffors S_tuck wie bezüglich der Hildebrandi'nben Vasen. Wenn man die Geschichte des Reichstagswads ftudiere, dann werde man finden,_ daß die Aus- schmückung dcs Hrufds immer erfolgt sei im Einverstandniß mit _der Reichstagskaukommisfiow Die [estere müßte mern alfo in erster Linie verantwortlich machen. Das Reichstagsgebaude sei tn seiner Aus- gestaltung eine drr bedeutendsten Leiftun en der Baukunst; Et (Redner) wähle daher den Wunsch aussprechen, da Herr Want mit der weiteren Leitung der Ausschmückung kes Reichstagsgebauddö [“du-aux bleiben möge. Der Roicbztagsbaukommisfion fehle jede Konimuitat. Jbre Müsiieder könnten drch auch nicht auf die Suche nacb Künstlern geben. Dazu wäre ein Beirats: von Sachverständigen viel geeigneter, Abg. Dr. Lieber (Zenit): Ich muß wick: darüber wundern, daß der Vorrrdner ein Vertrauensvotum für die deutsche Kunst und für die deutschen Künstler für n_öt5ig gkdaltcn hat. Ich babe über die drutscbe Kunfi und die deuiicben Künstler mcbt geurtbeilt. Ich habe mir nicht einmal erlaubt, den Namen des Künftiers zu nennen und über seine übrigen Leistungen zu urtbeilen. Ebenso babe ich über die künstlerischen Leistungen des Hum Hildebrandt nichts gesagt. Herr Waüot glaubt auch im Recht zu sem Jegenüber dcn Ovationm, die idm gebracht worden _sind, von n kiffen auf die deutsche Kunst zu svrech:r_1. Schlteß11chbat_doch ach das deutsche Volk ein Recht, danach zu tragen, wie denn dte für die Aus- schmückung kes Nächstages bewiliigten Geldrr vcrwendet werden. Der Vorredner hält nicht die Rsichstagsbauiommis ton und die be- sondere Ausschmückangkkommisfion auseinander, wzl : im vori en Jahre eingekcxxt ift. Das Verhältniß zu Herrn Walid! wird (zich finden; man hat ibn zvnächft v::räichtet, keine bindenden Vcr- träsc med: einzugeben. cke nicbt Plan und Skizze vor- selczt smd Tric Srmkolik der Akstimmuxrzsnrnkn ift eine so ticé degründxix. das: man cinkr besonderen Aufklärung darüber be- darf. Die Gräalikn Cokikn das BEUÜÖS Volk darfiküen. _ Ich bedauere, daß da; r-xurich: VIU ':n der VcrfUUur-g ch _Hkrm „Hildebrandt so [“is au? dm lektxn Faks:: ausgezogrn ist. Tre Kugel so_li das Ab- stimmunsxwrtw kcdcuxen. Die Kugxl ist m_ir als A'cmxumungs- werkkkug nicht drkarmt. Herr Stuck in zur Abandrxung m_:xxefordert worden: :Unrings wwn er die Wünsckxe der Korpmixsrqn Musik, wird nicht rie! übrig kleidcn. Dann wird 1ch115Y11ch nur noch das Mcffkr obne Klinge bleiben. welckem_ das Heft edit. Ueber die Hildebrandt'scbcn Vaskn bat die K_ommiifion emittmmtg den Stab gebrocbkn; fie werdm nicbt angefertigt werden. Ich habe recht wobl Jewußt, was ich unternahm, als ich hier dqs Wort ergriff. Was Hm ron Hxvl dxute mir gesagt hat, ifi x_mr ern :cbwqcbes Echo gegen die Zanitstkarenmufik, die draußen ertönt tft. Wenn em Abgeordneter des deutschen onlke':t nur an einem eiuxelnen Künfjlerwetk rührt, dann ist das ('in Arrakis? auf die deunebe K!:nfi. Herr Waüot sagt das selbst. D.: muß ich mit ihm doch 1: em kleines Wörtchen reden. In einem im Jahre 1896 erschienener: * uch yon Ahrens üder die Heraldik und die Inschriften im Rsichstagsgedaude_ ist im ein- zelnen nachgewiesen, wie jämmerlich rer RkicbZtag tm Aeußern sowohl wie im Jnncrn in Heraldik und Zntcbriiten bedient ist. Unter den Hundertcnwon Kronen, mit denen hier überau paradiert wird, finde": der Verfaffer nur eine einzige richtige, beim Hauptausgaug des Saales. Unter den Wavperz ifi nicbt e_iu einziges richtig. In dem Monumentalbau der dcuttcben Reichsseix kkung wäre doch die Forderung berechtiTt, diese Wappen distorij und beraldiscb richiig zu machen. Ker sei kein Platz für Pbantafiewarven und für Pbantafiekronen. eber die Symbolik dieser 1chönenAuSschmückuug haben wir j.: Wunderdinge gelesen in der Schrift von Rapfilber. Die vier Tbürme :. B. sollen auf die vier Königreiche hinweisen, die den Körper des Reichs zusammcnbalten. Herr Ahrens (th in seiner SDrkft mit Recht: Ebenso könnte man jeden Tisch in: quse als das Deutsche Reich und die vier 'Keine als diedeuifcben Köni siche ansehen. Ick babe darin nur eine Auslegung vermißt, und vZellei t ist einer im Reitbktage. drr mir zur Hilfe kommt. Ich möchte wiffen, was in unserem Speisesaal das Distelornament für eine Symbolik darstellt. Ick empfehle Jedem, der (":ck für dick aus im Einzelnen interessiert, während der Osterfnicn die bccbintere Ente Abrens'scbe Schrift xu lesen. Der Verfasst kommt zu dem Schlaffe: .Der Kenner sixbt mißgkkimmt darein, wenn er sieht, wie die Durchführung des Baues überall don Nichtwissen zeuzt und Lücken und endlose Wiederholungen aufweist. Das Hetero enfte ift durchaus durcheiyanker geworfen, um Eindruck zu ma n, statt mit _der Tiefe der Gedanken und der Fülle patriotischer wie religiöyer Empfindung zu wirken. Obne Verständniß der deutschen Staatcngebilde und kes Volks- charakters ist in einem spezifiscb-deutscben Gebäude auch an den nationalen Forum: gesündigt. So wie die berüchtigte Berliner Ju- schtift: nutrjmsurum spiricus, Reitende Artilleriekaserne und andere durchaus nicht Erhebung erwxcken und zur Nachahmung reizen, ebenso- wenig die heraldische Symbolik des Reichstaaes, diese Unmenge von Niebtwi eu, diese argen Verstöße gegen berechtigte und darum weatbge ene Eigentbümliqbkeiten dee deutnben Bundesftaaten. Es in ein bemerkenöwertbes Zeichen, daß man am Schluß des 19. Jahrhunderts es wagen durfte, dem Volke der Denker zu bieten die ohne jedes Studium in wildem Schaffenßdrange mit un-

&?me Standpunkt. Alle die was: . .. gaben bat die bre tobt. den gef eu «Zank,. :.:... und nicbt, um dem. eichten aterialiomu! einér en Zeit entsprechen, zu diesem binabxufteigen. *-

Abg.“ vou Kardorff (M.): Die Ausstkmückungskommisfiox hat das stkon verschwundene Bild noch einmal wieder aufjeden lassen auf ein ausdrückliches Andräugen des Herrn Wallot, der mit Herrn Stuck wegen Aenderungen in Verbindun treten wollte. Was die Vasen anbelan t, so will ich mich über den escbmack und über die Knust derselben urn cbt auslaffeu. Als Abstimmun svasen hätten sie sich in ihrer Grö e garnicht ReiWet. Es handelt 315 nicht darum, daß die Dmge. mit denen der ei tag geschmückt wird, rein künftleri ck sind, sie müssen auth brauchbar sein für das Haus. Ueber den Rei ista :. bau im Ganzen will ich mich nicht aussprechen. Die äu ere e- sialtung ist ja mebrfach geändert worden. Herr Wallot : . ja vielleicht auf diese Aenderungen nicbt einlassen sollen. ZT wird es sein, Herrn Wallot noch weiter mit der Leitung der Zus. schmückung zu betrauen. Aber i möchte davor warnen, daß er nur mit einem Künftlerbeiratb zu ! an hat“ die Kommission muß sich die Entwürfe vorlegen lassen, ebe eine Bestimmung getroffen wird.

Bayerischer Bevollmä tigte: zum Bundedratb Graf von Lerch en . Zeld-KöferinL: Ick ba e zu den Mitgliedern der Kommission ge- ört, die die Hi debrandt'scben Vasen künstlerisch als ut anerkannt haben. Aber sie gehörten nicht auf den Tisch des Laufes. Herr-

ildebraudt scheint mir an diesem Fehler in der Ausschmückung ni t chuld. Denn ihm sind wobl Anäaltspunkte gegeben worden, dam die Vasen auf der Pariser Aussie un wirken. Wir können bier auf dem Tisch des Hauses nicht zwei große armorsockel gebrauchen. Wenn die“ Vasen von den Sockeln genommen werden, dann wird das Motiv mit den vier Männern nicht mehr brauchbar; denn man kann die Männer nicht bei den Beinen nehmen und fie wegtragen. Es wurde dem Künstler anbeimgegeben, ein anderes rojekt xu menden; thut er das, dann wird er auch den“ Auftrag erb ten. Die S rift, welcbe err Lieber zitiert bat, betrifft die heraldische Aussebmü ung des F- tages. Kein Architekt hatte mit dieser Leichtigkeit dreimal die Pl e keändert wie Herr Wallot. An dem Mangel einer steinernen Kuppel | der Architekt nicht schuld. Das Haus - ich spreche hier nicht als Mit lied der Regierung, sondern als Mitglied der Kommission _ bat eine sebr schöne und gute Seite.

Ab? Schwarz-Müneben (5. k. F.) hält sich für verpflichtet, FSJFfiide Angriffe auf den Münchener Künstler und die Kunst zu ro eren.

Abg. Freiherr Heyl xu Herrnsbeim spricht sein Bedauern darüber aus, daß der Abg. L eher die abfälii e Kritik über den Reichstag vorgetragen babe, denn der Vorwurf treße auch die Reichstagöbau- kommission und damit den Reichstag selber.

_ Abg. Graf von Kanis (d.kons.): Die geschäftlichen Beziehungen zwischen der Ausstdmückungskommission, dem leitenden Arcbijekten und den Künstlern scheinen wir dringend einer Aenderung xu bedürfen. Die Ausschmückungskommission hat das Stuck'fcbe Bild als nicht eeignet für den Reichstag bezeichnet“ deswegen kann es doch sebr fcbönxsein. Es ist ungewöhnlich, da wir trosdem jest das Bild an seiner SteUe sehen. Sind troy des Verbots des Grafen von Posadowsiy Tbeilzablungen an den Künstler geleistet? Es sollen 22000 .“ bezahlt sein. Wenn der Künstler sich nun weigert, das Bild zu verbessern“? Der einfachste Ausweg scheint mir zu sein, daß die 22000.“ zurückbezahlt werden und das Bild zurück- : eben wird. Die beiden Urnen, welche auf dem Tisch des Hauses Lie en, sind gut gem: ; es brauchen keine neuen angescbafft zu werden. Wie lan : foil Herr Want mit der Leitung des Aus- baues und der AUSHÖmückung nech betraut bleiben? Es muß doch endlich einmal mit dem Bauleiter abgerechnet werden. Welche Abmachungen bestehen darüber? Ich bin der Meinung, daß wir als Vertretung des Volkes den Wunsch und die Pfiicbt baden, die Aus-jaben für das Haus nicht über das Notbwendige bin- auSgeben zu lassen. (Es find Zyt drei Instanzen vorhanden: Die Reichßtagödaukommission, die uTsÖmückungSkommisfi-xn und auch noch das Neichdamt des Innern. Hier muß Vereinfachung geschaffen werden. Die Bemalung der großen Wandelhalle sollte lieber ganz unterbleiben. Dadurch wird die Aufgabe der Ausschmückungskommission vereinfacht.

Staatssekretär des Innern, Staats-Minister Vr. Graf von Posadamdky-Wehner:

Meine Herren! Ich will auf die Anfrage des Herrn Grafen Kanji; kurz antworten. Was zunächst das berühmte Stuck'scbe Bild betrifft, so find auf dieses Bild bereits 22000 .“ bezahlt (bört! hört! rechts), und mußten bezahltwerden, weil die Verträge bindend adgescdloffen waren und fick) die damalige Reichstagsbaukommisfiou das Recht nicht vorbehalten beute, vorher eine Skizze kinxuseben und dieselbe zu genehmigen. (Hört! hört! in der Mitte.) Herr Wallot bat vollkommen in seiner Kompetenz gehandelt, wenn er das Bild seinerzeit endgültig besteilt hat.

Was ferner die Vasen und sonstigen Gegenstände betrifft, welDe die deutsche Kunst auf der Pariser Ausstellung, namentlich auf dem Gebiet dds Bronxegewerbcs darstellen sollen, so war bxkanntlicb aus dem Reichstagsbaufonds ein Betrag erspart, nnd die Reichstagsbaukommisfion seinerzeit beschloß, daß diese Ersparniß ver- wendet würde, um mobile Gegenstände b.:rzustellen, die auf der Pariser Ausfüllung das deuische Kunßgewerbe repräsentieren und dann zur Ausschmückung und zum Gebrauch dds ReiÖStages dienen sollten; denn das ist klar, daß es [onfiige BefteUer für solche theurren künftieriscdea Prunkfiücke nicht giebt. Will man also in Paris auf dief-nu Gebiet die deutsche Kunfi ver- treten [offen, so war es an sich ein durchaus glücklicher Gedaukk, für ein monumentales Gebäude, wie den Reichstag, solche mobilen Kunst- sachen kmuüeilen, sie in Paris aussuftcllen und dann Hierin: Reichswz zu verwenden. Es ifi aber dann, nachdem die Reichstagsbaukom- mission diesen Beschluß gefaßt batte, jenen Ersparnißfonds zur He!- siellung derartiger Knnftwnke zu verwenden, und fich einverstanden erklärt hatte, eine AnxablKuuftweeke, die deüimmt und besonders bezeichnet waren, herzustellen, eine andere Wendung eingetreten. Die Herßellung dieser Kunstwerke wurde uachträglich in der Budgetfomwisfiou bemängelt, und darauf erklärte ich; wenn aus der Mitte der Budgetkommissron gegen die Beschlüsse der Reichstagébaukommisfion Bedenken erhoben werden, so werde ich sofort die Ausführung dieser Kunstwerke und die Abfchließung von Verträgen sukpendieren, bis die neue Ausschmückungs- kommission gewählt ist und ihrerseits sich zur Sache schlüssig maiben kaun. Darauf find dieselben Vorschläge der Ausschmückungskommisston gemaibt worden, und die Ausschmückungskommisfion bat ihrerseits die Beschlüsse der Reichstagsbaukommisfion ratibabiert. Aber selbst- verstäudlicb babe ich die Verträge, die unter meiner Verwaltung ab- geschloffen sind, so abgeschloffen, daß jederzeit das GL-Wäft rückgängig gemacht werden kann. (Hört, hört! rechts,) Der Vertrag lautet bezüglil!) der Vasen einfach so: es sind Skizzen vorzulegen- die Vasen können 24000 .“ kofien; aber die ganze weitere Verfügung in der Sache ifi der Aussebmückunsskommisßon, in Ver- bindung selbstverftändiich mit dem Neitkömt des Innern in Ver- tretung des Reichékanzlers, vorbehalten. Wem: also ikst die Herren von der Ausschmückungskommiifion gegen diese Sachen Bedenke" baden, so wird man in der Lage sein, wtwrder eine Veränderung des Projekte? herbeizufübrex odr: von der Sache ganz abmfteben.

1“

tbetriskt, so.,tft er vom Iaboe 1895 an von Jak: xu _Iabr neu geschlossen; wenn er nicht erneuert wird, erlischt er einfach. Der Ver- trag erlisebt hiernach jest am 31. März. Ist die Ausschmückungs- kommission nicbt geneigt, den Vertrag weiter zu führen, so erreicht er also ganz von selbst sein Ende.

Abg. Dr. Freiberr Heereman von Zu dwyk entr. : Die Kunst soll etwas 5:53an darstellen und die enscben (i? eim? böbere Sphäre erheben. Das kann man aber von dem Stuck'stbeu Gemälde nicbt sagen. Ich babe den Sinn dieses Gemäldes nicht entdecken können. Die Form nd das Arrangement der Vasen ist ebenfalls durchaus un- geeignet. J finde keine Anklänge an gebeiy eberische Arbeiten" sie erinnern höchstens an die Ausbebuug der 5 uten. Die Nacktheit darf auch nicht zu weit gehen. Der leitende Architekt bat ehr viel Schuld auf fick nehmen müssen, die ihn arnicbt trifft. Cr

sicb gro e Verdienfte erworben. Jeb halte m ck für verpflichtet, dies auSdrü li bervorzubeben. Wir nd, ab eseben von Einzel- heiten, Herrn aaot großen Dank schuld (; für s n Werk, das seines- gleiclxxeo in Deutschland an neueren Bauwerken nicht hat.

da. 1)r. Lieber: Gerade weil wir mit dem Bau zufrieden JodsiiFiüeßxnwji'rk darüber wachen, daß er nicht durch die Ausschmückung

Ab . Broemel (fr. Vgg.): Das Reichow Sqebäude ist ein künstleriLebes und architektonischesKulturwerk ersten Ra?! es. Es fehlt ibm aber jeder Hinweis auf denZweck. Jm,(:§entralblatt der uverwaltun ' ist das in einer Monographie über das Reichstags ebäude als Absi t des Architekten bingestelit worden. Mit einem olcben Programm muß Bründlich gebrochen werden.

er Etat des Reichstages sowie .der des Reichskanzlers

_ und der Reichskanzlei werden darauf angenommen.

Schluß 6 Uhr. -Nächste Sißung Diensta 11 Uhr. (Reclxkungsvorlagen und Fortseßung der dritten erathung des als.)

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Preußischer Landtag. Haus der Abgeordneten. 49. Sißung vom 20. März 1899.

dUeber den ersten Theil der Sisung ist schon berichtet mor en.

Das Haus fest die Berathung von Petitionen fort.

Pfarrer Rook in _Müblbanz. Kreis Dirschau, petiiioniert um Beseßung der zweiten Lehrerstelle ia Müblbanz mit einem katholischen Lehrer.

Dre Kommission beantraat Uebergang zur TageSordnung, Abg. von Strombeck (Zenit) Ueberweisung zur Erwägung im kon- fessionellen Interesse.

Abg. von Köli_chen (kons.) tritt im Interesse des Deutscbtbums in jener Gemeinde fur den Kommissionsantra ein; auch wenn die Stelle mit einem deutschxxt katholischen Lehrer Yeseyt würde, so würde dieser sich doch den polnncben Einflüssen einer anderen Seite nicht entzieÉeJ WMW"? R b

: eimer egierungs- at 1)r. Preische Wendet sicb :ben alls gegen den Antrag Strombeck, da die Anzahl der katholischen Kißder dort sehr gering fei.

Abg. Dasbach (antr) weist darauf hin, daß der Pfarrer Rook, deny nur dieser könne dte von dem Abg. von Kölicben erwähnte andere Serie sein, 25 Jahre lang als Lokal-Scbulinsvektor zur Zufriedenheit der Regierung gewirkt babe. Er beruft sicb auf einen Brief dieses Pfarrers. In anderen Gemeinden seien evangelische Lehrer auch an solchen_ Schulen angestellt, in denen die Mehrzahl der Schulkinder katholisch sei. Allerdings befiebe in jener Gemeinde ein polnischer Verein zur örderung der Muttxrsprache. Dieser Verein bekämpfe aber auch de Trunktucht und dre Sozialdemokratie. Der Pfarrer habe den Verein nicht gefördert.

Gebeimxr Regierungs-Ratb Ur. Pr sische bestreitet dies auf Grund der der Regierung zuge angenxn Berichte. Der deutsche katholische Lehrer wurd: den polnts en Einflüssen nicht widerstehen können.

Abg. Schroeder (Pole) hält_ das Verfahren der Schul- vxrwaltuna für un erecbt, da der Pfarrer die Anwendung der pol- nischen S rache etm Konfirmandenunterrickpt nur ausbilfsweise emvfoblen _abe, Von einer polnischen Agitation sei in Mühlbanz nichts zu sparen.

_Aba. Freiherr von Pleitenberg (kons.) macht darauf auf- merkiam, daß in Tkgel schon fur 11 katholische Schüler ein katholischer Lebte: bestellt werden soi]. Habe das Zentrum etwa auch dagegen etwadAsinzerendbenZ D Pf

9. as a : er arrer bot in dem polnis en Verein zur Förderung der Muttersprache allerdings einen Vortra ckgehalten, aber nicht in naiwnal-polntscbem Sinne, sondern zur * ekämvfung der Sozialdeurokratie und der Trunksucbt. Auch bezüglich der Beschulung der katholtscben Kipder m Schöneberg bei Berlin hat der Regierungs- Vertreter sich auf dre Akten berufen; die Tbatsachen haben ihm, aber UnreZt geZeben. St 5 ck _

er ntrag rom e w rd gegen die Stimmen des entrums und der Polen abgelehnt und der Antrag der Kommission aufZUeber- ganLOxur T:,ageßordnung angenommen.

_ er Mublenbesitzsr _Habne in Leveringbausen bittet um Gewabrung einer Emscbadrgung für das ihm durch den Bau des Dortmund-EmO-Kanals entzogene Brunnenwaffer.

Die Kommission beantragt Ueberweisung zur Berücksichtigung.

_Em Regierungs-Kommissar weist darauf in, daß eine Beruckficbtrgung dieser Petition nach dem Geseß nicbt m glich sei.

Abg. von Pappenheim (kongsé): Dieser Fall ui : recht deut- Zich, wie nothwendig eine esevliche egelun der Wa erverbältnisse tft. Auch im Fgll Bröse erm Oder-Svree- anal bat sicb die Re- Iierung erst gertchtlich zwingen lassen, den Geschädigten schadlos zu

alien. So etwas macht böses Blut. Wenn die Anlieger aufs Schwerße geschädigt werden, so darf die Regierung fir!) nicht wundern, wenn wir keine Schwarmer für die Kanäle sind. Faber: die Anlieger keinen" geseßlichenAn1pruch, so soÜten sie doch aus illiakeitßrücksichten eutschHdtgtRwerden. K ss _ '

er eg erungs- ommi ar erw dert, da die Anlie er de Dortmund-Ems-Kanals bisher zufriedengesiellt wordßn sind. 9 s

Abg. von Pappenheim: Wir haben die Petition schon im vorigen Jahre der Regierung zur Berücksichtigung empfohlen. Nun Lt Tem Zetentßn it.!ck AulSfile gelxtellt, iüaßseixr Jederk Wa er haben

er e, enn er ana o en vo : . as enn : net Gem"! e die Situation. 3 ck zur er Antrag der Kommission wird angenommen.

Ueber Peiitionen um Aufbebun des §9 des Einkommen- skeuergeseyes, soweit er sich W(z die FreilaLung der Lebens- verficherungsprämien u. s. w. bezieht, geht das aus zur Tages- ordmÉt ükZseir'ib i P

ne e e we terer etitionen von rein persönli em niere : wird Ychdén Vorschxäaünh der K0F7isfi§1j erledich5 ck I s

1: gegen r. ä te un iensta 11 U :! (Wahlprüfungen). I g g h

Gesundheitswesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln. N a ck w e i s u n g

über den Stand von Tbierseuchen im De 1 am 15. März 1899. u schen Reich

* (Nach den Berichten der beamteten Tbierärzte )zusammmgestellt im

Kaiserlichen Gefundbeitöamt.

Nachste end find die Namen der enigen Krei e Amts-r .B i ! verzeichnet, ?:: welchen Roy, Mau - und Klauesnféucbe, Lucnaeuceäch

ode: Szweinéteuze

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((ein ck11. Schwein len s betroffenen

en a : wegen vorhandener geltenden Vorscbri

Preuß

adam Stadt 1 (1), üllichau-Schwiebus 3 bornik 1 (1), Fraufiadt 1 (1), wrazlaw 2 (2), Wittowo ? (4). Stadt 1 (1), Strehlen KattowiÜ (1 .

Reg.-Bez. W esbaden: Reg.-Bez. Oberbayern: 1 (1), Ulm Lothriu eu. Bezirk Unter-Elsa lsaß: Altkircb 1 (1).

Zusammen: 24 Gemeinden und 35 Gehöfte.

Luugeuseuche.

*Bez. Marienwerder: Kulm 2 (2). Stadt- 1). Reg-Vez. Posen: Iarotschin 3 (4), Teschen : Sirelno 1 (1). mirstedt 1 (1). Bayern.

en tu kreis Berlin: 1 1 (1). Reg.-Bez. : Wanzleben 4 8), W aben: Minde eim 1 (1. Zusammen: 14 Gemeinden und 19 Gehöfte.

) am 15. an en und Gehöfte em -- bei jedemKreise vermerkt; fie Seuchenfälle oder auch nur wegen esperrten Gehöfte, in welchen die Seuche nach den

noch nicht für erloschen erklärt werden konnte.

Roß (Wurm).

Stadtkreis Berlin 1 (4). Reg. Oftbavelland 1 (1). Reg-Bez. F (4), Kalau 1

Merfebur : Neubaus a.

Reg.-Bez.

Maul- und Klauenseuthe und Schweineseurhe (einsthl. Schweinepest).

Bez. Potsdam: Reg V ratiPkfurt: .- ex. Reg.“ ez. Bromberg: o- Reg.-Vez. Breslau: Breslau 1 (1), Habelschwerdt 1 (2). 1 1). Reg.-Bez.

ankfurt a. M. Stadt 1 (3). sinchen [ 1 (1). Württemberg. Donau -

Waldsee 1 (1). Schlettstadt 1 (1).

Provinzen, Regierungs- :c. Bezirke,

fernerBundes- Klauen-

Bundesstaaten,

Maul- und

seuche

welche nicht in Regierungs-Bezirke getbeilt sind.

Regierungs- getbeilt find.

xd Kreise :c.

„o' (Gemeinden

Königsberg .

Ostpreußen ( Gumbinnen

Westpreußen (

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Marienwérdér

Brandenburg (

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Stralsund

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Magdeburg : Merseburg .

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Westfalen 1 ' Hessen -Naffau(

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Sigmaringen Oberbayern . . Niederbayern .

Hobenzoüern

Oberstaufen. . Mittelfranken . Unterfranken

Sachsen F

eckarkreid : . . . Schwarzwaldkreis .

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Württemberg

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Donaukreis .

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Mannheim . Starkenburg Oberbeffen . . Rbeiubeffen. . . . Mecklenburg-Scbwerin . cbsen-Weimar .

Mecklenburg-Streliß J

63 Oldenburg (

Sachsen-Meininget'1 . Sachsen-Altenb

Schwarzburg - Sonderlb. Schwarzburg Rudolstadt Waldeck. . . . . . Reuß älterer Linie “. . Reuß jüngerer Linie .

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Ober-Elsa Lothringen .

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Lothringen

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Vetrosfeu: Kreise :e. 1)

.. Maul- und Klauensembe.

4: Stubm 1 (1), Marieniverder 1 (1), Rosenberg ? (2 , Briesen 1 (1), Kulm 6 (8), Graudenz 2 2), Schweß 1 (1 , Schloebau 1 3. 6: Prenzlau 1 (1), nqermünde 6 8), Niederbarnim 2 (4), IüterboYLuckenwalde 2 (2), Zauch-Ve zig 6 (26), Ruppin 1 (1). 7: önigsberg 1. Nm. 3 (3), Soldin 6 (11), Friedeberg 1 (2). Landsber a.-Wartbe 1 (1), Kalau 3 (6). 8: Randow 5 (27), Greifen a en 1 (1), Pyriß 5 (12), Saaßig 3 (6), Regenwalde 4 (8). 9: eusiettin 3 (6), Belgard 1 (2). 10: Greifswald 1 (Y. 11: Wrescben 1(1), Schroda 5 (5), Schrimnx 1 (1). Posen tadt 1(1), osen Ost 4 (5), Birn- baum 1 (1), Gruß 1 (1)„ Frauftadt 2(3), miegel 1 (1), Kosten 1 (1), Rawitsch 12 (12, Gofiyn 3 (4), Koschmin 1 (1), Krotoschin 4 (5). Plescben 2 (2), delnau 1 (2), Schildberg 4 (4). 12: Kolmar 1. Pos. 2 (2). Wirfis 2 (3), Schubin 4 (4), Jnowrazlaw 1 1, Strelno 2 (2), Juin 1 (1), Wongrowis 8 (19), Witkowo ? 3. 13: Namölau 1 (1)„ Gr. Wartenberg 4 (5), Oels 24 (46 , Trebnitz 11 26), Miittscko 2 (2). Gubrau 2 (3), Steinau 1 (1 , Woblau 2 3), Neumarkt 1. Schl. 1 (1), Breslau 3 (4), Oblau 10 _(16), Br es 4 (8), Strehlen 6 (8), Striegau 1 (1). 14: Grunberg 1 (2), Freistadt 8 (21), Sagan 1 (2), Sprottau 3 (4), Glogau 2 (2), Bunzlau 1 (1), Schönau 1 (1), Hirjcbberg 1(5), Löwenberg 1 (33, Görlitz Stadt 1 (1), Görliv 11 (14). 15: Na- tibor 1 (1), Ko el 1 (1), alkenberg 2(3). 16: Gardelegen 5 (29), Jerichow 1 21 (26), Jeri ow 11 1 1), Kalbe 6 (11), Wanzleben 15 (30), Wolmirstedt 4 185, Neu aldensleben 6 (13), Oschers- leben 10 (13), Aschers e en 2 (3), Halberstadt 2 (15 . 17: Liebenwerda 12 (41), Torgau 13 (68), Schweiniß 12 37, Wittenberg 7 (9). Bitterfeld 6 (11), Halie a.S. Stadt 1 (1), aa - kreis 19 (26), Delißscb 23 (71), Mansfelder Seekreis 23 (46), Sangerhausen 3 (7), Querfurt 2 (3), Merseburg 8 (10, Wei enfels 12 (21), Naumbur? 3 (18), ZeiL2 2). 18: Grascbaft oben- siein 1 (3), Weißen ee 1(1), S leu ngen 3 (11). 19: Husum 1 (1). 20: N enburg 2 (5), Neustadt a. Rbge. 5 32), Hannover Stadt 1 (3), Hannover 5 (13), Linden 14 269), pringe 1 (3),

ameln 1 (1). 21: Peine 9 (20), Hildes eim 7 (23), Gronau

(11), Alfeld 2 (3), Goslar 3 (3), Osterode a. H. 1 (3), Einbeck 1 (1). 22: Gifhorn 2 (2), Burgdorf 8 (27), Uelzen 14 (32). 24: Meppen 2 (5), Lin en 1 (1), OLnabrück 2 (5), Iburg 6 (11). 25: Leer 1 (1). 26: 5 eckum 2 (2), Lüdinghausen 4 (5), Münster 2 (2), Coesfeld 1 (1), Ahaus 2 (3), Recklinghausen 2 (2). 27: Halle i W. 3 (5), Bielefeld 3 (7), Wiedenbrück 6 (7), Paderborn 2 (3), Warburg 1 (1). 28: Soest 5 (6), Hamm 1 (1), Bochum 1 (1), Hattingen 3 (4), Schwelm 1 (1), Iserlohn 3 (4). 29: Caffel2 (3), Frankenberg _] (1), Frißlar 9 (20), Melsungen 2 (5), Rinteln 1 (2), Schluchtern 3 (19), Schmalkalden 6 (26), Ziegenhain 2 (2). 30: Oberwefterwaldkreis 2 ( ) Westerburg 1 1), Oberlabnkreis 1 (9), Limburg 1 (2), Ünterlabnkreis 2 3), St. Goarshausen 1 (1), Rbeingaukreis 1 (1), Wießbaden 1 (1), Untertaunuskreis 2 (2), Höchst 2 (2). 31: Kreuznach 1 (1), Sim- mern _] (1), Zell 1 (6), Cochem 1(8), Mayen 1 (1), Adenau 1(1), Neywted 3 (4), Altenkirchen 1 (1). 32: Rees 1 (3), Krefeld 1 (1), Mulheim a. Ruhr 1 (1), Essen 2_(3), Mörs 27 (62), Geldern 7 (18), Kempen 6 (13). Elberfeld Stadt 1 (1), MLU- manu 1 (1), Lennep 2 (2), Neuß 1 (2), Grevenbroick; 2 (2), Glad- bach 2 (3). 33: Gummersbach 1 (1), Siegkreis 1 1), Köln Stad: 1(2), Koln 1(1), Bergheim 1 (1), EuSkircben 17 (67), Rhein- bach 5 (10), Bonn 2 2). 34: Dann 1 (9), Bitburg 2 (3), Wittlich 5 (42), Bernka 1:1 2 (2), Trier 4 (11), Saarlouis 5 ( 6), Saarbrücken 9 (23), Ottweiler 3 (3), Sankt Wendel 2 (3). 35: Erkelenz 2 (4), Heinsberg 1 (2), Jülich 5 (7), Düren 14 (68), AaIen 2 (2), Schleiden 1 (1). 37: Ingolstadt Stadt1(2), Mün en Stadt 1 (12), Richard 12 (18), Bruck ] (1). Ebersberg 17 (36), Erding 22 (84), Freising 2 (4), riedberg? (14), Ingolstadt 4 (8), Lawdsberg 1 (4), Laufer) 1 1), iesbacb 1 (1), Mühldorf 5 (13), Mun en 1 13 (25), Munchen 11 3 (3), Pfaffenhofen 3 (3), Rosen- beim (2), Schrobenhausen 7 (9), Tölz 3 (11), Traunstein 3 (6), Wasserburg 25 (28). 38: Landshut Stadt 1 (11), Kelheim 3 (3), Landau a. I. 2 (5), Landshut 5 (16), Rottenburg 1 (3), Vilshofen 2(2). 39: Bergzabern 2 (8), Frankenthal1(1), GermerdbeimZ (16), Komburg 2 (4), „Kaiserslautern 2 (2), Kirchheimbolanden 2 (5),

ysel 3 (3), Ludwigshafen a. Nh. 2 (2), Neustadt a. H. 5 (11), Pirmasens 2 (6), SPLYer 3 (7), Zweibrücken 4 (5). 40: Amberg 1 (2), Burglengenfeld 1 (1), Neumarkt i. Bayern 2 (2), Neustadt a. W.-N. 1 (4), Parsberg 3 (3), Regensburg 1 (1), Stadtambof 2(2). 41: Bamberg Stadt 1 (2), Bamberg 1 12 (21), Baku- berg ][ 11 (43), bermarmstadt 6 (11), Forchheim 5 (12), Höch- st_adt a. A. 3 (11), HOF 1 (1), Kronach 9 (66), Kulmbach 4 (22), Ltcbtenfßls 5 (26), Pkgmß [(?), Staffelstein 9 (36), Teuschniy UZ). 42: Furth Stadt 1 (1), Nurnberg Stadt 1 (1), Rothenburg a. T. Stadt 1 (1), Schwabach Stadt 1 (1), Dinkelsbühl ] (1), Eichstätt 5 (7), Erlangen 1 (3), Feuchtwangen 1 (1), Hersbruck 1 ( l). Hilpolt- stein 1 (1), Neustadt a. A. 4 (4), Rothenburg a. T. 7 (37), Uffen- beim 4 (11). 43: Schweinfurt Stadt 1(1), Brückenau 4 (10), Ebern 9 (28), Gerolzhofen 9 (24), Hammelburg 8 (118), ßfurt 23 (71), Karlstadt 7 (33), Kissingen 3 (27), Kißin kn 5 5), önigs- bofen 9 (49), Lohr 2 (3), Marktheidenfeld 2 (4), ellri stadt 1 (1), Neustadt a. S. 3 (5), Obernburg 1 (1), Ochsenfurt 3 (7), Schwein- furt 20 (96), Wurzburg 3 (11). 44: Neu-Ulm Stadt 1 (1), Augs- burg 7 (19), Donauwörth 13 (26), Günzburg 6 (19), Jaerti en 6 (7), Kempten 4 (9), Krumba 5 (12), Lindau 1 (1), Mindelbe m 3 (8), Neuburg a. D. 4 (14), eu-Ulm 3 (3), Oberdorf 1 (10), Wertingen 3_ (3). 45: Löbau 1 (1). 46: Dresden-Altstadt 5 (5), €):;an 2 (2), Dippoldiswalde 2 (2), Großenhain 1 (1). 47: etpztg 9 13), Borna 4 (16), Grimma 2 2), Oscba 1 (1). 48: Anna erg 1 (1), Schwarzenberg 2(2), Zwi au 3 (4), ?Plauen ? 2, darunter 1Schlachtvtebbnf), Auerbach 3 (3), OelSnitz 5 (6),

lauchau1(1). 49: Backnang 2 (2), Besigheim 1 (1), Brackenheim 1 (2), Cannstatt 1 (1), ilbronn 3 (3), Ludwiusburg 2 (2), Marbach 3§(22), Maulbronn 3 _ _ , Neckarsulm 3 (5), Stuttgart Stadt 1(1), Stuttgart 1 (1), Va: ingen 1 (1), Weinsberg 1 (3). 50: Calw 2 (4), Herrenberg 7 (17), Horb 1 (3), Nagold1(1), Nürtingen 2(2), Oberndorf_2 (2), Rottwe112(4), Spaichingen 1 (4), Sulz 3 (18). 51: Crailsheim 3 (6), Ellwangen1 (1), Gaildorf 2 (2). Gerabronn 5 (12), Gmünd 2_(6), Hall 2 (4) Heidenheim 1 (3), Künzeldau 1 (2), Mergentheim 3 (8), Nereleeim 1 (1), Oebringen 6 (53), Welzheim 4 (9). 52: Biberach 3 (5), Blaubeuren 2 (9), Ebingen 4(_5b)- Göpptnaen ? (3), Laupheim 3 (13), Leutkjrch 5 (10), Munfingen 5 (17), Saulgau 2 (5), Tettnang 2 (4), Ulm 1 (1), Wangen 2 (2). 53_: Stockach1(1), Ueberlingen 1 (9), Donau- eschingen 1 (11), Vtüingen 1 (1). 54: Breisach 2 15), Emmen- dingen 2 (5), (Ettenheim 1 1), Waldkirch 3 (11), örracb 1 (7), Kehl 4 (6), Lahr 4 ck23), O erkircb 1 (1), Offenburg 5 (10). 55: Achern 3 (27), Bu [ 2 (3), Rastatt 3 (35 Bretten 2 (4, Durlach 1 (1). 56: Mannheim 1 1), Wweßingen 1 (2), Weinheim 1 (11), Eppingen 3 (12), idelbcrg 2 (3), Wiesloch 1 (3), Adelsheim1 (1), Tauberbifcbofs eim 1 (4). 57: Darm- stadt 2 "(2), Dieburg 6 (18), Heppenheim 1 (1), Offenbach 2 (6). 58: Bud ngen 3 (6), Friedberg 2 (2), Schojten1 (38). 59: Ulm; 11 (36), Oppenheim 4 (4) Worms 3 (13). 60: Rostock 2 (2). 61: Weimar 1 (1), Eisena 2 (4), Dermback) 1 (2. 63: Butjadingen 1 (1). 65: Für entbum Birkenfeld 4 11- 66: Braunsckoweig 4 (9).„Wo1fenbüml 3 (3), elmstedt 7 11. 67: MeininZen 5 (20), Hildburghausen 12 (30), onnebetg 6 27 . 68: Roda (5. 69: Cobur Stadt'1 1), Neustadt Stadt 1 (3), Rodach Stadt 1 (24), oburg 26 180). 70: Gotha Stadt 1 (4), Gotha 2 (2), O rdruf 2 (13), * altersbausen 4 (4 . 71: Dessau 8 (352), Cölbe]: 23 (63), Zerbst 2 (3), Bernburg 6 (14 , Balimstedt 2 (). 72: Gehren 1 (1). 73: Rudolstadt 1 (1. 76: Gera] (1). 77: Stadthagen Stadt 1 (2). 78: Lage

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1) Au Stone der Namen der Regierungs- :c. Beitke i di entsprechende lsde. Nr. aus der vorstehenden Tabelle aufgxfübrkst e