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Dem Latzdraxb 1)r. Hammerschmidt zu Gelsenkirchen ist dte'kommtffartsche Verwaltung des Landtathöamts im Landkretse Effetx und dem Regierungs-Affeffor ])]: von Schme- ltng zu Ltegntß vom 1. April 5. I. ab die kommissarische Verwaltung der Stelle des Hilfsbeamtcn des Landraths im Kreise Osterholz zu Lilienthal übertragen worden.
_Laut_ telegraphischer Meldung an den Admiralstab der Manne 1_st„ S. M. S. „Habicht“, Kommandant: Kor- vetten:Kap1tan Graf von Oriola, am 22. März in Mossa- medes 'anqekommen und beabsichtigt, am 27. d. M. nach Ben- guel'anm See zu gehen; SMS. „Loreley“, Kommandant: Kamtanlxutnanf von Jeveßow, ist am 21. März in Beirut emgetrofsen und brabsrchti 1, am 26. d. M. nach Haifa in See_z_u chkn; S'M. S. „Yrene“, Kommandant: Fregatten- Kap1tan Obenhermer, ist am 22. März in Hongkong an- gekommen.
Württemberg.
_ Der Ober - Bürgermeister von Stuttgart Nümclin ist, emer Meldung deS' „W. T. B.“ zufolge, heute früh nach längerer Krankheit 111 Baden-Badcn gestorben.
Sachsen-Weimar-Eiseuach.
Dchchloßhauptmann vo n Wurmb ist, wie die „Weimar. tg.“ Mtttheilt, von Seiner Königlichen Hoheit dem Groß- er og zum Chef des Ministerial:Dcpartements des
Aeu ern und Jnm'rn mit dem Dienstprädikat „Geheimer Rath“ bsstixnmt worden, und zxvar mit Dienstantritt anx „1. Zum 11. J. Zu derselben Zeit wird der Staats: Munster _Or. Frethkrr von Groß auf sein AnsUchen in den Ruhestand vcrseßt werden und der Wirkliche Geheime Ra'ik) Rothe als Staats-Minister das Präsidium des Staats- Mmisterium?» 11111) außer dem Ministerial=Dcpartement der Ynanzen a11ch dte Lkieung der Ministsrial-Departements des roßherzogltchcn Hauses und der Justiz übernehmen.
Oesterreich-Ungarn.
_ Der ungarische Minister-Präfident 11011 Szell ist gestern tm Szent-(Hotharder Wahlbeznk einstimmig zum Abgeordneten gewäb1tworden. '
Jm ungar1schken Unterhause brachte gestern der Nbg. Nosenherg eme Interpellation über die 11711211 Zuschlag§zokle an Zucker in Ostindien ein. Der HandelS-Mmjsler von Hegedüs Erwidcrte, er habe den Minist-er dcs A11§wärt1gen Grafanoluchowski dringcnd ersucht, bci dxr br1t1schcn ngierung gegen _die Vcrfügung der indischen Re: gterurxg, _ka'CfseNd 11811 Zuychlagswl] auf Zucker, welche die m starkem "Wach1en bcgtiffene ungarische Zucker- außfuhr schwer Fchadtge und dem McistbegünstigungSvertrage zW1schen Großbettannien und Ocsterreich-Ungmrn zuwiderlaufe, energtsch zu protestieren. Das Prämicnsystem, das freilich von Tag zu Tag umhaltbarer werde, könne n1cht zur Rechtfertigung der angefochtcnch Verfügung herangezogen werden. Das Haus nahm die «klärung des Ministers untcr Beifallsäußerunqm zur Kenntniß. '
Großbritannien und Irland.
In der acs1rige'n Sißung dcs Unterbauses erklärte, dem „W. T. B.“ zufolgs, der Staatssekretär für Indien Lord Hanmlton, daß in Indien im Jahre 1897 eine große Zu- nahme der E111fuhr von Prämienzuckcr stattgefunden habe, deren Ursache er nicht kenne. Von 282000 3111110111 im Jahre 1894/95 fe'1_ die Einfuhr auf 2182000 Zentner im JalY'c1891/98 gesttegcn. DicZuckcrpflaNzung 11111)? 1301113111112 1895/96 zum Jahre 1896/97 stark abgenomm'en. DieHandclS: kammex von Knrrachce glaube, der Zuckerzoüfci aus allaemcinen tbsorctmchxn Gründen unnötbjg, „asbe aber zu, daß fie keine Gßlchnhett 9811ng habe, dtc Wirkung dkr Einfuhr auf die he1m11che Jndu11r1e zu beobx1chtcn. Die Handelskammer von Bombay habe ähnliche Anrichten ausgesprochcn.
Frankreich.
In dem gestern abgehaltenen Ministerrat!) thoilte, wie „A?. T. B.“ meldet,_ der Min1s12r des Acußern Delcassé m1t, daß er am nächsten Montag einen Geschentwurf vorlegen werde, Durch welchen das briti1ch:französische Abkommen gc- nchmigt wrrd.
Tic; Dcputirtenkammer bewilligte gestern zwei weitere provisor1schc Budget-Zwölftcl.
Ter_11n1crsuchung§richtc_r Fabre bcendigte die Unter: suchung m der Angklcgcnhett dcr Ligen mit N11snahme dcr antisemitischen Liga.
Bon B1_6kra eingetroffene amtliche BcriÖte theilen mit, daß dw Mls110n Foureau sich in Ilgades (Landschaft Air) auf mehrmonatigen Aufenthalt cinrichte. Die Mitglieder der Expedutyn, wclche b1sher ohne Zwischenfall veriaufcn sei, be- fänden s1ch wohl.
Rußland.
Die Kaiserin-Mutter ist, wie „W. T. B.“ meldet, Ystern von St. Petersburg nack) Dänemarkabgercist. Auf dem ahnhoch waren der Kai1e_r und die zur Zeit in St. Peters- burg wylcnden Großfürsten und Großfürstinnen zur Verabschtcdung anwesend.
Italien.
Die Deputirtenkammer beschloßgsftern,w12„W.T.B.“ berichtxt, „stch 516 zum 25. April zu vertagen. Ter Deputirte Barz11a1 sprqck) den Wunsch aus, man möge noch vor der Vertagung . dre „InterpeUat'wnen über die chinesische An elegenheett erle,dtgen. Dcr Minister-Prästdent Pelloux er_k arte, dte Negtcrung übernehme alle Verantwortung Fü? dte Verhanylungen; dt; Znterpellationen über die chinesixche Angelegenhmt seten berxtts auf die Tagesordnung des e11'ten Montggs ngck) den Fetten geseßt. Barzilai schlug darauf vor, uber me Interpellationen bereits am 25. April zu be- rathen. _ Nack) lebhafter Debatte beantragte die äußerste Linke namentl_1che Ybstimmun über den Antrag. Die Abstimmung ergab d1e Be1chlußunfä igkeit der Kammer.
Türkei. Der bulgarische diplomatische Agent Markow at, wie
,babeu, sowie 19319288 ..“ an
vxm Türken gegen Bulgaren verübten Gewaltthaien sowie g en dre Bedxohungen von Bulgaren protestiert und gleichzTLtig nochmgls die Aufmerksamkeit der Pforte“ auf die gefahrvoüe Lage 111 den europäischen Vilajets lenkt.
Der Miyister der öffentlichen Arbeiten Mahmud Pascha und der Ptrektor der anatolischen Bahnen ])r. ander halxen gemaß dem Kaiserlichen Jrade den Vertrag nebst arifen, Planen 2c. uyter etchnet, _durch welchen der anatolischen Bahn- geseüschaft dre onzesston zur Erbauung eines „Hafens nqbst Docks 1th Entrepots in Haidar-Pascha ertheilt w1rv. Dex turkrsche Staat kann erst nach 30 Jahren den Hafen zuruckkaujen, und zwar nur gleichzeitig mit der ge- sammten anato11schen Bahn.
Rumänien.
De_r Oberst Heinße v_on Krotxski, Kommandeur des 1. pre11ß1schen (HardSFeel :ArtrUerie-Regtments, desskn zweiterChef dex Konig Kaxl von umänien ist, und der Leutnant im Garde- P1on1er-Bata111o11 Sturdza trafen gestern von Konstantinopel 111 Bukarest em und wurden am Bahnhof von dem Plaß- Kom_mandantcn, Obexften Angehelesku und dem Polizei- Präfekten Lecca enxpfangen. Oberst HeinÉe von Krcnski stieg auf Wunsch des Konigs im Königlichen alais ab. Mittags 2Uhr empfing der Koni_g die Abordnung in Audienz. Abends fa11d dcrselbsn zu Ehren xm Palais cin Diner statt. Heute ist Dmer und Empfang bei dem Minister:Präfidentcn Sturdza.
Asien.
Dsr großbritannische' Gesandte McDonald ist, wie „W. T. B.“ meldet, gestern von Peking abgereist.
Afrika.
Wie die „Daily Mail“ aus Kapstadt meldet, reist 1)1*. Leyds heute von dort nach Europa ab.
Parlamentarische Nachrichten.
Die Berichte über die gestrigen Sisungen des .Herren- hauses und des Hauses der Abgeordneten befinden sich m der Ersten und Zweiten Beilage.
- In dxr heutjgcn (8.) Sißnng des Herrenhauses, we1cher dsr VizK-Präftdent des Staats-Ministeriums, Finanz- erztster ])r. v o n M iq u e l, der Minister der öffentlichen Arbeiten Thtelen, der Minister der gcistlichßn 2c. Angelegenheiten 1). ])1'. Bosse und der Justiz-Minijter Schönstedt bci- wohntcn, wurden die gkstern noch nicht erledi ten Kapitel dxs Staatshaushalts - Etats für 1899, nämlich 1110 Et_a_ts dcr Eiscnbahnverwaltung, der Bauverwaltung, dcr Ju'jttzvcrwaltuna, sowie 1126 Ministeriums der geistlichen, Untsrmchts-„und Medizinal-Angelegenheiten berathen und darauf der Staatshaushalth-Etat im Ganzen einsiimmig an: genommen.
Schluß 11/4 Uhr. Nächste Sißung unbestimmt.
Nr.'12 der .Veröffentlicbunqen des Kaiserlichen Gc- sxndbextSamts“ vom 22. März hat folgenden Inhalt; (G::sundhettsstand Und Gang der Volkskrankheitkn. - Zeitweilige Mzßxcgeln gegen Psst. - Desgl. gegcn FMM- - Sterblichkeit 111 512161115611. - Gefeßuebung 11. s. w. (5 reußen RSJ-Béz. Köln.) SÖMtncflet1ch._- (Oesterrcntcb) Arznsitaxe. - (Sckyrveiz Kanton Ing.). KUNSTUQUTS Gstranke. - (Fraykreicb) Zolltarif. - (W[L-lgtkn.) .Y111ch_._- (9101111211211) Vieb-einfubr. - (Iktederländiscb- JnN-m.) P11Zcrbktoxd€run_g. (Schluß.) - Gang dcr TbiSrsLUben im Demsckxen 81111122, 15. Marz. - De§gl._in Italien, 4. Viertel'abr. - Zé1twerltge Yéaßggeln gegen Tbikrjßucbkn. (Dsutscbes sicb, Yreußßn, Reg.-Vez. Stade, Yavurn, EUaß-Lotbrinzen, Oesterreich, «ckckck, Schweren.)-_Verm11chtes. (Preußen. Bcrljn.) 2112111118er- 1657111192. -_Geschxnkl1ste. - Wocbéntabelle über die Sterbefäüe in dkgtschea Oxtzn 11111 40000 Und mehr Einwohnern. - Desle. in groß;:“ren Stadtcg dcs AUIlänWs. - Erkrankungen in Krankenhäusern dsut1chjer Großstadte. - Dekg_l. in deutschen Stadt- und Landbezirken. __thterung. Grundwaffernand und Bodenwärme in Berlin und Munchen Februar.
Statistik und Volköwirthschaft. '
Za- und Abgang der e_ingetragenen Genossenschaften in Preußen Vom 1. Marz 1897 bis zum 30. Iun11898.
Nack) dem soebxgxrscbienxnen zweiten Heft der „Mitthei- lungxn der Preu1511chen Zentral-Genossenschaftskasse' (23211111, Karl Oxymann's Verlag, PreT-Z 1,60 .16), 111 dem eine Ueber- ficht,uber den vom 1. März 1897 bis zum 30.J11ni1898 ein- ,;etrelenen Z-u- bezw. Abgang dék im Königreich Preußen vor- Öandeuen _emgxtragenen Gznoffenscbaften in ihrer Vertbéi- lung 11111 518 Verwaltungsbezirke asszen wird, betrug der Bextagd _ o_m 28. Februar 1897 6957 einge- 111532112 (Hencnetzkchten mit 991 612 Genoffén, Von denen 841 Ge- non3111ch1116n smt 399 426 Genonen dkm Schalze-Dslißseb'scbsn Ver- bande, _2111 Genoffenschaften mit 135401 Genossen dem Offenbacher aÜZeme1nen_Verbande deu_tfcher lankwirtbsciyftlicher Genossenschaften, 1512 Genc11eqsck11ften nut 117834 GenoUzn dem Raiffeisen'sckpsn (Hxnxr11anchalx1chastsxsrbanke _ zu Nkuwied und 2433 Genoffeu. 1chaxxen _m1t 338 951 Genonxq feinst ktefer drei quptgruppen 13ge1c_l7_lo,1_1en_1raren;- ker _Gx1ammtéxtrag dsr H1f11um112n frei Gzn211_en1_chasten unt bekcbrankter Paflpflickyt belief fich auf 152275250 «44 In der, 3811 vom 1. März 1897 bis 111111 30. Igng 1898 streg dte Zahl der Mitglieder dieser 623,57 GM_offemcbzxjte-n um 68123 und der Betrag der Haftsummen bk! Gegenerzscbaßen 1111: b81chränk1Zk H:.fjrfiiÖt um 31547415 .“ F_sru€r ]md m dteser Zet_t_ durch_Neugründungen hinzugekommen: 1574 nggetragene GxnonenscbaZtZ-p mit 74160 Genoffsn, von denen 11 Genonmsckoaften 11111 547 Genonen dem Schulze-Delissch'fcben Ver- bande, 548 Genossenschaften mit 20956 Genossen dem Offenbacher Verbande, 353 Geno enschaften mit 12 556 Genossen dem Raxffeisen- 147811 Generalanwax chaftvarbande und 662 Genoffenschaften mit 40101 Genoßen knner dicker drei Haupxgruppen fich angeschlossen . _ ftntmmen neu qegründeter Genossenschaften mtt beschranktkr Haftung; und infolge der Umwandlyng von Genossenfxbaften mit unbeschränkter in solche unt beschränkter _Hastpfltcbt hat der Gesammtbetrag de: Hgfxfummm um wetzxre 2403260 „44 erhöht. Diesem Z ang ficht mwlge von Auflokungen ein Abgang von 231 Gen eu- scha_ften mx 16 173 Eenoßen. yon_ denen 15 Geno“enfchaften mit 1425 GenchezuSchulxe-Telißjcb'jckxn Verbande,54 eno mxcbaften unt 1848 onen rem Offenbacher Verbande, 15 Geno en (haften
das Wiener „Telegx.-Korresp.=Vureau“„meldet, am 'ttwock) dem Großvez1r eme Note überreicht, m welcher er gegen die
mit 577 Gmoffen dem Naiffeisen'scben Generalanwaltsäßafjsrerbande
uptgruppen angeschlossen waren, wie ein Ab an ' J Gesammtbetrage von 1338 541 .“ g en Ye. a Jän" betrug dex Bestand am 30.Juni 1898 8300 ngettageneGenoffenschaft unt 1 117 722 Genoffen (1342 Genossenschaften. 126 110 Genossen me?," als am 28. Februar 1897) und 204206 672 (+ 51931422) «; Gesammtbgftsumxue bet Geno enschafjen mit beschränkter Haftun Uyter Berucksichttgung der Ver nderungen, welche durch den Uebe?" jrttt yon Gknoffenschaften' aus der einen der genannten Haupt upp“; 111 anderen in der Bertcbtsperiohe eingetreten sind, enifie en am 30. Juni 1898 von den 8300 emgejragenen Genossenschaften mit 1117 722 Genoffen 827 (1111 Ver leich mit dem Bestande Vom 28. Februar _1897 -14) Genoffens _ ften mit 409 279 (+ 9853 Genossen auf den Schulze-Delitzseb'scben Verband, 2632 (+ 521 Genoffensckpastep mit 169 621 (+ 34 220) Genoffen auf den Offsn- bacheröallgememen Verband, 1919 (+ 347) Geuoffenschaften mit 144002 (+ 26168) Genossen auf den Raiffeisen'schen Exneral- arxwaltsckpaftsverband zu Neuwied, und 2922 (+ 488) Genoffenscbaften mtt 394 820 (+ 55 869) Genoffen waren keiner dieser drei Haupt. grqun anJchkoffetx) [ fcb ( V „er u ze- e is ' e erband bat in .der eitv 1. Marz 1897 bis „zum 30. JUL 1898 durch Uebertritt zKandeFeY Verbänden :c. 35 emaetragene Genoffensckyaften mit 10 297 Genoffen ,abaegeben (davon 10 Genossenschaften mit 615 Genossen an den Offknbacher Verband und 8 Genossensckpaften mit 1196 Genossen (111 den Ratffeifen'schen Genyralagwaltschaftéverband), dagegen durch eUebertrttt aus anderen Verbunden 2c. 25 Genossenschaften mit 2275 Genossen gewonnkn (darunter 4 Genofsenschaften mit 470 Genossen von dem Offenbacher Verbande). Der Raiff- etken'1cbe Genxralanwaltschaft§verband zu Neuwied hat durch „Uebzrtntt zu anderen Vsrbänden 2c. 33 Gxnoffen. schaften 11111: 1609 (Genossen abgegeben (davon 11 Genossen. schaften mtt 438 „Genossen an den Offenbacher Verband, da. geßezt durcb Uebertntt aus anderen Verbänden :e. 42 Genoffenxchxsten mrt 3655 (Genossen gewonnen (darunter 15 Genoffenscbaften mit 816 Genossen vom Offenbaxher Yerbande,8 Genossenschaften mit 1196 Gc- noffen voxn Schulze-Del1ßsch'|chen Verbande). Der Offenbacher allgxmerne-Verbaud hat durch Uebertritt zu bezw. aus anderen Verbunden 2_c. 35 Genyffenschaften mit 2415 Genossen abaegxbrn und 62 Ge11offerz1chaft§n mtt 3361 Genossen gewonnen, die Gruppe der n1cht an eme dteser dxet Veremigungen angeschloffenen Genossen- schaften durcb Uebertrttt_ zu bezw. aus anderen Verbänd2n 81 Genoffenschasten . mti 5756 Genossen abgegeben und 55 Genqffenscbaxten u11t_10786 Gxnoffen gewonnen. - Kleinere felbständtge RevtfionSVerbande, die neben den drei großen Vereinigungen Schulze-Deltßscb, H.:as-QffenbachRaiffeisen-Neuwied sicb gebildet F?? und sic? zu ebmser ddieser 982351 RichtunzZen oder auch zu ver- e ener 0 er 1 on erer un be ennen, be IUÖTZJLWZ 20. s ist f g standen im on nteré 18 es erner, festzusteUen, wieviel von 1000 der
Bevölkerung zx- deu Genossenschaften dcs Schulze-Delißsch'scben Ver- bandes ,oder semer R1chtung, zu dxn Genoffenscha ten dss Offenbacher allaemxmcn Verbanxes und des Raiffeisen'schxn eneralanwaltsÖafts- VerbandLS zu Nsuwred oder ihrer Richtungen, wieviel zu Genossen. schaften versxlprekéner oder he'sonderer Richtung vderzu solchen Génoffen- sch1ften,geborxno, die gar fernem Verbande angeschlossen find, also ger1chtltcb1emdtert werden bezw. Linen Revisor noch nicht bestellt haben. D1e folgendx Zusammensteüung nach dem Stande der ein- getragenen Genoffemchaften vom 30. Juni 1898 giebt hierüber eine Usberficht, nach Prokotnzen geordnet.
Von 1000 der Bevölkerung gehören zu Gmoffenscbaften
'schen
ck
zw einen cbt bestellt
Landestbeil
oder Schulze- cher oder des 'schen Verbandes
Delißscb'scher Richtung
des Offenba Raiffeisen
Delitzsch
alw gericbtli
revidiert werden be baben
RichtUng
die keinem Verbande an-
cbulze- gehören,
des S Verbandes oder ihrer Richtungen.
Vetschiedcner oder besonderer
Revisor noch 111 im Ganzen
Ost reußen
We tvrcußen ..... Stadt Berlin Brandenburg ..... ommern
Schle_fien Sachsen ....... Ochkßwig-Hoftein . . . Hannover
...-1
OV'QWOÜFQ ,-4
35,15 24,44 11,20 30,07 32,60 39,62 34,15 41,35 32 30 48,06 30,09 76,89 30,86 18 55
- »
,22 , 1 57 , 95 19,581 1 98 25,111 8,58 14,23: 5,28 14,01 H 19,92 6,44 1 17,28 Heffxn-Naffau . . . . 34,41] 32,13 Rbemland ...... 4,22 , 17,01 Hobenxolxkrn . . . . - € 11,28 Summe 111 Preußen naeh derxt Stande vom 30.J11n11898 . . . . 15,33 12,67 0,89 6,59 35,48
nach dem Stande vom , 9,59 0,87 5,51 30,64
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28. Februar 1897. . 14,67 Mithin Zunahme . . 0,66 ] 3,08 ] 0,02] 1,08 4,84
In den Tabellen der .Mittbeilun en der Preußischen entral- Gepoffenschaftskaffe: ist auch die Promi e-Verechnimg der GZnoffen- zahlen auf kn: Berolkcrung innerhalb der verschiedenen Haftpflicht- arten erfolgt. Danach gehören im ganzen Königreich Preußen von
1000 der Bevölkerung ck S
na dem fande nach dem Stande
vom 28.2. 1897 vom 30.6. 1898 Zunahme zu Genofsenfcbaften mit
unbeschr. Haftpflicht . 19,54 22,01 2,47 zu Genossenschaften mit unbeschr_._Na schußpflicht 0,42 0,45 0,03 111 («Herxonens stenmit bejchrankter Haftrflrcht 10,68 13,02 2,34.
' Dte Zu- bezw. Abnahme 5er Genoffensebaften in Preußen in der Zet_t vom 28. Febrqar 1897 516 zum 30. Juni 1898 in ihrer Ver- tbxtlung aus du: emzelnen Genossenschaftöarten ergiebt, nacb Prozkntkn berechnet, folgendes Resultat:
Zahl der eingetragenen Genossenschaften Genoffenschaftearten am am bezw.
ezw. 28,1Februar 30 98!“ Abnahme Abnahme
897 18
Vorsszß- und Kreditvereine 4455 5292 + 837 + 18,79 Rohnonvereine. . . . . 367 425 + 58 + 15,80 Absatzgenoffepschaften. . . 43 79 + 36 + 83 Magazinvereme. . . . . 12 34 + 22 + Produktivgenoffenschaft . 1239 1570 + 331 + 26-72 Fnéumvgexeineff s. „ft. . 605 591 - 14 ; 3124
9 mm eno en su . 134 176 + 42 „
Sonstige Öenofsens sten . 103 133 + 30 + 29-13 Das Ergebniß, wel diese blen ur Darstellung bringen- kann nur als ein MFM bemet erden, da eine erhebliche Außdebnyng dck_ Gmoffmschaftßwesens hervortritt. Co 1113" W?W- daß es thber mcht leiZ gewesen ist, die Ausvebnung der siattftlkkbm Erhebungen aLFmS ei herbeizuführen; denn durch diese alxein konnte ein ubes Gesammtbild des Genoffenschaftswesens
Zu- Prozentsas
der Zu
und 147 Genossenschaften mit 12323 Genossen keiner dieser drei
werden. Gerade das Geuoüenschaftöwesta in seinen WW stk!
mit den Landesgremm ab; nur die Ausdebnung der Bearbeitung Wms Reich wird die wittbjchaftlicbe Bedeutung der ganzen En?- wickelung zur Anschauung bringen. *
Zur Arbeiterbewegung.
In Berlin beschlossen, der „Boss. Ztg.“ zufolge, _die_ Mauxer in einer ak; Yixtwoäj abgehaltenen Versammlung vollstandtge Athens- ru : am . m. , _
b Zur Lobnbewegung der linkSrbeiniscben Textilarbetter xrfabrt dasselbe Blatt aus Erkelenz, daß der Ausstand doxt betgelsgt sei, nachdem die Fabrikanten eine_ zebnprozenttge Lohnerbybung sowie Verkürzung der ArbeitSzeit von elf auf zehn Stunden_ bewtlligt haben.
In Rbeydt haben dagegen, der „Rb.-V_3estfal. Ztg.“ zufolge, etwa 200 Sammetweber der Firma vom Bruck Söhne (Vgl.Nr. 60 11. Bl.) gestern Nachmittag die Arbeit nikdergeleat, nachkem mxt der Direktion gepflogene Unterbandlungen ergebnißlos verlaufen waren.
Kunst u'nd Wissenschaft.
In der Siyung der physikalisch -matbemat_ischen Klasse der Akademie 'der Wissenschaften vom 16. Marz (vorsitzende: Sekretar: Herr Walreyer) las Herr Scbylze eme A“!)bmzdlung „Zur Histologie der Hexactinellidcn“. An eimaex »chactmslltden, welche nördlich von Spiybergen in 1000 111 Ttefe von der Deutschen Nordvolar- Expedijkon erbeutet sind, konnte. dxr Ba'u d'es Watch- körpers näher studiert werden. Die btsber bet Hexacttnelltdén noch nicht nachgewiesenen Kragevge elzcllen (0501150071611) wurden fieber erkannt und eingehend unterm t. Hm Ludwig "111 Bonn, korrewon- dierendes Miklied, übsxsandtk eine Mitkbeélung: „Jugerxdformen von Ophiuren“. 9 werden darin die Umbildungen beschxteben, welcbe junge Individuen von brutpflegenden Arten wäbregd :bres Wachs- tbums duxcblaufen, und daraus einige allgemxine Saße von morpho- logischer und systematischer Bedeutung abgelettet. - Herr von Bezold legte eine Abhandlung des Herrn Dr. G. Lüdelkng in Pojsdam vor: ,über den täglichen Gang der erdmaßnexischcn Sjörungen an Polar- stationen.“ Wie der Verfaffer ausführt, findet man, wenn man den täglichen (Gang der horizontalen Komponentcn der störendex: Kraft durch Vector-Diagramme darstellt, daß diese beiPolarjtatwnen111 dem enigcgengescxzten Sinne durcblaufch wxrden, wie dte normglen Diagramme der taglichen Variation. Dte 811111ge A'uL-nabme 11111111 unter den sämmjlicben untersuchten Polarstattonen dte dezn maZnett- schen Pol und dem Nordlichtpol nachst gelegen? Skatton ngua Fjord. - Hörl“ Or. Tbilenius in Straßburg, wZäZer im Auftrage der Akademie mit den Mitteln dex Humbedt-Httstung 1118 E11!- wickelung von 1121.10er 1111110111113. 111 _Neu-Heelatzd untersucht hat, übersandte einen Vorläufigen Bericht uber'dte Etablage und Aste Entwickelung der 1511111361111 1311110141111. . '
In der Sitzung der pbilosopbtsch-btstoriscben Klasse der Akademie von dxmfelben T*:ge (vorfißcnder „SekreLax: err Vahlen) las Herr Vablkn: „Bemerkungen zum Enmuß“, “D!? 118521;- schriften der drei Abschnitte der Abhandlung lauten:. 1) Marcellus, 111 EnniuS' Annalen; 2) Ein Wechselbalg; 3) Augustmus und Enmus'
Eubemerus.
Ausstellung persischer Kunst im Kunstgewerbe-Museum.
Die Kunst 1726 Islams, lange Zeit als ein eénbeitljchxs Ganze: angesehen, hat sich aUmäblich unter der Luv_e_ emgebéndner Forschung in Verschiedene geographisch und exbnograpbt1ch Von einander getrennte Zweige aufgelöst. Aber noch unmer' fehlt „es arzxiner ründlicben Kenntnis; derEntwickelungSgeschlcbte der etnzelnen 1511161111? chen
unstgebiete. Es ist das besondere Verdienst des Herrn Dr.Jr'teZdrrch Satte in Berlin durch größere Forschungen, dte er auf szt 111 den Jahren 1895 und 1897 in Kleinasien, Psrfixn upd Transkasvxen unter- nommknen Reissn angesteüt, nicht unbetrachthch zur Aufklarung dks Denkmälerbestandes eines der bedeutendsten Zwerge der mobgmedßmsckzen Kunst“, nämlich der ve1s1schen, bxigetragen zu haben. Dre mz! diesen Reisen gemachtén Aufnahmen und Erwerbungen find zur Zßit im Lichthofe des Kunstgewkrbe-Muskums aysgesteüt. 32115“; Erganzqng find vorzügliche farbige Aufnahmen pers11cher _und turktsckoer BauxZn von Prof. Ed. Jacobstbal, sowir Pbotwgrapbten Von Bauxvsrkcnnm JZfaban Von Resierungs - Baumeister A. Breslauer hmzugefugt worden. , . Dic Moscheen und Mcdreffen (SÖulen1Pe1fiens zetgen eme_ Von den Wcstiswmitiscben Bauwerken abweichxnde Bauform, die i_1_1 11)an cha1akteristischen Merkmalen auf saffanidtscbe Archtthtur zumckgeht: eine gk1v11tige, imposaxte, im Kielboqen gescthffZne E111trittsha11-Z, oft Von zwe“: hoben sckdlankcn Minarsts flankiert, die 111 einen quadrqmcbsn, von Arkaden eingefaßten Hof führt; an diesen _Hof gelehnt, m1t einxr ähnlichen Portalnische als u ang. dann dxe e1gentliche Moschee, em Kuppelraum mit der na ekka orienttertetz Gebetsmsche. 21121 Baumaterial dient der Backstein, der durch dre Aujnabme farbtgkr Glasuren Line Dekoration von böchster Farbsnvracht 1chafft.
An den frühen Bauten, wie dem 191911 Prof. Jacobstbal auf- enommxnen Grabmal des Jusuf Ibn Kutaixtx (1162) in chbtschervan ?eblen noch die Glasuren. Die Dekoratiox wtrd_aussch11eß11ch dadurch gebildkt, daß die Außenflächen des Gebaudeß ybersvonnen find nut einem Nsßwetk geometri1cher Muster, die aus Zteaeln, welcbe aus der Fläche berauYtreten, fick) zusammensetzen. Im Gegensatz zur euro- päischen Backjtcintechnif des Mittelalters ist diese 318 (; el'orname n t'ik vöUig unabhängig vom Verband dks Ketnmauerwerks. Durch Hinzutrttt türkisblau glafierter Zisgcl ist bki einem anderen Mausoleum in Nachtschewan, dem des Atabek Zldegbis (1186), schon eine größere farbige Wirkun erzielt worden. Eine reicbere Vemu'ndung solcher farbigen Ziegel bieten das Grabmal des Cbodabende Chan (1304-16) in Sultanieb, die Hauptuwscbke in Veramin (begonnen 1322) und die Moschxe kes Schal) Gazan in Taebris. Eine Art Von Tbon-Jntarfia steUen die nach Aufnahme des Prof. Jacobstbal von Wimmel u. Co. und P. March bergesteüten Reproduktionen von WandHckleikungcn aus dem „Mausoleym, des Mahmud Pascha 111 Konstantinovel (1474) dar, 1:21 denen turkts_- und _dunkelblaue Thon- platten in Stein einasbettet nnd. Den wettaus glanzßndstcn Schmuck erhalten aber die persischen Bauten erst durch das Flteskn'mosatk, das stait der rein geomktrischen Vkußer der glafic'rten Ztcgel eTne manni faltigere Dekoration mit P_fl1nze11- „und_ Tbierornamentik ermögltcbt. Dieses Fliesenmosaik erwrdett eme ghnaus mühevcüe und schwierige Technik. Jeder 2111361116 Farbenflxxk 111 aus einfgrbig glasierten Tbonplatten ausgeschniiten odex auSgesagt und kann 11111 den übrigen mosaikartig zusammengeseYt. Die Muster beben Jeb m d'ex- Regel von einem leuchtenden ttefb auen Gruqde ab. „An) frubestcn, m der Mitte des 13. Jahrhunderts, tritt, sowett,fich 516 Ust, bat 11ach- weisen laffen, diese Technik in Koniab in Klemafien 'auf, tbre hochste Ausbildung erfährt s'1e im 15. und 16. Jahrhundert m Zierfietxselbst. Zu prachtvollster dekorativer Wirkung erhebt Keb der _ osaikjchmuck in der Moschee zu Taebris, einem Bau des Turkmenen-Éursten Dxeban Chan aus der Mitte des 15. Jahrhunderts, nach der rundfarb'e d'er Fliesenmosaiken „Die blaue Moschee“ genannt. Das Mosatk tft
owobl zum Schmuck der Außen-, wie der Innenseite herangezogen worden. Während das Hauptportal vonstandig von dxn farben- 1chimmernden Mosaiken bedeckt ist, ist im Innern das ltesenmofaik mit künstleris er Beschränkung als besonders kostbarer “chmuck nur in einzelnen eldern in den rötblichen Thon der Verblendmauern eingele tworden. Die räumliÖe Vertheilung diefes Dekors vyird vortrefflich veransZaulicht durch farbi Darsteklun en einzelner Tbetle der Wand- dekoration in Originalgrö “e, die nach aufen des Baumeisters Bruno Schulz außgefü?rt wordey sind. Der wundervone farbcnsatte Ein- druck dieser Mo aiktaxeln wird durch größere Bruchstücke vermittelt, so- ÖY man steh mit Zubil ena me der Photographien annähernd das ursprüng- 11 e Btld einer detar gen Dekoration rekonstruieren kann. 11 ähnlicher Pracht entfaltet fick; die Dekoration des Fliesenmosaiks n der Grabmoschee des Scbech S? in Ardebil, einer klostetäbnlicbcn Anlage 11an des Kaspischen 21 MW, die im Laufe mehrerer Jabr-
buuderte beranqewachsen ist. Die Fliesendekoration, zumeist dem 16. Jahrhundert aUJbörig, bietet in der durch Pflanzxn- und Thier- formen bereicherten rnamentik einen gewiffen Fort1chr1t!., Eines der mit Mosaiken verzierten hoben Fenster der Fauptfayade 1st _ebe'nfalls in wirklicher Größe nachgebildet worden. esonders mekaurdÉ ist ein neben der Grabmoscbee liegender Kappklraum, den 63) der , (bab Abbas der Gkoße (1587-1629), die bedeutend : Persoylichkett der neueren perfischen Geschichte, a1s Porzellankammer akte e1n11chtenlaffen, um darin gleich den europäischen Fürsten des 18. Jahrhunderts die von 117111 gesammelten chinrfi1ch1n Porzellanc aufzuhkwahren. Noch jeßt stehen, wie auf einer der botograpkien erfich111ch tft, bqnderte von Porzellanen, meist blau emaltes Geschirr, dte urspc_ungl1ch_ an den Wänden aufgestellt warxn, auf dem Boden. Da aus dtesex fruhen Zsit nur wenig beglaubigte Xorzeaane erhalten find, so 111 diese Saxxmlung auch für die (Hks i_chte des cbmefisrben PoxzküanJ Von Bedeutung. Eine kostkare Biblwtbek pxrfischer Manuskrtvte, d1e fich in derselben Mo§ch€e befand, ist durch emen rusßscbcn General na-H St. Psteksburg geschafft worden, 2111 gewaltiger Tevwch vom Jahre 1540 is? in das Jndia-Mufeum in London gekomm_en.„ '
Die äußexstsn Ausläufe: dixscs farbenpracbttgen Mosn1kschmuckss bildcn im Ostxn die Dckorationen der BautenTiymr'S des Erobcrexs (1379-1405) in Samackand, im Westen. dte 111 derselbsn Technik ausizefübrten Theile der „arünen Mo1chee“ 'm Bruffa.
Neben den Ziegel- und FZixsenmoyaikerx trttt schon 1m13.Jabrb„undert die bemalte Flfese auf und zwar zunachst in der Form der_Luster- fl 1 es 8 , bei der man die 31111111a1111c Glasur mit 121118111 (5591113111113 uberzogen hat, der aus Kuvferoxyd und Silber gewonnen 1st. Je 11ach dem Vor- herrschen “ves Silbers odkr Kupfexs nimmt der Lüster'nJen mcb:_gol- digen oder kupfrig rotbxn Ton an. Die? Darsksüung 1st 111 dem Lustex- überzug aussespart, als Motive dienkn Menschen und, Thiere, 1011111: Blattwkrk und ArabeIken 111 weicher, fließsndenr Zk1chnung. Metst find es sternförmig: Fliesen, die fich mit kreuzfcyrmigen zu größeren Feldern zusammenseyen. Jede Fliese 1151.11 eine 111 fich abgeschloffsne figürliche oder ornamentale Darsteüung. Auch große dckoranvq Jn- fcbriftbänder kommkn auf Lüstetßiefen vor; fie bebex1 fich zume1st in blauer Bemalung plastisch Vom (Grunde ab. Die, lusirierjen Flresen wurden als besonders wertbvollcr Zierratb nur tm Innern, bauvt- sächlich an der GebetSniscbe und ihrer Umgehgng 061111011111. "Ein rccht€ckiqes Feld mit großen Stern- und Krkuzflrexen Wird durch abn- iicbe Sxücke vom Jahre 1262, die aus der Jmam-queYaya _zu Veramin stammen, chronologisch bestimmt. Als gute Bctsptxle figzn- licher Dekoration können die i_n einem Pultscbrank ausgxlkgtx kleme 'Flns c mit einem Iagdlecparkcn, 1131118 mébrkre Fliesen mrt F1gure11 m den vkrscbiedenen Stellungen des Gebetes (1611811.
- Zugleich mit dem 2151?an der Lüstererssn im 15. Jabthundkrt kommt ein 11211113 keramisches Verfahren in Pcrfien auf: die B emal7ung mit farbigen undurchsichtigen Emails auf xinxr wetßen Zin nglas nr. Unter Schal) Abbas (1587-1629), der eme uberaus um- fangreiche Bautbätigkeit entfaltete, wird dieser Dekor_herrschend, xmd verdrängt allmählich dix: mühsame, zeitraubcnde Tecbmk dLs "Fltejey- mosaiks In der Malerei überwiegt jkßt n“ben 1310111711 Tonen em grellks Gelb. Als Ornament dient d1e perfischq Bluxbsmcanke odar auch f'xgürlicbe Darstellungen. Letztere geben, wie das dcm Musikum angehörige Tableau, Kämpfe aus der iranischen Heldensaße oder Vor- gänge aus dem Haremslcxben wiedxr; s1e find 1111111 6116 SchMuck von Gartenpavilwns verwandt deen. Eine JCWlffL Grazte und Anyxutb ist den FraueUg-kstalten nich1 abzusprechen. Im 18. Jahrbmxder: 111511 die aUmählich immer schlechter werdende techn11chchund kunsxlen'che Außfübrung zu 61116111 Vollständigkn Verfall der 211111 10 bLubxndxn Faysnceindustrie Pe1fien6, deren traurige Uébcxrcste säcb 1116 (110 den bsutiaen Tag erhalten babén. _
Neben den keram'xscben Dekorationen findet auch grsch111ttener Stuck in boßcr künstlkrischer Ausführung feine VerMndung m den perßscben Bauten. Beispiele dafür bieten das Grabmal dos Cboda- bende Chan (1304-16) in Sultaniev und eine Moschee in dsr Stadt Marant (um 1330). ,
Das farbenpräckxtige Bild persischer Kunst, das dte Ausstellyng giebt, wird noch Verdollständigt durch eine 2111511111111 guter Yeisptele von Erzeugnissen dec übrigsn 111 Pexfien neken rer BgukU11sxblubenden KunstzWeigk: der keramistbsn Gcfäßbildnerki, Glasmdustrte, Metall- kunst, Buchil1ustration und Tkxtilkunst. 11111191: dct1 Fayencen ver- diensn bksondxre Erwälynunx, etnige Lüstergesaße unt prachtyoll schim- mernder Malersi auf Weißem oder blauem Gryyde. DtsGruppc von Gefäßen mit Blaumalerki unter . a11a111111ch€r (Glamr rst weniger bxdeutknd und reicht an die tm BMZ? des_ Museums 5211101115811, auf der obsren Galerie aufgesteüten 2116611611 11181821 Dékors nicht heran. Dic ausgesteUten Porzellane dürften on1 zum 1111311 pct- fiscdkn Ursprungs se'm. Viel wxrtbvvllcr finkx ,dte Glasex, zu- nächét eine Anzahl kleinesr dickwar-nger, stark 1r1s1€r1xr Glaéschen, in ihren Formen den antiken GWcrn verwandt, 516 (1116 (111- arabischen Gräbern in Fayum stammc-n 101111) und durch ahnlrche datierte Gläser im Nationalmuseum zu Kano 111 Has 9-10. Jabr- Hundert gcwissen Werden. Von den so selteneq und bochgeschaßten vergoldejen und emaillierten Glasgefäßen 568 13. bxs 15. IalY'hunderts, der Blütbezeit der mubamedaniscben Kunst, enthalt die Sammlung des Dr. Satte drei stattliche Ex2mp1are: eine Moscheelqmpe, eine Henkelvase und eincm Pokal. Durch dre Vergoldung'und Bemalung, die fich mit der gelbgrünen Masse zu feiney kolor1st+chex10ffekten verbinden, erfährt das an fick) trübe und unreme Maxxrml kme hohe künstlerische Veredelung. 211111) die zu gleicher Zeit 111 Moßul' und anderen Kunststättcxn geübte Kunst, durch Stlbertauschierung Mess lng- und Eis enge1äße und -Gc1ätbc zu verzteren, ist durch mehrerx Bei- spiele gut iÜustricrt. Bei einem xundxn Becken, das fur pen Mamlukensultan Al-Muizz Jzz ed-Dm “1111361 1250-57) earbertet sein soll, ist die Silbertauscbierung, 111 der die rnamentch,_ nschkift- bänder, Kampfßenen u. s. w. angebracht find, noch vortreffltcb erbalxen. Die dünnen Silbekpxä1tchen sind dadurch auf dem Grunde befesttgt, daß man ihre Ränder in die in den-Meffing geqrabenen, gezahnten und unterscbnittenen Konturcn der Zcéchnung eingeschlagsn hat., Eine andere Tkchnik veranschaulicht der Eisenßelm, der 111111 J:11_chr_1ft 'von einem Waffsnschmixd aus amadan in Persien, Achmed bm 2111.51: cmcn Su1tan 111 der zweiten H" 7181195 15. Jahrhunderts angeferUzt rst. Hier werden die Silberbläkter durch ken wie eine feine Fxtle geraubten Grund festgehalten. Auch die Tepp icbsammlung e'njbält MLbWW gute Bsisviele des 16. und 17. Jahrhunderts; durch retche 9.1-xusterung 111111 woblabgetönte arbftimmung zeichnen fich mehrere Stucke aus, 816 leédec nicht vo ständig erbaxtcn fmd. Vun 1101111011161: Zeichnung 111 ein Seidenftoff, der als wiLOerkebrendcs Muster eine SZene aus einem pstfiscben Märchen enthält. Die eingewobte Marke xmt dem chmen ,(Hijat eddiu“ deutet Viellcicht auf 11611 Vorsteher e1111r31§nn111chen 'Ranufaktur in Jsfaban bin. Der darunter bef111d11che Stoff mit Reitetfiguren ist ebenfalls beachtenswertb.
2118 Anhang zu der Ausstellung sind photographiscbx Anfnabmey, incbnungen und Abklatscbe von Fklsenrx'liefs bei Tagbt-Bosth mit Darstellungen des saffanidischen Fürsten Khoßroes 11. (591-628) und seiner Umgebung nebst einer Anzahl sassanidischer_Stoff3 AUTÖEM Besiß des Muskums hinzugefügt. Die auf den (S_ewatzdern dss Furstcn und (211116 Gefolges erscheinenden Muster sind ab1111che, wre fie fick) aus kun Skoffen finden. sodaß durch die Reliefs d1ese ganze Gruvpe von Stoffen chronologisch festgelegt ist. Auch die Aufnahmen dieser Rklikss smd durch Dr. Satte gemacht worden. 131;-
Jn einer Heilanstalt bei Bonn ist vor einigen Tagen der Maler Wilhelm Sohn, seit dem Jahre 1.874 Professor an der Kunst- Afademie zu Düffeldoxf, estorben. Er war am 29. August 1830 111 Berlin geboren, ging im Jahre 1847 nach Düsseldorf und erbtelt _dort durch seinen Onkel, den berühmten Maler Karl Sohn, seine kunst- 1er11chc Audbildung. Anfangs malte ex historische „Bilder, _ wie „Christus auT stürmischer See“ (1853, stadtiscbe Galerre, in Dussel- dorf), „Chr stus am Oelberg“ (1855, in der Frtedens-Kirche zu Jauer in Schlesien), „Genoveva“ (1856); bald aber wandte er der Genremalerei zu. Seine Bilder .Ver- [)ubiedcne Lebenswege“, .Gewiffensfra e“ (1864, Galerie zu Karlöruhe),
esondcrs aber „Konsultation beim echtöanwalt" (1866, Museum in
Le 11 sind meksterbaft in der Cbarakteriftik, in der Zeichnung und iniKerOkoloristisÖen Wirkung, ebenso das „Brustbild eknes KrngerS' (1869, in der Dresdener Galerie).
Bantvefeu.
Aus Breslau wird berichtet: Der im Herbst 1897 begonnene Bau eines Handelsbafens der Stadt BreSlau ist derarx vor- geschritten, daß die Anlage in dem zunächst geplanten Umfang 111 zwei weitcrxn Baujahren fertiggestellt sein wird. Dteses boch- bedeutsame Umetnebmen ift dazu bestimmt. den Odkrbandél und die Stellung Breslaus in demselbsn wesentlich zu fördern, „indem es sine Aanußung der natürlichen Vortheile erletcbtert wxlcbe der Wafferweg, troß der mir dem Schle'usenbetrkel; Verbundenen Zsitvkrluste, dem Handel mit Oberschlesien bretet. Der H1fen bildet aewiffermaßen den Abschluß des vom S1a9te erbauten, im Herbst 1897 dem Verkehr übergebenen Großschrffabrtßweges bei BreSlau. Der in der Ausführung begriffxne Bauplan umfaßt: 13.. Ein Hafenbecken von 50 111 Butte und 42000 qm Waffékfiäkbk; dasselbe gewährt im Bkcken 1600 111 „ nuß- bare Uferlänge und“ an der Stron'ioder 1215| 550 111. Hmnach können im Becken 93 Schiffe unterkommen, wahrend_ 011 den nyßba'rßn Ufern, in einfacher Reibe liegend, etrva _40 Sch1ffe gletcbzettrg werden löschen und laden können. Tre Sohle des Hafen- beckcns soll auf + 107 111 U. 17., d. 1). so tief gslegt werden, daß bkladene Schiffs, die bei stark abfaüendem Wasser in der, Oder Gsfabr laufen, festzukommen, in dem Hafenbecken, noch tmmer 1,74 111 Wassertiefe finden, selbst wenn der bis 12111 118111)- achtete niedrigste Wafferstand von + 108,74 111 19.19. eintreten sollte. - 1). Einen maffiven fech§gefchoss111en„ untetkeüerten Kornspeicher von 100/25 111 (Grundfläche unt „ernst,: Aufnahme- fäbigkeit von 20000 1; sein Faffungßraum soll so§1ngerzchtet werden, daß *; der Räume für Bodenlagerung“ und & fur StZOzeUen Ver- wendung finden. *--* Ferner 0. Zwei Schuppcn von je 100/25 111 für Düngemittel und Oele, sowie für Stückgüter, nebst fahrbaren elektrt- schenLaufkräbnen;c1.ein en Zuckerscb uppen von 1_00/15 mnebstKrabn; 6. eine Koblenkippe und 1". Freilagerplgße. Außcr d__en a'n dyn Ufern freiblsi'uenden Pläßxn ftkbcn große Flachen._ We1che far dte künftiqe Hafenerweiterung _vorgeseben find, zur Verfugupg. -_Die mascköinclle Außrüstung für den Bstrieb sämrptlicher bewegltchen Krahne, der Aufzügs. Drehscheiben und Svills g€sch1eht durch Clektroyotoren; ekenso ist durchweg elektrische Beleuchtung vorgesehen Dre Kosten des Crwetbs des erforderlicbkn Terrains belaufen sich auf 500 000 „M* die Kosten der-Bauarbeiten und der inneren Einrrcbtung fiyd au 5 500000 «14 veranschlagt, die der bis jetzt außgeführten Arbetten be- tragen 1 Million TNark. Nach der Ausführung des gedachten Plans soll eine Erweiterung der Hafenanlagen nach Maß abe der steigenden Entwéckelung der Verkehrsverbältniffe in dsr Wei e stattfindxn, daß der Hafen schlixßlich vier Becken mit 108 000 qm Wafferflacbe und 4525 111 nusbarer Uferlänge sowie eine 4200011111 aroße Grund- fläche für Lagerhäuser und Lagerscbuvpkn umfassen wird. Die (Ge- sammtkosten des Baues wkrden fich 111617111111 auf 9630000 «14 er- beben.
Dsr Umbau des früheren Ständehauses zum Kunst- gewerbe-Museum ist bis auf den inneren Ausbau beendet
GesundheitIWesen, Thierkrankheiten und Absperrungs- Maßregeln.
Nach einer Verordnung des Gesundheitsraths in Montevideo vom 11. Februar 1). J. unterliegen die von Rio de Janeiro und Santos dork anlaufenden Schiffe, sowie „auch solche, welche die genannten Häfen auf ihrer Ncise nach Myntsvtdeo bkrührt haben, einer 48stünvigen Vsobacbtuno. DW Reisenden, _ deren Ziel Montevideo ist, werden dieser Beobachtung aus der Quarantäne-Jnsel Flores unterworfen. Beim Verlassen ker Insel erhalten dieselbcn einen Gesundbeitßpaß, 11111) unterliegen dann an Land noch weitere fünf Tage einer santtarey Beobachtung. Die Effekten der Reiscnden werden auf der erwahnten Jnssl desinfiziert. Ebenso werdsn auch die Schiffe, welche dem freien Verkehr übkrgeben werden sollen, vorher dssinfiziect.
egelschiffy, deren Rei1edauer Weniger als acht Tage betragen bat, nd ebenfalls zu desinfizieren und bleiben bis zur Vollendung der acht Tage unter sauitärer Beobachtung., Schiffe, deren Reisedauer acht Tage überstei-„11, werdén nach I)er, DeSmfkktton freigelassen. Die Ladung und Korrxsvondenz aller Qch1ffe sol] unbeanstandet gelandet Werden können. Sch1ffe, welche mit Gelbfieberkranken an Bord in Montevideo eintreffen, oder solche, Welche Gelbfieherkranke während der Fahrt dorthin an Bord gehabt "haben, werden 111 jedem einzslnen FaU einer besonderen Quarantj'ane unterwvrfen.
Die Bsrordnung ist mit ihrer Veröffentltchung in Kraft getreten.
Indien.
Zufclgc Beschlusses der indischen Regierung Find fcit dem 23.1) M. in Aden, Madras und Rangoon fur Herkünfte von Kalkutta wegen der dort vorgekommenen PcstfäUe die auf die Pest bezüglichxn Vorschriften der Sanitäjs-Konvention zu Venedig in Kraft geseßt worden.
Konstantinopel, 23, März. (W. T. B.) Vorgestern find in Djeddal) 4 Personen an der Pest gestorben.
Verkehrs-Anftalten.
Bremen, 23. März. (W. T. B.) Norddxutscher Lloyp. Dampfer „Königsberg', nacb Ost-Afien best., 22. 21111111 111 Port Scud“ angel. ,Stolberg“, nacb Ost-Afien best., 22. Marz tn Hongkong an- “ekommen.
g - 24. März. (W. T. B.) Dampfer „Halla', v. La Plata kwmmknd, 22. Mäkz Las Palmas passiert. „Dreßden“, v. Baltitqnore kommend, 22 März auf der Weser angek. .Arenßburg“, 11. Branlien best., 22. Mär:: in Pernambuco angek. „Sachsen“, v. L_)st-Afixn kommknd, 23. M611 in Suez angek. .W1ttenberZ“ 23. _Marz JKctse v. Moji n.Hongkongs f?rtges. „Stuttgart“ 23. Marz 9181| v.919apel 11. or: Said 10111166 . . . PHamburg,23.P?ärz. (M.TB.)Hamburg-Amec'ika-Lknie. Dampfer „Andalufia“ heute in Smgapore, ,Penpsvlyaum,“ v.. New York kommend, in Hamburg angek. „Auguste Vtetorta“ g:“stLrn yon Neapcl n.Cenua, .Stratbgarry“ v.Valtnnore 11. Sazn'ouzg, „Suevta' heute 11. Moik n. Hosrsxngng abgeg. .Sarnia', v. "“Y"-811 kommend, c tern Gibralfar pa 181 . g s Der Dampfer „Bulgaxia“ ist nach beendeter Reparatur in Be- gleitung des Dampfers „Hungaria“ beute Morgen um 7 Uhr von Punta Delgada auf den Azoren ahgegangcn. _ .
London 23. März. (W. T. B.) Castle-Ltnie. Dampfer ,Tkntagxl Caktle“ gcstern aus Heimreise 111 Plymouth aygxkommcn.
Union-Linie. Dampfer „Scojt' gestern auf „Pennreisc von K ladt abgegangen. _
apsU'kotterdcmn, 23. Vkärz. (W. T. B.) Polland-Amerkka- Linie. Dampfer .Amsterdam' beute v. Rotterdam 11. New York““
abgegangen.
Theater und Musik-
Im Köni lieben Opernbause wird morgen Smetana's Oper ,Die ?crkaufte D111111" gcgeven. Hierauf folgt das Ballet .Vergiß- mein 1“.
ZZ Kdui liche11 Schauspielhause 11611111» mmm Hugo Lubllucr'o 2111111121 Das fünfLe Rad“ unter Mttwn ua der :Oamx Schramm, pm, Sandow, Mallinger und der DM"! Bonum, Krnußucck, Horvat, Keßler, Hartmann und Krüarc zur Aufführung.